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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Behandlung der Luft
eines Fahrgastraumes eines öffentlichen
Verkehrsmittels sowie ein Fahrzeug, das mit einem solchen System
ausgerüstet
ist und ein entsprechendes Verfahren zur Behandlung der Luft.
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Die
Verbesserung des Komforts der öffentlichen
Verkehrsmittel, wie der Busse, der Straßenbahnen und der Eisenbahnwagons
bilden eine doppelte Herausforderung, was die Zufriedenheit der
Passagiere und die Attraktivität
des öffentlichen
Verkehrs betrifft, wodurch so indirekt die Verwendung von Privatfahrzeugen
begrenzt wird.
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Die
Luftzirkulation in einem Fahrgastraum eines großen Fahrzeuges, der extremen
variablen Wärmebelastungen
unterworfen ist, die insbesondere der Sonnenstrahlung und der Anzahl
von Insassen geschuldet sind, bringt lufttechnische Probleme mit sich.
Typischerweise variiert die Höhe
eines öffentlichen
Transportfahrzeuges zwischen 2,10 und 2,50 m, seine Breite zwischen
2 und 3 m und seine Länge zwischen
12 und 25 m. Die Luft muss somit in Volumen zirkulieren, die ungefähr zwischen
50 und 200 m3 variieren, was für ein mitgeführtes Filter-,
Kühl- und/oder
Heizsystem vielen Zwängen
der Realisierung unterworfen ist, die mit dem thermischen Komfort
der Insassen, der Qualität
der Luft in dem Fahrgastraum und der energetischen Wirksamkeit des Systems
verbunden sind.
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Die
Dokumente US-B-6745586, US-B-6709328, EP-A-0613796, US-A-4201064 und EP-A-0014777
beschreiben Systeme zur Behandlung von Luft eines öffentlichen
Transportbusses. Nachdem sie die in den Fahrgastraum des Busses
zu sendende Luft filtriert, geheizt und/oder gekühlt haben, schicken diese Systeme
diese Luft in Kanäle, die
vorgesehen sind, die Luft an unterschiedlichen Punkten des Fahrgastraums
zu verteilen. Die Verteilung der behandelten Luft ist jedoch begrenzt,
da in der Praxis nur die Bereiche des Volumens des Fahrgastraums,
die gerade in der Nähe
dieser Kanäle
angeordnet sind, d. h. die Zonen des Fahrgastraums, die direkt der
evakuierten Luft dieser Kanäle
unterworfen sind, wirksam gereinigt, beheizt und/oder gekühlt werden.
Außerdem
führt die
Funktionsweise dieser Systeme zu Kurzschlüssen zwischen der verteilten
behandelten Luft und der Luft, die im Inneren des Fahrgastraums
im Hinblick auf ihre Behandlung entnommen wird. Dies ist insbesondere
der Fall für Systeme,
die in ihrer Gesamtheit an der Decke des Fahrgastraums angeordnet
sind. Es resultieren daraus Verluste in der energetischen Wirksamkeit
und ein verringerter Komfort für
die Insassen des Fahrgastraums.
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DE-A-10258748
schlägt
ein System zur Behandlung vor, das einen Kanal zur Verteilung von
Luft umfasst, der an der Decke des Fahrzeugs angeordnet ist. Im
Betrieb erzeugt dieser Kanal Turbulenzen in dem behandelten Luftvolumen,
wodurch so eine gewisse Homogenisierung der Luft in dem Fahrgastraum
ermöglicht
wird. In der Praxis neigt jedoch die verteilte Luft dazu, sich in
einer oder mehreren begrenzten Längsregionen
des Kanals zu konzentrieren, da Letzterer keine spezifische Innenausstattung aufweist,
was dazu führt,
dass große
Untervolumen des Fahrzeuges nicht wirksam ventiliert werden.
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Das
Ziel der Erfindung ist, ein System zur Behandlung vorzuschlagen,
das merkbar die Bedingungen für
den Komfort der Insassen des Fahrgastraums verbessert, wobei der
energetische Verbrauch so gering wie möglich sein soll.
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Zu
diesem Zweck hat die Erfindung ein System zur Behandlung von Luft
eines Fahrgastraumes eines öffentlichen
Verkehrsmittels zum Gegenstand, wie es in dem Anspruch 1 definiert
ist.
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Im
Betrieb erzeugt das erfindungsgemäße Behandlungssystem Verwirbelungen
mit der behandelten Luft, die aus der Hülle des oder jedes Verteilerkanals
austritt. Dank eines Innendiffusors wird diese austretende Luft
in einer im Wesentlichen homogenen Weise über die Länge des Kanals mit geringen Druckverlusten
verteilt. Die Geschwindigkeit der Luft am Ausgang des Kanals wird
schnell durch den Effekt der Turbulenzen gedämpft, um nicht einen Mangel
an Komfort aufgrund von Luftzügen
für die
Passagiere zu erzeugen. Die erzeugten Verwirbelungen ermöglichen
außerdem
eine schnelle und homogene Diffusion der behandelten Luft in ein
dem Kanal zugeordnetes Luftvolumen und nicht nur in direkter lotrechter
Richtung dieses Kanals.
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Andere
Merkmale dieses Systems, allein oder entsprechend jeder technisch
möglichen
Kombination genommen, sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis
11 aufgeführt.
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Die
Erfindung hat gleichfalls ein öffentliches Verkehrsmittel
zum Gegenstand, das einen Fahrgastraum begrenzt, der mit einem System
zur Behandlung von Luft, wie oben definiert, ausgerüstet ist.
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Die
Erfindung hat außerdem
ein Verfahren zur Behandlung von Luft eines Fahrgastraumes eines öffentlichen
Verkehrsmittels zum Gegenstand, das insbesondere durch das oben
definierte System ausgeführt
wird, wie es in dem Anspruch 13 definiert ist.
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Ein
vorteilhaftes Merkmal des Verfahrens ist in dem abhängigen Anspruch
14 angegeben.
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Die
Erfindung wird besser verstanden bei der Lektüre der folgenden Beschreibung,
die lediglich beispielhaft angegeben ist und Bezug nimmt auf die Zeichnungen,
in denen:
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die 1 eine
schematische perspektivische Ansicht eines Fahrgastraums eines öffentlichen Transportbusses
ist, der mit einem Behandlungssystem nach der Erfindung ausgerüstet ist;
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die 2 eine
schematische Aufsicht eines Teils des Behandlungssystems der 1 ist;
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die 3A und 3B perspektivische
Ansichten unter jeweils unterschiedlichen Sichtwinkeln eines Verteilerkanals
des Behandlungssystems der 1 sind,
teilweise ge schnitten;
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die 4 eine
schematische perspektivische Ansicht eines internen Bestandteils
des Verteilerkanals der 3A und 3B ist;
und
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die 5 ein
schematischer Schnitt entsprechend einer vertikalen Ebene V der 1 ist,
der die Zirkulation der Luft illustriert, die durch einen Teil des Behandlungssystems
der 1 verteilt wird.
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In
der 1 ist ein Fahrgastraum 1 eines öffentlichen
Transportbusses 2 dargestellt, in dem die Insassen stehen
oder auf Sitzen 2A sitzen. Dieser Fahrgastraum ist mit
einem System 3 zur Behandlung seiner Innenluft ausgerüstet, das
vier Behandlungseinheiten 4 umfasst. Jede dieser Behandlungseinheiten 4 bildet
eine reproduzierbare Einheit, die abhängig von dem zu behandelnden
Gesamtluftvolumen V des Fahrgastraums erweitert oder verringert werden
kann, wobei jede Einheit so einem Elementarvolumen V4 zugeordnet
ist, dass einem Bruchteil des Gesamtvolumens entspricht.
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Der
Bus 2 wird nicht weiter beschrieben, da er einen üblichen
Aufbau aufweist, insbesondere was seinen Fahrgastraum 1 betrifft,
der durch eine Decke, einen Boden und nicht im Einzelnen dargestellte
Seitenwände
begrenzt ist. Zur Vereinfachung beziehen sich die Begriffe "hoch", "niedrig" und dergleichen
in der Folge auf den Boden, auf dem der Bus bei normaler Benutzung
ruht. In gleicher Weise beziehen sich die Begriffe "vertikal" und "horizontal" jeweils auf Richtungen,
die im Wesentlichen senkrecht und parallel zum Boden sind.
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Wie
detaillierter in der 2 dargestellt ist, um fasst jede
Einheit 4:
- – einen Kanal 5 für die Zufuhr
von neuer Luft, dessen stromaufwärts
gelegenes Ende in einen Raum außerhalb
des Busses 2 mündet,
insbesondere über
dem Dach des Fahrgastraumes 1, wie in der 1 dargestellt
ist;
- – einen
Kanal 6 zur Entnahme von Luft, dessen stromaufwärts gelegenes
Ende in den unteren Bereich des Fahrgastraums 1 mündet, insbesondere
den Bereich des Bodens dieses Fahrgastraums, wobei der strömende Bereich
dieses Kanals 6 beispielsweise in Form einer im Wesentlichen
vertikalen Stange ausgebildet ist, die im Inneren des Fahrgastraums
angeordnet ist und von den Insassen des Busses 2 gegriffen
werden kann;
- – eine
Kammer 7 zum Mischen von neuer Luft und abgeführter Luft,
in die die stromabwärts
gelegenen Enden der Kanäle 5 und 6 münden;
- – eine
Klappe 7A zum Regeln des Verhältnisses der Durchströmmengen
an neuer Luft und entnommener Luft, die in beweglicher Weise an
den stromabwärts
gelegenen Enden der Kanäle 5 und 6 angeordnet
ist;
- – einen
Filterkasten 8, der auf dem Strömungsweg der Luft stromabwärts zur
Mischkammer 7 angeordnet ist und drei aufeinander folgende
Filterorgane 9, 10 und 11 umfasst, die
geeignet sind, Verunreinigungen der Luft mit jeweils abnehmender
Größe zurückzuhalten;
- – einen
Ventilator 12 mit variabler Geschwindigkeit, der zwischen
der Mischkammer 7 und dem Filterkasten 8 angeordnet
ist und geeignet ist, Luft am Ausgang der Kammer anzusaugen und
sie mit leichtem Überdruck
zu dem Kasten zu richten;
- – einen
Kühler 13,
der beispielsweise durch einen Verdampfer einer Kompressionskältemaschine gebildet
ist;
- – eine
Heizeinrichtung 14, die beispielsweise eine elektrische
Heizeinrichtung oder eine Einrichtung ist, die an den Kühlkreislauf
des Motors des Busses 2 angeschlossen ist; und
- – drei
im Wesentlichen horizontale Kanäle 15, 16, 17 zur
Verteilung der aus den Einrichtungen 13 und 14 austretenden
Luft in den Fahrgastraum 1, die sich parallel zueinander
entsprechend einer im Wesentlichen senkrechten Richtung zu der Längsrichtung
des Busses erstrecken und die in dem oberen Teil des Fahrgastraumes 1 angeordnet
sind, d. h. über
dem zu behandelnden Luftvolumen V4, wobei
sie beispielsweise an der Innenfläche der Decke des Busses befestigt
sind, wie in der 1.
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Das
System 3 der 1 umfasst so zwölf Verteilerkanäle 15, 16 und 17,
die sich entlang der Breite des Fahrgastraums 1 erstrecken.
Andere Konfigurationen dieser Verteilerkanäle können ins Auge gefasst werden,
ihre Anzahl kann erhöht
oder verringert werden, und ihre Anordnung kann entlang der Länge des
Fahrgastraums 1 vorgesehen werden, abhängig von der Größe des Fahrgastraums 1 und/oder den
Installationsvorgaben in dem Bus 2.
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In
dem Filterkasten 8 gestattet das Element 9 das
Ab scheiden von groben Stäuben,
und das Element 10 gestattet das Abscheiden von feineren
Stäuben
und von Pollen, während
das Element 11, das insbesondere aktive Kohle umfasst,
das Abscheiden von Makromolekülen
gestattet, insbesondere von riechenden Makromolekülen. Vorteilhafterweise
ist ein nicht dargestelltes Mittel zur Messung des Druckabfalls
installiert, das die Drücke
stromaufwärts
und stromabwärts
zu dem Filterkasten 8 berücksichtigt, um den notwendigen
Wechsel der Filterelemente einem Schwellenwert des Anstiegs des
Druckabfalls anzuzeigen.
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Jeder
Verteilerkanal 15, 16 und 17 ist angepasst,
um die von den Komponenten 8, 13 und/oder 14 behandelte
Luft in einer im Wesentlichen homogenen Weise über die gesamte Länge des
Kanals in den Fahrgastraum 1 zu verteilen. Zu diesem Zweck weist
jeder Kanal spezifische und von einem Kanal zum anderen identische
Anordnungen auf, die weiter unten im Hinblick auf die 3 bis 5 für den Kanal 16 im
Detail angegeben sind, dessen Längsmittelachse
mit X-X bezeichnet ist.
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Um
eine über
die Länge
des Kanals 16 im Wesentlichen homogene Durchströmmenge an
verteilter Luft sicherzustellen, ist der Kanal 16 im Inneren mit
einem Diffusor 18 ausgerüstet, der eine im Ganzen gesehene
Kegel- oder Kegelstumpfform aufweist und dessen Längsachse
im Wesentlichen mit der Achse X-X übereinstimmt und zu dem stromabwärts gelegenen
Ende des Kanals konvergiert. So ist das Ende mit dem größten Durchmesser
des Diffusors 18 an dem stromaufwärts gelegenen Ende des Kanals 16 so
angeordnet, dass es mit behandelter Luft versorgt wird, die von
den Komponenten 8, 13 und 14 der Einheit 4 herstammt.
Die Längen
des Kanals und des Diffusors sind im Wesentlichen gleich.
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Dieser
Diffusor besteht aus einem Maschengewebe mit einer vorbestimmten
Porosität,
zwischen 25 und 40 %, wobei diese Porosität durch die Formel 1-(Aπnd/4) quantifiziert
ist, wobei d der Durchmesser des Fadens des Gewebes ist, n die Anzahl
der Fäden pro
Meter des Diffusors ist und A ein Korrekturfaktor, der praktisch
ungefähr
1,05 beträgt.
Diese Formel wird manchmal "Marcusformel" genannt. Vorteilhafterweise
besteht das verwendete Gewebe oder Polypropylen oder Polyethylen.
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Die
konische oder kegelstumpfartige Form dieses Diffusors stellt eine
im Wesentlichen gleichmäßige Verteilung
des Luftdurchsatzes in den stromaufwärts gelegenen sowie den laufenden
und den stromabwärts
gelegenen Bereichen des Kanals sicher und minimiert gleichzeitig
die Druckverluste der diffundierten Luft. Zu diesem Zweck haben
Experimente ermöglicht
zu definieren, dass ein Verhältnis des
Querschnitts von 1 zu 10 pro Meter für die vorbestimmte Porosität eine entsprechend
der Richtung X-X im Wesentlichen homogene Luftverteilung sichert.
Dieses Querschnittsverhältnis
bedeutet, dass, wenn beispielsweise der Querschnitt 100 cm bei einer
Abszisse x beträgt,
der Querschnitt bei einer Abszisse x+1 m ungefähr 10 cm2 beträgt.
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Der
Verteilerkanal 16 umfasst gleichfalls eine äußere Hülle 17 in
einer im Wesentlichen zylindrischen Form mit einer Achse X-X, in
deren Innerem der kegelstumpfartige Diffusor 18 in einer
im Wesentlichen koaxialen Weise angeordnet ist. Wie in der 5 dargestellt
ist, ist diese Hülle
im senkrechten Lot zu einem ersten Teil V16 des
Volumens V4, wobei dieser Teil V16 der im Wesentlichen vertikalen Projektion
der Hülle 19 in
dem zu behandelnden Luftvolumen V4 entspricht.
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In
ihrer zu dem Volumen V4 gerichteten Hälfte ist
die Hülle 19 über den
Hauptteil seiner Länge
geschlitzt, um Spalten mit den Bezugszeichen 20A und 20B zu
bilden. Im Querschnitt, wie in der 5, bildet jeder
Spalt 20A, 20B für die Hülle 19 eine durchquerende
radiale Öffnung
in Bezug auf die Achse X-X, deren Richtung in Bezug auf die Vertikale
geneigt ist, um einen Winkel α zu
bilden. Auf diese Weise läuft die
längs der
Hülle über jeden
Spalt 20A, 20B ausströmende Luft nicht am Ausgang
dieser Hülle
zu dem Teil des Volumens V16 zusammen, sondern
ist, wie durch den Pfeil 21A und 21B angegeben,
zu einem anderen Teil des Volumens V4, benachbart
zu dem Teil V16, gerichtet und ist mit V16A und V16B in der 5 bezeichnet.
Die so zu dem Teil des Volumens V16 schräg ausströmende Luft
erzeugt einen turbulenten Strom 22A, 22B, der
sich sowohl in dem benachbarten Teil des Volumens V16A,
V16B als auch in dem Teil des Volumens V16 einrollt. Diese Verwirbelungen resultieren
aus der Tatsache, dass der aus jedem Spalt 20A, 20B ausströmende Luftstrom,
indem er sich von der Hülle
entfernt, sei es mit einem analogen Luftstrom, der von einem benachbarten
Kanal ausströmt,
wie für
die Luftströme 21A und 21B,
die jeweils aus den Kanälen 16 und 17 in
der 5 ausströmen,
sei es mit einer senkrechten Wand P, die den Fahrgastraum 1 begrenzt,
wie für
den Luftstrom 21B, der aus dem Kanal 17 in der 5 ausströmt, konfrontiert
wird.
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Im
Betrieb versorgt jede Behandlungseinheit 4 ihre Diffusionskanäle 15, 16 und 17 mit
Luft, die zugleich von dem Ventilator 12 mitgenommen wird,
von dem Kasten 8 filtriert und von der Kühlanordnung 13 gekühlt oder
von der Heizanordnung 14 geheizt wird, wie durch die Pfeile 23 in
der 2 angegeben ist. Diese behandelte Luft wird in
im Wesentlichen homogener Weise über
die gesamte Länge
der Verteilerkanäle
dank der Diffusoren 18 verteilt, mit einem geringen Druckverlust.
Die am Ausgang der Hüllen 19 dieser
Kanäle
verteilte Luft erzeugt mittels der geneigten Spalten 20A und 20B turbulente
Ströme 22A, 22B, die
eine gute homogene Verbreitung der Luft in dem Volumen V4 gestatten.
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Die
Erzeugung der turbulenten Ströme 22A, 22B benötigt, dass
die Ausstoßgeschwindigkeit
der Luft an den Spalten 22A und 22B relativ erhöht ist,
in der Größenordnung
von 5 bis 10 m/sec. Die Turbulenzen in diesen turbulenten Strömen dämpfen jedoch
sehr schnell die Geschwindigkeit der verteilten Luft, wodurch so
kein Unbehagen durch Luftzug für die
Insassen des Busses 2 erzeugt wird. Experimente haben gezeigt,
dass der Neigungswinkel der Spalten 20A, 20B vorteilhafterweise
zwischen 40° und 50° liegen soll,
besonders vorteilhaft liegt er bei ungefähr 45°. Bei diesen Bedingungen hat
man gemessen, dass an einem ungefähr 20 cm von der Hülle 19 entfernten
Punkt der Modul des Geschwindigkeitsvektors der verteilten Luft
in dem Fahrgastraum 1 nur in der Größenordnung von 0,2 bis 0,3
m/sec liegt, wodurch so keine Luftzugwirkung für die Passagiere vorhanden
sind.
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In
der Praxis können
unterschiedliche geometrische Parameter der Verteilerkanäle 15, 16, 17 modifiziert
werden, um sich besser an den Fahrgastraum anzupassen, dessen Luft
behandelt werden muss. Insbesondere könne die Werte des Abstandes zwischen
zwei benachbarten Kanälen
und des Winkels α eingestellt
werden, um die tote Zone zwischen den Verteilerkanälen durch
die Erzeugung von Verwirbelungen, die sich von einem Kanal zum anderen verbinden,
zu reduzieren. Auch wird die Breite der Spalte 20A, 20B abhängig von
der Länge
des Kanals und des Durchsatzes der zu verteilenden Luft gewählt, derart,
dass die Ausstoßgeschwindigkeit
der Luft am Ausgang des Kanals zwischen 5 und 10 m/sec verbleibt.
Diese Werte sind beispielsweise durch Rechnung aufgestellt, insbesondere
durch numerische Simulation.
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Zusätzlich zu
den Wirkungen der oben beschriebenen turbulenten Luftströme wird
die Verteilung der von jeder Einheit 4 behandelten Luft
in ihrem zugeordneten Luftvolumen V4 durch
die Aufnahme von Luft in dem Fahrgastraum in seinem unteren Teil an
dem stromaufwärts
gelegenen Ende des Entnahmekanals 6 verbessert. Die behandelte
Luft zirkuliert so von oben nach unten, vertikal das ganze Volumen V4 überstreichend.
Außerdem
mischt jede Einheit 4 in ihrer Kammer 7 diese
entnommene Luft, die durch den Pfeil 25 bezeichnet ist,
mit der von außen
zu dem Fahrgastraum 1 gesehenen mittels des Einlasskanals 5 aufgenommenen
Luft, die durch den Pfeil 26 bezeichnet ist. Die jeweiligen
Verhältnisse
von entnommener Luft und neuer Luft werden durch die Position der
Regelklappe 7A festgelegt.
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Da
die durch jede Behandlungseinheit 4 verteilte Luft einen
Teil der entnommenen Luft integriert, die zuvor in den Fahrgastraum über die
Verteilerkanäle 15, 16, 17 eingeblasen
wurde, ist die notwendige Energie des Ventilators 12 zum
Zirkulieren der Luft verringert, wodurch so der energetische Verbrauch
des Systems 3 begrenzt wird.
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Nach
einem zweiten vorteilhaften Aspekt der Erfindung umfasst das Behandlungssystem 3 einen elektronischen
Regler 30. Dieser Regler ist vorgesehen, um die Funk tionsweise
der Behandlungseinheiten 4 zu steuern und, obwohl in der 2 eher
nur in Verbindung mit einer einzigen dieser Einheiten 4 dargestellt
ist, ist der Regler 30 vorteilhafterweise gemeinsam für alle vier
Behandlungseinheiten 4 vorgesehen.
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Der
Regler 30 ist angepasst, um an jeder Behandlungseinheit 4 die
Verhältnisse
von neuer Luft und zu behandelnder entnommener Luft, den Durchsatz
der verteilten Luft und die an die Kühl- und Heizeinheiten 13, 14 gelieferte
Leistung in Hinblick auf die Aufrechterhaltung der hygienischen
und Komfortbedingungen für
die Passagiere und auf die Minimierung des Energieverbrauchs des
Behandlungssystems 3 einzustellen.
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Zu
diesem Zweck schließt
der Regler 30 für jede
Behandlungseinheit 4 ein Regelmodul 32 für die Mischkammer 7,
ein Regelmodul 34 für
den Ventilator 12, ein Modul 36 zum Regeln der
Kühleinrichtung 13 und
ein Modul 38 zum Regeln der Heizeinrichtung 14 ein.
Der Regler ist außerdem
unterschiedlichen Messaufnehmern und Regelschnittstellen zugeordnet,
die weiter unten im Rahmen der Beschreibung eines Regelbeispiels
im Kühlmodus
beschrieben werden, d. h. eine Regelung, die dahin zielt, dass die Temperatur
der verteilten Luft soweit wie möglich
an eine kalte Solltemperatur abgesenkt wird, die beispielsweise
an einem Sollwertgehäuse 40 entnommen
wird.
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Um
dieses Beispiel besser zu verstehen, berücksichtigt man, dass die Kühleinrichtung 13 eine Kompressionskühlmaschine
ist, d. h. dass sie auf die sie durchquerende Luft wirkt, um den
Temperaturwert mittels eines geschlossenen Kreises für Kühlflüssigkeit
abzusenken, die aufeinander folgend in einem Kompres sor, einem Kondensator,
einem Entspannungsventil und einem Verdampfer zirkuliert.
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Zu
einem ersten Zeitpunkt berechnet der Regler 30 die Wärmebelastung
des Volumens V4 und den minimalen Luftdurchsatz
von einem hygienischen Standpunkt aus, um dieses Volumen zu behandeln,
abhängig
von:
- – der
Anzahl der in dem Volumen V4 vorhandenen Passagiere,
die von einem zugeordneten Messaufnehmer 42 bestimmt wird,
- – von
dem Temperaturwert der Luft außerhalb
des Fahrgastraumes 1, der von einem Sensor 44 gemessen
wird,
- – von
dem Temperaturwert der in den Kanal 6 aufgenommenen Luft,
gemessen von einem Sensor 46.
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Auf
der Grundlage des minimalen Durchsatzes an neuer Luft zum Erneuern
der Luft im Volumen V4, der von dem Regler 30 abhängig von
der Anzahl der Passagiere berechnet wurde, modifiziert das Regelmodul 32 die
Position der Klappe 7A und gibt so die Verhältnisse
von neuer Luft und von alter Luft vor, die in die Luftkammer 7 eingelassen
werden. Darüber hinaus
beschließt
der Regler 30, wenn der Temperaturwert der Außenluft
geringer als der Temperaturwert der entnommenen Luft ist, dass es
möglich
ist, einen "kostenlosen" Kühleffekt,
d. h. ohne Energieverbrauch, zu erhalten, indem der Durchsatz an
neuer zu geführter
Luft durch eine entsprechende Verschiebung der Klappe 7A erhöht wird.
Abhängig
vom Verhältnis
neue Luft zu entnommener Luft, das von der Klappe 7A vorgegeben
wird, vom Sonneneinfall, dem der Fahrgastraum 1 unterworfen
ist und der von einem Sonnensensor 48 gemessen wird, und
von der in dem Volumen V4 vorhande nen überschüssigen Wärmemenge,
die von dem Regler 30 aus dem Vergleich der Werte der Solltemperatur
und der Temperatur der entnommenen Luft abgeleitet wird, stellt
das Regelmodul 34 den Einblasdurchsatz der behandelten
Luft ein, indem die Versorgungsspannung des Ventilators 12 modifiziert
wird. Als Beispiel wird angenommen, dass der Bedarf an neuer Luft
pro Passagier als 20 m3 pro Stunde betrachtet
werden kann. Wenn beispielsweise die Leistung der von dem Ventilator 12 geblasenen
Luft zwischen 1.000 und 2.000 m3 pro Stunde
variieren kann, wendet das Modul 34 die Formel 1000 × (1 + Np/Nm)
an, wobei Np die Anzahl der vorhandenen Passagiere und Nm die maximal
zulässige
Anzahl von Passagieren ist, um den Ventilator 12 zu steuern.
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Zu
einem zweiten Zeitpunkt zielt das Regelmodul 36 darauf,
den Energieverbrauch der Kompressionskühlmaschine 13 zu minimieren
und umfasst zu diesem Zweck ein Untermodul zur Regelung des Kondensators
dieser Maschine und ein Untermodul zum Regeln des Kompressors der
Maschine. Genauer gesagt besteht das Untermodul der Regelung des
Kondensators aus einer unabhängigen
Schleife, die die Temperaturwerte der Luft außerhalb des Fahrgastraumes 1 und
der Kühlflüssigkeit
in dem Hochdruckteil des Kondensatorkreises verwendet. Von diesen
zwei bekannten Werten wird die Versorgungsspannung eines Ventilators
mit variabler Geschwindigkeit, der dem Kondensator zugeordnet ist,
eingestellt. Das Untermodul zur Regelung des Kompressors variiert,
was ihn betrifft, das Spülvolumen
des Kompressors über
ein zugeordnetes Elektroventil, dessen Technologie bekannt und auf
dem Markt für Kompressoren
mit variablen Volumen disponibel ist. Die von dem Untermodul zur
Regelung des Kompressors verwendeten Parameter sind der Durchsatz der
auf den Verdampfer der Kühlmaschine 13 geblasenen
Luft, der Abstand zwischen den Werten der Solltemperatur und der
Temperatur der auf den Verdampfer geblasenen Luft, die Drehgeschwindigkeit des
Kompressors und die Druckwerte der Verdampfung und der Kondensierung
des Kühlfluids.
Auf der Grundlage dieser Parameter und unter Berücksichtigung der Charakteristiken
des Kompressors, nämlich seiner
Gesamtleistung und seiner Volumenleistung, kann der Regler 30 eine
Steuerspannung für
das zuvor erwähnte
Elektroventil festlegen, das das Spülvolumen des Kompressors steuert
und dadurch den Durchsatz des komprimierten Kühlfluids einstellt.
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Es
soll beispielhaft ein Bedarf an Kühlleistung in der Größenordnung
eines Drittels der Maximalleistung angenommen werden. In diesem
Fall ist die Anzahl von Passagieren reduziert, die Außentemperatur
ist beispielsweise 25°C
und die Solltemperatur ist gleich 25°C. Die Kühlmaschine 13 muss dann
nur die eintretende Sonnenbelastung und die Wärmebelastung, die mit der Anzahl
der vorhandenen Passagiere verbunden ist, kompensieren. Die Blastemperatur
ist dann beispielsweise 17°C,
und gemäß der Drehgeschwindigkeit
des Kompressors wird das Steuerelektroventil das Spülvolumen
des Kompressors auf nur ein Drittel seines maximalen Hubraums einstellen.
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So
modifiziert der Regler für
jede Behandlungseinheit 4 die von dieser Einheit behandelte
Luftmenge und die Temperatur dieser Luft abhängig von der Anzahl der in
dem der Einheit zugeordneten Luftvolumens vorhandenen Passagiere
und vom Wärmestrom,
dem dieses Volumen V4 ausgesetzt ist, dies
alles unter Minimierung der Energieverbräuche der Einheit, indem sie
an die realen Bedürfnisse
der Behandlung der Luft durch Modulation des Durchflusses des Kühlfluids
in dem Kompressor der Kühlmaschine 13 und
durch Modulation der Versorgungsspannung des Ventilators 12 angepasst
werden.
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Eine
Regelung im Heizmodus verwendet die gleichen oben detaillierter
aufgeführten
Variablen, jedoch in Hinblick auf die Erhöhung des Temperaturwertes der
von dem System 3 verteilten Luft bis zu einer warmen Solltemperatur.
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Die
Tatsache der Berücksichtigung
der Anzahl von in dem Fahrgastraum 1 vorhandenen Passagiere
ist besonders nützlich,
da die Dichte der Besetzung eines öffentlichen Verkehrsmittels
wie des Busses 2 zwischen 0,3 und 3 Personen pro m2 variieren kann. Dieser zehnfache Faktor
bringt starke Veränderungen
der Wärmebelastungen
sowie starke Veränderungen
der Nähe
und somit der hygienischen Anforderung mit sich.
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Unterschiedliche
Anordnungen und Varianten des Behandlungssystems 3, die
weiter unten beschrieben sind, sind darüber hinaus denkbar:
- – Die
Kühl- und
Heizeinrichtung 13, 14 können durch ein Wärmepumpensystem
ersetzt werden, das von einem Kühlmodus
im Sommer auf einen Heizmodus im Winter geschaltet werden kann; und
- – die
Anzahl und die Geometrie der Ausströmöffnungen der behandelten Luft über die
Außenhülle 19 der
Verteilerkanäle 15, 16, 17 können modifiziert
werden, um insbesondere an die Länge
der Kanäle
angepasst zu werden.