-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Einlegeteil-Spritzgießverfahren,
bei welchem ein Einlegeteil vor dem Einspritzen eines geschmolzenen
Formungsmaterials in eine Form eingebracht wird und dann mit Formungsmaterial
an den äußeren peripheren
Seiten des Einlegeteils geformt wird, so daß man ein Formteil erhält, das
einstückig
mit dem Einsatz und dem Formungsmaterial ausgebildet ist, und betrifft
auch eine bei dem Einspritzverfahren verwendete Spannvorrichtung.
-
Ein
Einlegeteil-Spritzgießverfahren
dieser Art ist in der Offengelegten Japanischen Patentveröffentlichung
(Tokkaihei) Nr. 11-277579 offenbart. Bei diesem Verfahren wird ein
Einlegeteil, beispielsweise ein Rohr, vor dem Einspritzen eines
geschmolzenen Formungsmaterials in eine Form eingebracht und mit einem
Kernstift verstärkt,
der in einem Loch des Einlegeteils angeordnet ist, um dem Druck
des Formungsmaterials während
des Einspritzens entgegenzuwirken. Der Durchmesser des Kernstiftes
weist einen kleineren Durchmesser als das Loch des Einlegeteils
auf, damit ein Zwischenraum zum leichten Einlegen und Herausziehen
zwischen diesen entsteht. Ein weiteres Einlegeteil-Spritzgießverfahren
ist in EP-A-492 129 offenbart.
-
Bei
dem obigen bekannten herkömmlichen Verfahren
besteht jedoch das Problem, daß der
Zwischenraum zwischen dem Einlegeteil und dem Kernstift nicht verhindern
kann, daß sich
das Einlegeteil insbesondere dann verformt, wenn das Einlegeteil
einen flachen oder ebenen Abschnitt aufweist, denn der ebene Abschnitt
kann im Gegensatz zu einem runden Abschnitt leicht von unter Druck
eingespritztem Material verformt werden. Wenn der Zwischenraum zwecks
Minimierung des obigen Nachteils kleiner eingestellt wird, wird
der Kern in einem preßgepaßten Zustand
in das Einlegeteil eingesetzt oder aus diesem herausgezogen und
erzeugt beim Einlegen und beim Herausziehen somit eine große Reibungskraft
dazwischen, was zu mühevoller
Arbeit führt.
-
Deshalb
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Einlegeteil-Spritzgießverfahren
zu schaffen, welches die vorstehenden Nachteile beseitigt, und bei
welchem sich ein Kern leicht in ein Einlegeteil mit einer ebenen
Oberfläche
einsetzen und aus diesem herausziehen läßt und sich ein Formteil ausbilden
läßt, ohne
daß das
Einlegeteil von einem unter Druck eingespritzten geschmolzenen Formungsmaterial
verformt wird.
-
Der
vorliegenden Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, eine
Spannvorrichtung zu schaffen, welches in geeigneter Weise für das obige
Einlegeteil-Spritzgießverfahren
verwendet werden kann.
-
Gemäß der ersten
Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird ein Einlegeteil-Spritzgießverfahren
geschaffen, bei welchem ein Einlegeteil mit einem gewinkelten Abschnitt,
welcher von einem ersten und einem zweiten Abschnitt desselben gebildet wird,
die sich schneiden und einstückig
miteinander sind, durch Formungsmaterial an äußeren peripheren Seiten des
ersten und des zweiten ebenen Abschnitts überformt wird, so daß das Einlegeteil
und das Formungsmaterial einstückig
miteinander ausgebildet werden, wobei das Einlegeteil-Spritzgießverfahren
die folgenden Schritte umfaßt:
Herstellen des Einlegeteils und einer Spannvorrichtung, welche einen
Kern, der in das Einlegeteil einsetzbar und aus diesem herausziehbar
ist, und ein nach außen
drückendes
Element umfassen, das in den Kern einsetzbar und aus diesem herausziehbar
ist, wobei der Kern mehrere Kernelemente mit einer ebenen Fläche umfaßt, welche
ein erstes und ein zweites Kernelement umfassen, welche an dem gewinkelten
Abschnitt des Einlegeteils geteilt sind, wenn die Kernelemente vor
dem Einspritzen eines geschmolzenen Formungsmaterials in eine Form
gemäß dem Einlegeteill
gebaut werden; Einsetzen des Kerns in die Form, so daß die ebenen
Flächen
des ersten und des zweiten Kernelementes jeweils zu den Innenseiten des
ersten und des zweiten ebenen Abschnitts des Einlegeteils weisen;
Einsetzen und Anordnen des Einlegeteils mit dem Kern in der Form;
Einsetzen des nach außen
drückenden
Elementes in den Kern, um das erste und das zweite Kernelement nach
außen zu
drücken
und die ebenen Abschnitte des ersten und des zweiten Kernelementes
jeweils mit den Innenseiten des ersten und des zweiten ebenen Abschnitts
des Einlegeteils in Kontakt zu bringen; Einspritzen des geschmolzenen
Formungsmaterials unter Druck in einen Hohlraum der Form, in welchem das
Einlegeteil mit dem Kern und das nach außen drückende Element angeordnet sind;
Abkühlen
des geschmolzenen Formungsmaterials in der Form zu einem Formteil;
Herausziehen des nach außen
drückenden
Elementes aus dem Kern; Herausziehen des Kerns aus der Form; und
Entnehmen des Formteils aus der Form.
-
Deshalb
kann bei diesem Einlegeteil-Spritzgießverfahren der Kern leicht
in ein Einlegeteil mit einer ebenen Fläche eingesetzt und aus dem
Einlegeteil herausgezogen werden, und ein Formteil kann ausgebildet
werden, ohne daß das
Einlegeteil während
des Einspritzens eines geschmolzenen Formungsmaterials verformt
wird.
-
Gemäß der zweiten
Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird eine Spannvorrichtung
geschaffen, welche in einem Einlegeteil-Spritzgießverfahren
verwendet wird, bei welchem ein Einlegeteil mit einem gewinkelten
Abschnitt, welcher von einem ersten und einem zweiten ebenen Abschnitt
desselben gebildet wird, die sich schneiden und einstückig miteinander
sind, durch Formungsmaterial an äußeren peripheren
Seiten des ersten und des zweiten Ebenenabschnitts überformt
wird, so daß das
Einlegeteil und das Formungsmaterial einstückig miteinander ausgebildet
werden, wobei die Spannvorrichtung umfaßt: einen Kern, der in das
Einlegeteil einsetzbar und aus diesem herausziehbar ist; und ein nach
außen
drückendes
Element, das in den Kern einsetzbar und aus diesem herausziehbar
ist; wobei der Kern mehrere Kernelemente mit einer ebenen Fläche umfaßt, welche
ein erstes und ein zweites Kernelement umfassen, welche an dem gewinkelten Abschnitt
des Einlegeteils geteilt sind, wenn die Kernelemente gemäß dem Einlegeteil
gebaut werden, wobei die ebenen Flächen der Kernelemente jeweils mit
Innenseiten des ersten und des zweiten ebenen Abschnitts des Einlegeteils
in Kontakt bringbar sind, wenn die Kernelemente in das Einlegeteil
eingesetzt werden; und das nach außen drückende Element einen drückenden
Abschnitt aufweist, um die Kernelemente nach außen zu drücken und die ebenen Flächen jeweils
mit Innenseiten des ersten und des zweiten ebenen Abschnitts des
Einlegeteils in Kontakt zu bringen, wenn das nach außen drückende Element
in den Kern eingesetzt wird.
-
Deshalb
läßt sich
bei diesem Einlegeteil-Spritzgießverfahren durch Verwendung
der obigen Spannvorrichtung der Kern leicht in ein Einlegeteil mit
einer ebenen Fläche
einsetzen und aus diesem herausziehen, und es kann ein Formteil
ausgebildet werden, ohne daß das
Einlegeteil während
des Einspritzens eines geschmolzenen Formungsmaterials verformt
wird.
-
Vorzugsweise
weist bei dem obigen Verfahren mindestens eines der Kernelemente
einen Hohlraumabschnitt an dem ebenen Abschnitt desselben auf, und
das geschmolzene Formungsmaterial drückt derart, daß der erste
ebene Abschnitt des Einlegeteils in dem Hohlraumabschnitt des Kernelementes verformt
wird, um einen Hohlraumabschnitt des Einlegeteils zu bilden, der
durch das Einspritzen mit dem geschmolzenen Formungsmaterial gefüllt wird.
-
Mit
diesem Verfahren können
das Einlegeteil und der zu füllende
Abschnitt des Formteils fest miteinander verbunden werden, um dadurch
eine relative Bewegung zwischen diesen zu verhindern.
-
Vorzugsweise
weist bei der obigen Spannvorrichtung mindestens eines der Kernelemente
einen Hohlraumabschnitt an dem ebenen Abschnitt desselben auf, um
einen Hohlraumabschnitt des Einlegeteils aufzunehmen, der durch
das Einspritzen des geschmolzenen Formungsmaterials unter Druck verursacht
wird.
-
Durch
die Spannvorrichtung können
das Einlegeteil und der zu füllende
Abschnitt des Formteils fest miteinander verbunden werden, um dadurch eine
relative Bewegung zwischen diesen zu verhindern.
-
Vorzugsweise
wird eine nach innen vorstehende Länge des Hohlraumabschnitts
des Einlegeteils auf ein kleineres Maß als ein Zwischenraum zwischen
dem Einlegeteil und dem Kern eingestellt, wenn das nach außen drückende Element
aus dem Kern herausgezogen wird.
-
Das
führt dazu,
daß der
Hohlraumabschnitt des Einlegeteils und der Kern voneinander gelöst werden,
wodurch sich der Kern leicht aus dem Einlegeteil entnehmen läßt.
-
Vorzugsweise
weist der Kern ein längliches Loch
auf, dessen Abmessung kleiner wird, wenn das längliche Loch tiefer wird, und
das nach außen
drückende
Element weist einen drückenden
Abschnitt auf, der in das längliche
Loch des Kerns einsetzbar und aus diesem herausziehbar ist, dessen äußere Abmessung
zu einem Rand desselben hin kleiner wird.
-
Dadurch
wird dem Kern und dem nach außen
drückenden
Element eine einfache Struktur verliehen, um die Kernelemente in
dem Einlegeteil nach außen
zu bewegen.
-
Vorzugsweise
weist das längs
verlaufende Loch des Kerns eine schräge Innenfläche auf, und der drückende Abschnitt
des nach außen
drückenden
Elementes weist eine schräge
Fläche
auf, um zu der schrägen
Innenfläche
des länglichen
Lochs des Kerns zu korrespondieren. Vorzugsweise wird das längliche
Loch des Kerns von ausgeschnittenen Abschnitten an Oberteilen gegenüber den
ebenen Flächen
der Kernelemente gebildet.
-
Dadurch
wird den Kernelementen eine einfache Struktur verliehen, um das
längliche
Loch des Kerns zu erhalten.
-
Vorzugsweise
ist das Formteil eine Kühlerkernhalterung
für ein
Motorfahrzeug, welches eine obere Kühlerkernhalterung und eine
untere Kühlerkernhalterung
aufweist, welche beide in einer Seitenrichtung einer Fahrzeugkarosserie
verlaufen, und wobei mindestens eines von dem oberen und dem unteren
Kühlerkernhalterungselement
das Einlegeteil ist, das aus Metall besteht.
-
Mit
diesem Einlegeteil-Spritzgießverfahren kann
man leicht die Kühlerkernhalterung
mit mechanischer Festigkeit und hoher Genauigkeit erhalten.
-
Die
Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
aus der nun folgenden Beschreibung bei Betrachtung in Verbindung
mit den anliegenden Zeichnungen erkennbar, in denen:
-
1 eine
Vorderansicht einer Kühlerkernhalterung
eines Motorfahrzeugs, welche mit einem Einlegeteil-Spritzgießverfahren
in einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung als Formteile ausgebildet ist, und einer
durch eine Befestigungsvorrichtung, beispielsweise durch Stoßfängerstreben
und seitliche Streben, an der Kühlerkernhalterung
befestigten Stoßfängerverkleidung
ist;
-
2 eine
entlang einer Linie II-II gemäß 1 geführte, seitliche
Schnittansicht der Kühlerkernhalterung
ist;
-
3 eine
auseinandergezogene perspektivische Ansicht der Kühlerkernhalterung
mit der Stoßfängerverkleidung
und deren Befestigungsvorrichtung ist, die in 1 gezeigt
sind;
-
4 eine
perspektivische Ansicht einer Spannvorrichtung ist, welche eine
bevorzugte Ausführungsform
einer anderen Erfindung ist und bei einem Einlegeteil-Spritzgießverfahren
gemäß der ersten
Erfindung verwendet wird und einen Kern, der aus vier Kernelementen
besteht und während
des Einspritzens eines geschmolzenen Formungsmaterials in ein Einlegeteil
eingesetzt wird, und ein nach außen drückendes Element umfaßt, welches
während des
Einspritzens in einen Formhohlraum in den Kern eingesetzt wird;
-
5 eine
perspektivische Ansicht ist, welche einen Zustand zeigt, in welchem
die Kernelemente vor dem Einbringen des Einlegeteils in eine Form
in das Einlegeteil eingesetzt werden;
-
6 eine
perspektivische Ansicht ist, welche einen Zustand zeigt, in welchem
das nach außen drückende Element
nach dem in 5 gezeigten Zustand in ein Loch
des Kerns eingesetzt wird und ebenfalls vor dem Einspritzen in den
Formhohlraum in die Form eingesetzt wird;
-
7 eine
fragmentarische perspektivische Ansicht eines überformten Abschnitts ist,
welcher am Oberteil eines oberen Kühlerkernhalterungselementes
der Kühlerkernhalterung
ausgebildet ist, und die einen Zustand zeigt, in welchem das geschmolzene Formungsmaterial
in die Form eingespritzt ist und den Formhohlraum mit dem Einlegeteil
und dem drückenden
Element im Inneren desselben füllt;
-
8 eine
fragmentarische, perspektivische Ansicht ist, die einen Zustand
zeigt, in welchem das drückende
Element aus dem Kern und dann der Kern aus dem Einlegeteil herausgezogen
werden;
-
9 eine
entlang einer Linie IX-IX gemäß 7 geführte fragmentarische,
vergrößerte seitliche
Schnittansicht der Kühlerkernhalterung
ist, welche den überformten
Abschnitt des oberen Kühlerkernhalterungselementes
mit dem Einlegeteil und dem drückenden
Element darin zeigt; und
-
10 eine
entlang einer Linie X-X gemäß 9 geführte Schnittansicht
ist, welche den überformten
Abschnitt des oberen Kühlerkernhalterungselementes
mit dem Einlegeteil und dem drückenden Element
zeigt.
-
Überall in
der folgenden ausführlichen
Beschreibung bezeichnen gleichartige Bezugszeichen und Ziffern in
allen Figuren der Zeichnungen gleichartige Elemente.
-
In 1 bis 3 der
Zeichnungen ist eine Kühlerkernhalterung 1 eines
Motorfahrzeugs, ein mit dem Einlegeteil-Spritzgießverfahren
in einer ersten Ausführungsform
gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellten Formteil, gezeigt.
-
Ein
nicht gezeigter Kühler
wird zum Kühlen eines
Kühlmittels
durch einen Luftstrom verwendet, welcher in den Kühler eintritt,
um überschüssige Motorwärme abzuführen, und
wird von der Kühlerkernhalterung 1 elastisch
gehalten. Die Kühlerkernhalterung 1 ist
an dem vorderen Endabschnitt einer Motorfahrzeugkarosserie befestigt.
-
Die
Kühlerkernhalterung 1 umfaßt ein oberes Kühlerkernhalterungselement 11,
das in einer seitlichen Richtung der Fahrzeugkarosserie verläuft, ein unteres
Kühlerkernhalterungselement 12,
das in der seitlichen Richtung verläuft und vertikal von dem oberen
Kühlerkernhalterungselement 11 getrennt
angeordnet ist, eine Haubenverriegelungsstrebe 13, die vertikal
verläuft,
um mittige Abschnitte des oberen und des unteren Halterungselementes 11 und 12 miteinander
zu verbinden, ein rechtsseitiges Halterungselement 14,
welches rechtsseitige Abschnitte des oberen und des unteren Halterungselementes 11 und 12 miteinander
verbindet, und ein linksseitiges Halterungselement 14,
welches linksseitige Abschnitte des oberen und des unteren Halterungselementes 11 und 12 miteinander
verbindet.
-
Das
obere Kühlerkernhalterungselement umfaßt ein rechteckiges
Rohr 19, das aus Stahl besteht und sich in einer seitlichen
Richtung erstreckt, sowie rechte und linke, aus Stahl bestehende
Befestigungsabschnitte 20 und 20, die jeweils
mit Schrauben an ihren inneren Endabschnitten an den rechten und
linken Randabschnitten des Rohres 19 befestigt sind und
sich in seitlicher Richtung erstrecken, um an ihren äußeren Endabschnitten
an einer nicht gezeigten Fahrzeugkarosserie angeschraubt zu werden. Das
Rohr 19 weist vier gewinkelte Abschnitte auf, welche von
zwei benachbarten Abschnitten, einem langen Abschnitt und einem
kurzen Abschnitt, unter vier ebenen Abschnitten gebildet werden,
die sich schneiden und miteinander einstückig sind. Die zwei benachbarten
ebenen Abschnitte unter den vier ebenen Abschnitten korrespondieren
zu einem ersten und einem zweiten ebenen Abschnitt gemäß der vorliegenden
Erfindung.
-
Das
untere Kühlerkernhalterungselement 12 und
das rechts- und das linksseitige Halterungselement 14 und 14 sind
aus einem Harz, beispielsweise einem mit Glasfaser verstärkten Harz,
in einer Form gleich einem Kanal ausgebildet, in welchem mehrere wechselweise
geneigte Rippen vorhanden sind, die in einer Zickzacklinie laufend
angeordnet sind, um die mechanische Festigkeit der Elemente 12, 14 und 14 zu
verstärken.
-
Die
Kühlerkernhalterung 1 ist
mit einem Einlegeteil-Spritzgießverfahren
einstückig
ausgebildet: das untere Kühlerkernhalterungselement 12,
die Haubenverriegelungsstrebe 13 und das rechts- und das
linksseitige Halterungselement 14 und 14 sind einstückig aus
Harz ausgebildet, so daß sie
an ihren Oberteilen, die überformte
Abschnitte 13a, 14a und 14a aufweisen,
einstückig
mit dem Rohr 19 verbunden sind und die äußeren Flächen des Rohres 19 einschließen und
daran anliegen. Dieses Herstellungsverfahren wird später an Hand
von Zeichnungen ausführlich
beschrieben.
-
Die
einstückig
ausgebildete Kühlerkernhalterung 1 ist
weiterhin mit verschiedenen Teilen versehen: Auf den oberen Abschnitt
der Haubenverriegelungsstrebe 13 ist eine aus Stahl bestehende
Haubenverriegelung 13 aufgeschraubt. An dem rechts- und
dem linksseitigen Halterungselement 14 und 14 sind
eine rechts- und eine linksseitige Verstrebungsplatte 15 und 15,
die aus Stahl bestehen, jeweils mit Schrauben befestigt. An den
Vorderseiten der rechts- und der linksseitigen Verstrebungsplatte 15 und 15 sind
eine rechte und eine linke Stoßfängerverstrebung 16 und 16 jeweils
mit Schrauben befestigt, um eine Stoßfängerverkleidung 17 zu
halten. Die Stoßfängerverstrebungen 16 und 16 und
die Stoßfängerverkleidung 17 bestehen
ebenfalls aus Stahl.
-
Eine
Kühlerkernhalterungsanordnung,
welche die Kühlerkernhalterung 1 mit
dem Kühler,
die Stoßfängerverkleidung 17 und
die anderen Vorrichtungen umfaßt,
ist als vorderendiges Modul an einer Fahrzeugkarosserieanordnung
vorgesehen, das zum Anbauen an eine Fahrzeugkarosserie bereit ist.
-
Als
nächstes
wird das beim Ausbilden der Kühlerhalterung 1 angewandte
Einlegeteil-Spritzgießverfahren
an Hand der Zeichnungen gemäß 4 bis 10 beschrieben.
-
Als
erstes werden das rechteckige Rohr 19 als Einlegeteil und
eine Spannvorrichtung 2 vor dem Einspritzen eines geschmolzenen
Formungsmaterials in eine Form zur Herstellung der Kühlerkernhalterung 1 vorbereitet.
-
Wie
in 4 gezeigt ist, umfaßt die Spannvorrichtung 2 einen
Kern 21, der in das Rohr 19 einsetzbar und aus
diesem herausziehbar ist, und ein nach außen drückendes Element 22,
das in den Kern 21 einsetzbar und aus diesem herausziehbar
ist.
-
Wie
am besten in 4 gezeigt ist, besteht der Kern 21 aus
vier Kernelementen 211, die jeweils wie ein dreieckiges
Prisma geformt sind und einen abgeschnittenen Teil an ihrem oberen
Abschnitt und einen Hohlraumabschnitt 21b auf einer ebenen
Fläche
gegenüber
dem abgeschnittenen Teil aufweisen. Diese Kernelemente 211 können gemeinsam
zu dem quaderförmigen
Prisma zusammengebaut werden, dessen äußere Abmessung kleiner als
ein innerer Raum des Rohres 19 ist, so daß jeder
Hohlraumabschnitt 21b jeweils an einer der äußeren peripheren
Flächen
des quaderförmigen
Prismas positioniert ist und die abgeschnittenen Teile in der Mitte
des Prismas positioniert sind, um gemeinsam ein längliches
Loch 21a zu bilden. Das längliche Loch 21a ist derart
geformt, daß es
eine schräge
Innenfläche
aufweist, so daß die
Querschnittsabmessung des Lochs 21a um so kleiner wird,
je tiefer dieses wird.
-
Es
sei angemerkt, daß die
Abmessungen der Kernelemente 211 und des Rohres 19 in
einer solchen Weise festgesetzt sind, daß Zwischenräume in der Längs- und
der seitlichen Richtung zwischen den Kernelementen 211 ohne
das drückende
Element 22 und das Rohr 19 vorgesehen sind, wodurch
sich die Kernelemente 211 mehr nach außen als in die Tiefe der Hohlraumabschnitte 21b bewegen
können.
-
Dagegen
ist das drückende
Element 22 wie ein säulenförmiger Stab
geformt und weist einen drückenden
Abschnitt 22a auf, der in das längliche Loch 21a des
Kerns 21 einsetzbar und aus diesem herausziehbar ist. Die
Form des drückenden
Abschnitts 22a ist derart, daß dieser eine schräge Außenfläche aufweist,
weiche zu der Innenfläche
des Lochs 21a des Kerns 21 korrespondiert, so
daß seine
Querschnittsabmessung in Richtung zu dem Rand desselben kleiner
wird.
-
Bei
dem folgenden Schritt werden die vier Kernelemente 211 zu
dem in 4 gezeigten quaderförmigen Prismenkern 21 zusammengebaut
und in der in 5 gezeigten Weise in das rechteckige Rohr 19,
das Einlegeteil, eingesetzt. Da der Prismenkern 21 kleiner
als der innere Raum des Rohres 19 bemessen ist, kommt es
zu den Längs-
und den seitlichen Zwischenräumen
zwischen dem Kern 21 und dem Rohr 19, so daß der Kern 21 leicht
in das Rohr 19 eintreten kann.
-
In
diesem Zustand wird das drückende
Element 22 in das längliche
Loch 21a des Kerns 21 eingesetzt, wobei die Kernelemente 211 gedrückt werden,
um sich auf Grund der keilartigen Wirkung zwischen den schrägen Flächen derselben
nach außen zu
bewegen, wenn sich das drückende
Element 22 tiefer in das Loch 21a hinein bewegt.
Zum Schluß wird
das drückende
Element 22 in der in 6 gezeigten
Weise daran gehindert, sich weiter vorwärts in eine Position zu bewegen,
in welcher die flachen Außenflächen der
Kernelemente 211 jeweils mit den Innenflächen des
Rohres 19 in Kontakt zu kommen. Dieser Kontakt führt dazu,
daß die
Kernelemente 21 voneinander entfernt werden, um die in 9 gezeigte
Zwischenräume
h zwischen den benachbarten Elementen 211 und zwischen
den Elementen 211 und des Rohres in vier gewinkelten Positionen
des Rohres 1919 zu verursachen. Ungeachtet dieses Kontakts
zwischen den Außenflächen der
Kernelemente 211 und den Innenflächen des Rohres 19 sind die
Hohlraumabschnitte 21b der Kernelemente 211 von
dem Rohr 19 entfernt. Dieses Verhältnis zwischen dem Rohr 19,
den Kernelementen 211 und dem nach außen drückenden Element 22 ähnelt dem in 9 dargestellten
Verhältnis,
obwohl diese Zeichnung einen Zustand eines nachfolgenden Vorgangs
zeigt.
-
Bei
dem nächsten
Schritt wird das Rohr 19 mit dem Kern 21 und dem
drückenden
Element 22 in dessen Innern vor dem Einspritzen des geschmolzenen
Formungsmaterials ordnungsgemäß in der
geöffneten
Form positioniert.
-
Nach
dem Positionieren des Rohres 19 wird die Form verschlossen,
und dann wird geschmolzenes Formungsmaterial unter Druck in einen
Hohlraum der Form 30 eingespritzt, was nur in 9 gezeigt
ist. Das geschmolzene Formungsmaterial füllt den Formhohlraum und bildet
einstückig
das Kühlerkernhalterungselement 12,
die Haubenverriegelungsstrebe 13 und das rechts- und das
linksseitige Halterungselement 14 und 14, wobei
das Rohr 19 in der in 7, 9 und 10 gezeigten
Weise überformt
wird.
-
Während des
Einspritzens drückt
das unter Druck gesetzte Formungsmaterial die vier Abschnitte des
Rohres 19, welche zu den zu verformenden Hohlraumabschnitten 21b der
Kernelemente 211 korrespondieren, in der in 9 und 10 gezeigten Weise
als Hohlraumabschnitte 19a in die Hohlraumabschnitte 21b.
Die Hohlraumabschnitte 19a werden durch innere Vorsprünge 13b,
die von den Innenflächen
der Überformungsabschnitte 13a, 14a und 14a vorstehen,
befüllt
und haften an diesen. Diese Halteabschnitte 3 mit den Hohlraumabschnitten 21b und
den Vorsprüngen 13b verhindern,
daß sich das
Rohr 19 in Bezug auf die Haubenverriegelungsstrebe 13 und
das rechts- und das linksseitige Element 14 und 14 bewegt.
-
Es
sei angemerkt, daß das
unter Druck eingespritzte, geschmolzene Formungsmaterial nur die Hohlraumabschnitte 19a des
Rohres 19 verformt, obwohl Zwischenräume h zwischen den Kernelementen 211 und
dem Rohr 19 vorhanden sind, da flache Flächenabschnitte
des Rohres 19 von den Kernelementen 211 verstärkt werden,
deren flache Flächen mit
den inneren flachen Flächen
des Rohres 19 in Kontakt stehen, und die gewinkelten Abschnitte
auf Grund ihrer Konfiguration stärker
als die flachen Abschnitte sind.
-
Das
Formungsmaterial in dem Formhohlraum wird durch die Abkühlung progressiv
härter
und ergibt die vollkommene Reproduktion der Form 30. Nach
diesem Härtevorgang
wird das drückende
Element 22 aus dem Loch 21a des Kerns 21 herausgezogen,
was auf Grund der schrägen
Flächen
der Kernelemente 211 und des drückenden Elementes 22 leicht
erfolgen kann. Das Herausziehen führt dazu, daß sich die
Kernelemente 211 nach innen bewegen, so daß sich die
Hohlraumabschnitte 21b von den Hohlraumabschnitten 19a des
Rohres 19 lösen, wodurch
die Kernelemente 211 aus dem Rohr 19 herausgezogen
werden können.
-
Nach
dem Herausziehen der Kernelemente 211 aus dem Rohr 19 in
der in 8 gezeigten Weise wird das Formteil aus der geöffneten
Form 30 entnommen.
-
Es
sei angemerkt, daß 7, 8 und 9 einen
Verbindungsabschnitt des Rohres 19 und der Haubenverriegelungsstrebe 13 darstellen, welches
den Verbindungsabschnitten des Rohres 19 und des rechts-
und des linksseitigen Halterungselementes 14 und 14 ähnelt.
-
Zwar
wurde die Erfindung insbesondere an Hand bevorzugter Ausführungsformen
derselben gezeigt und beschrieben, es versteht sich jedoch, daß verschiedene
Modifizierungen daran vorgenommen werden können, und daß in den
beigefügten
Ansprüchen
alle diese Modifizierungen erfaßt
werden sollen, die innerhalb des wahren Wesens und Umfangs der Erfindung
liegen.
-
Beispielsweise
kann das Einlegeteil an jedem anderen Element oder anderen Elementen
eines Kühlerkernhalterungselementes
angeordnet werden, wo mechanische Festigkeit und/oder Genauigkeit
vonnöten
sind. Das Einlegeteil kann aus anderem Material bestehen und jede
andere Form aufweisen, die mindestens einen gewinkelten Abschnitt
aufweist, der von zwei sich schneidenden und miteinander einstückigen,
ebenen Abschnitten derselben gebildet wird, und der im Querschnitt
beispielsweise als Buchstabe L, als Kanal, als Dreieck oder als
Vieleck geformt ist. In diesen Fällen ändern sich
die Anzahl und die Konfigurationen der Kernelemente gemäß dem Einlegeteil.
-
Die
Anzahl der Hohlraumabschnitte 21b der Kernelemente 211 kann
mindestens eins betragen, und ihre Form ist beliebig.
-
Obwohl
die Kernelemente 211 bei der obigen Ausführungsform
vor dem Einsetzen derselben in das Rohr 19 außerhalb
des Rohres 19 gebaut werden, können sie gleichzeitig in das
Rohr 19 eingesetzt und eingebaut werden, oder die Kernelemente 211 können in
das Rohr 19 eingesetzt werden und anschließend in
das Rohr 19 eingebaut werden.