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Anwendungsgebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Datenübertragungstechnologien im
Bereich optische Kommunikation und genauer ein Verfahren und System
zur Übertragung
von Zeitmultiplex-Dienstdaten.
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Hintergrund der Erfindung
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Wie
in 1A und 1B dargestellt,
weist ein Gigabit passives optisches Netz (GPON) 3 Komponenten auf:
ein optisches Line Terminal (OLT), eine optische Verteilungseinheit
(ODU) und entweder eine optische Netzeinheit (ONU) oder ein optisches
Netzterminal (ONT). In 1A und 1B ist
die ODU ein passiver optischer Splitter, der ein reines optisches
Modul ist, das keine elektrischen Signale verarbeitet. Das OLT ist
ein Modul auf der Verwaltungsseite und die ONU/das ONT ist ein Modul
auf der Benutzerseite. Vom OLT zu der ONU/dem ONT ist die Abwärts-Richtung
und von der ONU/dem ONT zum OLT ist die Aufwärts-Richtung. Wie in 1A dargestellt,
werden die Abwärts-Daten
auf eine kontinuierlich gesendete Weise unter Verwendung der Zeitmultiplex-Technologie (TDM) übertragen.
Wie in 1B dargestellt, werden die Aufwärts-Daten unter Verwendung
der TDM-Technologie als Impulspakete übertragen und es ist ein Ranging-Verfahren
erforderlich, um gleichzeitig Datenkollisionen zu vermeiden.
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Das
GPON-System unterstützt
die Übertragung
von TDM-Dienstdaten. Die Technologie der Übertragung von TDM-Dienstdaten über das
GPON ist in ITU-T G.984.3 erklärt.
Das Verfahren für
die Übertragung
von TDM-Diensten über
das GPON in der bekannten Technologie ist in 2 dargestellt: Auf
der Senderseite werden die TDM-Dienste in Pakete für den GPON-Verkapselungsmodus
verkapselt, dann durch die GPON-TC-Schicht (GTC) bearbeitet und
anschließend
durch Glasfasern übertragen.
Auf der Empfängerseite
werden die Daten nach der Umwandlung optisch/elektrisch und nach
der Verarbeitung der über
die Glasfasern empfangenen Daten in der GTC-Schicht aus den GEM-Paketen
entkapselt und die ursprünglichen
TDM-Dienstdaten werden entsprechend wiederhergestellt. Die Erfindung
betrifft nicht das Verfahren in der GTC-Schicht, weswegen die entsprechende
Beschreibung hier fehlt. Die in Abwärts-Richtung vom OLT zu der
ONU/dem ONT übertragenen
Daten werden wie vorstehend beschrieben verarbeitet. Die in Aufwärts-Richtung
von der ONU/dem ONT zum OLT übertragenen
Daten werden ähnlich
verarbeitet.
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In
dem vorstehend genannten Stand der Technik werden die TDM-Dienstdaten in Abwärts-Richtung
erst von dem OLT verarbeitet, dann empfangen und von der ONU/der
ONT verarbeitet und als ursprüngliches
TDM-Signal wiederhergestellt. In dem vorstehenden Verfahren werden
die Abwärts-GPON-Dienste mit aktivem
Status nicht unterbrochen. Wenn jedoch bei den Aufwärts-GPON-Diensten eine
ONU/ein ONT zu einem aktiven GPON-System hinzugefügt wird,
muss das OLT ein Ranging-V für
die neue ONU/das neue ONT durchführen.
Während
des Ranging-Verfahrens müssen
die übrigen
ONU/ONT unterbrochen werden, um Datenkollision zu vermeiden. Das
bedeutet, dass die Aufwärts-Dienste der übrigen ONU/ONT
unterbrochen werden und dass die Aufwärts-Dienste mit aktivem Status, zu denen
die TDM-Dienste gehören,
entsprechend unterbrochen werden.
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Die
Anmeldung gemäß dem Vertrag über die Internationale
Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens (PCT) Nr.
PCT/GB96/01556 , mit dem Titel „SYNCHRONISATION
IN DIGITAL COMMUNICATIONS NETWORKS", eingereicht am 27. Juni 1996, offenbart
Verfahren und Vorrichtungen für
die Datensynchronisierung in einem digitalen Kommunikationsnetz.
Das digitale Kommunikationsnetz umfasst ein Kopfende, ein Speisenetz,
ein Verteilungsnetz und Kunden-ONU. Insbesondere hat jede ONU einen
Scheduler zum Puffern von Aufwärts-Daten und
zum Weitersenden derselben an einen Multiplexer, um zum korrekten
Zeitpunkt aufwärts übertragen zu
werden.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung offenbart ein Verfahren und System zur Übertragung
von TDM-Diensten, um das Problem der Unterbrechung der Aufwärts-Übertragung
von TDM-Diensten zu lösen,
das durch die kurzfristige Unterbrechung der Aufwärts-Übertragung
vom OLT zu der ONU/dem ONT aufgrund des Ranging-Verfahrens verursacht
wird.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Übertragung
von TDM-Dienstdaten in einem GPON bereitgestellt, das eine optische
Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung (ONU), eine optische Verteilungseinheit
(ODU) und ein optisches Line Terminal (OLT), die sequenziell in der
Aufwärts-Übertragung
verbunden sind, für
die Aufwärts-Übertragung
der TDM-Dienstdaten enthält. Im
Fall der Durchführung
des GPON-Ranging-Verfahrens
wird die Aufwärts-Übertragung
von TDM-Dienstdaten beendet, die Aufwärts-TDM-Dienstdaten werden
in einem Eingangspuffer gepuffert, und die zuvor in einem Ausgangspuffer
gepufferten Aufwärts-TDM-Dienstdaten
werden ausgelesen und übertragen,
wobei die Aufwärts-TDM-Dienstdaten
von der optischen Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung empfangen werden.
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In
dem vorstehenden Verfahren passieren die Aufwärts-TDM-Dienstdaten beim ordnungsgemäßen Betrieb
der Aufwärts-TDM-Dienste
bei der Aufwärts-Übertragung nacheinander durch
den Eingangspuffer, die optische Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung, die ODU, das OLT
und den Ausgangspuffer.
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Das
vorstehende Verfahren umfasst weiterhin die folgenden Schritte:
Senden
der Aufwärts-TDM-Dienstdaten
zum Eingangspuffer;
Auslesen der gepufferten Daten im Eingangspuffer, anschließendes Verarbeiten
derselben unter Verwendung des GEM und der GTC-Schicht und Übertragen
derselben zum OLT durch eine optische Schnittstelle;
Verarbeiten
der Daten unter Verwendung der GEM- und GTC-Schicht und anschließendes Puffern
der Daten im Ausgangspuffer nach Empfang der Daten am OLT durch
die optische Schnittstelle;
Auslesen der Daten aus dem Ausgangspuffer
zum Erhalt der TDM-Dienste.
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Das
vorstehende Verfahren umfasst weiterhin die folgenden Schritte:
Transport der Aufwärts-TDM-Dienstdaten
vom Eingangspuffer zum Ausgangspuffer nach Ende des Ranging-Verfahrens.
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Das
vorstehende Verfahren umfasst weiterhin: Zuweisen zusätzlicher
Aufwärts-Bandbreite,
die jedem TDM-Dienst entspricht, zur Übertragung der Aufwärts-TDM-Dienstdaten,
die im Eingangspuffer und im Ausgangspuffer gespeichert sind, durch GPON,
und Aufheben der zugewiesenen zusätzlichen Bandbreite, die dem
Aufwärts-TDM-Dienst
entspricht, durch GPON nach dem vollständigen Transport aller im Eingangspuffer
angesammelten Daten.
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In
dem vorstehenden Verfahren weist das OLT die zusätzliche Bandbreite, die jedem TDM-Dienst
entspricht, zu und hebt die zugewiesene zusätzliche Bandbreite, die dem
Aufwärts-TDM-Dienst
entspricht, auf.
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In
dem vorstehenden Verfahren sind die Kapazität des Eingangspuffers und die
des Ausgangspuffers größer als
die Datenmenge der TDM-Dienste, die während des Zeitraums des Ranging-Verfahrens übertragen
werden.
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In
dem vorstehenden Verfahren hat der Eingangspuffer vor Beginn des
GPON-Ranging-Verfahrens ausreichend Platz zum Puffern von Aufwärts-TDM-Dienstdaten, die
während
des Zeitraums des Ranging-Verfahrens zu der optischen Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung
gesendet werden, und der Ausgangspuffer hat ausreichend zu übertragende
Aufwärts-TDM-Dienstdaten
gespeichert, um sicherzustellen, dass die Aufwärts-TDM-Datenübertragung
während
des Zeitraums des Ranging-Verfahrens nicht unterbrochen wird.
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In
dem vorstehenden Verfahren umfassen die TDM-Dienste den POTS-Dienst, PSTN-Dienst, PDH-Dienst,
SDH-Dienst oder SONET-Dienst.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein System zur Übertragung von
TDM-Dienstdaten in einem GPON bereitgestellt, das eine optische
Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung, eine ODU und ein OLT, die sequenziell
in der Aufwärts-Übertragung
verbunden sind, für
die Aufwärts- Übertragung der TDM-Dienstdaten
enthält, wobei
das System weiterhin Folgendes umfasst: einen Eingangspuffer zum
Puffern der Aufwärts-TDM-Dienstdaten, die
während
des Zeitraums des GPON-Ranging-Verfahrens zur optischen Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung
gesendet werden, während
die Aufwärts-Übertragung
von TDM-Dienstdaten beendet ist; und einen Ausgangspuffer, aus dem
die zuvor gepufferten Aufwärts-TDM-Dienstdaten
während
des Zeitraums des GPON-Ranging-Verfahrens ausgelesen und übertragen
werden.
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In
dem vorstehenden System ist der Eingangspuffer innerhalb der optischen
Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung und der Ausgangspuffer innerhalb
des OLT angeordnet.
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In
dem vorstehenden System ist der Eingangspuffer außerhalb
der optischen Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung und der Ausgangspuffer außerhalb
des OLT angeordnet.
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In
dem vorstehenden System sind die Kapazität des Eingangspuffers und die
des Ausgangspuffers größer als
die Datenmenge der TDM-Dienste, die während des Zeitraums des Ranging-Verfahrens übertragen
werden.
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In
dem vorstehenden System umfasst der TDM-Dienst den POTS-Dienst,
PSTN-Dienst, PDH-Dienst, SDH-Dienst oder SONET-Dienst.
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In
dem vorstehenden System sind der Eingangspuffer und der Ausgangspuffer
integrierte Schaltkreise, FPGA (Field Programmable Gate Array) oder
CPLD (Complex Programmable Logical Device).
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In
dem vorstehenden System wird das OLT zur Zuweisung zusätzlicher
Bandbreite nach dem Ranging-Verfahren und zur Aufhebung der zugewiesenen
zusätzlichen
Bandbreite nach Ende des Transports verwendet wird, wobei die zusätzliche Bandbreite
zum Transport der TDM-Dienstdaten vom Eingangspuffer zum Ausgangspuffer
nach Ende des Ranging-Verfahrens verwendet wird.
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Die
vorliegende Erfindung kann die mögliche Unterbrechung
von TDM-Diensten
während
des GPON-Ranging-Verfahrens durch Puffern der Aufwärts- Dienste auf der OLT
und ONU/ONT-Seite und entsprechenden Verfahren verhindern und somit
die Übertragung
von TDM-Diensten ohne Verluste während
des GPON-Ranging-Verfahrens verwirklichen.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1A und 1B sind
schematische Diagramme, die die Abwärts- bzw. Aufwärts-Dienste
eines GPON-Systems darstellen.
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2 zeigt
ein Signalverarbeitungsverfahren für die Übertragung von TDM-Diensten in einem herkömmlichen
GPON-System.
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3 ist
ein schematisches Diagramm, das das System gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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4 ist
ein Fließdiagramm,
das das Verfahren gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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Detaillierte Beschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist im Folgenden unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen ausführlich beschrieben.
Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die folgenden Ausführungsformen
beschränkt.
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Wie
in 3 dargestellt, umfasst das in einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung vorgeschlagene System ein OLT, eine ODU
und eine optische Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung, die über Glasfasern
miteinander verbunden sind. In der vorliegenden Ausführungsform
kann die optische Signal-Sende-/Empfangsvorrichtung
eine ONU oder ein ONT sein. ONU und ONT sind verschiedene Namen für dasselbe
Modul in unterschiedlichen Systemen. Die ONU/das ONT umfasst einen
Eingangspuffer (einschließlich
mehrerer BUF, die jeweils einem TDM-Dienst entsprechen), ein GEM
und eine GTC und das OLT umfasst einen Ausgangspuffer (mehrere BUF,
die jeweils einem TDM-Dienst entsprechen), ein GEM und eine GTC.
In der Praxis kann der Eingangspuffer als erster Puffer außerhalb
der ONU/des ONT und nicht als eine Komponente der ONU/des ONT angeordnet
sein. Der Ausgangspuffer kann als zweiter Puffer außerhalb
des OLT und somit nicht als eine Komponente des OLT angeordnet sein.
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Der
Eingangspuffer und der Ausgangspuffer werden zum Puffern von Aufwärts-Diensten
verwendet, wobei die Kapazität
des Eingangspuffers und die des Ausgangspuffers größer sind
als die Datenmenge der TDM-Dienste, die während des Zeitraums des Ranging-Verfahrens übertragen
werden.
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Der
Eingangspuffer hat einen Zustand 1, in dem der Eingangspuffer ausreichend
Platz für
das Puffern der Aufwärts-TDM-Dienstdaten
aufweist, die während
des Zeitraums des Ranging-Verfahrens zu dem ONT/der ONU übertragen
werden.
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Der
Ausgangspuffer hat einen Zustand 2, in dem der Ausgangspuffer ausreichend
Aufwärts-TDM-Dienstdaten
speichert, um sicherzustellen, dass die Aufwärts-TDM-Dienste während des Ranging-Verfahrens
nicht unterbrochen werden.
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Vor
dem Ranging-Verfahren befindet sich der Eingangspuffer in Zustand
1 und der Ausgangspuffer in Zustand 2.
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Nach
dem Ranging-Verfahren wird die Bandbreite jedes TDM-Dienstes entsprechend
jedes Aufwärts-TDM-Dienstes
durch die optischen Wege des GPON erhöht, um die Aufwärts-TDM-Dienstdaten
im Eingangspuffer zum Ausgangspuffer zu übertragen, was dazu führt, dass
im Eingangspuffer Zustand 1 und im Ausgangspuffer Zustand 2 wiederhergestellt wird.
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Der
Eingangspuffer und der Ausgangspuffer können durch integrierte Schaltkreise,
FPGA (Field Programmable Gate Array) oder CPLD (Complex Programmable
Logical Device) oder andere logische Module implementiert werden.
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4 zeigt
ein Verfahren zur Übertragung von
TDM-Diensten auf der Grundlage des vorstehenden Systems.
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Wenn
ein GPON-System durch eine ONU/ein ONT ergänzt wird, ist ein Ranging-Verfahren
erforderlich, wobei die übrigen
aktiven ONU/ONT unterbrochen werden, um Kollisionen zu vermeiden. Jetzt
sind die folgenden Schritte erforderlich, um sicherzustellen, dass
die TDM-Dienste der übrigen
aktiven ONU/ONT nicht unterbrochen werden. Wie in 4 dargestellt,
umfasst das Verfahren zur Übertragung
von TDM-Diensten in einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindungen die folgenden Schritte, wobei eine(s) der übrigen aktiven
ONU/ONT als Beispiel herangezogen wird:
- Schritt S101: Vor
dem Ranging-Verfahren des GPON-Systems wird der Eingangspuffer der ONU/des
ONT (eine(s) der ONU/ONT) in Zustand 1 versetzt, in dem er ausreichend
Platz für
das Puffern der Aufwärts-TDM-Dienstdaten
aufweist, die während
des Zeitraums des Ranging-Verfahrens dorthin übertragen werden, und der Ausgangspuffer
des OLT wird in Zustand 2 versetzt, in dem er ausreichend Aufwärts-TDM-Dienstdaten
speichert, um sicherzustellen, dass der TDM-Dienst während des
Ranging-Verfahrens nicht unterbrochen wird.
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Vor
dem Ranging-Verfahren, d. h., wenn die Aufwärts-TDM-Dienste ordnungsgemäß arbeiten, werden
die TDM-Dienstdaten in den Eingangspuffer der ONU/des ONT übertragen.
Die gepufferten Daten im Eingangspuffer werden ausgelesen und unter
Verwendung des GEM- und des GTC-Moduls verarbeitet und anschließend durch
eine optische Schnittstelle zum OLT übertragen. Die von dem OLT
empfangenen Daten werden durch die GTC und das GEM verarbeitet und
anschließend
zum Ausgangspuffer übertragen
und dort gepuffert. Die TDM-Dienste
können durch
Auslesen des Inhalts aus dem Ausgangspuffer erhalten werden.
- Schritt
S102: Bestimmung, ob ein Ranging-Verfahren durchgeführt wird.
Wenn das GPON-System ein Ranging-Verfahren durchführt, wird
das Verfahren mit Schritt S103 fortgesetzt, ansonsten erfolgt die Rückkehr zu
Schritt S101.
- Schritt S103: Die Aufwärts-Übertragung
der TDM-Dienstdaten ist beendet, die TDM-Dienstdaten sind im Eingangspuffer
gepuffert und die Aufwärts-TDM-Dienstdaten im Ausgangspuffer
werden allmählich
abgegeben.
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Es
sei angenommen, dass das Ranging-Verfahren eine Dauer von N Rahmen
(8 kHz/Rahmen) hat, wobei N eine gerundete positive ganze Zahl ist. Weiterhin
werden durch das TDM in jedem TDM-Rahmen (8 kHz) M Byte Daten übertragen,
wobei M eine positive ganze Zahl ist. Die Kapazität des Eingangspuffers
und des Ausgangspuffers müssen jeweils
größer als
N·M Byte
sein.
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Wenn
das Verfahren beginnt, wird der Aufwärts-Weg von der ONU/dem ONT
zu dem OLT unterbrochen und der Eingangspuffer in der ONU/dem ONT
befindet sich in Zustand 1. Nach der Unterbrechung des Aufwärts-Wegs
im GPON wird der Eingangspuffer dazu verwendet, die zu der ONU/dem ONT
gesendeten Aufwärts-TDM-Dienstdaten vorzuspeichern.
Der Ausgangspuffer in Aufwärts-Richtung auf
der OLT Seite, der die Aufwärts-TDM-Dienstdaten
gespeichert hatte, befindet sich in Zustand 2. Nach der Unterbrechung
des GPON-Weges werden die vorgespeicherten Aufwärts-TDM-Dienstdaten übertragen.
Die Kapazität
des Eingangspuffers und die des Ausgangspuffers müssen jeweils
größer als die
Datenmenge der unterbrochenen TDM-Dienste während des Ranging-Verfahrens
sein und muss jeweils deshalb größer als
N·M Byte.
- Schritt S104: Bestimmung, ob ein Verfahren beendet ist, wenn
nicht, kehrt das Verfahren zu Schritt S103 zurück, ansonsten wird die Aufwärts-Dienstübertragung
wiederhergestellt und das Verfahren setzt mit Schritt S105 fort.
- Schritt S105: Die Bandbreite wird weiter erhöht und die Aufwärts-TDM-Dienstdaten im Eingangspuffer werden
unter Verwendung der erhöhten
Bandbreite zum Ausgangspuffer übertragen,
sodass im Eingangspuffer Zustand 1 und im Ausgangspuffer Zustand
2 wiederhergestellt wird.
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Da
im Eingangspuffer während
des Zeitraums des Ranging-Verfahrens nur ein Schreiben, aber kein
Auslesen stattfindet, besteht die Möglichkeit, dass zum Puffern
der Aufwärts-TDM-Dienstdaten,
die während
des Zeitraums des nächsten
Ranging-Verfahrens zu dem ONT/der ONU übertragen werden sollen, nicht
ausreichend Platz übrig
ist. Da jedoch im Ausgangspuffer während des Zeitraums des Ranging-Verfahrens
nur ein Auslesen, aber kein Schreiben stattfindet, besteht die Möglichkeit,
dass zum Sicherstellen, dass der Aufwärts-TDM-Dienst während des
Zeitraums des nächsten
Ranging-Verfahrens nicht unterbrochen wird, nicht ausreichend Aufwärts-TDM-Dienstdaten
vorhanden sind. Gleichzeitig muss der Eingangspuffer vor dem nächsten Ranging-Verfahren
in Zustand 1 und der Ausgangspuffer in Zustand 2 versetzt werden,
somit muss weitere feste Aufwärts-Bandbreite im optischen
Weg des GPON zugewiesen werden, wenn der Eingangspuffer nicht in
Zustand 1 und der Ausgangspuffer nicht in Zustand 2 ist, um im Eingangspuffer
Zustand 1 und im Ausgangspuffer Zustand 2 wiederherzustellen.
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Beispiel:
Es sei angenommen, dass an einer ONU1 eines GPON ein 2 MHz Aufwärts-TDM-Dienst vorhanden
ist, gleichzeitig wird im Netz eine neue ONU2 registriert und anschließend führt die
ONU2 ein Ranging-Verfahren durch. Wenn der Eingangspuffer nach dem
Ranging-Verfahren nicht in Zustand 1 oder der Ausgangspuffer nicht
in Zustand 2 ist, dann muss zwischen dem Eingangspuffer und dem Ausgangspuffer
eine Datenübertragung
durchgeführt werden.
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Das
OLT weist der ONU1 zusätzliche
2 MHz Aufwärts-Bandbreite
zu und damit beträgt
die gegenwärtige
Aufwärts-Bandbreite
für die
TMD-Dienste an der ONU1 4 MHz (es müssen nicht unbedingt 4 MHz sein,
solange es mehr als 2 Mhz sind). Außerdem könnte diese 4-MHz-Bandbreite
in zwei Teile geteilt werden: 2 MHz Bandbreite für die Übertragung der TDM-Daten und
2 MHz für
die Übertragung
der im Eingangspuffer gesammelten Daten (zur Übertragung der gesammelten
Daten im Eingangspuffer von ONU1 zum Ausgangspuffer des OLT).
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Wenn
die von dem OLT empfangene Puffermenge die vorbestimmte Schwelle
erreicht hat (Übertragung
ist beendet), weist das OLT dem Aufwärts-TDM-Dienstweg von ONU1 nicht länger 4 MHz Bandbreite
zu, weist aber ONU1 normal 2 MHz Aufwärts-Bandbreite zu. Wenn im
Eingangspuffer von ONU1 2 Mbit TDM-Dienstdaten gesammelt sind, dann
könnten
die gesammelten Daten mit 4 MHz Aufwärts-Bandbreite innerhalb von
2 Sekunden vollständig übertragen werden.
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Die
Erhöhung
mit weiterer fester Aufwärts-Bandbreite
im optischen Weg des GPON wird von dem OLT durch Initiativautorisierung
durchgeführt.
Die Aufwärts-Bandbreite
im optischen Weg des GPON-Systems wird zentral von dem OLT zugewiesen.
Die Zuweisung der Bandbreite umfasst statische Zuweisung von Bandbreite
(SBA) und dynamische Zuweisung von Bandbreite (DBA). Die Zuweisung zusätzlicher
Bandbreite im Aufwärts-Weg
entsprechend dem TDM nach dem Ranging-Verfahren wird durch die Strategie
des OLT zur Zuweisung von Bandbreite bestimmt (einschließlich der
Situation von DBA/SBA).
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Wenn
die Kapazität
des Puffers verhältnismäßig groß ist, ist
es in der Praxis nach einem Ranging-Verfahren möglich, dass der Eingangspuffer weiterhin
in Zustand 1 und der Ausgangspuffer in Zustand 2 ist, sodass die
Datenübertragung
vom Eingangspuffer zum Ausgangspuffer nach diesem Ranging-Verfahren
nicht erforderlich ist.
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Beispiel:
Es sei angenommen, dass die Kapazität des Eingangspuffers und die
des Ausgangspuffers jeweils 10 M betragen und dass der Ausgangspuffer
vor dem ersten Ranging-Verfahren 10 M gepuffert Daten gespeichert
hat. Es sei angenommen, dass der Eingangspuffer nach dem ersten
Ranging-Verfahren 2 M gepuffert der Daten enthält und 8 M Platz frei hat und
dass 2 M Daten aus dem Ausgangspuffer ausgelesen werden, sodass
noch 8 M gepufferte Daten zurückbleiben.
In dieser Situation muss während
des Zeitraums des nächsten
Ranging-Verfahrens keine Datenübertragung
vom Eingangspuffer zum Ausgangspuffer durchgeführt werden, wenn die Datenmenge
des Aufwärts-TDM-Dienstes weniger
als 8 M beträgt.
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Bei
der Durchführung
des nächsten
Ranging-Verfahrens wird vorstehendes Verfahren wiederholt und somit
können
TDM-Dienste ohne Verluste übertragen
werden, wenn in dem GPON-System ein Ranging in Aufwärts-Richtung
durchgeführt
wird.
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Der
vorstehende TDM-Dienst umfasst den POTS-Dienst, PSTN-Dienst, PDH-Dienst, SDH-Dienst
oder SONET-Dienst.
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Die
vorliegende Erfindung wurde zwar unter Bezugnahme auf bevorzugte
Ausführungsformen
davon dargestellt und beschrieben, für den Fachmann ist es jedoch
offensichtlich, dass zahlreiche Veränderungen von Formen und Einzelheiten
durchführbar sind,
ohne vom Schutzumfang der Erfindung, wie in den anhängenden
Ansprüchen
definiert, abzuweichen.