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Diese
Erfindung betrifft eine Telekommunikationsdienstevorrichtung zur
Verwendung mit einem Telefonsystem, insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, einem
Mobiltelefonsystem, welches zur Verarbeitung von Textnachrichten
in der Lage ist.
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Textnachrichten
haben sich für
die Benutzer von Mobiltelefonen als populäres und effizientes Kommunikationsmittel
etabliert. Der Kurznachrichtendienst (Short Message Service, SMS)
oder das GSM-Mobilfunksystem stellen eine solche Einrichtung für Textnachrichten
zur Verfügung,
und in den meisten Mobilfunkterminals werden die Abfassung, die Übermittlung
und das Empfangen von Kurznachrichten unterstützt. Textnachrichten erfordern
eine alphanumerische Eingabe unter Verwendung der standardisierten
Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMI) des Mobiltelefons, und sie erfordern
ebenso die Adressierung der Nachricht an den gewünschten Empfänger. Die
Zieladresse für
die Nachricht kann typischerweise entweder durch Eingeben der ISDN-Nummer
einer Mobilfunkstation (MSISDN), welche die Mobiltelefonnummer des
gewünschten
Empfängers
ist, oder durch Auswählen
eines Eintrags aus dem Adreßbuch
des Telefons, in dem die gewünschte MSISDN
bereits einprogrammiert ist, spezifiziert werden. Das Adreßbuch stellt
normalerweise die MSISDN unter Verwendung des alphanumerischen Nachschlagens
eines Namens bereit.
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Der
SMS-Mechanismus wurde ursprünglich
für die Übermittlung
von Textnachrichten zwischen Mobiltelefonen definiert, wurde jedoch
ausgeweitet, um eine Kommunikation zwischen Mobiltelefonen und festen Einheiten
im Netz, die als SMS-Hosts bekannt sind, zu gestatten. SMS-Hosts
werden typischerweise verwendet, um die Ergebnisse von SMS-Abstimmereignissen
zu empfangen oder um Nachrichten, wie Fußballergebnisse, in Massen
an Benutzer zu übermitteln,
die beispielsweise einen Fußballdienst
abonniert haben. SMS-Hosts sind für einen zunehmenden Anteil
des SMS-Verkehrs
verantwortlich.
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Eines
der Merkmale von SMS besteht darin, daß immer eine der Identität des Absenders
entsprechende Kennung an den Empfänger übermittelt wird. Diese kann
durch den Absender nicht optional zurückgehalten werden. Diese Identität bzw. Kennung
der Anrufleitung (Calling Line Identity, CLI) wird normalerweise
in Form einer MSISDN gesendet und kann so angezeigt werden, wenngleich
die meisten Mobiltelefone sie in einen alphanumerischen Namen übersetzen,
wenn es einen entsprechenden MSISDN-Eintrag im Adreßbuch des
Mobiltelefons gibt. Dies erleichtert das Erkennen des Absenders,
ohne daß sich
der Empfänger
Telefonnummern merken muß.
Das Merkmal der Mobilfunk-CLI ist analog zu der CLI-Einrichtung,
die in Festnetzen verfügbar ist.
Ein weiterer Vorteil des Empfangens einer CLI besteht darin, daß eine Antwort
auf die Nachricht leichter bewerkstelligt werden kann, ohne daß explizit
die Antwortadresse angegeben werden muß. Die MMI für Mobiltelefone
definiert "Antworten" als Standardmerkmal.
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Alternativ
zu der Übermittlung
der CLI-Kennung in Form einer MSISDN unterstützt das GSM-System auch die
stattdessen erfolgende Übermittlung
eines kurzen alphanumerischen Wertes oder Namens. Der Empfang und
die korrekte Anzeige einer alphanumerischen CLI werden auf neueren
Mobiltelefonen nahezu universell unterstützt.
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Leider
ist eine alphanumerische CLI nicht allgemein mit der "Antworten"-Funktion eines Telefons
verwendbar. Versuche, einer alphanumerischen Adresse zu antworten,
werden derzeit vom Netz abgewiesen, da das Kurznachrichtendienstzentrum
(SMSC) über
kein Mittel verfügt,
um das Heimatregister (Home Location Register, HLR), bei welchem
ein Nachschlagen der internationalen Mobilfunk-Teilnehmerkennung
(IMSI) des gewünschten
Empfängers
auf Basis der alphanumerischen Kennung angefordert werden soll,
zu identifizieren. Selbst wenn das SMSC das korrekte HLR identifizieren
könnte,
wäre das
HLR normalerweise nur in der Lage, eine IMSI von einer MSISDN nachzuschlagen.
Das SMSC weist daher die Nachricht als unzustellbar ab.
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Dies
stellt ein Problem für
Netze und Serviceprovider dar, die gern alphanumerische Kennungen
verwenden würden,
um sowohl für
ihre Marken zu werben als auch sicherzustellen, daß den Empfängern die Quelle
der Nachricht bekannt ist. In dieser Hinsicht sind alphanumerische
Namen einer MSISDN-Nummer bei weitem vorzuziehen, da es insbesondere
auch unwahrscheinlich ist, daß die
MSISDN-CLI eines SMS-Hostdienstes zu einem Eintrag im Adreßbuch des
Empfängers
paßt.
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Derzeit
haben Betreiber und Serviceprovider bei Nachrichten, die über SMS-Hosts
versendet werden, eine Wahlmöglichkeit.
Sie können
sich dafür
entscheiden, eine MSISDN als eine CLI zu verwenden und dadurch dem
Empfänger
die Option einer Antwort zu gewähren,
oder sie können
sich dafür
entscheiden, eine alphanumerische CLI zu senden und zu akzeptieren,
daß der
Empfänger
nicht antworten kann.
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Es
ist ein Ziel zumindest einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, dieses Problem zu lösen und
zu gestatten, daß die
standardmäßige "Antworten"-Funktion eines Mobiltelefons
erfolgreich für
Nachrichten mit einer alphanumerischen CLI genutzt werden kann,
ohne daß im
Mobiltelefon irgendwelche Änderungen erforderlich
sind.
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Die
US-B-6,292,669 offenbart ein Textnachrichtensystem, bei dem eine
Kennung (die in einer Textnachricht unter Verwendung einer MSISDN
enthalten ist) mit einem gewünschten
Dienst verknüpft
wird. Eine empfangene Kennung wird anhand einer Datenbank überprüft, um den
gewünschten
Dienst und auch damit verknüpfte
Routinginformationen zu bestimmen. Die Nachricht wird dann entsprechend
dem Ergebnis der Datenbanküberprüfung an
die Routingadresse gesendet.
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Die
EP-A-1 083 768 beschreibt eine Datenübertragungstechnik, bei der
eine Internet-Teilnehmerkennung unter Verwendung eines ersten Abschnitts
der IP-Adresse zum Nachschlagen eines ersten Abschnitts der Teilnehmerkennung
und durch Zuweisen eines zweiten Abschnitts der IP-Adresse an einen
zweiten Abschnitt der Teilnehmerkennung bestimmt wird.
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Ein
Aspekt der Erfindung stellt eine Telekommunikationsdienstevorrichtung
für die
Verwendung mit einem Telefonsystem bereit, in dem Adreßsignale,
die mit der Telefonkommunikation verknüpft sind, in einem ersten oder
einem zweiten Signalformat sein können, wobei das erste Signalformat
von dem die Kommunikation ermöglichenden
Equipment in dem Telefonsystem erkennbar ist, wobei die Vorrichtung
eine Empfangs- und Leiteinrichtung für das Empfangen der Adreßsignale
aufweist und betreibbar ist, um zwischen den Adreßsignalen
in dem ersten und zweiten Format zu unterscheiden, um die Adreßsignale
in dem ersten Format zu dem die Kommunikation ermöglichenden
Equipment zu leiten, und um die Adreßsignale in dem zweiten Format
auf Basis der gespeicherten Information, auf die die Empfangs- und
Leiteinrichtung zugreifen kann, umzuleiten (rerouting), wobei das
Telefonsystem ein Mobiltelefonsystem für das Senden und Empfangen
von Nachrichtensignalen ist, wobei das erste Signalformat eine Abfolge
von gewählten
numerischen Zeichen ist, und wobei das zweite Signalformat eine
Abfolge von alphanumerischen Zeichen ist.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung stellt ein Verfahren der Kommunikation
mit einem Telefonsystem bereit, in dem Adreßsignale, die mit der Telefonkommunikation
verknüpft
sind, in einem ersten oder einem zweiten Signalformat sein können, wobei
das erste Signalformat durch das die Kommunikation ermöglichende Equipment
in dem Telefonsystem erkannt werden kann, wobei das Verfahren aufweist:
das Empfangen der Adreßsignale
und das Unterscheiden zwischen den Adreßsignalen im ersten und zweiten
Format, um die Adreßsignale
in dem ersten Format zu dem die Kommunikation ermöglichenden
Equipment zu leiten, und die Adreßsignale in dem zweiten Format
auf Basis der gespeicherten Information umzuleiten, wobei das Telefonsystem
ein mobiles Telefonsystem für
das Senden und Empfangen von Nachrichtensignalen ist, wobei das
erste Signalformat eine Abfolge von gewählten numerischen Zeichen aufweist,
und wobei das zweite Signalformat eine Abfolge von alphanumerischen
Zeichen aufweist.
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Die
empfangenen Signale in dem zweiten Format (Abfolge von alphanumerischen
Zeichen) können auf
Basis von gespeicherten Informationen selektiv in Adreßsignale
im ersten Format (Abfolge von gewählten numerischen Zeichen)
konvertiert werden, bevor die konvertierten Signale an das die Kommunikation
ermöglichende
Equipment geleitet werden. In der Zukunft wird, da immer mehr Telefone
zur Eingabe alphanumerischer Adressen in der Lage sein werden, die
vorliegende Erfindung die Verwendung alphanumerischer Zieladressen
für von
Mobiltelefonen ausgesendete Nachrichten sowie Antworten unterstützen. Zusätzlich dazu, daß Mobilfunknetze
in der Lage sind, von Mobiltelefonen ausgehende Nachrichten mit
alphanumerischen Zieladressen an SMS-Hosts zu senden, können sie
den Benutzern die Option anbieten, eine persönliche alphanumerische Kennung
als Alias für ihre
MSISDN zu übernehmen.
Es ist möglich,
daß diese
Kennungen im gesamten Netz oder innerhalb einer geschlossenen Benutzergruppe
oder Gemeinschaft einzigartig bzw. eindeutig sein müssen. Dann
könnten
Nachrichten unter Verwendung der alphanumerischen Adresse anstelle
einer Zieltelefonnummer an andere Benutzer gesendet werden.
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Die
Kurznachrichtendienste bei GSM definieren Signalnachrichten in dem
Mobilfunk-Anwendungsprotokoll (Mobile Application Protocol, MAP)
zum Übermitteln
der Kurznachrichten im Mobile-Originated-
(MO) Modus (vom Mobiltelefon ausgehend) zwischen dem Mobiltelefon
und dem Kurznachrichtendienstzentrum und im Mobile-Terminated- (MT-)
Modus (vom Mobiltelefon empfangend) zwischen dem Kurznachrichtendienstzentrum
und dem Mobiltelefon.
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Es
gibt vier Adreßkennungen,
die für
die Übermittlung
von Kurznachrichten relevant sind. Diese sind die folgenden:
- – Die
MSISDN des Absenders (seine CLI).
- – Die
MSISDN des Empfängers
(die Zieladresse).
- – Die
IMSI des Empfängers
(die vom Netz verwendet wird, um die Nachricht an das richtige Telefon
zu übermitteln).
- – Die
Adresse des Kurznachrichtendienstzentrums.
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Wenn
eine Kurznachricht von einem Mobiltelefon an ein anderes gesendet
wird, durchläuft
sie normalerweise ein SMSC des Heimatnetzes des versendenden Teilnehmers,
selbst wenn der versendende Teilnehmer sich in einem anderen Netz
aufhält
(Roaming). Die Nachricht kommt im Mobile-Originated-Modus beim SMSC an, wird
von dem SMSC in den Mobile-Terminated-Modus umgewandelt und dann
an die Zieladresse ausgeliefert. Die MAP-Nachrichten, die die SMS-Übermittlung
unterstützen,
beinhalten drei Felder, die verwendet werden, um die vier oben aufgelisteten
Adreßkennungen
aufzunehmen. Die MAP-Adreßfelder
werden als DA (Zieladresse), OA (Ursprungsadresse) und UI (Benutzerinformation)
bezeichnet. Sie werden verwendet, wie es in Tabelle 1 gezeigt ist.
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Tabelle
1 Feldbesetzung auf MAP-Ebene
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Tabelle
1 zeigt die Transpositionen der Adreßkennungen, die sich ergeben,
wenn das SMSC die eingehende MO-Nachricht in eine ausgehende MT-Nachricht
konvertiert. Die IMSI wird durch Nachschlagen der MSISDN-Zielnummer
im Heimatregister (HLR) des Zielnetzes erhalten. Dies ist der Hauptgrund
für das
Fehlschlagen von Antworten auf Kurznachrichten mit einer alphanumerischen
CLI. Wenn die MO-Antwort von dem Mobiltelefon eine alphanumerische
Kennung als Zieladresse verwendet, findet das SMSC bei dem Versuch
zu bestimmen, welches HLR verwendet werden muß, um die IMSI des Empfängers nachzuschlagen,
heraus, daß die
alphanumerische Kennung nicht entsprechend dem standardmäßigen internationalen
MSISDN-Numerierungsschema formatiert ist, und ist daher nicht in
der Lage, die Identität
bzw. die Kennung des Zielnetzes daraus abzuleiten. Es ist folglich
nicht in der Lage, bei einem HLR anzufragen, um eine IMSI für die Auslieferung zu
erhalten.
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Die
vorliegende Erfindung geht das obige Problem an, indem Nachrichten
mit alphanumerischen Zieladressen abgefangen werden, ehe sie das
SMSC erreichen. Wenn das Lösungskonzept
in dem Netz von Betreiber A installiert ist, ist es für alle Teilnehmer
von Betreiber A funktionsfähig,
selbst wenn sie sich in anderen Netzen aufhalten (Roaming). Durch
geeignete Signalvorrichtungen (die in Telekommunikationsnetzen gut
bekannt sind) werden Kurznachrichten, die für das SMSC von Betreiber A
bestimmt sind, über
eine) oder mehrere Einrichtungen bzw. Equipments, die die vorliegende
Erfindung implementieren, geroutet bzw. geleitet. Kurznachrichten,
die keine alphanumerische Zieladresse haben, werden von diesen Equipments
für die
normale Verarbeitung transparent an das SMSC weitergeleitet, während Nachrichten
mit alphanumerischer Zieladresse anders verarbeitet werden.
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In
einer bevorzugten Implementierung werden diese Nachrichten so modifiziert,
daß die
in dem Benutzerinformationsfeld der MO-MAP-Nachricht enthaltene
alphanumerische Zieladresse mittels einer Nachschlagetabelle oder
einer Datenbank in eine MSISDN konvertiert wird. Die Kurznachricht
kann dann zur normalen Verarbeitung an das SMSC weitergeleitet werden.
In einer weiteren bevorzugten Implementierung werden Kurznachrichten
mit alphanumerischen Zieladressen, die den Adressen von SMS-Hosts
im Netz von Betreiber A entsprechen, über eine Kommunikationsverbindung
an den SMS-Host ausgeliefert, ohne das SMSC zu durchlaufen.
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Kurznachrichten
mit alphanumerischer Zieladresse, für die es keinen übereinstimmenden
Eintrag in der Nachschlagetabelle oder der Datenbank gibt, werden
gesondert behandelt, und zwar wird entweder die Nachricht verworfen
oder die Nachricht wird an ein Standardziel weitergeleitet, und
in jedem Fall wird der Absender optional über den Fehlschlag der Auslieferung
informiert.
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Durch
Interpretieren bzw. Übersetzen
der alphanumerischen Zieladresse unter Verwendung einer Nachschlagetabelle
oder einer Datenbank wird das Problem des Antwortens auf Nachrichten
mit alphanumerischen Zieladressen gelöst. Dies gestattet auch, daß Nachrichten,
die von Mobiltelefo nen mit alphanumerischer Zieladresse ausgesendet
werden, statt daß sie
einfach beantwortet werden, von dem Netz erfolgreich ausgeliefert
werden, wenn und falls in den Mobiltelefonen die Unterstützung alphanumerischer
Adreßeinträge vorgesehen
ist.
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Zusätzlich kann
in dem Netz Equipment bereitgestellt werden, welches die Parameter
eines getätigten Anrufs
oder einer Kommunikation bzw. Mitteilung optional modifiziert, so
daß bei
Kunden, die in eine weiße Liste
eingetragen sind, deren MSISDN-CLI, wie sie durch derzeitige Mobiltelefone
erzeugt wird, durch eine aussagekräftige alphanumerische CLI für die Anzeige
am Empfängerterminal
ersetzt wird. Dies würde
es Mobilfunkkunden erlauben, ihren ausgewählten Namen an Empfängerterminals
anzeigen zu lassen, ohne daß das
Absenderterminal in der Lage sein muß, die Erzeugung alphanumerischer
CLI zu unterstützen.
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Ähnliche
Techniken wie diejenigen, die oben für Kurznachrichten beschrieben
wurden, können
auch bei Sprachanrufen und anderen Anrufarten verwendet werden.
Sobald in den Telefonen das Tätigen
von Anrufen mit alphanumerischer CLI und/oder alphanumerischen Zieladreßeinträgen unterstützt wird,
können
die Vorteile des Versendens bzw. Übermittelns eines Anrufs oder
einer Mitteilung an einen aussagekräftigen Namen anstelle einer
Nummer oder des Empfangens einer aussagekräftigen CLI für jede Art
von Anrufen oder Mitteilungen realisiert werden. Einer der Gründe dafür, daß das Internet
so erfolgreich ist, besteht darin, daß das Adressierungsschema indirekte
und alphanumerische Adressen verwendet. Die Internet-URL einer gewünschten
Site eines Unternehmens kann für
gewöhnlich
aus dem Namen des Unternehmens gefolgert werden.
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In
der gleichzeitig anhängigen
internationalen Patentanmeldung, Veröffentlichungsnr. WO 02/085052, wird
eine Architektur zum Filtern von Kurznachrichten offenbart, die
Kurznachrichten entsprechend den Merkmalen der Nachrichten selektiv
entweder direkt an ihr Ziel oder über ein SMSC routet bzw. leitet.
Die Lage des Equipments im Netz und die für die Filterung erforderliche Überprüfung des
Inhalts der Kurznachrichten weisen Ähnlichkeiten zu der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung auf.
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Die
Funktionalität
und die Betriebsweise von Heimatregistern (HLR) in modernen Mobilfunknetzen wird
durch die internationalen Standards gut beschrieben. Obwohl HLRs
proprietäre
Merkmale implementieren können,
sind die Signalnachrichten, die notwendig sind, damit der Empfang
und die Übermittlung
von Sprachanrufen und Kurznachrichten unterstützt werden können, vollständig definiert.
Es ist auch bekannt, daß die HLR-Funktionalität auf verschiedene
physische Einrichtungen bzw. Equipments verteilt werden kann. Diese Equipments
sind normalerweise geographisch verschieden und physikalisch ähnlich.
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Die
Verwendung von SMS-Hosts ist ebenfalls gut bekannt. SMS-Hosts sind üblicherweise
unter Verwendung eines aus einer Anzahl von Standardprotokollen über das
Kurznachrichtendienstzen trum (SMSC) mit einem Mobilfunknetz verbunden.
Viele Netze unterstützen
den Empfang und die Übermittlung
von großen Mengen
an Kurznachrichten über
angeschlossene SMS-Hosts.
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Es
ist auch bekannt, daß es
Verfahren zum Zugreifen auf diese SMS-Hosts von anderen Netzen gibt, wenngleich
diese Datendurchsatzbeschränkungen
unterliegen. Diese Verfahren überwinden
die früheren
Beschränkungen
der Adressierung, indem den SMS-Hosts eine Reihe von Mobiltelefonnummern
zugewiesen werden, so daß Nachrichten
an sie adressiert werden können,
als ob sie Mobiltelefone wären.
Dies erlaubt den Zugriff auf SMS-Hosts aus jedem Mobilfunknetz.
Diese Technik wurde als virtueller Mobilfunk bekannt.
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Signalnachrichten
können
unter Verwendung von Signalübertragungspunkten
(STPs) innerhalb eines Netzes geroutet werden. Diese Punkte sind
in der Lage, Nachrichten entsprechend einem Adressierungsschema,
welches Global Titles (weltweit eindeutige Adressen) verwendet,
an bevorzugte oder sekundäre
Ziele zu leiten. Die MSISDN des Zielmobiltelefons oder des SMS-Hosts
wurde für
das Routing von Kurznachrichten als Global Title verwendet. Durch
Manipulieren der Nachschlagetabellen innerhalb von STPs ist es möglich, das Routing
von Signalnachrichten durch ein Netz zu steuern. STPs können auch
eine Nichtverfügbarkeit
eines Signalziels ausgleichen, indem sie sekundäre oder tertiäre Routingadressen
verwenden. Global Titles können auch
Gruppen von Equipment zugewiesen werden, wobei STPs verwendet werden,
um Nachrichten an diesen Title unter den Equipments auszuliefern.
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Die
Erfindung wird nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die einzige
begleitende Zeichnung, 1, beschrieben, die ein Blockdiagramm
einer Architektur für
die SMS-Alpha-Übersetzung
von Mobile-Originated- (MO-) Nachrichten zeigt.
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Die
bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung verwendet einen Telsis- (RTM-) SMS-Router, hergestellt
von Telsis Limited. Diese Einrichtung bzw. dieses Equipment ist
unter Verwendung gut bekannter und standardisierter Signalprotokolle,
einschließlich
SS7 und TCP/IP, an das Mobiltelefonnetz angeschlossen. Unter Verwendung
gut bekannter Signalroutingtechniken kann das Mobilfunknetz dafür sorgen, daß Kurznachrichten,
die an das SMSC des Netzes geleitet werden, über den SMS-Router geroutet
werden können.
Die Kurznachrichten können
dann von dem SMS-Router
an ein SMSC weitergeleitet werden. Es heißt, daß die SMS-Router mit dem Nachrichtenempfang
des SMSC verbunden bzw. "in-line" sind.
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In
einer alternativen Ausführungsform
verwendet die vorliegende Erfindung einen Telsis-SMS-Router 10,
wie er in 1 gezeigt ist. Diese Einrichtung
ist unter Verwendung gut bekannter und standardisierter Signalprotokolle,
einschließlich
SS7 und TCP/IP, mit dem Mobilfunknetz verbunden. Der SMS-Router 10 ist
so angeschlossen, daß er
Zugriff auf eine Datenbank 14 und auch auf einen SMS-Host 16 hat,
und zwar entweder direkt oder über
das Kurznachrichtendienstzentrum (SMSC) 18 des Netzes.
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Indem
das Mobilfunknetz dafür
sorgt, daß die
SMSC-Nummer im Mobiltelefon 20 eines Benutzers abgeändert wird,
kann es arrangieren, daß Mobile-Originated-Kurznachrichten
von diesem Telefon an den SMS-Router 10 geroutet werden.
Der SMS-Router 10 kann dann die SMSC-Adresse in der Nachricht
modifizieren und die Nachricht weiterleiten, was dazu führt, daß die Nachricht
weiter an das SMSC 18 geroutet wird. Diese Ausführungsform
ist vorteilhaft für
eine rasche Errichtung eines Lösungskonzepts
ohne umfangreiche Modifikationen des Routings im Netz. Es ist einfach
notwendig, daß die
Nummer des Dienstzentrums in dem Telefon 20 in eine dem
SMS-Router 10 entsprechende Adresse abgeändert wird
(entweder manuell oder aus der Ferne), damit der Router Zugriff
auf die Mobile-Originated-Nachrichten des Benutzers hat.
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In
einer weiteren Ausführungsform
wird die Erfindung zusammen mit einer virtuellen Mobilfunktechnik implementiert,
so daß dafür gesorgt
werden kann, daß aus
anderen Netzen eingehende Nachrichten durch einen SMS-Router, der
die Erfindung implementiert, geleitet werden. Dieser Aufbau ist
insbesondere dann geeignet, wenn das virtuelle Mobilfunk-Equipment
selbst einen oder mehrere SMS-Router aufweist. Die Funktionalität des virtuellen
Mobilfunks kann dann gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgeweitet werden, was es erlaubt, Nachrichten mit alphanumerischen
Adressen aus irgendeinem Netz zu empfangen und in geeigneter Weise
zu verarbeiten.
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In
irgendeiner Ausführungsform
kann die Adresse des SMS-Routers 10 ein Global Title sein,
der eine Gruppe von SMS-Routern repräsentiert, und das Netz kann
gut bekannte Mechanismen für
die Adreßauflösung verwenden,
um Nachrichten an einen geeigneten spezifischen SMS-Router zu leiten.
Auf diese Weise kann die Kapazität
des SMS-Routings gesteigert werden, indem mehr SMS-Router hinzugefügt werden.
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In
irgendeiner Ausführungsform
können
die Techniken für
die alphanumerische Adressierung, wie sie beschrieben wurden, nicht
nur für
das Routing von Nachrichten, sondern auch für das Aufrufen von Netzdiensten
verwendet werden. Beispielsweise könnte eine Kurznachricht, die
an die alphanumerische Adresse "HILFE" geschickt wird,
mittels der beschriebenen Einrichtungen an einen SMS-Router geleitet
und dazu verwendet werden, die Bereitstellung von Hilfe für den Benutzer,
beispielsweise per SMS, auszulösen.
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Der
SMS-Router 10 besitzt die Fähigkeit, die Inhalte von MAP-Nachrichtenfeldern
und Benutzerinformationen in den Protokolldaten der Kurznachricht
rasch zu überprüfen und
zu manipulieren. Unter Verwendung einer internen Nachschlagetabelle
oder einer angehängten
Datenbank 14, je nachdem, wie viele Einträge gespeichert
werden sollen, ist der SMS-Router 10 in der Lage, alphanumerische
CLI-Werte in dem UI-Feld durch entsprechende, aus dem Nachschlagevorgang
erhaltene MSISDNs zu ersetzen. Der Nachschlagevorgang verwendet
vorzugsweise eine Hash-Technik, um den erforderlichen Speicherplatz
in der Datenbank zu minimieren. Nachrichten, die mit nicht-alphanumerischen
Adressen eingehen, können
von dem SMS-Router 10 transparent an das SMSC 18 weitergeleitet
werden.
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In
Abhängigkeit
von der Adresse, die als Ergebnis des Nachschlagens bestimmt wurde,
kann die Nachricht mit einer übersetzten
Zieladresse an ein SMSC weitergeleitet werden oder sie kann über eine
Kommunikationsverbindung an einen adressierten SMS-Host weitergeleitet
werden, ohne ein SMSC zu durchlaufen. Dies birgt den Vorteil einer
reduzierten Belastung des SMSC. Der SMS-Router ist auch in der Lage, Aufzeichnungen
von Transaktionsdetails zu erzeugen, die für Zwecke der Erfassung und/oder
Rechnungsstellung verwendet werden können.
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Kurznachrichten,
die keine alphanumerische Zieladresse haben, wie es durch den Adreßtypparameter angezeigt
wird, der mit der Kurznachricht übertragen
wird, werden transparent an das SMSC weitergeleitet, während alphanumerische
Adressen modifiziert werden können.
Falls es gewünscht
ist, kann die Modifikation durch eine weiße Liste bedingt sein, so daß nur bestimmte
Teilnehmer in den Genuß dieses
Dienstes kommen.
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Wenn
Kurznachrichten mit einer alphanumerischen Zieladresse nicht erkannt
werden, können
sie entweder abgewiesen oder an ein Standardziel gesendet werden.
In jedem Fall kann der Anrufende, beispielsweise durch eine Sprachnachricht
von dem Equipment, über
den Fehlschlag der Auslieferung informiert werden.
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In
der Beschreibung ist der Begriff SMS-Host so zu verstehen, daß ein Equipment,
ein Dienst oder ein Serviceprovider gemeint ist, das bzw. der eine
SMS-Nachricht terminieren bzw. empfangen kann. Die vorliegende Erfindung
gestattet es daher Benutzern, eine Kurznachricht an ein Ziel, wie
beispielsweise eine Bank oder eine Fluggesellschaft, zu senden,
ohne die Telefonnummer kennen zu müssen, sondern stattdessen vielmehr
unter Verwendung des alphanumerischen Namens oder einer Abkürzung für das gewünschte Ziel,
die beispielsweise ein Unternehmen, einen Dienst, einen Serviceprovider
oder sogar eine Einzelperson repräsentieren kann. Das gewünschte Ziel
kann entweder über
ein SMSC oder direkt, entweder über
SS7 oder über
ein anderes Protokoll und entweder in demselben Netz oder in einem
anderen Netz erreicht werden.
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