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DE602004002069T2 - Verbessertes Verfahren zur Herstellung von Äthanol aus Getreide - Google Patents

Verbessertes Verfahren zur Herstellung von Äthanol aus Getreide Download PDF

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DE602004002069T2 DE602004002069T DE602004002069T DE602004002069T2 DE 602004002069 T2 DE602004002069 T2 DE 602004002069T2 DE 602004002069 T DE602004002069 T DE 602004002069T DE 602004002069 T DE602004002069 T DE 602004002069T DE 602004002069 T2 DE602004002069 T2 DE 602004002069T2
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    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/06Ethanol, i.e. non-beverage
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Ethanol aus Getreiden, bei welchem das Trocknen der nicht fermentierbaren Rückstände nach einer Destillation bewirkt wird, indem überhitzter Dampf verwendet wird, das gemahlene Produkt aus der Mühle nur mit den Kondensaten gemischt wird, die aus dem Verfahren zurückkommen, und die Fluidmischung der hydrolysierten Stärke, welche zu den Saccharifizierungs- und Fermentationseinheiten geschickt wird, mit den Destillationsrückständen verdünnt wird: dieses Verfahren erlaubt die Herstellung von Ethanol mit den besten Umwandlungsausbeuten und mit der bestmöglichen Qualität, wobei gleichzeitig der spezifische Energieverbrauch pro Liter hergestelltem Ethanol wie auch die Menge der verschiedenen Zutaten, die für die Herstellung notwendig sind, verringert werden.
  • Es ist wohlbekannt, dass es mehrere Rohmaterialien gibt, die an der Herstellung von Ethanol beteiligt sein können, welche bei Fruchtmosten, zuckerhaltigen Flüssigkeiten, beginnen und bis zu Cellulose und stärkehaltigen Materialien reichen. Wenn die Letzteren als Rohmaterialien verwendet werden, haben Getreide (Mais (corn), Roggen, Gerste, Weizen) die größte Bedeutung: ausgehend von diesen Substanzen beinhaltet das Herstellungsverfahren vor dem Destillationsschritt die Hydrolyse der Stärke, Saccharifizierungs- und Fermentationsschritte.
  • Die Hydrolyse-Saccharifizierung besteht in der Umwandlung von Stärke in Dextrose über eine Reaktion, welche durch bestimmte Enzyme und physikochemische Bedingungen katalysiert wird.
  • Die Lösung wird nach der Saccharifizierung zur Fermentation geschickt, für die Herstellung von alkoholischem Wein. Diese Operation wird normalerweise innerhalb großer Stahlsäulen, welche mittels Wärmeaustauschern und/oder Wasserschlangen gekühlt werden, nach der Zugabe von Saccharomyces-Hefen, welche die Umwandlung der einfachen Zucker zu Ethanol und Kohlendioxid bewirken, durchgeführt.
  • Die Destillation stellt den letzten Schritt bei der Herstellung von Ethanol dar und hat den Zweck, den Alkohol von all den anderen Komponenten abzutrennen, die im Wein vorliegen: unlösliche und lösliche Feststoffe, Fette, Salze, Proteine, Wasser und anderes flüchtiges Material, welches während der Fermentation gebildet wird.
  • Die Technologien in Bezug auf das Ethanolherstellungsverfahren sind wohlbekannt und wurden über eine lange Zeit gefestigt und werden ständig mit dem Ziel überwacht, Alkohol mit einer hohen Qualität bei niedrigem Energieverbrauch herzustellen. In dieser Hinsicht ist die Forschung insbesondere auf die Optimierung der Destillationseinheit, mit der sachdienlichen Dimensionierung von Doppel- oder Dreifacheffektsäulen, mit der mechanischen oder thermischen Kompression von Dämpfen, welche aufgrund des geringen Energieverbrauchs einen echten Vorteil bieten, gerichtet. Dasselbe trifft für die Verdampfung der Ausflüsse zu, die an dem Boden der Säule austreten; Mehrfacheffektverdampfer mit mechanischer und/oder thermischer Kompression erlauben unzweifelhaft eine wesentliche Energieersparnis. Nichtsdestotrotz wird die Energie, die zum Trocknen der nicht fermentierbaren Rückstände nach der Destillation (DDG) verbraucht wird, nicht angemessen in Betracht gezogen.
  • Der Abschnitt der Anlage, welcher diesen Teil des Verfahrens betrifft, wird auf dem Gebiet der Destillation normalerweise als weniger wichtig betrachtet: dieses beruht teilweise auf der Tatsache, dass nicht alle Destillieranlagen dieses Produkt trocknen müssen (welches in vielen Fällen im feuchten Zustand direkt an Landwirtschaftsbetriebe verkauft wird); und vor allem weil die derzeit verwendeten Technologien entweder sehr einfach aber unter dem Gesichtspunkt der Energie teuer sind (3,8 MJ/kg verdampftes Wasser) oder thermisch effektiv (2,7 MJ/kg verdampftes Wasser) aber komplex und teuer sind, so dass die Investition kaum gerechtfertigt werden kann.
  • Eine Lösung zum Trocknen der Destillationsrückstände wird in der Beschreibung von modernen Technologien zur Herstellung von Alkohol angegeben, wie beispielsweise in „The alcohol textbook, 3. Ausgabe, 1999" von der Universität von Nottingham (UK) erwähnt wird, worin auf Seite 266 eine einfache Dampftrocknung dargestellt wird, die als solche jedoch in anderen Schritten des Herstellungsverfahrens nicht wieder verwendbar ist. Derselbe Text unterstreicht auf Seite 259 das Rückführen der Ausflüsse von dem Boden der Destillationssäulen zu der Bildung der zu hydrolysierenden Mischung, und dieses erfordert die Verwendung von Chemikalien zur Neutralisation. Schließlich ist ein wichtiges charakterisierendes Detail der bekannten Verfahren zur Herstellung von Alkohol, dass eine zufrieden stellende Effizienz der Anlage erhalten wird, wenn die verwendete Gesamtenergie 39.000 BTM und 1,15 KWH pro Gallone entspricht, was den italienischen Maßeinheiten von 2580 Kcal/Liter und 0,26 KWH/Liter entspricht, was einer Gesamtmenge von 1175 MJ/HN entspricht (siehe Seite 267).
  • Die EP-A-0 237 520 lehrt ein Verfahren zur Herstellung von Ethanol durch die Fermentation von zuckerhaltigen Rohmaterialien, bei welchem wenigstens ein Teil des wasserreichen Destillationsrückstands zu den Rohmaterialien zurückgeführt wird, um den Verbrauch an Verfahrenswasser und Energie wie auch das Problem mit dem Ausfluss zu verringern.
  • Der Anmelder hat nun gefunden, dass es möglich ist, Ethanol ausgehend von Getreiden mit den besten Umwandlungsausbeuten und dem Erhalt der besten Qualität, die derzeit auf dem Markt ist, durch ein Verfahren, das Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, zu erzeugen, welches, neben anderen Hilfsmitteln, auf der Verwendung eines bestimmten Trocknungssystems für die nicht fermentierbaren Rückstände basiert, einen spezifischen Energiegesamtverbrauch von weniger als 700 MJ/HN erlaubt, wobei gleichzeitig andere Nachteile vermieden werden, welche unvermeidbar scheinen würden, wenn man entsprechend den oben erwähnten Technologien des bekannten Standes der Technik arbeiten würde.
  • Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Ethanol aus Getreiden, welches die folgenden grundlegenden Operationen umfasst:
    • – Mahlen des Getreides,
    • – Mischen des gemahlenen Produkts mit den aus dem Verfahren zurückerhaltenen kondensierten Produkten allein,
    • – Hydrolyse der so erhaltenen Mischung,
    • – Mischen der hydrolysierten Fluidmischung mit Destillationsrückständen, sogenannter Borlande,
    • – Saccharifikation der so verdünnten Mischung und anschließende Fermentation,
    • – Destillation für die Abtrennung der alkoholischen Phase von der alle nicht fermentierbaren Rückstände enthaltenden Borlande,
    • – Klarifikation und Abtrennung der Borlande-Bestandteile,
    • – Rückführen eines Teils der klarifizierten Borlande in den Saccharifikationsschritt,
    • – Überführen des Kuchens, welcher aus der zentrifugierten Borlande erhalten wird, zu dem Trocknungsschritt,
    • – Mischen des oben Genannten mit einem Konzentrat, das aus der Verdampfung des nicht zur Saccharifikation rückgeführten klaren Borlande-Anteils stammt,
    • – Trocknen der so erhaltenen Destillationsrückstandsmischung mittels Sättigung mit überhitztem Dampf,
    • – Dampfverteilung zwischen einem in den Trocknungsabschnitt rückgeführten Dampf und einem Motordampf für die Zuführung von Antriebskraft zu den Prozesseinheiten,
    • – Rückführen der Kondensate zu dem Mahlprodukt des Getreides.
  • Das oben beschriebene Verfahren erlaubt, dass die folgenden Hauptvorteile in Bezug auf die Technologien, die derzeit zur Herstellung von Ethanol verwendet werden, erhalten werden:
    • – Vollständige Wiederverwendung der thermischen Energie durch Ausnutzen derselben Energie in den verschiedenen Einheiten der Anlage,
    • – Erzeugung eines Volumens an Verfahrenskondensaten, das ausreicht, um die erste Verdünnung der Stärke zu bewirken, ohne auf frisches Wasser oder Borlande zurückgreifen zu müssen,
    • – Reduzierung der Verwendung von Chemikalien (Enzymen, Säuren und Basen), die notwendig sind, um die Reaktionen des Verfahrens zu steuern, dank der hohen Konzentration an Trockenprodukt, des Rückführens von Kondensaten und Borlande in verschiedenen Schritten des Verfahrens,
    • – optimales Gleichgewicht von thermischer und elektrischer Energie, welche aus der Verbrennung von Gas erhalten wird,
    • – 90% Verringerung der Emissionen an die Atmosphäre und des flüssigen Abfalls.
  • Das Verfahren zur Herstellung von Ethanol gemäß der vorliegenden Erfindung wird weiter im Detail in dem Schema erklärt, das in 1 gezeigt ist, welches die Herstellungsschritte des Verfahrens mit den Material- und Energieflüssen beschreibt.
  • Das Schema wird zu rein veranschaulichenden Zwecken angegeben, wobei Variationen in den Details der Anlage offensichtlich möglich sind, ebenso in Bezug auf den Typ des verwendeten Getreides, ohne den Gegenstand der vorliegenden Erfindung zu beschränken; ebenso wird zu rein veranschaulichenden Zwecken die folgende Beschreibung angegeben, wobei Weizen als Referenzgetreide gewählt wird.
  • In Bezug auf das Schema, welches in der Figur gezeigt ist, wird das Getreide (1), welches zur Erzeugung von Ethanol bestimmt ist, nach angemessenem Reinigen aus den Lagersilos zu der Mahleinheit (A) geschickt.
  • Diese Einheit besteht aus einer Hammermühle mit einem feinmaschigen Gitter, so dass eine Teilchengröße des pulverisierten Produkts von ca. 2–3 mm max, garantiert wird.
  • Eine Teilchengröße, welche zu fein ist, erzeugt Probleme in dem Faserabtrennungsschritt, wenn sie zu grob ist, können Probleme während der Stärkehydrolyse entstehen.
  • Das Produkt, das in der Mühle gemahlen wurde, wird dann nur mit den Kondensaten (4) gemischt, die aus dem Verfahren zurückerhalten werden. Diese Produkte werden, bevor sie wieder verwendet werden, durch Rückgewinnung der Wärme, die noch immer in den ausgestoßenen Rauchgasen (fumes) des verbrannten Gases vorliegt, auf eine Temperatur von 90–95°C erwärmt.
  • Die erhaltene Mischung (2) weist einen Trockengehalt, der von 35 bis 43% reicht, eine Temperatur von ca. 60–65°C und einen pH von 5,5–5,7 auf: dieses sind ideale Parameter für die anschließende Stärkehydrolyseeinheit (B). Die Hydrolysereaktion findet statt, indem die gesamte Mischung mit einer Emission von frischem Dampf (3) und bei der Zugabe des geeig neten Enzyms (Thermo-Amylasen) auf eine Temperatur von 92–105°C erwärmt wird (die Temperatur ändert sich entsprechend dem Getreidetyp und den Verweildauern).
  • Die Fließgeschwindigkeit des notwendigen Dampfes reicht von 15 bis 25 KG/HN in Bezug auf den Trockengehalt und die Temperatur, die erreicht werden sollen.
  • Lange Hydrolysezeiten und eine hohe Konzentration des Trockenmaterials in der Mischung, welche in dem gegenwärtigen Projekt angestrebt werden, sind Parameter, welche einen positiven Einfluss auf den Enzymverbrauch haben, welcher verringert wird.
  • Die Fluidmischung der hydrolysierten Stärke (5), welche zu den Saccharifizierungs- (C) und Fermentations-(D)-Einheiten geschickt wird, wird weiter verdünnt, diesmal mit den Destillationsrückständen, Borlande (13), bis ein Gesamttrockengehalt, der ca. 25–28% entspricht, erreicht wird.
  • Eine Fraktion dieses Trockenprodukts, innerhalb des Bereichs von 13–15%, besteht aus fermentierbaren Zuckern.
  • Die Verwendung von klarifizierter Borlande hat zwei wichtige Vorteile:
    • – sie verringert das Volumen der Ausflüsse, die zu der Endverdampfung geschickt werden müssen. Wenn die Borlande nicht wieder verwendet wird, ist sie genau gesagt ein Ausfluss, welcher zur Rückgewinnung des Trockengehalts verdampft werden muss;
    • – die Tatsache, dass die Borlande einen stark sauren pH aufweist, erlaubt eine Ersparnis bei der Verwendung der Säure, die nötig ist, um den Most bei der Fermentation auf Werte von 3,2–3,6 zu bringen.
  • Die Mischung (7) wird, indem das Flash-System verwendet wird, um eine Schädigung des neuen Saccharifizierungsenzyms (Gluco-Amylasen) zu verhindern, gleichzeitig mit der Verdünnung und Zugabe der Enzyme auf 65°C abgekühlt, und dann mittels eines Wassertauschers auf 30°C, bevor sie in die Fermentationstanks hineingelangt, um die Temperatur zu erreichen, welche für eine alkoholische Fermentation geeignet ist.
  • Die zwei Reaktionen erfolgen gleichzeitig: wenn die Dextrose durch Saccharifizierung erzeugt wird, wird sie durch die Hefe durch Fermentation in Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt.
  • Die Fermentation gehört zu dem kontinuierlichen Typ, sie dauert ca. 70–80 Stunden, und die Temperatursteuerung hält die Temperatur bei Werten, die nicht höher als 35°C sind.
  • Die Vermehrung der Hefe wird separat ausgeführt, und die Hefe wird kontinuierlich zu dem Zulaufstrom der zu fermentierenden Mischung (Most) zugegeben.
  • Es gibt zwei Fermentationsprodukte:
    • – Kohlendioxid CO2 (8) in gasförmiger Form, welches durch Raffinieren und Kompression zurückgewonnen werden kann,
    • – Ethanol, der in dem Wein (9) in einer Menge, die ca. 12% entspricht, enthalten ist.
  • Der Prozentsatz an Ethanol, der im Wein enthalten ist, kann abhängig von dem Zuckergehalt des Ausgangsmostes beträchtlich variieren. Wenn hohe Grade erhalten werden, gibt es eine Verringerung bei den Volumina für dieselbe Menge an erzeugtem Ethanol, was zu einer Energieersparnis beiträgt und die Verwendung einer Ausrüstung mit verkleinerten Dimensionen erlaubt.
  • Die Destillationseinheit (E) nimmt den Wein (9) in Empfang und bewirkt die Trennung der alkoholischen Phase von all den anderen Substanzen mit Hilfe eines Bodensäulensystems.
  • Eine azeotrope Alkoholmischung wird im oberen Ende konzentriert: 96% Ethanol und 4% Wasser (18).
  • In diesem besonderen Fall gibt es drei Säulen: eine Rektifiziersäule, eine Destillationssäule bei Atmosphärendruck und eine Vakuumsäule.
  • Das System ist für eine Energieersparnis geeignet: Der Dampf (22) unter einem Druck von 2,6–3 bar, welcher aus dem Trockner kommt und gereinigt ist, erwärmt die Rektifiziersäule, welche wiederum die atmosphärische Säule und stromabwärts die Vakuumsäule erwärmt. Der Dampfverbrauch pro Hektoliter an Ethanol (HN) kann auf 110 kg/HN verringert werden.
  • Die Borlande (11), welche an dem Boden der Destillationssäulen vorliegen, welche all die nicht fermentierbaren Rückstände enthalten, werden zur Klarifikation und Abtrennung der unlöslichen Substanzen und Fasern zu den Horizontalzentrifugendekantern (F) geschickt.
  • Diese Dekanter teilen den Fluss in zwei Teile auf: ein Teil wird Kuchen (1/5) genannt, welcher getrocknet werden muss, der andere Teil ist die klarifizierte Borlande (12).
  • Die alkoholische azeotrope Mischung (18) wird an dem Kopf der Rektifiziersäule extrahiert und zu der Ethanolentwässerungseinheit (G) geschickt.
  • Die gefestigte Molekularsiebtechnologie wird verwendet, um den Alkohol von 96% auf 99,99% zu trocknen. Zwei Reaktoren, die parallel sind und abwechselnd verwendet werden, führen Trockenzyklen mit einer Wasseradsorption auf inertem Zeolithmaterial aus. Am Ende von jedem Zyklus werden die Harze mittels Dampf (23) regeneriert.
  • Der Dampfverbrauch für die Entwässerung erweist sich als 55 Kg/HN.
  • Ein Teil der klarifizierten Borlande (14), welcher nicht rückgeführt wurde, ist zur Verdampfung bestimmt und wird dann zur endgültigen Konzentrierung in die MVR-Verdampfungseinheit (H) geschickt.
  • Das Konzentrierungssystem gehört zu dem Röhrenbündeltyp mit Zwangszirkulation der flüssigen Phase und mechanischer Dampf-Rekompression: diese Lösung wurde gewählt, um die Verwendung der elektrischen Energie zu optimieren, welche durch die Gasturbine erzeugt wurde, wobei gleichzeitig thermische Energie gespart wurde.
  • Der thermische Verbrauch ist genau gesagt null, und der elektrische Verbrauch entspricht 20 KWH/T an verdampftem Wasser.
  • Das endgültige Konzentrat (16) mit einem Trockenmaterial von ca. 27–30% wird mit dem Kuchen (15), der aus den Horizontaldekantern kommt, gemischt und zu der Trockeneinheit mit überhitztem Dampf (I) geschickt.
  • Der Trocknungsprozess wird durch Sättigung des überhitzten Dampfes bewirkt (Wasser wird aus der feuchten Mischung zu dem Dampf transferiert, wodurch dieser gesättigt wird) (20), wobei ein Teil von diesem rückgeführter Dampf (24) ist, welcher durch ein Gebläse nach dem Erwärmung erzeugt wird (der Zyklus wird dann wiederholt), und der andere Teil ist Motordampf (21), welcher, wenn er bei einem Druck von 3 bar vorliegt, eine Antriebskraft für die Verfahrenseinheiten liefern kann.
  • Insbesondere hat der Dampf (21) drei Anwendungen:
    • – Dampf (23) für die Entwässerungs-Molekularsiebe: 55 Kg/HN,
    • – Dampf (22) für die Säulendestillationseinheit: 110 Kg/HN,
    • – Dampf (3) für die Stärkehydrolyseeinheit: 15–25 Kg/HN.
  • Die einzige externe Energiequelle für die vorgeschlagene Anlage ist das Gas, welches den elektrischen Turbogenerator versorgt.
  • Die Produktion entspricht 33 KWH/HN, eine Menge, die ausreicht, um den elektrischen Bedarf der Anlage abzudecken.
  • AN die thermische Energie, welche für die Produktion von Ethanol notwendig ist, 200 Kg Dampf/HN, wird aus den heißen Rauchgasen an dem Auslass des Turbogases erhalten.
  • Der Gesamtprozess bewirkt entsprechend dem angezeigten Schema die vollständige Umwandlung des Getreides in 99,99% Ethanol und das Trocknen der nicht fermentierbaren Rückstände mit einem spezifischen Energiegesamtverbrauch, der niedriger als 700 MJ/HN ist.
  • Mit besonderem Bezug auf das Beispiel können die Vorteile, welche erhalten werden können, indem Ethanol gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung erzeugt wird, detaillierter erklärt werden.
  • Soweit es die Energie betrifft:
    • a. Die Erzeugung von einem Hektoliter Ethanol (HN) mit einem Verbrauch von Gas als der einzigen Energiequelle für die gesamte Anlage entspricht 21 NM3/HN–700 MJ/HN. Dieser Wert stellt in Bezug auf die derzeit verwendeten Technologien ein Minimum dar. Er wird erhalten, indem die thermische Energie der DDG-Trocknung wieder verwendet wird und indem die Verwendung von elektrischer und thermischer Energie, welche mittels der Auswahl von geeigneter technologischer und Anlagenauslegung erhalten wird, ausgeglichen wird (Doppeleffektdestillation, Verdampfung des Ausflusses mit mechanischer Kompression der Dämpfe). Das Verbrennungsgas versorgt die Turbine, wo all die elektrische Energie, die zum Betrieb der Anlage notwendig ist, erzeugt wird, 33 KWH/HN. Die restliche thermische Energie ist in den heißen Rauchgasen am Ausgang der Turbine enthalten. Diese thermische Energie stellt die einzige Wärmequelle dar, um die gesamte Destillationsanlage zu betreiben. In der Praxis werden die heißen Rauchgase am Ausgang des Turbo[generators] zu der DDG-Trockenanlage geschickt, wo diese das Trockenmedium überhitzen, welches in dieser Einheit nicht Luft sondern Dampf ist. Ein gesättigter Dampf ist an dem Ende der Trockenphase verfügbar, welcher solche Fließgeschwindigkeits- (180–200 kg/HN) und Druck (3 bar) -Eigenschaften aufweist, die es ermöglichen, dass dieser in den anderen Verfahrenseinheiten verwendet wird.
    • b. Stärkehydrolyse bei einer hohen Konzentration an Trockenmaterial (35–43%): dieses erlaubt eine beträchtliche Ersparnis, da sowohl die Heizenergie als auch die Wärme, die am Ende der Reaktion entfernt werden muss, halbiert werden.
    • c. Stärkehydrolyse: diese verwendet die Kondensate, die während der verschiedenen Schritte des Herstellungsverfahrens gesammelt werden, als das einzige Verdünnungsmittel. Dieses ist ebenfalls möglich dank des Trocknungssystems, welches die Rückgewinnung seiner Kondensate ermöglicht, andernfalls wäre das notwendige Volumen nicht verfügbar.
  • Bezogen auf die Umwelt:
  • Die normalen Trockenvorgänge erzeugen heiße, feuchte Luft mit Mengen an verschmutzenden Substanzen, welche kontinuierlich überwacht werden müssen. Die Verwendung von überhitztem Dampf als Trockenmedium stellt nicht nur eine beträchtliche thermische Ersparnis dar, sondern ebenfalls einen großen Vorteil für die Umwelt, da dieses die Emissionen in die Atmosphäre aufgrund der Trocknung auf praktisch null verringert. Ein weiterer beträchtlicher Vorteil dieses Verfahrens besteht in dem fast vollständigen Fehlen von Ausflüssen, da es eine weitgehende Wiederverwendung des Restwassers beinhaltet. Das Ablassen von Ausflüssen (26) zu der Ausflussbehandlungseinheit ist im Vergleich zu einer standardmäßigen Ethanolanlage extrem begrenzt, was einen großen Vorteil für die Umwelt, unter dem Gesichtspunkt der Energie, und eine verringerte Investition für die Reinigungseinheit (WWTP) mit sich bringt.
  • Soweit die Zutaten betroffen sind:
  • Das Verfahren weist ebenso beträchtliche Vorteile in Bezug auf die Zutaten auf, da die vorgeschlagenen Lösungen die Verwendung von Enzymen und Chemikalien (Säuren und Basen), welche zur Steuerung der Reaktion nötig sind, entschieden verringern.
  • Enzyme:
  • Die Verwendung von Enzymen wird verringert, indem die Umwandlung in verdoppelten Zeiten, mit einem starken Schütteln, um die Anzahl an Kontakten zu erhöhen, und mit höheren Konzentrationen an Trockenmaterial ausgeführt wird.
  • Die längeren Reaktionszeiten und das kräftige Schütteln verringern die benötigte Menge an Enzymen beträchtlich.
  • Höhere Konzentrationen an Trockenmaterial verringern das Gesamtvolumen: als eine Folge gibt es eine geringere Dispersion der Enzyme und folglich eine erhöhte Effizienz.
  • Säuren und Basen:
  • Die Verwendung von Chemikalien, welche in Gegenwart des Rückführens der Borlande sehr hoch sein würde, wird durch ein Hilfsmittel verringert, welche Teil der Neuheit des Verfahrens ist: die erste Stärkeverdünnung, vor deren Hydrolyse, wird ausschließlich mit Kondensaten bewirkt, ohne die Wiederverwendung der Borlande. Dieses ist ein großer Vorteil, weil, da die Hydrolysereaktion einen optimalen pH von nicht weniger als 5,5–5,7 benötigt, die Notwendigkeit einer chemischen Base (wie z.B. Soda), um die starke Säure der Borlande zu neutralisieren, extrem hoch sein würde, wenn, wie es normalerweise geschieht, Borlande für die Verdünnung von Stärke verwendet werden; wenn im Gegensatz dazu Wasser für die Verdünnung verwendet wird, ist Säure nicht notwendig, jedoch sind die Energiekosten deutlich erhöht.
  • Weiterhin muss die anschließende Saccharifizierungs- und Fermentationsreaktion in einer sauren Umgebung stattfinden, und folglich wäre nach der Neutralisation (wenn Borlande verwendet werden) eine erneute Ansäuerung auf pH-Werte um 3,2–3,6 nötig, wobei dieses Mal eine große Menge an Säure verwendet würde.
  • Das vorliegende Verfahren sieht vor, dass vor der Hydrolyse nur die Kondensate als Verdünnungsmittel, das aus dem Verfahren zurückerhalten wird, verwendet werden, deren Neutralisation leicht und nicht beschwerlich ist, wogegen nach der Hydrolyse die anschließende Verdünnung unter Verwendung der rückgeführten klaren Borlande bewirkt wird.
  • Da diese sauer sind, erlauben sie, dass der pH praktisch ohne die Verwendung von Säuren erniedrigt wird.

Claims (9)

  1. Verbessertes Verfahren für die Herstellung von Ethanol aus Getreiden, umfassend die folgenden grundlegenden Operationen: – Mahlen des Getreides; – Mischen des gemahlenen Produkts mit den aus dem Verfahren zurückerhaltenen kondensierten Produkten allein; – Hydrolyse der so erhaltenen Mischung; – Mischen der hydrolysierten Fluidmischung mit Destillationsresten; – Saccharifikation der so verdünnten Mischung und anschließende Fermentation; – Destillation für die Abtrennung der alkoholischen Phase von der alle nicht fermentierten Reste enthaltenden Borlande; – Klarifikation und Abtrennung der Borlande-Bestandteile; – Rückführen eines Teils der klarifizierten Borlande in den Saccharifikationsschritt; – Überführen des Borlande-Kuchens zu dem Trocknungsschritt; – Mischen des oben Genannten mit einem Konzentrat, das aus der Abdampfung des nicht zur Saccharifikation rückgeführten klaren Borlande-Anteils stammt; – Trocknen der so erhaltenen Destillationsrestmischung mittels Saturation mit überhitztem Dampf; – Dampfverteilung zwischen einem in den Trocknungsabschnitt rückgeführten Dampf und einem Motordampf für die Zuführung von Antriebskraft zu den Prozesseinheiten; – Rückführen der Kondensate zu dem Mahlprodukt des Getreides.
  2. Verbessertes Verfahren für die Herstellung von Ethanol aus Weizen gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die aus dem Verfahren zurückerhaltenen Kondensate das einzige Verdünnungsmittel des gemahlenen Produkts sind und diese auf eine Temperatur im Bereich von 90 bis 95°C vor dem Mischen mit dem gemahlenen Getreide erwärmt werden.
  3. Verbessertes Verfahren für die Herstellung von Ethanol aus Getreiden gemäß Anspruch 1, wobei Borlande für die Verdünnung verwendet werden, jedoch erst nach der Hydrolysereaktion, und die Mischung des hydrolysierten Produkts mit der Borlande verdünnt wird, bis ein Gesamttrockenprodukt von etwa 25–28% erhalten wird.
  4. Verbessertes Verfahren für die Herstellung von Ethanol aus Getreiden gemäß Anspruch 1, wobei das Trocknungsverfahren der Destillationsreste durch Saturation des überhitzten Dampfes erfolgt, welcher durch den Wasserübergang von der feuchten Mischung in Dampf erhalten wird.
  5. Verbessertes Verfahren für die Herstellung von Ethanol aus Getreiden gemäß Anspruch 1 und Anspruch 4, wobei der überhitzte Dampf in rückgeführten Dampf zu dem Trockner und Motordampf für die Prozesseinheiten aufgeteilt wird.
  6. Verbessertes Verfahren für die Herstellung von Ethanol gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Motordampf zu der Bereitstellung von Motorleistung beiträgt, vorzugsweise für: – die Entwässerungs-Molekularsiebe – die Destillationseinheit – die Stärke-Hydrolyseeinheit.
  7. Verbessertes Verfahren für die Herstellung von Ethanol gemäß Anspruch 1, wobei der spezifische Energieverbrauch, bereitgestellt durch das Gas, welches den mit elektrischer Energie betriebenen Turbogenerator speist, auf 700 MJ/HN verringert wird.
  8. Verbessertes Verfahren für die Herstellung von Ethanol gemäß Anspruch 1, wobei die Verdünnung des gemahlenen Produkts an verschiedenen Punkten (nach der Hydrolyse und Saccharifikation) und mit verschiedenen Verdünnungsmitteln (Kondensat zuerst und Borlande danach) erfolgt, um eine beträchtliche Einsparung bei den Bestandteilen für die pH-Kontrolle und eine nennenswerte Energieersparnis aufgrund des reduzierten Volumens, das zu erwärmen und anschließend abzukühlen ist, zu erzielen.
  9. Verbessertes Verfahren für die Herstellung von Ethanol gemäß Anspruch 1, wobei die Prozessabflüsse um 80% reduziert werden.
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