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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Tetrafluorethylenpolymers und bezieht sich auf ein Verfahren zur
Herstellung eines Tetrafluorethylenpolymers, das ein feines Pulver bereitstellen
kann, um z.B. als Material für
ein Gewindedichtungsband mit hoher Festigkeit oder als Bindemittel
für eine
Brennstoffzelle, und als Pulverformmasse oder dergleichen, dessen
Formprodukt eine hohe Festigkeit aufweist, verwendet zu werden.
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STAND DER TECHNIK
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Bisher
wurde ein Tetrafluorethylenpolymer (nachstehend als PTFE bezeichnet)
erhalten durch Polymerisieren von Tetrafluorethylen (nachstehend als
TFE bezeichnet) allein, oder durch sein Copolymerisieren mit einem
modifizierenden Monomer, wie dies der Fall erfordert, und wird für verschiedene
Anwendungen verwendet.
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PTFE
kann durch Dispersionspolymerisation oder Suspensionspolymerisation
von TFE hergestellt werden. Durch die Dispersionspolymerisation
kann es in Form einer Dispersion erhalten werden, die dispergierte
Polymerteilchen aufweist, oder in Form eines feinen Pulvers, das
durch Koagulieren der Polymerdispersion erhalten wird, und nachfolgendem Trocknen.
Durch die Suspensionspolymerisation kann das erhaltene PTFE pulverisiert
werden, um ein feines Pulver zu erhalten, und außerdem kann dieses feine Pulver
agglomeriert werden, um eine pulverförmige Formmasse zu erhalten.
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Die
Dispersion von PTFE kann in einer Applikation zur Imprägnierung
von Glasgewebe verwendet werden, um eine Zeltbahnfolie zu erhalten.
Außerdem
wird feines PTFE-Pulver als Ausgangsmaterial für ein streckbares poröses Produkt
verwendet, wie z.B. als Umhüllung
für elektrische
Drähte,
als Rohr, als Gewindedichtungsband, Verkleidung, Filter usw. Die
pulverförmige
Formmasse aus PTFE wird außerdem
zur Herstellung eines Formproduktes verwendet, z.B. durch Komprimieren,
Sintern und nachfolgendem Schneiden.
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Üblicherweise
ist bei der Polymerisation von TFE die Menge des zu verwendenden
Polymerisationsinitiators im Vergleich mit der Polymerisation für ein übliches
Polymer vom Kohlenwasserstoff-Typ extrem gering. Um die mechanischen
Eigenschaften des resultierenden PTFE als gut aufrechtzuerhalten, ist
außerdem
ein sehr hohes Molekulargewicht erforderlich. Das zu verwendende
Ausgangsmaterial soll deshalb eine sehr hohe Reinheit aufweisen,
um die Polymerisationsrate durch Deaktivieren von Wachstumsradikalen
nicht zu verringern, oder das Molekulargewicht durch Kettenübertragung
nicht zu verringern. Die Materialien, wie z.B. ein Dispersionsmittel oder
ein Dispersionsstabilisator, zur Verwendung für die Polymerisation müssen nämlich eine
sehr hohe Reinheit aufweisen. Um solchen Erfordernissen zu entsprechen,
wurde z.B. ein Verfahren, wie in JP-A-9-157310 beschrieben, vorgeschlagen,
in dem Verun reinigungen in Paraffinwachs durch die Menge eines im
Paraffinwachs enthaltenen Antioxidans spezifiziert werden. Aber
sogar mit einem solchen Paraffinwachs wird manchmal eine wesentliche
Fluktuation in der Polymerisationsrate oder in den physikalischen
Eigenschaften des erhaltenen Polymers beobachtet, und dies kann
deshalb nicht, wie die Spezifikation der Verunreinigungen im Paraffinwachs,
als zufriedenstellend angesehen werden.
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Eine
sehr hohe Reinheit ist außerdem
auch im Hinblick auf das für
die Polymerisation von TFE zu verwendende Wasser erforderlich, und
selbst wenn eine Spurenmenge von die Polymerisation beeinflussenden
Verunreinigungen darin enthalten sind, können sie einen wesentlichen
Einfluss auf die Polymerisationsrate oder auf die physikalischen
Eigenschaften des erhaltenen Polymers haben. Üblicherweise ist es deshalb
erforderlich, Wasser zu verwenden, das einen sehr geringen Gehalt
von z.B. organischen Substanzen vom Kohlenwasserstoff-Typ oder Ionen aufweist,
die die Polymerisation beeinflussen.
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Es
ist jedoch sehr schwierig, solche Verunreinigungen, die die Polymerisation
von PTFE nachteilig beeinflussen, zu identifizieren, insbesondere, weil
ihre Gehalte sehr gering sind. Bis jetzt wurden keine angemessenen
qualitativen und quantitativen Analysen durchgeführt, und der Einfluss von in
Ausgangsmaterialien erhaltenen Verunreinigungen war bis zur wirklichen
Polymerisation nicht ersichtlich. Insbesondere wurde über keinen
Fall berichtet, in dem die Reinheit des für die Polymerisation verwendeten
Wassers vorgeschrieben wird, und es wurde keine klare Vorschrift
im Hinblick auf die Reinheit des für die Polymerisation zu verwendenden
Wassers gegeben.
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Eine
Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
eines Verfahrens zur Herstellung von PTFE, in dem eine Verringerung oder
Fluktuation in der Polymerisationsrate während der Polymerisation von
PTFE minimal ist, das erhaltene PTFE eine niedrige relative Standarddichte
mit einer minimalen Fluktuation aufweist, und eine Verschlechterung
oder Fluktuation der mechanischen Eigenschaften des erhaltenen PTFE
minimal sind.
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Die
Erfinder der vorliegenden Anmeldung haben in Betracht gezogen, dass
die Verunreinigungen, die die Polymerisation von TFE nachteilig
beeinflussen, Verbindungen vom Kohlenwasserstoff-Typ sind, die während der
Polymerisation einer Kettenübertragung
unterliegen können,
ionische Verbindungen und wasserlösliche Verbindungen, die in
Wasser als Reaktionsstelle während
der Polymerisation leicht zu Micellen zusammentreten, und organische Kolloide,
und haben ihre Einflüsse
extensiv untersucht. Als Ergebnis wurde gefunden, dass, wenn gereinigtes
Wasser, das einen TOC-Wert (TOC: total organic carbon = gesamter
organischer gebundener Kohlenstoff) und/oder eine spezifische elektrische Leitfähigkeit
innerhalb spezifisch Bereiche aufweist, als für die Polymerisation zu verwendendes
Wasser verwendet wird, eine Verringerung oder eine Fluktuation in
der Polymerisationsrate minimiert werden kann, und eine Verschlechterung
oder Fluktuation der physikalischen Eigenschaften des resultierenden PTFE
minimiert werden kann. Die vorliegende Erfindung wurde auf dieser
Basis erzielt.
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BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung von PTFE
bereit, das aufweist das Polymerisieren von TFE in einem wässerigen Medium
in Gegenwart eines wasserlöslichen
Initiators, wobei das für
die Polymerisation verwendete Wasser einen TOC-Wert von 100 ppb
oder weniger und/oder eine spezifische elektrische Leitfähigkeit von
1,0 μS/cm
oder weniger aufweist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner das obige Verfahren zur Herstellung
von PTFE bereit, worin die Polymerisation in einem wässerigen
Medium in Gegenwart eines Dispersionsmittels und eines Dispersionsstabilisators
durchgeführt
wird.
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BESTE ERFINDUNGSGEMÄßE AUSFÜHRUNGSFORM
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung von PTFE ist dadurch charakterisiert, dass Wasser
mit einem TOC-Wert und einer spezifischen elektrischen Leitfähigkeit
innerhalb der spezifizierten Bereiche als für die Polymerisation zu verwendendes Wasser
verwendet wird. Der TOC-Wert ist der gesamte organisch gebundene
Kohlenstoff, d.h., die Gesamtmenge an organischem Kohlenstoff, der
als Index für
den Gehalt von organischem Kohlenstoff in Wasser verwendet wird.
In der vorliegenden Erfindung ist das für die Polymerisation zu verwendende Wasser
ein solches, das entweder eine der Bedingungen, dass der TOC 100
ppb oder weniger ist, und die elektrische Leitfähigkeit 1,0 μS/cm oder
weniger ist, erfüllt,
aber ein solches, das beide Bedingungen erfüllt, ist bevorzugt.
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In
dem Fall, bei dem das für
die Polymerisation zu verwendende Wasser durch einen solchen TOC-Wert
definiert ist, beträgt
der TOC-Wert 100 ppb oder weniger, vorzugsweise 20 ppb oder weniger.
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In
dem Fall, bei dem das für
die Polymerisation zu verwendende Wasser durch die spezifische elektrische
Leitfähigkeit
definiert ist, ist die spezifische elektrische Leitfähigkeit
1,0 μS/cm
oder weniger, vorzugsweise 0,1 μS/cm
oder weniger. Durch Verwendung von Wasser, das einen TOC-Wert und/oder
eine spezifische elektrische Leitfähigkeit innerhalb dieser Bereiche
aufweist, wird die Polymerisationsrate und die physikalischen Eigenschaften des
resultierenden PTFE verbessert, und die Fluktuation in den physikalischen
Eigenschaften wird gering. Die spezifische elektrische Leitfähigkeit
steht in Beziehung mit dem Kehrwert des spezifischen elektrischen
Widerstandes. Der erfindungsgemäße Bereich
der spezifischen elektrischen Leitfähigkeit kann deshalb auch durch
den Bereich des spezifischen Widerstandes ausgedrückt werden.
Der Bereich des spezifischen Widerstandes beträgt 100 Ω·cm oder mehr, vorzugsweise
1000 Ω·cm oder
mehr.
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Bei
der Dispersionspolymerisation von TFE ist es üblich, ein Verfahren anzuwenden,
in dem zusätzlich
zu einem Polymerisationsinitiator ein Dispersionsmittel aus einer
Perfluorverbindung oder ein Dispersionsstabilisator, wie z.B. Paraffinwachs,
dem Polymerisationssystem zugegeben wird. Wenn das Dispersionsmittel
aus einer Perfluorverbindung oder Paraffinwachs im Polymerisationssystem
vorhanden ist, werden die Werte des TOC und der spezifischen elektrischen
Leitfähigkeit
des Wassers im Polymerisationssystem wesentlich höher sein
als die im erfindungsgemäßen Verfahren
spezifizierten Werte. Wenn jedoch Wasser, das eine Reinheit wie
definiert aufweist, im erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wird,
und ein handelsüblich
erhältliches
Dispersionsmittel aus einer Perfluorverbindung mit einer hohen Reinheit,
z.B. mit einer APHA-Farbe von höchstens
50, oder ein Dispersionsstabilisator, wie z.B. Paraffinwachs mit
einer hohen Reinheit, worin z.B. der Gehalt des Antioxidans nicht
höher als
50 ppm ist, verwendet wird, verläuft
die Polymerisation ohne Probleme, sogar wenn der TOC-Wert in der
wässerigen
Phase während
der Polymerisation so wie vorstehend erwähnt hoch ist, und die spezifische
Standarddich te des resultierenden PTFE wird niedrig sein, und die
mechanischen Eigenschaften und seine Stabilität werden ebenfalls gut sein.
In einem solchen Polymerisationssystem ist es deshalb unzweckmäßig, ein
Verfahren zu verwenden, in dem der TOC-Wert oder die spezifische
elektrische Leitfähigkeit
des Wassers im Polymerisationssystem auf der Basis des Dispersionsmittels
oder des Dispersionsstabilisators definiert sind. Es wird in Betracht
gezogen, dass der dem Paraffinwachs zuzuschreibende TOC-Wert oder
die spezifische elektrische Leitfähigkeitskomponente nicht den
vorstehend erwähnten Verunreinigungen
entsprechen, die die Polymerisation von PTFE nachteilig beeinflussen.
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Im
Hinblick auf das für
die Polymerisation zu verwendende Wasser bestand andererseits, sogar wenn
das gleiche Paraffinwachs und Dispersionsmittel verwendet wurden,
abhängig
von der Differenz im TOC-Wert
und der spezifische elektrischen Leitfähigkeit des Wassers, ein wesentlicher
Unterschied in der Polymerisationsrate und in den physikalischen
Eigenschaften des erhaltenen PTFE. Dies deutet darauf hin, dass
der TOC und die spezifische elektrische Leitfähigkeitssubstanz, die im Wasser
enthalten sind, einen extrem großen Einfluss auf die Polymerisation von
PTFE darstellen, und es sehr effektiv ist, ihre Mengen zu definieren.
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Eine
solche Tendenz ist bei der Suspensionspolymerisation von PTFE bemerkenswerter,
bei der keine Substanz außer
dem Wasser und dem Polymerisationsinitiator enthalten ist, und wenn
der TOC-Wert und die spezifische elektrische Leitfähigkeit
des Wassers die in dem erfindungsgemäßen Verfahren definierten Werte übersteigen,
ergibt sich eine Verringerung oder Fluktuation der Polymerisationsrate
oder Verschlechterung oder Fluktuation der physikalischen Eigenschaften
des resultierenden PTFE, oder die Polymerisation wird überhaupt
nicht ablaufen.
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Das
erfindungsgemäß erhaltene
PTFE kann ein Homopolymer von TFE oder Copolymer von TFE mit einem
von TFE verschiedenen modifizierten Monomer, wie z.B. einem fluorierten
Monomer mit einer ethylenisch ungesättigten Gruppe, sein. Das fluorierte
Monomer mit einer ethylenisch ungesättigten Gruppe kann z.B. ein
fluoriertes Monomer sein, wie z.B. Hexafluorpropylen, Perfluorbuten-1,
Perfluorhexen-1, Perfluornonen-1, Perfluor(methylvinylether), Perfluor(ethylvinylether),
Perfluor(propylvinylether), Perfluor(heptylvinylether), (Perfluormethyl)ethylen, (Perfluorbutyl)ethylen
oder Chlortrifluorethylen. Diese fluorierten Monomere können allein
oder in Kombination als Mischung von zwei oder mehreren von ihnen
verwendet werden.
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Als
modifiziertes Monomer ist besonderes Perfluor(propylvinylether)
oder Hexafluorpropylen bevorzugt. Das modifizierte Monomer beträgt üblicherweise
vorzugsweise höchstens
1 Massen-%, insbesondere höchstens
0,5 Massen-%.
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Die
wässerige
Dispersionspolymerisation von TFE kann z.B. wie folgt durchgeführt werden.
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Die
wässerige
Dispersionspolymerisation kann durchgeführt werden unter Verwendung
von TFE allein, oder von TFE und dem modifizierten Monomer, in einem
wässerigen
Medium, das einen Polymerisationsinitiator, und, wenn erforderlich,
ein Dispersionsmittel enthält.
Die Polymerisationstemperatur liegt üblicherweise in einem Bereich
von 50 bis 120°C,
vorzugsweise in einem Bereich von 60 bis 100°C. Der Polymerisationsdruck
kann geeignet ausgewählt
werden, liegt aber üblicherweise
innerhalb eines Bereichs von 0,5 bis 4,0 MPa, vorzugsweise innerhalb
eines Bereiches von 1,0 bis 2,5 MPa.
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Die
wässerige
Suspensionspolymerisation kann durchgeführt werden unter Verwendung
von TFE allein oder von TFE und dem modifizierten Monomer, in einem
wässerigen
Medium, das einen Polymerisationsinitiator, und, wenn erforderlich,
eine sehr geringe Menge eines Dispersionsmittels enthält. Die
Polymerisationstemperatur liegt üblicherweise
innerhalb eines Bereiches von 30 bis 120°C, vorzugsweise innerhalb eines
Bereichs von 50 bis 100°C. Der
Polymerisationsdruck kann geeignet ausgewählt werden, liegt aber üblicherweise
innerhalb eines Bereiches von 0,5 bis 4,0 MPa, vorzugsweise innerhalb eines
Bereiches von 0,5 bis 2,5 MPa.
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Als
für die
wässerige
Dispersionspolymerisation zu verwendendes Dispersionsmittel ist
ein anionisches oberflächenaktives
Mittel, das eine geringe Kettenübertragungswirkung
aufweist, besonders bevorzugt, und ein oberflächenaktives Mittel vom Fluorkohlenstoff-Typ
ist in erster Linie bevorzugt. Als spezifisches Beispiel kann z.B.
genannt werden XCnF2nCOOM
(worin X ein Wasserstoffatom, ein Chloratom oder ein Fluoratom oder
(CF3)2CF ist, M ein
Wasserstoffatom, NH4 oder ein Alkalimetall
ist, und n eine ganze Zahl von 6 bis 12 ist), CmF2m+1O(CF(CF3)CF2O)pCF(CF3)COOM (worin M ein Wasserstoffatom, NH4 oder ein Alkalimetall ist, m eine ganze
Zahl von 1 bis 12 ist, und p eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist), CnF2n+1SO3M
oder CnF2n+1CH2CH2SO3M
(in diesen zwei Formeln besitzen n und M die vorstehend angegebene
Bedeutung). Ein oberflächenaktives
Mittel vom Perfluorkohlenstoff-Typ ist besonders bevorzugt, und
genannt werden können
z.B. C7F15COONH4, C8F17COONH4, C9F19COONH4, C10F21COONH4, C7F15COONa, C8F17COONa, C9F19COONa, C9F15COOK, C8F15COOK, C9F19COOK, C3F7O(CF(CF3)CF2O)2CF(CF3)COONH4. Sie können allein
oder in Kombination als Mischung von zwei oder mehreren von ihnen
verwendet werden. Als Dispersionsmittel ist es bevorzugt, ein handelsübliches Produkt
mit einer hohen Reinheit zu verwenden, z.B. ein solches, das eine
APHA-Farbe von höchstens
50 aufweist.
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Der
Gehalt des Dispersionsmittels liegt vorzugsweise innerhalb eines
Bereiches von 250 bis 5000 ppm, bezogen auf die Masse des zu verwendenden
Wassers, und um die Stabilität
der wässerigen
Dispersion weiter zu verbessern, kann während der Polymerisation ein
Dispersionsmittel zugegeben werden.
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In
der vorliegenden Erfindung ist der Polymerisationsinitiator ein
wasserlöslicher
Polymerisationsinitiator und ist vorzugsweise ein wasserlöslicher
radikalischer Polymerisationsinitiator oder ein wässeriger
Polymerisationsinitiator vom Redox-Typ. Als wasserlöslicher
radikalischer Polymerisationsinitiator ist ein Persulfat, wie z.B.
Ammoniumpersulfat oder Kaliumpersulfat, oder ein wasserlösliches
organisches Peroxid, wie z.B. Bisbernsteinsäureperoxid, Bisglutarsäureperoxid
oder tert-Butylhydroperoxid, bevorzugt. Sie können allein oder in Kombination
als Mischung von zwei oder mehreren von ihnen verwendet werden.
Als Zugabemethode ist es bevorzugt, entweder die Zugabe auf einmal
durchzuführen
oder eine kontinuierliche Zugabe zu verwenden. Als Polymerisationsinitiator
vom Redox-Typ kann z.B. genannt werden eine Kombination eines wasserlöslichen
Oxidationsmittels, wie z.B. eines Persulfats oder eines Bromats,
mit einem Reduktionsmittel, wie z.B. einem Sulfit oder Diimin. Im
Fall, in dem ein wässeriger
Polymerisationsinitiator vom Redox-Typ verwendet wird, ist es bevorzugt,
dass entweder das Oxidationsmittel oder das Reduktionsmittel vorher
in einen Autoklaven gegeben wird und dann das andere Mittel kontinuierlich
zuzugeben, um die Polymerisation zu initiieren, und eine Methode,
bei der das Oxidati onsmittel vorher in einen Autoklaven gegeben
wird und dann das Reduktionsmittel kontinuierlich zugegeben wird,
ist besonders bevorzugt.
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Der
Gehalt des Polymerisationsinitiators kann geeignet ausgewählt werden,
beträgt
aber vorzugsweise 2 bis 600 ppm, bezogen auf die Menge an Wasser.
Je geringer der Gehalt des Polymerisationsinitiators ist, desto
geringer ist die relative Standarddichte, d.h., es besteht die Tendenz,
PTFE mit einem hohen mittleren Molekulargewicht zu erhalten. Wenn der
Gehalt des Polymerisationsinitiators zu gering ist, tendiert die
Polymerisationsrate dazu, zu gering zu sein, und wenn er zu hoch
ist, tendiert die relative Standarddichte des resultierenden PTFE
dazu, hoch zu sein.
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Die
wässerige
Dispersionspolymerisation wird vorzugsweise in Gegenwart eines Dispersionsstabilisators
durchgeführt.
Als Dispersionsstabilisator ist z.B. Paraffinwachs, ein fluoriertes Öl, ein fluoriertes
Lösungsmittel
oder Siliconöl
bevorzugt. Sie können
allein oder in Kombination als Mischung von zwei oder mehreren von
ihnen verwendet werden. Besonders bevorzugt ist es, die Polymerisation
in Gegenwart von Paraffinwachs durchzuführen. Das Paraffinwachs kann
bei Raumtemperatur flüssig,
halbfest oder fest sein, bevorzugt ist aber ein gesättigter
Kohlenwasserstoff mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen. Der Schmelzpunkt
des Paraffinwachs beträgt üblicherweise
vorzugsweise 40 bis 65°C,
insbesondere 50 bis 65°C.
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Die
Menge des Paraffinwachses beträgt
vorzugsweise 0,1 bis 12 Massen-%, insbesondere 0,1 bis 8 Massen
%, bezogen auf die Menge des zu verwendenden Wassers.
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Als
Dispersionsstabilisator ist es bevorzugt, ein handelsübliches
Produkt mit einer hohen Reinheit zu verwenden, und der Gehalt des
Antioxidans beträgt
z.B. vorzugsweise höchstens
100 ppm, insbesondere höchstens
40 ppm.
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Die
wässerige
Dispersionspolymerisation wird üblicherweise
durch leichtes Rühren
der wässerigen
Polymerisationsmischung durchgeführ.
Die Rührbedingung
wird so kontrolliert, dass die gebildeten feinen PTFE-Teilchen in
der wässerigen
Dispersion nicht koagulieren. Die wässerige Dispersionspolymerisation
wird üblicherweise
durchgeführt,
bis die Konzentration der feinen PTFE-Teilchen in der wässerigen
Dispersion 15 bis 40 Massen % beträgt.
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PTFE
wird aus der erhaltenen wässerigen Dispersion
koaguliert und getrocknet, um ein feines PTFE-Pulver zu erhalten. Als Koagulationsmethode ist
es bevorzugt, die feinen PTFE-Teilchen durch Rühren der wässerigen Dispersion bei einer
hohen Geschwindigkeit zu koagulieren. Zu diesem Zeitpunkt kann ein
Koagulationsmittel zugegeben werden. Als Koagulationsmittel ist
z.B. ein mehrwertiges organisches Salz, wie z.B. Ammoniumcarbonat,
eine Mineralsäure,
ein kationisches oberflächenaktives Mittel
oder ein Alkohol bevorzugt, und Ammoniumcarbonat ist besonders bevorzugt.
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Das
Trocknen des durch Koagulation im nassen Zustand erhaltene PTFE
kann bei einer optionalen Temperatur durchgeführt werden, wird aber vorzugsweise
innerhalb eines Bereiches von 100 bis zu 250°C, und insbesondere innerhalb
eines Bereiches von 130 bis 200°C
durchgeführt.
Durch das Trocknen kann ein feines PTFE-Pulver erhalten werden.
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Durch
die vorliegende Erfindung kann die relative Standarddichte (nachstehend
als SSG bezeichnet) des erhaltenen PTFE leicht auf 2,165 oder weniger
eingestellt werden. SSG ist ein Index für das mittlere Molekulargewicht.
Es kann gesagt werden, dass, je kleiner der Wert von SSG ist, je
höher ist
das mittlere Molekulargewicht. SSG zeigt die Tendenz, abzufallen,
wenn das mittlere Molekulargewicht steigt. In der vorliegenden Erfindung
kann nämlich ein
solches mit einem geringen Wert des SSG und einem hohen mittleren
Molekulargewicht leicht erhalten werden.
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Die
Suspensionspolymerisation ist eine Polymerisation von TFE in der
obigen Dispersionspolymerisation, worin das von Wasser verschiedene
Dispersionsmittel, Wachs usw. und der Polymerisationsinitiator nicht
enthalten sind. Die Polymerisationsbedingungen usw. können die
gleichen sein wie bei der obigen wässerigen Dispersionspolymerisation.
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Es
wird nun das erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung von PTFE beispielhaft beschrieben, aber die vorliegende
Erfindung ist keinesfalls darauf beschränkt. Für Messungen von TOC, der spezifischen
elektrischen Leitfähigkeit,
des Gehaltes an Oxidationsmittel, der APHA-Farbe und der relativen
Standarddichte (SSG) wurden die folgenden Methoden verwendet.
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Methode zur Messung von
TOC
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Die
Messung von TOC wurde mittels TAC-102P, hergestellt von T&C Technical Company, durchgeführt.
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Methode zur Messung der
spezifischen elektrischen Leitfähigkeit
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Die
Messung der spezifischen elektrischen Leitfähigkeit wurde bei einer Wassertemperatur
von 20°C
mittels TAC-102P, hergestellt von T&C Technical Company, durchgeführt.
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Methode zur Messung des
Gehaltes an Antioxidans
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Paraffinwachs
wurde in n-Hexan gelöst,
und das maximale spektrale Absorptionsmaß bei einer Wellenlänge von
240 bis 340 nm der Lösung
mittels eines Ultraviolett-Spektrophotometers gemessen. Dann wurde
der Gehalt des Antioxidans im Paraffinwachs durch Berechnung, bezogen
auf den vorher gemessenen molaren Absorptionskoeffizienten des Antioxidans,
bestimmt.
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Methode zur Messung der
APHA-Farbe
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Gemessen
nach der Methode von JIS K0071-1.
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Methode zur Messung der
relativen Standarddichte (SSG)
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Gemessen
nach der Methode von ASTM-4895.
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BEISPIEL 1
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In
ein Polymerisationsgefäß mit einer
Innenkapazität
von 100 l, das mit einem Rührer
ausgestattet war, wurden 740 g Paraffinwachs (hergestellt von Nippon
Oil Co., Ltd., Antioxidansgehalt: 10 ppm), 60 l ultrareines Wasser
mit einem TOC-Wert von 15 ppb und einer spezifischen elektrischen
Leitfähigkeit
von 0,08 μS/cm
und 190 g Ammoniumperfluoroctanoat (APHA-Farbe: 20) gegeben. Das
Polymerisationsgefäß wurde
entlüftet
und mit Stickstoff gespült
und dann auf 70°C
erwärmt.
Nach Stabilisierung der Temperatur wurde TFE bis zu einem Druck
von 1,86 MPa eingeführt.
Während
der Inhalt gerührt
wurde, wurden 7,5 g Dibernsteinsäureperoxid,
gelöst
in 1 l Wasser, zugegeben, um die Polymerisation zu initiieren. Mit
fortschreitender Polymerisation wurde TFE verbraucht, und der Druck
im Polymerisationsgefäß fiel. Um
den Druck konstant zu halten, wurde TFE kontinuierlich zugeführt. Außerdem wurden
nach Ablauf von 30 Minuten nach Initiierung der Polymerisation 300
g einer wässerigen
Ammoniumperfluoroctanoat-Lösung,
gelöst
in 1 l Wasser, zugegeben. Nach Ablauf von 60 Minuten von der Initiierung
der Polymerisation wurde die Temperatur des Polymerisationsgefäßes auf
80°C mit
einer Rate von 20°C
pro Stunde erhöht.
Nach Initiierung der Polymerisation wurden, wenn die Menge des zugeführten TFE
25 kg erreichte, das Rühren
und die Zufuhr von TFE beendet, und TFE im Polymerisationsgefäß wurde
ausgespült,
gefolgt von einer Stickstoffsubstitution, unter Erhalt einer wässerigen
Dispersion von PTFE. Die für diese
Polymerisation erforderliche Zeit betrug 122 Minuten. Die erhaltene
Dispersion wurde koaguliert, und PTFE im feuchten Zustand abgetrennt
und bei 160°C
getrocknet, und ein feines PTFE-Pulver erhalten. Das erhaltene PTFE
wies ein SSG von 2,162 auf.
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VERGLEICHSBEISPIEL 1
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Auf
die gleiche Weise wie in Beispiel 1 wurde eine wässerige Dispersion von PTFE
erhalten, mit der Ausnahme, dass Rohwasser vor Reinigung mit einem
TOC von 540 ppm und einer spezifischen elektrischen Leitfähigkeit
von 3,1 μS/cm
verwendet wurde. Die für
diese Polymerisation erforderliche Zeit betrug 247 Minuten. Auf
gleiche Weise wie in Beispiel 1 wurde ein feines PTFE-Pulver erhalten.
Das erhaltene PTFE wies eine SSG von 2,171 auf.
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BEISPIEL 2
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In
ein Polymerisationsgefäß mit einer
Innenkapazität
von 50 l, das mit einem Rührer
ausgestattet war, wurden 30 l ultrareines Wasser mit einem TOC-Wert
von 15 ppb und einer spezifischen elektrischen Leitfähigkeit
von 0,08 μS/cm
gegeben. Das Polymerisationsgefäß wurde
entlüftet
und mit Stickstoff gespült,
um Sauerstoff im System vollständig
zu entfernen, und um das innere des Gefäßes mit Stickstoff zu füllen. Das
Innere des Gefäßes wurde
auf 78°C
erhitzt, und nach Stabilisierung der Temperatur wurde der Druck
im Gefäß auf 0,147
MPa eingestellt, und dann wurde TFE eingeführt, um den Druck im Gefäß auf 0,833
MPa einzustellen. Während
der Inhalt gerührt
wurde, wurden 8 ml 28%iges wässeriges Ammoniak
und 35 mg Ammoniumpersulfat zur Initiierung der Polymerisation zugegeben.
Mit fortschreitender Polymerisation wurde TFE verbraucht, und der
Druck im Polymerisationsgefäß fiel.
Um den Druck konstant zu halten, wurde TFE kontinuierlich zugeführt. Nach
Initiierung der Polymerisation wurden, wenn die Menge an zugeführtem TFE
4,5 kg erreicht, das Rühren
und die Zufuhr von TFE beendet, und das TFE im Polymerisationsgefäß wurde
ausgespült,
gefolgt von einer Stickstoffsubstitution, und grannenartige Granulate
von PTFE erhalten. Die für diese
Polymerisation erforderliche Zeit betrug 70 Minuten. Die erhaltenen
Granulate wurden auf eine Größe von 300
bis 500 μm
pulverisiert und dann mittels eines Jet-0-mizer (hergestellt von
Hosokawa Micron Corporation) auf 35 μm pulverisiert. Das erhaltene
feine PTFE-Pulver wies eine SSG von 2,153 auf.
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VERGLEICHSBEISPIEL 2
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Auf
die gleiche Weise wie in Beispiel 2 wurde eine Polymerisation versucht,
mit der Ausnahme, dass Rohwasser vor Reinigung mit einem TOC-Wert von
520 ppm und einer spezifischen elektrischen Leitfähigkeit
von 3,2 μS/cm
verwendet wurde, aber die Polymerisation war extrem langsam und
ohne praktisch verwendbares Niveau.
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Wie
vorstehend beschrieben, wird gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
zur Herstellung von PTFE eine Verringerung oder Fluktuation in der Polymerisationsrate
während
der Polymerisation von PTFE minimal, und es kann ein PTFE. bei dem
Verschlechterung oder Fluktuation der physikalischen Eigenschaften
minimal sind, erhalten werden.