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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der pharmazeutischen Zubereitungswissenschaft
sowie das Gebiet der therapeutischen Anwendungen von Hormonen bei
der Hormonsubstitutionsbehandlung bei Männern und bei der Empfängnisverhütung für Männer. Im
Einzelnen betrifft die Erfindung Zusammensetzungen von Testosteronestern
in Rizinusöl,
die bei intramuskulärer
Injektion zuverlässige
physiologisch günstige Serumtestosteronspiegel über einen
ausgedehnten Zeitraum gewährleisten.
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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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Seit
einigen Jahrzehnten sind Testosteronpräparate klinisch verwendet worden,
um primären
und sekundären
Hypogonadismus bei Männern
zu behandeln, um normale physiologische Testosteronspiegel zu erreichen
und um die Symptome von Androgenmangel zu mindern. Ferner sind Testosteronpräparate bei
der Empfängnisverhütung für Männer als
das einzige aktive therapeutische Mittel zum Unterdrücken der
Spermatogenese oder als ein Mittel in Verbindung mit Progestinen
oder weiteren Gonadotropin unterdrückenden Mitteln verwendet worden.
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Der
Hypogonadismus bei Männern
ist gekennzeichnet durch einen Mangel der endogenen Testosteronproduktion,
was zu abnorm niedrigen Spiegeln umlaufenden Testosterons, d.h.
Serumtestosteronspiegeln unter 10 nmol/l, führt.
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Der
Hypogonadismus bei Männern
kann nach primären
und sekundären
Ursachen klassifiziert werden: primärer oder hypergonadotroper
Hypogonadismus, angeboren oder erworben, kann abgeleitet werden von
einem Versagen der Hoden auf Grund von Hodenretention, beidseitiger
Hodentorsion, Hodenentzündung, Hodenentfernung, Klinefelter-Syndrom,
Chemotherapie oder toxischem Schaden durch Alkohol oder Schwermetalle.
Sekundärer
oder hypogonadotroper Hypogonadismus, angeboren oder erworben, wird
verursacht durch einen idiopathischen Mangel an Gonadotropin-Releasing-Hormon
(GnRH) oder eine Hypophysen-Hypothalamus-Schädigung durch Tumore, Trauma
oder Strahlung. In der überwältigenden
Mehrzahl der Fälle
ist Hypogonadismus mit einem Primärdefekt der Hoden verbunden.
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Das
klinische Bild erwachsener Männer
mit Hypogonadismus variiert stark. Zum Beispiel wird Testosteronmangel
begleitet von Symptomen unterschiedlicher Schwere, einschließlich von
sexueller Funktionsstörung,
verringerter Muskelmasse und Muskelstärke, deprimierter Stimmung
und Osteoporose.
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Aktuelle
Standardbehandlungen zielen darauf, physiologisch relevante Spiegel
von Testosteron im Serum wiederherzustellen, was für Konzentrationen
von etwa 12 nmol bis etwa 36 nmol gilt. Die intramuskuläre Injektion
von Testosteronestern, wie beispielsweise Testosteronenanthat oder
Testosteroncypionat, verabreicht alle zwei bis drei Wochen, stellt
immer noch den Standard der Testosteronsubstitutionsbehandlung in den
meisten Ländern
der Welt dar. Abgesehen von der Unbequemlichkeit häufiger Besuche
der Arztpraxis klagen die Patienten über Veränderungen des Wohlbefindens
auf Grund kurzzeitiger Schwankungen der Serumtestosteronspiegel,
die sich nach einer intramuskulären
Injektion, beispielsweise von Testosteronenanthat, aus dem pharmakokinetischen
Profil ergeben.
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In
jüngster
Zeit ist die Verwendung von Testosteronestern mit längeren aliphatischen
Ketten und/oder einer höheren
Hydrophobie in Bezug auf das Verlängern des Abstandes zwischen
den Injektionen interessant geworden. Längere Abstände zwischen den Injektionen
sind aus der Sicht des Patienten vorteilhaft.
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Zum
Beispiel berichten Zhang G. et al., 1998, über die Injektion von Zusammensetzungen,
die Testosteronundecanoat in einer Konzentration von 250 mg in 2
ml Teesamenöl,
um so eine Dosis von 500 mg oder 1000 mg Testosteronundecanoat zu
verabreichen (Zhang G. et al., A pharmacokinetic study of injectable
testosterone undecanoate in hypogonadal men. J. Andrology, Bd. 19,
Nr. 6, 1998). Zhang et al., 1999, betrifft injizierbares Testosteronundecanoat
als mögliches
empfängnisverhütendes Mittel
für Männer (Zhang
et al., J. Clin. Endocrin. & Metabolism,
1999, Bd. 84, Nr. 10, S. 3642–3646).
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Ferner
betrifft Behre et al., 1999, Testosteronundecanoat-Präparate zur
Testosteronsubstitutionsbehandlung, wie beispielsweise Testosteronundecanoat
125 mg/ml in Teesamenöl
und Testosteronundecanoat 250 mg/ml in Rizinusöl (Behre et al., Intramuscular
injection of testosterone undecanoate for the treatment of male
hypogonadism: phase I studies. European J. Endocrin., 1999, 140,
S. 414–419).
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Intramuskuläre Injektionen
von 250 mg Testosteronundecanoat und 200 mg MPA jeden Monat sind
zur Empfängnisverhütung bei
Männern
vorgeschlagen worden (Chen Zhao-dian et al., Clinical study of testosterone
undecanoate compound on male contraception. J. Clin. Androl., 1986,
Bd. 1, Ausgabe 1, Zusammenfassung).
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Wang
Lie-zhen et al. berichten über
eine Testosteronsubstitutionsbehandlung unter endung monatlicher
intramuskulärer
Injektionen von 250 mg Testosteronundecanoat (Wang Lie-zhen et al.,
The therapeutic effect of domestically produced testosterone undecanoate
in Klinefelt Syndrome. New Drugs Market 8: 28–32, 1991).
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WO
95/12383 (Chinesische Anmeldung) betrifft injizierbare Zusammensetzungen
von Testosteronundecanoat in Pflanzenölen, ausgewählt aus Teesamenöl, Sesamöl, Erdnussöl, Olivenöl und Sojabohnenöl. Das Öl liegt
wahlweise im Gemisch mit Benzylbenzoat vor. Die Zusammensetzungen
werden monatlich injiziert, wenn sie zur Empfängnisverhütung für Männer und Substitutionsbehandlung
angewendet werden.
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US 4,212,863 ist ein Patent,
das eine Lipidzubereitung von Steroiden zur oralen oder parenteralen
Verabreichung über Ölträger betrifft,
die wahlweise Benzylbenzoat einschließen, von dem gesagt wird, dass
es die Viskosität
des Lipidträgers
senkt und/oder die Löslichkeit
verbessert.
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Eckardstein
und Niesclag, 2002, berichten über
die Behandlung von Männern
mit Hypogonadismus mit Testosteronundecanoat, wobei physiologisch
relevante Testosteronspiegel über
einen ausgedehnten Zeitraum erreicht werden können nach dem anfänglichen
viermaligen Injizieren von Testosteronundecanoat in Abständen von
6 Wochen, gefolgt von aufeinanderfolgenden Injektionen mit längeren Abständen (Eckardstein und
Niesclag, Treatment of male hypogonadism wich testosterone undecanoate
injected at extended intervals of 12 weeks, J. Andrology, Bd. 23,
Nr. 3, 2002).
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Es
ist jedoch gut bekannt, dass Behandlungen mit Testosteronestern,
wie beispielsweise Testosteronundecanoat, noch verbessert werden
müssen
in Bezug auf das Erreichen zuverlässiger Serumtestosteronspiegel
im physiologisch günstigen Bereich über einen
ausgedehnten Zeitraum. Es besteht ein Bedarf an der Bereitstellung
zuverlässiger
Standardregimes, die für
eine breite Population von bedürftigen
Männern
annehmbar sind, vorzugsweise Regimes ohne die Notwendigkeit gelegentlicher
Kontrolle der Serumtestosteronspiegel und Regimes, bei denen innerhalb
eines kürzeren
Zeitraums Steady-state-Bedingungen
erreicht werden.
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KURZDARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft injizierbare Zusammensetzungen, die
Testosteronester mit Langzeitwirkung zur Verwendung in der Testosteronsubstitutionsbehandlung
umfassen. Nach dem Injizieren der Zusammensetzungen werden physiologisch
normale Testosteronspiegel im Serum innerhalb eines kurzen Zeitraums
erreicht. Ferner werden die physiologisch normalen Serumtestosteronspiegel über einen
ausgedehnten Zeitraum aufrechterhalten, ohne Schwankungen im hypogonadalen
Bereich zu zeigen. Die Zusammensetzungen sind über einen ausgedehnten Zeitraum
sowohl chemisch stabil in Bezug auf den Testosteronester als auch
physikalisch stabil in Bezug auf das Vehikel.
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Daher
betrifft die vorliegende Erfindung in einem ersten Aspekt eine für eine Injektionsverabreichung, wie
beispielsweise durch intramuskuläres
Einspritzen, vorgesehene Zusammensetzung, wobei die Zusammensetzung
einen Testosteronester, ausgewählt
aus der Gruppe von Estern, bestehend aus linearen und verzweigten
Nonanoaten, Decanoaten, Undecanoaten, Dodecanoaten, Tridecanoaten,
Tetradecanoaten und Pentadecanoaten, vorzugsweise Testosteronundecanoat,
und ein Vehikel, das Rizinusöl
und ein Hilfslösungsmittel
umfasst, umfasst.
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Ferner
betrifft die vorliegende Erfindung in einem zweiten Aspekt ein Verfahren
für die
Behandlung von Krankheiten und Symptomen, die mit mangelhaften Testosteronspiegeln
bei einem Mann assoziiert sind, zum Beispiel Verfahren für die Behandlung
von primärem
und sekundärem
Hypogonadismus, Hypophysenerkrankungen, Symptomen sexueller Funktionsstörung, Symptomen
verringerter Muskelmasse und Muskelstärke, Symptomen deprimierter
Stimmung oder Symptomen von Osteoporose. Das Verfahren umfasst das
Verabreichen durch Einspritzen eines Testosteronesters, ausgewählt aus
der Gruppe von Estern, bestehend aus linearen und verzweigten Nonanoaten,
Decanoaten, Undecanoaten, Dodecanoaten, Tridecanoaten, Tetradecanoaten
und Pentadecanoaten, wie beispielsweise Testosteronundecanoat, nach
einem besonderen Schema, umfassend:
- i) eine
Anfangsphase von 2 bis 4 Injektionen einer Dosis des Testosteronesters
mit einem Abstand von 4 bis 8 Wochen zwischen jeder Verabreichung,
wobei jede Dosis in einer Menge vorliegt, die therapeutisch einer
Dosis von Testosteronundecanoat zwischen 500 und 2000 mg entspricht,
gefolgt von
- ii) einer Erhaltungsphase von aufeinanderfolgenden Injektionen
einer Dosis des Testosteronesters mit einem Abstand von wenigstens
9 Wochen zwischen jeder aufeinanderfolgenden Verabreichung, wobei
jede Dosis in einer Menge vorliegt, die therapeutisch einer Dosis
von Testosteronundecanoat zwischen 500 und 2000 mg entspricht.
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Weitere
Aspekte betreffen die Verwendung der oben erwähnten Zusammensetzungen für die Empfängnisverhütung bei
Männern.
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Noch
andere Aspekte betreffen die Verwendung eines Testosteronesters,
ausgewählt
aus der Gruppe von Estern, bestehend aus linearen und verzweigten Nonanoaten,
Decanoaten, Undecanoaten, Dodecanoaten, Tridecanoaten, Tetradecanoaten
und Pentadecanoaten, für
die Zubereitung von Medikamenten, die in einer Form für eine parenterale
Verabreichung, wie beispielsweise in einer Form für eine intramuskuläre Einspritzung,
vorliegen und ferner ein Vehikel umfassen, das Rizinusöl und ein
Hilfslösungsmittel
umfasst. Die fraglichen Medikamente dienen hauptsächlich der
Behandlung von primärem
und sekundärem
Hypogonadismus beim Mann, um Krankheiten und Symptome zu behandeln,
die mit mangelhaften Testosteronspiegeln bei einem Mann assoziiert
sind, der eine Therapie mit einem Progestin oder Gonadotropin unterdrückenden
Mittel durchmacht.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfinder des Vorliegenden stellen hierin Standardverfahren bereit,
die zu überlegenen
pharmakokinetischen Profilen von Testosteron in vivo führen. Physiologisch
normale Serumspiegel von Testosteron werden nach dem Einleiten der
Behandlung mit den Testosteronpräparaten
der Erfindung schnell erreicht, und zuverlässige Testosteronserumspiegel
innerhalb des normalen physiologischen Bereichs werden über einen ausgedehnten
Zeitraum aufrechterhalten. Vorteilhafterweise erlauben die hierin
berichteten Standardverfahren bedeutsam verlängerte Abstände zwischen den Injektionen,
und die Serumtestosteronspiegel müssen nicht notwendigerweise
kontrolliert werden.
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Nach
der Erfindung schließt
das Standardverfahren ein, die geeignete Zubereitung einer Zusammensetzung,
die langsam abbaubare Testosteronester, wie beispielsweise Testosteronundecanoat,
umfasst, und geeignete Injektionsschemata von gut definierten Dosen
solcher Testosteronester zu verbinden.
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Ohne
an eine bestimmte Theorie angepasst zu sein, wird eine Zahl von
Parametern das pharmakokinetische Profil eines Testosteronesters,
das intramuskulär
injiziert wird, beeinflussen, insbesondere falls eine Depotwirkung
wünschenswert
ist. Eine Depotwirkung kann im Allgemeinen durch Auswählen eines
Testosteronesters erreicht werden, der langsam zu freiem Testosteron
abgebaut wird, sobald er in den Blutkreislauf eingetreten ist. Ein
zusätzlicher
Faktor, der zur Depotwirkung beiträgt, ist die Diffusionsgeschwindigkeit
des Testosteronesters von der Injektionsstelle zum Blutkreislaufsystem.
Die Diffusionsgeschwindigkeit kann von der Dosis und dem injizierten
Volumen insofern abhängen,
als dass angenommen wird, dass das Konzentrationsgefälle des
Testosteronesters an der Injektionsstelle die Diffusionsgeschwindigkeit
beeinflusst. Ferner wird die Art des zusammen mit den Testosteronestern
injizierten Vehikels die Diffusionsgeschwindigkeit der Testosteronester
vom Vehikel in die umgebenden Gewebe und die Absorptionsgeschwindigkeit
in den Blutkreislauf beeinflussen. Daher sollten sowohl der Nernstsche
Verteilungskoeffizient (n-Octanol-Wasser-Verteilungskoeffizient) des Testosteronesters
im Vehikel als auch die Viskosität
des Vehikels berücksichtigt
werden, um eine Depotwirkung anschließend an eine intramuskuläre Injektion
von Testosteronestern anzupassen.
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Außerdem sollte
der Testosteronester aus Sicherheitsgründen und wegen der Leichtigkeit
der Handhabung richtig in einem Vehikel aufgelöst werden. Häufig ist
es unmöglich,
vorherzusagen, welche Art von Vehikel sowohl den Testosteronester
auflösen
als auch die benötigte
Depotwirkung gewährleisten
kann. Daher können
Gemische verschiedener Lösungsmittel
erforderlich sein, wenngleich aus der Herstellungssicht unerwünscht.
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Die
Erfinder des Vorliegenden haben erkannt, dass eine wirksame Depotwirkung
von Testosteronestern, wie beispielsweise Testosteronundecanoat,
in vivo erreicht wird, wenn die Testosteronester intramuskulär in einem
Vehikel, das Rizinusöl
und ein geeignetes Hilfslösungsmittel
umfasst, injiziert werden. Das Hilfslösungsmittel kann die Viskosität des Rizinusöls senken
und damit das Problem mit der hohen Viskosität des Rizinusöls, wenn
es injiziert wird, lösen.
Andererseits kann das Hilfslösungsmittel
die Diffusionsgeschwindigkeit des Testosteronesters steigern, was
zu einer niedrigeren Depotwirkung anschließend an die intramuskuläre Injektion
führt.
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Wie
zu verstehen ist, betrifft ein erster Aspekt der Erfindung eine
Zusammensetzung, die einen Testosteronester, ausgewählt aus
der Gruppe von Estern, bestehend aus linearen und verzweigten Nonanoaten, Decanoaten,
Undecanoaten, Dodecanoaten, Tridecanoaten, Tetradecanoaten und Pentadecanoaten,
und ein Vehikel, das Rizinusöl
und ein Hilfslösungsmittel
umfasst, umfasst.
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Die
Zusammensetzung ist zubereitet für
eine parenterale Verabreichung, vorzugsweise eine intramuskuläre Injektion.
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Bei
geeigneten Ausführungsformen
der Erfindung ist der Testosteronester ausgewählt aus Estern, wobei die Estergruppe
ein Nonanoat, ein Decanoat, ein Undecanoat, ein Dodecanoat, ein
Tridecanoat, ein Tetradecanoat oder ein Pentadecanoat ist. Vorzugsweise
kann die Estergruppe in der 17β-Position
des Testosteronmoleküls
angeordnet sein. Bei der gegenwärtig
interessierenden Ausführungsform
ist der Testosteronester Testosteronundecanoat, ein Testosteronester
mit einer aliphatischen Seitenkette in der 17β-Position. Der chemische Name
ist 17β-Hydroxyandrost-4-en-3-on-undecanoat.
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Der
Begriff „Rizinusöl" soll für die parenterale
Verwendung raffiniertes Rizinusöl
umfassen, wie beispielsweise im DAB beschrieben, wobei das Rizinusöl in einer
Form ohne Antioxidanzien bereitgestellt und mit der ersten Pressung
von Ricinus communis ohne Anwendung von Extraktionsvorgängen gewonnen
wird. Es sollte sich ebenfalls verstehen, dass das Rizinusöl nicht
hydriert oder wenigstens zum Teil nicht hydriert ist. Bei einigen
Ausführungsformen
kann ein kleinerer Teil der Doppelbindungen hydriert sein. Zum Beispiel
können weniger
als 20 Gew.-% der Doppelbindungen hydriert sein. Vorzugsweise können weniger
als 10 Gew.-% der Doppelbindungen
hydriert sein, bevorzugter weniger als 5 Gew.-%, noch bevorzugter
weniger als 2 Gew.-%, insbesondere sind weniger als 1 Gew.-% der
Doppelbindungen hydriert. Rizinusöl erscheint bei Raumtemperatur
als Flüssigkeit.
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Wie
dargelegt, ist das Hilfslösungsmittel
des Vehikels, wenigstens zum Teil, ein wesentliches Element der
Zusammensetzungen der Erfindung. Solche Hilfslösungsmittel können im
Allgemeinen durch ihre Fähigkeit
zum Verringern der Viskosität
von Rizinusöl,
bestimmt durch ein Höppler-Viskosimeter,
definiert werden.
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Das
Injizieren hoch viskoser Vehikel, wie beispielsweise von Rizinusöl, ist auf
Grund des Widerstands des Vehikels, wenn es durch die Kanüle hindurchgeht,
mit technischen Begrenzungen der Größe der Kanüle verbunden. Es wird häufig empfohlen,
dass die Viskosität
einer Injektionslösung
unterhalb von 100 mPas gehalten werden sollte. Unter bestimmten
Umständen
kann die Viskosität
eines Endprodukts, fertig, um injiziert zu werden, wie beispielsweise
eines rekonstituierten Produkts, z.B. bei Raumtemperatur weniger
als 100 mPas, wie beispielsweise 90 mPas, 80 mPas, 70 mPas, betragen.
Bei einigen Ausführungsformen
beträgt
die Viskosität
des Vehikels bei Raumtemperatur weniger als 60 mPas, 50 mPas, 40
mPas oder 30 mPas.
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Folglich
beziehen sich geeignete Ausführungsformen
der Erfindung auf diejenigen, bei denen das Hilfslösungsmittel
aus denen ausgewählt
wird, die, wenn sie mit Rizinusöl
in einem Öl-Hilfslösungsmittel-Volumenverhältnis zwischen
1:0,2 bis 1:3 vermischt werden, die Viskosität von 950–1100 mPas auf 20 mPas bei Raumtemperatur
abfallen lassen. Vorzugsweise wird das Hilfslösungsmittel aus denen ausgewählt, bei
denen die Viskosität
von 950–1100
mPas auf etwa 80–100
mPas bei Raumtemperatur abfällt,
wenn das Hilfslösungsmittel
mit Rizinusöl
in einem Öl-Hilfslösungsmittel-Volumenverhältnis von
etwa 1:1 bis 1:3 vermischt wird. Die Viskosität des Vehikels kann mit einem
Viskosimeter des Höppler-Typs
bestimmt werden. Das Viskosimeter des Höppler-Typs besteht aus einem
geneigten Glasrohr, in dem eine Kugel mit bekannter Dichte, Masse
und Durchmesser durch die zu messende Flüssigkeit gleitet und die Falldauer
der Kugel gemessen wird. Die Viskosität wird bei einer feststehenden
Temperatur, häufig
der Raumtemperatur, wie beispielsweise 20°C oder 25°C, gemessen. Die Messungen werden
wiederholt, bis die Werte gleichbleibend sind.
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Das
Hilfslösungsmittel
kann gekennzeichnet werden durch seine Fähigkeit, die Viskosität eines
Vehikels, wie beispielsweise Rizinusöl, des Lösungsmittels auf eine verhältnisabhängige Weise
zu verringern.
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Bei
einer interessanten Ausführungsform
der Erfindung wird die Viskosität
eines Gemischs aus Rizinusöl
und einem Hilfslösungsmittel
in einem Volumenverhältnis
von 1;0,1 bis 1:1,7 von 60% auf 5% derjenigen von Rizinusöl verringert.
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Bei
einer geeigneten Ausführungsform
der Erfindung wird die Viskosität
eines Gemischs aus Rizinusöl und
einem Hilfslösungsmittel
in einem Verhältnis
von 1:0,02, auf das Volumen bezogen, um etwa 10% im Verhältnis zur
Viskosität
von Rizinusöl
verringert. Bei anderen Ausführungsformen
wird, wenn das Verhältnis
zwischen dem Öl
und dem Hilfslösungsmittel
1:0,04, auf das Volumen bezogen, beträgt, die Viskosität um 20% im
Verhältnis
zur Viskosität
von Rizinusöl
verringert, wenn das Verhältnis
1:0,08, auf das Volumen bezogen, beträgt, wird die Viskosität um 25%
verringert, wenn das Verhältnis
1:0,1, auf das Volumen bezogen, beträgt, wird die Viskosität um 40%
verringert, wenn das Verhältnis
1:0,2, auf das Volumen bezogen, beträgt, wird die Viskosität um 50%
verringert, wenn das Verhältnis
1:0,35, auf das Volumen bezogen, beträgt, wird die Viskosität um 75%
verringert, wenn das Verhältnis
1:0,5, auf das Volumen bezogen, beträgt, wird die Viskosität um 80%
verringert, wenn das Verhältnis
1:1, auf das Volumen bezogen, beträgt, wird die Viskosität um 90%
verringert, oder wenn das Verhältnis
1:1,6, auf das Volumen bezogen, beträgt, wird die Viskosität um 95%
verringert.
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Bei
einer weiteren interessanten Ausführungsform der Erfindung liegt
die Viskosität
der Zusammensetzung unter 100 mPas. Ferner liegt bei einigen Ausführungsformen
die Viskosität
des Vehikels, wie beispielsweise des Gemischs aus Rizinusöl und einem
Hilfslösungsmittel,
wie beispielsweise Benzylbenzoat, unter 90 mPas, beträgt die Viskosität des Vehikels
etwa 60–100
mPas, wie beispielsweise 70 bis 100 mPas, wie beispielsweise 80–90 mPas
bei Raumtemperatur (20°C
bis 25°C).
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Wie
erwähnt,
kann die Viskosität
des injizierten Vehikels das pharmakokinetische Profil einer injizierten Substanz
bestimmen. Folglich befinden sich, um ein Endprodukt mit einer geeigneten
Depotwirkung in vivo zu erzielen, das Rizinusöl und das Hilfslösungsmittel
in einem Volumenverhältnis,
das von 1:0,2 bis 1:3, wie beispielsweise von 1:0,5 bis 1:3 oder
von 1:0,75 bis 1:2,5, reicht. Vorzugsweise liegt das Volumenverhältnis im Bereich
von 1:1 bis 1:2.
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Bei
gegenwärtig
interessierenden Ausführungsformen
der Erfindung ist das Hilfslösungsmittel
Benzylbenzoat. Im Prinzip können
andere Arten von Hilfslösungsmitteln
für eine
Verwendung in Verbindung mit Rizinusöl anwendbar sein, wie beispielsweise
Ethanol oder Benzylalkohol. Interessante Hilfslösungsmittel der vorliegenden
Erfindung sind diejenigen, die in der Lage sind, die Testosteronester
aufzulösen,
und mit Rizinusöl mischbar
sind. Von besonderem Interesse sind Hilfslösungsmittel, die zum Auflösen von
etwa 100–500
mg, wie beispielsweise 250 mg, Testosteronundecanoat in 1 ml des
Hilfslösungsmittels
innerhalb von 50 Minuten bei 40°C
oder innerhalb von 20 Minuten bei 60°C geeignet sind.
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Die
Löslichkeit
der Testosteronester kann vom Hinzufügen eines Hilfslösungsmittels
zum Rizinusölvehikel
beeinflusst werden. Wahrscheinlich kann die Löslichkeit verbessert werden.
Folglich ist der Testosteronester bei einigen Ausführungsformen
vollständig
in der Zusammensetzung aufgelöst,
und bei anderen Ausführungsformen
ist der Testosteronester teilweise in der Zusammensetzung dispergiert.
Vorzugsweise sind die Testosteronester vollständig im Vehikel aufgelöst. Das
heißt,
dass durch Röntgenbeugungsanalyse
keine Testosteronteilchen nachgewiesen werden können.
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Die
vorliegende Erfindung stellt Zusammensetzungen bereit, bei denen
das Hilfslösungsmittel
im Vehikel mit Konzentrationen vorhanden ist, die von 55 bis 85
Vol.-% reichen.
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Mit
anderen Worten, das Vehikel umfasst das Rizinusöl in einer Volumenkonzentration
zwischen 25 und 45 Vol.-% oder 25 und 40 Vol.-%.
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Es
sollte sich verstehen, dass die Zusammensetzung absichtlich kein
anderes Pflanzenöl,
wie beispielsweise Teesamenöl,
umfassen sollte. Das heißt,
dass Rizinusöl
das einzige in der Zusammensetzung vorhandene Pflanzenöl ist, oder
dass Rizinusöl
wenigstens 50%, auf das Volumen bezogen, des Gesamtgehalts des Pflanzenöls im Vehikel
ausmacht, wie beispielsweise wenigstens 60%, 70%, 80% oder 90%,
auf das Volumen bezogen.
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Es
wird allgemein eingeschätzt,
dass die benötigte
Konzentration des Hilfslösungsmittels
von einer Zahl von Faktoren abhängt,
wie beispielsweise i) der Menge an Testosteronester im Injektionsvehikel,
ii) der erforderlichen Viskositätsverringerung
und iii) den Freisetzungseigenschaften des Injektionsvehikels in
Bezug auf den Testosteronester an der Injektionsstelle (der Diffusionsgeschwindigkeit).
Bei interessanten Ausführungsformen
der Erfindung macht das Hilfslösungsmittel
wenigstens 50 vol.-% aus. Interessanterweise liegt das Hilfslösungsmittel
in einer Menge vor, die von etwa 40 bis 80 Vol.-% des Vehikels reicht,
wie beispielsweise etwa 50 bis 70 Vol.-%, insbesondere liegt das
Hilfslösungsmittel
in einer Menge vor, die von etwa 55 bis 65 Vol.-% des Vehikels reicht.
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Bei
einigen Ausführungsformen
der Erfindung sollte die Konzentration des Hilfslösungsmittels
begrenzt werden, um die Diffusionsgeschwindigkeit der Testosteronester,
zum Beispiel an der Injektionsstelle, zu verringern. Daher sollte
die Konzentration des Hilfslösungsmittels
im Vehikel bei einigen Ausführungsformen geringer
als 75 Vol.-% sein.
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Es
ist bekannt, dass das Volumen, das intramuskulär injiziert werden kann, die
Freisetzungsgeschwindigkeit eines Wirkstoffs aus einem Vehikel beeinflussen
kann.
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Ein
Injektionsvolumen von 5 ml wird im Allgemeinen als das maximale
Volumen betrachtet, das durch eine einzige intramuskuläre Injektion
an eine Injektionsstelle verabreicht werden kann. Wenn eine intramuskuläre Injektion
von Volumina, die größer sind
als 5 ml, erforderlich ist, muss das Injektionsvolumen in zwei oder mehr
gesonderte Injektionen an unterschiedliche Injektionsstellen aufgeteilt
werden. Jedoch sind mehrfache Injektionen zum Verabreichen einer
Dosis im Allgemeinen auf Grund des dem Patienten verursachten Unbehagens
nicht zu bevorzugen.
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Die
Injektion einer Einzeldosis an eine Injektionsstelle bietet gegenüber einer
Mehrfachinjektion aufgeteilter Einzeldosen große Vorteile beim Steuern der
Freisetzungsgeschwindigkeit eines Wirkstoffs. Die vorliegende Erfindung
betrifft Injektionsschemata, bei denen eine Einzeldosis eines Testosteronesters
in nicht mehr als zwei gesonderte Injektionen an eine oder mehr
Injektionsstellen aufgeteilt wird. Am bevorzugtesten wird eine Einzeldosis
eines Testosteronesters als eine einzige Injektion an eine Injektionsstelle
injiziert. Daher wird bei gegenwärtig
interessierenden Ausführungsformen
der Erfindung die Dosis der Testosteronester als eine einzige Injektion
an eine Injektionsstelle verabreicht, wobei das injizierte Volumen
1 bis 5 ml, vorzugsweise 1 bis 4 ml, wie beispielsweise 1,5 bis
4 ml, beträgt.
Geeignete Injektionsvolumina der Erfindung zum Sichern reproduzierbarer
Verabreichungsvolumina und gleichförmiger Freisetzung der Testosteronester
sind geringer als 5 ml, wie beispielsweise etwa 5 ml, etwa 4 ml,
etwa 3 ml, etwa 2 ml und etwa 1 ml.
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Um
Einzelinjektionen und niedrige Injektionsvolumina zu verwenden,
muss die Konzentration der Testosteronester in den Zusammensetzungen
verhältnismäßig hoch
sein. Folglich liegt ein Testosteronester, wie beispielsweise Testosteronundecanoat,
in einer Konzentration von 100 mg bis 1000 mg pro ml des Vehikels vor.
Bei weiteren interessanten Ausführungsformen
liegt der Testosteronester, wie beispielsweise Testosteronundecanoat,
in einer Konzentration von 130 bis 750 mg pro ml des Vehikels, vorzugsweise
von 150 bis 500 mg pro ml, insbesondere von 175 bis 400 mg pro ml,
wie beispielsweise etwa 250 mg/ml des Vehikels, vor.
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Die
Zusammensetzung kann passend als eine Einheitsdosisform zubereitet
werden, wie beispielsweise als eine Einheitsdosis, vorgesehen, um
als eine Einzeldosis injiziert zu werden. Bei solchen Ausführungsformen
liegt der Testosteronester, wie beispielsweise Testosteronundecanoat,
in einer Dosis von 500 bis 4000 mg, vorzugsweise von 500 mg bis
3000 mg, noch bevorzugter von 750 mg bis 2000 mg, insbesondere von
750 mg bis 1500 mg, wie beispielsweise 1000 mg, vor.
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Es
wird ferner erwogen, dass Zusammensetzungen der Erfindung ein weiteres
therapeutisch aktives Mittel, wie beispielsweise ein Progestin und/oder
ein weiteres, Gonadotropin unterdrückendes Mittel, anders als
ein Testosteronester, umfassen.
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Wie
hierin verwendet, umfasst der Begriff „Progestin" alle Verbindungen mit Progestinaktivität, wie beispielsweise
Cyproteron, Drospirenon, Etonogestrel, Desogestrel, Gestoden, Levonogestrel,
Norethisterone, Norgestimat, Norethindron, Norethhindronacetat,
Norethynodrel, Norgestimat, Norgestrel, Medrogeston, Medroxyprogesteronacetat
und Progesteron.
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Die
Zusammensetzungen der Erfindung sind chemisch stabil in Bezug auf
die Testosteronester. Das heißt,
dass nach Langzeitlagerung (wie beispielsweise nach 7 Wochen oder
17 Wochen oder sogar länger) Abbauprodukte
nicht nachgewiesen werden konnten, unter Bedingungen, die normalerweise
dafür bekannt sind,
dass sie Abbauvorgänge
beschleunigen, wie beispielsweise Veränderungen bei Temperaturen,
hohen und niedrigen Temperaturen und verschiedener relativer Feuchtigkeit.
Zum Beispiel ist nach einer Lagerung der Zusammensetzung über wenigstens
7 Wochen, wie beispielsweise über
16 oder 17 Wochen, über
6 Monate oder über
9 oder 12 Monate, bei 40°C
und 25% relativer Feuchtigkeit im Dunkeln weniger als 1%, auf das Gewicht
bezogen, an Abbauprodukten von Testosteronestern vorhanden. Vorzugsweise
sind nach einer Lagerung bei den oben erwähnten Bedingungen weniger als
0,5 Gew.-%, wie beispielsweise weniger als 0,2 Gew.-%, an Abbauprodukten
von Testosteronestern vorhanden.
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Außerdem ist
das Vehikel, das Rizinusöl
und Benzylbenzoat umfasst, ebenfalls hochgradig insofern stabil,
als dass nach Lagerung der Zusammensetzung über einen langen Zeitraum bei
verschiedenen Temperaturen kein Sublimat der Lösung zu sehen ist.
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Zusammensetzungen
nach der Erfindung können
nach Techniken zubereitet werden, die Fachleuten auf dem Gebiet
bekannt sind.
-
Ein
erster Schritt bei der Zubereitung einer Zusammensetzung der Erfindung
umfasst das Auflösen des
Testosteronesters im Hilfslösungsmittel.
Danach wird die Testosteronundecanoat-Hilfslösungsmittel-Lösung mit
Rizinusöl
verbunden. Die fertige Lösung
kann danach durch einen Filter von 0,2 μm filtriert, wahlweise zum Beispiel
in Kohlegelbglasflaschen gefüllt
werden, bevor es schließlich
bei 180°C über 3 Stunden
sterilisiert wird.
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Es
wird zu bedenken gegeben, dass das Vehikel, worin der Testosteronester
aufgelöst
wird, ferner einen oder mehrere Hilfsstoffe, wie beispielsweise Konservierungsmittel,
Stabilisierungsmittel, andere Hilfslösungsmittel und Antioxidationsmittel,
umfassen kann. Geeignete Vehikel sind steril, pyrogenfrei und frei
von Teilchen.
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Wie
oben festgestellt, haben die Erfinder des Vorliegenden eine Zubereitung
von Testosteronestern bereitgestellt, die überlegene pharmakokinetische
Profile des Testosterons im Blut besitzt, über:
- • Auswählen eines
richtigen Injektionsvehikels für
die Testosteronester, um so eine langsame Diffusion der Testosteronester
von der Injektionsstelle und langsame Auflösung des Testosteronesters
in freies Testosteron im Blut zu sichern, und
- • Auswählen eines
einfachen und zuverlässigen
Verabreichungsschemas einer solchen Zusammensetzung für die Behandlung
von Krankheiten und Symptomen, die mit mangelhaften endogenen Testosteronspiegeln
bei einem Mann assoziiert sind.
-
Folglich
betrifft ein weiterer Aspekt der Erfindung ein Verfahren zur Behandlung
von Krankheiten und Symptomen, die mit mangelhaften endogenen Testosteronspiegeln
bei einem Männchen,
wie beispielsweise einem Säugetiermännchen,
wie beispielsweise einem Mann, assoziiert sind, umfassend das Verabreichen durch
Injektion, wie beispielsweise durch intramuskuläre Injektion, eines Testosteronesters,
ausgewählt
aus der Gruppe von Estern, bestehend aus linearen und verzweigten
Nonanoaten, Decanoaten, Undecanoaten, Dodecanoaten, Tridecanoaten,
Tetradecanoaten und Pentadecanoaten, wobei das Verfahren ferner
umfasst:
- i) eine Anfangsphase, umfassend 2
bis 4 Injektionen einer Einzeldosis des Testosteronesters mit einem
Abstand von 4 bis 10 Wochen zwischen jeder Injektion, wobei jede
Dosis in einer Menge vorliegt, die therapeutisch einer Dosis von
Testosteronundecanoat zwischen 500 und 2000 mg entspricht, gefolgt
durch
- ii) eine Erhaltungsphase, umfassend aufeinanderfolgende Injektionen
einer Einzeldosis des Testosteronesters mit einem Abstand von wenigstens
9 Wochen zwischen jeder aufeinanderfolgenden Injektion, wobei jede
Dosis in einer Menge vorliegt, die therapeutisch einer Dosis von
Testosteronundecanoat zwischen 500 und 2000 mg entspricht.
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Der
Ausdruck „therapeutisch
entsprechend" soll
die Dosis eines beliebigen Testosteronesters der Erfindung in Bezug
auf die therapeutisch relevante Dosis an Testosteronundecanoat definieren.
Falls zum Beispiel gezeigt worden ist, dass die therapeutisch relevante
Dosis an Testosteronundecanoat zum Wiederherstellen von Testosteronblutspiegeln
im Bereich von 12–35
nmol etwa 1000 mg beträgt,
ist die Dosis eines beliebigen Testosteronesters der Erfindung diejenige
Dosis, welche die gleiche Wirkung erreicht wie Testosteronundecanoat.
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Der
Begriff „Verabreichung
durch Injektion" soll
eine beliebige Form für
die Injektion in einen Muskel oder die subkutane Injektion umfassen.
Die bevorzugte Form einer Injektion ist durch intramuskuläre Injektion.
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Vorzugsweise
umfasst die Anfangsphase 2 oder 3 Injektionen einer Dosis des Testosteronesters,
wie beispielsweise Testosteronundecanoat, mit einem Abstand von
4 bis 8 Wochen zwischen jeder Injektion. Bei einer am meisten interessierenden
Ausführungsform
schließt
die Anfangsphase 2 Injektionen einer Einzeldosis des Testosteronesters
mit einem Abstand von 4 bis 10 Wochen zwischen jeder Injektion ein.
Bei gegenwärtig
interessierenden Ausführungsformen
beträgt
der Abstand zwischen den Injektionen in der Anfangsphase 6 Wochen.
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In
weiteren Aspekten betrifft die Erfindung die Verwendung eines Testosteronesters,
ausgewählt
aus der Gruppe von Estern, bestehend aus linearen und verzweigten
Nonanoaten, Decanoaten, Undecanoaten, Dodecanoaten, Tridecanoaten,
Tetradecanoaten und Pentadecanoaten, für die Zubereitung eines Medikaments
für die
Behandlung von primärem
und sekundärem
Hypogonadismus beim Mann, wobei das Medikament in einer zur Injektionsverabreichung
vorgesehenen Form vorliegt und ferner ein Vehikel umfasst, das Rizinusöl und ein
Hilfslösungsmittel
umfasst.
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Die
Erfinder des Vorliegenden bieten hierin den Beweis, dass nach dem
Verabreichen eines ersten Injektionsintervalls von 6 Wochen (Injektion
einer ersten Dosis, gefolgt von einer zweiten Dosis 6 Wochen nach der
ersten Injektion) der Zeitraum bis zu Steadystate-Bedingungen verkürzt ist.
Folglich kann eine Erhaltungsphase bereits nach 6 Wochen Behandlung
beginnen. Wie hierin ferner gezeigt, kann die aufeinanderfolgende Injektion
von Testosteronundecanoat unter Anwendung von Abständen von
10 Wochen oder 12 Wochen zwischen den Injektionen durchgeführt werden,
um Serumtestosteronspiegel zu erreichen, die durch den gesamten
Zeitraum zwischen den Injektionen gut innerhalb des normalen Bereichs
von 10 bis 35 nmol/l bleiben. Folglich ist ein Injektionsschema
gefunden worden, das zu zuverlässigen
Serumtestosteronspiegeln führt,
die von 10 bis 35 nmol/l reichen.
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Das
pharmakokinetische Profil der Zusammensetzung der Erfindung ermöglicht ausgedehnte
Zeiträume
zwischen den Injektionen, wenn erstmals Steady-state-Bedingungen
erreicht sind. Folglich umfasst bei bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung die Erhaltungsphase, dass die aufeinanderfolgenden
Injektionen mit einem Abstand von 10 Wochen zwischen aufeinanderfolgenden
Injektionen, vorzugsweise mit einem Abstand von 11 Wochen, wie beispielsweise
mit Abständen
von 12, 13, 14, 15 und 16 Wochen zwischen aufeinanderfolgenden Injektionen
der Zusammensetzungen der Erfindung durchgeführt werden.
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Die
tatsächliche
Dosis an Testosteronester, die injiziert wird, wird ebenfalls die
Depotwirkung der Zusammensetzungen der Erfindung modifizieren. Daher
ist bei geeigneten Ausführungsformen
der Erfindung die injizierte Einzeldosis des Testosteronesters eine
Menge, die therapeutisch einer Einzeldosis an Testosteronundecanoat
zwischen 750 und 1500 mg entspricht. Vorzugsweise werden 1000 mg
Testosteronundecanoat oder eine beliebige therapeutisch gleichwertige
Dosis eines anderen Testosteronundecanoats der Erfindung als Einzeldosis
injiziert.
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Wie
zu verstehen sein wird, können
die oben angegebenen Dosen, wie beispielsweise die während der
Anfangsphase injizierten Dosen und die während der Erhaltungsphase injizierten
Dosen, ähnlich
oder unterschiedlich sein. Daher umfassen bei einigen Ausführungsformen
der Erfindung die während
der Anfangsphase injizierten Dosen die gleiche Menge an Testosteronester.
Bei anderen Ausführungsformen
unterscheiden sich die während
der Anfangsphase injizierten Dosen von einer Injektion zu einer
anderen. Ähnlich
sind bei einigen Ausführungsformen
die während
der Erhaltungsphase injizierten Dosen durch den gesamten Zeitraum ähnlich,
oder sie können
abweichen. Es ist offensichtlich, dass sich die in der Anfangsphase
verabreichten Dosen von den in der Erhaltungsphase verabreichten
unterscheiden können.
Vorzugsweise umfassen jedoch die in der Anfangsphase und der Erhaltungsphase
injizierten Dosen der Testosteronester die gleiche Menge an Testosteronester.
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Wie
oben erwähnt,
betrifft die Erfindung ein Verfahren für die Behandlung von Krankheiten
und Symptomen, die mit mangelhaften endogenen Testosteronspiegeln
bei einem Männchen,
wie beispielsweise einem Säugetiermännchen,
wie beispielsweise einem Mann, assoziiert sind. Wie hierin verwendet,
sollen mangelhafte Testosteronspiegel bei einem Mann, wie beispielsweise
einem Mann mit Hypogonadismus, Spiegel von Testosteron im Serum
von weniger als 10 oder 9 nmol/l umfassen.
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Bei
einer Ausführungsform
der Erfindung können
die mangelhaften Testosteronspiegel durch eine Behandlung mit Progestinen
oder Gonadotropin unterdrückenden
Mitteln verursacht sein. Folglich können Verfahren für die Behandlung
von mangelhaften endogenen Testosteronspiegeln bei einem Männchen Verfahren für eine Empfängnisverhütung bei
Männern
einschließen.
Daher sind bei einigen Ausführungsformen
der Erfindung die Verfahren zur Behandlung und die Verwendungen
auf eine Empfängnisverhütung bei
Männern
gerichtet, wobei wahlweise ein Progestin oder ein weiteres Gonadotropin
unterdrückendes
Mittel in die Behandlung eingeschlossen ist.
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Deshalb
betrifft die Erfindung in noch weiteren Aspekten die Verwendung
eines Testosteronesters, ausgewählt
aus der Gruppe von Estern, bestehend aus linearen und verzweigten
Nonanoaten, Decanoaten, Undecanoaten, Dodecanoaten, Tridecanoaten,
Tetradecanoaten und Pentadecanoaten, für die Zubereitung eines Medikaments
für die
Behandlung von Krankheiten und Symptomen, die mit mangelhaften endogenen Testosteronspiegeln
bei einem Mann assoziiert sind, der eine Therapie mit einem Progestin
oder einem weiteren Gonadotropin unterdrückenden Mittel durchmacht,
wobei das Medikament in einer zum Injizieren vorgesehenen Form,
wie beispielsweise in einer Form zum intramuskulären Injizieren, vorliegt und
der Testosteronester, wie beispielsweise Testosteronundecanoat,
in einem Vehikel vorliegt, das Rizinusöl und ein Hilfslösungsmittel
umfasst.
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Im
Allgemeinen betrifft die Erfindung die Verwendung einer Zusammensetzung,
wie hierin definiert, für eine
Empfängnisverhütung bei
Männern
oder für
die Behandlung von Krankheiten und Symptomen, die mit mangelhaften
endogenen Testosteronspiegeln bei einem Mann assoziiert sind.
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Allgemein
gesprochen, können
Krankheiten und Symptome von mangelhaften endogenen Testosteronspiegeln
bei einem Mann sexuelle Funktionsstörung, verringerte Muskelmasse
und Muskelstärke,
deprimierte Stimmung und/oder Osteoporose einschließen.
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Krankheiten
von Interesse betreffen im Allgemeinen primären und sekundären Hypogonadismus
und Hypophysenerkrankungen. Folglich schließen Ausführungsformen der Erfindung
die Behandlung von Krankheiten ein, die mit primärem und sekundärem Hypogonadismus
und Hypophysenerkrankungen assoziiert sind. Primärer Hypogonadismus kann abgeleitet
werden von einem Versagen der Hoden auf Grund von Hodenretention,
beidseitiger Hodentorsion, Hodenentzündung, Hodenentfernung, Klinefelter-Syndrom,
Chemotherapie oder toxischem Schaden durch Alkohol oder Schwermetalle.
Sekundärer
Hypogonadismus kann abgeleitet werden von einem idiopathischen Mangel
an Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) oder einer Hypophysen-Hypothalamus-Schädigung,
assoziiert mit Tumoren, Trauma oder Strahlung.
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Deshalb
sind bei einigen Ausführungsformen
der Erfindung die Behandlung und die Verwendungen der Erfindung
auf einen Mann mit Hypogonadismus, einen Mann mit Hypophysenerkrankungen
und/oder einen Mann, der eine Therapie mit Gonadotropin unterdrückenden
Mitteln oder Progestinen durchmacht, gerichtet.
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Ferner
muss, wie dargelegt, die Einzeldosis eines Testosteronesters so
justiert werden, dass zuverlässige
Serumtestosteronspiegel erreicht werden. Folglich umfasst bei einigen
Ausführungsformen
die Verwendung eines Testosteronesters für die Zubereitung eines Medikaments,
dass der Testosteronester in einer Einheitsdosis vorliegt, die therapeutisch
einer Dosis an Testosteronundecanoat entspricht, oder dass der Testosteronester
in einer Dosis vorliegt, die einer 6-Wochendosis von 500 mg bis 2000 mg an
Testosteronundecanoat entspricht. Bei einigen Ausführungsformen
entspricht die Dosis einer 9-Wochendosis
von 500 bis 2000 mg an Testosteronundecanoat, einer 10-Wochendosis
von 500 mg bis 2000 mg, einer 11-Wochendosis von 500 mg bis 2000
mg, einer 12-Wochendosis von 500 mg bis 2000 mg, einer 13-Wochendosis
von 500 mg bis 2000 mg, einer 14-Wochendosis
von 500 bis 2000 mg, einer 15-Wochendosis von 500 bis 2000 mg und
einer 16-Wochendosis von 500 bis 2000 mg. Vorzugsweise entsprechen
solche 6-, 9-, 10-, 11-, 12-, 13-, 14-, 15- und 16-Wochendosen einer
Dosis an Testosteronundecanoat von 750 mg bis 1500 mg, vorzugsweise
von 1000 mg.
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Wie
ferner zu verstehen ist, schließen
das Verfahren für
Behandlungen und die Verwendung, wie hierin beschrieben, Ausführungsformen
ein, bei denen der Testosteronester, wie beispielsweise Testosteronundecanoat,
in einer Zusammensetzung, wie hierin definiert, bereitgestellt wird.
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FIGUREN
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1.
Gesamtspiegel an Testosteron im Serum im Anschluss an eine Injektion
von Testosteronundecanoat.
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Die
Figur zeigt die Testosteronspiegel (Gesamtmengen) im Anschluss an
das Injizieren einer Zubereitung von Testosteronundecanoat in einem
Vehikel, das 4 ml eines Gemischs von Rizinusöl und Benzylbenzoat in einem Verhältnis von
1:1,7, auf das Volumen bezogen, enthält. Siehe Beispiel 3 wegen
des Injektionsschemas. Die gepunkteten Linien zeigen die Anfangsphase
von zwei Injektionen von 1000 mg an TU mit einem Abstand von 6 Wochen,
gefolgt von 3 Injektionen von TU mit einem Abstand von 10 Wochen
zwischen den Injektionen. Die vollen Linien zeigen das fortgesetzte
Injizieren von 1000 mg TU mit einem Abstand von 12 Wochen zwischen
den Injektionen.
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BEISPIELE
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BEISPIEL 1
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Die
Zusammensetzungen nach der vorliegenden Erfindung werden nach Techniken,
die Fachleuten auf dem Gebiet bekannt sind, für eine intramuskuläre Injektion
angesetzt und zubereitet.
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Die
Zusammensetzungen werden im Allgemeinen zubereitet durch Einbringen
einer therapeutisch wirksamen Menge eines beliebigen der Testosteronester
der Erfindung, wie beispielsweise Testosteronundecanoat, in ein
passendes Vehikel, das Rizinusöl
und ein Hilfslösungsmittel,
wie beispielsweise Benzylbenzoat, umfasst. Weitere Hilfsstoffe können hinzugefügt werden.
Schließlich
werden die Zusammensetzungen einem Sterilisationsvorgang unterworfen.
Das Vehikel, in dem der Wirkstoff aufgelöst wird, kann Hilfsstoffe,
wie beispielsweise Konservierungsmittel, Stabilisierungsmittel,
Hilfslösungsmittel
und Antioxidationsmittel, umfassen. Geeignete Vehikel sind steril,
pyrogenfrei und frei von Teilchen.
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Die
Zusammensetzungen können
in einer Einheitsdosierungsform, z.B. in Ampullen, oder in Mehrfachdosenbehältern dargeboten
werden.
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Die
Zubereitung von Zusammensetzungen nach einer Ausführungsform
der Erfindung kann die folgenden Schritte umfassen:
- i) Vorsterilisieren von Hilfsstoffen und Testosteronestern,
- ii) Zubereiten einer Lösung
von Testosteronestern,
- iii) Hinzufügen
eines oder mehrerer Hilfsstoffe zu der Lösung von Testosteronestern,
- iv) Filtrieren der Zusammensetzung,
- v) Vorbereiten/Füllen
von Einzel- oder Mehrfachdosenbehältern,
- vi) Sterilisieren.
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Bei
einem spezifischen Beispiel der Erfindung wird das Testosteronundecanoat
in Benzylbenzoat aufgelöst,
danach wird die Testosteronundecanoat-Benzylbenzoat-Lösung mit dem Rizinusöl verbunden,
das danach durch einen Filter von 0,2 μm filtriert, in Kohlegelbglasflaschen
gefüllt
und schließlich
bei 180°C über 3 Stunden
sterilisiert wird.
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BEISPIEL 2
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Die
therapeutische Wirksamkeit und Sicherheit einer Zubereitung, die
1000 mg Testosteronundecanoat in einem Vehikel von 4 ml aus einem
Gemisch von Rizinusöl
und Benzylbenzoat in einem Verhältnis
von 1:1,7, auf das Volumen bezogen, enthält, sind bei Männern mit
Hypogonadismus untersucht worden. Die Zubereitung (4 ml, 1000 mg
Testosteronundecanoat) wurde den Männern mit Hypogonadismus intramuskulär injiziert,
nach dem folgenden Schema:
- • Anfangsphase, die 4 Injektionen
der Zubereitung mit Abständen
von 6 Wochen zwischen den Injektionen umfasst,
- • Erhaltungsphase,
die das Injizieren der Zubereitung in Abständen von 10 oder 12 Wochen
zwischen den Injektionen umfasst.
-
Die
vorliegende Studie betrifft eine Eingruppenstudie, welche die Wirksamkeit
und Sicherheit einer intramuskulären
Langzeitinjektion von Testosteronundecanoat für die Behandlung von Symptomen
von Hypogonadismus bei Männern
untersucht. Die Patienten erhielten 4 Testosteronundecanoat-Injektionen
von 1000 mg, die ersten drei Injektionen mit einem Abstand von 6
Wochen, die vierte Injektion und darauffolgende Injektionen mit
12-Wochen-Abständen.
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-
-
-
Die
Ergebnisse dieser Studie erlauben die folgende Schlussfolgerung:
Eine
Behandlung mit nur 4 TU-Dosen von 1000 mg i.m. pro Jahr war ausreichend,
um physiologische Serum-T-Spiegel bei allen 36 Patienten über die
meisten Messungszeitpunkte wiederherzustellen. Dies zeigt, dass
ein Injektionsabstand von 12 Wochen für die meisten der Patienten
angemessen ist.
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BEISPIEL 3
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Pharmakokinetisches Profil
von Zusammensetzungen der Erfindung:
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Das
pharmakokinetische Profil einer Zubereitung, die 1000 mg Testosteronundecanoat
(TU) in einem Vehikel von 4 ml aus einem Gemisch von Rizinusöl und Benzylbenzoat
in einem Verhältnis
von 1:1,7, auf das Volumen bezogen, enthält, wurde bei Männern mit
Hypogonadismus (mit Testosteronspiegeln im Serum von weniger als
10 nmol/l) getestet. Eine Anfangsphase von zwei ersten intramuskulären Injektionen
von 1000 mg TU mit einem 6-Wochen-Abstand
zwischen den zwei Injektionen wurde gefolgt von einer Erhaltungsphase
von aufeinanderfolgenden 3 intramuskulären Injektionen von 1000 mg
TU, getrennt durch einen Abstand von 10 Wochen zwischen jeder der
Injektionen. Danach wurden 1000 mg Testosteronundecanoat (TU) alle
12 Wochen intramuskulär
injiziert. Es wurden 5 Behandlungszeiträume mit einem Abstand von 12
Wochen zwischen jeder Injektion bereitgestellt.
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Das
Ergebnis aus dieser Studie zeigt (siehe 1), dass
das Behandlungsschema zu Testosteronspiegeln (Gesamtspiegeln) führte, bei
denen die maximalen und die minimalen Spiegel innerhalb des physiologisch
günstigen
Bereichs liegen, und es ist keine Testosteronansammlung über die
Zeit zu sehen. Ferner fallen die minimalen Testosteronspiegel (Gesamtspiegel)
nach 12 Wochen nicht unter die niedrigste annehmbare Testosteronkonzentration
von etwa 10 nmol/l. Es wurde gezeigt, dass nach Extrapolieren der
Serumtestosteronspiegel das gleiche für einen Behandlungszeitraum
von 14 Wochen gilt. Die Studie zeigte ebenfalls, dass die Injektion
von 1000 mg TU in der oben erwähnten
Zubereitung in Abständen
von 12 Wochen zwischen den Injektionen gegenüber einem Zeitraum von 14 Wochen
wirksam war.
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BEISPIEL 4
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Vergleich von Anfangsphasen
mit 6 Wochen zwischen den Injektionen und 10 Wochen zwischen den
Injektionen.
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Das
pharmakokinetische Profil einer Zubereitung, die 1000 mg Testosteronundecanoat
(TU) in einem Vehikel von 4 ml aus einem Gemisch von Rizinusöl und Benzylbenzoat
in einem Verhältnis
von 1:1,7, auf das Volumen bezogen, enthält, wurde bei Männern mit
Hypogonadismus unter Anwendung zweier unterschiedlicher Regime getestet.
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Bei
Regime A wurde eine Anfangsphase von zwei ersten intramuskulären Injektionen
von 1000 mg TU mit einem Mittel eines 9,2-Wochen- Abstands (64,4
Tage) zwischen den zwei Injektionen gefolgt von einer Erhaltungsphase
von aufeinanderfolgenden intramuskulären Injektionen von 1000 mg
TU, getrennt durch einen Abstand mit einem Mittel von 10,2 Wochen
(76,2 Tagen) nach der zweiten Injektion.
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Bei
Regime B wurde eine Anfangsphase von zwei ersten intramuskulären Injektionen
von 1000 mg TU mit einem Mittel eines 6,1-Wochen- Abstands (42,5
Tage) zwischen den ersten zwei Injektionen gefolgt von einer Erhaltungsphase
von aufeinanderfolgenden intramuskulären Injektionen von 1000 mg
TU, getrennt durch einen Abstand mit einem Mittel von 10,1 Wochen
(70,5 Tagen) nach der zweiten Injektion.
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Die
(Gesamt-)Testosteronkonzentration wurde vor jeder zusätzlichen
Injektion von TU im Serum bestimmt.
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Ergebnisse.
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Die
Tabelle unten zeigt die mittleren (Gesamt-) Testosteronserumspiegel
für das
Regime A gegenüber dem
Regime B, auf der Grundlage von Daten für 6 Männer.
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MITTLERE
(GESAMT-)TESTOSTERONSPIEGEL IM SERUM NACH DER ZAHL VON WOCHEN ZWISCHEN DEN
INJEKTIONEN
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Es
scheint, dass Regimes, die, in Bezug sowohl auf die Anfangsphase
als auch auf die Erhaltungsphase, Langzeitabstände zwischen den Injektionen
einschließen,
nicht über
den gesamten Zeitraum zu den ausreichenden Testosteronspiegeln über 10 nmol/l
führen
(Regime A). Jedoch wird nach Verringern des Abstandes zwischen den
Injektionen in der Anfangsphase auf 6 Wochen ein zuverlässiges Regime
erreicht, bei dem sehr schnell ausreichende Testosteronspiegel wiederhergestellt
werden und bei Spiegeln über
10 nmol/l bleiben.