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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf zellulare Kommunikationssysteme
und insbesondere auf Datenübertragung
in einem zellularen Kommunikationssystem.
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Hintergrund der Erfindung
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Kommunikationssysteme
sind wohlbekannt und bestehen aus vielen Typen, einschließlich Landmobilfunk-,
Zellularfunktelefon-, Personalkommunikationssystemen und anderen
Kommunikationssystemtypen. Innerhalb eines Kommunikationssystems
werden Übertragungen
zwischen einem sendenden Gerät
und einem empfangenden Gerät über eine
Kommunikationsressource, allgemein als Kommunikationskanal bezeichnet, durchgeführt. Bislang
bestehen die Übertragungen
typischerweise aus Sprachsignalen. In jüngerer Zeit wurde jedoch vorgeschlagen,
andere Signalformen, einschließlich
Hochge schwindigkeitsdatensignalen, zu tragen. Zur Erleichterung
des Betriebs wird es bevorzugt, dass die Datenübertragungsfähigkeit über der
bestehenden Sprachkommunikationsfähigkeit liegt, so dass ihr
Betrieb im Wesentlichen für
das Sprachkommunikationssystem transparent ist, während zugleich
die Kommunikationsressourcen und weitere Infrastruktur des Sprachkommunikationssystems
genutzt werden.
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Ein
solches Kommunikationssystem, das aktuell mit transparenten Datenübertragungsfähigkeiten
entwickelt wird, ist das zellulare Kommunikationssystem der nächsten Generation
mit Vielfachzugriff im Codemultiplex (CDMA: Code Division Multiple
Access), allgemeiner als cdma2000 bezeichnet. In einem solchen Kommunikationssystem
treten alle Übertragungen
entfernter Einheiten und Basisstationen gleichzeitig innerhalb desselben
Frequenzbandes auf. Ein bei einer Basisstation oder entfernten Einheit
empfangenes Signal umfasst daher eine Vielzahl von Frequenz- und
Zeitüberlappcodierten
Signalen von individuellen entfernten Einheiten bzw. Basisstationen.
Jedes dieser Signale wird simultan bei derselben Funkfrequenz (RF:
radio frequency) gesendet und ist nur durch seine spezielle Codierung
(Kanal) unterscheidbar. Mit anderen Worten ist das bei einer Basisstation
oder entfernten Einheit empfangene Signal ein Kompositsignal aus
jedem gesendeten Signal und ein individuelles Signal ist nur nach
Decodierung unterscheidbar.
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Datenübertragung
mit entfernten Einheiten innerhalb eines cdma2000 Kommunikationssystems
findet statt, indem der entfernten Einheit ein Hochgeschwindigkeitsdatenkanal
(bezeichnet als ein Sonderkanal) zugewiesen wird und indem Daten,
wie oben diskutiert, unter Verwendung des Sonderkanals gesendet
werden. Genauer werden während
der Datenüber tragung
(bezeichnet als ein Aktivzustand) sowohl ein Sonder- als auch ein
dezidierter Steuerkanal der entfernten Einheit zugewiesen. Sobald
die Datenübertragung
vollendet ist, wird der Sonderkanal fallengelassen und die entfernte
Einheit tritt in einen Steuerungshaltezustand ein, in dem nur der
dezidierte Steuerkanal zugewiesen ist. Wenn mehr Daten an den Benutzer
gesendet werden sollen, bewegt sich (springt) der Benutzer zurück in den
Aktivzustand. Benutzer, die sich vom Steuerungshaltezustand in den
Aktivzustand bewegen, erfahren, bevor die Datenübertragung wieder aufgenommen
werden kann, eine Verzögerung
(typischerweise etwa 200 Millisekunden). Wenn TCP/IP verwendet wird,
verschlechtert die Übergangsverzögerung die
Datenübertragungsleistung
aufgrund des inhärenten
Backoff-Algorithmus bei TCP. Es besteht daher ein Bedarf nach einem
Verfahren und einer Vorrichtung zur Datenübertragung in einem Kommunikationssystem,
welche die Anzahl von Malen reduzieren, die sich ein Benutzer von
einem Steuerungshaltezustand in einen Aktivzustand bewegt.
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EP 0 959 634 betrifft einen
Paketdatendienst in einem Funkkommunikationssystem, in dem eine
Mobilstation betreibbar ist. Nach einer ausgewählten Periode der Kommunikationsinaktivität geht,
falls die QoS der geeigneten Verbindung hinreichend ist, der Betriebszustand
der Mobilstation in einen Steuerungshalte-Energiesparzustand über, in
dem der Mobilstation ein dedizierter Steuerkanal zugewiesen bleibt.
Alternativ geht, falls die QoS der geeigneten Verbindung unzureichend
ist, der Betriebszustand der Mobilstation in einen virtuellen Verkehrskanalzustand über, in
dem ein Kommunikationskanal aus der Zuweisung zu der Mobilstation
entlassen wird.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur Datenübertragung
in einem drahtlosen Kommunikationssystem mit Vielfachzugriff im
Codemultiplex (CDMA: Code Division Multiple Access) zur Verfügung gestellt,
wobei das Verfahren die Schritte umfasst: Betreiben eines Datensenders
in einem CDMA-Aktivzustand, wobei das Betreiben des Datensenders
in dem CDMA-Aktivzustand ein Senden über einen dedizierten Steuerkanal
und einen CDMA-Sonderkanal umfasst; Betreiben des Datensenders in
einem Steuerungshaltezustand, wobei das Betreiben des Datensenders
in dem Steuerungshaltezustand ein Senden nur über den dedizierten Steuerkanal
umfasst; und gekennzeichnet durch: Bestimmen, dass, wenn sich der
Datensender in dem CDMA-Aktivzustand befindet, keine weiteren Daten über den
CDMA-Sonderkanal gesendet werden müssen, und Verzögern, bevor
der Datensender in dem Steuerungshaltezustand betrieben wird, des Übergangs
in den Steuerungshaltezustand für
eine Zeitspanne, wobei die Zeitspanne auf einer Datenrate basiert.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung
zur Verfügung
gestellt, umfassend:
eine Kanalschaltung zum Senden von Daten
in einem CDMA-Aktivzustand
und einem Steuerungshaltezustand, wobei das Senden von Daten in
dem CDMA-Aktivzustand ein Senden über einen dedizierten Steuerkanal
und einen CDMA-Sonderkanal umfasst und wobei das Senden von Daten
in dem Steuerungshaltezustand ein Senden nur über den dedizierten Steuerkanal
umfasst; und einen Timer, der mit der Kanalschaltung gekoppelt ist,
wobei der Timer den Übergang
von dem Aktivzustand in den Steuerungshaltezustand für eine Zeitspanne
verzögert;
gekennzeichnet dadurch, dass weiter Bestimmungsmittel umfasst sind
zum Bestimmen, wann keine weiteren Da ten über den CDMA-Sonderkanal gesendet
werden müssen
und, wenn dies der Fall ist, Triggern des Timers mit der Zeitspanne,
basierend auf einer Datenrate.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
ein Blockdiagramm einer Basisstation zum Senden von Daten gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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2 illustriert
eine Datenversendung gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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3 ist
ein Blockdiagramm der Grundkanalschaltung von 1 gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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4 ist
ein Blockdiagramm der Sonderkanalschaltung von 1 zum
Senden von Daten gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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5 ist
ein Flussdiagramm, welches die Versendung von Daten gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung illustriert.
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6 ist
ein Flussdiagramm, welches die Versendung von Daten gemäß einer
alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung illustriert.
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Detaillierte
Beschreibung der Zeichnungen
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Um
die oben beschriebenen Probleme zu überwinden, stoppt während der
Datenversendung an eine entfernte Einheit unter Verwendung eines
Hochgeschwindigkeits-Datensonderkanals die Datenübertragung aufgrund der Tatsache,
dass alle Daten an die entfernte Einheit kommuniziert sind oder
weil eine Zeitspanne für
die Übertragung
ausgelaufen ist. In der Situation, in der alle Daten an die entfernte
Einheit übertragen
wurden, wird die entfernte Einheit das Fallenlassen des Datenkanals
für eine
vorbestimmte Zeitspanne verzögern. In
der Situation, in der eine Zeitspanne für die Übertragung ausgelaufen ist,
wird die entfernte Einheit fortfahren in einen Rahmen, der einer
anderen entfernten Einheit zugeordnet ist, zu senden.
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Durch
Verzögern
der Anweisung, den Sonderkanal abzubauen, kann die Basisstation 100 automatisch mehr
Daten an die entfernte Einheit 113 übertragen, falls neue Daten
für die
entfernte Einheit 113 während
der Verzögerungsperiode
ankommen. Während
der Verzögerungsperiode
muss die entfernte Einheit daher, falls neue Daten für die entfernte
Einheit 113 ankommen, nicht von dem Steuerungshaltezustand
in den Aktivzustand wechseln, was den oben beschriebenen Prelleffekt
stark reduziert.
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Die
vorliegende Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Datenübertragung
in einem drahtlosen Kommunikationssystem. Das Verfahren umfasst
den Schritt des Sendens von Daten über einen drahtlosen Datenkanal
bei einer Datenrate, Bestimmen, dass keine weiteren Daten übertragen
werden müssen,
und Verzögern
des Fallenlassens des Datenkanals für eine Zeitspanne, die auf
einer Datenrate basiert.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zur
Datenübertragung
in einem drahtlosen Kommunikationssystem mit Vielfachzugriff im
Codemultiplex (CDMA). Das Verfahren umfasst die Schritte des Betreibens
eines Datensenders in einem CDMA-Aktivzustand und Bestimmen, dass
keine weiteren Daten über
einen CDMA-Sonderkanal gesendet werden müssen. Vor dem Betreiben des
Datensenders in einem Steuerungshaltezustand wird der Übergang
in den Steuerungshaltezustand für
eine Zeitspanne verzögert.
Bei der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung basiert die Zeitspanne auf einer Datenrate.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung, umfassend
eine Kanalschaltung zum Übertragen
von Daten und einen Timer, der mit der Kanalschaltung gekoppelt
ist, wobei der Timer die Deaktivierung der Kanalschaltung nach einer
Datenübertragung
für eine
Zeitspanne verzögert,
wobei die Zeitspanne auf einer Datenrate basiert.
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1 ist
ein Blockdiagramm einer Basisstation 100 zum Senden von
Daten an eine entfernte Einheit 113 gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die Basisstation 100 umfasst
einen Controller 101, einen Timer 102, mehrere
Grundkanalschaltungen 103, eine oder mehrere Sonderkanalschaltungen 105,
einen Summierer 111 und einen Modulator 115. Wie
dargestellt, kommuniziert die Basisstation 100 mit der
entfernten Einheit 113 über
ein Abwärtsverbindungs-Kommunikationssignal 117,
und die entfernte Einheit 113 kommuniziert mit der Basisstation 100 über ein
Aufwärtsverbindungs-Kommunikationssignal 119.
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Bei
der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann die Kommunikation zu/von der entfernten
Einheit 113 unter Verwendung der Sonderkanalschaltung 105 und/oder
der Grundkanalschaltung 103 stattfinden. Insbesondere verwenden
die Basisstation 100 und die entfernte Einheit 113 zwei
Klassen von Kanälen,
die für
Vorwärts-
und Rückwärtsübertragung
definiert sind. Die Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
wird so angegeben, dass die Datensendung von der Basisstation 100 an
die entfernte Einheit 113 stattfindet; der Fachmann wird
jedoch erkennen, dass die Datensendung in ähnlicher Weise von der entfernten
Einheit 113 an die Basisstation 100 stattfinden
kann, ohne sich vom Umfang der vorliegenden Erfindung zu entfernen.
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Bei
der bevorzugten Ausführungsform
sind die Grundkanäle
auch bekannt als dedizierte Kanäle, ähnlich den
bestehenden CDMA-Verkehrskanälen
und werden für
Sprache, Daten und Signalgebung verwendet. CDMA-Verkehrskanäle sind
im Detail beschrieben in den "cdma2000
Standards for Spread Spectrum Systems, Telecommunications Industry
Association Standard IS-2000" (oft
bezeichnet als cdma2000 oder IS95C), Washington, DC, Juni 1999.
Wie in IS95C beschrieben, kann die Übertragungsrate dieses Kanals
dynamisch variieren. Außerdem
wird ein sanfter Handoff (simultane Kommunikation unter Verwendung
mehr als einer Grundkanalschaltung 103) unter Verwendung
der Grundkanalschaltung 103 unterstützt.
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Im
Gegensatz dazu werden die Sonderkanäle zum Kommunizieren von Diensten
mit hoher Datenrate an die entfernte Einheit 113 verwendet,
wobei die Datenrate der Sonderkanäle vor der Übertragung ausgehandelt wird.
Mehrere Datenquellen auf diesem Kanal sind zeitlich gemultiplext.
Außerdem
kann die Dienstqualität (z.B.
Rahmenfehlerrate (FER: Frame Error Rate), Bitfehlerrate (BER: Bit
Error Rate) und/oder Übertragungsverzögerung)
dieses Kanals eingestellt und unabhängig von dem Grundkanal betrieben
werden.
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Die
Datenübertragung
von der Basisstation 100 gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung erfolgt wie folgt: während Zeitperioden, in denen
die entfernte Einheit 113 nicht aktiv mit der Basisstation 100 unter
Verwendung eines Grund- oder eines Sonderkanals kommuniziert, ist
die entfernte Einheit 113 in einem ausgesetzten Zustand,
der einen Vorwärtssteuerkanal
(IS-95C-Paging kanal) aktiv oder periodisch auf eine Benachrichtigung
bezüglich
einer anhängigen Übertragung
durch die Basisstation 100 überwacht. Insbesondere wird
die (nicht dargestellte) Paging-Kanalschaltung verwendet, um Mitteilungen
an die entfernte Einheit 113 zu senden, die anhängige Abwärtsverbindungssendungen
anzeigen. Bei der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist die Paging-Kanalschaltung
in IS-95c beschrieben. Die Basisstation 100 bestimmt, dass
eine Sendung hoher Datenrate an die entfernte Einheit 113 stattfinden
muss, und bestimmt, ob die Sonderkanalschaltung 105 zur
Verwendung zur Verfügung
steht. Aufgrund der beschränkten
Anzahl für
die Kommunikation verfügbarer
Sonderkanäle,
kann es sein, dass kein Sonderkanal zur Sendung an die entfernte
Einheit 113 zur Verfügung
steht. Daher wird die entfernte Einheit 113 in eine Warteschlange
eingestellt werden, bis eine Zusatzkanalschaltung 105 zur
Sendung zur Verfügung
steht. Egal, ob oder ob nicht die entfernte Einheit 113 in
eine Warteschlange eingestellt wird, wird die entfernte Einheit 113 in einen
Steuerungshaltezustand versetzt, in dem sie einem Grundkanal oder
einem dedizierten Steuerkanal zugeordnet wird. Insbesondere benachrichtigt
die Basisstation 100 die entfernte Einheit 113 über Spreizcodes (Walsh-Codes),
die von Grund- und Sonderkanälen
verwendet werden, und von einer zugeordneten Datenrate des Sonderkanals.
Außerdem
findet an diesem Punkt eine anfängliche
Leistungssteuerung unter Verwendung des Grundkanals, wie in IS-95C
beschrieben, statt.
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Sobald
sie sich auf dem geeigneten Leistungspegel befindet und wenn ein
Sonderkanal verfügbar wird,
tritt die entfernte Einheit 113 in einen Aktivzustand ein,
in dem Kommunikation unter Verwendung des Sonderkanals (d.h. Da tenübertragung)
stattfindet. Insbesondere gibt die Sonderkanalschaltung 105,
die der entfernten Einheit 113 zugeordnet ist, zu sendende
Daten an den Summierer 111 aus, wo sie mit anderen Datensendungen
aufsummiert werden. Die resultierenden, summierten Sendungen werden
dann von einem Modulator 115 QPSK-moduliert und an die
entfernte Einheit 113 über
ein Abwärtsverbindungs-Kommunikationssignal 117 gesendet.
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Die
Sendung auf dem Sonderkanal kann unter anderem aus zwei Gründen stoppen.
Im ersten Fall sind alle Daten an die entfernte Einheit 113 kommuniziert.
In dieser Situation wird die entfernte Einheit 113 eine Bestätigung der
letzten gesendeten Rahmen durchführen.
Insbesondere findet eine Fehlerkontrolle durch Bestätigungs-(ACK-)
Pakete statt, die empfangen wurden, und/oder durch Bereitstellen
einer negativen Bestätigung
(NAK) für
Mitteilungen, deren Sequenznummer nicht empfangen wurde, obgleich
später
nummerierte Mitteilungen empfangen wurden (man beachte, dass, wenn
NAK-Prozeduren verwendet
werden), der erfolgreiche Empfang des letzten Datenpaketes bestätigt werden
muss, selbst wenn das Protokoll nur NAK-Prozeduren während des
Restes der Datenübertragung
verwendet).
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Gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Basisstation 100, bevor
sie der entfernten Einheit 113 eine Mitteilung sendet,
den Sonderkanal abzubauen, das Senden der Abbaumitteilung (um X)
verzögern.
Wenn während
der Verzögerungsperiode
keine weiteren Daten an die entfernte Einheit 113 zu übermitteln
sind, wird die Abbaumitteilung an die entfernte Einheit 113 gesendet,
welche die entfernte Einheit 113 anweist, den Sonderkanal
fal len zu lassen und in einen Steuerungshaltezustand überzugehen.
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Durch
Verzögern
der Anweisung, den Sonderkanal abzubauen, kann die Basisstation 100 automatisch mehr
Daten an die entfernte Einheit 113 übertragen, falls neue Daten
für die
entfernte Einheit 113 während
der Verzögerungsperiode
ankommen. Während
der Verzögerungsperiode
muss die entfernte Einheit daher, falls neue Daten für die entfernte
Einheit 113 ankommen, nicht von dem Steuerungshaltezustand
in den Aktivzustand wechseln, was den oben beschriebenen Prelleffekt
stark reduziert.
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Obgleich
die bevorzugte Ausführungsform
im Hinblick auf eine Sendung von der Basisstation an eine mobile
oder entfernte Einheit beschrieben wurde, kann die obige Erfindung
auf eine Sendung von der entfernten Einheit an die Basisstation
angewendet werden. In diesem Fall wird die entfernte Einheit 113 nach
dem Senden von Daten an die Basisstation 100 ein Abbauen
des Kanals um eine Verzögerungsperiode
(X) verzögern.
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Bei
einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Verzögerungsperiode (X) auf Grundlage
der Datenübertragungsrate
variiert. Spezieller wird die Verzögerung proportional mit einem
Anstieg der Datenrate erhöht.
Bei der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Verzögerung von 200 Millisekunden
für eine
durchschnittliche Datenrate von 19 KBPS verwendet. Die Verzögerungsperiode
wird linear auf 500 Millisekunden für Datenraten von 100 KBPS erhöht. Variieren
der Verzögerungsperiode
im Verhältnis
zu der Datenübertragungsrate
kann den Prelleffekt reduzieren, während die Zeitspanne, in der
eine entfernte Einheit den Sonderkanal in nutzloser weise hält, minimiert
wird. Beispielsweise werden Daten während einer Übertragung
mit langsamer Datenrate eine höhere
Wahrscheinlichkeit zeigen, sich am Senderende "aufzustapeln". Nach dem Senden von Daten an die entfernte
Einheit sind die Chancen daher groß, dass, falls mehr Daten an
die entfernte Einheit zu senden wären, diese bereits an der Basisstation zwischengespeichert
sind. Daher können
geringe Verzögerungsraten
verwendet werden. In Situationen mit hoher Datenrate findet umgekehrt
nur ein geringes Puffern von Daten an der Basisstation statt, und
es besteht eine größere Wahrscheinlichkeit,
dass es sein kann, dass mehr Daten an die entfernte Einheit gesendet
werden müssen.
Daher sind größere Verzögerungszeiten
notwendig.
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Ein
zweiter Grund zum Beenden der Übertragung
auf dem Sonderkanal ist, weil die Sendung unter Verwendung des Sonderkanals
eine zugewiesene Zeitspanne (oder Anzahl von Rahmen) überschritten
hat. Wenn beispielsweise der Sonderkanal gemeinsam genutzt wird,
kann es sein, dass entfernten Einheiten eine bestimmte Anzahl von
Rahmen zur Datenübertragung
zugewiesen wird. Nachdem die Sendeperiode endet, lässt die
entfernte Einheit typischerweise den Kanal fallen, so dass eine
zweite entfernte Einheit den Kanal für ihre Datenübertragungsbedürfnisse
verwenden kann. In dieser Situation bewegt sich die zweite entfernte
Einheit vom Steuerungshaltezustand in den Aktivzustand. Wie oben
diskutiert, benötigt
der Wechsel vom Steuerungshaltezustand zum Aktivzustand typischerweise
eine Zeitspanne. Bei der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird die erste entfernte Einheit während dieser Zeitspanne fortfahren
zu senden. Diese Situation ist in 2 illustriert.
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Wie
in 2 gezeigt, ist der ersten Mobilfunkeinheit zugewiesen,
in den Rahmen 1-4 zu senden, wobei die erste Mobilfunkeinheit jedoch
in Rahmen 5 (einer zweiten Mobilfunkeinheit zugeordnet) fortfahren
wird zu senden. Daher senden sowohl die erste als auch die zweite
Mobilfunkeinheit während
desselben Rahmens auf demselben Sonderkanal, wobei jedoch die erste
Mobilfunkeinheit nur während
des Rahmens sendet. Man könnte
annehmen, dass sowohl die erste als auch die zweite Mobilfunkeinheit
während
desselben Rahmens auf demselben Kanal aktiv senden. Wie oben diskutiert,
braucht es jedoch eine Zeitspanne zum Übergang von dem Steuerungshaltezustand
in den Aktivzustand. Es ist daher für die zweite Mobilfunkeinheit
unmöglich,
ein Senden von Rahmen 5 zu beginnen.
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Gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die erste entfernte Einheit daher
für eine
Zeitspanne (X) oder eine Anzahl von Rahmen (X), nachdem die ihr
zugewiesenen Rahmen vorüber
sind, fortfahren zu senden. In diesem Fall basiert die Zeitspanne
darauf, wie lange oder wie viele Rahmen es benötigt, um vom Steuerungshaltezustand
in den Aktivzustand überzugehen,
da X kleiner sein muss als diese Zeitspanne oder Anzahl von Rahmen.
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3 ist
ein Blockdiagramm der Grundkanalschaltung von 1 gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die Grundkanalschaltung 103 enthält einen
Kanalmultiplexer 201, einen Faltungscodierer 212,
einen Symbolwiederholer 215, einen Blockverschachteler 216,
einen Langcodezerhacker 217 und einen Orthogonalcodierer 220.
Während
des Betriebs wird ein Signal 210 (Verkehrskanaldatenbits)
von dem Kanalmultiplexer 201 bei einer bestimmten Bitrate
(z.B. 8,6 kBit/Sekunde) empfangen. Ein gangsverkehrskanaldatenbits 210 enthalten
typischerweise Sprache, die von einem Vocoder in Daten konvertiert
wurde, reine Daten oder eine Kombination von beiden Datenarten.
Der Kanalmultiplexer 201 multiplext sekundären Verkehr
(z.B. Daten) und/oder Signalgebungsverkehr (z.B. Steuerungs- oder
Benutzermitteilungen) auf dem Verkehrskanal 210 und gibt
die gemultiplexten Daten bei 9,6 kBit/Sekunde an den Faltungscodierer 212 aus.
Der Faltungscodierer 212 codiert Eingangsdatenbits 210 in
Datensymbole bei einer festen Codierungsrate mit einem Codierungsalgorithmus,
der eine nachfolgende "maximum
likelihood"-Codierung
der Datensymbole in Datenbits erleichtert (z.B. Faltungs- oder Blockcodierungsalgorithmen).
Beispielsweise codiert der Faltungscodierer 212 Eingangsdatenbits 210 (empfangen
bei einer Rate von 9,6 kBit/Sekunde) bei einer festen Codierungsrate
von einem Datenbit in zwei Symbole (d.h. Rate 1/3), so dass der
Faltungscodierer 212 Datensymbole 214 bei einer
Rate von 28,8 kSymbolen/Sekunde ausgibt.
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Die
Datensymbole 214 werden dann von dem Wiederholer 215 wiederholt
und in den Verschachteler 216 eingegeben. Der Verschachteler 216 verschachtelt
die Eingangsdatensymbole 214 auf der Symbolstufe. In dem
Verschachteler 216 werden die Datensymbole 214 individuell
in eine Matrix eingegeben, die einen Block von Datensymbolen 214 vorbestimmter
Größe definiert.
Die Datensymbole 214 werden in Positionen in einer Matrix
eingegeben, so dass die Matrix in einer spaltenweisen Art gefüllt wird.
Die Datensymbole 214 werden individuell von Positionen
in der Matrix ausgegeben, so dass die Matrix in einer zeilenweisen
Art geleert wird. Typischerweise ist die Matrix eine quadratische
Matrix mit einer Anzahl von Zeilen, die gleich der Anzahl von Spalten ist;
andere Matrixformen können
jedoch gewählt
werden, um die Ausgangsverschachtelungsdistanz zwischen den aufeinanderfolgenden,
nicht verschachtelten Eingangsdatensymbolen zu vergrößern. Die verschachtelten
Datensymbole 218 werden von dem Verschachteler 216 bei
derselben Datensymbolrate ausgegeben, bei der sie eingegeben wurden
(z.B. 28,8 kSymbole/Sekunde). Die vorbestimmte Größe des Blocks aus
Datensymbolen, der von der Matrix definiert wird, wird aus der maximalen
Anzahl von Datensymbolen abgeleitet, die bei einer vorbestimmten
Symbolrate innerhalb eines Sendeblocks vorbestimmter Länge gesendet werden
kann. Wenn beispielsweise die vorbestimmte Länge des Sendeblocks 20 Millisekunden
beträgt,
beträgt
die vorbestimmte Größe des Blocks
von Datensymbolen 28,8 kSymbole/Sekunde × 20 Millisekunden, was gleich
576 Datensymbolen ist, was eine 18 × 32 Matrix definiert.
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Die
verschachtelten Datensymbole 218 werden von dem Zerhacker 217 zerhackt
und an den Orthogonalcodierer 220 ausgegeben. Der Orthogonalcodierer 220 modulo-2-addiert
einen Orthogonalcode (z.B. einen 256-stufigen Walsh-Code) zu jedem
verschachtelten und zerhackten Datensymbol 218. Beispielsweise werden
bei 256-stufigen Orthogonalcodierung verschachtelte und zerhackte
Datensymbole 218 jeweils mit einem 256 Symbol-Orthogonalcode
mit exklusivem ODER kombiniert. Diese 256 Orthogonalcodes
entsprechen vorzugsweise Walsh-Codes aus einer 256 × 256-Hadamard-Matrix,
wobei ein Walsh-Code eine einzelne Zeile oder Spalte der Matrix
ist. Der Orthogonalcodierer 220 gibt wiederholt einen Walsh-Code
aus, der einem Eingabedatensymbol 218 bei einer festen
Symbolrate (z.B. 28,8 kSymbole/Sekunde) entspricht.
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Die
Sequenz von Walsh-Codes 242 wird weiter mittels eines Paares
kurzer, pseudozufälliger
Codes 224 (d.h. kurz im Vergleich zu dem Langcode) gespreizt,
um eine I-Kanal- und
Q-Kanal-Codespreizsequenz 226 zu erzeugen. Die I-Kanal- und Q-Kanal-Codespreizsequenzen 226 werden
verwendet, um ein Quadraturpaar von Sinusoidalen biphasig durch
Ansteuerung der Leistungspegelsteuerungen des Paares von Sinusoidalen
zu modulieren. Die sinusoidalen Ausgangssignale werden summiert,
QPSK-moduliert (mittels des Modulators 115) und von der
Antenne 120 abgestrahlt, um die Versendung der Kanaldatenbits 210 zu
vollenden. Bei der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung werden Spreizsequenzen 226 bei einer Rate von
3,6864 Megachips pro Sekunde (Mcps) ausgegeben und in einer 5 MHz
Bandbreite abgestrahlt; bei alternativen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung können
die Spreizsequenzen 226 jedoch bei einer anderen Rate ausgegeben
und in einer anderen Bandbreite abgestrahlt werden. Bei einer alternativen
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann beispielsweise ein IS-95C Übertragungsschema
verwendet werden, bei dem die Spreizsequenzen 226 bei einer
Rate von 1,2288 Mcps (Verkehrskanal-Chiprate) in einer 1,25 MHz Bandbreite
ausgegeben werden. Weil jedes Datensymbol von einem Orthogonalcode
mit 128 Symbolen mit exklusivem ODER verknüpft wird, beträgt die tatsächliche
Eingangsdatensymbol-Übertragungsrate
(bei Schritt 218) 19,2 Kcps (unter Verwendung eines ½-Faltungscodierers).
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4 ist
ein Blockdiagramm der Sonderkanalschaltung 105 von 1 zum Übertragen
von Daten gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die Sonderkanalschaltung 105 enthält einen
Kanalmultiplexer 301, einen Faltungscodierer 312,
einen Symbolwiederholer 315, einen Blockverschachteler 316 und
einen Orthogonalcodierer 320. Während des Betriebs wird das
Signal 310 (Daten) von dem Kanalmultiplexer 301 bei
einer speziellen Bitrate (z.B. 152,4 kbit/Sekunde) empfangen. Der
Kanalmultiplexer 301 multiplext sekundären Verkehr (z.B. Benutzerdaten)
auf die Sonderkanaldaten 310 und gibt die gemultiplexten Daten
an den Faltungscodierer 312 bei 153,6 kb/s aus.
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Der
Faltungscodierer 312 codiert die Eingangsdatenbits 310 in
Datensymbole bei einer festen Codierungsrate mit einem Codierungsalgorithmus,
der eine nachfolgende Decodierung gemäß "maximum likelihood" der Datensymbole in Datenbits (z.B.
Faltungs- oder Blockcodierungsalgorithmen) erleichtert. Beispielsweise
codiert der Codierer 312 die Eingangsdatenbits 310 (empfangen
bei einer Rate von 153,6 kbit/Sekunde) bei einer festen Codierungsrate
von einem Datenbit auf zwei Datensymbole (d.h. Rate 1/3), so dass
der Faltungscodierer 312 die Datensymbole 314 bei
einer Rate von 460,8 kbit/Sekunde ausgibt.
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Die
Datensymbole 314 werden dann in den Verschachteler 316 eingegeben.
Der Verschachteler 316 verschachtelt die Eingangsdatensymbole 314 auf
der Symbolstufe. In dem Verschachteler 316 werden die Datensymbole 314 individuell
in eine Matrix eingegeben, die einen Block von Datensymbolen 314 vorbestimmter Größe definiert.
Die Datensymbole 314 werden in Positionen in der Matrix
eingegeben, so dass die Matrix in einer spaltenweisen Art gefüllt wird.
Die Datensymbole 314 werden individuell von Positionen
in der Matrix ausgegeben, so dass die Matrix in einer zeilenweisen
Art geleert wird. Typischerweise ist die Matrix eine quadratische
Matrix, deren Anzahl von Zeilen gleich der Anzahl von Spalten ist;
andere Matrixformen können
jedoch gewählt
werden, um die Ausgabeverschachtelungsdistanz zwischen den aufeinanderfolgend
eingegebenen, nicht verschachtelten Datensymbolen zu erhöhen. Die
verschachtelten Datensymbole 318 werden von dem Verschachteler 316 bei
derselben Datensymbolrate ausgegeben, bei der sie eingegeben wurden
(z.B. 460,8 kSymbole/Sekunde). Der von der Matrix definierte Block
von Datensymbolen vorbestimmter Größe wird aus der maximalen Anzahl
von Datensymbolen abgeleitet, die bei einer vorbestimmten Symbolrate
innerhalb eines Sendeblocks vorbestimmter Länge übertragen werden können. Wenn
beispielsweise der Sendeblock vorbestimmter Länge 20 Millisekunden beträgt, ist
die vorbestimmte Größe des Blocks
von Datensymbolen 9,216 kSymbole.
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Die
verschachtelten Datensymbole 318 werden von dem Wiederholer 315 wiederholt
und an den Orthogonalcodierer 320 ausgegeben. Der Orthogonalcodierer 320 modulo-2-addiert
einen Orthogonalcode (z.B. einen 16-stufigen Walsh-Code) zu jedem
verschachtelten und zerhackten Datensymbol 318. Bei der
16-stufigen Orthogonalcodierung werden beispielsweise verschachtelte
und zerhackte Datensymbole 318 von einem Orthogonalcode
mit 16 Symbolen durch exklusives ODER verknüpft. Diese 16 Orthogonalcodes
entsprechen vorzugsweise Walsh-Codes von einer 16 × 16 Hadamard-Matrix,
wobei ein Walsh-Code eine einzelne Zeile oder Spalte der Matrix
ist. Der Orthogonalcodierer 320 gibt repetitiv einen Walsh-Code
oder seine Inverse, die einem Eingangsdatensymbol 318 entspricht,
bei einer festen Symbolrate (z.B. 460, 8 kSymbole/Sekunde)
aus.
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Die
Sequenz gewichteter Walsh-Codes 342 wird weiter von einem
paar kurzer pseudozufälliger
Codes 324 (d.h. kurz im Vergleich zu dem Langcode) gespreizt,
um eine I-Kanal- und
Q-Kanal-Codespreizsequenz 326 zu erzeugen. Die I-Kanal- und Q-Kanal-Codespreizsequenzen 326 werden
verwendet, um ein Quadraturpaar von Sinusoidalen durch Ansteuern
der Leistungspegelsteuerungen des Paares von Sinusoidalen biphasig
zu modulieren. Die sinusoidalen Ausgangssignale werden summiert,
QPSK-moduliert (von dem Modulator 115) und von der Antenne 120 abgestrahlt,
um die Versendung von Kanaldatenbits 310 zu vollenden.
Bei der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden die Spreizsequenzen 326 bei
3,6864 Mcps erzeugt und in einer 5 MHz Bandbreite abgestrahlt.
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5 ist
ein Flussdiagramm, welches die Versendung von Daten gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung illustriert. Der logische Fluss beginnt
bei Schritt 401, wo eine Sendevorrichtung über einen
drahtlosen Datenkanal (z.B. CDMA-Sonderkanal) bei einer Datenrate
an eine Empfangsvorrichtung aktiv sendet (CDMA-Aktivzustand). Wie
oben beschrieben, können
die Sende-und die Empfangsvorrichtung Basisstationen sein, die an
eine entfernte/mobile Einheit senden oder umgekehrt. Außerdem findet die
Datenübertragung über ein
Funkprotokoll, wie etwa ein CDMA/GSM-Funkprotokol, statt. Bei Schritt 403 bestimmt
die Sendevorrichtung, ob alle Daten an die Empfangsvorrichtung gesendet
wurden und, falls dies nicht der Fall ist, kehrt der logische Fluss
zurück
zu Schritt 401. Wenn jedoch bei Schritt 403 festgestellt
wird, dass alle Daten gesendet wurden, fährt der logische Fluss zu Schritt 405 fort.
Bei Schritt 405 aktiviert die Sendevorrichtung einen Verzögerungs-Timer 102,
um das Senden einer Abbaumitteilung an die Empfangsvorrichtung zu
verzögern.
Wie oben diskutiert, kann der Verzögerungs-Timer 102 eine
Zeitspanne, basierend auf einer Datenübertragungsrate, erzeugen oder
auch nicht. Nachdem der Verzögerungs-Timer 102 ausgelaufen
ist, wird eine Abbaumitteilung an die Empfangsvorrichtung gesendet
(Schritt 407), was den Sender in einen Steuerungshaltezustand
versetzt.
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Wie
oben diskutiert, kann durch Verzögern
der Anweisung, den Sonderkanal abzubauen, die Sendevorrichtung automatisch
mehr Daten an die Empfangsvorrichtung senden, falls während der
Verzögerungsperiode
neue Daten für
die Empfangsvorrichtung ankommen. Während der Verzögerungsperiode
muss daher, falls neue Daten ankommen, die Empfangsvorrichtung nicht
von dem Steuerungshaltezustand in den Aktivzustand wechseln, was
den Prelleffekt stark reduziert.
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6 ist
ein Flussdiagramm, welches die Versendung von Daten gemäß einer
alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung illustriert. Der logische Fluss beginnt
bei Schritt 501, wo eine erste und eine zweite Empfangsvorrichtung
einen gemeinsamen Funkkanal zur Datenübertragung gemeinsam nutzen. Jeder
Empfangsvorrichtung ist eine bestimmte Zeitspanne oder Anzahl von
Rahmen zugeordnet, in der sie Daten zu senden und zu empfangen habt.
Bei Schritt 503 empfängt
eine erste Empfangsvorrichtung (z.B. eine entfernte Einheit) Daten
von einer Sendevorrichtung (z.B. einer Basisstation). Als nächstes bestimmt
bei Schritt 505 die Basisstation, ob die entfernte Einheit
das Zeitlimit oder Rahmenlimit zur Datenübertragung erreicht hat. Wenn
bei Schritt 505 bestimmt wird, dass die entfernte Einheit
das Ende ihres Zeit-/Rahmenlimits zur Datenübertragung nicht erreicht hat,
kehrt der logische Fluss zu Schritt 503 zurück; anderenfalls
fährt der logische
Fluss zu Schritt 507 fort. Bei Schritt 507 fährt die
Basisstation fort, in die/den nächste/n
Zeitspanne/Rahmen, die der zweiten Empfangsvorrichtung zugeordnet
sind, für
eine vorbestimmte Zeitspanne zu senden und versetzt simultan die
zweite Empfangsvorrichtung (z.B. die zweite entfernte Einheit) in
den Aktivzustand.
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Sowohl
die erste als auch die zweite entfernte Einheit senden daher während desselben
Rahmens/derselben Zeit auf dem gemeinsam genutzten Kanal; die Basisstation
jedoch wird während
einer vorbestimmten Zeitspanne (X) in der/dem überlappenden Zeit/Rahmen an
die erste entfernte Einheit senden. Wie oben diskutiert, könnte man
annehmen, dass sowohl die erste als auch die zweite Mobileinheit
während
desselben Rahmens auf demselben Kanal aktiv sendet. Es braucht jedoch
eine Zeitspanne, um von dem Steuerungshaltezustand in den Aktivzustand überzugehen.
Es ist nur während
dieser Zeitspanne, dass die erste entfernte Einheit fortfahren wird,
Daten zu empfangen. Gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die erste entfernte Einheit daher
für eine
Zeitperiode (X), nachdem die ihr zugeordneten Rahmen vorüber sind,
fortfahren zu senden. In diesem Fall basiert die Zeitspanne darauf,
wie lange es braucht, um von dem Steuerungshaltezustand in den Aktivzustand überzugehen,
da X kleiner sein muss als diese Zeitspanne.
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Obgleich
die obigen Ausführungsbeispiele
als in einem CDMA-Kommunikationssystem implementiert beschrieben
wurden, wird der Fachmann erkennen, dass die obige Erfindung auf
andere Kommunikationssystemprotokolle ebenfalls angewendet werden
kann. Der folgende Text beschreibt die Implementierung in einem GSM-System
(Global System for Mobile Communi cations) unter Verwendung von GPRS
(General Packet Radio Service) für
die Datenkommunikation.
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Bei
GPRS wird ein temporärer
Blockfluss (TBF: Temporary Block Flow) zum Übertragen von Datenpaketen
auf einem Paketdatenkanal erzeugt. Der TBF ist eine logische Verbindung,
die von zwei miteinander kommunizierenden Funkressourcen-(RR-: Radio
Ressource) Peer-Einheiten verwendet wird, um den unidirektionalen
Transfer von logischen Verbindungssteuerungs-(LLC-: Logical Link
Control) Paketdateneinheiten (PDU-: packet Dada Unit) von höheren logischen
Verbindungssteuerungs-(LLC-: Logical Link Control) Ebenen auf physikalischen
Kanälen
für Paketdaten
zu unterstützen.
Bei einem GPRS-System senden mehrere entfernte Einheiten Daten auf
einer speziellen Frequenz während
einer Mehrzahl von Zeitslots. Die Datenübertragung für ein GPRS-System
ist in 7 illustriert. wie dargestellt, teilen sich mehrere
entfernte Einheiten eine erste Gruppe von Zeitslots für die Aufwärtsverbindungsübertragung
und eine zweite Gruppe von Zeitslots für die Abwärtsverbindungsübertragung.
Weil nur eine einzelne entfernte Einheit zur selben Zeit Information
senden oder empfangen kann, ist die Sendung und der Empfang von
Daten über
den Hochgeschwindigkeitsdatenkanal reguliert. In dem GPRS-System
werden die physikalischen Datenkanäle nicht wie bei einem CDMA-System
abgebaut. Die Datenkanäle
bleiben aktiv, wobei sich mehrere Benutzer den Zugriff auf den Kanal teilen.
Spezieller wird jedem Benutzer, der Daten zu senden/empfangen wünscht, ein
logischer Kanal zugeordnet, der die physikalischen Datenkanäle verwenden
wird.
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Während der
Beendigung eines TBF entlässt
die sendende Einheit (d.h. die Basisstation oder die entfernte Einheit) den
TBF über
eine Abbaumitteilung, die reservierte Bits umfasst. Wie beispielsweise
in Abschnitt 9.3.2.6 und 9.3.3.5 von 3 GPP TS 04.60 3rd Generation
parntership Project, Technical Specification Group GSM EDGE Radio
Access Network; General Packet Radio Service (GPRS); Mobile Station
(MS) – Base Station
System (BSS) interface; Radio Link Control/Medium Access Control
(RLC/MAC) protocol beschrieben, beendet eine Basisstation den TBF
durch Setzen eines finalen Blockindikatorbits (FBI: final block
indicator) auf "0".
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Gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die sendende Einheit, sobald die
Datenübertragung
beendet ist, an dem TBF festhalten, bis er von dem Netzwerk entlassen
wird. Während
der verzögerten
Entlassung einer Abwärtsverbindungs-TBF
werden, weil gelegentlich Daten über
die Abwärtsverbindungsdatenkanäle gesendet
werden müssen,
um Messdaten von dem Mobilfunkgerät zu erhalten und dem Mobilfunkgerät Möglichkeiten
zu geben, einen Aufwärtsverbindungs-TBF
zu etablieren, Dummy-Funkverbindungssteuerungs-(RLC-: Radio Link
Control) Daten wenigstens gelegentlich während der Zeitspanne, in der
das Netzwerk den Abwärtsverbindungs-TBF
beibehält,
von dem Netzwerk gesendet. Diese Zeitspanne erlaubt es dem Netzwerk,
einen Abwärtsverbindungs-TBF
zu etablieren und/oder dem Mobilfunkgerät eine Möglichkeit zu geben, den Aufwärtsverbindungs-TBF ohne Etablierung
eines weiteren Aufwärtsverbindungs-TBF
auszudehnen.
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Durch
temporäre
Verzögerung
der Beendigung eines GPRS-TBF
wird die Wahrscheinlichkeit, dass die empfangende Einheit bereits
eine Antwort hat, wenn die finale Abfrage erfolgt, erhöht. Spezieller
erlaubt das GPRS-RLC/MAC-Proto koll während des normalen Betriebs
oder der verzögerten
Entlassung eines TBF zwischen dem Netzwerk und einem Mobilfunkgerät die Etablierung
des TBF in der umgekehrten Richtung zwischen dem Netzwerk und demselben
Mobilfunkgerät
wesentlich schneller, als wenn kein solcher TBF bereits etabliert
wäre. Bei
typischen Internet-Anwendungen wird ein Internet-Datenpaket (IP-Paket)
von dem Mobilfunkgerät
an das Netzwerk in einem Aufwärtsverbindungs-TBF übertragen
und das Netzwerk erzeugt ein Antwort-IP-Paket innerhalb einiger
Hundert Millisekunden. Wenn das Mobilfunkgerät noch immer in dem Aufwärtsverbindungs-TBF
aktiv ist, wenn das Netzwerk bereit ist, die Übertragung der Antwort zu starten,
kann der zur Übertragung
der Antwort von dem Netzwerk an das Mobilfunkgerät benötigte Abwärtsverbindungs-TBF viel schneller
erzeugt werden, als wenn das Mobilfunkgerät in einem Leerlaufmodus wäre und kein
Aufwärtsverbindungs-TBF
aktiv wäre.
Durch Beibehalten des Aufwärtsverbindungs-TBF
für eine
Zeitspanne nachdem die letzten Daten übertragen wurden, wird die
Etablierung des Abwärtsverbindungs-TBF
wesentlich beschleunigt und somit die Übertragung der Antwort von
dem Netzwerk an das Mobilfunkgerät
beschleunigt. Eine ähnliche,
wenn auch typischerweise kleinere Beschleunigung tritt in der entgegengesetzten
Richtung auf, wenn die ursprünglichen
Daten von dem Netzwerk an das Mobilfunkgerät übertragen werden.
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8 illustriert
ein Rufflussdiagramm für
eine Mitteilungsübermittlungs-/Datenübertragung
gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Wie dargestellt findet die Abwärtverbindungs-Datenübertragung über Datenblöcke 801 während der
ersten zwei Sendungen von der Basisstation statt. Als nächstes verzögert die
Basisstati on, wenn alle Daten gesendet wurden, das Abbauen des TBF
durch Senden des letzten Datenblocks, enthaltend LLC-Daten 802 mit
dem FBI-Bit auf 0 gesetzt und mit dem S/P-Bit auf 1 gesetzt, was
der entfernten Einheit signalisiert, eine Paket-Abwärtsverbindungs-ACK/NACK 803 zu
senden. Die Basisstation sendet dann periodisch Dummy-Datenblöcke 804 an
die entfernte Einheit mit dem S/P-Bit auf 1 gesetzt, was der entfernten
Einheit signalisiert, eine Paket-Abwärtsverbindungs-ACK/NACK 805 zu
senden, um es der entfernten Einheit zu erlauben, die Etablierung
eines Aufwärtsverbindungs-TBF
anzufordern. Wenn die Basisstation die Anforderung, einen Aufwärtsverbindungs-TBF
zu etablieren, empfängt,
sendet die Basisstation die Paket-Aufwärtsverbindungs-Zuordnungsmitteilung 806 an
die entfernte Einheit. Die entfernte Einheit beginnt dann, Datenblöcke auf
dem Aufwärtsverbindungs-TBF
zu senden. Schließlich
sendet die Basisstation einen Dummy-Datenblock mit dem S/P-Bit auf
1 gesetzt und mit dem FBI-Bit auf 1 gesetzt (807), was der
entfernten Einheit signalisiert, den TBF zu beenden. Die entfernte
Einheit antwortet mit einer Paket-Abwärtsverbindungs-ACK/NACK-Mitteilung
mit dem Final_Ack_Indicator-Bit
auf 1 gesetzt und beendet dann den TBF.
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9 illustriert
ein Rufflussdiagramm, bei dem eine Abwärtsverbindungs-Datenübertragung über Datenblöcke 901 von
der Basisstation an die entfernte Einheit stattfindet. Wenn alle
Daten gesendet wurden, verzögert
die Basisstation das Abbauen des TBF, indem sie eine Paket-Abwärtsverbindungs-ACK/NACK 903 von der
entfernten Einheit mit dem S/P-Bit
auf 1 gesetzt und dem FBI-Bit auf 0 gesetzt in dem letzten Datenblock, der
LLC 902 enthält,
anfordert. Die Basisstation wird periodisch Dummy-Daten 904 oder
neue Daten blöcke 905 an
die entfernte Einheit senden, ohne die Etablierung eines neuen Abwärtsverbindungs-TBF
anzufordern.
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10 illustriert
ein Rufflussdiagramm, bei dem die Aufwärtsverbindungs-Datenübertragung über Datenblöcke 1001 von
der entfernten Einheit an die Basisstation stattfindet. Die entfernte
Einheit zeigt die Übertragung
wenigstens eines Datenblocks 1002 durch Setzen eines Countdown-Wertes
(CV) auf 0 an. Die Basisstation verzögert, 1003, das Senden
der Paket-Aufwärtsverbindungs-ACK/NACK-Antwort 1005 an
die entfernte Einheit für
einige Zeit. Wenn die Basisstation eine Anforderung, Daten an die
entfernte Einheit zu senden, erhält,
kann die Basisstation den Abwärtsverbindungs-TBF
durch Senden einer Paket-Abwärtsverbindungs-Zuordnungsmitteilung 1004 etablieren.
Zum Zeitpunkt Ihres Auswählens
initiiert die Basisstation ein Entlassen des Aufwärtsverbindungs-TBF
durch Senden eines Paket-Aufwärtsverbindungs-ACK/NACK 1005 und
Abfragen des Mobilfunkgerätes
nach einer Paketsteuerungsbestätigung
(Packet Control Acknowledgement 1006). Die Basisstation
fährt fort,
Daten 1007 an die entfernte Einheit zu senden, wenn der
Abwärtsverbindungs-TBF
fortgesetzt wird.
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11 illustriert
ein Rufflussdiagramm, bei dem eine Aufwärtsverbindungs-Datenübertragung über Datenblöcke 1101 von
der entfernten Einheit an die Basisstation stattfindet. Die entfernte
Einheit zeigt die Versendung des letzten Datenblocks 1102 durch
Setzen eines Countdown-Wertes
(CV) auf 0 an. Die Basisstation sendet die Paketaufwärtsverbindungs-ACK/NACK 1103 an
die entfernte Einheit, wobei das Final_Ack_Indicator-Bit auf 0 gesetzt
ist, ohne den Aufwärtsverbindungs-TBF
zu entlassen. Die Basisstation gibt der entfernten Einheit periodisch
eine Chance, Daten zu senden, und wenn die entfernte Einheit keine
Daten hat, sendet die entfernte Einheit einen Dummy-Steuerblock 1104.
Wenn die Basisstation eine Anforderung, Daten an die geplante Einheit
zu senden, erhält,
kann die Basisstation den Abwärtsverbindungs-TBF 1105 etablieren
und dann den Aufwärtsverbindungs-TBF
durch Senden eines Paketaufwärtsverbindungs-ACK/NACK 1106 und
Abfragen des Mobilfunkgerätes
nach einer Paketsteuer-ACK 1107 entlassen. Die Basisstation
fährt fort,
Daten 1108 an die entfernte Einheit zu senden.
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12 illustriert
ein Rufflussdiagramm, bei dem eine Aufwärtsverbindungs-Datenübertragung über Datenblöcke 1201 von
der entfernten Einheit an die Basisstation stattfindet. Die entfernte
Einheit zeigt die Versendung des letzten Datenblocks 1202 durch
Setzen eines Countdown-Wertes
(CV) auf 0 an. Die Basisstation sendet die Paketaufwärtsverbindngs-ACK/NACK 1203 an
die entfernte Einheit, wobei das Final_Ack_Indicator-Bit auf 0 gesetzt
ist, ohne den Aufwärtsverbindungs-TBF
zu entlassen. Die Basisstation gibt der entfernten Einheit periodisch
eine Chance, Daten zu senden, und wenn die entfernte Einheit keine
Daten hat, sendet die entfernte Einheit einen Dummy-Steuerblock 1204;
anderenfalls sendet die entfernte Einheit Datenblöcke 1205.
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Die
folgenden Abschnitte zeigen Modifikationen des Protokollstandards
3 GPP TS 04,60 3rd Generation Partnership Project; Technical Specification
Group GSM Station (MS) – Base
Station System (BSS) interface; Radio Link Control/Medium Access
Control (RLC/MAC) gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Diese Änderungen sind im Detail auch
in einem Artikel beschrieben, der beim 3 GPP TSG-Treffen am 22.-26.
Januar 2001, Tagesordnungspunkt 7.2.5.2 präsentiert wurde.
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Sektion 9.3.1a Verzögerte Entlassung
des Abwärtsverbindungs-TBF
(temporären
Blockflusses)
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Wenn
das Netzwerk seinen Vorrat an Abwärtsverbindungsdaten für den Abwärtsverbindungs-TBF
erschöpft
hat, kann es die Entlassung des Abwärtsverbindungs-TBF verzögern (d.h.
die Übertragung
von Abwärtsverbindungs-RLC-Datenblöcken ohne
Entlassung des TBF beenden) oder es kann den TBF durch Verfolgen
der Prozeduren in Sektion 9.3.2.6 oder 9.3.3.5 entlassen.
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Um
die Entlassung des TBF zu verzögern,
sollte, der letzte RLC-Datenblock, der gültige LLC-PDU-Daten enthält, wenn
er nicht an der LLC-PDU-Grenze endet, eher unter Verwendung der
Prozedur in Sektion 10.4.16 aufgefüllt werden. Der Block soll
dann an die Mobilstation mit auf den Wert "0" gesetztem
FBI-Bit gesendet werden. Das Netzwerk soll dann den entlassungsverzögerten TBF
beibehalten, indem Abwärtsverbindungs-Dummy-RLC-Datenblöcke an die
Mobilstation wenigstens hinreichend oft gesendet werden, um ein Auslaufen
des T3190 Timers zu verhindern, wie von den Energiesteuerungsanforderungen
erfordert und wie benötigt,
um die Mobilstation nach Anforderungen, einen Aufwärtsverbindungs-TBF zu etablieren,
abzufragen.
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Wenn
das Netzwerk die Entlassung des Abwärtsverbindungs-TBF verzögert hat,
soll es, wenn das Netzwerk neue Daten zum Versenden auf dem Abwärtsverbindungs-TBF
hat, die Versendung der Abwärtsverbindungs-Dummy-RLC-Datenblöcke beenden
und die Versendung von RLC-Datenblöcken wiederaufnehmen.
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Wenn
das Netzwerk die Entlassung des Abwärtsverbindungs-TBF verzögert und
wünscht,
den TBF zu entlassen, soll es die Prozedur in Sektion 9.3.2.6 oder
9.3.3.5 unter Verwendung von Abwärtsverbindungs-Dummy-RLC-Datenblöcken anstelle
von RLC-Datenblöcken
verwenden, falls keine RLC-Datenblöcke verfügbar sind.
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Sobald
das Netzwerk einen RLC-Datenblock oder einen Abwärtsverbindungs-Dummy-RLC-Datenblock
mit dem auf den Wert "1" gesetzten FBI-Bit
gesendet hat, ist eine verzögerte
Entlassung des TBF nicht länger
möglich.
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Sektion 10.2.1a Abwärtsverbindungs-Dummy-RLC-Datenblock
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Der
Abwärtsverbindungs-Dummy-RLC-Datenblock
ist zusammengesetzt aus einem CS-1 RLC-Datenblock mit einem Längenoktett,
welches anzeigt, dass die LLC-PDU am Ende des RLC-Datenblocks endet, und
mit dem RLC-Datenfeld, das eine 19 Oktett Dummy-LLC-PDU enthält (siehe
GSM 04.64).
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Sektion 10.3a.5 EGPRS
Abwärtsverbindungs-Dummy-RLC-Datenblock
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Der
EGPRS Abwärtsverbindungs-Dummy-RLC-Datenblock
ist zusammengesetzt aus einem RLC-Datenblock mit einem Längenoktett,
welches anzeigt, dass die LLC-PDU am Ende des RLC-Datenblocks endet, und
mit dem RLC-Datenfeld, welches eine Dummy-LLC-PDU (siehe GSM 04.64)
von hinreichender Größe enthält, um das
RLC-Datenfeld vollständig
zu füllen.
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Sektion 10.4.16 RLC-Datenfeld
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Das
RLC-Datenfeld enthält
Oktette von einer oder mehreren LLC-PCUs. Das RLC-Datenfeld kann
Teile von ein oder zwei LLC-PDUs und eine beliebige Anzahl von LLC-PDUs
vollständig
enthalten. Das E-Bit, M-Bit und der Längenindikator limitieren das
RLC-Datenfeld in LLC-PDUs.
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Wenn
die letzte LLC-PDU des TBF nicht das gesamte RLC-Datenfeld füllt, soll ein Erweiterungsoktett benutzt
werden, um die Anzahl von gültigen
RLC-Datenoktetten anzuzeigen und der Rest des RLC-Datenfeldes soll
mit Füller-Oktetten mit dem
Wert "00101011" gefüllt werden.
Nur der letzte RLC-Datenblock des TBF kann Füller-Oktette enthalten.
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Wenn
der TBF endet und es keine neuen LLC-Daten zu senden gibt und die
LLC-PDU zusammen mit dem Längenoktett,
das die LLC-Grenze anzeigt, nicht das gesamte RLC-Datenfeld ausfüllt, soll
ein Erweiterungsoktett verwendet werden mit dem Längenfeld,
welches das Ende des RLC-Datenblocks anzeigt, und der Rest des RLC-Datenfeldes
soll gemäß den folgenden
Regeln gefüllt
werden.
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Wenn,
nachdem das Längenoktett
eingesetzt ist, keine Oktette mehr erforderlich sind, soll nichts
getan werden.
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Wenn
ein oder mehrere Oktette von Füllern
benötigt
werden, soll eine Dummy-LLC-PDU (GSM 04.64) von hinreichender Länge eingesetzt
werden, um die verbleibenden Oktette präzise zu füllen.
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Sektion 6.5 Dummy-LLC-PDU
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Die
Dummy-LLC-PDU wird wie in 12 gezeigt
formatiert. Alle Oktette von Oktett 4 bis Oktett 74 haben denselben
Wert. Diese PDU wird von der empfangenden LLC-Einheit als eine ungültige PDU erkannt und verworfen.
Wenn eine 1-Oktett-Dummy-LLC-PDU benötigt wird, wird Oktett 1 verwendet.
Wenn eine 2-Oktett-LLC-PDU benötigt
wird, werden Oktett 1 und Oktett 2 verwendet etc. Die Dummy-LLC-PDU
ist höchstens 74
Oktette lang. Die Dummy-LLC-PDU kann in den LLC-Datenstrom durch
Protokolle auf niedrigerer Stufe eingesetzt werden, ohne den Betrieb
des LLC-Protokolls zu beeinflussen.
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MAN
BEACHTE: Die Dummy-LLC-PDU ist ein UI-Rahmen mit C/R = 1, was eine
Anweisung in Richtung SGSN an MS ist und eine Antwort in Richtung
MS an SGSN. Der SAPI ist 3, was Benutzerdaten 1 ist. Die LLC-Sequenznummer
N(U) ist 0. Verschlüsselung
ist nicht aktiviert. Das PM-Bit ist 1, was anzeigt, dass der LLC-Header
von dem LLC-FCS
geschützt
ist. Unabhängig
davon, wie viele der Oktette in die Dummy-LLC-PDU eingeschlossen
sind, ist das FSC entweder nicht vorhanden oder ungültig, was
die gesamte LLC-PDU ungültig
macht. Das Informationsfeld enthält
den hexadezimalen Wert 2B, was das bevorzugte Füllmuster zum Optimieren der
Leistung der physikalischen Funkschnittstellenebene ist.
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Obgleich
die Erfindung speziell unter Bezugnahme auf eine besondere Ausführungsform
gezeigt und beschrieben wurde, wird der Fachmann verstehen, dass
verschiedene Änderungen
in Form und Detail daran durchgeführt werden können, ohne
sich vom Umfang der Erfindung zu entfernen, und es ist beabsichtigt,
dass all solche Änderungen
noch innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche liegen.
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Was
beansprucht wird ist: