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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Radar-Höhenmesser
und insbesondere einen Radar-Höhenmesser
mit einer Vorwärts-Entfernungsmeßfähigkeit.
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Die
ordnungsgemäße Navigation
eines Flugzeugs in allen Phasen seines Flugs basiert zu einem großen Ausmaß auf der
Fähigkeit,
das Gelände
zu bestimmen, über
das es fliegt, und basiert weiterhin auf der Fähigkeit, eine Position des
Flugzeugs zu bestimmen. In dieser Hinsicht werden Flugzeuginstrumentierung,
Sensoren, Radarsysteme und spezifisch Radar-Höhenmesser in Kombination mit
präzisen elektronischen
Geländekarten
verwendet. Die elektronischen Geländekarten liefern die Höhe von Objekten
auf der Karte und helfen zusammen mit dem Radar-Höhenmesser
bei dem Flug und der Planung eines Flugwegs für das Flugzeug.
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Als
solches sind Radar-Höhenmesser üblicherweise
innerhalb eines Flugzeugs implementiert. Ein Radar-Höhenmesser enthält in der
Regel einen Sender zum Anlegen von Impulsen elektromagnetischer
Energie in regelmäßigen Intervallen
an eine Antenne, die dann die Energie in Form eines Sendestrahls
in Richtung der Erdoberfläche
abstrahlt. Es wird manchmal gesagt, daß ein Sendestrahl von einem
Radar einen Bereich "beleuchtet" oder "anmalt", der den Sendestrahl
reflektiert. Auf der Basis einer Konfiguration der Antenne enthält der Sendestrahl eine
Hauptkeule und eine oder mehrere Nebenkeulen, die durch einen Winkel
von der Hauptkeule getrennt sind.
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Der
Radar-Höhenmesser
enthält
weiterhin einen Signalempfänger,
der Informationsimpulse empfängt,
manchmal als ein Echo- oder als ein Informationssignal bezeichnet.
Informationsimpulse werden an einer Empfangsantenne empfangen und
stellen Sendestrahlen dar, die von der Erdoberfläche reflektiert worden sind.
Bekannterweise verwenden einige Radar-Höhenmesser Antennen sowohl für das Senden
als auch das Empfangen. Ein Servo-Tracker mit Regelkreis zum Messen
des Zeitintervalls zwischen dem gesendeten Impuls und seinem assoziierten
Informationsimpuls bildet ebenfalls einen Teil des Radar-Höhenmessers.
Das Zeitintervall zwischen dem Sendeimpuls und dem Informationsimpuls
steht in direkter Beziehung zu der Höhe des Flugzeugs.
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Es
existieren jedoch weiterhin Probleme mit kontrollierten Flügen in ein
bestimmtes Gelände.
Beispielsweise ist es manchmal erforderlich, daß Flugzeuge in sehr geringen
Höhen fliegen.
Das Fliegen in sehr geringer Höhe
erhöht
die Wahrscheinlichkeit, daß sich
bestimmte Geländemerkmale
vor dem Flugzeug, in dem Flugweg, anstatt sicher unter dem Flugzeug
befinden, wie dies bei normalen Flughöhen der Fall ist.
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Aus
Dokument US-A-2,630,283 und aus US-A-3,185,984 ist bekannt, Nebenkeuleninformationen
eines Voraussichtradars zur Anzeige der Höhe oder lichten Höhe zu verwenden.
Die von Bodeninformationen stammenden Nebenkeulensignale werden durch
ihre frühe
Rückkehr
identifiziert, wobei angenommen wird, daß die von dem Hauptstrahl detektierten
Informationssignale von den vorausliegenden Hindernissen später ankommen
als die über
die Nebenkeule detektierten Bodeninformationssignale.
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In
Flugzeugen verwendete bekannte Radar-Höhenmesser sind im allgemeinen
nicht in der Lage, Objekte zu detektieren, die sich in einem Flugweg
befinden. Zu Beispielen für
derartige Objekte zählen
beispielsweise hohe Gebäude
oder die Seite einer Klippe. Wenngleich ein mit einem Radar-Höhenmesser
ausgestattetes Flugzeug eine Höhe
bestimmen kann, kann das Flugzeug nicht Objekte davor erkennen,
falls es nicht beispielsweise mit einem teuren scannenden Laser-Radar
ausgestattet ist. Probleme existieren auch dann, wenn das scannende
Laser-Radar innerhalb eines Flugzeugs implementiert ist, da sie
manchmal wirkungslos werden, wenn sie mindestens eines oder mehrere
von Regen, Nebel und Rauch antreffen.
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KURZE DARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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In
einem Aspekt wird ein Verfahren zum Integrieren eines Vorwärtsentfernungsmeßmerkmals
in einen Radar-Höhenmesser
bereitgestellt. Das Verfahren umfaßt das Positionieren einer
Antenne des Höhenmessers
derart, daß eine
Nebenkeule eines Radarsignals von der Antenne in einer Vorwärtsrichtung
abstrahlt, und Verarbeiten einer Radarinformation von dieser Nebenkeule,
um eine Entfernung zu einem vorwärts
gelegenen Objekt zu bestimmen.
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Bei
einem weiteren Aspekt wird ein Radar-Höhenmesser bereitgestellt, der
mindestens eine Antenne, einen Entfernungsverfolgungskanal und eine
Vorwärtswarneinheit
umfaßt.
Die Antenne ist für das
Senden und Empfangen von Radarsignalen bestimmt, und die Antenne
ist in der Lage, ein Signal mit mindestens einer im wesentlichen
auf eine Fluglinie ausgerichteten Nebenkeule zu senden. Der Entfernungsverfolgungskanal
bestimmt eine Höhe
aus den empfangenen Radarsignalen, und auch die Vorwärtswarneinheit
empfängt
Radarinformationssignale. Die Vorwärtswarneinheit ist jedoch darauf
beschränkt,
empfangene Radarinformationssignale von einer Nebenkeule zu verarbeiten,
die positive Dopplerverschiebungen bereitstellt.
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Bei
noch einem weiteren Aspekt ist eine Vorwärtswarneinheit vorgesehen,
die einen Entfernungsgatter und -korrelator umfaßt, die Radarinformationssignale
empfangen, ein Korrelationsbandpaßfilter, das ein Ausgangssignal
des Entfernungsgatters und -korrelators empfängt, und einen Basisband-I/Q-Mischer,
der ein Ausgangssignal des Korrelationsbandpaßfilters auf eine Dopplerfrequenz
herunter abtastet. Die Vorwärtswarneinheit
umfaßt
weiterhin ein Dopplerbandpaßfilter,
das ein Ausgangssignal des Basisband-I/Q-Mischers filtert. Die Vorwärtswarneinheit
ist darauf beschränkt,
jene Radarinformationssignale von einer Nebenkeule des Radarinformationssignals
zu verarbeiten, die positive Dopplerverschiebungen aufweist.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 veranschaulicht
eine Hauptkeule und zwei Nebenkeulen eines Radarstrahls.
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2 zeigt
die Radarstrahl-Hauptkeule und zwei Nebenkeulen, wie von einer Antenne
gesendet.
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3 ist
ein Blockdiagramm eines Radar-Höhenmessers,
der eine Signalverarbeitungsschaltungsanordnung zum Verarbeiten
einer Nebenkeule einer Radarinformation enthält.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Es
wird hier ein Radar-Höhenmesser
beschrieben, der eine Vorwärtsentfernungsmessung oder
eine Voraussichtsfähigkeit
bereitstellt. Um die Vorwärtsentfernungsmeßfähigkeit
bereitzustellen, ist eine Antenne des Radar-Höhenmessers so konfiguriert
und positioniert, daß eine
der Nebenkeulen des Sendestrahls des Radar-Höhenmessers in einer Bewegungsrichtung
(in der Regel vorwärts)
des Flugzeugs, an dem der Radar-Höhenmesser
montiert ist, gesendet wird. Die Nebenkeule wird nach vorne gesendet
(eine weitere Nebenkeule wird nach hinten gesendet), auf der Basis
des Trennwinkels zwischen der Hauptkeule und den Nebenkeulen. Wie
unten näher
beschrieben wird, enthält
der Radar-Höhenmesser eine
Dopplerverarbeitungsschaltung, die darauf beschränkt ist, Informationen des
Nebenkeulenstrahls zu verarbeiten, der eine positive Dopplerverschiebung
liefert. Eine positive Dopplerverschiebung erhält man in der Regel von einem
Nebenkeulenstrahl, der entlang der Richtung der Fluglinie des Flugzeugs
gesendet wird.
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Der
Radar-Höhenmesser
stellt deshalb eine abwärts
blickende Höhenfunktion,
wie in der Technik bekannt ist, auf der Basis einer Hauptkeule des
Sendestrahls zusammen mit einer Vorwärtsgelände- oder Hinderniswarnung
auf der Basis einer Nebenkeule des Sendestrahls bereit. Der Radar-Höhenmesser
stellt die Vorwärtswarnfunktion
bereit und fügt
dabei dem Radar-Höhenmesser
nur geringfügige
zusätzliche
Signalverarbeitungsfunktionen hinzu. Ein von der Nebenkeule beleuchteter
Bereich, der eine positive Dopplerverschiebung innerhalb der Radarinformation
bereitstellt, wird durch Dopplersignalverarbeitung ausgewählt. Die
hier beschriebene Voraussichtsfunktionalität des Radar-Höhenmessers
ist deshalb ähnlich
der Funktionalität,
die von einem separaten Synthetic-Aperture-Radar bereitgestellt
wird, aber ohne die hohen Kosten und das zusätzliche Gewicht für das Flugzeug,
die von dem Synthetic-Aperture-Radar eingeführt werden.
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1 zeigt
einen Radarstrahl 10, der eine Hauptkeule 12 und
zwei Nebenkeulen 14, 16 enthält. Bei einem typischen Radar-Höhenmesser
weist der Hauptstrahl 12 eine 3-db-Breite von etwa 40 Grad auf.
Eine 3-db-Breite von 40 Grad führt
zu einer Null-zu-Null-Breite der Hauptkeule 12 von etwa
90 Grad. Da eine Breite der Nebenkeule 14, 16 etwa
die Hälfte
der Breite der Hauptkeule 12 beträgt, beträgt eine Null-zu-Null-Breite
der Nebenkeulen 14, 16 etwa 45 Grad. Deshalb beträgt ein Abstand
zwischen Hauptkeule 12 und einer der Nebenkeulen 14, 16 etwa
67,5 Grad. Eine Breite der Nebenkeule 14, 16 beträgt die Hälfte der
Breite der Hauptkeule 12, wobei die Nebenkeulen 14, 16 eine
3-db-Breite von etwa
20 Grad aufweisen.
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2 veranschaulicht
einen Radarstrahl, der eine von einer an einem Boden des Flugzeugs 22 montierten
nicht gezeigten Antenne gesendete Hauptkeule 20 enthält und auch
eine Vorwärts-Nebenkeule 24 enthält und eine
Rückwärts-Nebenkeule 26,
die von der Antenne gesendet werden. 2 zeigt
auch beispielsweise die Trennung von ungefähr 67,5 Grad zwischen Hauptkeule 20 und
Vorwärts-Nebenkeule 24.
Da die Hauptkeule 20 im wesentlichen vom Flugzeug 22 aus
gerade nach unten zeigt, wird die Vorwärts-Nebenkeule 24 zu
einem Bereich von etwa 57,5 Grad bis etwa 77,5 Grad von einer Mittellinie
der Hauptkeule 20 aus gesendet (z.B. abgestrahlt). Der
von einer vorausschauenden Nebenkeule 24 beleuchtete Bereich
(67,5 ± 10
Grad) reicht in der Regel aus, um zu bestimmen, ob sich irgendwelche
Hindernisse, beispielsweise eine Klippe 30, in einer Flugbahn
des Flugzeugs 22 befinden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
ist die Antenne des Flugzeugs 10 um mehrere Grad, beispielsweise
10 Grad, geneigt. Beispielsweise ist durch Vorwärtsneigen der Antenne die Antennen-Heuptkeule 20 nicht
länger
vertikal bezüglich des
Flugzeugs 22. Deshalb wird die Vorwärtskeule 24 (bei dem
Neigungsbeispiel mit 10 Grad) zu einem Bereich von etwa 67,5 Grad
bis etwa 87,5 Grad gesendet, was im wesentlich horizontal ist. Während sich
bei dem geneigten Beispiel eine Mittellinie der Hauptkeule 20 nicht
länger
direkt unter dem Flugzeug 22 befindet, reicht die Neigung
nicht aus, um die Entfernungsmeßfunktion,
die eine Höhe
des Flugzeugs 22 liefert, unwirksam zu machen.
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Wie
unten näher
beschrieben, stellt der Radar-Höhenmesser
einen abwärtsblickenden
Höhenmesserstrahl,
Hauptkeule 20, zusammen mit vorwärts und nach hinten beleuchteten
Strahlen 24, 26 bereit, was eine Vorwärts- Entfernungsmessungsfähigkeit
durch eine Dopplerverarbeitung von positiven Informationen von einer
der Vorwärtskeule 24 und der
Rückwärtskeule 26 gestattet.
Bei bestimmten Ausführungsformen
könnte
die Rückwärtskeule 26 die
zu verarbeitenden positiven Dopplerinformationen bereitstellen.
Ein derartiges Beispiel ist ein Helikopter, der rückwärts fliegen
kann.
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3 ist
ein Blockdiagramm eines Radar-Höhenmessers 50,
der eine manchmal als Vorwärtswarneinheit 52 bezeichnete
Signalverarbeitungsschaltungsanordnung zum Verarbeiten einer Information
von einer Nebenkeule eines Radarsendestrahls enthält. Wie
oben beschrieben verarbeitet bei einer Ausführungsform die Vorwärtswarneinheit 52 nur
jene Informationen mit einer positiven Dopplerverschiebung. Der
Radar-Höhenmesser 50 enthält auch
einen Entfernungsverfolgungskanal 54 und einen Pegelkanal 56,
wie in der Technik bekannt. Bei der gezeigten Ausführungsform
enthält
der Radar-Höhenmesser 50 eine
Empfangsantenne 60, einen mit der Antenne 60 verbundenen
Empfänger 64 und
einen mit dem Empfänger 64 verbundenen
Digitalisierer 66, die alle beim Vorverarbeiten von bei
der Antenne 60 empfangenen Signalen verwendet werden. Der
Radar-Höhenmesser 50 enthält weiterhin einen
Sender 70 und eine Sendeantenne 72. Bei einer
Ausführungsform
enthält
der Sender 70 einen Leistungsverstärker, einen Modulator, einen
Einseitenband-(SSB)-Mischer und einen Zwischenfrequenz-(ZF)-Offsetgenerator.
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Der
Radar-Höhenmesser 50 sendet
ein moduliertes Radarsignal (z.B. Sendeimpuls) von der Sendeantenne 72 in
Richtung des Bodens. Nachdem ein Radarsignal von der Sendeantenne 72 gesendet worden
ist, werden die reflektierten Signale innerhalb sowohl einer Hauptkeule
als auch Nebenkeulen der Antenne von dem Boden darunter, vor und
hinter dem Flugzeug durch die Empfangsantenne 60 empfangen.
Die empfangenen reflektierten Signale werden durch den Empfänger 64 und
den Digitalisierer 66 verarbeitet, bevor sie zu einem Entfernungsgatter und
einem Korrelator in jedem der Vorwärtswarneinheit 52,
des Entfernungsverfolgungskanals 54 und des Pegelkanals 56 weitergeleitet
werden. Die bei der Empfangsantenne 60 empfangenen Signale
enthalten Reflexionen von der Hauptkeule und den Nebenkeulen des
gesendeten Impulses. Ausführungsformen
von Radar-Höhenmessern,
die eine einzelne Antenne sowohl für die Sende- als auch Empfangsfunktion
verwenden, sind wohl bekannt und werden so angesehen, daß sie sich
auf die hier beschriebene Vorwärtsentfernungsmeßfunktionalität anwenden lassen,
unter Zusatz eines Zirkulators oder Sende-/Empfangsschalters zur
gemeinsamen Nutzung der einzelnen Antenne.
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Wie
in 3 gezeigt, empfängt der Radar-Höhenmesser 50 und
insbesondere die Vorwärtswarneinheit 52 von
einem Trägheitsnavigationssystem
(INS – inertial
navigation system) des Fahrzeugs Luftfahrzeug- oder Flugzeug-(A/C)-Vertikal-
und -Horizontalgeschwindigkeitsdaten und Anstellwinkel. Der Radar-Höhenmesser 50 stellt
Höhe-über-Grund-(AGL – above
ground level)-Höhendaten,
die einem oder mehreren eines Piloten (über ein Display) und anderen
Systemen innerhalb des Fahrzeugs, die Höhendaten verwenden, die Fahrzeughöhe identifizieren,
zur Verfügung.
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Der
Entfernungsverfolgungskanal 54 enthält einen Entfernungsgatter/-korrelator 80,
der das digitalisierte Radarinformationssignal von dem Digitalisierer 66 empfängt. Der
Entfernungsverfolgungskanal 54 enthält auch ein Korrelationsbandpaßfilter (BPF) 82 und
einen Entfernungsprozessor 88, der eine Höhe des Flugzeugs
bestimmt. Der Pegelkanal 56 enthält einen Entfernungsgatter/-korrelator 90,
der ebenfalls das digitalisierte Radarinformationssignal von dem Digitalisierer 66 empfängt. Der
Gatter/Korrelator 90 empfängt auch ein Höhensignal
von dem Entfernungsprozessor 88. Der Pegelkanal 56 enthält weiterhin
ein Korrelationsbandpaßfilter
(BPF) 92 und einen Pegelprozessor 98. Der Pegelprozessor 98 enthält eine
Regelfunktion, um die Sendeleistung auf einen Pegel zu minimieren,
der bei den Empfangsschaltungen ein ausreichendes Signal-Rauschverhältnis gestattet.
Reduzierung der Sendeleistung auf ein für einen guten Betrieb erforderliches
Minimum reduziert die Fähigkeit
zur Detektion von Ausstrahlungen vom Radar-Höhenmesser 50 durch
andere Radarempfänger.
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Die
Vorwärtswarneinheit 52 enthält einen Entfernungsgatter/-korrelator 100,
der vom Digitalisierer 66 das digitalisierte Radarinformationssignal empfängt. Die
Vorwärtswarneinheit 52 enthält auch ein
Korrelationsbandpaßfilter
(BPF) 102, einen Basisband-I/Q-Mischer 104, der
das Radarinformationssignal zu der Basisbandfrequenz herunterabtastet,
und das negative Dopplersignal effektiv eliminiert. Das Filtern
und Mischen führt
dazu, daß nur
positive Dopplerinformationen (z.B. nur jene Informationen von der
Nebenkeule in der Flugrichtung) an das Dopplerbandpaßfilter 106 weitergeleitet
werden, und einen Vorwärtswarnprozessor 108.
Der Vorwärtswarnprozessor 108 liefert
ein Warnsignal 110, sollte sich eine Vorwärtsentfernung
zu einem Objekt im Flugweg nach Bestimmung durch die Vorwärtswarneinheit 52 innerhalb
eines Schwellwerts zum Aktivieren der Warnung 110 befinden.
Ein derartiges Beispiel für
ein Warnsignal 110 könnte
sein, daß der
Höhenmesser 50 durch
die Vorwärtswarneinheit 52 bestimmt,
daß sich
im Flugweg des Flugzeugs in einer Entfernung von 1000 Yard ein Objekt
befindet.
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Wenn
ein Radarsignal gesendet wird, kommt das Informationssignal mit
der gleichen Frequenz wie das gesendete Signal plus oder minus einer Dopplerverschiebung
zurück.
Der Radarinformationsimpuls, der in einer in der Flugrichtung weisenden
Nebenkeule empfangen wird, wird von der Frequenz her nach oben verschoben,
was zu einem positiven Dopplersignal führt. Der Informationsimpuls,
der in einer Nebenkeule empfangen wird, die in eine Richtung entgegengesetzt
der Flugrichtung weist, wird von der Frequenz her nach unten verschoben,
was zu einem negativen Dopplersignal führt. Der Basisband-I/Q-Mischer 104 mischt
das negative Dopplersignal heraus. Durch ordnungsgemäßes Einstellen des
Dopplerbandpaßfilters 106 kann
jegliche Radarinformation, die durch die in der Flugrichtung weisende
Nebenkeule empfangen wird, ausgewählt und begrenzt werden. Beispielsweise
werden von dem Vorwärtswarnkanal 52 nur
Radarinformationssignale verarbeitet, die von dem Doppler-beleuchteten
Bereich vom Gelände 30 (in 2 gezeigt)
reflektiert werden, indem die Mittenfrequenz des Filters 106 auf den
anhand der Flugzeuggeschwindigkeit und des Anstellwinkels berechneten
Dopplerwert gesetzt wird.
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In
Operation werden Gatter/Korrelatoren 90 und 100 an
dem nächsten
Ziel oder der Vorderflanke der Höheninformation
fixiert. Gleichzeitig durchsucht der Entfernungsgatter/-korrelator 80 ständig eine Entfernung
zu der nächsten
Information in der berechneten Dopplergrenze. Entfernung ist im
wesentlichen gleich der Zeit (d.h. die Zeit für den Empfang eines Informationssignals).
Die Dopplerfrequenz und -bandbreite für das Doppler-BPF 106 wird
auf der Basis der Luftfahrzeugsgeschwindigkeits- und -anstellwinkeldaten
eingestellt, um die gewünschte
Doppler-beleuchtete Bereichsposition in der Flugrichtung zu erhalten,
wie in 2 dargestellt. Für das Dopplerbandpaßfilter 106 werden
die Dopplermittenfrequenz und -bandbreite auf der Basis der Luftfahrzeugsgeschwindigkeit
und des Anstellwinkels eingestellt (d.h. Klippe 30).
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Die
Vorwärtswarneinheit 52 verwendet
jedoch zusätzliche
Dopplerbandauswahlfunktionen, um ihre Verarbeitung auf Signale zu
beschränken, die
für eine
Radarinformation repräsentativ
sind, die positive Dopplerverschiebungen, eine Flugrichtung anzeigend
enthält.
Bei einer Ausführungsform
sind dies die Radarinformationssignale von einer Nebenkeule eines
Radarsendestrahls, wobei die Nebenkeule im allgemeinen in einer
Flugrichtung gesendet wird. Anders ausgedrückt, es wird die Vorwärtsverarbeitungseinheit 52 auf
die Verarbeitung von Radarinformationssignalen beschränkt, die
von innerhalb eines beleuchteten Bereichs zurückgeschickt werden, der von
der 20-Grad-Vorwärts-Nebenkeule 24 (in 2 gezeigt)
(z.B. Reflexionen der Nebenkeule 24) beschränkt wird,
und wobei insbesondere nur ein Bereich beleuchtet wird, der eine
Kollision verursachen könnte.
Dies ist in der Regel der Fall auf der Fluglinie mit einem gewissen
vorbestimmten Spielraum über dem
Hindernis.
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Während Rückwärtsflugmanövern stellt
die Rückwärtsnebenkeule 26 positive
Dopplerinformationen bereit, und die Vorwärtsverarbeitungseinheit 52 ist
darauf beschränkt,
Radarinformationssignale zu verarbeiten, die von innerhalb eines
Bereichs zurückgeschickt
werden, der von der 20-Grad-Rückwärts-Nebenkeule 26 (in 2 gezeigt)
begrenzt ist. Radarinformationen mit einer negativen Dopplerverschiebung
werden innerhalb der Vorwärtsverarbeitungseinheit 52 unter
Verwendung des Basisband-I/Q-Mischers 104 unterdrückt, und
die eine positive Dopplerverschiebung anzeigende Nebenkeule wird
weiter durch das Dopplerbandpaßfilter 106 auf den
gewünschten
Winkel beschränkt.
Flugzeuganstellwinkel, Fahrzeuggeschwindigkeit und Vorhaltewinkel
werden überwacht,
um auf der Basis einer bestimmten Dopplermittenfrequenz dem Dopplerbandpaßfilter 106 Filterkoeffizienten 112 zu
liefern.
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Die
Operation der Vorwärtsverarbeitungseinheit 52 wird
weiter durch die folgenden Berechnungen dargestellt:
Fd = Dopplerfrequenzverschiebung in einem
um "a" Grad aus der Vertikalen
gedrehten Vektor in Hertz. V = Fahrzeuggeschwindigkeit in Fuß/s. L =
Wellenlänge
in Fuß.
Eine Dopplerfrequenzverschiebung ist deshalb Fd =
(2V/L) × sin(a).
Zur weiteren Veranschaulichung, wenn V = 40 Knoten oder 68 Ft/s
und L = 0,229 Ft bei einer 4,3 GHz-Radarfrequenz, dann wird eine
erforderliche Dopplermittenfrequenz zum Einschränken des Winkels auf 75 Grad
vorwärts
von der Vertikalen bei Annahme, daß die Flugrichtung für eine positive
Dopplerverschiebung vorwärts
ist, als Fd = 2 × (68/0,229) × sin(75)
oder Fd = 574 Hz bestimmt. Eine Dopplerbandbreite
zur Bereitstellung einer zwei Grad breiten Abdeckung auf dem 75-Grad-Dopplervektor
wird berechnet als BW = 2 × ((68/0,229) × (sin(76) – sin(74))
oder BW = 5,4 Hz.
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Bei
dieser beispielhaften Berechnung wird ein Geschwindigkeitsmaß von 68
Ft/s beispielsweise von einer nicht gezeigten Fahrzeugträgheitsmeßeinheit
bereitgestellt, und Filterkoeffizienten 112 werden für das digitale
Bandpaßdopplerfilter 106 auf
der Basis der Geschwindigkeit und eines vom Benutzer gewünschten
Abdeckwinkels berechnet. Der I/Q-Mischer 104 dämpft negative
Dopplerinformationen, was zu der Verarbeitung von nur positiven Dopplerinformationen
führt,
die die Dopplerinformationen sind, die eine Flugrichtung anzeigen.
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Wenngleich
nicht gezeigt, beinhaltet die Operation der Vorwärtsverarbeitungseinheit 52 das Steuern
eines Entfernungsgatters in einem kontinuierlichen Suchmodus, wobei
von einer nahen Entfernung hinaus bis zu einer weiten Entfernung
gesucht wird, wie durch Fahrzeuggeschwindigkeit und eine gewünschte Kollisionswarnzeit
bestimmt. Detektion einer möglichen Kollision
werden dem Piloten mit einer hörbaren
Warnung zusammen mit einer Zeit zum Aufprall auf der Basis von Geschwindigkeit
und detektierter Entfernung bereitgestellt.