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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist ein Zwangsentleerungssystem
für die
Zwischenablagerungseinrichtung einer Verdunstungsklimaanlage.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Bei
den sogenannten Verdunstungsklimaanlagen handelt es sich um es sich
um Klimaanlagen mit einer speziellen Anwendung in Fahrzeugen, wie z.
B. Pkws und insbesondere Lkws, die aus einer ersten Einheit gebildet
sind, die auf dem Dach eines Fahrerhauses angeordnet ist, wobei
die Luft in dessen Innenraum klimatisiert werden soll, wobei die erste
Einheit durch ein Leitungsnetz für
den Durchlaß von
Wasser und elektrischen Drähten
für die Übertragung
von Elektrizität
mit einer zweiten Einheit verbunden ist, die üblicherweise von der ersten
Einheit gesondert und auf einer geringeren Höhe als die erste Einheit angeordnet
ist. Die zweite Einheit weist eine Wasserablagerungseinrichtung
und eine Pumpe auf, die ein Leiten des Wassers zur ersten Einheit
ermöglicht,
die wiederum einen porösen
Filter, der durch das Wasser befeuchtet wird, und ein Lüfterrad aufweist,
das ermöglicht,
das eine Außenluft
eingeführt
werden kann, die durch den porösen
Filter in das Fahrerhaus gelangt ist. Somit ist es insbesondere
aufgrund der Verdunstungs- und Sättigungswirkung
der zirkulierenden Luft möglich,
eine Verringerung der Temperatur der Luft, die in das Fahrerhaus eingeführt wurde,
sowie die Steuerung der Umgebungstemperatur in derselben zu erreichen.
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Die
Ausbildung der offenbarten Konstruktion weist jedoch den Nachteil
auf, daß häufig nicht
das gesamte, in die erste Einheit eindringende Wasser in dem Luftkühlungsprozeß verdunstet
wird. Um ein Auslaufen oder Austreten des nicht verdunsteten Wassers,
insbesondere in den Innenraum des Fahrerhauses, zu vermeiden, beinhalten
Verdunstungsklimaanlagen eine Ablagerungseinrichtung in der ersten
Einheit, die herkömmlicherweise
als „Zwischenablagerungseinrichtung" bezeichnet wird,
die, unterhalb des porösen
Filters angeordnet, das überschüssige, nicht
verdunstete Wasser der ersten Einheit aufgrund der Schwerkraft einfängt.
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In
der Praxis gibt es trotzdem Fälle,
in denen die Basis (gewöhnlicherweise
das Dach des Fahrerhauses eines Lkw), auf der die erwähnte erste
Einheit installiert ist, aus grundsätzlich aerodynamischen Gründen eine
Neigung nach vorne aufweist, was es, zusammen mit der Tatsache,
daß die
Auslässe
der Ablaufrohre, sowohl konstruktionsals auch ästhetisch bedingt, nach dem
hinteren Bereich ausgeführt
werden müssen,
(so daß sie
für den,
der sich normalerweise in dem Fahrzeug befindet, nicht sichtbar
sind), derart gestaltet, daß das
Ablaufen nur aufgrund der Schwerkraft nicht ausgeführt werden
kann, wobei möglicherweise
ein Auslaufen nach draußen
und auch in das Innere des Fahrerhauses auftreten kann.
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Daher
besteht bei einer Verdunstungsklimaanlage die Notwendigkeit für ein Zwangsentleerungssystem
für eine
Zwischenablagerungseinrichtung, die ein Austreten und Auslaufen
von überschüssigem Wasser
von der ersten Einheit, die über
dem Fahrerhaus angeordnet ist, dessen Luft klimatisiert werden soll,
nach Außen
und in das Innere des Fahrerhauses in Situationen verhindert, in
denen es nicht möglich ist,
das gesamte überschüssige Wasser
in der ersten Einheit aufgrund der Schwerkraft in der Zwischenablagerungseinrichtung
einzufangen.
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In
der
US 6,511,049 ist
ein Zwangsentleerungssystem nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 gezeigt.
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KURZFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Zwangsentleerungssystem
für ein
kontinuierliches Ablaufen von einer Zwischenablagerungseinrichtung
einer Verdunstungsklimaanlage zu schaffen, die ein Auslaufen und
Austreten von Wasser von der Einheit vermeidet, die in die Verdunstungsklimaanlage
integriert ist, die sich auf dem Fahrerhaus eines zu kühlenden
Fahrzeugs befindet, insbesondere, wenn es nicht möglich ist,
das Wasser in einer sich in der Einheit befindenden Zwischenablagerungseinrichtung
aufgrund der Schwerkraft einzufangen.
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Diese
Aufgabe wird mittels eines Zwangsentleerungssystems für die Zwischenablagerungseinrichtung
einer Verdunstungsklimaanlage gelöst, die eine erste Einheit
aufweist, die auf dem Dach eines Fahrerhauses angeordnet ist, dessen
Luft im Innenraum klimatisiert werden soll, die zumindest eine Trägerbasis,
einen porösen
Filter, die erwähnte
Zwischenablagerungseinrichtung, ein Lüfterrad und eine Abdeckung,
und bevorzugt auch ein oder mehrere Luftkanäle von dem Lüfterrad
zum Fahrerhaus, einen elektronischen Steuerkasten für die Verdunstungsklimaanlage
(der mittels einer Radiofrequenz-Fernsteuerung hochgefahren und
gesteuert werden kann und in ein Türwarnsystem eingebaut sein
kann), der mit der ersten Einheit verbunden ist und sich innerhalb des
Fahrerhauses befindet, und eine Abdeckungsplatte für den Hohlraum
der Bodenluke, in der die erste Einheit angebracht ist, aufweist;
und eine zweite Einheit aufweist, die von der ersten Einheit gesondert und
auf einer geringeren Höhe
als letztere angeordnet ist, die eine äußere Wasserablagerungseinrichtung
und eine Pumpe, die das Wasser in Richtung der ersten Einheit treibt,
und bevorzugt auch einen Wasserstandssensor in der äußeren Wasserablagerungseinrichtung,
aufweist; wobei die erste und die zweite Einheit durch zumindest
ein Zuführrohr
und durch zumindest ein Schwerkraftentleerungs-Ablaufrohr verbunden
sind sowie durch ein oder mehrere Drähte, die die Zirkulation von
elektrischem Strom für die
Betätigung
und das Funktionieren des Systems ermöglichen; wobei ein T-förmiges Hohlteil
vorgesehen ist, das die Zwischenablagerungseinrichtung mit dem Zuführrohr und
einem Rückführrohr verbindet, so
daß, vorausgesetzt,
in der Zwischenablagerungseinrichtung liegt stets ein Wasserpegel
vor, das Wasser in Richtung des Rückführrohrs fließt.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
bisherige Zusammenfassung der Erfindung sowie die sich daran anschließende ausführliche
Beschreibung derselben wird in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
besser verständlich, die
als Veranschaulichung und nicht als Einschränkung aufzufassen sind. Es
zeigen:
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1 eine
schematische Ansicht einer Verdunstungsklimaanlage des Stands der
Technik.
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2 eine
schematische Ansicht einer Ausführungsform
des Zwangsentleerungssystems für
die Zwischenablagerungseinrichtung einer Verdunstungsklimaanlage
der Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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1 ist
ein Diagramm einer Verdunstungsklimaanlage des Stands der Technik
zu entnehmen. Wie zu ersehen ist, besteht es im wesentlichen aus einer
ersten Einheit 1 und einer zweiten Einheit 2.
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Die
erste Einheit 1 befindet sich auf dem Dach eines Fahrerhauses,
dessen Umgebung im Innenraum klimatisiert werden soll (üblicherweise
das Fahrerhaus eines Lkw), und weist eine Trägerbasis 3 auf, die
am Dach des Fahrerhauses befestigt sein kann. Insbesondere in dem
Fall, daß der
Hohlraum der Bodenluke des Fahrerhauses eines Lkw verwendet wird,
könnte
das Befestigen mittels einer Abdeckplatte 10 für den Hohlraum
vereinfacht werden. Ein wesentlicher Teil der ersten Einheit 1 ist
ein poröses Filter 4,
das, wie zu erstehen ist, mit Wasser durchtränkt wird, das aus der zweiten
Einheit 2 herauskommt. Die von außen kommende Luft, die üblicherweise
durch Löcher
oder Gitter (die nicht ausdrücklich
gezeigt sind) in dem unteren Abschnitt der Trägerbasis 3 abgenommen
wird, gelangt durch das poröse
Filter 4, bevor es mittels eines Lüfterrads 6 in das
Innere des Fahrerhauses getrieben wird. Die gefilterte Luft, die
daher bereits frei von Verunreinigungen und befeuchtet ist, wird
in Richtung des Fahrerhauses getrieben, bevorzugt mittels der Luftkanäle 8, die
aus geeigneten Leitungskanälen
bestehen. Somit kann bewirkt werden, daß die Luft den Innenraum des
Fahrerhauses bei einer niedrigeren Temperatur erreicht als die darin
befindliche Umgebungstemperatur, wodurch das Fahrerhaus gekühlt wird.
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Die
erste Einheit 1 wird mit einer Abdeckung 7 bedeckt,
um deren Bestandteile vor Außen
zu schützen.
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Es
ist zweckmäßig, einen
elektronischen Steuerkasten 9 für die Verdunstungsklimaanlage
im Inneren des Fahrerhauses einzubauen, und dies geschieht üblicherweise,
indem derselbe in dem Innenbereich des Fahrerhausdachs angeordnet
wird, wobei der Kasten 9 dabei entsprechend mit der ersten Einheit 1 verbunden
wird.
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Das
der ersten Einheit 1 zugeführte Wasser kommt von der zweiten
Einheit 2, die normalerweise auf einer geringeren Höhe als die
erste Einheit 1 und außerhalb
derselben angeordnet ist, die mit einer äußeren Wasserablagerungseinrichtung 11 und
mit einer Pumpe 12 ausgestattet ist, die das Wasser von der
Ablagerungseinrichtung in Richtung der ersten Einheit 1 treibt.
Die zweite Einheit 2 ist bevorzugt mit einem Wasserstandssensor 19 in
der Ablagerungseinrichtung 11 versehen.
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Die
erste Einheit 1 und die zweite Einheit 2 sind
durch ein Zuführrohr 13 verbunden,
das das Wasser fährt,
das durch die Pumpe 12 von der äußeren Wasserablagerungseinrichtung 11 zur
ersten Einheit 1 getrieben wird, das den porösen Filter 4 durchtränkt und
bei Kontakt mit der Luft verdunstet. Das nicht verdunstete Wasser
fällt von
dem porösen
Filter 4 in die Zwischenablagerungseinrichtung 5,
von wo aus es infolge der Schwerkraft mittels des Ablaufrohrs 14 abläuft, das
sich wiederum in die äußere Wasserablagerungseinrichtung 11 öffnet.
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Das
System ist wiederum mit den entsprechenden Drähten 15 ausgestattet,
die die Zirkulation von elektrischem Strom ermöglichen, der für dessen Funktionieren,
insbesondere des Funktionierens der Pumpe 12, die das Wasser
treibt, und des Lüfterrads 6 notwendig
ist. Die elektrischen Leitungskanäle einer Verdunstungsklimaanlage
sind Fachleuten bekannt, so daß sie
für die
vorliegende Erfindung nicht von Bedeutung sind und daher bei dieser
Beschreibung nicht besonders hervorgehoben werden.
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Ein
Nachteil des offenbarten Konstruktionstyps beruht auf der Tatsache,
daß, wenn
das Dach des Lkws in Vorwärtsrichtung
geneigt ist (was bei Lkws aus aerodynamischen und ästhetischen
Gründen
normalerweise häufig
vorkommt) und das Ablaufrohr 14 am hinteren Bereich der
Zwischenablagerungseinrichtung 5 plaziert ist, daß das nicht
verdunstete Wasser nicht zur äußeren Wasserablagerungseinrichtung 11 zurückkehren
kann, was letztlich bewirkt, daß Wasser
austritt und nach außerhalb
des Fahrerhauses und gelegentlich sogar manchmal in den Innenraum
des Fahrerhauses ausläuft.
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Wie
jedoch insbesondere aus 2 zu ersehen ist, ist es möglich, dieses
Problem mit der erfindungsgemäßen Konstruktion
zu lösen.
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Dabei
ist die Zwischenablagerungseinrichtung 5, wie es üblich ist,
mit einem hinteren Auslaß zu einem
Ablaufrohr 14 versehen, das ermöglicht, daß das nicht verdunstete Wasser
zu der äußeren Wasserablagerungseinrichtung 11 zurückkehren
kann. Ferner führt
ein Zuführrohr 13,
wie es ebenso üblich ist,
Wasser von der zweiten Einheit 2 zu dem porösen Filter 4,
dieses wird jedoch wiederum nach außerhalb des porösen Filters 4 und
des Zwischentanks 5 zu einem der Enden eines T-förmigen Hohlteils 16 gelenkt,
mit dem es verbunden ist. Das Endes des Hohlteils 16, das
dem Ende seines Anschlusses am Zuführrohr 13 gegenüberliegt,
ist mit dem Rückführrohr 17 verbunden,
und das Ende senkrecht zu dem Schacht, der die beiden erwähnten Enden
verbindet, öffnet
sich in die Zwischenablagerungseinrichtung 5. Das T-förmige Hohlteil 16 weist
in bezug auf den Schacht, der mit dem Zuführrohr 13 und dem
Rückführrohr 17 verbunden
ist, einen größeren Durchmesser
in dem Schacht auf, der sich in die Zwischenablagerungseinrichtung 5 öffnet, wodurch
die Erzeugung des Venturi-Effekts erreicht wird, wodurch auf den
Schacht des T-förmigen
Hohlteils 16, der sich in die Zwischenwasserablagerungseinrichtung 5 öffnet, ein
Unterdruck einwirkt wird, wodurch bewirkt wird, daß, vorausgesetzt,
daß sich
in letzterer stets Wasser befindet, das Wasser zum Rückführrohr 17 strömt, selbst
wenn die das Wasser treibende Pumpe 12 außer Betrieb
ist.
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Fachleute
werden darauf hingewiesen, daß Modifizierungen
an der beschriebenen Ausführungsform
vorgenommen werden können,
ohne von den Grundlagen der Erfindung abzuweichen. Es könnten z.
B. mehrere T-förmige
Teile, die mit der Zwischenablagerungseinrichtung verbunden sind,
sowie mehrere Rückführrohre
eingebaut werden. Oder aber es könnte
mehr als ein Schwerkraftentleerungs-Ablaufrohr vorliegen. Es könnten auch
weitere Wasserstandssensoren in der äußeren Wasserablagerungseinrichtung 11 neben
dem vorstehend erwähnten Wasserstandssensor 19 plaziert
sein (was besonders in dem Fall angezeigt wäre, wenn es sich bei der das
Wasser treibenden Pumpe 12 um eine elektrische Pumpe und
keine Unterdruckpumpe handeln würde).
Wenn desgleichen die übliche
Anwendung der Verdunstungsklimaanlage, zu der das Zwangsentleerungssystem
für die
Zwischenablagerungseinrichtung der Erfindung gehört, in dem Fahrerhaus eines
Lkw erfolgt, ist die Verwendung der Verdunstungsklimaanlage bei
der Klimatisierung der Umgebung von anderen umschlossenen Bereichen
nicht ausgeschlossen (z. B. von anderen Fahrzeuge, Bodenfahrzeugen
oder sonstigen, oder Maschinensteuerungskabinen, wie z. B. in Kränen). Ferner
ist die Erfindung für
eine Kombination mit anderen Weiterentwicklungen geeignet. Dementsprechend
könnte
die Verdunstungsklimaanlage durch den elektronischen Steuerungskasten 9 betätigt werden,
wenn er mittels einer Radiofrequenz-Fernsteuerung hochgefahren und/oder
gesteuert bzw. geregelt wird (was den Vorteil hat, daß, entgegen
der herkömmlichen
Infrarotstrahlungs-Fernsteuerungen, die Anlage nicht unbedingt zum
elektronischen Steuerkasten ausgerichtet sein muß, was eine Ansteuerung erleichtert,
wenn die Verdunstungsklimaanlage in einem Fahrzeug installiert ist).
Es ist zudem möglich,
daß die
Erfindung in einer Verdunstungsklimaanlage verwendet wird, bei der
der elektronische Steuerkasten 9 in ein Türwarnsystem
des umschlossenen Bereichs integriert ist, dessen Umgebung klimatisiert
werden soll, was die Sicherheit aufgrund des Vorhandenseins eines ebenfalls
angeschlossenen, zusätzlichen
Alarmelements erhöhen
würde,
wenn jemand versuchen würde,
die erste Einheit 1 von außen auszubauen, um in den Innenraum
des umschlossenen Bereichs durch den Hohlraum zu gelangen, wo diese
aufgenommen ist. Daher muß die
Erfindung den Ansprüchen
mehr als in der vorstehenden Beschreibung entsprechen, um den Schutzbereich
der Erfindung zu definieren.