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DE60200671T2 - Mechanische Dekompressions- und Vakuumsablasseinrichtung - Google Patents

Mechanische Dekompressions- und Vakuumsablasseinrichtung Download PDF

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DE60200671T2
DE60200671T2 DE60200671T DE60200671T DE60200671T2 DE 60200671 T2 DE60200671 T2 DE 60200671T2 DE 60200671 T DE60200671 T DE 60200671T DE 60200671 T DE60200671 T DE 60200671T DE 60200671 T2 DE60200671 T2 DE 60200671T2
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DE
Germany
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camshaft
internal combustion
combustion engine
compression
vacuum relief
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Gordon E. Brookfield Rado
Leonard E. Rhinelander Gescheidle
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Tecumseh Products Co
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Tecumseh Products Co
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
    • F01L13/08Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations for decompression, e.g. during starting; for changing compression ratio
    • F01L13/085Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations for decompression, e.g. during starting; for changing compression ratio the valve-gear having an auxiliary cam protruding from the main cam profile
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)
  • Manipulator (AREA)

Description

  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Diese Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Verbrennungsmotoren und insbesondere auf eine Kompressionsentlastungs- und Druckentlastungseinrichtung für Viertaktmotoren.
  • 2. Beschreibung des Standes der Technik
  • Kompressionsentlastungseinrichtungen für Viertaktmotoren sind in der Technik sehr bekannt. Im Allgemeinen werden Mittel vorgesehen, um eines der Ventile in dem Verbrennungsraum des Zylinderkopfes während des Verdichtungshubes leicht geöffnet zu halten, während der Motor angelassen wird. Diese Betätigung baut die Kraft der Kompression in dem Zylinder während des Startens teilweise ab, so dass die Anforderungen an das Startdrehmoment des Motors erheblich vermindert werden. Wenn der Motor startet und Fahrgeschwindigkeiten erreicht, wird die Kompressionsentlastungseinrichtung untätig gehalten, so dass der Motor seine volle Leistung erreichen kann. Es ist normalerweise vorteilhaft für die Kompressionsentlastungseinrichtung, dass sie dem Auslassventil zugeordnet wird, so dass die normale Strömung des Benzin/Luft-Gemischs durch das Einlassventil in den Brennraum hinein und die Ausscheidung von verbrauchten Gasen durch das Auslassventil nicht unterbrochen wird, und die normale Richtung der Strömung durch den Brennraum nicht umgekehrt wird. Beispiele von Kompressionsentlastungseinrichtungen für Viertaktmotoren sind zahlreich und teilen ein gemeinsames Prinzip, welches die Aktivierung einer Ventilversatzeigenschaft bei niedrigen Kurbelwellengeschwindigkeiten, das heißt beim Anlassen, umfasst, und die Deaktivierung derselben bei wesentlich höheren Kurbelwellengeschwindigkeiten, das heißt im Fahrmodus.
  • Heutzutage erfordern herkömmliche Viertaktmotoren ein wesentliches Ausmaß an Drehmoment, um den Motor während des Arbeitshubs in Umlauf zu bringen, wenn keine Verbrennung stattfindet. Dies ist so, weil sich der Kolben dann nach unten gegen eine Druckdifferenz aufgrund der zunehmenden Saugkraft, die aus der teilweisen Entladung von Gas aus dem Zylinder während des unmittelbar vorausgehenden Verdichtungs-/Kompressionshubs herrührt, bewegt. Der Anstieg des erforderlichen Drehmoments entspricht einer wesentlichen Betätiger- oder Starterkraft, welche erforderlich ist, um den Kolben nach unten gegen die Druckdifferenz zu bewegen.
  • Als Reaktion auf das Drehmoment, welches durch eine solche Ansaugung/Saugkraft entwickelt wird, wird bei einem Verbrennungsmotor gemäß des Standes der Technik vorgeschlagen, eine profilierte Nocke zu verwenden, welche arbeitet, um das Ventil zwischen den Verdichtungs- und Arbeitshüben länger geöffnet zu halten. Das Drehmoment zum Anlassen wurde durch diese Einrichtung vermindert, aber die Kompression und entsprechend die Motorleistung würden sich wesentlich verminderern, im Vergleich zu herkömmlichen Motoren, welche die traditionellen „birnenförmigen" Nocken verwenden. Noch eine weitere Einrichtung gemäß des Standes der Technik verwendet eine leichte Feder, welche auf der Schaftseite des Auslassventils angeordnet ist, um das Ventil während des Anlassens geöffnet zu halten. Es würden jedoch signifikante Einlass- und Auslasskrümmerdrücke erforderlich sein, um das Auslassventil zu schließen, und somit sind längere Zeiten und eine vergrößerte Anstrengung des Benutzers erforderlich, um den Motor zu starten.
  • Andere Einrichtungen, welche Drehmoment kompensieren, das als ein Ergebnis der Saugkraft, welche sich während des Arbeitshubs entwickelt, verursacht wird, sind in der Provisional-Patentanmeldung mit der Nummer 60/231,818, eingereicht am 11. September 2000, und der Patentanmeldung mit der Nummer 09/760,953, eingereicht am 15. Januar 2001, offenbart, wobei beide Anmeldungen auf den Inhaber der vorliegenden Anmeldung übertragen wurden.
  • Die Einrichtung, welche in der Provisional-Patentanmeldung mit der Nummer 60/231,818 offenbart wird, verwendet ein Sattelelement, welches an einem zugänglichen Bereich der Nockenwelle verstiftet ist und umfasst ein Paar von Hilfsnocken, um nacheinander die Kompression und das Vakuum durch Anheben des Auslassventils zu entlasten, während geeigneten Bereichen der Kompression/Verdichtung und des Arbeitshubs bei Motoranlassgeschwindigkeiten. Die Einrichtung, welche in der Patentanmeldung mit der Nummer 09/760,953 offenbart ist, verwendet ein Betätigungselement, welches entlang der Länge der Nockenwelle drehbar befestigt ist, welches ein kompressionsentlastendes Betätigungsende in einem Eingriff mit einem Vakuumentlastungselement aufweist, um nacheinander die Kompression und das Vakuum zu entlasten, durch Anheben des Auslassventils, während geeigneten Bereichen des Kompressions- und Arbeitshubs bei Anlassgeschwindigkeiten des Motors.
  • Obwohl sie wirkungsvoll ist, ist die Einrichtung des Satteltyps nicht leicht an einige existierende Motorausführungsformen anpassbar. Herkömmliche Ausführungen des Motorkurbelgehäuses erfordern Modifikationen beim Gießen und maschinellen Bearbeiten, bevor diese Entlastung implementiert werden kann. Auf ähnliche Art und Weise erfordert die Einrichtung des Betätigungselementtyps signifikante zusätzliche Modifikationen beim maschinellen Bearbeiten und Gießen der Nockenwelle, um diese Entlastung auszuführen.
  • Dementsprechend wird gewünscht, eine Entlastungseinrichtung darzustellen, welche das signifikante Drehmoment angeht, welches durch beides entwickelt wird, die Kompressions- und Arbeitshübe, und eine, welche wirkungsvoll im Betrieb und relativ einfach in ihrem Aufbau ist. Es wird ferner gewünscht, eine Entlastungseinrichtung darzustellen, welche dieses signifikante Drehmoment angeht, und welche nachrüstbar bei einer wesentlichen Anzahl von existierenden Kurbelgehäusen von Motoren ist, ohne eine signifikante Modifikation des Motors.
  • Die vorliegende Erfindung überwindet die Nachteile der Verbrennungsmotoren des Standes der Technik durch Vorsehen einer mechanischen Kompression- und Vakuumentlastung mit einem einfachen Aufbau, umfassend ein Betätigungselement, welches hin- und hergehend innerhalb einer Nockenwelle getragen wird und im Eingriff mit einem zentrifugal aktivierten Fliehgewicht steht, wobei die Bewegung des zentrifugalen Fliehgewichts eine radiale Verschiebung (Translation) eines Vakuumentlastungselementes durch das Betätigungselement verursacht, und das Vakuumentlastungselement in einem anhebenden Eingriff mit einem von den Einlass- oder Auslassventilen steht.
  • Ein Viertakt-Verbrennungsmotor wird zur Verfügung gestellt und umfasst einen Zylinderblock, welcher einen Zylinder in sich aufweist und ferner einen Kolben, welcher hin- und hergehend innerhalb des Zylinders angeordnet ist. Der Kolben steht mit einer Kurbelwelle in einem Wirkeingriff. Wenigstens ein Einlassventil und ein Auslassventil werden wechselseitig durch eine Nockenwelle angetrieben. Eine Vakuumentlastungseinrichtung umfasst ein Betätigungselement, welches hin- und hergehend (wechselseitig) innerhalb der Nockenwelle für eine Translation/Verschiebung entlang einer Achse getragen wird. Ein zentrifugal aktiviertes Fliehgewichtselement steht im Eingriff mit dem Betätigungselement, und die Rotation der Nockenwelle mit Geschwindigkeiten oberhalb der Anlassgeschwindigkeit des Motors verursacht, dass das Fliehgewichtelement das Betätigungselement aus einer ersten Position in eine zweite Position bewegt. Ein Vakuumentlastungselement wird bewegbar innerhalb der Nockenwelle getragen und steht im Eingriff mit dem Betätigungselement, wobei die Schiebebewegung des Betätigungselementes eine Bewegung des Vakuumentlastungselementes verursacht. Das Betätigungselement und das Fliehgewicht werden in die erste Position bei Anlassgeschwindigkeiten des Motors gezwungen und werden durch das Fliehgewichtelement durch die Zentrifugalkraft bei Betriebsgeschwindigkeiten/Fahrgeschwindigkeiten des Motors in die zweite Position bewegt. Das Vakuumentlastungselement steht in der ersten Position in einem anhebenden Eingriff mit einem der Ventile, während wenigstens eines Bereichs des Arbeitshubs des Kolbens, und steht in der zweiten Position außerhalb eines anhebenden Eingriffs mit einem der Ventile.
  • Die vorliegende Erfindung stellt ferner eine Kompressionsentlastungseinrichtung zur Verfügung. Das Kompressionsentlastungselement wird bewegbar innerhalb der Nockenwelle getragen und steht in der ersten Position, welche mit wenigstens einem Bereich des Kompressionshubs/Verdichtungshubs des Kolbens zusammenfällt, in einem anhebenden Eingriff mit einem der Ventile. Das Kompressionsentlastungselement und das Vakuumentlastungselement erreichen in der ersten Position nacheinander einen anhebenden Eingriff mit einem der Ventile, und das Kompressions- und das Vakuumentlastungselement stehen in der zweiten Position außerhalb eines anhebenden Eingriffs mit einem der Ventile.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Motor darzustellen, welcher eine mechanische Vakuumentlastungseinrichtung aufweist, die eine wesentliche Betätiger- oder Anlasserkraft, die durch Saugkräfte, die auf den Kolben während des Arbeitshubs bei Anlassgeschwindigkeiten des Motors wirken, verursacht wird, überwindet.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung darzustellen, welche bei existierenden Kurbelgehäusen von Motoren leicht nachrüstbar ist, wobei die Entlastungseinrichtung innerhalb des Profils von existierenden Nockenwellenaufbauten angeordnet ist. Diese und andere Aufgaben, Vorteile und Merkmale werden gelöst beziehungsweise erreicht, entsprechend den Einrichtungen, Aufbauten und Verfahren der vorliegenden Erfindung.
  • Die oben genannten und andere Merkmale und Aufgabe dieser Erfindung werden deutlicher werden, und die Erfindung selbst wird besser verständlich, durch Bezug auf die nachfolgende Beschreibung einer Ausführung der Erfindung, zusammengenommen mit den begleitenden Zeichnungen, in welchen:
  • Die 1 eine geschnittene Ansicht eines Viertakt-Verbrennungsmotors mit einem einzigen Zylinder ist, welcher eine mechanische Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung in Übereinstimmung mit den Prinzipien der vorliegenden Erfindung beinhaltet;
  • die 2 eine Ansicht in Explosionsdarstellung einer Nockenwelle und einer mechanischen Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung aus der 1 ist, welche die Nocke mit teilweisen Ausbrüchen zeigt, um die Struktur der Nockenwelle, welche die Vakuum- und Kompressionsentlastungsstifte aufnimmt, aufzudecken;
  • die 3 eine Draufsicht einer Nockenwelle und einer mechanischen Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung aus der 1 ist, welche den Vakuumentlastungsstift zeigt, ausgefahren außerhalb des Profils des Nockens entsprechend des Anlassens des Motors;
  • die 4A eine bruchteilhafte, geschnittene Ansicht der Nockenwelle und der mechanischen Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung zeigt, aufgenommen entlang der Linie 4–4 aus der 3, wobei die Ansicht den Kompressions- und Vakuumentlastungsaufbau in der Anlassposition mit den Vakuum- und Kompressionsentlastungsstiften nach außen über das Profil der Nocke hinaus ausgefahren zeigt;
  • die 4B eine bruchteilhafte, geschnittene Ansicht der Nockenwelle und der mechanischen Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung, gezogen entlang der Linie 4–4 aus der 3, zeigt, welche den Kompressions- und Vakuumentlastungsaufbau in der Fahrposition mit den Vakuum- und Kompressionsentlastungsstiften unterhalb des Profils der Nocke zurückgewichen und mit dem Fliehgewicht nach außen gedreht zeigt;
  • die 5A eine bruchteilhafte geschnittene Ansicht des Motors, welcher in der 1 gezeigt ist, ist, welche den Kompressions- und Vakuumentlastungsaufbau in der Anlassposition darstellt, wobei der Kompressinnsentlastungsstift in einer ausgefahrenen Position, um den Druck, der in dem Zylinder ausgebildet wird, zu entlasten, gezeigt wird;
  • die 5B eine bruchteilhafte geschnittene Ansicht des Motors, welcher in der 1 gezeigt ist, ist, welche den Kompressions- und Vakuumentlastungsaufbau in der Anlassposition darstellt, wobei der Vakuumentlastungsstift in einer ausgefahrenen Position, um das Vakuum, welches in dem Zylinder ausgebildet wird, zu entlasten, gezeigt wird; und
  • die 6 eine bruchteilhafte, geschnittene Ansicht des Motors, welcher in der 1 gezeigt ist, ist, welche den Kompressions- und Vakuumentlastungsaufbau in der Fahrposition zeigt, wobei die Kompressions- und Vakuumentlastungselemente unterhalb der Oberfläche des Nocken zurückgezogen und das Fliehgewicht nach außen gedreht gezeigt werden.
  • Sich entsprechende Bezugszeichen bezeichnen sich entsprechende Teile in den verschiedenen Ansichten. Obwohl die Zeichnungen eine Ausführung der vorliegenden Erfindung darstellen, sind die Zeichnungen nicht notwendigerweise maßstäblich, und bestimmte Merkmale können hervorgehoben sein, um die vorliegende Erfindung besser darzustellen und zu erklären.
  • Bezugnehmend nun auf die Figuren und insbesondere auf die 1 ist ein Viertakt-Verbrennungsmotor 10 mit einem einzigen Zylinder dargestellt, welcher eine mechanische Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung 12 gemäß der vorliegenden Erfindung aufweist. Der Motor 10 umfasst einen Zylinderblock 14, eine Kurbelwelle 16 und einen Kolben 18, wobei der Kolben in einer Wirkverbindung durch die Verbindungsstange 20 an die Kurbelwelle 16 angeschlossen ist. Der Kolben 18 arbeitet mit dem Zylinderblock 14 und dem Zylinderkopf 22 zusammen, um einen Verbrennungsraum 24 auszubilden. Eine Zündkerze 26, welche in dem Zylinderkopf 22 befestigt ist, zündet das Benzin/Luft-Gemisch, nachdem dieses in die Brennkammer 24 durch ein Einlassventil (nicht gezeigt) während des Einlasshubs gezogen worden ist und während des Kompressionshubs des Kolbens 18 verdichtet worden ist. Der Zündfunke ist normalerweise zeitlich abgestimmt, um das Benzin/Luft-Gemisch zu zünden, gerade bevor der Kolben 18 seine Aufwärtsbewegung auf dem Kompressionshub vervollständigt hat. Das Benzin/Luft-Gemisch wird in die Verbrennungskammer 24 aus dem Vergaser des Motors durch eine Einlasspassage gezogen, gesteuert durch das Einlassventil, und die Verbrennungsprodukte werden aus dem Zylinder während des Auslasshubs durch die Auslassöffnung 28 ausgetrieben, gesteuert durch das Auslassventil 30 des Tellerventiltyps. Obwohl entweder das Auslass- oder das Einlassventil geöffnet werden können, um die Kompression/Verdichtung und das Vakuum während des Anlassens zu entlüften, soll zur Kenntnis genommen werden, dass vorzugsweise das Auslassventil 30 mit der Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung 12 zusammenarbeitet, auf eine Art und Weise, welche nachfolgend hier diskutiert wird.
  • Andere herkömmliche Teile der ventilbetätigenden Einrichtung umfassen das Zeitsteuerungszahnrad (Timing-Zahnrad) 32, welches auf der Kurbelwelle 16 für eine Drehung mit derselben montiert ist, und den Nockenwellenaufbau 36, welcher die mit Nocken versehene Nockenwelle 35 umfasst, und ferner das kreisförmige Nockenwellenzahnrad 34, welches durch das Zeitsteuerungszahnrad 32 angetrieben wird, um dadurch die Nockenwelle 35 mit der halben Geschwindigkeit der Kurbelwelle anzutreiben. Die Nockenwelle 35 umfasst jeweils herkömmliche birnenförmige Auslass- und Einlassnockenwellennocken 38 und 40 (1 und 2), welche sich mit der Nockenwelle 35 um die Drehachse 37 (2) drehen, um den Einlass- und Auslassventilen jeweils über Einlass- oder Nockenstößel (nicht gezeigt) und Auslassnockenstößel 42 eine hin- und hergehende Bewegung zu vermitteln. Obwohl die 1 die Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung in einem Motor mit untengesteuertem Ventil darstellt, ist dies nur ein Motortyp, und es wird vorgesehen, dass die Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung für andere Motortypen verwendbar ist, wie zum Beispiel OHV- und OHC-Motoren (Motoren mit obengesteuertem Ventil und Motoren mit obenliegender Nockenwelle), und entweder vertikalen oder horizontalen Wellenausrichtungen. Ferner können mehrere Kompressions- und Vakuumentlastungen gemäß der vorliegenden Erfindung in einem Motor verwendet werden, welcher mehrere Zylinder aufweist, wie zum Beispiel in einem Motor mit V-förmig angeordneten (V-twin) Zylindern.
  • Der Auslassventilzug ist in der 1 gezeigt und umfasst einen Auslassnockenstößel 42, welcher eine Fläche 44 aufweist, welche angepasst ist, um sich tangential gegen die auf dem Umfang angeordnete Lagerfläche 46 des Auslassnockenwellennockens 38 abzustützen und mit dieser in einer kontinuierlichen nachfolgenden Beziehung zu verbleiben. Der Nockenstößel 42 gleitet im Führungsvorsprung 48 des Blockes 14, und sein oberes Ende drückt gegen die Spitze 50 des Ventils 30. Im Betrieb hebt der Stößel 42 den Schaft 52 des Auslassventils 30 an, was die Fläche 54 des Ventils 30 von dem Ventilsitz 56 anhebt. Die Ventilfeder 58 umschließt den Schaft 52 zwischen der Ventilführung 60 und dem Federhalter 62. Die Feder 58 drückt das Ventil 30 in die geschlossene Stellung und drückt ferner den Nockenstößel 42 in einen nachführenden Kontakt mit der Oberfläche 46 des Auslassnockens 38.
  • Bezugnehmend auf die 2 bis 3 umfasst der Nockenwellenaufbau 36 ein scheibenförmiges Nockenwellenzahnrad 34 und eine verlängerte Nockenwelle 35, welche sich axial durch das Nockenwellenzahnrad 34 hindurch erstreckt. Die Nockenwelle 35 umfasst ein erstes Ende 64 (3), welches axial durch eine seitliche Oberfläche des Nockenwellenzahnrads 34 ausgestreckt ist, und ein zweites Ende 66, welches relativ zu dem ersten Ende 64 nach außen verlängert ist. Die ersten und zweiten Enden 64, 66 der Nockenwelle 35 werden drehbar durch den Motorblock 14 durch jeweilige Lageraufbauten getragen, wie es üblich ist. Bezugnehmend auf die 2 bestehen das Nockenwellenzahnrad 34 und die Nockenwelle 35 typischerweise aus einem einzigen Pulvermetall, sind geschmiedet oder bestehen aus einer Spritzgusskomponente, welches/welche die Drehachse 68 aufweist. Die Nockenwelle 35 umfasst die birnenförmigen Auslass- und Einlassnocken 38, 40. Die Auslass- und Einlassnocken 38, 40 sind mit jeweiligen Lagerungsoberflächen 46, 70 versehen, welche sich in einer kontinuierlich im Eingriff stehenden Beziehung mit den jeweiligen Stößeln (Auslassventilstößel 42, welcher in der 1 gezeigt ist) befinden.
  • Bezugnehmend auf die 3 umfasst die Nockenwelle 35 eine zylindrische äußere Oberfläche 72, welche eine erste Bohrung 74 aufweist, die ein gestuftes Profil aufweist, welche sich durch die Oberfläche 72 der Nocke 35 hindurch erstreckt. Bezugnehmend auf die 4A, 4B wird die gestufte Bohrung 74 durch eine zylindrische erste innere Oberfläche 76 und eine zweite innere Oberfläche 77 gebildet. Die zweite innere Oberfläche 77 umfasst einen Durchmesser, welcher kleiner ist als der der ersten inneren Oberfläche 76. Eine zweite Bohrung oder Querbohrung 78 ist innerhalb der äußeren Oberfläche 72 der Nockenwelle 35 vorgesehen, wird jedoch bis auf eine solche Tiefe gehalten, dass sie sich nicht vollständig durch die Nockenwelle 35 erstreckt. Ein Betätigungselement oder Kompressionsentlastungsstift 80 ist lose innerhalb der ersten Bohrung 74 der Nockenwelle 35 eingefügt, so dass er wechselseitig durch die Wandbereiche 76, 77 getragen wird. Ein Vakuumentlastungsstift 82 ist lose innerhalb der Querbohrung 78 eingefügt und umfasst einen Durchmesser, welcher etwas kleiner als derjenige der Querbohrung 78 innerhalb der Nockenwelle 35 ist, so dass sich der Vakuumentlastungsstift 82 frei darin hin- und her bewegt.
  • Der Vakuumentlastungsstift 82 arbeitet mit dem Kompressionsentlastungsstift 80 zusammen, um eine Vakuumentlastung für den Motor 10 zur Verfügung zu stellen, wie nachfolgend hier beschrieben wird. Der Vakuumentlastungsstift 82 umfasst eine Öffnung 84, welche radial innerhalb des Stiftes 82 positioniert ist und eine profilierte Kante 85, wie zum Beispiel eine Fase, welche innerhalb des Stiftes 82 an dem Eingang der Öffnung 84 vorgesehen ist. Der Kompressionsentlastungsstift 80 umfasst ein erstes Ende 86, ein zweites Ende 88 und eine kegelstumpfförmige Betätigungsoberfläche 90, welche in der Mitte dort zwischen positioniert ist. Das zweite Ende 88 umfasst einen kleineren Durchmesser relativ zu dem ersten Ende 86 des Kompressionsentlastungsstiftes 80, und sich entsprechende Enden 86, 88 werden jeweils hin- und hergehend durch die inneren Oberflächen 76, 77 der Nockenwelle 35 entlang der Verschiebungsachse 89 (2) geführt. Der Kompressionsentlastungsstift 80 erstreckt sich durch die Öffnung 84 innerhalb des Vakuumentlastungsstiftes 82, und man kann sehen, dass die Bewegung des Stiftes 80 eine Bewegung des Stiftes 82 entlang einer zweiten Achse 83 (2) erzwingt. Der Kompressionsentlastungsstift 80 wirkt insbesondere als eine Betätigungseinrichtung auf den Vakuumentlastungsstift 82, durch eine Schiebebewegung der Betätigungsoberfläche 90, wenn sie die profilierte Kante 85 des Vakuumentlastungsstiftes 82 angreift. Als ein Ergebnis dehnt sich der Vakuumentlastungsstift 82 radial aus, wenn die Betätigungsoberfläche 90 des Kompressionsentlastungsstiftes 80 an der profilierten Kante 85 des Vakuumentlastungsstiftes 82 angreift.
  • Bezugnehmend auf die 2 umfasst die Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung 12 einen Fliehgewichtsaufbau 92, welcher ein sichelförmiges Fliehgewicht 94 aufweist, das mit einem nockenförmigen Bereich 96 versehen ist, welcher radial nach außen aus der seitlichen Oberfläche 93 des Fliehgewichts 94 herausragt. Der nockenförmige Bereich 96 umfasst eine erste Bohrung 98a, welche sich durch die seitliche Oberfläche 93 des Fliehgewichts 94 erstreckt, und eine zweite Durchgangsbohrung 98b, welche mit Abstand zu der ersten Bohrung 98a angeordnet ist und relativ zu dieser ausgerichtet ist. Die Bohrungen 98a und 98b sind etwas größer im Durchmesser als der Stiel/Stift 100, um eine ununterbrochene Drehung des Fliehgewichts 94 über dem Stift 100 zu erleichtern. Das Fliehgewicht 94 ist angeschlossen an und wird drehbar getragen durch den Nocken 38 über den Stift 100. Der Stift 100 ist mit Übermaß in die Durchgangsbohrung 104 in der seitlichen Oberfläche 102 des Nockens 38 eingesetzt. Der Fliehgewichtaufbau 92 umfasst ferner eine Torsionsfeder 105, wie am besten in den 2 und 3 gezeigt ist, welche das Fliegewicht 94 in Richtung der Nockenwelle 35 drückt, so dass die innere Anschlagkante 103 des Fliehgewichts 94 an der ringförmigen Anschlagoberfläche 107 der Nockenwelle 35 anstößt, wenn sich der Motor in dem Anlasszustand (das heißt, dass keine Zentrifugalkraft auf das Fliehgewicht 94 einwirkt) befindet.
  • Bezugnehmend auf die 2 kann die Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung 12 an dem Nockenwellenaufbau 36 wie folgt angebaut werden: Der Vakuumentlastungsstift 82 wird in die Bohrung 78 hinein eingefügt; der Kompressionsentlastungsstift wird in seine entsprechende Bohrung 74 in der Nockenwelle 35 eingesetzt, wobei ein Ende 112 sich durch die Öffnung 84 in dem Vakuumentlastungsstift 82 erstreckt; die Torsionsfeder 105 wird auf dem nockenförmigen Bereich 96 des Fliehgewichts 94 angeordnet; und der Fliegewichtaufbau 92 wird an den Nockenwellenaufbau 36 dadurch angeschlossen, dass zuerst die Bohrungen 98a, 98b des Fliehgewichts 94 mit der Bohrung 104 in dem Nocken 38 ausgerichtet werden und der Stift 100 durch die ausgerichteten Bohrungen 98a, 98b und 104 gepresst wird, um den Fliehgewichtsaufbau an dem Nockenwellenaufbau 36 anzuschließen. Es ist zu bemerken, und wie am besten in den 4A, 4B gezeigt ist, wird der Kompressionsentlastungsstift 80, sobald er montiert worden ist, zwischen dem nockenförmigen Bereich 96 des Fliehgewichts 94 und der Nockenwelle 35 gehalten, und der Vakuumentlastungsstift 82 wird durch das Ende 112 des Kompressionsentlastungsstifts 80, welches sich durch diesen hindurch erstreckt, gehalten.
  • Wie man am besten in der 4A sehen kann, ist das Fliehgewicht 94 in einer ersten Position entsprechend einem Start- oder Anlassmodus des Motors gezeigt. Im Gegensatz dazu ist das Fliehgewicht 94 in einer zweiten Position dargestellt, wie in der 4B gezeigt ist, entsprechend einem Fahrmodus des Motors. Insbesondere mit Bezug auf die 4B verursacht eine signifikante Nockenwellendrehung, dass die Zentrifugalkraft auf das Fliehgewicht 94 wirkt, und als ein Ergebnis wird das Fliehgewicht 94 in seine radial äußere Position gebracht. In dieser Position berührt die Anschlagkante 106 auf dem Fliehgewicht 94 die ringförmige Anschlagkante 107 des Nocken 35, um die radiale Bewegung des Fliehgewichts 94 zu begrenzen.
  • In der Anlassposition des Motors, welche in der 4A dargestellt ist, erzwingt der nockenförmige Bereich 96 des Fliehgewichts 94 eine Ausdehnung des Kompressionsentlastungsstiftes 80 nach außen, dadurch, dass die Fläche 108 des Stiftes 80 in einem nachführenden Eingriff mit der Oberfläche 110 des nockenförmigen Bereichs 96 steht. Der Vakuumentlastungsstift 82 umfasst einen Anhebebereich 114, welcher durch die Stößeloberfläche 90 des Kompressionsentlastungsstifts 80, welcher im Eingriff mit der profilierten Kante 85 des Vakuumentlastungsstiftes 82 steht, radial nach außen gedrückt wird, wie in der 4A dargestellt ist. Im Gegensatz dazu, wenn der Motor sich in dem Fahrzustand befindet, führt die nach außen schwingende Bewegung des Fliehgewichts 94 dazu, dass sich die Nockenoberflärhe 110 weg von der Fläche 108 des Kompressionsentlastungsstiftes 80 bewegt, und als ein Ergebnis wird der Kompressionsentlastungsstift 80 in eine Position unterhalb der Lagerungsfläche 46 des Nockens 38 gedrückt, weil der Anhebebereich 112 des Kompressionsentlastungsstiftes 80 durch den Nockenstößel 42 berührt wird ( 1).
  • Die Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung 12 vermindert Anlasskräfte, welche durch die Kompression und das Vakuum aufeinanderabfolgend auf den Kolben 18 wirken, wie hier nachfolgend beschrieben wird. Bezugnehmend auf die 5A kann man sehen, dass die Oberfläche 110 des nockenförmigen Bereichs 96 des Fliehgewichtaufbaus 92 eine nach außen ausgedehnte Position auf den Anhebebereich 112 des Kompressionsentlastungsstifts 80 bewirkt. Konsequenterweise versetzt der Kompressionsentlastungsstift 80 den Stößel 42, welcher das Auslassventil 30 versetzt, und als ein Ergebnis wird die Fläche 54 des Ventils 30 von ihrem Sitz 56 abgehoben, um dadurch zu ermöglichen, dass Gas, welches innerhalb des Zylinders einem Druckaufbau unterliegt, während eines Bereichs des Kompressionshubs/Verdichtungshubs austritt. Mit Bezug auf die 5B, welche darstellt, dass der Nockenwellenaufbau 36 sich näherungsweise 90 Grad in einer Richtung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gedreht hat, wie durch den Pfeil 116 in der 5A angedeutet wird, kann man sehen, dass der Anhebebereich 114 des Vakuumentlastungsstiftes 82 in einem anhebenden Eingriff mit dem Nockenstößel 42 steht, und das Ventil 30 von seinem Sitz abgehoben wird, um dadurch Saugkräfte, welche auf den Kolben 18 wirken, während wenigstens eines Bereichs des Arbeitshubs zu reduzieren. Bemerkenswerterweise, entsprechend einer Nockenwellendrehung zwischen den Positionen, welche in den 5A und 5B gezeigt sind, ist das Ventil 30 vorzugsweise geschlossen.
  • Im Gegensatz dazu, und wie man am besten in der 6 sehen kann, bewirkt die Drehung des Nockenwellenaufbaus 36 mit Fahrgeschwindigkeit, während die Einrichtung 12 sich in ihrer ausgeschalteten Position befindet, welche allgemein als die „Fahr-"Position des Motors bezeichnet werden kann, eine normale Betätigung des Ventils 30, so dass das Ventil 30 in einer zeitlich abgestimmten, periodischen Beziehung mit der Bewegung des Kolbens 18 öffnet und schließt, entsprechend gewöhnlicher Praxis des Motor-Timings. Gleichzeitig werden die Anhebebereiche 112 und 114 der Kompressions- und Vakuumentlastungsstifte 80 und 82 auf eine Position unterhalb der Lageroberfläche 46 des Auslassnocken 38 zurückgezogen, und die Anhebung des Ventils ist nur von der Kontur der Lagerungsoberfläche 46 des Nocken 38 abhängig.
  • Der Auslassnocken 38 ist derart angepasst, dass er das Ventil 30 nahe dem Ende des Arbeitshubs öffnet und dasselbe während der Bewegung des Kolbens nach oben auf dem Auslasshub geöffnet hält, bis sich der Kolben etwas über den Totpunkt hinwegbewegt hat. Wenn der Nockenwellennocken 38 mit der Drehung fortfährt, drückt die Feder 58 den Nockenstößel 42 nach unten, und das Ventil 30 wird wieder auf seinen Sitz bewegt. Das Ventil 30 wird während der nachfolgenden Einlass-, Kompressions- und Arbeitshübe geschlossen gehalten. Der Einlassnockenwellennocken 40 weist auf eine ähnliche Art und Weise herkömmlich befestigte Konfiguration auf, um das Einlassventil (nicht gezeigt) derart zu steuern, dass es vollständig schließt, kurz nachdem der Kolben seinen Kompressionshub beginnt, und während der nachfolgenden Arbeits- und Auslasshübe geschlossen bleibt, und wieder öffnet, um das Benzingemisch während des Einlasshubs einzulassen. Bei einem herkömmlichen Motor wird vorgesehen, dass die Einlass- und Auslassventile während eines Hauptbereiches des Arbeitshubs normalerweise geschlossen sind, was zu einem nachteiligen und physikalisch anstrengendem Anlassen des Motors führt, weil der Kolben gegen ein Vakuum gezogen werden muss.
  • Durch Einbinden der Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung 12 innerhalb des Motors 10 wird eine Kompressions- und Vakuumentlastung nacheinander bei Anlassgeschwindigkeiten erreicht, um die Anlassanstrengungen erheblich zu reduzieren und dadurch das Starten zu erleichtern. Zudem ist die Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung abhängig von Motorgeschwindigkeiten, so dass sie automatisch außer Betrieb bei Fahrgeschwindigkeiten des Motors gehalten wird, so dass es dort keinen Kompressionsverlust gibt, welcher den Wirkungsgrad des Motors vermindert, wenn er unterhalb seiner eigenen Leistung läuft.
  • Die Kompressions- und Vakuumentlastungseinrichtung 12 bewirkt die Anhebung des Auslassventils 30 relativ zu der Drehung der Kurbelwelle 16, wie hier nachfolgend beschrieben wird. Mit Bezugnahme auf die 1 stellt der Motor 10 vier Hübe des Kolbens 18 zur Verfügung, um einen Betriebszyklus des Motors zu vervollständigen, welcher mit einer Drehung von 720° der Kurbelwelle 16 zusammenfällt. Auf dem Einlasshub bewegt sich der Kolben 18 nach unten, ausgehend von der Spitze seiner Bewegung (welche als oberer Totpunkt oder TDC (top dead center) bezeichnet wird) zu dem Boden seiner Bewegung (welcher als unterer Totpunkt oder BDC (bottom dead center) bezeichnet wird). Während des Einlasshubs wird das Einlassventil (nicht gezeigt) geöffnet, und das Auslassventil 30 wird geschlossen. Während des Einlasshubs und bei Fahrgeschwindigkeiten der Kurbelwelle wird eine Ladung einer Luft/Benzin-Gemischs in den Zylinder 24 hinein über den Kopf des Kolbens 18 und durch das Einlassventil (nicht gezeigt) gezogen. Nachfolgend zu dem Einlasshub schließen beide, das Einlass- und das Auslassventil, und der Kompressionshub wird gestartet. Bis zur Mitte des Kompressionshubs, zum Beispiel näherungsweise 110° der Kurbelwellendrehung vor dem TDC, hebt der Anhebebereich 112 des mechanischen Kompressionsentlastungsstiftes 80 das Auslassventil 30 an, um den Zylinderdruck zu entlasten, und schließt dann bei näherungsweise 60° vor dem TDC. Nachfolgend dem Kompressionshub wird der Kolben 18 in Richtung des BDC gezwungen, in dem Arbeitshub, welcher damit zusammenfällt, dass beide, das Einlass- und das Auslassventil, im wesentlichen geschlossen sind. Bei näherungsweise 60° der Kurbelwellendrehung, nachfolgend dem TDC in Richtung des Endes des Arbeitshubs, hebt der Anhebebereich 114 des Vakuumentlastungsstifts 82 das Auslassventil 30 von seinem Sitz an, und Saugkräfte aufgrund des Vakuums, welches in dem Zylinder 24 ausgebildet wird, werden entlastet.
  • In einer beispielhaften Ausführung der Kompressions- und Vakuumentlastung 12 kann das Einlassventil zum Beispiel eine Anhebung von 0,2 Inches während des Einlasshubs aufweisen, und das Auslassventil kann 0,03 Inches angehoben werden und über 50° der Nockenwellendrehung geöffnet gehalten werden, durch den mechanischen Kompressionsentlastungsstift 80, während des Kompressionshubes. Die mechanische Kompressionsentlastung öffnet das Auslassventil 30 insbesondere bei einer Kurbelwellendrehung von 110° vor dem TDC und hält das Auslassventil 30 geöffnet, bis sich die Kurbelwelle 16 näherungsweise 60° entfernt von dem TDC befindet. Die Vakuumentlastung, welche durch den Vakuumentlastungsstift 82 aktiviert wird, öffnet das Auslassventil 30 um eine Distanz von 0,02 Inches bei einer Kurbelwellendrehung von 60° nach dem TDC, um eine Ansaugung, welche durch das Zylindervakuum während des Arbeitshubs verursacht wird, zu entlüften. Somit wird die Energie des verdichteten Luft/Benzin-Gemischs verwendet, um bei der Bewegung des Kolbens während des Arbeitshubs zu helfen. Der Anhebebereich 114 des Vakuumentlastungsstifts 82 hält das Auslassventil 30 60° nach dem TDC für eine Dauer von 50° der Kurbelwellendrehung geöffnet.

Claims (16)

  1. Ein Viertakt-Verbrennungsmotor (10), umfassend einen Zylinderblock (14) mit einem Zylinder darin und einem Kolben (18), welcher hin- und hergehend innerhalb des gesagten Zylinders angeordnet ist, wobei der gesagte Kolben in einem Wirkeingriff mit einer Kurbelwelle (16) steht; ferner eine Nockenwelle (35); wenigstens ein Einlassventil, welches hin- und hergehend durch die gesagte Nockenwelle angetrieben wird; und wenigstens ein Auslassventil (30), welches hin- und hergehend durch die gesagte Nockenwelle angetrieben wird; dadurch gekennzeichnet, dass der gesagte Motor ferner eine Vakuum- und Kompressionsentlastungseinrichtung (12) umfasst, beinhaltend ein Betätigungselement (80), welches hin- und hergehend innerhalb der gesagten Nockenwelle für eine Verschiebung entlang einer Achse (89) getragen wird; ferner ein zentrifugal aktiviertes Fliehgewichtselement (94), welches mit dem gesagten Betätigungselement im Eingriff steht, wobei die Rotation der gesagten Nockenwelle mit Geschwindigkeiten oberhalb der Anlassgeschwindigkeit verursacht, dass das gesagte Fliehgewichtselement das gesagte Betätigungselement aus einer ersten Position in eine zweite Position bewegt; und ein Vakuumentlastungselement (82), welches bewegbar innerhalb der gesagten Nockenwelle getragen wird und im Eingriff mit dem gesagten Betätigungselement steht, wobei die Verschiebebewegung des gesagten Betätigungselementes eine Bewegung des gesagten Vakuumentlastungselementes verursacht, das gesagte Betätigungselement und das Fliegewicht in die gesagte erste Position bei Anlassgeschwindigkeiten des Motors gezwungen werden und durch das gesagte Fliehgewichtselement durch Zentrifugalkraft in die gesagte zweite Position bei Fahrgeschwindigkeiten des Motors bewegt werden; wobei das Vakuumentlastungselement in der gesagten ersten Position in einem anhebenden Eingriff mit einem der gesagten Ventile steht, während wenigstens eines Bereichs des Arbeitshubs des gesagten Kolbens, und in der gesagten zweiten Position außerhalb eines anhebenden Eingriffs mit einem der gesagten Ventile steht.
  2. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Vakuumentlastungselement (82) hin- und hergehend innerhalb der gesagten Nockenwelle (35) getragen wird und gezwungen wird, sich zu verschieben, durch einen Eingriff mit dem gesagten Betätigungselement (80).
  3. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Betätigungselement (80) eine Betätigungsoberfläche (90) aufweist, und das gesagte Vakuumentlastungselement (82) in einem die Verschiebung nachführenden Eingriff mit der gesagten Betätigungsoberfläche durch eine profilierte Kante (85), welche durch das gesagte Vakuumentlastungselement gebildet wird, steht.
  4. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Betätigungselement (80) einen Stift umfasst, und dass die gesagte Betätigungsoberfläche (90) eine kegelstumpfförmige Stufe ist, die in einem Umfangsbereich des gesagten Stiftes vorgesehen ist.
  5. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Vakuumentlastungselement (82) einen zweiten Stift umfasst, und dass die gesagte profilierte Kante (85) entlang eines Eingangs zu einer radial angeordneten (Öffnung (84) innerhalb des gesagten zweiten Stiftes positioniert ist.
  6. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gesagte Verschiebungsachse (89) des gesagten Betätigungselements radial relativ zu einer axial angeordneten Drehachse (37) der gesagten Nockenwelle (35) angeordnet ist.
  7. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Vakuumentlastungselement (82) entlang einer zweiten Achse (83) bewegbar ist, wobei die gesagte zweite Achse radial versetzt und im wesentlichen axial ausgerichtet relativ zu der gesagten Verschiebeachse (89) des gesagten Betätigungselements (80) ist.
  8. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die gesagte zweite Achse (83) und die gesagte Verschiebungsachse (89) des gesagten Betätigungselements (80) radial um 90° versetzt sind.
  9. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Fliehgewicht (94) drehbar an der gesagten Nockenwelle (35) angeschlossen ist, wobei das gesagte Fliehgewicht einen nockenförmigen Bereich (96) in einem nachführenden Eingriff mit dem gesagten Betätigungselement (80) aufweist.
  10. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Betätigungselement (80) radial zwischen der gesagten Nockenwelle (35) und dem gesagten nockenförmigen Bereich (96) des gesagten Fliehgewichts (94) gehalten wird.
  11. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Vakuumentlastungselement (82) eine Öffnung (84) umfasst, und dass das gesagte Vakuumentlastungselement durch das gesagte Betätigungselement (80), welches sich durch die gesagte Öffnung innerhalb des gesagten Vakuumentlastungselements erstreckt, innerhalb der gesagten Nockenwelle (35) gehalten wird.
  12. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Fliehgewicht (94) an eine seitliche Oberfläche (102) eines Nocken (38) der gesagten Nockenwelle (35) angeschlossen ist.
  13. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Vakuumentlastungselement (82) zwischen einer Nocke (38) der gesagten Nockenwelle (35) und einem Nockenwellenzahnrad (34), welches radial über der gesagten Nockenwelle angeordnet ist, angeordnet ist.
  14. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Betätigungselement (80) ein Kompressionsentlastungselement ist, wobei die Bewegung des gesagten Betätigungselementes verursacht, dass das gesagte Kompressionsentlastungselement in der gesagten ersten Position in einem anhebenden Eingriff mit einem der gesagten Ventile steht, während wenigstens eines Bereichs des Kompressionshubs des gesagten Kolbens (18) und in der gesagten zweiten Position außerhalb eines anhebenden Eingriffs mit einem der gesagten Ventile.
  15. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Kompressionsentlastungselement einen Anhebebereich (112) umfasst, und dass das gesagte Vakuumentlastungselement (82) einen Anhebebereich (114) umfasst, wobei die gesagten Anhebebereiche in einem aufeinander abfolgenden anhebenden Eingriff mit dem gesagten einen der gesagten Ventile in der gesagten ersten Position stehen, und die gesagten Anhebebereiche radial um 90° getrennt sind.
  16. Der Viertakt-Verbrennungsmotor (10) aus Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gesagte Fliehgewicht (94) in Richtung einer Drehachse (37) der gesagten Nockenwelle (35) durch eine Feder (105) gezwungen wird, und wobei eine Einwärtsbewegung des gesagten Fliehgewichts wenigstens teilweise durch die gesagte Feder bei Geschwindigkeiten des Motors unterhalb der gesagten Fahrgeschwindigkeiten des Motors beeinflusst wird.
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