-
TECHNISCHES GEBIET
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Multiplex-Repeater mit einer
schnellen optischen Schnittstelle (zum Beispiel einer OTU-(Optical
Transport- Unit)-Schnittstelle des OTN (Optical Transport Network),
der verwendet wird, um das Anwendungsgebiet einer langsamen Schnittstelle
(zum Beispiel Gigabit-Ethernet (im Folgenden als "GbE" bezeichnet) dramatisch
zu erweitern.
-
STAND DER TECHNIK
-
Physikalische
Schnittstellen von GbE und anderen LAN-Ethernets sind in der Reichweite
beschränkt,
und die maximale Reichweite ist bei 1000 GBASE-LX ca. 5 km.
-
Die
Verbindung zwischen zwei LANs, die weiter als ein vorgeschriebener
Abstand auseinanderliegen, wird durch einen SONET (Synchronous Optical
Network)/SDH (Synchronous Digital Hierarchy)-Repeater mit einem
Router oder einer Schnittstelle hergestellt, der eine POS-(Packet
over SONET) oder EOS-(Ethernet over SONET)-Schnittstelle hat – dies erhöht die Netzwerkkosten
und stellt folglich ein Hindernis für die Implementierung eines
Breitbandnetzwerkes dar.
-
In
jüngster
Zeit sind Techniken entwickelt worden, die die Einschränkung der
Reichweite durch Verwendung eines Schnittstellenwandlers für das GbE-Signal überwinden,
doch ist die Netzwerküberwachung
schwierig, weil der SONET/SDH-Repeater nicht benutzt wird.
-
Andererseits
sind jetzt neue Netzwerkknoten-Schnittstellenspezifikationen in
der Diskussion in der ITU-T(International Telecommunication Union
Telecommunication Standardization Sector) mit dem Ziel, Transparenz
und Verwaltung eines WDM (Wellenlängenmultiplex)-Systems zu gewährleisten.
Diese Spezifikationen werden als ITU-T-Empfehlung G.709 im Februar
2001 verabschiedet. Die Verwendung dieser Spezifikationen ermöglicht die
Implementierung eines Netzwerksystems, das Netzwerküberwachung
erlaubt, aber einfach strukturiert und preiswert im Vergleich zu
der SONET/SDH-Rahmenstruktur ist. Außerdem kann ein WDM-Netzwerk implementiert
werden, das Netzwerkkosten wirksam reduziert und verwaltbar ist.
-
Die
Nutzlastrate der kleinsten Rahmen-OTUI(Optical Transport Unit I),
die in einem OTN-Netzwerk verwendet wird, das durch den Repeater
nach den neuen Spezifikationen gebildet ist, wie in 12A gezeigt, ist 2,48832 Gbit/s. Die Abbildung
eines 1,25-Gbit/s-GbE-Signals aus 12B auf
die OTUI-Nutzlast PA verringert den Bandausnutzungsfaktor auf ca.
50 %. Daher ist eine Technik zum Multiplexieren von GbE-Signalen
zweier Kanäle
und Abbilden des multiplexierten Signals auf die Nutzlast wirksam
zur Kostenreduzierung.
-
Da
aber einfaches Multiplexieren von GbE-Signalen zweier Kanäle die Bitrate
auf 2,5 Gbit/s, über
die Nutzlastrate des OTU1-Signals, erhöht, ist ein Mechanismus zur
Ratenumwandlung erforderlich. Da ein komplexer Multiplexierungsmechanismus
die Systemkosten erhöhen
würde,
ist es außerdem
notwendig, den Multiplexiermechanismus so weit wie möglich zu
vereinfachen.
-
Das
Dokument
US-A-5 757
806 beschreibt ein Datenmultiplexiersystem, in dem mehrere
Kanäle mit
langsamen Signalen in jeweils zugewiesene Zeitschlitze eines Hochgeschwindigkeitskanals
eingefügt werden
und umgekehrt.
-
Das
Dokument
CA-A1-2 298
732 offenbart Hochgeschwindigkeits-Datentransport von Ethernet-Rahmen unter Verwendung
der SONET/SDH-Technologie, bei der die Datenrate, 10,0 Gb/s, durch
Kompression von Zwischenrahmenlücken
(Interframe Gaps, IFG) verringert wird.
-
Das
Dokument
US-A-6 111
871 betrifft eine Übertragungstechnologie
zum Verringern der Bandbreite in einem ATM-Netzwerk, bei der Header
von zu sendenden ATM-Zellen durch einen ATM-Schalter auf Senderseite
komprimiert werden und Header der Zellen an einem ATM-Schalter auf
Empfängerseite wieder
hergestellt werden, wodurch die Verkehrslast verringert und die
Verarbeitungskapazität
an den ATM-Schaltern erhöht
ist.
-
Das
Dokument
EP-A-0 982
900 beschreibt eine Verbindung zwischen einem WAN für Transport über ein
synchrones digitales Langstrecken-Hochkapazitätsnetzwerk und einem LAN, dessen
Datenrate von der des WAN verschieden ist, wobei ein Ratenanpassungsmittel
vorgesehen ist, welches anweist, die Übertragung an einen Ethernet-Rahmen-Schalter
zu verzögern,
wenn aufgrund von Nichtübereinstimmung
der Übertragungsrate
ein Puffer überladen
ist.
-
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
-
Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen multiplexierenden Repeater
zu schaffen, der Ratenumwandlung mit einer einfachen Konfiguration
ermöglicht.
-
Dieses
Ziel wird erreicht durch einen multiplexierenden Repeater nach Anspruch
1. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
-
Um
den multiplexierenden Repeater nach der vorliegenden Erfindung zu
implementieren, ist es im Fall der Multiplexierung von GbE-Signalen
und des Abbildens des multiplexierten Signals auf den OTU1-Rahmen
erforderlich, drei Probleme zu lösen: (a)
Taktschaltung, (b) Abbildung auf dem OTU1-Rahmen und (c) Kanalidentifikation.
-
Das
Problem (a) betrifft die Taktschaltung zu einer Zeit, wenn mehrere
asynchron arbeitende GbE-Signale
auf den OTU-Rahmen abgebildet werden.
-
Das
Problem (b) betrifft den Umgang mit einem Überschuss oder Mangel an Daten,
wenn die Bitrate des multiplexierten GbE-Signals nicht mit der Bitrate
der OTU-Nutzlast übereinstimmt.
-
Das
Problem (c) betrifft die Kanalidentifikation zur Zeit des Demultipiexierens
des gemultiplexten GbE-Signals.
-
Ein
anderes Problem ist, dass wenn zwei GbE-Signale mit 1,25 Gbit/s
bedingungslos multiplexiert werden, die Bitrate des multiplexierten
Signals 2,5 Gbit/s wird, was mehr als die durch die ITU-T-Empfehlung G.709
definierte Nutzlast-Bitrate des OTU1-Signals ist, wenn der in G.709
spezifizierte OTU1-Rahmen bedingungslos konfiguriert ist. Um die
Empfehlung G.709 zu erfüllen,
muss die Bitrate des GbE-Signals um ca. 0,5 % reduziert werden.
-
Mit
der beanspruchten Anordnung können, selbst
wenn die Bitrate jedes langsamen Übertragungssignals höher als
die Nutzlast-Bitrate des schnellen optischen Übertragungssignals ist, die langsamen Übertragungssignale
von zwei Kanälen multiplexiert
und ohne Verwerfung von Daten durch das optische Hochgeschwindigkeitsübertragungssignal
befördert
werden. Selbst wenn das Doppelte der Bitrate des langsamen Übertragungssignals
höher als
die Nutzlast-Bitrate des schnellen optischen Übertragungssignals ist, ist
es möglich,
das langsame Übertragungssignal
zu erzeugen, ohne Daten in jedem FIFO-Speicher des Sendeteiles zu
erschöpfen.
-
In
dem multiplexierenden Repeater können das
erste und das zweite Steuermittel ausgelegt sein als Mittel zum
Erfassen, dass die Belegungsrate des ersten bzw. zweiten FIFO-Speichers
einen ersten vorgegebenen Wert überschreitet,
und zum Reagieren auf die Ausgabe besagter spezieller Codeerfassungssignale
durch das erste und zweite Codeerfassungsmittel durch Sperren des
Schreibens der speziellen Codes in den ersten und zweiten langsamen Übertragungssignalen
in den ersten und zweiten FIFO-Speicher.
-
In
dem multiplexierenden Repeater können das
dritte und vierte Steuermittel als Mittel zum Erfassen, dass die
Belegungsraten des ihnen entsprechenden dritten bzw. vierten FIFO-Speichers
unter einem zweiten vorgegebenen Wert sind und zum Reagieren auf
die Ausgabe der speziellen Codeerfassungssignale durch das dritte
und vierte Codeerfassungsmittel zum Sperren des Auslesens des dritten und
vierten FIFO-Speichers und zum Einfügen von speziellen Codes aus
dem speziellen Codeerzeugungsmittel in das dritte und vierte langsame Übertragungssignal
ausgelegt sein.
-
In
dem multiplexierenden Repeater kann das Empfangsteil so konfiguriert
sein, dass es enthält:
erste
und zweite Codegenerieungsmittel zum Erzeugen von speziellen Codes;
erste
und zweite Selektoren zum selektiven Bereitstellen der Ausgaben
des dritten und vierten FIFO-Speichers
und der speziellen Codes von dem ersten und zweiten Codegenerator
an die langsame Schnittstelle;
erste und zweite Rahmenlückenerfassungsmittel zum
Erfassen von Zwischenrahmenlücken
in dem aus dem dritten und vierten FIFO-Speicher gelesenen dritten
und vierten langsamen Übertragungssignal
und zum Ausgaben von Erfassungssignalen; und
dritte und vierte
Steuermittel zum zeitweiligen Steuern des Auslesens des dritten
und vierten FIFO-Speichers
entsprechend den erfassten Ausgaben des ersten und zweiten Rahmenlückenerfassungsmittels und
der Belegungsraten des dritten und vierten FIFO-Speichers und zum
Steuern des ersten und zweiten Selektors, um von dem ersten und
zweiten Codeerzeugungsmittel erzeugte spezielle Codes in das dritte
und vierte langsame Übertragungssignal einzufügen.
-
Mit
der obigen Anordnung können
die Zwischenrahmenlücken
der von der langsamen Schnittstelle zu sendenden langsamen Übertragungssignale
auf einem Wert gleich oder größer einer
vorgegebenen Zahl von Bits gehalten werden.
-
In
dem multiplexierenden Repeater umfasst das Empfangsteil fünfte und
sechste FIFO-Speicher, in die aus dem dritten und vierten FIFO-Speicher
gelesene Signale geschrieben werden und aus denen die darin geschriebenen
Signale ausgelesen und an die ersten und zweiten Selektoren ausgegeben
werden; das erste und zweite Zwischenrahmenlückenerfassungsmittel umfasst
Mittel zum Zählen
von Codes während
der Zeiträume
der Zwischenrahmenlücken der
aus dem dritten und vierten FIFO-Speicher gelesenen dritten und
vierten langsamen Übertragungssignale;
und wenn die Zählwerte
kleiner als vorgegebene Werte sind, sperren das dritte und vierte
Steuermittel das Auslesen des fünften
und sechsten FIFO-Speichers und steuern den ersten und zweiten Selektor,
um die von dem ersten und zweiten Codegenerierungsmittel erzeugten
speziellen Codes in das dritte und vierte langsame Übertragungssignal einzufügen.
-
Mit
der obigen Anordnung können
die Zwischenrahmenlücken
der auf das optische Hochgeschwindigkeitsübertragungssignal abzubildenden
langsamen Übertragungssignale
auf einem Wert gleich oder größer einer
vorgegebenen Zahl von Bits gehalten werden.
-
Für die Kanalidentifizierung
im Fall der Multiplexierung langsamer Übertragungssignale wird die Logik
von einem derselben vor dem Multiplexieren auf Senderseite invertiert.
Auf der Empfängerseite wird
ein aus dem OTU1-Rahmen extrahiertes Signal durch eine Demultiplexierschaltung
gedemultiplext, wonach die Kanalidentifikation durchgeführt wird durch
Entscheiden über
die Logik von speziellen Codes in einer Kanalidentifizierungsschaltung.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
1 ist
ein Blockdiagramm eines Senderteiles in einer ersten Ausgestaltung
des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden Erfindung.
-
2 ist
ein Blockdiagramm eines Empfangsteiles in der ersten Ausgestaltung
des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden Erfindung.
-
3 ist
ein Blockdiagramm eines Senderteiles in einer zweiten Ausgestaltung
des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden Erfindung.
-
4 ist
ein Blockdiagramm eines Empfangsteiles in der zweiten Ausgestaltung
des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden Erfindung.
-
5 ist
ein Blockdiagramm einer Kanalauswahlschaltung in der zweiten Ausgestaltung.
-
6 ist
ein Blockdiagramm eines Senderteiles in einer dritten Ausgestaltung
des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden Erfindung.
-
7 ist
ein Blockdiagramm eines Empfangsteiles in der dritten Ausgestaltung
des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden Erfindung.
-
8 ist
ein Blockdiagramm eines Empfangsteiles in einer vierten Ausgestaltung
des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden Erfindung.
-
9 ist
ein Blockdiagramm eines Sendeteiles in einer fünften Ausgestaltung des multiplexierenden
Repeaters gemäß der vorliegenden
Erfindung.
-
10 ist
ein Blockdiagramm eines Sendeteiles in einer sechsten Ausgestaltung
des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden Erfindung.
-
11 ist
ein Blockdiagramm eines Empfangsteiles in der sechsten Ausgestaltung
des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden Erfindung.
-
12A ist ein Diagramm, das eine OTN-Signalrahmenkonfiguration
zeigt.
-
12B ist ein Diagramm, das eine GbE-Signalrahmenkonfiguration
zeigt.
-
BESTE ART DIE ERFINDUNG AUSZUFÜHREN
-
Erste Ausgestaltung
-
1 und 2 zeigen
ein Sendeteil 100T und ein Empfangsteil 100R des
multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden
Erfindung, der ein nach IEEE 802.3z definiertes langsames Übertragungsnetzwerk
und ein nach ITU-T G.709 definiertes optisches Hochgeschwindigkeitsübertragungsnetzwerk
verbindet.
-
In
dem in 1 gezeigten Sendeteil 100T sind Blöcke 101 und 102 jeweils
eine GbE-Empfangsschaltung einer Vorrichtung der physikalischen Schicht
(PHY) nach 1000BASE-X, spezifiziert durch Empfehlung IEEE 802.3z.
PHY besteht aus einer physikalisch medienabhängigen [Schicht] (physical media
dependent, PMD) und einem physikalischen Medienanhang (physical
media attachment, PMA). Blöcke 103 und 104 in
dem in 2 gezeigten Empfangsteil 100R sind auch
GbE-Sendeschaltungen der durch die Empfehlung IEEE 802.3z spezifizierten physikalischen
1000BASE-X- Schicht.
-
Die
Blöcke 105 und 106 sind
FIFO-Speicher, in die durch zueinander asynchrone Takte CLK1 und CLK1' geschrieben werden
kann, und die durch einen davon verschiedenen Takt CLK2 ausgelesen werden
können.
Ein Block 109 ist eine 2:1-Multiplexierschaltung, die GbE-Signale
von zwei Kanälen multiplext.
Ein Block 111 ist eine OTU-Rahmenerzeugungsschaltung, die
ein Eingangssignal auf die Nutzlast eines in ITU-T G.709 spezifizierten
OTU1-Signalrahmen abbildet. Ein Block 115 ist eine optische
Sendeschaltung, die ein durch die OTU-Rahmenerzeugungsschaltung
erzeugtes elektrisches Signal OTU1 in ein optisches Signal OTU1
umwandelt.
-
Ein
Block 113 ist eine Takterzeugungsschaltung für das OTU-Signal,
die die Demultiplexierschaltung 109 und die OTU-Rahmenerzeugungsschaltung 111 mit
einem Takt CLK3 (Frequenz f1) mit der Frequenz f1, die optische Übertragungsschaltung 115 mit
einem Takt CLK6 mit einer Frequenz f2 und jeden der FIFO-Speicher 105 und 106 mit
einem Takt CLK2 einer Frequenz f1/2 als Lesetakt versorgt.
-
In
dem Empfangsteil 100R von 2 ist ein Block 110 eine
Demultiplexierschaltung, die ein OTU1-Nutzlastsignal im Verhältnis 1:2
demultiplext. Ein Block 114 ist eine Takterzeugungsschaltung
für ein
GbE-Signal, die die GbE-Sendeschaltungen 103 und 104 mit
einem Takt CLK7 einer Frequenz f7 und jeden der FIFO-Speicher 107 und 108 mit
einem Lesetakt CLK7 mit einer Frequenz f2 versorgt. Ein Block 116 ist
eine optische Empfangsschaltung, die ein optisches OTU1-Signal in
ein elektrisches Signal umwandelt. Ein Block 112 ist eine
OTU-Rahmenterminierschaltung, die das OTU1-Nutzlastsignal aus dem von der optischen
Empfangsschaltung 116 zugeführten OTU1-Signal decodiert.
-
Die
GbE-Empfangsschaltungen 101 und 102 in 1 und
die GbE-Sendeschaltungen 103 und 104 in 2 bilden
eine langsame Schnittstelle 101 des multiplexierenden Repeaters,
und die optische Sendeschaltung 115 in 1 und
die optische Empfangsschaltung 116 in 2 bilden
eine schnelle optische Schnittstelle 10H des multiplexierenden
Repeaters. Es folgt eine Beschreibung des Betriebes des multiplexierenden
Repeaters.
-
Sendeteil 100T (1)
-
GbE-Signale
1 und 2 von zwei in die GbE-Empfangsschaltungen 101 und 102 eingegebenen
Kanälen,
die zueinander asynchron sind, werden in die FIFO-Speicher 105 bzw. 106 geschrieben.
Die Schreibtakte sind in diesem Fall die aus den in die GbE-Empfangsschaltungen 101 und 102 eingegebenen
GbE-Signalen 1 und 2 extrahierten Takte (CLK1, CLK1'). Die GbE-Signale
1 und 2 (im Folgenden in den Zeichnungen mit GbE1 und GbE2 bezeichnet) die
in die FIFO-Speicher geschrieben sind, werden aus diesen unter Verwendung
des gemeinsamen Taktes CLK2 mit der Frequenz f1/2 ausgelesen, der asynchron
zu den Takten CLK1 und CLK1' in
der Takterzeugungsschaltung für
das OTU-Signal erzeugt wird. Dabei findet Taktumschaltung statt.
-
Die
so ausgelesenen GbE-Signale 1 und 2 werden von der Multiplexierschaltung 109 multiplexiert, und
die multiplexierte Ausgabe wird der OTU-Rahmenerzeugungsschaltung 111 zugeführt, wo
sie auf die Nutzlast des in 12A gezeigten OTU1-Rahmens
abgebildet wird. Der OTU1-Signalrahmen besteht aus einem Header
H, Nutzlast PA und Fehlerkorrekturinformation EC, wie in 12A abgebildet. Das OTU1-Signal mit in der Nutzlast
gespeicherten GbE-Signalen 1 und 2 wird synchron zum Takt CLK6 mit
der Frequenz f2 durch die optische Sendeschaltung 115 in
ein optisches Signal umgewandelt, das aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ausgegeben wird.
-
Die
ITU-T-Empfehlung G.709 spezifiziert, dass die OTU1-Übertragungsrate
256/237 mal höher als
die Nutzlastrate ist. Die Takterzeugungsschaltung 113 für das OTU-Signal
erzeugt den Takt CLK3 der Frequenz f1 gleich der Nutzlastrate und
den Takt CLK6 der Frequenz f2 gleich der OTU1-Signalübertragungsrate.
-
Empfangsteil 100R (2)
-
Andererseits
wird ein von der optischen Empfangsschaltung 116 empfangenes
optisches OTU1-Signal
in ein elektrisches Signal umgewandelt, das an die OTU-Rahmenterminierschaltung 112 angelegt
wird, um ein in der Nutzlast gespeichertes 2-Kanal-GbE-Signal zu
decodieren. Dieses Signal wird durch die Demultiplexierschaltung 110 gedemultiplext.
Die demultiplexierten GbE-Signale
1 und 2 von zwei Kanälen
werden jeweils in FIFO-Speicher 107 bzw. 108 unter
Verwendung eines Taktes CLK5 geschrieben, der mit einem aus dem
OTU1-Signal extrahierten Takt CLK4 synchronisiert ist. Die Frequenz
des Taktes CLK4 ist f2, gleich der OTU1-Signalübertragungsrate, und die Frequenz
des Taktes CLK5 ist f1, gleich der Nutzlastrate.
-
Die
so in die FIFO-Speicher 107 und 108 geschriebenen
GbE-Signale 1 und 2 werden daraus unter Verwendung des asynchron
zum Takt CLK5 durch die Takterzeugungsschaltung 114 für das GbE-Signal erzeugten
Taktes CLK7 gelesen und als GbE-Signale 1 und 2 über GbE-Sendeschaltungen 103 und 104 übertragen.
-
Das
Obige ist der Betrieb der Ausgestaltung 1 des multiplexierenden
Repeaters gemäß der vorliegenden
Erfindung. Wie oben beschrieben, werden im Sendeteil 100T die
eingegebenen GbE-Signale
unter Verwendung von asynchronen Takten CLK1 und CLK1', die aus den Eingangs-GbE-Signalen in den GbE-Empfangsschaltungen 101 bzw. 102 extrahiert werden,
geschrieben. Die so geschriebenen GbE-Signale werden durch den mit
dem OTU1-Signal synchronisierten gemeinsamen Takt CLK2 gelesen,
wodurch Taktumschaltung ausgeführt
wird. Entsprechend wird in dem Empfangssteil 100R das aus
der Nutzlast des OTU-Rahmens extrahierte GbE-Signal in die FIFO-Speicher 107 und 108 durch
Verwendung des aus dem OTU-Eingangssignal in der Empfangsschaltung 116 erzeugten
Takts CLK5 geschrieben. Das so geschriebene GbE-Signal wird von
dem Takt CLK7 ausgelesen, der von der Takterzeugungsschaltung für das GbE-Signal
erzeugt wird, wodurch der Takt CLK5 auf den Takt CLK7 geschaltet
wird.
-
Zweite Ausgestaltung
-
3 und 4 zeigen
den Sendeteil 100T und den Empfangsteil 100R in
der zweiten Ausgestal tung des multiplexierenden Repeaters der vorliegenden
Erfindung. Die zweite Ausgestaltung ist eine abgewandelte Form des
multiplexierenden Repeaters gemäß der ersten
Ausgestaltung der 1 und 2, bei der
eine logisch invertierende Schaltung 201 zwischen den Ausgang
des FIFO-Speichers 106 und die Multiplexierschaltung 109 in
dem Sendeteil 100T eingefügt ist und eine Kanalauswahlschaltung 202 zwischen
die Demultiplexierschaltung 110 und die FIFO-Speicher 107 und 108 in
dem Empfangsteil 100R eingefügt ist.
-
Sendeteil 100T (3)
-
Von
den GbE-Eingangssignalen 1, 2 von zwei Kanälen wird das aus dem FIFO-Speicher 106 gelesene
GbE-Signal 2 in der logisch invertierenden Schaltung 201 logisch
invertiert und der Multiplexierschaltung 109 zugeführt, wo
es mit dem anderen, nicht logisch invertierten GbE-Signal 1 multiplexiert wird.
Die anderen Operationen sind dieselben wie im Fall von 1,
so dass die Beschreibung nicht wiederholt wird.
-
Empfangsteil 100R (4)
-
Andererseits
wird in dem Empfangsteil 100R von 4 das in
der OTU-Rahmenterminierschaltung 112 decodierte multiplexierte
GbE-Signal durch die Demultiplexierschaltung 110 in die
GbE-Signale 1 und 2 von zwei Kanälen
gedemultiplext, die in der Kanalauswahlschaltung 202 einer
logischen Entscheidung unterzogen werden, das logisch invertierte
Signal wird logisch rückinvertiert,
das heißt,
die Kanäle der
Signale werden identifiziert in Abhängigkeit davon, ob sie logisch
invertiert sind oder nicht, und die Signale werden in die FIFO-Speicher 107 bzw. 108 der
entsprechenden Kanäle
geschrieben.
-
Eine
Ausgestaltung der Kanalauswahlschaltung 202 ist in 5 gezeigt.
-
Die
GbE-Eingangssignale 1, 2 der zwei Kanäle werden durch Verzweigungsschaltungen 203 bzw. 204 zweigeteilt
und einer Musterkollation in logischen Entscheidungsschaltungen 205 und 206 unterzogen.
Die Musterkollation wird durchgeführt unter Verwendung von zwei
Oktetts (20 Bits), die aus einem Sonderzeichnen K28.5 und einem
Datencode 0 × 50
des GbE-Signals zusammengesetzt sind. Als IDLE-Code zur Verwendung
in der Zwischenrahmenlücke
zwischen MAC-Rahmen gibt es zwei Arten von IDLE-Codes, nämlich IDLE1
und IDLE2; gemäß IEEE-Standard
802.3z ist in dem Fall, dass ein RD-(running disparity)-Wert, der
unmittelbar auf einen zweiten speziellen Code (das heißt Packet_Extension/R/)
unter ersten und zweiten speziellen Codes (ein Oktett von End_of_Packet
und Packet_Extension, bezeichnet mit /T/R/ oder zwei Oktetts von
Packet_Extension, bezeichnet mit /R/R/) einer Zwischenrahmenlücke IFG
folgt, positiv ist, wie in 12B gezeigt,
ist der dritte Code der Zwischenrahmenlücke IDLE1, und der vierte und
nachfolgende Codes sind IDLE2. Wenn der RD-Wert, der unmittelbar
nach dem zweiten speziellen Code /R/ der Zwischenrahmenlücke folgt,
negativ ist, ist der dritte Code der Zwischenrahmenlücke IDLE2,
und der vierte und nachfolgende Code sind ebenfalls IDLE2. Folglich
ist IDLE2 immer vorhanden, unabhängig vom
RD-Wert unmittelbar nach dem zweiten speziellen Code /R/. Der RD-Wert
ist so definiert, dass RD = + oder RD = – oder gleich dem RD-Wert des
unmittelbar vorhergehenden 10-Bit-Wortes ist, je nachdem, ob die
Anzahl von Einsen in dem unmittelbar vorhergehenden 10-Bit-Wort
größer oder
kleiner als die Anzahl von Nullen ist. Der IDLE2-Code ist eine Verkettung
eines als Sonderzeichen K28.5 bezeichneten 10-Bit-Codes "0011111010" und des 10-Bit-Codes
0 × 50.
Es ist definiert, dass die ersten sieben Bits "0011111" in der Bitfolge des Sonderzeichens
K28.5 nicht in Bitfolgen beliebiger anderer Codezüge auftreten,
und das Zeichen K28.5 wird als ein "Kommazeichen" bezeichnet, da es als Begrenzer in
der Bitfolge verwendet wird.
-
In
dieser Ausgestaltung wird der Bitzug des konstituierenden Codes
K28.5 und 0 × 50
des Codes IDLE2 oder dessen logisch invertierter Code musterkollatiert,
um den Code IDLE2 zu erfassen, und je nachdem, ob der Code IDLE2
logisch invertiert ist, wird entschieden, ob das GbE-Signal logisch
invertiert ist.
-
Das
Signal des durch die Musterkollation als logisch invertiert erkannten
Kanals wird durch eine Logikinvertierschaltung 207 oder 208 des
entsprechenden Kanals logisch invertiert und daraus ausgegeben.
Die Logikinvertierschaltungen 207 und 208 sind
zum Beispiel jeweils durch ein EXOR gebildet. Die GbE-Signale zweier
Kanäle
werden durch ein 2 × 2-SW 209 geschaltet,
so dass das logisch invertierte Signal in den FIFO-Speicher 108 eingegeben
wird. Mit einer Anordnung wie oben beschrieben ist es möglich, exakte
Verbindungen zwischen den zwei Kanälen herzustellen, wenn zwei
multiplexierende Repeater dieser Ausgestaltung miteinander verbunden
sind.
-
Wie
oben beschrieben, multiplexiert der Sendeteil die zwei GbE-Signale
1 und 2 nach logischem Invertieren von einem derselben, und der
Empfangsteil erfasst Muster von speziellen Codes in den demultiplexierten
GbE-Signalen der zwei Kanäle
und entscheidet, ob das GbE-Signal invertiert ist oder nicht, je
nachdem, ob das erfasste Muster logisch invertiert ist.
-
Dritte Ausgestaltung
-
Bei
jeder der oben beschriebenen Ausgestaltungen ist, wenn die GbE-Signale
von zwei Kanälen
auf das OTU1-Signal abgebildet werden, wenn die Frequenzen der aus
den empfangenen GbE-Signalen erzeugten Takte CLK1 und CLK1' höher als
die Hälfte
der Frequenz f2 des OTU1-Signaltaktes CLK6 ist, die Datenleserate
der FIFO-Speicher 105 und 106 niedriger als deren
Schreibrate, so dass selbst nachdem die FIFO-Speicher vollgeschrieben
sind, die GbE-Signale weiter in die FIFO-Speicher geschrieben werden; infolgedessen
werden die in den Speichern enthaltenen Signale nicht ausgelesen, sondern
stattdessen bringen sie die Speicher zum Überlaufen und werden in chronologischer
Reihenfolge verworfen.
-
Wenn
hingegen die aus den empfangenen GbE-Signalen erzeugten Taktfrequenzen
niedriger als die Hälfte
der Frequenz f2 des OTU1-Signaltaktes CLK6 ist, werden, da die Datenleserate
der FIFO-Speicher 105 und 106 höher als
die Schreibrate ist, die Daten in den Speichern erschöpft, und
es werden keine Daten bereitgestellt, um sie auf die Nutzlast des
OTU-Rahmens abzubilden. Es wird nun eine Beschreibung einer Ausgestaltung
geliefert, die eingerichtet ist, mit Überschuss oder Verknappung von
Daten umzugehen, wenn die Bitrate des multiplexierten Signals nicht
mit der Bitrate der OTU-Nutzlast wie oben erwähnt übereinstimmt.
-
Das
GbE-Signal ist als ein 8B10B-gewandelter Code unter PMA-(Physical
Media Attachment) gesetzt, wie in 12B gezeigt.
Diese 10-Bit-Wandlungseinheit wird im Folgenden als ein Wort bezeichnet,
aber da es einem 8-Bit-Wort vor der Umwandlung entspricht, werden
die 10 Bits als ein Oktett gezählt.
-
Das
Wort des GbE-Signals enthält
Daten und spezielle Codes. Gemäß der IEEE-Spezifikation 802.3
wird das GbE-Signal als ein MAC-(Media Access Control)-Rahmen übertragen.
Der MAC-Rahmen besteht aus Datencodes, Sonderzeichen, die Anfang
und Ende von Daten anzeigen, und einem Overhead, und benachbarte
MAC-Rahmen sind durch ein Signal zur Synchronisation, das heißt durch eine
Zwischenrahmenlücke
IFG, getrennt. Die Zwischenrahmenlücke unter PMD (Physical Media
Dependent) ist länger
oder gleich 0,096 μs
spezifiziert, und es ist definiert, dass die Zwischenrahmenlücke mit
20 Bits (das heißt
zwei Oktetts) Carrier_Extension/R/R/ oder 10 Bits (das heißt ein Oktett)
Carrier_Extension und 10 Bits Carrier_Extension/T/R/, 20 Bits eines
IDLE1- oder 2-Codes
und vier oder mehr IDLE2-Codes gefüllt wird.
-
In
Anbetracht des oben Gesagten justiert oder regelt diese Ausgestaltung
einen Überschuss oder
einen Mangel an Daten, der aus Nichtübereinstimmung zwischen den
Bitraten resultiert, durch Löschen
oder Einfügen
des IDLE2-Codes.
-
6 und 7 zeigen
den Sendeteil 100T und den Empfangsteil 100R in
der dritten Ausgestaltung des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden
Erfindung.
-
Der
Sendeteil 100T (6) dieser Ausgestaltung hat
eine Konfiguration, in der Verzweigungsschaltungen 301 und 302 zum
Verzweigen der empfangenen GbE-Signale auf jeweils zwei IDLE-Signalerfassungsschaltungen 303 und 304 zum
Erfassen der IDLE2-Signale aus den GbE-Signalen und Steuerschaltungen 305 und 306 zum
Steuern von Stopp und Start des Schreibens in die FIFO-Speicher 105 und 106 zu
dem Sendeteil 100T der in 1 gezeigten
ersten Ausgestaltung hinzugefügt
sind. Das Empfangsteil 100R dieser Ausgestaltung, in 7 gezeigt,
hat eine Konfiguration, in der Verzweigungsschaltungen 307 und 308 zum
Verzweigen der gelesenen Ausgaben aus dem FIFO-Speicher 107 und 108 auf
jeweils zwei IDLE-Codeerfassungsschaltungen 309 und 310 zum
Erfassen von IDLE-Signalen aus den gelesenen Ausgaben, IDLE-Codeerzeugungsschaltungen 313 und 314 zum
Erzeugen von IDLE2-Signalen, Selektoren 315 und 316 jeweils
zum Auswählen
und Ausgeben eines der zwei Eingangssignale und Steuerschaltungen 311 und 312 zum Schalten
der Auswahloperation der Selektoren 315 und 316 [hinzugefügt sind].
-
Sendeteil 100T (6)
-
Das
Eingangs-GbE-Signal 1 wird von der GbE-Empfangsschaltung 101 in
einen NRZ-(Non Return to Zero)-Code mit 10 parallelen Bits umgewandelt.
Dieses Signal wird durch die Verzweigungsschaltung 301 in
zwei verzweigt, von denen eines in den FIFO-Speicher 105 geschrieben
wird und das andere in die IDLE-Codeerfassungsschaltung 303 eingegeben
wird. Die IDLE-Codeerfassungsschaltung 303 gibt ein IDLE-Codeerfassungssignal
IDL aus, wenn das Eingangssignal das IDLE2- Signal ist. Das IDLE-Codeerfassungssignal
IDL wird in die Steuerschaltung 305 eingegeben. Wenn das
Doppelte der Bitrate des GbE-Signals höher als die Bitrate der Nutzlast
des OTU1-Signals ist, sammeln sich noch zu lesende Daten in den
FIFO-Speichern 105 und 106, da die Bitrate der
Daten, die in die FIFO-Speicher 105 und 106 geschrieben
werden, höher
ist als die Bitrate der Daten, die daraus ausgelesen und gelöscht werden.
Die Steuerschaltung 305 erhält Speicherbelegungsrateninformation
von dem FIFO-Speicher 105, und wenn die Speicherbelegungsrate über einem
vorgegebenen oberen Grenzwert ist und anhand des IDLE-Codeerfassungssignals
IDL festgestellt wird, dass das in den FIFO-Speicher 105 zu
schreibende Signal IDLE2 ist, sendet die Steuerschaltung ein Schreibstoppsteuersignal
an den FIFO-Speicher 105, um das Schreiben von Signalen
darin zu stoppen. Folglich werden IDLE2-Codes der Zwischenrahmenlücken der
empfangenen GbE-Signale 1 und 2 verworfen, während der FIFO-Speicher zu
schreiben aufhört.
Wenn in der IDLE-Codeerfassungsschaltung 303 festgestellt
wird, dass das als Nächstes
in den FIFO-Speicher 105 zu schreibende Signal ein anderes
als das IDLE2-Signal ist oder wenn die Belegungsrate des FIFO-Speichers 105 unter
einen vorgegebenen unteren Grenzwert geht, steuert die Steuerschaltung 305 den FIFO-Speicher 105,
um sofort zu schreiben zu beginnen. Das GbE-Signal 2 wird in der
gleichen Weise wie das GbE-Signal 1 verarbeitet.
-
Empfangsteil 100R (7)
-
Das
optische OTU1-Signal wird von der optischen Empfangsschaltung 116 empfangen,
und das von der OTU-Rahmenterminierschaltung 112 regenerierte
multiplexierte GbE-Signal wird durch die Demultiplexierschaltung 110 in
zwei Kanäle
von GbE-Signalen demultiplexiert, die in die FIFO-Speicher 107 und 108 geschrieben
werden. Das aus dem FIFO-Speicher 107 gelesene GbE-Signal
wird von der Verzweigungsschaltung 307 in zwei verzweigt, von
denen eines in den Selektor 315 und das andere in die IDLE-Codeerfassungsschaltung 309 eingegeben
wird. Die IDLE-Codeerfassungsschaltung 309 gibt das IDLE-Codeerfassungssignal
IDL aus, wenn das Eingangssignal das IDLE2-Signal ist. Das IDLE-Codeerfassungssignal
IDL wird in die Steuerschaltung 311 eingegeben.
-
Wenn
das Doppelte der Bitrate des GbE-Signals höher als die Bitrate der Nutzlast
des OTU1-Signals
ist, übersteigt
die Datenleserate der FIFO-Speicher 107 und 108 deren
Schreibrate, was zu einer Periode der Datenerschöpfung in den FIFO-Speichern 107 und 108 führt. Um
dies zu vermeiden, erhält
die Steuerschaltung 311 eine Speicherbelegungsrateninformation
MOC von dem FIFO-Speicher 107,
und wenn die Speicherbelegungsrate niedriger als ein vorgegebener
unterer Grenzwert ist und anhand des IDLE-Codeerfassungssignals
festgestellt wird, dass das aus dem FIFO-Speicher 107 gelesene Signal
IDLE2 ist, sendet die Steuerschaltung ein Lesestoppsteuersignal an
den FIFO-Speicher 107, um das Signalauslesen zu stoppen.
-
Ferner
sendet die Steuerschaltung 311 ein CH-Auswahlsignal an
den Selektor 315, um ihn anzusteuern, seine Eingangsauswahl
vom Ausgangssignal der Verzweigungsschaltung 307 auf das
von der IDLE-Codeerzeugungsschaltung 313 erzeugte IDLE2-Signal
umzuschalten. Wenn der Empfang in diesem Zustand weitergeht, nimmt
die Belegungsrate des FIFO-Speichers 107 zu, und wenn aus
der Speicherbelegungsrateninformation MOC erfasst wird, dass der
Ausnutzungsfaktor einen vorgegebenen oberen Grenzwert überschreitet,
steuert die Steuerschaltung 311 den FIFO-Speicher 107,
um das Auslesen daraus zu beginnen, und schaltet den Selektor 315,
um die Ausgabe aus der Verzweigungsschaltung 307 zu wählen. Das
gleiche gilt für das
in den FIFO-Speicher 108 geschriebene Signal.
-
Mit
dem oben beschriebenen Verfahren ist es auch dann, wenn die Übertragungsrate
des GbE-Signals
höher als
die Hälfte
der OTU1-Nutzlastrate ist, möglich,
die Übertragungsrate
ohne Ausfall von Nutzlastdaten anzupassen, indem IDLE2 in der Zwischenrahmenlücke im Sendeteil 100T verworfen
und IDLE2 in der Zwischenrahmenlücke
im Empfangsteil 100R eingefügt wird. Wenn die Belegungsrate
des MOC-Rahmens auf dem GbE-Signal hoch ist, das heißt, wenn
die Zwischenrahmenlücke kurz
und die Rate des IDLE2-Signals zum GbE niedrig ist, besteht eine
Gefahr, dass der MAC-Rahmen verworfen wird, doch stellt dies in
der Praxis kein ernstliches Problem dar, da in einem gewöhnlichen Nutzungszustand
die Rate des über
GbE übertragenen
MAC-Rahmens einige zehn Prozent relativ zum GbE-Signal ist.
-
Um
die Differenz zwischen Lese- und Schreibraten der FIFO-Speicher
aufzufangen, wenn freier Platz in den FIFO-Speichern 105 und 106 klein
wird (das heißt,
gleich einem vorgegebenen Wert wird), erfasst das Sendeteil 100T das
IDLE2-Signal aus dem GbE-Signal und sperrt ein Schreiben des IDLE2-Signals
in jeden der FIFO-Speicher 105 und 106; wenn hingegen
im Empfangsteil 100R aufgrund der Decodierung des GbE-Signals
Mangel an Datenwörtern
herrscht, stehen Mittel zur Verfügung,
durch die die IDLE2-Codes von den IDLE-Codeerzeugungsschaltungen 313, 314 entsprechend
den gespeicherten Kapazitäten
der FIFO-Speicher in die GbE-Sendeschaltungen 103, 104 eingegeben
werden – dies
macht es möglich,
mit einem Überschuss oder
Mangel an Daten umzugehen, auch wenn die Bitrate des multiplexierten
GbE-Signals nicht mit der Bitrate der OTU-Nutzlast übereinstimmt.
-
Vierte Ausgestaltung
-
8 zeigt
eine abgewandelte Form des Empfangsteiles 100R von 7 in
der oben beschriebenen dritten Ausgestaltung. Die dargestellte Konfiguration
unterscheidet sich von der Ausgestaltung der 7 in der
Verwendung von IFG-Erfassungsschaltungen 309a und 310a anstelle
der IDLE-Codeerfassungsschaltungen 309 und 310,
von Steuerschaltungen 311a und 312a anstelle der
Steuerschaltungen 311 und 312 und eines FIFO-Speichers 317 zwischen
den Verzweigungsschaltungen 307 und dem Selektor 315 und
eines FIFO-Speichers 318 zwischen der Verzweigungsschaltung 308 und dem
Selektor 316. Die IFG-Erfassungsschaltungen 309a führen die
Musterkollation des von der Verzweigungsschaltung 307 darin
eingegebenen GbE-Signals aus und bei Erfassung des End_of_Packet-Codes
/T/ und des Carrier_Extension-Codes /R/ oder von zwei Carrier_Extension-Codes
/R/R/, hinzugefügt
an das Ende des MAC-Rahmens, entscheidet die IFG-Erfassungsschaltung, dass die Zwischenrahmenlücke beginnt,
setzt dann ein Zwischenrahmenlückenerfassungssignal
IFG auf "1" und liefert es an
die Steuerschaltung 311a, und beginnt gleichzeitig, die
Lange der Zwischenrahmenlücke
zu zählen
und liefert den Zählwert
an die Steuerschaltung 311a. Die Zählung wird zum Beispiel in 20-Bit-Worteinheiten
vorgenommen und nach Erreichen eines Maximums von 6 auf Null zurückgesetzt. Andererseits
wird das Erfassungssignal IFG beim Start des nächsten zu erfassenden Rahmens
auf "0" gesetzt. Wenn also
die Belegungsrate MOC des FIFO-Speichers 107 während der "1"-Periode des Erfassungssignals IFG niedriger
als ein vorgegebener Wert wird, sperrt die Steuerschaltung 311a das
Lesen der FIFO-Speicher 107 und 317 und das Schreiben
des FIFO-Speichers 317 und steuert den Selektor 315,
den von der IDLE-Codeerzeugungsschaltung 313 gelieferten
IDLE2-Code auszugeben. Wenn die Belegungsrate den vorgegebenen Wert überschreitet,
gibt die Steuerschaltung die FIFO-Speicher zum Schreiben frei und
schaltet den Selektor 315 auf die Ausgangsseite des FIFO-Speichers 107.
-
In
dem Fall, wo der Zählwert,
der geliefert wird, wenn die Folge von IDLE2-Codes auf einen anderen
Code wechselt, das heißt,
wenn das IFG-Signal auf "0" geht, kleiner als
6 (das heißt
12 Oktetts) ist, das heißt,
wenn die Zwischenrahmenlücke
kleiner als 12 Oktetts (120 Bits) ist, sperrt die Steuerschaltung 311a das
Lesen des FIFO-Speichers 317 und steuert den Selektor 315,
um den von der IDLE-Codeerzeugungsschaltung 313 zugeführten Code
IDLE2 in das GbE-Signal einzufügen.
In dieser Zeit werden GbE-Signale im FIFO-Speicher 317 gesammelt.
Die IFG-Erfassungsschaltung 309a zählt weiterhin die Zahl von
Auslesecodes des FIFO-Speichers 107 und setzt die Zählung auf "0" zurück,
wenn der Zählwert
6 erreicht. Beim Zurücksetzen
des Zählwertes
nimmt die Steuerschaltung 311a das Auslesen des FIFO-Speichers 317 wieder
auf und schaltet den Eingang des Selektors 315 auf die
Seite des FIFO-Speichers 317. Der Teil auf Seiten der FIFO-Speicher 108 und 318 arbeitet
in derselben Weise wie oben beschrieben.
-
Die
IEEE-Empfehlung 802.3z spezifiziert, dass die Zwischenrahmenlücke gleich
oder länger als
12 Oktetts sein soll, doch da bei der Ausgestaltung der 7 nicht
immer sichergestellt ist, dass der Mindestwert (120 Bits) der Zwischenrahmenlücke erreicht
wird, kann Signalübertragung
nach den Spezifikationen von GbE-Geräten, mit denen der multiplexierende
Repeater verbunden ist, manchmal unmöglich sein. Mit der Konfiguration
der 8 kann die Zwischenrahmenlückenlänge gleich oder größer als ein
vorgegebener Mindestwert gehalten werden.
-
Daher
ist die Ausgestaltung der 8 frei von
dem Problem, das aus dessen Verbindung mit anderen Geräten über die
GbE-Schnittstelle resultiert.
-
Fünfte Ausgestaltung
-
9 zeigt
eine Abwandlung des Sendeteiles 100T von 6 im
multiplexierenden Repeater der dritten Ausgestaltung. In der Ausgestaltung
der 8 ist beschrieben, dass das Empfangsteil 100R den
Code IDLE2 in das GbE-Signal einfügt, wenn die Zwischenrahmenlücke des
GbE-Signals jedes aus dem OTU1-Signal demultiplexierten Kanals kleiner als
120 Bits (12 Oktetts) wird; im Gegensatz hierzu ist jedoch bei der
Ausgestaltung der 9, wenn die Zwischenrahmenlücke des
empfangenen GbE-Signals in dem Sendeteil 100T 120 Bits überschreitet und
die Belegungsrate des FIFO-Speichers
einen vorgegebenen Wert überschreitet,
das Schreiben von IDLE2 in den FIFO-Speicher gesperrt.
-
Diese
Ausgestaltung unterscheidet sich von der dritten Ausgestaltung der 6 in
der Verwendung von Zwischenrahmenlückenerfassungsschaltungen 303a und 304a anstelle
der IDLE-Codeerfassungsschaltungen 303 und 304.
-
Die
IFG-Erfassungsschaltungen 303a und 304a enthalten
jeweils einen Zähler,
der zu Beginn der Zwischenrahmenlücke beginnt, die Anzahl von IDLE2-Codes
zu zählen
und bei Erfassung eines von IDLE2 verschiedenen Codes auf Null zurückgesetzt wird.
Wenn der Zählwert
6 erreicht (das heißt
20 Oktetts × 6
= 120 Bits), hört
die IFG-Erfassungsschaltung zu zählen
auf und setzt gleichzeitig das IFG-Erfassungssignal auf "1" und gibt es aus. In dem Fall, wenn
die Belegungsrate MOC des FIFO-Speichers 105 einen
vorgegebenen Wert überschreitet,
wenn das IFG-Erfassungssignal IFG im "1"-Zustand ist, liefert
die Steuerschaltung 305 an den FIFO-Speicher 105 ein
Steuersignal INH, das ein Schreiben in den FIFO-Speicher 105 sperrt,
um das Schreiben von IDLE2 darin zu sperren. Bei Beendigung der
Zwischenrahmenlücke
setzt die IFG-Erfassungsschaltung 303a den Zähler auf
Null und das IFG-Erfassungssignal IFG auf "0",
da der Code am Anfang des nächsten
Rahmens nicht der IDLE2-Code ist. Dadurch wird die Schreibsperrung
des FIFO-Speichers 105 gelöscht.
-
Die
IFG-Erfassungsschaltung 304a arbeitet entsprechend. Mit
der oben beschriebenen Funktion der IDLE-Codeerfassungsschaltung
ist es möglich, die
Zwischenrahmenlücke
länger
als die spezifizierten 12 Oktetts zu machen, was die Abfangung der
Bitratendifferenz zwischen dem GbE-Signal und der Nutzlast des OTU-Signals
ohne Verlassen der GbE-Spezifikation ermöglicht.
-
Sechste Ausgestaltung
-
10 und 11 zeigen
den Sendeteil 100T und den Empfangsteil 100R einer
sechsten Ausgestaltung des multiplexierenden Repeaters gemäß der vorliegenden
Erfindung.
-
Bei
dem Sendeteil 100T der 10 ist
die logisch invertierende Schaltung der Ausgestaltung von 3 zur
Ausgestaltung der 9 hinzugefügt, und bei dem Empfangsteil 100R von 11 ist
die Kanalauswahlschaltung 202 (5) der Ausgestaltung von 4 zur
Ausgestaltung von 7 hinzugefügt.
-
Die
zuvor mit Bezug auf 5 beschriebene logische Entscheidung
in den logischen Entscheidungsschaltungen 205 und 206 erfolgt
durch die Musterkollation von IDLE2, und daher kann die logische
Entscheidung nicht getroffen werden, wenn das IDLE2-Signal nicht
vorhanden ist; da aber die Funktionen der IFG-Erfassungsschaltungen 303a und 304a in
dem Sendeteil 100T von 10 gewährleisten, dass
das in die Kanalauswahlschaltung 202 im Empfangsteil 100R von 11 einzugebende
Signal den Code IDLE2 enthält,
kann die obige logische Entscheidung erfolgen.
-
WIRKUNG DER ERFINDUNG
-
Wie
oben beschrieben, ist es durch Verwendung des optischen multiplexierenden
Repeaters nach der vorliegenden Erfindung, der die Multiplexierung
von GbE-Signalen zweier Kanäle
und das Abbilden des multiplexierten Signals auf die Nutzlast des OTU-Signals
erlaubt, möglich,
Verbindungen zwischen LANs über
ein verwaltbares aber preiswertes Netzwerk herzustellen.