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Die
Erfindung betrifft ein Fenster umfassend einen Blendrahmen und einen
Flügelrahmen,
welcher Flügelrahmen
mittels einer eine Scharnierachse des Fensters definierenden Scharniervorrichtung
mit dem Blendrahmen verbunden ist, wobei der Blendrahmen und der
Flügelrahmen
jeweils ein erstes Paar von einander gegenüberliegenden Elementen und ein
zweites Paar von einander gegenüberliegenden Elementen
umfassen, wobei das erste und zweite Paar von Blendrahmenelementen
eine Blendrahmenebene definieren, wobei die Scharniervorrichtung einen
Blendrahmen bzw. einen Flügelrahmen
des zweiten Paares von Blendrahmen- und Flügelrahmenelementen verbindet,
und wobei eine Mittellinie im Wesentlichen auf halbem Wege zwischen
dem einen und dem anderen der Elemente des ersten Paares definiert
ist, wobei die Scharniervorrichtung in einer derartigen Position
montiert ist, dass die Scharnierachse zwischen der genannten Mittellinie
und dem genannten einen Element des genannten ersten Paares angeordnet
ist.
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Fenster
der schwingbaren oder mittig aufgehängten Art haben weltweite Anerkennung
gefunden, insbesondere als Dachfenster, u.a. weil dieses Fenstertyp
die Reinigung erleichtert, da der die Fensterscheibe umfassende
Flügelrahmen
im Wesentlichen um 180° gekippt
werden kann, damit die Reinigung der Fensteraußen vom Inneren des Gebäudes ermögliche wird.
Ein weiterer Vorteil dieser Art von Fenstern besteht darin, dass
das Fenster in eine Stellung ganz geöffnet werden kann, in welcher
der Flügelrahmen
um etwa 90° gekippt
wird, in welcher Position der Lufteinlass im Wesentlichen unbeschränkt ist.
Letztendlich sieht ein Schwingfenster eine einfache Bedienung vor,
teils wegen der Position der Bedienungsorgane am oberen Flügelrahmenelement, teils
weil das Gewicht des Flügelrahmens
mit der nahe an der Mittellinie des Fensters liegenden Scharnierachse
im Wesentlichen ausgewogen ist.
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Demgegenüber ist
der durch das Rahmenunterteil und Seitenelemente begrenzte Öffnungsbereich
und die Schnittlinie mit dem Flügelrahmen
einschließlich
der Fensterscheibe an der Scharnierachse selbstverständlich wesentlich
kleiner als bei einem oben aufgehängten Fenster der gleichen
Größe. Dies
führt u.a.
dazu, dass Schwingfenster nicht oder nur selten dort verwendet werden,
wo ein großer Öffnungsbereich
wie oben angeführt
erwünscht
ist. Zu solchen erwünschten
Anwendungen zählt
z.B. die Verwendung des Fensters als Fluchtweg oder Noteingang.
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Nach
dem Stand der Technik gibt es zahlreiche Beispiele für Fenster,
bei denen versucht worden ist, die Vorteile von oben aufgehängten und
schwingbaren Fenstern zu kombinieren.
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Die
FR-A-2581119 und die EP-Publikationen Nr. 679774, 679775, 679776
und 972885 jeweils offenbaren ein Fenster, bei welchem ein Flügelrahmen in
einem Hilfsrahmen oder einem Satz von Armen getragen wird. Der Hilfsrahmen
oder jeder Arm ist an seinem einen Ende mit dem oberen Rahmenelement und
an seinem anderen Ende mit dem Flügelrahmen gelenkig verbunden.
Ferner ist der Flügelrahmen
mittels zusammenwirkender Gleitmittel mit dem Blendrahmen verbunden.
Auf diese Weise kann das Fenster als ein oben aufgehängtes Fenster
dienen, bei welchem sich die Arme synchron mit dem Flügelrahmen
bewegen, welcher somit um die Scharnierverbindung am oberen Rahmenelement
gedreht wird, oder es kann als Schwingfenster dienen. Allerdings ist
seine Ausgestaltung wegen der erwünschten Mehrfachfunktion des
Fensters ziemlich kompliziert.
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Ferner
findet bei Drehen des Flügelrahmens solcher
Fenster relativ zum Blendrahmen die Bewegung lediglich an einer
Seite des Blendrahmens statt. Im Falle des in der FR-A-2581119 beschriebenen Fensters
findet diese Bewegung lediglich an der Außenseite des Blendrahmens statt,
was die Handhabung erschwert. Da die Handhabung des Flügelrahmens
ferner eine aktive Verlagerung seines Gewichtsschwerpunktes mit
sich führt,
führt die
Handhabung weitgehend zu einer erhöhten Verletzungsgefahr während der
Handhabung, insbesondere bei windigem Wetter.
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Vor
diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Fenster zur Verfügung
zu stellen, bei welchem die Vorteile eines oben aufgehängten und
eines schwingbaren Fensters in Bezug auf den Öffnungsbereich und die Bedienungserleichterung kombiniert
sind, welches jedoch zugleich eine einfache Struktur aufweist und
ferner kostengünstig
herstellbar ist.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Fenster der eingangs erwähnten Art gelöst, welches
ferner dadurch gekennzeichnet ist, dass die Scharniervorrichtung
einen Satz von Pivotscharnieren umfasst, die die Blendrahmen- und
Flügelrahmenelemente
direkt miteinander verbinden, so dass bei geöffnetem Fenster die beiden
Flügelrahmenelemente
an jeweils einer Seite der Blendrahmenebene angeordnet sind, und
dass das Fenster mindestens eine Hilfsvorrichtung zum Öffnen umfasst,
und dass ein Ende der genannten Hilfsvorrichtung zum Öffnen mit
einem Blendrahmenelement verbunden ist, und dass das andere Ende
der genannten Hilfsvorrichtung zum Öffnen mit einem entsprechenden
Flügelrahmenelement
verbunden ist.
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Im
Vergleich zu einem herkömmlichen Schwingfenster
hat man die Scharnierachse somit lediglich in Richtung eines Elements
des Blendrahmens bzw. des Flügelrahmens,
d.h. gegen den Oberteil oder den Unterteil des Fensters, bewegt,
und es wird somit eine wesentlich größere Öffnung erreicht. Durch das
Vorsehen einer größeren Öffnung wird
die Benutzung des Fensters als Fluchtweg ermöglicht. Bei einem herkömmlichen
Schwingfenster würde dies
entweder die Wahl eines größeren Modells
eines Fensters bedeuten, was nicht immer realisierbar oder wünschenswert
ist, oder es würde
ein oben aufgehängtes
Fenster mit den oben aufgeführten
Nachteilen erforderlich sein.
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In
einem herkömmlichen
Schwingfenster fällt die
Scharnierachse im Wesentlichen mit der Mittellinie zusammen, d.h.
auf halbem Wege zwischen dem oberen und dem unteren Blendrahmenelement.
Das bedeutet, dass das Gewicht der beiden Teile des Flügelrahmens
und der Fensterscheibe, die bei der geöffneten Stellung des Fensters
jeweils auf einer Seite der Scharnierachse liegen, im Wesentlichen
das gleiche ist, und das Fenster wird deshalb dazu neigen, in einer
gegebenen Position zu bleiben.
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Wenn
sich die Scharnierachse bewegt, wird dieses Gleichgewicht gestört, und
infolge von Schwerkräften
wird der größere Teil
von Flügelrahmen
und Blendrahmen nach unten gezogen werden. Wenn die Scharnierachse
bei einem herkömmlichen Schwingfenster
nach oben bewegt wird, wird das Fenster somit dazu neigen, in die
geschlossene Position zurückzufallen.
Das kann das Öffnen
des Fensters erschweren und ist besonders nachteilig, wenn das Fenster
als Notausgang dient. Da das erfindungsgemäße Fenster jedoch mit einer
Hilfsvorrichtung zum Öffnen
versehen ist, wird diesem Effekt ohne Anwendung von Ausgleichungsmitteln
entgegengewirkt. Durch Verbinden der Enden der Hilfsvorrichtung
zum Öffnen
mit entsprechenden Flügelrahmen-
und Blendrahmenelementen wird eine sehr unkomplizierte und zuverlässige Kraftübertragung
gewährleistet.
Die Hilfsvorrichtung zum Öffnen
kann mindestens einen druckmittelgesteuerten Zylinder mit einer
Bedienungsstange umfassen. Diese ist eine baulich einfache und kostengünstige Öffnungsvorrichtung,
die mit dem Blendrahmen und dem Flügelrahmen in einfacher Weise
verbunden werden kann.
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Bei
einer vorteilhaften Weiterbildung kann ein Griff zur Freigabe der
Bewegung des druckmittelgesteuerten Zylinders vorgesehen sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Hilfsvorrichtung zum Öffnen zwei an jeweils einer
Seite des Fensters angeordnete Zylinder. Dies bildet eine ausgewogene
Konstruktion und ermöglicht
die Anwendung von zwei verhältnismäßig kostengünstigen
Standardzylindern statt z.B. eines kraftvolleren Zylinders. Die
Anwendung von zwei kleineren Zylindern gewährt ferner dem Fenster ein
helles und symmetrisches Erscheinungsbild und ist somit aus einem ästhetischen
Gesichtspunkt bevorzugt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die
beiden Zylinder im Wesentlichen identisch sind. In Sonderfällen, wo
ein sehr besonderes Öffnungsmuster
erforderlich ist, können
die beiden Zylinder jedoch auch zum Erzeugen verschiedener Kräfte vorgesehen
sein und/oder verschiedene Charakteristiken aufweisen.
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Bevorzugt
ist mindestens ein Zylinder mit einem der Blendrahmenelemente des
genannten zweiten Paares drehbar verbunden, und die Bedienungsstange
ist mit dem entsprechenden Flügelrahmenelement
drehbar verbunden.
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In
einer Ausführungsform,
bei welcher eine besonders unauffällige Ausgestaltung des Fensters vorgesehen
ist, ist die Verbindung zwi schen dem Zylinder und dem Blendrahmen
in einer Rille im Blendrahmen angeordnet.
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Der
Zylinder oder jeder Zylinder ist bevorzugt mit dem Blendrahmenelement
verschiebbar und drehbar verbunden. Dies gewährleistet eine optimale Betätigung,
da die Bewegung des Flügelrahmens
relativ zum Blendrahmen erleichtert wird.
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Um
zu ermöglichen,
dass der Flügelrahmen über den
durch den Zylinder und die Bedienungsstange vorgesehenen Bereich
hinaus bewegt werden kann, kann die Verbindung zwischen dem Zylinder und
dem Blendrahmen freigegeben werden.
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Alternativ
kann die Hilfsvorrichtung zum Öffnen
eine mit der Scharniervorrichtung verbundene Feder umfassen. Diese
Ausgestaltung ermöglicht
die nahezu völlig
versteckte Positionierung der Hilfsvorrichtung zum Öffnen.
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Bevorzugt
ist die Scharnierachse im Bereich zwischen 1/3 und 2/3 des Abstandes
zwischen der Mittellinie und dem genannten einen Element des genannten
ersten Paares positioniert. Dies gewährleistet ein gutes Gleichgewicht
zwischen einerseits einer verhältnismäßig großen Öffnung und
andererseits eine zufriedenstellende Bedienbarkeit des Fensters.
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Bevorzugt
ist die Scharnierachse bei etwa 1/4 des Abstandes zwischen der Mittellinie
und dem genannten einen Element des genannten ersten Paares positioniert.
Das eine und das andere Element des genannten ersten Paares können das
obere bzw. untere Blendrahmen- bzw.
Flügelrahmenelement
bilden. In einer vorteilhaften Ausbildung dieser Ausführungsform
ist das eine Ende der Hilfsvorrichtung zum Öffnen mit einer oberen Stirnseite
des seitlichen Blendrahmenelements verbunden, und das andere Ende
ist mit einer seitlichen oder unteren Stirnseite des entsprechenden
seitlichen Flügelrahmenelements
verbunden.
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Die
Erfindung wird unter Bezugnahme auf die schematische Zeichnung näher erläutert. Hier zeigen:
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1 eine
perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Fensters,
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2 eine
schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Fensters,
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3 eine
Seitenansicht einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Fensters,
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4 eine
perspektivische Darstellung des Blendrahmens eines Fensters in einer
erfindungsgemäßen Ausführungsform,
und
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5 eine
vergrößerte Teilansicht
einer weiteren Ausführungsform
der Verbindung zwischen der Hilfsvorrichtung zum Öffnen und
dem Blendrahmen des erfindungsgemäßen Fensters.
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Das
in der 1 gezeigte Fenster umfasst einen Blendrahmen 1 mit
einem ersten und einem zweiten Paar von einander gegenüberliegenden Blendrahmenelementen.
Das erste Paar besteht aus einem Element in der Form eines oberen
Elements 3 und einem anderen Element in der Form eines
unteren Elements 4. Die beiden Elemente des zweiten Paares
bilden Seitenelemente 5 und 6, die sich jeweils
zwischen dem oberen und dem unteren Element 3 bzw. 4 erstrecken,
indem sie einen im Wesentlichen rechteckigen Blendrahmen 1 bilden,
welcher zum Einbau in z.B. einem (nicht gezeigten) geneigten Dach
vorgesehen ist. Ein im Allgemeinen mit 2 bezeichneter Flügelrahmen
ist in einer ähnlichen Art
und Weise mit einem oberen Element 7, einem unteren Element 8 und
Seitenelementen 9, 10 gebildet. Im Flügelrahmen 2 ist
eine Fensterscheibe 11 jeder Art, z.B. eine Isoliereinheit,
eingefasst.
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Der
Flügelrahmen 2 ist
mit dem Blendrahmen 1 mittels einer Scharniervorrichtung
verbunden, die in der gezeigten Ausführungsform einen Satz von Scharnieren
umfasst, von denen ein Scharnier 12 an entsprechenden Seitenelementen 5 und 9 bzw. 6 und 10 des
Blendrahmens 1 und des Flügelrahmens in der 1 gezeigt
ist. Der Satz von Scharnieren kann in jeder geeigneten Weise ausgestaltet
sein, wie im europäischen
Patent Nr. 1038083 der Anmelderin offenbart ist. Durch die Anwendung
eines Pivotscharniers wird ermöglicht,
ohne Anwendung komplizierter Vorrichtungen wie Gelenkmechanismen
eine Überlappung
zwischen dem Flügelrahmen
und dem Blendrahmen bei der geschlossenen Stellung des Fensters
herzustellen. Dies ist ein besonders wichtiges Merkmal bei Fenstern,
die in einem Dach installiert sind. Verschiedene andere Teile eines
herkömmlichen
Schwingfensters können
einfach auf das erfindungsgemäße Fenster übertragen
werden, gegebenenfalls gefolgt von einer kleineren Anpassung. In Betracht
kommen einige der den Blendrahmen und den Flügelrahmen vor dem Wetter schützenden
Abdeckteile, die herkömmlich
aus Holz hergestellt sind.
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Wie
in der 2 gezeigt ist, definiert der Satz von Scharnieren 12 eine
Scharnierachse 13, die sich im Wesentlichen senkrecht zur
Ebene der 2 erstreckt. Die Scharniere 12 sind
zwischen den oberen Elementen 3 und 7 des Blendrahmens 1 bzw.
des Flügelrahmens 2 und
einer Mittellinie 14 des Fensters positioniert. Die Mittellinie 14 befindet
sich ist im Wesentlichen auf halbem Wege zwischen dem oberen und
unteren Element 3 und 4 des Blendrahmens 1,
im Wesentlichen entsprechend der Position auf halbem Wege zwischen
dem oberen und unteren Element 7 und 8 des Flügelrahmens 2.
Die Position der Scharnierachse 13 ist derart gewählt, dass
eine geeignete Ausgewogenheit zwischen einer Erleichterung der Bedienung
des Fensters und einer geeigneten Öffnung gewährleistet ist, welche Öffnung durch das
untere Element 4, die Seitenelemente 5 und 6 und
die Schnittlinie des Flügelrahmens 2 einschließlich der
Scheibe 11 an der Scharnierachse 13 definiert
ist. Bevorzugt liegt der Abstand d zwischen der Scharnierachse 13 und
der Mittellinie 14 des Fensters im Bereich zwischen 1/3
und 2/3 des Abstandes zwischen der Mittellinie 14 und dem
oberen Element 3 des Blendrahmens 1.
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Um
das Fenster aus der geschlossenen Stellung in eine geöffnete Stellung,
z.B. eine Lüftungsstellung,
zu bringen, sind Bedienungsorgane vorgesehen. Bei der Ausführungsform
der 2 umfassen die Bedienungsorgane eine Lüftungsklappe 15 am oberen
Flügelrahmenelement 7.
In einer an sich bekannten Weise umfasst die Lüftungsklappe 15 Eingriffsmittel
zum Zusammenwirken mit Eingriffsmitteln am oberen Blendrahmenelement 3.
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Da
die Scharnierachse 13 von der Mittellinie 14 weg
verschoben ist, ist der Flügelrahmen 2 nicht relativ
zum Blendrahmen 1 ausgewogen, wie bei einem herkömmlichen
Schwingfenster der Fall ist. Die beim Öffnen des erfindungsgemäßen Fensters
durch den Benutzer auszu übende
Kraft ist somit größer als bei
einem herkömmlichen
Fenster. Deshalb ist eine Hilfsvorrichtung zum Öffnen 120 vorgesehen,
wie in der 3 gezeigt ist. Elemente, welche
die gleiche oder analoge Funktion aufweisen wie die der Ausführungsform
der 2, weisen dieselben Bezugszahlen zuzüglich 100
auf. Die Hilfsvorrichtung zum Öffnen 120 umfasst
einen druckmittelgesteuerten Zylinder 124 mit einer Bedienungsstange 123.
Bei 122 ist der Zylinder 124 mit dem seitlichen
Blendrahmenelement 106 drehbar verbunden, und bei 121 ist
die Bedienungsstange 123 mit dem seitlichen Flügelrahmenelement 110 drehbar
verbunden. Die Verbindung zwischen der Bedienungsstange 123 und
dem Flügelrahmen
kann auch an einer seitlichen Stirnseite des seitlichen Flügelrahmenelements
statt an der unteren Stirnseite positioniert sein. Es kann eine
entsprechende Öffnungsvorrichtung
an den gegenüberliegenden
Seitenelementen des Blendrahmens und des Flügelrahmens vorgesehen sein,
wobei die beiden Öffnungsvorrichtungen
vorzugsweise, aber nicht bedingt, die gleiche Stärke und die gleichen Charakteristiken
aufweisen. Wenn z.B. besonders am Anfang und am Ende, aber nicht
mitten in der Öffnungsbewegung,
eine Abhilfe benötigt
ist, können
zwei vorwiegend am Anfang bzw. am Ende arbeitende Vorrichtungen
eingesetzt werden.
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Das
Bedienungsorgan dieser Ausführungsform
umfasst einen am unteren Flügelrahmenelement 108 angeordneten
Griff 115. Bei der Bedienung des Griffs 115 gehen
Eingriffsmittel am unteren Flügelrahmenelement 108 in
Eingriff bzw. gehen außer Eingriff
mit entsprechenden Eingriffsmitteln am unteren Blendrahmenelement 104.
Der Zylinder 124 und die Bedienungsstange 123 erzeugen
ein zusätzliches
Drehmoment, welches das Drehen des Flügelrahmens 102 relativ
zum Blendrahmen 101 unterstützt. Es ist auch möglich, die
Vorrichtung so auszubilden, dass der Griff 115 gleichzeitig
die Bewegung des druckmittelgesteuerten Zylinders und folglich den
Flügelrahmen
freigibt.
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Wie
in der 4 deutlicher erkennbar ist, ist das Blendrahmenelement 6,
an welchem die Öffnungsvorrichtung
befestigt ist, mit einer Aussparung 6a versehen. Eine ähnliche
(nicht deutlich erkennbare) Aussparung befindet sich im entgegengesetzten Blendrahmenelement 5.
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Dies
ermöglicht
die Befestigung der Öffnungsvorrichtung
an der Seitenfläche
des Blendrahmens, wie in der 4 gezeigt
ist, oder an einer nach oben gewandten Fläche, wie in der 5 gezeigt
ist, ohne dass ein Spalt zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen
erfordert wird. Bei Bedienung des Fensters bewegt sich der Zylinder
somit ganz oder teilweise in der Aussparung. Vorteilig dabei ist,
dass der Zylinder zumindest teilweise hinter dem Blendrahmenelement
versteckt sein wird, wenn man ihn vom Inneren des Gebäudes ansieht,
in dem das Fenster installiert ist.
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In
der alternativen Ausführungsform
der 5, bei welcher die Elemente mit der gleichen oder
analogen Funktion die der Ausführungsform
der 3 und 4 dieselben Bezugszahlen zuzüglich 100
aufweisen, kann die Verbindung zwischen dem Zylinder 224 und
dem seitlichen Blendrahmenelement 206 freigegeben werden.
Der Zylinder 224 ist an dem der Bedienungsstange entgegengesetzten Ende
mit einem Schaftteil 222a und einem sich im Wesentlichen
senkrecht zum Schaftteil 222a erstreckenden, quer verlaufenden
Teil 222b verbunden. Die lösbare Verbindung kann z.B.,
wie oben angegeben, durch das Vorsehen einer in einer Rille 226 in
einer oberen Seite des seitlichen Blendrahmenelements 206 montierten
Befestigung 225 durchgeführt werden. Wie in der 4 gezeigt
ist, kann die obere Seite die obere Fläche des Blendrahmenelements oder
eine Fläche
der Aussparung darstellen, welche in diesem Zusammenhang als einen
unterdrückten Teil
der oberen Fläche
zu betrachten ist. Die Befestigung 225 umfasst eine Spur 226 mit
einem Eintrittsteil 227, welches derart ausgebildet ist,
dass das quer verlaufende Teil 222b eingesetzt und entlang
der Spur 226 bis zu einem Endteil 228 bewegt werden kann.
In dieser Position wird das quer verlaufende Teil 222b bevorzugt
gegen ein Zurückbewegen
entlang der Spur 226 in jeder geeigneten Weise festgehalten.
Das Schaftteil 222a und der Zylinder 224 können jedoch
immer noch rotieren, um der Bewegung des Flügelrahmens während des Öffnens und
Schließens
des Fensters zu folgen. Durch die lösbare Verbindung wird ermöglicht,
den Flügelrahmen
weit über einen Öffnungswinkel
hinaus zu öffnen,
welcher sonst durch die Betriebslänge des Zylinders/der Bedienungsstange
beschränkt
wäre, z.B.
um den Flügelrahmen
in eine zur Reinigung der Außenseite
der Fensterscheibe geeignete Stellung zu bringen.
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Bei
einer alternativen, nicht gezeigten Ausführungsform kann die Verbindung
zwischen dem Zylinder der Hilfsvorrichtung zum Öffnen und dem Blendrahmenelement
verschiebbar und drehbar sein. Das Ende des Zylinders oder ein mit
dem Ende des Zylinders verbundenes Element kann z.B. in einer Spur
geführt
werden, die eine Anzahl von Ruhestellungen aufweist, und es ist
möglich,
das Ende des Zylinders zwischen diesen Stellungen zu bewegen, wie
es bei vielen Anwendungen an sich bekannt ist.
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Es
sei bemerkt, dass der Zylinder der Hilfsvorrichtung zum Öffnen ebenso
gut mit dem Flügelrahmenelement
und die Bedienungsstange mit dem Blendrahmenelement verbunden werden
kann, ebenso wie die genaue Stellung der Hilfsvorrichtung zum Öffnen wechseln
kann.
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Alternativ
dazu kann die Hilfsvorrichtung zum Öffnen eine mit der Scharniervorrichtung
verbundene Feder, z.B. eine Torsionsfeder, umfassen.
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Die
Erfindung sollte nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt
betrachtet werden, sondern es sind verschiedene Modifikationen und
Kombinationen denkbar. Beispielsweise lässt sich das Fenster in einer
Fassade einbauen, und der Flügelrahmen
kann mit dem Blendrahmen gelenkig verbunden sein, wobei sich die
Scharnierachse parallel zu den seitlichen Blendrahmen- und Flügelrahmenelementen
erstreckt.