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DE602004000735T2 - Verfahren zur Herstellung von einem Kupferphthalocyaninpgiment der beta Form - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von einem Kupferphthalocyaninpgiment der beta Form Download PDF

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DE602004000735T2
DE602004000735T2 DE200460000735 DE602004000735T DE602004000735T2 DE 602004000735 T2 DE602004000735 T2 DE 602004000735T2 DE 200460000735 DE200460000735 DE 200460000735 DE 602004000735 T DE602004000735 T DE 602004000735T DE 602004000735 T2 DE602004000735 T2 DE 602004000735T2
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copper phthalocyanine
pigment
dry
weight
parts
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Osamu Shiromaru
Yuusaku Ide
Toshio Oshiba
Takuya Kotani
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Artience Co Ltd
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Toyo Ink Mfg Co Ltd
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    • C09B67/0026Crystal modifications; Special X-ray patterns of phthalocyanine pigments

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Prozess für die Herstellung eines β-Kupferphthalocyanin-Pigments nach einem Trockenmahlverfahren.
  • Vorbekannte Technik der Erfindung
  • Im Allgemeinen wird ein Kupferphthalocyanin nach der Synthese als Rohkupfer-Phthalocyanin bezeichnet und wird aus großen Partikeln mit einem Primärkristalldurchmesser von 0,5 bis 100 µm gebildet. Daher ist es unmöglich, das obige Rohkupfer-Phthalocyanin direkt als Pigment für eine Druckfarbe zu verwenden. Der Schritt des Verringerns der Größe der Primärkristalle des obigen Rohkupfer-Phthalocyanins auf etwa 100 ± 50 nm, was eine brauchbare Größe für eine Druckfarbe ist, wird als Pigmentation bezeichnet. Für die Pigmentation gibt es eine Vielzahl von Verfahren.
  • Am häufigsten ist ein Verfahren, das als Lösungsmittelsalzmahlverfahren bezeichnet wird. Bei diesem Verfahren werden ein Mahlhilfsmittel, beispielsweise ein Kochsalz, und ein organisches Lösungsmittel, das die Umwandlung von Kristallen zum β-Typ fördert, dem Rohkupfer-Phthalocyanin zugegeben, und das Gemisch wird vermahlen. Ein nach dem obigen Verfahren erhaltenes Kupferphthalocyanin-Pigment des β-Typs weist einen durchschnittlichen Primärkristalldurchmesser von 80 ± 40 nm und ein Primärkristallaspektverhältnis von 2,0 ± 0,5 auf, d.h. die Größe und Form der Primärkristalle sind gleichmäßig. Die obigen Kennzeichen der physikalischen Eigenschaften zeigen seine vorteilhafte Eignung auf, so dass das β-Kupferphthalocyanin-Pigment für eine Druckfarbe bezüglich Fluidität und Farbstärke geeignet ist und somit weit verbreitet eingesetzt wird. Das oben erwähnte Verfahren verwendet aber ein Mahlhilfsmittel in einer Menge, die um ein Mehrfaches größer als die des Pigments ist, und verwendet ein hochsiedendes Lösungsmittel, das eine stark umweltbelastende Substanz ist, so dass viel Zeit und Energie für den Schritt der Rückgewinnung des Mahlhilfsmittels bzw. des organischen Lösungsmittels erforderlich sind. Ferner weist das obige Verfahren ein erhebliches Problem auf, da anorganische Salze als Mahlhilfsmittel Geräte korrodieren lassen, d.h. die Beanspruchung der Geräte ist hoch.
  • Dagegen ist ein Verfahren bekannt, bei dem das Rohkupfer-Phthalocyanin trocken vermahlt wird und dann das trockenvermahlte Phthalocyanin mit einem organischen Lösungsmittel oder dergleichen behandelt wird. Da die Schritte dieses Verfahrens verglichen mit denen des oben erwähnten Lösungsmittelsalzmahlverfahrens vereinfacht sind, ist dieses Verfahren ein sehr effektives Mittel zum Vorsehen eines kostengünstigen β-Kupferphthalocyanin-Pigments.
  • Kristalle eines β-Kupferphthalocyanins wandeln sich mittels einer mechanischen Stoßkraft, wie zum Beispiel der beim Trockenmahlen, in α-Kristalle um, die thermodynamisch instabil sind. Es ist bekannt, dass bei Trockenvermahlen eines β-Rohkupfer-Phthalocyanins bei einer Mahltemperatur von 80°C bis 90°C allgemein das α-Verhältnis in dem trockenvermahlenen Kupferphthalocyanin 60% oder mehr wird (JP-A-7-310024).
  • Wenn das Mahlen dagegen durch eine kleine Stoßkraft ausgeführt wird, kann das Verhältnis von α-Kristallen natürlich so gesteuert werden, dass es klein ist. JP-A-2-294365 offenbart zum Beispiel, dass bei Ausführen des Mahlens bei einer Mahltemperatur von 100°C der Anteil an α-Kristallen in dem trockenvermahlenen Erzeugnis 21 % beträgt. Das Mahlen mit einem solchen Maß an Stoßkraft kann aber nicht die Größenverteilung der Pigmentpartikel erreichen, die durch das Lösungsmittelsalzmahlverfahren erhalten wird.
  • Das Lösungsmittelsalzmahlverfahren ist durch das Ausüben einer starken Reibungskraft auf eine aus einem Rohkupfer-Phthalocyanin riesiger Primärkristalle, einem organischen Lösungsmittel und einem Mahlhilfsmittel bestehende teigartige Masse gekennzeichnet.
  • Das Verfahren, bei dem das trockenvermahlene Erzeugnis mit einem organischen Lösungsmittel oder dergleichen behandelt wird, ist dagegen dadurch gekennzeichnet, dass α-Kristalle in β-Kristalle umgewandelt werden und gleichzeitig eine starke Aggregation feiner Primärkristalle entflockt wird, um einen geplanten Durchmesser dispergierter Kristalle zu erhalten. Es ist aber bekannt, dass Primärkristalle in dem Schritt der Umwandlung der α-Kristalle in dem trockenvermahlenen Erzeugnis zu β-Kristallen zu einer Nadelform heranwachsen und das Aspektverhältnis verglichen mit dem des Lösungsmittelsalzmahlverfahrens groß wird.
  • Das Verfahren, bei dem das Rohkupfer-Phthalocyanin trockenvermahlen und dann mit einem organischen Lösungsmittel oder dergleichen behandelt wird, ist vorteilhaft, da der bei dem Lösungsmittelsalzmahlverfahren erforderliche Schritt des Rückgewinnens des Mahlhilfsmittels unnötig ist, und ist ferner im Hinblick auf eine Pulverbehandlungsmenge vorteilhaft, da das Trockenmahlen effektiv ausgeführt wird. Das obige Verfahren hat dagegen einen Mangel, da β-Kristalle zum Zeitpunkt der Ausübung einer mechanischen Kraft in α-Kristalle umgewandelt werden. Wenn ferner α-Kristalle durch die Funktion des organischen Lösungsmittels zur Umwandlung in β-Kristalle veranlasst werden, wachsen Pigmentprimärkristalle zu einer Nadelform heran und das Aspektverhältnis wird verglichen mit dem des Lösungsmittelsalzmahlverfahrens größer. Daher ergibt sich ein Problem der Rötung des Farbtons basierend auf der Ausrichtung dispergierter Partikel sowie ein Problem der Abnahme der Fluidität basierend auf der Strukturviskosität. Ferner gibt es ein Verfahren, bei dem das Rohkupfer-Phthalocyanin bei Vorhandensein einer kleinen Menge eines organischen Lösungsmittels zum Verhindern der Bildung von α-Kristallen trockenvermahlen wird. Dieses Verfahren weist aber ein Qualitätsproblem hinsichtlich der Schwierigkeit der Steuerung des α-Verhältnisses basierend auf einer inhomogenen Behandlung sowie ein Kostenproblem hinsichtlich der Investition in Geräte, wie zum Beispiel eine zur Lösungsmittelbehandlung geeignete explosionssichere Vorrichtung, auf.
  • Die vorliegenden Erfinder haben ihre Aufmerksamkeit darauf gerichtet, dass das α-Verhältnis bei dem durch Trockenvermahlen erhaltenen obigen α/β-Mischkristall- Kupferphthalocyanin einen Einfluss auf das Aspektverhältnis eines Pigments als Enderzeugnis ausübt, und haben festgestellt, dass das Aspektverhältnis von durch Behandlung mit einem organischen Lösungsmittel oder dergleichen erhaltenen Pigmentpartikeln bei einer Abnahme des α-Verhältnisses im vermahlenen Erzeugnis abnimmt.
  • Ferner haben die vorliegenden Erfinder festgestellt, dass die Entflockungseigenschaften des trockenvermahlenen Erzeugnisses, das ein starkes Aggregat ist, von dem α-Verhältnis abhängen und dass, wenn das α-Verhältnis kleiner als 5% ist, die Entflockungseigenschaften extrem abnehmen.
  • Wenn die mechanische Stoßkraft oder die Vermahlzeit zunimmt, wird das α-Verhältnis in dem durch Trockenvermahlen erhaltenen trockenvermahlenen Erzeugnis größer. Dieses Phänomen lässt sich wie folgt erklären. Die Bindung eines Kupferatoms, das ein β-Phthalocyaninzentrumsmetall ist, an ein Stickstoffatom bei einer Mesoposition in einem in Längsrichtung durch den Jahn-Teller-Effekt ausgerichteten benachbarten Phthalocyaninmolekül wird durch mechanische Beanspruchung zerschnitten, so dass die innere Energie zunimmt. Dadurch wandeln sich die Kristalle in thermodynamisch instabile α-Kristalle um. Es wird also angenommen, dass die Kristalle durch eine Funktion, die auf die thermodynamische Stabilisierung abzielt, beispielsweise eine Funktion von Wärme oder ein nicht saures organisches Lösungsmittel, bei Freisetzen einer Enthalpie von Δβ←α = –10,8 kJ/mol, d.h. Freisetzen von 10,8 kJ/mol, wieder von einem α-Typ in einen β-Typ umgewandelt werden.
  • Bei dem Trockenvermahlschritt reicht es aus, zum Anheben des α-Verhältnisses durch Senken der Rückumwandlung von α-Kristallen in β-Kristalle eine Substanz gemeinsam zu verwenden, die eine Gitterkontraktion in der c-Achsenrichtung des α-Kristalls hemmt. Umgekehrt wird aufgrund der Kristallstrukturanalyse geschlossen, dass es zum Erhalten eines trockenvermahlenen Erzeugnisses mit einem niedrigen α-Verhältnis ausreicht, ein Rohkupfer-Phthalocyanin mit einer geringeren Menge der Substanz zu verwenden, die eine Gitterkontraktion in der c-Achsenrichtung hemmt.
  • Aus der obigen Folgerung wird abgeleitet, dass ein trockenvermahlenes Erzeugnis mit einem niedrigen α-Verhältnis durch Trockenvermahlen eines Rohkupfer-Phthalocyanins hoher Reinheit einfacher erhalten werden kann. Dieser Punkt wurde durch ein Experiment bewiesen.
  • Aus den obigen theoretischen Hintergründen lassen sich, solange das Rohkupfer-Phthalocyanin von hoher Reinheit ist, Kristalle nicht einfach in α-Kristalle umwandeln, selbst wenn ein mechanische Stoßkraft ausgeübt wird. Daher kann der Grad der Erwärmung während des Trockenvermahlens gesenkt werden.
  • Die Trockenvermahlungsbedingungen für das Erhalten eines α/β-Mischkristall-Kupferphthalocyanins mit einem α-Verhältnis von 5 bis 35% werden wie folgt geklärt. Das α/β-Mischkristall-Kupferphthalocyanin mit einem α-Verhältnis von 5 bis 35% wird durch Trockenvermahlen eines Rohkupferphthalocyanins mit einer Reinheit von 97 bis 100% bei einer Trockenvermahltemperatur von 180 bis 50°C, vorzugsweise von 160 bis 80°C, erhalten.
  • Kurzdarstellung der Erfindung
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Prozess für die Herstellung eines β-Kupferphthalocyanin-Pigments an die Hand zu geben, dessen Aspektverhältnis der Primärkristalle niedrig ist.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Prozess für die Herstellung eines β-Kupferphthalocyanin-Pigments an die Hand zu geben, das bezüglich Farbstärke, Glanz und Fluidität eine Qualität wahrt, die der Qualität des durch das Lösungsmittelsalzmahlverfahren erhaltenen Pigments gleichkommt, und frei den Mängeln des Lösungsmittelsalzmahlverfahrens ist, d.h. Verwendung einer großen Menge eines Mahlhilfsmittels und Verwendung eines hochsiedenden Lösungsmittels mit einem hohen CSV-Wert.
  • Erfindungsgemäß wird ein Prozess für die Herstellung eines β-Kupferphthalocyanin-Pigments mit einem durchschnittlichen Primärkristalldurchmesser von 80 ± 40 nm und einem Primärkristallaspektverhältnis von 2,0 ± 1,0 sowie mit einem Kristallitdurchmesser von 22 ± 5 nm in der Richtung senkrecht zu einer monoklinen β-(200)-Ebene, einem Kristallitdurchmesser von 27 ± 5 nm in der Richtung senkrecht zu einer β-(001)-Ebene und einem Kristallitdurchmesser von 15 ± 5 nm in der Richtung senkrecht zu einer β-(010)-Ebene an die Hand gegeben, wobei der Prozess umfasst: den Schritt (A) des Trockenvermahlens eines Rohkupferphthalocyanins mit einer Reinheit von 97 bis 100% beruhend auf einem Schwefelsäureauflösungsverfahren und mit einem Primärkristalldurchmesser von 0,5 bis 100 µm bei einer Temperatur von 180 bis 50°, um ein Kupferphthalocyanin des Typs α/β-Mischkristall mit einem α-Verhältnis von 5 bis 35% zu erzeugen, und den Schritt (B) des Behandelns des in Schritt (A) erhaltenen trockenvermahlenen Erzeugnisses in einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel.
  • Erfindungsgemäß wird weiterhin ein Prozess nach dem Vorstehenden an die Hand gegeben, wobei das in Wasser mischbare organische Lösungsmittel eine mit Wasser gemischte Flüssigkeit ist.
  • Eingehende Beschreibung der Erfindung
  • Nachstehend wird die vorliegende Erfindung im Detail erläutert. Das Trockenvermahlen der vorliegenden Erfindung pulverisiert ein Rohkupferphthalocyanin mit einer Mahleinrichtung, die Mahlmedien wie Perlen enthält, im Wesentlichen ohne flüssige Substanz. Das Vermahlen wird durch Einsetzen einer Mahlkraft oder einer zersetzenden Kraft aufgrund einer Kollision zwischen den Mahlmedien ausgeführt. Die Trockenmahleinrichtung kann aus bekannten Mahleinrichtungen, wie einem Trocken-Attritor, einer Kugelmühle, einer Schwingmühle, etc. gewählt werden. Ferner kann das Trockenvermahlen in einer Desoxidationsatmosphäre ausgeführt werden, nachdem die Atmosphäre in der Trockenmahleinrichtung durch Zufuhr eines Stickstoffgases etc. nach Bedarf mit der Desoxidationsatmosphäre ausgetauscht wurde.
  • Die Trockenmahleinrichtung kann aus bekannten Trockenmahleinrichtungen gewählt werden, die mit Dampf, Öl oder dergleichen erwärmbar sind, beispielsweise ein Trocken-Attritor, eine Kugelmühle, eine Schwingmühle, etc. Die Vermahlzeit kann abhängig von der verwendeten Mahleinrichtung oder abhängig von einem erwünschten Mahlpartikeldurchmesser frei eingestellt werden. Bei einem allgemeinen Trockenmahlen erwärmt sich das Innere der Mahleinrichtung, so dass in den meisten Fällen das Trockenvermahlen bei Abkühlen der Temperatur herunter auf 80 bis 100°C ausgeführt wird. In der vorliegenden Erfindung wird ein vermahlenes Erzeugnis mit einem geplanten α-Verhältnis durch Anpassen der Innentemperatur auf 180°C bis 50°C, vorzugsweise 160°C bis 80°C, erhalten. Wenn die Temperatur 180°C übersteigt, wird unerwünscht ein Einfluss auf die Qualität des Pigments ausgeübt.
  • Als Rohkupferphthalocyanin wird ein Rohkupferphthalocyanin mit einer Reinheit von 97% bis 100% basierend auf einem Schwefelsäureauflösungsverfahren verwendet. Wenn die obige Reinheit unter 97% liegt, wird ein vermahlenes Erzeugnis mit einem hohen α-Verhältnis erhalten.
  • Bei der vorliegenden Erfindung wird die Reinheit des Rohkupferphthalocyanins basierend auf dem Schwefelsäureauflösungsverfahren wie folgt gemessen.
  • 5 g einer Probe werden nach und nach zu 100 g 98%iger Schwefelsäure bei Raumtemperatur unter Rühren zugegeben. Nach Beenden der Zugabe wird das Gemisch 2 Stunden gerührt und wird dann unter Rühren in 500 ml destilliertes Wasser geschüttet. Das resultierende Gemisch wird unter Hitze bei 90°C gerührt und wird 0,5 Stunden später bei 100°C auf ein konstantes Gewicht getrocknet. Dann wird es unter Saugen mit einem 17G4-Glasfilter gefiltert, nachdem gewogen wurde, und mit Wasser gewaschen, bis das Filtrat frei von Säure wird. Dann wird das auf dem Glasfilter verbleibende gewaschene Erzeugnis bei 100°C auf ein konstantes Gewicht getrocknet und dann gewogen. Die Reinheit kann durch folgenden Ausdruck erhalten werden. Reinheit/% = Gewicht nach Behandlung × 100/Gewicht vor Behandlung
  • Das α-Verhältnis des vermahlenen Erzeugnisses beträgt 5% bis 35%, vorzugsweise 10% bis 30%. Die obere Grenze des α-Verhältnisses ist durch eine Zunahme des Aspektverhältnisses von Pigmentprimärkristallen beschränkt. Ferner ist die untere Grenze durch Entflockungseigenschaften eines starken Aggregats beschränkt.
  • Die Lösungsmittelbehandlung des erhaltenen vermahlenen Erzeugnisses wird mit einem organischen Lösungsmittel allein oder mit einem Gemisch aus dem organischen Lösungsmittel mit Wasser ausgeführt.
  • Die Art des Lösungsmittels ist ein mit Wasser mischbares organisches Lösungsmittel. Beispiele dafür umfassen Alkoholverbindungen wie Isopropanol, Butanol, Isobutanol, Ethylcellosolve, Butylcellosolve und Cyclohexanol sowie Ketonverbindungen wie Aceton oder Methylethylketon. Diese Lösungsmittel können allein oder in Kombination verwendet werden.
  • Bei dem Lösungsmittelbehandlungsschritt kann eine Perlenmühle, wie eine Eiger-Mühle, eine Sandmühle, eine Kugelmühle, eine Perlenmühle („DCP Mill", geliefert von EIRICH, etc), eine Cosmo-Mühle, eine Z-Mühle, ein Dispermat oder eine Korbmühle verwendet werden.
  • Bei dem Lösungsmittelbehandlungsschritt können ein medienloser Dispergierer, beispielsweise eine Nass-Strahlmühle („GENUS PY", geliefert von Genus, „Nanomizer", geliefert von Nanomizer) oder ein Homomixer verwendet werden.
  • In der vorliegenden Erfindung kann das Pigment mit einem Harz behandelt werden, um eine für eine Anwendung desselben entsprechende Eignung zu verleihen. Diese Behandlung kann während des Schritts (A) oder des Schritts (B) ausgeführt werden. Das Harz kann während des Trockenvermahlens oder während der Lösungsmittelbehandlung zugegeben werden. Das Harz kann aus Harzen, die für eine Druckfarbe geeignet sind, beispielsweise Terpentinharze, die durch polymerisiertes Terpentinharz, hydriertes Terpentinharz oder disproportioniertes Terpentinharz verkörpert werden, oder ein terpentinharzmodifiziertes Phenolharz frei gewählt werden.
  • In der vorliegenden Erfindung kann das Pigment mit einem grenzflächenaktiven Stoff behandelt werden, um für eine Anwendung desselben entsprechende Eignung zu verleihen. Diese Behandlung kann während des Schritts (A) oder des Schritts (B) ausgeführt werden. Der grenzflächenaktive Stoff kann aus nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffen, anionischen grenzflächenaktiven Stoffen und kationischen grenzflächenaktiven Stoffen frei gewählt werden, solange er für eine Druckfarbe geeignet ist.
  • Wenn aus dem durch den erfindungsgemäßen Prozess erzeugten Kupferphthalocyanin-Pigment eine Tiefdruckfarbe, eine Offsetdruckfarbe oder eine Beschichtungszusammensetzung erzeugt wird, ist das Bindemittel dafür nicht eigens beschränkt. Das Bindemittel kann einen Hilfsstoff oder ein Pigmentverschneidmittel enthalten.
  • Das Bindemittel für die Tiefdruckfarbe besteht aus einem Harz und einem Lösungsmittel. Beispiele für das Harz umfassen Balsamharz, Wurzelharz, Tallölkolophonium, Kalkharz, Harzester, ein Maleinharz, ein Polyamidharz, ein Vinylharz, Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Ethylcellulose, chlorierter Kautschuk, Cyclokautschuk, ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymerharz, ein Polyurethanharz, ein Polyesterharz, ein Alkydharz, ein Acrylharz, Gilsonite, Dammar, Schellack, etc. ein Gemisch aus mindestens zwei derselben und ein wasserlösliches Harz oder Emulsionsharz, das durch Löslichmachen eines der obigen Harze oder des Gemisches in Wasser erzeugt wird. Beispiele des Lösungsmittels umfassen einen Kohlenwasserstoff, einen Alkohol, ein Keton, einen Etheralkohol, einen Ether, einen Ester und Wasser.
  • Das Bindemittel für die Offsetdruckfarbe besteht aus einem Harz, einem Pflanzenöl und einem Lösungsmittel. Beispiele für das Harz umfassen ein terpentinharzmodifiziertes Phenolharz, ein Petrolharz, ein Alkydharz und ein durch Modifizieren eines dieser Harze mit einem trocknenden Öl erhaltenes Harz. Beispiele für das Pflanzenöl umfassen Leinöl, Tungöl und Sojaöl. Beispiele für das Lösungsmittel umfassen n-Paraffin, l-Paraffin, aromatisch, Naphthen, α-Olefin und Wasser.
  • Das Bindemittel für die Beschichtungszusammensetzung besteht aus einem Harz und einem Lösungsmittel. Beispiele für das Harz umfassen ein Acrylharz, ein Alkydharz, ein Epoxyharz, chlorierten Kautschuk, Vinylchlorid, eine synthetische Harzemulsion, ein Siliconharz, ein Polyurethanharz, ein Polyesterharz, ein Melaminharz, ein Harnstoffharz, ein Gemisch aus mindestens zwei derselben und ein wasserlösliches Harz oder Emulsionsharz, das durch Löslichmachen eines der obigen Harze in Wasser erzeugt wird. Beispiele für das Lösungsmittel umfassen einen Kohlenwasserstoff, einen Alkohohl, ein Keton, einen Etheralkohol, einen Ether, einen Ester und Wasser.
  • Die Tiefdruckfarbzusammensetzung, die Offsetdruckfarbzusammensetzung bzw. die Beschichtungszusammensetzung, die durch die vorliegende Erfindung an die Hand gegeben werden, können durch Mischen oder Dispergieren des obigen Kupferphthalocyanin-Pigments oder eines Gemisches des Kupferphthalocyanin-Pigments mit einem Phthalocyaniderivat mit/in dem entsprechenden Bindemittel mit einer Dispergiereinrichtung erzeugt werden. Die Dispergiereinrichtung umfasst einen Lösetank, einen Hochgeschwindigkeitsmixer, einen Homomixer, ein Knetwerk, einen Flushkneter, eine Walzenmühle, eine Sandmühle und einen Attritor.
  • Beispiele
  • Die vorliegende Erfindung wird nachstehend konkret unter Bezug auf Beispiele und Vergleichsbeispiele erläutert. In den Beispielen wurde als Standardpigment ein β-Kupferphthalocyanin-Pigment verwendet, das aus einem Rohkupferphthalocyanin mittels eines Lösungsmittelsalzmahlverfahrens erzeugt wurde (ein Kochsalz in der fünffachen Menge). Das Aspektverhältnis von Partikeln des Pigments betrug etwa 2,0. Das Aspektverhältnis der Primärkristalle wurde aus einem Foto berechnet, das mit einem Transmissionselektronenmikroskop aufgenommen wurde.
  • Das α-Verhältnis und der Durchmesser eines Kristallits wurden aus einem Röntgendiffraktionsprofil erhalten.
  • Das α-Verhältnis wurde durch den folgenden Ausdruck berechnet. α-Verhältnis/% = {(integrierte Intensität bei einem Diffraktionswinkel von 14,3° – 16,0°) – (integrierte Intensität bei einem Diffraktionswinkel von 13,8°)} × 100/{(Summe der integrierten Intensitäten bei Diffraktionswinkeln von 12,2°, 14,3° – 16,0° und 18,0°) – (integrierte Intensität bei einem Diffraktionswinkel von 13,8°)}.
  • Der Durchmesser eines Kristallits wurde durch den Scherrer-Ausdruck aus einem Integralbreitenwert basierend auf Diffraktionsebenen von β(001), β(200) und β(010) bei Diffraktionswinkeln von 7,0°, 10,5° und 18,5° berechnet.
  • Beispiel 1
  • 500 Gewichtsteile Rohkupferphthalocyanin mit einer Reinheit von 99% beruhend auf einem Schwefelsäureauflösungsverfahren und mit einem Primärkristalldurchmesser von 1 bis 10 µm wurden in einen 5 Liter großen Trocken-Attritor gegeben, und das Rohkupferphthalocyanin wurde eine Stunde lang bei 115°C gemahlen, um ein vermahlenes Erzeugnis zu erhalten, das 15% α-Kristalle enthielt. 50 Gewichtsteile des vermahlenen Erzeugnisses wurden auf 100 Gewichtsteile Isobutanol und 50 Gewichtsteile Wasser gegeben, und das Gemisch wurde eine Stunde lang mit einem Hochgeschwindigkeitsmixer bei 80°C gerührt. Es wurde bestätigt, dass das α-Verhältnis durch das obige Vormischverfahren auf 1 % oder weniger sank. Die Bestätigung des α-Verhältnisses wurde mit Hilfe einer Probe ausgeführt, die durch Zugeben des Schlickers nach der Vormischbehandlung zu einer gleichen Menge Methanol, Filtern des sich ergebenden Gemisches mit einem Filterpapier Nr. 5C, geliefert von TOYO ROSHI KAISHA, LTD., weiteres Auftragen der dreifachen Menge Isobutanol über einem auf dem Filterpapier verbleibenden Material, um das Material zu waschen, und Lufttrocknen des gewaschenen Materials erhalten wurde. Dann wurden weiterhin 200 Gewichtsteile Isobutanol und 100 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde mit einer Eiger-Mühle mit einem Mühlenvolumen von 200 ml unter Verwendung von 0,8 mm Φ Stahlkugeln bei 50°C eine Stunde lang kreisend dispergiert. Dann wurden 200 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde destilliert und dann sprühgetrocknet, um ein Pigment zu erhalten. Das Aspektverhältnis der Partikel des Pigments betrug 2,3 und das α-Verhältnis lag bei 1 % oder darunter. Der Kristallitdurchmesser betrug in der Richtung senkrecht zu einer monoklinen β-(200)-Ebene 23 nm, in der Richtung senkrecht zu einer β-(001)-Ebene betrug er 26 nm und in der Richtung senkrecht zu einer β-(010)-Ebene betrug er 15 nm. Das Pigment wurde mit einem Standardpigment verglichen. Eine Farbe des Pigments des vorliegenden Beispiels hatte hinsichtlich Farbstärke, Glanz, Fluidität, etc. eine Qualität, die der Qualität einer Farbe des Standardpigments entsprach, und sein Farbton war grünlich.
  • Beispiel 2
  • 500 Gewichtsteile Rohkupferphthalocyanin mit einer Reinheit von 97% beruhend auf einem Schwefelsäureauflösungsverfahren und mit einem Primärkristalldurchmesser von 1 bis 10 µm wurden in einen 5 Liter großen Trocken-Attritor gegeben, und das Rohkupferphthalocyanin wurde eine Stunde lang bei 90°C gemahlen, um ein vermahlenes Erzeugnis zu erhalten, das 27% α-Kristalle enthielt. 50 Gewichtsteile des vermahlenen Erzeugnisses wurden auf 150 Gewichtsteile Isobutanol, 50 Gewichtsteile Wasser und 0,7 Gewichtsteile PELEX OT-P (anionischer grenzflächenaktiver Stoff, geliefert von KAO Corporation) gegeben, und das Gemisch wurde 1,5 Stunden lang mit einem Hochgeschwindigkeitsmixer bei 80°C gerührt. Es wurde bestätigt, dass das α-Verhältnis auf 1 % oder weniger sank. Dann wurden weiterhin 225 Gewichtsteile Isobutanol und 75 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde mit einer Eiger-Mühle mit einem Mühlenvolumen von 200 ml unter Verwendung von 0,8 mm Φ Stahlkugeln bei 60°C eine Stunde lang kreisend dispergiert. Dann wurden 260 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde destilliert und dann sprühgetrocknet, um ein Pigment zu erhalten. Das Aspektverhältnis der Partikel des Pigments betrug 2,7 und das α-Verhältnis lag bei 1 % oder darunter. Der Kristallitdurchmesser betrug in der Richtung senkrecht zu einer monoklinen β-(200)-Ebene 23 nm, in der Richtung senkrecht zu einer β-(001)-Ebene betrug er 25 nm und in der Richtung senkrecht zu einer β-(010)-Ebene betrug er 14 nm. Das Pigment wurde mit einem Standardpigment verglichen. Eine Farbe des Pigments des vorliegenden Beispiels hatte hinsichtlich Farbstärke, Glanz, Fluidität, etc. eine Qualität, die der Qualität einer Farbe des Standardpigments entsprach, und sein Farbton war grünlich.
  • Beispiel 3
  • 500 Gewichtsteile Rohkupferphthalocyanin mit einer Reinheit von 98% beruhend auf einem Schwefelsäureauflösungsverfahren und mit einem Primärkristalldurchmesser von 1 bis 10 µm wurden in einen 5 Liter großen Trocken-Attritor gegeben, und das Rohkupferphthalocyanin wurde eine Stunde lang bei 140°C gemahlen, um ein vermahlenes Erzeugnis zu erhalten, das 8% α-Kristalle enthielt. 50 Gewichtsteile des vermahlenen Erzeugnisses wurden auf 75 Gewichtsteile Isobutanol, 175 Gewichtsteile Wasser und 0,5 Gewichtsteile ESTER GUMAT (Harz des Typs Terpentinharzester, geliefert von Arakawa Chemical Industries, Ltd.) gegeben, und das Gemisch wurde eine Stunde lang mit einem Hochgeschwindigkeitsmixer bei 80°C gerührt. Es wurde bestätigt, dass das α-Verhältnis auf 1 % oder weniger sank. Dann wurden weiterhin 175 Gewichtsteile Isobutanol und 75 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde mit einer Eiger-Mühle mit einem Mühlenvolumen von 200 ml unter Verwendung von 0,8 mm Φ Stahlkugeln bei 60°C 1,5 Stunden lang kreisend dispergiert. Dann wurden 75 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde destilliert und dann sprühgetrocknet, um ein Pigment zu erhalten. Das Aspektverhältnis der Partikel des Pigments betrug 2,1 und das α-Verhältnis lag bei 1 % oder darunter. Der Kristallitdurchmesser betrug in der Richtung senkrecht zu einer monoklinen β-(200)-Ebene 22 nm, in der Richtung senkrecht zu einer β-(001)-Ebene betrug er 26 nm und in der Richtung senkrecht zu einer β-(010)-Ebene betrug er 16 nm. Das Pigment wurde mit einem Standardpigment verglichen. Eine Farbe des Pigments des vorliegenden Beispiels hatte hinsichtlich Farbstärke, Glanz, Fluidität, etc. eine Qualität, die der Qualität einer Farbe des Standardpigments entsprach, und sein Farbton war grünlich.
  • Beispiel 4
  • 500 Gewichtsteile Rohkupferphthalocyanin mit einer Reinheit von 99% beruhend auf einem Schwefelsäureauflösungsverfahren und mit einem Primärkristalldurchmesser von 1 bis 10 µm wurden in einen 5 Liter großen Trocken-Attritor gegeben, und das Rohkupferphthalocyanin wurde eine Stunde lang bei 115°C gemahlen, um ein vermahlenes Erzeugnis zu erhalten, das 15% α-Kristalle enthielt. 50 Gewichtsteile des vermahlenen Erzeugnisses wurden auf 75 Gewichtsteile Ethylcellosolve und 75 Gewichtsteile Wasser gegeben, und das Gemisch wurde eine Stunde lang mit einem Hochgeschwindigkeitsmixer bei 80°C gerührt. Es wurde bestätigt, dass das α-Verhältnis auf 1 % oder weniger sank. Dann wurden weiterhin 150 Gewichtsteile Ethylcellosolve und 150 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde mit einer Eiger-Mühle mit einem Mühlenvolumen von 200 ml unter Verwendung von 0,8 mm Φ Stahlkugeln bei 50°C eine Stunde lang kreisend dispergiert. Dann wurden 70 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde destilliert und dann sprühgetrocknet, um ein Pigment zu erhalten. Das Aspektverhältnis der Partikel des Pigments betrug 2,3 und das α-Verhältnis lag bei 1 % oder darunter. Der Kristallitdurchmesser betrug in der Richtung senkrecht zu einer monoklinen β-(200)-Ebene 19 nm, in der Richtung senkrecht zu einer β-(001)-Ebene betrug er 24 nm und in der Richtung senkrecht zu einer β-(010)-Ebene betrug er 18 nm. Das Pigment wurde mit einem Standardpigment verglichen. Eine Farbe des Pigments des vorliegenden Beispiels hatte hinsichtlich Farbstärke, Glanz, Fluidität, etc. eine Qualität, die der Qualität einer Farbe des Standardpigments entsprach, und sein Farbton war grünlich.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • 500 Gewichtsteile Rohkupferphthalocyanin mit einer Reinheit von 93% beruhend auf einem Schwefelsäureauflösungsverfahren und mit einem Primärkristalldurchmesser von 1 bis 10 µm wurden in einen 5 Liter großen Trocken-Attritor gegeben, und das Rohkupferphthalocyanin wurde eine Stunde lang bei 130° gemahlen, um ein vermahlenes Erzeugnis zu erhalten, das 45% α-Kristalle enthielt. 50 Gewichtsteile des vermahlenen Erzeugnisses wurden auf 100 Gewichtsteile Isobutanol und 50 Gewichtsteile Wasser gegeben, und das Gemisch wurde 2 Stunden lang mit einem Hochgeschwindigkeitsmixer bei 80°C gerührt. Es wurde bestätigt, dass das α-Verhältnis auf 1 % oder weniger sank. Dann wurden weiterhin 200 Gewichtsteile Isobutanol und 100 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde mit einer Eiger-Mühle mit einem Mühlenvolumen von 200 ml unter Verwendung von 0,8 mm Φ Stahlkugeln bei 50°C eine Stunde lang kreisend dispergiert. Dann wurden 200 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde destilliert und dann sprühgetrocknet, um ein Pigment zu erhalten. Das Aspektverhältnis der Partikel des Pigments betrug 4,0 und das α-Verhältnis lag bei 1 % oder darunter. Der Kristallitdurchmesser betrug in der Richtung senkrecht zu einer monoklinen β-(200)-Ebene 22 nm, in der Richtung senkrecht zu einer β-(001)-Ebene betrug er 26 nm und in der Richtung senkrecht zu einer β-(010)-Ebene betrug er 16 nm. Das Pigment wurde mit einem Standardpigment verglichen. Eine Farbe des Pigments des vorliegenden Vergleichsbeispiels war hinsichtlich Farbstärke, Klarheit und Fluidität verglichen mit einer Farbe des Standardpigments des Lösungsmittelsalzmahlverfahrens mangelhaft.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • 500 Gewichtsteile Rohkupferphthalocyanin mit einer Reinheit von 98% beruhend auf einem Schwefelsäureauflösungsverfahren und mit einem Primärkristalldurchmesser von 1 bis 10 µm wurden in einen 5 Liter großen Trocken-Attritor gegeben, und das Rohkupferphthalocyanin wurde bei Vorhandensein von 15 Gewichtsteilen Xylen eine Stunde lang bei 120° gemahlen, um ein vermahlenes Erzeugnis zu erhalten, das 3% α-Kristalle enthielt. 50 Gewichtsteile des vermahlenen Erzeugnisses wurden auf 75 Gewichtsteile Isobutanol und 175 Gewichtsteile Wasser gegeben, und das Gemisch wurde 1 Stunde lang mit einem Hochgeschwindigkeitsmixer bei 80°C gerührt. Es wurde bestätigt, dass das α-Verhältnis auf 1 % oder weniger sank. Dann wurden weiterhin 175 Gewichtsteile Isobutanol und 75 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde mit einer Eiger-Mühle mit einem Mühlenvolumen von 200 ml unter Verwendung von 0,8 mm Φ Stahlkugeln bei 60°C 1,5 Stunden lang kreisend dispergiert. Dann wurden 75 Gewichtsteile Wasser zugegeben und das sich ergebende Gemisch wurde destilliert und dann sprühgetrocknet, um ein Pigment zu erhalten. Das Aspektverhältnis der Partikel des Pigments betrug 2,0 und das α-Verhältnis lag bei 1 % oder darunter. Der Kristallitdurchmesser betrug in der Richtung senkrecht zu einer monoklinen β-(200)-Ebene 22 nm, in der Richtung senkrecht zu einer β-(001)-Ebene betrug er 27 nm und in der Richtung senkrecht zu einer β-(010)-Ebene betrug er 16 nm. Das Pigment wurde mit einem Standardpigment verglichen. Eine Farbe des Pigments des vorliegenden Vergleichsbeispiels war hinsichtlich Farbstärke, Klarheit und Glanz verglichen mit einer Farbe des Standardpigments des Lösungsmittelsalzmahlverfahrens mangelhaft.
  • Wirkung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung kann das β-Kupferphthalocyanin-Pigment erzeugen, dessen Primärkristallaspektverhältnis klein ist. Weiterhin hat das obige β-Kupferphthalocyanin-Pigment hinsichtlich Farbstärke, Glanz, Fluidität, etc. eine Qualität, die der Qualität eines Pigments des allgemein verwendeten Lösungsmittelsalzmahlverfahrens gleichkommt, belastet aber Geräte und Umwelt weniger, da keine Salze als Mahlhilfsmittel und kein hochsiedendes Lösungsmittel mit einem hohen CSV-Wert verwendet werden.
  • Bei dem durch den erfindungsgemäßen Prozess erzeugten β-Pigment weisen typischerweise im Wesentlichen alle der Primärpigmentpartikel den durchschnittlichen Primärkristalldurchmesser, das Primärkristallaspektverhältnis und die Kristallitdurchmesser auf, die vorstehend dargelegt sind.

Claims (5)

  1. Prozess für die Herstellung eines β-Kupferphthalocyanin-Pigments mit einem durchschnittlichen Primärkristalldurchmesser von 80 ± 40 nm und einem Primärkristallaspektverhältnis von 2,0 ± 1,0 sowie mit einem Kristallitdurchmesser von 22 ± 5 nm in der Richtung senkrecht zu einer monoklinen β-(200)-Ebene, einem Kristallitdurchmesser von 27 ± 5 nm in der Richtung senkrecht zu einer β-(100)-Ebene und einem Kristallitdurchmesser von 15 ± 5 nm in der Richtung senkrecht zu einer β-(010)-Ebene, wobei der Prozess umfasst: (A) Trockenvermahlen eines Rohkupferphthalocyanins mit einer Reinheit von 97 bis 100% beruhend auf einem Schwefelsäureauflösungsverfahren und mit einem Primärkristalldurchmesser von 0,5 bis 100 µm bei einer Temperatur von 180 bis 50°, um ein Kupferphthalocyanin des Typs α/β-Mischkristall mit einem α-Verhältnis von 5 bis 35% zu erzeugen, und (B) Behandeln des so erhaltenen trockenvermahlten Erzeugnisses in einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel.
  2. Prozess nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in Wasser mischbare organische Lösungsmittel eine mit Wasser gemischte Flüssigkeit ist.
  3. Prozess nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Schritt (B) das trockenvermahlte Erzeugnis mit einer Kugelmühle behandelt wird.
  4. Druckfarbe oder Beschichtungszusammensetzung, welche ein durch einen Prozess nach einem der Ansprüche 1 bis 3 erzeugtes β-Kupferphthalocyanin-Pigment und ein Bindemittel umfasst.
  5. Prozess für das Erzeugen einer Druckfarbe oder einer Beschichtungszusammensetzung, wobei der Prozess umfasst: (a) Erzeugen eines Phthalocyanin-Pigments durch einen Prozess nach einem der Ansprüche 1 bis 3; und (b) Dispergieren des so erhaltenen Pigments in einem Bindemittel.
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