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DE60213163T2 - Bremsbelag - Google Patents

Bremsbelag Download PDF

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DE60213163T2
DE60213163T2 DE60213163T DE60213163T DE60213163T2 DE 60213163 T2 DE60213163 T2 DE 60213163T2 DE 60213163 T DE60213163 T DE 60213163T DE 60213163 T DE60213163 T DE 60213163T DE 60213163 T2 DE60213163 T2 DE 60213163T2
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brake
brake pad
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lining layer
friction
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William Rock Hill Hays
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ArvinMeritor Technology LLC
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D2069/002Combination of different friction materials
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D2069/005Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces having a layered structure

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bremsklotz und ein Verfahren zur Verbesserung der Leistung von Bremsklötzen in einem Fahrzeugbremssystem.
  • Bremsklötze sind im Allgemeinen auf Haltbarkeit konstruiert. Um jedoch eine lange Lebensdauer zu erreichen, werden bei Bremsklötzen gegenwärtiger Bremssysteme Reibmaterialien verwendet, die eine "Einlaufzeit" erfordern, ehe die Bremsbeläge ein hohes Reibungsniveau bereitstellen können. Infolgedessen kann eine Fahrzeugbremsung zwischen dem Beginn der "Einlaufzeit", wo die Bremsklötze "grün" sind, und der Zeit danach variieren.
  • Ungleichmäßige Reibungsniveaus sind bei Fahrern im Allgemeinen nicht erwünscht. Darüber hinaus sind Fahrer häufig nicht in der Lage, Bremsklötze so "einzufahren", dass eine hohe Leistung sichergestellt ist. Demzufolge wurden von Herstellern mehrere Mittel entwickelt, um diese Probleme zu überwinden.
  • Ein solches Verfahren besteht darin, die Bremsklötze vor ihrem Einbau in das Bremssystem eines Fahrzeugs durch Einlaufen zu polieren. Bei diesem Verfahren werden die Bremsklötze auf einer Baugruppe aus Bremsrotor und Bremse angeordnet, und die Bremsen werden angelegt, bis die Oberfläche der Bremsklötze "eingelaufen" ist. Dieses Verfahren ist unerwünscht, weil es einen bedeutenden Arbeitsaufwand erfordert.
  • Bei einem weiteren Verfahren wird die Oberfläche des Reibmaterials angesengt. Die Oberfläche des Bremsklotzes wird mit einem Laser, einer Flamme oder einer beheizten Platte erwärmt. Die Hitze verändert die Oberfläche des Bremsbelags und erhöht seinen Reibungskoeffizienten. Dieses Verfahren ist jedoch sowohl kostspielig als auch arbeitsintensiv.
  • Schließlich kann eine Beschichtung auf die Oberfläche des Bremsklotzes aufgebracht werden, um das Reibungsniveau auf dem Bremsbelag während der "Einlaufzeit" zu erhöhen. Die Beschichtung wird aufgebracht, indem der Bremsbelag bis auf eine vorbestimmte Dicke mit Teilchen besprüht wird. Das Beschichten erfordert zusätzlichen Arbeitsaufwand und zusätzlichen Einsatz von Geräten.
  • Die US 3585102 zeigt ein Reibelement einer Winde oder eines Schürfkübelbaggers, bei dem Reibmaterial in einer dünnen Schicht auf die Kontaktfläche eines Basismaterials aufkaschiert ist. Das Laminat hat einen höheren Reibungskoeffizienten und eine niedrigere Verschleißfestigkeit als das Basismaterial.
  • Es besteht daher ein Bedarf an Bremsklötzen, die ohne signifikanten Kosten- und Arbeitsaufwand sofort und auch über die Lebensdauer des Bremsklotzes ein hohes Reibungsniveau bieten.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist also ein Bremsklotz gemäß den unabhängigen Ansprüchen 1 und 2 definiert.
  • Bei einer offenbarten Ausführungsform dieser Erfindung umfasst der Bremsklotz zwei Bremsbelagschichten. Die zwei Bremsbelagschichten bestehen aus unterschiedlichem Reibmaterial und werden zusammen ausgebildet. Die erste Bremsbelagschicht ist die Bremsbelagschicht, die zunächst mit dem Bremsrotor eines Bremssystems in Kontakt steht, während die zweite Bremsbelagschicht erst dann mit dem Bremsrotor in Kontakt kommt, wenn die erste Bremsbelagschicht abgenutzt ist. Die zweite Bremsbelagschicht ist an einer Bremsplatte befestigt, die funktionsmäßig mit diesem Bremssystem verbunden ist.
  • Die erste Bremsbelagschicht besteht aus einem Reibmaterial, das sich schneller abnutzt als das Reibmaterial der zweiten Bremsbelagschicht. Ohne Einschränkung der Haltbarkeit kann die erste Bremsbelagschicht aus einem Material bestehen, das sofort und nicht erst nach Abnutzung oder nach dem "Einlaufen" ein höheres Reibungsniveau bietet. Organische, metallische, halbmetallische und Glasmaterialien bieten alle sofort ein höheres Reibungsniveau, nutzen sich aber schneller ab als normales Reibmaterial. Die erste Bremsbelagschicht kann bedeutend dünner sein als die zweite Bremsbelagschicht.
  • Wenn sich die erste Bremsbelagschicht abnutzt, beginnt die zweite Bremsbelagschicht sich abzunutzen bzw. sich "einzulaufen". Weil die Grenzfläche zwischen der ersten Bremsbelagschicht und der zweiten Bremsbelagschicht uneben ist, werden sich die Bremsbelagschichten an ihrer Grenzfläche ungleichmäßig abnutzen. Infolgedessen bieten Teile der ersten Bremsbelagschicht zunächst weiterhin ein höheres Reibungsniveau, während sich Teile der zweiten Bremsbelagschicht allmählich "einlaufen", um ein hohes Reibungsniveau zu bieten. Schließlich nutzt sich die erste Bremsbelagschicht ganz ab, und es bleibt eine zweite Bremsbelagschicht zurück, die bereits "eingelaufen" ist und bereit für eine fange Lebensdauer.
  • Die vorliegende Erfindung wird mit sehr wenig Arbeits- und Kostenaufwand hergestellt. Es sind auch keine zusätzlichen oder speziellen Herstellungsgeräte erforderlich. Demzufolge stellt die Erfindung ein kostengünstiges und effizientes Mittel bereit, um die bei neuen Bremsen erforderliche "Einlaufzeit" zu vermeiden.
  • Bei einer zweiten offenbarten Ausführungsform dieser Erfindung umfasst der Bremsklotz einen dreilagigen Bremsbelag. Diese zweite Ausführungsform funktioniert im Wesentlichen wie oben anhand des Bremsklotzes mit zwei Bremsbelagschichten beschrieben.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die verschiedenen Merkmale und Vorteile dieser Erfindung werden für den Fachmann aus der folgenden ausführlichen Beschreibung der derzeit bevorzugten Ausführungsform ersichtlich. Die der ausführlichen Beschreibung beigefügten Zeichnungen lassen sich kurz wie folgt beschreiben:
  • 1 zeigt den Einfluss des "Einlaufens" auf das abgegebene Bremsmoment.
  • 2 zeigt eine Seitenansicht von in der Technik bekannten Bremsklötzen.
  • 3 zeigt eine Seitenansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vor der Abnutzung.
  • 5 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung nach einer gewissen Abnutzung.
  • 6 zeigt eine schematische Ansicht eines bevorzugten Verfahrens zur Herstellung der vorliegenden Erfindung.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • Bremsklötze werden im Allgemeinen auf Haltbarkeit konstruiert. Um jedoch eine lange Lebensdauer zu erreichen, werden bei gegenwärtigen Bremsklötzen Reibmaterialien verwendet, die eine "Einlaufzeit" erfordern, ehe der Bremsbelag ein hohes Reibungsniveau bereitstellt. 1 zeigt den Einfluss des "Einlaufens" auf das abgegebene Bremsmoment. Das bei einem Bremsklotz im Neuzustand abgegebene Bremsmoment wird mit dessen Bremsmoment "nach Gebrauch" oder mit dem Bremsmoment eines "eingelaufenen" Bremsklotzes verglichen, und beide werden gegen den Druck auf dem Bremsbelag aufgetragen. Das Bremsmoment des Bremsklotzes im Neuzustand ist als durchgezogene Linie dargestellt, während das Bremsmoment des "eingelaufenen" Bremsklotzes als gestrichelte Linie dargestellt ist. Wie aus 1 hervorgeht, produzieren Bremsklötze im Neuzustand weniger Bremsmoment als solche nach Gebrauch oder als "eingelaufene" Bremsklötze bei jedem gegebenen Niveau des Leitungsdrucks.
  • 2 zeigt eine Seitenansicht eines im Stand der Technik bekannten Bremsklotzes. Der Bremsklotz 20 ist an der Bremsplatte 24 nach einem in der Technik bekannten Verfahren, wie zum Beispiel durch eine Klebeverbindung, befestigt. Der Bremsklotz 20 besteht aus einem Reibmaterial. Es ist der in der Technik ebenfalls bekannte Bremsrotor 22 dargestellt. Die Bremsplatte 24 ist mit dem Bremssystem 40 funktionsmäßig verbunden. Wenn die Bremse betätigt wird, bewegt das Bremssystem 40 die Bremsplatte 24 in Pfeilrichtung A auf den Bremsrotor 22 zu. Es kommt zum Kontakt mit dem Bremsklotz 20 und dem Bremsrotor 22, wodurch die Bewegung des Bremsrotors 22, die typischerweise eine Drehbewegung längs der Achse B ist, verlangsamt wird.
  • 3 zeigt eine Seitenansicht der vorliegenden Erfindung. Die aus einem ersten Reibmaterial bestehende erste Bremsbelagschicht 30 ist an der aus einem von dem ersten Material verschiedenen zweiten Reibmaterial bestehenden zweiten Bremsbelagschicht 28 nach einem in der Technik bekannten Verfahren, wie zum Beispiel durch Anformen mit einem kompatiblen Klebstoffbindemittel in den beiden Materialien, befestigt. Beide Bremsbelagschichten können auch durch einen Klebstoff aneinander befestigt sind, um einen einzigen Bremsklotz zu bilden, wenngleich dieses Verfahren aus den nachfolgend erläuterten Gründen weniger bevorzugt wird, um diese Bremsbelagschichten aneinander zu formen. Alternativ können die Bremsbelagschichten durch andere in der Technik bereits bekannte Mittel miteinander kombiniert werden. Die zweite Bremsbelagschicht 28 selbst ist funktionsmäßig an der Bremsplatte 26 befestigt. Die Bremsplatte 26 ist funktionsmäßig mit dem Bremssystem 40 verbunden. Durch die Betätigung der Bremse bewegt das Bremssystem 40 die erste Bremsbelagschicht 30 und die zweite Bremsbelagschicht 28 in Pfeilrichtung A auf den Bremsrotor 22 zu, der sich typischerweise in einer Drehbewegung längs der Achse B bewegt.
  • Die erste Bremsbelagschicht 30 besteht aus einem ersten Reibmaterial, das sich schneller abnutzt als das zweite Reibmaterial der zweiten Bremsbelagschicht 28. Das erste Reibmaterial bietet jedoch zunächst ein höheres Reibungsniveau im Gegensatz zu dem zweiten Reibmaterial, das Haltbarkeit und erst nach Abnutzung ein höheres Reibungsniveau bietet. Das erste Reibmaterial der ersten Bremsbelagschicht 30 kann aus einem organischen, metallischen oder halbmetallischen Material bestehen, zum Beispiel aus Gummi, Cellulose, Aramid, einer metallischen Zusammensetzung, Glas oder aus einem sonstigen Altmaterial, das sich durch rasche Abnutzung und ein anfänglich hohes Reibungsniveau auszeichnet.
  • Im Allgemeinen ist die erste Bremsbelagschicht 30 dünner als die zweite Bremsbelagschicht 28, um die rasche Abnutzung der ersten Bremsbelagschicht 30 zu erlauben. Die erste Bremsbelagschicht 30 hat eine merkliche Dicke von etwa 0,025 Inch bis 0,250 Inch an Dicke, die größer ist als die Dicke der im Stand der Technik verwendeten Beschichtungen. Die zweite Bremsbelagschicht 28 hat eine größere Dicke im Bereich von etwa 0,125 Inch bis über 1 Inch an Dicke. Die zweite Bremsbelagschicht 28 kann etwa zehnmal dicker sein als die erste Bremsbelagschicht 30, wenngleich dieser Größenunterschied zwischen den Bremsbelagschichten für die korrekte Funktionsweise des Bremsklotzes nicht notwendig ist. Die zweite Bremsbelagschicht 28 besteht vorzugsweise aus einem allgemein üblichen Reibmaterial mit dauerhaften Abnutzungseigenschaften, wie zum Beispiel Phenolharz. Die erste Bremsbelagschicht 30 kann ebenfalls einige dieser Eigenschaften haben.
  • Wenn diese getrennten Bremsbelagschichten miteinander kombiniert werden, werden sie im Gegensatz zu einem Bremsklotz mit einer Beschichtung, der im Allgemeinen eine gleichmäßige Grenzfläche hat, eine unebene Grenzfläche gemeinsam haben. 3 zeigt eine unebene Grenzfläche 32 (dargestellt durch den schattierten Bereich) zwischen der ersten Bremsbelagschicht 30 und der zweiten Bremsbelagschicht 28.
  • Gemäß 4 und 5 trägt die unebene Grenzfläche 32 zum allmählichen "Einlaufen" der zweiten Bremsbelagschicht 28 bei. In 4 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die erste Bremsbelagschicht 30 ist funktionsmäßig an der zweiten Bremsbelagschicht 28 angebracht. Der Bremsrotor 22 (durch gestrichelte Linien dargestellt) bewegt sich in Pfeilrichtung B und in der Nähe der ersten Bremsbelagschicht 30. Hier zeigt 4 die vorliegende Erfindung vor einer Abnutzung der ersten Bremsbelagschicht 30.
  • In 5 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Wenn die Bremse betätigt wird, steht der Bremsrotor 22 in Kontakt mit der ersten Bremsbelagschicht 30 und anschließend mit der zweiten Bremsbelagschicht 28, wenn sich die erste Bremsbelagschicht 30 abnutzt. 5 veranschaulicht die Abnutzung auf der ersten Bremsbelagschicht 30, die durch den Bremsrotor 22 verursacht wird, wenn der Bremsrotor 22 in Pfeilrichtung B an der ersten Bremsbelagschicht 30 reibt. Wenn sich die erste Bremsbelagschicht 30 abnutzt, kommt die zweite Bremsbelagschicht 28 in Kontakt mit dem Bremsrotor 22 und beginnt sich abzunutzen bzw. sich "einzulaufen". Aufgrund der unebenen Grenzfläche 32 nutzen sich beide Bremsbelagschichten an der unebenen Grenzfläche 32 ungleichmäßig ab. Natürlich ist ein gewisses Maß an ungleichmäßiger Abnutzung wahrscheinlich, selbst bei einer möglicherweise ebenen Oberfläche. Eine solche ungleichmäßige Abnutzung kann auch zum allmählichen "Einlaufen" des Bremsklotzes beitragen.
  • Wie aus 5 hervorgeht, werden zunächst nur die Abschnitte 28A der zweiten Bremsbelagschicht durch die erste Bremsbelagschicht 30 sichtbar, so dass der Bremsrotor 22 allmählich die zweite Bremsbelagschicht 28 abnutzen kann. Daher bieten Teile der ersten Bremsbelagschicht 30A auch weiterhin ein höheres Reibungsniveau, während sich Teile der zweiten Bremsbelagschicht 28A allmählich "einlaufen", um ein höheres Reibungsniveau zu bieten. Schließlich nutzt sich die erste Bremsbelagschicht 30 ganz ab, und zurück bleibt die zweite Bremsbelagschicht 28, die bereits "eingelaufen" ist und bereit für eine lange Lebensdauer.
  • Im Gegensatz zu einer Beschichtung können die erste Bremsbelagschicht 30 und die zweite Bremsbelagschicht 28 vor ihrer Montage mit denselben Geräten gebildet werden, mit denen Bremsklötze allgemein gebildet werden. Ein Bremsklotz wird typischerweise hergestellt, indem Reibmaterial in eine Form eingesetzt wird und das Material gehärtet wird, bis der Bremsklotz vollständig ausgebildet ist. Dieselben Geräte können verwendet werden, um die zusätzliche Bremsbelagschicht (erste Bremsbelagschicht 30) zu schaffen. Wie in 6 schematisch dargestellt, wird die zweite Bremsbelagschicht 28 aus einem zweiten Reibmaterial mit einem üblichen Bindemittel in die Form 100 eingesetzt. Die erste Bremsbelagschicht 30 aus einem ersten Reibmaterial wird dann zusammen mit dem Bindemittel auf die zweite Bremsbelagschicht 28 aufgebracht. Wenngleich dies nicht notwendig ist, kann dann jede Bremsbelagschicht in bekannter Weise mit der Presse 102 komprimiert werden. Aufgrund von Unterschieden zwischen dem ersten Reibmaterial und dem zweiten Reibmaterial vor allem in der Konsistenz wird die Grenzfläche 32 zwischen der ersten Bremsbelagschicht 30 und der zweiten Bremsbelagschicht 28 uneben sein. Die Bremsbelagschichten werden dann mit dieser Unebenheit zusammengebacken, bis daraus Bremsklötze hergestellt sind.
  • Auf diese Weise kann der mehrlagige Bremsklotz, im Gegensatz zur Verwendung von Reibbelägen, ohne zusätzliche Geräte oder Arbeitsschritte hergestellt werden. Der Monteur verbindet einfach die beiden Bremsbelagschichten miteinander, wobei er dieselben Geräte verwendet, mit denen Bremsklötze allgemein hergestellt werden. Darüber hinaus ist es auch nicht notwendig, die Maßhaltigkeit jeder Beschichtung während des Aufbringens zu überwachen, weil die Maße der getrennten Bremsbelagschichten leicht zu kontrollieren sind. Wichtiger ist es, dass dieses Herstellungsverfahren die Schaffung der unebenen Grenzfläche 32 sicherstellt, die das allmähliche "Einlaufen" der zweiten Bremsbelagschicht 28 erlaubt. Weitere in der Technik bekannte Herstellungsverfahren können ebenfalls den genauso funktionierenden mehrlagigen Bremsklotz bereitstellen.
  • Ein Durchschnittsfachmann kann in der Tat unterschiedliche Materialien für die erste Bremsbelagschicht 30 und die zweite Bremsbelagschicht 28 verwenden, um höhere und konstante Reibungsniveaus über die gesamte Lebensdauer des Bremsklotzes sicherzustellen. Bei einer sich rasch abnutzenden ersten Bremsbelagschicht 30 muss zum Beispiel die zweite Bremsbelagschicht 28 eine kürzere "Einlaufzeit" haben, um ein höheres Reibungsniveau zu bieten, sobald sich die erste Bremsbelagschicht 30 abgenutzt hat. Eine sich langsamer abnutzende erste Bremsbelagschicht 30 würde dagegen eine längere "Einlaufzeit" erlauben, damit die zweite Bremsbelagschicht 28 ein hohes Reibungsniveau erreicht. Ein dazwischen liegendes Material mit mäßigem Abnutzungsniveau und mäßigem Reibungsniveau dient als Übergangsbremsbelagschicht zwischen der ersten Bremsbelagschicht 30 und der zweiten Bremsbelagschicht 28. Darüber hinaus können zusätzliche Bremsbelagschichten über die erste Bremsbelagschicht 30 und die zweite Bremsbelagschicht 28 hinaus verwendet werden, um den Übergang zwischen der ersten Bremsbelagschicht 30 und der zweiten Bremsbelagschicht 28 zu verbessern.
  • Die vorstehende Beschreibung ist beispielhaft und nicht so sehr einschränkend. Viele Modifikationen und Variationen der vorliegenden Erfindung sind angesichts der obigen Lehre möglich. Die bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung wurden offenbart. Ein Durchschnittsfachmann würde jedoch erkennen, dass bestimmte Modifikationen in den Rahmen dieser Erfindung fallen würden. Im Rahmen der beigefügten Ansprüche kann die Erfindung daher auch anders als speziell beschrieben praktiziert werden. Aus diesem Grund sollten die nun folgenden Ansprüche studiert werden, um den wahren Umfang und Inhalt dieser Erfindung zu ermitteln.

Claims (11)

  1. Bremsklotz (20), mit: einer ersten Bremsbelagschicht (30) aus einem ersten Reibmaterial; und einer zweiten Bremsbelagschicht (28) aus einem zweiten Reibmaterial, das von dem ersten Reibmaterial verschieden ist und funktionsmäßig an der ersten Reibbelagschicht angebracht ist, wobei die erste Bremsbelagschicht zunächst ein etwas höheres Reibungsniveau aufweist als die zweite Bremsbelagschicht und die erste Bremsbelagschicht weniger verschleißfest ist als die zweite Bremsbelagschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bremsbelagschicht mit der zweiten Bremsbelagschicht eine unebene Grenzfläche (32) gemeinsam hat.
  2. Bremsklotz (20), mit: einer ersten Bremsbelagschicht (30) aus einem ersten Reibmaterial; und einer zweiten Bremsbelagschicht (28) aus einem zweiten Reibmaterial, das von dem ersten Reibmaterial verschieden ist und funktionsmäßig an der ersten Reibbelagschicht angebracht ist, wobei die erste Bremsbelagschicht zunächst ein etwas höheres Reibungsniveau aufweist als die zweite Bremsbelagschicht und die erste Bremsbelagschicht weniger verschleißfest ist als die zweite Bremsbelagschicht, dadurch gekennzeichnet, dass es zwischen der ersten Bremsbelagschicht (30) und der zweiten Bremsbelagschicht (28) eine dritte Bremsbelagschicht mit einem Reibungsniveau und einer Verschleißfestigkeit zwischen dem ersten Reibmaterial und dem zweiten Reibmaterial gibt und die dritte Bremsbelagschicht mindestens mit der ersten oder der zweiten Bremsbelagschicht eine unebene Grenzfläche (32) gemeinsam hat.
  3. Bremsklotz nach Anspruch 1 oder 2, der ferner eine Bremsplatte (24) umfasst, die funktionsmäßig an der zweiten Bremsbelagschicht angebracht ist.
  4. Bremssystem (40), mit: einem Bremsklotz (20) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, einer Bremsplatte (24), die funktionsmäßig an der zweiten Bremsbelagschicht angebracht ist; und einem Bremssystem (40), das funktionsmäßig mit der Bremsplatte verbunden ist.
  5. Bremsklotz oder Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Bremsbelagschicht eine merkliche Dicke von nicht weniger als 0,025 Inch hat.
  6. Bremsklotz oder Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Bremsbelagschicht eine merkliche Dicke von nicht mehr als 0,250 Inch hat.
  7. Bremsklotz oder Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Bremsbelagschicht organisches Material umfasst.
  8. Bremsklotz oder Bremssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die erste Bremsbelagschicht metallisches Material umfasst.
  9. Bremsklotz oder Bremssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die erste Bremsbelagschicht halbmetallisches Material umfasst.
  10. Bremsklotz oder Bremssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die erste Bremsbelagschicht Glasmaterial umfasst.
  11. Bremsklotz oder Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Bremsbelagschicht bedeutend dünner ist als die zweite Bremsbelagschicht.
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