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Die
Erfindung bezieht sich auf eine zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Um
zu verhindern, dass eine typische zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie
im Fall von Überladung
explodiert, ist sie mit einer Sicherheitsentlüftung versehen, die sich verformt,
wenn der Innendruck infolge von Überladung
steigt, sowie mit einer Schaltplatte, die den Strom unterbricht,
wenn sich die Sicherheitsentlüftung
verformt. Die Sicherheitsentlüftung
und die Schaltplatte werden auch als Ganzes als CIDs (Stromunterbrechungsvorrichtungen) bezeichnet
und bilden die Kappenanordnung. Der Betrieb der Sicherheitsentlüftung und
der Schaltplatte einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie wird
nun detaillierter beschrieben.
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Wenn
eine zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie überladen wird, verdunstet der
Elektrolyt ungefähr
von dem oberen Bereich der Elektrodenanordnung, und der Widerstand
beginnt sich zu erhöhen.
Zusätzlich
fällt Lithium
aus, und ungefähr
von dem mittleren Bereich der Elektrodenanordnung aus beginnt Verformung
aufzutreten. Die Widerstandserhöhung
in dem oberen Bereich der Elektrodenanordnung verursacht lokale
Erhitzung und erhöht
plötzlich die
Batterietemperatur.
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In
diesem Zustand erhöht
die Wirkung von Cyclohexylbenzol (CHB) und Diphenyl (BP) (Elektrolytzusatz),
die sich im Allgemeinen im Fall von Überladen zersetzen und Gas
erzeugen, schnell den Innendruck. Derartiger Innendruck drückt die
Sicherheitsentlüftung,
die eine der Komponenten der Kappenanordnung ist, nach außen (d.h.
verformt sie nach außen).
Infolgedessen wird die darauf angeordnete Schaltplatte gebrochen
und unterbricht den Strom. Insbesondere wird das auf der Schaltplatte ausgebildete
Drahtmuster abgetrennt, und es fließt kein Strom mehr. Solch eine
Stromunterbrechung beendet den Überladungszustand
und verhindert, dass die Batterie sich aufheizt, ausläuft, raucht,
explodiert oder Feuer fängt.
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Wenn
der Innendruck der Batterie aufgrund von Überladung über ein kritisches Niveau hinaus steigt,
wird die Sicherheitsentlüftung
selbst abgerissen und entleert internes Gas nach außen.
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Indessen
existiert innerhalb der Batterie im Allgemeinen ein Hohlraumvolumen
oder totes Volumen. Insbesondere kann der leere Raum zwischen der
Elektrodenanordnung und der Kappenanordnung oder der innerhalb des
Mittelstifts als ein Hohlraumvolumen bezeichnet werden. Solch ein
Hohlraumvolumen wird als einer der Gründe dafür betrachtet, dass der Zeitpunkt
der Verformung oder des Bruchs der Sicherheitsentlüftung verzögert wird.
Mit anderen Worten wird das Hohlraumvolumen als den Stromunterbrechungszeitpunkt
verzögernd
und die Stabilität der
Batterie verringernd betrachtet.
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Es
ist aus dem Stand der Technik bekannt, dass, wenn zum Beispiel bei
einem Druck von ungefähr
5–11 kp/cm2 sich die Sicherheitsentlüftung innerhalb
der Batterie verformt (oder die Schaltplatte bricht) und das Hohlraumvolumen
ungefähr
2 ml beträgt,
die Menge an für
die Verformung der Sicherheitsentlüftung benötigtem Gas ungefähr 10–22 ml beträgt, obwohl
es in Abhängigkeit
des Typs der Batterie einige Schwankungen geben kann. Jedoch wird,
selbst wenn sich Cyclohexylbenzol (CHB) vollständig zersetzt, welches in dem
Elektrolyten berechnungsbasiert in einem Verhältnis von 0,7% enthalten ist,
Gas von ungefähr
4,116 ml erzeugt, und selbst wenn sich 0,3% Diphenyl (BP) vollständig zersetzen, wird
Gas von ungefähr
1,833 ml erzeugt. Außerdem werden
1,5 ml Gas zusätzlich
in dem Gasabscheidungsprozess erzeugt. Die Gesamtsumme an Gas aus
drei verschiedenen Quellen beträgt
jedoch nicht mehr als ungefähr
7,449 ml und bringt eine Kraft von ungefähr 3,75 kgp/cm2 auf
die Sicherheitsentlüftung auf.
Zusammenfassend kann, obwohl ein Druck von ungefähr 5–11 kgp/cm2 notwendig
ist, um im Fall von Überladung
die Sicherheitsentlüftung
zu verformen oder die Schaltplatte zu brechen, das Hohlraumvolumen
tatsächlich
nur ungefähr
3,75 kgp/cm2 bereitstellen. Infolgedessen
wird die Sicherheitsentlüftung nicht
ausgelöst,
oder die Auslösung
wird verzögert. Das
bedeutet, dass der Stromunterbrechungszeitpunkt im Fall von Überladung
verzögert
wird. Das daraus resultierende Problem ist, dass die Überladung
weiter fortschreitet, solange Zeit verzögert wird, die Batterietemperatur
weiter steigt und es sehr wahrscheinlich ist, dass die Batterie
explodiert oder Feuer fängt.
Obwohl die Menge an im Fall von Überladung
erzeugtem Gas durch Erhöhung
der Menge an Cyclohexylbenzol (CHB) oder Diphenyl (BP), welches
ein Zusatz zu dem Elektrolyten ist, größer werden kann, gibt es einen
Kompromiss zwischen Verringerung an Kapazität, Lebensdauer und Qualität der Batterie.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung ist eine zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie
bereitgestellt, die eine Elektrodenanordnung enthält; einen
innerhalb der Elektrodenanordnung angeordneten Mittelstift, wobei
der Mittelstift obere und untere Enden hat, die geschlossen sind;
einen Becher, der die Elektrodenanordnung und den Mittelstift beinhaltet;
sowie eine oben an den Becher angeschlossene Kappenanordnung, wobei
der Mittelstift ein Gehäuse,
das sich mit offenem oberem und unterem Ende über eine vorbestimmte Länge erstreckt,
sowie mindestens ein Verschlussglied, das dazu ausgelegt ist, die
oberen und unteren Enden des Gehäuses
zu schließen
und bei einer vorbestimmten Temperatur zu schmelzen oder zu brechen,
umfasst; und wobei der Mittelstift ein Vergasungsglied aufweist,
das innerhalb des Gehäuses
angeordnet ist, wobei das Vergasungsglied dazu ausgelegt ist, sich
bei einer vorbestimmten oder höheren
Spannung zu zersetzen und Gas zu erzeugen. Der Becher weist vorzugsweise
ein Hohlraumvolumen oder totes Volumen auf, das darin nur in einem
Bereich zwischen der Elektrodenanordnung, dem Mittelstift und der
Kappenanordnung ausgebildet ist.
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Das
Gehäuse
kann irgendein aus einer aus Stahl, rostfreiem Stahl und Aluminium
bestehenden Gruppe ausgewähltes
Material beinhalten. Das mindestens eine Verschlussglied kann auch
dazu ausgelegt sein, bei einer Temperatur von 80–120°C zu schmelzen oder zu brechen.
In einer Ausführung weist
das Gehäuse
auf seinen oberen beziehungsweise unteren Enden Verjüngungen
auf.
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Das
mindestens eine Verschlussglied kann ein hochmolekulares Harz sein;
mindestens ein aus einer aus Polyethylen, Epoxid, Acetal und Indium
bestehenden Gruppe ausgewähltes
Material; oder kann eine Stärke
von 1–200 μm aufweisen.
Vorzugsweise weist das mindestens eine Verschlussglied eine Stärke von
25–75 μm auf. Das
mindestens eine Verschlussglied kann ein das gesamte Gehäuse einschließlich seiner
oberen und unteren Enden umschließender Film in Form einer Ummantelung
um das Gehäuse
sein. Das mindestens eine Verschlussglied kann auch ein an das Gehäuse angeschlossenes
Kopplungsteil, ein von dem Kopplungsteil um eine vorbestimmte Länge nach
außen
herausragendes Verjüngungsteil
sowie einen Film beinhalten, der eine Öffnung zu dem Gehäuse weitgehend
blockiert, wobei der Film zwischen dem Kopplungsteil und dem Verjüngungsteil
ausgebildet ist.
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Der
Mittelstift kann von einem in einer Längsrichtung des Gehäuses ausgebildeten
Schlitz durchdrungen sein oder kann mindestens ein auf dem Gehäuse ausgebildetes
Durchgangsloch aufweisen.
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Das
mindestens eine Verschlussglied kann eine Kappe sein, die die oberen
und unteren Enden des Gehäuses
bedeckt..
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Das
Vergasungsglied kann sich bei einer Spannung von 4–4,5 V oder
mehr zersetzen und gasförmig
werden und kann mindestens ein aus einer aus Cyclohexylbenzol (CHB)
und Diphenyl (BP) bestehenden Gruppe ausgewähltes Material beinhalten.
Vorzugsweise weist der Mittelstift ein nicht brennbares, innerhalb
des Gehäuses
ausgebildetes Glied auf. Das nicht brennbare Glied kann mindestens
ein aus einer aus einem Material auf Magnesiumhydroxid-Basis, einem
Material auf Aluminiumhydroxid-Basis, einem Material auf Halogen-Basis,
einem Material auf Antimontrioxid-Basis, einem Material auf Melanin-Basis
und einem Material auf Phosphat-Basis bestehenden Gruppe ausgewähltes Material
umfassen.
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Die
Kappenanordnung kann eine oben auf dem Mittelstift angeordnete Sicherheitsentlüftung und
eine oben auf der Sicherheitsentlüftung angeordnete Schaltplatte
beinhalten und kann innerhalb von 2–10 Minuten ausgelöst werden,
wenn die Ladespannung 4–4,5
V oder mehr beträgt,
um den Strom der Schaltplatte zu unterbrechen. Vorzugsweise ist die
Batterie dazu ausgelegt, eine Oberflächentemperatur von 30–60°C beizubehalten,
wenn die Ladespannung 4–4,5
V oder mehr beträgt,
und lädt
nicht weiter.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
obigen und weitere Merkmale und Aspekte der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung
mit den beiliegenden Zeichnungen ersichtlicher:
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1A ist
eine Perspektivansicht, die eine zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß einer
Ausführung
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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1B ist
eine Schnittansicht, die eine zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß einer Ausführung der
vorliegenden Erfindung zeigt;
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1C ist
eine perspektivische Explosionsdarstellung, die eine zylindrische
Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß einer
Ausführung
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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1D ist
eine Perspektivansicht, die einen funktionalen Mittelstift vergrößert;
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1E ist
eine Schnittansicht, die einen funktionalen Mittelstift vergrößert;
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2A ist
eine Perspektivansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden
Erfindung vergrößert;
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2B ist
eine Schnittansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden Erfindung
vergrößert;
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3A ist
eine Perspektivansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden
Erfindung vergrößert;
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3B ist
eine Schnittansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden Erfindung
vergrößert;
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4A ist
eine Perspektivansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden
Erfindung vergrößert;
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4B ist
eine Schnittansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden Erfindung
vergrößert;
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5A ist
eine Perspektivansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden
Erfindung vergrößert;
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5B ist
eine Schnittansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden Erfindung
vergrößert;
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6A ist
eine Perspektivansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden
Erfindung vergrößert;
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6B ist
eine Schnittansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden Erfindung
vergrößert;
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7A ist
eine Perspektivansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden
Erfindung vergrößert;
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7B ist
eine Schnittansicht, die einen weiteren funktionalen Mittelstift
einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie gemäß der vorliegenden Erfindung
vergrößert;
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8A ist
eine schematische Ansicht, die eine zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie
mit einem funktionalen Mittelstift gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigt, wobei die Sicherheitsentlüftung aufgrund
von Verringerung des Hohlraumvolumens durch den Mittelstift bei
einem niedrigen Druck betrieben wird;
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8B ist
eine schematische Ansicht, die schnelles Auslösen einer Sicherheitsentlüftung aufgrund
von Schmelzen oder Brechen eines auf einem Mittelstift ausgebildeten
Verschlussgliedes zeigt; und
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9 ist
ein Graph, der die Beziehung zwischen Spannung/Stromstärke, Stromunterbrechungszeitpunkt
und Oberflächentemperatur
der Batterie im Fall von Überladung
zum Vergleich zwischen einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie
mit einem funktionalen Mittelstift gemäß der vorliegenden Erfindung
und einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie mit einem Mittelstift
gemäß dem Stand
der Technik zeigt.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Nachstehend
werden verschiedene Ausführungen
der vorliegenden Erfindung unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen
beschrieben. In den folgenden Beschreibungen und Zeichnungen werden dieselben
Bezugszahlen verwendet, um dieselben oder ähnliche Komponenten zu bezeichnen,
und so wird die Wiederholung der Beschreibung derselben oder ähnlicher
Komponenten ausgelassen.
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Unter
Bezug auf 1A, 1B und 1C ist
eine Perspektivansicht, eine Schnittansicht beziehungsweise eine
perspektivische Explosionsdarstellung illustriert, die jeweils eine
zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß einer
Ausführung
der vorliegenden Erfindung zeigen. Unter Bezug auf 1D und 1E ist
eine Perspektivansicht beziehungsweise eine Schnittansicht illustriert,
die jeweils einen funktionalen Mittelstift vergrößern.
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Wie
in 1A, 1B und 1C gezeigt beinhaltet
eine zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie 100 gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Elektrodenanordnung 110, einen mit der Elektrodenanordnung 110 verbundenen
Mittelstift 120 mit geschlossenen oberen und unteren Enden,
einen Becher 130 zum Enthalten der Elektrodenanordnung 110 und
des Mittelstifts 120 sowie eine Kappenanordnung 140 zum
Bedecken der Oberseite des Bechers 130.
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Die
Elektrodenanordnung 110 beinhaltet eine mit einem negativen
aktiven Elektrodenmaterial (zum Beispiel Graphit, Kohlenstoff etc.)
beschichtete negative Elektrodenplatte 111, eine mit einem
positiven aktiven Elektrodenmaterial (zum Beispiel einem Übergangsmetalloxid
einschließlich
LiCoO2, LINiO2 und
LiMn2O4) beschichtete
positive Elektrodenplatte 112 sowie einen zwischen den
negativen und positiven Elektrodenplatten 111 und 112 angeordneten
Separator 113, um Kurzschlüsse zu vermeiden und nur Lithiumionen
zu erlauben, sich zu bewegen. Die negativen und positiven Elektrodeplatten 111 und 112 und
der Separator 113 sind ungefähr in die Form eines Zylinders
gewickelt und sind in dem Becher 130 enthalten. Die negative
Elektrodenplatte 111 kann aus Kupfer-(Cu-)folie hergestellt
sein, die positive Elektrodenplatte 112 kann aus Aluminium-(Al-)folie hergestellt
sein, und der Separator 113 kann aus Polyethylen (PE) oder
Polypropylen (PP) hergestellt sein, aber das Material ist in der
vorliegenden Erfindung nicht beschränkt. Die negative Elektrodenplatte 111 kann
einen negativen Elektrodenflachstecker 114 angeschweißt haben,
wobei dieser um eine vorbestimmte Länge nach unten hervorragt,
und die positive Elektrodenplatte 112 kann einen positiven
Elektrodenflachstecker 115 angeschweißt haben, wobei dieser um eine
vorbestimmte Länge
nach oben hervorragt, oder umgekehrt. Der negative Elektrodenflachstecker 114 kann
aus Nickel-(Ni-)material
hergestellt sein, und der positive Elektrodenflachstecker 115 kann
aus Aluminium-(Al-)material hergestellt sein, aber das Material
ist hierin nicht beschränkt.
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Der
Mittelstift 120 ist ungefähr mit der Mitte der Elektrodenanordnung 110 verbunden,
um sie daran zu hindern, sich während
des Ladens/Entladens der Batterie zu verformen. Die oberen und unteren Enden
des Mittelstifts 120 sind geschlossen, um das Hohlraumvolumen
(oder tote Volumen) innerhalb des Bechers 130 zu minimieren.
Die Struktur und der Betrieb des Mittelstifts 120 werden
später
detaillierter beschrieben. Der Becher 130 hat ungefähr die Form eines
Zylinders. Insbesondere weist der Becher 130 eine zylindrische
Oberfläche 130 mit
einem vorbestimmten Durchmesser und eine auf dem unteren Teil der
zylindrischen Oberfläche 131 ungefähr in der Form
einer Scheibe ausgebildete untere Oberfläche 132 auf. Die Oberseite
des Bechers 130 ist offen, so dass die Elektrodenanordnung 110 und
der Mittelstift 120 direkt nach unten in den Becher 130 durch
dessen oberes Ende eingeführt
werden können.
Der negative Elektrodenflachstecker 114 der Elektrodenanordnung 110 kann
an die untere Oberfläche 132 des zylindrischen
Bechers 130 angeschweißt
sein. In diesem Fall wirkt der zylindrische Becher 130 als
die negative Elektrode. Wahlweise kann der positive Elektrodenflachstecker 115 an
die untere Oberfläche 132 des
zylindrischen Bechers 130 angeschweißt sein, welche dann als die
positive Elektrode wirkt. Untere und obere Isolationsplatten 116 und 117 sind
auf den unteren beziehungsweise oberen Oberflächen der Elektrodenanordnung 110 angeordnet,
um jeglichen unnötigen
Kurzschluss zwischen der Elektrodenanordnung 110 und dem
zylindrischen Becher 130 zu vermeiden. Der zylindrische
Becher 130 kann aus Stahl, rostfreiem Stahl, Aluminium
oder einem Äquivalent
derselben hergestellt sein, aber das Material ist hierin nicht beschränkt.
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Die
Kappenanordnung 140 kann eine ungefähr ringförmige, mit dem oberen Bereich
des zylindrischen Bechers 130, insbesondere mit dem oberen Bereich
der Elektrodenanordnung 110 und des Mittelstifts 120 verbundene
Isolierdichtung 141 sowie eine leitende, mit der Isolierdichtung 141 verbundene Sicherheitsentlüftung 142 beinhalten.
Der positive Elektrodenflachstecker 115 kann mit der Sicherheitsentlüftung 142 verbunden
sein. Wahlweise kann der negative Elektrodenflachstecker 114 mit
der Sicherheitsentlüftung 142 verbunden
sein. Wie weithin aus dem Stand der Technik bekannt, verformt sich
oder bricht die Sicherheitsentlüftung 142,
wenn der Innendruck des Bechers 130 steigt, und bricht
die Schaltplatte 143 (später beschrieben) oder entleert
Gas nach außen.
Eine Schaltplatte 143 ist oben auf Sicherheitsentlüftung 142 angeordnet
und wird beschädigt
oder gebrochen, wenn sich die Sicherheitsentlüftung 142 verformt,
um den Strom zu unterbrechen. Eine Kaltleiter-(PTC-)Vorrichtung 144 ist
oben auf der Schaltplatte 143 angeordnet und unterbricht den
Strom im Fall von überhöhtem Strom.
Eine leitende positive (oder negative) Elektrodenkappe 145 ist
oben auf der PTC-Vorrichtung 144 angeordnet, um eine positive
Elektrodenspannung (oder negative Elektrodenspannung) nach außen bereitzustellen, und
ist zur einfachen Gasentleerung mit einer Reihe von Durchgangslöchern 145a ausgestattet.
Die Sicherheitsentlüftung 142,
die Schaltplatte 143, die PTC-Vorrichtung 144 und
die positive Elektrodenkappe 145 sind innerhalb der Isolierungsdichtung 141 angeordnet,
um zu verhindern, dass sie direkt mit dem zylindrischen Becher 130 kurzgeschlossen
werden. Die Schaltplatte 143 weist ein Drahtmuster 143a auf
ihrer Oberfläche
auf, welches auf natürliche
Weise abgetrennt wird, wenn die Schaltplatte 143 beschädigt oder
gebrochen wird.
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Der
zylindrische Becher 130 weist einen Rippenteil 133 auf,
der auf dem unteren Teil der Kappenanordnung 140 angeordnet
ist, wobei er nach innen vertieft ist, und einen Umschlagteil 134,
der auf dem oberen Teil der Kappenanordnung 140 angeordnet ist,
wobei er nach innen gebogen ist, um zu verhindern, dass die Kappenanordnung 140 nach
außen tritt.
Die Rippen- und Umschlagteile 133 und 134 fixieren
die Kappenanordnung 140 fest an dem zylindrischen Becher 130 und
unterstützen
sie und verhindern, dass der Elektrolyt (später beschrieben) ausläuft.
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Der
zylindrische Becher 130 weist einen darin injizierten Elektrolyten
(nicht gezeigt) auf, um Lithiumionen, die durch elektrochemische
Reaktionen von den negativen und positiven Elektrodenplatten 111 und 112 innerhalb
der Batterie während
des Ladens/Entladens erzeugt werden, zu ermöglichen, sich zu bewegen. Der
Elektrolyt kann ein nichtwässriger
organischer Elektrolyt sein, welcher eine Mischung aus Lithiumsalz
und einem hochreinen organischen Lösungsmittel ist. Zusätzlich kann
der Elektrolyt ein Polymer sein, der ein hochmolekulares Harz verwendet,
aber die Art von Elektrolyt ist hierin nicht beschränkt.
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Wie
in 1D und 1E gezeigt
beinhaltet ein funktionaler Mittelstift 120 gemäß einer
Ausführung
der vorliegenden Erfindung ein Gehäuse 121 mit einer
vorbestimmten Länge
und ein Verschlussglied 123 zum Schließen der oberen und unteren
Enden des Gehäuses 121.
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Das
Gehäuse 121 kann
ungefähr
die Form eines runden Rohrs mit einer vorbestimmten Länge mit
offenen oberen und unteren Enden aufweisen. Anstatt eines runden
Rohrs kann das Gehäuse 121 die
Form eines dreieckigen Rohrs, eines quadratischen Rohrs, eines polygonalen
Rohrs oder eines elliptischen Rohrs aufweisen, aber die Form des
Gehäuses 121 ist
hierin nicht beschränkt.
Die Länge
des Gehäuses 121 kann
gleich der, geringfügig
größer als
die oder geringfügig
kleiner als die der Elektrodenanordnung 110 sein, aber
die Länge
ist hierin nicht beschränkt.
Das Gehäuse 121 kann
aus Stahl, rostfreiem Stahl, Aluminium oder einem Äquivalent derselben
hergestellt sein, welches eine genügend große Stärke aufweist, um die Elektrodenanordnung 110 daran
zu hindern, sich zu verformen, aber das Material ist hierin nicht
beschränkt.
Die oberen und unteren Enden des Gehäuses 121 verformen
sich mit der größten Wahrscheinlichkeit
und können,
um die Verformung zu minimieren, darauf ausgebildete Abschrägungen beziehungsweise
Verjüngungen 122 aufweisen,
wobei der Durchmesser kleiner wird, aber die Form ist hierin nicht
beschränkt.
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Das
Verschlussglied 123 kann ein das gesamte Gehäuse 121 einschließlich seiner
oberen und unteren Enden umschließender Film in Form einer Ummantelung
um das Gehäuse 121 sein.
Das Verschlussglied 123 kann aus einem Material hergestellt sein,
das bei einer vorbestimmten Temperatur schmilzt oder bricht. Insbesondere
schmilzt oder bricht das Verschlussglied 123, wenn die
Innentemperatur der Batterie ungefähr 80–120°C beträgt (in diesem Fall beträgt die Oberflächentemperatur
der Batterie ungefähr
30–60°C), so dass
die oberen und unteren Enden des den Mittelstift 120 bildenden
Gehäuses 121 offen
sind. Die oberen und unteren Enden des Mittelstifts 120 bleiben
in der ersten Phase der Überladung
geschlossen, so dass das Hohlraumvolumen wesentlich reduziert wird
und die Sicherheitsentlüftung 142 schnell
ausgelöst
wird. Wenn jedoch die Innentemperatur der Batterie 80–120°C erreicht,
ist die Batterie direkt der Gefahr von Aufheizen, Auslaufen, Rauchen,
Explosion und Feuer ausgesetzt, und der geschlossene Mittelstift 120 hat
keine Bedeutung. Mit anderen Worten wirkt der Mittelstift 120 in
diesem Zustand als Gasleitung. Insbesondere kann das durch die Zersetzung
von in dem Elektrolyten enthaltenem Cyclohexylbenzol (CHB) und Diphenyl
(BP) erzeugte Gas im Hinblick auf Stabilität in Bezug darauf, zu verhindern,
dass die Batterie sich aufheizt, ausläuft, raucht, explodiert oder
Feuer fängt,
an der Sicherheitsentlüftung 142 entlang
des Inneren des Gehäuses 121 des
Mittelstifts 120 konzentriert sein.
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Das
Verschlussglied 123 kann aus einem herkömmlichen hochmolekularen Harz
hergestellt sein, aber das Material ist in der vorliegenden Erfindung
nicht beschränkt.
Insbesondere kann das Verschlussglied 123 aus irgendeinem
aus Polyethylen, Epoxid, Acetal, Indium und einem Äquivalent
derselben Ausgewählten
hergestellt sein, aber das Material ist hierin nicht beschränkt. Irgendein
Material kann als das Verschlussglied verwendet werden, solange es
schmilzt oder bricht, wenn die Innentemperatur der Batterie 80–120°C erreicht.
Das Verschlussglied 123 hat in mancher Ausführung eine
Stärke
von 1–200 μm und in
anderen Ausführungen
25–75 μm. Wenn die
Stärke
des Verschlussgliedes 123 weniger als 1 μm beträgt, mag
es bei einer niedrigen Temperatur unerwünscht schmelzen oder brechen,
und wenn die Stärke
mehr als 200 μm
beträgt,
mag es bei einer gewünschten
Temperatur nicht schmelzen oder brechen. Jedoch kann die Stärke in Abhängigkeit
des Materials variieren und ist hierin nicht beschränkt. Die Schmelztemperatur
des Verschlussgliedes 123 kann auf Grund des Typs, der
Kapazität,
der Gestalt, der Größe und der
Form der Batterie verschieden eingestellt sein. Wenn sich die Stabilität auch dann
ernstlich verschlechtert, wenn die Innentemperatur der Batterie
weniger als 80°C
beträgt,
kann das Verschlussglied 123 so ausgelegt werden, dass
es bei unter 80°C
schmilzt oder bricht. Wenn es auch dann geringe Probleme mit der
Stabilität
gibt, wenn die Innentemperatur der Batterie mehr als 120°C beträgt, kann
das Verschlussglied 123 so ausgelegt werden, dass es bei über 120°C schmilzt
oder bricht.
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Ein
Vergasungsglied 124 ist in das Gehäuse 121 eingeführt, um
sich bei einer vorbestimmten oder höheren Spannung zu zersetzen
und Gas zu erzeugen. Üblicherweise
zersetzt sich das Vergasungsglied 124 und erzeugt Gas,
wenn die Batterie überladen
wird, insbesondere, wenn die Batteriespannung 4–4,5 V oder mehr beträgt. Insbesondere
kann das Vergasungsglied 124 aus Cyclohexylbenzol (CHB), Diphenyl
(BP) oder einem Äquivalent
derselben, welches dem Elektrolyten hinzugefügt ist, hergestellt sein, aber
das Material ist in der vorliegenden Erfindung nicht beschränkt. Cyclohexylbenzol
(CHB) und Diphenyl (BP) verkürzen
nachteilig die Batterielebensdauer, wenn sie in dem Elektrolyten
enthalten sind. Jedoch reagiert das Vergasungsglied 124,
das innerhalb des Gehäuses 121 angeordnet
ist, normalerweise nicht mit dem Elektrolyten und kann aus irgendeinem
Material hergestellt sein. Mit anderen Worten kann irgendein Material,
das in der Lage ist, soviel Gas wie möglich zu erzeugen, als das
Vergasungsglied 124 verwendet werden, da die Batterie nicht
mehr verwendet werden kann, wenn die Sicherheitsentlüftung 142 einmal
ausgelöst
ist. Dies bedeutet nicht, dass das Vergasungsglied 124 soviel
Gas erzeugen darf, dass es die Stabilität der Batterie verschlechtert.
In dieser Hinsicht ist diese Ausführung der vorliegenden Erfindung
insofern vorteilhaft, als dem Elektrolyten kein Zusatzstoff, einschließlich dem Cyclohexylbenzol
(CHB) und Diphenyl (BP), hinzugefügt werden muss, da das Cyclohexylbenzol (CHB)
und Diphenyl (BP) in dem Vergasungsglied 124 innerhalb
des Gehäuses 121 des
Mittelstifts 120 enthalten sein können. Dies macht es möglich, die Kapazität und Lebensdauer
der Batterie zu optimieren.
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Zum
Beispiel schmilzt oder bricht das Verschlussglied 123,
wenn die Innentemperatur der Batterie aufgrund von Überladung
der Batterie ungefähr 80–120°C erreicht,
und das Vergasungsglied 124 wird in die Batterie eingeführt. Insbesondere
wird das Vergasungsglied 124 zu dem Elektrolyten außerhalb des
Mittelstifts 120 oder zu der Elektrodenanordnung überführt. Die
Spannung in diesem Zustand beträgt ungefähr 4–4,5 V oder
mehr, was der Überladungsspannung
entspricht, und das Vergasungsglied 124 zersetzt sich schnell
und erzeugt eine große
Menge an Gas. Die große
Menge an Gas verformt oder bricht die Sicherheitsentlüftung 142 schneller
und bricht die Schaltplatte 143, während sie über die positive Elektrodenkappe 145 nach
außen
entleert wird. Zusammenfassend vermeidet das Vergasungsglied 124 Überladung
und verbessert die thermische Stabilität wesentlich. Nachdem das Vergasungsglied 124 vollständig von
dem Mittelstift 120 entfernt wurde, sind die oberen und
unteren Enden des Mittelstifts 120 vollständig offen,
und der Mittelstift 120 kann gänzlich als eine Gasleitung
wirken.
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Ein
nicht brennbares Glied 125 kann in das Gehäuse 121 eingeführt sein.
Das nicht brennbare Glied 125 kann mit dem Vergasungsglied 124 vermischt
sein, um zusammen eingeführt
zu werden, oder kann alleine das Gehäuse 121 ausfüllen. Wenn die
Innentemperatur der Batterie 80–120°C erreicht, schmilzt
oder bricht das Verschlussglied 123, wie oben erwähnt, so
dass das nicht brennbare Glied 125 zu der Außenseite
des Mittelstifts 120 überführt werden
kann. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die Batterie
Feuer fängt,
wesentlich. Trotz dieser Prozesse bleibt die äußere Erscheinung der Batterie
intakt. Das nicht brennbare Glied 125 kann mindestens ein
aus einem Material auf Magnesiumhydroxid-Basis, einem Material auf
Aluminiumhydroxid-Basis, einem Material auf Halogen-Basis, einem Material
auf Antimontrioxid-Basis, einem Material auf Melanin-Basis, einem
Material auf Phosphat-Basis und
einem Äquivalent
derselben ausgewähltes
Material beinhalten, aber das Material ist in der vorliegenden Erfindung
nicht beschränkt.
In einer Ausführung ist
das nicht brennbare Glied 125 aus einem umweltfreundlichen
Material hergestellt, das für
menschliche Körper
nicht schädlich
ist.
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Das
Vergasungsglied 124 und das nicht brennbare Glied 125 können sich
in einem normalen gasförmigen,
flüssigen
oder festen Aggregatzustand befinden, aber der Aggregatzustand ist
in der vorliegenden Erfindung nicht beschränkt.
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Unter
Bezug auf 2A und 2B ist
eine vergrößerte Perspektivansicht
beziehungsweise eine Schnittansicht illustriert, die jeweils eine
weitere Ausführung
eines funktionalen Mittelstifts einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigen.
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Der
funktionale Mittelstift 220 hat eine der des oben erwähnten Mittelstifts 120 fast
identische Form, und der Unterschied wird nun beschrieben. Wie gezeigt
weist der funktionale Mittelstift 220 auf den unteren und
oberen Enden seines Gehäuses 221 keine
separat ausgebildete Abschrägung
oder Verjüngung
auf. Das Innere des Gehäuses 221 ist
mit einem Vergasungsglied 224 und/oder einem nicht brennbaren
Glied 225 gefüllt,
und die gesamte Oberfläche
des Gehäuses 221 ist
von einem filmartigen Verschlussglied 223 umschlossen.
Der funktionale Mittelstift 220, bei dem auf seinen unteren
und oberen Enden keine Abschrägung
oder Verjüngung
ausgebildet ist, ist von Vorteil, da er mit vergleichsweise niedrigen
Kosten hergestellt werden kann.
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Unter
Bezug auf 3A und 3B ist
eine vergrößerte Perspektivansicht
beziehungsweise eine Schnittansicht illustriert, die jeweils eine
weitere Ausführung
eines funktionalen Mittelstifts einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigen.
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Der
funktionale Mittelstift 320 hat eine der des oben erwähnten Mittelstifts 120 fast
identische Form, und der Unterschied wird nun beschrieben.
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Wie
gezeigt weist der funktionale Mittelstift 320 einen in
der Längsrichtung
seines Gehäuses 320 ausgebildeten
durchdringenden Schlitz 326 auf. Der durchdringende Schlitz 326 kann
um eine vorbestimmte Länge
nach innen vertieft sein, damit die Elektrodenanordnung nicht beschädigt wird,
wenn sich der Mittelstift 320 verformt. Das Gehäuse 321 kann
auf seinen oberen beziehungsweise unteren Enden Abschrägungen 322 aufweisen.
Wahlweise kann auf dem Gehäuse 321 keine
Abschrägung 322 ausgebildet
sein. Das Innere des Gehäuses 321 ist mit
einem Vergasungsglied 324 und/oder einem nicht brennbaren
Glied 325 gefüllt.
Die gesamte Oberfläche
des Gehäuses 321 ist
von einem filmartigen Verschlussglied 323 umschlossen.
Die oberen und unteren Enden des Gehäuses 321, die offen
sind, sowie der durchdringende Schlitz 326 sind von dem
Verschlussglied 323 umschlossen. Wenn das Verschlussglied 323 schmilzt
oder bricht, werden das Vergasungsglied 324 und/oder das
nicht brennbare Glied 325 nicht nur über die oberen und unteren
Enden des Gehäuses 321 in
die Batterie eingeführt, sondern
auch über
den durchdringenden Schlitz 326.
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Unter
Bezug auf 4A und 4B ist
eine vergrößerte Perspektivansicht
beziehungsweise eine Schnittansicht illustriert, die jeweils eine
weitere Ausführung
eines funktionalen Mittelstifts einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigen.
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Der
funktionale Mittelstift 420 hat eine der des oben erwähnten Mittelstifts 120 fast
identische Form, und der Unterschied wird nun beschrieben.
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Der
funktionale Mittelstift 420 hat eine Anzahl auf seinem
Gehäuse 421 ausgebildeter
Durchgangslöcher 426.
Das Gehäuse 421 kann
auf seinen oberen beziehungsweise unteren Enden Abschrägungen 422 aufweisen.
Wahlweise kann auf dem Gehäuse 421 keine
Abschrägung
ausgebildet sein. Das Innere des Gehäuses 421 ist mit einem
Vergasungsglied 424 und/oder einem nicht brennbaren Glied 425 gefüllt. Die
gesamte Oberfläche
des Gehäuses 421 ist von
einem filmartigen Verschlussglied 423 umschlossen. Die
oberen und unteren Enden des Gehäuses 421 und
die Durchgangslöcher 426 sind
von dem Verschlussglied 423 umschlossen. Wenn das Verschlussglied 423 schmilzt
oder bricht, werden das Vergasungsglied 424 und/oder das
nicht brennbare Glied 425 nicht nur über die oberen und unteren
Enden des Gehäuses 421 in
die Batterie eingeführt, sondern
auch über
die Durchgangslöcher 426.
Unter Bezug auf 5A und 5B ist
eine vergrößerte Perspektivansicht
beziehungsweise eine Schnittansicht illustriert, die jeweils eine
weitere Ausführung eines
funktionalen Mittelstifts einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigen.
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Der
funktionale Mittelstift 520 hat eine der des oben erwähnten Mittelstifts 120 fast
identische Form, und der Unterschied wird nun beschrieben.
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Wie
gezeigt sind Verschlussglieder 523 als Kappen ausgeführt, die
die oberen und unteren Enden des Gehäuses 521 des Mittelstifts 520 bedecken.
Insbesondere sind Verschlussglieder 523 in der Form von
Kappen ausgebildet und sind mit den oberen beziehungsweise unteren
Enden des Gehäuses 521 verbunden.
Die Verschlussglieder 523 können aus einem hochmolekularen
Harz hergestellt sein, das bei einer vorbestimmten Temperatur schmilzt
oder bricht (wenn die Innentemperatur der Batterie 80–120°C beträgt), zum
Beispiel irgendeinem aus Polyethylen, Epoxid, Acetal, Indium und
einem Äquivalent
derselben Ausgewählten,
aber das Material ist hierin nicht beschränkt. Das Gehäuse 521 weist
auf seinen oberen beziehungsweise unteren Enden Abschrägungen 522 auf,
an denen der Durchmesser kleiner wird. Wie oben erwähnt können ein Vergasungsglied 524 und/oder
ein nicht brennbares Glied 525 in das Gehäuse 521 eingeführt und
darin angeordnet sein. Wenn die Innentemperatur der mit dem Mittelstift 520 ausgestatteten
Batterie 80–120°C erreicht,
schmelzen oder brechen die Verschlussglieder 523, so dass
das Vergasungsglied 524 und/oder das nicht brennbare Glied 525 in
die Batterie eingeführt
werden. Infolgedessen bewirken das Vergasungsglied 524 und/oder
das nicht brennbare Glied 525, dass die Sicherheitsentlüftung schnell
ausgelöst wird
und den Überladungszustand
beendet. Zusätzlich
unterdrücken
sie Aufheizen, Auslaufen, Rauchen, Feuer, Explosion und weitere
Erhöhung
der Temperatur.
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Unter
Bezug auf 6A und 6B ist
eine vergrößerte Perspektivansicht
beziehungsweise eine Schnittansicht illustriert, die jeweils eine
weitere Ausführung
eines funktionalen Mittelstifts einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigen.
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Der
funktionale Mittelstift 620 hat eine der des oben erwähnten Mittelstifts 120 fast
identische Form, und der Unterschied wird nun beschrieben.
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Wie
gezeigt hat der funktionale Mittelstift 620 ein Gehäuse 621,
das ungefähr
wie ein zylindrisches Rohr geformt ist. Das Gehäuse 621 weist auf
seinen oberen und unteren Enden keine Abschrägung auf. Stattdessen sind
Verschlussglieder 623 an die oberen beziehungsweise unteren
Enden des Gehäuses 621 als
Kappen angeschlossen. Die Verschlussglieder 623 sind aus
einem Material hergestellt, das bei einer vorbestimmten Temperatur
schmilzt oder bricht. Das Innere des Gehäuses 621 ist mit einem
Vergasungsglied 624 und/oder einem nicht brennbaren Glied 625 gefüllt. Wenn
die Verschlussglieder 623 schmelzen oder brechen, werden
das Vergasungsglied 624 und/oder das nicht brennbare Glied 625 über die
oberen und unteren Enden des Gehäuses 621 in
die Batterie eingeführt.
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Unter
Bezug auf 7A und 7B ist
eine vergrößerte Perspektivansicht
beziehungsweise eine Schnittansicht illustriert, die jeweils eine
weitere Ausführung
eines funktionalen Mittelstifts einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie
gemäß der vorliegenden
Erfindung zeigen.
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Der
funktionale Mittelstift 820 hat eine der des oben erwähnten Mittelstifts 620 fast
identische Form, und der Unterschied wird nun beschrieben.
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Wie
gezeigt hat der funktionale Mittelstift 820 ein Gehäuse 821,
das ungefähr
wie ein zylindrisches Rohr geformt ist. Das Gehäuse 821 weist auf
seinen oberen und unteren Enden keine Abschrägung auf. Stattdessen sind
Verschlussglieder 823 an die oberen beziehungsweise unteren
Enden des Gehäuses 821 als
Kappen angeschlossen. Jedes Verschlussglied 823 beinhaltet
ein an das Gehäuse 821 angeschlossenes
Kopplungsteil 823a, ein von dem Kopplungsteil 823a um
eine vorbestimmte Länge
nach außen
herausragendes Verjüngungsteil 823b sowie
einen Film 823c, der eine Öffnung zu dem Gehäuse 821 weitgehend
blockiert, wobei der Film zwischen dem Kopplungsteil 823a und
dem Verjüngungsteil 823c ausgebildet
ist. Hier wird der Durchmesser des Verjüngungsteils 823b an
einem Ende graduell kleiner. Der Grund, aus dem das Verjüngungsteil 823b ausgebildet
ist, ist auf einfache Weise den Mittelstift 820 mit der
Elektrodenanordnung zu verbinden und während der Kombination derselben
Schaden an der Elektrodenanordnung zu verhindern. Die Verschlussglieder 823 sind
aus einem Material hergestellt, das bei einer vorbestimmten Temperatur
schmilzt oder bricht. Das Innere des Gehäuses 821 ist mit einem Vergasungsglied 824 und/oder
einem nicht brennbaren Glied 825 gefüllt. Wenn die Verschlussglieder 823 (der
Film 823c) schmelzen oder brechen, werden das Vergasungsglied 824 und/oder
das nicht brennbare Glied 825 über die oberen und unteren Enden
des Gehäuses 821 in
die Batterie eingeführt.
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Unter
Bezug auf 8A ist eine schematische Ansicht
illustriert, die eine zylindrische Lithiumionen-Sekundärbatterie
mit einem funktionalen Mittelstift gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigt, wobei die Sicherheitsentlüftung
aufgrund von sich durch den Mittelstift verringerndem Hohlraumvolumen
bei einem niedrigen Druck betrieben wird. Unter Bezug auf 8B ist
eine schematische Ansicht illustriert, die schnelles Auslösen der
Sicherheitsentlüftung
aufgrund von Schmelzen oder Brechen des auf dem Mittelstift ausgebildeten
Verschlussgliedes zeigt. In den Zeichnungen weisen Pfeile die Richtung
von Gas (oder Richtung, in der Druck aufgebracht wird) innerhalb
der Batterie an.
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Wie
in 8A gezeigt wird die Sicherheitsentlüftung 142 durch
den niedrigen Druck nach außen
verformt, wenn aufgrund von Überladen
der Batterie ein niedriger Innendruck entsteht. Insbesondere drückt das
interne Gas die Sicherheitsentlüftung 142 nach
außen.
Wenn die Sicherheitsentlüftung 142 sich nach
außen
verformt, bricht die auf der Sicherheitsentlüftung 142 angeordnete
Schaltplatte 143, und das auf der Oberfläche desselben
ausgebildete Drahtmuster 143a wird dementsprechend abgetrennt.
Dann hören
das Überladen
und die Temperaturerhöhung
der Batterie auf.
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Die
oberen und unteren Enden (nicht gezeigt) des in der Elektrodenanordnung 110 unter
der Sicherheitsentlüftung 142 angebrachten
Mittelstifts 120 sind geschlossen.
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Insbesondere
sind die oberen und unteren Enden des Gehäuses 121 des Mittelstifts 120 vollständig durch
das Verschlussglied 123 verschlossen. Daher existiert das
Hohlraumvolumen V innerhalb der Batterie zwischen dem unteren Bereich
der Sicherheitsentlüftung 142,
dem Mittelstift 120 und dem oberen Bereich der Elektrodenanordnung 110.
Wenn Cyclohexylbenzol (CHB) und/oder Diphenyl (BP), die zu dem Elektrolyten
hinzugefügt
wurden, sich im Fall von Überladen
zersetzen und Gas erzeugen, füllt
das Gas das Hohlraumvolumen, das kleiner geworden ist, und der Druck
wird im Vergleich zu dem Stand der Technik größer. Infolgedessen verlegt
großer
Druck innerhalb des Hohlraumvolumens den Auslösezeitpunkt der Sicherheitsentlüftung 142 und
den Stromunterbrechungszeitpunkt weiter vor. Es ist dem Fachmann
offensichtlich, dass, obwohl solch ein Auslösen stattfindet, wenn die Innentemperatur
der Batterie ungefähr
80–120°C oder weniger
beträgt, die
Auslösetemperatur
in Abhängigkeit
des Typs und der Form der Batterie variieren kann. Wenn das Hohlraumvolumen
V reduziert wird, kann dem Elektrolyten ferner eine kleine Menge
an Überladungsverhinderungsmittel
(CHB, BP, etc.) hinzugefügt
werden. Dies verbessert weiterhin die Kapazität und Lebensdauer der Batterie.
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Wenn
die Batterie überladen
ist und ihre Innentemperatur 80–120°C oder mehr
erreicht (wenn die Oberflächentemperatur
der Batterie 30–60°C beträgt), wie
in 8B gezeigt, wird der thermische Zustand instabil,
und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Batterie raucht, explodiert
oder Feuer fangt. In einem Zustand wie diesem schmilzt oder bricht
das Verschlussglied 123, das den Mittelstift 120 geschlossen
hielt. Insbesondere schmilzt oder bricht das auf den oberen und
unteren Enden des Gehäuses 121 des
Mittelstifts 120 ausgebildete Verschlussglied 123 bei
einer Temperatur von 80–120°C oder mehr.
Wenn das Verschlussglied 123 schmilzt oder bricht, bewegen
sich das Vergasungsglied 124 und/oder das nicht brennbare
Glied 124, die in dem Mittelstift 120 geblieben
sind, in Richtung des externen Elektrolyten und der Elektrodenanordnung 110. Der
Mittelstift 120 wirkt als Gasleitung und vereinfacht schnelle
Bewegung von Gas von innerhalb der Batterie in Richtung der Sicherheitsentlüftung 142, die
dann mehr Belastung erhält.
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Das
Vergasungsglied 124 wird auf natürliche Weise gasförmig, da
es sich von Natur aus bei 4–4,5 V
oder mehr (Überladungsspannung)
zersetzt und gasförmig
wird. Infolgedessen wird die Sicherheitsentlüftung 142 mit einer
stärkeren
Kraft nach außen gedrückt oder
verformt. Wenn die Sicherheitsentlüftung 142 bricht,
kann das interne Gas wegen des Vergasungsgliedes 124 auch
durch die Durchgangslöcher 145a der
positiven und negativen Elektrodenkappen 145 nach außen ausströmen. Dies
verhindert das Explodieren der Batterie. Zusätzlich wird die Schaltplatte 143 im
Wesentlichen gebrochen, und ihr Drahtmuster 143a wird vollständig abgetrennt.
Infolgedessen hört
der Ladeprozess auf, und die thermische Stabilität der Batterie verbessert sich.
Ferner wird, wenn das nicht brennbare Glied 125 in die
Batterie eingeführt
wird, im Wesentlichen verhindert, dass die Batterie raucht oder
Feuer fängt.
Insbesondere wird das nicht brennbare Glied 125 in dem
Elektrolyten oder der Elektrodenanordnung 110 verteilt und
verhindert, dass diese rauchen oder Feuer fangen.
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Unter
Bezug auf 9 ist ein Graph illustriert,
der die Beziehung zwischen Spannung/Stromstärke, Schaltplattenauslösezeitpunkt
und Oberflächentemperatur
der Batterie im Fall von Überladung zum
Vergleich zwischen einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie
mit einem funktionalen Mittelstift gemäß einer Ausführung der
vorliegenden Erfindung und einer zylindrischen Lithiumionen-Sekundärbatterie
mit einem Mittelstift gemäß dem Stand der
Technik zeigt.
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Wie
gezeigt zeigt die linke Y-Achse Spannungs-/Stromstärkewerte
an, die rechte Y-Achse zeigt
die Werte der Oberflächentemperatur
der Batterie an, und die untere X-Achse zeigt den Schaltplattenauslösezeitpunkt
(d.h. Überladungsunterbrechungszeitpunkt)
an.
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In
dem Graphen zeigen unterbrochene Linien die Tendenz einer zylindrischen
Lithiumionen-Sekundärbatterie
mit einem Mittelstift gemäß dem Stand
der Technik, der das Hohlvolumen nicht berücksichtigt, während Überladens,
und durchgezogene Linien zeigen die Tendenz einer zylindrischen
Lithiumionen-Sekundärbatterie
mit einer Ausführung des
Mittelstifts gemäß der vorliegenden
Erfindung, die das Hohlvolumen berücksichtigt, während Überladens.
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Es
wird aus dem Graphen deutlich, dass im Fall der herkömmlichen
Batterie der Strom unterbrochen wird, nachdem der Überladungszustand
ungefähr
12 Minuten lang anhält,
wobei die Spannung ungefähr
4,6 V beträgt.
Dies bedeutet, dass ein gefährlicher
Zustand einer potentiellen Explosion oder eines Feuers 12 Minuten
lang anhält.
Die Batterietemperatur (Oberflächentemperatur)
erreicht 80°C
oder mehr, selbst wenn der Strom unterbrochen wird. Dies entspricht
einem thermisch sehr instabilen Zustand. Die Innentemperatur der
Batterie beträgt
ungefähr 200°C, und in
diesem Zustand treten im Allgemeinen Explosionen oder Feuer auf.
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Im
Fall der Ausführung
der erfinderischen Batterie wird im Gegensatz dazu der Strom unterbrochen,
nachdem der Überladungszustand
ungefähr
8 Minuten lang anhält,
wobei die Spannung 4,6 V beträgt.
Dies bedeutet, dass die Zeit um ungefähr 4 Minuten verkürzt wird.
Zusätzlich
bleibt die Batterietemperatur (Oberflächentemperatur) unter ungefähr 40°C. Dies entspricht
einem thermisch sehr stabilen Zustand. Die Innentemperatur der Batterie
beträgt ungefähr 80–120°C, und es
besteht geringe Explosions- oder Feuergefahr.