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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Manövriervorrichtung für nicht
angetriebene Fahrzeuge gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Eine
derartige Vorrichtung ist aus
US 3,828,324 A bekannt. Eine Struktur wird
offenbart, die mit einem zentralen Kabel betrieben wird. Wenn an
dem Kabel gezogen wird, wird eine Spindel gedreht, die sich senkrecht
zur Antriebsrichtung des Fahrzeugs erstreckt und wobei die Rollen
durch diese Drehung gegen die Räder
des Fahrzeugs gedrückt
bzw. von diesen wegbewegt werden.
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Obwohl
eine derartige Vorrichtung zufriedenstellend erscheint, besteht
der Nachteil darin, dass eine große Kraft erforderlich ist,
um die Rollen gegen die Reifen zu drücken. Derartige Manövriervorrichtungen
werden für
Wohnwagen und Ähnliches verwendet,
die oft aus einer schwierigen (etwas niedrigeren) Position bewegt
werden müssen,
wobei sich auch herausgestellt hat, dass bei nassen Reifen der Eingriff
zwischen Rolle und Rad wenig wirksam ist. Es hat sich herausgestellt,
dass mit einer einfachen Kabelvorrichtung, wie dies in der obengenannten US-Patentschrift
vorgeschlagen wurde, nicht ausreichend Betätigungskraft ausgeübt werden
kann, um die Träger
mit den Rollen gegen die Räder
zu drücken.
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Auf
Grund dessen will die vorliegende Erfindung eine Struktur bereitstellen,
die es einerseits ermöglicht,
größere Kräfte auszuüben und
wobei andrerseits die Struktur relativ einfach realisiert werden sollte.
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Dieses
Vorhaben wird durch die oben beschriebene Manövriervorrichtung realisiert,
die die Merkmale von Anspruch 1 aufweist.
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Mit
der Struktur gemäß der vorliegenden
Erfindung wird der Arm, der mit dem Träger verbunden ist, am Eingriffspunkt
mit dem Betätigungsmittel
eine Bewegung durchführen,
die im Wesentlichen parallel zur Fahrzeugachse verläuft. Eine
derartige Bewegung wird durch den Arm in eine Bewegung vom Träger zum
Rad bzw. vom Rad weg umgewandelt. Durch diese Kombination ist die
Einführung
großer Kräfte möglich. Dabei
handelt es sich im Allgemeinen um Druckkräfte, wobei die Arme der gegenüberliegenden
Träger
von einander wegge drückt
werden. Auf Grund dessen können
große
Kräfte
auf jeden Träger
ausgeübt
werden.
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Es
gibt verschiedene Möglichkeiten,
die Arme in Richtung der Fahrzeugachse zu versetzen. Gemäß einer
ersten bevorzugten Ausführungsform umfassen
die Betätigungsmittel
eine drehbare Schraubenspindel und Arme, die nahe an ihren Enden
mit einer Mutternstruktur ausgestattet sind. Diese Mutternstruktur
greift an dem Arm an und durch Drehung des Schraubengewindes wird
eine Verstellung der Muttern realisiert. Das Schraubengewinde selbst
kann relativ zum Fahrzeugchassis feststehend sein und erstreckt
sich vorzugsweise im Wesentlichen parallel zur Fahrzeugachse. Gemäß einer
sehr einfachen Ausführungsform
ist eine einfache Schraubenspindel für beide Rollen bereitgestellt,
wobei sich an einem Ende ein linksgängiges Schraubengewinde und
am anderen Ende ein rechtsgängiges
Schraubengewinde befindet. Zusätzlich
kann an einem oder an beiden Enden der Schraubenspindel ein Eingriffkopf
für einen
elektrischen Antrieb wie z. B. eine batteriebetriebene Bohrmaschine
bereitgestellt sein.
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Es
ist auch möglich,
eine von einem Motor getriebene Schraubenspindel zu verwenden. In
einem derartigen Fall ist es möglich,
mit zwei Schraubenspindelhälften
zu beginnen, wobei sich der Motor im Zentrum zwischen diesen Hälften befindet.
In diesem Fall können
die Schraubenspindeln unterschiedliche Drehrichtungen aufweisen.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
umfassen die Betätigungsmittel
eine Spindel von variabler Länge.
Eine derartig variable Länge kann
mit einer hydraulischen Kolben/Zylindereinheit erzielt werden. Es
versteht sich jedoch, dass es andere Möglichkeiten gibt die Länge einer
Schraubenspindel zu ändern,
wie z. B. mit einer Schraubengewindestruktur und Ähnlichem.
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In
allen Ausführungsformen
können
Sicherungsstifte oder andere Strukturen bereitgestellt werden, die
den Träger
entweder in der Position fixieren, in der der Träger gegen das Rad gedrückt wird
oder in der Position, in der der Träger vom Rad weggedrückt wird.
So kann jede unerwünschte
Bewegung vermieden werden. Der Arm kann mit einem Hilfsarm verbunden
sein, der schwenkbar daran vorgesehen ist und das Fahrzeugchassis
auf der Rahmenstruktur stützt.
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Die
Erfindung betrifft auch ein Fahrzeug, das mit einer Manövriervorrichtung
ausgestattet ist, die zwei angtreibare Rollen umfasst, um die gegenüberliegenden
Räder eines
Fahrzeugs anzutreiben, wobei jede Rolle auf einem Träger bereitgestellt
wird, der auf einer Rahmenstruktur angeordnet ist, die mit dem Fahrzeugchassis
verbunden ist, wobei der Träger
relativ zum Fahrzeugchassis versetzt werden kann und wobei zwischen
dem Träger
und dem Chassis Betätigungsmittel
bereitgestellt werden, um beide Träger relativ zum Rahmen zu bewegen
und um die Räder
mit dem Fahrzeug in Eingriff und außer Eingriff zu bringen, wobei
sich die Betätigungsmittel im
Wesentlichen rechteckig zwischen den zwei Trägern erstrecken und wobei jeder
Träger
mit einem Arm ausgestattet ist, der so realisiert ist, dass der Träger beim
Versetzen durch ein Betätigungsmittel
in eine Richtung im Wesentlichen in Richtung der Erstreckung des
Betätigungsmittels
zum und vom Rad weg bewegt wird.
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Die
Erfindung wird weiter offenbart, indem auf die Ausführungsformen
als Beispiele in der Zeichnung Bezug genommen wird. Darin zeigt:
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1 in
perspektivischer Ansicht ein Fahrzeug, das mit der Vorrichtung der
Erfindung bereitgestellt ist;
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2 ein
Detail der Struktur, wobei die Rolle gegen das Rad gedrückt wird;
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3 das
Detail nach 2, wobei die Rolle vom Rad wegbewegt
ist;
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4 eine
erste Ausführungsform
der Vorrichtung nach der Erfindung in Draufsicht;
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5 eine
zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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6 eine
dritte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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In 1 bezieht
sich 1 auf ein Fahrzeug. Es wird nur das Chassis 2 des
Fahrzeugs gezeigt. Die obere Struktur kann eine Ladeplattform, einen
Anhänger
oder Ähnliches
bilden. Die Räder
haben die Bezugsnummer 3. Eine Manövriervorrichtung 4 ist sowohl
mit dem linken wie auch mit dem rechten Rad 3 in Eingriff
gebracht. Die Details dazu sind deutlich in 2 und 3 gezeigt.
Die Manövriervorrichtung 4 schließt eine
Rahmenstruktur ein, die für
beide Manövriervor richtungen 4 gemeinsam
ist und die Bezugnummer 5 aufweist. Diese ist auf irgendeine
Weise am Fahrzeugchassis 2 fixiert. Es ist klar, dass, sollte
die Manövriervorrichtung
vom Fahrzeughersteller bereitgestellt werden, gewisse Teile der
Rahmenstruktur weggelassen oder im Chassis enthalten sein können.
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Ein
Träger 6 ist
schwenkbar mit der Rahmenstruktur 5 verbunden. Der Schwenkpunkt
hat Bezugsnummer 9. Am freien Ende des Trägers 6 ist eine
Rolle 7 vorgesehen, die um die Achse 24 drehbar
ist. Diese wird von einem elektrischen Motor 21 angetrieben.
Indem die Rolle 7 gegen das zugehörige Rad gedrückt wird,
kann das zugehörige
Fahrzeug durch die Drehung des Motors und dadurch die Drehung der
Rolle manövriert
werden. Die Verschiebung des Trägers 6 und
somit der Rolle 7 wird durch die Endscheibe 8 bewirkt,
die an dem freien Ende des Trägers
montiert ist. Diese Scheibe kann entfernbar sein, um den Austausch
der Rolle zu erleichtern oder sie kann auch permanent am Träger montiert sein,
was den Austausch der Rolle verkompliziert. Die Scheibe 8 ist
mit einem Drehzapfen 11 versehen, auf den auch ein Hebel 10 einwirkt.
Die andere Seite des Hebels 10 ist mit einem mutternähnlichen
Teil 12 versehen, das auch mit dem Drehzapfen 11 ein
Gelenk bildet. Zwischen den Drehzapfen 11 und 12 ist ein
weiterer Drehzapfen 17 vorgesehen, an dem ein Arm in Eingriff
gebracht wird, der schwenkbar mit dem Träger 19 verbunden ist,
der mittels Drehzapfen 18 einen Teil der Rahmenstruktur
darstellt.
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Auf
beiden Seiten des Fahrzeugs ist so ein Träger 19 bereitgestellt.
Eine Schraubenspindel erstreckt sich dazwischen, die an beiden Enden
jeweils mit einem Schraubengewinde 14 bzw. 15 versehen ist.
Die Schraubengewinde 14, 15 haben unterschiedliche
Gewinde. Die Schraubenspindel 13 befindet sich im Wesentlichen
parallel zu Achse 24.
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Die
Schraubenspindel 13 ist an beiden Enden des Schraubenkopfes 20 (z.
B. hexagonal) bereitgestellt. Durch die Drehung des Schraubenkopfes 20 auf
beiden Seiten wird die Schraubenspindel um ihre gesamte Länge gedreht.
Durch deren Anbringung zwischen den Trägern 19 ist eine Bewegung
in längslaufender
Richtung nicht möglich.
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Bei
Drehung des Schraubenkopfes 20 dreht sich das Schraubengewinde 14 so,
wie dies in 2 und 3 dargestellt
ist. Das Schraubengewinde 14 bringt die Mut ter 12 in
Eingriff. Weil das Gewinde 14 nicht verschoben werden kann,
verschiebt sich die Mutter 12 und dadurch Hebel 10.
Bei richtiger Positionierung des Arms 16 kann eine optimale
Kraftübertragung
auf den Drehpunkt 11 erzielt werden, sodass sich die Endscheibe 8 von
der Position, die in 2 gezeigt ist, in der die Rolle 7 gegen
das Rad drückt, in
die Position bewegt, die in 3 gezeigt
ist.
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Weil
das Gewinde auf der anderen Seite des Fahrzeugs (nicht gezeigt)
ein gegenläufigen
Gewindegang aufweist, wird bei der Drehung in dieselbe Richtung
derselbe Bewegungsmechanismus realisiert. Auf diese Weise ist es
möglich,
von einer Seite des Fahrzeugs aus, den Träger 6 zu den Rädern hin und
von den Rädern
weg zu bewegen, indem der Schraubenkopf 20 betätigt wird.
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Dieser
Vorgang kann z. B. durch eine mit Batterie betriebene Bohrmaschine
mit einem passenden Bohrmeißel
erfolgen.
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Sperrvorrichtungen
(nicht dargestellt) können
vorgesehen sein, die den Träger
relativ zur Rahmenstruktur 5 in einer der Endpositionen
des Trägers,
die in 2 und 3 gezeigt sind, arretieren, so
dass keine unerwünschte
Verschiebung des Trägers
während
des Fahrzeugbetriebs erfolgen kann.
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In
der oben angezeigten Struktur ist der Hebel 10 in der Nähe des Kontaktpunktes
zwischen der Rolle 7 und dem Rad 3 beinahe vertikal
(2). In dieser Position wird bei einer gewissen
Verschiebung der Mutter 12 eine entsprechend kleine Verschiebung
am Drehzapfen 11 realisiert werden, d. h. während der
Verschiebung von der in 3 gezeigten Position in die
Position in 2 gezeigte Position, erfolgt
während
des ersten Teils des Bewegungsablaufs bei einer Umdrehung des Schraubenkopfs,
eine relativ große
Verschiebung der Endscheibe bei relativ kleiner Kraft. Am Ende,
d. h. beim Erreichen der Position in 2, wird
bei derselben Drehung des Schraubenkopfs eine beträchtlich
kleinere Verschiebung des Endteils 8 zum Rad bzw. zur Rolle 7 realisiert,
aber die hervorgerufene Kraft wird viel größer sein. So ist es möglich mit
einer relativ einfachen Struktur einen schnellen Betrieb zu erreichen,
der eine beträchtliche
Druckkraft ermöglicht.
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Die
Verbindung zwischen den Teilen 13 und 14 des Schraubengewindes
wird nur für
die Übertragung
von Umdrehungen realisiert. Wenn die Rollen 7 gegen das
Rad Druck ausüben,
entsteht eine Zugkraft zwischen der Mutter 12 und dem Drehzapfen 18,
wie das in 2 und 3 gezeigt
wird.
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Verschiedene
Ausführungsformen
der Erfindung werden für
den Fachmann sofort klar sein. Einige Beispiele sind in 4–8 gezeigt.
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In 4 wird
die Manövriervorrichtung
im allgemeinen mit 24 bezeichnet. Die Antriebsräder werden
durch 23 angezeigt. Träger 26 sind
mit Rollen 27 versehen. Diese Träger 26 sind um Drehzapfen 29 schwenkbar.
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Die
Träger 26 sind
jeweils mit einer Struktur versehen, entsprechend 1–3;
diese Struktur umfasst die zweiseitigen Spindelteile 33 und 34.
Diese Spindelteile werden durch einen zentralen Elektromotor drehbar
angetrieben. Die Umdrehung kann in dieselbe Richtung erfolgen. In
diesem Fall haben die Schraubengewinde 33 und 34 gegenläufige Gewinde.
Eine Verschiebung in entgegengesetzte Richtung ist möglich, wobei
die Schraubengewinde 33 und 34 identisch sein
können.
Die Teile der Schraubengewinde 33 und 34 unterstützen zwei
Tragarme 29 (nur einer gezeigt), die Teil der Rahmenstruktur 25 sind.
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In 5 ist
eine weitere Ausführungsform gezeigt.
Auf die Manövriervorrichtungen
wird mit 44 Bezug genommen. Der Träger 46 ist schwenkbar verbunden,
so wie das in 1 gezeigt ist, und mit Rollen 47 bereitgestellt.
Auf den Endscheiben 48 befindet sich ein Hebel 50.
Durch eine schwenkbare, geneigte Scheibe 51 wird die Bewegung
des Hebels 50 zu einer Bewegung der Spindel 54 bzw. 55 umgewandelt.
In der Mitte befindet sich ein Stößel 48, der die Spindeln 54, 55 aufeinander
zu bzw. voneinander weg bewegen kann. Jeder andere Mechanismus,
der die Spindeln 54, 55 zueinander oder voneinander
bewegt, kann verwendet werden.
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Eine
weitere Ausführungsform
mit Spindeln, die sich zueinander bewegen, ist in 6 gezeigt. Die
Rahmenstruktur hat die Bezugsnummer 69 und ist mit einem
Träger 69 bereitgestellt.
Die Arme 71 sind schwenkbar daran angeordnet.
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Hebel 70 sind
an der Endscheibe des Trägers 66 montiert
und schwenkbar verbunden, wie das in 1 gezeigt
wird. Hebel 70 ist schwenkbar mit Arm 71 verbunden.
Im selben Drehzapfen 65 befindet sich eine Spindel 64.
Die Antriebsrollen können von/zu
den Rädern
mit einem Betätigungsmechanismus 68 bewegt
werden, wie z. B. einem (hydraulischer, pneumatischer, elektrischer)
Stößel.
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Wie
oben angegeben sind viele weitere Ausführungsformen möglich, ohne
den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen, wobei
die weiteren Ausführungsformen
dem Fachmann sofort klar sind und sich auch innerhalb des Bereichs
der angefügten
Ansprüche
befinden.