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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein System zum Erfassen der Anwesenheit
eines Benutzers insbesondere in der Nähe einer Kraftfahrzeugtür.
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Die
Erfindung betrifft insbesondere ein System zum Erfassen der Anwesenheit
eines Benutzers, das einen Anwesenheitssensor mit Mitteln enthält, um bereichsweise
einen Bereich der Nichterfassung der Anwesenheit zu schaffen.
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Die
Erfindung bezieht sich auch auf ein System zum Verriegeln und/oder
Entriegeln zumindest einer Kraftfahrzeugtür, das ein solches System zum Erfassen
der Anwesenheit eines Benutzers enthält.
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Im
Automobilbereich wurde der Türgriff,
der früher
nur zum Übertragen
einer mechanischen Bewegung über
ein Gestänge
zu einem Schloss zum Öffnen
der Tür
diente, stark weiterentwickelt.
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Insbesondere
bei sogenannten "Freihandzugangssystemen", welche das Verriegeln
und Entriegeln eines Kraftfahrzeugs ohne mechanischen Schlüssel und
ohne Fernsteuerung ermöglichen,
ist der Griff eine bevorzugte Schnittstelle zwischen dem einen Identifizierer
(beispielsweise in Form einer Kennmarke) mit sich führenden
Benutzer und dem am Fahrzeug mitgeführten System geworden.
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Mit
diesen Freihandzugangssystemen ist es erforderlich geworden, neuartige
Zugangssysteme und insbesondere neuartige Systeme zu definieren, welche
die Erfassung eines Benutzers gestatten, der Zugang zu seinem Fahrzeug
wünscht,
wobei mit dieser Erfassung der Anwesenheit des Benutzers dann dessen
Identifizierung eingeleitet werden kann, um ihm Zugang zum Fahrzeug
zu gestatten.
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Ein
in einem Freihandzugangssystem verwendeter Griff ist in 1 dargestellt.
Allgemein wird ein solcher Griff 1 von einer Tür O eines
Kraftfahrzeugs V getragen und setzt sich aus zwei Teilen zusammen,
nämlich
einem Greifteil 2, das gegenüber der Tür O beweglich ist, und einem
an der Türkarosserie
O feststehenden Teil 3. Dieses feststehende Teil dient
im wesentlichen zu dekorativen Zwecken und integriert beispielsweise
ein Notfallschloss.
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In
der DE-A-196 17 038 ist ein Anwesenheiterfassungssystem beschrieben,
das im Bereich der Kraftfahrzeugtür positioniert ist, die mit
einem Freihandzugangssystem ausgestattet ist, um die Annäherung eines
Benutzers im Bereich des Türgriffs
zu erfassen. Das Anwesenheiterfassungssystem enthält einen
Anwesenheitssensor mit einem elektronischen Kontrollmodul, eine
erste Elektrode, die in dem Greifteil des Griffs angeordnet ist,
und eine zweite Elektrode, die im Bereich der Tür angeordnet ist.
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Die
elektromagnetische Kopplung, die zwischen den beiden Elektroden
entsteht, schafft einen Bereich zum Erfassen der Anwesenheit des
Benutzers im Bereich des Griffs. Wenn somit der Benutzer seine Hand
dem Griff nähert,
um Zugang zu seinem Fahrzeug zu erlangen, wird dessen Anwesenheit
erfasst und seine Identifizierung durch Kommunikation zwischen dem
Fahrzeug und dem vom Benutzer mitgeführten Identifizierer eingeleitet.
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In
der EP-A-0 955 431 ist ein Anwesenheiterfassungssystem nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1 beschrieben.
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Wenn
jedoch die beiden Elektroden des Sensors zum Erfassen des Benutzers
jeweils zumindest teilweise im Bereich des Griffs positioniert sind,
kann der Anwesenheiterfassungsbereich sehr ausgedehnt sein und insbesondere
Bereiche umfassen, in welchen keine Erfassung gewünscht ist.
Wie beispielsweise in 1 dargestellt ist, ist es aus
ergonomischen Gründen
wünschenswert,
eine maximale Erfassung im Bereich des Greifteils 2 des
Griffs und eine minimale Erfassung bzw. keine Erfassung bei bestimmten
Bereichen des feststehenden Teils 3 des an der Türkarosserie
positionierten Griffs zu haben.
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Ferner
ist bei bestimmten Vorrichtungen der Anwesenheiterfassungsseneor
in einem verminderten Raum insbesondere im Bereich des Griffs integriert,
wobei der Bereich zum Erfassen der Anwesenheit des Benutzers, der
diesem zugeordnet ist, sehr ausgedehnt sein kann und insbesondere
das elektronische Modul des Sensors umfassen kann. Diese Anordnung
ruft im Bereich des elektronischen Moduls elektromagnetische Störungen hervor,
welche den Betrieb des Anwesenheiterfassungssensors schwerwiegend
beeinträchtigen
können.
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Die
vorliegende Erfindung zielt darauf ab, diese Nachteile auszuräumen und
eine Lösung
vorzuschlagen, um eine Festlegung der Ausdehnung des Bereichs zum
Erfassen der Anwesenheit des Benutzers so durchzuführen, dass
der Bereich zum Erfassen der Anwesenheit des Benutzers eindeutig
begrenzt werden kann.
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Dazu
ist Gegenstand der Erfindung ein System zum Erfassen der Anwesenheit
eines Benutzers nach Anspruch 1.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
kann ferner eines oder mehrere der nachfolgenden Merkmale aufweisen,
wonach:
- – die
Mittel zum Schaffen des Anwesenheitnichterfassungsbereichs Mittel
zum Verdecken der Messelektrode in der Nähe des gewünschten Nichtefassungsbereichs
enthalten,
- – die
Verdeckmittel von einem Metallteil gebildet werden, das mit einem
Bezugspotential verbunden ist,
- – das
Metallteil aus einer Bezugselektrode des Anwesenheitssensors gebildet
ist, der bereichsweise vor die Messelektrode positioniert ist, so dass
er diese verdeckt,
- – der
Anwesenheitnichterfassungsbereich von den Elektroden gebildet wird,
die einander bereichsweise angenähert
sind, so dass die sich daraus ergebene elektromagnetische Kopplung verstärkt wird,
wodurch bereichsweise eine Verminderung der Erfassungsempfindlichkeit
des Anwesenheitssensors hervorgerufen wird,
- – das
Kontrollmodul des Anwesenheitssensors eine gedruckte Schaltung enthält und der
Anwesenheitnichterfassungsbereich zwischen gedruckter Schaltung
und Anwesenheiterfassungsbereich des Anwesenheitssensors geschaffen wird.
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Ein
weiteres bevorzugtes Ziel der vorliegenden Erfindung liegt darin,
die Ergonomie des Griffs zu verbessern, indem vorgeschlagen wird,
an einem gleichen Griff bei Verwendung eines einzigen Sensors mehrere
Anwesenheiterfassungsbereiche zu haben, die das Steuern verschiedener Funktionen gestatten.
Dazu weist die Erfindung ferner die nachfolgenden bevorzugten Merkmale
auf, wonach:
- – der Bereich der Nichterfassung
des Benutzers die beiden Anwesenheiterfassungsbereiche trennt, um
die Steuerung zweier unterschiedlicher Funktionen zu gestatten,
- – die
beiden Anwesenheiterfassungsbereiche eine unterschiedliche Empfindlichkeit
haben,
- – die
beiden Anwesenheiterfassungsbereiche und der Anwesenheitnichterfassungsbereich
alle über die
Kopplung der Bezugs- und der Messelektrode geschaffen werden,
- – das
Kontrollmodul des Anwesenheitssensors im Griff integriert ist,
- – in
dem Anwesenheitnichterfassungsbereich die Bezugselektrode die Messelektrode
vollständig umschließt, so dass
bereichsweise ein Koaxialkabel entsteht.
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Ferner
ist Gegenstand der Erfindung ein System zum Verriegeln und/oder
Entriegeln zumindest einer Kraftfahrzeugtür, dadurch gekennzeichnet, dass
es ein System zum Erfassen der Anwesenheit eines Benutzers nach
der Erfindung enthält.
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Die
Erfindung wird im Laufe der nachfolgenden erläuternden Beschreibung anhand
der beigefügten
Figuren besser verständlich,
worin zeigt:
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1 eine
seitliche Teilansicht eines Kraftfahrzeugs mit der allgemeinen Anordnung
und Struktur eines bei Freihandzugangssystemen verwendeten Griffs,
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2 eine
Teilansicht von vorne auf eine Tür mit
einem Griff, der das Anwesenheiterfassungssystem nach einer ersten
Ausführungsform
der Erfindung bildet und an dem der Bereich zum Erfassen der Anwesenheit
des Benutzers dargestellt ist,
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3 eine
Rückansicht
des Griffs aus 2, bei dem der Anwesenheiterfassungssensor des
Anwesenheiterfassungssystems integriert ist,
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4 eine
Querschnittsansicht des Griffs aus 3 entlang
der Achse A-A',
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5 eine
Querschnittsansicht des Griffs aus 3 entlang
der Achse B-B',
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6 eine
Querschnittsansicht eines Griffs nach einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung,
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7 eine
Querschnittsansicht eines Griffs nach einer dritten Ausführungsform
der Erfindung,
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8 eine
Rückansicht
eines Griffs, bei dem mehrere Anwesenheiterfassungssensoren des
Anwesenheiterfassungssystems nach einer vierten Ausführungsform
der Erfindung integriert sind, und
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9,
eine Rückansicht
eines Griffs, bei dem ein Anwesenheiterfassungssensor nach einer fünften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Anwesenheiterfassungssystems
integriert ist.
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2 zeigt
schematisch im Bereich eines bei Freihandzugangssystemen verwendeten
Griffs 1, der aus einem Greifteil 2 und einem
gegenüber
der Karosserie feststehenden Teil 3 gebildet ist, einen Bereich 9 zum
Erfassen der Anwesenheit eines Benutzers, welcher Bereich von einem
nicht dargestellten Anwesenheitssensor des Anwesenheiterfassungssystems
nach einer ersten Ausführungsform der
Erfindung erzeugt wird. Dieser Anwesenheiterfassungsbereich ist
auf die Mittellinie des Griffs zentriert und umfasst zumindest einen
Teil des Greifelements 2 und einen Bereich, der einem Bereich
der Annäherung
der Hand des Benutzers entspricht, wenn dieser gerade das Greifelement
ergreift.
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3 zeigt
eine Rückansicht
des Griffs aus 2 und weist den feststehenden
Teil 3 des Griffs 1 auf, an welchem ein Anwesenheitssensor 4 befestigt ist.
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Dieser
Anwesenheitssensor 4 setzt sich aus einem Kontrollmodul 5,
der aus elektronischen Bauteilen besteht und an einer gedruckten
Schaltung 8 positioniert ist, einer Bezugselektrode 6 und
einer Messelektrode 7 zusammen.
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Das
Kontrollmodul 5 gewährleistet
die elektronische Steuerung der Benutzeranwesenheitserfassung und
kommuniziert mit einer zentralen Leiteinheit, die zum Steuern gegebener
Funktionen innerhalb des Fahrzeugs integriert ist. Insbesondere wird
im Rahmen eines mit einem Freihandzugangssystem ausgestatteten Fahrzeugs
das Kontrollmodul beim Erfassen der Anwesenheit eines Benutzers, wenn
dieser seine Hand dem Griff nähert,
diese Information der zentralen Leiteinheit übertragen, damit diese eine
Kommunikation mit dem vom Benutzer mitgeführten Identifizierer einleitet,
um diesen zu identifizieren und ihm Zugang zum Fahrzeug zu gestatten.
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Die
Bezugselektrode 6 und die Messelektrode 7 sind
in Form von leitenden Drähten
ausgeführt, die
nach einem bekannten Verfahren an dem feststehenden Teil 3 befestigt
sind und elektrisch von diesem Teil isoliert sind, wenn letzteres
leitend ist.
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Im
vorliegenden Fall haben die Elektroden beide ein freies Ende und
sind jeweils mit dem Kontrollmodul verbunden, jedoch können sie
auch sehr unterschiedliche Formen haben.
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Die
Bezugselektrode 6 ist in der Nähe des unteren Randes des feststehenden
Teils 3 positioniert und erstreckt sich längs über dieses,
während die
Messelektrode 7 in dem Mittelbereich und entlang der Längsachse
des feststehenden Teils 3 angeordnet ist. Zwischen den
beiden Elektroden erfolgt eine elektromagnetische Kopplung, die
im Bereich des Griffs einen Bereich 9 zum Erfassen der
Anwesenheit des Benutzers definiert.
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Die
beiden Elektroden sind allgemein relativ voneinander beabstandet,
so dass die erfolgende Kopplung groß genug ist, damit der Sensor
eine mit der Erfassung der Annäherung
eines Benutzers kompatible Empfindlichkeit aufweist.
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In
der Nähe
des Kontrollmoduls sind die Elektroden dagegen sehr nahe beieinander
positioniert, so dass in diesem Bereich der Sensor sehr wenig empfindlich
ist und einen Bereich 10 bildet, in welchem eine Anwesenheitserfassung
nicht möglich
ist. Dieser Bereich wird Anwesenheitnichterfassungsbereich genannt.
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Somit
erfolgt durch Annäherung
der beiden Elektroden in der Nähe
des Kontrollmoduls eine bereichsweise Änderung des Anwesenheiterfassungs bereichs,
was dazu führt,
einen Bereich der Nichterfassung des Benutzers zu schaffen. Der
den Griff umgebende Raum wird somit unterteilt in einen Bereich 9 zum
Erfassen der Anwesenheit des Benutzers und in einen Anwesenheitnichterfassungsbereich 10.
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Bei
der dargestellten Ausführungsform
ist das Kontrollmodul des Anwesenheiterfassungssensors in dem Griff 1 positioniert,
was dazu führt,
dass die Kopplung, die zwischen den Elektroden erfolgt, nur im Bereich
des Griffs stattfindet.
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Ferner
kann bei einer nicht dargestellten Ausführungsform das Kontrollmodul
des Anwesenheiterfassungssensors in dem Fahrzeug an einer von dem
Griff entfernt liegenden Stelle positioniert sein. Die elektromagnetische
Kopplung, die im allgemeinen zwischen den Elektroden entsteht, erfolgt
entlang der Wegstrecke der Elektroden ausgehend von dem Kontrollmodul
bis zu dem Griff, wo der Annäherungserfassungsbereich
liegt, womit es erforderlich wird, entlang dieser Wegstrecke einen
Anwesenheitnichterfassungsbereich zu schaffen. Dieser Nichterfassungsbereich
kann durch Annäherung
der Elektroden geschaffen werden, wie dies vorangehend erläutert wurde.
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4 zeigt
eine Querschnittsansicht der 3 entlang
der Achse A-A',
an welcher die relative Positionierung der Elektroden dargestellt
ist. Die Bezugselektrode 6 und die Messelektrode 7 erstrecken sich
längs an
dem festen Teil 3 des Griffs 1, wobei die eine
in dem mittleren Abschnitt und die andere am Rande des feststehenden
Teils 3 positioniert ist. Die elektromagnetische Kopplung
zwischen diesen beiden Elektroden definiert den Bereich 9 zum
Erfassen der Anwesenheit des Benutzers. Dieser Anwesenheiterfassungsbereich 9 weist
eine in dieser Schnittansicht insgesamt kreisrunde Form auf und
verläuft beiderseits
der Wand des feststehenden Griffteils. Insbesondere erstreckt sich
dieser Erfassungsbereich über
einen Großteil
des Innenraums, der zwischen dem Greifteil 2 und dem feststehenden
Teil 3 definiert ist. Dies ist deshalb sehr vorteilhaft,
weil die Anwesenheit des Benutzers erfasst wird, sobald er seine
Hand annähert,
um den Greifteil 2 des Griffs zu ergreifen und so die Fahrzeugtür zu öffnen.
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5 ist
eine Querschnittsansicht der 3 entlang
der Achse B-B',
d. h. im Bereich des Kontrollmoduls des Anwesenheitssensors. In
der Nähe
des Kontrollmoduls und gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung liegen die Bezugselektrode 6 und die Messelektrode 7 nahe
beieinander. Diese besondere lokale Anordnung der Elektroden führt dazu,
dass die zwischen den beiden Elektroden entstehende Kopplung gering
ist, was einen Anwesenheiterfassungsbereich 9 schafft,
der nicht nur raumsparend ist, sondern auch nach innerhalb der Tür verschoben
ist. Somit bildet der Raum zwischen feststehendem Teil 3 und
Greifteil bereichsweise einen Anwesenheitnichterfassungsbereich 10.
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In 6 ist
eine Querschnittsansicht ähnlich wie
in 5 dargestellt, die einen Griff mit dem Anwesenheiterfassungssystem
nach einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung zeigt. Bei dieser Ausführungsform erfolgt die bereichsweise Änderung
des Anwesenheiterfassungsbereichs über Mittel zum Verdecken der
Messelektrode, wodurch ein Nichterfassungsbereich geschaffen werden
kann.
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Somit
wird in dem Bereich, wo keine Erfassung mehr gewünscht ist, zwischen Messelektrode und
gewünschten
Nichterfassungsbereich ein Metallelement 11 eingefügt, das
mit einen Bezugspotential verbunden ist.
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Das
Bezugspotential ist gewöhnlich
das Potential, an dem sich die Bezugselektrode befindet, da jedoch
im allgemeinen die Bezugselektrode mit der Masse verbunden ist,
kann das Bezugspotential auch als Massepotential der gedruckten
Schaltung 8 definiert werden, die das Kontrollmodul 5 trägt, oder als
Massepotential des Fahrzeugs.
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Wie
dargestellt ist, ist das Metallelement mit dem Bezugspotential verbunden,
wodurch der Anwesenheiterfassungsbereich durch Änderung der elektromagnetischen
Kopplung bereichsweise geändert werden
kann. Entlang dieser Schnittansicht ist der Bereich 9 zum
Erfassen der Anwesenheit des Benutzers somit nach innerhalb der
Tür verschoben
und der im Bereich des Griffs zwischen Greifteil 2 und feststehendem
Teil 3 liegende Bereich wird ein Anwesenheitnichterfassungsbereich 10.
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7 zeigt
eine Querschnittsansicht eines Griffs, der mit einem System nach
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ausgestattet ist. Bei dieser Ausführungsform ist das Metallelement 11 zum
Verdecken der Messelektrode 7 direkt über die Bezugselektrode 6 gebildet,
die verschoben und zwischen der Messelektrode und dem Bereich eingefügt wird,
in welchem der Benutzer nicht erfasst werden soll. Somit verdeckt
in der Nähe
des Kontrollmoduls die Bezugselektrode die Messelektrode, um den
Bereich zum Erfassen der Anwesenheit des Benutzers zu verschieben.
Zusammenfassend wird entlang der Schnittachse ein Anwesenheitnichterfassungsbereich 10 geschaffen
und der Bereich 9 zum Erfassen der Anwesenheit des Benutzers
nach innerhalb der Tür
verschoben.
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Diese
vorteilhafte Anordnung und die Verwendung der Bezugselektrode als
Mittel zum Verdecken der Messelektrode ermöglichen es, die Ausdehnung
des Bereichs zum Erfassen der Anwesenheit des Benutzers im Bereich
des Griffs zu kontrollieren und dessen Lokalisierung zu steuern.
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Ferner
bestehen derzeit Vorrichtungen, in welchen mehrere Anwesenheiterfassungssensoren in
einem verminderten Raum insbesondere im Bereich des Griffs integriert
sind. Bei diesen Vorrichtungen werden dadurch, dass sehr ausgedehnte
und unkontrollierte Anwesenheiterfassungsbereiche vorhanden sind,
Störungen
hervorgerufen, welche den Betrieb der verschiedenen Anwesenheitssensoren schwerwiegend
beeinträchtigen
können.
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Mit
der in 8 dargestellten Ausführungsform der Erfindung, welche
eine Rückansicht
eines Griffs darstellt, in welchem mehrere Anwesenheiterfassungssensoren
integriert sind, kann dieses Problem überwunden werden.
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Bei
dieser Ausführungsform
ist der Griff 1 mit mehreren Anwesenheiterfassungssensoren 4a und 4b mit
unterschiedlichen Erfassungsbereichen ausgestattet.
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Diese
Sensoren sind unterteilt in:
- – einen
Annäherungssensor 4a,
der es ermöglicht,
die Annäherung
eines Benutzers im Bereich des Griffs zu erfassen, und
- – einen
Tastsensor 4b, der es ermöglicht, eine beabsichtigte
Berührung
des Benutzers im Bereich des Griffs zu erfassen.
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Allgemein
wird der Annäherungssensor
dazu benutzt, die Annäherung
des Benutzers zu erfassen, um eine Kommunikation zwischen dem Identifizierer und
dem im Fahrzeug mitgeführten
System einzuleiten, während
der Tastsensor dazu verwendet wird, eine beabsichtigte Betätigung des
Benutzers zu erfassen, wenn dieser wünscht, das Fahrzeug zu verriegeln.
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Diese
beiden Anwesenheitssensoren arbeiten nach dem gleichen Prinzip,
weisen jedoch unterschiedliche Empfindlichkeiten auf, die von der
Form ihrer Elektroden und/oder von ihrer relativen Positionierung
abhängen.
Wenn nämlich
die Elektroden angenähert
werden, wird die Kopplung zwischen diesen verstärkt und die sich aus dieser
Kopplung ergebende Empfindlichkeit gesenkt, da die zum Erzeugen
einer Erfassung erforderliche Störung
größer sein muss.
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Der
Annäherungssensor 4a besitzt
eine Bezugselektrode 6 und eine Messelektrode 7,
die sich längs
an dem feststehenden Teil 3 des Griffs erstrecken, und
weist eine hohe Empfindlichkeit für die Erfassung der Anwesenheit
auf, während
der Tastsensor 4b eine schwächere Empfindlichkeit aufweist,
die eine Berührung
des Benutzers erfordert und der Elektroden zugeordnet sind, die
im Bereich der gedruckten Schaltung 8 lokalisiert sind.
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Somit
ist der Anwesenheiterfassungsbereich 9a des Annäherungssensors
sehr ausgedehnt und weist eine längliche
Form auf, während
der Anwesenheiterfassungsbereich 9b des Tastsensors geringer
und auf die gedruckte Schaltung 8 zentriert ist.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
der Erfindung werden die beiden Anwesenheiterfassungsbereiche 9a und 9b von
einem Bereich 10 der Nichterfassung der Anwesenheit des
Benutzers getrennt, der durch örtliche
Annäherung
der beiden Elektroden des Annäherungssensors
geschaffen wird. Auf diese Weise sind der Annäherungerfassungsbereich 9a und
der Tasterfassungsbereich 9b gut getrennt und es wird jegliche
Fehlfunktion vermieden.
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Dies
ist deshalb sehr vorteilhaft, weil damit eine gegenseitige Durchdringung
der Anwesenheiterfassungsbereiche verhindert wird, welchen diese beiden
Sensoren zugeordnet sind, die die Steuerung sehr unterschiedlicher
Funktionen gestatten.
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Bei
der beschriebenen Ausführungsform sind
die Elektroden des Annäherungssensors
Drahtelektroden, welche in Form von leitenden Drähten ausgeführt sind, und die Elektroden
des Tastsensors haben die Form von Leiterbahnen, die an der gedruckten
Schaltung angeordnet sind. Selbstverständlich können die Elektroden dieser
Anwesenheiterfassungssensoren anders als dargestellt ausgeführt werden,
insbesondere in Form von feinen Metallstreifen.
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Die
Elektroden werden, wenn sie in Drahtform vorliegen, beispielsweise
mit Hilfe eines Haft- oder Klebemittels an das feststehende Teil 3 des Griffs 1 befestigt,
das nicht leitend ist bzw. gegenüber dem
die Elektroden isoliert sind.
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9 ist
eine Rückansicht
eines Griffs, der mit einem System nach einer fünften Ausführungsform der Erfindung ausgestattet
ist und einen einzigen Anwesenheiterfassungssensor mit mehreren Anwesenheiterfassungsbereichen
enthält.
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Bei
dieser Ausführungsform
der Erfindung weist der Anwesenheitssensor 4 zwei Anwesenheiterfassungsbereiche 9, 9' auf, die durch
einen Anwesenheitnichterfassungsbereich 10 getrennt sind,
der über
eine bereichsweise Änderung
des Ausgangsbereichs zum Erfassen der Anwesenheit des Benutzers geschaffen
wird.
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Im
vorliegenden Fall wird der Nichterfassungsbereich durch bereichsweise
Verdeckung der Messelektrode geschaffen und trennt den Ausgangsbereich
zum Erfassen der Anwesenheit in zwei Anwesenheiterfassungsbereiche 9, 9', welche die
Steuerung zweier unterschiedlicher Funktionen im Bereich des Fahrzeugs
mit Hilfe eines einzigen Anwesenheitssensors gestatten.
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Bei
einer Erfassung der Anwesenheit eines Benutzers im Bereich des Griffs
ermöglicht
nämlich eine
elektronische Verarbeitung im Bereich des Kontrollmoduls des Sensors,
Kenntnis darüber
zu erlangen, in welchem Anwesenheiterfassungsbereich der Benutzer
erfasst wurde und somit welche Funktion vom Benutzer gesteuert wurde.
Das elektronische Modul aktiviert sodann die gesteuerte Funktion.
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Der
Griff weist somit zwei Bereiche zum Erfassen der Anwesenheit des
Benutzers auf, beispielsweise einen Bereich zum Steuern der Entriegelung
der gesamten Fahrzeugtüren
und einen Bereich zum Steuern der Entriegelung der Fahrertür. Im Rahmen
eines für
die Annäherung
empfindlichen Anwesenheitssensors hat der Benutzer somit die Wahl, seine
Hand dem einen oder anderen Anwesenheiterfassungsbereich anzunähern, um
die Entriegelung der gesamten Türen
oder nur der Fahrertür
zu steuern.
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Der
Vorteil liegt offensichtlich darin, mehrere Funktionen mit Hilfe
eines einzigen Anwesenheiterfassungssensors steuern zu können, indem
eine Mehrzahl von Anwesenheiterfassungsbereichen geschaffen wird.
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In
der dargestellten Figur sind die Anwesenheiterfassungsbereiche aufgrund
einer Kopplungsdifferenz zwischen Bezugselektrode und Messelektrode
unterschiedlich groß.
Die Bezugselektrode und die Messelektrode haben nämlich in
den beiden Anwesenheiterfassungsbereichen einen unterschiedlichen
Abstand. Somit besitzt jeder Anwesenheiterfassungsbereich eine unterschiedliche
Empfindlichkeit, welche die Steuerung von mehreren Funktionen mit einem
einzigen Anwesenheiterfassungssensor gestattet.
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Ferner
ist zwischen dem Anwesenheiterfassungssensor 4 und dem
ersten Anwesenheiterfassungsbereich ein Anwesenheitnichterfassungsbereich
durch bereichsweise Änderung
des ursprünglichen
Anwesenheiterfassungsbereichs ausgebildet. Bei diesem Anwesenheitnichterfassungsbereich
umgibt die Bezugselektrode vorzugsweise vollständig die Messelektrode, so
dass sie bereichsweise ein Koaxialkabel 12 bilden. Diese
Maßnahme
kann auch zwischen den beiden Erfassungsbereichen 9 und 9' Anwendung finden.
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Somit
können
die Nichterfassungsbereiche durch die bereichsweise Ausbildung eines
Koaxialkabels, aber auch durch Annäherung der Elektroden oder
durch Verdecken der Messelektrode geschaffen werden.
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Durch
die Erfindung wird ein System geschaffen, das die Bestimmung der
Ausdehnung und der Lokalisierung zumindest eines Bereichs zum Erfassen
der Anwesenheit des Benutzers gestattet.
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Das
erfindungsgemäße System
wird im allgemeinen in einen Türgriff
integriert und kann bei einem System zum Verriegeln und/oder Entriegeln
zumindest einer Fahrzeugtür
und insbesondere im Rahmen von Fahrzeugen mit Freihandzugang Anwendung
finden.