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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Herstellung von Gegenständen mit
strukturierten Oberflächen.
Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung ein Werkzeug mit wellenförmig-schraubenförmigen Windungen
zur Herstellung von Gegenständen
mit einer oder mehreren strukturierten Flächen und Verfahren zum Verwenden
des Werkzeugs bei der Herstellung von Gegenständen mit einer oder mehreren
strukturierten Oberflächen.
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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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Gegenstände mit
einer oder mehreren strukturierten Oberflächen haben eine Vielzahl verschiedener
Einsatzzwecke. Die Gegenstände
können
als Filme bereitgestellt werden, die beispielsweise eine vergrößerte Oberfläche, Strukturen,
die dazu dienen, ein mechanisches Befestigungsmittel bereitzustellen, optische
Eigenschaften usw. aufweisen. Wenn diese Filme zur Verwendung als
mechanische Befestigungsmittel hergestellt werden, so nennt man
die Vorsprünge,
die sich auf der strukturierten Oberfläche finden, gemeinhin "Haken". Die Haken können eine
gekrümmte
Gestalt haben, oder sie können
im Wesentlichen aufrechte Schäfte
sein, die in einem anschließenden
Arbeitsschritt so umgeformt werden, dass sie beispielsweise einen
Kopf in Pilzform aufweisen.
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Mechanische
Befestigungsmittel sind manchmal so gestaltet, dass zwei Hakenstreifen
verwendet werden können,
um zwei Gegenständen
aneinander zu befestigen, indem jeder Streifen an einem der Gegenstände angehaftet
wird und die zwei Streifen dann miteinander in Eingriff gebracht
werden. Ein solches mechanisches Befestigungsmittel ist in US-Patent
Nr. 3,192,589 (Pearson) gezeigt, wo das Befestigungsmittel "hermaphroditisch" genannt wird, weil
seine mit Köpfen
versehenen Schäfte
sowohl "männliche" als auch "weibliche" Merkmale aufweisen,
wenn sie miteinander in Eingriff gebracht werden. Die Befestigungsmittel
nach Pearson können
durch Formen einer Basis hergestellt werden, von der integrale kopflose
Schäfte
vorstehen, wobei dann die Spitzen der Schäfte mittels Wärme erweicht werden.
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US-Patent
Nr. 5,077,870 (Melbye und Mitarbeiter) offenbart ein Verfahren zur
Herstellung des Hakenstreifenabschnitts eines mechanischen Befestigungsmittels,
wobei schmelzflüssiges
Material in Hohlräume
gedrängt
wird, die in einer sich bewegenden Formoberfläche ausgebildet sind. Die Schäfte, die
durch die sich bewegende Formoberfläche ausgeformt werden, werden
dann mit Kappen versehen, so dass die gewünschten Befestigungsmittel
entstehen. Die Hohlräume
werden in der Formoberfläche durch
Bohren ausgebildet. Infolge dessen haben die Hohlräume eine
zylindrische Gestalt, und auch wenn sich einige Präzision bei
der Tiefe, dem Durchmesser und den Abständen zwischen den Hohlräumen erreichen
lässt,
ist es doch einigermaßen
schwierig und mit erhöhten
Kosten zu bewerkstelligen. Außerdem macht
es eine Beschädigung
der Formoberfläche
in der Regel erforderlich, die gesamte Form zu verschrotten.
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US-Patent
Nr. 5,792,411 (Morris und Mitarbeiter) offenbart ein Formwerkzeug,
das durch Laserbearbeitung einer Formoberfläche hergestellt wird. Schmelzflüssiges Material
wird dann in die Hohlräume
in der sich bewegenden Formoberfläche gedrängt, um Schäfte auszubilden. Die Schäfte werden dann
mit Kappen versehen, um die gewünschten
Befestigungsmittel entstehen zu lassen. Da die Hohlräume durch
Laserablation ausgebildet werden, basiert die Form der Hohlräume auf
der Energie verteilung innerhalb des Laserstrahls, der zum Ausbilden der
Hohlräume
verwendet wird. Des Weiteren ist eine präzise Steuerung der Tiefe der
Hohlräume
schwierig, was auf Schwankungen in dem zur Herstellung der Form
verwendeten Materials, der Leistung des Laserstrahls, der Energieverteilung
innerhalb des Strahls, des Strahlfokus' usw. zurückzuführen ist.
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US-Patent
Nr. 4,775,310 (Fischer) und die PCT-Schrift Nr. WO 97/46129 (Lacey
und Mitarbeiter) offenbaren Werkzeuge zur Herstellung von Hakenstreifen
für ein
mechanisches Befestigungsmittel vom Haken-und-Schlaufen-Typ. Die Werkzeuge werden
durch eine Hohltrommel mit einem Wasserkühlmantel gebildet. Eine Reihe
von Formscheiben oder einander abwechselnden Formscheiben und Distanzplatten
sind entlang der Trommel aneinanderlaminiert, so dass die gewünschten
Formhohlräume auf
der Walzenoberfläche
entstehen. Zu den Nachteilen dieser Bauweisen gehören die
Kosten der Herstellung der Formscheiben mit ausreichender Präzision,
um zu gewährleisten,
dass die Hohlräume
die gleiche Tiefe, Länge,
Beabstandung usw. aufweisen. Größenbeschränkungen,
denen die Scheiben infolge von Herstellungsschwierigkeiten unterliegen,
können ihrerseits
die Produktionsstreckengeschwindigkeit bei Prozessen verlangsamen,
in denen diese Werkzeuge eingesetzt werden. Zu weiteren Nachteilen dieser
Bauweise gehören
eine ungleichmäßige Kühlung der
Formhohlräume,
Ungleichmäßigkeiten
in den Produkten, die mittels der übereinander gestapelten Platten
hergestellt wurden, usw.
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KURZDARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt Werkzeugwalzen und Verfahren zur Verwendung
der Werkzeugwalzen zur Herstellung von Gegenständen mit einer oder mehreren
strukturierten Oberflächen
bereit. Die Werkzeugwalzen enthalten eine Außenfläche, die, wenn sie in Verbindung mit
Materialen der richtigen Viskosität oder Formbarkeit verwendet
wird, eine strukturierte Oberfläche
auf einem Gegenstand ausbilden kann. Weil die Werkzeuge in Walzenform hergestellt
werden, lassen sie sich vorteilhaft in kontinuierlichen Herstellungsprozessen
verwenden. Alternativ können
einzelne Gegenstände
mit Hilfe der Werkzeugwalzen der vorliegenden Erfindung verarbeitet
werden.
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"Strukturierte Oberfläche" bedeutet, dass eine
Oberfläche
des Gegenstandes sich von einer planaren oder sonstigen glatten
Oberfläche
unterscheidet. Beispielsweise kann die strukturierte Oberfläche Vorsprünge enthalten,
die sich von dieser Oberfläche
aus erstrecken, wie beispielsweise Schäfte, die in Verbindung mit
mechanischen Befestigungsmitteln verwendet werden. Zu weiteren alternativen
strukturierten Oberflächen
gehören
beispielsweise kontinuierliche Rillen oder Erhöhungen, längliche Strukturen usw.
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Die
Werkzeugwalzen der vorliegenden Erfindung bestehen aus einer zylindrische
Basiswalze und sind mit einem oder mehreren kontinuierlichen Drähten in
einem wellenförmig-schraubenförmigen Muster
umwunden. Die Drähte
werden praktisch dafür
verwendet, eine strukturierte Oberfläche auf der Werkzeugwalze auszubilden,
die das Negativ der strukturierten Oberfläche darstellt, die auf den
Gegenständen
ausgebildet werden soll, die mittels der Werkzeugwalze bearbeitet
werden. Bei einer Ausführungsform
kann wenigstens einer der Drähte,
die um die Basiswalze herum gewunden sind, mehrere Leerstellen enthalten,
die, wenn der Draht um die Basiswalze herum gewunden ist, mehrere
Formhohlräume auf
der Außenfläche der
Werkzeugwalze bilden. Alternativ können der eine oder die mehreren
gewundenen Drähte
zur Ausbildung einer kontinuierlichen strukturierten Oberfläche, beispielsweise
einer oder mehrerer kontinuierlicher Rillen, verwendet werden.
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Die
wellenförmig-schraubenförmigen Windungen,
die durch die Drähte
in den Werkzeugwalzen der vorliegenden Erfindung ausgebildet werden, bilden
ein solches Profil oder eine solche Form, dass der Abstand zwischen
einer Bezugsebene quer zur Längsachse
der Basiswalze und dem einen oder mehreren Drähten nacheinander wenigstens
einmal zunimmt und abnimmt, wenn man sich in einer Richtung entlang
des Umfangs um die Basiswalze herum bewegt. Obgleich der oder die
Drähte,
die um die Basiswalze herum gewunden sind, sich fortlaufend über die
Oberfläche
der Walze erstrecken, verlaufen sie infolge dessen wellenförmig, so
dass der gewünschte
variierende Abstand zur Bezugsebene entsteht. Das wellenförmigschraubenförmige Muster,
das durch den oder die Drähte
gebildet wird, kann durch eine sich windende Oberfläche nahe
dem oder den Enden der Basiswalze gebildet werden.
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Zu
den Vorteilen dieses wellenförmig-schraubenförmigen Windungsdesigns
kann beispielsweise eine gleichmäßigere Verteilung
der Abnutzung der Oberflächen
(beispielsweise einer Quetschwalze) gehören, gegen die die Werkzeugwalze
während
des Betriebes vorgespannt ist. Ein weiterer möglicher Vorteil kann im Verändern der Ausrichtung
von Formhohlräumen
(relativ zur Maschinenrichtung) liegen, die in der Werkzeugwalze durch
den oder die gewundenen Drähte
ausgebildet sind. Eventuelle Vorsprünge, die in einem strukturierten
Gegenstand durch die Formhohlräume
gebildet werden, können
dann ebenfalls ihre Ausrichtung relativ zur Maschinenrichtung verändern. Ein
weiterer möglicher
Vorteil der wellenförmig-schraubenförmigen Windung
auf den Werkzeugwalzen der vorliegenden Erfindung ist, dass eine
Drehbewegung der Windungen relativ zur Basiswalze gehemmt werden kann.
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Zu
weiteren Vorteilen der Werkzeugwalzen gehört beispielsweise die Möglichkeit,
die Drahtwindungen auf der Basiswalze auszuwechseln, wenn die Außenfläche der Werkzeugwalze
beschädigt oder
abgenutzt ist. Die Werkzeugwalzen können auch relativ preiswert
im Vergleich zu den Kosten der Herstellung von Werkzeugwalzen sein,
die beispielsweise gestapelte Platten verwenden oder bei denen direkt
in die Formoberfläche
hineingebohrt wird.
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Ein
weiterer Vorteil ist die Möglichkeit,
die Beabstandung zwischen den Formhohlräumen entlang der Breite der
Walze durch Variieren der Dicke des einen oder der mehreren Drähte, die
um die Basiswalze herum gewunden sind, zu steuern. Die Beabstandung
der Formhohlräume
entlang des Umfangs kann ebenfalls unabhängig gesteuert werden, indem
die Beabstandung zwischen Leerstellen in dem oder den Drähten, die
um die Basiswalze herum gewunden sind, gesteuert wird. Ein weiterer
Vorteil ist, dass durch Steuern des Profils oder der Querschnittsform
des einen oder der mehreren Drähte und
der Gestalt oder Gestalten der Leerstellen, die in dem Draht ausgebildet
sind, auch Variationen der Gestalt oder Gestalten der Formhohlräume erreicht werden
können.
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Ein
weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die relativ geringe
thermische Masse des einen oder der mehreren Drähte, die um die Basiswalze
herum gewunden sind, im Vergleich zu der thermischen Masse der Basiswalze.
Infolge dessen kann die thermische Steuerung der Formhohlräume verbessert
werden, was entsprechende Verbesserungen bei der Gleichmäßigkeit
der Produkte, die mittels der Werkzeugwalzen hergestellt werden,
mit sich bringen kann.
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Im
Sinne der vorliegenden Erfindung meint "Formhohlraum" jegliche Diskontinuität in einer
ansonsten glatten oder planaren Oberfläche, in die hinein formbares
Material während
eines Formungsprozesses fließen
kann. Bei einigen Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung können
die Werkzeugwalzen Formhohlräume
mit großen
Seitenverhältnissen,
wie weiter unten definiert, enthalten, obgleich es sich versteht,
dass ein Formhohlraum kein großes Seitenverhältnis haben
muss.
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Gemäß einem
Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine Werkzeugwalze bereit,
die Folgendes enthält:
eine zylindrische Basiswalze, die ein erstes und ein zweites Ende
aufweist, die entlang einer Längsachse
voneinander beabstandet sind; und einen ersten Draht, der mehrere
darin ausgebildete erste Leerstellen aufweist, wobei der erste Draht
in schraubenförmigen
Windungen um die Basiswalze herum gewunden ist, wobei die mehreren
ersten Leerstellen in dem ersten Draht mehrere erste Hohlräume bilden,
wobei jeder Hohlraum der mehreren ersten Hohlräume an einer Außenfläche der
Werkzeugwalze eine Öffnung
aufweist; wobei ein Abstand zwischen dem ersten Draht und einer
Bezugsebene quer zur Längsachse
der Basiswalze beim Bewegen in einer Richtung um einen Umfang der
Basiswalze herum mindestens einmal der Reihe nach zunimmt und abnimmt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung eine Werkzeugwalze
bereit, die Folgendes enthält:
eine zylindrische Basiswalze, die ein erstes und ein zweites Ende
aufweist, die entlang einer Längsachse
voneinander beabstandet sind; einen ersten Draht, der mehrere darin
ausgebildete erste Leerstellen aufweist, wobei der erste Draht in schraubenförmigen Windungen
um die Basiswalze herum gewunden ist; einen zweiten Draht, der um
die Basiswalze herum gewunden ist, wobei der zweite Draht zwischen
benachbarten schraubenförmigen Windungen
des ersten Drahtes angeordnet ist; wobei der zweite Draht und die
mehreren ersten Leerstellen in dem ersten Draht mehrere erste Hohlräume bilden, wobei
jeder Hohlraum der mehreren ersten Hohlräume an einer Außenfläche der
Werkzeugwalze eine Öffnung
aufweist; und wobei ein Abstand zwischen dem ersten Draht und einer
Bezugsebene quer zur Längsachse
der Basiswalze beim Bewegen in einer Richtung um einen Umfang der
Basiswalze herum mindestens einmal der Reihe nach zunimmt und abnimmt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum
Ausbilden einer strukturierten Oberfläche auf einem Gegenstand bereit,
wobei eine Werkzeugwalze bereitgestellt wird, die Folgendes enthält: eine
zylindrische Basiswalze, die ein erstes und ein zweites Ende aufweist,
die entlang einer Längsachse
voneinander beabstandet sind; einen ersten Draht, der mehrere darin
ausgebildete erste Leerstellen aufweist, wobei der erste Draht in
schraubenförmigen
Windungen um die Basiswalze herum gewunden ist, wobei die mehreren
ersten Leerstellen in dem ersten Draht mehrere erste Hohlräume bilden,
wobei jeder Hohlraum der mehreren ersten Hohlräume an einer Außenfläche der
Werkzeugwalze eine Öffnung
aufweist, wobei ein Abstand zwischen dem ersten Draht und einer
Bezugsebene quer zur Längsachse
der Basiswalze beim Bewegen in einer Richtung um einen Umfang der
Basiswalze herum mindestens einmal der Reihe nach zunimmt und abnimmt.
Das Verfahren beinhaltet ferner das Inkontaktbringen eines formbaren
Materials mit der Außenfläche der
Werkzeugwalze, um die strukturierte Oberfläche unter Verwendung der Außenfläche der Werkzeugwalze
auszubilden, wobei das formbare Material mindestens teilweise mindestens
einige der ersten Hohlräume
ausfüllt;
und Abnehmen der strukturierten Oberfläche von der Außenfläche der
Werkzeugwalze, wobei die strukturierte Oberfläche mehrere Vorsprünge aufweist,
die den mehreren ersten Hohlräumen
entsprechen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum
Ausbilden einer strukturierten Oberfläche auf einem Gegenstand bereit,
wobei eine Werkzeugwalze bereitgestellt wird, die Folgendes enthält: eine
zylindrische Basiswalze, die ein erstes und ein zweites Ende aufweist,
die entlang einer Längsachse
voneinander beabstandet sind; einen ersten Draht, der in schraubenförmigen Windungen
um die Basiswalze herum gewunden ist, wobei ein Abstand zwischen
dem ersten Draht und einer Bezugsebene quer zur Längsachse
der Basiswalze beim Bewegen in einer Richtung um einen Umfang der
Basiswalze herum mindestens einmal der Reihe nach zunimmt und abnimmt;
einen zweiten Draht, der in schraubenförmigen Windungen um die Basiswalze
herum gewunden ist, wobei der zweite Draht zwischen benachbarten
schraubenförmigen Windungen
des ersten Drahtes angeordnet ist; und wobei die schraubenförmigen Windungen
des ersten und des zweiten Drahtes sich entlang der Längsachse
abwechseln, und wobei ferner eine Höhe des ersten Drahtes über der
Basiswalze geringer ist als eine Höhe des zweiten Drahtes über der
Basiswalze, wodurch eine schraubenförmige Rille auf einer Außenfläche der
Werkzeugwalze gebildet wird, wobei die schraubenförmige Rille
der Gestalt des ersten Drahtes entspricht. Das Verfahren beinhaltet
ferner das Inkontaktbringen eines formbaren Materials mit der Außenfläche der
Werkzeugwalze, um eine strukturierte Oberfläche auf einem Gegenstand unter
Verwendung der Außenfläche der
Werkzeugwalze auszubilden, wobei das formbare Material mindestens
teilweise mindestens einen Abschnitt der schraubenförmigen Rille
ausfüllt,
die durch den ersten und den zweiten Draht gebildet wird; und Abnehmen
der strukturierten Oberfläche
von der Werkzeugwalze, wobei die strukturierte Oberfläche eine
Reihe von Erhöhungen
aufweist.
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Diese
und weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
im Folgenden in Verbindung mit veranschaulichenden Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Draufsicht auf eine Werkzeugwalze gemäß der vorliegenden Erfindung.
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1A ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Abschnitts der Oberfläche
der Basiswalze 12 von 1, wobei
eine Oberflächenstrukturierung
auf der Oberfläche, über die
Drähte
gewunden sind, gezeigt ist.
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2 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Abschnitts des Oberfläche
der Werkzeugwalze von 1, wobei die darin ausgebildeten
Hohlräume
veranschaulicht sind.
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3 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
der Werkzeugwalze von 2 entlang der Linie 3-3 in 2.
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4 ist
eine vergrößerte weggeschnittene perspektivische
Ansicht eines Abschnitts der Oberfläche der Werkzeugwalze von 2,
wobei die darin ausgebildeten Hohlräume veranschaulicht sind.
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5 ist
ein Schaubild eines alternativen wellenförmig-schraubenförmigen Windungsprofils, das
in einer Werkzeugwalze der vorliegenden Erfindung verwendet werden
kann.
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6 ist
ein Schaubild eines weiteren alternativen wellenförmig-schraubenförmigen Windungsprofils,
das in einer Werkzeugwalze der vorliegenden Erfindung verwendet
werden kann.
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7 ist
eine vergrößerte perspektivische Ansicht
einer strukturierten Oberfläche,
die mittels einer Werkzeugwalze gemäß der vorliegenden Erfindung
ausgebildet wurde.
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8 ist
eine vergrößerte Draufsicht
auf einen Abschnitt der Oberfläche
einer weiteren Werkzeugwalze gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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9 ist
eine Querschnittsansicht von 8 entlang
der Linie 9-9.
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10 ist
eine Querschnittsansicht von 8 entlang
der Linie 10-10.
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11 ist
eine Draufsicht auf einen Abschnitt einer weiteren Werkzeugwalze
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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12 veranschaulicht
ein Verfahren zur Herstellung einer Werkzeugwalze gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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13 veranschaulicht
ein Verfahren zur Herstellung eines Films mit einer Topologie mit
großem
Seitenverhältnis
mittels einer Werkzeugwalze gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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14 ist
eine Querschnittsansicht der Vorrichtung von 13 entlang
der Linie 14-14 in 13.
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15 veranschaulicht
ein Verfahren zur Herstellung eines Films mit einer Topologie mit
großem
Seitenverhältnis,
der Vorsprünge
auf beiden Seiten enthält,
mittels zweier Werkzeugwalzen gemäß der vorliegenden Erfindung.
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16 ist
eine vergrößerte teilweise
Querschnittsansicht eines Prozesses, bei dem eine andere Werkzeugwalze
gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet wird.
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17 ist
eine Draufsicht auf eine weitere Werkzeugwalze, die längliche
diskontinuierliche schraubenförmigen
Formhohlräume
enthält.
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18 ist
eine perspektivische Ansicht eines Films, der unter Verwendung der
Werkzeugwalze von 17 hergestellt wurde.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG VERANSCHAULICHENDER AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt Werkzeugwalzen und Verfahren zur Verwendung
der Werkzeugwalzen zur Herstellung von Gegenständen mit einer oder mehreren
strukturierten Oberflächen
bereit. Die Werkzeugwalzen enthalten eine Außenfläche, die – wenn sie in Verbindung mit
Materialien mit der richtigen Viskosität oder Formbarkeit verwendet werden – eine strukturierte
Oberfläche
auf einem Gegenstand ausbilden können.
Weil die Werkzeuge in Walzenform hergestellt werden, können sie
vorteilhaft in kontinuierlichen Herstellungsprozessen verwendet
werden, um beispielsweise Filme, Folien usw. herzustellen. Alternativ
können
einzelne Gegenstände
mittels der Werkzeugwalzen der vorliegenden Erfindung bearbeitet
werden.
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Die
Werkzeugwalzen der vorliegenden Erfindung können mehrere Hohlräume in ihren
Außenflächen enthalten,
die
- – wenn
sie in Verbindung mit Materialien mit der richtigen Viskosität oder Formbarkeit
verwendet werden
- – Vorsprünge oder
Strukturen auf wenigstens einer Oberfläche eines Films ausbilden können. Alternativ
können
zwei dieser Walzen in Kombination verwendet werden, um einen Film
herzustellen, bei dem beide Hauptflächen Vorsprünge oder Strukturen aufweisen.
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1-4 zeigen
eine veranschaulichende Ausführungsform
der Werkzeugwalze 10 gemäß der vorliegenden Erfindung. 1 zeigt
die zylindrische Basiswalze 12, eine erste Endkappe 50 und eine
zweite Endkappe 60. Die erste Endkappe 50 befindet
sich nahe einem ersten Ende der zylindrischen Basiswalze 12.
Die zweite Endkappe 60 befindet sich nahe einem zweiten
Ende der zylindrischen Basiswalze 12. Die zylindrische
Basiswalze 12 definiert des Weiteren eine Längsachse 14,
um die sich die Werkzeugwalze 10 während des Betriebes dreht.
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2 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Abschnitts der Oberfläche
der Werkzeugwalze 10, wobei Drähte 20 und 40 um
die Basiswalze 12 (in 2 nicht
gezeigt) herum gewunden sind. Die Hohlräume 30, die durch
die Drähte 20 und 40 gebildet
werden, sind in 2 ebenfalls gezeigt. 3 ist
eine Querschnittsansicht eines Abschnitts der Werkzeugwalze 10,
wobei die Basiswalze 12, Drähte 20 und 40 und die
Endkappe 50 gezeigt sind. 4 ist eine
perspektivische Ansicht von Drähten 20 und 40,
wobei die Ausbildung der Hohlräume
in der Werkzeugwalze 10 veranschaulicht ist.
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Die
Drähte 20 und 40,
die um die Basiswalze 12 herum gewunden sind, können mittels
eines beliebigen geeigneten Mechanismus' an ihrem Platz gehalten werden, einschließlich beispielsweise
Klemmen, Schweißen,
Klebstoff usw. Solche Techniken kennt man beispielsweise aus der
Produktion von Stachelwalzen. Siehe beispielsweise US-Patent Nr. 4,272,865
(Schmolke). In einigen Fällen
können
die Endkappen 50 und 60 auch als ein Teil des
Mechanismus' dienen,
der dafür
verwendet wird, die Drähte 20 und 40 an
ihrem Platz auf der zylindrischen Basiswalze 12 zu halten.
Außerdem
kann es bevorzugt sein, eine Basiswalze 12 bereitzustellen,
die Rillen enthält,
die in der Oberfläche
ausgebildet sind, auf die die Drähte
aufgewickelt sind, wobei die Rillen dabei helfen, die Position der
Drähte,
die auf die Basiswalze 12 aufgewickelt sind, beizubehalten.
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Wenden
wir uns wieder 1 zu, wo sich die erste Endkappe 50 vorzugsweise
um den Umfang der zylindrischen Basiswalze 12 herum erstreckt
und eine Drahtwickelfläche 52 bereitstellt,
um die ein Draht in einer modifizierten schraubenförmigen Windung
aufgewickelt oder herum gelegt werden kann. Die Drahtwickelfläche 52 weist
zum zweiten Ende der zylindrischen Basiswalze 12 und stellt
vorzugsweise eine wellenförmige
Oberfläche
bereit, an der ein Draht geformt werden kann. Es können auch
viele andere Strukturen oder Techniken anstelle der Drahtwickelfläche 52 verwendet
werden, um den modifizierten schraubenförmigen Windungen der Drähte 20 und 40 das
gewünschte
wellenförmige
Profil oder die gewünschte
wellenförmige
Gestalt zu verleihen. Beispielsweise könnte eine Reihe von Stiften
oder Fingern verwendet werden, um die Drähte 20 und 40 während des
Aufwickelns auf die Basiswalze 12 in dem gewünschten
wellenförmigen
Profil zu halten.
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Im
Sinne des vorliegenden Textes meint der Ausdruck "wellenförmig" den variierenden
Abstand zwischen den Drähten 20 (und
allen sonstigen Drähten,
die mit dem Draht 20 gewickelt sind) und einer Bezugsebene,
die durch die zylindrische Basiswalze 12 quer zur Längsachse 14 verläuft (ein
Rand der Bezugsebene 15 ist in 1 gezeigt).
Der Abstand zwischen der Bezugsebene 15 und dem Draht 20 nimmt beim
Bewegen in einer Richtung um einen Umfang der Basiswalze 12 herum
mindestens einmal nacheinander zu und ab. (Die Abstände, die
in Verbindung mit den zylindrischen Werkzeugwalzen der vorliegenden
Erfindung erwähnt
werden, werden – sofern
nicht anders angegeben – parallel
zur Längsachse 14 der zylindrischen
Basiswalze 12 gemessen.) Infolge dessen nimmt der Abstand,
der durch d1 dargestellt wird, wenigstens
einmal zu und ab, wenn man sich um den Umfang der Basiswalze 12 herum
bewegt. Das ist anders als bei einem herkömmlichen schraubenförmigen Muster,
wo der Abstand entweder zunehmen oder abnehmen würde, wenn man sich in einer
Richtung um den Umfang der Basiswalze 12 herum bewegt,
aber nicht sowohl zunehmen als auch abnehmen würde, wenn man sich in einer
Richtung bewegt. Es versteht sich, dass der Abstand zwischen der
Bezugsebene 15 und dem Draht 20 entlang einer gleichbleibenden
Stelle auf dem Draht 20 gemessen wird (beispielsweise zwischen
den Seiten 21 und 23 des Drahtes 20).
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2 zeigt
einen vergrößerten Abschnitt
der Oberfläche
der Werkzeugwalze 10, wobei die Drähte 20 und 40 auf
die Werkzeugwalze 10 gewunden sind. Die Drähte 20 und 40 sind
an die Drahtwickelfläche 52 der
Endkappe 50 so angepasst, dass das Profil der Drahtwickelfläche 52 von
jedem der Drähte 20 und 40 repliziert
wird, während
sie um die zylindrische Basiswalze 12 herum gewickelt werden.
Infolge der Schraubenförmigkeit
der herumgelegten Drähte 20 und 40 erstrecken
diese sich über
die Oberfläche der
Basiswalze 12 von einem Ende zum entgegengesetzten Ende
der Walze 12. Auch wenn die modifizierten schraubenförmigen Windungen,
die durch die Drähte 20 und 40 gebildet
werden, wellenförmig
verlaufen, während
sie sich um den Umfang der Basiswalze 12 herum erstrecken,
erstrecken sie sich trotzdem noch im Wesentlichen in einer schraubenförmigen Weise über die
Oberfläche
der Basiswalze 12.
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Der
Draht 20 enthält
mehrere darin ausgebildete Leerstellen, während der Draht 40 als
ein Abstandshalter zwischen den Windungen des Drahtes 20 fungiert.
Das Ergebnis ist, dass einander abwechselnde schraubenförmige Windungen
des Drahtes 20 und des Abstandshalterdrahtes 40 über der
Oberfläche
der Werkzeugwalze 10 angeordnet sind. Die Leerstellen in
dem Draht 20 und der Abstandshalterdraht 40 bilden
im Zusammenwirken die Formhohlräume 30 in
der Oberfläche
der Werkzeugwalze 10. Es kann bevorzugt sein (ohne dass
dies erforderlich ist), dass die Formhohlräume 30 von der gleichen Größe sind
und in gleichmäßigem Abstand
um die Werkzeugwalze 10 herum angeordnet sind. Alternativ
kann es erwünscht
sein, dass ein gewisses Maß an
Ungleichmäßigkeit
in der Größe und/oder
Beabstandung der Formhohlräume 30 vorhanden
ist.
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Ein
möglicher
Vorteil von Werkzeugwalzen, die gemäß der vorliegenden Erfindung
hergestellt sind, ist, dass die Formhohlräume 30 in ihrer Ausrichtung
beispielsweise relativ zur Längsachse
der Werkzeugwalze 10 variieren können. Beispielsweise können die
Formhohlräume
in verschiedenen Richtungen gewinkelt sein, wie in 2 zu
sehen. Bei anderen Werkzeugwalzen können die Formhohlräume allesamt
die gleiche Ausrichtung haben.
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Wenden
wir uns den 3 und 4 zu, wo die
Innenränder 24 des
Drahtes 20 und der Innenrand 44 des Abstandshalterdrahtes 40 um
die Basiswalze 12 herum gelegt sind, während die Außenränder 22 und 42 der
Drähte 20 bzw. 40 so
gewickelt sind, dass sie von der Basiswalze 12 aus nach
außen weisen.
Sowohl der Draht 20 als auch der Abstandshalterdraht 40 können vorzugsweise
rechtwinklige Querschnitte aufweisen, die mit einer gleichmäßigen Progression
der schraubenförmigen
Windungen über der
Walze 10 kompatibel sind.
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Die
in dem Draht 20 angeordneten Leerstellen 26 sind über die
volle Breite des Drahtes 20 ausgebildet und enthalten gegenüberliegende
Seitenwände 27 und 28 und
einen Boden 29, wie in den 3 und 4 zu
sehen. Es kann bevorzugt sein, dass der Außenrand 22 der Windungen
des Drahtes 20 mit dem Außenrand 42 des Abstandshalterdrahtes 40 bündig ist,
so dass die Bereiche zwischen den Formhohlräumen 30 in der fertigen
Werkzeugwalze 10 im Wesentlichen glatt sind, d. h. ohne
nennenswerte Diskontinuitäten
zwischen den Drähten 20 und 40.
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Alternativ
können
die Außenränder 22 und 42 der
Drähte 20 bzw. 40 in
unterschiedlichen Höhen über der
Oberfläche
der Basiswalze 12 angeordnet sein. Die Drähte 20 und 40 mit
unterschiedlichen Höhen
können
der Oberfläche
des herzustellenden Gegenstandes eine Struktur verleihen. Diese
Struktur kann die Form länglicher
Erhöhungen
aufweisen, die eine Verstärkung
beispielsweise für
die höheren
Vorsprünge,
die durch die Formhohlräume
gebildet werden, und/oder den Gegenstand selbst bilden können.
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Der
Draht 20, in dem Leerstellen ausgebildet sind, welche die
gewünschten
Formhohlräume 30 bilden,
wenn er, wie oben besprochen, um die Basiswalze 12 gewunden
ist, kann unter Verwendung eines Drahtes oder Streifens mit einem
im Wesentlichen rechtwinkligen Querschnitt hergestellt werden. Die
Leerstellen 26 erstrecken sich vorzugsweise über die
gesamte Dicke des Drahtes 20, so dass jede Leerstelle nur
zwei Seiten 27 und 28, die entlang der Länge des Drahtes 20 ausgerichtet
sind, und einen Boden 29 enthält. Der Draht 20 kann
mit den Leerstellen 26 hergestellt werden, oder es kann
zuerst ein Draht mit einem im Wesentlichen gleichmäßigen Profil
hergestellt und dann mit einer oder mehreren geeigneten Techniken
bearbeitet werden, um die Leerstellen 26 darin auszubilden.
Zu diesen geeigneten Techniken können
beispielsweise gehören
Stanzen, Prägen,
herkömmliche
maschinelle Bearbeitung, Laserablation, Funkenerosion, Wasserstrahlbearbeitung, Ätzen usw.
Das Stanzen von Drähten
zu gewünschten
Formen kennt man beispielsweise aus der Stachelwalzenherstellung;
siehe beispielsweise US-Patent Nr. 4,537,096 (Hollingsworth). Der
Draht 20 kann aus einem oder mehreren geeigneten Materialien
hergestellt werden, aber zu einigen bevorzugten Materialien gehören Stähle, besonders
bevorzugt Stähle
mit mittlerem bis niedrigem Kohlenstoffgehalt.
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Bei
einer weiteren Variante kann es bevorzugt sein, dass die eine oder
die mehreren Seitenflächen
der Drähte 20 und/oder 40,
d. h. die Oberflächen 21 und 23 des
Drahtes 20 und die Oberflächen 41 und 43 des
Drahtes 40 (siehe 3), mit
einer gewissen Oberflächenstrukturierung
versehen sind, so dass die eine oder die mehreren Seitenflächen nicht glatt
sind. Beispielsweise können
die eine oder die mehreren Seitenflächen geriffelt, angeschliffen,
gestanzt oder anderweitig unterbrochen sein, so dass keine im Wesentlichen
glatte Oberfläche
mehr vorhanden ist. Es kann bevorzugt sein, dass eine solche Oberflächenstrukturierung
sich im Wesentlichen über die
gesamten Seitenflächen 21 und 23 des
Drahtes 20 erstreckt. Diese Oberflächenstrukturierung kann das
Befüllen
der Hohlräume 30 verbessern,
indem der Austrag von Luft aus den Hohlräumen während der Verarbeitung optimiert
wird. Ein Beispiel einer geeigneten Oberflächenstrukturierung ist in 4 gezeigt,
wo die Seiten beider Drähte 20 und 40 so
dargestellt sind, dass sie ein Muster aus geriffelten Linien enthalten.
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Wenden
wir uns nun 1A zu, wo ein weiteres optionales
Merkmal gezeigt ist, das ebenfalls in Verbindung mit den Werkzeugwalzen
der vorliegenden Erfindung vorhanden sein kann, nämlich dass die
Oberfläche
der Basiswalze 12, über
die die Drähte
gewundenen sind, ebenfalls mit einer Oberflächenstrukturierung versehen
sein kann, so dass die Oberfläche
der Basiswalze 12 nicht glatt ist. Die Oberflächenstrukturierung
der Basiswalze 12 kann ebenfalls das Befüllen der
Hohlräume 30 unterstützen, indem
zusätzliche
Pfade bereitgestellt werden, durch die eingeschlossene Luft entweichen
kann. Die Oberflächenstrukturierung
kann auch ein drehendes Verschieben der gewundenen Drähte relativ
zur Basiswalze 12 während
des Gebrauchs mindern. Ein Beispiel einer geeigneten Oberflächenstrukturierung kann
ein Muster aus im Wesentlichen parallelen, geriffelten Linien sein,
die in der Oberfläche
der Basiswalze 12 ausgebildet sind, wie in der vergrößerte Ansicht
von 1A gezeigt.
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Obgleich
das wellenförmig-schraubenförmige Drahtwindungsprofil,
das in den 1 und 2 gezeigt
ist, die Form eines gleichmäßig variierenden Profils
sowohl in der Steigung als auch in der Amplitude aufweist, versteht
es sich, dass jedes beliebige Profil, das einen variierenden Abstand
zwischen den Drähten
und einer Bezugsebene, die sich durch die zylindrische Basiswalze 12 quer
zur Längsachse 14 erstreckt,
er zeugt, verwendet werden kann. Beispiele einiger alternativer Profile
sind in den 5 und 6 gezeigt,
obgleich die gezeigten Beispiele längst nicht alle möglichen
Profile darstellen, die in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung
verwendet werden können.
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Wenden
wir uns 1 zu, wo eine zweite Endkappe 60 ebenfalls
vorzugsweise eine Drahtwickelfläche 62 mit
einem Profil oder einer Gestalt bilden kann, die der Gestalt oder
dem Profil der Drahtwickelfläche 52 am
gegenüberliegende
Ende der Basiswalze 12 komplementär ist. Ähnlich der Drahtwickelfläche 52 kann
die Drahtwickelfläche 62 dadurch gekennzeichnet
werden, dass sie von der Bezugsebene 15 um einen Abstand
d2 entfernt ist, der um den Umfang der Basiswalze 12 herum
variiert. Wenn die zweite Drahtwickelfläche 62 zur ersten
Drahtwickelfläche 52 komplementär ist, so
ist der Abstand d zwischen den zwei Drahtwickelflächen 52 und 62 um den
Umfang der Basiswalze 12 herum fest oder gleichbleibend.
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Das
wellenförmige
Profil, das in den 1 und 2 gezeigt
ist, dadurch gekennzeichnet werden, dass es einen Abstand d1 zwischen der Bezugsebene 15 und
dem Draht 20 bildet, der um den Umfang der Basiswalze 12 herum
nacheinander zunimmt und abnimmt. Ein solches Muster kann als eine
Reihe einander abwechselnder, aufeinanderfolgender Spitzen und Täler beschrieben
werden, wenn man sich in einer Richtung um den Umfang der Basiswalze 12 herum
bewegt. Jede Windung, die durch die Drähte gebildet wird, enthält wenigstens
eine Spitze und wenigstens ein Tal.
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Obgleich
die wellenförmig-schraubenförmigen Windungen,
die in den 1 und 2 gezeigt sind,
durch aufeinanderfolgende Spitzen und Täler gebildet werden, die durch
Liniensegmente verbunden sind, können
die Profile der modifizierten schraubenförmigen Windungen und der zugehörigen Drahtwickelflächen (falls
vorhanden) auch andere Gestalten aufweisen. Beispielsweise zeigt 5 ein
weiteres Beispiel eines Musters aufeinanderfolgender Zunahmen und
Abnahmen im Abstand d zwischen einer Bezugsebene und einem Draht 120 um
den Umfang einer Basiswalze herum. Das in 5 gezeigte
Profil kann als sinusförmig
gekennzeichnet werden, und obgleich das gezeigte Muster hinsichtlich
Amplitude und Frequenz gleichmäßig ist,
versteht es sich, dass gewünschtenfalls
Ungleichmäßigkeiten
hinsichtlich Amplitude und/oder Frequenz vorhanden sein können.
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Des
Weiteren versteht es sich, dass die wellenförmigschraubenförmigen Windungen,
die in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden,
gerade Liniensegmente und/oder Kurven in jeder beliebigen gewünschten
Weise kombinieren können,
mit der das Ziel erreicht wird, einen wellenförmigen, schraubenförmig gewundenen
Draht zu erhalten, der einen variierenden Abstand von einer Bezugsebene
aufweist. 6 zeigt ein veranschaulichendes
Profil, bei dem der Draht 220 gekröpft oder anderweitig bearbeitet
wurde, um ausgeprägtere Übergänge in Richtung
von den gekrümmten
Profilen, die in den 1, 2 und 5 gezeigt
sind, zu erzeugen.
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Eine
bevorzugte Anwendung, bei der Werkzeugwalzen, die gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wurden, wie beispielsweise die Werkzeugwalze 10,
verwendet werden können,
ist die Herstellung von strukturierten Oberflächen mit einer Topologie mit
großem
Seitenverhältnis.
Wenden wir uns 7 zu, wo ein veranschaulichender
Gegenstand, der mittels der Werkzeugwalze 10 hergestellt wurde,
mit einer strukturierten Oberfläche
gezeigt ist, auf der mehrere Vorsprünge 72 ausgebildet
sind. Die veranschaulichten Vorsprünge haben eine Höhe h' über der Oberfläche des
Gegenstandes und eine kleinste Breite w', die in einer Ebene I gemessen ist, die
im Wesentlichen parallel zur Ebene der Oberfläche verläuft. Wenn die Oberfläche eine gewisse Krümmung aufweist,
so ist die Ebene I vorzugsweise tangential zur Oberfläche im Bereich
des Vorsprungs 72 ausgerichtet.
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Die
Vorsprünge 72 können einer
großes
Seitenverhältnis
haben, und die Werkzeugwalzen gemäß der vorliegenden Erfindung
können
besonders vorteilhaft bei der Herstellung von strukturierten Oberflächen mit
Topologien mit großem
Seitenverhältnis
verwendet werden. Mit "großem Seitenverhältnis" ist gemeint, dass
das Verhältnis
zwischen Höhe
und kleinster Breite (h' :
w') des Vorsprungs
beispielsweise wenigstens etwa 0,5 : 1 oder größer, besonders bevorzugt etwa
1 : 1 oder größer, und
ganz besonders bevorzugt wenigstens etwa 2:1 oder größer ist.
Zusätzlich
zu einem großen
Seitenverhältnis oder
anstelle eines großen
Seitenverhältnisses
gemäß der obigen
Definition kann es bevorzugt sein, dass die Höhe h' des Vorsprungs oder der Struktur über der
Hauptfläche
des Gegenstandes beispielsweise etwa 0,1 Millimeter oder mehr, besonders
bevorzugt etwa 0,2 Millimeter oder mehr, und ganz besonders bevorzugt
etwa 0,4 Millimeter oder mehr misst.
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Wenn
der Gegenstand in Folien- oder Filmform vorliegt, so kann er vorteilhaft
zur Herstellung von mechanischen Befestigungsmitteln verwendet werden
(beispielsweise mechanische Befestigungsmittel vom Pilztyp oder
Hakentyp). Wenn der Gegenstand als ein mechanisches Befestigungsmittel
verwendet wird, so können
die Vorsprünge 72 gemeinhin
als Schäfte
bezeichnet werden, obgleich der Gebrauch dieses Terminus' nicht den Anwendungsbereich
der Gegenstände
begrenzen soll, die unter Verwendung der vorliegenden Erfindung
hergestellt wurden.
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Obgleich
die Gegenstände,
die mittels Werkzeugwalzen und Verfahren der vorliegenden Erfindung
hergestellt werden können,
vorteilhafterweise als mechanische Befestigungsmittel verwendet
werden, kommen für
die Gegenstände
auch vielfältige andere
Verwendungszwecke in Frage, und die Werkzeugwalzen und Verfahren
der Verwendung der Werkzeugwalzen zur Herstellung von Gegenständen mit
strukturierten Oberflächen
gemäß der vorliegenden
Erfindung darf nicht auf das Gebiet der mechanischen Befestigungsmittel
beschränkt
werden. Beispielsweise können
die Vorsprünge,
die auf der strukturierten Oberfläche eines Gegenstandes gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgebildet sind, Vorteile beim Halten von Klebstoffen
oder sonstigen Beschichtungen oder Materialien, beispielsweise durch Vergrößern der
Oberfläche
des Films, bieten. Die strukturierten Oberflächen, die durch die Werkzeugwalzen
ausgebildet werden, können
sich auch für
dekorative Zwecke, als Strömungskanäle, als
Strukturen zur Senkung des Strömungswiderstandes,
als Schleifmittelträger
usw. eignen.
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Die
in den 2-4 veranschaulichten Formhohlräume 30 können im
Wesentlichen gleichmäßige Querschnittsflächen entlang
ihrer Tiefe von der Öffnung
an der Oberfläche
der Werkzeugwalze 10 bis zu den Formhohlraumböden 29 aufweisen. 8 ist
eine vergrößerte Draufsicht
auf einige ähnliche
Formhohlräume 330,
und die 9 und 10 sind
Querschnittsansichten der Formhohlräume 330 entlang den
Linien 9-9 bzw. 10-10. Die Formhohlräume 330 haben im Wesentlichen
geradlinige tangentiale Querschnittsflächen entlang ihren Tiefen d.
Mit "tangential" ist gemeint, dass
der Querschnitt entlang einer Tangente zur Werkzeugwalze 310 betrachtet wird.
Mit "geradlinig" ist gemeint, dass
die Gestalt des Formhohlraums 330 im tangentialen Querschnitt durch
im Wesentlichen planare Seiten gebildet wird.
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Die
Seiten 327 und 328 der Formhohlräume 330 können parallel
sein, oder sie können
derart mit einem Freiwinkel versehen sein, dass die Seiten 327 und
328 an den Öffnungen
der Formhohlräume 330 weiter
auseinander liegen als am Boden der Formhohlräume 330 oder umgekehrt.
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Ein
Vorteil der Werkzeugwalzen der vorliegenden Erfindung ist die Möglichkeit,
die Höhe
h des Bodens 329 der Formhohlräume 330 über der
Unterseite oder Innenfläche 324 des
Drahtes 320 exakt zu steuern. Der Boden 329 des
Formhohlraums 330 entspricht in der Regel dem Ende des
Formhohlraums.
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Die
bevorzugten zylindrischen Basiswalzen 312 können präzisionsgeformt
sein, so dass sie exakt gesteuerte Unrundheiten haben. Diese Präzisionsunrundheit
in Kombination mit einer exakt gesteuerten Höhenabmessung h in den Drähten 320 kann
Formhohlräume 330 mit
im Wesentlichen gleichmäßigen Tiefen
d, gemessen von der Außenfläche der
Werkzeugwalze 310, bereitstellen. Die Toleranzen, auf die die
Höhenabmessung
h gesteuert werden können, sind
im Allgemeinen relativ klein, und die Unrundheit der Basiswalze 312 kann
exakt gesteuert werden, was zu einer insgesamt sehr engen Toleranzsteuerung
in der fertigen Werkzeugwalze 310 führt.
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11 zeigt
eine weitere veranschaulichende Ausführungsform einer Werkzeugwalze 410 mit mehreren
Formhohlräumen 430,
die in eine Außenfläche der
Werkzeugwalze 410 hinein öffnen. Die Oberfläche der
Werkzeugwalze 410 kann mit zwei Drähten 420 und 420' umwickelt sein,
wobei in jedem der Drähte
Leerstellen ausgebildet sind, die, wenn sie zusammen gewickelt werden,
die Formhohlräume 430 bilden.
Ein Unterschied zwischen der Werkzeugwalze 410 und der
Werkzeugwalze 10 (siehe beispielsweise 2)
ist, dass die Werkzeugwalze 410 anstelle eines Abstandshalterdrahtes 40 mit
einem im Wesentlichen gleichmäßigen Querschnitt zwei
Drähte
enthält,
in denen jeweils Leerstellen ausgebildet sind. Ein Vorteil des Designs
der Werkzeugwalzen 410 ist die Möglichkeit, Formhohlräume 430 mit
einer höheren
Dichte anzuordnen, d. h. die Abstände zwischen den Formhohlräumen 430 zu
verringern.
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Obgleich
die veranschaulichte Werkzeugwalze 410 vorzugsweise unter
Verwendung von zwei Drähten 420 und 420' hergestellt
wird, versteht es sich, dass die Werkzeugwalze 410 auch
unter Verwendung von drei oder mehr Drähten hergestellt werden könnte. Bei
einer weiteren Alternative könnte
die Werkzeugwalze 410 mit einem einzelnen Draht versehen
sein, wobei in diesem Fall die Bezugszahlen 420 und 420' abwechselnde
Windungen oder Wicklungen desselben Drahtes bezeichnen würden. Eine solche
Ausführungsform
kann eine noch strengere Steuerung der Abmessungen des Drahtes und
der Basiswalze erfordern, um zu vermeiden, dass die Formhohlräume 430,
die in benachbarten Windungen des Drahtes ausgebildet sind, auf
derselben Linie liegen. Weil diese Steuerung eventuell schwer zu bewerkstelligen
ist, kann es bevorzugt sein, zwei oder mehr unterschiedliche Drähte zu verwenden, wie
oben besprochen.
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Ein
weiteres Merkmal, das bei der Herstellung von Werkzeugwalzen der
vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, ist das Hinzufügen einer
Galvanisierung oder sonstigen Beschichtung auf der Werkzeugwalze
nach dem Aufwickeln. Solche Beschichtungen sind beispielsweise im
US-Patent Nr. 6,190,594 (Gorman und Mitarbeiter) beschrieben. Das
oder die zur Beschichtung verwendeten Materialien können je
nach den gewünschten
physikalischen Eigenschaften variieren. Zu einigen gewünschten
physikalischen Eigenschaften können beispielsweise
gehören:
erhöhte
Verschleißfestigkeit,
kontrollierte Ablöseeigenschaften,
kontrollierte Oberflächenrauigkeit,
Bondung zwischen benachbarten Drahtwindungen usw. Einige bevorzugte
Materialien können
Metallbeschichtungen sein, besonders bevorzugt eine autokatalytische
Nickelbeschichtung, Chrom usw.
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Es
kann wünschenswert
sein, die Außenfläche der
Werkzeugwalze nach dem Aufwickeln des einen oder der mehreren Drähte maschinell
zu bearbeiten, um die Unrundheit in der fertigen Werkzeugwalze zu
verbessern. Die maschinelle Bearbeitung kann vor oder nach dem Hinzufügen einer
Galvanisierung oder sonstigen Beschichtung, wie oben beschrieben,
erfolgen. Wo die bevorzugten Drähte Leerstellen
enthalten, die mit einer festen Höhe über dem Innenrand des Drahtes
ausgebildet sind (wie in Verbindung mit den 2-4 besprochen),
kann eine maschinelle Bearbeitung der Außenfläche der Werkzeugwalze nach
dem Aufwickeln die Gleichmäßigkeit
der Tiefe der Formhohlräume
verbessern.
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Es
kann ebenso wünschenswert
sein, jegliche Grate, die beispielsweise vom Drahtstanzen und/oder
einer maschinellen Bearbeitung der gewickelten Walze zurückgeblieben
sind, zu entfernen, indem die Walze mit Natriumbicarbonat (Natriumhydrogencarbonat)
oder einem ähnlichen
Material abgestrahlt wird. Die fertige Werkzeugwalze kann auch auf
ein gewünschtes
Oberflächenfinish
innerhalb der Formhohlräume
und/oder auf der Außenfläche der Werkzeugwalze
zwischen den Formhohlräumen
hin bearbeitet werden. Beispielsweise kann es wünschenswert sein, die Oberflächen der
Werkzeugwalze zu schleifen, chemisch zu ätzen, sandzustrahlen, zu galvanisieren,
zu beschichten oder anderweitig zu verändern.
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US-Patent
Nr. 6,190,594 (Gorman und Mitarbeiter) nennt ebenfalls Beispiele
verschiedener Formen für
Leerstellen in den Drähten,
die in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden, die
von den oben besprochenen im Wesentlichen gleichmäßigen Leerstellen
abweichen. Ein Vorteil der Werkzeugwalzen gemäß der vorliegenden Erfindung ist,
dass die Leerstellen mit unterschiedlichen Formen und/oder Ausrichtungen
ausgebildet werden können,
um Formhohlräume
herzu stellen, die ebenfalls unterschiedliche Formen und/oder Ausrichtungen
haben. Es versteht sich, dass die Verwendung von einigen dieser
Formhohlräume
zur Herstellung eines fertigen Films mit gewünschten Vorsprüngen von
der Harzauswahl und den Prozessbedingungen abhängt.
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Bei
einer weiteren Variante können
Werkzeugwalzen gemäß der vorliegenden
Erfindung Bereiche enthalten, in denen sich die Formhohlräume unterscheiden,
wie in US-Patent Nr. 6,190,594 (Gorman und Mitarbeiter) beschrieben.
Bei einem Beispiel können
ein oder mehrere Bereiche mit Formhohlräumen versehen sein, während ein
anderer oder mehrere andere Bereiche im Wesentlichen keine Formhohlräume aufweisen.
Bei einem weiteren Beispiel können
sich die Formhohlräume
in den verschiedenen Bereichen unterscheiden. Werkzeugwalzen gemäß der vorliegenden
Erfindung können
alternativ Bereiche enthalten, in denen sich die Formhohlräume unterscheiden,
die nicht gleichmäßig geformt sind
und/oder die sich nicht um den Umfang der Werkzeugwalze herum erstrecken.
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Obgleich
die oben veranschaulichten Drähte im
Wesentlichen rechtwinklige Querschnitte (quer zur Länge der
Drähte
gesehen) enthalten, kann es bevorzugt sein, Drähte mit anderen Querschnitten
zu verwenden, wie im US-Patent Nr. 6,190,594 (Gorman und Mitarbeiter)
besprochen.
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12 veranschaulicht
einen Prozess des Umwickelns einer Basiswalze 512 mit einem
Draht 520, der Leerstellen 526 und einen Abstandshalterdraht 540 enthält, so dass
eine Werkzeugwalze 510 entsteht, die mehrere Formhohlräume 530 enthält. Es versteht
sich, dass auch mehr als zwei Drähte
zusammen aufgewickelt werden können,
falls das gewünscht
wird. Es kann wünschenswert
sein, eine Pressform 560 bereitzustellen, um die gewickelten Drähte 520 und 540 periodisch
gegen die Drahtwickelfläche 550 zu
drücken,
damit die schrauben förmigen
Windungen das oben besprochene gewünschte wellenförmige Profil
annehmen. Die Pressform 560 wirkt in der Richtung 563 und
kann in jedem beliebigen gewünschten
Zeitintervall verwendet werden. Beispielsweise kann es wünschenswert
sein, Druck auf die Windungen auszuüben, nachdem nur ein Teil einer
Windung herumgelegt wurde, nach mehreren Windungen, oder zu beliebigen,
zufällig gewählten Zeitpunkten.
Des Weiteren kann es wünschenswert
sein, ein beliebiges geeignetes Mittel zusätzlich zum Anlegen von Druck
zu verwenden, um die Windungen in der gewünschten Form zu halten. Beispielsweise
es kann bevorzugt sein, während
des Anlegens von Druck periodische Punktschweißungen an den gewickelten Drähten zu
setzen, Klebstoff auf die gewickelten Drähte aufzutragen usw.
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13 veranschaulicht
einen Prozess, bei dem eine Werkzeugwalze 610 gemäß der vorliegenden
Erfindung dafür
verwendet werden kann, einen Film mit einer Topologie mit großem Seitenverhältnis herzustellen.
Ein formbares Material 660 kann auf die Oberfläche der
Werkzeugwalze 610 beispielsweise durch Extrusions- oder
Gießformen
aufgebracht werden, so dass ein Film 670 entsteht, der
Vorsprünge 672 aufweist,
die Repliken der Formhohlräume
in der Werkzeugwalze 610 darstellen. Bei bevorzugten Ausführungsformen
ist die Adhäsion
des Materials 660 an der Werkzeugwalze 610 geringer
als die Kohäsion
innerhalb des Materials 660 zum Zeitpunkt des Herunternehmens
von der Werkzeugwalze 610. Es kann des Weiteren bevorzugt
sein, dass die Adhäsion
des Materials 660 an der Werkzeugwalze nicht die Zugfestigkeit
des einen oder der mehreren Drähte übersteigt,
die zur Herstellung der Werkzeugwalze 610 benutzt werden.
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Es
kann im Wesentlichen jedes beliebige formbare Material in Verbindung
mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Es kann bevorzugt sein,
dass das formbare Material ein thermoplastisches Harz ist. Zu thermoplastischen
Harzen, die sich extrusionsformen lassen und in Frage kommen, gehören beispielsweise
Polyester wie beispielsweise Poly(ethylenterephthalat), Polyamide
wie beispielsweise Nylon, Poly(styrenacrylnitril), Poly(acrylnitrilbutadienstyren),
Polyolefine wie beispielsweise Polypropylen, und weichgemachtes
Polyvinylchlorid. Ein bevorzugtes thermoplastisches Harz ist medium-stoßfestes
Copolymer von Polypropylen und Polyethylen mit einem Schmelzindex
von 15, das als 7C05N bei Union Carbide, Danbury, Connecticut, zu beziehen
ist. Das thermoplastische Harz kann des Weiteren Mischungen, einschließlich Polyethylen- und
Polypropylenmischungen, oder Copolymere wie beispielsweise Polypropylen-Polyethylen-Copolymere
enthalten oder kann in mehreren Schichten oder in einander abwechselnden
Zonen koextrudiert sein. Zusatzstoffe wie beispielsweise Weichmacher,
Füller, Pigmente,
Farbstoffe, Antioxidanzien, Trennmittel und dergleichen können ebenfalls
in das formbare Material eingearbeitet werden.
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Bei
einem bevorzugten Prozess wird das Material 660 durch Extrusion
in eine Quetschzone hinein bereitgestellt, die durch die Werkzeugwalze 610 und
eine Stützwalze 680 gebildet
wird. Die Stützwalze 680 erzeugt
vorzugsweise etwas Druck, um dabei zu helfen, das formbare Material 660 in
die Formhohlräume 630 (siehe 12),
die in der Werkzeugwalze 610 angeordnet sind, hineinzudrücken. Alternativ kann
die Stützwalze 680 durch
jede beliebige sich kontinuierlich bewegende Oberfläche ersetzt
werden, die dabei helfen kann, das Formmaterial in die Formhohlräume in der
Werkzeugwalze 610 hineinzudrücken.
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Im
Inneren der Werkzeugwalze 610 kann ein Vakuum herrschen,
um das Entfernen von Luft zu unterstützen, die andernfalls das vollständige Befüllen der
Formhohlräume
stören
kann. In vielen Fällen braucht
aber auch kein Vakuum angelegt zu werden, weil die Luft in den Formhohlräumen zwischen
den Drähten
entweicht, die zur Herstellung der Werkzeugwalze 610 verwendet
werden. Oder anders ausgedrückt:
Der Prozess kann auch ohne ein Vakuum durchgeführt werden.
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Es
kann auch wünschenswert
sein, ein gewisses Maß an
thermischer Steuerung in der Werkzeugwalze 610 und/oder
in der Stützwalze 680 auszuüben. Je
nach den Prozessbedingungen, den Temperaturen des formbaren Materials 660,
den Eigenschaften des formbaren Materials 660 usw. kann es
wünschenswert
sein, entweder eine oder beide der Walzen 610 und 680 zu
beheizen, eine oder beide der Walzen 610 und 680 zu
kühlen
oder eine der Walzen zu beheizen und die andere Walze zu kühlen.
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Nachdem
das Material 660 in die Formhohlräume in der Werkzeugwalze 610 hineingedrückt wurde
und sich genügend
abgekühlt
hat, damit ein Film 670 mit Vorsprüngen 672 entsteht,
welche die eine oder die mehreren gewünschten Formen beibehalten
können,
wird das Material 660 von der Werkzeugwalze 610 zur
Weiterverarbeitung abgezogen, oder der Film 670 kann zu
Rollen aufgewickelt werden. Wenn beispielsweise mechanische Befestigungsstreifen
gewünscht
sind, so kann der Film 674 in eine oder mehrere Stationen
hineingeführt
werden, um die Vorsprünge
zu modifizieren, Klebstoffe aufzubringen und sonstige Verarbeitungen
auszuführen, wie
sie beispielsweise im US-Patent Nr. 5,845,375 (Miller und Mitarbeiter),
im US-Patent Nr. 5,077,870 (Melbye und Mitarbeiter) und in den PCT-Schriften Nr.
WO 98/57565, Nr. WO 98/57564, Nr. WO 98/30381 und Nr. WO 98/14086
besprochen sind.
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Es
kann wünschenswert
sein, ein oder mehrere zusätzliche
Materialien in die durch die Werkzeugwalze 610 und die
Stützwalze 680 gebildete Quetschzone
hineinzuführen,
um dem Film 670 gewünschte
zusätzliche
Eigenschaften zu verleihen. Beispielsweise kann eine Gewebe- oder Vliesbahn in die
Quetschzone hineingeleitet werden. Alternativ kann der Film 670 an
eine oder mehrere zusätzliche Schichten
beispielsweise durch Wärme,
Klebstoffe, Koextrusion usw. laminiert werden.
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14 ist
eine Querschnittsansicht der Vorrichtung von 13 entlang
der Linie 14-14 in 13. Die Werkzeugwalze 610 enthält Formhohlräume 630,
die mit dem formbaren Material befällt sind, so dass Vorsprünge 672 auf
dem Film 670 entstehen. Des Weiteren sind in 14 zwei
erhöhte Strukturen 682 veranschaulicht,
die auf der Stützwalze 680 ausgebildet
sind. Ein Vorteil der erhöhten Strukturen 682 auf
der veranschaulichten Stützwalze 680 ist,
dass jede der erhöhten
Strukturen eine Sollbruchlinie oder -zone entstehen lassen kann,
entlang der der Film 670 abgetrennt werden kann. Die erhöhten Strukturen 682 sind
jedoch optional und brauchen nicht in Verbindung mit der vorliegenden
Erfindung vorhanden zu sein.
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Ein
weiteres optionales Merkmal, das in die Stützwalze 680 eingearbeitet
sein kann, ist die Hinzufügung
einer Struktur zu der Oberfläche
der Walze 650, um ihre Oberfläche zu vergrößern. Die
vergrößerte Oberfläche auf
der Stützwalze 680 kann
die Oberfläche
auf dem Film 670 vergrößern, wodurch die
Adhäsion
von Klebstoffen verbessert wird, die auf der Rückseite 674 des Films 670 angeordnet
sind. Ein Beispiel einer brauchbaren Struktur könnte ein mikrogeprägtes Muster
aus linearen Prismen in der Größenordnung
von etwa 400 Linien je Inch (160 Linien je Zentimeter)
sein.
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15 veranschaulicht
einen weiteren Prozess, bei dem drahtgewickelte Werkzeugwalzen mit darin
ausgebildeten Formhohlräumen
verwendet werden. Mit dem veranschaulichten Prozess entsteht ein
Film 770 mit Vorsprüngen 772,
die sich von einer Seite des Films aus erstrecken, und mit Vorsprüngen 772', die sich von
der gegenüberliegenden
Seite des Films 770 aus erstrecken. Der zweiseitige Film 770 wird
durch gegenüberliegende Werkzeugwalzen 710 und 710' hergestellt,
in denen jeweils Formhohlräume
ausgebildet sind. Die Vorsprünge 772 und 772' können die
gleichen Eigenschaften hinsichtlich Größe, Gestalt, Ausrichtung usw.
haben, oder sie können unterschiedlich
sein.
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16 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
der Berührungsstelle
einer weiteren Werkzeugwalze 810 mit einer Stützwalze 880.
Der Film 870 befindet sich zwischen den zwei Walzen 810 und 880, und
eine Oberfläche
des Films 870 wird mit einer Reihe von darauf befindlichen
im Wesentlichen kontinuierlichen Erhöhungen ausgebildet, die im
Wesentlichen negative Bilder der Struktur auf der Werkzeugwalze 810 darstellen.
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Die
Werkzeugwalze 810 wird durch Drähte 820 und 840 gebildet,
die schraubenförmig
um eine Basiswalze 812 gewickelt sind. Der Draht 840 hat
ein höheres
Profil als der andere Draht 820, was eine Werkzeugwalze
810 zum Ergebnis hat, auf der zwischen den Windungen des Drahtes 840 Rillen
ausgebildet sind. Obgleich die Drähte 820 und 840 mit
im Wesentlichen rechtwinkligen Profilen offenbart sind, könnten sie
alternativ auch eine andere Form aufweisen, wobei in einem solchen
Fall der Film 870 ebenfalls mit einer Form ausgebildet
werden würde,
die sich von der in 14 veranschaulichten Form unterscheidet.
Es versteht sich des Weiteren, dass auch zwei Werkzeugwalzen in
einem Prozess verwendet werden könnten,
der dem in 15 gezeigten Prozess ähnelt, um
einen Film mit Strukturen oder Vorsprüngen auf beiden Hauptseiten
des Films auszubilden.
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Obgleich
die Rillen, die durch die Drähte 820 und 840,
die um die Werkzeugwalze 810 von 16 herum
gewickelt sind, gebildet werden, kontinuierlich um den Umfang der
Walze 810 herum verlaufen können,
können
sie auch diskontinuierlich sein. 17 ist
eine Drauf sicht auf eine Werkzeugwalze 810', die Formhohlräume 830' enthält, die sich um eine gewisse
Länge um
die Werkzeugwalze 810' herum
erstrecken, aber nicht in einer kontinuierlichen schraubenförmigen Rille
ausgebildet sind, wie oben in Verbindung mit 16 besprochen.
Die länglichen
Formhohlräume 830' können durch
Drähte
gebildet werden, in denen – wie
oben besprochen – Leerstellen ausgebildet
sind. Die Leerstellen in den Drähten,
die in der Walze 810' verwendet
werden, erstrecken sich jedoch um längere Distanzen über die
Länge der Drähte.
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Diese
länglichen
Leerstellen können
eine gleichmäßige Größe und einen
gleichmäßigen Abstand
aufweisen, wie in den obigen Werkzeugwalzen gezeigt, oder sie können ungleichmäßige Größen und
ungleichmäßige Abstände aufweisen.
Die Werkzeugwalze 810' veranschaulicht
einen Draht mit Leerstellen, die ungleichmäßige Größen und Abstände aufweisen,
der, wenn er um eine Basiswalze herum gewunden ist, Formhohlräume 830' mit ungleichmäßigen Größen und
Abständen
bildet.
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Der
Film, der mit einer Walze wie beispielsweise der Werkzeugwalze 810' hergestellt
wird, enthält
längliche
Vorsprünge 872', wie in 18 veranschaulicht.
Weil die Formhohlräume 830' in der Walze 810' ungleichmäßige Größen und
Abstände
aufweisen, haben die länglichen
Vorsprünge 872' ebenfalls ungleichmäßige Größen und
Abstände.