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DE602005001986T2 - Gasturbinentriebwerk mit Statorschaufel mit einstellbarer Durchströmung - Google Patents

Gasturbinentriebwerk mit Statorschaufel mit einstellbarer Durchströmung Download PDF

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DE602005001986T2
DE602005001986T2 DE602005001986T DE602005001986T DE602005001986T2 DE 602005001986 T2 DE602005001986 T2 DE 602005001986T2 DE 602005001986 T DE602005001986 T DE 602005001986T DE 602005001986 T DE602005001986 T DE 602005001986T DE 602005001986 T2 DE602005001986 T2 DE 602005001986T2
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cooling
vanes
air
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DE602005001986T
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English (en)
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Robert Joseph West Chester Orlando
John Christopher Lawrenceburg Brauer
Erich Alois West Chester Krammer
Robert Alan West Chester Frederick
Thomas Ory Loveland Moniz
Ian Francis Cincinnati Prentice
James Patrick Cincinnati Dolan
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General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
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Publication date
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Publication of DE602005001986T2 publication Critical patent/DE602005001986T2/de
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D9/00Stators
    • F01D9/06Fluid supply conduits to nozzles or the like
    • F01D9/065Fluid supply or removal conduits traversing the working fluid flow, e.g. for lubrication-, cooling-, or sealing fluids
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C6/00Plural gas-turbine plants; Combinations of gas-turbine plants with other apparatus; Adaptations of gas-turbine plants for special use
    • F02C6/04Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output
    • F02C6/06Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output providing compressed gas
    • F02C6/08Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output providing compressed gas the gas being bled from the gas-turbine compressor

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft allgemeinen Gasturbinentriebwerke und insbesondere Turbinenleiträder in diesen.
  • In einem Gasturbinentriebwerk wird Luft in einem Verdichter mit Druck beaufschlagt und zur Erzeugung von heißen Verbrennungsgasen in einer Brennkammer mit Brennstoff vermischt. Auf die Brennkammer folgt eine Hochdruckturbine, die den Verbrennungsgasen Energie entzieht, um den Verdichter anzutreiben. Auf die Hochdruckturbine folgt eine Niederdruckturbine und entzieht den Gasen zusätzliche Energie, um einen stromaufwärts angeordneten Fan in der üblichen Ausführung eines Mantelstrom-Gasturbinentriebwerks anzutreiben. Alternativ kann die Niederdruckturbine eine externe Antriebswelle für Anwendungen in der Schifffahrt und Industrie antreiben.
  • Die Hochdruckturbine enthält ein oder mehrere Turbinenleiträder zum Leiten der Verbrennungsgase in entsprechende Stufen von Turbinenrotorschaufeln, die sich von tragenden Laufrädern radial nach außen erstrecken. Die Leitschaufeln und die Turbinenrotorschaufeln sind in der Regel hohl und enthalten innere Kühlkreisläufe, durch die aus dem Verdichter abgegebene, mit Druck beaufschlagte Luft zirkuliert, die während des Betriebs zum Kühlen der Schaufelmetallmaterialien dient.
  • Die Technik kennt viele verschiedene Konfigurationen zum Kühlen der Leitschaufeln und Turbinenrotorschaufeln sowie ihrer benachbarten Komponenten, die der Erwärmung durch die heißen Verbrennungsgase ausgesetzt sind, die während des Betriebs durch die Turbinenströmungspfade strömen. EP 315486 zeigt eine dem Stand der Technik entsprechende exemplarische Konfiguration. Beispielsweise wird die Kühlluft aus dem Verdichter abgegeben und durch einen Kreislauf entlang den Laufrädern und in die einzelnen Rotorschaufeln durch Einlässe geleitet, die in den im Umfang der Laufräder gelagerten Montageschwalbenschwänzen der Schaufeln eingebracht sind.
  • Die einzelnen Schaufelblätter weisen im Innern in der Regel mehrere radiale Strömungsdurchgänge auf, um innerhalb des Blatts eine interne Prallkühlung oder Kühlschlangenkühlung oder beide Kühlungen in der Regel mit schmalen Turbulatorrippen zu ermöglichen, die entlang der Innenoberfläche des Blatts angeordnet sind, um den Kühlluftstrom so abzulenken, dass dessen Wärmeübergangsleistung erhöht wird. Die verbrauchte Kühlluft wird durch verschiedene Reihen Filmkühlbohrungen abgegeben, die sich durch die Druck- oder Saugseite oder beide Seiten des Blatts in verschiedenen Konfigurationen erstrecken.
  • Zusätzliche Luft kann entsprechend aus dem Verdichter auch in einen anderen Kreislauf abgegeben werden, um die Turbinenleiträder und in Regel durch deren äußere Deckbänder, mit Kühlluft zu versorgen. Das Turbinenleitrad der ersten Stufe ist den heißesten Verbrennungsgasen aus der Brennkammer ausgesetzt und enthält im Innern der einzelnen Leitschaufeln in der Regel mehrere Kühldurchgänge oder -hohlräume mit zugehörigen inneren Prallleitblechen zum Erhöhen der Kühlleistung der mit Druck beaufschlagten Luft.
  • In einer zweistufigen Hochdruckturbine kann auch das Leitrad der zweiten Stufe intern von der Verdichterabluft gekühlt werden und zur Verbesserung der Kühlleistung auch ein inneres Prallleitblech aufweisen.
  • In beiden Leitradstufen wird die Kühlluft in der Regel durch verschiedene Reihen Filmkühlbohrungen abgegeben, die in die Druck- oder in die Saugseite oder in beide Seiten der Schaufelblätter eingebracht sind, um während des Betriebs zum Verbrennungsgas-Hauptströmungspfad zurückgeführt zu werden.
  • Da das Turbinenleitrad der zweiten Stufe in Axialrichtung zwischen den Rotorschaufeln der ersten und zweiten Stufen und deren entsprechenden Laufrädern angeordnet ist, wird ein Teil der durch die Schaufeln geleiteten Kühlluft in der Regel durch das innere Deckband des Leitrads abgegeben, um Spülkühlluft in dem vorderen und dem hinteren Hohlraum bereitzustellen, die mit den entsprechenden Laufrädern der ersten und zweiten Stufe gebildet werden. Eine wabenförmige Dichtung wird in der Regel von dem inneren Deckband getragen und wirkt mit einer ringförmigen Dichtung zusammen, die in unmittelbarer Nähe zu der wabenförmigen Dichtung angeordnete Labyrinthdichtungszähne aufweist, wobei der vordere und der hintere Rotorhohlraum auf den einander gegenüberliegenden Seiten der Labyrinthdichtung definiert sind, die von den entsprechenden Laufrädern begrenzt wird.
  • Auf diese Weise kann durch die Leitschaufeln geleitete Kühlluft zum Kühlen der hinteren Fläche des Rotors der ersten Stufe in den vorderen Rotorhohlraum abgegeben werden, wobei die verbrauchte Spülluft an den Labyrinthdichtungszähnen entweicht, um dann den hinteren Rotorhohlraum zu spülen und die vordere Fläche des Laufrads der zweiten Stufe entsprechend zu kühlen.
  • Die verschiedenen Kühlungskonfigurationen, die für die Leitschaufeln, Turbinenschaufeln, Spülhohlräume und andere an den heißen Verbrennungsgas-Strömungspfad grenzende Komponenten bereitgestellt werden, sind in der Regel auf deren unterschiedliche Betriebsumgebungen zugeschnitten, um die Kühlwirkung zu maximieren und gleichzeitig die Nutzung von Verdichterabluft zu minimieren. Aus dem Verdichter abgegebene Luft, die nicht im Verbrennungsprozess verwendet wird, senkt den Gesamtwirkungsgrad des Gasturbinentriebwerks und macht eine größere Brennstoffverbrennung erforderlich.
  • Bei Flugzeugtriebwerksausführungen ist die Senkung des Brennstoffverbrauchs stets ein vorrangiges Konstruktionsziel, weswegen moderne Mantelstromtriebwerk-Konstruktionen zur Minimierung des Brennstoffverbrauchs kontinuierlich verbessert werden. Da die Hochdruckturbine während des Betriebs den heißesten Verbrennungsgasen ausgesetzt ist, stellt der Zwang zur Kühlluftreduzierung daher im Hinblick auf das problematische Temperaturniveau dieses Triebwerksabschnitts und im Hinblick auf dessen ausgereifte Konstruktion eine erhebliche Herausforderung dar.
  • Daher ist es erwünscht, die Kühlleistung in Hochdruckturbinen weiter zu verbessern, um die Leistung und den Wirkungsgrad des Gasturbinentriebwerks entsprechend weiter zu verbessern.
  • Ein Gasturbinentriebwerk gemäß der Erfindung enthält einen von einer Turbine angetriebenen Verdichter. Die Turbine enthält ein Leitrad mit Leitschaufeln, die sich zwischen dem äußeren und dem inneren Deckband erstrecken. Jede Leitschaufel weist eine innere Kühlkammer und ein sich durch die Deckbänder erstreckendes Bypassrohr auf. Erste und zweite Verteiler umschließen das äußere Deckband und sind in Strömungsverbindung mit den Kammern bzw. den Bypassrohren angeordnet. Ein Zapfluftkreis verbindet den Verdichter mit den Verteilern, um diesen Druckluft bereitzustellen. Ein Steuerventil beeinflusst den Luftstrom zu dem ersten Verteiler und anschließend durch die Kühlkammern der Schaufeln.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels detaillierter beschrieben, wobei auf die folgenden Zeichnungen Bezug genommen wird:
  • 1 ist eine Teilschnittansicht in axialer Richtung durch ein exemplarisches Mantelstromtriebwerk, das am Tragflügel eines Flugzeugs befestigt ist.
  • 2 ist eine schematische Teilschnittansicht in axialer Richtung durch einen Bereich der Hochdruckturbine des in 1 dargestellten Triebwerks.
  • 3 ist eine allgemein entlang der Linie 3-3 erzeugte flächenförmige Ansicht eines Bereichs des in 2 dargestellten Turbinenleitrads.
  • 4 ist eine 2 gleichende, allgemein entlang der Linie 4-4 aus 3 erzeugte Teilschnittansicht in axialer Richtung durch das Leitrad der zweiten Stufe, wobei die Schnittansicht aus 2 allgemein entlang der Linie 2-2 aus 3 erzeugt wurde.
  • 5 ist eine 2 gleichende Schnittansicht in axialer Richtung durch eine andere Ausführungsform des Turbinenleitrads der zweiten Stufe.
  • 1 veranschaulicht ein exemplarisches Mantelstrom-Gasturbinentriebwerk 10, das auf geeignete Weise durch einen Gondelstiel an dem Tragflügel eines Flugzeugs befestigt ist, um dieses im Flug anzutreiben. Das Triebwerk ist achsensymmetrisch um eine Längs- oder axiale Mittelachse 12 angeordnet und ist bezüglich Konfiguration und Betrieb vorwiegend konventionell.
  • Das Triebwerk enthält einen Fan 14 und einen entsprechenden Niederdruck- oder Boosterverdichter, der zuerst Umgebungsluft 16 aufnimmt, um diese mit Druck zu beaufschlagen. Ein innerer Anteil der Luft wird durch den Boosterverdichter in das Kerntriebwerk geleitet, um in einem mehrstufigen Axialverdichter 18 zusätzlich mit Druck beaufschlagt zu werden. Ein äußerer Anteil der Fan-Luft umgeht das Kerntriebwerk und wird durch den Fan-Auslass am Ende der umschließenden Fan-Gondel abgegeben, um während des Betriebs einen Großteil des Antriebsschubs zu liefern.
  • Die vom Verdichter 18 mit Druck beaufschlagte Luft wird mit Brennstoff vermischt und zur Erzeugung heißer Verbrennungsgase 22 in einer ringförmigen Brennkammer 20 gezündet. Die Verbrennungsgase werden aus der Brennkammer in eine Hochdruckturbine 24 abgegeben, die ihnen Energie entzieht, um den Hochdruckverdichter 18 über eine entsprechende, sich in Axialrichtung dazwischen erstreckende Rotorwelle anzutreiben. Eine Niederdruckturbine 26 folgt auf die Hochdruckturbine und entzieht den Verbrennungsgasen zusätzliche Energie, um den Fan 14 und den Boosterverdichter über eine andere, sich in Axialrichtung dazwischen erstreckende Rotorwelle anzutreiben.
  • Die Hochdruckturbine 24 ist in 2 detaillierter dargestellt. Die Hochdruckturbine enthält ein Leitrad 28 der ersten Stufe, das eine Reihe Leitschaufeln aufweist, die auf konventionelle Weise in äußeren und inneren Deckbändern gelagert sind. Auf das Leitrad 28 folgt ein Laufrad 30 der ersten Stufe, das eine Reihe Rotorschaufeln 32 der ersten Stufe aufweist, die sich von diesem auf eine andere konventionelle Weise radial nach außen erstrecken.
  • Auf die Schaufeln der ersten Stufe folgt ein Turbinenleitrad 34 der zweiten Stufe und ist auf geeignete Weise in einem Turbinen- oder Außengehäuse 36 gelagert. Auf das Leitrad der zweiten Stufe folgt ein Laufrad 38 der zweiten Stufe und weist eine Reihe Rotorschaufeln 40 der zweiten Stufe auf, die sich auf eine konventionelle Weise von ihm radial nach außen erstrecken.
  • Während des Betriebs werden die Verbrennungsgase 22 aus der Brennkammer abgegeben und von den zwei Leiträdern durch die entsprechenden Rotorschaufeln der ersten und zweiten Stufe geleitet, die ihnen Energie entziehen, um die zwei Laufräder 30, 38 zu drehen, die wiederum auf geeignete Weise mit der gemeinsamen Antriebswelle oder dem gemeinsamen Rotor verbunden sind, die bzw. der die entsprechenden Rotorschaufeln des in 1 dargestellten Hochdruckverdichters 18 auf konventionelle Weise dreht. Die verschiedenen Komponenten der zwei Turbinen weisen im Innern geeignete Kühlkreise auf, die die Turbinenkomponenten gegen die während des Betriebs erzeugten heißen Verbrennungsgase schützen, um eine angemessene lange Lebensdauer dieser Komponenten sicherzustellen.
  • Wie oben erwähnt, können in den zwei Turbinen und den sie umgebenden Komponenten verschiedene Kühlungskonfigurationen verwendet werden, um die Kühlleistung zu maximieren und gleichzeitig den Bedarf an Abluft aus dem Verdichter zu minimieren. Es wurde jedoch festgestellt, dass eine signifikante Reduzierung des Abluftbedarfs durch die Modifizierung des Turbinenleitrads 34 der zweiten Stufe erreicht werden kann, wie nachfolgend näher beschrieben wird.
  • Genauer gesagt weist das in 2 dargestellte Leitrad 34 der zweiten Stufe eine Reihe hohler Leitschaufeln 42 auf, die sich radial zwischen einem äußeren und einem inneren Deckband 44, 46 erstrecken. Jede der Schaufeln weist einen inneren Kühlhohlraum oder eine innere Kühlkammer 48 auf, die sich zwischen den zwei Deckbändern vom Fuß bis zur Spitze der Schaufel erstreckt, und ein radiales, längliches Bypassrohr 50 erstreckt sich radial durch die Schaufel und das äußere und innere Deckband.
  • Ein bogen- oder ringförmiger erster Verteiler 52 umschließt das äußere Deckband 44 und ist in Strömungsverbindung mit den mehreren Plenumkammern 48 der Schaufelreihe angeordnet. Ein bogen- oder ringförmiger zweiter Verteiler 54 umschließt vorzugsweise den ersten Verteiler 52 und ist in Strömungsverbindung mit den mehreren Bypassrohren 50 der Schaufelreihe angeordnet. Der zweite Verteiler 54 ist vorzugsweise in Radialrichtung außerhalb des inneren ersten Verteilers 52 angeordnet, die zwei unabhängige und separate Strömungspfade zu den Bypassrohren und Kühlkammern der Schaufeln darstellen.
  • Wie in den 13 dargestellt, wird ein Zuführungs- oder Zapfluftkreis 56 auf geeignete Weise in Strömungsverbindung zwischen dem Hochdruckverdichter 18 und den zwei Verteilern 52, 54 angeordnet, um während des Betriebs mit Druck beaufschlagte Abluft 16 dazwischen durchzuleiten. Ein oder mehrere Steuerventile 58 sind zwischen dem Zapfluftkreis 56 und dem ersten Verteiler 52 angeordnet, um den aus dem Verdichter in die Schaufelkammern 48 abgegebenen Strom mit Druck beaufschlagter Kühlluft 16 zu beeinflussen. Die Steuerventile 58 sind auf geeignete Weise mit dem elektrischen Steuergerät 60 des Triebwerks verbunden, das selbst eine beliebige konventionelle Konfiguration aufweisen kann.
  • Die zwei in den 2 und 3 dargestellten Verteiler 52, 54 sind in Strömungsrichtung parallel zu dem gemeinsamen Zapfluftkreis 56 angeordnet, um aus diesem dieselbe Abluft 16 unter demselben Abluftdruck aufzunehmen. Der zweite Verteiler 54 ist ohne ein Strömungsbeeinflussungsventil direkt mit dem Zapfluftkreis 46 verbunden, um einen dauerhaften oder kontinuierlichen Strom der mit Druck beaufschlagten Kühlluft zu diesem in allen Betriebszuständen des Triebwerks zu ermöglichen. Im Gegensatz dazu können die Steuerventile 58 dazu verwendet werden, den Strömungsdurchsatz derselben Abluft 16 zu dem ersten Verteiler 52 vorteilhaft zu beeinflussen, um die in die Kühlkammern 48 der einzelnen Schaufeln 42 hinein- und aus den Bypassrohren herausgeleitete Kühlluft zu beeinflussen.
  • Die Einführung der zwei Verteiler 52, 54 und Bypassrohre 50 erlaubt sowohl eine bessere Steuerung der Kühlluft für die Leitschaufeln der zweiten Stufe als auch der nachfolgenden Spülluft. Wie in 2 dargestellt, ist eine konventionelle ringförmige Dichtung 62, die sich radial von dieser nach außen erstreckende Labyrinthdichtungszähne aufweist, zwischen den zwei Laufrädern 30, 38 angeordnet und bildet entsprechende Schaufelsicherungen für diese.
  • Das Laufrad 30 der ersten Stufe ist in Axialrichtung vor dem Leitrad 34 der zweiten Stufe angeordnet, um mit der ringförmigen Dichtung 62 einen ringförmigen vorderen Hohlraum 64 dazwischen zu definieren. Das Laufrad 38 der zweiten Stufe ist hinter dem Leitrad der zweiten Stufe angeordnet, um mit der ringförmigen Dichtung 62 einen ringförmigen hinteren Hohlraum 66 dazwischen zu definieren.
  • Die Bypassrohre 50 erstrecken sich radial durch das innere Deckband 46 und stehen in Strömungsverbindung mit dem vorderen Hohlraum 64, um die mit Druck beaufschlagte Luft abzugeben, die als Spülluft von den Rohren in den vorderen Hohlraum geleitet wird, um diesen Bereich der Turbine, einschließlich der hinteren Fläche des Laufrads der ersten Stufe, zu kühlen. Ein Teil der Spülluft entweicht dann an den Labyrinthdichtungszähnen aufgrund des dort herrschenden Druckgefälles, um wiederum den hinteren Hohlraum 66 zu spülen und diesen Bereich der Turbine, einschließlich der vorderen Fläche des Laufrads 38 der zweiten Stufe, zu kühlen.
  • Daher wird gemäß einem bevorzugten Anwendungsverfahren mit Druck beaufschlagte Spülluft 16 von dem Verdichter radial durch die Bypassrohre 50 in die entsprechenden Schaufeln 42 geleitet, um sowohl den vorderen als auch den hinteren Hohlraum 64, 66 zu spülen, die zwischen dem inneren Deckband 46 des Leitrads und den Laufrädern der ersten bzw. der zweiten Stufe 30, 38 angeordnet sind. Zusätzlich wird mit Druck beaufschlagte Kühlluft 16 ebenfalls von dem Verdichter in die Kammern 48 der einzelnen Schaufel geleitet, um die Schaufeln unabhängig von der parallel durch die Bypassrohre 50 strömenden Spülluft intern zu kühlen.
  • Die Steuerventile 58 können dann dazu verwendet werden, den Strömungsdurchsatz der in die Schaufeln 42 geleiteten Kühlluft 16 auf geeignete Weise zu beeinflussen, ohne den Strömungsdurchsatz der durch die Bypassrohre 50 in dieselben Schaufeln geleiteten Spülluft zu beeinflussen.
  • Die zwei Verteiler 52, 54 und die Bypassrohre 50 erlauben es, verschiedene Anteile derselben mit Druck beaufschlagten Verdichterabluft sowohl als Spülluft als auch als Kühlluft von dem Verdichter auf parallelen Strömungspfaden durch die Schaufeln 42 zu leiten, die durch das äußere Deckband 44 voneinander isoliert sind. Der beeinflusste Luftstrom des ersten Verteilers steuert die Kühlung innerhalb der Schaufelkammern, wohingegen der nicht beeinflusste Luftstrom des zweiten Verteilers durch die Bypassrohre 50 zum kontinuierlichen Spülen der vorderen und hinteren Hohlräume 64, 66 dauerhaft bereitgestellt wird.
  • Es wurde festgestellt, dass die Beeinflussung des Schaufelkühlstroms während des Betriebs bei Reisegeschwindigkeit zu einer signifikanten Verbesserung der Triebwerkleistung führen kann, die auf eine Reduzierung des Kühlluftbedarfs zurückzuführen ist, die es wiederum erlaubt, während des Betriebs weniger Brennstoff zu verbrennen. Während des Triebwerkbetriebs bei Reisegeschwindigkeit kann insbesondere die Menge der in die einzelnen Schaufeln 42 geleiteten Kühlluft reduziert werden, während gleichzeitig ein ausreichender Spülluftstrom zu dem vorderen und hinteren Rotorhohlraum 64, 66 aufrechterhalten bleibt.
  • Es gilt zu beachten, dass das Druckprofil der Verbrennungsgase über den Druck- und Saugseiten der einzelnen Leitschaufeln 42 während des Betriebs variabel ist und dass das Druckgefälle zwischen der Abluft und den Verbrennungsgasen und in den verschiedenen Bereichen der Turbine, einschließlich der Schaufeln selbst, sowie in den zwei Spülhohlräumen 64, 66 während des Betriebs ebenfalls variabel ist.
  • Ein dauerhafter oder kontinuierlicher Spülluftstrom in den vorderen und den hinteren Hohlraum 64, 66 ist erwünscht, wohingegen die Beeinflussung des internen Schaufelkühlstroms einer signifikanten Leistungsverbesserung dienen kann, ohne dass die Haltbarkeit oder Lebensdauer der Leitschaufeln selbst beeinträchtigt wird. Die aus derselben Quelle stammende Abluft kann dazu dienen, die zwei Verteiler 52, 54 in einem relativ einfachen System zu beliefern, das die Beeinflussung der Schaufelkühlluft ohne Beeinflussung der Hohlraumspülluft erlaubt.
  • Die zwei in 2 dargestellten Verteiler 52, 54 können in verschiedene Konfigurationen eingefügt werden. Beispielsweise kann das Leitrad 34 der zweiten Stufe auf konventionelle Weise mithilfe geeigneter Aufhängeeinrichtungen, in denen die zwei Verteiler definiert werden können, an dem ringförmigen Außengehäuse 36 befestigt oder in diesem gelagert werden. In der in 2 dargestellten exemplarischen Ausführungsform erstreckt sich eine ringförmige Blechzwischenwand 68 in Axialrichtung zwischen den sich gegenüberliegenden Haken des äußeren Deckbands und ist radial zwischen dem Außengehäuse 36 und dem äußeren Deckband 44 angeordnet, um den ersten und den zweiten Verteiler 52, 54 in Radialrichtung voneinander zu trennen.
  • Wie in den 24 dargestellt, enthält der Zapfluftkreis 56 vorzugsweise mehrere erste Zuleitungsrohre 70, die sich radial durch Öffnungen im Außengehäuse 36 zu dem ersten Verteiler 52 erstrecken, um diesem die mit Druck beaufschlagte Kühlluft zuzuleiten. Mehrere sekundäre Zuleitungsrohre 72 erstrecken sich radial durch Öffnungen im Außengehäuse 36 zu dem zweiten Verteiler 54, um diesem die mit Druck beaufschlagte Spülluft zuzuleiten.
  • Jedes der ersten Rohre 70 weist ein entsprechendes der Steuerventile 58 zur Beeinflussung des durchgeleiteten Luftstroms auf, der von dem mit dem Ventil verbundenen Steuergerät 60 synchronisiert wird. Die ohne Strömungsbeeinflussungsventile ausgestatteten sekundären Rohre 72 dienen dem dauerhaften Durchleiten der Verdichterabluft in allen Phasen des Triebwerkbetriebszyklus.
  • Der Zapfluftkreis 56 enthält außerdem einen allgemeinen Lieferverteiler 74, der das Außengehäuse 36 umschließt und durch mehrere Rohre 76 in Strömungsverbindung mit dem Hochdruckverdichter 18 steht. Die Abluftrohre leiten gemeinsam dieselbe mit Druck beaufschlagte Abluft von dem Verdichter zu dem allgemeinen Lieferverteiler 74, und die mehreren ersten und sekundären Zuleitungsrohre 70, 72 gehen von dem allgemeinen Lieferverteiler ab, um dieselbe mit Druck beaufschlagte Luft zu dem ersten und dem zweiten Verteiler 52, 54 zu leiten.
  • Auf diese Weise kann die aus derselben Quelle stammende Abluft gleichmäßig entlang dem Umfang des Außengehäuses verteilt werden, sodass die entsprechenden Zuleitungsrohre und verschiedenen Bereiche der zwei Verteiler 52, 54 gespeist werden, um in Umfangsrichtung die gleichmäßige Schaufelkühlung und Hohlraumspülung sicherzustellen.
  • Die exemplarische Blechzwischenwand 68 ist in den 24 in verschiedenen Ansichten dargestellt und besteht vorzugsweise aus einer zweilagigen Konstruktion aus einer äußeren und einer inneren Lage, die auf geeignete Weise entlang entsprechender Kanten miteinander verbunden und radial voneinander beabstandet sind, um dazwischen den ersten Verteiler 52 zu definieren. Der zweite Verteiler 54 wird entsprechend radial zwischen der äußeren Lage der Zwischenwand und dem Außengehäuse 36 definiert.
  • Wie in 2 dargestellt, weist jedes der Bypassrohre 50 ein äußeres Ende, das in Strömungsverbindung mit dem zweiten Verteiler 54 durch eine Öffnung in der inneren Lage der Zwischenwand 68 verläuft, und zudem ein inneres Ende auf, das sich durch das innere Deckband 46 radial nach innen erstreckt. Dies ermöglicht eine direkte Strömungsverbindung von dem zweiten Verteiler 54 durch das innere Deckband 46 unter Umgehung der Leitschaufel 42.
  • Wie in den 3 und 4 dargestellt, weist die äußere Lage der Zwischenwand 68 mehrere Einlassöffnungen 78 auf, die in Strömungsverbindung mit den sekundären Zuleitungsrohren 70 angeordnet sind, um aus diesen die mit Druck beaufschlagte Luft aufzunehmen.
  • Jedes der Bypassrohre 50 ist durch eine röhrenförmige Muffe oder ein inneres Röhrchen 80, das in Strömungsverbindung mit dem zweiten Verteiler 54 steht, mit der inneren Lage der in 2 dargestellten Zwischenwand 68 abdichtend verbunden. Das innere Röhrchen 80 ist in direkter Strömungsverbindung mit dem zweiten Verteiler 54 an das Bypassrohr 50 angeschlossen, um den ersten Verteiler 52 und dessen Bereich zu umgehen, der die mehreren Leitschaufeln unmittelbar umschließt.
  • Eine äußere röhrenförmige Muffe oder Röhrchen 82 verbindet, wie in 4 dargestellt, jedes der sekundären Zuleitungsrohre 70 mit der äußeren Lage der Zwischenwand 68, um eine direkte Strömungsverbindung mit dem ersten Verteiler 52 unter Umgehung des umschließenden zweiten Verteilers 54 zu ermöglichen. Auf diese Weise können die ersten Zuleitungsrohre 70 direkt mit dem ersten Verteiler 52 verbunden werden, wobei der zweite Verteiler 54 direkt mit den sekundären Zuleitungsrohren 72 verbunden wird, um aus diesen die mit Druck beaufschlagte Luft aufzunehmen und diese Luft durch die inneren Röhrchen 80 zu den entsprechenden Bypassrohren 50 zu übertragen.
  • Die zweilagige Zwischenwand 68 stellt einen praktischen und einfachen Mechanismus zur Definition der unabhängigen Verteiler 52, 54 und der entsprechenden parallelen Strömungspfade zum Kühlen der Leitschaufeln dar, wobei gleichzeitig diejenigen Schaufeln umgangen werden, durch welche die mit Druck beaufschlagte Spülluft nach innen zu dem vorderen Rotorhohlraum 64 geleitet wird. Wie in den 2 und 3 dargestellt, weist die Zwischenwand 68 eine Lage auf, die vorzugsweise über den Vorder- oder Anströmkantenenden der Leitschaufeln 42 liegt, und trägt die inneren Röhrchen 80 auf geeignete Weise in entsprechenden röhrenförmigen Aufnahmen. Die Zwischenwand 68 ist auch in Umfangsrichtung zwischen den vorderen Enden der Schaufeln zweilagig, und trägt die äußeren Röhrchen, wie in 4 dargestellt, in entsprechenden röhrenförmigen Aufnahmen in ihrer äußeren Lage.
  • Wie in den 2 und 4 im Einzelnen und in 3 im Kollektiv dargestellt, ist die Zwischenwand 68 auch in Umfangsrichtung zwischen und über den Hinter- oder Abströmkanten der Reihe Leitschaufeln 42 zweilagig, um einen in Umfangsrichtung durchgehenden ersten Verteiler 52 über mehreren benachbarten Schaufeln zu schaffen. 3 stellt die Zinnen- oder Schlangenform der zweilagigen Zwischenwand 68 dar, die die Kontinuität des ersten Verteilers 52 in Umfangsrichtung aufrechterhält und gleichzeitig in den einlagigen Bereichen der Zwischenwand mit praktischen Öffnungen oder Aufnahmen zum Befestigen der inneren Röhrchen 80 ausgeführt ist, die mit den darunter liegenden Bypassrohren 50 verbunden sind.
  • In der Schnittperspektive in 3 ist am besten dargestellt, dass die innere Lage der Zwischenwand 68 perforiert ist und eine Menge oder Vielzahl in geringem Abstand zueinander liegender Prallkühlungslöcher 84 aufweist, die entlang dem ersten Verteiler 54 angeordnet sind, um zuerst die mit Druck beaufschlagte Luft aus diesem zur Prallkühlung des darunter liegenden äußeren Deckbands 44 des Leitrads abzugeben. Die allgemeine Zwischenwand 68 ermöglicht daher, die unabhängigen ersten und zweiten Verteiler 52, 54 auf praktische Weise in den freien Raum zwischen dem Außengehäuse 36 und dem äußeren Deckband einzufügen, und ist gleichzeitig ein praktisches Element für das Einbringen der Prallkühlungslöcher 84 zur Prallkühlung des äußeren Deckbands.
  • Wie in 4 dargestellt, enthält jede der Leitschaufeln vorzugsweise einen perforierten Prallkühlungseinsatz oder ein perforiertes Prallleitblech 86, das auf geeignete Weise im Innern der Kammer 48 befestigt ist und einen sich radial durch das äußere Deckband 46 nach außen erstreckenden röhrenförmigen Einlass 88 aufweist. Der Einlass 88 umschließt ein entsprechendes Bypassrohr 50, um ursprünglich durch die Prallkühlungslöcher 84 der inneren Zwischenwandlage abgegebene verbrauchte Prallluft aufzunehmen.
  • Auf diese Weise kann die Zwischenwand 68 auf praktische Weise für die Prallkühlung der Außenfläche des äußeren Deckbands verwendet werden, bevor die verbrauchte Prallluft zu dem Prallleitblech 86 im Schaufelinneren weitergeleitet wird. Das Prallleitblech weist ebenfalls eine Vielzahl von Prallkühlungslöchern auf, die eine zweite Prallkühlung der Innenfläche des Leitrads ermöglichen.
  • Die verbrauchte Prallluft aus kann aus dem Innern jeder Leitschaufel durch eine oder mehrere Reihen konventioneller Filmkühlbohrungen 90 abgegeben werden, die sich durch dessen Druck- oder Saugseite oder durch beide Seiten erstrecken. Die beeinflusste Kühlluft kann daher durch den ersten Verteiler 52 in die entsprechenden Leitschaufeln 42 zu deren Kühlung geleitet und dann durch Filmkühlbohrungen 90 zurück in den Verbrennungsgas-Strömungspfad zwischen den Leitschaufeln abgegeben werden.
  • In alternativen Ausführungsformen kann in jede Schaufel 42 statt des Prallleitblechs 86 ein beliebiger anderer konventioneller Kühlkreislauf, wie z. B. interne Konvektions- und Kühlschlangenkühlung, integriert werden.
  • Wie in 2 dargestellt, weist das innere Deckband 46 einen sich entlang von dessen Umfang erstreckenden und in Strömungsverbindung mit den mehreren Bypassrohren 50 stehenden integralen Verteiler 92 auf. Der innere Verteiler weist eine Reihe dem vorderen Rotorhohlraum 64 gegenüberliegender Austrittslöcher 94 auf, damit die Spülluft in diesen abgegeben werden kann.
  • Der innere Verteiler 92 trägt vorzugsweise eine konventionelle, wabenförmige Dichtung 96, die in unmittelbarer Nähe zu den Labyrinthdichtungszähnen der Zwischenstufendichtung 62 angeordnet ist, und trennt den vorderen und den hinteren Rotorhohlraum 64, 66 voneinander. Die allgemeine Zwischenwand 68 trennt den ersten und den zweiten Verteiler 52, 54 voneinander und schafft einen direkten Strömungspfad durch die einzelnen Schaufeln, der deren interne Kühlkreisläufe umgeht, um die mit Druck beaufschlagte Spülluft durch den inneren Verteiler 92 direkt dem vorderen Rotorhohlraum 64 zuzuführen.
  • In dieser Konfiguration wird die unbeeinflusste Spülluft direkt durch das äußere Deckband 44 und durch die Reihe Leitschaufeln geleitet, um den vorderen Hohlraum 64 und danach den hinteren Hohlraum 66 unter Verwendung der mit Druck beaufschlagten Spülluft zu spülen. Im Gegensatz dazu wird die zu dem ersten Verteiler 52 geleitete, mit Druck beaufschlagte Kühlluft von den Steuerventilen 58 beeinflusst und kann zuerst gegen das äußere Deckband 44 zu dessen Prallkühlung geleitet werden, um dann von dem Prallleitblech 86 in die Kammern 48 der Leitschaufeln zu deren Prallkühlung weitergeleitet zu werden.
  • 5 stellt eine Modifikation des angepassten Turbinenleitrads 34 der zweiten Stufe dar. In dieser Ausführungsform enthält jede der Schaufeln 42 eine unperforierte Querrippe oder Trennwand 98, die mit den sich gegenüberliegenden Druck- und Saugseiten der Schaufel integral verbunden ist, um die Kammer 48 in einen vorderen und hinteren Hohlraum oder Kanal zu unterteilen.
  • Das Bypassrohr ist entsprechend in der modifizierten Form eines vorderen Prallkühlungseinsatzes oder Prallleitblechs 100 ausgeführt, das innerhalb des vorderen Kanals angeordnet ist. Das obere Ende des vorderen Rohrprallleitblechs 100 erstreckt sich durch das äußere Deckband, um das innere Röhrchen 80 wie oben beschrieben aufzunehmen. Das untere Ende des vorderen Rohrprallleitblechs 100 erstreckt sich durch das innere Deckband und steht, wie ebenfalls oben beschrieben, in Strömungsverbindung mit dem inneren Verteiler.
  • Das vordere Prallleitblech 100 weist eine Vielzahl von Prallkühlungslöchern zur Prallkühlung der Innenfläche des vorderen Kanals auf, wobei ein Anteil der mit Druck beaufschlagten Luft, die durch dieses hindurchgeleitet wird, die Schaufel selbst weiterhin umgeht, um zur kontinuierlichen Spülung des vorderen und hinteren Hohlraums direkt zu dem inneren Verteiler 92 zu strömen, wie oben näher beschrieben ist.
  • In dieser Ausführungsform unterteilt die Trennwand 98 die Kammer 48 in der Nähe der Mittelsehne der Schaufel, damit deren vordere und hintere Bereiche separat gekühlt werden. Auf diese Weise kann vollständig mit Druck beaufschlagte Kühlluft kontinuierlich dem vorderen Kanal zugeführt werden, um in Bezug auf die außerhalb der Schaufeln strömenden Verbrennungsgase einen angemessenen Rückstromdruckabfall aufrechtzuerhalten. Die verbrauchte Prallluft im vorderen Kanal wird, wie oben beschrieben, durch die Filmkühlungslöcher 90 mit einem Rückstromdruckabfall abgegeben, der von der Beeinflussung der Kühlluft in dem hinteren Kanal nicht betroffen ist.
  • Der hintere Kanal der Kammer 48 enthält vorzugsweise ein eigenes hinteres Prallleitblech 86, das, wie oben beschrieben, den durch das äußere Deckband 44 hindurchgehenden Einlass 88 aufweist. Ein hinteres Röhrchen 102 kann dazu verwendet werden, den ersten Verteiler 52 in Strömungsverbindung mit dem Einlass 88 des hinteren Prallleitblechs 86 zu verbinden und diesem beeinflusste Kühlluft direkt zuzuführen.
  • In dieser Ausführungsform kann die zweilagige Zwischenwand 68 mit Ausnahme der für die drei verschiedenen Röhrchen 80, 82, 102 erforderlichen Öffnungen ansonsten ohne Prallkühlungslöcher unperforiert bleiben. Die drei Röhrchen ermöglichen praktische Strömungsverbindungen zwischen der allgemeinen zweilagigen Zwischenwand 68 und den angepassten ersten Zuleitungsrohren 70 auf deren Einlassseite sowie zu den vorderen und hinteren Prallleitblechen 100, 86 auf deren Auslassseite.
  • Bei dem oben in exemplarischen Ausführungsformen beschriebenen Turbinenleitrad der zweiten Stufe werden die allgemeine Zwischenwand 68 und Bypassrohre 50 eingefügt, um zwei unabhängige und parallele Strömungspfade durch die allgemeinen Leitschaufeln zu schaffen. Der durch den ersten Verteiler 52 definierte angepasste Kühlluftströmungspfad ermöglicht die beeinflusste Kühlung der Leitschaufeln 42 und der tragenden äußeren Deckbänder. Der von dem zweiten Verteiler 54 und mitwirkenden Bypassrohren 50 definierte Strömungspfad für nicht beeinflusste Spülluft leitet zur Spülung des vorderen Rotorhohlraums 64 die Spülluft durch die einzelnen Leitschaufeln direkt um.
  • Auf diese Weise wird dem vorderen und dem hinteren Rotorhohlraum 64, 66 dauerhaft Spülluft zugeführt, während beeinflusste Kühlluft den einzelnen Leitschaufeln 42 zugeführt wird. Während das ein Flugzeug antreibende Mantelstromtriebwerk bei Reisegeschwindigkeit betrieben wird, kann der Kühlluftstrom zu den einzelnen Schaufeln selektiv reduziert werden, wenn die für die vorübergehende Reduzierung der zugeführten Kühlluftmenge relevanten Betriebsparameter des Triebwerks dies erlauben. Da der Betrieb des Flugzeugs bei Reisegeschwindigkeit eine typische Langzeit-Triebwerkleistungsstufe mit reduzierter Leistung darstellt, erlaubt die temporäre Reduzierung der den Leitschaufeln zugeführten Kühlluft eine wesentliche Senkung des Brennstoffverbrauchs.
  • Wenn eine genaue Anpassung des Rückstromdruckabfalls in jeder Schaufel erwünscht ist, kann die unterteilende Trennwand 98 eingefügt werden, um die beeinflusste Kühlung des hinteren Schaufelbereichs und die nicht beeinflusste Kühlung des vorderen Schaufelbereichs sowie das dauerhafte Umleiten der Spülluft durch den vorderen Schaufelbereich zu dem inneren Verteiler zum Spülen des vorderen und des hinteren Rotorhohlraums zu ermöglichen.

Claims (10)

  1. Gasturbinentriebwerk (10), das Folgendes umfasst: einen Verdichter (18), der mit einer Turbine (24) verbunden ist, um dadurch angetrieben zu werden; wobei die Turbine (24) ein Leitrad (34) mit einer Reihe hohler Leitschaufeln (42) aufweist, die sich radial zwischen dem äußeren und dem inneren Deckband (44, 46) erstrecken, und wobei das äußere Deckband (44) in einem ringförmigen Außengehäuse (36) gelagert ist; wobei jede der Leitschaufeln (42) eine innere Kühlkammer (48) und ein sich durch das äußere und innere Deckband erstreckendes Bypassrohr aufweist; eine zweilagige Zwischenwand (68), die radial zwischen dem Außengehäuse (36) und dem inneren Deckband (44) angeordnet ist und unabhängige erste und zweite Verteiler (52, 54) definiert; wobei der erste Verteiler (52) das äußere Deckband (44) umschließt und in Strömungsverbindung mit den Kammern (48) der Leitschaufeln angeordnet ist; wobei der zweite Verteiler (54) den ersten Verteiler (52) umschließt und in Strömungsverbindung mit den Bypassrohren (50) der Leitschaufeln angeordnet ist; einen in Strömungsverbindung zwischen dem Verdichter (18) und dem ersten und zweiten Verteiler (52, 54) angeordneten Zapfluftkreis (56), um Druckluft dazwischen zu kanalisieren: gekennzeichnet durch ein zwischen dem Zapfluftkreis (56) und dem ersten Verteiler (52) angeordnetes Steuerventil (58), um den Strom mit Druck beaufschlagter Kühlluft in die Leitschaufelkammern (48) zu beeinflussen.
  2. Triebwerk nach Anspruch 1, wobei der erste und der zweite Verteiler (52, 54) in Strömungsrichtung parallel zu dem Zapfluftkreis (56) angeordnet sind, und wobei der zweite Verteiler (54) ohne ein Strömungsbeeinflussungsventil direkt mit dem Zapfluftkreis (56) verbunden ist.
  3. Triebwerk nach Anspruch 2, wobei die Zwischenwand (68) eine äußere und eine innere Lage umfasst, die radial voneinander beabstandet sind, um dazwischen den ersten Verteiler (52) zu definieren, wobei der zweite Verteiler (54) radial zwischen der äußeren Lage und dem Außengehäuse (36) definiert ist.
  4. Triebwerk nach Anspruch 3, wobei jedes der Bypassrohre (50) ein äußeres Ende, das in Strömungsverbindung mit dem zweiten Verteiler (54) durch die Zwischenwand (68) verläuft, und ein inneres Ende aufweist, das sich durch das innere Deckband (46) erstreckt.
  5. Triebwerk nach Anspruch 4, wobei die äußere Lage der Zwischenwand (68) mehrere Öffnungen (78) aufweist, die in Strömungsverbindung mit den sekundären Zuleitungsrohren (70) angeordnet sind.
  6. Triebwerk nach Anspruch 5, das ferner Folgendes umfasst: ein inneres Röhrchen (80), das in Strömungsverbindung mit dem zweiten Verteiler (54) jedes der Bypassrohre (50) mit der Zwischenwand (68) verbindet; und ein äußeres Röhrchen (82), das in Strömungsverbindung mit dem ersten Verteiler (52) jedes der sekundären Zuleitungsrohre (70) mit der Zwischenwand (68) verbindet.
  7. Triebwerk nach Anspruch 6, wobei die Zwischenwand (68) über den vorderen Enden der Leitschaufeln (42) einlagig ist und die inneren Röhrchen in sich abstützt, und in Umfangsrichtung zwischen den vorderen Enden der Leitschaufeln (42) zweilagig ist und die äußeren Röhrchen (82) in ihrer äußeren Lage trägt.
  8. Triebwerk nach Anspruch 7, wobei die Zwischenwand (68) in Umfangsrichtung zwischen und über hinteren Enden der Leitschaufeln (42) zweilagig ist, um über mehreren benachbarten Leitschaufeln einen in Umfangsrichtung durchgängigen ersten Verteiler (52) zu schaffen.
  9. Triebwerk nach Anspruch 8, wobei: die innere Lage der Zwischenwand (68) entlang dem ersten Verteiler eine Vielzahl von Prallkühlungslöchern (84) aufweist, um die Druckluft daraus zum Prallkühlen des äußeren Deckbands (44) abzugeben; und jede der Leitschaufeln (42) in ihrer Kammer (48) ein Prallleitblech (86) mit einem das äußere Deckband (44) durchdringenden Einlass (88) enthält, der ein entsprechendes Bypassrohr (50) umschließt, um durch die Prallkühlungslöcher (84) abgegebene, verbrauchte Prallkühlungsluft aufzunehmen.
  10. Triebwerk nach Anspruch 8, wobei: jede der Leitschaufeln (42) eine Trennwand (98) aufweist, welche die Kammer (48) in einen vorderen und einen hinteren Kanal unterteilt; das Bypassrohr ein vorderes Prallleitblech (100) umfasst, das innerhalb des vorderen Kanals angeordnet ist; der hintere Kanal ein hinteres Prallleitblech (86) enthält, das einen das äußere Deckband (44) durchdringenden Einlass (88) aufweist; und ein hinteres Röhrchen (102) in Strömungsverbindung mit dem Einlass (88) des hinteren Prallleitblechs (86) mit dem ersten Verteiler (52) verbunden ist.
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