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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Biowissenschaft, genauer
gesagt das Gebiet der Krebsforschung. Im Einzelnen betrifft die
vorliegende Erfindung ein neues Protein, ZNFN3A1, das am Proliferationsmechanismus
von Leberzellenkarzinom-Zellen beteiligt ist. Die Proteine der vorliegenden
Erfindung können
zum Beispiel als Zielmoleküle
zur Entwicklung von Arzneimitteln gegen Leberkrebs verwendet werden.
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Stand der Technik
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Leberzellenkarzinom
(HCC) ist ist eine der häufigsten
Krebsarten weltweit und seine Häufigkeit
erhöht sich
nach und nach sowohl in Japan als auch in den Vereinigten Staaten
(Akriviadis EA, et al., Br J Surg. 1998 Oct; 85 (10): 1319-31).
Obwohl jüngste
medizinische Fortschritte eine gute Weiterentwicklung bei der Diagnose
gemacht haben, wird eine große
Anzahl von Patienten mit HCCs immer noch in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert
und ihre vollständigen
Heilungen von der Erkrankung bleiben schwierig. Weil Patienten mit
Leberzirrhose oder chronischer Hepatitis ein hohes Risiko für HCCs haben,
können
sie zusätzlich
multiple Lebertumore oder neue Tumore auch nach vollständiger Entfernung
der ursprünglichen
Tumore entwickeln.
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Daher
ist die Entwicklung von hoch wirksamen, chemotherapeutischen Arzneimitteln
und vorbeugenden Strategien eine Sache von dringendem Interesse.
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Jüngste Fortschritte
in der Molekularbiologie legen zwar nahe, dass der Leberkarzinogenese
ein Mehrschrittprozess zugrunde liegt, wie das auch bei der Genese
und Progression von Colontumoren der Fall ist. An diesen Prozessen
sind qualitative und quantitative Veränderungen von verschiedenen
Genprodukten beteiligt. Die genetische Veränderungen wurden in Tumorsuppressor-Genen
einschließlich
TP53 und AXIN1, und in Onkogenen wie c-myc, Cyclin D1, und s-Catenin,
in einer Teilmenge von HCCs beobachtet (Tanaka S, et al., Cancer
Res. 1993 Jun 15; 53 (12): 2884-7; Satoh S, et al., Nat Genet. 2000
Mar; 24 (3): 245-50). Ein häufiger
Verlust der Heterozygotie (LOH) in Lebertumorzellen wurde in den
chromosomalen Regionen 4q, 6q, 8p, 8q, 9p, 9q, 13q, 16p, 16q, und
17p, berichtet (Feitelson MA, et al., Oncogene 2002 Apr 11; 21 (16): 2593-604).
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Zusätzlich zu
diesen genetischen Änderungen
spielt eine veränderte
Expression einer Reihe von Genen, wie TGF, eine Rolle in der Leberzellenkarzinogenese
(Lee GH, et al., Cancer Res 1992 Oct 1; 52 (19): 5162-70).
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegenden Erfinder haben zuvor die Genom-weite Expression von
Genen in Leberzellenkarzinomata analysiert und eine Reihe von Genen
identifiziert, die an der Leberzellenkarzinogenese beteiligt zu sein
scheinen. Wir haben auch Gene offenbart, die mit der Art des Hepatitisvirus
in den Patienten, dem histologischen Stadium des Tumors und dem
Status von dessen Gefäßversorgung
assoziiert sind (Okabe H, et al., Cancer Res. 2001 Mar 1; 61 (5):
2129-37). Obwohl eine Inaktivierung von einigen Tumor Suppressorgenen, wie
p53 und p161NK4A, identifiziert worden ist, wurde bislang von keinem
bekannten Onkogen gezeigt, dass es allgemein im Leberzellenkarzinom
aktiviert ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein isoliertes Gen, ZNFN3A1, bereit,
das in Leberzellenkarzinomata überexprimiert
ist, und es wurde ein Onkogen identifiziert, welches eine Zinkfingerdomäne und eine
SET-Domäne
aufweist. Die Expression des Gens, ZNFN3A1, ist in HCCs häufig hochreguliert
und scheint eine onkogene Aktivität durch einen transaktivierenden
RNA-Polymerase-II-Komplex auf Krebszellen zu übertragen, welcher wiederum
die Transkription von Zielgenen, einschließlich EGFR verstärkt. Daher
dient ZNFN3A1 als ein neues molekulares Ziel für HCCs.
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Die
Nukleinsäuresequenz
und die Aminosäuresequenz
von ZNFN3A1 sind zuvor in der WO 00/44900 (Young et al.) berichtet
worden. SEQ ID NO:66 der WO 00/44900 (Young et al.) offenbart eine
Nukleinsäuresequenz
welche die Aminosäuresequenz
von ZNFN3A1 kodiert. Verwandte Nukleinsäuresequenzen wurden in zwei
Online-Sequenzdatenbankeinträgen, die
unter htt://www.ebi.ac.uk mit den Datenbank-Zugangsnummern:
AK024733 und AL557360
erhältlich sind,
berichtet.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen trans-wirkenden
Aktivationskomplex bereitzustellen, welcher am Proliferationsmechanismus
von Leberzellenkarzinom-Zellen beteiligt ist, sowie Verfahren zur
Herstellung und Verwendung desselben in der Diagnose von Leberzellenkarzinom
(HCC).
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Die
Erfinder haben sich vorgenommen neue Ziele für eine Arzneimittelentwicklung
zur Behandlung von HCC zu entdecken. Dementsprechend analysierten
sie Expressionsprofile von HCCs unter Verwendung eines Genom-weiten
cDNA Mikroarrays. Hierin wird die Identifizierung eines neuen menschlichen
Gens, ZNFN3A1, berichtet, dessen Expression verglichen mit entsprechenden,
nicht-krebsartigen Lebergeweben in einer großen Mehrheit von HCCs deutlich
erhöht
ist. Die ZNFN3A1 cDNA besteht aus 1622 Nukleotiden, welche einen
offenen Leserrahmen von 1284 Nukleotiden enthalten, die ein putatives
428-Aminosäureprotein
mit einem Zinkfinger-Motiv codieren. Interessanterweise ist die
subzelluläre
Lokalisation des ZNFN3A1-Proteins im Verlauf des Zellzyklus oder
wegen der Dichte von kultivierten Zellen verändert, es reichert sich im
Nukleus an, wenn Zellen in der mittleren oder späten S-Phase sind oder unter
dünn ausgespähten Bedingungen
kultiviert werden, während
es sowohl im Zytoplasma als auch Nukleus lokalisiert ist, wenn sie
sich in anderen Phasen befinden oder unter dichten Bedingungen kultiviert
werden. Außerdem
ist ZNFN3A1 direkt mit einer RNA-Helicase, KIAA0054, assoziiert
und bildet einen Komplex mit RNA-Polymerase II, welche die Transkription
von stromabwärts
gelegenen Genen, einschließlich
epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR), durch eine direkte Bindung
des Komplexes mit einem Element aus "(C)CCCTCC(T)" in der 5'-flankierenden
Region aktiviert. Logischerweise verleiht eine exogene Expression
von ZNFN3A1 in NIH3T3 Zellen ein erhöhtes Zellwachstum, während eine
Unterdrückung
seiner Expression mit antisense S-Oligonukleotiden eine signifikante Wachstumshemmung
von Lebertumorzellen ergab. Diese Ergebnisse legen nahe, dass ZNFN3A1
onkogene Aktivitäten
auf Krebszellen durch transkriptionelle Aktivierung von Zielgenen,
einschließlich
EGFR, durch einen Komplex mit RNA-Helicase und RNA-Polymerase II überträgt und dass
eine Hemmung der Aktivität
des Komplexes eine viel versprechende Strategie zur Behandlung von
HCC sein könnte.
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Entsprechend
betrifft die vorliegende Erfindung neue ZNFN3A1-Proteine, die an
der Zellproliferation beteiligt sind, und die diese codierenden
Gene. Das ZNFN3A1-Protein schließt vorzugsweise die in SEQ
ID NO:2 bekannt gegebene Aminosäuresequenz
ein. Das ZNFN3A1-Gen schließt
eine wie in SEQ ID NO: 1 beschriebene Polynukleotidsequenz ein.
Genauer gesagt stellt die vorliegende Erfindung das Folgende bereit:
Ein
Transkiptionsaktivationskomplex, der ein Protein bestehend aus der
Aminosäuresequenz
von SEQ ID NO:2 und mindestens einem Coaktivator davon einschließt. In einen
Ausführungsform
kann der Coaktivator eine RNA-Helicase und/oder eine RNA-Polymerase
sein. Die RNA-Helicase kann RNA-Helicase KIAA0054 sein. Die RNA-Polymerase
kann RNA-Polymerase II sein. In einer Form schließt der Komplex
das Protein bestehend aus der Aminosäuresequenz von SEQ ID NO:2,
RNA-Helicase und RNA-Polymerase II ein. Der Transkiptionsaktivationskomplex
kann eine Transkription von Genen einschließlich epidermalem Wachstumsfaktorrezeptor
(EGFR) durch eine direkte Bindung des Komplexes mit einem Element
von "(C)CCCTCC(T)" in der 5'-flankierenden Region
des EGFR-Gens aktivieren.
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Ein
Verfahren zum Screenen einer Verbindung, welche die Aktivität eines
Proteins, bestehend aus der Aminosäuresequenz von SEQ ID NO:2,
inhibiert, umfassend das Kultivieren von Zellen, welche das Protein, bestehend
aus der Aminosäuresequenz
von SEQ ID NO:2, oder ein Partialpeptid davon exprimieren, in der Gegenwart
einer Versuchsprobe, welche mindestens eine Testverbindung enthält; Bestimmen
der Proliferation der Zelle und Auswählen der Testverbindung, welche
die Proliferation, im Vergleich zu der in Abwesenheit der Versuchsprobe
bestimmten Proliferation, inhibiert.
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Ein
in vitro Verfahren zum Screenen einer Kandidatenverbindung für ein Antikrebsmittel,
wobei das Verfahren das in Kontakt bringen des Proteins, bestehend
aus der Aminosäuresequenz
von SEQ ID NO:2, einem Coaktivator davon und einer DNA, welche die
Zielsequenz des Polypeptids enthält,
mit Kandidatenverbindungen unter der geeigneten Bedingung zur Bildung
des Komplexes des Proteins, bestehend aus der Aminosäuresequenz
von SEQ ID NO:2, und der DNA und Auswählen von Verbindungen, welche
die Bildung des Komplexes inhibieren. Die Zielsequenz umfasst eine
der folgenden Sequenzen (a) bis (d), welche die 5'-Region des EGFR
flankieren.
- (a) eine Sequenz, die zwischen
-213-bp und -207-bp (cccctcc) in der 5'-flankierenden Region des EGFR identifiziert
wird;
- (b) eine Sequenz, die zwischen -106-bp und -100-bp (ccctcct)
in der 5'-flankierenden Region
des EGFR identifiziert wird;
- (c) eine Sequenz, die zwischen -65-bp und -59-bp (ccctcct) in
der 5'-flankierenden
Region des EGFR identifiziert wird;
- (d) eine Sequenz, die zwischen -46-bp und -40-bp (ccctcct) in
der 5'-flankierenden
Region des EGFR identifiziert wird.
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Ein
in vitro Verfahren zum Screenen einer Kandidatenverbindung für einen
Antikrebsmittel, wobei das Verfahren das in Kontakt bringen des
Proteins, bestehend aus Aminosäuren
SEQ ID NO:2, einem Coaktivator davon und einem Reportergen mit einer
Transkriptionsregulationsregion, die von dem Komplex aus dem Protein,
bestehend aus Aminosäuren
SEQ ID NO:2 und einem Coaktivator erkannt wird, mit Kandidatenverbindungen
unter geeigneten Bedingungen zur Expression des Reportergens und
Auswählen
der Verbindungen, welche die Expression des Reportergens inhibieren.
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Ein
in vitro Verfahren zur Diagnose von Krebs, welches das Bestimmen
eines Expressionsniveaus eines ZNFN3A1-Gens, umfassend die Nukleotidsequenz
von SEQ ID NO:1 in einer biologischen Untersuchungsprobe, Vergleichen
des Expressionsniveaus des ZNFN3A1-Gens, umfassend die Nukleotidsequenz von
SEQ ID NO:1, mit dem einer normalen Probe und Definieren eines hohen
Expressionsniveaus des ZNFN3A1-Gens, umfassend die Nukleotidsequenz
von SEQ ED NO:1, in der Probe, dass Krebs vorliegt, einschließt. Der
Krebs ist geeigneterweise ein Leberzellenkarzinom.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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1A-1C stellen
die Expression von A6681 und ZNFN3A1 in HCCs dar. 1A stellt
diese relativen Expressionsverhältnisse
von A6681 in 20 primären
HCCs dar, die durch cDNA Mikroarray untersucht wurden. Seine Expression
war in elf der zwölf
(91,7%) klinischen HCCs, die den Grenzwertfilter überschritten
(sowohl Cy3- als auch Cy5-Signale über 25 000) hochreguliert. 1B zeigt Fotografien, welche die Expression
von HCC Kandidatengenen, gezeigt durch Ethidiumbromid-Färbung von
RT-PCR Produkten (T, Tumorgewebe; N, normales Gewebe), darstellen.
Expression von GAPDH diente als eine interne Kontrolle. 1C ist
eine Fotografie, die eine Northernblot-Analyse von mehreren Geweben
von A6681 in den verschiedenen menschlichen Geweben von Erwachsenen
darstellt.
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2A stellt die vorhergesagte Proteinstruktur
und Proteinmotive von ZNFN3A1 dar. Die Proteinmotive von ZNFN3A1
wurden durch das Simple Modular Architecture Research Tool (SMART)
vorhergesagt. 2B stellt die Homologie
zwischen der abgeleiteten Aminosäuresequenz
von ZNFN3A1 und AKO10447 dar. Die zf-MYND [Zinkfinger-Protein (MYND-Domäne enthaltende)]-Domäne (A),
und die SET [(Su (var) 3-9, Enhancer-of-zeste, Trithorax)]-Domäne (B) zeigten
94% beziehungsweise 95% Identität.
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3A-3R zeigen
Fotografien, welche die subzelluläre Lokalisation von ZNFN3A1
darstellen, die durch Immunzytochemie, insbesondere durch Fluoreszenzimmunhistochemische
Färbung
beobachtet wurde. 3A-3C stellen
SNU475 Zellen dar, transfiziert mit Plasmid DNA, die ausgestaltet
ist, um EGFP-markiertes ZNFN3A1 (pEGFP-ZNFN3A1) zu exprimieren. Fluoreszenz-Mikroaufnahmen
von FITC (g, j, m, p), DAPI (h, k, n, q), zusammengenommen (l, l,
o, r). 3D-3F stellen
SNU475 Zellen dar, transfiziert mit Plasmid DNA, die ausgestaltet
ist, um FLAG-markiertes ZNFN3A1 (pFLAG-ZNFN3A1) zu exprimieren.
Fluoreszenz-Mikroaufnahmen von anti-FLAG (d), DAPI (e), zusammengenommen
(f). 3G-3R stellen
endogene Expression von ZNFN3A1 in SNU475 Zellen (g-1) und SNU423
Zellen (m-r) dar. Fluoreszenz-Mikroaufnahmen von anti-ZNFN3A1(g, j, m,
p), DAPI (h, k, n, q), zusammengenommen (i, l, o, r). Zellen wurden
in der geringen Konzentration (1,25 × 104 Zellen/Vertiefung)
(g-i, m-o) und hohen Konzentration (1,0 × 105 Zellen/Vertiefung)
(j-l, p-r) angeimpft.
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4A und 4B stellen
die Wirkung des Verlaufs des Zellzyklus auf die subzelluläre Lokalisation
von ZNFN3A1 dar. 4A stellt die FACS-Analyse
von durch Aphidicolin synchronisierten Huh7 Zellen dar. Diese Zellen
wurden in der G1-Phase durch Inkubation
mit 7,5 μg/ml
Aphidicolin für
36 Std. im Wachstum festgehalten und durch Entfernen des Aphidicolin
aus der G1-Phase entlassen. FACS wurde 0,
4, 8, und 12 Std. später durchgeführt. 4B zeigt Fotografien, die die Fluoreszenz-immunzytochemische
Färbung
von endogenem ZNFN3A1-Protein in durch Aphidicolin synchronisierten
Huh7 Zellen darstellen.
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5A-5D stellen
die Wachstums-fördernde
Wirkung von ZNFN3A1 in NIH3T3 dar. 5A ist
eine Fotografie, welche die Ergebnisse eines Koloniebildungsassays
von ZNFN3A1 in NIH3T3 Zellen darstellen, verglichen mit der Expression
von ZNFN3A1 in Mock-Experiment, NIH3T3-antisense ZNFN3A1 und NIH3T3-sense
ZNFN3A1. 5B zeigt die durch elektrische
Densitometrie gezählte
Zahl an Kolonien. Kolonien wurden durch elektrische Densitometrie
gezählt.
Koloniezahlen werden als Mittelwert ± SD von Platten in dreifacher
Ausfertigung gezeigt. A (*) kennzeichnet einen signifikanten Unterschied
(p< 0,05) wie durch
einen Fisher-LSD-Test (engl: "Fisher's protected least
significant test")
bestimmt. 5C zeigt Fotografien, welche die
Wachstumsinduktion von NIH3T3 Zellen durch stabiles Exprimieren
von ZNFN3A1 darstellen. Expression von ZNFN3A1 mRNA in stabilen
Transfektanten(NIH3T3-ZNFN3A1)-Zellen, bestimmt durch RT-PCR. 5D zeigt den Zeitverlauf von Zellzahlen,
gemessenen durch das Trypanblau-Färbeverfahren.
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6A-6E zeigen
die Wachstums-unterdrückende
Wirkung von Antisense S-Oligonukleotiden,
die dazu bestimmt sind, ZNFN3A1 zu unterdrücken. 6A zeigt
die Konstruktion von Sense-(Se) oder Antisense-(As) Oligonukleotiden,
die ausgestaltet sind, um ZNFN3A1 zu unterdrücken. 6B zeigt
Fotografien, welche die Expression von ZNFN3A1 in SNU475 Zellen
darstellen, welche für
24 Std. mit entweder Sense-(Se) oder Antisense-(As) Oligonukleotiden
behandelt wurden und durch RT-PCR und Westernblot unter Verwendung
von anti-ZNFN3A1 Antikörper
untersucht wurden. 6C zeigt Fotografien,
welche die Ergebnisse eines Koloniebildungsassays unter Verwendung
von sense- oder antisense-Oligonukleotiden
gegen ZNFN3A1 mRNA in Huh7, Alexander, SNU423, und SNU475 Zellen
darstellen. antisense-Oligonukleotide (As) unterdrückten das
Wachstum. 6D stellt die Ergebnisse
eines MIT-Assays dar, welcher die Lebensfähigkeit von Zellen 72 Stunden
nach Behandlung mit sense- oder antisense-Oligonukleotiden in Huh7,
Alexander, SNU423 und SNU475 Zellen bewertet. 6E stellt
die Ergebnisse einer FACS-Analyse dar, welche den Zellzyklus von Huh7
Zellen 72 Stunden nach Behandlung mit sense-(Se) oder antisense(As)-Oligonukleotiden
bewertet.
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7A-7C stellen
die Wechselwirkung zwischen ZNFN3A1 und RNA-Helicase KIAA0054 dar.
In 7A werden die konservierte Domäne von KIAA0054
und die Regionen zum Binden an ZNFN3A1 kartiert. 7B zeigt
Fotografien, die die Ergebnisse eines Hefe-Zwei-Hybrid Experiments
zeigen, wobei pAS2-1 enthaltendes ZNFN3A1 mit Bibliotheksvektoren,
die zwei unterschiedliche Längen
von KIAA0054 enthalten, in den Hefestamm AH109 cotransfiziert wurden.
Die Ergebnisse zeigen die Bestätigung
der Bindung zwischen ZNFN3A1 und KIAA0054 in Hefestamm AH109. 7C zeigt Fotografien, welche die Bestätigung der
Bindung zwischen ZNFN3A1 und KIAA0054 in Säugetierzellen darstellen. Lysate
von HeLa-Zellen wurden mit anti-FLAG oder anti-HA Antikörper immunpräzipitiert.
Die Immunpräzipitate
wurden durch Immunblot mit anti-HA oder anti-FLAG Antikörper analysiert.
Lysat wurde als Kontrolle direkt durch Immunblot analysiert.
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8 zeigt
Fotografien, welche demonstrieren, dass die Wechselwirkung von ZNFN3A1
mit KIAA0054 durch eine SET-Domäne
und C-terminale Region von KIAA0054 vermittelt wird. Deletionskonstrukte
von ZNFN3A1 wurden im Zwei-Hybrid-System auf ihre Fähigkeit
mit der C-terminalen Region von KIAA0054 zu wechselwirken untersucht.
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9 zeigt
Fotografien, welche demonstrieren, dass RNA-Helicase KIAA0054 mit
ZNFN3A1 und RNA-Polymerase II in vivo assoziiert. Zelluläre Extrakte
wurden aus mit 8 μg
des pFLAG-CMV-ZNFN3A1 (vollst.) und des pCMV-HA-KIAA0054 (vollständige Länge) Expressionsvektors
transfizierten HeLa-Zellen hergestellt. Die Extrakte wurden mit
anti-RNA-Polymerase
II Antikörper,
anti-HA Antikörper
oder anti-FLAG Antikörper
immunpräzipitiert.
Die Immunpräzipitate
wurden durch Immunblot mit anti-RNA-Polymerase II Antikörper, anti-HA Antikörper oder
anti-FLAG Antikörper
analysiert. Lysat wurde als Kontrolle direkt durch Immunblot analysiert.
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10A und 10B demonstrieren,
dass stromabwärts
gelegenen Kandidatengene durch ZNFN3A1 reguliert werden. 10A stellt die Sequenz von Oligonukleotiden
dar, welche durch Binden und Amplifikationsreaktionen mit ZNFN3A1
von vollständiger
Länge enthaltenden
GST-Fusionsproteinen isoliert wurden. Die Sequenzen des Kerns, welche
die Zufallsnukleotid-Region enthalten, werden gezeigt. 10B zeigt Fotografien, welche die Reverse-Transkriptionsanalyse
von verlängerten
Transkripten mehrerer Gene in einer stabilen COS7 Transformante,
die ZNFN3A1 exogen exprimiert, darstellen.
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11(A) Schematische Darstellung von verschiedenen
Reporterplasmiden, welche putative ZNFN3A1-bindende Elemente in
der 5'-flankierenden
Region von EGFR enthalten. Nukleotid-Positionen relativ zur putativen Transkriptionsinitiationsstelle
werden durch Plus- oder Minus-Zahlen
angegeben. (B) Assay des EGFR-Promotors in SNU475 Zellen unter Verwendung
der angegebenen Reporterplasmide. Balken, SD. *, ein signifikanter
Unterschied (p < 0.05)
wie durch einen Fisher-LSD-Test bestimmt.
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12 ist
eine Darstellung eines Komplexes, der zwischen ZNFN3A1, RNA-Helicase
und RNA-Polymerase II gebildet wurde, um eine Transkription eines
Gens zu regulieren.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Die
Wörter "eine(r)", "eine", und "der, die, das," wie hierin verwendet,
bedeuten "mindestens
ein(r)(e)", falls
nicht ausdrücklich
anders angegeben.
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Die
vorliegende Erfindung identifiziert ein neues menschliches Gen ZNFN3A1,
dessen Expression verglichen mit entsprechenden nicht krebsartigen
Lebergewebe in HCCs deutlich erhöht
ist. Die ZNFN3A1 cDNA besteht aus 1622 Nukleotiden, die einen offenen
Leserrahmen von 1284 Nukleotiden enthalten, wie in SEQ. ID. NO.1
angegeben.
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Der
offenen Leserrahmen codiert ein putatives 428-Aminosäure Protein
mit einem Zinkfinger-Motiv. Dieses Protein wurde durch ein Nomenklatur-Committee
ZNFN3A1 (Zinkfingerprotein, Subfamilie 3A (MYND enthaltend), 1)
genannt. Außerdem
assoziiert ZNFN3A1 direkt mit einer RNA-Helicase KIAA0054, und bildet einen
Komplex mit RNA-Polymerase II, welche die Transkription von stromabwärts gelegenen
Genen, einschließlich
epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) durch eine direkte Bindung
des Komplexes mit einem Element von "(C)CCCTCC(T)° in der 5'-flankierenden Region des EGFR-Gens
aktiviert. Logischerweise verleiht eine exogene Expression von ZNFN3A1
in NIH3T3 Zellen ein erhöhtes
Zellenwachstum, während
die Unterdrückung
seiner Expression mit antisense S-Oligonukleotiden eine signifikante
Wachstumshemmung von Leberkrebszellen ergab. Diese Ergebnisse legen
nahe, dass ZNFN3A1 onkogene Aktivitäten auf Krebszellen durch transkriptionelle
Aktivierung von Zielgenen, einschließlich EGFR, durch einen Komplex
mit RNA-Helicase und RNA-Polymerase II überträgt und dass eine Hemmung der
Aktivität
des Komplexes eine viel versprechende Strategie zur Behandlung von
HCC sein könnte.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst das neue menschliche ZNFN3A1-Gen,
einschließlich
einer Polynukleotidsequenz, wie in SEQ. ID. NO.1 beschrieben, sowie
Degenerationen und Mutanten davon, soweit sie ein ZNFN3A1-Protein
codieren, einschließlich
der in SEQ. ID. NO.2 angegebenen Aminosäuresequenz oder ihres funktionellen Äquivalents.
Beispiele für
Proteine, welche funktionell äquivalent
zu ZNFN3A1 sind, schließen
beispielsweise homologe Proteine von anderen Organismen ein, welche
dem menschlichen ZNFN3A1-Protein entsprechen, sowie Mutanten der
menschlichen ZNFN3A1-Proteine.
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In
der vorliegenden Erfindung bedeutet der Begriff "funktionell äquivalent", dass das Subjektprotein die Aktivität hat, Zellproliferation
wie ZNFN3A1-Proteine zu fördern
und onkogene Aktivität
auf Krebszellen durch Bildung eines transaktivierenden Komplexes
mit einer RNA-Helicase oder einer RNA-Polymerase oder beides überträgt, was
wiederum die Transkription von Zielgenen wie EGFR verstärkt. Ob
das Subjektprotein eine Zellproliferationsaktivität aufweist
oder nicht, kann durch Einführen
der DNA, die das Subjektprotein codiert, in eine Zelle, wie NIH3T3,
Exprimieren des Proteins und Nachweisen einer Förderung der Zellproliferation
oder eines Anstiegs der Koloniebildungsaktivität beurteilt werden. Die Fähigkeit
eines Subjektproteins, einen Komplex mit entweder einer RNA-Polymerase
oder einer RNA-Helicase oder beiden zu bilden, kann durch Coimmunpräzipitation,
wie solchen, die in den Beispielen unten beschrieben sind, getestet
werden. Die Verstärkung
der EGFR-Transkription kann außerdem
unter Verwendung von Reporterplasmiden, wie solchen, die in den
Beispielen unten beschrieben sind, getestet werden.
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Verfahren
zur Herstellung von zu einem gegebenen Protein funktionell äquivalenten
Proteinen sind dem Fachmann gut bekannt und schließen bekannte
Verfahren zum Einführen
von Mutationen in das Protein ein. Beispielsweise kann ein Fachmann
Proteine, die zum menschlichen ZNFN3A1-Protein funktionell äquivalent
sind, durch Einführen
einer entsprechenden Mutation in die Aminosäuresequenz des menschlichen ZNFN3A1-Proteins
durch ortsgerichtete Mutagenese (Hashimoto-Gotoh, T. et al. (1995),
Gene 152, 271-275; Zoller, MJ und Smith, M. (1983), Methods Enzymol.
100, 468-500; Kramer, W. et al. (1984), Nucleic Acids Res. 12, 9441-9456;
Kramer W und Fritz HJ. (1987) Methods. Enzymol. 154, 350-367; Kunkel,
TA (1985), Proc. Natl. Acad. Sci. USA. 82, 488-492; Kunkel (1988),
Methods Enzymol. 85, 2763-2766) herstellen. Aminosäuremutationen
können
auch in der Natur vorkommen. Das Protein der vorliegenden Erfindung
schließt
solche Proteine ein, welche die Aminosäuresequenz des menschlichen
ZNFN3A1-Proteins aufweisen, in welcher eine oder mehrere Aminosäuren mutiert
sind, vorausgesetzt dass die sich ergebenden mutierten Proteine funktionell äquivalent
zum menschlichen ZNFN3A1-Protein sind. Die Zahl der zu mutierenden
Aminosäuren
in solch einer Mutante beträgt
im Allgemeinen 10 Aminosäuren
oder weniger, vorzugsweise sechs Aminosäuren oder weniger und noch
weiter bevorzugt drei Aminosäuren
oder weniger.
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Von
mutierten oder modifizierten Proteinen, Proteinen, die Aminosäuresequenzen
aufweisen, welche durch Deletion, Tradition und/oder Ersetzen von
einer oder mehreren Aminosäureresten
einer bestimmten Aminosäuresequenz
modifiziert sind, ist bekannt, dass sie die ursprüngliche
biologische Aktivität
beibehalten (Mark, D. F. et al.. Proc. Natl. Acad. Sci. USA (1984)
81, 5662-5666, Zoller, M. J. & Smith,
M, Nucleic Acids Research (1982) 10, 6487-6500, Wang, A. et al., Science 224,
1431-1433, Dalbadie-McFarland, G. et al., Proc. Natl. Acad. Sci.
USA (1982) 79, 6409-6413).
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Der
zu mutierende Aminosäurerest
wird vorzugsweise zu einer unterschiedlichen Aminosäuren mutiert,
in welcher die Eigenschaften der Aminosäure-Seitenkette bewahrt werden
(ein Verfahren, das als konservativer Aminosäureaustausch bekannt ist).
Beispiele für
Eigenschaften von Aminosäure-Seitenketten
sind hydrophobe Aminosäuren
(A, I, L, M, F, P, W, Y, V), hydrophile Aminosäuren (R, D, N, C, E, Q, G,
H, K, S, T) und Seitenketten, welche die folgenden funktionellen
Gruppen oder Charakteristika gemeinsam haben: eine aliphatische
Seitenkette (G, A, V, L, I, P), eine eine Hydroxylgruppe-enthaltende
Seitenkette (S, T, Y); eine ein Schwefelatom-enthaltende Seitenkette
(C, M); eine eine Carbonsäure-
und Amid-enthaltende
Seitenkette (D, N, E, Q; eine eine Base-enthaltende Seitenkette
(R, K, H); und eine einen aromatischen Rest enthaltende Seitenkette
(H, F, Y, W). Beachten Sie, dass die eingeklammerten Buchstaben
den Einbuchstabencode der Aminosäuren
anzeigt.
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Ein
Beispiel für
ein Protein, dem eine oder mehrere Aminosäuren zu der Aminosäuresequenz
des menschlichen ZNFN3A1-Proteins (SEQ. ID. NO.2) zugefügt wurden,
ist ein Fusionprotein, das das menschliche ZNFN3A1-Protein enthält. Fusionsproteine
sind Fusionen des menschlichen ZNFN3A1-Proteins mit anderen Peptiden
oder Proteinen und sind in der vorliegenden Erfindung eingeschlossen.
Fusionsproteine können durch
dem Fachmann gut bekannte Techniken, wie durch Verknüpfen der
DNA, welche das menschliche ZNFN3A1-Protein der Erfindung codiert, mit andere
Peptide oder Proteine codierender DNA, so dass die Leserrahmen passen,
Einsetzen der Fusions-DNA in einen Expressionsvektor und ihn in
einem Wirt exprimieren, hergestellt werden. Es gibt hinsichtlich
der Peptide oder Proteine, die mit dem Protein der vorliegenden
Erfindung fusioniert werden, keine Einschränkung.
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Bekannte
Peptide, die als Peptide, welche an das Protein der vorliegenden
Erfindung fusioniert sind, verwendet werden können, schließen beispielsweise
FLAG (Hopp, T. P. et al., Biotechnology (1988) 6, 1204-1210), 6 × His enthaltende
sechsHis (Histidin)-Reste, 10 × His, Influenza
Agglutinin (HA), menschliches c-myc-Fragment, VSP-GP-Fragment, p18HIV-Fragment, T7-tag,
HSV-tag, E-tag, SV40T-Antigenfragment, Ick-tag, α-Tubulinfragment, B-tag, ProteinC-Fragment,
und dergleichen ein. Beispiele für
Proteine, die an ein Protein der Erfindung fusioniert werden können, schließen GST
(Glutathion-S-Transferase), Influenza Agglutinin (HA), konstante
Region von Immunglobulin, β-Galactosidase,
MBP (Maltose-bindendes Protein), und dergleichen ein.
-
Fusionsproteine
können
durch Fusionieren von kommerziell erhältlicher DNA, welche die oben
diskutierten Fusionspeptide oder -proteine codieren, mit der DNA,
welche das Protein der vorliegenden Erfindung codiert, und Exprimieren
der hergestellten fusionierten DNA, hergestellt werden.
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Ein
alternatives, im Stand der Technik bekanntes Verfahren, um funktionell äquivalente
Proteine zu isolieren, ist beispielsweise das Verfahren unter Verwendung
einer Hybridisierungstechnik (Sambrook, J. et al., Molecular Cloning
2nd ed. 9.47-9.58, Cold Spring Harbor Lab. Press, 1989). Ein Fachmann
kann einfach eine DNA, welche eine hohe Homologie mit der gesamten
oder einem Teil der DNA Sequenz (SEQ. ID. NO.1), die das menschliche
ZNFN3A1-Protein codiert, aufweist isolieren und zum menschlichen
ZNFN3A1-Protein funktionell äquivalente
Proteine aus der isolierten DNA isolieren. Die Proteine der vorliegenden
Erfindung schließen
solche ein, die durch eine DNA codiert sind, welche mit einer gesamten
oder einem Teil der DNA Sequenz, die das menschliche ZNFN3A1-Protein
codiert, hybridisieren und zum menschlichen ZNFN3A1-Protein funktionell äquivalent
sind. Diese Proteine schließen
Säugetier-Homologe
ein, welche dem vom Menschen oder Maus abgeleiteten Protein entsprechen
(zum Beispiel ein Protein, das durch ein Affen-, Ratten-, Kaninchen- und
Rindergen codiert ist). Beim Isolieren einer zu der DNA, die das
menschliche ZNFN3A1-Protein codiert, hoch homologen cDNA aus Tieren
ist es besonders bevorzugt, Gewebe aus Ovar oder Testis zu verwenden.
-
Die
Hybridisierungsbedingung zum Isolieren einer DNA, die ein Protein
codiert, welches zum menschlichen ZNFN3A1-Protein funktionell äquivalent
ist, kann durch einen Fachmann routinemäßig ausgewählt werden. Beispielsweise
kann eine Hybridisierung durch Ausführen einer Prähybridisierung
bei 68°C
für 30
Min. oder länger
unter Verwendung von "Rapid-hyb
Puffer" (Amersham
LIFE SCIENCE), Zugeben einer markierten Sonde und Erwärmen bei
68°C für 1 Std.
oder länger
durchgeführt
werden. Die folgenden Waschschritte können beispielsweise unter Bedingung
von geringer Stringenz durchgeführt
werden. Eine Bedingung von geringer Stringenz ist beispielsweise
42°C, 2 × SSC, 0,1%
SDS, oder vorzugsweise 50°C,
2 × SSC,
0,1% SDS. Weiter bevorzugt werden Bedingungen von hoher Stringenz
verwendet. Eine Bedingung von hoher Stringenz ist beispielsweise
dreimal waschen in 2 × SSC,
0,01% SDS bei Raumtemperatur für
20 Min., dann dreimal Waschen in 1 × SSC, 0,1% SDS bei 37°C für 20 Min.
und zweimal waschen in 1 × SSC,
0,1% SDS bei 50°C
für 20
Min. Verschiedene Faktoren, wie Temperatur und Salzkonzentration,
können
jedoch die Stringenz einer Hybridisierung beeinflussen und ein Fachmann
kann die Faktoren in geeigneter Weise auswählen, um die erforderliche
Stringenz zu erreichen.
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Anstelle
einer Hybridisierung kann ein Genamplifizierungsverfahren, beispielsweise
die Polymerase-Kettenreaktions(PCR)-Methode unter Verwendung eines
basierend auf der Sequenzinformationen der DNA(SEQ. ID. NO.1), die
das menschliche ZNFN3A1-Protein codiert, synthetisierten Primers
angewandt werden, um eine DNA zu isolieren, welche ein Protein codiert,
das funktionell zum menschlichen ZNFN3A1-Protein äquivalent
ist.
-
Proteine,
die zum menschlichen ZNFN3A1-Protein funktionell äquivalent
sind, welche durch die DNA codiert werden, die durch die obigen
Hybridisierungstechniken oder Genamplifizierungsverfahren isoliert
wurden, weisen normalerweise eine hohe Homologie zur Aminosäuresequenz
des menschlichen ZNFN3A1-Proteins auf. "Hohe Homologie" betrifft typischerweise eine Homologie
von 40% oder höher,
vorzugsweise 60% oder höher,
weiter bevorzugt 80% oder höher,
noch weiter bevorzugt 95% oder höher.
Die Homologie eines Proteins kann durch Anwenden des Algorithmus
in "Wilbur, W. J.
und Lipman, D. J. Proc. Natl. Acad. Sci. USA (1983) 80,726-730" bestimmt werden.
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Ein
Protein der vorliegenden Erfindung kann Variationen in der Aminosäuresequenz,
dem Molekulargewicht, isoelektrischen Punkt, dem Vorhandensein oder
Fehlen von Zuckerketten oder der Form aufweisen, abhängig von
der Zelle oder dem Wirt, welcher verwendet wurde, um es herzustellen,
oder dem verwendeten Reinigungsverfahren. Trotzdem liegt es innerhalb
des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung, solange es eine Funktion
aufweist, die äquivalent
zu der des menschlichen ZNFN3A1(SEQ. ID. NO.2)-Proteins der vorliegenden
Erfindung ist.
-
Die
Proteine der vorliegenden Erfindung können als rekombinante Proteine
oder natürliche
Proteine durch Verfahren, die dem Fachmann gut bekannt sind, hergestellt
werden. Ein rekombinantes Protein kann durch Einsetzen einer DNA,
welche das Protein der vorliegenden Erfindung (beispielsweise die
DNA, welche die Nukleotidsequenz von SEQ. ID. NO.1 umfasst) codiert,
in einen geeigneten Expressionsvektor, Einführen des Vektors in eine geeignete
Wirtszelle, Erlangen des Extraktes und Reinigen des Proteins durch
Unterziehen des Extraktes einer Chromatographie, beispielsweise
Ionenaustauschchromatographie, Umkehrphasen-Chromatographie, Gelfiltration,
oder Affinitätschromatographie,
unter Verwendung einer Säule
an welche Antikörper
gegen das Protein der vorliegenden Erfindung befestigt sind, oder
durch Kombinieren von mehr als einer der zuvor erwähnten Säulen hergestellt
werden.
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Wenn
das Protein der vorliegenden Erfindung innerhalb von Wirtszellen
(beispielsweise Tierzellen und E. coli) als ein Fusionsprotein mit
Glutathion-S-Transferaseprotein oder als ein rekombinantes Protein,
das mit mehreren Histidinen ergänzt
ist, exprimiert wird, kann das exprimierte, rekombinante Protein
außerdem
unter Verwendung einer Glutathionsäule oder Nickelsäule gereinigt
werden.
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Nach
dem Reinigen des Fusionsproteins ist es außerdem möglich, Regionen außer dem
gewünschten Protein
durch Schneiden mit Thrombin oder Faktor-Xa, falls erforderlich,
auszuschließen.
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Ein
natürliches
Protein kann durch Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind, beispielsweise
durch in Kontakt bringen der Affinitätssäule, an welche die unten beschriebenen,
an das ZNFN3A1-Protein bindende Antikörper gebunden sind, mit dem
Extrakt von Geweben oder Zellen, welche das Protein der vorliegenden Erfindung
exprimieren, isoliert werden. Die Antikörper können polyklonale Antikörper oder
ein monoklonaler Antikörper
sein.
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Die
vorliegende Erfindung umfasst auch Partialpeptide des Proteins der
vorliegenden Erfindung. Das Partialpeptid weist eine Aminosäuresequenz
auf, die spezifisch für
das Protein der vorliegenden Erfindung ist, und besteht aus mindestens
7 Aminosäuren,
vorzugsweise 8 Aminosäuren
oder mehr und weiter bevorzugt 9 Aminosäuren oder mehr. Das Partialpeptid
kann beispielsweise verwendet werden, um Antikörper gegen das Protein der
vorliegenden Erfindung herzustellen, zum Screenen nach einer Verbindung,
die an das Protein der vorliegenden Erfindung bindet und zum Screenen
nach Beschleunigern oder Inhibitoren des Proteins der vorliegenden
Erfindung.
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Ein
Partialpeptid der Erfindung kann durch Gentechnik, durch bekannte
Verfahren der Peptidsynthese oder durch Verdau des Proteins der
Erfindung mit einer geeigneten Peptidase hergestellt werden. Zur
Peptidsynthese kann beispielsweise eine Festphasensynthese oder
Flüssigphasensynthese
verwendet werden.
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Das
isolierte ZNFN3A1-Protein schließt ein putatives 428-Aminosäurenprotein
mit einem Zinkfinger-Motif ein, welches durch den offenen Leserrahmen
der ZNFN3A1 Polynukleotidsequenz codiert wird. Die Zinkfinger-Domäne (MYND)
ist an den Codons 49-87 positioniert und die SET(Su 3-9, Enhancer-of-zeste,
Trihorrax)-Domäne
ist an den Codons 117-246
positioniert. Wie oben im Detail erörtert, liegt die ZNFN3A1 bindende
Region in der SET-Domäne. Deswegen
schließt
das Partialpeptid von ZNFN3A1 vorzugsweise in die SET-Domäne ein.
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Außerdem stellt
die vorliegende Erfindung DNA, welche die Proteine der vorliegenden
Erfindung codiert, bereit. Die DNA der vorliegenden Erfindung kann
zur in vivo oder in vitro Herstellung des Proteins der vorliegenden
Erfindung, wie oben beschrieben, verwendet werden, oder kann zur
Gentherapie für
Erkrankungen, die einer genetischen Anomalie in dem Gen, welches
das Protein der vorliegenden Erfindung codiert, zugeschrieben werden,
verwendet werden. Jede Form der DNA der vorliegenden Erfindung kann
verwendet werden, solange sie das Protein der vorliegenden Erfindung
codiert. Genauer gesagt, kann von der mRNA synthetisierte cDNA,
genomische DNA und chemisch synthetisierte DNA verwendet werden.
Die DNA der vorliegenden Erfindung schließt eine DNA ein, welche eine
gegebene Nukleotidsequenz sowie ihre degenerierten Sequenzen umfasst,
solange die sich ergebende DNA ein Protein der vorliegenden Erfindung
codiert.
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Die
DNA der vorliegenden Erfindung kann durch dem Fachmann bekannte
Verfahren hergestellt werden. Beispielsweise kann die DNA der vorliegenden
Erfindung durch Herstellen einer cDNA-Bibliothek aus Zellen, welche
das Protein der vorliegenden Erfindung exprimieren, und Durchführen einer
Hybridisierung unter Verwendung einer Partialsequenz der DNA der
vorliegenden Erfindung (beispielsweise SEQ. ID. NO.1) als Sonde
hergestellt werden. Eine cDNA-Bibliothek kann beispielsweise durch
das in Sambrook J. et al., Molecular Cloning, Cold Spring Harbor
Laboratory Press (1989) beschriebene Verfahren hergestellt werden;
als Alternative können
kommerziell erhältliche
cDNA-Bibliotheken verwendet werden. Eine cDNA-Bibliothek kann außerdem hergestellt werden durch:
Extrahieren von RNAs aus Zellen, welche das Protein der vorliegenden Erfindung
exprimieren, Synthetisieren von Oligo-DNAs basierend auf der Sequenz
der DNA der vorliegenden Erfindung (beispielsweise SEQ. ID. NO.1),
Durchführen
einer PCR unter Verwendung der Oligonukleotide als Primer und Amplifizieren
von cDNAs, welche das Protein der vorliegenden Erfindung codieren.
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Zusätzlich kann
durch Sequenzieren der Nukleotide der erhaltenen cDNA routinemäßig die
Translationsregion, welche durch die cDNA codiert wird, bestimmt
werden und die Aminosäuresequenz
des Proteins der vorliegenden Erfindung kann einfach erhalten werden. Überdies
kann durch Screenen einer genomischen DNA-Bibliothek, unter Verwendung
der erhaltenen cDNA als Sonde, die genomische DNA isoliert werden.
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Genauer
gesagt, können
zuerst die mRNAs aus einer Zelle, Gewebe oder Organ (beispielsweise Ovar,
Testis, Plazenta usw.) in welchen das Protein der Erfindung exprimiert
wird, hergestellt werden. Bekannte Verfahren können zum Isolieren von mRNAs
verwendet werden; zum Beispiel GesamtRNA kann durch Guanidin-Ultrazentrifugation
(Chirgwin J. M. et al. Biochemistry 18:5294-5299 (1979)) oder dem
AGPC-Verfahren (Chomczynski P. und Sacchi N. Anal. Biochem. 162:155-159
(1987)) hergestellt werden. Zusätzlich
kann mRNA aus GesamtRNA unter Verwendung eines mRNA-Aufreinigungskits
(Pharmacia) oder dergleichen hergestellt werden, oder als Alternative
kann mRNA direkt durch den QuickPrep mRNA Aufreinigungskit (Pharmacia)
gereinigt werden.
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Die
erhaltene mRNA wird verwendet, um DNA unter Verwendung von reverser
Transkriptase zu synthetisieren. cDNA kann unter Verwendung eines
kommerziell erhältlichen
Kits, wie dem AMV Reverse Transcriptase First-strand cDNA Synthese
Kit (Seikagaku Kogyo), synthetisiert werden. Als Alternative kann
cDNA synthetisiert und unter Befolgung des 5'-RACE-Verfahrens (Frohman M. A. et al.
Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 85:8998-9002 (1988); Belyavsky A.
et al. Nucleic Acids Res. 17:2919-2932 (1989)), amplifiziert werden,
welches einen hierin beschriebenen Primer und dergleichen, den 5'-Ampli FINDER RACE
Kit (Clontech) und die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) verwendet.
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Ein
gewünschtes
DNA-Fragment wird aus den PCR-Produkten hergestellt und mit einer
Vektor-DNA ligiert.
Die rekombinanten Vektoren werden verwendet, um E. coli und dergleichen
zu transformieren und ein erwünschter
rekombinanter Vektor wird aus einer ausgewählten Kolonie hergestellt.
Die Nukleotidsequenz der gewünschten
DNA kann durch herkömmliche
Verfahren, wie Didesoxynukleotid-Kettentermination, verifiziert werden.
-
Die
Nukleotidsequenz einer DNA der Erfindung kann ausgestaltet werden
um wirksamer exprimiert zu werden, indem man die Frequenz der Codonnutzung
in dem zur Expression verwendeten Wirt berücksichtigt (Grantham R. et
al. Nucleic Acids Res. 9:43-74 (1981)). Die DNA der vorliegenden
Erfindung kann durch kommerziell erhältliche Kits oder ein herkömmliches
Verfahren verändert
werden. Zum Beispiel kann die DNA durch Verdau mit Restriktionsenzymen,
Insertion eines synthetischen Oligonukleotids oder eines geeigneten DNA-Fragments, Zufügen einer
Linkersequenz oder Insertion des Initiationscodons (ATG) und/oder
des Stoppcodons (TAA, TGA oder TAG) verändert werden.
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Genauer
gesagt umfasst die DNA der vorliegenden Erfindung die DNA, welche
die Nukleotidsequenz umfasst, die die Zinkfinger-Domäne, positioniert
an den Codons 49-87 von SEQ. ID. NO.2 und die SET-Domäne bzw.
DET-Domäne,
positioniert an den Codons 117-246 von SEQ. ID. NO.2, codiert.
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Außerdem stellt
die vorliegende Erfindung eine DNA bereit, welche unter stringenten
Bedingungen mit einer cDNA hybridisiert, welche die Nukleotidsequenz
von SEQ. ID. NO.1 aufweist und ein Protein codiert, das funktionell
zu dem oben beschriebenen Protein der Erfindung äquivalent ist. Ein Fachmann
kann geeignete, stringente Bedingungen auswählen. Beispielsweise kann eine
Bedingung von geringer Stringenz verwendet werden. Weiter bevorzugt
kann eine Bedingung von hoher Stringenz verwendet werden. Diese
Bedingungen sind die gleichen, wie oben beschrieben. Die obige,
hybridisierende DNA ist vorzugsweise eine cDNA oder eine chromosomale
DNA.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch einen Vektor bereit, in welchen
eine DNA der vorliegenden Erfindung eingesetzt ist. Ein Vektor der
vorliegenden Erfindung ist verwendbar, um eine DNA der vorliegenden
Erfindung in einer Wirtszelle zu halten oder um das Protein der
vorliegenden Erfindung zu exprimieren.
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Wenn
E. coli eine Wirtszelle ist und der Vektor amplifiziert und in großen Mengen
in E. coli (z. B. JM109, DH5α,
HB101 oder XL1Blue) hergestellt wird, sollte der Vektor den E. coli "ori" amplifiziert und
ein Markergen zum Selektieren von transformierten E. coli (z. B.
ein Arzneimittel-Resistenzgen ausgewählt durch ein Arzneimittel,
wie Ampicillin, Tetracyclin, Kanamycin, Chloramphenicol oder dergleichen)
haben. Beispielsweise können
Vektoren der M13-Serie, Vektoren der pUC-Serie, pBR322, pBluescript,
pCR-Script, usw. verwendet werden. Zusätzlich können pGEM-T, pDIRECT und pT7
auch zum Subklonieren und Extrahieren von cDNA verwendet werden,
wie auch die oben beschriebenen Vektoren. Wenn ein Vektor dazu verwendet
wird, das Protein der vorliegenden Erfindung herzustellen, ist ein
Expressionsvektor besonders nützlich.
Beispielsweise sollten in einem Expressionsvektor, welcher in E.
coli exprimiert werden soll, die folgenden Charakteristika in E.
coli amplifiziert sein. Wenn E. coli, wie JM109, DH5α, HB101 oder
XL1 Blue als Wirtszelle verwendet werden, sollte der Vektor einen
Promotor, beispielsweise lacZ-Promotor (Ward et al., Nature (1989)
341,544-546; FASEB J (1992) 6, 2422-2427), araB-Promotor (Better
et al., Science (1988) 240,1041-1043) oder T7-Promotor oder dergleichen haben, der
wirksam das gewünschte
Gen in E. coli exprimieren kann. In dieser Hinsicht können beispielsweise
pGEX-5X-1 (Pharmacia), "QIAexpress
System" (Qiagen),
pEGFP und pET (in diesem Fall ist der Wirt vorzugsweise BL21, welcher
T7 RNA-Polymerase
exprimiert) anstelle der obigen Vektoren verwendet werden.
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Zusätzlich kann
der Vektor außerdem
eine Signalsequenz zur Sezernierung eines Polypeptids enthalten.
Eine beispielhafte Signalsequenz, welche das zu sezernierende Protein
zum Periplasma von E. coli steuert, ist die pe1B Signalsequenz (Lei,
S. P. et al J. Bacteriol. (1987) 169, 4379). Mittel zum Einführen des
Vektors in die Ziel-Wirtszellen schließen beispielsweise das Calciumchlorid-Verfahren
und das Elektroporations-Verfahren ein.
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Zusätzlich zu
E. coli können
beispielsweise Expressionsvektoren, die von Säugetieren abgeleitet sind, (beispielsweise
pcDNA3 (Invitrogen) und pEGF-BOS (Nucleic Acids. Res. 1990,18 (17),
p5322), pEF, pCDM8), Expressionsvektoren, die von Insektenzellen
abgeleitet sind, (beispielsweise "Bac-to-BAC Baculovirus-Expressionssystem" (GIBCO BRL), pBacPAK8),
Expressionsvektoren, die von Pflanzen abgeleitet sind (beispielsweise
pMH1, pMH2), Expressionsvektoren, die von Tierviren abgeleitet sind
(beispielsweise pHSV, pMV, pAdexLcw), Expressionsvektoren, die von
Retroviren abgeleitet sind (beispielsweise pZlpneo), Expressionsvektoren,
die von Hefe abgeleitet sind (beispielsweise "Pichia Expression Kit" (Invitrogen), pNV11, SP-Q01)
und Expressionsvektoren, die von Bacillus subtilis abgeleitet sind
(beispielsweise pPL608, pKTH50) zum Herstellen des Proteins der
vorliegenden Erfindung verwendet werden.
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Um
den Vektor in Tierzellen, wie CHO, COS oder NIH3T3 Zellen, zu exprimieren,
sollte der Vektor einen Promotor aufweisen, der für die Expression
in solchen Zellen notwendig ist, beispielsweise den SV40-Promotor
(Mulligan et al., Nature (1979) 277,108), den MMLVLTR-Promotor,
den EF1α-Promotor
(Mizushima et al., Nucleic Acids Res. (1990) 18, 5322), den CMV-Promotor
und dergleichen und vorzugsweise ein Markergen zum Selektionieren
von Transformanten (beispielsweise ein Arzneimittel-Resistenzgen,
ausgewählt
durch ein Arzneimittel (z. B. Neomycin, G418)). Beispiele für bekannte
Vektoren mit diesen Charakteristika schließen beispielsweise pMAM, pDR2,
pBK-RSV, pBK-CMV, pOPRSV, und pOP13 ein.
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Zusätzlich können Verfahren
verwendet werden, um ein Gen stabil zu exprimieren und zur gleichen Zeit
die Kopienzahl des Gen in den Zellen zu amplifizieren. Beispielsweise
kann ein Vektor, welcher das komplementäre OHFR-Gen umnfasst (beispielsweise
pCHO I) in CHO Zellen eingeführt
werden, in welchen der Stoffwechselweg zur Synthese von Nukleinsäure deletiert
ist, und dann durch Methotrexat (MTX) amplifiziert wird. Außerdem kann
für den
Fall einer transienten Expression eines Gens, das Verfahren verwendet
werden, in welchem ein Vektor, welcher einen Replikationsursprungs
von SV40 (pcD, usw.) umfasst, in COS Zellen, welche das SV40 T-Antigen
exprimierende Gen auf dem Chromosom umfassen, transformiert wird.
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Ein
wie oben erhaltenes Protein der vorliegenden Erfindung kann vom
Inneren oder Äußeren (wie
Medium) der Wirtszellen isoliert und als im Wesentlichen reines,
homogenes Protein gereinigt werden. Der Begriff "im Wesentlichen rein", wie hierin verwendet, bedeutet mit
Bezug auf ein gegebenes Polypeptid, dass das Polypeptid im Wesentlichen
frei von anderen biologischen Makromolekülen ist. Das im Wesentlichen
reine Polypeptid ist mindestens zu 75% (z. B. mindestens 80, 85,
95 oder 99%) rein nach Trockengewicht. Reinheit kann durch jedes
geeignete Standardverfahren, beispielsweise durch Säulenchromatographie,
Polyacrylamidgelelektrophorese oder HPLC-Analyse gemessen werden.
Das Verfahren zur Proteinisolierung und -reinigung ist nicht auf
ein bestimmtes Verfahren eingeschränkt; tatsächlich kann jedes Standardverfahren
verwendet werden. Zum Beispiel Säulenchromatographie,
Filter, Ultrafiltration, Salzpräzipitation,
Lösungsmittelpräzipitation, Lösungsmittelextraktion,
Destillation, Immunpräzipitation,
SDS-Polyacrylamidgelelektrophorese, Elektrophorese nach isoelektrischem
Punkt, Dialyse und Rekristallisation können in geeigneter Weise ausgewählt und kombiniert
werden, um das Protein zu isolieren und zu reinigen.
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Beispiele
für Chromatographie
schließen
beispielsweise Affinitätschromatographie,
Ionenaustauschchromatographie, hydrophobe Chromatographie, Gelfiltration,
Umkehrphasenchromatographie, Absorptionschromatographie und dergleichen
(Strategies for Protein Purification and Characterization: A Laboratory Course
Manual. Ed. Daniel R. Marshak et al., Cold Spring Harbor Laboratory
Press (1988))ein. Diese Chromatographien können durch Flüssigchromatographie,
wie HPLC und FPLC durchgeführt
werden. Deshalb stellt die vorliegende Erfindung hoch gereinigte
Proteine bereit, die durch die obigen Verfahren hergestellt sind.
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Ein
Protein der vorliegenden Erfindung kann wahlweise durch Behandlung
mit einem geeigneten Proteinmodifizierungs-Enzym vor oder nach Reinigung
modifiziert oder teilweise deletiert werden. Nützliche Proteinmodifizierungs-Enzyme
schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf, Trypsin, Chymotrypsin, Lysylendopeptidase, Proteinkinase, Glucosidase
und so weiter.
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Die
vorliegende Erfindung stellt einen Antikörper bereit, der an das Protein
der Erfindung bindet. Der Antikörper
der Erfindung kann in jeder Form verwendet werden, wie als monoklonale
oder polyklonale Antikörper
und schließt
Antiserum ein, welches durch Immunisieren eines Tieres, wie eines
Kaninchens, mit dem Protein der Erfindung erhalten wurde, alle Klassen
von polyklonalen und monoklonalen Antikörpern, menschliche Antikörper und
humanisierte Antikörper,
die durch genetische Rekombination hergestellt wurden.
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Ein
Protein der Erfindung, welches als ein Antigenen verwendet wurde,
um einen Antikörper
zu erhalten, kann von jeder Tieresspezies abgeleitet sein, ist aber
vorzugsweise von einem Säugetier,
wie einem Menschen, einer Maus oder Ratte, weiter bevorzugt von
einem Menschen abgeleitet. Ein von einem Menschen abgeleitetes Protein
kann aus den hierin offenbarten Nukleotid- oder Aminosäuresequenzen
erhalten werden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann das als ein Immunisierungsantigen zu verwendende
Protein ein vollständiges
Protein oder ein Partialpeptid des Proteins sein. Ein Partialpeptid
kann beispielsweise das Amino(N)-terminale oder Carboxy(C)-terminale
Fragment eines Proteins der vorliegenden Erfindung sein. Hierin
ist ein Antikörper
definiert als ein Protein, das entweder mit der vollständigen Länge oder
einem Fragment des Proteins der vorliegenden Erfindung reagiert.
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Ein
Gen, das ein Protein der Erfindung oder sein Fragment codiert, kann
in einen bekannten Expressionsvektor eingeführt werden, welcher dann verwendet
wird, um wie hierin beschrieben eine Wirtszelle zu transformieren.
Das gewünschte
Protein oder sein Fragment kann aus dem Äußeren oder Inneren der Wirtszellen
durch jedes Standardverfahren gewonnen werden und kann nachfolgend
als Antigen verwendet werden. Als Alternative können vollständige Zellen, die das Protein
exprimieren, oder deren Lysate oder ein chemisch synthetisiertes
Protein als das Antigen verwendet werden.
-
Jedes
Säugetier
kann mit dem Antigen immunisiert werden, aber vorzugsweise wird
die Verträglichkeit mit
den Elternzellen, die zur Zellfusion verwendet wurden, berücksichtigt.
Im Allgemeinen werden Tiere der Ordnung Rodentia, Lagomorpha oder
Primaten verwendet.
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Tiere
der Ordnung Rodentia schließen
beispielsweise Maus, Ratte und Hamster ein. Tiere der Ordnung Lagomorpha
schließen
beispielsweise Kaninchen ein. Tiere der Ordnung Primaten schließen beispielsweise
Catarrhini-Affen (Affen der alten Welt) wie Macaca fascicularis,
Rhesusaffen, Mantelpavian und Schimpansen ein.
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Verfahren
zur Immunisierung von Tieren mit Antigenen sind im Stand der Technik
bekannt. Intraperitoneale Injektion oder subkutane Injektion von
Antigenen ist ein Standardverfahren zur Immunisierung von Säugetieren.
Genauer gesagt können
Antigene verdünnt
und in einer geeigneten Menge an Phosphat-gepufferter Kochsalzlösung (PBS),
physiologischer Kochsalzlösung
usw. suspendiert werden. Falls erwünscht kann die Antigensuspension
mit einer geeigneten Menge eines Standard-Adjuvanz, wie Freund's komplettes Adjuvanz,
als Emulsion hergestellt und dann den Säugetieren verabreicht werden.
Vorzugsweise wird dies von mehreren Verabreichungen von Antigenen,
gemischt mit einer geeigneten Menge an Freund's unvollständigem Adjuvanz, alle 4 bis
21 Tage gefolgt. Eine geeignete Trägersubstanz kann ebenfalls
zur Immunisierung verwendet werden. Nach einer Immunisierung wie
oben, wird Serum durch Standardverfahren auf einen Anstieg der Menge
der gewünschten
Antikörper
untersucht.
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Polyklonale
Antikörper
gegen die Proteine der vorliegenden Erfindung können durch Sammeln von Blut
des immunisierten Säugetiers,
das auf einen Anstieg der Menge der gewünschten Antikörper im
Serum untersucht wurde, und Abtrennen des Serums von Blut durch
jedes herkömmliche
Verfahren hergestellt werden. Polyklonale Antikörper schließen sowohl Serum ein, welches
die polyklonale Antikörper
enthält,
es kann auch die Fraktion, welche die polyklonalen Antikörper enthält, aus
dem Serum isoliert werden. Immunglobulin G oder M, welches nur das
Protein der vorliegenden Erfindung erkennt, unter Verwendung von
beispielsweise einer Affinitätssäule, gekoppelt
mit dem Protein der vorliegenden Erfindung, und weiter Reinigen
dieser Fraktion unter Verwendung von einer ProteinA- oder ProteinG-Säule kann
aus einer Fraktion hergestellt werden.
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Um
monoklonale Antikörper
herzustellen, werden Immunzellen aus dem mit dem Antigen immunisierten
Tier gesammelt und auf ein erhöhtes
Niveau der gewünschten
Antikörper
im Serum, wie oben beschrieben, untersucht, und werden dann einer
Zellfusion unterzogen. Die Immunzellen, die zur Zellfusion verwendet
werden, werden vorzugsweise aus der Milz erhalten.
-
Andere
bevorzugte Elternzellen, die mit den obigen Immunozyten fusioniert
werden sollen, schließen beispielsweise
Myelomzellen von Säugetieren
und weiter bevorzugt Myelomzellen mit einer erworbenen Eigenschaft
zur Selektion von fusionierten Zellen durch Arzneimittel ein.
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Die
obigen Immunozyten und Myelomzellen können gemäß bekannter Verfahren, beispielsweise
dem Verfahren von Milstein et al. (Galfre, G. und Milstein, C, Methods
Enzymol. (1981) 73, 3-46)
fusioniert werden.
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Die
sich ergebenden Hybridomata, die durch die Zellfusion erhalten wurden,
können
durch Kultivieren in einem Standard-Selektionsmedium, wie HAT-Medium
(Hypoxanthin Aminopterin und Thymidin enthaltenes Medium) selektioniert
werden. Die Zellkultur wird typischerweise im HAT-Medium für mehrere
Tage bis mehrere Wochen fortgesetzt, wobei die Zeit ausreichend
ist, um all die anderen Zellen (nicht fusionierten Zellen) mit Ausnahme
der gewünschten
Hybridomata sterben zu lassen. Dann wird die Standard-Grenzwertverdünnung durchgeführt, um
eine Hybridoma-Zelle zu screenen und zu klonieren, welche den gewünschten
Antikörper herstellt.
-
Zusätzlich zum
obigen Verfahren, in welchem ein nicht menschliches Tier zum Herstellen
von Hybridoma mit einem Antigen immunisiert wird, können menschliche
Lymphozyten, wie solche die mit EB-Virus infiziert sind, mit einem
Protein, Protein exprimierenden Zellen oder deren Lysate in vitro
immunisiert werden. Dann werden die immunisierten Lymphozyten mit
vom Menschen abgeleiteten Myelomzellen, welche in der Lage sind,
sich unbegrenzt zu teilen, wie U266, fusioniert um Hybridoma zu
erhalten, die einen gewünschten menschlichen
Antikörper
herstellern, welcher in der Lage ist, das Protein zu binden (ungeprüfte, veröffentlichte japanische
Patentanmeldung Nr. (JP-A) Sho 63-17688).
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Die
erhaltenen Hybridomata werden nachfolgend in die Abdominalhöhle einer
Maus transplantiert und der Aszitis wird extrahiert. Die erhaltenen,
monoklonale Antikörper
können
beispielsweise durch Ammoniumsulfat-Präzipitation, eine ProteinA-
oder ProteinG-Säule,
DEAE-Ionenaustauschchromatographie, oder einer Affinitätssäule, an
welche das Protein der vorliegenden Erfindung gekoppelt ist, gereinigt
werden. Der Antikörper
der vorliegenden Erfindung kann nicht nur zur Reinigung und Nachweis
des Proteins der vorliegenden Erfindung verwendet werden, sondern
auch als Kandidat für
Agonisten und Antagonisten für
das Protein der vorliegenden Erfindung. Zusätzlich kann dieser Antikörper auf
die Antikörperbehandlung
für Erkrankungen,
die mit dem Protein der vorliegenden Erfindung in Zusammenhang stehen,
angewandt werden. Wenn der erhaltene Antikörper einem menschlichen Körper verabreicht
werden soll (Antikörperbehandlung)
wird ein menschlicher Antikörper
oder humanisierter Antikörper
bevorzugt, um die Immunogenität
zu verringern.
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Beispielsweise
können
transgene Tiere, die ein Repertoire von menschlichen Antikörper-Genen
aufweisen, mit einem Antigen immunisiert werden, das ausgewählt ist
aus einem Protein, Protein exprimierenden Zellen oder deren Lysate.
Antikörper
produzierende Zellen werden dann aus den Tieren gesammelt und mit Myelomzellen
fusioniert, um Hybridoma zu erhalten, aus denen menschliche Antikörper gegen
das Protein hergestellt werden können
(siehe WO 92-03918, WO 93-2227, WO 94-02602, WO 94-25585, WO 96-33735
und WO 96-34096).
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Als
Alternative kann eine Antikörper
herstellende Immunzelle, wie ein immunisierter Lymphozyt, durch ein
Onkogen immortalisiert und zur Herstellung von monoklonalen Antikörpern verwendet
werden.
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So
erhaltene monoklonale Antikörper
können
außerdem
rekombinant, unter Verwendung von Gentechnikverfahren, hergestellt
werden (siehe beispielsweise Borrebaeck C. A. K. und Larrick J.
W. Therapeutic Monoclonal Antibodies, publiziert in Großbritannien
durch MacMillan Publishers LTD (1990)). Beispielsweise kann eine
DNA, die einen Antikörper
codiert, aus einer Immunzelle wie einer Hybridoma oder einer immunisierten
Lymphozyten, die den Antikörper
herstellt, kloniert, in einen entsprechenden Vektor eingesetzt und
in Wirtszellen eingeführt
werden, um einen rekombinanten Antikörper herzustellen. Die vorliegende
Erfindung stellt außerdem
rekombinante Antikörper,
die wie oben beschrieben hergestellt werden, bereit.
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Außerdem kann
ein Antikörper
der vorliegenden Erfindung ein Fragment eines Antikörpers oder
eines modifizierten Antikörper
sein, solange er an eines oder mehrere der Proteine der Erfindung
bindet. Zum Beispiel kann das Antikörperfragment ein Fab, F(ab')2,
Fv oder Einzelketten-Fv (scFv) sein, in welchem Fv-Fragmente der
H- und L-Ketten durch einen geeigneten Linker ligiert sind (Huston
J. S. et al. Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 85:5879-5883 (1988)).
Genauer gesagt kann ein Antikörperfragment
durch Behandlung eines Antikörpers
mit einem Enzym, wie Papain oder Pepsin erzeugt werden. Als Alternative
kann ein Gen, welches das Antikörperfragment
codiert, konstruiert, in einen Expressionsvektor eingesetzt und
in einer geeigneten Wirtszelle exprimiert werden (siehe beispielsweise
Co M. S. et al. J. Immunol. 152:2968-2976 (1994); Better M. und Horwitz
A. H. Methods Enzymol. 178:476-496 (1989); Pluckthun A. und Skerra
A. Methods Enzymol. 178:497-515 (1989); Lamoyi E. Methods Enzymol.
121:652-663 (1986); Rousseaux J. et al. Methods Enzymol. 121:663-669
(1986); Bird R. E. und Walker B. W. Trends Biotechnol. 9:132-137
(1991)).
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Ein
Antikörper
kann durch Konjugation mit einer Vielzahl von Molekülen, wie
Polyethylenglycol (PEG) modifiziert werden. Die vorliegende Erfindung
stellt solche modifizierten Antikörper bereit. Der modifizierte
Antikörper
kann durch chemisches Modifizieren eines Antikörpers erhalten werden. Diese
Modifikationen sind im Fachgebiet üblich.
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Als
Alternative kann ein Antikörper
der vorliegenden Erfindung als ein chimärer Antikörper, zwischen einer variablen
Region, die von einem nicht menschlichen Antikörper abgeleitet ist, und der
konstanten Region, die von einem menschlichen Antikörper abgeleitet
ist, oder als ein humanisierter Antikörper, umfassend den komplementbestimmenden
Bereich (CDR), der von einem nicht menschlichen Antikörper abgeleitet
ist, die Gerüstregion
(FR), die von einem menschlichen Antikörper abgeleitet ist, und die
konstante Region, erhalten werden. Solche Antikörper können unter Verwendung von bekannter
Technologie hergestellt werden.
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Wie
oben erhaltene Antikörper
können
bis zur Homogenität
gereinigt werden. Beispielsweise kann die Trennung und Reinigung
des Antikörpers
nach den Trennungs- und Reinigungsverfahren durchgeführt werden,
die für
allgemeine Proteine verwendet werden. Beispielsweise kann der Antikörper durch
angemessen ausgewählte
und kombinierte Verwendung von Säulenchromatographien,
wie Affinitätschromatographie,
Filter, Ultrafiltration, Aussalzen, Dialyse, SDS-Polyacrylamidgelektrophorese,
isoelektrische Fokussierung und andere (Antibodies: A Laboratory
Manual. Ed Harlow and David Lane, Gold Spring Harbor Laboratory,
1988), aber nicht darauf beschränkt,
getrennt und isoliert werden.
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Eine
ProteinA- oder ProteinG-Säule
kann als Affinitätssäule verwendet
werden. Beispielhafte, zu verwendende ProteinA-Säulen schließen beispielsweise Hyper D,
POROS und Sepharose F.F. (Pharmacia) ein.
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Beispielhafte
Chromatographie, mit der Ausnahme von Affinität, schließt beispielsweise Ionenaustauschchromatographie,
hydrophobe Chromatographie, Gelfiltration, Umkehrphasenchromatographie,
Absorptionschromatographie und dergleichen (Strategies for Protein
Purification and Characterization: A Laboratory Course Manual. Ed
Daniel R. Marshak et al., Cold Spring Harbor Laboratory Press, 1996)
ein. Die chromatographischen Verfahren können durch Flüssigphasenchromatographie,
wie HPLC, FPLC durchgeführt werden.
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Beispielsweise
kann eine Messung der Absorption, Enzym-verknüpfter Immunosorbentassay (ELISA), Enzymimmunassay
(EIA), Radioimmunassay (RIA), und/oder Immunfluoreszenz verwendet
werden, um die Antigenbindungsaktivität des Antikörpers der Erfindung zu messen.
In einem ELISA wird der Antikörper
der vorliegenden Erfindung auf einer Platte immobilisiert, Protein
der Erfindung wird auf die Platte aufgetragen und dann wird eine
den gewünschten
Antikörper
enthaltende Probe, wie ein Kulturüberstand von Antikörper-produzierenden
Zellen oder gereinigte Antikörper,
aufgetragen. Dann wird ein sekundärer Antikörper, der den primären Antikörper erkennt
und mit einem Enzym wie alkalische Phosphatase markiert ist, aufgetragen
und die Platte wird inkubiert. Nach dem Waschen wird als Nächstes ein
Enzymsubstrat, wie p-Nitrophenylphosphat, zur Platte zugefügt und die
Absorption wird gemessen, um die Antigenbindungsaktivität der Probe
zu beurteilen. Ein Fragment des Proteins, wie ein C-terminales oder
N-terminales Fragment kann als Protein verwendet werden. BIAcore
(Pharmacia) kann verwendet werden, um die Aktivität des Antikörpers gemäß der vorliegenden
Erfindung zu beurteilen.
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Die
obigen Verfahren ermöglichen
den Nachweis oder die Messung von Protein der Erfindung, indem der
Antikörper
der Erfindung einer Probe ausgesetzt wird, von der angenommen wird,
dass sie das Protein der Erfindung enthält, und Nachweisen oder Messen
des durch den Antikörper
und das Protein gebildeten Immunkomplexes.
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Weil
das Nachweis- oder Messungsverfahren für das Protein gemäß der Erfindung
spezifisch ein Protein nachweisen oder messen kann, kann das Verfahren
in einer Vielzahl von Experimenten, in denen das Protein verwendet
wird, nützlich
sein.
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Die
vorliegende Erfindung stellt außerdem
ein Polynukleotid bereit, welches mit der DNA hybridisiert, die
menschliches ZNFN3A1-Protein (SEQ. ID. NO.1) codiert, oder dem komplementären Strang
davon und welches mindestens 15 Nukleotide umfasst. Das Polynukleotid
der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise ein Polynukleotid, welches
spezifisch mit der DNA, die das Protein der vorliegenden Erfindung
codiert, hybridisiert. Der Begriff "spezifisch hybridisiert" wie hierin verwendet,
bedeutet dass keine signifikante Kreuz-Hybridisierung mit DNA, die andere Proteine
codiert, unter den normalen Hybridisierungsbedingungen, vorzugsweise
unter stringenten Hybridisierungsbedingungen auftritt. Solche Polynukleotide
schließen
Sonden, Primer, Nukleotide und Nukleotidderivate (beispielsweise
antisense-Oligonukleotide und Ribozyme), welche spezifisch mit der
DNA, die das Protein der Erfindung codiert, oder seinem komplementären Strang
hybridisieren. Überdies
können
solche Polynukleotide zur Herstellung eines DNA-Chips verwendet
werden.
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Die
vorliegende Erfindung schließt
ein antisense-Oligonukleotid, das mit jeder Stelle innerhalb der
Nukleotidsequenz von SEQ. ID. NO.1 hybridisiert, ein. Dieses antisense-Oligonukleotid
ist vorzugsweise gegen mindestens 15 zusammenhängende Nukleotide der Nukleotidsequenz
von SEQ. ID. NO.1 gerichtet. Das oben erwähnte antisense-Oligonukleotid,
welches ein Initiationscodon in den oben erwähnten mindestens 15 zusammenhängenden
Nukleotiden enthält,
wird sogar noch weiter bevorzugt.
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Derivate
oder modifizierte Produkte von antisense-Oligonukleotiden können als
antisense-Oligonukleotide
verwendet werden. Beispiele für
solche modifizierten Produkte schließen Niederalkylphosphonat-Modifikationen,
wie vom Typ Methyl-phosphonat oder vom Typ Ethyl-phosphonat, Phosphorthioat-Modifikationen und
Phosphoramidat-Modifikationen ein.
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Der
Begriff "antisense-Oligonukleotide", wie hierin verwendet,
bedeutet nicht nur jene, in welchen die Nukleotide, die denjenigen
entsprechen die eine bestimmte Region einer DNA oder mRNA darstellen,
vollständig
komplementär
sind sondern auch solche, die einen Mismatch von einem oder mehreren
Nukleotiden aufweisen, solange die DNA oder mRNA und das antisense-Oligonukleotid spezifisch
mit der Nukleotidsequenz von SEQ. ID. NO.1 hybridisieren können.
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Solche
Polynukleotide sind in jenen enthalten, die in der "mindestens 15 zusammenhängende Nukleotide-Sequenzregion", eine Homologie
von mindestens 70% oder höher,
vorzugsweise 80% oder höher,
weiter bevorzugt 90% oder höher,
noch weiter bevorzugt 95% oder höher,
aufweisen. Der hierin aufgeführte
Algorithmus kann zur Bestimmung der Homologie verwendet werden.
Solche Polynukleotide sind als Sonden zur Isolierung oder zum Nachweis
von DNA, die das Protein der Erfindung codiert, wie in einem späteren Beispiel aufgeführt, oder
als ein für
Amplifikationen verwendeter Primer nützlich.
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Die
antisense-Oligonukleotid-Derivate der vorliegenden Erfindung wirken
auf Zellen, die das Protein der Erfindung herstellen, durch Binden
an die DNA oder mRNA, die das Protein codiert, Hemmung seiner Transkription
oder Translation, Förderns
des Abbaus der mRNA und Hemmung der Expression des Proteins der Erfindung,
was hierdurch die Hemmung der Funktion des Proteins ergibt.
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Ein
antisense-Oligonukleotid-Derivat der vorliegenden Erfindung kann
zu einer äußeren Anwendung, wie
einem Liniment oder Breiumschlag, durch Vermischen mit einem geeigneten
Basismaterial, welches gegenüber
den Derivaten inaktiv ist, verarbeitet werden.
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Außerdem können die
Derivate, wie benötigt,
zu Tabletten, Pulvern, Granula, Kapseln, Liposomen-Kapseln, Injektionen,
Lösungen,
Nasentropfen und gefriergetrockneten Mitteln formuliert werden,
durch Zugabe von Trägerstoffen,
isotonischen Mitteln, Lösungsmittel,
Stabilisierungsmittel, Konservierungsstoffen, Schmerzmitteln und
dergleichen. Diese können
durch Befolgen der normalen Verfahren hergestellt werden.
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Das
antisense-Oligonukleotid-Derivat wird dem Patienten durch direkte
Anwendung auf die erkrankte Stelle oder durch Injektion in ein Blutgefäß, so dass
es die Stelle der Erkrankung erreicht, gegeben. Ein antisense-Einbettungsmedium
kann ebenfalls verwendet werden, um die Dauerhaftigkeit und Membranpermeabilität zu erhöhen. Beispiele
sind Liposomen, poly-L-Lysin, Lipid, Cholesterin, Lipofectin oder
Derivate von diesen.
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Die
Dosierung des antisense-Oligonukleotid-Derivats der vorliegenden
Erfindung kann in geeigneter Weise gemäß des Zustands des Patienten
eingestellt und in den gewünschten
Mengen verwendet werden. Beispielsweise kann ein Dosisbereich von
0,1 bis 100 mg/kg, vorzugsweise 0,1 bis 50 mg/kg verabreicht werden.
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Das
antisense-Oligonukleotid der Erfindung inhibiert die Expression
des Proteins der Erfindung und ist dadurch zur Unterdrückung der
biologischen Aktivität
des Proteins der Erfindung nützlich.
Außerdem
sind Expressionsinhibitoren, die das antisense-Oligonukleotid der
Erfindung enthalten, in dem Punkt nützlich, als dass sie die biologische
Aktivität
des Proteins der Erfindung hemmen können.
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Überdies
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Screenen für eine Verbindung,
die das Protein der vorliegenden Erfindung bindet, unter Verwendung
des Proteins der vorliegenden Erfindung bereit. Dieses Screening-Verfahren
umfasst die Schritte von: (a) in Kontakt bringen des Proteins der
vorliegenden Erfindung oder eines Partialpeptids davon mit einer
Versuchsprobe, (b) Nachweisen der Bindungsaktivität zwischen
dem Protein der vorliegenden Erfindung oder dem Partialpeptid davon
und der Versuchsprobe und (c) Auswählen einer Verbindung, die
an das Protein der vorliegenden Erfindung oder an das Partialpeptid
davon bindet.
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Das
Protein der vorliegenden Erfindung, das zum Screenen verwendet werden
soll, kann ein rekombinantes Protein oder ein von der Natur abgeleitetes
Protein oder ein Partialpeptid davon sein. Jede Versuchsprobe, beispielsweise
Zellextrakte, Zellkulturüberstand,
Produkte von fermentierenden Mikroorganismen, Extrakte aus Meeresorganismen,
Pflanzenextrakte, gereinigte oder rohe Proteine, Peptide, Nichtpeptidverbindungen,
synthetische mikromolekulare Verbindungen und natürliche Verbindungen
können
verwendet werden. Das Protein der vorliegenden Erfindung, das mit
einer Versuchsprobe in Kontakt gebracht werden soll, kann beispielsweise
ein gereinigtes Protein, ein lösliches
Protein, eine an einen Träger
gebundene Form oder ein Fusionsprotein, das mit anderen Proteinen
fusioniert ist, sein.
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Als
ein Verfahren zum Screenen von Proteinen, die beispielsweise an
das Protein der vorliegenden Erfindung binden, unter Verwendung
des Proteins der vorliegenden Erfindung können viele Verfahren, die einem
Fachmann gut bekannt sind, verwendet werden. Solch ein Screenen
kann beispielsweise durch das Immunpräzipitations-Verfahren durchgeführt werden,
insbesondere in der folgenden Weise. Das Gen, welches das Protein
der vorliegenden Erfindung codiert, wird in Tierzellen usw. durch
Einfügen
des Gens in einen Expressionsvektor für fremde Gene, wie pSV2neo,
pcDNA I und pCD8 exprimiert. Der für die Expression zu verwendende
Promotor kann jeder Promotor sein, der normalerweise verwendet wird
und schließt
beispielsweise den SV40 frühen
Promotor (Rigby in Williamson (ed.), Genetic Engineering, vol. 3.
Academic Press, London, p. 83-141 (1982)), den EF-1α-Promotor (Kim et
al., Gene 21, p217-223 (1990)), den CAG-Promotor (Niwa et al. Gene
108, p. 193-200 (1991)), den RSV LTR-Promotor (Cullen Methods in
Enzymology 152, p. 684-704 (1987)) den SRα-Promotor (Takebe et al., Mol.
Cell. Biol 8 p. 466 (1988), den CMV unmittelbaren frühen Promotor
(Seed und Aruffo Proc. Natl. Acad. Sci. USA S4, p. 3365-3369 (1987)),
den SV40 späten
Promotor (Gheysen und Hers J. Mol. Appl. Genet. 1, p. 385-394 (1982)),
den Adenovirus späten
Promotor (Kaufman et al., Mol. Cell. Biol. 9, p. 946 (1989)), den
HSV TK-Promotor usw. ein. Das Einführen des Gens in Tierzellen,
um ein fremdes Gen zu exprimieren, kann gemäß jeden Verfahrens durchgeführt werden,
beispielsweise gemäß dem Elektroporationsverfahren
(Chu G. et al. Nucl. Acids Res. 15,1311-1326 (1987)), dem Calciumphosphatverfahren
(Chen, C und Okayama, H. Mol. Cell. Biol. Z, 2745-2752 (1987)),
dem DEAE-Dextranverfahren (Lopata, M. A. et al. Nucl. Acids Res. & 5707-5717 (1984)),
Sussman, D. J. und Milman, G. Mol. Cell. Biol. 4,1642-1643 (1985)),
dem Lipofectinverfahren (Derijard, B. Cell 7, 1025-1037 (1994);
Lamb, B. T. et al. Nature Genetics 5, 22-30 (1993): Rabindran, S.
K. et al. Science 253, 230-234 (1993)), usw. Das Protein der vorliegenden
Erfindung kann als ein Fusionsprotein, umfassend eine Erkennungsstelle
(Epitop) für
einen monoklonalen Antikörper,
hergestellt werden, indem man das Epitop des monoklonalen Antikörpers, dessen
Spezifität aufgedeckt
worden ist, am N- oder C- Terminus des Proteins der vorliegenden
Erfindung einfügt.
Ein kommerziell erhältliches
Epitop-Antikörpersystem
kann verwendet werden (Experimental Medicine 13, 85-90 (1995)). Vektoren,
die ein Fusionsprotein mit beispielsweise β-Galactosidase, Maltose-Bindungsprotein,
Glutathion-S-Transferase, grün
floreszierendem Protein (GFP) usw. unter Verwendung ihrer Mehrfachklonierungsstellen
exprimieren können,
sind kommerziell erhältlich.
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Ein
Fusionsprotein, das durch Einführen
von nur kleinen Epitopen, bestehend aus einigen bis zu einem. Dutzend
Aminosäuren,
so dass die Eigenschaft des Proteins der vorliegenden Erfindung
durch die Fusion nicht verändert
wird, hergestellt ist, wird ebenfalls vorgelegt. Epitope, wie Polyhistidin
(His-tag), Influenza Aggregat HA, mnschliches c-myc, FLAG, Vesicular
stomatitis Virus Glycoprotein (VSV-GP), T7 Gen 10 Protein (T7-tag),
menschliches, Herpes Simplex Virus Glycoprotein (HSV-tag), E-tag
(ein Epitop auf monoclonalen Phagen), und dergleichen und monoklonalen
Antikörper,
welche diese erkennen, können
als das Epitop-Antikörpersystem
zum Screenen nach Proteinen, die an das Protein der vorliegenden
Erfindung binden, verwendet werden (Experimental Medicine 13, 85-90
(1995)).
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Bei
einer Immunpräzipitation
wird ein Immunkomplex durch Zugabe dieser Antikörper zu Zelllysaten, die unter
Verwendung eines geeigneten Detergenz hergestellt wurden, gebildet.
Der Immunkomplex besteht aus dem Protein der vorliegenden Erfindung,
einem Protein, das die Bindungsfähigkeit
mit dem Protein umfasst, und einem Antikörper. Eine Immunpräzipitation
kann außerdem
unter Verwendung von Antikörpern
gegen das Protein der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden,
neben der Verwendung von Antikörpern
gegen die obigen Epitope. Ein Antikörper gegen das Protein der
vorliegenden Erfindung kann beispielsweise durch Einführen eines
Gens, welches das Protein der vorliegenden Erfindung codiert, in
einen geeigneten E. coli Expressionsvector, Exprimieren des Gens
in E. coli, Reinigen des exprimierten Proteins und Immunisieren von
Kaninchen, Mäusen,
Ratten, Ziegen, Haushühnern
und dergleichen gegen das Protein, hergestellt werden. Der Antikörper kann
außerdem
durch Immunisieren der obigen Tiere gegen ein synthetisiertes Partialpeptid
des Proteins der vorliegenden Erfindung hergestellt werden.
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Ein
Immunkomplex kann beispielsweise durch ProteinA-Sepharose oder ProteinG-Sepharose
präzipitiert
werden, wenn der Antikörper
ein Maus IgG Antikörper
ist. Wenn das Protein der vorliegenden Erfindung als ein Fusionsprotein
mit einem Epitop wie GST hergestellt wurde, kann ein Immunkomplex
in der gleichen Weise wie in der Verwendung des Antikörpers gegen
das Protein der vorliegenden Erfindung gebildet werden, unter Verwendung
einer Substanz, die spezifisch an diese Epitope bindet, wie Glutathion-Sepharose
4B.
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Eine
Immunpräzipitation
kann beispielsweise unter Befolgung oder gemäß der Verfahren in der Literatur
ausgeführt
werden (Harlow, E. und Lane, D.: Antibodies pp. 511-552, Cold Spring
Harbor Laboratory publications, New York (1988)).
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SDS-PAGE
wird im Allgemeinen zu Analyse von immunpräzipitatierten Proteinen verwendet
und das gebundene Protein kann durch das Molekulargewicht des Proteins
unter Verwendung eines Gels von angemessener Konzentration analysiert
werden. Weil das an das Protein der vorliegenden Erfindung gebundene Protein
schwierig durch ein herkömmliches
Färbe-Verfahren, wie Coomassie-Färbung oder
Silberfärbung nachzuweisen
ist, kann die Nachweisempfindlichkeit für das Protein durch Kultivieren
der Zellen in Kulturmedium, das ein radioaktives Isotop, 35S-Methionin oder 35S-Cystein
enthält,
Markieren der Proteine in den Zellen und Nachweisen der Proteine,
erhöht
werden. Das Zielprotein kann direkt aus dem SDS-Polyacrylamidgel gereinigt werden und
seine Sequenz kann bestimmt werden, wenn das Molekulargewicht eines
Proteins bekannt gegeben wurde.
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Als
ein Verfahren zur Isolierung von Proteinen, die an das Protein der
vorliegenden Erfindung unter Verwendung des Proteins binden, kann
beispielsweise eine West-Westernblot Analyse verwendet werden (Skolnik,
E. Y. et al., Cell (1991) 65, 83-90). Genauer kann ein Protein,
das an das Protein der vorliegenden Erfindung bindet, durch Herstellen
einer cDNA-Bibliothek aus Zellen, Geweben oder Organen (beispielsweise Geweben
wie Ovar, Testis, und Plazenta oder kultivierten Zellen) von denen
erwartet wird, dass sie ein Protein, das an das Protein der vorliegenden
Erfindung bindet, exprimieren, unter Verwendung eines Phagenvectors (z.
B., ZAP), Exprimieren des Proteins auf LB-Agarose, Fixieren des
exprimierten Proteins auf einem Filter, reagieren lassen des gereinigten
und markierten Proteins der vorliegenden Erfindung mit dem obigen
Filter und Nachweisen der Plaques, welche Proteine exprimieren,
die an das Protein der vorliegenden Erfindung gebunden sind, durch
die Markierung erhalten werden. Das Protein der Erfindung kann durch
Verwendung der Bindung zwischen Biotin und Avidin, oder durch Verwendung
eines Antikörpers,
der spezifisch an das Protein der vorliegenden Erfindung bindet,
oder eines Peptids oder Polypeptids (beispielsweise GST), das mit
dem Protein der vorliegenden Erfindung fusioniert ist, markiert
werden. Verfahren unter Verwendung eines Radioisotops oder von Fluoreszenz
und dergleichen können
ebenfalls verwendet werden.
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Als
Alternative kann in einer anderen Ausführungsform des Screening-Verfahrens
der vorliegenden Erfindung ein Zwei-Hybrid-System unter Nutzung
von Zellen verwendet werden, "MATCHMAKER
Zwei-Hybrid System", "Mammalian MATCHMAKER
Zwei-Hybrid-Assay Kit", "MATCHMAIER One-Hybrid
System" (Clontech); "HybriZAP Zwei-Hybrid
Vektor System" (Stratagene);
die Literaturangaben: "Dalton
S und Treisman R (1992) Cell 68, 597-612", "Fields S. und Sternglanz
R. Trends Genet (1994) 10:286-292").
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Im
Zwei-Hybrid-System ist das Protein der Erfindung an die SRF-Bindungsregion
oder GAL4-Bindungsregion
fusioniert und wird in Hefezellen exprimiert. Eine cDNA-Bibliothek
wird aus Zellen hergestellt, von denen erwartet wird, dass sie ein
Protein exprimieren, welches an das Protein der Erfindung bindet,
so dass die Bibliothek wenn sie exprimiert wird, an die VP16 oder
GAL4 Transkriptionenaktivierungsregion fusioniert ist. Die cDNA-Bibliothek
wird dann in die obigen Hefezellen eingeführt und die aus der Bibliothek
abgeleitete cDNA wird aus den nachgewiesenen positiven Clonen isoliert
(wenn ein Protein, das an das Protein der Erfindung bindet, in Hefezellen
exprimiert wird, aktiviert die Bindung der beiden ein Reportergen,
was positive Clone nachweisbar macht). Ein Protein, das durch die
cDNA codiert wird, kann durch Einführen der oben isolierten cDNA
in E. coli und Exprimieren des Proteins hergestellt werden.
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Als
ein Reportergen kann beispielsweise das Ade2-Gen, lacZ-Gen, CAT-Gen,
Luciferase-Gen und dergleichen
neben dem HIS3-Gen verwendet werden.
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Eine
Verbindung, die an das Protein der vorliegenden Erfindung bindet,
kann unter Verwendung von Affinitätschromatographie gescreent
werden. Das Protein der Erfindung kann beispielsweise auf einem
Träger einer
Affinitätssäule immobilisiert
werden und eine Testprobe, die ein Protein enthält, das in der Lage ist das Protein
der Erfindung zu binden, wird auf die Säule aufgetragen. Hierin kann
eine Testprobe beispielsweise Zellenextrakte, Zelllysate usw. sein.
Nach Laden der Testprobe wird die Säule gewaschen und die an das
Protein der Erfindung gebundenen Proteine können hergestellt werden.
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Die
Aminosäuresequenz
des erhaltenen Proteins wird analysiert, eine OligoDNA wird basierend
auf der Sequenz synthetisiert und cDNA-Bibliotheken werden unter
Verwendung der OligoDNA als Sonde gescreent, um eine DNA, die das
Protein codiert, zu erhalten.
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Ein
Biosensor unter Verwendung des Phänomens der Oberflächen-Plasmonresonanz
kann als Mittel zum Nachweis oder zum Quantifizieren der gebundenen
Verbindung in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Wenn
solch ein Biosensor verwendet wird, kann die Wechselwirkung zwischen
dem Protein der Erfindung und einer Testverbindung in Echtzeit als
ein Oberflächen-Plasmonresonanz-Signal
beobachtet werden, wobei nur eine winzige Menge an Protein und ohne
Markieren verwendet wird (beispielsweise BIAcore, Pharmacia). Deshalb
ist es möglich,
die Bindung zwischen dem Protein der Erfindung und einer Testverbindung
unter Verwendung eines Biosensors wie BIAcore zu beurteilen.
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Die
Screeningverfahren für
Moleküle,
die binden, wenn das immobilisierte Protein der vorliegenden Erfindung
synthetischen, chemischen Verbindungen, oder Bibliotheken von natürlichen
Substanzen oder einer Bibliothek von auf Phagen präsentierten
Zufallspeptiden ausgesetzt wird, oder die Screeningverfahren unter Verwendung
von Hochdurchsatz basierend auf Techniken der kombinatorischen Chemie
(Wrighton Nc, Farrel FX, Chang R, Kashyap AK, Barbone FP, Mulcahy
LS, Johnson DL, Barret RW, Jolliffe LK, Dower WJ; Small peptides
as potent mimetics of the protein hormone erythropoietin, Science
(UNITED STATES) Jul 26 1996, 273 p458-64, Verdine GL, The combinatorial
chemistry of nature. Nature (ENGLAND) Nov 7 1996,384, p11-13, Hogan
JC Jr., Directed combinatorial chemistry. Nature (ENGLAND) Nov 7
1996, 384 p17-9), um nicht nur Proteine sondern auch chemischen
Verbindungen zu isolieren, die das Protein der vorliegenden Erfindung
binden (einschließlich
Agonist und Antagonist) sind einem Fachmann gut bekannt.
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Eine
Verbindung, die durch das Screening isoliert wurde, ist ein Kandidat
für Arzneimittel,
welche die Aktivität
des Proteins der vorliegenden Erfindung fördern oder hemmen, zur Behandlung
oder Verhinderung von Erkrankungen, die beispielsweise Zellproliferationserkrankungen
wie Krebs zugeschrieben werden. Eine Verbindung, in welcher ein
Teil der Struktur der Verbindung, die die Aktivität aufweist,
an das Protein der vorliegenden Erfindung zu binden, welche durch
das vorliegende Screening-Verfahren erhalten wurde, durch Addition,
Deletion und/oder Ersetzen umgeformt wurde, ist in den Verbindungen,
die durch das Screening-Verfahren der vorliegenden Erfindung erhalten
wurden, eingeschlossen.
-
Überdies
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Screenen einer
Verbindung bereit, welche die Aktivität des Proteins der vorliegenden
Erfindung fördert
oder hemmt. Weil das ZNFN3A1-Protein der vorliegenden Erfindung
die Aktivität
aufweist, die Zellproliferation zu fördern, kann eine Verbindung,
welche diese Aktivität
eines ZNFN3A1-Proteins der vorliegenden Erfindung fördert oder
hemmt unter Verwendung dieser Aktivität als ein Anzeichen gescreent
werden.
-
Dieses
Screening-Verfahren schließt
die Schritte ein: (a) Kultivieren von Zellen, welche das ZNFN3A1-Protein
exprimieren, in der Gegenwart der Versuchsprobe (b) Nachweisen der
Proliferation der Zellen und (c) Auswählen einer Verbindung, welche
im Vergleich mit der Proliferation, welche beim Fehlen der Versuchsprobe
nachgewiesen wird, die Proliferation fördert oder hemmt. Verbindungen,
die die Expression und/oder Aktivität von ZNFN3A1 hemmen, finden
eine Anwendung als Antikrebsmittel.
-
Alle
ZNFN3A1-Proteine können
zum Screening verwendet werden, solange sie die Aktivität des Hemmens
der Zellproliferation umfassen. Beispielsweise kann ein menschliches
ZNFN3A1-Protein
verwendet werden und funktionell äquivalente Proteine zu diesen
Proteinen können
ebenfalls verwendet werden. ZNFN3A1-Proteine können endogen oder exogen durch
Zellen exprimiert werden.
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Alle
Versuchsproben, beispielsweise Zellextrakte, Zellkulturüberstand,
Produkte von fermentierenden Mikroorganismen, Extrakte aus Meeresorganismen,
Pflanzenextrakte, gereinigte oder rohe Proteine, Peptide, Nichtpeptidverbindungen,
synthetische mikromolekulare Verbindungen und natürliche Verbindungen
können verwendet
werden. Eine Verbindung, die durch das obige Screening auf Verbindungen,
die an das Protein der vorliegenden Erfindung binden, erhalten wurde,
kann auch als Versuchsverbindung verwendet werden.
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Die
Verbindung, die durch dieses Screening isoliert wurde, ist ein Kandidat
für Agonisten
oder Antagonisten des Proteins der vorliegenden Erfindung. Der Begriff "Agonist" betrifft Moleküle, welche
die Funktion des Proteins der vorliegenden Erfindung durch daran
Binden aktivieren. Desgleichen betrifft der Begriff "Antagonist" Moleküle, welche
die Funktion des Proteins der vorliegenden Erfindung durch daran
Binden hemmen. Darüber
hinaus ist eine Verbindung, welche durch dieses Screening isoliert
wurde, ein Kandidat für
Verbindungen, welche die in vivo Wechselwirkung des Proteins der
vorliegenden Erfindung mit Molekülen
(einschließlich DNAs
und Proteinen) hemmen.
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Die
Zellproliferation kann beispielsweise durch Bestimmen der Geschwindigkeit
der Zellproliferation, Messen des Zellzyklus und dergleichen sowie
durch Messen der Koloniebildungsaktivität, wie in den Beispielen beschrieben,
nachgewiesen werden.
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Die
durch das Screening isolierte Verbindung ist ein Kandidat für Arzneimittel,
welche die Aktivität
des Proteins der vorliegenden Erfindung hemmen, und können für eine Behandlung
von Erkrankungen, die mit dem Protein der vorliegenden Erfindung
assoziiert sind, beispielsweise Krebs, genauer Leberzellenkarzinom, verwendet
werden.
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Überdies
ist eine Verbindung, in welcher ein Teil der Struktur der Verbindung,
welche die Aktivität
des ZNFN3A1-Proteins hemmt, durch Addition, Deletion und/oder Ersetzen
umgeformt wurde, ebenfalls in den Verbindungen, die durch das Screening-Verfahren
der vorliegenden Erfindung erhalten werden können, eingeschlossen.
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Wenn
die Verbindung, die durch das Verfahren der Erfindung isoliert wurde,
als ein Pharmazeutikum an Menschen oder andere Säugetiere, wie Mäuse, Ratten,
Meerschweinchen, Kaninchen, Hühner,
Katzen, Hunde, Schafe, Schweine, Rinder, Affen, Paviane, Schimpansen
verabreicht wird, kann die isolierte Verbindung direkt verabreicht
werden oder kann unter Verwendung bekannter pharmazeutischer Herstellungsverfahren
zu einer Dosierungsform formuliert werden. Beispielsweise können, entsprechend
des Bedarfs, die Arzneimittel oral als Zucker-beschichtete Tabletten,
Kapseln, Heiltränke
und Mikrokapseln genommen werden oder nicht oral, in der Form von
Injektionen von sterilen Lösungen
oder Suspensionen mit Wasser oder irgendeiner anderen pharmazeutisch
akzeptablen Flüssigkeit.
Beispielsweise können
die Verbindungen mit pharmazeutisch akzeptablen Trägern oder
Medium, insbesondere sterilisierten Wasser, physiologischer Kochsalzlösung, Pflanzenöl, Emulgatoren,
Suspensionsmitteln, Benetzungsmitteln, Stabilisatoren, Geschmacksstoffen,
Trägerstoffen,
Transportmitteln, Konservierungsstoffen, Bindemitteln und dergleichen
in einer Dosisform-Einheit
gemischt werden, welche für
eine allgemein akzeptierte Arzneimittelimplementierung erforderlich
ist. Die Menge an aktiven Inhaltsstoffen in diesen Präparationen
macht eine geeignete Dosierung innerhalb des angedeuteten Bereichs
erreichbar.
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Beispiele
für Zusatzmittel,
die zu Tabletten und Kapseln gemischt werden können, sind Bindemittel wie Gelatine,
Maisstärke,
Tragantgummi und Gummiarabicum, Trägerstoffe wie kristalline Zellulose,
Quellungsmittel wie Maisstärke,
Gelatine und Alginsäure,
Schmiermittel wie Magnesiumstearat; Süßstoffe wie Sucrose, Lactose
oder Saccharin; Geschmacksstoffe wie Pfefferminz, Methylsalicylatöl und Kirsche.
Wenn die Dosierungsform-Einheit eine Kapseln ist, kann ein flüssiger Träger, wie
ein Öl
außerdem
in den obigen Inhaltsstoffen eingeschlossen sein. Sterile Bestandteile
für Injektionen
können
unter Befolgung normaler Arzneimittelimplementierungen unter Verwendung
von Transportmitteln wie destilliertem Wasser für Injektionen formuliert werden.
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Physiologische
Kochsalzlösung,
Glucose und andere isotonische Flüssigkeiten, einschließlich Adjuvanzien
wie D-Sorbitol, D-Mannnose, D-Mannitol und Natriumchlorid können als
wässrige
Lösungen
für Injektionen
verwendet werden. Diese können
zusammen mit geeigneten Lösungsvermittlern,
wie Alkohol, genauer gesagt Ethanol, Polyalkoholen, wie Propylenglycol
und Polyethylenglycol, nicht ionischen Benetzungsmitteln, wie Polysorbat
80 (TM) und HCO-50 verwendet werden.
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Sesamöl oder Sojabohnenöl können als ölhaltige
Flüssigkeit
verwendet werden und können
zusammen mit Benzylbenzoat oder Benzylalkohol als Lösungsvermittler
verwendet werden und können
mit einem Puffer, wie Phosphatpuffer und Natriumazetatpuffer; einem
Schmerzmittel, wie Procainhydrochlorid; einem Stabilisierungsmittel
wie Benzylalkohol, Phenol und einem Antioxidationsmittel formuliert
werden. Die hergestellte Injektion kann in eine geeignete Ampulle
gefüllt
werden.
-
Verfahren,
die dem Fachmann gut bekannt sind, können verwendet werden, um die
erfindungsgemäße pharmazeutische
Verbindung den Patienten zu verabreichen, beispielsweise als intraarteriellele,
intravenöse,
perkutane Injektionen und auch als intranasale, transbronchiale,
intramuskuläre
oder orale Verabreichungen. Die Dosierung und das Verfahren der
Verabreichung variieren entsprechend dem Körpergewicht und dem Alter eines
Patienten und dem Verfahren der Verabreichung; ein Fachmann kann
diese jedoch routinemäßig auswählen. Wenn
die Verbindung durch eine DNA codierbar ist, kann die DNA in einen
Vektor für
Gentherapie eingesetzt werden und der Vektor wird verabreicht, um
die Therapie auszuführen.
Die Dosierung und das Verfahren der Verabreichung variieren entsprechend
dem Körpergewicht,
Alter und Symptomen eines Patienten, aber ein Fachmann kann sie
in geeigneter Weise auswählen.
-
Und
obwohl es einige Unterschiede entsprechend den Symptomen gibt, beträgt die Dosis
beispielsweise einer Verbindung, die an das Protein der vorliegenden
Erfindung bindet und seine Aktivität reguliert, ungefähr 0,1 mg
bis ungefähr
100 mg pro Tag, bevorzugt ungefähr
1,0 mg bis ungefähr
50 mg pro Tag und weiter bevorzugt ungefähr 1,0 mg bis ungefähr 20 mg
pro Tag, wenn sie einem normalen Erwachsenen (Gewicht 60 kg) oral
verabreicht wird.
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Wenn
sie parenteral, in der Form einer Injektionen einem normalen Erwachsenen
(Gewicht 60 kg) verabreicht wird, ist es geeignet eine Dosis von
ungefähr
0,01 mg bis ungefähr
30 mg pro Tag, bevorzugt ungefähr 0,1
bis ungefähr
20 mg pro Tag und weiter bevorzugt ungefähr 0,1 bis ungefähr 10 mg
pro Tag intravenös
zu injizieren, obwohl es einige Unterschiede gemäß des Patienten, Zielorgans,
der Symptome und des Verfahrens der Verabreichung gibt. Außerdem ist
es möglich,
im Falle von auch anderen Tieren, eine Menge zu verabreichen, die
auf 60 kg pro Körpergewicht
umgerechnet ist.
-
Überdies
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Diagnose von
Krebs unter Verwendung des ZNFN3A1-Gens als einen diagnostischen
Marker bereit. Dieses Diagnoseverfahren umfasst die Schritte von:
- (a) Bestimmen des Expressionsniveaus des ZNFN3A1-Gens
in einer biologischen Untersuchungsprobe;
- (b) Vergleichen des Expressionsniveaus des ZNFN3A1-Gens mit
dem in einer normalen Probe und
- (c) Definieren eines hohen Expressionsniveaus des ZNFN3A1-Gens
in der Probe, dass Krebs vorliegt.
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Die
Expressionsniveaus des ZNFN3A1-Gens in einer bestimmten Untersuchungsprobe
kann durch Quantifizieren von mRNA entsprechend dem oder Protein
codiert durch das ZNFN3A1-Gen
abgeschätzt
werden. Quantifizierungsverfahren für mRNA sind dem Fachmann bekannt.
Beispielsweise können
die Niveaus von mRNAs, die dem ZNFN3A1-Gen entsprechen, durch Northern-Blot
oder RT-PCR abgeschätzt
werden. Weil alle Nukleotidsequenzen des ZNFN3A1-Gens in SEQ ID
NO:1 gezeigt sind, kann jeder Fachmann die Nukleotidsequenzen für Sonden
oder Primer zum Quantifizieren des ZNFN3A1-Gens entwerfen.
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Das
Expressionsniveau des ZNFN3A1-Gens kann auch basierend auf Aktivität oder Quantität des Proteins,
das durch das ZNFN3A1-Gen codiert wird, abgeschätzt werden. Ein Verfahren zur
Bestimmung der Quantität
des ZNFN3A1-Proteins wird unten gezeigt. Beispielsweise ist das
Immunasssay-Verfahren zur Bestimmung des Proteins in biologischem
Material verwendbar. Alle biologischen Materialien können zur
Bestimmung des Proteins oder seiner Aktivität verwendet werden. Beispielsweise
wird eine Blutprobe zur Abschätzung
des Proteins, das durch einen Serum-Marker codiert wird, analysiert.
Auf der anderen Seite kann ein geeignetes Verfahren zur Bestimmung
der Proteinaktivität,
die durch das ZNFN3A1-Gen codiert wird, gemäß der Aktivität jedes
zu analysierenden Proteins ausgewählt werden.
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Expressionsniveaus
des ZNFN3A1-Gens in einer Untersuchungsprobe (Testprobe) werden
abgeschätzt
und mit jenen in einer normalen Probe verglichen. Wenn solch ein
Vergleich zeigt, dass das Expressionsniveau des ZNFN3A1-Gens höher ist,
als jenes in der normalen Probe, wird der Proband als von Krebs betroffen
beurteilt. Das Expressionsniveau des ZNFN3A1-Gens in den Untersuchungsproben
der normalen Probe und des Probanden kann zur gleichen Zeit bestimmt
werden. Als Alternative können
normale Bereiche der Expressionsniveaus durch ein statistisches
Verfahren, basierend auf den Ergebnissen, die durch Analysieren
des Expressionsniveaus des ZNFN3A1-Gens in zuvor aus einer Kontrollgruppe
gesammelten Untersuchungsproben, bestimmt werden. Ein Ergebnis,
das durch Untersuchen der Probe eines Probanden erhalten wurde,
wird mit dem normalen Bereich verglichen; wenn das Ergebnis nicht
innerhalb des normalen Bereich fällt,
wird der Proband als von Krebs betroffen beurteilt. In der vorliegenden
Erfindung ist der zu diagnostizierende Krebs vorzugsweise ein Leberzellenkarzinom.
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In
der vorliegenden Erfindung wird auch ein diagnostisches Mittel zur
Diagnose von Leberzellenkarzinom bereitgestellt. Das diagnostische
Mittel der vorliegenden Erfindung umfasst eine Verbindung, die an
die DNA oder das Protein der vorliegenden Erfindung bindet. Vorzugsweise
können
Oligonukleotide, die and das die Polynukleotid der vorliegenden
Erfindung hybridisieren, oder die Antikörper, welche an das Protein
der vorliegenden Erfindung binden können, als diese Verbindung
verwendet werden.
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Die
folgenden Beispiele werden dargestellt um die vorliegende Erfindung
zu erläutern
und den Durchschnittsfachmann in der Herstellung und der Verwendung
derselben zu unterstützen.
Die Beispiele sollen in keiner Weise den Umfang der Erfindung in
anderer Weise beschränken.
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BEISPIELE
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Beste Art und Weise die Erfindung auszuführen
-
Die
vorliegende Erfindung wird durch die folgenden Beispiele detailliert
erläutert,
ist aber nicht auf diese Beispiele beschränkt.
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Materialien und Methoden
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Eine
Vielzahl von Säugetier-Wirtszellen,
einschließlich
der menschlichen Hepatoma-Zelllinien
Huh7 und Alexander, der menschlichen Zervixzelllinie HeLa und der
Maus Fibroblasten-Zelllinie NIH3T3, die alle von der American Type
Culture Collection (ATCC) erhalten wurden, wurden verwendet, um
ZNFN3A1 zu isolieren und zu charakterisieren. Die menschlichen Hepatoma-Zelllinien
SNU423 und SNU475 wurden ebenfalls verwendet und wurden von der
koreanischen Zelllinien-Bank erhalten.
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Alle
Zelllinien wurden in einschichtigen Zellrasen in passenden Medien
gezüchtet:
Dulbecco's modifiziertes
Eagle's Medium für Huh7,
Alexander und NIH3T3; Eagle's
Minimum Essentielles Medium für
HeLa; RPM1640 für
SNU423 und SNU475, ergänzt
mit 10% fötalen
Kälberserum
und 1% antibiotischer/antimycotischer Lösung (Sigma), und bei 37°C in Luft
mit 5% CO2 gezüchtet.
-
Das
Klonieren von ZNFN3A1 wurde im Allgemeinen durch PCR unter Verwendung
von KOD-plus (TOYOBO)
durchgeführt.
Zur Expression in E. Coli wurde die codierende Region von ZNFN3A1
in die EcoR I-Kpn I Schnittstelle von pET21a kloniert.
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Zur
Expression in Säugetier-Zellen
wurde die codierende Region von ZNFN3A1 in die EcoR I-Kpn I Schnittstelle
von pcDNA3.1(+) und (–)
(Invitrogen), die EcoR I-Kpn I Schnittstelle von pFLAG und die EcoR I-Kpn
I Schnittstelle von pEGFP (Clontech) kloniert. Die codierende Region
von KIAA0054 wurde in die EcoR I-Xho I Schnittstelle von pCMV-HA
(Clontech) kloniert.
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In
den folgenden Experimenten wurde die RNA durch Extraktion von GesamtRNA
mit dem Qiagen RNeasy Kit (Qiagen) oder Trizol-Reagenz (Life Technologies)
gemäß der Arbeitsanweisung
des Herstellers hergestellt:
Die RNA wurde hierin durch RT-PCR
amplifiziert. 10 μg
GesamtRNA wurden revers zu einzelsträngigen cDNAs unter Verwendung
von poly-dT12,18 Primern (Amersham Biosciences)
mit Superscript II reverser Transkriptase (Life Technologies) transkribiert.
Jede einzelsträngige
cDNA wurde für
die nachfolgende PCR Amplifikation verdünnt. Standard RT-PCR wurde
in einem 20 μl
Volumen von PCR Puffer (TAKARA) durchgeführt und für 4 Min. bei 94°C zur Denaturierung,
gefolgt von 20 (für
GAPDH) oder 30 (für
ZNFN3A1) Zyklen von 94°C
für 30 Sek.,
56°C für 30 Sek.,
72°C für 30 Sek.
im GenAmp-PCR System 9700 (Perkin-Elmer) amplifiziert. Primer-Sequenzen
waren wie folgt: für
GAPDH vorwärts;
5'-ACAACAGCCTCAAGATCATCAG
(SEQ. ID. NO.4) and rückwärts; 5'-GGTCCACCACTGACACGTTG (SEQ. ID. NO.5),
für ZNFN3A1
vorwärts;
5'-TTCCCGATATCAACATCTACCAG
(SEQ. ID. NO.6) und rückwärts; 5'-AGTGTGTGACCTCAATAAGGCAT (SEQ. ID. NO.7).
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Zum
Nachweis von ZNFN3A1 wurde ein Kaninchen anti-ZNFN3A polyklonaler
Antikörper
erzeugt. Die gesamte codierende Sequenz von ZNFN3A1 wurde durch
PCR-Reaktion unter Verwendung von Testis cDNA als Template amplifiziert
und in pET21a (Novagen) kloniert. Der klonierte Vektor wurde in
BL21-CodonPlus® kompetenten
Zellen (StrataGen) transfiziert. Rekombinantes ZNFN3A1-Protein wurde
durch 1,0 mM IPTG bei 30°C
für 6 Std.
induziert. His-ZNFN3A1-Fusionsprotein wurde unter Verwendung von
Pro BondTM Harz (Invitrogen) gereinigt.
Kaninchen wurden zehn mal mit gereinigtem His-ZNFN3A1 immunisiert.
Immunblotting mit diesem polyklonalen Antikörper zeigte eine einzelne 50
kD Bande von FLAG-markiertem ZNFN3A1, was ein identisches Muster
zu dem war, das unter Verwendung von anti-FLAG monoklonalem Antikörper (Sigma)
(Daten nicht gezeigt) nachgewiesen wurde.
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Die
Wirkung von ZNFN3A1 im Verlauf des Zellzyklus wurde durch Durchflusszytometrie
bestimmt. Zellen wurden in einer Dichte von 1 × 105 Zellen/100
mm Schale plattiert. Die Zellen wurden in einem vorgegebenen zeitlichen
Ablauf trypsinisiert, in PBS gesammelt und in 70% kaltem Ethanol
fixiert. Nach einer RNase-Behandlung wurden die Zellen mit Propidiumiodid
(50 μg/ml)
in PBS gefärbt.
Durchflusszytometrie wurde auf einem Becton Dickinson FACScan durchgeführt und
durch CellQuest und Mod Fit Software (Verity Software House) analysiert.
Die prozentualen Anteile von Nuklei in G0/G1-, S- und G2/M-Phasen
des Zellzyklus und jede sub-G1 Population wurden aus mindestens
20.000 nicht gegateten Zellen bestimmt.
-
Immunblotting
und Immunhistochemie wurden ebenfalls in verschiedenen Experimenten
durchgeführt.
Für das
Immunblotting wurden die Zellen zweimal mit PPS gewaschen und in
Lysispuffer (150 mM NaCl, 1% Triton X-100, 50mM Tris-HCl pH 7,4,
1mM DTT und 1 × kompletter
Protease Inhibitor Cocktail (Roche)) geerntet. Nachdem die Zellen
homogenisiert und bei 10.000 × g
für 30
Min zentrifugiert worden waren, wurde der Überstand durch den Bradford-Assay
(Bio-Rad) auf Proteinkonzentration standardisiert. Proteine wurden durch
10% SDS-PAGE aufgetrennt und mit Maus anti-FLAG, Kaninchen anti-RNA-Polymerase
II, Kaninchen anti-HA Antikörper
und Kaninchen anti-ZNFN3A1 Antikörper
immungeblotted. HRP-konjugiertes Ziege anti-Maus IgG und anti-Kaninchen
IgG dienten als der sekundäre
Antikörper
für das
ECL-Nachweissystem (Amersham Biosciences).
-
Für die Immunhistochemie
wurde eine immunhistochemische Färbung
unter Verwendung von anti-ZNFN3A1 Antikörper durchgeführt. In
Paraffin eingebettete Gewebeschnitte wurden dem SAB-PO Peroxidase-Immunfärbesystem
(Nichirei, Tokyo, Japan) entsprechend des vom Hersteller empfohlenen
Verfahrens ausgesetzt. Antigene wurden aus entparaffinierten und
rehydrierten Geweben durch Vorbehandlung der Objektträger in Citratpuffer
(pH 6) in einem Mikrowellenofen für 10 mm bei 700W wiedererlangt.
-
Beispiel 1: Identifizierung eines neuen
Gens, das in HCCs häufig
hochreguliert ist
-
Unter
Verwendung eines genomweiten cDNA Mikroarrays mit 23 040 Genen,
haben wir eine exprimierte sequenzmarkierte Stelle (EST) identifiziert,
welche im Allgemeinen in Hepatitis B-positiven und/oder Hepatitis C-positiven
HCCs hochreguliert war. Unter ihnen haben wir uns auf ein Gen A6681
konzentriert, welches einem EST (Hs. 8109) entsprach, weil seine
Expression in elf von zwölf
(91,7%) klinischen HCCs verglichen mit den entsprechenden nichtkrebsartigen
Lebergeweben (1A) signifikant hochreguliert
war. Die erhöhte
Expression des Gens A6681 wurde auch in weiteren 10 HCC Fällen durch
RT-PCR (1B) bestätigt. Die relative Expression,
welche durch halb-quantitative RT-PCR bestätigt wurde, korrelierte gut
mit jener, die durch cDNA Mikroarray bestätigt wurde
-
Beispiel 2A: Isolierung und Charakterisierung
eines neuen menschlichen Gens ZNFN3A1
-
Northernblots
mit mehreren Geweben von Clonetech wurden verwendet, um eine mit 32P markierte, partielle A6681 cDNA mit einem
ungefähr
1,7-kb Transkript, das in von Clontech gekaufter Testis und Skelettmuskulatur
(1C) exprimiert wurde, zu hybridisieren. Die A6681-Sonde
wurde durch RT-PCR unter Verwendung eines Satzes von Primern, 5'-TTCCCGATATCAACATCTACCAG-3' (SEQ. ID. NO.6)
und 5'-AGTGTGTGACCTCAATAAGGCAT-3' (SEQ. ID. NO.7)
hergestellt. Prähybridisierung,
Hybridisierung und Waschen wurden gemäß der Empfehlungen des Lieferanten
durchgeführt.
Die Blots wurden mit Verstärkungsfolien
bei –80°C für 24 Std.
autoradiographiert. Das ungefähr
1,7 kb Polynukleotid-Transkript wurde das ZNFN3A1-Gen genannt.
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Die
Sequenz der 5' Region
des Transkripts wurde durch 5' schnelle
Vermehrung von cDNA-Enden (5'RACE) bestimmt, welche
unter Verwendung des Marathon cDNA Amplifikations-Kit von Clontech
gemäß den Anweisungen
des Herstellers durchgeführt
wurde. Zur Amplifikation des 5' Teils
der ZNFN3A1 cDNA, wurde ein Gen-spezifischer, Rückwärts-Primer verwendet (5'-CTGCCAAGAAGTCGGAGTCTGGAG)
[SEQ. ID. NO.8]. Das cDNA Template wurde aus mRNA von menschlichem
Testis durch RT-PCR synthetisiert. Die PCR-Produkte wurden unter
Verwendung des TA Klonierungs-Kits von Invitrogen kloniert und ihre
Sequenzen wurden mit einem ABI PRISM 377 DNA-Sequenzierungsgerät von Applied
Biosystems bestimmt. Als Ergebnis wurde eine 1622 Nukleotidsequenz
zusammengesetzt und, wie gezeigt und beschrieben in SEQ. ID. NO:
1 erhalten, die einen offenen Leserrahmen von 1284 Nukleotiden,
welche 428 Aminosäuren
codieren, enthält.
-
Weil
keine EST-Klone mit dem 5' Teil
des ZNFN3A1-Gens in EST-Datenbanken identifiziert wurden, wurden
genomische Sequenzen, die der ZNFN3A1 cDNA entsprechen, in den genomische
Datenbanken gesucht. Cosmid-Sequenzen, die der chromosomalen Bande
1q44, welche auch das ZNFN3A1-Gen einschließt, zugeordnet sind, wurden
im genomischen Sequenzvergleich gefunden. Unter Verwendung von GENSCAN und
Gen Recognition (GENSCAN von MIT http://genes.mit edu/GENSCAN.html)
und GRAIL 2 von IMS (http://vww.genome.ad.jp)) und dem Assembly
Internet Link Programm (AutoAssembler 2.1) bereitgestellt durch
ABI, wurden die Kandidatenexon-Sequenzen vorhergesagt und eine Verbindung
der Exone durchgeführt.
-
Beispiel 2B: Isolierung und Charakterisierung
eines neuen menschlichen Proteins, ZNIFN3A1
-
Mit
der 1622 Nukleotidsequenz, die einen offenen Leserrahmen enthielt,
welcher 428 Aminosäuren codiert,
wurde das ZNFN3A1-Protein unter Verwendung eines Simple Modular
Architecture Research Tools (SMART) von EMBL (http://smart embl-heidelberg.de)
identifiziert. SMART schlug vor, dass das ZNFN3A1-Protein eine zf-MYND[Zinkfinger
Protein (MYND) Domäne
enthaltend]-Domäne
(Codons 49-87) sowie eine SET (Su (var) 3-9, Enhancer-of-zeste,
Trithorax)]-Domäne
(Codons 117-246) (2A) enthielt. Die Aminosäuresequenz
des ZNFN3A1-Proteins teilt 94% Identität mit der Aminosäuresequenz
der Mus musculus ES-Zellen cDNA (GenBank Zugangsnummer AK010447)
(2B) und das Gen, welches das Protein
codiert, wurde durch das Nomenklatur-Komitee "ZNFN3A1" (Zinkfinger Protein, Subfamilie 3A
(MYND Domäne
enthaltend), 1) benannt.
-
Beispiel 3: subzelluläre Lokalisation von ZNFN3A1
-
Die
gesamte codierende Region, die dem ZNFN3A1 entspricht, wurde in
einen pEGFP-N1 Vektor und in einen pFLAG-CMV-5α Vektor kloniert und diese Konstrukte
wurden in SNU475 Zellen transfiziert und exprimiert. Die Expression
von mit EGFP markierten ZNFN3A1 und mit FLAG markierten ZNFN3A1
wurde durch Westerblot bestätigt
(Daten nicht gezeigt). Beide, ZNFN3A1-EGFP Fusionsprotein und FLAG-markiertes ZNFN3A1-Protein, wurden durch
Fluoreszenz-Immunzytochemie homogen im Zytoplasma und Nukleus (3A-F) nachgewiesen. Subzelluläre Lokalisation
von endogenem ZNFN3A1-Protein wurde unter Verwendungen eines spezifischen
Antikörpers
gegen ZNFN3A1 beobachtet.
-
Interessanterweise
verändert
sich die subzelluläre
Lokalisation von A1-Protein während
des Verlaufs des Zellzyklus oder wegen der Dichte von kultivierten
Zellen. Bei der Durchführung
von Immunzytochemie für endogenes
ZNFN3A1-Protein, wurde eine beträchtliche
Menge des Proteins im Nukleus im Falle von Kultur mit geringer Zellkonzentration
(3G-I und 3M-O)
lokalisiert. Im Falle von Kultur mit hoher Zellkonzentration wurde
jedoch das meiste des ZNFN3A1-Proteins im Zytoplasma (3J-L und 3P-R)
lokalisiert. Diese Ergebnisse enthüllen, dass die Sub-Lokalisation
von ZNFN3A1 von der Zellkonzentration abhängt. ZNFN3A1 akkumuliert im
Nukleus, wenn Zellen in der mittleren bis späten S-Phase sind oder wenn
kultivierte Zellen dünn
ausgesäht
sind, während
ZNFN3A1 sowohl im Zytoplasma als auch im Nukleus lokalisiert, wenn sie
in anderen Phasen sind oder in dichten Bedingungen gezüchtet werden.
-
Die
Immunzytochemie wurde durch Fixieren von kultivierten Zellen auf
Objektträgern
in Kammern mit PBS, enthaltend 4% Paraformaldehyd für 15 Min.,
dann Permeabilisieren mit PBS, enthaltend 0,1% Triton X-100 für 2,5 Min.
bei RT durchgeführt.
Die Zellen wurden mit 2% BSA in PBS für 24 Std bei 4°C bedeckt,
um unspezifische Hybridisierung zu blockieren, und nachfolgend mit
Maus anti-FLAG Antikörper
in 1:2000 Verdünnung
und Kaninchen anti-ZNFN3A1
Antikörper
in 1:3000 als erstem Antikörper
inkubiert. Antikörper
wurden mit einem mit Fluoreszenzsubstrat konjugiertem anti-Maus
IgG und anti-Kaninchen IgG zweiten Antikörper (ICN/Cappel und Jackson
Immuno Research) gefärbt.
Nuklei wurden durch 4',6'-Diamidin-2'-phenylindol-dihydrochlorid (DAPI) gegengefärbt. Ein
Fluoreszenz-Bild wurde mit einem ECLIPSE E800 Mikroskop erhalten.
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Die
Lokalisation von ZNFN3A1 kann abhängig vom Zellzyklus sein und
daher wurde der Zellzyklus unter Verwendung von Durchflusszytometrie
in unterschiedlichen Zellkonzentrationen von SNU475 Zellen analysiert.
Zellen wurden in einer Dichte von 1 × 105 Zellen/100
mm Schale ausgesäht.
Die Zellen wurden in einem vorgegebenen zeitlichen Verlauf trypsinisiert,
in PBS gesammelt und in 70% kaltem Ethanol fixiert. Nach einer RNase-Behandlung wurden
die Zellen mit Propidiumiodid (50 μg/ml) in PBS gefärbt. Durchflusszytometrie
wurde auf einem Becton Dickinson FACScan durchgeführt und
durch CellQuest und Mod Fit Software (Verity Software House) analysiert.
Die prozentualen Anteile von Nuklei in G0/G1-, S- und G2/M-Phasen
des Zellzyklus und jede sub-G1 Population wurden aus mindestens
20.000 nicht gegateten Zellen bestimmt.
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Verglichen
mit geringer Zellkonzentration und hoher Zellkonzentration, erhöhte sich
die Population von Zellen in der G0/G1-Phase im Falle der hohen
Zellkonzentration, die Population von Zellen in S- und G2/M-Phase
verringerte sich jedoch drastisch. Um die Wirkung des Zellzyklus
auf die Lokalisation von ZNFN3A1 im Detail zu bestimmen, wurden
Huh7 Zellen unter Verwendung von Aphidicolin synchronisiert und die
subzelluläre
Lokalisation von ZNFN3A1 wurde beobachtet (4a,
b). Die Meisten der Huh7 Zellen blieben36 Std. nach Behandlung mit
Aphidicolin in der G0/G1-Phase und das ZNFN3A1 war im Cytoplasma lokalisiert.
Wenn Aphidicolin aus dem Kulturmedium entfernt wurde, schritt der
Zellzyklus fort und das ZNFN3A1-Protein bewegte sich vom Nukleus
zum Cytoplasma. Diese Daten zeigten, dass die subzelluläre Lokalisation
von ZNFN3A1-Protein durch den Zustand des Zellzyklus geregelt war
und dass das ZNFN3A1-Protein sich in der Proliferationsphase zum
Nukleus bewegte.
-
Beispiel 4: Wachstumsförderung von Zellen der Normalgewebe-Zelllinie
NIH3T3 durch ZNFN3A1.
-
Um
die Wirkungen des ZNFN3A1-Gentransfers auf das Wachstum von Hepatoma-Zelllinien
zu analysieren, wurden Zellen der Normalgewebe-Zelllinie NIH3T3
mit einem Expressionsplasmid pcDNA3.1, das Sense-ZNFN3A1 und Anitsense-ZNFN3A1
enthielt, transfiziert.
-
NIH3T3
Zellen wurden durch pcDNA3.1 Vektoren (Invitrogen), welche die gesamte
codierende Sequenz von ZNFN3A1 enthielten, unter Verwendung von
FuGEN 6 Transfektionsreagenz, gemäß der Empfehlungen des Lieferanten
transfiziert. Zellen wurden in DMEM, enthaltend 10% FBS und 0,9
mg/ml Geniticin, erhalten und einzelne Kolonien wurden selektioniert.
Konstitutive ZNFN3A1 Expression wurde durch RT-PCR bestimmt.
-
Die
NIH3T3 Zellen zeigten im Allgemeinen keine endogene Expression von
ZNFN3A1 mRNA. Bei Koloniebildung förderte der sense-ZNFN3A1 Expressionsvektor
eine Koloniebildung in NIH3T3 Zellen verglichen mit Mock und antisense-ZNFN3A1
Vektoren, welche kein Wachstum zeigten, wie in 5A, 5B gezeigt.
-
Koloniebildungsassays
wurden durch Plattieren der Zellen in einer Dichte von 1 × 105 Zellen/100mm Schale durchgeführt. Nach
24 Std. wurden die Zellen durch Plasmidvektor, unter Verwendung
von FuGEN 6 Transfektionsreagenz (Roche), transfiziert und wurden
mit einer angemessenen Konzentration von Geniticin für 2 Wochen
kultiviert. Zellen wurden mit 100% Methanol fixiert und durch Giemsa-Lösung gefärbt. Diese
Koloniebildungsassays wurden durch drei unabhängige Experimente bestätigt.
-
Um
die wachstumsfördernden
Wirkungen von ZNFN3A1 weiter zu untersuchen, wurden stabil mit ZNFN3A1
transfizierte NIH3T3 Zellen weiter untersucht. Die mit sense-ZNFN3A1
stabil transfizierten Zellen exprimierten ZNFN3A1 mRNA konstitutiv
(5C, 5D).
Expression wurde durch RT-PCR bestimmt. Wie in 5C, 5D gezeigt, zeigte der Klon, der ZNFN3A1
konstant exprimierte, eine hohe Wachstumsfähigkeit im Vergleich zu mit
antisense-ZNFN3A1- und
Kontrollvektor transfizierten Zellen, was zeigt, dass ZNFN3A1 eine wichtige
Rolle für
die Wachstumsförderung
von Leberzellenkarzinoma-Zellen spielt.
-
Beispiel 5: Verringerte Expression von
ZNFN3A1 durch antisense-Oligonukleotide unterdrückt das Wachstum von Hepatomazellen
-
Um
zu untersuchen, ob eine Unterdrückung
von ZNFN3A1 eine Wachstumshemmung und/oder Zelltod von HCC Zellen
induzieren kann, wurden verschiedene antisense S-Oligonukleotide
synthetisiert, um die ZNFN3A1 Expression zu unterdrücken. Sense
oder antisense S-Oligonukleotide
von ZNFN3A1, die das Startcodon umfassen, wurden unter Verwendung
von LIPOFECTIN Reagenz (GIBCO-BRL) transfiziert. Die Sequenzen von
Phosphorthioatmodifizierten ODNs waren wie folgt: Antisense S-Oligonukleotide;
5'-GCGGGAGGAT GGAGCC
(SEQ. ID. NO.3).
-
Die
Zellen wurden mit dem antisense und sense S-Oligonukleotiden für 24 Stunden
kultiviert und auf ihre Expression von ZNFN3A1 und ZNFN3A1 durch
RT-PCR und Westernblot unter Verwendung von anti-ZNFN3A1 Antikörper analysiert.
-
Die
mit antisense S-Oligonukleotiden, welche das Startcodon umfassen,
transfizierten Zellen verringerten die endogene Expression von ZNFN3A1
in SNU475 und Huh7 Zellen, die eine reichliche Menge an ZNFN3A1
exprimieren, signifikant (6A, B).
Transfektion von antisense S-Oligonukleotiden unterdrückte außerdem signifikant
die Zellzahlen der Huh7 und SNU475 Zellen, wie durch einen vorher
beschriebenen Koloniebildungsassay bestimmt.
-
Ein
MTT-Assay wurde durch Plattieren der Zellen in einer Dichte von
5 × 105 Zellen/100 mm Schale durchgeführt. Am
nächsten
Tag wurden die Zellen in dreifacher Ausfertigung mit sense oder
antisense S-Oligonukleotiden von ZNFN3A1 transfiziert. Nach 72 Std.
Kultivierung wurde das Medium durch 10 ml frisches Medium ersetzt,
das 5 mg 3-(4,5-Dimethylthiazol-2-yl)-2,5-diphenyltetrazolium in Bromid (MTT)
(SIGMA) enthielt. Nach weiteren 4 Std. Inkubation bei 37°C, wurden
die Zellen durch Zugabe von 1 ml 0,01 N HCl/10%SDS lysiert. Die
Farbreaktion wurde mit einem ELISA-Plattenlesegerät bei einer
Testwellenlänge
von 570 nm (Referenz 630 nm) quantifiziert. Die Lebensfähigkeit
der Zellen wurde durch die Extinktion verglichen mit der Kontrolle
dargestellt.
-
Eine
Unterdrückung
des Zellwachstums durch Transfektion mit antisense-ZNFN3A1 wurde
auch in anderen HCC Zelllinien, einschließlich Alexander-Zellen und
SNU423 Zellen, gesehen, die beide ebenfalls reichliche Mengen an
ZNFN3A1 endogen exprimieren, verglichen mit dem der Kontroll S-Oligonukleotide
wie in 6C, 6D gezeigt.
Die Ergebnisse des Koloniebildungsassays wurden durch drei unabhängie Experimente bestätigt. Außerdem zeigte
die Durchflusszytometrie, dass die Hemmung der ZNFN3A1 Expression
die Zellzahlen von Zellen in der S-Phasen Population signifikant
verringerte und die Zahlen der sub-G1-Phase erhöhte (6E).
Diese Ergbnisse enthüllten,
dass die Unterdrückung
der ZNFN3A1 Expression eine Hemmung des Wachstums und eine Förderung
von Appoptose induzierten.
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Beispiel 6: Wechselwirkung von ZNFN3A1
mit RNA-Helicase K1AA0054
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Um
den onkogenen Mechanismus von ZNFN3A1 zu untersuchen, wurden mit
ZNFN3A1 wechselwirkende Proteine unter Verwendung eines Zwei-Hybrid
Screeningsystems gesucht. Ein Hefe Zwei-Hybrid Assay wurde mit MATCHMAKER
GAL4 Zwei-Hybrid-System 2 und -System 3 von Clontech gemäß der Answeisung des
Herstellers durchgeführt.
Die gesamte codierende Sequenz von ZNFN3A1 wurde in die EcoRI Schnittstelle
von pAS2-1 als Vektor für
den Köder
kloniert. Zum Screenen einer Bibliothek wurde eine menschliche Testis-Bibliothek
in pACT2 (Clontech) kloniert. Gleichzeitig co-transformierte AH109
Hefezellen (mit pAS2-1 Ködervektor
und einer Anzahl von pACT2 Beutevektoren) wurden auf SD minimalem
Medium (-Ade/-His/-Leu/-Trp) zusätzlich
mit 25 mg/L X-α-Gal(Clontech)
und 25 mM 3-Amino-1,2,4,-trizol(Sigma)
plattiert. Das Bibliotheksplasmid wurde aus den positiven Kolonien
isoliert und die Sequenz und der Rahmen wurden bestätigt.
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Unter
den identifizierten Klonen wechselwirkte die C-terminale Region
der RNA-Helicase KIAA0054 mit ZNFN3A1 durch gleichzeitige Transformation
mit pAS2.1-ZNFN3A1 und pACT2-KIAA0054 (7A, 7B). RNA-Helicasen stellen eine Familie
von Proteinen dar, die doppelsträngige
RNA unter Verwendung von Nukleosidtriphosphaten als Energiequelle
entwinden. Es ist klar, dass RNA-Helicasen eine weit verbreitete
Gruppe von Proteinen sind, die in praktisch allen biologischen Prozessen
gefunden werden.
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Um
die Wechselwirkung von ZNFN3A1 mit KIAA0054 weiter zu bestätigen, wurde
FLAG-markiertes ZNFN3A1-Protein
hergestellt. HeLa-Zellen wurden mit 8 μg pFLAG-CMV-ZNFN3A1 und pCMV-HA-KIAA0054 DNA pro
10-cm Schale transfiziert und nach zusätzlichen 48 Std. gesammelt.
Zellen wurden einmal mit 10 mM Natriumphosphatpuffer (pH 7,4), enthaltend
150 mM NaCl (PBS), gewaschen und in NET-N Puffer (150 mM NaCl, 0,5%
NP-40, 20mM Tris-HCl pH 8,0, 1 mM EDTA, und 1 × kompletter Protease Inhibitor
Cocktail) lysiert. In einer typischen Immunpräzipitationsreaktion wurden
300 μg des
Gesamtzelllysats des HeLa-Extraktes
mit 1 μg
des gewünschten
Antikörpers
und 20 μl
ProteinA- oder ProteinG-Sepharosekügelchen
(Zymed) bei 4°C für 1-2 Std.
inkubiert. Die Kügelchen
wurden viermal in 1 ml NET-N-Puffer gewaschen. An die Kügelchen
gebundenes Protein wurde durch Kochen im SDS-Probenpuffer eluiert,
durch SDS-PAGE aufgetrennt und auf Nitrozellulosemembranen übertragen.
Die Membranen wurden wie oben beschrieben zum Immunblotting verwendet.
Das Lysat wurde direkt durch Immunblotting mit anti-FLAG Antikörper und
anti-HA Antikörper
als Kontrolle analysiert. Das ZNFN3A1-Protein enthüllte seine
Assoziation mit HA-markiertem KIAA0054 Protein, das in HeLa-Säugetierzellen
exprimiert wurde (7C).
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Um
die Region von ZNFN3A1 zu identifizieren, die verantwortlich für seine
Wechselwirkung mit KIAA0054 ist, wurde ein Zwei-Hybrid-Assay unter
Verwendung von Deletionsfragmenten von ZNFN3A1 durchgeführt. Mutanten,
denen die Aminosäuren
1 bis 250 oder 100 bis 428 fehlen, waren negativ für eine Wechselwirkung
mit der KIAA0054 C-terminalen Region, während ein Fragment, das die
Aminosäuren
100 bis 250 enthielt, positiv war (8). Dies
deutet an, dass die ZNFN3A1-Bindungsregion in der Region der SET-Domäne sitzt.
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Beispiel 7: Wechselwirkung zwischen ZNFN3A1,
RNA-Helicase und RNA-Polymerase II
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RNA-Helicase
spielt durch Bindung an einen Transkriptionsfaktor und RNA-Polymerase
II eine entscheidende Rolle bei der Transkription. Diese Ergebnisse
zeigten, dass es die Möglichkeit
gab, dass das Zinkfingerprotein ZNFN3A1 die Transkription durch
Assoziation mit nicht nur RNA-Helicase KIAA0054 sondern auch mit
RNA-Polymerase II reguliert. Die Assoziation zwischen ZNFN3A1, RNA-Helicase
KIAA0054 und RNA-Polymerase II wurde durch co-Immunpräzipitation (9)
getestet. HeLa-Zellen wurden mit 8 μg pFLAG-CMV-ZNFN3A1 und pCMV-HA-KIAA0054 DNA pro
10-cm Schale transfiziert und nach zusätzlichen 48 Stunden gesammelt.
Zellen wurden einmal mit 10 mM Natriumphosphatpuffer (pH 7,4), enthaltend
150 mM NaCJ (PBS), gewaschen und in NET-N Puffer (150 mM NaCl, 0,5%
NP-40, 20mM Tris-HCl pH 8,0, 1 mM EDTA, und 1 × kompletter Proteaseinhibitor-Cocktail) lysiert.
In einer typischen Immunpräzipitationsreaktion
wurden 300 μg
Gesamtzellextrakt mit 1 μg
Antikörper
und 20 μl
ProteinA- oder ProteinG-Sepharosekügelchen (Zymed) bei 4°C für 1-2 Std.
inkubiert. Die Kügelchen
wurden viermal in 1 ml NET-N Puffer gewaschen. An Kügelchen
gebundene Proteine wurden durch Kochen in SDS-Probenpuffer eluiert,
durch SDS-PAGE aufgetrennt und auf Nitrozellulosemembranen übertragen.
Die Membranen wurden wie oben beschrieben für Immunblots verwendet.
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Eine
Assoziierung mit endogener RNA-Polymerase II wurde unter Verwendung
von anti-FLAG Antikörper, anti-HA
Antikörper
und anti-RNA-Polymerase II Antikörper
nachgewiesen. Wenn ein anti-FLAG Antikörper zur Immunpräzipitation
verwendet wurde und ein anti-RNA Polymerase II zum Immunblot verwendet wurde,
wies man eine RNA-Polymerase II spezifische Bande stark nach, für den Fall
dass FLAG-ZNFN3A1-Protein und HA-KIAA0054 Protein zusammen exprimiert
wurde, und wies wenig nach, für den
Fall dass nur FLAG-ZNFN3A1-Protein
exprimiert wurde. Wenn andererseits anti-HA Antikörper zur
Immunpräzipitation
und anti-RNA-Polymerase II Antikörper
zum Immunblot verwendet wurde, wies man eine RNA-Polymerase spezifische Bande stark nach,
nicht nur für
den Fall dass FLAG-ZNFN3A1-Protein und HA-KIAA0054 Protein zusammen
exprimiert wurde, sondern auch wenn HA-KIAA0054 Protein allein exprimiert
wurde. Überdies
wurden die Co-Immunpräzipitation
und Immunblots ungekehrt gearbeitet, indem man Antikörper für Immunpräzipitation
und Immunblots austauschte. Die Ergebnisse waren ähnlich für den Fall, dass
der jeweils andere Antikörper
verwendet wurde. Diese Ergebnisse zeigen, dass RNA-Helicase KIAA0054 die
Komplexbildung zwischen ZNFN3A1-Protein und RNA-Polymerase II über Kontakte
mit beiden Proteinen vermittelt. Daher kann eine Transkriptionsregulation
durch ZNFN3A1, RNA-Helicase
KIAA0054 und RNA-Polymerase II eine wichtige Rolle bei der Förderung
des Zellwachstum bei der Karzinogenese von Leberzellen spielen. 12 ist
eine Darstellung des Komplexes, der zwischen ZNFN3A1, RNA-Helicase
und RNA-Polymerase II gebildet wurde, um die Transkription eines
Gens zu regulieren.
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Beispiel 8: Sequenz-spezifische Bindung
von ZNFN3A1-Protein
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Eine
Konsensus-DNA-Bindungsstelle für
ZNFN3A1 wurde, unter Verwendung eines Oligonukleotid-Konstruktes,
welches einen Kern von 20 Zufallsnukleotiden enthielt, bestimmt.
Die putativen Konsensussequenzen, welche in der Lage waren mit dem
ZNFN3A1-Protein in vitro zu assoziieren, wurden mittels DNA-Selektion
unter Verwendung von Zufalls-Oligonukleotiden
gesucht. Ein GST-ZNFN3A1 Fusionsprotein wurde hergestellt und mit
Sepharose 46 immobilisiert und doppelsträngige Zufallsoligonukleotid-DNAs,
die mit dem Protein assoziierten, wurden ausgewählt. Nach 10 mal Selektion
und nachfolgender Amplifikation wurde die amplifizierte DNA in den
pCR Vektor (Clontech) kloniert und 92 Klone wurden sequenziert.
Unter den 92 Klone enthielten 32 (34,8%) eine Konsensussequenz von
5'-CCCTCC-3', was eine 102-fach
höhere
Inzidenz ist, als die berechnete Wahrscheinlichkeit (10A). Um ein rekombinantes Protein herzustellen,
welches die Zinkfinger-Domäne
von ZNFN3A1 exprimiert, wurde ein cDNA Fragment, dass den Codons
der vollen Länge
von ZNFN3A1 entspricht, durch RT-PCR unter Verwendung eines Satzes
von Primern 5'-CGGAATTCATGGAGCCGCTGAAGGTGGAAAAG-3' [SEQ. ID. NO.9]
und 5'-CCGCTCGAGGGATGCTCTGATGTTGGCGTCG-3' [SEQ. ID. NO. 10],
amplifiziert, das in eine passende Klonierungsstelle des pGEX-6P
Plasmids subkloniert wurde. Rekombinantes Fusionsprotein wurde hergestellt
und durch eine Sepharose 4B-Säule
wie zuvor beschrieben gereinigt. Oligonukleotide mit der Sequenz "5'-GGGAGAATTCCGACACGCGT(N20)CTCGAGCGTCTACATGGATCCTCA-3"' [SEQ. ID. NO.11], wurden wie zuvor
beschrieben zur Selektion und Amplifikation verwendet.
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Unter
Verwendung einer Datenbank für
eukaryotische Promotor (http://www.epd.isbslb.cn/mdex.html), wurden
stromabwärts
von ZNFN3A1 gelegenen Kandidatengene gesucht und 5 Kandidatengene
ausgewählt. Zuerst
wurde die Expressionshöhe
jedes Gens durch halbquantitative RT-PCR in stabil transfizierten
COS7, welche ZNFN3A1 exogen exprimierten (10B),
bestimmt. Diese Ergebnisse zeigten, dass die Expression von EGFR,
c-myc und Bcl2 durch ZNFN3A1 hochreguliert war.
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Vier
putative Bindungsstelle für
ZNFN3A1, dessen Konsensus-Zielsequenz 5'-(C)CCCTCC(T) oder (A)GGAGGG(G)-3' ist, wurden in der
5' flankierenden
Region von EGFR, zwischen -213-bp
und -207-bp (CBS1), zwischen -106-bp und -100-bp (CBS2), zwischen
-65-bp und -59-bp (CBS3) und zwischen -46-bp und -40-bp (CBS4) identifiziert.
Ein Wildtyp-Reporterplasmid (P1), das CBS1, CBS2, CBS3 und CBS4
enthielt, sowie vier Deletionskonstrukte des Plasmids (P2, P3, P4
and P5) wurden durch Klonieren jeder Sequenz in die passenden Enzym-Schnittstellen des
pGL3-Basic Vektors (Promega) hergestellt. Plasmide P1, P2, P3, P4
und P5 wurden durch Amplifikation von P1-F (5'-GGGGTACCCAGTGCTGGGAACGCCCCTCTCG-3') [SEQ. ID. NO.12],
P2-F (5'-GGGGTACCCACTCCCGCCGGAGACTAGGTCC-3') [SEQ. ID. NO.13],
3-F (5'-GGGGTACCCTCGCATTCTCCTCCTCCTCTGC-3') [SEQ. ID. NO.14],
4-F (5'- GGGGTACCTGGTCCCTCCTCCTCCCGCCCTG-3') [SEQ. ID. NO.15]
oder P5-F (5'- GGGGTACCTCCCGCCCTGCCTCCCGCGCCTC-3') [SEQ. ID. NO.16]
mit dem gleichen rückwärts Primer
(P1-R; 5'-GAAGATCTAG
GTGGCCTGTC GTCCGGTCTG G-3') [SEQ.
ID. NO.17] konstruiert. Eine ortsgerichtete Mutagenese wurde für beide
putativen ZNFN3A1-Bindungsstellen ausgeführt, wodurch CCCTCC durch CATTCC
unter Verwendung des QuickChange Kits für ortsgerichtete Mutagenese
gemäß der Empfehlungen
des Lieferanten (Stratagene) ersetzt wurde.
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Jedes
Reporterplasmid (2 μg)
wurde mit 0,2 μg
pRL-TK Plasmid (Promega), unter Verwendung von FuGENE 6 Reagenz
(Boehringer), gemäß der Anweisungen
des Herstellers co-transfiziert. Luziferaseassays wurden unter Verwendung
eines Dual-Luziferase Reporterassay-Systems (Promega) unter Befolgung
des Protokolls des Herstellers durchgeführt.
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Beispiel 9: Hochregulierung der EGFR-Promotoraktivität durch
ZNFN3A1
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Weil
eine verstärkte
Expression von EGFR in HCCs berichtet wurde, haben wir uns auf das
Reportermolekül
konzentriert und getestet, ob sein Promotor durch die ZNFN3A1-bindenden
Sequenzen reguliert wurde. Wir identifizierten vier mögliche ZNFN3A1-Bindungsmotive
(CBS1, 2, 3 und 4) in seiner 5' flankierenden Region
und stellten Reporterplasmide, welche die vier Motive (P1) enthalten,
sowie verschiedene Deletionsformen (P2, P3, P4 und P5) her. Wenn
diese Reporterplasmide in SNU475 Zellen transfiziert wurden, war
die Aktivität
von P1 signifikant höher
als die von P2, P3, P4 oder P5. Angesichts der Tatsache, dass die
Aktivität von
P4 sehr ähnlich
zu der von P5 war, vermuteten wir, dass eine Region zwischen –261 und –50, die
CBS1, CBS2 und CBS3 enthielt, mit der Transkriptionsaktivität von EGFR
assoziiert sein könnte.
Um die Rollen dieser Domäne
zu offenbaren, konstruierten wir Reporterplasmide, welche mutiertes
CBS1 (P1m1) und mutiertes CBS2 (P1m2) oder mutiertes CBS3 (P1m3)
enthielten, worin jedes der Kandidaten-Bindungsmotive von 5'-CCCTCC-3' zu 5'-CATTCC-3' (11A) verändert
wurde. Reporterassays zeigten, dass Fragmente, welche mutierte Motive
(P1ml, P1m2 und P1m3) enthielten, die Transkription von EGFR sehr
viel schwächer
aktivierten als P1 (11B). Diese Ergebnisse
legen nahe, dass die drei putativen ZNFN3A1-Bindungsmotive an der
Transkriptionsaktivierung von EGFR beteiligt waren.
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Industrielle Anwendbarkeit
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Die
Expression des neuen menschlichen Gens ZNFN3A1 ist in Leberzellenkarzinom
verglichen mit nicht krebsartigen Lebergewebe deutlich erhöht. Entsprechend
kann dieses Gen als diagnostischer Marker für HCC dienen und das dadurch
codierte Protein kann in diagnostischen Tests dafür verwendet
werden.
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Die
vorliegenden Erfinder haben außerdem
gezeigt, dass die Expression des neuen Proteins ZNFN3A1 das Zellwachstum
fördert
während
das Zellwachstum durch antisense-Oligonukleotide,
die dem ZNFN3A1 entsprechen, gehemmt wird. Diese Resultate legen
nahe, dass ZNFN3A1 die onkogene Aktivität fördert. Daher ist dieses neue
Onkoprotein ein nützliches
Ziel für
die Entwicklung von Antikrebs-Pharmazeutika. Beispielsweise können Mittel,
welche die Expression von ZNFN3A1 hemmen oder seine Aktivität verhindern,
eine Verwendung als Antikrebsmittel finden, insbesondere Antikrebmittel
zur Behandlung von HCC. Beispiele für solche Mittel schließen antisense-Oligonukleotide
und Antikörper,
die ZNFN3A1 erkennen, ein.
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Desweiteren
haben die vorliegenden Erfinder gezeigt, dass ZNFN3A1 direkt mit
einer RNA-Helicase assoziiert
und einen Komplex mit RNA-Polymerase II bildet. Dieser Komplex aktiviert
dann die Transkription von stromabwärts gelegenen Zielgenen, einschließlich EGFR,
durch eine direkte Bindung des Komplexes mit einem Element "(C)CCCTCC(T)" in der 5' flankierenden Region.
Deshalb können
Mittel, welche die Aktivität des
Komplexes hemmen, ebenfalls eine Anwendung in der Behandlung und
Vorbeugung von HCC finden.
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