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DE60220193T2 - Einwertiges salz verbessert die löslichkeit von milchproteinkonzentrat - Google Patents

Einwertiges salz verbessert die löslichkeit von milchproteinkonzentrat Download PDF

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DE60220193T2
DE60220193T2 DE60220193T DE60220193T DE60220193T2 DE 60220193 T2 DE60220193 T2 DE 60220193T2 DE 60220193 T DE60220193 T DE 60220193T DE 60220193 T DE60220193 T DE 60220193T DE 60220193 T2 DE60220193 T2 DE 60220193T2
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mpc
protein
mpi
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Alistair Carr
Ganugapati Vijaya Fonterra R BHASKAR
Satyendra Fonterra Research Center RAM
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New Zealand Dairy Board
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New Zealand Dairy Board
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Description

  • TECHNISCHES GEBIET
  • Diese Erfindung betrifft Milchprodukte, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung, insbesondere bei der Käseherstellung.
  • STAND DER TECHNIK
  • Ein „Milchproteinkonzentrat" (MPC) ist ein Milchproteinprodukt, bei dem mehr als 55%, bevorzugt mehr als 75%, des Trockenmaterials Milchprotein ist und das Verhältnis von Kasein- zu Molkeprotein etwa dasjenige von Milch ist. Solche Konzentrate sind auf dem Fachgebiet bekannt. MPCs werden häufig mit dem an „MPC" angefügten Prozentanteil des Trockenmaterials in Form von Milchprotein beschrieben. Beispielsweise ist MPC70 ein MPC mit 70% des Trockenmaterials als Milchprotein.
  • Der Begriff „Milchproteinisolat" (MPI) bezieht sich auf eine Milchproteinzusammensetzung, die einen im wesentlichen nicht-geänderten Anteil an Kasein- zu Molkeproteinen umfaßt, wobei das Trockenmaterial aus mehr als 85% Milchprotein besteht. Solche Isolate sind auf dem Fachgebiet bekannt.
  • Diese Produkte unterscheiden sich von Milchkonzentraten, indem sie einen hohen Protein- und einen geringen Fettgehalt und Lactosegehalt aufweisen. Sie unterscheiden sich von Magermilchkonzentraten, indem sie einen hohen Protein- und einen geringen Lactosegehalt aufweisen.
  • Eine Verwendung für MPC und MPI ist in der Käseherstellung. Durch Zugabe dieser, um die Proteinkonzentration von in der Herstellung von Käse verwendeter Milch zu erhöhen, kann die Käseherstellung gleichmäßiger und effizienter gemacht werden.
  • Unter Verdampfung und Trocknung ist es möglich, getrocknetes MPC und MPI zu erhalten. Das Hauptproblem bei der Herstellung eines getrockneten Milchproteinkonzentrats mit hohem Proteingehalt ist, daß solche Produkte im allgemeinen bei kalten Temperaturen sehr unlöslich sind. Das ist insbesondere ein Problem, wo der Milchproteingehalt 85% oder mehr ist. Jedoch sogar bei Milchproteingehalten von so wenig wie 70% ist dies ebenfalls ein Problem. Zusätzlich nimmt die Löslichkeit bei allen Temperaturen bei der Lagerung ab.
  • Ebenfalls diese getrockneten Produkte leiden unter dem Nachteil, daß sie mit der Bildung von Brocken im Käse verbunden sind. Brocken sind dünne Proteingele einer unterschiedlichen Farbe im Käse. Brockenbildung ist durchweg ein Problem, wenn getrocknetes MPI mit 85% Trockenmaterial in Form von Milchprotein verwendet wird.
  • Brockenbildung tritt bei einigen, jedoch nicht allen Gelegenheiten auf, wenn ein getrocknetes MPC mit 70% Trockenmaterial in Form von Milchprotein verwendet wird. Diese Probleme können durch Verwendung erhöhter Temperaturen nach Mischen des getrockneten MPC oder MPI mit der Milch überwunden werden. Jedoch fügt dies dem Käseherstellungsverfahren einen zusätzlichen Schritt bei.
  • WO 01/41578 , die unter Artikel 54(3) EPÜ fällt, beschreibt Verfahren zum Herstellen von getrocknetem MPC oder MPI unter Verwendung einer Calciumentfernung durch eines von (1) Verwendung eines Kationenaustauschers, (2) Ansäuerung und Dialyse und (3) Chelatbildung. Jedoch verbleibt eine Notwendigkeit für ein einfaches Verfahren zum Herstellen von getrocknetem MPC und MPI mit guten Löslichkeitseigenschaften, da diese Verfahren entweder zusätzliche Verarbeitungsschritte oder die Zufügung von Chelatbildungsagentien einschließen.
  • WO 00/51440 offenbart ein Verfahren zum Herstellen von MPC mit guter Löslichkeit.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren zum Herstellen eines getrockneten Milchproteinprodukts mit verbesserten Löslichkeitseigenschaften und/oder einer verminderten Tendenz, eine Brockenbildung bei der Käseherstellung zu veranlassen, bereitzustellen, ohne die Notwendigkeit zur Verwendung eines Kationenaustauschers, der Ansäuerung oder der Zugabe von Chelatbildungsagentien, oder wenigstens der Öffentlichkeit eine geeignete Auswahl bereitzustellen.
  • OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
  • In einer Erscheinung liefert die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines getrockneten MPC- oder MPI-Produkts mit verbesserter Löslichkeit, welches umfaßt:
    • (a) Bereitstellen eines MPI oder MPC mit wenigstens 70% Trockenmaterial als Milchprotein in wäßriger Lösung/Suspension;
    • (b) Zugeben wenigstens eines einwertigen Salzes in einer Menge, die eine verbesserte Löslichkeit auf das Produkt, wenn es getrocknet ist, überträgt; und
    • (c) Trocknen des Produktes,
    wobei die Menge an zugegebenem Kation 0,013–0,30 mol Kation pro 100 g Protein ist.
  • Bevorzugt schließen dieses Verfahren und andere Verfahren der Erfindung zwischen den Salzzugabe- und Trocknungsschritten einen Entwässerungsschritt, bevorzugt unter Verwendung einer Verdampfung, ein.
  • Der Begriff „verbesserte Löslichkeit" bezieht sich auf die Eigenschaft eines Produkts, welches bei Rekonstitution in eine 5% w/v-Lösung ein geringeres Sediment bei Zentrifugation für 10 Minuten bei 700 g in bezug auf das entsprechende Produkt ohne Salzbehandlung liefert. Beispielsweise kann die verbesserte Löslichkeit eine Löslichkeit bei 20°C sein, wo es weniger als 5% Sediment bei Zentrifugation für 10 Minuten bei 700 g gibt.
  • Zusätzlich oder alternativ kann die verbesserte Löslichkeit demonstrierbar sein in einem Bereich von Temperaturen unterhalb von 60°C. In einigen Fällen wird die verbesserte Löslichkeit eine verbesserte Löslichkeit folgend einer Lagerung sein. Die besondere Eigenschaft kann nicht leicht unmittelbar nach Herstellung meßbar sein, wird jedoch anschließend offensichtlich.
  • In einer weiteren Erscheinung wird das einwertige oder zweiwertige Salz direkt der Magermilch zugegeben, die verwendet wird, um das MPI oder MPC herzustellen. Somit liefert die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines getrockneten MPC- oder MPI-Produktes mit verbesserter Löslichkeit, welches umfaßt:
    • (a) Bereitstellen einer Magermilch in der Form einer wäßrigen Lösung/Suspension;
    • (b) Zugeben wenigstens eines einwertigen Salzes;
    • (c) Konzentrieren der erhaltenen Lösung durch Ultrafiltration, optional mit Diafiltration, um ein MPI oder MPC mit wenigstens 70 Trockengewichtsprozent als Protein zu bilden, und
    • (d) Trocknen, um ein getrocknetes Produkt mit verbesserter Löslichkeit herzustellen,
    wobei die Menge an zugegebenem Kation 0,013–0,30 mol Kation pro 100 g Protein ist.
  • In dem Verfahren dieser Erscheinung der Erfindung ist die Menge an verwendetem Salz größer, um einen Verlust während der Ultrafiltration und irgendeiner Diafiltration zu erlauben. Dies kann so berechnet werden, daß das Verhältnis von zugegebenem Salz zu Protein zum Zeitpunkt der Trocknung äquivalent ist zu demjenigen in der ersten Erscheinung der Erfindung an der gleichen Stufe.
  • In einer weiteren Erscheinung wird das einwertige Salz während der Diafiltration zugegeben. Somit wird ein Verfahren zum Herstellen eines getrockneten MPC oder MPI mit verbesserter Löslichkeit bereitgestellt, welches umfaßt:
    • (a) Bereitstellen einer Magermilchlösung in der Form einer wäßrigen Lösung/Suspension;
    • (b) Konzentrieren der Magermilch durch Ultrafiltration, mit Diafiltration, um ein MPI oder MPC mit wenigstens 70 Trockengewichtsprozent als Protein zu bilden;
    • (c) Trocknen, um ein getrocknetes Produkt mit verbesserter Löslichkeit herzustellen,
    wobei das Diafiltrationsmedium wenigstens ein einwertiges Salz umfaßt und das gebildete MPC oder MPI 0,013–0,30 mol an zugegebenem Kation pro 100 g Protein enthält, wobei das Diafiltrationsmedium wenigstens ein einwertiges Salz umfaßt. Wiederum kann das Verhältnis von zugegebenem Salz zu Protein zum Zeitpunkt der Trocknung so berechnet werden, um das gleiche zu sein, wie dasjenige in der ersten Erscheinung der Erfindung.
  • In einer weiteren Erscheinung wird das einwertige Salz zum MPC oder MPI während oder nach dem Entwässerungsschritt zugegeben, welcher den Wassergehalt des MPI oder MPC reduziert, jedoch das Produkt nicht trocknet. Somit wird ein Verfahren zum Herstellen eines getrockneten MPC oder MPI mit verbesserter Löslichkeit bereitgestellt, welches umfaßt:
    • (a) Bereitstellen eines MPI oder MPC mit wenigstens 70% Trockenmaterial als Milchprotein in wäßriger Lösung/Suspension;
    • (b) Entfernen eines Teils des Wassers aus dem MPC oder MPI;
    • (c) Zufügen zum konzentrierten MPC oder MPI wenigstens eines einwertigen Salzes in einer Menge, die Löslichkeit auf das Produkt überträgt;
    • (d) Trocknen des Produktes;
    wobei die Menge an zugegebenem Kation 0,013–0,30 mol Kation pro 100 g Protein ist.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Entwässerungsschritt ein Verdampfungsschritt.
  • Jeder der obigen Erscheinungen der Erfindung ist die Zugabe eines eßbaren einwertigen Salzes gemeinsam. Bevorzugte Salze sind Natrium- und Kaliumsalze, bevorzugt Chloride. Natriumsalze sind gegenwärtig bevorzugt, insbesondere Natriumchlorid. Zweiwertige Salze können zusätzlich zugegeben werden, einschließlich Calciumsalze. Salze, die verwendet werden können, schließen Mg-, Fe- und Zn-Salze ein.
  • Das MPC oder MPI kann durch herkömmliche Verfahren unter Verwendung von Ultrafiltration, optional mit Diafiltration, hergestellt werden. Die Entwässerungs- und Trocknungsschritte können ebenfalls solche sein, die herkömmlicherweise verwendet werden.
  • Das Ausgangsmaterial ist bevorzugt frisch hergestelltes MPI oder MPC in wäßriger Lösung/Suspension, im Gegensatz zu einer Rekonstitution und Trocknung desselben. Jedoch ist es ebenfalls möglich, MPC oder MPI mit schlechten Rekonstitutionseigenschaften wiederherzustellen und das Verfahren der Erfindung zu verwenden, um seine Eigenschaften zu verbessern. Aufgrund der schlechten Rekonstitutionseigenschaften wird die Rekonstitution bei einer Temperatur durchgeführt, die ausreichend ist, um es löslich zu machen, beispielsweise 50°C. Jedoch kann folgend der Verarbeitung gemäß der Erfindung eine verbesserte Löslichkeit bei geringerer Temperatur erhalten werden.
  • Durch Manipulation der Auswahl von Natrium oder Kalium, oder des pH-Werts des Retentats nach Ultrafiltration und Diafiltration, ist es möglich, das Aroma des Produktes zu variieren. Typischerweise wäre der verwendete pH-Wert im Bereich von 6,2–7,0. Für einige Fälle wird es ebenfalls geeignet sein, Mikronährstoffkationen zusätzlich zu Natrium oder Kalium bereitzustellen.
  • Die in der Erfindung verwendeten Trocknungsmethoden schließen thermische Fallfilmverdampfung und Sprühtrocknung ein. Eine Trocknung kann durch Entwässerung fortfahren.
  • Der Begriff „Magermilch" schließt Magermilch ein, welche einer gewissen Vorbehandlung unterzogen worden ist, die die Eigenschaften von Kasein- zu Molkeproteinen nicht wesentlich ändert.
  • Ein Beispiel einer solchen Vorbehandlung würde beispielsweise eine pH-Behandlung oder eine Ionenaustauschbehandlung einschließen. Jedoch ist Magermilch, insbesondere frisch hergestellte Magermilch, ein bevorzugtes Ausgangsmaterial.
  • Es wird erwähnt, daß der Begriff „Zugabe eines einwertigen oder zweiwertigen Salzes" Verfahren zum indirekten Erhöhen des Salzgehaltes einschließt, beispielsweise durch Zugabe einer Base, wie Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid, nach der Zugabe eines Puffers, die nicht selbst aus ein- und zweiwertigen Salzen zusammengesetzt ist.
  • Die Menge an zuzugebendem einwertigen Salz ist im allgemeinen eine Menge, die eine Zunahme des Verhältnisses von Kation zu Protein von 0,013–0,30 mol pro 100 g Protein, bevorzugt 0,035–0,25 mol pro 100 g Protein, am bevorzugtesten 0,035–0,10 mol pro 100 g Protein bereitstellt. Für zweiwertige Salze ist die zuzugebende Menge geringer – 0,004–0,15 mol pro 100 g Protein, bevorzugt 0,006–0,080 mol pro 100 g Protein.
  • Die Löslichkeitseigenschaften der Produkte des Verfahrens der Erfindung machen das resultierende getrocknete MPC und MPI vorteilhaft für der Herstellung einer Vielzahl von Produkten. Beispielsweise ermöglicht die verbesserte Löslichkeit eine leichtere Verwendung bei der Herstellung von Getränken. Ebenfalls können das getrocknete MPC und MPI der Erfindung vorteilhaft bei der Käseherstellung zur Vermeidung der Brockenbildung verwendet werden.
  • Es wird erwähnt, daß man durch Änderung der Trocknungsbedingungen beträchtliche Änderungen bezüglich der Löslichkeit des getrockneten Pulvers machen kann. Im allgemeinen resultiert eine höhere Auslaßtemperatur in einer Abnahme der Löslichkeit und einer Reduktion der funktionellen Eigenschaften des getrockneten Pulvers. Es wird erkannt, daß man durch Manipulation der Trocknungsbedingungen den Effekt verbessern oder reduzieren kann, den die Salzzugabe auf die funktionellen Eigenschaften des hergestellten Pulvers hat.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 ist ein Graph der Kaltwasserlöslichkeit von rekonstitutiertem MPC 85, hergestellt mit und ohne zugegebene Natriumionen in einem Bereich von Hydratisierungszeiten (mit und ohne Lagerung bei 40°C für 7 Tage).
    ⦁ Frisch, zugefügtes Natrium; o Frisch, kein zugegebenes Natrium;
    Figure 00090001
    Gelagert, zugegebenes Natrium; Δ gelagert, kein zugegebenes Natrium.
  • 2 ist ein Graph der Löslichkeit des MPC (über einen Bereich von Rekonstitutionstemperaturen), hergestellt in einem Ansatz mit größerem Maßstab, mit und ohne zugegebene Natriumionen in einem Bereich von Temperaturen.
    o Frisch, zugegebenes Natrium; ⦁ Frisch, kein zugegebenes Natrium;
    ⎕ Gelagert bei 40°C für 7 Tage, zugegebenes Natrium; ∎ Gelagert bei 40°C für 7 Tage, kein zugegebenes Natrium;
    Δ Gelagert bei 40°C für 1 Monat, zugegebenes Natrium;
    Figure 00090002
    Gelagert bei 40°C für 1 Monat, kein zugegebenes Natrium;
    o Kontrollpulver, gelagert bei 40°C für 7 Tage und in Salzwasser rekonstituiert.
  • 3 zeigt Elektronenmikrophotographien vom Kontroll- und kationenverstärkten MPC85-Pulvern (0,045 mol Natrium/100 g Protein), hergestellt auf einer kommerziellen Anlage, die bei 40°C für unterschiedliche Zeitdauern gelagert wurden.
  • 4 zeigt den Effekt der Lagerung bei 40°C auf die Löslichkeit von MPC85-Pulvern mit zunehmenden Konzentrationen an zugegebenem Kation (⦁-Probe E (Kontrolle); ∎-Probe f (0,06 mol/100 g Protein);
    Figure 00100001
    -Probe G (0,10 mol/100 g Protein)), rekonstituiert in Wasser bei 20°C.
  • 5 zeigt den Effekt der Lagerung bei 40°C auf die Löslichkeit von MPC85-Pulvern mit zunehmenden Konzentrationen an zugegebenem Kation (⦁-Probe E (Kontrolle); ∎-Probe F (0,06 mol/100 g Protein);
    Figure 00100002
    -Probe G (0,10 mol/100 g Protein)), rekonstituiert in Wasser bei 30°C.
  • 6 zeigt den Effekt der Lagerung bei 40°C auf die Löslichkeit von MPC85-Pulvern mit zunehmenden Konzentrationen an zugegebenem Kation (⦁-Probe E (Kontrolle); ∎-Probe F (0,06 mol/100 g Protein);
    Figure 00100003
    -Probe G (0,10 mol/100 g Protein)), rekonstituiert in Wasser bei 40°C.
  • 7 zeigt den Effekt der Lagerung bei 40°C auf die Löslichkeit von MPC 70-Pulvern mit zunehmenden Konzentrationen an zugegebenem Kation (⦁-Probe J (Kontrolle); ∎-Probe I (0,06 mol/100 g Protein);
    Figure 00100004
    -Probe J (0,11 mol/100 g Protein)), rekonstituiert in Wasser bei 20°C.
  • 8 zeigt den Effekt der Lagerung bei 40°C (geschlossene Symbole sind frisch; offene Symbole mit zweiwöchiger Lagerung) auf die Löslichkeit von MPC85-Pulvern mit (⦁-Probe K) und ohne (∎-Probe E) zugegebene Natriumkationen (0,030 mol/100 g Protein), rekonstituiert in Wasser über einen Temperaturbereich.
  • 9 zeigt den Effekt der Lagerung bei 40°C (geschlossene Symbole sind frisch; offene Symbole sind nach zweiwöchiger Lagerung) auf die Löslichkeit von MPC85-Pulvern mit (⦁-Probe L) und ohne (∎-Probe E) zugegebene Kaliumkationen (0,030 mol/100 g Protein), rekonstituiert in Wasser über einen Bereich von Temperaturen.
  • 10 zeigt den Effekt der Lagerung bei 40°C (geschlossene Symbole sind frisch; offene Symbole sind nach zweiwöchiger Lagerung) auf die Löslichkeit von MPC85-Pulvern mit (⦁-Probe M) und ohne (∎-Probe E) zugegebene Kaliumkationen (0,023 mol/100 g Protein), rekonstituiert in Wasser über einen Bereich von Temperaturen.
  • 11 zeigt den Effekt der Lagerung bei 40°C (geschlossene Symbole sind frisch; offene Symbole sind nach zweiwöchiger Lagerung) auf die Löslichkeit von MPC85-Pulvern mit (⦁-Probe N) und ohne (∎-Probe A) einer Mischung von zugegebenen Kaliumkationen (0,031 mol/100 g Protein) und Calciumkationen (0,006 mol/100 g Protein), rekonstituiert in Wasser über einen Bereich von Temperaturen.
  • 12 zeigt die Löslichkeits/Pulverlagerprofile eines kommerziellen MPC85-Pulvers (
    Figure 00110001
    ) und des gleichen kommerziellen MPC85-Pulvers, das bei 50°C rekonstituiert worden ist, zugefügte Natrium und Kaliumkationen aufwies (Gesamtkationenzugabe von 0,221 mol pro 100 g) und dann wieder getrocknet wurde (⦁) (Probe O – Tabelle 1).
  • 13 ist ein schematisches Diagramm einer Kationen-verstärkten MPC-Herstellung.
  • BEISPIELE
  • Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Praxis der Erfindung weiter. Tabelle 1 zeigt die Menge des zugegebenen Kations der in den Beispielen beschriebenen Proben A-O. Tabelle 1. Die zugegebene Kationenzusammensetzung der in den Beispielen beschriebenen experimentellen MPC-Pulver.
    Pulverart und Mol an zum MPC-Retentat zugegebenem Kation (als Chlorid)
    Proben-Nummer Na (Mol/100 g Protein) K (Mol/100 g Protein) Ca (Mol/100 g Protein)
    (A) MPC85 0,05
    (B) MPC85-Kontrolle bei kleinem Maßstab
    (C) MPC85 in großem Maßstab 0,045
    (D) MPC85-Kontrolle in großem Maßstab
    (E) MPC85-Kontrolle im Pilotmaßstab
    (F) MPC85 im Pilotmaßstab 0,06
    (G) MPC85 im Pilotmaßstab 0,10
    (H) MPC70-Kontrolle im Pilotmaßstab
    (I) MPC70 im Pilotmaßstab 0,06
    (J) Pilotmaßstab 0 0,11
    (K) MPC85-Pilotmaßstab 0,030
    (L) MPC85-Pilotmaßstab 0,030
    (M) MPC85-Pilotmaßstab 0,023
    (N) MPC85-Pilotmaßstab 0,031 0,006
    (O) MPC85 im kleinen Maßstab 0,081 0,140
  • BEISPIEL 1 Demonstration eines Verfahrens im kleinen Maßstab
  • Ein MPC-Retentat wird hergestellt, wenn Magermilch einer Konzentrierung an einer Ultrafiltrations- (oder einer Mikrofiltrations)membran (Koch S4 HFK 131-artige Membranen mit einer nominellen Molekularabtrennung von 10.000 Dalton) unterworfen wird, um ein MPC-Retentat herzustellen. Unabhängig von dem verwendeten Konzentrationsfaktor wird das MPC-Retentat einen Proteingehalt im Bereich von 42 bis 85% des Trockenmaterials als Milchprotein aufweisen.
  • Kommerziell hergestelltes MPC85-Retentat (20% w/w Gesamtfeststoffe) von Anchor Products Hautapu Neuseeland wurde erhalten und in zwei Chargen von 5 Litern aufgeteilt.
  • Zu einer Charge wurden Natriumionen, in der Form ihrer Chloridsalze, zu dem Retentat im gleichen Protein:Natrium-Verhältnis zugegeben, wie es in Magermilch gefunden wird (0,05 mol/100 g Protein). 30,91 g NaCl aufgelöst in 100 ml deionisiertem Wasser wurden zu 5 Litern Retentat zugegeben und bei 40°C für 90 Minuten vermischt.
  • Die zweite Charge wurde als eine Kontrolle verwendet. Zu der Kontrollcharge (5 Liter Retentat) wurden 100 ml deionisiertes Wasser zugegeben und bei 40°C für 90 Minuten vermischt.
  • Beide Retentatchargen wurden an einem Laborsprühtrockner getrocknet. Die Trocknerbetriebsparameter waren: Einlaßlufttemperaturen 190°C; Auslaßlufttemperatur 90°C.
  • Die Kaltwasserlöslichkeit des Pulvers wurde bei 20°C bestimmt. Eine 5% w/w Lösung wurde jeweils in kaltem Wasser (20°C) hergestellt. Proben wurden für eine Rekonstitution von 30, 60, 120, 280 und 455 Minuten extrahiert und in einer Zentrifuge bei 700 g für 10 Minuten gedreht. Der Gesamtfeststoffgehalt der überstehenden Flüssigkeit jeder Probe wurde mit dem Gesamtfeststoff der Rohlösung verglichen, um eine prozentuale Löslichkeit zu ergeben. Diese Daten wurden aufgetragen, um ein Kaltwasserlöslichkeitsprofil zu ergeben, das in 1 gezeigt ist. Das Kationen-verstärkte Produkt (Probe A – Tabelle 1) war löslicher als die Kontrolle (Probe B – Tabelle 1). Der Effekt war nach Lagerung für 7 Tage bei 40°C ausgeprägter (siehe 1).
  • BEISPIEL 2 – Demonstration des Verfahrens mit größerem Maßstab
  • Ein Ansatz mit größerem Maßstab wurde durchgeführt, um 60 kg an MPC85-Pulver mit einem zugegebenen Salz (NaCl), um eine zugegebene Endnatriumkonzentration im Pulver von 0,045 mol/100 g Protein (Probe C – Tabelle 1) zu ergeben, und 60 kg einer MPC85-Kontrolle ohne Salzzugabe (Probe D – Tabelle 1) herzustellen.
  • Der Ansatz wurde durchgeführt durch Pumpen einer Salzlösung (20% w/w NaCl) in ein MPC85-Retentat vor Verdampfung und Trocknung. Die Zugabe der Salzlösung verdünnte das Retentat um etwa 0,5%. Die Salzlösung wies eine Kontaktzeit mit dem Retentat in dem Leitungssystem vor dem Verdampfer von etwa 5–10 Minuten auf.
  • Die Pulver werden bei 40°C in versiegelten Folienbeuteln gelagert. 40°C ist eine Temperatur, die ein Pulver typischerweise während eines Transports erreichen kann, insbesondere in den Laderäumen von Schiffen und an Kais und in Warenhäusern unter warmen klimatischen Bedingungen. Verschlechterungsreaktionen der Pulver erfolgen bei einer schnelleren Geschwindigkeit bei 40°C als bei geringeren Temperaturen. Zeitmaßstäbe für Unterschiede der Pulver bei geringeren Temperaturen, wie bei 20°C, werden wahrscheinlich in einer Größenordnung länger sein. Gemäß Labuza (in An integrated approach to food chemistry: Illustrative cases. In Food Chemistry, Fenema, O. (Hrg.), Seiten 913–938, (1985)) kann eine Lagerdauer von einem Monat bei 40°C äquivalent sein zu einer Lagerdauer von 18 Monaten bei 23°C für dehydratisierte Nahrungsmittel.
  • Die Temperaturlöslichkeitsprofile wurden erhalten durch Mischen von Proben der Pulver in Wasser für 30 Minuten bei einem Bereich von Temperaturen und dann Zentrifugieren bei 700 g für 10 Minuten. Die Löslichkeit wurde durch Vergleich der überstehenden Gesamtfeststoffe mit den Rohlösungsgesamtfeststoffen wie in Beispiel 1 bestimmt.
  • Das Löslichkeitsprofil der Pulver, die in einem großen Maßstab hergestellt wurden, war etwas verschieden von den Pulvern, die auf einem Pilotanlagenmaßstab und einem kleinen Maßstab hergestellt wurden. Dieser Unterschied ist wahrscheinlich aufgrund der Verwendung von unterschiedlichen Trocknern. Kein Unterschied bezüglich der Löslichkeit wurde zwischen den Löslichkeits-/Temperatur-Profilen der frischen Pulver mit zugegebenem Salz und den frischen Kontrollpulvern mit keinem zugegebenen Salz detektiert.
  • Ein Unterschied wurde beobachtet, nachdem die Pulver bei 40°C für 7 Tage gelagert worden waren, wobei das mit Kationen verstärke Pulver eine beträchtliche Verbesserung der Löslichkeit verglichen mit dem Kontrollpulver zeigte. Die Ergebnisse sind in 2 gezeigt.
  • Nach Lagerung des Pulvers bei 40°C für einen Monat ist der Unterschied sogar noch deutlicher. Beispielsweise weist bei einer Rekonstitutionstemperatur von 50°C das Kationenverstärkte Pulver eine Löslichkeit von 95% auf, wohingegen das Kontrollpulver eine Löslichkeit von weniger als 46% aufwies.
  • Die Transmissionselektronenmikroskopiebilder, die in 3 gezeigt sind, demonstrieren ebenfalls die Stabilität der Kationen-verstärkten Pulver. Man kann klar erkennen, daß das Protein (schwarz gefärbt in den Bildern) im Kontrollpulver sich bei Lagerung bei 40°C verändert, wohingegen die Morphologie des Kationen-verstärkten Pulvers konstant bleibt. Die Folgerung dieser Bilder ist, daß das Protein in den Kationen-verstärkten Pulvern seine funktionellen Eigenschaften länger als Standardpulver mit hohem Proteingehalt bewahrt.
  • Die verbesserte Löslichkeit bei Lagerung (sogar bei großem Maßstab) wird ein konsistenteres Produkt erlauben, das Verbraucher erreicht, und liefert das Pulver mit stärkerer Robustheit in bezug auf Temperaturfehlbehandlung während Transport und Lagerung vor der Verwendung.
  • BEISPIEL 3 – Zugabe von Kationen – Kationen nach dem Trocknungsverfahren
  • Dieses Experiment wurde durchgeführt, um zu bestimmen, ob die verbesserte Löslichkeit der gelagerten Pulver aus Beispiel 2 einfach durch Zugabe von Salz zu getrocknetem MPC85 verdoppelt werden könnte. Eine Probe von 10 g des gelagerten (7 Tage bei 40°C) Kontrollpulvers (Probe D – Tabelle 1) wurde in einer 190 g Lösung (30°C) enthaltend die gleiche Menge an aufgelöstem Salz (0,2288 g) aufgelöst, die zugegeben werden würde, wenn 10 g des Kationen-verstärkten Pulvers aufgelöst worden wären. Die Zusammensetzung dieser Kontrolllösung mit zugegebenem Salz war daher nicht verschieden von einer Lösung eines Kationen-verstärkten Pulvers. Die Löslichkeit der gelagerten Kontrollprobe war nicht verschieden, ob aufgelöst in einer Salzlösung (53,34% w/w) oder aufgelöst in reinem Wasser (53,68% w/w). Dieses Experiment zeigt, daß überraschenderweise die Zugabe von Salz vor dem Trocknen notwendig ist, um die verbesserte Löslichkeit zu übertragen.
  • BEISPIEL 4 – Effekt zur Erhöhung der Kationenkonzentration
  • Die Experimente, die MPC85 mit zugegebenen Kationen herstellen (Bezugnahme auf Proben E, F und G – Tabelle 1) zeigen, daß der Effekt der Kationenzugabe ausgeprägter ist mit zunehmender Kationenkonzentration (4 bis 6). Bei geringer Kationenkonzentration ist der Effekt auf die Löslichkeit in frischen Pulvern minimal, jedoch zeigen bei Lagerung diese Pulver eine verbesserte Löslichkeit, insbesondere bei hohen Temperaturen. Pulver mit höheren Kationenkonzentrationen zeigen eine verbesserte Löslichkeit, sogar bei frischen Pulvern und bei geringen Temperaturen.
  • BEISPIEL 5 – Kationen-Verstärkung für MPC70
  • In diesem Experiment wurden Natriumkationen in zwei unterschiedlichen Gehalten zu MPC70-Retentat vor dem Trocknen (Proben I und J – Tabelle 1) zugegeben. Ein Kontrollpulver (Probe H – Tabelle 1) ohne zugegebene Kationen wurde ebenfalls aus der gleichen Retentatcharge hergestellt. Die Profile der Löslichkeit bei 20°C/Lagerstabilität für diese Pulver sind in 7 gezeigt. Wie für die Kationenzugabe bei MPC85 nimmt der Effekt auf die Löslichkeit mit Lagerzeit und mit zunehmender Kationenkonzentration zu.
  • BEISPIEL 6 – Vergleich von unterschiedlichen einwertigen Spezies
  • Der positive Effekt der Kationenzugabe zur Verstärkung der Löslichkeit von MPC wird durch Vergleich der Löslichkeitslagerfiguren (8 bis 10) für Natrium-verstärkte (Tabelle 1 – Probe K) und Kalium-verstärkte (Tabelle 1 – Proben L und M) Pulver gezeigt, die mit der gleichen molaren Zugabe von Kationen und der gleichen Masse an zugegebenen Salz pro 100 g Protein hergestellt wurden. Diese Figuren zeigen, daß unterschiedliche Spezies an einwertigen Kationen sehr ähnlicher Effekte auf die Löslichkeits/Lager-Eigenschaften der MPC-Pulver haben.
  • BEISPIEL 7 – Zweiwertige Kationenzugabe
  • Das Löslichkeits/Lager-Profil (11) für Pulver N (Bezugnahme Tabelle 1) zeigt, daß es mit der beschriebenen Technologie möglich ist, zweiwertige Kationen zuzugeben, in Kombination mit einem einwertigen Kation, ohne einen schädlichen Effekt auf die Löslichkeit von frischem Pulver, das in Wasser zwischen 20–40°C rekonstituiert wird, zu haben. Bei Lagerung bei 40°C zeigt das zweiwertige verstärkte Pulver verbesserte Löslichkeitseigenschaften, wenn es bei 40°C rekonstituiert wird, gegenüber dem Kontrollpulver. Die verbesserten Löslichkeitseigenschaften wurden bei Rekonstitutionstemperaturen von 20°C oder 30°C nicht beobachtet.
  • BEISPIEL 8 – Umwandlung von schlechtem Pulver zu gutem Pulver
  • In diesem Beispiel wurde ein kommerzielles MPC85-Pulver bei 50°C rekonstituiert, wies Natrium- (0,081 mol/100 g) Protein und Kalium-(0,14 mol/100 g Protein) Ionen auf (in der Form ihrer Chloridsalze) und wurde dann wieder getrocknet, um ein Kationen-verstärktes Pulver (Probe O in Tabelle 1) zu ergeben. 12 zeigt, daß verglichen zum Basisausgangspulver das Kationen-verstärkte Pulver in ein MPC-Pulver mit einem beträchtlich verbesserten Kaltlöslichkeitsprofil (20°C) umgewandelt wurde. Die Löslichkeit des umgewandelten Pulvers ist 88% frisch und 87% nach 7 Tagen Lagerung bei 40°C, verglichen mit 46 bzw. 53% Löslichkeit für das ursprüngliche Pulver.
  • Dieses Beispiel zeigt, daß die Beaufschlagung der hier beschriebenen Technologie einen alten Vorrat mit schlechten Löslichkeitseigenschaften in Pulver mit ausgezeichneter Löslichkeit umwandeln kann.
  • BEISPIEL 9 – Käsemilchausweitung
  • Vier MPC-Proben mit 85% Milchprotein wurden in der Käseherstellung getestet. 3,47 kg frische Magermilch enthaltend 4,38% Protein und 0,18% Fett waren das Ausgangsmaterial. Frische Sahne (505 g) enthaltend 2,06% Protein und 41,2% Fett wurde unter mittlerer Scherung zur frischen Magermilch, die zuvor auf 32,5°C gebracht worden war, zugegeben. Die resultierende Milchlösung enthielt 4,07% Protein und 5,36% Fett, wie es durch eine Milkoscan-Analyse bestimmt wurde.
  • Die Milchlösung wurde in vier Chargen aufgeteilt. Zu jeder Charge wurde ein unterschiedliches MPC enthaltend 85% Protein zugegeben. Eine Charge erhielt die frische Kontrolle MPC85 aus dem großen Maßstab (Probe D – Tabelle 1), eine zweite erhielt eine Kontrolle MPC85 aus dem großen Maßstab (Probe D – Tabelle 1), die bei 40°C für 7 Tage gelagert worden war. Die dritte Charge erhielt das frische verstärkte MPC85 aus dem großen Maßstab (Probe C – Tabelle 1), und die vierte Charge erhielt ein Kationen-verstärktes MPC85 aus dem großen Maßstab (Probe C – Tabelle 1), das bei 40°C für 7 Tage gelagert worden war. Die Rekonstitution wurde bei 4,5 bis 8,5°C durchgeführt.
  • Alle Pulver dispergierten in der Milch gut. Keine Probleme wurden bezüglich einer Pulverklumpenbildung, einer Befeuchtung oder eines Schwimmens auf der Oberfläche der Milch beobachtet. Der pH-Wert aller rekonstituierten Milchproben war ähnlich mit einem pH-Wert zwischen 6,5 bis 6,6, wenn bei 32,5°C gemessen wurde.
  • Die Käseherstellung erfolgte durch ein Standardcheddar-Verfahren. Das verwendete Rennin war Australian DS. Nach zwei Tagen wurden die Käsezubereitungen untersucht. In den zwei Käsezubereitungen, zu denen Kontroll-MPC85 (frisch und gelagert bei 40°C) zugegeben worden war, wurden viele große, graue, transluzente Brocken offensichtlich. Die Brocken in der Käsezubereitung, die aus Kontroll-MPC85 hergestellt worden war, die bei 40°C für 7 Tage gelagert worden war, waren größer und zahlreicher als solche, die in der Käsezubereitung vorhanden waren, die aus dem frischen Kontroll-MPC85 gemacht wurde. Die Käsezubereitungen, die aus dem Kationen-verstärkten MPC85 hergestellt wurden, enthielten beide lediglich wenige, sehr kleine Stränge aus dem Brockenmaterial.
  • Beobachtungen, die während der Käseherstellungsschritte gemacht wurden, zeigten, daß die Starter in allen rekonstituierten Milchproben ausgezeichnet arbeiteten, und daß der pH-Wert aller Milchproben auf 6,45 bis 6,46 über die 15-minütige Inkubationsperiode fiel. Alle Zubereitungen bildeten ein Koagulat nach 40 Minuten, nachdem das Rennin zugegeben worden war. Für alle vier Proben war der gekochte Käsebruchcharakter ausgezeichnet. Keiner der Käsebrüche zeigte irgendwelche Probleme während der Salzungs- und Preßschritte.
  • Wenn es für Käseausweitungsanwendungen verwendet wird, wurde der Kationen-verstärkte MPC so beurteilt, um eine beträchtliche Verbesserung gegenüber dem Kontroll-MPC85 zu sein, insbesondere beim Vergleich von Pulvern, die bei 40°C für 7 Tage gelagert wurden.

Claims (13)

  1. Verfahren zum Herstellen eines getrockneten Milchproteinkonzentrat-(MPC)- oder Milchproteinisolat-(MPI)-Produkts mit verbesserter Löslichkeit, welches umfaßt: (a) Bereitstellen eines MPI oder MPC mit wenigstens 70% Trockenmaterial als Milchprotein in wäßriger Lösung/Suspension; (b) Zugeben wenigstens eines einwertigen Salzes in einer Menge, die eine verbesserte Löslichkeit auf das Produkt, wenn es getrocknet ist, überträgt; und (c) Trocknen des Produkts; wobei die Menge an zugegebenem Kation 0,013–0,30 Mol Kation pro 100 g Protein ist.
  2. Verfahren zum Herstellen eines getrockneten MPC- oder MPI-Produkts mit verbesserter Löslichkeit, welches umfaßt: (a) Bereitstellen einer Magermilch in der Form einer wäßrigen Lösung/Suspension; (b) Zugeben wenigstens eines einwertigen Salzes; (c) Konzentrieren der erhaltenen Lösung durch Ultrafiltration, optional mit Diafiltration, um ein MPI oder MPC mit wenigstens 70 Trockengewichtsprozent als Protein zu bilden und (d) Trocknen, um ein getrocknetes Produkt mit verbesserter Löslichkeit herzustellen; wobei die Menge an zugegebenem Kation 0,013–0,30 Mol Kation pro 100 g Protein ist.
  3. Verfahren zum Herstellen eines getrockneten MPC oder MPI mit verbesserter Löslichkeit, welches umfaßt: (a) Bereitstellen einer Magermilchlösung in der Form einer wäßrigen Lösung/Suspension; (b) Konzentrierten der Magermilch durch Ultrafiltration, mit Diafiltration, um ein MPI oder MPC mit wenigstens 70 Trockengewichtsprozent als Protein zu bilden; (c) Trocknen, um ein getrocknetes Produkt mit verbesserter Löslichkeit herzustellen; wobei das Diafiltrationsmedium wenigstens ein einwertiges Salz umfaßt und das gebildete MPC oder MPI 0,013–0,30 Mol an zugegebenem Kation pro 100 g Protein enthält.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei zwischen Schritten (a) und (b) ein Teil des Wassers aus dem MPI oder MPC in wäßriger Lösung/Suspension entfernt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Entwässerungsschritt ein Verdampfungsschritt ist.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Salz ein Kalium- oder Natriumsalz ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Salz Natriumchlorid ist.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei wenigstens ein zweiwertiges Salz vor dem Trocknungsschritt zugegeben wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das zweiwertige Salz ein Calciumsalz ist.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei 0,035–0,25 Mol Kation pro 100 g Protein zugegeben werden.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei 0,035–0,10 Mol Kation pro 100 g Protein zugegeben werden.
  12. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 4, wobei das MPI oder MPC in wäßriger Lösung/Suspension gebildet wird durch Wiederherstellen eines getrockneten MPI oder MPC bei einer Temperatur, die ausreichend ist, um es löslich zu machen.
  13. Verfahren zur Käseherstellung, umfassend den Schritt eines Ausweitens des Milchausgangsmaterials mit einem getrockneten MPC oder MPI, das durch ein Verfahren hergestellt wird, wie es in einem der Ansprüche 1 bis 12 beansprucht wird.
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