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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Uhr, die mit einem Stunden-
und Viertelstundenschlagwerk mit Minutenrepetition ausgerüstet ist
und die ein Teil des Schlagmechanismus umfasst, das zwischen einer
bestimmten Ruhelage und einer Arbeitsstellung verschoben werden
kann, ferner Organe zum Auslösen
des Schlagwerks, Organe, um bei Auslösen des Schlagwerks das bewegliche
Teil periodisch in die benannte Arbeitsstellung zu bringen, einen
Stellmechanismus mit einer Stellwelle, auf der ein Kupplungstrieb
gleitend montiert ist, um mit einem Stellräderwerk in Eingriff zu kommen,
und einen Stellhebel, der sich einerseits mit der Aufzugwelle und
andererseits mit einem mit dem Kupplungstrieb im Eingriff befindlichen
Wippkloben im Eingriff befindet.
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Im
Dokument
CH 14979 wird
ein Schlagwerk mit einer Aufzugsvorrichtung und einem Isolator beschrieben,
um die Funktion des Schlagwerks während des Stellens zu unterbinden.
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Wenn
in einer Uhr dieses Typs ein Stellen erfolgt, während das Schlagwerk in Funktion
tritt, erleidet der Mechanismus grossen Schaden, weil die Steuernocken
des Schlagwerks, die kinematisch fest mit dem Zeigerwerk der Uhr
verbunden sind, durch das Stellen gestört werden. Folglich befinden
sich die Taster des Viertelstunden- und Minutenschlagwerks, die
sich mit diesen Steuernocken des Schlagwerks im Eingriff befinden
und dazu dienen, die Anzahl der zu schlagenden Minuten und Viertelstunden
zu bestimmen, im Augenblick des Schlagens in den Bahnen dieser Nocken.
Wenn sich diese zur gleichen Zeit unter der Einwirkung des Zeigerwerks
zu bewegen beginnen, das durch das Stellräderwerk angetrieben wird, an
das die auf die Aufzugwelle ausgeübte manuelle Kraft übertragen
wird, dann sind die sich daraus ergebenden Schäden gross.
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Für die Beseitigung
der Schäden
sind eine fast vollkommene Zerlegung der Uhr und der Ersatz zahlreicher
beschädigter
Teile erforderlich. Nun haben Uhren dieses Typs mehrere Hundert
Teile, und ihr Zusammenbau und ihre Einregelung erfordern Hunderte
von Arbeitsstunden hochspezialisierter Uhrmacher.
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Es
ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, diese potenzielle Gefahr
abzustellen, indem eine Betätigung
des Stellens während
des Schlagens verhindert wird, unabhängig davon, ob Stunden, Viertelstunden
oder Minuten geschlagen werden, und gleichviel, ob dieses Schlagen
dasjenige ist, das durch den Steuermechanismus des Schlagwerks alle Viertelstunden
automatisch ausgelöst
wird, oder ob es sich um die Minutenrepetition handelt, die manuell durch
den Benutzer ausgelöst
wird.
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Daher
hat die vorliegende Erfindung eine Stellvorrichtung für eine Uhr
zum Gegenstand, die mit einem Stunden- und Viertelstundenschlagwerk mit
Minutenrepetition ausgerüstet
ist, wie es in Anspruch 1 definiert ist.
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Der
Vorteil dieser Erfindung besteht darin, dass sie durch einfache
und zuverlässige
Mittel das Problem löst,
immer dann das Stellen unwirksam zu machen, wenn das Schlagwerk
in Funktion tritt, und zwar selbst dann, wenn dieses Funktionieren
nicht spürbar
ist. Obwohl nämlich
dieser Uhrentyp mit einer Gebrauchsanweisung verkauft wird, in der
darauf hingewiesen wird, dass ein Stellen der Uhr während des
Schlagens nicht erfolgen darf, kommt es vor, dass eine Person, die
sich dieser Warnung völlig
bewusst ist, glaubt, dass das Schlagen beendet ist, während dies
aber nicht der Fall ist. Dies rührt
daher, dass die verschiedenen Schläge durch Pausen von einigen
Sekunden voneinander getrennt sind, die irreführen und zur Annahme verleiten
können,
dass das Schlagen beendet sei.
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Die
beigefügte
Zeichnung veranschaulicht schematisch und beispielhaft zwei Ausführungsformen
der Uhr, die mit einem Stunden- und Viertelstundenschlagwerk mit
Minutenrepetition ausgerüstet
ist und den Gegenstand der vorliegenden Erfindung darstellt.
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1 ist
eine perspektivische Ansicht eines Teils des Schlagwerks für das Viertelstundenschlagen
gemäss
der ersten Ausführungsform;
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2 ist
eine perspektivische Ansicht eines Teils des Schlagwerkmechanismus
für das
Minutenschlagen und für
den Stellmechanismus in der Sperrposition des Schlagwerks und des
Aufzugs;
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3 ist
eine perspektivische Ansicht eines Teils des Schlagwerkmechanismus
für das
Minutenschlagen und für
den Stellmechanismus in der Sperrposition des Schlagwerks und des
Stellens;
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4 ist
eine perspektivische Ansicht eines Teils des Schlagwerkmechanismus
für das
Minutenschlagen und für
den Stellmechanismus in der Arbeitsstellung des Schlagwerks;
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5 ist
eine perspektivische Ansicht eines Teils des Schlagwerkmechanismus
für das
Stundenschlagen;
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6 ist
eine perspektivische Ansicht eines Teils des Schlagwerkmechanismus
für das
Auslösen des
Schlagwerks;
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7 ist
eine perspektivische, auseinandergezogene Ansicht der Schlagwerksdrehspindel;
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8 ist
eine perspektivische Ansicht des Übersetzungsgetriebes des Schlagwerks
in der Sperrposition des Schlagwerks;
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9 ist
eine Draufsicht einer zweiten Ausführungsform, die in der Position
des Stellens veranschaulicht ist;
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10 ist
eine Ansicht, die der 9 ähnlich ist und den Stellmechanismus
in der verriegelten Stellung des Stellens veranschaulicht.
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In
der folgenden Beschreibung wird der Schlagwerkmechanismus, der zu
dem für
Uhren bekannten Typ gehört,
nur in dem Masse beschrieben, als es zum Verständnis der vorliegenden Erfindung durch
Fachleute erforderlich ist.
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Das
Funktionieren dieses Mechanismus wird durch drei Drehteile besorgt,
die auf drei Achsen montiert sind. Auf der ersten Achse finden sich
der Viertelstundennocken 1 und der Minutennocken 2, die
wegen ihrer Gestalt auch Schnecken genannt werden und auf dem üblichen
Minutenrohr 3 des Zeigerwerks der Uhr befestigt sind, das
sich in der Mitte des Uhrwerks befindet. Diese Viertelstundennocken 1 und 2 führen also
eine Umdrehung je Stunde aus. Ein dritter, nicht dargestellter und
als Überfall
bezeichneter Nocken ist auf diese Achse 3 des Minutenrohrs
montiert und dient dazu, das Minutenschlagen während des Viertelstundenschlagens
zu verhindern.
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Die
zweite Achse ist diejenige der Schlagwerksdrehspindel 4,
die in fast allen Figuren veranschaulicht ist und die im einzelnen
in der auseinandergezogenen Ansicht der 7 veranschaulicht
ist. Diese Schlagwerksdrehspindel 4 weist ein Rad 5 mit einem
Trieb 5a auf, die Teil eines Übersetzungsgetriebes 6 des
Schlagwerks sind, die durch ein Federhaus 7 des Schlagwerks
(8) angetrieben wird.
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Ausser
dem Rad 5 und dem Trieb 5a weist die Spindel 4 (7)
noch ein Auslösesperrrad 8 auf, das
mit einem Auslösestift 8a ausgerüstet ist.
Dieses Auslösesperrrad 8 ist
auf einen zylindrischen Abschnitt 9a der Welle 9 der
Spindel 4 montiert. Es ist mit zwei Schrauben 10 mit
Auflagen an einer Antriebsplatte 11 befestigt, die mit
einem Rohr 11a versehen ist, dessen Öffnung einen quadratischen Querschnitt
hat und auf einen quadratischen Abschnitt 9b der Welle
der Spindel 4 passt. Da die Auflagen der Schrauben 10 durch
längliche Öffnungen 8b des
Auslösesperrrades 8 hindurchgehen,
existiert eine bestimmte Winkelfreiheit zwischen dem Auslösesperrrad 8 und
der Antriebsplatte 11.
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Die
Antriebsplatte trägt
einen Sperrkegel 12 und eine Feder 13. Drei gezahnte
Elemente, ein Antriebssperrrad 14, ein Zahnsegment 15 mit
zwölf Sägezähnen für das Stundenschlagwerk
und ein Stundenzahnstangentrieb 16, sind fest mit einem
rohrförmigen
Element 17 verbunden, das auf das Rohr 11a der
Antriebsplatte 11 montiert ist. Ein Zahnsegment 18,
das mit dem Viertelrechen in Eingriff kommen soll (von dem später die
Rede sein wird), ist frei drehbar auf das rohrförmige Element 17 montiert,
während ein
Mitnahmefinger 19 von einer quadratischen Öffnung durchquert
wird, die auf einen quadratischen Abschnitt 17a des rohrförmigen Elements 17 passt. Der
Mitnahmefinger 19 ist dafür bestimmt, das Zahnsegment 18 vermittels
eines Stiftes 18a anzutreiben, der aus der Oberfläche des
Zahnsegments 18 heraussteht. Das Ganze wird auf der Welle
der Spindel 9 durch eine Mutter 20 gehalten. Nachdem
diese Elemente zusammengebaut sind, greift der Sperrkegel 12 in
die Zahnung des Antriebssperrrades 14 ein, und der Auslösestift 8a geht
durch eine Öffnung 11b der
Antriebsplatte 11 hindurch, um an die schräge Seite 12a des
Sperrkegels 12 zu gelangen, so dass der Auslösestift 8a den
Sperrkegel 12 anhebt und daher das Antriebssperrrad 14 freisetzt,
wenn sich das Auslösesperrrad 8 bezüglich der
Antriebsplatte 11 im Gegenuhrzeigersinn dreht.
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Die
dritte Achse des Schlagwerkmechanismus ist diejenige, die ein Rad
mit sternförmiger
Zahnung mit zwölf
Zähnen
trägt,
das als Stundenstern 21 bezeichnet wird und fest mit einem
Stundennocken 22 verbunden ist, auch Schnecke genannt,
der zwölf Sektoren
mit Radien aufweist, die von dem mit dem grössten Radius, der 1 Uhr entspricht,
bis zu dem mit dem kleinsten Radius, der 12 Uhr entspricht, progressiv
abnehmen. Der Stundenstern 21 sitzt auf einer mit einer
Feder 24 verbundenen Hebelfeder 24.
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Ein
Teil, das mit einem Zahnsegment versehen ist und Stundenzahnstange 25 genannt
wird, ist um eine Achse 25a schwenkbar. Das Zahnsegment dieser
Stundenzahnstange 25 steht mit Zahnstangentrieb 16 im
Eingriff. Eine Zahnstangenfeder 26 sucht ständig, die
Stundenzahnstange 25 im Gegenuhrzeigersinn zu drehen, um
einen Nockentaster 25b, der fest mit dieser Zahnstange
verbunden ist, mit dem Stundennocken 22 in Berührung zu
bringen. Es ist zu sehen, dass in der veranschaulichten Stellung,
die 1 Uhr entspricht, der Stundennocken 22 einen einzigen
Sägezahn
des Zahnsegments 15 für das
Stundenschlagwerk zur Rechten eines Antriebshebels 27 eines
Schlagwerkhammers 28 positioniert, so dass dieser Hammer 28 nur
einmal auf den Resonanzkörper 29 des
Stundenschlagwerks schlägt.
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1 zeigt
das Teil für
das Viertelstundenschlagwerk, Viertelrechen 30 genannt,
das um eine Achse 31 drehbar ist und der Kraft einer Feder 36 unterworfen
ist, die sucht, es im Uhrzeigersinn um seine Achse 31 zu
drehen. Dieser Viertelrechen 30 umfasst einen Taster 30a,
der dafür
bestimmt ist, am Viertelstundennocken 1 und an einem Zahnsegment 30b im Eingriff
mit dem Zahnsegment 18 des Drehteils der Spindel 4 anzuliegen,
so dass die Winkellage dieses Zahnsegments 18 auf der Achse
der Spindel 4 von der Winkellage des Viertelstundennockens 1 an
der Achse des Minutenrohrs 3 abhängt. Der Viertelrechen 30 trägt mehrere
Reihen von Sägezähnen 30c, um
in der gleichen Weise mit Betätigungshebeln
der Schlagwerkhämmer
zusammenzuwirken, wie vorstehend für das Stundenschlagwerk erläutert, aber
mit anderen Klangfarben. Die Betätigung
der Hämmer der
Schlagwerke ist bekannt und für
das Verständnis der
vorliegenden Erfindung nicht erforderlich, so dass sie nicht beschrieben
wird.
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Der
Viertelrechen 30 trägt
noch eine Rückhaltesperrkegel 32 des
Minutenrechens (von dem hiernach die Rede sein wird), der um eine
Schraube mit Auflage 33 angelenkt ist. Diese Rückhaltesperrkegel 32 ist
fest mit einem Arm 34 verbunden, dessen Innenkante ein
Nocken im Eingriff mit einem feststehenden Stift 35 ist,
der dafür
bestimmt ist, den Rückhaltesperrkegel 32 der
Lage des Viertelrechens 30 um seine Drehachse 31 folgend
zu drehen.
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2 zeigt
den Sperrkegel 32 des Viertelrechens 30 im Eingriff
mit einer Sägezahnung 37c,
die am Aussenrand eines Teils für
das Minutenschlagwerk angebracht ist, das Minutenrechen 37 genannt wird.
Die Anzahl der Zähne
dieser Sägezahnung 37c beträgt 14, was
den 14 relativen Winkellagen entspricht, die zwischen dem Minutenrechen 37 und dem
Viertelrechen 30 möglich
sind und den 14 Minuten entsprechen, die zwischen zwei Viertelstunden geschlagen
werden können.
Dieser Minutenrechen dreht sich um die gleiche Achse 31 wie
der Viertelrechen 30 und wird von einer Feder 38 beansprucht, die
ihn im Uhrzeigersinn zu drehen sucht, um einen Taster 37a im
Augenblick des Auslösens
des Schlagwerkes mit dem Minutennocken 2 in Eingriff zu
bringen. Dieser Minutenrechen 37 weist noch ein Zahnsegment 37b auf,
das mit 14 Sägezähnen 14 versehen
ist, die dafür
bestimmt sind, einen (nicht dargestellten) Hebel eines (nicht dargestellten)
Minutenschlagwerkhammers zu betätigen.
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Der
in dieser 2 veranschaulichte Stellmechanismus
ist ein klassischer Stellmechanismus mit Stellhebel 39,
der mit einem Dübel 39a versehen ist,
der mit einer Nut einer Aufzug- und Stellwelle 40 im Eingriff
steht und zwischen zwei Achsiallagen verschoben werden kann. Die
in 2 veranschaulichte Lage entspricht der Aufzugsposition,
die in 3 veranschaulichte entspricht der Stellposition.
Ein Kupplungstrieb 41 ist gleitend auf ein Segment quadratischen
Querschnitts der Stellwelle 40 montiert, um es zu ermöglichen,
dass seine Zahnung mit dem ersten (allein dargestellten) Trieb 42 eines
gänzlich
klassischen Stellräderwerks
in Eingriff kommt. Ein zweiter Dübel 39b des
Stellhebels 39 steht im Eingriff mit einer Sperrfeder 43,
die dazu dient, den Stellhebel 39 in die eine oder andere
seiner beiden Positionen zu bringen, des Stellens oder des Aufzugs.
In der Stellposition trifft dieser Stellhebel 39 auf das
Ende eines Wippklobens 47, der um eine feststehende Achse 48 schwenkbar
ist und der Kraft einer Rückstellfeder 49 unterworfen
ist. Dieser Wippkloben 47 steht mit einer Nut des Kupplungstriebs 41 im
Eingriff, um dieses entlang der Aufzugwelle 40 zu verschieben.
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Dieser
Stellmechanismus ist mit dem Schlagwerkmechanismus und genauer mit
dem Minutenrechen 37 über
eine Verriegelungswippe 44 verbunden, die um eine feststehende
Achse 45 schwenkbar ist und durch eine Feder 46 beansprucht wird,
die diese Verriegelungswippe 44 ständig im Gegenuhrzeigersinn
um die Achse 45 zu drehen sucht. An einem Ende hat diese
Verriegelungswippe 44 einen Taster 44a, der durch
die Feder 46 ständig
mit dem Arm des Tasters 37a des Minutenrechens 37 in Berührung gehalten
wird. An seinem anderen Ende weist diese Verriegelungswippe 44 eine
Kerbe 44b auf, die dafür
bestimmt ist, in die Bahn gebracht zu werden, die von einem Stift 47a durchlaufen
wird, der senkrecht zur Ebene des Wippklobens 47 vorspringt.
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Wenn
sich der Minutenrechen 37 in der in 2 dargestellten
Position befindet, die der Ruhelage des Schlagwerkmechanismus entspricht,
befindet sich die Kerbe 44b der Verriegelungswippe 44 ausserhalb
der durch den Stift 47a des Wippklobens 47 beschriebenen
Bahn, so dass das Stellen normal funktionieren kann, weil der Stift 47a des
Wippklobens 47 nicht mit der Kerbe 44b der Verriegelungswippe 44 zusammentrifft,
der daher frei in die in 3 veranschaulichte Stellposition
gelangen kann, indem er entlang der Kante 44c dieser Wippe 44 neben
der Kerbe 44b gleitet. Man kann nun sehen, dass die geringste
Verschiebung des Minutenrechens 37 im Uhrzeigersinn um
die Drehachse 31 in Richtung auf den Minutennocken 2 eine
entsprechende Verschiebung der Verriegelungswippe 44 im
Gegenuhrzeigersinn um die Schwenkachse 45 hervorruft und somit
die Kerbe 44b dieser Wippe in die Bahn des Stifts 47a des
Wippklobens 47 bringt, wodurch ver hindert wird, dass dieser
in die Stellposition gebracht wird, solange der Minutenrechen 37 nicht
in die in 2 und 3 veranschaulichte
Stellung zurückgekehrt
ist.
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6 veranschaulicht
die Mechanismen für das
automatische und manuelle Auslösen
des Schlagwerkmechanismus. Dieser Auslösemechanismus umfasst eine
Auslöseschraube 50,
die fest mit dem Minutenrohr 3 verbunden ist und vier Flügel 50a aufweist,
die in einem Winkel von je 90° zueinander angeordnet
sind, um alle Viertelstunden die automatische Auslösung zu
bewirken. Ein Auslösehub 51 wird
auf diese Auslösemutter 50 durch
eine Auslösewippe 52 ausgeübt, die
um eine Achse 53 schwenkbar ist und von einer Feder 54 beansprucht
wird, die diese Auslösewippe 52 im
Uhrzeigersinn zu drehen sucht. Diese Auslösewippe trägt noch einen Sperrkegel 55,
der um eine Befestigungsschraube 56 mit Auflage bewegbar
an einem Arm der Auslösewippe 52 befestigt
ist und durch eine (nicht dargestellte) Feder in die Zahnung des
Auslösesperrrades 8 gedrückt wird.
Eine zweite Auslösewippe 57,
die mit einem Sperrkegel 58 versehen ist, ist für die manuelle Steuerung
der Auslösung
des Schlagwerks bestimmt.
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6 zeigt
die Lage des Auslöseschöpfers 51,
gerade nachdem er einen Flügel 50a der
Auslöseschraube 50 verlassen
hat und durch die automatische Auslösewippe 52 und unter
dem Druck der Feder 54 im Uhrzeigersinn gegen den folgenden
Flügel 50a gedrückt wird.
Während
dieser Schwenkung der automatischen Auslösewippe 52 im Uhrzeigersinn bewirkt
der im Eingriff mit dem Auslösesperrrad
stehende Sperrkegel 55 eine Drehung dieses Sperrrades um
einen entsprechenden Winkel und führt zusammen mit ihm den Auslösestift 8a mit,
der den Sperrkegel 12 anhebt und somit das Antriebssperrrad 14 freisetzt,
so dass das Trieb 16 der Stundenzahnstange 25 und
das im Eingriff mit dem Zahnsegment 30b des Viertelrechens
stehende Zahnsegment 18 freigesetzt werden.
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Wenn
die der Kraft der Feder des Schlagwerkfederhauses 7 durch
das Übersetzungsgetriebe 6 des
Schlagwerks entgegenwirkende Trägheit
berücksichtigt
wird, so überlässt die
Befreiung des Triebs 16 und des Zahnsegments 18 zuerst
einerseits den Viertelrechen 30 und den Minutenrechen 37,
der über
den Sperrkegel 32 mit dem Viertelrechen 30 verbunden
ist, und andererseits die Stundenzahnstange 25 der Wirkung
ihrer jeweiligen Federn 36, 38, 26, die
den Viertelrechen 30 und den Minutenrechen 37 im
Uhrzeigersinn und die Stundenzahnstange im Gegenuhrzeigersinn drehen,
wodurch die Taster 30a, 37a bzw. 25a an
die Nocken der Viertelstunden 1, der Minuten 2 und
der Stunden 22 herangeführt
werden. Diese Phase entspricht der Informationsaufnahme und der
winkelmässigen Positionierung
des Viertelrechens 30, des Minutenrechens 37 und
der Stundenzahnstange 25 in Abhängigkeit von der Anzahl von
zu schlagenden Viertelstunden, Minuten und Stunden. Gleichzeitig
bewirken diese Bewegungen entsprechende Winkelverschiebungen des
Stundensperrrades 15 und des Zahnsegments 18 sowie
seines Stifts 18a.
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Bei
der automatischen Auslösung,
die alle Viertelstunden erfolgt, sinkt der Minutenrechen 37 nur
gerade bis zur Aussenseite des Minutennockens 2 oder des Überfalls
herab (der nicht dargestellt worden ist, da er, wie bereits gesagt,
für ein
Verständnis der
Erfindung nicht nützlich
ist). Wenn der Viertelrechen 30 durch das Schlagwerkfederhaus 7 unmittelbar
nach der oben erwähnten
Phase der Informationsaufnahme im Gegenuhrzeigersinn angetrieben wird,
dann hakt sein Sperrkegel 32 den Minutenrechen 37 ein,
wie in 2 veranschaulicht, da es keine Minute zu schlagen
gibt. Diese Drehung des Viertelrechens 30 und des Minutenrechens 37 im
Gegenuhrzeigersinn bewirkt das Schlagen der Viertelstunden und der
Stunden, wenn eine automatische Auslösung vorliegt, während die
Minuten nur bei einer manuellen Auslösung zwischen zwei Viertelstunden geschlagen
werden.
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Ein
Sperrhebel 59 (8), der um eine Schraube 60 mit
Auflage schwenkbar ist und durch eine Rückstellfeder 61 beansprucht
wird, ist mit einem Sperrstift 59a versehen, der sich in
der Bahn des Zahnsegments 37b des Minutenrechens 37 befindet.
Das Auftreffen des Zahnsegments 37b des Minutenrechens 37 auf
den Sperrstift 59a bewirkt eine Drehung des Sperrhebels 59 entgegen
dem Druck der Rückstellfeder 61,
wodurch das gekrümmte
Ende 59b dieses Sperrhebels in die Zahnung eines Zentrifugaldrehteils 62 des Übersetzungsgetriebes
des Schlagwerks 6 gebracht wird und das Schlagwerk sperrt.
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Der
Viertelrechen 30 und der Minutenrechen 37 finden
sich dann in der in 3 veranschaulichten Position,
in der die Kerbe 44b der Verriegelungswippe 44 des
Wippklobens 47 nicht mehr in der Bahn des Stifts 47a dieses
Wippklobens liegt, wodurch erneut ein normales Funktionieren des
Stellmechanismus ermöglicht
wird.
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Bei
der manuellen Auslösung
des Schlagwerks mit Hilfe der Wippe 57 ist die Funktion
identisch, ausser dass während
der Phase der Informationsaufnahme, die unmittelbar auf die Auslösung des Schlagwerkmechanismus
folgt und dem eigentlichen Schlagen vorausgeht, der Sperrkegel 32 des
Viertelrechens 30 in einen der vierzehn Zähne des
Zahnsegments 37c des Minutenrechens 37 eingreift,
der der Anzahl der zu schlagenden Minuten entspricht, die durch
den Minutennocken 2 definiert wird, wodurch es dem Minutenrechen
gestattet wird, sich um einen Winkel zu verschieben, der der Anzahl
von Minuten entspricht, die seit der letzten Viertelstunde vergangen
sind. In diesem Falle folgt aber die Verriegelungswippe 44 nicht
dem Minutenrechen 37, da sie durch ihre Kerbe 44b angehalten
wird, die am Stift 47a des Klobens 47 zum Anschlag
kommt, wie in 4 veranschaulicht.
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Wie
aus der vorangehenden Beschreibung entnommen werden kann, ist die
Verriegelungsvorrichtung des Stellens besonders einfach und zuverlässig. In
dieser Beziehung kann erwähnt
werden, dass die durch den Stift 47a des Wippklobens 47 ausgeübte Kraft
im Wesentlichen durch den Drehpunkt 45 der Verriegelungswippe
geht, so dass der auf diese Verriegelungswippe ausgeübte Druck
das Funktionieren des Schlagwerkmechanismus nicht stört.
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8 und 9 zeigen
eine Ausführungsform,
die eine Uhr mit einem Schlagwerk betrifft, das Minutenrepetition
genannt wird, was heisst, dass dieses Schlagwerk nur auf Anforderung
schlägt
und nicht wie die vorangehende Ausführungsform ein automatisches
Schlagen jeder Viertelstunde aufweist.
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Ein
solches Schlagwerk hat kein Schlagwerkfederhaus, sondern eine (nicht
dargestellte) Feder, die sich direkt auf dem Drehteil der Schlagwerkspindel 65 befindet.
Diese Feder wird nur auf Anforderung gespannt, weil das Schlagwerk
nur auf Anforderung funktioniert, und zwar durch einen Arm 66a einer
Zahnstange 66 im Eingriff mit einem (nicht sichtbaren)
Trieb, das fest mit der Welle des Drehteils der Schlagwerkspindel 65 verbunden
ist. 9 veranschaulicht diesen Arm 66a in seiner
Ruhelage.
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In
dieser Ruhelage des Schlagwerks ist ersichtlich, dass ein Mitnahmefinger 67 des
Drehteils der Schlagwerkspindel 65 mit einem elastischen
Arm 68a eines Verriegelungsorgans 68 des Stellmechanismus
in Berührung
steht, der durch eine Feder 70 gegen den Mitnahmefinger 67 gedrückt wird.
Das freie Ende dieses Verriegelungsorgans 68 weist eine Verriegelungskerbe 68b auf,
die dafür
bestimmt ist, einen Stift 71a des Stellhebels 71 zu
verriegeln, der sich mit einer Sperrfeder 75 im Eingriff
befindet, die die beiden Positionen des Stellhebels 7l bestimmt. Dieser
Stellhebel 71 steht einerseits mit einem Wippkloben 76 im
Eingriff, der in die Nut eines Kupplungstriebs 77 eingreift,
und andererseits über
einen anderen (nicht sichtbaren) Stift mit einer Nut 72a einer Aufzug-
und Stellwelle 72. Wie in dieser 9 zu sehen
ist, wird in der Ruhelage des Schlagwerks die Verriegelungskerbe 68b von
der Bahn des Stifts 71a des Stellhebels 71 weggedrückt, wodurch der
Wechsel von der Aufzugsposition zu der in dieser 9 veranschaulichten
Stellposition erlaubt wird.
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Wenn
im Gegenteil der Arm 66a der Zahnstange 66 manuell
im Uhrzeigersinn bewegt wird, bewirkt sein Zahnsegment 66b,
das mit dem Trieb des Drehteils der Schlagwerkspindel 65 im
Eingriff steht, eine Drehung dieses Drehteils der Spindel im Gegenuhrzeigersinn,
um die (nicht dargestellte) Schlagwerkfeder zu spannen und das Schlagen
auszulösen,
sobald das freie Ende 73 einer Einhakwippe 73 den
Viertelrechen 74 freisetzt. Sobald der Mitnahmefinger 67 das
freie Ende des elastischen Arms 68a des Verriegelungsorgans 68 verlassen
hat, schwenkt dieser unter der Einwirkung der Feder 70 so,
dass seine Verriegelungskerbe 68b mit dem Stift 71a des Stellhebels 71 in
Eingriff gelangt, was somit seine Verschiebung in the Stellposition
verhindert.