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Die
Erfindung betrifft allgemein die Automobilindustrie.
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Nach
einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung insbesondere eine Schaltvorrichtung
für ein
automatisiertes Handschaltgetriebe, mit einer internen Steuervorrichtung,
die in dem Getriebegehäuse
aufgenommen ist, und einer elektromechanischen Betätigungsvorrichtung
für die
interne Steuervorrichtung, wobei diese interne Steuervorrichtung
eine längs
verlaufende Wählstange
enthält,
die selektiv zwischen einer Mehrzahl von vorgegebenen axialen Stellungen
in Längsrichtung
gleitbeweglich ist, sowie einen quer verlaufenden Gangschaltfinger,
der längs
verschiebbar mit der Wählstange
verbunden und selektiv zwischen einer Mehrzahl von Wähllängsstellungen
durch eine Längsgleitbewegung
der Wählstange beweglich
ist, die jeweils einer axialen Stellung der Stange entsprechen,
in welcher der Finger in eines von mehreren Gangeinlegelementen
mittels paralleler Gleitstangen eingreift, mit denen Gabeln zum
Verlagern von Klauen fest verbunden sind, die es ermöglichen,
verschiedene Gänge
des Getriebes einzulegen bzw. freizugeben, wobei der Finger auch
um die Symmetrieachse der Wählstange
ausgehend von jeder Wählstellung
in zumindest eine Schaltstellung drehbeweglich ist, so dass das
ausgewählte
Element mitgenommen wird und ein Gang eingelegt wird.
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Die
FR 2 797 017 scheint der
nächstliegende Stand
der Technik zu sein und zeigt Vorrichtungen dieser Art, die mit
dem Nachteil behaftet sind, mechanisch aufwendig und platzraubend
zu sein.
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Ferner
sind die Kraftfahrzeughersteller bestrebt, so weit wie möglich die
Dauer der Antriebsmomentunterbrechung während des Gangwechsels im Getriebe
zu vermindern und damit die Schnelligkeit beim Schalten von einem
Gang in einen anderen zu erhöhen.
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Das
vorangehend erwähnte
Problem wird mit Hilfe der unabhängigen
Ansprüche
1 und 10 gelöst.
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In
diesem Zusammenhang zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, den
vorangehend erwähnten
Bestrebungen zu entsprechen, indem eine kompaktere Einrichtung mit
verbesserter mechanischer Wirtschaftlichkeit vorgeschlagen wird.
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Dazu
ist die erfindungsgemäße Vorrichtung, die
ferner der im oben genannten Oberbegriff angegebenen gattungsgemäßen Definition
entspricht, im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die interne
Steuervorrichtung eine insbesondere zylindrische Hülse enthält, welche
die Wählstange
umgibt und zumindest einen geraden Längsschlitz aufweist, in welchen
der Schaltfinger eingreift, so dass der Finger im Schlitz frei verschiebbar
und mit der Hülse drehfest
verbunden ist, wobei die elektromechanische Schaltvorrichtung einen
Verschiebemotor enthält,
welcher die Stange relativ zur Hülse
in Längsrichtung
verschiebt, sowie einen Rotationsmotor, welcher die Hülse um die
Symmetrieachse drehend antreibt.
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Bei
einer möglichen
Ausführungsform
der Erfindung wird der Schlitz von zwei parallel verlaufenden, gegenüberliegenden
Längskanten
begrenzt, die einen Abstand aufweisen, welcher der Breite des Fingers
in einer zur Symmetrieachse senkrechten Ebene entspricht, so dass
der Finger bei der Längsverschiebung
von den Längskanten
des Schlitzes geführt
und von den genannten Kanten um die Symmetrieachse drehend mitgenommen
wird.
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Vorteilhaft
enthält
die Hülse
ein rohrförmiges Teil,
das die Wählstange
umgibt, sowie ein Zahnrad, das fest mit einem ersten Ende des rohrförmigen Teils
verbunden ist, wobei die elektromechanische Schaltvorrichtung eine
Drehübersetzung
enthält,
welche die Drehbewegung des Rotationsmotors auf das Zahnrad überträgt.
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Beispielsweise
ist der Verschiebemotor auf einer dem ersten Ende entgegengesetzten
Seite der Hülse
angeordnet.
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Vorteilhaft
ist der Verschiebemotor auf der Seite des ersten Endes der Hülse angeordnet.
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Vorzugsweise
ist der Finger frei verschiebbar an der Wählstange gelagert, wobei die
interne Steuervorrichtung zwei Abstützglieder enthält, die
fest mit der Wählstange
verbunden und beiderseits des Fingers entlang dieser Stange angeordnet
sind, sowie zwei elastische Glieder, die zwischen dem Finger und den
beiden Abstützgliedern
eingefügt
sind, eine feststehende Platte, welche einen Schlitz in Form eines Gangschaltgitters
aufweist, und einen Stift, der fest mit dem Finger verbunden ist
und in das Gitter eingreift, wobei dieses Gitter einen Längsabschnitt
aufweist, in welchem Verbindungspositionen vorgegeben sind, die
den längs
verlaufenden Wählstellungen des
Fingers entsprechen, und eine Mehrzahl von Zweigen enthält, die
ausgehend von den Verbindungspositionen auf der einen oder anderen
Seite des Längsabschnitts
quer verlaufen und den Schaltstellungen des Fingers entsprechen,
wobei der Stift dem Gitter folgend von einem Zweig in einen anderen übergeht,
wenn der Schaltfinger von einer Schaltstellung in eine andere übergeht.
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Beispielsweise
fluchtet der Stift mit dem Finger oder bildet einen im wesentlichen
stumpfen Winkel mit dem Finger.
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Vorteilhaft
enthält
das rohrförmige
Teil der Hülse
ein Fenster, das in seiner Größe dem Gitter entspricht,
wobei das Gitter dem Fenster gegenüberliegend angeordnet ist und
wobei der Stift das Fenster durchquert, um in das Gitter einzugreifen.
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Vorzugsweise
ist der Finger fest mit der Wählstange
verbunden.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Gangwechseln
bei einem Schaltgetriebe mit Hilfe einer Schaltvorrichtung mit den
vorangehend beschriebenen vorteilhaften Merkmalen, dadurch gekennzeichnet, dass
es folgende Schritte umfasst:
- 1) Einlegen eines
ersten Gangs, indem zunächst die
Wählstange
in eine erste axiale Stellung verlagert wird, welche einer ersten
Wählstellung
des Fingers entspricht, dann Verlagern des Fingers in eine erste
Schaltstellung durch Drehen der Hülse, wobei der Stift dann in
einen ersten Zweig eingreift,
- 2) Verlagern der Wählstange
in eine zweite axiale Stellung, wodurch eines der elastischen Glieder zusammengedrückt wird,
- 3) Zurückführen des
Fingers aus seiner ersten Schaltstellung in seine erste Wählstellung
unter Verschwenken der Hülse,
wobei das zusammengedrückte
elastische Glied sich dabei entspannt und den Finger automatisch
in eine zweite Wählstellung
bringt, welche der zweiten axialen Stellung der Wählstange
entspricht,
- 4) Verschwenken der Hülse,
um den Finger aus seiner zweiten Wählstellung in eine zweite Schaltstellung
zu bringen.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich deutlicher aus
der nachfolgenden Beschreibung, die sich nur beispielhaft und keineswegs einschränkend versteht,
und zwar anhand der beigefügten
Zeichnungen, worin zeigt:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer Schaltvorrichtung aus dem Stand der
Technik,
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2 eine
schematische Ansicht im Längsschnitt
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
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3 eine
Schnittansicht entlang der Pfeile III aus 2,
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4 eine
perspektivische Ansicht der Wählstange,
des Schaltfingers und eines Teils der Hülse aus 2,
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5a eine
Ansicht im Längsschnitt
einer Ausführungsvariante
der Erfindung, wobei der Schaltfinger in einer ersten Schaltstellung
dargestellt ist,
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5b eine
Draufsicht der Platte aus 5a,
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6a eine ähnliche
Ansicht wie 5a, die den Zustand der Vorrichtung
aus 5a darstellt, wenn die Wählstange in eine zweite axiale
Stellung verlagert wurde,
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6b eine
Draufsicht der Platte aus 6a,
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7a eine ähnliche
Ansicht wie 5a, welche den Zustand der Vorrichtung
aus 6a darstellt, wenn die Hülse eine Drehung um die Symmetrieachse
X-X' ausgeführt hat,
und
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7b eine
Draufsicht der Platte aus 7a.
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Die
in 1 dargestellte Schaltvorrichtung gibt den Stand
der Technik wieder und enthält
eine interne Steuervorrichtung 20, die in dem Getriebegehäuse aufgenommen
ist, wobei dieses Gehäuse nicht
dargestellt ist, und eine elektromechanische Betätigungsvorrichtung 10 für die interne
Steuervorrichtung 20, welche die Gangwechsel des Getriebes steuert.
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Die
interne Steuervorrichtung 20 enthält eine längs verlaufende Wählstange 21,
die selektiv zwischen einer Mehrzahl von vorgegebenen axialen Stellungen
in Längsrichtung
gleitbeweglich ist, sowie einen quer verlaufenden Gangschaltfinger 22,
der längs
verschiebbar mit der Wählstange 21 verbunden
ist.
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Der
Finger 22 ist selektiv zwischen einer Mehrzahl von Wähllängsstellungen
durch eine Längsgleitbewegung
der Wählstange 21 beweglich, die
den axialen Stellungen der Wählstange 21 entsprechen.
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Eine
dieser Wählstellungen
entspricht dem Totpunkt des Schaltgetriebes. In den weiteren Wählstellungen
greift der Finger 22 in eines von mehreren Elementen 23 ein,
die in der Lage sind, Gänge
jeweils mittels paralleler Gleitstangen 27 einzulegen, mit
denen Gabeln 31 zum Verlagern von Klauen fest verbunden
sind, die es ermöglichen,
verschiedene Gänge
des Getriebes einzulegen bzw. freizugeben.
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Der
Finger 22 ist auch um die Symmetrieachse X-X' der Wählstange 21 ausgehend
von jeder Wählstellung
in der einen und/oder anderen, entgegengesetzten Drehrichtung in
eine Schaltstellung drehbeweglich.
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Beim Übergang
von einer Wählstellung
in eine Schaltstellung nimmt der Finger 22 das ausgewählte Element 23 drehend
mit, wobei dieses die zugeordnete Gleitstange 27 verschiebt
und einen Gang einlegt.
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Die
Verlagerung des Fingers 22 durch Längsverschiebung der Wählstange 21 zum
Auswählen
eines Elements 23 ist mit einem Pfeil S in 1 dargestellt.
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Die
Verlagerung der parallelen Gleitstangen 27, die sich aus
der Drehung des Fingers 22 ergibt, ist mit den Pfeilen
E in 1 dargestellt.
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Die
Wählstange 21 ist
typischerweise zwischen vier axialen Längsstellungen und der Schaltfinger 22 zwischen
vier Wählstellungen,
inklusive Totpunkt, verlagerbar.
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Erfindungsgemäß enthält die interne
Steuervorrichtung 20 eine insbesondere zylindrische Hülse 40,
welche die Wählstange 21 umgibt
und zumindest einen geraden Längsschlitz 41 aufweist,
in welchen der Schaltfinger 22 eingreift.
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Der
Finger 22 ist im Schlitz 41 frei verschiebbar
und mit der Hülse 40 um
die Symmetrieachse X-X' drehfest
verbunden. Die Wählstange 21 ist
frei verschiebbar und um die Achse x-x' bezüglich
der Hülse 40 frei
drehbar.
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Ferner
enthält
die elektromechanische Schaltvorrichtung einen Verschiebemotor,
der nicht dargestellt ist und die Stange 21 relativ zur
Hülse 40 in
Längsrichtung
verschiebt, sowie einen Rotationsmotor 12, welcher die
Hülse 40 um
die Symmetrieachse X-X' drehend
antreibt.
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Dazu
enthält
die Hülse 40 ein
rohrförmiges Teil 42 mit
der Symmetrieachse X-X',
das die Wählstange 21 umgibt
und ein Fenster 41 trägt,
sowie ein Zahnrad 43, das fest mit einem ersten Ende 421 des rohrförmigen Teils 42 verbunden
ist.
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Die
elektromechanische Schaltvorrichtung enthält eine Drehübersetzung 13,
welche die Drehbewegung des Rotationsmotors 12 auf das
Zahnrad 43 überträgt. Diese Übersetzungsvorrichtung
enthält typischerweise
ein Antriebszahnrad 131, dessen Drehachse parallel zur
Symmetrieachse X-X' verläuft, das
von dem Rotationsmotor 12 drehend angetrieben wird und
mit dem Zahnrad 43 der Hülse kämmt. Der Rotationsmotor 12 ist
in der Lage, das Antriebszahnrad 131 in beiden entgegengesetzten Drehrichtungen
zu verdrehen.
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Die Übersetzung
kann auch mit einer Schnecke erfolgen, die von dem Motor 12 angetrieben
wird und ihrerseits das Zahnrad 43 der Hülse antreibt.
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Die
elektromechanische Schaltvorrichtung enthält auch eine Verschiebeübersetzung,
welche die Drehbewegung des Verschiebemotors in eine Verschiebebewegung
der Wählstange 21 überträgt.
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Wie
in 2 gezeigt ist, enthält die Wählstange 21 einen
ersten axialen Abschnitt 211, der in der Hülse 40 angeordnet
ist, sowie einen zweiten axialen Abschnitt 212, der fest
mit dem ersten verbunden ist und diesen auf einer Seite axial fortsetzt,
die dem ersten Ende 421 des rohrförmigen Teils 42 entgegengesetzt
ist.
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Der
zweite axiale Abschnitt 212 ragt teilweise auf einer Seite
des rohrförmigen
Teils 42 vor, die dem ersten Ende 421 entgegengesetzt
ist, und trägt
ein Gewinde 213, das an einem dem ersten axialen Abschnitt 211 entgegengesetzten
freien Ende eine Zahnstange bildet.
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Die
Verschiebeübersetzung
enthält
beispielsweise ein Ritzel 14, dessen Drehachse senkrecht
zur Symmetrieachse X-X' verläuft, der
mit der Zahnstange 213 kämmt und von dem Verschiebemotor
drehend angetrieben wird.
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Der
Verschiebemotor ist in der Lage, das Ritzel 14 in den beiden
entgegengesetzten Drehrichtungen zu verdrehen.
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Wie
in 4 erkennbar ist, wird der Schlitz 41 von
zwei geraden, parallel verlaufenden, gegenüberliegenden Längskanten 411 begrenzt,
die einen konstanten Abstand in einer zur Symmetrieachse X-X' senkrechten Ebene
haben.
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Der
Schaltfinger 22 weist in einer senkrecht zur Symmetrieachse
X-X' verlaufenden
Ebene eine T-Form auf. Er enthält
einen Schaft 221, der ausgehend von dem ersten axialen
Abschnitt 211 der Wählstange 21 senkrecht
zu dieser verläuft,
sowie einen Kopf 222, der fest mit einem Ende des Schafts 221 verbunden
ist, das dem ersten axialen Abschnitt 211 entgegengesetzt
ist und in die Gangeinlegelemente 23 eingreift. Der Schaft 221 bildet
den senkrechten Schenkel der T-Form und der Kopf 222 bildet
den waagrechten Schenkel der T-Form.
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Der
Schaft 221 weist einen rechteckigen Querschnitt auf und
greift in den Schlitz 41 ein. Er enthält den entgegengesetzten Längskanten 411 gegenüberliegend
zwei entgegengesetzte ebene Flächen 223,
wobei die Breite des Wählfingers 22 die beiden
ebenen Flächen 223 voneinander
trennt, die dem Abstand der Längskanten 411 entspricht,
so dass der Finger 22 von den beiden ebenen Flächen 223 längsverschiebbar
geführt
wird, welche entlang der Längskanten 411 des
Schlitzes 41 gleiten.
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Der
Finger 22 wird auch um die Symmetrieachse X-X' von den genannten
Längskanten 411 drehend
angetrieben, die mit den ebenen Flächen 223 zusammenwirken.
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Der
Kopf 222 weist auch einen im wesentlichen rechteckigen
Querschnitt auf. Er ist über
einen Mittelabschnitt fest mit dem Schaft 221 verbunden.
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Bei
einer ersten Ausführungsform
der Erfindung, die in 2 und 3 dargestellt
ist, ist der Schaltfinger 22 fest mit der Wählstange 21 über ein dem
Kopf 222 entgegengesetztes Ende seines Schafts 221 verbunden.
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Der
Schaltfinger 22 wird somit über die Wählstange 21 direkt
längsverschiebbar
angetrieben.
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Bei
einer zweiten Ausführungsform,
die in 5A/B bis 7A/B dargestellt
ist, ist der Schaltfinger 22 frei verschiebbar und drehbar
an der Wählstange 21 gelagert.
Der Finger 22 enthält
dazu einen zylindrischen Ring 224, der frei verschiebbar
und drehbar an der Achse gelagert ist, wobei der Schaft 221 des
Fingers 22 fest mit diesem Ring 224 über ein dem
Kopf 222 entgegengesetztes Ende verbunden ist.
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Die
interne Steuervorrichtung 20 enthält zwei Abstützglieder 51,
die fest mit der Wählstange 21 verbunden
und beiderseits des Fingers 22 entlang dieser Stange angeordnet
sind, sowie zwei elastische Glieder 52, die zwischen dem
Finger 22 und den beiden Abstützgliedern 51 eingefügt sind,
eine feststehende Platte 60, welche einen Schlitz in Form
eines Gangschaltgitters 61 aufweist, und einen Stift 53,
der fest mit dem Finger 22 verbunden ist und in das Gitter 61 eingreift.
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Die
elastischen Glieder 52 sind Spiralfedern, die um den zweiten
axialen Abschnitt 212 der Wählstange 21 aufgeschoben
sind.
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Die
Abstützglieder 51 sind
Federteller, die sich in den senkrecht zur Symmetrieachse X-X' verlaufenden Ebenen
erstrecken und an denen sich die Spiralfedern mit jeweiligen ersten
Enden abstützen. Die
jeweiligen zweiten Enden dieser Federn, die den ersten entgegengesetzt
sind, stützen
sich direkt an dem Schaft 221 des Fingers 22 oder
an einer ringförmigen
Federauflage ab, die nicht dargestellt und fest mit diesem Schaft 221 verbunden
ist.
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Die
Platte 60 ist relativ zum Getriebegehäuse festgelegt.
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Das
Gitter 61 ist in diese Platte geschnitten und enthält einen
geraden Längsabschnitt 611,
in welchem Verbindungspositionen 612 für den Stift 53 vorgegeben
sind, die den längs
verlaufenden Wählstellungen
des Fingers 22 entsprechen, sowie eine Mehrzahl von Zweigen 613,
die ausgehend von den Verbindungspositionen 612 auf der
einen oder anderen Seite des Längsabschnitts 611 quer
verlaufen und den Schaltstellungen des Fingers 22 entsprechen.
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Das
in 5B, 6B und 7B dargestellte
Gitter 61 umfasst vier Verbindungspositionen 612,
vier Zweige 613, die sich auf einer ersten Seite des Längsabschnitts 611 erstrecken,
jeweils ausgehend von einer unterschiedlichen Verbindungsposition 612,
drei Zweige 613, die sich auf einer zweiten Seite des Längsabschnitts
erstrecken, die der ersten entgegengesetzt ist, und zwar jeweils
ausgehend von einer unterschiedlichen Verbindungsposition 612.
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Das
Gitter 61 enthält
somit drei Verbindungspositionen 612, von denen zwei miteinander
fluchtende Zweige 613 ausgehen, sowie eine Verbindungsposition,
von der nur ein Zweig 613 ausgeht.
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Jeder
Zweig 613 ist ein gerades Segment, das mit einem blinden
Ende abschließt.
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Der
Stift 53 geht dem Gitter 61 folgend von einem
Zweig 613 in einen anderen über, wenn der Schaltfinger 22 von
einer Schaltstellung in eine andere übergeht.
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Wie
in 5A gezeigt ist, ist die feststehende Platte 60 in
der Nähe
der Hülse 40 auf
einer dem Schlitz 41 entgegengesetzten Seite derselben
in einer praktisch tangential zur Hülse 40 verlaufenden Ebene
angeordnet.
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Das
ringförmige
Teil 42 der Hülse 40 enthält auf der
Seite der Platte 60 ein Fenster 422, das in seiner
Größe dem Gitter 61 entspricht,
wobei das Gitter 61 dem Fenster 422 gegenüberliegend
angeordnet ist.
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Der
Stift 53 fluchtet mit dem Finger 22 und erstreckt
sich in einer Richtung entgegengesetzt zum Finger 22.
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Er
durchquert das Fenster 422, um in das Gitter 61 einzugreifen.
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Der
Stift 53 ist ein typischerweise zylindrischer Stift mit
deutlich geringerem Durchmesser als die Breite der Zweige 613 und
des Längsabschnitts des
Gitters 61.
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Bei
Normalbetrieb der Schaltvorrichtung wird der Finger zunächst längsverschiebbar
von der Wählstange 21 über Spiralfedern 52 mitgenommen, die
sich zugleich an den beiden entgegengesetzten Längsseiten des Fingers 22 abstützen. Der
Stift 53 verlagert sich parallel entlang des Längsabschnitts 611.
Der Finger 22 wird sodann von der Hülse 40 um die Symmetrieachse
X-X' drehend mitgenommen und
dreht sich frei um die Wählstange 21.
Der Stift 53 verlagert sich dann parallel von einer Verbindungsposition 612 zum
Ende eines Zweiges 613.
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Das
Schaltgitter 61 und der Stift 53 können dazu
benutzt werden, die Gangwechselvorgänge des Schaltgetriebes zu
beschleunigen, indem eine Vorauswahl der Wählstellung des Fingers 22 erfolgt,
wie in 5A/B bis 7A/B gezeigt
ist.
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Nachfolgend
wird eine Abfolge beschrieben, bei der ein erster Gang in normaler
Weise ohne Vorauswahl eingelegt wird und bei der dann der Übergang
von dem ersten Gang in den zweiten Gang mit Vorauswahl erfolgt.
- 1) Es wird ein erster Gang eingelegt, indem
zunächst
die Wählstange 21 in
eine erste axiale Stellung verlagert wird, welche einer ersten Wählstellung
des Fingers 22 entspricht, und indem dann der Finger 22 in
eine erste Schaltstellung durch Drehen der Hülse 40 verlagert wird,
wobei der Stift 53 dann in einen ersten Zweig 613 eingreift.
Diese Situation ist in 5A und 5B dargestellt.
- 2) Anschließend
wird die Vorauswahl getroffen, indem die Wählstange 21 in eine
zweite axiale Stellung verlagert wird, wodurch eine der Spiralfedern 52 zusammengedrückt wird.
Diese
Situation ist in 6A und 6B dargestellt. Der
Finger 22 wird über
die Feder 52 in Verlagerungsrichtung der Wählstange 21 beaufschlagt,
wird jedoch von dem Stift 53 blockiert, der sich an einem Rand
des Zweigs 613 abstützt,
in den dieser Stift eingreift. Die andere Spiralfeder 52 stützt sich
nicht mehr am Finger 22 ab. Der Finger 22 wird
nicht verlagert. - 3) Das Freigeben des ersten
Gangs erfolgt durch Zurückführen des
Fingers 22 aus seiner ersten Schaltstellung in seine erste
Wählstellung
unter Verschwenken der Hülse 40.
Die zusammengedrückte
Feder 52 wird dabei entspannt und bringt den Finger 22 automatisch
in eine zweite Wählstellung,
welche der zweiten axialen Stellung der Wählstange 21 entspricht.
- 4) Schließlich
wird der zweite Gang eingelegt, indem die Hülse 40 verschwenkt
wird, um den Finger 22 aus seiner zweiten Wählstellung
in eine zweite Schaltstellung zu bringen, die dem zweiten Gang entspricht.
Diese Situation ist in 7A und 7B dargestellt.
Der in 7B eingezeichnete Pfeil gibt
den Weg an, der von dem Stift in Schritt 3) und 4) zurückgelegt
wird.
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Diese
Abfolge erfolgt schneller als die normale Abfolge zum Übergehen
von dem ersten in den zweiten Gang, da die Verlagerung der Wählstange aus
ihrer ersten in ihre zweite axiale Stellung (Schritt 2) in zeitlicher Überlagerung
erfolgt, bevor der erste Gang freigeben wird. Ferner arbeiten der
Verschiebemotor und der Rotationsmotor folgegebunden und nicht gleichzeitig,
wodurch die Ansteuerung der Vorrichtung besonders einfach wird.
Auch wird der Stromverbrauch der Motoren vermindert.
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Die
Zeit, während
der eine Antriebsmomentunterbrechung stattfindet, wird damit vermindert.
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Ferner
ist anzumerken, dass bei ihren beiden Ausführungsformen die Vorrichtung besonders
kompakt ist. Die Anzahl von beteiligten Teilen wird begrenzt und
diese Teile können
von einfacher Gestalt sein. Insbesondere erfordert die Verbindung
zwischen Hülse
und Finger nur eine einfache Bearbeitung.
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Die
Trägheit
der Teile wird vermindert und der Verschiebemotor und der Rotationsmotor
haben somit einen verminderten Leistungs- und Platzbedarf.
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Das
rohrförmige
Teil 42 der Hülse 40 und
der erste axiale Abschnitt 211 bzw. die Abstützglieder 51 haben
komplementäre
Querschnitte, beispielsweise quadratisch bzw. rund, wie es in dem
in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel der Fall ist.
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Aus
Montagegründen
kann der Verschiebemotor 14 auf der gleichen Seite der
Hülse 40 wie
der Rotationsmotor 13 angeordnet sein, oder auf einer gegenüberliegenden
Seite, wie in 2 dargestellt ist.
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Schließlich kann
die aus Gitter 60 und Stift 53 gebildete Einheit
mit dem Finger 22 fluchtend oder auch nicht fluchtet eingesetzt
werden, wobei der Stift 53 dann vorzugsweise einen stumpfen
Winkel zum Finger 22 bildet. Der Stift kann auch einen
rechten Winkel bzw. im äußersten
Fall sogar einen spitzen Winkel mit dem Finger bilden.