-
BEREICH DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Wasserabscheider (Siphon) mit
Rücklaufsicherung,
umfassend einen Trichter, welcher mit einem Steigrohr verbunden
ist, eine das Steigrohr umschließende Glocke und ein zum Umschließen des
Steigrohrs ausgebildetes Ventil, und welches zwischen einer geschlossenen
Position, in der das Ventil den Durchfluss durch den Wasserabscheider
blockiert, und einer geöffneten
Position, in der das Ventil eine normale Auslauffunktion erlaubt,
beweglich ist, wobei das Ventil Ventilsitze auf dem Steigrohr bzw.
der Glocke und einen vorzugsweise ersetzbaren Ventilkörper umfasst.
-
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
-
Um
zu verhindern, dass lästige
Gerüche
aus Auslaufsrohren in einen Raum dringen, wird ein Wasserabscheider
verwendet, wobei das Wasser eine Barriere bildet, die verhindert,
dass unangenehme Gerüche
aus dem Auslaufsrohr austreten.
-
Der
Wasserabscheider kann entweder ein integrierter Teil des Abflusses,
ein Teil der Rohrinstallationen oder eine lose Einheit sein, die
in den Abfluss/das Auslaufsrohr einsetzbar ist.
-
Ist
der Wasserabscheider eine lose Einheit, so ist er typischerweise
mit einem Trichter ausgestaltet, der mit einem Steigrohr und einer
das Steigrohr umschließenden
Glocke verbunden ist, so dass das Wasser nach unten durch den Trichter,
in das Steigrohr und anschließend
nach oben in den Zwischenraum zwischen der Außenseite des Steigrohrs und der
Glocke gelangen kann.
-
Da
die Oberkante der Glocke über
der Unterkante des Steigrohrs angeordnet ist, bleibt immer eine
bestimmte Menge Wasser in dem Wasserabscheider.
-
Der
Nachteil eines solchen Wasserabscheiders besteht darin, dass das
Wasser im Wasserabscheider verdampfen kann und deshalb unangenehme
Gerüche
ungehindert aus dem Auslaufsrohr durch den Wasserabscheider nach
oben dringen können.
-
Bei
stark belasteten Abflusssystemen, bei denen es z.B. im Fall von Überflutungen
oder starken Regenfällen
zu einem Rücklauf
von Wasser durch das Auslaufsrohr kommen kann, besteht das Risiko von
Wasserschäden
im Raum oder Hygieneproblemen, da das zurückströmende Abwasser Bakterien enthalten
kann.
-
Um
Probleme mit dem Rücklauf
von Wasser aus dem Auslaufsrohr zu vermeiden, werden HWS-(Warmwasserzufuhr-)-Installationen
mit einer Rücklaufsicherung
ausgestattet, die nur ein Fließen von
Wasser aus dem Abfluss heraus und nach unten in das Auslaufsrohr
erlauben.
-
Der
Nachteil einer solchen HWS-Installation besteht darin, dass sie
die lästigen
Gerüche
nicht abhalten kann und daher sowohl ein Wasserabscheider, als auch
eine HWS-Armatur
mit Rücklaufsicherung
installiert werden müssen,
um Schutz sowohl vor lästigen
Gerüchen,
als auch vor Rücklauf
zu erzielen, was bedeutet, dass sich die Kosten für die Anschaffung
und Montage der HWS-Installationen erhöhen.
-
Um
die obigen Probleme zu lösen,
wird ein Wasserabscheider mit integrierter Rücklaufsicherung zur Verfügung gestellt.
Beispielsweise wird in der
EP-B1-0
486 954 ein Wasserabscheider mit Rücklaufsicherung offenbart,
wobei der Wasserabscheider einen mit einem Steigrohr verbundenen
Trichter und eine das Steigrohr umschließende Glocke aufweist, so dass
Wasser in der Glocke zurückgehalten
werden kann und dadurch die aus dem Abfluss tretenden lästigen Gerüche abgesperrt
werden.
-
Um
einen Rücklauf
zu verhindern, ist die Glocke mit dem Trichter/Steigrohr über eine
Feder verbunden, welche die Glocke eingespannt hält, so dass die Oberkante der
Glocke gegen eine Dichtung an der Unterseite des Trichters anliegt,
weshalb Wasser aus dem Auslaufsrohr nicht durch den Wasserabscheider
zurückgelangen
kann.
-
Beim
Einleiten von Wasser nach unten in den Trichter/das Steigrohr wird,
einige Zeit bevor das Wasser den Trichter erreicht, das Gewicht
des Wassers selbst so groß,
dass es die Federkraft überwinden
kann; dadurch wird die Glocke abgesenkt, und es entsteht ein Zwischenraum
zwischen der Glocke und der Außenseite
des Steigrohrs, durch den das Wasser abgelassen wird.
-
Bei
dieser Ausführungsform
des offenbarten Wasserabscheiders bestehen jedoch mehrere Nachteile,
wie z.B.:
- – Es
wird eine Feder verwendet, die jedes Mal dann betätigt wird,
wenn Wasser durch den Wasserabscheider geleitet wird, wodurch das
Risiko entsteht, dass die Feder ermüdet und dementsprechend die
Glocke nicht dicht gegen die Dichtung an der Unterseite des Trichters
gedrückt wird.
Wenn dies auftritt, kann der Wasserabscheider nur noch als Wasserabscheider
funktionieren.
- – Das
Gewicht des Wassers selbst erzeugt nur eine kleine Öffnung zwischen
der Oberkante der Glocke und der Dichtung an der Unterseite des Trichters,
was dazu führt,
dass der Wasserabscheider mit großem Durchmesser gestaltet werden
muss, um einen Strömungsbereich
zwischen der Oberkante der Glocke und der Dichtung an der Unterseite
des Trichters zu erzielen, der groß genug für einen Wasserdurchfluss von
wenigstens 0,8 l/s ist, was für
die Zertifizierung eines Wasserabscheiders erforderlich ist.
- – Aufgrund
des großen
Durchmessers des Wasserabscheiders und der beweglichen Glocke ist eine
spezielle Montageverbindung mit großem Durchmesser und einer Abnahme
der Maße
zu dem Auslaufsrohr hin erforderlich.
- – Es
besteht das Risiko, dass Schmutz oder dergleichen in der Federverbindung
haften bleibt und dadurch verhindert, dass die Glocke gegen die Dichtung
an der Unterseite des Trichters gehalten wird.
- – Der
Wasserabscheider ist wegen der Feder und der beweglichen Glocke
kompliziert in der Herstellung.
- – Der
Wasserabscheider kann nur durch einen Wasserabscheider desselben
Herstellers ersetzt werden.
-
Mit
einem Wasserabscheider mit Rücklaufsicherung
wie in
GB-A-2 134 940 beschrieben
wird versucht, einige der obigen Nachteile zu überwinden. Dabei weist der
Wasserabscheider in einer der offenbarten Ausführungsformen einen mit einem
Steigrohr verbundenen Trichter, eine das Steigrohr umschließende Glocke
und ein Ventil auf, das zum Umschließen des Steigrohrs ausgebildet
ist und das zwischen einer geschlossenen Position, in der das Ventil
den Durchfluss durch den Wasserabscheider sperrt, und einer offenen
Position, in der das Ventil eine normale Ablassfunktion erlaubt,
beweglich ist, und wobei das Ventil auf dem Steigrohr bzw. der Glocke
angeordnete Ventilsitze und einen Ventilkörper aufweist.
-
Dieser
Wasserabscheider hat jedoch andere Nachteile, z.B.:
- – Der
Ventilkörper
ist ein flacher Körper,
was dazu führt,
dass ein Wasserdruck auf der Oberseite des Ventilkörpers eine
ungünstige
Biegung des Ventilkörpers
hervorrufen und dadurch zu undichten Stellen entlang der Ventilsitze
führen
kann, so dass Luft oder Wasser aus dem Auslaufsrohr durch den Wasserabscheider
zurückströmen können.
- – Der
Ventilkörper
erstreckt sich über
den Ventilsitz der Glocke hinaus, was dazu führt, dass durch einen plötzlichen
Rücklauf
von Flüssigkeit
in dem Wasserabscheider oder einen Luftdruck der vorstehende Teil
des Ventilkörpers
erfasst und von den Ventilsitzen abgehoben wird, wodurch das Risiko
besteht, dass Flüssigkeit
oder Luft durch den Wasserabscheider nach unten gelangen.
-
Aufgrund
der obigen Nachteile ist es wünschenswert,
einen verbesserten Wasserabscheider ohne diese Nachteile herzustellen.
-
AUFGABE DER ERFINDUNG
-
Zweck
der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Wasserabscheider
mit einem sicheren Rücklaufschutz
aufzuzeigen, der technisch einfach zu fertigen ist, eine kompakte
Form hat, leicht zu warten ist und außerdem leicht montierbar/ersetzbar
ist.
-
Dies
wird mit einem Wasserabscheider der im Oberbegriff zu Anspruch 1
beschriebenen Art erreicht, wobei der Ventilkörper mit konvexem/konkavem
Querschnitt gestaltet ist.
-
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
-
Um
einen Wasserabscheider mit integrierter Rücklaufsicherung herzustellen,
ist der Wasserabscheider der vorliegenden Erfindung mit einem Trichter,
der mit einem Steigrohr verbunden ist, und mit einer das Steigrohr
umschließenden
Glocke ausgestaltet, wodurch ein Wasserabscheider ausgebildet wird und
wobei die Rücklaufsicherung
des Wasserabscheiders dadurch bereitgestellt wird, dass der Wasserabscheider
außerdem
ein Ventil aufweist.
-
Die
Strömung
in dem Wasserabscheider erfolgt in der Weise, dass die Flüssigkeit
in den Trichter hinunter, im Steigrohr nach unten und dann nach oben
in den Zwischenraum zwischen der Außenseite des Steigrohrs und
der Glocke geleitet wird.
-
Um
den Durchfluss durch den Wasserabscheider zu sperren, ist dieser
mit einem Ventil versehen, das dazu ausgebildet ist, das Steigrohr
zu umschließen,
und das zwischen einer geschlossenen Position, in der das Ventil
den Durchfluss durch den Wasserabscheider sperrt, und einer offenen
Position, in der das Ventil eine normale Ablassfunktion erlaubt, beweglich
ist.
-
Wenn
kein Flüssigkeitsdurchfluss
durch den Wasserabscheider erfolgt, befindet sich das Ventil in geschlossener
Position, so dass der Wasserabscheider verschlossen ist und dadurch
Geruchsbelästigung
aus dem Auslaufsrohr verhindert wird, gleichgültig ob sich Wasser in dem
Wasserabscheider befindet oder nicht.
-
Wenn
Flüssigkeit
nach unten in den Wasserabscheider geleitet wird, wird durch den
von der Flüssigkeit
verursachten Druck das Ventil betätigt, so dass es von einer
geschlossenen Position in eine offene Position gebracht wird, wodurch
eine normale Ablassfunktion ermöglicht
wird, und die Flüssigkeit kann
aus dem Zwischenraum zwischen der Außenseite des Steigrohrs und
der Glocke ausströmen.
-
Kommt
es zu einem Rücklauf
aus dem Auslaufsrohr, so betätigt
die zurückströmende Flüssigkeit das
Ventil, so dass es in der geschlossenen Position gehalten wird,
und dadurch wird ein Rücklauf
nach oben in den Abfluss/Raum verhindert.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung weist das Ventil Ventilsitze auf dem Steigrohr bzw. der
Glocke sowie einen vorzugsweise ersetzbaren Ventilkörper auf,
wobei es sich bei dem Ventilsitz auf dem Steigrohr um eine oder
mehrere vollständig
oder teilweise umschließende
Vorsprünge
mit vorzugsweise flacher Oberseite handeln kann, während der
Ventilsitz auf der Glocke ein gebogenes Kantenteil sein kann.
-
Das
Eigengewicht des Ventilkörpers
und ein möglicher
Luftdruck in dem Auslaufsrohr bewirken, dass der Ventilkörper auf
den Ventilsitzen aufliegt, und bewirken so, dass das Ventil sich
in geschlossener Position befindet.
-
Die
Breite des Ventilkörpers
ist so bemessen, dass seine Kantenteile auf dem Ventilkörper auf dem
Steigrohr aufliegen bzw. auf dem Ventilsitz auf der Glocke aufliegen,
so dass der Ventilkörper
den gesamten Durchfluss in dem Wasserabscheider sperrt.
-
Wenn
Flüssigkeit
nach unten in den Wasserabscheider geleitet wird, schwimmt der Ventilkörper auf
der Wasseroberfläche
zwischen der Außenseite des
Steigrohrs und der Glocke. Auf diese Weise wird der Wasserabscheider
aus einer geschlossenen Position in eine offene Position gebracht,
so dass die Flüssigkeit
aus dem Zwischenraum zwischen der Außenseite des Steigrohrs und
der Glocke ausströmen kann.
-
Kommt
es zu einem Rücklauf
aus dem Auslaufsrohr, so wird der Ventilkörper durch den von der zurückströmenden Flüssigkeit
erzeugten Druck nach unten gegen die Ventilsitze gedrückt, so
dass er in der geschlossenen Position gehalten wird und dadurch
ein Rücklauf
nach oben in den Raum verhindert wird.
-
Es
ist wichtig, dass der Ventilkörper
eine Breite aufweist, die auf den Abstand von den Ventilsitzen angepasst
ist. Dies bedeutet, dass der Ventilkörper keine vorstehenden Teile
aufweist, die über die
Ventilsitze hinausreichen, wodurch bei Rücklauf das Risiko verringert
wird, dass die Kantenteile des Ventilkörpers von Flüssigkeit
erfasst werden und dadurch der Ventilkörper nach oben in eine offene
Position gebracht wird.
-
Um
sicherzustellen, dass der Wasserabscheider vollständig geschlossen
wird, wenn der Ventilkörper
auf den Ventilsitzen aufliegt, ist der Ventilkörper mit einem konvexen/konkaven
Querschnitt ausgestaltet, so dass die Oberseite des Ventilkörpers konvex
und die Unterseite konkav ist. Dies bedeutet, dass die Kantenteile
des Ventilkörpers
auf ihrem jeweiligen Ventilsitz aufliegen und nach oben über die Öffnung zwischen
der Außenseite
des Steigrohrs und der Glocke gekrümmt sind.
-
Durch
den konvexen/konkaven Querschnitt des Ventilkörpers wird das Risiko verringert,
dass es entlang der Ventilsitze zu undichten Stellen kommt, falls
eine Druckkraft auf die Oberseite des Ventilkörpers ausgeübt wird. Diese Druckkraft kann
durch Luft oder Wasser entstehen, die aus dem Auslaufsrohr zurückdringen.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist der Ventilsitz auf dem Steigrohr gegenüber dem
Ventilsitz auf der Glocke angeordnet. Dadurch liegt der Ventilsitz
annähernd
horizontal über
der Öffnung
zwischen dem Steigrohr und der Glocke, was vorteilhaft ist, weil
der Ventilsitz dementsprechend dicht an den Ventilsitzen anliegen
kann.
-
Gemäß einer
alternativen Ausführungsform der
Erfindung ist der Ventilsitz auf dem Steigrohr höher angeordnet als der Ventilsitz
auf der Glocke. Dies bedeutet, dass der Ventilkörper geneigt ist, so dass er
von dem Steigrohr schräg
nach unten und außen zu
der Glocke hin verläuft,
wodurch das Risiko verringert wird, dass ein Rücklauf die Kante des Ventilkörpers erfasst
und den Ventilkörper
von dem Ventilsitz auf der Glocke wegdrückt, so dass eine Öffnung und damit
die Möglichkeit
eines Durchflusses von Flüssigkeit
in dem Wasserabscheider entsteht.
-
Um
zu vermeiden, dass ein plötzlicher
Rücklauf
von Flüssigkeit
in dem Wasserabscheider oder ein Luftdruck einen vorstehenden Teil
des Ventilkörpers
erfasst und ihn von den Ventilsitzen abhebt, wodurch das Risiko
eines Durchdringen von Flüssigkeit oder
Luft durch den Wasserabscheider erhöht wird, liegt der Ventilsitz
in geschlossener Position mit einem inneren Lippenteil gegen den
Ventilsitz des Steigrohrs und mit einem äußeren Lippenteil gegen den
Ventilsitz der Glocke an.
-
Da
der äußere Lippenteil
gegen den Ventilsitz der Glocke anliegt, ist es nicht möglich, dass
eine zurückströmende Flüssigkeit
oder ein Luftdruck einen vorstehenden Teil des Ventilsitzes erfasst
und ihn so von dem Ventilsitz abhebt.
-
Der
innere und der äußere Lippenteil
sind flexibler als der Rest des Ventilkörpers, was dazu führt, dass
die Lippenteile dicht an den Ventilsitzen anliegen. Aufgrund der
flexiblen Lippenteile weist der Ventilkörper höhere Toleranz hinsichtlich
kleiner Fertigungsfehler und geringfügiger Schmutzansammlung auf
den Ventilsitzen auf, und daher wird die Wirkung der Rücklaufsicherung
im Fall von kleinen Fertigungsfehlern und von etwas Schmutz auf
den Ventilsitzen nicht verringert.
-
Zur
Gestaltung eines kompakten Wasserabscheiders sind der Ventilsitz
und die Glocke mit einem vorstehenden Teil der Glocke verbunden,
was dazu führt,
dass der Durchflussbereich zwischen der Glocke und dem Steigrohr
vergrößert wird,
so dass es möglich
ist, einen kompakten Wasserabscheider mit einem Flüssigkeitsdurchfluss
von 0,8 l/s oder mehr herzustellen.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist der Ventilkörper aus einem polymeren Material
hergestellt, wie z.B. einem Gummimaterial, beispielsweise Silikongummi,
oder aus einem Kunststoff wie z.B. TPE-Kunststoff, wodurch der Ventilkörper annähernd weich
ist, so dass die Kantenteile des Ventilkörpers dicht gegen die Ventilsitze anliegen.
-
Falls
sehr aggressive Flüssigkeiten
abgelassen werden, die das polymere Material angreifen, kann der
Ventilkörper
alternativ aus einem anderen Material gefertigt werden, z.B. aus
Metall oder Keramik.
-
Ventilkörper aus
Metall oder Keramik können mit
Lippen aus einem polymeren Material versehen sein, so dass der Ventilkörper dicht
nach unten gegen die Ventilsitze anliegt.
-
Um
sicherzustellen, dass die Glocke mit dem Trichter/Steigrohr dauerhaft
verbunden ist, wird die Glocke mit dem Steigrohr mit einer Anzahl
Verbindungsstücke
(Beschläge)
verbunden, die vorzugsweise an dem Steigrohr befestigt und danach
mit der Glocke verschraubt werden.
-
Infolge
dieses Verfahrens zur Montage von Steigrohr und Glocke ist es einfach,
den Abfluss zu warten/zu säubern
oder den Ventilkörper
auszuwechseln, wenn die Glocke zu lösen ist, wonach Steigrohr und
Ventilkörper
frei zugänglich
sind.
-
Um
eine luftdichte und wasserdichte Montage des Wasserabscheiders in
einem Auslaufsrohr zu erzielen, ist der Trichter mit einer umlaufenden
Dichtung versehen, die in einem oberen Kantenteil angeordnet ist.
Diese Dichtung sorgt außerdem
dafür, dass
der Wasserabscheider während
der Montage in einer gewünschten
Position angeordnet wird, ohne dass er in das Auslaufsrohr fällt, während der
Wasserabscheider befestigt wird.
-
Damit
der Wasserabscheider in einem Auslaufsrohr befestigt werden kann,
verfügt
er über
eine Befestigungseinheit, die mit dem Trichter verbunden ist. Diese
Befestigungseinheit ist so angeordnet, dass sie von der Oberseite
des Wasserabscheiders gehandhabt werden kann, so dass es möglich ist, entweder
den Wasserabscheider in ein Auslaufsrohr hinunterzudrücken und
ihn danach zu befestigen oder umgekehrt die Befestigungseinheit
zu lockern und dadurch den Wasserabscheider freizugeben, so dass
er zur Wartung bzw. Reinigung nach oben aus dem Auslaufsrohr entnommen
werden kann.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung weist die Befestigungseinheit eine Spannanordnung
mit einer Anzahl radialer Arme auf, die dazu ausgestaltet sind,
mit einer Innenseite eines Auslaufsrohrs in Eingriff zu treten.
Die Spannanordnung weist außerdem
eine Bolzenschraube auf, welche die Spannanordnung über eine
Schraubenaufnahme und ein Verbindungselement mit dem Trichterelement
verbindet.
-
Bei
diesem Verbindungselement kann es sich um eine Platte handeln, die
eine Ausnehmung aufweist, welche zu der inneren Form des Trichters komplementär ist, so
dass die Platte dicht an dem Trichter anliegt und daher leicht z.B.
durch Punktschweißen
oder dergleichen zu befestigen ist.
-
Alternativ
kann die Schraubenaufnahme mit der Glocke verbunden sein und kann
ein aufrecht angeordnetes Teil sein, das an einem unteren Ende innen
am Boden der Glocke befestigt ist.
-
Wenn
die Schraubenaufnahme mittig mit dem Trichter verbunden ist, haben
die radialen Arme dieselbe Form und Länge. Die radialen Arme sind dazu
ausgestaltet, mit einer Innenseite eines Auslaufsrohrs in Eingriff
zu treten, so dass sie den Wasserabscheider in der gewünschten
Position in dem Auslaufrohr halten.
-
Damit
der Wasserabscheider in dem Auslaufrohr befestigt werden kann, sind
die radialen Arme länger
als der Abstand von der Mitte der Spannanordnung zu dem Anlagepunkt
an der Innenseite des Auslaufsrohrs. Die radialen Arme haben deshalb in
Bezug zu der Spannanordnung eine nach unten gekrümmte Form, wodurch die Befestigungseinheit zusammen
mit dem Wasserabscheider nach unten geführt werden kann.
-
Die
nach unten gekrümmte
Form führt
dazu, dass durch ein Herunterdrücken
der Spannanordnung die radialen Arme nach unten gegen eine Oberkante
des Trichters gedrückt
werden, wodurch die Spitzenden nach außen gedrückt werden und daher über die
Oberkante des Trichters hinausreichen und mit der Innenseite des
Auslaufrohrs in der Weise in Eingriff treten, dass der Wasserabscheider
fixiert wird.
-
Da
das Herunterdrücken
der Spannanordnung durch Einschrauben des Schraubbolzens nach unten
in die Schraubenaufnahme erfolgt, ist es bei unrichtiger Positionierung
der Spannanordnung nicht möglich,
den Wasserabscheider in dem Auslaufrohr zu befestigen.
-
Um
sicherzustellen, dass der Wasserabscheider an einer festen Position
in dem Auslaufsrohr fixiert wird, sind die radialen Arme mit einer
Anzahl Spitzenden ausgestaltet, die in die Innenseite des Auslaufrohres
eintreten und dadurch eine Verschiebung des Wasserabscheiders z.B.
durch einen starken Rücklauf
verhindern.
-
Die
Spitzenden können
in verschiedenen Formen ausgestaltet sein, z.B. als mittiges Spitzende an
jedem radialen Arm oder als zwei Spitzenden – eines an jeder Seitenkante
des radialen Arms. Sind mehrere Spitzenden vorhanden, so können diese durch
unterschiedliche Ausnehmungsformen voneinander getrennt werden,
z.B. eine V-Ausnehmung oder eine konkave Ausnehmung.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist der Wasserabscheider aus Metall gefertigt, z.B. aus
rostfreiem Stahl, der gegenüber Kunststoff
den Vorteil hat, gegen aggressive Flüssigkeiten oder Ungeziefer
wie beispielsweise Ratten, die sich durch den Wasserabscheider nagen,
beständiger
zu sein.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Die
Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben, wobei
-
1 einen
Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Wasserabscheider zeigt;
-
2 eine
detaillierte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Ventils zeigt;
-
3 eine
angeschnittene/perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Wasserabscheiders
zeigt und
-
4 eine
perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Wasserabscheiders zeigt.
-
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
-
1 und 3 zeigen
einen Wasserabscheider 1, der einen Trichter 2 aufweist,
welcher mit einem Steigrohr 3 und einer das Steigrohr 3 umschließenden Glocke 4 verbunden
ist.
-
Der
Wasserabscheider weist außerdem
ein Ventil 5 auf, das einen Ventilsitz 6 auf einem
Steigrohr 3 und einen Ventilsitz 7 auf einer Glocke 4 sowie einen
Ventilkörper 8 aufweist.
-
Der
Ventilkörper 8 ist
hier in geschlossener Position dargestellt, wobei der Ventilkörper 8 nach unten
gegen den Ventilsitz 6 und den Ventilsitz 7 anliegt,
um den Durchfluss durch den Abfluss 1 abzusperren.
-
Die
Glocke 4 ist über
ein Verbindungsstück 9 mit
dem Steigrohr 3 verbunden.
-
Der
Ventilsitz 6 auf dem Steigrohr 3 ist hier in einer
Anordnung in gleicher Höhe
wie der Ventilsitz 7 auf der Glocke 4 dargestellt.
-
Der
Trichter 2 ist mit einer umlaufenden Dichtung 10 versehen,
wodurch der Wasserabscheider 1 in der Weise in einem Auslaufsrohr
(nicht dargestellt) angeordnet werden kann, dass Wasser- und Luftdichtigkeit
zwischen einer Oberseite des Wasserabscheiders 1 und einer
Unterseite des Wasserabscheiders 1 bestehen.
-
Eine
Befestigungseinheit 11 ist mit dem Trichter 2 verbunden
und weist eine Spannanordnung 12 mit radialen Armen 13 auf.
-
Die
Spannanordnung 12 ist über
einen Schraubbolzen 14 mit einer Schraubenaufnahme 15 verbunden,
die an einer Platte 16 befestigt ist, welche an dem Trichter 2 befestigt
ist, so dass die Schraubenaufnahme 15 in der Mitte über dem
Steigrohr 3 angeordnet ist.
-
Bei
einer Bewegung des Schraubbolzens 14 nach unten in die
Schraubenaufnahme 15 drückt
die Spannanordnung 12 die radialen Arme 13 nach
unten gegen eine Oberkante 2a des Trichters 2 und nach
außen.
-
In 2 ist
ein detaillierter Schnitt durch das Ventil 5 dargestellt,
wobei zu sehen ist, dass der Ventilkörper 8 einen Querschnitt
mit einer konvexen Oberseite 8a und einer konkaven Unterseite 8b aufweist,
wobei die konkave Unterseite 8b in Lippenteilen 28a und 28b endet.
-
Die
Lippenteile 28a liegen nach unten gegen einen Ventilsitz 7 an,
und die Lippenteile 28b liegen gegen ein Ende 9a des
Verbindungsstücks 9 an,
das mit dem Steigrohr 3 verbunden ist. In einem Abschnitt des
Ventils 5, in dem kein Verbindungsstück vorgesehen ist, liegen die
Lippenteile 28b gegen den Ventilsitz (nicht dargestellt)
an dem Steigrohr 3 an.
-
Der
Ventilsitz 7 ist in einer Ausbildung mit einem Vorsprung 17 dargestellt,
der sicherstellt, dass der Durchflussbereich zwischen der Glocke 4 und dem
Steigrohr 3 größer wird,
was einen besseren Durchfluss durch den Wasserabscheider 1 zur
Folge hat und wodurch die Herstellung eines kompakteren Wasserabscheiders
ermöglicht
wird.
-
Das
Verbindungsstück 9 ist
mit einer Gewindeöffnung 18 versehen,
die ein lösbares
Verbinden des Steigrohrs 3 und der Glocke 4 mit
Hilfe einer Schraube ermöglicht,
die durch eine Öffnung 19 in der
Glocke 4 und in die Gewindeöffnung 18 hineingeführt wird.
-
In 3 und 4 wird
gezeigt, wie die radialen Arme 13 in einem Spitzende 13a enden,
das dazu ausgestaltet ist, mit einer inneren Seite eines Auslaufsrohres
(nicht dargestellt) in Eingriff zu treten.
-
In 4 wird
gezeigt, wie ein in einem Auslaufsrohr (nicht dargestellt) angebrachter
Wasserabscheider 1 aussieht.
-
Da
die Länge
der radialen Arme 13 größer ist als
der Abstand von der Mitte einer Spannanordnung 12 nach
außen
zu der Innenseite (nicht dargestellt) eines Auslaufsrohrs (nicht
dargestellt), weist die Spannanordnung 12 nach unten gerichtete
radiale Arme 13 auf.
-
Dies
bedeutet, dass durch ein Herunterdrücken der Spannanordnung 12 die
radialen Arme 13 nach unten gegen die Oberkante 2a des
Trichters 2 gedrückt
werden, was dazu führt,
dass die Spitzenden 13a nach außen gedrückt werden und dadurch über die
Oberkante 2a des Trichters 2 hinausreichen.
-
Der
Schraubbolzen 20 wird zum Befestigen der Glocke 4 an
dem Verbindungsstück
(nicht dargestellt) verwendet, das die Glocke 4 mit dem
Steigrohr (nicht dargestellt) verbindet.