-
Die
vorliegende Erfindung betrifft Tarierwesten für Taucher und insbesondere
Tarierwesten, die mit hufeisenförmiger,
aufblasbarer Schwimmblase ausgerüstet
sind, d.h. mit zwei parallelen Armen, die mittels eines Zwischenschwimmblasenabschnittes
in einer U-Form miteinander verbunden sind.
-
Genauer
bezieht sich die Erfindung auf eine Tarierweste, die mit einer hufeisenförmigen Schwimmblase
ausgerüstet
ist, bei welcher die Schwimmblase zwei aufblasbare Verlängerungen
im Bauchbereich aufweist, die als ein Stück zusammen mit der Schwimmblase
erhalten werden.
-
Aus
der FR-A-2 708 560 sind Westen bekannt mit einem Schwimmbereich,
der sowohl in den Bauch- als auch seitlichen Abschnitten und auch
auf den Schultern angeordnet ist. Bekannt sind auch sogenannte „auf dem
Rücken
montierte" Westen
mit einem Frontbereich, welcher die Begurtung trägt, und einem aufblasbaren
Bereich, der auf dem hinteren Abschnitt angeordnet ist. Beide Arten
dieser Westen sind nachteilig, denn ihnen fehlt im Wasser die Stabilität. Insbesondere
neigen die „am
Rücken
montierten" Westen
dazu, den Körper
des Tauchers mit seinem Kopf nach unten nach vorn zu schieben, was sehr
gefährlich
sein kann, wenn der Taucher müde ist.
-
Schließlich gibt
es, wie zum Beispiel in der US-A-4,523,914 offenbart ist, welche
als der nächstliegende
Stand der Technik angesehen wird, Westen mit einer Kombination der
zwei oben erwähnten
Arten. Die letzteren Westenarten sind jedoch recht komplex und kostspielig,
denn sie bestehen aus einer Vielzahl von Luftkammern. Außerdem ist
es für
alle diese bekannten Arten von Westen notwendig, für eine große Anzahl
von Körpergrößen zu sorgen,
um alle Größenerfordernisse
der Kunden zu erfüllen,
wodurch die Herstellungskosten erheblich zunehmen.
-
Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist daher eine Tarierweste für Taucher,
die mit einer hufeisenförmigen,
aufblasbaren Schwimmblase, die auf dem Rücken angeordnet ist, ausgestattet
ist, und welche die Flasche einhüllt
und deshalb dem Taucher einen niedrigeren hydrodynamischen Widerstand gibt
bezüglich
dem, welcher von herkömmlichen,
auf dem Rücken
montierten Westen gegeben ist, die sich außerhalb der Flasche erstrecken.
Weil die Schwimmblase mit aufblasbaren Verlängerungen im Bauchbereich versehen
ist, die wie ein Stück
gehalten werden, wird ferner dem Benutzer ein extrem bequeme und
sichere, abgeglichene Schwimmeinstellung gegeben (der Taucher „sitzt
wie in einem Armsessel" in
der Weste). Dank des speziellen Aufbaus der Weste gemäß der Erfindung
und der Trennung zwischen aufblasbarem Abschnitt und Begurtung kann
schließlich
die Anzahl der notwendigen Kleidergrößen minimal gemacht werden.
-
Nach
einem Hauptmerkmal weist die Weste gemäß der Erfindung eine aufblasbare
Kammer auf, die aus einem Basiselement besteht, welches im wesentlichen
einen C-förmigen
Grundriß hat,
wobei der zentrale Abschnitt des Basiselementes durch Aufbringen
eines textilen Rückenelementes
wie ein U gestaltet ist, wobei das Rückenelement mit einer komplementären Form
bezüglich
der U-Form ausgestaltet ist, so daß man einen Hufeisenaufbau
mit zwei Endabschnitten erhält,
die sich im wesentlichen unter einem rechten Winkel, ausgehend von
dem Hufeisenaufbau, nach vorn erstrecken, so daß die Schwimmkammern im Bauchbereich
gebildet werden.
-
In
vorteilhafter Weise ist das den ganzen Aufbau gestaltende Rückenelement
vorzugsweise aus einem Netzstoff hergestellt, um weiterhin den hydrodynamischen
Widerstand der Anordnung zu verringern.
-
Ein
anderer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zur Herstellung einer Weste, wie oben erwähnt.
-
Weitere
Vorteile und Merkmale gemäß der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform
der Weste unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen, bei
denen ist:
-
1 eine
Draufsicht auf einen Abschnitt der Schwimmkammer der erfindungsgemäßen Weste;
-
2 eine
perspektivische Ansicht der Schwimmkammer nach 1,
welche dank der Aufbringung des Rückenelementes gestaltet ist;
-
3 eine
perspektivische Ansicht der Vorderseite einer erfindungsgemäßen Weste
zusammen mit den Begurtungselementen und
-
4 eine
perspektivische Ansicht der Rückseite
der Weste nach 3.
-
1 der
Zeichnungen zeigt eine Draufsicht auf das Element 1, welches
die Luftkammer der erfindungsgemäßen Weste
bildet. Dieses Element 1 hat eine Grundrißkontur,
die im wesentlichen wie ein C gestaltet ist, und besteht aus zwei
Tüchern
aus luftdichtem Stoff, die entlang deren Rändern miteinander verbunden
sind. Das Element 1 kann in sich selbst die aufblasbare
Luftkammer der Weste sein oder kann innen – in ziemlich üblicher
Weise – mit
einer zweiten luftdichten Schwimmblase versehen sein (im allgemeinen
eine Kunststoffblase), welche die Luftkammer der Weste bildet. In
letzterem Fall kann auch die äußere Schwimmblase
dadurch hergestellt werden, daß die
einzelnen textilen Elemente auch in nicht luftdichter Weise zusammengenäht werden, weil
die Luftkammerfunktion durch die innere Schwimmblase ausgeführt wird.
-
Dem
Basiselement 1 nach 1 ist gemäß Darstellung
in 2 seine endgültige
Gestalt dadurch gegeben, daß man
seine Zwischenkante mit einem U-förmigen Stoffstück 2 näht und/oder
verbindet, welches den die Weste formenden Rahmen bildet, die somit
eine Hufeisenform 101 in ihrem Rüc kenabschnitt annimmt, wobei
sich zwei einhüllende Verlängerungen
oder Arme 3, 103, von dem Hufeisenrücken beginnend,
fast wie Arme eines idealen Armsessels nach vorn erstrecken.
-
In
vorteilhafter Weise, nicht aber notwendigerweise, besteht das Stoffstück 2 aus
einem Netzstoff.
-
Auf
dem Stoffstück 2 wird
die Rückenstütze 6 montiert,
die steif oder weich sein oder von irgendeiner anderen Art sein
kann. Diese Rückenstütze enthält die Gurtschulterbänder, die
an ihren Enden mit Schnellkupplungselementen versehen sind, welche
mit komplementären
Kupplungselementen zusammenwirken, die an den Enden der zwei Gurte
augebracht sind, welche an den Luftkammerelementen 3, 103 befestigt
sind. An der Rückenstütze 6 kann man
möglicherweise
auch den (nicht gezeigten) hinteren Rücken anbringen, an welchem
die Flasche 8 (4) angehängt ist, zum Beispiel mittels
des Gurtes 7. Die Gurte 9 sind an den Enden der
zwei Bauchverlängerungen 3, 103 befestigt,
so daß der
Vorderabschnitt der Weste im Bereich des Gurtes des Tauchers geschlossen
wird. Diese Gurte 9 sind in vorteilhafter Weise mit klettenartigen
oder ähnlichen
Verbindungselementen versehen, obwohl sie auch mit Schnellkupplungsschnallen
versehen sein können.
-
Gemäß Darstellung
in 3 können
zwei Taschen 10, die zur Aufnahme von Ballastblei verwendet
werden, auf der Außenseite
der Bauchverlängerungen 3, 103 aufgebracht
werden. Offensichtlich weist die Weste ferner Auslaßventile
(von denen nur eines gezeigt und mit der Bezugszahl 11 versehen
ist), das Aufblasventil (nicht gezeigt), welches auf der Vorderseite
einer der Bauchverlängerungen 3, 103 angeordnet
sein kann, und alle die anderen Zubehörelemente auf, die für eine solche
Weste erforderlich sind.
-
Wie
besser in 4 gezeigt ist, entfaltet sich die
Weste nach der Erfindung um die Luftflasche 8 herum und
wickelt diese fast wie in einer Nische ein, um so den hydrodynamischen
Widerstand der Anordnung minimal zu machen. Wenn der Taucher schwimmt,
wird er von der Weste in einer sehr bequemen Position gehalten,
wie wenn er in einem Armsessel sitzt. Außer dieser Bequemlichkeit ist
diese Position auch recht sicher in dem Fall, wenn der Taucher krank
werden sollte, weil sein ganzes Gewicht aus dem Wasser herausgehalten
wird ohne das Risiko, daß er
mit seinem Kopf unter Wasser geschoben wird, wie es bei einigen
Arten der auf dem Rücken montierten
Westen geschehen könnte.
-
Offensichtlich
ist die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebene und gezeigte
Ausführungsform
beschränkt,
sondern weist alle jene Konstruktionsänderungen und Varianten auf,
die in den weiteren Rahmen der erfinderischen Idee fallen, wie im
wesentlichen später
beansprucht wird.
-
Obwohl
in der Beschreibung und in den Ansprüchen unter Bezugnahme auf die
Kammer 1 der Weste festgestellt wird, daß letztere
aus „zwei
Tüchern
oder zwei Stoffstücken" besteht, die miteinander
verbunden sind, versteht es sich so zum Beispiel, daß der allgemeine
Ausdruck „zwei
Tücher
oder zwei Stoffstücke" auch die Tatsache
einschließt,
daß die Tücher oder
Stücke,
welche die Kammer 1 bilden, auch aus zwei ebenen Stoffelementen
erhalten werden können,
welche durch Verbinden verschiedener Stofflängen und dann durch Schneiden
derselben erhalten werden, um das letztendliche Tuch oder Stück mit der
ebenen Kontur gemäß der Erfindung
zu bilden.
-
Falls
die Kammer 1 die Luftkammer der Weste ist, bestehen diese
Längen
offensichtlich aus luftdichtem Stoff und werden in luftdichter Weise
miteinander verbunden, während
in demjenigen Fall, in welchem die Kammer 1 eine zweite
luftdichte Schwimmblase enthält,
welche die Luftkammer der Weste bildet, diese Längen auch in einer nicht luftdichten
Weise miteinander verbunden werden können.
-
Die
sich aus der Benutzung der Tarierweste gemäß der Erfindung ableitenden
Vorteile sind ersichtlich.
-
Der
Hauptabschnitt der hufeisenförmigen, aufblasbaren
Schwimmblase der erfindungsgemäßen Weste
ist bei der Benutzung im Rückenabschnitt des
Benutzers angeordnet mit dem Zusatz der zwei seitlichen aufblasbaren
Verlängerungen.
Vordere aufblasbare Abschnitte gibt es nicht.
-
Wegen
ihrer besonderen Form erstreckt sich die aufblasbare Schwimmblase
von dem oberen Rückenabschnitt
der Rückseite
der Weste „nach
hinten", d.h. sie
erstreckt sich zu der Luftflasche hin.
-
Bei
den Westen nach dem Stand der Technik erstreckt sich der aufblasbare
Abschnitt von der Rückseite
der Weste „nach
vorn", wodurch dann, wenn
die Weste vollständig
aufgeblasen ist, ein Druck gegen die Rückenzone des Tauchers verursacht
wird. Durch die Weste gemäß der Erfindung
ist dieser Nachteil vollständig
ausgeschaltet, weil die Weste wie gesagt bezüglich der Rückseite der Weste „nach hinten" aufgeblasen wird.
-
Ein
weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Weste besteht in dem wirklich
gegebenen Auftriebsschub. Bei allen Westen nach dem Stand der Technik,
auch bei denen, die hufeisenförmig
sind mit Rückwärtsauftrieb,
befindet sich immer dann, wenn der Taucher nicht mehr schwimmt,
ein Teil ihrer aufblasbaren Schwimmblase über der Wasseroberfläche. Es
ist klar, daß der
Teil der aufblasbaren Schwimmblase, der sich über der Wasseroberfläche befindet,
nicht zu dem Auftrieb des Tauchers beiträgt, so daß bei Verwendung einer Weste
mit zum Beispiel einem maximalen Auftrieb, von sagen wir 20 kg,
der effektive Auftrieb in der Größenordnung
von 17–18 kg
entsprechend der Gestalt der Weste ist. Mit der erfindungsgemäßen Weste
wird dank der Tatsache, daß der
obere Teil der Schwimmblase praktisch um 90° bezüglich des Rückens der Weste nach hinten gewendet
ist und deshalb auf einem etwas niedrigeren Niveau bezüglich der
Schulter des Tauchers angeordnet ist, der Auftriebsschub der Weste
immer vollständig
ausgenutzt.