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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Automatikgetriebe für ein Fahrzeug
und insbesondere ein in einem Motorraum in Längsrichtung angeordnetes Automatikgetriebe
auf der Basis des Mechanismus eines Wechselschaltgetriebes.
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Eine
das Getriebe enthaltende Leistungseinheit, die im Motorraum in Längsrichtung
angeordnet ist, d.h., die derart angeordnet ist, daß die Eingangswelle
und die Ausgangs- oder Abtriebswelle des Getriebes parallel zur
Fahrtrichtung des Fahrzeugs angeordnet sind, ist beispielsweise
in der JP-A-7-167257
beschrieben. Die in dieser Veröffentlichung
beschriebene Leistungseinheit ist eine Leistungseinheit für ein Fahrzeug
mit Vierradantrieb. Der Motor, das Kupplungsgehäuse, in dem die Kupplung angeordnet
ist, der Getriebehauptkörper,
in dem das Enduntersetzungsgetriebe zum Antreiben der Vorderräder angeordnet
ist, und die Übertragungseinheit,
die den Kraftübertragungsmechanismus
für die Vorder-
und Hinterräder
aufweist, sind von der Fahrzeugvorderseite aus betrachtet nacheinander
im Motorraum angeordnet. Die Leistung wird vom hinteren Endabschnitt
des Getriebes zur Antriebseinheit übertragen, die die Leistung
zu den Hinterrädern überträgt.
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Das
in dieser Veröffentlichung
beschriebene Getriebe ist ein Wechselschaltgetriebe (MT). Die Auswahl
des die Leistung übertragenden
Getriebezugs aus mehreren zwischen der Eingangswelle und der Abtriebswelle
angeordneten Getriebezügen
erfolgt manuell durch eine Bedienungsperson bzw. den Fahrer durch
Betätigen
eines Schalthebels. Die Auswahloperation wird durch einen Hydraulikaktuator
in Antwort auf den Fahrzustand des Fahrzeugs auf der Basis des Mechanismus
des Wechselschaltgetriebes ausgeführt. Ein automatisches Wechselschaltgetriebe
(AMT) ist beispielsweise in der JP-A-2000-65199 oder in der EP-A-1190887 beschrieben.
In diesem Automatikgetriebe wird eine Schaltkupplung, d.h. eine
Umgehungs-Kupplung
(bypass clutch), bereitgestellt, um das Drehmoment der Eingangswelle synchron
mit Steuerungen einer Anfahrkupplung und der elektronischen Drosselklappe
zur Abtriebswelle zu übertragen,
wenn der Getriebezug durch einen aus einer Synchronisiereinrichtung
bestehenden Umschaltmechanismus geschaltet wird. Die Umgehungskupplung
ist dem Getriebezug für
die höchste Schaltstufe
zugeordnet. Weil die Erzeugung einer Drehmomentunterbrechung während eines
Schaltvorgangs verhindert wird, kann ein Schaltruck reduziert und
ein glatter Schaltvorgang ausgeführt
werden.
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In
diesem Automatikgetriebe ist die Umgehungskupplung der der höchsten Schaltstufe
des parallelen Zweiachsen-Getriebezugs
zugeordnet, so daß das
Drehmoment der Eingangswelle während
eines Schaltvorgangs von der höchsten
Schaltstufe zur Abtriebswelle übertragen
wird. In diesem Fall muß die
aus einer Mehrscheibenkupplung bestehende Umgehungskupplung aus
Platzgründen
zwischen dem Getriebezug der höchsten
Schaltstufe, der am hinteren Endabschnitt des Hauptgetriebeabschnitts angeordnet
ist, und der Übertragungseinheit
angeordnet sein. Aus diesem Grund ergeben sich folgende Eigenschaften
und Nachteile.
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Wenn
die Umgehungskupplung mit dem Getriebezug verbunden ist, wobei das
Getriebe mit der Übertragungseinheit
an seinem hinteren Endabschnitt und der Motor im Motorraum in Längsrichtung
angeordnet sind, nimmt die Länge
des Getriebes um die Dickenabmessung der hinzugefügten Umgehungskupplung
zu. Weil das Getriebe in seiner axialen Richtung verlängert ist,
ist der hintere Endabschnitt des Getriebes in der Nähe von Durchführungselementen
der Fahrzeugkarosseriestruktur und des Fußbretts angeordnet. Daher muß, weil
die Karosseriestruktur hinsichtlich der Knautschzone bei einem Unfall
konstruiert ist, die Karosseriestruktur korrigiert werden, um den
Innenraum zu verkleinern. Außerdem
wird durch die Erweiterung des Getriebes die Biegesteifigkeit des
Getriebes selbst vermindert, so daß Vibrationen und Geräusche des
Getriebezugs zunehmen werden. Außerdem besteht, wenn das Wechselschaltgetriebe
oder das Automatikgetriebe in einem Fahrzeug mit der gleichen Karosseriestruktur
installiert wird, die Möglichkeit,
daß die
Kompatibilität
der Karosseriestruktur verloren geht, weil die Außenabmessungen
der Getriebe verschieden sind.
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Dieses
Automatikgetriebe weist eine Anfahrkupplung, eine Umgehungskupplung,
eine Ölpumpe und
einen Hydrauliksteuerungsmechanismus auf. Es ist vorteilhaft, wenn
diese Elemente unter Verwendung der Hydraulikschaltung dicht beieinander
angeordnet sind, wobei die Anfahr- und die Umgehungskupplung so
dicht wie möglich
um die Ölpumpe
herum angeordnet sind, oder wenn die sich vom Hydrauliksteuerungsmechanismus
ausgehend erstreckende Hydraulikschaltung verkleinert wird. In der JP-A-2000-65199
ist ein Automatikgetriebe mit einer Struktur beschrieben, gemäß der die
Anfahrkupplung vor dem Getriebe und die Umgehungskupplung hinter
dem Getriebe angeordnet ist. Dadurch wird der Hydrauliksteuerungsdruck
vom Hydrauliksteuerungsmechanismus über die Hydraulikschaltungen den
Hydraulikkammern der jeweiligen Kupplungen zugeführt. Dadurch kann, wenn die
jeweiligen Kupplungen durch den normalerweise unter dem Getriebe angeordneten
Hydrauliksteuerungsmechanismus gesteuert werden, das Ansprechverhalten
verschlechtert werden, weil die Hydraulikschaltungen lang sind.
Insbesondere tritt eine derartige Wirkung bei einem niedrigen Atmosphärendruck
leicht auf. Auf diese Weise kön nen
funktionelle Nachteile in der Feinsteuerung der Anfahrkupplung auftreten,
so daß kein
glatter Anfahrvorgang erhalten wird, oder in der vorübergehenden
Steuerung des Hydraulikdrucks der Umgehungskupplung während des
Schaltvorgangs, so daß kein
glatter Schaltvorgang erhalten wird, usw.
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In
der DE-A-198 59 458 ist ein in Längsrichtung
angeordnetes Getriebe für
einen Vorderradantrieb beschrieben, wobei das Getriebe eine Eingangswelle,
eine Abtriebswelle und ein Enduntersetzungsgetriebe mit einer Anfahrkupplung
und einer Umgehungskupplung aufweist.
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In
der US-A-3318168 ist ein in Längsrichtung angeordnetes
Getriebe für
einen Vorderradantrieb mit einer Antriebswelle zwischen der Abtriebswelle und
dem Enduntersetzungsgetriebe beschrieben.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein automatisches Wechselschaltgetriebe
(AMT) bereitzustellen, das auf der Basis der Struktur eines Wechselschaltgetriebes
konstruiert ist, in dem vermieden wird, daß die Getriebegröße in der
axialen Richtung zunimmt, und in dem das Ansprechverhalten während der
Hydrauliksteuerung verbessert ist. Diese Aufgabe wird durch die
Merkmale der Patentansprüche
gelöst.
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Das
Automatikgetriebe mit dem Enduntersetzungsgetriebe weist drei Drehwellen
auf, und die Umgehungskupplung ist über dem Enduntersetzungsgetriebe
angeordnet. Dadurch kann ein oberer Raum des Enduntersetzungsgetriebes
effektiv genutzt werden, und außerdem
kann die Länge
des Automatikgetriebes in der axialen Richtung vermindert werden.
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Da
die Ölpumpe über dem
Enduntersetzungsgetriebe und in der Nähe der Umgehungskupplung angeordnet
werden kann, kann der obere Raum des Enduntersetzungsgetriebes effektiv
genutzt werden, so daß die
Hydraulikdruckquelle und der Hydraulikaktuator nahe beieinander
angeordnet werden können. Dadurch
kann die Länge
des Automatikgetriebes in der axialen Richtung vermindert werden,
so daß das
Ansprechverhalten in der Hydraulikdrucksteuerung verbessert werden
kann.
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Nachstehend
werden Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
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1 zeigt
ein schematisches Diagramm zum Darstellen einer Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Automatikgetriebes;
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2 zeigt
eine Querschnittansicht zum Darstellen eines Teils des in 1 dargestellten
Automatikgetriebes;
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3 zeigt
ein Blockdiagramm zum Darstellen eines Hydrauliksteuerungsmechanismus
der Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Automatikgetriebes;
und
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4 zeigt
eine Ansicht zum Darstellen einer Beziehung zwischen einem Abtriebswellendrehmoment
und einem Umgehungskupplungsdrehmoment bei einem Schaltvorgang.
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1 zeigt
ein schematisches Diagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Automatikgetriebes 10.
Wie in 1 dargestellt ist, ist das Automatikgetriebe 10 mit
einem Motor 11 verbunden und weist eine über einen
Drehmomentwandler 12 und eine Anfahrkupplung 13 mit
dem Motor verbundene Eingangswelle 14, eine parallel zur Eingangswelle 14 angeordnete
und mit einem Mitteldifferentialgetriebe 15 verbundene
Abtriebswelle 16 und eine Vorderradantriebswelle 17 und
eine Hinterradantriebswelle 18 auf, die parallel zur Eingangswelle 14 angeordnet
und über
das Mitteldifferentialgetriebe 15 mit der Abtriebswelle 16 verbunden
sind. Ein Endabschnitt der Hinterradantriebswelle 18, die Eingangswelle 14,
die Abtriebswelle 16 und die Vorderradantriebswelle 17 sind
in der Fahrtrichtung des Fahrzeugs ausgerichtet in einem Gehäuse 20 angeordnet.
Das Automatikgetriebe 10 wird für ein Fahrzeug mit Vierradantrieb
verwendet, in dem dieses Getriebe in Längsrichtung angeordnet ist.
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Der
Drehmomentwandler 12, der eine Überbrückungs- oder Lockup-Kupplung 21 aufweist,
ist mit dem Motor 11 verbunden. Eine Ölpumpe 22 ist mit
dem Drehmomentwandler 12 verbunden, und die Ölpumpe 22 wird
durch den Motor 11 angetrieben. Die Anfahrkupplung 13 und
eine Umgehungskupplung 24 sind zwischen einer Turbinenwelle 23,
die die Ausgangsdrehbewegung des Drehmomentwandlers 12 überträgt, und
der Eingangswelle 14 angeordnet. Die Anfahrkupplung 13 schaltet
auf einen Einrückzustand,
in dem die Turbinenwelle 23 mit der Eingangswelle 14 verbunden
ist, und einen Ausrückzustand,
in dem die Verbindung zwischen der Turbinenwelle 23 und
der Eingangswelle 14 unterbrochen ist. Die Umgehungskupplung 24 überträgt das Antriebsdrehmoment
der Eingangswelle 14 zur Abtriebswelle 16, während es
gesteuert wird.
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Eine
elektronische Drosselklappe zum Einstellen des Motordrehmoments
und der Motordrehzahl ist im Motor 11 angeordnet. Normalerweise
wird die elektronische Drosselklappe durch ein in Antwort auf einen
Betätigungsgrad
eines Beschleunigung- oder Fahrpedals (nicht dargestellt) ausgegebenes Ausgangssignal
einer elektronischen Vorrichtung geöffnet/geschlossen, um eine
Motorsteuerung auszuführen.
Außerdem
kann die elektronische Drosselklappe unabhängig von einer Betätigung des
Beschleunigungspedals basierend auf einem Kennfeld geöffnet/geschlossen
werden, das gemäß einem
erfaßten
Fahrzustand im voraus festgelegt wurde, um eine Motorsteuerung auszuführen.
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Eine
Anfahrkupplungstrommel 13a ist am Endabschnitt der Turbinenwelle 23 befestigt,
und eine Anfahrkupplungsnabe 13b ist am Endabschnitt der
Eingangswelle 14 befestigt. Mehrere Lagen von Anfahrkupplungsscheiben
oder -platten 13c sind zwischen der Anfahrkupplungsnabe 13b und
der Anfahrkupp lungstrommel 13a angeordnet. Die Anfahrkupplungsnabe 13b und
die Anfahrkupplungstrommel 13a können durch Drücken der
Anfahrkupplungsscheiben 13c verbunden werden, so daß die Leistung
der Turbinenwelle 23 zur Eingangswelle 14 übertragen werden
kann.
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Eine
Umgehungskupplungsnabe 24b ist drehbar mit der Eingangswelle 14 verbunden.
Mehrere Lagen von Umgehungskupplungsscheiben 24c sind zwischen
der am Endabschnitt der Eingangswelle 14 befestigten Anfahrkupplungsnabe 13b und der
Umgehungskupplungsnabe 24b angeordnet. Daher können die
Umgehungskupplungsnabe 24b und die Anfahrkupplungsnabe 13b durch
Drücken
der Umgehungskupplungsscheiben 24c verbunden werden. Die
Anfahrkupplungsnabe 13b dient auch als Umgehungskupplungstrommel.
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Ein
antreibendes Umgehungszahnrad 30a ist an der Umgehungskupplungsnabe 24b befestigt, die
drehbar auf der Eingangswelle 14 angeordnet ist, und ein
angetriebenes Umgehungszahnrad 30b ist an der Abtriebswelle 16 befestigt.
Das antreibende Umgehungszahnrad 30a und das angetriebene
Umgehungszahnrad 30b stehen wechselseitig in Eingriff und
bilden den antriebsdrehmomentübertragenden Getriebezug
zum Übertragen
des Antriebsdrehmoments der Eingangswelle 14 zur Abtriebswelle 16, wenn
die Umgehungskupplung 24 eingerückt ist.
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Antreibende
Zahnräder 31a, 32a als
ein erstes und ein zweites Zahnrad sind an der Eingangswelle 14 befestigt,
und antreibende Zahnräder 33a bis 35a als
dritte bis fünfte
Zahnräder
sind auf der Antriebswelle 14 drehbar angeordnet. Antreibende Zahnräder 31b, 32b als
ein erstes und ein zweites Zahnrad sind auf der Abtriebswelle 16 drehbar
angeordnet, und antreibende Zahnräder 33b bis 35b als dritte
bis fünfte
Zahnräder
sind an der Antriebswelle 16 befestigt. Die antreibenden
Zahnräder 31a bis 35a und
die antreibenden Zahnräder 31b bis 35b stehen jeweils
miteinander in Eingriff und bilden einen Vorwärtsgetriebezug.
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Ein
erster Umschaltmechanismus 41 zum Auswählen des Getriebezuges für einen
Schaltvorgang in den ersten oder zweiten Gang ist auf der Abtriebswelle 16 angeordnet,
und ein zweiter Umschaltmechanismus 42 zum Auswählen des
Getriebezugs für
einen Schaltvorgang in den dritten oder vierten Gang ist auf der
Eingangswelle 14 angeordnet. Außerdem ist ein dritter Umschaltmechanismus 43 zum Auswählen des
Getriebezuges für
einen Schaltvorgang in den fünften
Gang auf der Eingangswelle 14 angeordnet. Die Umschaltmechanismen 41 bis 43 sind
als Getriebe-Synchronisierungsmechanismen konstruiert, in denen
Synchronmuffen 41b bis 43b, die auf Synchronnaben 41a bis 43a gleitend
angeordnet sind, mit mit den Zahnrädern 31b, 32b, 33a bis 35a jeweils
integral ausgebildeten Keilnuten 31c bis 35c synchron
in Eingriff gebracht werden. Das Antriebsdrehmoment der Eingangswelle 14 kann durch
Betätigen
der jeweiligen Umschaltmechanismen 41 bis 43 über den
ausgewählten
Getriebezug zur Abtriebswelle 16 übertragen werden.
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Ein
antreibendes Rückwärtszahnrad 36a ist an
der Eingangswelle 14 befestigt, und ein angetriebenes Rückwärtszahnrad 36b ist
an der mit der Abtriebswelle 16 verbundenen Synchronmuffe 41b befestigt.
Ein Vorgelegerad 45a ist auf einer parallel zur Eingangswelle 14 angeordneten
Vorgelegewelle 45 drehbar angeordnet. Ein vierter Umschaltmechanismus 44 zum
Auswählen
eines Getriebezugs für
einen Schaltvorgang in den Rückwärtsgang
ist am Vorgelegerad 45a angeordnet. Das Vorgelegerad 45a kann durch
Betätigen
eines auf dem vierten Umschaltmechanismus 44 angeordneten
Umschaltelements 44a in der axialen Richtung gleitend bewegt
werden. Das antreibende Rückwärtszahnrad 36a und
das angetriebene Rückwärtszahnrad 36b können über das Vorgelegerad 45a durch
Verschieben des Vorgelegerades 45a miteinander in Eingriff
gebracht werden. Daher ist der vierte Umschaltmechanismus 44 ein Umschaltmechanismus,
in dem die Auswahloperation durch eine mechanische Verschiebung
erfolgt. Das Antriebsdrehmoment der Eingangswelle 14 kann
durch Betätigen
des vierten Umschaltmechanismus 44, nachdem seine Drehrichtung
umgekehrt wurde, zur Ausgangswelle 16 übertragen werden.
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Ein
antreibendes Vorderradzahnrad 47a und ein antreibendes
Hinterradzahnrad 48a sind an zwei Kegelrädern 46 des
Mitteldifferentialgetriebes 15 befestigt, das eine am Endabschnitt
der Abtriebswelle 16 angeordnete Differentialeinheit ist.
Ein angetriebenes Vorderradzahnrad 47b ist mit der Vorderradantriebswelle 17 integral
ausgebildet. Wenn das angetriebene Vorderradzahnrad 47b mit
dem antreibenden Vorderradzahnrad 47a in Eingriff steht,
kann das Antriebsdrehmoment der Abtriebswelle 16 über das
Mitteldifferentialgetriebe 15 zur Vorderradantriebswelle 17 übertragen
werden. Ähnlicherweise
ist das angetriebene Hinterradzahnrad 48b auf der Hinterradantriebswelle 18 angeordnet.
Wenn das antreibende Hinterradzahnrad 48a mit dem antreibenden Hinterradzahnrad 48b in
Eingriff steht, kann das Antriebsdrehmoment der Abtriebswelle 16 über das
Mitteldifferential 15 zur Hinterradantriebswelle 18 übertragen
werden.
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Außerdem ist
eine Reibungskupplung 49, die ein mit der Abtriebswelle 16 verbundenes
Differentialgehäuse 15a mit
den Kegelrädern 46 verbindet oder
die Verbindung zwischen dem Differentialgehäuse 15a und den Kegelrädern 46 unterbricht,
im Mitteldifferentialgetriebe 15 angeordnet. Wenn diese Reibungskupplung 49 eingerückt ist,
stehen die Kegelräder 46 mit
Kegelritzeln 50 in Eingriff. Dadurch ist die Differentialfunktion
des Mitteldifferentialgetriebes 15 deaktiviert, so daß das Antriebsdrehmoment
der Abtriebswelle 16 unverän dert zu den beiden Antriebswellen 17, 18 übertragen
werden kann.
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Die
Vorderradantriebswelle 17 ist über ein vorderes Differentialgetriebe 51 mit
einer (nicht dargestellten) Vorderradantriebswelle verbunden. Außerdem ist
die Hinterradantriebswelle 18 über ein hinteres Differentialgetriebe
(nicht dargestellt) mit einer (nicht dargestellten) Hinterradantriebswelle
verbunden.
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2 zeigt
eine Querschnittansicht zum Darstellen eines Teils des Automatikgetriebes 10. Wie
in den 1 und 2 dargestellt ist, sind die Ölpumpe 22,
die Anfahrkupplung 13 und die Umgehungskupplung 24 über dem
als Enduntersetzungsgetriebe dienenden vorderen Differentialgetriebe 51 angeordnet.
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Wie
in 2 dargestellt ist, ist ein Kolben 52 zwischen
der Anfahrkupplungstrommel 13a und den Anfahrkupplungsscheiben 13c der
Anfahrkupplung 13 gleitend eingepaßt. Wenn der Hydraulikkammer 53,
die aus der als Zylinder dienenden Anfahrkupplungstrommel 13a und
dem Kolben 52 besteht, ein Arbeitsfluid zugeführt wird,
kann der Kolben 52 eine Gleitbewegung ausführen und
die Anfahrkupplungsscheiben 13c drücken. Ein Stopperelement 54 ist zwischen
dem Kolben 52 und der Anfahrkupplungsnabe 13b angeordnet,
und ein Federelement 55 ist zwischen dem Kolben 52 und
dem Stopperelement 54 in einer Richtung angeordnet, in
der die Druckwirkung des Kolbens 52 freigegeben wird. Wenn
der Hydraulikdruck in der Hydraulikkammer 53 freigegeben wird,
kann die Anfahrkupplung 13 ausgerückt werden.
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Außerdem ist
ein Kolben 56 zwischen der als Umgehungskupplungstrommel
dienenden Anfahrkupplungsnabe 13b und den Umgehungskupplungsscheiben 24c gleitend
eingepaßt.
Wenn einer aus der als Zylinder dienenden Anfahrkupplungsnabe 13b und
dem Kolben 56 bestehenden Hydraulikkammer 57 ein
Ar beitsfluid zugeführt
wird, kann der Kolben 56 eine Gleitbewegung ausführen und
die Umgehungskupplungsscheiben 24c drücken. Ein Stopperelement 58 ist
zwischen dem Kolben 56 und der Umgehungskupplungsnabe 24b angeordnet,
und ein Federelement 59 ist zwischen dem Kolben 56 und
dem Stopperelement 58 in einer Richtung angeordnet, in der
die Druckwirkung des Kolbens 56 freigegeben wird. Wenn
der Hydraulikdruck in der Hydraulikkammer 57 freigegeben
wird, kann die Umgehungskupplung 13 ausgerückt werden.
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Nachstehend
wird die Hydrauliksteuerung eines derartigen Automatikgetriebes
erläutert. 3 zeigt
ein Blockdiagramm zum Darstellen eines Hydrauliksteuerungsmechanismus
einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Automatikgetriebes 10.
Wie in 3 dargestellt ist, werden die Umgehungskupplung 24,
die Anfahrkupplung 13 und die mehreren Umschaltmechanismen 41 bis 44 durch Betätigen mehrerer
elektromagnetischer Ventile VA1 bis VA6, die in einer den Hydrauliksteuerungsmechanismus
bildenden Ventileinheit 69 angeordnet sind, und durch Zuführen/Steuern
des einem Umgehungskupplungsaktuator 61, einem Anfahrkupplungsaktuator 62,
einem Auswahlaktuator 63 und einem Schaltaktuator 64 zugeführten Arbeitsfluids
betätigt.
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Das
zum Antreiben der Aktuatoren 61 bis 64 verwendete
Arbeitsfluid wird von einem am Bodenabschnitt des Getriebes angeordneten Ölspeicherbehälter durch
eine Zahnrad-Ölpumpe 22 angesaugt und
dann als Arbeitsfluiddruck zugeführt.
Ein Druckregelventil 66 ist in einem Hydrauliksystem 65 angeordnet,
das den Leitungsdruck als Arbeitsfluiddruck zuführt. Wenn der Leistungsdruck
größer ist
als ein vorgegebener Wert, wird das Druckregelventil 66 geöffnet, um
das Arbeitsfluid dem Ölspeicherbehälter zuzuführen. Wenn
der Leistungsdruck kleiner ist als der vorgegebene Wert, nachdem
verschiedene Schaltvorgänge
ausgeführt
wurden, durch die der Hydraulikdruck verbraucht wird, wird das Druckregelventil 66 geschlossen,
um den Leitungsdruck zu erhöhen.
Ein Teil des Arbeitsfluiddrucks wird in einem Druckspeicher 67 gespeichert,
so daß der
Leitungsdruck stabilisiert werden kann und ein minimaler Notfallbetrieb
auch dann aufrechterhalten werden kann, wenn eine Störung in
der Ölpumpe 22 oder
eine ähnliche
Störung
und Probleme im Hydrauliksystem 65 auftreten. Außerdem wird
ein Signal von einem im Hydrauliksystem 65 angeordneten
Drucksensor 68 an eine elektronische Steuerung (ECU) 69 ausgegeben,
so daß der
Leitungsdruck durch die ECU 69 überwacht wird.
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Signale
werden der ECU 69 von einem Sperrschalter 70,
einem Geschwindigkeitssensor 71, einem Motordrehzahlsensor 72 usw.
zugeführt.
Die ECU 69 erfaßt
die durch den Fahrer ausgewählte Schalthebelstellung
basierend auf einem Signal vom Sperrschalter 70. Die ECU 69 erfaßt außerdem die Geschwindigkeit
basierend auf einem Signal vom Geschwindigkeitssensor 71.
Die ECU 69 erfaßt
die Motordrehzahl basierend auf einem Signal vom Motordrehzahlsensor 72.
Die ECU 69 erfaßt
den Fahrzustand des Fahrzeugs basierend auf diesen erfaßten Daten
und gibt die Signale an die Ventileinheit 60 aus, um die
Aktuatoren 61 bis 64 nach Erfordernis anzutreiben
bzw. zu steuern.
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Auf
diese Weise wird das von der Ölpumpe 22 zugeführte Arbeitsfluid
dem Umgehungskupplungsaktuator 61 über ein elektromagnetisches Druckregelventil
VA1 und dem Anfahrkupplungsaktuator 62 über ein elektromagnetisches
Druckregelventil VA2 zugeführt.
Außerdem
wird das Arbeitsfluid dem Auswahlaktuator 63 über ein
elektromagnetisches Umschaltventil VA3 und ein elektromagnetisches
Umschaltventil VA4 zugeführt,
und das Arbeitsfluid wird dem Schaltaktuator 64 über ein
elektromagnetisches Druckregelventil VA5 und ein elektromagnetisches
Druckregelventil VA6 zugeführt.
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Die
Umgehungskupplung 24 wird durch den Umgehungskupplungsaktuator 61 eingerückt. Wenn der
Arbeitsfluiddruck der Hydraulikkammer 57 des Umgehungskupplungsaktuators 61 zugeführt wird, so
daß der
Kolben 56 durch den Hydraulikdruck eine Gleitbewegung ausführt, werden
die Umgehungskupplungsscheiben 24c gedrückt, so daß das Antriebsdrehmoment der
Eingangswelle 14 zur Abtriebswelle 16 übertragen
werden kann.
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Die
Anfahrkupplung 13 wird durch den Anfahrkupplungsaktuator 62 eingerückt. Wenn
der Arbeitsfluiddruck der Hydraulikkammer 53 des Anfahrkupplungsaktuators 62 zugeführt wird,
so daß der Kolben 52 durch
den Hydraulikdruck eine Gleitbewegung ausführt, werden die Anfahrkupplungsscheiben 13c gedrückt, so
daß das
Antriebsdrehmoment der Turbinenwelle 23 zur Eingangswelle 14 übertragen werden
kann.
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Die
Auswahloperation zum Auswählen
des Getriebezugs, der die Leistung übertragen soll, aus den mehreren
Getriebezügen
wird durch den Schaltaktuator 64 und den Auswahlaktuator 63 ausgeführt. Die
Auswahloperation zwischen dem Schaltaktuator 64 und dem
Auswahlaktuator 65 kann über einen (nicht dargestellten)
Richtungsänderungsmechanismus
zu vier Umschaltmechanismen 41 bis 44 übertragen
werden.
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Die
Auswahloperation des Schaltaktuators 64 wird als Auswahloperation
des in 3 in Richtung eines Pfeils B dargestellten Getriebezuges übertragen.
D.h., diese Auswahloperation ist eine Operation zum Schalten des
Getriebezugs in den ersten oder zweiten Gang, den dritten oder vierten Gang
oder den fünften
oder Rückwärtsgang.
Insbesondere werden die Synchronmuffen 41b bis 43b oder
ein Umschaltelement 44b durch eine derartige Auswahloperation
verschoben.
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Die
Auswahloperation des Auswahlaktuators 63 wird als Auswahloperation
des in 3 in Richtung eines Pfeils A dargestellten Getriebezuges übertragen.
D.h., diese Auswahl operation ist eine Operation zum Auswählen des
Ziels, zu dem die Auswahloperation des Schaltaktuators 64 übertragen wird.
Insbesondere wird durch eine derartige Auswahloperation entschieden,
zu welchem der Elemente unter den Synchronmuffen 41b bis 43b und
dem Umschaltelement 44b die Auswahloperation des Schaltaktuators 64 übertragen
werden soll.
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Wenn
die Operation des Schaltaktuators 64 zum ersten Umschaltmechanismus 41 übertragen wird,
wird der Schaltaktuator 64 in eine Position geschaltet,
bei der die Synchronmuffe 41b mit der Keilnut 31c in
Eingriff steht, um den ersten Gang einzustellen, in eine Position,
bei der die Synchronmuffe 41b mit der Keilnut 32c in
Eingriff steht, um den zweiten Gang einzustellen, oder in eine neutrale
oder Leerlaufposition, bei der die Synchronmuffe 41b mit diesen
Keilnuten 31c, 32c nicht in Eingriff steht. Ähnlicherweise
wird, wenn die Operation des Schaltaktuators 64 zum zweiten
Umschaltmechanismus 42 übertragen
wird, der Schaltaktuator 64 in eine von drei Positionen
geschaltet, d.h. in die Position des dritten Gangs, die Position
des vierten Gangs oder die neutrale Position. Außerdem wird, wenn die Operation
des Schaltaktuators 64 zum dritten Umschaltmechanismus 43 übertragen
wird, der Schaltaktuator in eine von zwei Positionen geschaltet,
d.h. in die Position des fünften
Gangs oder in die neutrale Position. Außerdem wird, wenn die Operation
des Schaltaktuators 64 zum vierten Umschaltmechanismus 44 übertragen
wird, der Schaltaktuator 64 in eine von zwei Positionen
geschaltet, d.h. in die Position des Rückwärtsgangs oder in die neutrale
Position.
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Der
Grund, warum der Schaltaktuator 63 durch die elektromagnetischen
Schaltventile VA3, VA4 gesteuert wird, während die elektromagnetischen
Druckregelventile VA5, VA6 zum Steuern des Schaltaktuators 64 verwendet
werden, ist der Unterschied in dem durch den Aktuator betätigten Zielelement. Wenn
der Aktuator in Richtung des Pfeils A gesteuert wird, d.h. in die
Steuerungsrichtung des Auswahlaktuators 63, kann dieser
Aktuator auf einfache Weise in drei Positionen gesteuert werden.
Wenn der Aktuator dagegen in die Richtung des Pfeils B gesteuert
wird, d.h. in die Steuerungsrichtung des Schaltaktuators 64,
muß der
Getriebe-Synchronisierungsmechanismus aktiviert werden. Daher müssen die
elektromagnetischen Druckregelventile VA5, VA6, die den zugeführten Hydraulikdruck
fein einstellen können,
an Stelle der EIN/AUS-Steuerung
des Hydraulikdrucks verwendet werden. Dadurch wird der Schaltaktuator 64 in
der Anfangsphase seiner Betätigung
stark, während
der Getriebesynchronisierungsphase normal und in der Endphase seiner
Betätigung
schwach gesteuert.
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Der
Hydraulikdruckmechanismus besteht aus der Ventileinheit 60,
dem Auswahlaktuator 63, dem Schaltaktuator 64,
usw. zum Ausführen
der Hydraulikdrucksteuerung. Der Hydraulikdrucksteuerungsmechanismus
ist in dem Bereich eingepaßt,
der sich an der Rückseite
der in 1 dargestellten Ölpumpe 22 und über dem
als Enduntersetzungsgetriebe dienenden vorderen Differentialgetriebe 51 und vor
einem Wandabschnitt 75 befindet, der um einen etwa in der
Mitte angeordneten Abschnitt des Getriebes herum ausgebildet ist.
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Hinsichtlich
der Steuerung des Drehmomentwandlers 12, der die Überbrückungs-
oder Lockup-Kupplung 21 aufweist, kann die Leistung des
Motors 11 durch Zuführen
des Arbeitsfluiddrucks zu einer Einrückkammer 76 und einer
Ausrückkammer 77 der Überbrückungs-
oder Lockup-Kupplung 21 gemäß einem Ausgangssignal der
ECU 69 direkt zur Turbinenwelle 23 übertragen
werden, andernfalls kann die Leistung des Motors 11 über den
Drehmomentwandler 12 zur Turbinenwelle 23 übertragen werden.
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Nachstehend
wird die Auswahloperation des Getriebezugs des in 1 dargestellten
Getriebes erläutert.
Die Auswahl des ersten Gangs erfolgt durch Ineingriffbringen der
Synchronmuffe 41b des ersten Umschaltmechanismus 412 mit
der Keilnut 31c durch Operationen des Auswahlaktuators 63 und des
Schaltaktuators 64. Zu diesem Zeitpunkt wird das Antriebsdrehmoment
der Eingangswelle 14 von der Eingangswelle 14 über das
antreibende Zahnrad 31a, das angetriebene Zahnrad 31b und
den ersten Umschaltmechanismus 41 zur Abtriebswelle 16 übertragen.
Wenn die Synchronmuffe 41b mit der Keilnut 32c in
Eingriff steht, wird der Getriebezug in den zweiten Gang geschaltet. Ähnlicherweise
können
die Auswahloperationen vom dritten Gang zum fünften Gang durch Betätigen des
zweiten Umschaltmechanismus 42 oder des dritten Umschaltmechanismus 43 ausgeführt werden.
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Der
Schaltvorgang vom ersten zum zweiten Gang wird über die neutrale Position des
ersten Umschaltmechanismus 41 ausgeführt, so daß die Situation entsteht, daß das Antriebsdrehmoment
nicht vorübergehend
von der Eingangswelle 14 zur Ausgangswelle 16 übertragen
werden kann. Normalerweise wird, wenn das Übersetzungsverhältnis der
jeweiligen Getriebezüge
bestimmt wird, das Übersetzungsverhältnis gemäß der geometrischen
Folge vom ersten Gang ausgehend vermindert, so daß der vor
und nach jeder Schaltstufe verwendete Drehzahlbereich des Motors 11 konstant
gehalten wird. Daher ist der Unterschied des Übersetzungsverhältnisses vor
und nach der Auswahl im Getriebezug im niedrigen Drehzahlbereich
besonders groß,
so daß durch den
Schaltvorgang über
den neutralen Zustand im Gegensatz zum hohen Drehzahlbereich eine
große Beschleunigungsänderung
verursacht wird.
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Um
diese Beschleunigungsänderung
durch Verhindern der Drehmomentunterbrechung der Abtriebswelle 16 im
neutralen Zustand zu verhindern, wird das Antriebsdrehmoment der
Abtriebswelle 16 zugeführt,
während
der Einrück-/Ausrückvorgang
der Umgehungskupplung 24 synchron mit der Auswahl operation
gesteuert wird. 4 zeigt eine Ansicht zum Darstellen
einer Beziehung zwischen einem Abtriebswellendrehmoment To und einem
Umgehungskupplungsdrehmoment Tb für einen Schaltvorgang vom ersten
in den zweiten Gang. Wie in 4 dargestellt
ist, steuert die ECU 69, weil die Übertragung des Abtriebswellendrehmoments
To unterbrochen wird, bis die Synchronmuffe 41b von der
Keilnut 31c außer
Eingriff gekommen und mit der Keilnut 32c in Eingriff gekommen
ist, den Einrückvorgang
der Umgehungskupplung 24, um das Abtriebswellendrehmoment
To zu erhöhen,
während
die Synchronmuffe 41b von der Keilnut 31c außer Eingriff
kommt. Wenn der Getriebe-Synchronisierungsmechanismus
beginnt zu arbeiten, nachdem der erste Umschaltmechanismus 41 den
neutralen Zustand passiert hat und dann die Erzeugung des Abtriebswellendrehmoments
To durch den zweiten Gang beginnt, beginnt die ECU 69 den
eingerückten
Zustand der Umgehungskupplung 24 freizugeben und bringt
dann die Umgehungskupplung 24 auf ihren ausgerückten Zustand,
während
gleichzeitig die Synchronmuffe 41b mit der Keilnut 32c in
Eingriff kommt.
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Eine
einzige Umgehungskupplung 24 ist in dem in 1 dargestellten
Getriebe vorgesehen; die Umgehungskupplung 24 wird im Schaltvorgang
im Niedrigdrehzahlbereich betätigt,
in dem die Differenz des Übersetzungsverhältnisses
groß ist.
Wenn die Umgehungskupplung, die das Übertragungsdrehmoment auf den
hohen Gang schalten kann, im Hochdrehzahlbereich zugeschaltet wird,
in dem die Differenz des Übersetzungsverhältnisses
gering ist, kann ein glatter Schaltvorgang über den vollen Schaltbereich
ausgeführt
werden.
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Die
Auswahl des Rückwärtsgangs
wird dagegen durch Betätigen
des Auswahlaktuators 63 und des Schaltaktuators 64 zum
Betätigen
des Umschaltmechanismus 44 ausgeführt. Weil der vierte Umschaltmechanismus 44 ein
Umschaltmechanismus ist, in der eine Auswahl durch eine mechanische
Verschiebung er folgt, wird die Drehmomentübertragung der Eingangswelle 14 unterbrochen,
indem die Anfahrkupplung 13 auf ihren ausgerückten Zustand
gebracht wird, um die Verbindung der Eingangswelle 14 mit
der Turbinenwelle 23 zu unterbrechen, und dann wird der
vierte Umschaltmechanismus 44 betätigt.
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Die
für die
Vorwärtsfahrt
verwendeten Umschaltmechanismen 41 bis 43 können in
den neutralen Zustand gesteuert werden, in dem sie nicht mit den
an beiden Seiten angeordneten Keilnuten 31a bis 35a in
Eingriff stehen, so daß verhindert
wird, daß mehrere
der Umschaltmechanismen 41 bis 43 während der
Fahrt gleichzeitig in Eingriff kommen. In diesem Fall wird auch
der für
die Rückwärtsfahrt
verwendete Umschaltmechanismus 44 derart gesteuert, daß er nur
dann betätigt
wird, wenn die Umschaltmechanismen 41 bis 43 auf
den neutralen Zustand eingestellt sind.
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In
diesem Automatikgetriebe 10 ist der aus der Ventileinheit 60,
den Aktuatoren 63, 64, usw. als die Basiselemente
des Automatikgetriebes, der Ölpumpe 22,
der Anfahrkupplung 13 und der Umgehungskupplung 24 bestehende
Hydraulikdrucksteuerungsmechanismus über dem als Enduntersetzungsgetriebe
dienenden vorderen Differentialgetriebe 51 angeordnet.
Daher können
die Basiselemente des Automatikgetriebes installiert werden, ohne
daß zusätzlicher
Raum bereitgestellt werden muß.
Dadurch kann vermieden werden, daß die Gesamtlänge des Automatikgetriebes 10 in
der axialen Richtung größer wird
als bei einem Wechselschaltgetriebe, das die Basisstruktur des Automatikgetriebes 10 bildet.
Außerdem
können,
weil das Automatikgetriebe 10 derart konstruiert ist, daß es drei
Wellen aufweist, d.h. die Eingangswelle 14, die Abtriebswelle 16 und
die Vorderradantriebswelle 17, das Enduntersetzungsgetriebe
und die Zahnräder
derart installiert werden, daß sie
sich in der axialen Richtung überlappen,
so daß das
Getriebe verkürzt
werden kann. Außerdem kann,
weil die Ventileinheit 60 und die Ölpumpe 22 zum Zuführen des
Arbeitsfluiddrucks zur Anfahrkupplung 13 und zur Umgehungskupplung 24 nahe beieinander
angeordnet sind, das Ansprechverhalten der Steuerung verbessert
werden.
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Die
Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene Ausführungsform
beschränkt,
sondern innerhalb des durch die beigefügten Patentansprüche definierten
Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung sind verschiedenartige Änderungen
und Modifikationen möglich.
Beispielsweise ist die Verwendung der Umgehungskupplung 24 nicht
auf den Schaltvorgang im Niedrigdrehzahlbereich beschränkt, sondern die
Umgehungskupplung 24 kann auch im Hochdrehzahlbereich verwendet
werden. Um alle Schaltgetriebeelemente glatt schalten zu können, können mehrere
Umgehungskupplungen bereitgestellt werden, wobei mindestens eine
Umgehungskupplung über
dem als Enduntersetzungsgetriebe dienenden vorderen Differentialgetriebe 51 angeordnet
sein kann. Das dargestellte Automatikgetriebe 10 wird als
in Längsrichtung
angeordnetes Getriebe in einem Fahrzeug mit Vierradantrieb verwendet,
es kann jedoch auch in einem Fahrzeug mit Zweiradantrieb verwendet
werden. Außerdem
ist das dargestellte Automatikgetriebe 10 ein Getriebe
mit fünf
Vorwärtsgängen und
einem Rückwärtsgang,
die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Zahl von Zwischengetrieben
oder Getriebezügen
beschränkt.
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Das
Automatikgetriebe ist derart konstruiert, daß es drei Wellen aufweist,
d.h. die Eingangswelle, die Abtriebswelle und die Antriebswelle
im Enduntersetzungsgetriebe, und darüber hinaus ist die Umgehungskupplung
als Basiselement des Automatikgetriebes über dem Enduntersetzungsgetriebe
angeordnet. Daher ist das Automatikgetriebe derart konstruiert,
daß seine
axiale Länge
nicht größer ist
als diejenige des Wechselschaltgetriebes als die Basisstruktur.
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Weil
die Ölpumpe über dem
Enduntersetzungsgetriebe und in der Nähe der Umgehungskupplung angeordnet
sein kann, können
die Hydraulikdruckquelle und der Hydraulikaktuator nahe beieinander
angeordnet sein. Dadurch kann das Ansprechverhalten der Hydraulikdrucksteuerung
verbessert werden.