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TECHNISCHES ERFINDUNGSGEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein optische Dispersionskompensatoren
und insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Implementieren
eines wellenlängennachführenden
Dispersionskompensators.
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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Dispersionskompensatoren
(DC) für
optische Signale können
die chromatische Dispersion in einer optischen Faser korrigieren
und eignen sich insbesondere für
Bitraten von 10 Gb/s und höher.
Zudem ist es vorteilhaft, daß der
Dispersionskompensator ein einstellbares, auch als „abstimmbar" bezeichnetes, Dispersionsausmaß aufweist,
wodurch die Systeminstallation erleichtert wird. Es ist auch vorteilhaft,
wenn der abstimmbare Dispersionskompensator (TDC – Tunable
Dispersion Compensator) farblos ist, das heißt, eine Einrichtung kann viele
Kanäle
simultan kompensieren oder kann auswählbar sein, um einen beliebigen
Kanal in dem System zu kompensieren.
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Zu
bisher vorgeschlagenen farblosen TDCs zählen Ringresonatoren, das VIPA
(Virtually Imaged Phased Array), kaskadierte Mach-Zehnder-Interferometer
(MZIs), temperaturabgestimmte Etalons, Wellenlängengitterrouter (WGRs) mit
thermischen Linsen und Volumengitter mit verformbaren Spiegeln.
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In
meiner jüngst
eingereichten Anmeldung mit dem Titel „TUNABLE DISPERSION COMPENSATOR", eingereicht am
20. Januar 2004, Veröffentlichung
Nr.
US 2005/0058398
A1 , beschreibe ich ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Implementieren eines farblosen abstimmbaren Dispersionskompensators
auf Mach-Zehnder-Interferometer-Basis. Wenngleich mit diesem TDC
ein großer
Dispersionsbereich mit einem sehr einfachen Design erzielt wird, weist
er einen Mangel dahingehend auf, daß er eine sehr schmale optische
Bandbreite aufweist. Er kann eine Fehlausrichtung zwischen der Wellenlänge des Senders
und einer Mittenwellenlänge
des TDC innerhalb einer der freien spektralen DC-Bereiche von etwa
+/– 20
pm tolerieren. Diese optische TDC-Bandbreite ist akzeptabel für wellenlängensynchronisierte Sender,
aber viele Anwendungen verwenden nichtwellenlängensynchronisierte Sender,
auch als „TDM"-Sender bezeichnet. TDM-Sender weisen üblicherweise
eine Wellenlängendriftspezifikation
von +/– 100
pm über
ihre Lebenszeit hinweg auf, was für die optische TDC-Bandbreite möglicherweise
zu groß ist.
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Um
diese Begrenzung der optischen Bandbreite zu überwinden und eine TDM-Senderwellenlängendriftspezifikation
zu berücksichtigen,
offenbarte ich das Synchronisieren des TDC zu der TDM-Senderlaserwellenlänge durch
Justieren von Phasenschiebern in den beiden äußersten MZIs des drei MZI-stufigen
TDC. Beispielsweise kann durch gleichzeitiges Erhöhen der
Ansteuerung zu Phasenschiebern in beiden längeren Armen der beiden äußersten
MZIs der TDC auf längere
Wellenlängen
abgestimmt werden. Der Rückkopplungssteuermechanismus
für das
Synchronisieren wird abgeleitet durch Dithern dieser Phasenschieber
in den äußersten MZIs
gleichzeitig mit einer spezifischen Frequenz und Messen der Ausgangsleistung
von dem TDC unter Verwendung eines Abgriffs und eines Fotodetektors,
wobei eine standardmäßige Spitzendetektionsrückkopplungssteuerung
verwendet wird.
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Durch
die Verwendung des Ditherns wird jedoch unerwünschterweise optische Modulation
zu dem durch den TDC und über
das System übertragenen
datenmodulierten Wellenlängensignal
hinzugefügt,
was die Fähigkeit
eines Empfängers
beeinflussen kann, die auf diesem Wellenlängensignal modulierten Daten
zu detektieren. Da die Datenmodulation des Wellenlängensignals
als Dithern erscheint, würde
es außerdem
nachteiligerweise verursachen, daß der TDC seine Mittenwellenlänge ändert, und
die Dispersionskompensation beeinflussen. Außerdem funktioniert eine derartige
Dithertechnik nicht angemessen für
niedrige Dispersionseinstellungen.
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Somit
besteht ein anhaltender Bedarf an einem TDC, der sowohl einen größeren Dispersionsbereich
aufweist und der eine TDM-Senderwellenlängendriftspezifikation berücksichtigen
kann, die über seine
Lebenszeit hinweg um +/– 100
pm variieren kann.
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KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung offenbare ich ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Implementieren
eines wellenlängennachführenden
Dispersionskompensators (WT-DC),
der die Wellenlänge eines
empfangenen Eingangssignals nachführt. Der WT-DC enthält einen
optischen Eingangssignalmonitor, eine Differentialdetektorsteuerschaltung,
einen Temperaturcontroller und einen Eingangssignaldispersionskompensator
(DC). Der Monitor enthält
ein Mach-Zehnder-Interferometer mit einem freien Spektralbereich,
der dem freien spektralen DC-Bereich oder
einem ganzzahligen Teil oder Vielfachen davon entspricht. Die zwei
Ausgänge
des Monitors sind an zwei Fotodetektoren der Differentialdetektorsteuerschaltung
gekoppelt. Die Differentialdetektorsteuerschaltung steuert anhand
des Differenzstroms zwischen den Fotodetektoren den Temperaturcontroller, um
die Temperatur des Monitors und des DC zu setzen. Auf diese Weise
verfolgt der WT-DC automatisch die Wellenlänge des Eingangssignals. Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
sind der Monitor und der DC auf dem gleichen planaren Lichtwellenschaltungschip
integriert. Weil der Monitor auf dem gleichen Chip wie der DC integriert
ist, entstehen durch ihn minimale zusätzliche Kosten, und er garantiert, daß die Wellenlänge des
Monitors und des DC zusammen mit der Temperatur verlaufen. Bei einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird zur weiteren Verbesserung der Leistung veranlaßt, daß der DC
eine abstimmbare Dispersion aufweist. Der Ausdruck DC wird im folgenden
verwendet, um einen Dispersionskompensator zu identifizieren, der
entweder fest oder abstimmbar sein könnte, ohne den Schutzbereich
der Erfindung zu ändern.
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Insbesondere
umfaßt
bei einer Ausführungsform
meines WT-DC der Kompensator:
einen Chromatische-Dispersions-Kompensator
DC mit einer temperaturabhängigen
Wellenlängencharakteristik
und bei einer Referenzwellenlänge
arbeitend, zum Empfangen eines Eingangssignals, das eine Wellenlänge aufweist,
die mit der Zeit variieren kann,
einen Wellenlängenmonitor
mit einer temperaturabhängigen
Wellenlängencharakteristik
und bei der gleichen Wellenlänge
arbeitend wie der DC zum Empfangen des Eingangssignals und zum Erzeugen von
zwei optischen Ausgangssignalen,
eine Differentialdetektorsteuerschaltung
zum Detektieren der beiden optischen Ausgangssignale und zum Erzeugen
eines Steuersignals, das anzeigt, wenn die Wellenlänge des
empfangenen Eingangssignals auf die Referenzwellenlänge des
DC fehlausgerichtet ist, und
einen Temperaturcontroller zum Ändern der
Temperatur sowohl des DC als auch des Wellenlängenmonitors als Reaktion auf
das Steuersignal, um die Referenzwellenlänge des DC und des Wellenlängenmonitors
zu ändern,
zum Ausgleichen mit der Wellenlänge
des empfangenen Eingangssignals.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
erzeugt der Wellenlängenmonitor
nur ein optisches Ausgangssignal, und die Detektorsteuerschaltung
detektiert dieses Signal und erzeugt das Steuersignal. Bei einer
weiteren Ausführungsform
befinden sich sowohl der DC als auch der Wellenlängenmonitor auf dem gleichen
Chip (oder Substrat). Gemäß einem Merkmal
ist der freie Spektralbereich FSR des DC gleich dem N- oder dem
1/N-fachen des FSR des Monitors, wobei N eine positive ganze Zahl
ist. Gemäß einem
weiteren Merkmal, wenn das Eingangssignal ein Mehrwellensignal ist,
ist der FSR des DC gleich dem Kanalabstand des Mehrwellensignals
dividiert durch eine positive ganze Zahl M. Bei noch weiteren Ausführungsformen
ist der WT-DC als Teil einer optischen Vorrichtung integriert, die
aus einer oder mehreren der folgenden optischen Komponenten besteht,
einschließlich
einem optischen Sender, einem optischen Verstärker, einem optischen Filter, einem
Wellenlängenmultiplexer,
einem Wellenlängendemultiplexer
und einem optischen Empfänger.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Eine
eingehendere Würdigung
der vorliegenden Erfindung ergibt sich unter Berücksichtigung der folgenden
ausführlichen
Beschreibung, die im Lichte der beiliegenden Zeichnungen gelesen
werden sollte. Es zeigen:
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1 einen
wellenlängennachführenden Dispersionskompensator
(WT-DC) gemäß der vorliegenden
Erfindung,
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2A und 2B einige
Arbeitscharakteristiken des temperaturabhängigen Wellenlängenmonitors,
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3 für eine Mehrwellen-WT-DC-Anordnung
die Variation der Dispersion mit der Wellenlänge über den freien Spektralbereich
des WT-DC,
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4 einen
Querschnitt durch eine Ausführungsform
des WT-DC,
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5 ein
veranschaulichendes planares Wellenleiterlayout des WT-DC von 1,
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6A und 6B die
Verwendung meines WT-DC in veranschaulichenden optischen Übertragungssystemen,
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7A und 7B meinen
zusammen mit einem Erbium-Verstärker angeordneten
wellenlängennachführenden
DC.
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In
der folgenden Beschreibung stellen identische Elementbezeichnungen
in verschiedenen Figuren identische Elemente dar. Außerdem bezieht
sich bei den Elementbezeichnungen die erste Ziffer auf die Figur,
in der sich dieses Element befindet (z.B. befindet sich 101 zuerst
in 1).
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Unter
Bezugnahme auf 1 gemäß der vorliegenden Erfindung
wird ein veranschaulichendes Diagramm meines wellenlängennachführenden Dispersionskompensators
(WT-DC) gezeigt.
Mein WT-DC 100 enthält
vier Basiseinheiten, (1) einen temperaturabhängigen Dispersionskompensator (DC) 110 für chromatische
optische Signale, (2) einen temperaturabhängigen Wellenlängenmonitor 120,
eine Differentialdetektorsteuerschaltung 130 und (3) einen
Temperaturcontroller 140 zum Ändern der Temperatur sowohl
des DC 110 als auch des Wellenlängenmonitors 120.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform
meines WT-DC sind der DC 110 und der Wellenlängenmonitor 120 auf
einem gemeinsamen Substrat oder Chip befestigt. Bei einer weiteren Ausführungsform
ist der DC 110 so implementiert, daß er eine feste Dispersionskompensation
aufweist. Bei noch einer weiteren Ausführungsform ist dem DC 110 und
dem Wellenlängenmonitor 120 eine
Halbwellenplatte hinzugefügt,
um sie polarisationsunabhängig
zu machen.
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Als
Veranschaulichung kann der DC
110 unter Verwendung einer
beliebigen der Ausführungsformen
implementiert werden, wie in meiner gleichzeitig anhängigen Anmeldung
mit der Bezeichnung C.R. Doerr 81 mit dem Titel „TUNABLE DISPERSION COMPENSATOR", Veröffentlichung
Nr.
US 2005/0058398
A1 , eingereicht am 20. Januar 2004 (im weiteren frühere TDC-Anmeldung)
beschrieben und durch Bezugnahme hier aufgenommen. Kurz gesagt beschrieb
jene Anmeldung ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Implementieren
eines farblosen polarisationsunabhängigen abstimmbaren Dispersionskompensators
(TDC – Tunable
Dispersion Compensator) auf Basis eines Mach-Zehnder-Interferometers (MZI), der nur
drei MZI-Stufen (zwei MZI-Stufen in einer reflektierenden Version)
und zwei einstellbare Koppler aufweist, die auf eine Steuerspannung
reagieren, wodurch er kompakt, stromarm und einfach herzustellen,
zu testen und zu betreiben wird. Der TDC erreicht Polarisationsunabhängigkeit unter
Verwendung einer Halbwellenplatte, die über die Mittelpunkte der beiden
Weglängen
der mittleren MZI-Stufe
positioniert ist, um die TE- und TM-Polarisationen auszutauschen. Ein derartiger
MZI–basierter
TDC mit einer Version des freien Spektralbereichs von 25 GHz kann
~± 2100
ps/nm für
10 Gb/s-Signale kompensieren. Mit einem freien Spektralbereich (FSR)
gleich dem Systemkanalabstand dividiert durch eine ganze Zahl wird
es für
den TDC möglich, viele
Kanäle
entweder simultan zu kompensieren und auch den Fall, wo die Wellenlänge zwischen
verschiedenen Kanälen
ohne Justierung des TDC springt. Beispielsweise gestattet der freie
Spektralbereich von 25 GHz, sowie die freien Spektralbereiche 20
GHz und 33,3 GHz, daß der
TDC mehrere Kanäle auf
einem 100-GHz-Gitter
kompensiert. Wenngleich meine frühere
TDC-Anmeldung einen
TDC beschreibt, der so implementiert ist, daß er eine einstellbare Dispersionskompensation
aufweist, erfordert der Betrieb meines WT-DC
100 nicht,
daß der
DC eine einstellbare Dispersionskompensation aufweist, obwohl ein
DC
110 mit einstellbarer Dispersionskompensation die bevorzugte
Ausführungsform
darstellt. Außerdem
beschreibt meine frühere
TDC-Anmeldung zwar
einen TDC, der eine Halbwellenplatte enthält, doch erfordert der Betrieb
eines WT-DC
100 nicht, daß der DC
110 eine
Halbwellenplatte aufweist, wenngleich bei einer bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung dem DC
110 und dem Wellenlängenmonitor
120 eine
gemeinsame Halbwellenplatte (oder gegebenenfalls getrennte Halbwellenplatten)
hinzugefügt
werden, um sie beide polarisationsunabhängig zu machen.
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Während in
meiner früheren
TDC-Anmeldung ein großer
Dispersionsbereich mit einem sehr einfachen Design erzielt wird,
hat sie den Nachteil, daß sie
eine sehr schmale optische Bandbreite aufweist. Sie kann eine Fehlausrichtung
zwischen der Wellenlänge
des Senders (dem Eingangssignal zu dem TDC) und einer Mittenwellenlänge des
TDC innerhalb einer der freien Spektralbereiche des TDC von +/– 20 pm
tolerieren. Dies ist akzeptabel für wellenlängensynchronisierte Sender,
doch viele Anwendungen verwenden nicht-wellenlängensynchronisierter Sender,
auch als „TDM"-Sender bezeichnet.
Solche TDM-Sender weisen über
ihre Lebensdauer hinweg üblicherweise
eine Wellenlängendriftspezifikation
von +/– 100
pm auf. Damit der TDC eine Bandbreite aufweist, die breit genug
ist, um diesen Bereich abzudecken und immer noch den gleichen Dispersionsbereich
zu liefern, würde
erfordern, daß der
TDC viel größer und
viel komplizierter wird.
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In
meiner früheren
TDC-Anmeldung ist die optische Bandbreite im allgemeinen adäquat, wenn in
dem System wellenlängensynchronisierte
Transmitterlaser verwendet werden. Bei einigen Systemen jedoch kann
die Ungewißheit
bei der Laserwellenlänge
möglicherweise
für die
optische TDC-Bandbreite zu groß sein.
In einem derartigen Fall diskutierte ich in meiner früheren TDC- Anmeldung, daß ich den TDC
auf die Laserwellenlänge
synchronisieren kann, indem Phasenschieber in den beiden äußersten MZIs
justiert werden. Beispielsweise kann durch gleichzeitiges Erhöhen der
Ansteuerung zu Phasenschiebern in beiden längeren Armen der beiden äußersten
MZIs der TDC auf längere
Wellenlängen
abgestimmt werden. Die Rückkopplung
für die
Synchronisation kann abgeleitet werden durch gleichzeitiges Dithern
dieser Phasenschieber in den äußersten MZIs
bei einer spezifischen Frequenz und Messen der Ausgangsleistung
von dem TDC unter Verwendung eines Abgriffs und eines Fotodetektors,
wobei eine standardmäßige Spitzendetektionsrückkopplungssteuerung
verwendet wird.
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Durch
die Verwendung des Ditherns wird jedoch unerwünschterweise optische Modulation
zu dem durch den TDC (über
das System) übertragenen datenmodulierten
Wellenlängensignal
hinzugefügt, was
die Fähigkeit
eines Empfängers
beeinflussen kann, die auf diesem Wellenlängensignal modulierten Daten
zu detektieren. Da die Datenmodulation des Wellenlängensignals
als Dithern erscheint, würde
es außerdem
nachteiligerweise verursachen, daß der TDC seine Mittenwellenlänge ändert, und
die Dispersionskompensation beeinflussen. Außerdem funktioniert eine derartige
Dithertechnik nicht angemessen für
niedrige Dispersionseinstellungen.
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Unter
Bezugnahme auf 1 stellt mein neuer WT-DC 100 der
vorliegenden Erfindung eine einzigartige Lösung bereit zum Abstimmen des
DC 110 auf Eingangssignale, die von nicht-wellenlängensynchronisierten
Senderlasern abgeleitet sind. Mein WT-DC 100 integriert
DC 110 und einen optischen Wellenlängenmonitor 120 auf
dem gleichen planaren Lichtwellenschaltungschip oder – substrat 150.
Da DC 110 und Wellenlängenmonitor 120 beide
eine temperaturabhängige
Wellencharakteristik aufweisen, werden über das Ändern der Temperatur des Chip 150 sowohl
die Referenzarbeitswellenlänge (oder
Mittenarbeitswellenlänge)
des DC 110 als auch des Wellenlängenmonitors 120 geändert. Eine
Differentialdetektorsteuerschaltung 130 überwacht
die Ausgabe von dem Wellenlängenmonitor 120,
um eine etwaige Differenz zwischen der Wellenlänge des empfangenen Eingangssignals
(z.B. dem empfangenen nicht-wellenlängensynchronisierten Senderlasersignal)
und der Referenzarbeitswellenlänge
des DC 110 zu bestimmen, und erzeugt ein Steuersignal 138,
mit dem die Temperatur des Chip 150 gesteuert wird. Dieses
Steuersignal 138 steuert den Temperaturcontroller 140,
die Temperatur des Chips oder Substrats 150 zu ändern. Auf
die oben beschriebene Weise werden der optische Wellenlängenmonitor 120,
die Differentialdetektorsteuerschaltung 130 und der Temperaturcontroller 140 verwendet,
um die Temperatur des Chips 150 so einzustellen, daß die Mittenwellenlänge des
DC 110 auf die Wellenlänge des
empfangenen Eingangssignals ausgerichtet wird.
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Der
Temperatursensor 133 liefert einen Temperaturmeßwert an
die Steuerschaltung 132. Die Steuerschaltung 132 stellt
anhand des Temperaturmeßwerts
sicher, daß die
Temperatur nicht variiert, wenn sich der WT-DC 100 in einem
Standbymodus befindet oder wenn kein Eingangssignal empfangen wird.
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Der
Wellenlängenmonitor 120 enthält eine Mach-Zehnder-Interferometer-(MZI)-Einrichtung
mit einem freien Spektralbereich, der dem freien Spektralbereich
des DC 110 entspricht oder ein ganzzahliges Vielfaches
davon ist. Wie angemerkt ist das Eingangssignal zu dem WT-DC 100 in
der Regel ein Lasersignal oder ein anderes optisches Wellenlängensignal
von einem Sender, der eine Wellenlänge aufweist, die mit der Zeit
variieren kann. Dieses Eingangssignal wird an einen Splitter oder
Abgriff 101 gekoppelt, ein Ausgang dessen ist an einen
Eingang des DC 110 und der zweite Ausgang an einen Eingang
des Wellenlängenmonitors 120 gekoppelt.
Die beiden optischen Ausgänge 102 des
Wellenlängenmonitors 120 sind
an die Eingänge
eines Differentialdetektors 131 der Differentialdetektorsteuerschaltung 130 gekoppelt.
Die optischen Eingänge
sind an zwei Fotodetektoren 135 und 136 gekoppelt,
deren Ausgänge
im Subtrahierer 137 subtrahiert werden, um einen Differentialgleichstrom
auszubilden. Der Differentialgleichstrom wird an die Steuerschaltung 132 angelegt,
die ein Steuersignal 138 erzeugt, anhand dessen der Temperaturcontroller 130 die
Temperatur vom Chip (oder Substrat) 150 einstellt. Somit wird
anhand des Differentialgleichstroms zwischen den Fotodetektoren 135 und 136 die
Temperatur sowohl des DC 110 als auch des Wellenlängenmonitors 120 gesteuert.
Wenngleich sich bevorzugt sowohl der DC 110 als auch der
Wellenlängenmonitor 120 auf
dem gleichen Chip (oder Substrat) 150 befinden, so brauchen
sie das nicht zu sein. Sowohl der DC 110 als auch der Wellenlängenmonitor 120 werden unter
Verwendung von MZI-Einrichtungen implementiert, die insofern sehr ähnlich sind,
da sie beide die gleiche allgemeine Gruppenlaufzeit, das Transmissionsvermögen und
die temperaturabhängige
Wellenlängencharakteristik
aufweisen. Da sowohl der DC 110 als auch der Wellenlängenmonitor 120 vergleichbare
temperaturabhängige
Wellenlängencharakteristik
aufweisen und beide auf dem gleichen Chip 150 ausgebildet
sind, beeinflußt
eine Änderung
der Temperatur des Chips 150 gleichermaßen sowohl die Referenzarbeitswellenlängen (oder
Mittenarbeitswellenlängen)
des DC 110 als auch des Wellenlängenmonitors 120.
Infolgedessen ermöglicht
eine etwaige zunehmende/abnehmende Justierung der Temperatur des
Chips 150 dem WT-DC 100, seine Referenzwellenlänge zu erhöhen/herabzusetzen,
um eine etwaige Änderung
bei der Wellenlänge
des Eingangssignals automatisch nachzuführen. Da mein WT-DC 100 den
Wellenlängenmonitor 120 auf
dem gleichen Chip 150 wie der DC 110 integriert,
erhöht der
Wellenlängenmonitor 120 die
Kosten des Chips 150 kaum.
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Als
weitere Verbesserung wird an dem Symmetrieort über beide Arme des MZI eine
Halbwellenplatte 121 hinzugefügt, um die Polarisationsabhängigkeit
zu beseitigen. Wenn sich somit beispielsweise der TE-polarisierte
Lichtwellenteil des empfangenen optischen Signals durch den längeren Arm
des MZI in der ersten Hälfte 122 des
MZI ausbreitet, dreht die Halbwellenplatte 121 die TE–polarisierte
Lichtwelle so, daß sie
die TM-polarisierte Lichtwelle wird und sich entlag dem längeren Weg
durch die zweite Hälfte 123 des
MZI ausbreitet. Entsprechend läuft
der TM-polarisierte Lichtwellenteil des empfangenen optischen Signals
durch den kürzeren
Arm in der ersten Hälfte 122 des
MZI, und die Halbwellenplatte 121 dreht die TM-polarisierte
Lichtwelle so, daß sie
die TE-polarisierte Lichtwelle wird, die durch den kürzeren Arm
durch die zweite Hälfte 123 des
MZI läuft.
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Umgekehrt
können
in der obigen Beschreibung die Rollen der TE- und TM-Lichtwellenteile
vertauscht werden, d.h., der TM-Lichtwellenteil läuft durch
den längeren
Arm und der TE-Lichtwellenteil läuft
durch den kürzeren
Arm des MZI in der ersten Hälfte 122.
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Infolgedessen
eliminiert die Halbwellenplatte 121 eine etwaige differentielle
polarisationsabhängige
Wellenlängenverschiebung
(PDW – Polarization Dependent
Wavelength Shift) zwischen den TE- und TM-polarisierten Lichtwellen,
wenn sie das MZI durchlaufen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt meiner Erfindung können die Halbwellenplatte 121 und
die Halbwellenplatte 111 des TDC, in meiner gleichzeitig
anhängigen
Anmeldung beschrieben, als eine gemeinsame Halbwellenplatte kombiniert
werden, die sowohl dem MZI als auch dem DC 110 Polarisationsunabhängigkeit
liefert.
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Unter
gemeinsamer Bezugnahme auf die 1, 2A und 2B werden
spezifische Arbeitscharakteristiken des WT-DC 100 beschrieben. Die 2A und 2B veranschaulichen die
Dispersion und die Gruppenlaufzeit des DC 110 und das Transmissionsvermögen des
Wellenlängenmonitors 120,
wenn das Eingangssignal auf die Mittenwellenlänge (oder Referenzwellenlänge) 213 des
DC 110 ausgerichtet ( 2B) und
fehlausgerichtet (2A) ist. Man beachte, daß die Dispersions-
und Gruppenlaufzeitcharakteristiken des Wellenlängenmonitors 120 (nicht
gezeigt) etwa die gleichen sein würden, wie etwa jene für den DC 110 gezeigten.
Wie in 2B gezeigt, weist während des
ausgerichteten Zustands das Eingangssignal die gleiche Wellenlänge 213 wie
die Mittenwellenlänge
des DC 110 auf und fällt
in die Mitte der Dispersionsbandbreite 214 (wo der Dispersionswert
des DC 110 innerhalb seines maximalen Bereichs liegt).
Die Dispersionsbandbreite 214 stellt den Arbeitswellenlängenbereich
des DC 110 dar. Im ausgerichteten Zustand ist die Gruppenlaufzeit
des DC 110 durch 211 als null gezeigt. In dem ausgerichteten
Zustand, wie durch 212 gezeigt, sind die Ausgangsports
01 und 02 des Wellenlängenmonitors 120 auf
gleichen Transmissionsvermögensniveaus.
Folglich ist der Ausgang des Subtrahierers 137 auf null,
und die Steuerschaltung 132 erzeugt ein Steuersignal 138,
das einen Wert aufweist, der dem Temperaturcontroller 140 signalisiert,
den Chip 150 auf seinem gegenwärtigen Temperaturniveau zu
halten.
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Unter
Bezugnahme auf 2A weist das Eingangssignal
während
eines fehlausgerichteten Zustands eine Wellenlänge auf, die sich zu einem Wert
verschoben hat (z.B. gedriftet ist), der entweder über 223 oder
unter 224 der Mittenwellenlänge 213 des DC 110liegt.
Wenn das Eingangssignal eine Wellenlänge 223 aufweist,
die über
der Mittenwellenlänge 213 des
DC liegt, ist durch 220 gezeigt, daß die Dispersion des DC 110 immer
noch innerhalb ihres maximalen Bereichswerts fällt, aber zur rechten Seite 231 seines
Bandbreitenbereichs versetzt ist, und von 221 wird gezeigt,
daß die
Gruppenlaufzeit des DC 110 relativ zu seinem ausgerichteten
Wert 233 auf einem negativen Wert 232 ist. In
diesem fehlausge richteten Zustand weist der Wellenlängenmonitor 120 an seinem
Ausgangsport 01 ein höheres
Durchlässigkeitsvermögensniveau 234 als
der Ausgangsport-02-Pegel 235 auf. Infolgedessen ist der
Ausgang des Subtrahierers 137 positiv, und die Steuerschaltung 132 erzeugt
ein Steuersignal 138 mit einem Wert, der dem Temperaturcontroller 140 signalisiert,
die Temperatur des Chip 150 zu justieren (entweder heraufzusetzen
oder zu senken), bis die Mittenwellenlänge 213 des DC 110 angestiegen
ist, bis sie auf die Wellenlänge 223 des
Eingangssignals ausgerichtet ist. Wenn die Mittenwellenlänge 213 des DC 110 wieder
auf die Wellenlänge 223 des
Eingangssignals ausgerichtet ist, wird der Ausgang des Subtrahierers 137 null,
und das Steuersignal 138 bleibt auf diesem Wert, das dem
Temperaturcontroller 140 signalisiert, den Chip 150 auf
seinem gegenwärtigen
Temperaturniveau zu halten.
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Auf ähnliche
Weise wird, wenn die Eingangssignalwellenlänge sich zu einem Wert 224 geändert hat,
der unter der Mittenwellenlänge 213 des
DC liegt, durch 220 gezeigt, daß die Dispersion von DC 110 immer
noch innerhalb seines maximalen Bereichswerts liegt, aber abseits
zur linken Seite seines Bandbreitenbereichs, und von 221 gezeigt,
daß die Gruppenlaufzeit
des DC 110 auf einem positiven Wert relativ zu ihrem ausgerichteten
Wert liegt. In diesem fehlausgerichteten Zustand weist der Wellenlängenmonitor 120 an
seinem Ausgangsport 02 ein höheres
Durchlässigkeitsvermögensniveau
auf als Ausgangsport 01. Infolgedessen ist der Ausgang des Subtrahierers 137 negativ,
und die Steuerschaltung 132 erzeugt ein Steuersignal 138 mit
einem Wert, das dem Temperaturcontroller 140 signalisiert,
die Temperatur des Chip 150 geeignet zu justieren, bis die
Mittenwellenlänge 213 des
DC 110 herabgesetzt ist, bis sie auf die Wellenlängen 224 des
Eingangssignals ausgerichtet ist. Wenn die Mittenwellenlänge 213 des
DC 110 wieder auf die Wellenlänge 224 des Eingangssignals
ausgerichtet ist, ist der Ausgang des Subtrahierers 137 wieder
null, und das Steuersignal 138 weist wieder einen Wert
auf, der dem Temperaturcontroller 140 signalisiert, den
Chip 150 auf seinem gegenwärtigen Temperaturniveau zu
halten.
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3 trägt für eine Mehrwellen-WT-DC-100-Anordnung
die Variation der Dispersionscharakteristik mit der Wellenlänge über den
freien Spektralbereich (FSR) des WT-DC 100 auf. Wenn wie
gezeigt das Eingangssignal ein Mehrwellensignal ist (z.B. ein wellenlängenmultiplexiertes
Signal), sollte der FSR des WT-DC 100 einen Abstand aufweisen,
der gleich dem Kanalabstand des Mehrwellensignals dividiert durch
eine positive ganze Zahl M ist. Somit ist wie in dem gezeigten Beispiel
der FSR des WT-DC 100 gleich dem Kanalabstand des Mehrwellensignals,
weshalb die Wellenlängenkanäle 1 und 2 jeweils
in verschiedene, durch den FSR getrennte Dispersionsbandbreiten
fallen würden.
Es sei angemerkt, daß bei
einer derartigen Mehrwellen-WT-DC-100-Anordnung der FSRMon = N · FSRDC, wobei
FSRMon der FSR des Monitors 120,
FSRDC der FSR des DC 110 und N
eine positive ganze Zahl ist. Somit ist FSRMon gleich
N · M
dem Systemkanalabstand des Mehrwellensignals. Wenn veranlaßt wird, daß der DC 110 einen
FSR gleich dem Systemkanalabstand aufweist, ermöglicht es FSRMon dividiert durch
eine ganze Zahl dem DC 110, viele Kanäle entweder simultan zu kompensieren
oder den Fall zu kompensieren, wo die Wellenlänge zwischen verschiedenen
Kanälen
springt, ohne Justierung des DC 110.
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Für das Steuersignal 138 haben
wir oben die Verwendung der Differenz zwischen zwei Detektoren 135 und 136 beschrieben.
Bei einer alternativen Ausführungsform
wird lediglich ein Detektor, wie etwa 135, zum Überwachen
des Eingangssignals verwendet. Bei einer derartigen Anordnung würde die
Steuereinheit 132 das Ausgangssignal 139 vom Detektor 135 mit
einem gegebenen Leistungspegelsignal 160 vergleichen (z.B.
von einem Abgriff innerhalb ist ein optischer Verstärker [nicht gezeigt]
entweder vor oder nach dem WT-DC angeschlossen), um das Steuersignal 138 zu
bestimmen. Eine weitere Alternative mit Ein-Detektor-Ausführungsform
ist, wenn es zutrifft, daß das
Eingangssignal mit einer vorbestimmten Modulation wellenlängenmoduliert
ist (z.B. unter Verwendung einer einzelnen variablen Frequenz, festen
Frequenz, periodischen Signal oder geditherten Signal). Eine veranschaulichende
Ausführungsform
ist, wenn ein gedithertes Signal verwendet wird, was manchmal der
Fall ist, wie etwa, wenn an den Eingangslaser ein stimulierter Brillouin-Streuunterdrückungston
angelegt wird. Bei einer derartigen Ausführungsform kann man lediglich einen
Detektor, wie etwa 135, verwenden und eine Signalverarbeitung
an dem geditherten Signal für
das Steuersignal 138 verwenden. Dem ist so, weil die Modulation
der Wellenlänge
des Eingangssignals bewirkt, daß der
Detektor 135 diese Modulation detektiert, und die Amplitude
der detektierten Modulation wird von der Wellenlängenausrichtung zwischen Signal
und Monitor abhängen.
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4 veranschaulicht
einen Querschnitt einer Ausführungsform
des WT-DC 100 von 1. Wie gezeigt,
ist der Chip oder das Substrat 150 auf einem metallischen
oder einer anderen Art von wärmeverbreitenden
Element 401 montiert. Der Temperaturcontroller 140,
der ein thermoelektrischer oder eine andere Art von Coolerelement
sein kann, ist thermisch an das wärmeverbreitende Element 401 gekoppelt.
Wenn sich der WT-DC 100 in einem Standbymodus befindet
oder wenn kein Eingangssignal empfangen wird, empfängt die
Steuerschaltung 132 einen Temperaturmeßwert vom Temperatursensor 133 und
Eingabe von Subtrahierer 137 und erzeugt als Reaktion darauf
das Steuersignal 138 zum Steuern des Temperaturcontrollers 140.
Auf diese Weise steuert die Steuerschaltung 132 die Temperatur
von Chip oder Substrat 150, wenn sich der WT-DC 100 in
einem Standbymodus befindet oder wenn kein Eingangssignal empfangen
wird.
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5 zeigt
ein veranschaulichendes kompaktes planares Wellenleiterlayout des
WT-DC 100 von 1. Wie gezeigt ist das Eingangssignal über Verbinder 501 an
einen Splitter oder Abgriff 101 gekoppelt, ein Ausgang
dessen an einen Eingang des DC 110 gekoppelt ist und der
zweite Ausgang ist an einen Eingang des Wellenlängenmonitors 120 gekoppelt.
Die beiden optischen Ausgänge 102 des Wellenlängenmonitors 120 sind über Verbinder 501 an
die Eingänge
eines Differentialdetektors 131 gekoppelt. Der Ausgang
des DC 110 ist über
Verbinder 501 gekoppelt, um der Ausgang des WT-DC 100 zu werden.
Die für
den Splitter 101, den Wellenlängenmonitor 120 und
den DC 110 gezeigte Layoutanordnung zu verwenden, führt zu einem
kompakten planaren Wellenleiterlayout für den WT-DC 100.
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Die 6A und 6B zeigen
die Verwendung meines WT-DC
in veranschaulichenden optischen Übertragungssystemen. 6A zeigt
ein Vorübertragungsdispersionskompensationssystem, wobei
der erste Ort 600 eine optische Sendereinheit 601,
einen für
die Vorübertragungsdispersionskompensation
verwendeten WT-DC 602, einen optischen Verstärker 603 und
gegebenenfalls einen Wellenlängenmultiplexer 604 enthält. Das
Ausgangssignal wird über
die optische Einrichtung 610 zu einem zweiten Ort 620 geschickt,
der gegebenenfalls einen Wellenlängendemutliplexer 621,
einen Verstärker 623 und eine
optische Empfängereinheit 622 enthält. Da die veranschaulichenden
optischen Übertragungssysteme
bidirektional ist, enthält
der erste Ort auch gegebenenfalls einen Demultiplexer 621,
einen Verstärker 623 und
eine optische Empfängereinheit 622, über die
optische Einrichtung 630 mit dem zweiten Ort 620 verbunden,
der eine optische Sendereinheit 601, einen für die Vorübertragungsdispersionskompensation
verwendeten WT-DC 602, einen optischen Verstärker 603 und
gegebenenfalls einen Multiplexer 604 enthält. Man beachte,
daß die
optische Sendereinheit 601 und die optische Empfängereinheit 622 in der
Regel als eine Transpondereinheit 640 zusammenverkapselt
sind.
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6B zeigt
ein Nachübertragungsdispersionskompensationssystem,
wo der erste Ort 600 eine optische Sendereinheit 601,
einen optischen Verstärker 603 und
gegebenenfalls einen Wellenlängenmultiplexer 604 enthält. Das
Ausgangssignal wird über die
optische Einrichtung 610 zu einem zweiten Ort 620 geschickt,
der gegebenenfalls einen Wellenlängendemultiplexer 621,
einen Verstärker 623,
einen WT-DC 602 zur Nachübertragungsdispersionskompensation,
ein optisches Filter 605 [z.B. eine ASE-(Amplified Spontaneous
Emission – verstärkte spontane
Emission)-Filter] und eine optische Empfängereinheit 622 enthält. Da die
veranschaulichenden optischen Übertragungssysteme
bidirektional ist, enthält
auch der erste Ort gegebenenfalls einen Demultiplexer 621,
einen Verstärker 623,
einen WT-DC 602, ein optisches Filter 605 und
eine optische Empfängereinheit 622, über die
optische Einrichtung 630 mit dem zweiten Ort 620 verbunden,
die eine optische Sendereinheit 601, einen optischen Verstärker 603 und
gegebenenfalls einen Multiplexer 604 enthält. Die
Reihenfolge von WT-DC 602 und ASE-Filter 605 könnte ohne
Beeinflussung der Systemleistung umgekehrt werden.
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Man
beachte, daß für ein System
mit einer Standard-Einmodenfaser-(SSMF)-optischen-Einrichtung-610-Länge unter
etwa 80 km in der Regel keine Dispersionskompensation benötigt wird.
Für eine
optische SSMF-Einrichtung 610 im
Bereich von etwa 80–135
km wird das Vorübertragungsdispersionskompensationssystem
von 6A bevorzugt. Für eine optische SSMF-Einrichtung 610 im
Bereich von etwa 135–160
km wird das Nachübertragungsdispersionskompensationssystem
von 6B bevorzugt.
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Bei
den Systemanordnungen von 6A und 6B sei angemerkt,
daß der
WT-DC 602 zusammen mit einer oder mehreren der optischen
Komponenten, wie etwa dem optischen Sender 601, dem optischen
Verstärker 603,
dem optischen Filter 605, dem Wellenlängenmultiplexer 604,
dem Wellenlängendemultiplexer 621 und
dem optischen Empfänger 622,
integriert werden kann. Beispielsweise könnte der WT-DC 602 mit
einem Laser und einem optischen Modulator monolithisch in InGaAsP
integriert werden, um einen optischen Sender mit eingebauter Dispersionsvorkompensation
auszubilden.
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7A zeigt
ein veranschaulichendes Design meines WT-DC, zusammen mit einem
Erbium-Verstärker
angeordnet. Bei dieser Anordnung ist der WT-DC 705 in einem
Polarisationsdiversitätsverfahren
angeordnet, um die WT-DC-Funktion selbst dann polarisationsunabhängig zu
machen, wenn die WT-DC-Einrichtung 705 selbst polarisationsabhängig ist,
bei dem die polarisationserhaltenden Fasern (PMFs) 702 und 703 auf
bekannte Weise an einen Zirkulator/Polarisationssplitter (CPS) 701 gespleißt sind.
Bei Betrieb wird ein von dem Zirkulator empfangenes optisches Eingangssignal 700 in
den Polarisationssplitter aufgeteilt und über PMF 702 an WT-DC 705 gekoppelt.
Das dispersionskompensierte optische Signal vom WT-DC 705 wird über PMF 703 an Polarisationssplitter
und der Zirkulator an Erbium-Verstärker 710 gekoppelt.
Durch den Zirkulator/Polarisationssplitter (CPS) 701 entfällt die
Notwendigkeit für
einen Eingangssignalisolator 711 im Erbium-Verstärker 710.
Somit braucht der Erbium-Verstärker 710 nur
den Erbium-Faser-Ausgangsisolator 713 und entweder eine
Vorwärtspumpe
und Koppler 714 oder Rückwärtspumpe
und Koppler 715 zu enthalten. Es sei angemerkt, daß, wenn
der WT-DC 100 von 1 mit nur
drei MZI-Stufen implementiert ist (wie in meiner zuvor angeführten Anmeldung
beschrieben), kann er für
sich selbst allein relativ einfach polarisationsunabhängig gemacht
werden und benötigt
deshalb nicht das Polarisationsdiversitätsverfahren unter Verwendung
von PMFs 702 und 703 und Zirkulator/Polarisationssplitter
(CPS) 701.
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7B zeigt
einen polarisationsunabhängigen
reflektierenden WT-DC 751 (wie in meiner zuvor angeführten Anmeldung
beschrieben), zusammen mit dem Erbium-Verstärker 710 angeordnet.
Mit einem Zirkulator wird das optische Eingangssignal 700 an
den WT-DC 751 und das dispersionskompensierte optische
Signal an den Erbium-Verstärker 710 gekoppelt.
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Dem
Fachmann ergeben sich zahlreiche Modifikationen dieser Erfindung.
Dennoch werden alle Abweichungen von den spezifischen Lehren dieser Spezifikation,
die im Grunde auf den Prinzipien und ihren Äquivalenten basieren, durch
die der Fortschritt vorangetrieben worden ist, ordnungsgemäß innerhalb
des Schutzbereichs der Erfindung betrachtet, wie beschrieben und
beansprucht.