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Die
vorliegende Erfindung betrifft unter anderem die rekombinante DNA-Technologie.
Genauer gesagt betrifft die Erfindung die Bereitstellung verbesserter
Polynucleotide, die eine verstärkte
Anhäufung
von Carotinoiden in Pflanzen bereitstellen, und insbesondere die
Samen dieser Pflanzen. Die Erfindung stellt auch Pflanzenmaterial,
Pflanzen und Samen bereit, welche die Polynucleotide enthalten,
insbesondere Reispflanzenmaterial, Reispflanzen und Reissamen.
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Carotinoide
sind 40-Kohlenstoff(C40)-Isoprenoide, die
durch Kondensierung von acht Isopreneinheiten gebildet werden, welche
vom Biosynthese-Vorläufer
Isopentenyldiphosphat abstammen. Nach der Nomenklatur fallen Carotinoide
im Wesentlichen in zwei Klassen, d. h. Carotine und Xanthophylle.
Ihre wesentlichen Funktionen in Pflanzen liegt darin, sie gegen
photo-oxidative Schädigungen
im Photosyntheseapparat der Plastide zu schützen. Zusätzlich dazu nehmen Carotinoide
an der Lichternte während
der Photosynthese teil und stellen integrale Bestandteile der Photosynthese-Reaktionszentren
dar. Carotinoide sind die direkten Vorläufer des Phytohormons Abscisinsäure. Ein
Teil des Carotinoid-Biosynthesewegs ist in 1 gezeigt.
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Carotinoide
mit Provitamin A-Aktivität
sind wesentliche Bestandteile der menschlichen Nahrung. Zusätzlich gibt
es überwältigende
Hinweise darauf, die nahelegen, dass eine Diät, die an Carotinoiden reich
ist, eine Anzahl schwerwiegender medizinischer Zustände in der
Entwicklung hindern kann, einschließlich einiger Krebsformen (insbesondere
der Lunge und Prostata), makulare Degeneration, Kataraktbildung
und cardiovasculäre
Erkrankungen. Carotinoide sind ebenfalls hinsichtlich ihrer immunmodulierenden Wirkungen
beschrieben worden, wie beispielsweise der Reduzierung der UV-induzierten
Immunsuppression. Carotinoide sind in der Lage, als wirksame Quencher
für schädliche reaktive
Sauerstoffspezies zu wirken, wie beispielsweise Einzel-Sauerstoff,
und daher haben sie antioxidative Eigenschaften.
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Mit
der Zunahme der Weltbevölkerung
bleibt die Notwendigkeit zur Herstellung von Nahrungsmitteln, die
reich an Nährstoffen
sind, die gesund sind, die schmecken und visuell ansprechen.
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Die
allgemeine Einschleusung von Genen, die an dem Carotinoid-Biosyntheseweg
in Pflanzen beteiligt sind, ist in
WO
00/53768 beschrieben.
US
6,429,356 beschreibt Verfahren zur Herstellung von Pflanzen und
Samen mit geänderter
Fettsäure,
Tocopherol und Carotinoid-Zusammensetzungen durch Insertion eines crtB-Gens.
Die vorliegende Erfindung stellt unter anderem verbesserte Polynucleotide
bereit, die, wenn sie in Pflanzenmaterial inseriert werden, eine überraschend
hohe Anhäufung
von Carotinoiden mindestens in den Samen der Pflanzen ermöglichen,
welche aus diesem Material stammen. Genauer gesagt stellt die vorliegende
Erfindung besondere Kombinationen aus Nucleotidsequenzen bereit,
die, wenn sie in Pflanzenmaterial exprimiert werden, eine überraschend
hohe Anhäufung
von Carotinoiden mindestens in den Samen der Pflanzen bereitstellen,
welche von diesem Material stammen.
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Erfindungsgemäß wird ein
Polynucleotid bereitgestellt, das umfasst: (a) einen Bereich, welcher
als operativ verbundene Bestandteile (i) einen Promotor, welcher
eine in Samen bevorzugte Expression bereitstellt; und (ii) eine
Nucleotidsequenz, die von einem Bakterium abstammt, wobei die Sequenz
eine Carotin-Desaturase kodiert; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich
umfasst; und (b) eine weitere Region, die als operativ verbundene
Bestandteile (i) einen Promotor umfasst, welcher eine in Samen bevorzugte
Expression bereitstellt; und (ii) eine Nucleotidsequenz, welche
eine Phytoen-Synthase kodiert, wobei die Sequenz aus Mais (Zea sp.)
oder Reis (Orzya sp.) stammt; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich.
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Ebenfalls
offenbart ist ein Polynucleotid umfassend: (a) einen Bereich, welcher
als operativ verbundene Bestandteile (i) einen Promotor umfasst,
welcher eine in Samen bevorzugte Expression ermöglicht; und (ii) eine Nucleotidsequenz,
die aus einem Bakterium stammt, wobei die Sequenz eine Carotin-Desaturase kodiert; und
(iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich;
und (b) einen weiteren Bereich, welcher als operativ verbundene
Bestandteile (i) einen Promotor umfasst, welcher eine in Samen bevorzugte
Expression ermöglicht; und
(ii) eine Nucleotidsequenz, welche eine Phytoen-Synthase kodiert,
wobei die Sequenz aus der Tomate (Lycopersicon sp.) oder Paprika
(Capsicum sp.) oder einem Bakterium stammt; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist diese Carotin-Desaturase
aus Streptomyces, Straphylococcus, Synechocystis, Rhodobacter, Paracoccus,
Erwinia und Xanthophyllomyces erhältlich. In einer weiteren Ausführungsform
ist diese Carotin-Desaturase eine Phytoen-Desaturase. In einer weiteren
Ausführungsform
der Erfindung ist diese Phytoen-Synthase aus Zea mays oder Orzya
sativa erhältlich.
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In
einer weiteren Ausführungsform
wird diese Phytoen-Synthase aus Zea mays oder Orzya sativa gewonnen.
In noch einer weiteren Ausführungsform
umfasst diese Phytoen-Synthase, wird umfasst von oder besteht aus
der Sequenz, die ausgewählt
ist aus der Gruppe, die in SEQ ID Nr. 10, 11, 12 und 13 dargestellt
ist. In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform umfasst die Phytoensynthase,
ist umfasst von, oder besteht aus einer Sequenz, welche das Protein
kodiert, welches in SEQ ID Nr. 14 dargestellt ist. Alternative Phytoen-Synthase
kodierende Sequenzen können
ebenfalls in Datenbanken erhältlich
sein, die einem Fachmann auf dem Gebiet bekannt ist. Beispielsweise
die Sequenzen, die in der EMBL-Datenbank unter den Zugangs-Nummern
AY024351, AK073290, AK108154 und AY078162 dargestellt sind.
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Ebenfalls
offenbart ist eine Phytoen-Synthase, die aus Lycopersicon esculentum
oder Capsicum anuum stammt, erhältlich
ist oder daraus erhalten wurde. Noch weiter offenbart ist eine Phytoen-Synthase,
wobei diese aus SEQ ID Nr. 15 oder SEQ ID Nr. 16 besteht, diese
umfasst oder umfasst wird.
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Weiter
offenbart ist eine Phytoensynthase, die aus dem CrtB-Gen von Bakterien
stammt, erhältlich
ist oder daraus erhalten wird. Insbesondere umfasst diese CrtB,
ist umfasst von oder besteht aus der CrtB-Sequenz, die in Shewmaker
et al. (1999) Plant J. 20: 401–12,
dargestellt ist. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung stammt
die Sequenz, die eine Carotin-Desaturase eines Bakteriums kodiert,
aus Erwinia sp., genauer gesagt aus Erwinia uredovora. In einer
noch weiteren Ausführungsform
stammt die Carotin-Desaturase aus dem CrtI-Gen von Erwinia uredovora. In einer
noch weiteren Ausführungsform
ist die Carotin-Desaturase das CrtI-Gen aus Erwinia uredovora. In
einer noch weiteren Ausführungsform
umfasst die Carotin-Desaturase, ist umfasst von oder besteht aus
der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 18 oder SEQ ID Nr. 19 dargestellt
ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Polynucleotid bereit, das
oben beschrieben worden ist, wobei dieser Promotor ausgewählt ist
aus dem Glutelin 1-Promotor und dem Prolaminpromotor und der Transkriptions-Beendigungsbereich
ausgewählt
ist aus den Nos; CaMV 35S und PotP1-II Transkriptions-Beendigungsbereichen.
Diese Glutelin 1- und Prolamin-Promotoren können aus Reis isoliert werden.
In einer besonderen Ausführungsform
umfasst dieser Promotor die Sequenz, die in SEQ ID Nr. 20 oder 21
dargestellt ist.
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Weitere
Promotoren schließen
den Promotor ein, der vom Napin-Gen
aus Brassica napus stammt und andere Promotoren, die von Genen stammen,
die normalerweise im Endosperm des Samens exprimiert werden. Weitere
Transkriptions-Beendigungsbereiche schließen den Terminatorbereich eines
Gens von alpha-Tubulin (
EP-A
652,286 ) ein. Es ist ebenfalls möglich, andere regulatorische
Sequenzen in Verbindung mit der Promotor-Regulierungssequenz zu verwenden, die
zwischen dem Promotor und der Sequenz, die das Protein kodiert,
liegen, wie beispielsweise Transkriptions- oder Translationsverstärker, z.
B. Tobacco Etch Virus (TEV) Translationsaktivatoren, welcher in
der internationalen Patentanmeldung, PCT Veröffentlichungs-Nr.
WO 87/07644 beschrieben ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Polynucleotid bereit, das
oben beschrieben worden ist, wobei die Sequenz, welche Carotin-Desaturase
kodiert und die Sequenz, die Phytoensynthase kodiert, ferner eine
Plastid-Zielsequenz umfassen. In einer besonderen Ausführungsform
ist die Plastid-Zielsequenz eine, die aus der kleinen Unterheit
der Ribulosebisphosphatcarboxylase (RUBISCO Ssu) von Pisum sativum
stammt. In einer weiteren Ausführungsform
ist diese RUBISCO Ssu Plastid-Zielsequenz 5' des Translationsstartpunkts dieses
Carotin-Desaturasegens lokalisiert, welches aus CrtI stammt. In
einer noch weiteren Ausführungsform ist
diese RUBISCO Ssu Plastid-Zielsequenz 5' vom Translationsstartpunkt des Phytoensynthasegens
lokalisiert, welches aus CrtB stammt. In einer weiteren Ausführungsform
ist diese Plastid-Zielsequenz heterolog bezogen auf die Phytoensynthase
und/oder Carotin-Desaturase. In noch einer weiteren Ausführungsform
ist die Plastid-Zielsequenz
autolog bezogen auf die Phytoensynthase und/oder die Carotin-Desaturase.
Unter „heterolog" wird verstanden,
dass sie aus einer anderen Quelle stammt, und entsprechend bedeutet „autolog" aus derselben Quelle
stammend –,
aber eher auf dem Gen als auf dem Organismen- oder Gewebeniveau.
In noch einer weiteren Ausführungsform
ist die Plastid- Zielsequenz,
die mit der Carotin-Desaturase assoziiert ist, heterolog dazu und
die Plastid-Zielsequenz, die mit der Phytoensynthase assoziiert
ist, ist hiermit autolog. In noch einer weiteren Ausführungsform
stellt die Plastid-Zielsequenz die Akkumulierung von Carotinoiden
im Amyloplasten des Samens bereit.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Polynucleotid bereit, das
oben beschrieben worden ist, wobei die Sequenz, welche die Carotin-Desaturase
und/oder die Sequenz, welche die Phytoensynthase kodieren, ferner
ein Intron umfassen. In einer besonderen Ausführungsform ist diese Intronregion
zwischen der Promotorregion und der Region lokalisiert, welche die
Carotin-Desaturase/Phytoensynthase kodiert. In noch einer weiteren
Ausführungsform
ist diese Intronregion zwischen der Promotorregion und der Plastidzielsequenz
lokalisiert. In noch einer weiteren Ausführungsform ist diese Intronregion
stromaufwärts
dieser Carotin-Desaturase und/oder Phytoensynthase kodierenden Sequenzen
lokalisiert. In noch einer weiteren Ausführungsform stammt dieses Intron
aus dem Intron des ersten Gens des Catalasegens der Castorbohnenpflanze.
In noch einer weiteren Ausführungsform
stammt dieses Intron aus dem ersten Intron des Catalasegens der
Castorbohnenpflanze. In noch einer weiteren Ausführungsform umfasst dieses Intron
die Sequenz, die in SEQ ID Nr. 22 dargestellt ist. In noch einer
weiteren Ausführungsform
ist das Intron das Intron des Mais-Polyubiquitin-Gens.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Polynucleotid bereit, welches
oben beschrieben worden ist, wobei die Sequenz, die die Carotin-Desaturase
kodiert, 5' der
Sequenz, die die Phytoensynthase kodiert, lokalisiert ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Polynucleotid bereit, das
oben beschrieben worden ist, wobei diese Sequenz, die Phytoensynthase
kodiert, 5' der
Sequenz lokalisiert ist, die Carotin-Desaturase kodiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt weiter noch ein Polynucleotid bereit,
das oben beschrieben worden ist, welches die Sequenz umfasst, die
ausgewählt
ist aus der Gruppe, die als SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben
sind. In einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung besteht das Polynucleotid aus einer Sequenz, die aus
der Gruppe ausgewählt
ist, die in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 dargestellt sind. In
einer weiteren Ausführungsform
umfasst oder besteht das Polynucleotid der Erfindung aus SEQ ID
Nr. 1. In noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst
das Polynucleotid SEQ ID Nr. 2 oder besteht daraus. In noch einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Polynucleotid SEQ ID Nr. 3 oder besteht
daraus. In noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst
das Polynucleotid SEQ ID Nr. 4 oder besteht daraus. In noch einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Polynucleotid SEQ ID Nr. 6 oder besteht
daraus. Die Erfindung stellt ferner auch ein Polynucleotid bereit,
das oben beschrieben worden ist, welches eine Sequenz umfasst oder
daraus besteht, welche aus der Gruppe ausgewählt ist, die in SEQ ID Nr.
7, 8 und 9 wiedergegeben ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche komplementär
zu einer ist, die mit einem Polynucleotid, welche im vorhergehenden
Paragraph beschrieben worden ist, bei einer Temperatur von ungefähr 65°C in einer
Lösung,
die 6 × SSC
enthält,
0,01% SDS und 0,25% Magermilchpulver hybridisiert, gefolgt vom Spülen bei
der gleichen Temperatur in einer Lösung, die 0,2 × SSC und
0,1% SDS enthält,
wobei die Polynucleotidsequenz auch eine Region umfasst, die eine
Carotin-Desaturase kodiert, und eine weitere Region, die eine Phytoensynthase
kodiert, und wobei die Polynucleotidsequenz in das Pflanzenmaterial
des Samens einer Pflanze inseriert ist, welche aus diesem Material
regeneriert wird, und eine erhöhte Menge
an Carotinoiden herstellt, wenn es mit Kontroll-Samen verglichen
wird. Der Fachmann auf dem Gebiet kann alternativ die folgenden
Hybridisierungsbedingungen auswählen,
d. h. eine Hybridisierung bei einer Temperatur von zwischen 60°C und 65°C in 0,3
starker Zitrat-gepufferter Salzlösung,
die 0,1% SDS enthält,
gefolgt vom Spülen
bei der gleichen Temperatur mit einer 0,3-fachen Stärke an Zitrat-gepufferter Salzlösung, die
0,1% SDS enthält,
gefolgt von einer Bestätigung,
dass, wenn die so identifizierte Polynucleotidsequenz in Pflanzenmaterial
inseriert ist, die Samen einer Pflanze, welche aus diesem Material
regeneriert worden ist, eine erhöhte Menge
an Carotinoiden herstellt, wenn sie mit Kontroll-Samen verglichen
wird. Der Fachmann auf dem Gebiet kann ferner auch die Hybridisierungsbedingungen
auswählen,
die ebenfalls als „hochstringente" Bedingungen verstanden
werden. In einer besonderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wenn die Polynucleotidsequenz in Pflanzenmaterial
inseriert worden ist, produziert der Samen einer aus diesem Material
regenerierten Pflanze mindestens einen 60-mal mehr an Carotinoiden,
verglichen mit einem Kontroll-Samen. In einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung, produziert, wenn die Polynucleotidsequenz in das
Pflanzenmaterial inseriert worden ist, der Samen einer aus diesem
Material regenerierten Pflanze mindestens hundertmal mehr an Carotinoiden
verglichen mit Kontroll-Samen. In noch einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform, wenn
die Nucleotidsequenz in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert
der Samen eine aus diesem Material regenierten Pflanze mindenstens
einhundertfünfzigmal
mehr an Carotinoiden verglichen mit einem Kontroll-Samen. In noch
einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform,
wenn die Nucleotidsequenz in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert
der Samen eine aus diesem Material regenierten Pflanze mindenstens zweihundertmal
mehr an Carotinoiden verglichen mit einem Kontroll-Samen. In noch
einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform,
wenn die Nucleotidsequenz in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert
der Samen eine aus diesem Material regenierten Pflanze mindenstens
zweihundertfünfzigmal
mehr an Carotinoiden verglichen mit einem Kontroll-Samen. In noch
einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform,
wenn die Nucleotidsequenz in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert
der Samen eine aus diesem Material regenierten Pflanze mindenstens
dreihundertmal mehr an Carotinoiden verglichen mit einem Kontroll-Samen.
In noch einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform, wenn die Nucleotidsequenz
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen eine aus
diesem Material regenierten Pflanze mindenstens dreihundertfünfzigmal
mehr an Carotinoiden verglichen mit einem Kontroll-Samen. In noch
einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform,
wenn die Nucleotidsequenz in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert
der Samen eine aus diesem Material regenierten Pflanze mindenstens
vierhundertmal mehr an Carotinoiden verglichen mit einem Kontroll-Samen.
In noch einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform, wenn die Nucleotidsequenz
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen eine aus
diesem Material regenierten Pflanze mindenstens fünfhundertmal
mehr an Carotinoiden verglichen mit einem Kontroll-Samen.
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Der
Begriff Kontroll-Samen betrifft Samen, die im Wesentlichen ähnlich denen
gemäß der Erfindung sind,
wobei die Kontroll-Samen aber nicht die Polynucleotide oder die
Polynucleotidsequenzen gemäß der Erfindung
enthalten. Typischerweise umfasst ein Kontroll-Samen einen Samen
der gleichen oder ähnlichen Pflanzenart,
wobei der der Kontrolle dienende Samen nicht transformiert worden
ist. Der erhöhte
Carotinoidgehalt der Samen, die die Polynucleotide oder Polynucleotidsequenzen
gemäß der Erfindung
umfassen, kann ebenfalls mit einem Vergleich der Samen mit Samen
nachgewiesen werden, die TDNA umfassen, welche im Plasmid A der
4 in
WO
00/53768 wiedergegeben ist, wobei die Phytoensynthase (psy)
aus der Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) stammt. Typischerweise
würde ein
derartiger Vergleich gemacht werden, wenn der Samen mit der gleichen
oder einer im Wesentlichen ähnlichen
Pflanzenart zu vergleichen ist. In einer besonderen Ausführungsform
enthält
der Samen, welcher die Polynucleotid oder Polynucleotidsequenzen
gemäß der Erfindung
umfasst, mindestens drei Mal die Menge an Carotinoiden, wenn diese
mit einem Samen verglichen werden, welcher die TDNA umfasst, welche
Plasmid A der
4 der
WO 00/53768 wiedergegeben ist, wobei
die Phytoensynthase (psy) aus der Narcisse stammt (Narcissus pseudonarcissus).
In noch einer weiteren Ausführungsform
enthält
der Samen, welcher die Polynucleotide oder Polynucleotidsequenzen
gemäß der Erfindung
umfasst, mindestens vier Mal oder mindestens fünf Mal oder mindestens sechs
Mal oder mindestens sieben Mal oder mindestens acht Mal oder mindestens
neun Mal oder mindestens zehn Mal oder mindestens fünfzehn Mal
oder mindestens zwanzig Mal oder mindestens dreißig Mal oder mindestens vierzig
Mal oder mindestens fünfzig
Mal die Menge an Carotinoiden, wenn er mit dem Samen verglichen
wird, welcher die TDNA umfasst, die Plasmid A der
4 der
WO 00/53768 wiedergegeben
ist, wobei die Phytoensynthase (psy) aus der Narcisse (Narcissus
pseudonarcissus) stammt.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz, die
oben beschrieben worden ist, bereit, wobei die Polynucleotidsequenz,
wenn sie in Pflanzenmaterial inseriert worden ist, der Samen einer Pflanze,
welcher aus diesem Material regeneriert wird, Carotinoide auf einem
Niveau von mindestens 3 μg/g des
Endosperms dieses Samens herstellt. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 4 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform, wenn
die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist, in Pflanzenmaterial
inseriert ist, produziert der Samen einer aus diesem Material regenerierten
Pflanze Carotinoide in einer Menge von mindestens 5 μg/g des Endosperms
dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform, wenn die Polynucleotidsequenz,
die oben beschrieben worden ist, in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert
der Samen einer aus diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide
in einer Menge von mindestens 6 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus diesem
Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge von mindestens
7 μg/g des
Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform, wenn die Polynucleotidsequenz,
die oben beschrieben worden ist, in Pflanzenmaterial inseriert ist,
produziert der Samen einer aus diesem Material regenerierten Pflanze
Carotinoide in einer Menge von mindestens 8 μg/g des Endosperms dieses Samens.
In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 9 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus diesem
Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge von mindestens
10 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 11 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge von
mindestens 12 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 13 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 14 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 15 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform, wenn
die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist, in Pflanzenmaterial
inseriert ist, produziert der Samen einer aus diesem Material regenerierten
Pflanze Carotinoide in einer Menge von mindestens 20 μg/g des Endosperms
dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform, wenn die Polynucleotidsequenz, die
oben beschrieben worden ist, in Pflanzenmaterial inseriert ist,
produziert der Samen einer aus diesem Material regenerierten Pflanze
Carotinoide in einer Menge von mindestens 25 μg/g des Endosperms dieses Samens.
In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist, in
Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus diesem
Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge von mindestens
30 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 35 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus diesem
Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge von mindestens
40 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 45 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge von
mindestens 50 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 55 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 60 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer weiteren Ausführungsform,
wenn die Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist,
in Pflanzenmaterial inseriert ist, produziert der Samen einer aus
diesem Material regenerierten Pflanze Carotinoide in einer Menge
von mindestens 65 μg/g
des Endosperms dieses Samens. In einer besonderen Ausführungsform wird
die Menge an Carotionoiden als μg/g
des Trockengewichts des Endosperms dieses Samens gerechnet.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche das Komplement einer ist, die mit einem Polynucleotid hybridisiert,
welches aus einer Sequenz besteht, die aus der Gruppe ausgewählt ist,
die in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist, bei einer
Temperatur von ungefähr
65°C in
einer Lösung,
die 6 × SSC,
0,01% SDS und 0,25% Magermilchpulver enthält, gefolgt vom Spülen bei
der gleichen Temperatur in einer Lösung, die 0,2 × SSC und
0,1% SDS enthält,
wobei die Polynucleotidsequenz immer noch einen Bereich umfasst,
welcher eine Carotin-Desaturase kodiert und einen weiteren Bereich,
welcher eine Phytoen-Synthase kodiert, wobei die Polynucleotidsequenz
in Pflanzenmaterial des Samens einer Pflanze inseriert ist und Samen
der Pflanze, welche aus diesem Material regeneriert worden ist,
Carotinoide herstellt, die bis zu mindestens 80% des Carotinoidgehalts
eines Samens ausmachen, welche ein Polynucleotid umfasst, das aus
der Gruppe ausgewählt
ist, die in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In einer
weiteren Ausführungsform,
wenn das Polynucleotid in Pflanzenmaterial inseriert worden ist,
produziert der Samen einer Pflanze, die aus diesem Material regeneriert
worden ist, mindestens 85% des Carotinoidgehalts eines Samens, welcher
ein Polynucleotid umfasst, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
die in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In einer
weiteren Ausführungsform,
wenn das Polynucleotid in Pflanzenmaterial inseriert worden ist,
produziert der Samen einer Pflanze, die aus diesem Material regeneriert
worden ist, mindestens 90% des Carotinoidgehalts eines Samens, welcher
ein Polynucleotid umfasst, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
die in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In einer
weiteren Ausführungsform,
wenn das Polynucleotid in Pflanzenmaterial inseriert worden ist,
produziert der Samen einer Pflanze, die aus diesem Material regeneriert
worden ist, mindestens 95% des Carotinoidgehalts eines Samens, welcher
ein Polynucleotid umfasst, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
die in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In einer
weiteren Ausführungsform,
wenn das Polynucleotid in Pflanzenmaterial inseriert worden ist,
produziert der Samen einer Pflanze, die aus diesem Material regeneriert
worden ist, mindestens 100% des Carotinoidgehalts eines Samens,
welcher ein Polynucleotid umfasst, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
die in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In einer
besonderen Ausführungsform
stellt die Polynucleotidsequenz einen Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens bereit, welcher oben beschrieben worden ist, wobei
der Samen, mit dem der Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid
umfasst, das in SEQ ID Nr. 1 dargestellt ist. In einer besonderen
Ausführungsform
stellt die Polynucleotidsequenz einen Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens bereit, welcher oben beschrieben worden ist, wobei
der Samen, mit dem der Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid
umfasst, das in SEQ ID Nr. 2 dargestellt ist. In einer besonderen
Ausführungsform
stellt die Polynucleotidsequenz einen Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens bereit, welcher oben beschrieben worden ist, wobei
der Samen, mit dem der Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid
umfasst, das in SEQ ID Nr. 3 dargestellt ist. In einer besonderen
Ausführungsform
stellt die Polynucleotidsequenz einen Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens bereit, welcher oben beschrieben worden ist, wobei
der Samen, mit dem der Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid
umfasst, das in SEQ ID Nr. 4 dargestellt ist. In einer besonderen
Ausführungsform
stellt die Polynucleotidsequenz einen Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens bereit, welcher oben beschrieben worden ist, wobei
der Samen, mit dem der Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid
umfasst, das in SEQ ID Nr. 6 dargestellt ist.
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Es
wird bevorzugt, dass in dem Fall, dass der Carotinoidgehalt des
Samens, der diese Polynucleotidsequenz umfasst, mit dem Samen verglichen
wird, der das Polynucleotid umfasst, welches aus der Gruppe ausgewählt ist,
die in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist, die Samen
von Pflanzen von im Wesentlichen der gleichen Art sind. Es wird
weiter bevorzugt, dass, wenn der Carotinoidgehalt des Samens, welcher
diese Polynucleotidsequenz umfasst, mit dem Samen verglichen wird,
welcher das Polynucleotid umfasst, das aus der Gruppe in SEQ ID
Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist, der Samen von Pflanzen
ist, die im Wesentlichen genetisch identisch sind, außer hinsichtlich
des Vorhandenseins dieses Polynucleotids oder dieser Polynucleotidsequenz.
Es ist weiter bevorzugt, dass in dem Fall, dass der Carotinoidgehalt
des Samens, welcher diese Polynucleotidsequenz umfasst, mit dem
Samen verglichen wird, welcher das Polynucleotid umfasst, welches
aus der Gruppe ausgewählt
ist, welche in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist,
der Samen aus Pflanzen stammt, welche unter Aussetzung gegenüber gleichen
Umwelt-Wachstumsbedingungen
gezüchtet
wurden.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner auch eine Polynucleotidsequenz
bereit, welche das Komplement einer ist, die mit einem Polynucleotid,
welches eine Sequenz ist, die aus der Gruppe ausgewählt ist,
welche in den SEQ ID Nr. 7, 8 und 9 wiedergegeben ist, bei einer
Temperatur von ungefähr
65°C in
einer Lösung hybridisiert,
die 6 × SSC
und 0,25% Magermilchpulver enthält
und gefolgt wird vom Spülen
bei der gleichen Temperatur in einer Lösung, die 0,2 × SSC und
0,1% SDS enthält,
wobei diese Polynucleotidsequenz immer noch einen Bereich umfasst,
welcher eine Carotin-Desaturase kodiert, und einen weiteren Bereich,
welcher eine Phytoen-Synthase
kodiert, und wobei diese Polynucleotidsequenz in Pflanzenmaterial
des Samens einer Pflanze inseriert ist, welche aus diesem Material
regeniert wurde, Carotinoide herstellt, die bis zu mindestens 80%
des Carotinoidgehalts eines Samens ausmachen, welche eine Polynucleotid
umfasst, das aus der Gruppe ausgewählt ist, welche in den SEQ
ID Nr. 7, 8 und 9 wiedergegeben ist.
-
Es
wird bevorzugt, dass in dem Fall, dass der Carotinoidgehalt des
Samens, welcher diese Polynucleotidsequenz umfasst, mit dem Samen
verglichen wird, welcher das Polynucleotid umfasst, welches aus
der Gruppe ausgewählt
ist, welche in SEQ ID Nr. 7, 8 und 9 wiedergegeben ist, der Samen
aus Pflanzen von im Wesentlichen der gleichen Art stammt. Es ist
weiter bevorzugt, dass in dem Fall, dass der Carotinoidgehalt des Samens,
welcher diese Polynucleotidsequenz umfasst, mit dem Samen verglichen
wird, welcher das Polynucleotid umfasst, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
welches in SEQ ID Nr. 7, 8 und 9 wiedergegeben ist, der Samen aus
Pflanzen stammt, die im Wesentlichen genetisch identisch sind, ausgenommen
hinsichtlich des Vorhandenseins dieses Polynucleotids oder dieser
Polynucleotidsequenz.
-
In
einer besonderen Ausführungsform
der Polynucleotidsequenzen gemäß der Erfindung,
welche aufgrund ihrer Hybridisierung (unter den angegebenen Bedingungen)
mit Sequenzen identifiziert werden, die in der Sequenzliste beschrieben
sind, welche die gleichen Proteine kodieren, wie jene, die durch
die Sequenzen in der Sequenzliste bereitgestellt werden. In einer
weiteren Ausführungsform
können
diese Polynucleotidsequenzen Proteine kodieren, die die gleiche
oder eine ähnliche
Funktion haben, wie die Proteine, die durch diese Sequenzen in der
Sequenzliste kodiert werden. In noch einer weiteren Ausführungsform
umfassen die Proteine, die durch die Polynucleotidsequenz gemäß der Erfindung
kodiert werden, Aminosäuresubstitutionen und/oder
-deletionen, wenn sie mit Proteinen verglichen werden, die durch
die Sequenzen in der Sequenzliste kodiert werden. In noch einer
weiteren Ausführungsform
sind diese Aminosäuresubstitutionen „konservative" Substitutionen.
Eine „konservative" Substitution wird
so verstanden, dass sie bedeutet, dass die Aminosäure durch
eine Aminosäure
ersetzt wurde, die weitestgehend ähnliche chemische Eigenschaften
hat. Insbesondere können „konservative" Substitutionen zwischen
Aminosäuren
innerhalb der folgenden Gruppen gemacht werden: (i) Alanin und Glycin;
(ii) Threonin und Serin; (ii) Glutaminsäure und Asparaginsäure; (iii)
Arginin und Lysin; (iv) Asparagin und Glutamin; (v) Isoleucin und
Leucin; (vi) Valin und Methionin; und (vii) Phenylalanin und Tryptophan.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Polynucleotid oder eine
Polynucleotidsequenz bereit, die oben beschrieben worden sind, welche,
wenn sie in Pflanzenmaterial inseriert sind, Samen, die aus dem
Material der Pflanzen regeneriert werden, Carotinoide in Mengen
herstellen lassen, die höher
sind als solche, die in nativen Samen vorhanden sind. Die vorliegende
Erfindung stellt ferner ein Polynucleotid oder eine Polynucleotidsequenz,
die oben beschrieben wurde, bereit, welche, wenn sie in Pflanzenmaterial
inseriert wird, den Samen, der aus dem Material regenierten Pflanze
die Fähigkeit,
Carotinoide in Mengen herzustellen verleiht, welche höher sind
als jene in nicht transformierten ähnlichen Samen.
-
In
einer besonderen Ausführungsform
sind die Carotinoide, die erhöht
werden, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus: Lycopen; Alpha-Carotin; Lutein; Beta-Carotin;
Zeaxanthin; Betacryptoxanthin; Antheraxanthin; Violaxanthin und
Neoxanthin oder einer Kombination daraus. In einer weiteren Ausführungsform werden
die Carotinoide, welche erhöht
werden, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus: Lycopen; Alpha-Carotin; Lutein; Beta-Carotin; Zeaxanthin;
Beta-Cryptoxanthin oder einer Kombination daraus. In einer weiteren
Ausführungsform
werden die Carotinoide, welche verstärkt hergestellt werden, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus: Alpha-Carotin; Lutein; Beta-Carotin; Zeaxanthin;
Beta-Cryptoxanthin
oder einer Kombination daraus. In noch einer weiteren Ausführungsform
schließen
die Carotine, welche erhöht
werden, mindestens Phytoen und Beta-Carotin ein. In noch einer weiteren
Ausführungsform
schließen
die Carotinoide, welche erhöht
werden, mindestens Beta-Carotin ein. In noch einer weiteren Ausführungsform
ist das Carotinoid, welches erhöht
wird, Beta-Carotin. In noch einer weiteren Ausführungsform sind die Carotinoide,
welche erhöht
werden, farbige Carotinoide.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Polynucleotid oder eine
Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben wurde, bereit, wobei
dieser Samen ein Reissamen ist. In einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung, bevor die Samen hinsichtlich ihres Carotinoidgehalts
analysiert werden, werden die Samen vor der Analyse präpariert.
Eine derartige Präparierung
kann beispielsweise bezüglich
eines Reissamen das „Enthülsen" und „Polieren" einschließen. Des
Weiteren kann eine derartige Präparierung
die Entfernung der Pflanzenteile einschließen, welche mit dem Samen assoziiert
sind, wobei die Pflanzenteile nicht normalerweise für den menschlichen
Verzehr beabsichtigt sind.
-
Die
Menge an Carotinoiden in den Samen kann unter Verwendung von Techniken,
die wohlbekannt sind, bestimmt werden, und die Fachleuten auf dem
Gebiet verfügbar
sind. Solche Techniken schließen
ein, sind aber nicht notwendigerweise beschränkt auf, Hochleistungsflüssigchromatographie(HPLC)-Analyse
und Spectrophotometrie.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner auch ein Polynucleotid oder
eine Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben wurde, bereit, welche
ferner einen Bereich umfasst, welcher einen selektierbaren Marker kodiert.
In einer besonderen Ausführungsform
umfasst dieser selektierbare Marker ein Mannose-6-phosphat-Isomerasegen.
In noch einer weiteren besonderen Ausführungsform ist der selektierbare
Marker, der verwendet wird, das Mannose-6-phosphat-Isomerasegen gemäß dem Positech
TM-Selektionssystem. In einer spezifischen
Ausführungsform
ist dieser selektierbare Marker der, der in der Europäischen Patent-Anmeldeveröffentlichungs-Nr.
EP 0 896 063 und
EP 0 601 092 beschrieben ist. Alternativ
dazu kann der selektierbare Marker, der verwendet wird, insbesondere
Resistenz gegenüber
Kanamycin, Hygromycin oder Gentamycin verleihen. Weitere geeignete
selektierbare Marker schließen
Gene ein, die Resistenz gegenüber
Herbiziden, wie beispielsweise Glyphosat-basierenden Herbiziden
(z. B. die EPSPS-Gene wie in
USP
5510471 oder
WO 00/66748 )
oder eine Resistenz gegenüber
Toxinen, wie beispielsweise Eutypin verleihen. Andere Formen der Selektion
sind ebenfalls verfügbar,
beispielsweise auf Hormonen basierende Selektionssysteme, wie beispielsweise
das Multi-Auto-Transformations(MAT)-System
von Hiroyrasu Ebinuma et al. 1997. PNAS Vol. 94, S. 2117–2121; visuelle
Selektionssysteme, welche Fluoreszenzproteine verwenden, β-Glucoronidase
und andere Selektionssysteme, wie beispielsweise Xyloseisomerase
und 2-Deoxyglucose (2-DOG).
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner auch ein Polynucleotid oder
eine Polynucleotidsequenz gemäß der Erfindung
bereit, welche zur Expression in einer besonderen Pflanzenspezies
Codon-optimiert ist. In einer besonderen Ausführungsform ist das Polynucleotid
oder die Polynucleotidsequenz zur Expression in Reis (Orzya sp.)
oder Mais (Zea sp.) Codon-optimiert. Eine derartige Codon-Optimierung ist einem
Fachmann auf dem Gebiet wohl bekannt und die Tabelle unten stellt
ein Beispiel der von Pflanzen bevorzugten Codons in Reis und Mais
dar.
| Aminosäure | Reispräferenz | Maispräferenz |
| Alanin | GCC | GCC |
| Arginin | CGC | AGG |
| Asparagin | AAC | ACC |
| Asparaginsäure | GAC | GAC |
| Cystein | TGC | TGC |
| Glutamin | CAG | CAG |
| Glutaminsäure | GAG | GAG |
| Glycin | GGC | GGC |
| Histidin | CAC | CAC |
| Isoleucin | ATC | ATC |
| Leucin | CTC | CTG |
| Lysin | AAG | AAG |
| Methionin | ATG | ATG |
| Phenylalanin | TTC | TTC |
| Prolin | CCG | CCG |
| Serin | TCC | AGC |
| Threonin | ACC | ACC |
| Tryptophan | TGG | TGG |
| Tyrosin | TAC | TAC |
| Valin | GTG | GTG |
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner einen Vektor bereit, welcher
ein Polynucleotid oder eine Polynucleoidsequenz, die oben beschrieben
worden ist, umfasst. In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung umfasst
dieser Vektor ein Polynucleotid, welches aus der Gruppe ausgewählt ist,
welche in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 dargestellt ist. In einer
besonderen Ausführungsform
umfasst der erfindungsgemäße Vektor eine
Polynucleotidsequenz, welche aus der Gruppe ausgewählt ist,
die in den SEQ ID Nr. 7, 8 und 9 wiedergegeben ist. In einer besonderen
Ausführungsform
ermöglicht
dieser Vektor die Replikation dieses Polynucleotids oder der Polynucleotidsequenz
in einem Bakterium.
-
Erfindungsgemäß wird weiter
ein Vektor bereitgestellt, der oben beschrieben worden ist, welcher
ein Pflanzen-Expressionsvektor
ist.
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In
einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung kann die Sequenz um die Translations-Startposition(en)
der Phytoen-Synthase
und/oder der Carotin-Desaturase kodierenden Sequenzen, die oben
beschrieben worden sind, so modifiziert sein, dass sie „Kozak"-bevorzugt ist. Was
darunter gemeint wird, ist dem Fachmann auf dem Gebiet bekannt.
Beispiele für
Kozak-Konsensus-Sequenzen, welche dem Fachmann auf dem Gebiet gut
bekannt sind, schließen
cagcc(atg) oder agcc(atg) ein. Die Phytoen-Synthase und/oder die
Carotin-Desaturase kodierenden Sequenzen, welche oben beschrieben
wurden, können
ferner eine Sequenz umfassen, die eine Rückhaltung in einer bestimmten
intrazellulären
Organelle ermöglicht.
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In
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren
zur Erhöhung
des Carotinoidgehalts von Samen bereitgestellt, welches das Inserieren
eines Polynucleotids oder einer Polynucleotidsequenz oder eines
Vektors, der oben beschrieben worden ist, in Pflanzenmaterial umfasst;
und das Regenerieren einer samenhaltigen Pflanze aus diesem Material
sowie die Identifizierung der Samen, welche Carotinoide in höheren Mengen
enthalten als solche von Kontroll-Samen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren zum Erhöhen des
Carotinoidgehalts von Samen bereit, welches das Inserieren eines
Polynucleotids in Pflanzenmaterial umfasst, welches eine Sequenz
umfasst, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die in den SEQ ID
Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist, und das Regenieren einer
samenhaltigen Pflanze aus diesem Material sowie die Identifizierung
der Samen, die Carotinoide in größeren Mengen
enthalten, als solche der Kontroll-Samen. In einer besonderen Ausführungsform der
Erfindung enthalten die Samen, die durch dieses Verfahren gewonnen
werden, mindestens einen 60-fachen Anstieg an Carotinoiden, wenn
sie mit einem Kontroll-Samen verglichen werden. In einer weiteren
Ausführungsform
enthalten die auf diese Weise gewonnenen Samen mindestens einen
100-fachen Anstieg an Carotinoiden, wenn sie mit Kontroll-Samen
verglichen werden. In einer weiteren Ausführungsform enthalten die auf
diese Weise gewonnenen Samen mindestens einen 150-fachen Anstieg
an Carotinoiden, wenn sie mit Kontroll-Samen verglichen werden.
In einer weiteren Ausführungsform
enthalten die auf diese Weise gewonnenen Samen mindestens einen
200-fachen Anstieg an Carotinoiden, wenn sie mit Kontroll-Samen
verglichen werden. In einer weiteren Ausführungsform enthalten die auf
diese Weise gewonnenen Samen mindestens einen 250-fachen Anstieg
an Carotinoiden, wenn sie mit Kontroll-Samen verglichen werden.
In einer weiteren Ausführungsform
enthalten die auf diese Weise gewonnenen Samen mindestens einen
300-fachen Anstieg an Carotinoiden, wenn sie mit Kontroll-Samen
verglichen werden. In einer weiteren Ausführungsform enthalten die auf
diese Weise gewonnenen Samen mindestens einen 350-fachen Anstieg
an Carotinoiden, wenn sie mit Kontroll-Samen verglichen werden.
In einer weiteren Ausführungsform
enthalten die auf diese Weise gewonnenen Samen mindestens einen
400-fachen Anstieg an Carotinoiden, wenn sie mit Kontroll-Samen
verglichen werden. In einer weiteren Ausführungsform enthalten die auf
diese Weise gewonnenen Samen mindestens einen 500-fachen Anstieg
an Carotinoiden, wenn sie mit Kontroll-Samen verglichen werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren bereit, das oben
beschrieben worden ist, wobei diese Samen Carotinoide in einer Menge
von mindestens 3 μg/g
des Endosperms dieses Samens enthalten. In einer besonderen Ausführungsform
enthält
dieser Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 4 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 5 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser Samen
Carotinoide in einer Menge von mindestens 6 μg/g Endosperm dieser Samen.
In einer besonderen Ausführungsform
enthält
dieser Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 7 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 8 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 9 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 10 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 15 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 20 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser Samen
Carotinoide in einer Menge von mindestens 25 μg/g Endosperm dieser Samen.
In einer besonderen Ausführungsform
enthält
dieser Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 30 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 35 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 40 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 45 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 50 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 55 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 60 μg/g Endosperm
dieser Samen. In einer besonderen Ausführungsform enthält dieser
Samen Carotinoide in einer Menge von mindestens 65 μg/g Endosperm dieser
Samen.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren zum Erhöhen des
Carotinoidgehalts von Samen bereit, welches das Inserieren einer
Polynucleotidsequenz wie oben beschrieben umfasst und das Regenerieren
einer samenhaltigen Pflanze aus diesem Material und die Identifizierung
der Samen, die Carotinoide enthalten, welche mindestens 80% des
Carotinoidgehalts eines Samens ausmachen, welcher ein Polynucleotid umfasst,
welcher aus der Gruppe ausgewählt
ist, die in den SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In
einer weiteren Ausführungsform
produzieren die Samen einer aus diesem Material regenerierten Pflanze mindestens
85% des Carotinoidgehalts eines Samens, welcher ein Polynucleotid
umfasst, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, welche in SEQ ID Nr.
1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In einer weiteren Ausführungsform
produzieren die Samen einer aus diesem Material regenerierten Pflanze
mindestens 90% des Carotinoidgehalts eines Samens, welcher ein Polynucleotid
umfasst, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, welche in SEQ ID Nr.
1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In einer weiteren Ausführungsform
produzieren die Samen einer aus diesem Material regenerierten Pflanze
mindestens 95% des Carotinoidgehalts eines Samens, welcher ein Polynucleotid
umfasst, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, welche in SEQ ID Nr.
1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In einer weiteren Ausführungsform
produzieren die Samen einer aus diesem Material regenerierten Pflanze
mindestens 100% des Carotinoidgehalts eines Samens, welcher ein
Polynucleotid umfasst, welches aus der Gruppe ausgewählt ist,
welche in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist. In einer
besonderen Ausführungsform
ermöglicht
die Polynucleotidsequenz, dass der Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens, der oben beschrieben worden ist, wobei der Samen,
mit dem ein Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid umfasst, welches
in SEQ ID Nr. 1 wiedergegeben ist. In einer besonderen Ausführungsform
ermöglicht
die Polynucleotidsequenz einen Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens, welcher oben beschrieben worden ist, wobei der Samen,
mit dem der Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid umfasst, welches
in SEQ ID Nr. 2 wiedergegeben ist. In einer besonderen Ausführungsform
ermöglicht
die Polynucleotidsequenz einen Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens, welcher oben beschrieben worden ist, wobei der Samen,
mit dem der Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid umfasst, welches
in SEQ ID Nr. 3 wiedergegeben ist. In einer besonderen Ausführungsform
ermöglicht
die Polynucleotidsequenz einen Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens, welcher oben beschrieben worden ist, wobei der Samen, mit
dem der Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid umfasst, welches
in SEQ ID Nr. 4 wiedergegeben ist. In einer besonderen Ausführungsform
ermöglicht
die Polynucleotidsequenz einen Prozentsatz des Carotinoidgehalts
eines Samens, welcher oben beschrieben worden ist, wobei der Samen,
mit dem der Vergleich gemacht wird, das Polynucleotid umfasst, welches
in SEQ ID Nr. 6 wiedergegeben ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren zum Erhöhen des
Carotinoidgehalts von Samen bereit, welches das Inserieren eines
Polynucleotids in Pflanzenmaterial umfasst, welches eine Sequenz
umfasst, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die in SEQ ID Nr.
7, 8 und 9 wiedergegeben ist, sowie das Regenerieren einer samenhaltigen
Pflanze aus diesem Material und die Identifizierung der Samen, welche
Carotinoide in höheren
Konzentrationen enthalten als solche der Kontroll-Samen. In einer
besonderen Ausführungsform der
Erfindung enthalten die Samen, die auf diese Weise gewonnen werden,
mindestens einen 50-fachen Anstieg an Carotinoiden, wenn sie mit
Kontroll-Samen verglichen werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren bereit, das oben
beschrieben worden ist, wobei der Samen Carotinoide in einer Konzentration
von mindestens 3 μg/g
des Endosperms dieses Samens enthält.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren zum Erhöhen des
Carotinoidgehalts von Samen bereit, umfassend das Inserieren einer
Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden ist, in Pflanzenmaterial
und das Regenerieren einer samenhaltigen Pflanze aus diesem Material
sowie das Identifizieren des Samens, welcher Carotinoide enthält, die
mindestens 80% des Carotinoidgehalts eines Samens ausmachen, welcher
ein Polynucleotid umfasst, das aus der Gruppe ausgewählt ist,
die in SEQ ID Nr. 7, 8 und 9 wiedergegeben ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren bereit, das oben
beschrieben worden ist, wobei die Carotinoide, welche erhöht werden,
ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus: Lycopen; Alpha-Carotin, Lutein,
Beta-Carotin, Zeaxanthin, Beta-Cryptoxanthin, Antheraxanthin, Violaxanthin
und Neoxanthin oder einer Kombination daraus. In einer weiteren
Ausführungsform
sind die Carotinoide, welche erhöht
werden, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus: Lycopen, Alpha-Carotin, Lutein, Beta-Carotin,
Zeaxanthin, Beta-Cryptoxanthin
oder einer Kombination daraus. In noch einer weiteren Ausführungsform
schließen
die Carotinoide, welche erhöht
werden, mindestens Phytoen und Beta-Carotin ein. In noch einer weiteren
Ausführungsform
schließen
die Carotinoide, welche erhöht
werden, mindestens Beta-Carotin ein. In noch einer weiteren Ausführungsform
ist das Carotinoid, welches erhöht
wird, Beta-Carotin. In noch einer weiteren Ausführungsform sind die Carotinoide,
welche erhöht
werden, farbige Carotinoide.
-
Das
Polynucleotid oder die Polynucleotidsequenz oder der Vektor, der
oben beschrieben worden ist, kann in Pflanzenmaterial durch Pflanzen-Transformationstechniken
inseriert werden, die dem Fachmann auf dem Gebiet wohl bekannt sind.
Solche Techniken schließen
ein, sind aber nicht beschränkt
auf, Partikel-vermittelte biolistische Transformation, Agrobacterium-vermittelte
Transformation, Protoplasten-Transformation (gegebenenfalls in Gegenwart
von Polyethylenglycolen), Beschallung von Pflanzengeweben, Zellen
oder Protoplasten in einem Medium, welches das Polynucleotid oder
den Vektor umfasst; Microinsertion des Polynucleotids oder des Vektors
in totipotentes Pflanzenmaterial (gegebenenfalls unter Verwendung
der bekannten Silikoncarbid-„Whisker"-Technik), Elektroporation
und ähnliche.
In einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung wird Reispflanzenmaterial gemäß Verfahren transformiert,
die in den Beispielen, die hier offenbart sind, transformiert. In
einer besonderen Ausführungsform
ist das Agrobacterium, welches verwendet wird, ein Stamm, der modifiziert
worden ist, um die Wahrscheinlichkeit in der Rekombination zwischen
Sequenzen mit einem hohen Grad an Ähnlichkeit zwischen der TDNA-Region
oder dem Bakterium zu reduzieren. Des Weiteren können Techniken und Elemente,
wie beispielsweise solche, auf die Bezug genommen wird in
WO 99/01563 ,
US 6,265,638 ,
US 5,731,179 und
US 5,591,616 , als Teil des Transformationsprozesses
benutzt werden.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner Samen bereit, welche erhalten
werden oder durch das oben beschriebene Verfahren erhältlich sind.
In einer spezifischen Ausführungsform
sind diese Samen Reissamen. In einer weiteren Ausführungsform
sind diese Samen Maissamen.
-
In
der Beschreibung können
die Begriffe „Samen" und „Samen" ausgetauscht werden
durch die Begriffe „Korn" oder „Körner". Insbesondere beziehen
sich die Begriffe „Samen" und „Samen" auf essbare Samen oder
Samenteile, insbesondere das Endosperm von Samen.
-
Die
vorliegende Erfindung umfasst weiter eine Pflanze, die einen Samen
gemäß dem vorhergehenden Paragraphen
umfasst.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Pflanze oder Pflanzenmaterial
bereit, welches ein Polynucleotid oder eine Polynucleotidsequenz
oder einen Vektor, der oben beschrieben worden ist, umfasst. In
einer besonderen Ausführungsform
ist diese Pflanze oder Pflanzenmaterial eine Reispflanze oder Reispflanzenmaterial
oder eine Maispflanze oder Maispflanzenmaterial. In noch einer weiteren
Ausführungsform
ist die Pflanze oder das Pflanzenmaterial der vorliegenden Erfindung
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Wassermelone, Melone, Mango, Sojabohne,
Baumwolle, Tabak, Zuckerrüben, Ölsaatraps,
Raps, Flachs, Sonnenblumen, Kartoffeln, Tomaten, Alfalfa, Salat,
Mais, Weizen, Hirse, Roggen, Banane, Gerste, Hafer, Rasen, Futtergras, Zuckerrohr,
Paprika, Erbsen, Feldbohnen, Reis, Pinien, Poplar, Äpfel, Pfirsiche,
Weintrauben, Erdbeeren, Carotten, Kohl, Zwiebeln, Zitrusfrüchte, Getreide
oder Nusspflanzen, oder irgendwelche anderen Zierpflanzen. In einer
besonderen Ausführungsform
ist diese Pflanze eine Reispflanze.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Pflanze oder einen Samen
gemäß der Erfindung
bereit, welcher ferner ein Gen umfasst, wobei das Gen ein Enzym
kodiert, welches in der Lage ist, Carotin in ein Retinoid umzuwandeln.
Ein Beispiel eines solchen Gens ist das Gen, das β-Carotindioxygenase
kodiert, welches in
WO 01/48162 und/oder
WO 01/48163 beschrieben
ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Pflanze gemäß der Erfindung
bereit, welche ferner ein Polynucleotid umfasst, welches eine Spur
bereitstellt, die aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus: Insektenresistenz
und/oder -toleranz; Nematodenresistenz und/oder -toleranz; Herbizidresistenz
und/oder -toleranz; verbesserte Resistenz und/oder Toleranz gegenüber Stress;
eine Substanz mit pharmazeutischer Aktivität und/oder irgendeine andere
gewünschte
landwirtschaftliches Merkmal.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt außerdem
eine Pflanze gemäß der Erfindung
bereit, welche ferner ein Polynucleotid umfasst, das auch eine weitere
Erhöhung
der Isoprenoidbiosynthese und/oder Carotinoidanhäufung in der Pflanze ermöglicht.
In einer besonderen Ausführungsform
stellt dieses Polynucleotid einen Transkriptionsfaktor bereit, welcher
eine weitere Verstärkung
der Isoprenoidbiosynthese und/oder Carotinoidanhäufung in der Pflanze ermöglicht.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Pflanze gemäß der Erfindung
bereit, welche ferner ein Polynucleotid umfasst, welches einen Anstieg
an Plastiden innerhalb der Pflanze ermöglicht. In einer besonderen Ausführungsform
umfasst dieses Polynucleotid das PhyA-Gen aus Hafer oder Arabidopsis,
welches Gene sind, die dem Fachmann auf dem Gebiet gut bekannt sind.
In einer weiteren Ausführungsform
umfasst dieses Polynucleotid das Hp1- oder Hp2-Gen aus der Tomate,
welche dem Fachmann ebenfalls gut bekannt sind.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner einen molekularen Marker bereit,
welcher ein Marker ist, der in der Lage ist, das Pflanzenmaterial
zu identifizieren, welches eine Sequenz umfasst, die aus der Gruppe
ausgewählt
ist, die in den SEQ ID Nr. 1–9
wiedergegeben ist, wobei der molekulare Marker mindestens ungefähr 25 durchgehende
Nucleotide einer Sequenz umfasst, die aus der Gruppe ausgewählt ist,
welche aus den SEQ ID Nr. 1 bis 9 besteht.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Verfahren zum Identifizieren
von Pflanzenmaterial gemäß der Erfindung über die
Verwendung von beispielsweise der Polymerasekettenreaktion (PCR)
bereit. Geeignete Primer können
unter Verwendung von Parametern entworfen werden, die Fachleuten
auf dem Gebiet gut bekannt sind und auf den Sequenzen beruhen, die
in der Sequenzliste aufgeführt
sind. Der Fachmann auf dem Gebiet ist in Nucleinsäure-Extraktionstechniken
gut versiert, und sobald eine Testprobe isoliert worden ist, kann
sie hinsichtlich des Vorhandenseins der Sequenz gemäß der Erfindung
unter Verwendung von Techniken, die in dem Fachgebiet gut bekannt
sind, analysiert werden. Diese schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf
PCr, RAPIDS, RFLPs und AFLPs.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Kit bereit, wobei das Kit
ein Mittel zum Gewinnen einer Testprobe umfasst, und ein Mittel
zum Nachweisen des Vorhandenseins der Sequenzen der Erfindung innerhalb dieser
Testprobe. Es können
auch Kits entworfen werden, die in der Lage sind, den Carotinoidgehalt
einer Testprobe zu testen, und das kann gegebenenfalls mit den Merkmalen
eines Kits, der in dem vorhergehenden Satz beschrieben worden ist,
kombiniert werden.
-
In
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die Verwendung
eines Polynucleotids, einer Polynucleotidsequenz oder eines Vektors
bereitgestellt, welche oben beschrieben worden sind, für ein Verfahren
zur Herstellung von Samen, die mehr Carotinoide enthalten. In einer
besonderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Verwendung eines Polynucleotids
bereitgestellt, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die SEQ ID Nr. 1,
2, 3, 4, 5 und 6 wiedergegeben ist, zur Herstellung von Samen, welche
Carotinoide in größeren Konzentrationen
enthalten, als solche eines Kontroll-Samens.
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Nach
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die Verwendung
eines Polynucleotids, einer Polynucleotidsequenz und eines Vektors,
die oben beschrieben worden sind, in einem Verfahren zur Herstellung
von Samen bereitgestellt, die erhöhte Carotinoidgehalte enthalten.
In einer besonderen Ausführungsform
stellt die vorliegende Erfindung die Verwendung eines Polynucleotids
bereit, das aus der Gruppe ausgewählt ist, welche in SEQ ID Nr.
7, 8 und 9 wiedergegeben ist, zur Herstellung von Samen, welche
Carotinoide in größeren Mengen
enthalten, als die der Kontroll-Samen.
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In
einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die Verwendung eines Polynucleotids,
einer Polynucleotidsequenz oder eines Vektors, welche oben beschrieben
worden sind, in einem Verfahren zur Herstellung einer Pflanze, welche
das Polynucleotid diese Polynucleotidsequenz oder diesen Vektor
umfasst, bereitgestellt. Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung
wird die Verwendung eines Polynucleotids bereitgestellt, welches aus
der Gruppe ausgewählt
ist, die in SEQ ID Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 dargestellt ist, in einem
Verfahren zur Herstellung einer Pflanze, welche dieses Polynucleotid
umfasst.
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Nach
einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die Verwendung eines Polynucleotids
bereitgestellt, welches aus der Gruppe ausgewählt ist, die in SEQ ID Nr.
7, 8 und 9 dargestellt ist, in einem Verfahren zur Herstellung einer
Pflanze, die dieses Polynucleotid umfasst.
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Nach
einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Erhöhen des
Carotinoidgehalts von Samen bereitgestellt, welches das Inserieren
in Pflanzenmaterial von (a) eines ersten Polynucleotids umfasst, welches
als operativ verbundene Bestandteile (i) einen Promotor umfasst,
welcher eine durch die Samen bevorzugte Expression ermöglicht;
und (ii) eine Nucleotidsequenz, die von einem Bakterium stammt,
wobei die Sequenz eine Carotin-Desaturase kodiert; und (iii) einen
Transkriptions-Beendigungsbereich; und (b) ein zweites Polynucleotid,
welches als operativ gebundene Bestandteile (i) einen Promotor umfasst,
welcher eine durch Samen bevorzugte Expression ermöglicht;
und (ii) eine Nucleotidsequenz, welche eine Phytoen-Synthase kodiert,
wobei die Sequenz aus Mais (Zea sp.) oder Reis (Orzya sp.) stammt;
und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich; und (c) das Regenerieren
einer samenhaltigen Pflanze aus diesem Material und die Identifizierung
der Samen, welche Carotinoide in größeren Konzentrationen enthalten,
als solche der Kontroll-Samen.
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Weiter
offenbart ist ein Verfahren zur Erhöhung des Carotinoidgehalts
von Samen, welches das Inserieren in Pflanzenmaterial von (a) einem
ersten Polynucleotid umfasst, welches operativ verbundene Bestandteile
(i) einen Promotor, welcher eine in Samen bevorzugte Expression
ermöglicht,
und (ii) eine Nucleotidsequenz, welche aus einem Bakterium stammt,
umfasst, wobei die Sequenz eine Carotin-Desaturase kodiert; und
(iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich; und (b) ein zweites
Polynucleotid, welches als operativ gebundene Bestandteile (i) einen
Promotor umfasst, welcher eine in Samen bevorzugte Expression ermöglicht; und
(ii) eine Nucleotidsequenz, welche ein Phytoensynthase kodiert,
wobei die Sequenz aus der Tomate (Lycopersicon sp.) oder Paprika
(Capsicum sp.); oder aus einem Bakterium stammt; und (iii) einen
Transkriptions-Beendigungsbereich; und (c) das Regenerieren einer
samenhaltigen Pflanze aus diesem Material sowie das Identifizieren
der Samen, welche Carotinoide in größeren Konzentrationen enthalten,
als solche der Kontroll-Samen.
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In
einer besonderen Ausführungsform
wird Schritt (a) des vorhergehenden Paragraphs vor Schritt (b) durchgeführt. In
einer weiteren Ausführungsform
wird Schritt (b) des vorhergehenden Paragraphen vor Schritt (a)
durchgeführt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
stammen der Promotor, die Sequenz, welche die Carotin-Desaturase
kodiert, die Sequenz, die Phytoen-Synthase kodiert, und der Terminatorbereich
aus Sequenzen, die in der Sequenzliste wiedergegeben sind. In noch
einer weiteren Ausführungsform
ist diese Carotin-Desaturase
das CrtI-Gen aus Erwinia sp. In noch einer weiteren Ausführungsform
umfasst die Carotin-Desaturase die Sequenz, welche in SEQ ID Nr.
18 oder 19 wiedergegeben ist, oder besteht daraus. In einer weiteren Ausführungsform
stammt diese Phytoen-Synthase aus Mais oder Reis. In noch einer
weiteren Ausführungsform
ist diese Phytoen-Synthase aus Mais oder Reis. In noch einer weiteren
Ausführungsform
umfasst diese Phytoen-Synthase eine Sequenz, die aus der Gruppe
ausgewählt
ist, die in SEQ ID Nr. 10, 11, 12 und 13 wiedergegeben ist oder
daraus besteht.
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In
einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Erhöhen des
Carotinoidgehalts von Samen bereitgestellt, welches das Kreuzen
(a) einer ersten Pflanze umfasst, die ein Polynucleotid umfasst, welches
als operativ verbundene Bestandteile (i) einen Promotor umfasst,
welcher eine durch Samen bevorzugte Expression bereitstellt; und
(ii) eine Nucleotidsequenz, welche aus einem Bakterium stammt, wobei
die Sequenz eine Carotin-Desaturase kodiert; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich;
mit (b) einer weiteren Pflanze, welche ein Polynucleotid umfasst,
welches als operativ verbundene Bestandteile (i) einen Promotor
umfasst, welcher eine durch Samen bevorzugte Expression bereitstellt;
und (ii) eine Nucleotidsequenz, welche eine Phytoen-Synthase umfasst,
wobei die Sequenz aus Mais (Zea sp.) oder Reis (Orzya sp.) stammt; und
(iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich;
und (c) das Ernten von Samen des weiblichen Elternteils der so gekreuzten
Pflanzen; und (d) das Züchten
dieser Samen, um Pflanzen zu produzieren, die weitere Samen umfassen
und das Identifizieren dieser weiteren Samen, welche Carotinoide
in größeren Mengen
enthalten als solche der Kontrollsamen.
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Weiter
offenbart ist ein Verfahren zum Erhöhen des Carotinoidgehalts von
Samen, welche das Kreuzen von (a) einer ersten Pflanze umfasst,
die ein Polynucleotid umfasst, welches als operativ verbundene Bestandteile
(i) einen Promotor umfasst, welcher eine durch Samen bevorzugte
Expression ermöglicht;
und (ii) eine Nucleotidsequenz, welche aus einem Bakterium stammt,
wobei die Sequenz eine Carotin-Desaturase
kodiert; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich; mit (b) einer weiteren
Pflanze, welche ein Polynucleotid umfasst, welches als operativ
verbundene Bestandteile (i) einen Promotor umfasst, welcher eine
durch Samen bevorzugte Expression ermöglicht; und (ii) eine Nucleotidsequenz,
welche eine Phytoen-Synthase kodiert, mit einer Sequenz, die aus
der Tomate (Lycopersicon sp.) oder der Paprika (Capsicum sp.) stammt;
oder aus einem Bakterium; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich;
und (c) Ernten der Samen des weiblichen Elternteils dieser derart
gekreuzten Pflanzen; und (d) das Züchten dieser Samen, um Pflanzen
herzustellen, die weitere Samen umfassen und das Identifizieren
dieser weiteren Samen, welche Carotinoide in höheren Konzentrationen enthalten,
als die der Kontroll-Samen.
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In
noch einer weiteren Ausführungsform
sind der Promotor, die Sequenz, welche die Carotin-Desaturase kodiert,
die Sequenz, die Phytoen-Synthase kodiert und der Terminatorbereich
aus Sequenzen erhältlich, die
in der Sequenzliste wiedergegeben sind. In noch einer weiteren Ausführungsform
ist diese Carotin-Desaturase das CrtI-Gen aus Erwinia Sp. In noch
einer weiteren Ausführungsform
umfasst die Carotin-Desaturase die Sequenz, die als SEQ ID Nr. 18
oder 19 wiedergegeben ist, oder besteht daraus. In noch einer weiteren Ausführungsform
stammt diese Phytoen-Synthase aus Mais oder Reis. In noch einer
weiteren Ausführungsform
ist diese Phytoen-Synthase aus Mais oder Reis. In einer weiteren
Ausführungsform
ist diese Phytoen-Synthase eine Sequenz, die aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus SEQ ID Nr. 10, 11, 12 und 13 besteht oder diese umfasst.
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In
noch einem weiteren Aspekt der Erfinfung wird ein Polynucleotid
bereitgestellt, welches (a) einen Bereich umfasst, welcher als operativ
verbundene Bestandteile umfasst (i) einen Promotor, welcher eine
in Samen bevorzugte Expression ermöglicht; und (ii) eine Nucleotidsequenz,
die aus einem Bakterium stammt, wobei die Sequenz eine Carotin-Desaturase oder eine
Nucleotidsequenz, welche eine Carotin-Desaturase kodiert, die aus einer Pflanze
stammt, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus: Tomate (Lycopersicon sp.); Paprika
(Capsicum sp.); Mais (Zea sp.); Reis (Orzya sp.) und (iii) einen
Transkriptions-Beendigungsbereich; und (b) einen weiteren Bereich,
welcher als operativ verbundene Bestandteile (i) einen Promotor
umfasst, welcher eine durch Samen bevorzugte Expression ermöglicht;
und (ii) eine Nucleotidsequenz, welche eine Phytoen-Synthase kodiert,
welche eine Sequenz ist, die aus einem Bakterium stammt, oder aus
einer Pflanze, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Mais (Zea
sp.) und Reis (Orgya sp.) besteht; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich;
und (c) einen weiteren Bereich, welcher als operativ verbundene
Bestandteile (i) einen Promotor enthält, welcher eine durch Samen
bevorzugte Expression ermöglicht;
und (ii) eine Nucleotidsequenz, welche eine Zeta-Carotin-Desaturase
(ZDS) kodiert, die aus einem Bakterium stammt, oder aus einer Pflanze,
die aus der Gruppe ausgewählt
ist, die besteht aus: Tomate (Lycopersicon sp.); Paprika (Capsicum
sp.); Mais (Zea sp.); Reis (Orgya sp.); und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich.
In einer besonderen Ausführungsform
stammen die Carotin-Desaturase und die Phytoen-Synthase aus Mais
(Zea sp.) und die Zeta-Cartotin-Desaturase
(ZDS) stammt aus Paprika (Capsicum sp.). Nach einer weiteren Ausführungsform
stammt die Carotin-Desaturase
und die Phytoen-Synthase aus Mais (Zea sp.) und die Zeta-Carotin-Desaturase
(ZDS) aus Paprika (Capsicum sp.).
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Die
obenen beschriebenen Polynucleotide können verwendet werden, um Polynucleotidsequenzen
zu identifizieren, die eine ähnliche
Funktion bereitstellen, basierend auf Hybridisierungsbedingungen,
die oben beschrieben worden sind. Diese Polynucleotide und die Polynucleotidsequenzen,
die die Zeta-Carotin-Desaturase umfassen, können ebenfalls in Verfahren
zur Erhöhung
des Carotinoidgehalts von Samen in analoger Weise zu den oben beschriebenen
Verfahren verwendet werden.
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Nach
einem anderen erfindungsgemäßen Aspekt
wird ein Polynucleotid bereitgestellt, welches als operativ verbundene
Bestandteile (i) einen Promotor umfasst, welcher eine von Samen
bevorzugte Expression ermöglicht;
und (ii) eine Nucleotidsequenz, die aus einem Bakterium stammt,
wobei die Sequenz eine Carotin-Desaturase oder eine Nucleotidsequenz
kodiert, die eine Carotin-Desaturase kodiert, die aus einer Pflanze stammt,
die aus der Gruppe ausgewählt
ist, die besteht aus: Tomate (Lycopersicon sp.); Paprika (Capsicum sp.);
Mais (Zea sp.); Reis (Orgya sp.) und (iii) eine Nucleotidsequenz,
die eine Phytoen-Synthase kodiert, wobei die Sequenz aus einer Pflanze
stammt, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus: Mais
(Zea sp.) und Reis (Orzya sp.) und (iv) eine Nucleotidsequenz, die
Zeta-Carotin-Desaturase
(ZDS) kodiert, die aus einem Bakterium stammt oder aus einer Pflanze,
die aus der Gruppe ausgewählt
ist, die besteht aus: Tomate (Lycopersicon sp.); Paprika (Capsicum
sp.); Mais (Zea sp.); Reis (Orzya sp.) und (v) einen Transkriptions-Beendigungsbereich.
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Jede
der in dieser Beschreibung definierten Regionen kann durch einen
Bereich getrennt sein, welcher ein sich selbst prozessierendes Polypeptid
bereitstellt, welches in der Lage ist, Proteine zu spalten, beispielsweise
das sich selbst prozessierende Polypeptid, das beschrieben ist in
US 5,846,767 oder irgendein ähnlich funktionierendes
Element. Alternativ dazu können
die Bereiche durch eine Sequenz getrennt werden, welche als Zielstelle
für ein
externes Element dient, das in der Lage ist, die Proteinsequenzen
zu trennen. Alternativ dazu kann das Polynucleotid ein Polyprotein
bereitstellen, welches eine Vielzahl an Proteinfunktionen umfasst.
In einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung können
die Proteine des Polyproteins tandemartig angeordnet sein. Der Fachmann
auf dem Gebiet wird in Erwägung
ziehen, dass, wenn ein Polynucleotid erzeugt wird, welches ein derartiges
Polyprotein kodiert, eine Expression eines derartigen Polyproteins
durch die Verwendung eines einzelnen Promotors erreicht werden kann,
wobei der Promotor hier beschrieben ist.
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Alle
innerhalb dieser Beschreibung beschriebenen Polynucleotide und Polynucleotidsequenzen
können
unter Verwendung von Techniken isoliert und konstruiert werden,
die dem Fachmann auf dem Gebiet gut bekannt sind. Beispielsweise
können
die Polynucleotide unter Verwendung von Standard-Polynucleotidsynthesegeräten synthetisiert
werden. Solche synthetischen Polynucleotide können synthetisiert und dann
ligiert werden, um längere
Polynucleotide gemäß der Erfindung
zu bilden. Die Polynucleotide und die Polynucleotidsequenzen können ebenfalls
aus anderen Konstrukten/Vektoren isoliert werden, welche diese Sequenzen
enthalten, und dann können
sie in weitere Konstrukte/Vektoren inseriert werden, um die erfindungsgemäßen herzustellen.
Die Sequenzen können
auch aus Bibliotheken, z. B. aus cDNA und gDNA, unter Verwendung
der Sequenzinformationen isoliert werden, die in der Sequenzliste
bereitgestellt wird, um geeignete Sonden/Primer zum Zwecke der Identifizierung
dieser Sequenzen in diesen Bibliotheken herzustellen. Sobald sie
isoliert sind, können
die Sequenzen zusammengebaut werden, um die Polynucleotide und die
Polynucleotidsequenzen gemäß der Erfindung
zu erzeugen. Die erfindungsgemäßen Sequenzen
können
ebenfalls verwendet werden, um ähnliche
Sequenzen mit Hybridisierungsbedingungen zu identifizieren, die
oben beschrieben worden sind. Bei der Identifizierung solcher ähnlicher
Sequenzen mag der Fachmann auf dem Gebiet beabsichtigen, ähnliche
Sequenzen eines oder mehrerer Komponententeile der in der Sequenzliste wiedergegebenen
Sequenzen zu identifizieren, und diese ähnlichen Sequenzen dann in
einer ähnlichen
Weise wie die Anordnung der Sequenzen, die in der Sequenzliste wiedergegeben
sind, zusammenzubauen. Beispielsweise kann gewünscht sein, den Bereich, der
nur das Phytoen-Synthase-Gen kodiert, zu modifizieren. Sobald die
modifizierte Phytoen-Synthase
kodierende Sequenz identifiziert worden ist, könnte versucht werden, die Phytoen-Synthase
kodierende Sequenz in einer der Sequenzen, die in der Sequenzliste
wiedergegeben sind, zu ersetzen. Alternativ dazu könnte die
modifizierte Phytoen-Synthase in der Herstellung einer neuen Sequenz
verwendet werden, wobei alle Teile der Komponenten gleich sind,
wie die Sequenz in der Sequenzliste, ausgenommen der Phytoen-Synthase.
In einem weiteren Beispiel können
alle Bestandteile modifiziert sein, und dann können alle der modifizierten
Bestandteile in der gleichen Weise, wie die Sequenzen in der Sequenzliste
angeordnet werden, beispielsweise Promotor-Intron-Zielsequenz-Carotindesaturase-Terminator-Promotor-Intron-(Zielsequenz)-Phytoen-Synthase-Terminator. Der Grad
der Modifizierung wird die Fähigkeit
der so modifizierten Sequenz, mit einer Sequenz in der Sequenzliste
unter den oben beschriebenen Bedingungen zu hybridisieren, beeinflussen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Pflanze bereit, welche
ein Polynucleotid oder eine Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben
worden ist, umfasst. In einer besonderen Ausführungsform ist diese Pflanze
eine Reis- oder Maispflanze.
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Nach
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Polynucleotid
oder eine Polynucleotidsequenz wie oben beschrieben bereitgestellt,
wobei der Promotor/die Promotoren Gewebe-bevorzugte und/oder Organ-bevorzugte
sind. In einer besonderen Ausführungsform
ermöglicht
der Promotor/die Promotoren die bevorzugte Expression in der Frucht.
In einer weiteren Ausführungsform
ermöglicht
der Promotor/die Promotoren eine hohe Expression in der Frucht.
In einer weiteren Ausführungsform
ist diese Frucht eine Banane. In einem weiteren Aspekt der vorliegenden
Erfindung wird auch ein Polynucleotid bereitgestellt, welches umfasst:
(a) einen Bereich, welcher als operativ verbundene Bestandteile
umfasst: (i) einen Promotor, der eine in Früchten bevorzugte Expression
ermöglicht;
und (ii) eine Nucleotidsequenz, die aus einem Bakterium stammt,
dessen Sequenz eine Carotin-Desaturase
kodiert; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich; und (b) einen weiteren
Bereich, welcher als operativ verbundene Bestandteile (i) einen
Promotor umfasst, welcher eine in Früchten bevorzugte Expression
bereitstellt; und (ii) eine Nucleotidsequenz, die eine Phytoen-Synthase
kodiert, wobei die Sequenz aus Mais (Zea sp.) oder Reis (Orzya sp.)
stammt; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich.
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In
noch einer weiteren Ausführungsform
wird ein Verfahren zum Erhöhen
des Carotinoidgehalts von Früchten
bereitgestellt, umfassend das Inserieren eines Polynucleotids in
Pflanzenmaterial umfassend: (a) einen Bereich, welcher als operativ
verbundene Bestandteile (i) einen Promotor umfasst, welcher eine
in Früchten
bevorzugte Expression bereitstellt; und (ii) eine Nucleotidsequenz,
die aus einem Bakterium stammt, wobei die Sequenz eine Carotin-Desaturase
kodiert; und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich; und
(b) einen weiteren Bereich, welcher als operativ verbundene Bestandteile
(i) einen Promotor umfasst, welcher eine in Früchten bevorzugte Expression
bereitstellt; und (ii) eine Nucleotidsequenz, welche eine Phytoen-Synthase kodiert,
wobei die Sequenz aus Mais (Zea sp.) oder Reis (Orzya sp.) stammt;
und (iii) einen Transkriptions-Beendigungsbereich und das Regenerieren
einer fruchttragenden Pflanze aus diesem Material sowie das Identifizieren
der Frucht, welche Carotinoide in Niveaus enthält, die größer sind als solche der als
Kontrolle dienenden Frucht. Die vorliegende Erfindung stellt ferner
Polynucleotide bereit, die die Phytoen-Synthase kodierenden Sequenzen
und Carotin-Desaturase kodierenden Sequenzen, die oben erwähnt worden
sind, umfassen, wobei die Sequenzen operativ an Promotoren gebunden
sind, die eine für
Früchte
bevorzugte oder Gewebe- oder Organ-bevorzugte Expression bereitstellen.
Solche geeigneten Promotoren können
von Fachleuten auf dem Gebiet identifiziert werden.
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In
einem weiteren erfindungsgemäßen Aspekt
wird die Verwendung eines Polynucleotids oder einer Polynucleotidsequenz,
die oben beschrieben worden ist, in einem Verfahren zur Herstellung
von Pflanzen bereitgestellt, welche resistent und/oder tolerant
gegenüber
einem Herbizid sind.
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In
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren
zur Herstellung einer Pflanze bereitgestellt, welche resistent und/oder
tolerant gegenüber
einem Herbizid ist, welches das Inserieren eines Polynucleotids
oder einer Polynucleotidsequenz, die oben beschrieben worden sind,
in ein Pflanzenmaterial umfasst, und das Regenerieren einer morphologisch
normalen Pflanze aus diesem Material. Die Herbizidresistenz und/oder
Toleranz der Pflanze, welche das Polynucleotid oder die Polynucleotidsequenz
der Erfindung enthält,
kann mit einer Kontrollpflanze verglichen werden. Der Begriff Kontrollpflanze
betrifft Pflanzen, die im Wesentlichen ähnlich denen gemäß der Erfindung
sind, aber die Kontrollpflanzen enthalten nicht die Polynucleotide
oder Polynucleotidsequenzen gemäß der Erfindung.
Typischerweise umfasst eine der Kontrolle dienende Pflanze eine
Pflanze der gleichen oder ähnlichen
Pflanzenart, wobei die Kontrollpflanze eine native Pflanze ist oder
eine Pflanze, die nicht transformiert worden ist.
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In
einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Polynucleotid
bereitgestellt, welches die Sequenz umfasst, welche in SEQ ID Nr.
13 wiedergegeben ist. In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Polynucleotid bereitgestellt,
welches aus der Sequenz besteht, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben
ist. Die vorliegende Erfindung stellt ferner ein Polynucleotid bereit,
welches das Protein kodiert, welches in SEQ ID Nr. 14 wiedergegeben
ist. Die vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz
bereit, welche mindestens 87% Identität mit der Sequenz aufweist,
die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, wobei die Sequenz immer
noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die vorliegende Erfindung stellt
ferner eine Polynucleotidsequenz bereit, welche mindestens 90% Identität mit der
Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt, wobei
die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die vorliegende
Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit, welche
mindestens 91% Identität
mit der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt,
wobei die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche mindestens 92% Identität
mit der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt,
wobei die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche mindestens 93% Identität
mit der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt,
wobei die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche mindestens 94% Identität
mit der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt,
wobei die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche mindestens 95% Identität
mit der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt,
wobei die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche mindestens 96% Identität
mit der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt,
wobei die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche mindestens 97% Identität
mit der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt,
wobei die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche mindestens 98% Identität
mit der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt,
wobei die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert. Die
vorliegende Erfindung stellt ferner eine Polynucleotidsequenz bereit,
welche mindestens 99% Identität
mit der Sequenz, die in SEQ ID Nr. 13 wiedergegeben ist, besitzt,
wobei die Sequenz immer noch eine Phytoen-Synthase kodiert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner ein Protein mit der Sequenz,
die in SEQ ID Nr. 14 wiedergegeben ist oder eine Variante bereit,
welche mindestens 82% Identität
mit der SEQ ID Nr. 14 hat, wobei die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität ermöglicht.
In einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 85% Identität zur SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 90% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 91% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 92% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 93% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 94% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 95% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen- Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 96% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 97% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 98% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
hat diese Variante mindestens 99% Identität mit SEQ ID Nr. 14, wobei
die Variante immer noch Phytoen-Synthase-Aktivität bereitstellt.
In noch einer weiteren Ausführungsform
wird ein Polynucleotid bereitgestellt, welches diese Variante kodiert.
Unter Phytoen-Synthase-Aktivität wird verstanden,
dass die Proteinvariante die gleiche oder ähnliche Funktion des Proteins
aufweist, welches in SEQ ID Nr. 14 wiedergegeben ist. Der Prozentsatz
an Sequenzidentität
für Proteine
wird durch Vergleich zweier optimal angelagerter Sequenzen über ein
Vergleichsfenster bestimmt, wobei der Anteil der Aminosäuresequenz
in dem Vergleichsfenster Additionen oder Deletionen (d. h. Lücken) verglichen
mit der ursprünglichen
Referenzsequenz (welche die Addition oder Deletion nicht umfasst)
umfassen kann, für
eine optimale Anlagerung der zwei Sequenzen. Der Prozentsatz wird
durch Bestimmung der Anzahl an Positionen berechnet, bei denen identische
Aminosäurereste
in beiden Sequenzen auftreten, um die Anzahl an übereinstimmenden Positionen
zu ergeben, dann durch das Dividieren der Anzahl der übereinstimmenden
Positionen durch die gesamte Anzahl an Positionen in dem Fenster
zum Vergleich und das Multiplizieren der Ergebnisse mit 100, um
den Prozentsatz der Sequenzidentität zu ergeben. Eine optimale Anlagerung
von Sequenzen zum Vergleich kann ebenfalls durch computerisierte
Implementierungen bekannter Algorithmen, wie beispielsweise von
Altschul, Stephen F., Thomas L. Madden, Alejandro A. Schaffer, Jinghui
Zhang, Zheng Zhang, Webb Miller und David J. Lipman (1997), „Gapped
BLAST and PSI-BLAST: a new generation of Protein database search
programs", Nucleic
Acids Res. 25: 3389–3402,
durchgeführt
werden. Es gibt auch Algorithmen, die Fachleuten auf dem Gebiet
verfügbar
sind, die eine Berechnung der prozentualen Sequenzidentität zwischen
Polynucleotidsequenzen ermöglichen.
Die Variante kann sich von dem Protein, welches in SEQ ID Nr. 14
wiedergegeben ist, insbesondere durch konservative Substituierungen,
unterscheiden. Diese konservativen Substitutionen sind wie oben
beschrieben.
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Die
vorliegende Erfindung wird nun durch die folgenden, nicht beschränkenden
Beispiele unter Bezugnahme auf die folgenden Figuren und die Sequenzliste
beschrieben, worin:
- SEQ ID Nr. 1 = 12423 = Glu-Cat-SSU-srtI-Nos-Glu-Cat-Psy
(Mais-gb)-nos
- SEQ ID Nr. 2 = 12421 = Glu-Cat-SSU-crtI-Nos-Glu-Cat-Psy (Mais-E1B)-nos
- SEQ ID Nr. 3 = 12422 = Glu-SSU-crtI-Nos-Glu-Psy (Mais-E1B)-nos
- SEQ ID Nr. 4 = 12424 = Glu-SSU-crtI-Nos-Glu-Psy (Mais-gb)-nos
- SEQ ID Nr. 5 = Glu-Cat-SSU-crtI-Nos-Glu-Cat-Psy (Mais)-nos
- SEQ ID Nr. 6 = 11586 = Glu-Cat-SSU-crtI-Nos-Glu-Cat-Psy (Reis)-nos
- SEQ ID Nr. 7 = 7651 = Glu-Cat-SSU-crtI-Nos-Glu-Cat-Psy (Paprika)-nos
- SEQ ID Nr. 8 = 7650 = Glu-Cat-SSU-crtI-Nos-Glu-Cat-Psy (Tomate)-nos
- SEQ ID Nr. 9 = Glu-Cat-SSU-crtI-Nos-Glu-Cat-SSU-Psy (crtB)-nos
- SEQ ID Nr. 10 = Phytoen-Synthase gb (Mais)
- SEQ ID Nr. 11 = Phytoen-Synthase (Mais) von SEQ ID Nr. 5 oben
- SEQ ID Nr. 12 = Phytoen-Synthase E1B (Mais)
- SEQ ID Nr. 13 = Phytoen-Synthase (Reis)
- SEQ ID Nr. 14 = Phytoen-Synthase (Reis) PROTEIN
- SEQ ID Nr. 15 = Phytoen-Synthase (Paprika)
- SEQ ID Nr. 16 = Phytoen-Synthase (Tomate)
- SEQ ID Nr. 17 = Phytoen-Synthase (Erwinia crtB)
- SEQ ID Nr. 18 = Carotin-Desaturase (Erwinia crtI), verwendet
in SEQ ID Nr. 1–4
- SEQ ID Nr. 19 = Carotin-Desaturase (Erwinia crtI)
- SEQ ID Nr. 20 = der in Samen bevorzugte Glutelin-Promotor
- SEQ ID Nr. 21 = der in Samen bevorzugte Prolamin-Promotor
- SEQ ID Nr. 22 = Intron aus dem Catalasegen
- SEQ ID Nr. 23 = Transitpeptid (kleine Untereinheit Rubisco)
- SEQ ID Nr. 24 = Transkriptions-Beendigungsbereich des Nopalin-Synthase-Gens
- SEQ ID Nr. 25 = Transkriptions-Beendigungsbereich aus 35S CaMV
- SEQ ID Nr. 26 = Transkriptions-Beendigungsbereich des Proteinase-Inhibitors
der Kartoffel
- SEQ ID Nr. 27 = Carotin-Desaturase (Tomate)
- SEQ ID Nr. 28 = Carotin-Desaturase (Paprika)
- SEQ ID Nr. 29 = Carotin-Desaturase (Mais)
- SEQ ID Nr. 30 = Carotin-Desaturase (Reis)
- SEQ ID Nr. 31 = Zeta-Carotin-Desaturase (Tomate)
- SEQ ID Nr. 32 = Zeta-Carotin-Desaturase (Paprika)
- SEQ ID Nr. 33 = Zeta-Carotin-Desaturase (Mais)
- SEQ ID Nr. 34 = Zeta-Carotin-Desaturase (Reis)
- SEQ ID Nr. 35 bis 38 = Primer
- Glu = der in
Samen bevorzugte Glutelin-Promotor
- Pro = der in Samen bevorzugte Prolamin-Promotor
- Cat = Intron des Catalase-Gens
- SSU = Transitpeptid (kleine Untereinheit Rubisco)
- CrtI = Carotin-Desaturase aus Erwinia
- Pds = Carotin-Desaturase (die Quelle wird in Klammern angegeben)
- Psy = Phytoen-Synthase (Quelle angegeben in Klammern)
- Zds = Zeta-Carotin-Desaturase
- Pds = Phytoen-Desaturase
- Nos = Transkriptions-Beendigungsbereich des Nopalin-Synthase- Gens
- 35S Term = Transkriptions-Beendigungsbereich aus 35S CaMV
- PotP1-II Term = Transkriptions-Beendigungsbereich des Proteinase-Inhibitors
der Kartoffel
-
1 =
Teil des Carotinoid-Biosynthesewegs ausgehend von GGPP (Geranylgeranyldiphosphat).
-
2 =
Konstrukt pPRP0117.
-
Beispiele
-
Allgemeine
molekularbiologische Verfahren werden gemäß Sambrook et al. (1989), Molecular
Cloning: A laboratory Manual, 2. Ausgabe. Cold Spring Harbour Lab.
Press, durchgeführt.
-
1.0 Konstruktion binärer Pflanzenvektoren
-
Die
Referenzen der Gensequenzen unten werden angegeben, so, wie sie
in der EMBL-Datenbank aufgelistet sind. Diese Datenbank wird von
dem European Bioinformatics Institute (Patricia Rodriguez-Tomé, Peter
J. Stoehr, Graham N. Cameron und Tomas P. Flores, „The European
Bioinformatics Institute (EBI) databases", Nucleic Acids Res. 24: (6–13), 1996,
www.ebi.ac.uk) gepflegt und verteilt.
-
Ein
auf pUC basierender Vektor pPRP0117 (2) wurde
zur Klonierung aller Pflanzentransformationsvektoren verwendet.
Dieser enthält
die Nucleotide –806
bis +33 des Reisglutelin-Gens
als Promotor (Y00687), das erste Intron des Catalase-1-Gens aus der Castorbohne,
welches verändert
wurde, um die ATG-Sequenz zu entfernen, eine gus-kodierende Region
und einen nos-Terminator. Die gus-kodierende Sequenz wurde durch
einen Verdau von pPRP0117 mit NcoI und SfiI entfernt und ersetzt
durch die kodierenden Regionen der Carotinoid-Phytoen-Synthasegene oder Phytoen-Desaturasegene,
oder als eine gus::nos Cassette durch den Verdau von pPRP0117 mit
NcoI und PacI entfernt und ersetzt durch die Carotinoid-kodierende Region/nos-Terminatorfusion,
welche unten beschrieben ist.
-
1.1 Konstruktion des pPRP0117 + crtI-Vektors
-
Eine
Kassette des Signalpeptids der kleinen Untereinheit der Erbsenribulosebiphosphatcarboxylase (SSU)
(X00806), welche mit der bakteriellen Phytoen-Desaturase CrtI (D90087)
und einem nos-Terminator fusioniert ist, wurde in die NcoI- und
PacI-Schnittstellen von pPRP0117 kloniert. Die crtI-Sequenz in den
Konstrukten 7651, 7650 und 11586 hat 9 zusätzliche Nucleotide (3 Alanine),
welche nach dem ersten ATG inseriert sind, um die NotI-Restriktionsschnittstelle
zu Klonierungszwecken einzuschließen.
-
1.2 Konstruktion des binären pJH0104HygCrtI-Vektors
-
Die
SgfI Gt::Intron::SSUcrtI::nos-Kassette wurde in die PacI-Schnittstelle des
binären
Vektors pJH0104 + Hyg kloniert (welcher ein Hygromycinresistenzgen
für die
Antibioticaselektion enthält),
um das Konstrukt pJH0104HygSSUCrtI zu ergeben.
-
1.3 Paprika psy + crtI-Konstrukt 7651
-
Das
Catalase-Intron und das Paprika-psy (X68017) wurden separat mittels
PCR unter Verwendung von Primern amplifiziert, die beide Sequenzen überlappen,
und dann mittels rekombinanter PCR fusioniert und in die EcoRI-
und SfiI-Schnittstellen von pPRP0117 kloniert. Die Gt::Intron::Paprika
psy::nos-Kassette wurde mittels SgfI-Verdau gewonnen und in die PacI-Schnittstelle
von pJH0104HygCrtI kloniert, um das Konstrukt 7651 zu ergeben.
-
1.4 Tomaten psy + crtI-Konstrukt 7650
-
Das
Catalase-Intron und das Tomaten-psy (Y00521) wurden separat mittels
PCR unter Verwendung von Primern amplifiziert, die beide Sequenzen überlappen,
und dann mittels rekombinanter PCR fusioniert und in die EcoRI-
und SfiI-Schnittstellen von pPRP0117 kloniert. Die Gt::Intron::Tomate
psy::nos-Kassette wurde mittels SgfI gewonnen und in die PacI-Schnittstelle
von pJH0104HygCrtI kloniert, um das Konstrukt 7650 zu ergeben.
-
1.5 Reis psy + crtI-Konstrukt 11586
-
PolyA
mRNA wurde aus Reisblättern
(Asanohikari) extrahiert. Die Synthese des ersten Strangs der Reis-psy
cDNA wurde unter Verwendung des Antisense-Primers 5' cgtcggcctgcatggccctacttctggctatttctcagtg 3' (SEQ ID Nr. 35)
synthetisiert und cDNA wurde dann durch PCR-Amplifikation mit diesem Antisense-Primer und
dem Sense-Primer
5' ctgtccatggcggccatcacgctcct
3' (SEQ ID Nr. 36)
erhalten. Diese wurde mit NcoI und SfiI verdaut und in pPRP0117
kloniert. Das Gt::Intron::Reis psy::nos-Fragment wurde dann in den
binären
Vektor pJH0104Hyg transferiert. Eine HindIII/PacI Gt::Intron::SSUcrtI::nos-Kassette
wurde an den Enden geglättet und
in die PmeI-Schnittstelle des pJH0104Hyg Reis-psy-Vektors kloniert,
um das Konstrukt 11586 zu ergeben.
-
1.6 Mais psy (E1B) + crtI-Konstrukt 12421
-
PolyA
mRNA wurde aus Maisblättern
extrahiert. Die Synthese des ersten Strangs der Mais-psy (Sequenz
bezeichnet als „E1B") cDNA wurde unter
Verwendung des Antisense-Primers 5' cgatggcctgcatggccctaggtctggccatttctcaatg
3' (SEQ ID Nr. 37)
synthetisiert und cDNA wurde dann mittels PCR-Amplifikation mit diesem Antisense-Primer
und dem Sense-Primer
5' taggataagatagcaaatccatggccatcata
3' (SEQ ID Nr. 38)
erhalten. Diese wurde mit NcoI und mit SfiI verdaut und dann in
die NcoI- und SfiI-Schnittstellen von pPRP0117 basierenden Vektoren
kloniert. Die Gt::Intron::Mais psy::nos-Kassette wurde mittels HindIII-/PacI-Verdau
gewonnen und in einen binären
Vektor kloniert, der die Gt::Intron::SSUcrtI::nos-Kassette enthält, um das
Konstrukt 12421 zu ergeben.
-
1.7 Mais-psy (E1B) + crtI-Konstrukt 12422
-
Der
Vektor mit der Gt::Intron::Mais psy::nos-Kassette in dem pPRP0117-Hintergrund
(aus der Konstruktion von 12421 oben) wurde mit den Restriktionsenzymen
verdaut, die das Intron flankieren, gefolgt von einer Religierung
des Vektors, um das Catalase-Intron zu entfernen. Die Gt:Mais psy::nos-Kassette
wurde mittels HindIII-/PacI-Verdau entfernt und in einen binären Vektor
kloniert, welcher eine Gt:SSUcrtI::nos-Kassette enthält, um das Konstrukt 12422
zu ergeben.
-
1.8 Mais psy + crtI-Konstrukt 12423
-
Die
Y1-Mais-psy (U32636) cds-Sequenz wurde mit NcoI- und SfiI-Restriktions-Verdau-Stellen,
die an die 5'- bzw.
3'-Enden angefügt waren,
synthetisiert. Dieses wurde in die NcoI- und SfiI-Schnittstellen
des auf pPRP0117 basierenden Vektors kloniert. Die Gt::Intron::Mais
psy::nos-Kassette wurde mittels HindIII-/PacI-Verdau entfernt und
in einen binären
Vektor kloniert, der eine Gt::Intron::SSUcrtI::nos-Kassette enthält, um das
Konstrukt 12423 zu ergeben.
-
1.9 Mais-psy + crtI-Konstrukt 12424
-
Der
Vektor mit der Gt::Intron::Mais psy::nos-Kassette in dem pPRP0117
Hintergrund (aus der Konstruktion von 12423 oben) wurde mit den
Restriktionsenzymen verdaut, die das Intron flankieren, gefolgt
von einer Relegierung des Vektors, um das Catalase-Intron zu entfernen.
Die Gt::Intron psy::nos-Kassette
wurde mittels HindIII-/PacI-Verdau gewonnen und in einem binären kloniert,
der die Gt::SSUcrtI::nos-Kassette enthält, um das Konstrukt 12424
zu ergeben.
-
2.0 Konstruktion von Vektoren zur Pflanzentransformation
-
Wenn
Vektoren für
die Pflanzentransformation bereitgestellt werden, welche Agrobacterium
verwenden, ist es bevorzugt, dass die Sequenzen gemäß der Erfindung
zwischen die Grenzbereiche einer einzelnen TDNA-Region inseriert
werden. Agrobacterium kann gemäß Verfahren
transformiert werden, die Fachleuten auf dem Gebiet gut bekannt
sind und/oder durch die hier beschriebenen Verfahren.
-
3.0 Transformation von Reis
-
Auf
Grundlage des Protokolls, das von Hiei et al. (1994 The Plant Journal,
6 (2), 271–282)
veröffentlicht
wurde. Die Schlüsselmodifizierung
schließt
die Verwendung eines supervirulenten Stammes in Kombination mit
einem binären
Standard-Vektor ein.
-
Das
grundlegende Verfahren ist wie folgt:
Reife Reissamen (Asanohikari)
werden enthülst
und die Oberfläche
mit 70% Ethanol für
eine Minute, gefolgt von 4% Natriumhypochlorid + Tween für 30 Minuten
sterilisiert. Die Samen werden dann in Callus-Induktionsmedium (CIM)
(N6-Salze, N6-Vitamine, 30 g/l Saccharose, 1 g/l Caseinhydrolysat,
2 mg/l 2,4-D, pH 5,8, 4 g/l Gelrite) ausgesät und bei 30°C in die
Dunkelheit gestellt. Nach drei Wochen werden embryogene Calli isoliert und
auf CIM ausplattiert und unter gleiche Bedingungen gehalten. Zum
gleichen Zeitpunkt werden Agrobacterium-Kulturen (AGL1-Stamm plus
binär)
durch Verteilen eines Inoculums auf LB-Platten plus Kanamycin (50 mg/l)
etabliert. Nach drei Tagen wird Agrobacterium von der Platte abgekratzt
und in AA1 + AS (AA-Salze, B5-Vitamine, AA-Aminosäuren, 68,5
g/l Saccharose, 36 g/l Glucose, 0,5 g/l Caseinhydrolysat, 100 μM Acetosyringon,
pH 5,2) resuspendiert bei einer optischen Dichte von 0,1 bei 600
nm. Die embryogenen Calli werden für 10 Minuten mit der Agrobacterium-Lösung inokuliert,
worauf die Calli auf Platten aus R2COMAS (R2 Mikrosalze, 1/2 R2
Makrosalze, B5-Vitamine, 20 g/l Saccharose, 10 g/l Glucose, 1 g/l
Caseinhydrolysat, 2 mg/l 2,4-D, 100 μM Acetosyringon, pH 5,2) ausgebreitet
und in der Dunkelheit bei 26°C
aufbewahrt werden. Nach drei Tagen werden die Calli auf Selektionsmedium überführt (N6-Salze,
N6-Vitamine, 30 g/l Saccharose, 1 g/l Caseinhydrolysat, 2 mg/l 2,4-D,
300 mg/l Timentin, 50 mg/l Hygromycin, 4 g/l Gelrite, pH 5,8) und
bei Licht und 30°C
aufbewahrt. Alle folgenden Schritte werden unter den gleichen Wachstumsbedingungen
(Licht, 30°C) durchgeführt. Nach
drei Wochen werden die möglichen
transgenen Calli auf ein Präregenerationsmedium (N6-Salze
und Vitamine, 30 g/l Saccharose, 1 g/l Caseinhydrolysat, 1 mg/l
2,4-D, 300 mg/l Timentin, 50 mg/l Hygromycin, 6 g/l Gelrite, pH
5,8) überführt. Nach
zwei Wochen werden die embryonalen Calli von guter Qualität in Regenerationsmedium überführt (N6
Mikro, 1/2 N6 Makro, N6-Vitamine, AA-Aminosäuren, 20 g/l Saccharose, 1
g/l Caseinhydrolysat, 0,2 mg/l NAA, 1 mg/l Kinetin, 50 mg/l Hygromycin,
pH 5,8, Gelrite 6 g/l). Nach drei Wochen werden die regenerierten
Pflänzchen
auf Wurzelbildungsmedium regeniert (1/2 MS-Salze, 1/2 B5-Vitamine,
10 g/l Saccharose, 25 mg/l Hygromycin, pH 5,8, 8 g/l Microagar).
Nach zwei Wochen werden die Pflänzchen,
die ein robustes Wurzelsystem haben, in den Boden überführt (50%
John Innes #3, 50% Torf, 26°C,
eine 16-stündige
Fotoperiode) und mit einem Flies bedeckt, bis die Pflanzen sich
entwickelt haben.
-
4.0 Analyse der Carotinoide in Reistransformanten
-
Carotinoide
werden aus Samen extrahiert, die im reifen Zustand geerntet wurden.
Die Samen werden unter Verwendung eines TR-200 Electromotion-Rice-Husker
enthülst
und dann für
1 min. mit einem Pearlest-Polisher (Kett) enthülst. Alle weißen oder
entfärbten
Samen werden entfernt und 0,5 g der Probe wird für 2 min. unter Verwendung einer
Glen-Creston 8000 Mixer/Mill gemahlen. Insgesamt 1 g des gemahlenen
Materials pro Pflanze kann durch dieses Verfahren erhalten werden.
Dies kann vor der Extraktion von 2 × 0,5 g Portionen des Pulvers
gut zusammengemischt werden. Eine Standardverbindung kann dann zu
den Proben zur Quantifizierung der Ausbeuten hinzugegeben werden.
Astaxanthin und Echinenon sind Beispiele von Standards, die verwendet
werden können.
Proben werden mit 1 ml Wasser hydratiert und unter Verwendung eines Vortex-Gerät für einige
wenige Sekunden gemischt. 6 ml Aceton werden dann hinzugegeben und
die Proben werden für
2 min. beschallt. Die Proben werden für 5 min. bei 3.500 UpM zentrifugiert.
Die Überstände werden dekantiert
und die Proben werden zweimal mehr mit 3 ml Aceton reextrahiert,
wobei die Beschallungs/Zentrifugationsschritte zwischen den Extraktionen
wiederholt werden. Eine Extraktion mit 2 ml tert-Methylbutylether wird
durchgeführt,
einschließlich
der Beschallung/Zentrifugationsschritte und alle Überstände einer
Probe werden zusammengegeben. Das Gesamtvolumen jedes Extraktes
wird mit Aceton auf 14 ml eingestellt und der Zentrifugationsschritt
wird wiederholt. Ein 2 ml Aliquot jeder Probe wird bis zur Trockenheit
in einen Stickstoffgasstrom verdampft. Diese Aliquots werden in
75 μl Ethylacetat
erneut gelöst,
für 5–10 sec.
gevortext und dann in Amber-HPLC-Insert-Gefäßchen überführt. Die Gefäßchen werden
direkt danach versiegelt und wieder bei 3.500 UpM vor der HPLC-Analyse
zentrifugiert.
-
Die
HPLC-Quantifizierung beruht auf dem Reaktionsfaktor, der für jeden
der Referenzstandards bestimmt wurde. Die Gesamtkonzentration der
hergestellten und gelösten
Referenzstandards wird spectrophotometrisch auf Grundlage der veröffentlichten
molaren Extinktionskoeffizienten und/oder der Absorption gemessen,
die bei einer Lösung
einer 1% Konzentration gemessen wird, indem eine 1 cm Wellenlänge (A1%1 cm)
(Ref: Britton G., Liaanen-Jensen S. und Pfander H. P. (1995) Carotenoids:
Spectroscopy Vol 1B S. 57–62, Birkhauser
Verlag, Basel, ISBN 3-7643-2909-2) verwendet wird. Bei jeder Standard-Ausgangslösung wird
die Reinheit des Hauptbestandteils durch HPLC bestimmt. Bei Bestandteilen,
für die
kein Referenzstandard verfügbar
ist, z. B. verschiedene cis-Isomere, werden die quantitativen Ergebnisse
unter Verwendung des Reaktionsfaktors von β-Carotin ausgedrückt. 4.1 HPLC-Ausrüstung und Bedingungen
| Pumpe | : | Agilent
1100 Quaternary oder Binäre
Pumpe; Modell Nr. G1311A bwz. G1312A |
| Entgasungsvorrichtung | : | Agilent
1100 Degasser, Modell Nr. G1322A |
| Temperaturkontrollierter
automatischer Probenzieher | : | Agilent
1100 Automatic Liquid Sampler, Modell Nr. G1313A, ausgerüstet mit
einer automatischen Temperaturproben-Kontrolle Modell Nr. G1330A |
| Detektor | : | Agilent
1100 Diode Array Detector; Modell Nr. G1315A oder G1315B
Agilent
1100 Fluorescence Detector, Modell Nr. G1321A (nur für die Tocopherol-Analyse) |
| Säulenofen | : | Agilent
1100 Column Compartment; Modell Nr. G1316A |
| Instrumentenbedingungen | | |
| Säule | : | YMC
C30 3 μm
Partikel in 25 cm × 4,6
mm ID Edelstahlsäule
+ 1 cm × 4
mm 5 μm
YMC C30 Guard Column |
| Säulentemperatur | : | 25°C |
| Probentemperatur | : | 4°C |
| Mobile
Phase | : | Lösungsmittel
A = MeOH/H2O/tert-Buylmethylether (TMBE) + 1,3 mM NH4-Acetat (70/25/5 v/v)
Lösungsmittel
B = MeOH/H2O/TBME + 1,3 mM NH4-Acetat
(7/3/90 v/v) |
| Stopp-Zeit | | 30
min. |
| Post-Zeit | | 0
min. |
| Fließrate | | 1
ml min–1 |
| Injektionsvolumen | | 25 μl in Ethylacetat |
Gradientenbedingungen (6%/min.)
| Zeit
(min.) | A% | B% |
| | MeOH/H2O/TBME + 1,3 mM NH4-Acetat
(70/25/ v/v) | MeOH/H2O/TBME + 1,3 mM NH4-Acetat
(7/3/90 v/v) |
| 0 | 95 | 5 |
| 15,83 | 0 | 100 |
| 22 | 0 | 100 |
| 24 | 95 | 5 |
| 30 | 95 | 5 |
-
5.0 Ergebnisse der HPLC-Quantifizierung
der Carotinoide
-
Die
Ergebnisse der Reispflanzen, die mit dem Konstrukt 11586 transformiert
sind (das Konstrukt, das in 1.5 oben beschrieben worden ist):
| Probenidentität | μg/g Trockengewicht
Endosperm |
| Wildtyp | 0,05 |
| 11586-10 | 4,19 |
| 11586-7 | 6,11 |
| 11586-25 | 6,32 |
| 11586-15 | 7,55 |
| 11586-30 | 7,69 |
| 11586-28 | 9,05 |
| 11586-14 | 11,82 |
| 11586-20 | 12,82 |
| 11586-1 | 13,29 |
| 11586-12 | 18,59 |
| Sequenz
ID Nr. | Bestandteile | μg/g Trockengewicht
Endosperm |
| 7 | crtI
+ Paprika psy | > 3 |
| 8 | crtI
+ Tomate psy | > 3 |
| 9 | crtI
+ crtB | > 5 |
| - | Nicht
transformierte Kontrolle | 0 |
- 6.0 Transformation von Reis-Verfahren,
das zur Transformation von Reis mit Agrobacterium verwendet wird,
welches die Konstrukte 12421, 12422, 12423 und 12424 umfasst (Konstrukte,
die in den Beispielen 1.6, 1.7, 1.8 bzw. 1.9 beschrieben sind).
-
In
diesem Beispiel wird Reis (Oryza sativa) zur Erzeugung transgener
Pflanzen verwendet. Verschiedene Reiskultivare können verwendet werden (Hiei
et al., 1994, Plant Journal 6: 271–282; Dong et al., 1996, Molecular
Breeding 2: 267–276;
Hiei et al., 1997, Plant Molecular Biology, 35: 205–218). Auch
die verschiedenen Medienbestandteile, die unten beschrieben sind,
können
entweder in der Konzentration variieren oder substituiert werden.
Embryogene Reaktionen werden iniiziiert und/oder die Kulturen werden
etabliert aus reifen Embryonen durch die Kultivierung auf MS-CIM-Medium
(MS Basalsalze, 4,3 g/l, B5-Vitamine (200×), 5 ml/l; Saccharose, 30
g/l; Prolin, 500 mg/l; Glutamin, 500 mg/l; Caseinhydrolysat, 300
mg/l; 2,4-D (1 mg/ml), 2 ml/l; Einstellen auf den pH-Wert von 5,8
mit 1 N KOH; Phytagel, 3 g/l). Entweder reife Embryonen in den anfänglichen
Stadien der Kulturreaktion oder etablierte Kulturlinien werden inokuliert
und mit dem Agrobacterium-Stamm LBA4404 co-kultiviert, der die gewünschte Vektorkonstruktion
enthält.
-
Agrobacterium
wird aus Glycerol-Stocks auf festem YPC-Medium (100 mg/l Spectinomycin
und irgendein anderes geeignetes Antibioticum) für ungefähr 2 Tage bei 28°C kultiviert.
Agrobacterium wird in flüssigem
MS-CIM-Medium resuspendiert. Die Agrobacterium-Kultur wird auf eine
OD von 600 von 0,2–0,3
verdünnt
und Acetosyringon wird bis zu einer Endkonzentration von 200 μM hinzugegeben.
Agrobacterium wird mit Acetosyringon vor dem Mischen der Lösung mit
den Reiskulturen induziert. Für
die Inokulierung werden die Kulturen in der bakteriellen Suspension
getränkt.
Die flüssige
Bakteriensuspension wird entfernt und die inokulierten Kulturen
werden auf Co-Kultivierungsmedium
gegeben und für
zwei Tage bei 22°C
inkubiert. Die Kulturen werden dann auf MS-CIM-Medium mit Ticarcillin
(400 g/l) überführt, um
das Wachstum von Agrobacterium zu inhibieren. Für Konstrukte, die das PMI-Selektions-Markergen
benutzen (Reed et al., In Vitro Cell. Dev. Biol.-Plant 37: 127–132), werden
Kulturen auf Selektionsmedium, welches Mannose als Kohlenhydratquelle
enthält
(MS mit 2% Mannose, 300 mg/l Ticarcillin) nach 7 Tagen überführt, und
für 3–4 Tage
in Dunkelheit kultiviert. Resistente Kolonien werden dann auf Regenerations-Induktionsmedium
transferiert (MS ohne 2,4-D, 0,5 mg/l IAA, 1 mg/l Zeatin, 200 mg/l
Timentin, 2% Mannose und 3% Sorbitol) und in der Dunkelheit für 14 Tage
gezüchtet.
Proliferierende Kolonien werden dann für eine weitere Runde in Regenerations-Induktionsmedium überführt und
in einen belichteten Wachstumsraum gestellt. Die regenerierten Schösslinge
werden in GA7-1 Medium (MS ohne Hormone und 2% Sorbitol) für 2 Wochen überführt und
dann in das Treibhaus überführt, wenn
sie groß genug
sind und geeignete Wurzeln haben. Die Pflanzen werden in den Boden
des Treibhauses transplantiert und bis zur Reife gezüchtet.
- 7.0 Verfahren zur Extraktion/Quantifizierung
von Carotinoiden – für Pflanzen,
die gemäß Beispiel
6.0 transformiert wurden
(a) Die Probe wird mit einem Geno/Grinder
für 40
Sekunden bei 1.600 UpM gemahlen.
(b) Entsprechende Mengen an
homogenisierter Probe (0,1 g) werden in ein geeignetes Extraktionsgefäß eingewogen
(z. B. ein 2 ml Mikrozentrifugenröhrchen), das Probengewicht
wird aufgezeichnet.
(c) Die Proben werden mit Wasser (200 μl) hydratiert
und für
ungefähr
2–3 Sekunden
gevortext, dann für ungefähr 10 min.
stehen gelassen.
(d) Aceton (1,2 ml) wird zu der Probe zugegeben.
(e)
Ultrabeschallung der Probe für
5 Minuten.
(f) Zentrifugieren der Probe für 3 Minuten bei 6.000 UpM,
dann Überführung des Überstandes
in ein anderes geeignet großes
Röhrchen.
(g)
Schritte (d) bis (f) werden wiederholt und mit dem vorherigen Extrakt
kombiniert.
(h) Schritte (d) bis (f) werden mit tert-Butylmethylether
(400 μl)
wiederholt und dann mit Acetonextrakten kombiniert.
(i) Alle
der kombinierten Extrakte werden in ein Röhrchen der geeigneten Größe überführt und
bis zur Trockenheit in einem Stickstoffgasstrom verdampft.
(j)
Proben werden in 2 ml Ethylacetat + 0,5% BHT erneut gelöst, gevortext
oder für
5–10 Sekunden
ultrabeschallt und dann bei 3.500 UpM für 5 Minuten vor der HPLC-Analyse
zentrifugiert.
(k) Absorption bei der Wellenlänge 450
nm wird gemessen mit einem Spectrophotometer für alle Proben, und die gesamte
Carotinoid-Konzentration wird basierend auf einem ε-Wert von
124865 berechnet.
8.0 Ergebnisse des Verfahrens des Beispiels
7.0 | Konstrukt | Proben-ID | Berechnete
Carotinoide (μg/g) |
| 12421 | RIGQ2003001046A4A | 48,7 |
| 12421 | RIGQ2003001063A43A | 42,7 |
| 12421 | RIGQ2003001063A4A | 36,9 |
| 12421 | RIGQ2003001063A99A | 31,4 |
| 12421 | RIGQ2003001063A59A | 30 |
| 12421 | RIGQ2003001063A75A | 28,7 |
| 12421 | RIGQ2003001048A3A | 28,5 |
| 12421 | RIGQ2003001050A23A | 28 |
| 12421 | RIGQ2003001050A13A | 26,8 |
| 12421 | RIGQ2003001048A25A | 26,8 |
| 12421 | RIGQ2003001048A61A | 26,1 |
| 12421 | RIGQ2003001049A46A | 23,4 |
| 12421 | RIGQ2003000993A63A | 21,7 |
| 12421 | RIGQ2003001049A43A | 20,6 |
| 12421 | RIGQ2003001049A26A | 10,5 |
| 12421 | RIGQ2003001050A18A | 5,7 |
| Konstrukt | Proben-ID | Berechnete
Carotinoide (μg/g) |
| 12422 | RIGQ2003001045A30A | 58,8 |
| 12422 | RIGQ2003001045A51A | 54 |
| 12422 | RIGQ2003000995A29A | 43,6 |
| 12422 | RIGQ2003000995A31A | 43,1 |
| 12422 | RIGQ2003001043A10A | 42,4 |
| 12422 | RIGQ2003001043A8A | 42 |
| 12422 | RIGQ2003000995A19A | 41,9 |
| 12422 | RIGQ2003000995A17A | 40,9 |
| 12422 | RIGQ2003001060A23A | 37,2 |
| 12422 | RIGQ2003001052A56A | 35 |
| 12422 | RIGQ2003001051A75A | 32 |
| 12422 | RIGQ2003001045A68A | 30,6 |
| 12422 | RIGQ2003001045A86A | 29,8 |
| 12422 | RIGQ2003001045A49A | 29,2 |
| 12422 | RIGQ2003001060A25A | 28,9 |
| 12422 | RIGQ2003001051A64A | 26,4 |
| 12422 | RIGQ2003001051A34A | 25,2 |
| 12422 | RIGQ200300094A7A | 22,8 |
| 12422 | RIGQ2003001045A74A | 20,3 |
| 12422 | RIGQ2003001051A46A | 16,6 |
| 12422 | RIGQ2003000995A7A | 13,8 |
| 12422 | RIGQ2003000995A26A | 8,1 |
| 12422 | RIGQ2003000995A41A | 6,8 |
| 12422 | RIGQ2003000995A8A | 3,8 |
| Konstrukt | Proben-ID | Berechnete
Carotinoide (μg/g) |
| 12423 | RIGQ2003001097A42A | 52,80 |
| 12423 | RIGQ2003001097A15A | 50,40 |
| 12423 | RIGQ2003001097A41A | 48,00 |
| 12423 | RIGQ2003001114A10A | 44,20 |
| 12423 | RIGQ2003001099A8A | 40,00 |
| 12423 | RIGQ2003001098A2A | 28,80 |
| 12423 | RIGQ2003001099A42A | 26,00 |
| 12423 | RIGQ2003001097A30A | 24,00 |
| 12423 | RIGQ2003001186A80A | 23,30 |
| 12423 | RIGQ2003001097A18A | 21,60 |
| 12423 | RIGQ2003001099A60A | 17,60 |
| 12423 | RIGQ2003001098A5A | 17,40 |
| 12423 | RIGQ2003001097A44A | 12,00 |
| Konstrukt | Proben-ID | Berechnete
Carotinoide (μg/g) |
| 12424 | RIGQ2003001121A60A | 51,9 |
| 12424 | RIGQ2003001121A20A | 51,8 |
| 12424 | RIGQ2003001093A11A | 40 |
| 12424 | RIGQ2003001094A85A | 37,8 |
| 12424 | RIGQ2003001093A58A | 27,3 |
| 12424 | RIGQ2003001118A84A | 26 |
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Obwohl
die Erfindung mit Hilfe der oben angegebenen Beispiele und der darin
angegebenen Sequenzlisten und Figuren beschrieben worden ist, ist
klar, dass Modifizierungen und Veränderungen durchgeführt werden
können,
welche innerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung bleiben. Referenzen:
| Name | Datenbank
Zugangs-Nr. | Beschreibung | Referenz |
| Glutelin1 | NCBI
D00584,
EMBL Y00867 | Reis,
Promotor eines Reissamen-Speicherproteins | Takaiwa,
F.; Ebinuma, H; Kikuchi, S.; Oono, K; Nucleotide sequence of a rice
glutelin gene, FEBS Lett. 221: 43 (1987) |
| Prolamin | D73383
D73384 | Reis,
Promotor eines Reissamen-Speicherproteins | Nakase,
M.; Yamada, T.; Kira, T.; Yamaguchi, J.; Aoki, N.; Nakamura, R.; Matsuda,
T.; Adachi, T.; The same nuclear Proteins bind to the 5'-flanking regions
of genes for the rice seed storage protein: 16 kDa albumin, 13 kDa
prolamin and type II glutelin. Plant Mol. Biol. 32: 621–630 (1996) |
| Prolamin | M23746 | Reis,
Promotor eines Reissamen-Speicherproteins | Kim,
W. T.; Ikita, T. W.; Structure, expression, and heterogeneity of
the rice seed prolamines Plant Physiol. 88: 649 (1988) |
| Erstes
Intron des Catalasegens | D21161 | Castorbohne | Suzuki,
M.; Ario, T.; Hattori, T.; Nakamura, K.; Isolation and characterization
of two tightly linked catalase genes from castor bean that are differentially
regulated Plant Mol. Biol. 25: 507 (1994) |
| SSU | X00806 | Erbse,
Signalpeptid der kleinen Untereinheit von Rubisco | Coruzzi,
G.; Broglie, R.; Edwards, C.; Chua, N. H.; Tissue-specific and light-regulated
expression of a pea nuclear gene encoding the small subunit of ribulose-1,5-bisphosphate
carboxylase EMBO J. 3: 1671 (1984) |
| SSU | X04334 | Erbse,
kleines Signalpeptid der Untereinheit von Ribulosebisphosphatcarboxylase | Fluhr,
R.; Moses, P.; Morelli, G.; Coruzzi, G.; Chua, N. H.; Expressio dynamics
of the pea rbcS multigene family and organ distribution of the transcripts
EMBO J. 5: 2063 (1986) |
| Mais-psy | U32636 | Mais-Phytoen-Synthase-Gen | Buckner,
B.; miguel, P. S.; Janick-Buckner, D.; Bennetzen, J. L.; The y1 gene
of maize codes for phytoene synthase Genetics 143 (1): 479 (1996) |
| Paprika-psy | X68017 | Paprika-Phytoen-Synthase-Gen | Romer,
S.; Hugueney, P.; Bouvier, F.; Camara, B.; Kuntz, M.; Expression
of the genes encoding the early carotenoid biosynthetic enzymes
in Capsicum annuum Biochem. Biophys. Res. Commun. 196: 1414 (1993) |
| Tomaten-psy | Y00521 | Tomaten-Phytoen-Synthase-Gen | Ray,
J.; Bird, C. R.; Maunders, M.; Grierson, D.; Schuch, W.; Sequence
of ptom 5 a ripening related cDNA from tomato Nucleic Acids Res.
15: 10587 (1987) |
| Narzissen-psy | X78814 | Narzissen-Phytoen-Synthase-Gen | Schledz,
M.; Ali Babili, S.; Lintig, J.; Haubruck, H.; Rabbani, S.; Kleing, H.;
Beyer, P.; Phytoene synthase from Narcissus pseudonarcissus: functional,
expression, glactolipid requirement, topological dsitribution in chromoplasts
and induction during flowering Plant J. 10: 781 (1996) |
| CrtB | D90087 | Erwinia
uredovora Phytoen-Synthase | Misawa,
N.; Nakagawa, M.; Kobayashi, K.; Yamano, S.; Izawa, Y.; Nakamura,
K.; Harashima, K.; Elucidation of the Erwinia uredovora carotenoid
biosynthetic pathway by functional analysis of gene products expressed
in Escherichia coli J. Bacteriol. 172: 6704 (1990) |
| CrtI | D90087 | Erwinia
uredovora Phytoen-Desaturase | Misawa,
N.; Nakagawa, M.; Kobayashi, K.; Yamano, S.; Izawa, Y.; Nakamura,
K.; Harashima, K.; Elucidation of the Erwinia uredovora carotenoid
biosynthetic pathway by functional analysis of gene products expressed
in Escherichia coli J. Bacteriol. 172: 6704 (1990) |
| Nos | AJ237588 | Agrobacterium
tumefaciens Ti-Plasmid | |
| Phytoen-Desaturase | M88683 | Tomate | Giuliano,
G.; Bartley, G. E.; Scolnik, P. A.; Regulation of carotenoid biosynthesis
during tomato development Plant Cell 5 (4): 379 (1993) |
| Phytoen-Desaturase | X6858 | Paprika | Hugueney,
P.; Roemer, S.; Kuntz, M.; Camara, B.; Characterization and molecular
cloning of a flavoprotein catalyzing the synthesis of phytofluenen
and zeta-carotene in
Capsicum chromoplasts Eur. J. Biochem. 209: 399 (1992) |
| Phytoen-Desaturase | U37285 | Mais | Li,
Z. H.; Matthews, P. D.; Burr, B.; Wurtzel, E. T.; Cloning and characterization
of a maize cDNA encoding phytoene desaturase, an enzyme of the carotenoid
biosynthetic pathway Plant Mol. Biol. 30 (2): 269 (1996) |
| Phytoen-Desaturase | AF049356 | Reis | Vigneswaran,
A.; Wurtzel, E. T.; A Rice cDNA Encoding Phytoene Desaturase (Accession
No. AF049356) (PGR99-131) Plant Physiol. 121 (1): 312 (1999) |
| ZDS | AF105507 | Tomate | Bartley,
G. E.; Ishida, B. K.; Zeta-carotene desaturase (Accession No. AF195507)
from tomato (PGR99-181) Plant Physiol. 121 (4): 1383 (1999) |
| ZDS | X89897 | Paprika | Albrecht,
M.; Klein, A.; Huguencey, P.; Sandmann, G.; Kuntz, M.; Molecular
cloning and functional expression in E. coli of a novel plant enzyme
mediating zeta-carotene desaturation FEBS Lett. 372: 199 (1995) |
| ZDS | AF047490 | Mais | Luo,
R.; Wurtzel, E. T.; A Maize cDNA Encoding Zeta Carotene Desaturase
(Accession No. AF047490). (PGR99-118) Plant Physiol. 120 (4): 1206 (1999) |
| ZDS | AF054629 | Reis | |
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