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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
Anmeldung betrifft einen organischen Molybdänkomplex und ein Verfahren
zur Herstellung des organischen Molybdänkomplexes. Der Komplex kann
als Antioxidans, ein Ablagerungskontrolladditiv, ein Antiverschleißadditiv
und ein Reibungsmodifizierer z. B. in Schmiermittelzusammensetzungen
geeignet sein.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Schmieröle für Verbrennungsmotoren
von Kraftfahrzeugen oder Lastkraftwagen unterliegen während des
Gebrauchs einer beanspruchenden Umgebung. Diese Umgebung führt dazu,
dass das Öl
Oxidation erleidet. Die Oxidation wird durch die Gegenwart von Verunreinigungen
in dem Öl,
wie Eisenverbindungen, katalysiert. Die Oxidation wird auch durch
die erhöhten
Temperaturen des Öls
während
der Verwendung beschleunigt. Die Oxidation von Schmierölen während der
Verwendung wird typischerweise, zumindest in einem gewissen Ausmaß, durch
die Verwendung von Antioxidansadditiven kontrolliert, die die Gebrauchsdauer
des Öls verlängern können, beispielsweise
durch Herabsetzen oder Verhindern unannehmbarer Viskositätserhöhungen.
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Es
gibt bereits eine Anzahl von Versuchen, um Schmiermittel zur Herabsetzung
der Reibung in einem Verbrennungsmotor einzusetzen, so dass der
Kraftstoffverbrauch des Motors herabgesetzt wird. Zahlreiche Klassen
von Schmiermitteladditiven wurden bereits zur Verwendung als Reibungsmodifizierer
und zur Erhöhung
des Energiewirkungsgrades, der einer Maschine durch ein Schmieröl verliehen
wird, vorgeschlagen.
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Molybdän-enthaltende
Additive übertragen
bekanntlich eine Vielzahl von förderlichen
Eigenschaften auf die Schmiermittel. Nicht einschränkende Beispiele
von Schmiermitteln, die von dem Zusatz von Molybdän profitieren,
umfassen Personenkraftwagen-Motoröle, Erdgas-Motoröle, Hochleistungsdieselöle und Eisenbahnöle. Mit
den Jahren wurde gezeigt, dass Molybdän bei ordnungsgemäßer Verwendung
einen verbesserten Antiverschleißschutz, verbesserte Oxidationskontrolle,
verbesserte Ablagerungskontrolle und verbesserte Reibungsmodifikation
für die
Kraftstoffwirtschaftlichkeit bereitstellt.
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Die
US-Patentschrift Nr. 4,692,256 offenbart
eine Molybdän-enthaltende
Schmiermittelzusammensetzung, die eine Schwefelverbindung und eine öllösliche Molybdänverbindung
umfasst. Die öllösliche Molybdänverbindung
wird durch Umsetzen einer sechswertigen Molybdänverbindung mit einem Alkylamin
hergestellt.
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Die
US-Patentschrift Nr. 4,259,195 betrifft
antioxidative Additive für
Schmieröle.
Die Additive werden durch Kombinieren eines polaren Promotors, einer
sauren Molybdänverbindung
und einer basischen Stickstoffverbindung unter Bildung einer Molybdän-enthaltenden
Zusammensetzung hergestellt.
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Die
US-Patentschrift Nr. 4,266,945 offenbart
Molybdän-enthaltende
Zusammensetzungen, die durch die Umsetzung einer Molybdänsäure mit
einem Phenol oder einem Aldehydkondensationsprodukt des Phenols
und einem primären
oder sekundären
Amin hergestellt werden.
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Die
Leistung von Molybdänverbindungen
als Reibungsmodifizierer kann durch eine Anzahl von Faktoren bestimmt
werden, die einschließen,
jedoch nicht begrenzt sind auf:
- 1. Das System,
in dem das Additiv getestet wird. Der Aufbau des Benchtests, Rigtests
oder des Motortests, durch den das Molybdänadditiv bewertet wird, beeinflusst
die Leistung.
- 2. Die anderen Typen von in dem Öl vorhandenen Additiven. Es
ist wohlbekannt, dass Molybdänadditive synergistische
Reaktionen mit Additiven zeigen, wie sulfurierte Antioxidantien
und EP-Additive, ZDDP und alkylierte Diphenylamine.
- 3. Die chemische Struktur der öllöslichen Molybdänverbindung.
Es ist wohlbekannt, dass strukturell verschiedene Molybdänadditive
als Reibungsmodifizierer unter einer gegebenen Serie von Testbedingungen verschieden
ansprechen.
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Die
existierende Molybdäntechnologie
leidet allerdings an einer Anzahl von Problemen, die ihre weit verbreitete
Verwendung in Schmiermitteln eingeschränkt haben. Diese Probleme umfassen
mindestens eines von Farbe, Öllöslichkeit,
Kosten und Korrosion.
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DURCH MOLYBDÄNVERBINDUNGEN VERLIEHENE FARBE
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Viele
Molybdäntechnologien
geben hohe Konzentrationen an Farbe ab, auch wenn sie bei moderaten Konzentrationen
in Motorgehäuseölen eingesetzt
werden. Die Neigung von Molybdänadditiven,
Motorgehäuse-Endöle zu färben, hat
zum kommerziellen Einsatz einer begrenzten Anzahl von öllöslichen
Molybdänprodukten
geführt.
Der Beitrag von Molybdänadditiven
auf die Endöl-Farbe
ist ein ausschließliches ästhetisches Thema
und hängt
nicht mit einer Leistungseigenschaft oder Produktkompatibilität der Molybdänadditive
zusammen. Allerdings wird in bestimmten Schmiermitteln ein helles Öl als ein
reines Öl
betrachtet. Alternativ kann manchmal ein dunkles Öl als ein
gebrauchtes Öl
betrachtet werden. Von einem Vermarktungsstandpunkt aus kann es
für den
Kunden unerwünscht
sein, davon auszugehen, dass eine spezielle Motorölmarke gebrauchtes Öl enthält, da gebrauchtes Öl eine niedrige
Leistung aufweist. Helle Öle
können
darum für
Marketingzwecke erwünscht
sein.
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Wenn
stark gefärbte
Molybdänquellen
bei niedrigen Konzentrationen verwendet werden, z. B. 100–150 ppm
abgegebenes Molybdän,
wie es typischerweise zur Oxidations-, Ablagerungs- und Verschleißkontrolle
erforderlich ist, ist die Verfärbung
nicht wesentlich, kann allerdings immer noch sichtbar sein. Wenn jedoch
diese stark gefärbten
Molybdänverbindungen
bei hohen Konzentrationen, z. B. 400–1 000 ppm abgegebenes Molybdän, wie es
allgemein zur Reibungsmodifikation erforderlich ist, ist die Verfärbung oft
signifikant.
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Traditionsgemäß wurde
die Farbe von vollständig
formulierten Motorgehäuseölen unter
Verwendung der ASTM D 1500-Farbskala bestimmt. Zwei Typen von nicht
annehmbaren Farben sind möglich.
Der erste Typ von Verfärbung
führt zu
einer Bewertung mit dunkel auf der D 1500-Skala. Das Ausmaß an noch
annehmbarer Endschmiermittel-Verdunkelung hängt von dem Kunden und der
Anwendung ab. Es gibt keine vorgegebenen Standards für das Ausmaß an Verfärbung oder
Verdunkelung, die erlaubt ist. Im Allgemeinen werden D 1500-Bewertungen entsprechend
größer oder
als 5,0 als nicht annehmbar für
ein Motorgehäuse-Endöl angesehen.
Bestimmte Kunden können
es schwierig finden, solche dunklen Motorgehäuseöle zu vermarkten und zu verkaufen.
Der zweite Typ von Verfärbung
erzeugt "keine Übereinstimmung" auf der D 1500-Farbskala.
Diese Motorgehäuse-Endöle sind
zusätzlich
dazu, dass sie keine Übereinstimmung
zeigen, ebenfalls sehr dunkel. Wiederum können es bestimmte Kunden schwer
finden, solche dunklen Motorgehäuseöle zu vermarkten
und zu verkaufen.
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ÖLLÖSLICHKEIT
DER MOLYBDÄNVERBINDUNGEN
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Viele
im Handel erhältliche
Molybdänadditive,
die zur Verwendung in Schmiermitteln ausgelegt sind, zeigen eingeschränkte Löslichkeit
in dem Endschmiermittelprodukt. Zur weit verbreiteten Anwendung
eines Molybdänprodukts
in Schmiermittelanwendungen ist das Produkt im Allgemeinen nicht
nur bei Reibungsmodifizierer-Behandlungskonzentrationen in dem Endschmiermittel
löslich,
es ist im Allgemeinen auch in den Additivkonzentraten löslich, die
zur Herstellung des Endschmiermittels verwendet werden. Ein annehmbarer
Löslichkeitsgrad
war in der Vergangenheit schwer zu erhalten.
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KOSTEN DER MOLYBDÄN-VERBINDUNGEN
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Molybdän wird seit
langem als teures Additiv für
Motorgehäuseanwendungen
angesehen. Zum Teil beruht der Grund für die hohen Kosten auf der
Tatsache, dass viele der kommerziellen Produkte geringe Konzentrationen,
z. B. weniger als 5 Gew.-%, Molybdän in dem Additiv aufweisen.
In einigen Fällen
werden teure organische Liganden oder teure Herstellungsverfahren
eingesetzt, um die kommerziellen Molybdänverbindungen herzustellen.
Es besteht Bedarf an Produkten mit höheren Molybdängehalten,
die aus kostengünstigeren Rohmaterialien
hergestellt werden.
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KORROSIVE WIRKUNGEN BESTIMMTER MOLYBDÄNVERBINDUNGEN
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Viele
Molybdäntechniken
enthalten Schwefel. Die Gegenwart von Schwefel in verschiedenen
Motorgehäuseanwendungen
kann von Nachteil sein, da bestimmte Typen von Schwefel mit Elastomerdichtungen inkompatibel
sind und korrosiv sein können.
Sogar die weniger aggres siven Formen von Schwefel können in ausgesprochenen
Hochtemperatur-Motorgehäuse-Umgebungen korrosiv
sein, wo signifikante Mengen an Sauerstoff und Wasser vorhanden
sind. Es bestehen ebenfalls Neigungen zum Herabsetzen der Menge
an in den Motorgehäuse-Endschmiermitteln
vorhandenem Schwefel. Wenn diese Neigungen beginnen, Wirklichkeit zu
werden, werden Additive, die Schwefel enthalten, weniger wünschenswert.
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Es
ist auch wohlbekannt, dass bestimmte Molybdän-enthaltende Reibungsmodifizierer
durch einen Zerfallsmechanismus funktionieren, der zu der Bildung
einer gemischten Molybdänsulfid/Molybdänoxid-Schicht
auf der Metalloberfläche
des Motors führt.
Die Molybdänspezies,
die sich auf der Metalloberfläche bilden,
können
signifikant variieren, und ihre Zusammensetzung wird durch die Typen
von Additiven in dem Schmiermittel und in dem Motor oder dem Testaufbau
beeinflusst. Beispielsweise ist bekannt, dass Molybdändithiocarbamate
sich beim Erhitzen unter Erzeugung von Produkten zersetzen, die
freies Amin und Kohlenstoffdisulfid umfassen. Beide derartigen Produkte
sind gegenüber
jeglichem Kupfer aggressiv, das in den Motorlagern vorhanden sein
kann. Weiterhin sind freie Amine bekanntlich gegenüber bestimmten
Typen von Elastomerdichtungen aggressiv, die in einem breiten Bereich
von Motoren vorhanden sind. Darum ist es vom Standpunkt der Kompatibilität wünschenswert,
neue Additive zu entwickeln, die arm an Schwefel und freien Aminen
sind.
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Es
wurde unerwarteterweise gefunden, dass die erfindungsgemäßen Molybdänadditive
Vorteile für Zusammensetzungen,
einschließlich
Schmierzusammensetzungen, ohne die allgemein mit Molybdänadditiven
verbundenen Probleme bereitstellen können. Die Eigenschaften der
organischen Molybdänkomplexe,
die hier offenbart sind, können
mindestens eines von verbesserter Wirksamkeit als Reibungsmodifizierer,
herabgesetzte Neigung, Motorgehäuse-Endöle zu färben, niedrige
Kosten der Rohmaterialien und einen vereinfachten Herstellungsprozess
einschließen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Gemäß der vorliegenden
Offenbarung wird ein organischer Molybdänkomplex bereitgestellt, der
das Reaktionsprodukt von (i) einer gegebenenfalls substituierten
hydroxyaromatischen Verbindung; (ii) einer Aldehydquelle; (iii)
eines N-Hydroxyethyl-substituierten Diamins und (iv) einer Molybdänquelle
umfasst.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung wird ein Verfahren
zur Herstellung eines organischen Molybdänkomplexes bereitgestellt,
umfassend (a) Umsetzen einer gegebenenfalls substituierten hydroxyaromatischen
Verbindung mit einer Aldehydquelle und einem N-Hydroxyethyl-subsituierten
Diamin, um eine Mannich-Base zu ergeben und (b) Umsetzen der Mannich-Base
mit einer Molybdänquelle,
um den organischen Molybdänkomplex
zu bilden.
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Nach
wieder einem weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung werden
eine Schmierölzusammensetzung
bereitgestellt, die eine Hauptmenge eines Öls von Schmierviskosität und einen
organischen Molybdänkomplex
umfasst, der durch ein Verfahren hergestellt ist, das (a) Umsetzen
einer gegebenenfalls substituierten hydroxyaromatischen Verbindung
mit einer Aldehydquelle und einem N-Hydroxyethyl-substituierten
Diamin, um eine Mannich-Base zu ergeben; und (b) Umsetzen der Mannich-Base
mit einer Molybdänquelle
unter Bildung des organischen Molybdänkomplexes umfasst.
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Ebenfalls
wird eine Schmierzusammensetzung bereitgestellt, die einen erfindungsgemäßen organischen
Molybdänkomplex
umfasst.
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Weiterhin
wird eine Antioxidans-Zusammensetzung bereitgestellt, die einen
erfindungsgemäßen organischen
Molybdänkomplex
umfasst.
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Zusätzlich wird
eine Antiverschleißzusammensetzung
bereitgestellt, die einen erfindungsgemäßen organischen Molybdänkomplex
umfasst.
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Ebenfalls
bereitgestellt wird eine Ablagerungskontrollzusammensetzung, die
einen erfindungsgemäßen organischen
Molybdänkomplex
umfasst.
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Weiterhin
wird eine reibungsmodifizierende Zusammensetzung bereitgestellt,
die einen erfindungsgemäßen organischen
Molybdänkomplex
umfasst.
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Zusätzlich wird
eine Additivkonzentratzusammensetzung bereitgestellt, die ein erfindungsgemäßes organisches
Molybdän
und ein verdünnendes
Prozessöl
umfasst.
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Zusätzliche
Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden zum Teil in der Beschreibung
wie folgt ausgeführt
und zum Teil werden sie aus der Beschreibung klar oder können durch
Praktizieren der Erfindung erlernt werden. Die Ziele und Vorteile
der Erfindung werden mittels der Elemente und Kombinationen realisiert und
erhalten, die insbesondere in den beigefügten Ansprüchen ausgeführt sind.
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Es
ist selbstverständlich,
dass sowohl die vorhergehende allgemeine Beschreibung als auch die
folgende ausführliche
Beschreibung nur beispielhaft und nur erläuternd sind und für die Erfindung,
wie beansprucht, nicht restriktiv sind.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 erläutert die
Grenzreibungskoeffizienten von Endölen, die Molybdänadditive
enthalten.
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2 erläutert die
Farbbildung in verschiedenen Ölen,
die Molybdänverbindungen
enthalten.
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BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Es
wird nun im Einzelnen auf die vorliegenden Ausführungsformen der Offenbarung
Bezug genommen, wofür
Darstellungen in den beigefügten
Zeichnungen erläutert
sind.
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Die
vorliegende Offenbarung betrifft einen Molybdänkomplex und eine Zusammensetzung,
die den Komplex einschließt,
der als Antioxidans, als Ablagerungskontrolladditiv und als ein
Reibungsmodifizierer geeignet ist. Vorzugsweise ist der Molybdänkomplex öllöslich. Die
Zusammensetzung umfasst einen organischen Molybdänkomplex, der durch ein Zweistufen-Verfahren hergestellt
wird. Als Erstes wird eine Mannich-Base durch Umsetzung vorzugsweise
in einem organischen Lösungsmittel,
wie Toluol, einer gegebenenfalls substituierten hydroxyaromatischen
Verbindung, wie ein alkyliertes Phenol, einer Aldehydquelle und
eines N-Hydroxyethyl-substituierten Diamins hergestellt. Die so
gebildete Mannich-Base wird anschließend mit einer Molybdänquelle,
wie Molybdäntrioxid,
unter Bildung des organischen Molybdänkomplexes umgesetzt. Vorzugsweise wird
die Mannich-Base mit der Molybdänquelle
in Gegenwart von Wasser, stärker
bevorzugt mit der azeotropen Entfernung von Wasser, umgesetzt. Ein
Vorteil des organischen Molybdänkomplexes,
der durch dieses Verfahren hergestellt wird, besteht darin, dass
der Komplex eine herabgesetzte Neigung zur Färbung von Endölen und
verbesserte Leistung als Reibungsmodifizierer für wirtschaftliche Kraftstoffanwendungen
zeigen kann. Somit stellt die vorliegende Erfindung einen organischen
Molybdänkomplex
bereit, der durch Umsetzung von (i) einer gegebenenfalls substituierten
hydroxyaromatischen Verbindung, (ii) einer Aldehydquelle und (iii) eines
N-Hydroxyethyl-substituierten
Diamins unter Bildung eines Reaktionsprodukts vor der Zugabe von
(iv) einer Molybdänquelle
erhalten wird.
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I. Herstellung der Mannich-Base
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Mannich-Basen
können
durch Umsetzung einer hydroxyaromatischen Verbindung, einer Aldehydquelle
und eines N-Hydroxyethyl-substituierten Diamins erhalten werden.
Gemäß bestimmten
Aspekten der vorliegenden Offenbarung kann die Mannich-Base durch
Umsetzung eines alkylierten Phenols mit einer Aldehydquelle und
einem N-Hydroxyethyl-substituierten Diamin in Toluol mit azeotroper
Entfernung von Wasser hergestellt werden.
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Jede
hydroxyaromatische Verbindung kann verwendet werden, mit der Maßgabe, dass
sie mit der Aldehydquelle und dem N-Hydroxyethyl-substituiertem
Diamin reagiert, und weiterhin mit der Maßgabe, dass das Endprodukt
eine ausreichende Öllöslichkeit
zeigt. Eine geeignete hydroxyaromatische Verbindung kann ein Phenol
sein. Gemäß der vorliegenden
Offenbarung kann die hydroxyaromatische Verbindung mit mindestens
einem Substituenten substituiert sein, der anders ist als die Hydroxylgruppierung.
Beispielsweise kann mindestens ein Substituent aus Alkyl- und Alkenylgruppierungen
gewählt
werden, wie C1-C4-Alkyl-
und Alkenylgruppierungen. Repräsentative
Beispiele für
hydroxyaromatische Verbindungen, die bei dem hier offenbarten Verfahren
geeignet sind, umfassen phenolische Verbindungen, einschließlich Alkyl-substituierte
Phenolen (Alkylphenole). Geeignete Alkylphenole umfassen Monoalkylphenole,
Dialkylphenole und Gemische davon. Phenolische Verbindungen, die verwendet
werden können,
umfassen hochmolekulare Alkyl-substituierte Derivate von Resorcin,
Hydrochinon, Cresol, Catechol, Xylol, Hydroxydiphenyl, Benzylphenol,
Phenethylphenol, Naphthol und Tolylnaphthol unter anderem, wovon
alle gegebenenfalls weiterhin mit einem anderen Substituenten substituiert
sein können.
Der andere Substituent kann beispielsweise gewählt werden aus Halogen-, Hydroxyl-,
Alkyl- (z. B. C1-4-Alkyl), Alkenyl- (z.
B. C2-4-Alkenyl),
Alkinyl-(z. B. C2-4-Alkenyl), Nitro- und
Aminoresten. Zusätzlich
umfassen nicht einschränkende
Beispiele für
geeignete oxyaromatische Verbindungen 4-Octylphenol, 4-Heptylphenol, 4-Nonylphenol
und 4-Dodecylphenol.
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Erwähnung finden
können
auch Polypropylphenol (gebildet durch Alkylierung von Phenol mit
Polypropylen), Polybutylphenolen (gebildet durch Alkylierung von
Phenol mit Polybutenen und/oder Polyisobutylen) und Polybutyl-co-polypropylphenolen
(gebildet durch Alkylierung von Phenol mit einem Copolymer von Butylen und/oder
Butylen und Propylen). Weitere ähnliche
langkettige Alkylphenole können
ebenfalls verwendet werden. Beispiele umfassen Phenole, die mit
Copolymeren von Butylen und/oder Isobutylen und/oder Propylen alkyliert
sind, und ein oder mehrere monoolefinische Comonomere, die damit
copolymerisierbar sind (z. B. Ethylen, 1-Penten, 1-Hexen, 1-Octen,
1-Decen etc.), wobei das Copolymermolekül mindestens 50 Gew.-% Butylen-
und/oder Isobutylen- und/oder Propyleneinheiten enthält. Solche
Verbindungen können
weiterhin mit mindestens einer zusätzlichen Gruppe substituiert
sein, z. B. Alkylgruppen, beispielsweise C1-C4-Alkylgruppen, wie Methyl. Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Offenbarung kann eine geeignete hydroxyaromatische
Verbindung Polyisobutylcresol sein. Die mit dem Propylen oder den
Butylenen copolymerisierten Comonomere können aliphatisch sein und können auch
nicht-aliphatische Gruppen enthalten, z. B. Styrol, o-Methylstyrol,
p-Methylstyrol, Divinylbenzol und dergleichen. Somit können in
jedem Fall die resultierenden Polymere und Copolymere, die beim
Bilden der Alkyl-substituierten hydroxyaromatischen Verbindungen
verwendet werden, gegebenenfalls aliphatische Kohlenwasserstoffpolymere
sein.
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Polybutylphenol
(gebildet durch Alkylierung von Phenol mit Polybutylen) kann für die Zwecke
der vorliegenden Offenbarung geeignet sein. Der Polybutylphenolring
kann weiterhin mit beispielsweise Alkylgruppen substituiert sein,
wie z. B. niedere, z. B. C1-C4-Alkylgruppen, beispielsweise
Methyl, zusätzlich
zu anderen Gruppen, wie beispielsweise Halogen-, Hydroxyl-, Alkyl-,
Alkenyl-, Alkinyl-, Nitro- und Aminoreste.
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Nach
einem der Aspekt der vorliegenden Offenbarung kann das Polybutylphenol
Polyisobutylcresol sein. Wenn nicht anderweitig hier festgelegt,
wird der Begriff "Polybutylen" in einem generischen
Sinn verwendet, um Polymere einzuschließen, die aus "reinen" oder "im wesentlichen reinen" 1-Buten oder Isobuten
hergestellt sind, und Polymere, die aus Gemischen von zwei oder
allen drei von 1-Buten, 2-Buten und Isobuten hergestellt sind. Handelsübliche Qualitäten von
solchen Polymeren können
auch unwesentliche Mengen von anderen Olefinen enthalten. So genannte
Hochreaktivitätspolybutylene
mit relativ hohen Anteilen von Polymermolekülen mit einer terminalen Vinylidengruppe,
die durch Verfahren gebildet sind, wie beschrieben beispielsweise
in der
US-Patentschrift Nr. 4,152,499 und
in der
westdeutschen
Offenlegungsschrift 29 04 314 , die ebenfalls zur Verwendung
bei der Bildung der langkettigen alkylierten Phenolreaktante geeignet
sein kann.
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Die
Alkylierung der hydroxyaromatischen Verbindung kann in Gegenwart
eines Alkylierungskatalysators bei einer Temperatur im Bereich von
etwa 50 bis etwa 200°C
durchgeführt
werden. Säurekatalysatoren können im
Allgemeinen zur Beschleunigung der Friedel-Crafts-Alkylierung verwendet
werden. Typische bei der kommerziellen Produktion verwendete Katalysatoren
umfassen, sind jedoch nicht beschränkt auf, Schwefelsäure, BF3, Aluminiumphenoxid, Methan-Sulfonsäure, kationisches
Austauscherharz, saure Tone und modifizierte Zeolithe.
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Die
langkettigen Alkylsubstituenten an dem Benzolring der Phenolverbindung
können
sich von Polyolefinen mit einem Zahlenmittel des Molekulargewichts
von etwa 500 bis etwa 3000 (beispielsweise von etwa 500 bis etwa
2000), wie durch Gelpermeationschromatographie (GPC) bestimmt, ableiten.
Das Polyolefin kann auch eine Polydispersität (Gewichtsmittel des Molekulargewichts/Zahlenmittel
des Molekulargewichts) im Bereich von 1 bis etwa 4, beispielsweise
von etwa 1 bis etwa 2, wie durch GPC bestimmt, aufweisen.
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Nach
bestimmten Aspekten der vorliegenden Offenbarung können Polyalkylphenolreaktanten,
z. B. Polypropylphenol und Polybutylphenol, deren Alkylgruppen ein
Zahlenmittel des Molekulargewichts von 650 bis 1200 aufweisen, zur
Herstellung der Mannich-Base geeignet sein. Nach bestimmten Ausführungsformen kann
eine Alkylgruppe, die gemäß der vorliegenden
Offenbarung ist, eine Polybutylgruppe sein, die sich von Polybutylen
mit einem Zahlenmittel des Molekulargewichts im Bereich von 650
bis 950 ableitet.
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Nach
bestimmten Aspekten der vorliegenden Offenbarung kann eine geeignete
Konfiguration der Alkyl-substituierten hydroxyaromatischen Verbindung
diejenige eines para-substituierten Monoalkylphenols sein. Allerdings
kann jedes Alkylphenol, das leicht mit dem gegebenenfalls substituierten
Aldehyd reagiert, eingesetzt werden. Somit können aus hydroxyaromatischen
Verbindungen, die nur einen Ring-Alkylsubstituenten oder mindestens
zwei Ring-Alkylsubstituenten
aufweisen, hergestellte Amine zur Verwendung gemäß der vorliegenden Offenbarung
geeignet sein. Die langkettigen Alkylsubstituenten können etwas
Restungesättigtheit enthalten
oder können
im Wesentlichen gesättigte
Alkylgruppen sein. Nach bestimmten Ausführungsformen können die
langkettigen Alkylgruppen teilweise ungesättigt sein. Gemäß einem
Aspekt der Offenbarung können
die langkettigen Alkylgruppen einen Ungesättigtheitsgrad im Bereich von
5 bis 80%, beispielsweise von 10 bis 50%, aufweisen.
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Gemäß bestimmten
Aspekten der vorliegenden Offenbarung kann die hydroxyaromatische
Verbindung ein alkyliertes Phenol sein, kann in der Paraposition
substituiert sein, kann mindestens 8 Kohlenstoffatome enthalten
und kann ein Molekulargewicht im Bereich von 205 g/Mol bis 1000
g/Mol enthalten. Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung umfassen geeignete
nicht einschränkende
Beispiele für die
hydroxyaromatische Verbindung Phenole, die in der Paraposition mit
Polypropylen alkyliert sind, z. B. Polypropylenphenole mit Molekulargewichten
im Bereich von 500 bis 5000 g/Mol und Phenole, die in der Paraposition
mit α-Olefinen
umgesetzt sind, die mindestens 8 Kohlenstoffatome enthalten.
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Gemische
von solchen Phenolen können
ebenfalls verwendet werden. Die Phenolgemische können auch kleine Konzentrationen
von 2,4-dialkylierten Phenolen enthalten.
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Bei
einer Ausführungsform
ist die gegebenenfalls substituierte hydroxyaromatische Verbindung
ein Alkylphenol, das aus p-Octylphenol, p-Heptylphenol, p-Nonylphenol,
p-Dodecylphenol, p-Polybutylenphenol, p-Polypropylenphenol und 2,4-dialkylierten
Phenolen und Gemischen davon gewählt
ist, die jeweils weiterhin mit mindestens einer Halogen-, Hydroxyl-,
Nitro-, Amino-, Alkyl-, Alkenyl- und Alkinylgruppe substituiert
sein können.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
wird das Alkylphenol aus p-Polybutylenphenolen mit einem Molekulargewicht
im Bereich von 500 g/Mol bis 5000 g/Mol, p-Polypropylenphenolen
mit einem Molekulargewicht im Bereich von 500 g/Mol bis 5000 g/Mol
und Gemischen davon gewählt.
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Die
für die
Zwecke der vorliegenden Offenbarung geeignete Aldehydquelle kann
jede Quelle einschließen,
die in der Lage ist, ein Aldehyd bereitzustellen, um an der Mannich-Reaktion
teilzunehmen. Die Aldehydquelle kann jedes Aldehyd sein, beispielsweise
diejenigen, die 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthalten, wie Formaldehyd,
Acetaldehyd, Propionaldehyd, Butyraldehyd, Valeraldehyd, Hexaldehyd
und dergleichen. Aldehyde, die für
die Zwecke der vorliegenden Offenbarung geeignet sind, können die
niedermolekularen aliphatischen Aldehyde einschließen, die
1 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten, wie Formaldehyd, Acetaldehyd,
Butyraldehyd, Isobutyraldehyd und dergleichen. Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Offenbarung kann die Aldehydquelle eine
Formaldehydquelle sein. Geeignete nicht einschränkende Beispiele für Formaldehydquellen
umfassen Formaldehyd, Paraformaldehyd und wässrige Formaldehydlösungen,
wie Formalin. Der Formaldehyd kann gehemmt oder ungehemmt sein und
kann in Lösung,
beispielsweise in wässriger
oder wässriger-alkoholischer Lösung, vorliegen.
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Gemäß bestimmten
Aspekten der Offenbarung können
die wässrigen-alkoholischen
Lösungen
wässrige
methanolische oder ethanolische Formaldehydlösungen sein, wobei der Formaldehyd
als eine 5- bis 80%ige wässrige
Lösung,
die 0,5 bis 60% wässrige
Alkohollösung
enthält,
vorhanden sein. Nicht einschränkende
Beispiele für
solche Lösungen
umfassen 37% wässrigen
Formaldehyd, der 1,5% Methanol enthält, 37% wässrigen Formaldehyd, der 15%
Me thanol enthält,
44% wässrigen
Formaldehyd, der 7% Methanol enthält, und 44% wässrigen
Formaldehyd, der 1% Methanol enthält.
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Bei
einer Ausführungsform
wird die Aldehydquelle aus Paraformaldehyd, Formaldehyd, wässrigen Formaldehydzusammensetzungen,
Acetaldehyd, Propionaldehyd, Butyraldehyd, Valeraldehyd, Hexaldehyd und
Zusammensetzungen, die Formaldehyd und Methanol einschließen, und
Gemischen davon gewählt.
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Die
für die
Zwecke der vorliegenden Offenbarung geeigneten Amine können Hydroxyethyl-substituierte Diamine
einschließen.
Jede Verbindung, die mindestens zwei Aminogruppen und einen Hydroxyethylsubstituenten
enthält,
kann nach bestimmten Aspekten der vorliegenden Offenbarung geeignet
sein. Geeignete nicht einschränkende
Beispiele für
solche Amine umfassen 2-(2-Aminoethylamino)ethanol, Aminopropyldiethanolamin,
Aminoethyldiethanolamin, N-Hydroxyethyl-1,3-propandiamin und Kombinationen
von jedem des vorgenannten. Gemäß bestimmten
Aspekten der Offenbarung kann ein Amin, das für die Zwecke der vorliegenden
Offenbarung geeignet ist, 2-(2-Aminoethylamino)ethanol sein. In
anderen Aspekten kann es N-Hydroxyethyl-1,3-propandiamin sein.
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Die
Mannich-Reaktion kann in Masse (kein Verdünnungsmittel oder Lösungsmittel)
oder in einem Lösungsmittel
oder Verdünnungsmittel
durchgeführt
werden. Geeignete Lösungsmittel
oder Verdünnungsmittel können diejenigen
einschließen,
die inert sind und/oder die leicht, sofern gewünscht, entfernt werden können, wie
organische Lösungsmittel,
beispielsweise aromatische Lösungsmittel,
wie Benzol, Xylol oder Toluol. Beispielsweise kann die Mannich-Base
in einem Lösungsmittel,
das Toluol umfasst, hergestellt werden. Das Lösungsmittel kann, wenn es verwendet
wird, als beispielsweise 1 Teil hydroxyaromatische Verbindung zu
1 Teil Lösungsmittel
vorhanden sein. Signifikant niedrigere Konzentrationen an Lösungsmittel
können
dazu führen, dass
die Rückflusstemperatur
ansteigt, und ein Produkt ergeben, das die Endöle/Schmiermittel färbt. Wesentlich
höhere
Konzentrationen an Lösungsmittel
können
längere
Reaktionszeiten erfordern und verursachen möglicherweise, dass der Molybdän-Einbau zum Stillstand
kommt.
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Das
Molverhältnis
des Amins zu der hydroxyaromatischen Verbindung kann vorzugsweise
von 1:3 bis 3:1 reichen. Gemäß bestimmten
Aspekten der Offenbarung kann das Verhältnis 2:1 betragen. Gemäß einem anderen
Aspekt kann das Verhältnis
von Amin zu hydroxyaromatischer Verbindung 1:1 sein. Somit ist bei
einem bevorzugten Aspekt das Molverhältnis des N-Hydroxyethyl-substituierten
Diamins zu der hydroxyaromatischen Verbindung vorzugsweise 1:1 bis
2:1. Das Molverhältnis
von Formaldehyd zu Amin kann von 1:2 bis 2:1 reichen. Gemäß bestimmten
Aspekten der Offenbarung reicht das Verhältnis von 1:1 bis 1,5:1.
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Gemäß bestimmten
Aspekten der Offenbarung können
das Amin, die Formaldehydquelle, die hydroxyaromatische Verbindung
und das Lösungsmittel
kombiniert und auf Rückflusstemperatur
unter Stickstoff erhitzt werden, da durch die Umsetzung erzeugtes
Wasser azeotrop entfernt wird. Die Reaktionstemperatur kann durch
die Rückflusstemperatur
des Wasser/Lösungsmittel-Azeotrops
bestimmt werden, welche in dem Fall von Toluol bei ungefähr 84°C beginnt
und ansteigt, wenn Wasser aus der Reaktion entfernt wird. Die Reaktionsendtemperatur
variiert in Abhängigkeit
von der Menge des Lösungsmittels,
wie Toluol, das bei der Reaktion verwendet wird, und kann von 120°C bis 150°C reichen.
Die Reaktion kann 1 bis 3 Stunden zur kompletten Entfernung und
Bildung des Mannich-Produkts dauern. Die abgeschlossene Umsetzung
kann auf ungefähr 60°C in Vorbereitung
auf den Molybdän-Einbau-Schritt abgekühlt werden.
-
II. Einbau von Molybdän
-
Eine
für die
Zwecke der vorliegenden Offenbarung geeignete Molybdänquelle
umfasst jede Quelle, die verfügbares
Molybdän
bereitstellt, das in der Lage ist mit einer Mannich-Base zu reagieren.
Gemäß bestimmten
Aspekten der Offenbarung kann eine geeignete Molybdänquelle
ein Molybdänoxid
sein. Ein geeignetes nicht einschränkendes Beispiel für ein Molybdänoxid, das
für die
Zwecke der vorliegenden Offenbarung geeignet ist, kann Molybdäntrioxid
sein. Die Verwendung von Molybdäntrioxid
kann zu einem wirksamen Molybdän-Einbau
in einen organischen Liganden führen.
Jeder Reinheitsgrad von Molybdäntrioxid
kann eingesetzt werden, allerdings kann hochreines Molybdäntrioxid
wahrscheinlicher ein Produkt erzeugen, das keine Filtration erfordert.
-
Eine
Molybdänquelle,
beispielsweise Molybdäntrioxid
und Wasser, können
der Mannich-Reaktionsmasse
zugesetzt werden, die bei ungefähr
60°C gehalten
wird. Das Molybdäntrioxid
kann mit der Mannich-Base bei einem Molverhältnis von 2:1 bis 1:3 umgesetzt
werden. Gemäß bestimmten
Aspekten der Offenbarung kann das Verhältnis 1:2 betragen. Gemäß einem
anderen Aspekt der Offenbarung kann das Verhältnis 1:1 sein. Somit kann
in einem Aspekt das Molverhältnis
der Molybdänquelle
(wie Molybdäntrioxid)
zu der Mannich-Base
1:2 bis 1:1 betragen. Die verwendete Menge an Wasser kann im Allgemeinen
der verwendeten Menge an Molybdäntrioxid
entsprechen, jedoch können
auch höhere
Konzentrationen an Wasser verwendet werden.
-
Vorzugsweise
wird die Mannich-Base mit Molybdäntrioxid
umgesetzt, wobei Wasser während
der Reaktion azeotrop entfernt wird. Beispielsweise kann nach Zugabe
von Molybdäntrioxid
und Wasser die Reaktion langsam auf Rückflusstemperatur mit schrittweiser
Entfernung von Wasser durch azeotrope Destillation erwärmt werden.
Die Reaktion kann durch Entfernung von Wasser verfolgt werden. Die
gesammelte Menge an Wasser kann der Menge, die zugesetzt wird, plus
der Menge entsprechen, die erzeugt wird, um den organischen Molybdänkomplex
herzustellen. Wenn beispielsweise 14,4 g Molybdäntrioxid und 14,4 g Wasser
verwendet werden, kann die gesammelte Menge an Wasser 14,4 + 14,4/143,94 × 18,01
= 16,2 g sein, wobei 143,94 das Molekulargewicht von Molybdäntrioxid
ist und 18,01 das Molekulargewicht des bei der Reaktion erzeugten
Wassers ist. Die Reaktion kann 2 bis 8 Stunden erfordern. Die Reaktionsmasse
kann abgekühlt
werden, kann filtriert werden, um jegliches nicht umgesetztes Molybdäntrioxid
zu entfernen, und das Toluol kann durch Vakuumdestillation entfernt
werden. Das durch dieses Verfahren hergestellte Produkt kann eine
dunkelrote hochviskose Flüssigkeit
sein.
-
III. Formulierungen
-
Der
organische Molybdänkomplex,
der die Zusammensetzungen der vorliegenden Offenbarung enthält, kann
zur Verbesserung mindestens von einem von Ablagerungskontrolle,
antioxidans-, antiverschleiß- und/oder
reibungsmodifizierenden Eigenschaften von Schmierölen und
gleichartigen Materialien eingesetzt werden. Der Einschluss der
vorliegenden organi schen Molybdänkomplexe
kann allgemein das Erfordernis für zusätzliche
Ablagerungskontrolle oder Antioxidantien, Antiverschleißadditive
und dergleichen ausschalten. Allerdings kann eine zusätzliche
Ablagerungskontrolle, ein Antioxidans- und/oder ein Antiverschleißadditiv
in die Endöle/Schmiermittel,
die die Molybdänadditive
der vorliegenden Offenbarung einschließen, die weniger oxidationsstabil
sind oder in Ölen,
die ungewöhnlich
harten Bedingungen unterworfen sind, eingeschlossen sein.
-
Auswirkungen
und Verwendungen des vorstehend beschriebenen organischen Molybdänkomplexes umfassen
somit die folgenden Anwendungen:
- i. eine Schmierzusammensetzung,
- ii. eine Antioxidanszusammensetzung,
- iii. eine Ablagerungskontrollzusammensetzung, und
- iv. eine reibungsmodifizierende Zusammensetzung.
-
Eine
zusätzliche
Wirkung und Verwendung des organischen Molybdänkomplexes besteht in der Verbesserung
der Oxidationsstabilität
eines Schmieröls.
Diese wird durch Zugabe einer oxidationsstabilitätsverbessernden Menge des organischen
Molybdänkomplexes
zu dem Schmieröl
erreicht. Die oxidationsstabilitätsverbessernde
Menge des Molybdänkomplexes
reicht aus, um die Oxidationsstabilität des Schmieröls im Vergleich
zu dem gleichen Schmieröl,
außer
dass ihm der organische Molybdänkomplex
fehlt, zu verbessern.
-
Weitere
Wirkungen und Anwendungen des organischen Molybdänkomplexes und des Motorgehäuse-Schmieröls, das
denselben enthält,
umfassen:
- – Verbesserung
der Kraftstoffwirtschaftlichkeit eines Verbrennungsmotors,
- – Reduzieren
von Ablagerungen in einem Verbrennungsmotor,
- – Reduzieren
von Verschleiß in
einem Verbrennungsmotor, und
- – Bereitstellen
von Reibungsmodifikation.
-
Bei
den vorstehend beschriebenen Anwendungen ist der organische Molybdänkomplex
in einer Menge vorhanden, die ausreicht, um die gewünschte Verbesserung
oder Reduktion bereitzustellen. Die Verbesserungen oder Reduktionen
sind durch Bezugnahme auf ein Motorgehäuse-Schmieröl, dem der organische Molybdänkomplex
fehlt, zu bewerten.
-
Die
Behandlungsbewertungen der organischen Molybdänkomplexe gemäß der vorliegenden
Offenbarung können
von den gewünschten
Endöl/Schmiermittel-Eigenschaften
abhängen,
allerdings können
die Additive typischerweise in einer Menge vorhanden sein, so dass
mindestens etwa 50 ppm, beispielsweise etwa 50 bis etwa 1000 ppm,
Molybdän
für das
Endschmiermittel bereitgestellt werden. Die Konzentration an Molybdän in den
erfindungsgemäßen Schmiermitteln
weist keine bestimmte Obergrenze auf; allerdings kann aus wirtschaftlichen
Gründen
eine maximale Konzentration von etwa 1000 ppm im Allgemeinen eingesetzt
werden, obwohl nicht erforderlich. Die nachstehende Tabelle fasst
beispielhafte nicht einschränkende
Behandlungsbewertungen und Additivkombinationen für verschiedene
Anwendungsmöglichkeiten
zusammen:
| Anwendung | geeigneter
Behandlungsbereich | leistungssteigernde
Additive | Öltyp |
| Antioxidans | 75–250 ppm
Mo | Diphenylamine (0,05–1,0%)
Schwefel
enthaltende Additive (0,2–1%)
sulfurierte
PhenatDetergentien (0,3–3,0%)
ZDDP
(0,5–1,2%) | Personenfahrzeug
und Dieselöle
für mittlere
Geschwindigkeit |
| Antiverschleiß | 50–100 ppm
Mo | ZDDP
Schwefel
enthaltende Additive | Personenfahrzeug
und Hochleistungsdieselöle |
| Ablagerungskontrolle | 75–250 ppm
Mo | Diphenylamine (0,05–1,0%)
sulfurierte
PhenatDetergentien (0,2–3,0%) | Hochleistungsdieselöle und Naturgasmotoröle |
| Reibungsmodifizierung | 250–1000 ppm
Mo | Antioxidantien (0,1–1,0%) | Personenfahrzeugöle |
-
Um
Zweifel zu vermeiden, können
die beispielhaften Behandlungsbereiche, die beispielhaften Additive und Öltypen,
die in der vorstehenden Tabelle aufgeführt sind, bei den Anwendungsmöglichkeiten
getrennt oder in Kombination eingesetzt werden. Insbesondere sind
die für
die leistungssteigernden Additive aufgeführten Konzentrationen repräsentativ
für geeignete
Konzentrationen, sollten allerdings nicht als einschränkend betrachtet
werden. Weiterhin können
die leistungssteigernden Additive einzeln oder in Kombination verwendet werden.
-
Die
organischen Molybdänkomplexe
der vorliegenden Offenbarung können
ausgezeichnete Löslichkeit
in einer breiten Vielzahl von Trägermaterialien
aufweisen und/oder können
eine verminderte Neigung zur Färbung
von Motorgehäuse-Endölen besitzen.
Außerdem
können
die Komplexe zu hohen Molybdänaufnahmen
in der Lage sein, können
aus kostengünstigen
Rohmaterialien hergestellt werden und/oder können geradlinige Herstellungsprozesse
besitzen.
-
Die
Zusammensetzung des Schmieröls
kann bezogen auf den Kunden und die spezielle Anwendung beträchtlich
variieren. Das Öl
kann typischerweise, zusätzlich
zu den Molybdänverbindungen
der vorliegenden Offenbarung, eine Detergens/Inhibitor-Additivpackung
und einen Viskositätsindexverbesserer
enthalten. Im Allgemeinen kann das Schmieröl ein formuliertes Öl sein,
das aus etwa 65 bis 95 Gewichtsprozent (Gew.-%) eines Grundöls von Schmierviskosität, von etwa
0 bis 30 Gew.-% eines polymeren Viskositätsindexverbesserers, etwa 5
bis 15 Gew.-% eines zusätzlichen
Additivpakets und typischerweise eine ausreichende Menge an organischem
Molybdänkomplex
bestehen, um mindestens etwa 50 ppm Molybdän in dem Endschmiermittel bereitzustellen.
Die erfindungsgemäße Additivkonzentratzusammensetzung
kann weiterhin mindestens ein Additiv einschließen, das aus Dispergiermitteln,
Detergentien, Antiverschleißmitteln,
Antioxidantien, Viskositätsindexverbesserern,
Pour-Point-Unterdrückern, Korrosionsinhibitoren,
Rostinhibitoren, Schauminhibitoren und Reibungsmodifizierern ausgewählt ist.
-
Die
Detergens/Inhibitor-Additivpackung kann mindestens eines von Dispergiermitteln,
Detergentien, Zinkdihydrocarbyldithiophosphaten (ZDDP), zusätzlichen
Antioxidantien, Pour-Point-Unterdrückern, Korrosionsinhibitoren,
Rostinhibitoren, Schauminhibitoren und ergänzenden Reibungsmodifizierern
einschließen.
-
Die
Dispergiermittel können
gemäß bestimmten
Aspekten der vorliegenden Offenbarung nicht-metallische Additive
sein, die polare Stickstoff- oder Sauerstoff-Gruppen enthalten,
die an eine hochmolekulare Kohlenwasserstoffkette gebunden sind.
Die Kohlenwasserstoffkette kann Löslichkeit in den Kohlenwasserstoff-Trägermaterialien
bereitstellen. Das Dispergiermittel kann die Funktion haben, Ölabbauprodukte
in dem Öl
in Suspension zu halten. Geeignete nicht einschränkende Beispiele für allgemein
verwendete Dispergiermittel umfassen Hydrocarbyl-substituierte Succinimide,
Hydrocarbylamine, Polyhydroxysuccinsäureester, Hydrocarbyl-substituierte
Mannich-Basen und Hydrocarbyl-substituierte Triazole. Im Allgemeinen
kann das Dispergiermittel in dem Endöl in einer Menge im Bereich
von 0 bis 10 Gew.-% vorhanden sein.
-
Die
Detergentien können
aus metallischen Additiven, die geladene polare Gruppen enthalten,
wie Phenate, Sulfonate oder Carboxylate mit aliphatischen cycloaliphatischen
oder alkylaromatischen Ketten, und aus mehreren Metallionen gewählt werden.
Die Detergentien können
durch Anheben der Ablagerungen von den verschiedenen Oberflächen des
Motors funktionieren. Geeignete nicht einschränkende Beispiele für allgemein
verwendete Detergentien umfassen neutrale und überbasische Alkali- und Erdalkalimetallsulfonate, überbasische
Erdalkalisalicylate, Phosphonate, Thiopyrophosphonate und Thiophosphonate.
Im Allgemeinen können
die Detergentien, wenn sie verwendet werden, in dem Endöl in einer
Menge im Bereich von 0,5 bis 5,0 Gew.-% vorhanden sein.
-
Die
ZDDP's sind die
am häufigsten
verwendeten Antiverschleißadditive
in formulierten Schmiermitteln. Diese Additive können durch Reaktion mit der
Metalloberfläche
unter Bildung einer neuen oberflächenaktiven Verbindung
funktionieren, die selbst verformt werden kann und so die ursprüngliche
Motoroberfläche
schützen kann.
Weitere Beispiele für
geeignete Antiverschleißadditive
umfassen Tricresolphosphat, Dilaurylphosphat, sulfurierte Terpene und
sulfurierte Fette. Das ZDDP kann auch als Antioxidans funktionieren.
Allgemein kann das ZDDP in dem Endöl in einer Menge im Bereich
von 0,25 bis 1,5 Gew.-% vorhanden sein. Es kann aufgrund von Umweltbelangen
wünschenswert
sein, niedrigere Konzentrationen an ZDDP zu verwenden. Phosphorfreie Öle enthalten
kein ZDDP.
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Der
Einschluss der vorliegenden Molybdänverbindungen kann allgemein
das Erfordernis für
ergänzende
Antioxidantien beseitigen. Allerdings kann ein ergänzendes
Antioxidans in Öle
eingeschlossen werden, die weniger oxidativ stabil sind, oder in Öle, die
ungewöhnlich
harten Bedingungen unterworfen sind. Die Menge an ergänzendem
Antioxidans kann in Abhängigkeit
von der Oxidationsstabilität
des Trägermaterials
variieren. Typische Behandlungskonzentrationen in Endölen können von
0 bis 2,5 Gew.-% variieren. Die ergänzenden Antioxidantien, die
allgemein verwendet werden können,
umfassen Diarylamine, sterisch gehinderte Phenole, sterisch gehinderte
Bisphenole, sulfurierte Phenole, sulfurierte Olefine, Alkylsulfide
und Polysulfide, Dialkyldithiocarbamate und Phenothiazine.
-
Das
Grundöl
gemäß der vorliegenden
Offenbarung kann aus einem der synthetischen oder natürlichen Öle oder
aus Gemischen davon gewählt
werden. Diese Öle
können
typische Motorgehäuseschmieröle für Otto-Motoren
und Dieselmotoren sein, beispielsweise Naturgas-Motoren, Kraftfahrzeug- und Lastkraftwagenmotoren,
Schiffsmotoren und Eisenbahndieselmotoren. Die synthetischen Grundöle umfassen
Alkylester von Dicarbonsäuren,
Polyglykole und Alkohole, Polyalphaolefine, einschließlich Polybutenen,
Alkylbenzolen, organischen Phosphorsäureestern und Polysilikonöle. Natürliche Grundöle umfassen
mineralische Schmieröle,
die hinsichtlich ihres Rohursprungs breit variieren können, z.
B. hinsichtlich dessen, ob sie paraffinisch, naphthenisch oder gemischt
paraffinisch-naphthenisch sind. Das Grundöl besitzt typischerweise eine
Viskosität
im Bereich von 2 bis etwa 15 cSt, beispielsweise 2,5 bis 11 cSt
bei 100°C.
-
Die
Schmierölzusammensetzungen
gemäß der vorliegenden
Offenbarung können
durch Zugabe der Molybdänverbindung
und beliebiger ergänzender
Additive zu einem Öl
von Schmierviskosität
hergestellt werden. Das Verfahren oder die Reihenfolge der Komponentenzugabe
ist nicht entscheidend. Die Molybdänverbindungen können zusammen
mit beliebigen zusätzlichen
Additiven dem Öl
als ein Konzentrat zugesetzt werden.
-
Das
Schmierölkonzentrat
kann typischerweise ein Lösungsmittel
und 2,5 bis 90 Gew.-%, beispielsweise 5 bis 75 Gew.-% der Kombination
des organischen Molybdänkomplexes
der vorliegenden Offenbarung und der fakultativen ergänzenden
Additive umfassen. Gemäß bestimmten
Aspekten der vorliegenden Offenbarung umfasst das Konzentrat mindestens
25 Gew.-%, beispielsweise mindestens 50 Gew.-% der Kombination von organischem
Molybdänkomplex
und ergänzenden
Additiven.
-
Die
Schmierölzusammensetzung
kann zum Schmieren eines Motorgehäuses verwendet werden, und die
Erfindung stellt weiterhin ein Motorgehäuse bereit, das mit einer vorstehend
beschriebenen Schmierölzusammensetzung
geschmiert ist.
-
IV. Herstellungsbeispiele
-
Beispiel 1
-
A. Stufe 1
-
52,5
g (0,2 Mol) 4-Dodecylphenol, 20,8 g (0,2 Mol) 2-(2-Aminoethylamino)ethanol,
7,9 g Paraformaldehyd und 43 g Xylole wurden in einem Reaktionskolben
vorgelegt, der mit einem Rührer,
einem Wasserabscheider (Dean-Stark) und einem Heizmantel ausgestattet
war. Das gerührte
Reaktionsgemisch wurde unter Rückfluss
erhitzt, und Wasser wurde azeotrop entfernt. Das Mannich-Reaktionsprodukt
wurde auf etwa 60°C abgekühlt.
-
B. Stufe 2
-
Dem
Mannich-Reaktionsprodukt bei 60°C
wurden 14,4 g (0,1 Mol) Molybdän(VI)-oxid
und 15 ml deionisiertes Wasser zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde
stufenweise unter Rückfluss
mit azeotroper Entfernung von Wasser erhitzt. Nach 3 Stunden unter
Rückfluss
wurde das Reaktionsgemisch mit 100 g Prozessöl Nr. 5 verdünnt und
filtriert. Das Filtrat wurde in vacuo konzentriert, um 188,9 g Produkt
zu ergeben.
-
Beispiel 2
-
A. Stufe 1
-
211
g (0,8 Mol) 4-Dodecylphenol, 83,6 g (0,8 Mol) 2-(2-Aminoethylamino)ethanol,
67,4 ml 37% Formaldehydlösung
und 260 ml Toluol wurden in einem Reaktionskolben vorgelegt, der
mit einem Rührer,
einem Wasserabscheider (Dean-Stark) und einem Heizmantel ausgestattet
war. Das gerührte
Reaktionsgemisch wurde 2 h unter Rückfluss erhitzt, und Wasser
azeotrop entfernt. Das Mannich-Reaktionsprodukt wurde auf etwa 60°C abgekühlt.
-
B. Stufe 2
-
Dem
Mannich-Reaktionsprodukt bei 60°C
wurden 64 g (0,44 Mol) Molybdän(VI)-oxid
und 120 ml deionisiertes Wasser zugesetzt. Das Reaktionsprodukt
wurde nach und nach unter Rückfluss
mit azeotroper Entfernung von Wasser erwärmt. Nach 6 Stunden unter Rückfluss
wurde das Reaktionsgemisch mit 380 g Prozessöl Nr. 5 verdünnt und
filtriert und in vacuo konzentriert, um 740,2 g Produkt zu ergeben.
-
Vergleichsbeispiel A
-
A. Stufe 1
-
52,5
g (0,2 Mol) 4-Dodecylphenol, 60 g Duomeen T, 6,3 g Paraformaldehyd
und 50 ml Toluol wurden in einem Reaktionskolben vorgelegt, der
mit einem Rührer,
einem Wasserabscheider (Dean-Stark) und einem Heizmantel ausgestattet
war. Das gerührte
Reaktionsgemisch wurde unter Rückfluss
erhitzt, und Wasser wurde azeotrop entfernt. Das Mannich-Reaktionsprodukt
wurde auf etwa 60°C
abgekühlt.
-
B. Stufe 2
-
Dem
Mannich-Reaktionsprodukt bei 60°C
wurden 14,4 g (0,1 Mol) Molybdän(VI)-oxid
und 15 ml deionisiertes Wasser zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde
nach und nach unter Rückfluss
mit azeotroper Entfernung von Wasser erwärmt. Nach 3 Stunden unter Rückfluss
wurde das Reaktionsgemisch mit 50 g Prozessöl Nr. 5 verdünnt und
filtriert. Das Filtrat wurde in vacuo konzentriert, um 177,5 g Produkt
zu ergeben.
-
Vergleichsbeispiel B
-
A. Stufe 1
-
52,5
g (0,2 Mol) 4-Dodecylphenol, 6 g (0,2 Mol) Ethylendiamin, 6,3 g
Paraformaldehyd und 50 ml Toluol wurden in einem Reaktionskolben
vorgelegt, der mit einem Rührer,
einem Wasserabscheider (Dean-Stark) und einem Heizmantel ausgestattet
war. Das gerührte
Reaktionsgemisch wurde unter Rückfluss
erwärmt,
und Wasser wurde azeotrop entfernt. Das Mannich-Reaktionsprodukt wurde auf etwa 60°C abgekühlt.
-
B. Stufe 2
-
Dem
Mannich-Reaktionsprodukt bei 60°C
wurden 7,2 g (0,05 Mol) Molybdän(VI)-oxid
und 7,5 ml deionisiertes Wasser zugesetzt. Das Reaktionsgemisch
wurde nach und nach unter Rückfluss
mit azeotroper Entfernung von Wasser erwärmt. Nach 3 Stunden unter Rückfluss
wurde das Reaktionsgemisch mit 50 g Prozessöl Nr. 5 verdünnt und
filtriert. Das Filtrat wurde in vacuo konzentriert, um 166,85 g
Produkt zu ergeben.
-
Vergleichsbeispiel C
-
A. Stufe 1
-
52,5
g (0,2 Mol) 4-Dodecylphenol, 10,3 g (0,1 Mol) Diethylentriamin,
6,3 g Paraformaldehyd und 50 ml Toluol wurden in einem Reaktionskolben
vorgelegt, der mit einem Rührer,
einem Wasserabscheider (Dean-Stark) und einem Heizmantel ausgestattet
war. Das gerührte
Reaktionsgemisch wurde unter Rückfluss erhitzt,
und Wasser wurde azeotrop entfernt. Das Mannich-Reaktionsprodukt
wurde auf etwa 60°C
abgekühlt.
-
B. Stufe 2
-
Dem
Mannich-Reaktionsprodukt bei 60°C
wurden 14,4 g (0,1 Mol) Molybdän(VI)-oxid
und 15 ml deionisiertes Wasser zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde
nach und nach unter Rückfluss
mit azeotroper Entfernung von Wasser erwärmt. Nach 3 Stunden unter Rückfluss
wurde das Reaktionsgemisch mit 50 g Prozessöl Nr. 5 verdünnt und
filtriert. Das Filtrat wurde in vacuo konzentriert, um 176,3 g Produkt
zu ergeben.
-
Der
Wirkungsgrad von Reibungsmodifizierern in Schmierölen kann
durch Messen des Grenzreibungskoeffizienten in einem hochfrequent
reziprokierenden Gerät
(HFRR) bestimmt werden. Wirksame Reibungsmodifizierer senken den
Grenzreibungskoeffizienten des Schmiermittels.
-
Beispiel
2 und Vergleichsbeispiele A, B und C wurden in einer SAE 5W-30 GF-3-Typ-Formulierung gemischt,
um 100, 400, 600 und 800 ppm Mo in das Endöl abzugeben. 1 erläutert die
Grenzreibungskoeffizienten bei diesen Behandlungsraten. Beispiel
2 war signifikant wirksamer bei der Herabsetzung des Grenzreibungskoeffizienten
als jedes der Molybdän-enthaltenden
Vergleichsbeispiele.
-
Viele
Molybdänadditive
können
die Farbe von Schmierölen
verdunklen. Dunkles Schmieröl
ist aufgrund des Beitrags von Molybdänadditiven ein rein ästhetischer
Gesichtspunkt und kein Leistungsgesichtspunkt. Die ASTM D 1500-Farbskala
wurde zur Bestimmung der Auswirkungen von Beispiel 2 und der Vergleichsbeispiele
A, B und C verwendet. Diese Molybdänadditive wurden mit 1% Behandlungsrate
in einer SAE 5W-30-Formulierung in Prozessöl Nr. 5 gemischt. 2 erläutert die
Ergebnisse des ASTM D 1500-Farbtests. Beispiel 2 und Vergleichsbeispiel
A erzeugten die hellsten Öle
in der Farbe relativ zu den anderen Vergleichsbeispielen. Beispiel
2 erzeugte helleres Öl
als Vergleichsbeispiel A, wenn es in das SAE 5W-30-Schmieröl gemischt
wurde.
-
Weitere
Ausführungsformen
der Erfindung werden den Fachleuten aus dem Betrachten der Beschreibung
und der Praxis der hier offenbarten Erfindung klar. Es ist beabsichtigt,
dass die Beschreibung und Beispiele nur als beispielhaft angesehen
werden, wobei der wirkliche Schutzumfang der Erfindung durch die
folgenden Ansprüche
angegeben ist.