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DE602004000207T2 - Hybridgasgenerator mit Überdruckbegrenzung - Google Patents

Hybridgasgenerator mit Überdruckbegrenzung Download PDF

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Publication number
DE602004000207T2
DE602004000207T2 DE200460000207 DE602004000207T DE602004000207T2 DE 602004000207 T2 DE602004000207 T2 DE 602004000207T2 DE 200460000207 DE200460000207 DE 200460000207 DE 602004000207 T DE602004000207 T DE 602004000207T DE 602004000207 T2 DE602004000207 T2 DE 602004000207T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
stage
actuated valve
gas
gas source
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE200460000207
Other languages
English (en)
Other versions
DE602004000207D1 (de
Inventor
Christopher J. Phoenix Bock
Jim Tempe Eskildsen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Goodrich Corp
Original Assignee
Goodrich Corp
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Publication date
Application filed by Goodrich Corp filed Critical Goodrich Corp
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Publication of DE602004000207T2 publication Critical patent/DE602004000207T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/04Blasting cartridges, i.e. case and explosive for producing gas under pressure
    • F42B3/045Hybrid systems with previously pressurised gas using blasting to increase the pressure, e.g. causing the gas to be released from its sealed container
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D25/00Emergency apparatus or devices, not otherwise provided for
    • B64D25/08Ejecting or escaping means
    • B64D25/14Inflatable escape chutes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T137/00Fluid handling
    • Y10T137/1624Destructible or deformable element controlled
    • Y10T137/1632Destructible element
    • Y10T137/1647Explosive actuation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
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Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung betrifft Notfallevakuierungsausrüstungen für Flugzeuge. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Aufblasvorrichtung zum Aufblasen einer aufblasbaren Flugzeugevakuierungsrutsche oder anderer aufblasbarer Vorrichtungen.
  • Der Bedarf Flugzeugpassagiere im Falle eines Notfalls zuverlässig evakuieren zu können ist wohl bekannt. Notfälle beim Starten und Landen verlangen oft ein schnelles Entfernen der Passagiere und der Crew vom Flugzeug, aufgrund der Verletzungsmöglichkeiten durch Feuer, Explosion oder Sinken im Wasser. Eine konventionelle Methode, um schnell eine große Anzahl von Personen von einem Flugzeug zu evakuieren, ist eine Vielzahl von Notausgängen bereitzustellen, von denen jeder mit einer aufblasbaren Evakuierungsrutsche ausgestattet ist. Derzeitige Notfallevakuierungsrutschensysteme nach dem Stand der Technik umfassen eine aufblasbare Evakuierungsrutsche, welche in einem nicht aufgeblasenen, gefalteten Zustand zusammen mit einer Aufblasgas-Quelle untergebracht ist. Die Aufblasgas-Quelle umfasst typischerweise einen Gasgenerator, gespeichertes Druckgas oder eine Kombination davon. Pyrotechnische Gasgeneratoren haben den Vorteil, dass sie klein und leichtgewichtig sind und ein großes Gasvolumen erzeugen, allerdings kann allein die hohe Gastemperatur, welche durch einen Gasgenerator erzeugt wird, verschiedene Problem verursachen, inklusive einem Einsacken der Evakuierungsrutsche wenn das Aufblasgas abkühlt und in einigen Fällen ein Schmelzen des Materials, aus dem die Aufblasrutsche hergestellt ist. Die Verwendung von gespeichertem Druckgas alleine, obwohl einfach in der Anwendung, erzeugt ein Gewichtsproblem das in Kauf genommen werden muss, um einen Druckbehälter zu transportieren, welcher eine ausreichende Kapazität hat (hinsichtlich Volumen und Druck), um die Evakuierungsrutsche über den breiten Betriebstemperaturbereich aufzublasen, der für solche Rutschen vorgesehen ist. Außerdem tritt dort, wo nur Druckgas verwendet wird um die Evakuierungsrutsche aufzublasen ein großer Temperaturabfall auf, wenn die Gase aus dem Druckbehälter expandieren, was in einigen Fällen eine Eisbildung verursachen kann, welche den Gasfluss blockiert. Dementsprechend umfassen Notfallevakuierungsrutschensysteme nach dem Stand der Technik üblicherweise ein hybrides Aufblasmittel, welches ein gespeichertes Druckgas zusammen mit einem pyrotechnischen Gasgenerator nutzt, siehe z.B. EP-A-O 742 125. Der pyrotechnische Gasgenerator unterstützt das gespeicherte Druckgas, indem er zusätzliches Gas und auch Wärme bereitstellt, um den Effekten der expansionsinduzierten Abküh-lung des Druckgases entgegenzuwirken, während dieses aus dem Druckbehälter expandiert.
  • Um das der Evakuierungsrutsche zugeführte Gasvolumen weiter zu vergrößern, benutzen viele Evakuierungssysteme Gebläse, wie z.B. das im US-Patent 4,368,009 von Heimovics et al. offenbarte. Während das Druckgas durch das Gebläse strömt, wird ein Venturistrom erzeugt, welches das Gebläse dazu bringt, etwa zwei- bis dreimal so viel Gas zu pumpen, wie durch die Druckgasquelle al-leine zugeführt wird.
  • Trotz dieser Vorteile existieren immer noch Probleme aufgrund des weiten Umgebungstemperaturbereichs, üblicherweise von –65°F bis +160°F, über den diese Aufblassysteme arbeiten müssen. Die Menge an verfügbarem Gas muss ausreichend sein, um die Evakuierungsrutsche bei der kältesten Temperatur aufzublasen. Aufgrund des Zusammenhangs zwischen Druck und Temperatur innerhalb eines festen Volumens steigt allerdings, wenn die Umgebungstemperatur über das Minimum steigt, der Druck innerhalb des Druckbehälters proportional an. Dementsprechend muss in derzeitigen Hybridaufblassystemen nach dem Stand der Technik der Speicherbehälter mindestens in der Lage sein, dem Druck des Druckgases bei 160°F zu widerstehen. Und nicht nur das, sondern der Druckbehälter muss auch dem Überdruck bei 160°F widerstehen, welcher durch den pyrotechnischen Gasgenerator erzeugt wird, der zu einer Zeit initiiert wird, wenn der Druck innerhalb des Druckbehälters aufgrund der hohen Umgebungstemperatur sowieso schon an einem Maximum ist.
  • Was benötigt wird ist dementsprechend eine hybride Druckgas-/pyrotechnische Aufblasvorrichtung, die einen zu großen Überdruck des Druckbehälters bei hohen Temperaturen verhindert, während sie ausreichenden Aufblasdruck bei niedrigen Temperaturen bietet.
  • ÜBERSICHT ÜBER DIE ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung umfasst eine zweistufige Hybridaufblasvorrichtung enthaltend eine Gasquelle der ersten Stufe, umfassend ein Druckgas, welches in einem Druckbehälter der ersten Stufe gespeichert ist und eine Gasquelle der zweiten Stufe, umfassend einen pyrotechnischen Gasgenerator, welcher einen Gasausgang hat, der in den Druckbehälter der ersten Stufe gerichtet ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Druckbehälter der ersten Stufe in Fluidkommunikation mit einer aufblasbaren Vorrichtung, wie z.B. einer Notfallevakuierungsrutsche eines Flugzeugs, über ein extern betätigtes Ventil, wie z.B. ein elektrisch betätigtes Kugelventil, stromaufwärts eines druckbetätigten Ventils, wie z.B. einer reißfähigen Membran. Ein Steuerschaltkreis sendet dem extern betätigten Ventil ein Signal, um eine Strömung von Gasen vom Druckbehälter der ersten Stufe zu einer Kammer an der stromaufwärts gelegenen Seite der Bruchmembran zu starten. Gemäß der dargestellten Ausführungsform sendet der Steuerungsschaltkreis nach einer vorbestimmten Zeitverzögerung ein Signal zu dem Anzündinitiator, der die pyrotechnische Gasquelle der zweiten Stufe zündet. Während der pyrotechnische Gasgenerator der Gasquelle der zweiten Stufe brennt, mischen sich die heißen gasartigen Produkte der Gasquelle der zweiten Stufe mit dem Druckgas, welches in dem Druckbehälter der ersten Stufe gespeichert ist.
  • Bei niedrigen Temperaturen verhindert das druckbetätigte Ventil die Strömung von Gas von dem Drckbehälter der ersten Stufe in die aufblasbare Vorrichtung, trotz der Öffnung des extern betätigten Ventils. Dies erlaubt es den heißen Verbrennungsprodukten von der Gasquelle der zweiten Stufe sich mit dem Druckgas in dem Druckbehälter der ersten Stufe zu mischen, wodurch das Druckgas erwärmt wird, bis ein ausreichender Druck in dem Druckventil der ersten Stufe entwickelt ist, um das druckbetätigte Ventil zu öffnen. Bei hohen Temperaturen jedoch liegt der Druck in dem Druckbehälter der ersten Stufe über dem Grenzwertdruck des druckbetätigten Ventils. Dementsprechend öffnet sich das druckbetätigte Ventil sofort wenn das extern betätigte Ventil geöffnet wird, wodurch es dem Druck im Druckbehälter der ersten Stufe erlaubt wird, auf ein sicheres Niveau zu fallen, bevor der pyrotechnische Gasgenerator gezündet wird. Indem es dem Druckbehälter der ersten Stufe erlaubt wird den Druck zu verringern, bevor der pyrotechnische Gasgenerator gezündet wird, wird der Spitzendruck, welcher durch den pyrotechnischen Gasgenerator in dem Druckbehälter der ersten Stufe erzeugt wird, reduziert. Durch eine bei hoher Temperatur vorgesehene Druckverringerung des Druckbehälters der ersten Stufe vor einer Initiierung der zweiten Gasquelle, kann die geeignete Steigerung des komprimierten Gases der ersten Stufe realisiert werden, ohne dass es notwendig ist, den Druckbehälter der ersten Stufe so auszulegen, dass er einer Initiierung des pyrotechnischen Gasgenerators unter maximalen Aufblasdruckbedingungen widersteht. Dies erlaubt es den Druckbehälter der ersten Stufe mit einer leichteren Konstruktion zu versehen, wodurch die Kosten des Systems reduziert werden und der Kraftstoffverbrauch der Flugzeuge, in denen derartige Systeme installiert sind, verbessert wird.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
  • Die vorliegende Erfindung wird durch ein Lesen der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungsfiguren besser verstanden, in welchen gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente bezeichnen und in welchen:
  • 1 eine schematische Teilschnittansicht eines Ausblasmittels ist, welches Merkmale der vorliegenden Erfindung realisiert;
  • 2 eine vergrößerte Teilquerschnittsansicht des Ausblasmittels von 1 ist; und
  • 3 eine graphische Darstellung von Druck/Temperatur-Kurven eines Ausblasmittels ist, welches Merkmale der vorliegenden Erfindung umfasst.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
  • Die Zeichnungsfiguren sollen dazu dienen, den prinzipiellen Konstruktionsaufbau darzustellen und sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu. In der detaillierten Beschreibung und in den Zeichnungsfiguren sind spezifische erläuternde Beispiele gezeigt und hierin im Detail beschrieben. Es sollte allerdings klar sein, dass die Zeichnungsfiguren und die detaillierte Beschreibung nicht dazu gedacht sind, die Erfindung auf die speziell offenbarte Form zu begrenzen, sondern sie sind lediglich erläuternd und dazu gedacht, einem Fachmann beizubringen, wie die hier beanspruchte Erfindung hergestellt und/oder verwendet wird, und um die beste Vorgehensweise zur Durchführung der Erfindung darzulegen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufblasen einer aufblasbaren Vorrichtung wie z.B. einer Notfallevakuierungsrutsche eines Flugzeugs über einen weiten Bereich von Betriebstemperaturen. Ein Aufblasmittel, welches Merkmale der vorliegenden Erfindung realisiert, ist in 1 gezeigt. Das Aufblasmittel 100 umfasst eine Gasquelle 110 der ersten Stufe und eine Gasquelle 112 der zweiten Stufe. Die Gasquelle 110 der ersten Stufe umfasst einen Druckbehälter 114, der eine Mischung von komprimierten Aufblasgasen 116 enthält. In dem erläuternden Beispiel von 1 umfasst die Ausblasgasmischung 116 etwa ein 2:1-Verhältnis von Kohlendioxid zu Stickstoff. Im Allgemeinen kann die Mischung von Aufblasgasen als auch das Verhältnis von Gasen, basierend auf der speziellen Anwendung, variieren. Da Kohlendioxid bei Umgebungstemperaturen unter einem relativ moderaten Druck verflüssigt, der abhängig ist von der Umgebungstemperatur, wird ein Teil oder sogar die gesamte Kohlendioxidkomponente von Aufblasgasmischung 116 in einem flüssigen Zustand sein. Der hier verwendete Begriff „komprimiertes Gas" bedeutet und bezieht sich dementsprechend sowohl auf Gas, das in einem gasförmigen Zustand unter Druck ist als auch Gas, das unter Druck die Phase zum flüssigen Zustand gewechselt hat. Der Druckbehälter 114 hat eine Gasauslassöffnung 118, an welcher ein Steuerungsventil 120 befestigt ist. Das Steuerungsventil 120 ist normalerweise geschlossen, es wird jedoch extern über einen Eingangsterminal 122 betätigt, welcher eingerichtet ist, um ein Spannungssignal zu empfangen, welches das Steuerungsventil 120 öffnet, um es Gasen zu erlauben von Druckbehälter 114 zu strömen, wie im Folgenden im Detail beschrieben werden wird.
  • Obwohl in der Ausführungsform von 1 eine Stickstoff-/Kohlendioxid-Mischung offenbart ist, kann jedes der unter Druck gesetzten Aufblasgase, welches im Stand der Technik bekannt ist, als Aufblasgasmischung 116 verwendet werden. Gase, die in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung entweder alleine oder in Kombination verwendet werden können, enthalten zum Beispiel, sind darauf jedoch nicht beschränkt, Kohlendioxid, Stickstoff, Chlorfluorkarbone, Bromfluorkarbone, Stickoxyde und Argon. Die Kombination von Kohlendioxid und Stickstoff wird allerdings bevorzugt, wegen der Fähigkeit von Kohlendioxid zu verflüssigen und damit ein Minimum an Lagervolumen zu benötigen und aufgrund der inerten Natur von Stickstoff selbst bei hohem Druck und Temperatur.
  • Die Gasquelle 112 der zweiten Stufe umfasst einen pyrotechnischen Gasgenerator 130, entweder allein oder in Kombination mit einem Druckgas 132 (wie z.B. im US-Patent 5,988,438 von Lewis et al. offenbart, welches dem Anmelder der vorliegenden Erfindung übertragen ist). Der pyrotechnische Gasgenerator 130 umfasst ein pyrotechnisches Material 134, welches entweder in Stabform vorliegen kann oder in ein Gehäuse 138 gepresst ist. Die Gasquelle 112 der zweiten Stufe ist von der Gasquelle 110 der ersten Stufe durch eine Bruchscheibe 140 der zweiten Stufe isoliert. Das pyrotechnische Material 134 wird durch einen konventionellen Brückendrahtinitiator 136 oder einen anderen konventionellen Initiator gezündet. Das pyrotechnische Material 134 kann jede Art von pyrotechnischem Gasgeneratormaterial sein, wie z.B. Natriumazid oder Lithiumazid gekoppelt mit einem Oxidationsmittel wie z.B. Natriumnitrat, Kaliumnitrat, Kaliumperchlorat und ähnlichem, aber vorzugsweise umfasst es Ammoniumnitrat in Verbindung mit einem zweiten Explosivstoff wie z.B. Cyclotrimethylen-Trinitramin (RDX); Cyclotetramethylen-Tetranitramin (HMX); Pentaerythritol-Tetranitrat (PETN); Hexanitrohexaazaisowurtzitan (CL20) oder ähnliche Energiequellen, die ein großes Volumen von gasähnlichen Verbrennungsprodukten erzeugen mit wenig oder keinen Partikeln. Ein besonders bevorzugtes Gasgeneratormaterial ist UPCO 8043, ein langsam brennendes, relativ unempfindliches, auf Ammoniumnitrat basierendes Treibmittel, welches von Universal Propulsion Company, Inc., aus Phoenix, Arizona, USA erhältlich ist.
  • Bezug nehmend auf die 1 und 2 umfasst Steuerungsventil 120 ein Gehäuse 142, welches einen Eingangsanschluss 144 und einen Ausgangsanschluss 146 aufweist. Eingangsanschluss 144 ist in Fluidkommunikation mit der Gasauslassöffnung 118 von Druckbehälter 114 und Auslassanschluss 146 ist in Fluidkommunikation mit der aufblasbaren Vorrichtung, welche durch das Aufblasmittel 100 aufgeblasen werden soll. Das Steuerungsventil 120 umfasst einen extern betätigten Ventilzusammenbau 148 und ein druckbetätigtes Ventil 150. Der extern betätigte Ventilzusammenbau 148 kann jedes konventionelle extern betätigte Ventil umfassen, wie z.B. ein mit einer Abzugsleine betätigtes Ventil, ein explosionsartig reißendes Membranventil oder andere elektrisch betätigte Ventile. In der Ausführungsform der 1 und 2 umfasst der extern betätigte Ventilzusammenbau 148 ein elektroexplosiv angetriebenes Kugelventil 152, welches von einer geschlossenen Position zu einer offenen Position durch ein elektroexplosives Kol-benbetätigungsmittel gedreht wird, welches eine Zahnstange antreibt, um die Kugel von Kugelventil 152 zu drehen, aber es kann ebenfalls pneumatisch durch ein Magnetventil betätigt werden, welches das gespeicherte Gas in einen pneumatischen Zylinder entlüftet, um die Zahnstange zu betätigen. Wenn Kugelventil 152 zur offenen Position gedreht ist, wird der Gasdruck im Druckbehälter 114 zu einem ersten Raum 154 übertragen, der im Kugelsitz 150 ausgebildet ist. Der Druck im ersten Raum 154 wird einem zweiten Raum 158 zugeführt, welcher auf das druckbetätigte Ventil 150 wirkt. Das druckbetätigte Ventil 150 kann ein konventionelles federbeladenes Druckentlastungsventil sein oder ein anderes konventionelles druckbetätigtes Ventil, in der Ausführungsform der 1 und 2 umfasst das druckbetätigte Ventil 150 allerdings eine Bruchmembran 160 bzw. eine platzende Membran, welche einen vorbestimmten Bruchdruck hat. In der Ausführungsform der 2 ist die Bruchmembran 160 gegen einen Abstandshalter 162, welcher an einen Durchflusswiderstand 164 angrenzt, mittels einer Dichtfläche 166 abgedichtet, die gegen Stutzen 168 gepresst ist, welcher in Gehäuse 162 eingeschraubt ist. In der Ausführungsform von 1 und 2 umfassen die Dichtfläche 166 als auch die zusätzlichen Dichtungen 170 und 172 konventionelle O-Ringdichtungen.
  • Nun Bezug nehmend auf die 3, im Betrieb aufgrund eines Initiierungsereignisses, wie z.B. der Öffnung einer Notausgangstür eines Flugzeugs in der entsicherten Position, sendet ein Steuerungsgerät 180, welches eine konventionelle elektrische Zeitgeberschaltung umfasst, Mikrocontroller oder ein anderes elektrisches Steuergerät, ein Auslösesignal zum Eingangsterminal 122 von Steuerventil 120. Das Auslösesignal veranlasst den extern betätigten Ventilzusammenbau 180 von Steuerventil 120 zu öffnen, und es Gas zu erlauben in Raum 154 und Raum 158 von Steuerventil 120 zu strömen. Bei einem vorgegebenen Druck wird die Bruchmembran 160 von Steuerventil 120 reißen bzw. brechen, und es den Aufblasgasen 116 erlauben, in das aufblasbare Gerät zu strömen. Das Steuerungsgerät 180 überträgt auch ein Auslösesignal zu Initiator 136 der Gasquelle 112 der zweiten Stufe. In Antwort auf das Auslösesignal zündet Initiator 136 das pyrotechnische Material 134 des pyrotechnischen Gasgenerators 130. Beim Zünden des pyrotechnischen Materials 134 erhöht sich der Druck innerhalb des Gasgenerators 130 bis bei einem vorbestimmten Druck die Bruchscheibe 140 der zweiten Stufe reißt, und es dem aufgeheizten gasartigen Produkt des Gasgenerators 130 somit erlaubt wird, sich mit den Aufblasgasen 116 im Druckbehälter 114 zu mischen.
  • In der erläuterten Ausführungsform wird das Auslösesignal zu Initiator 136 nach einer fixen Zeitverzögerung nach dem Auslösesignal für den extern betätigten Ventilzusammenbau 148 übertragen. Wenn allerdings das pyrotechnische Material im pyrotechnischen Gasgenerator 130 ausreichend langsam zündet, kann das Auslösesignal zu dem Initiator 136 gleichzeitig mit oder sogar vor dem Auslösesignal zum extern betätigten Ventilzusammenbau 148 erfolgen, vorausgesetzt, dass der Druckaufbau innerhalb des pyrotechnischen Gasgenerators 130 derart erfolgt, dass die heißen Verbrennungsprodukte sich nicht mit den Aufblasgasen 116 mischen, bevor nicht der extern betätigte Ventilzusammenbau 148 geöffnet ist.
  • Die Bruchmembran 160 ist ausgebildet, um an einem vorbestimmten Druck unterhalb des maximalen Betriebsdrucks (MOP: maximum operation pressure) von Behälter 114 zu brechen. In der erläuternden Ausführungsform ist die Bruchmembran 160 z.B. ausgebildet, um bei 3000 psi zu reißen. Wie in 3 abgebildet, kann in der erläuternden Ausführungsform abhängig von der Umgebungstemperatur der Anfangsdruck der Aufblasgase im Druckbehälter 114 von 4500 psi bei +160°F (wie durch den Graph mit Bezugszeichen 190 angezeigt) zu etwa 2500 psi bei +70°F (wie durch Bezugszeichen 192 angezeigt) bis zu etwas 1200 psi bei –65°F (wie durch Bezugszeichen 194 angezeigt) variieren.
  • Wenn der Druck innerhalb von Druckbehälter 114 unterhalb des Bruchdrucks von der Bruchmembran 160 ist, wie in 3 durch Bezugszeichen 192 und 194 (–65°F und +70°F) gezeigt, werden bei der Betätigung des extern betätigten Ventilzusammenbaus 148 die Aufblasgase 116 nicht damit beginnen in die aufblasbare Vorrichtung zu strömen, da die Bruchmembran 160 nicht reißt. Nach einer bestimmten Zeitverzögerung, z.B. von 50 Millisekunden bis 500 Millisekunden, vorzugsweise von 100 Millisekunden bis 250 Millisekunden und besonders bevorzugt etwa 100 Millisekunden, wird der pyrotechnische Gasgenerator 130 initiiert. Bei +70°F (Bezugszeichen 192) verursacht die Zündung des pyrotechnischen Generators 130 eine recht schnelle Druckspitze bis zu den 3000 psi Bruchdruck von der Bruchmembran 160. Die Bruchmembran 160 reißt dann und erlaubt es den aufgeheizten Aufblasgasen 116 in die aufblasbare Vorrichtung zu strömen, während die Zufuhr der heißen Verbrennungsprodukte von Gasgenerator 130 einen relativ gleichförmigen Druck innerhalb des Druckbehälters 114 aufrecht erhält, bis der Druck nach etwa 3 Sekunden abzufallen beginnt. Bei –65°F (Bezugszeichen 194) verursacht die Zündung des pyrotechnischen Generators 130 das der Druck im Druckbehälter 114 langsam für etwa 2 Sekunden auf den 3000-psi-Bruchdruck von Membran 160 ansteigt. Während dieser Zeit mischen sich die heißen Verbrennungsprodukte des Gasgenerators 130 mit den kalten Aufblasgasen 116, welche im Druckbehälter 114 gespeichert sind. Dies erlaubt es den heißen Verbrennungsprodukten Wärme zu den kalten Aufblasgasen 116 zu übertragen, um die Temperatur derselben anzuheben. Durch eine Erhöhung der Temperatur der Aufblasgase 116 kann ein Teil der unerwünschten Effekte der relativ adiabatischen Dekompression der Aufblasgase vermieden werden, die das Aufblasmittel 100 verlassen.
  • Bei höheren Temperaturen, wie z.B. bei +160°F (Bezugszeichen 190) übersteigt der statische Druck der Aufblasgase 116 im Druckbehälter 114 schon den 3000-psi-Bruchdruck der Bruchmembran 160. Dementsprechend reißt die Bruchmembran 160, sobald der extern betätigte Ventilzusammenbau 148 geöffnet wird und es beginnt die Zuströmung von Aufblasgasen zu der aufblasbaren Vorrichtung, wodurch der statische Druck innerhalb des Druckbehälters 114 reduziert wird. Eine Zündung des pyrotechnischen Generators 130 nach einer bestimmten Zeitverzögerung bringt den Druck im Druckbehälter 114 wieder zum steigen, wenn die Einströmrate von heißen Verbrennungsprodukten des Gasgenerators 130 die Ausströmrate von Aufblasgasen durch Auslassanschluss 146 übersteigt. Dies dauert an, bis nach etwa 2 Sekunden der Druck innerhalb des Druckbehälters 114 abfällt.
  • Es ist wichtig festzuhalten, dass da die Bruchmembran 160 sofort reißt und es dem Druck im Druckbehälter 114 ermöglicht wird, sehr schnell noch vor der Zündung des pyrotechnischen Gasgenerators abzufallen, es keine Druckspitze gibt, die die 4500 psi Anfangsdruck im Druckbehälter 114 übersteigt. Dementsprechend muss der Druckbehälter 114 nur eingerichtet sein, um (mit der geeigneten Sicherheitsmarge) dem statischen Speicherdruck von 4500 psi der Aufblasgase 116 zu widerstehen.
  • Für die Kombination von stromabwärts eingerichteter Bruchmembran 160 und der bestimmten Zeitverzögerung zwischen der Zündung des extern betätigten Ventilzusammenbaus 148 und der Zündung des pyrotechnischen Gasgenerators 130 müsste der Druckbehälter 114 aber ausgebildet sein, um viel höhere Drücke auszuhalten, wodurch dem System erhebliches Gewicht und Kosten zugeführt würde.
  • Obwohl hier bestimmte erläuternde Ausführungsformen und Verfahren offenbart wurden, wird es dem Fachmann von der vorhergehenden Offenbarung klar sein, dass Variationen und Modifikationen derartiger Ausführungsformen und Verfahren durchgeführt werden können, ohne vom Rahmen der Erfindung abzuweichen. Dementsprechend ist vorgesehen, dass die Erfindung nur durch das Ausmaß begrenzt werden soll, welches durch die beigefügten Ansprüche und die Regeln und Prinzipien des anwendbaren Gesetzes verlangt werden.

Claims (17)

  1. Vorrichtung zum Aufblasen einer aufblasbaren Vorrichtung, umfassend: eine Gasquelle (110) der ersten Stufe, umfassend: einen Druckbehälter (114) der ersten Stufe, welcher eine Gasauslassöffnung (118) hat, ein unter Druck gesetztes kaltes Gas (116), welches in diesem Druckbehälter (114) der ersten Stufe gespeichert ist, und ein extern betätigtes Ventil (120) in Fluidkommunikation mit dieser Gasauslassöffnung (118), welches zur Öffnung auf ein externes Signal reagiert, um einen Gasströmungsweg zwischen diesem Druckbehälter (114) der ersten Stufe und der aufblasbaren Vorrichtung zu schaffen; eine Gasquelle (112) der zweiten Stufe, umfassend einen pyrotechnischen Gasgenerator (130), der einen Gasauslass hat, welcher in den Druckbehälter (114) der ersten Stufe gerichtet ist, einen Initiator (136) zur Initiierung dieser Gasquelle (112) der zweiten Stufe, so dass der Gasauslass von dieser Gasquelle (112) der zweiten Stufe in den Druckbehälter (114) der ersten Stufe für einen vorbestimmten Zeitraum gerichtet ist, nach der Betätigung des extern betätigten Ventils (120), gekennzeichnet durch ein druckbetätigtes Ventil (150), mit einem Einlass und einem Auslass, wobei das druckbetätigte Ventil (150) in dem Gasströmungsweg zwischen dem Druckbehälter (114) der ersten Stufe und der aufblasbaren Vorrichtung angeordnet ist, wobei das druckbetätigte Ventil (150) betätigbar ist, um einen Gasströmungsweg zwischen dem extern betätigten Ventil (120) und der aufblasbaren Vorrichtung zu öffnen, wenn ein Druck an dem Einlass des druckbetätigten Ventils (150) einen vorbestimmten Grenzwertdruck übersteigt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das extern betätigte Ventil (120) elektrisch betätigt ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei: das extern betätigte Ventil (120) ein elektroexplosiv angetriebenes Kugelventil (152) umfasst.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei: das extern betätigte Ventil (120) ein pneumatisch betriebenes Kugelventil umfasst.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei: das extern betätigte Ventil (120) mechanisch betätigt ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei: das druckbetätigte Ventil (150) eine reißfähige Membran (160) umfasst, welche in der Lage ist zu reißen, um eine Gasauslassöffnung zu definieren.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei: das druckbetätigte Ventil (150) ein mechanisches Druckentlastungsventil umfasst.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei: der Initiator (136) zur Initiierung der Gasquelle der zweiten Stufe eine pyrotechnische Verzögerung umfasst.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei: der Initiator (136) zur Initiierung der Gasquelle der zweiten Stufe einen elektronischen Verzögerungsschaltkreis umfasst, welcher eine bestimmte Zeitverzögerung hat.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, weiter umfassend: einen Druckregler, welcher in einem Strömungsweg zwischen dem druckbetätigten Ventil (150) und der aufblasbaren Vorrichtung angeordnet ist.
  11. Verfahren zum Aufblasen einer aufblasbaren Vorrichtung, umfassend: Öffnen eines extern betätigten Ventils (120), um ein Strömen von Gasen von einer Gasquelle (110) der ersten Stufe zu einem druckbetätigten Ventil (150) zu starten, welches in einem Gasströmungsweg zwischen dem extern betätigten Ventil (120) und der aufblasbaren Vorrichtung angeordnet ist; Initiieren einer Gasquelle (112) der zweiten Stufe, welche einen pyrotechnischen Gasgenerator (130) umfasst, der einen Ausstoß von heißen Gasen hat; Richten des Ausstoßes von heißen Gasen von der Gasquelle (112) der zweiten Stufe in die Gasquelle (110) der ersten Stufe für eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Schritt des Öffnens des extern betätigten Ventils (120), so dass der Ausstoß von heißen Gasen in die Gasquelle (110) der ersten Stufe eintritt und Wärme und gasartige Produkte zu der Gasquelle (110) der ersten Stufe hinzufügt und dadurch den Gasdruck innerhalb der Gasquelle (110) der ersten Stufe erhöht; und Offnen des druckbetätigten Ventils (150), welches in einem Gasströmungsweg zwischen dem extern betätigten Ventil (120) und der aufblasbaren Vorrichtung angeordnet ist, um eine Gasströmung von der Gasquelle (110) der ersten Stufe zu der aufblasbaren Vorrichtung zu schaffen, wobei das druckbetätigte Ventil (150) öffnet, wenn der Gasdruck innerhalb der Gasquelle (110) der ersten Stufe einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei: das extern betätigte Ventil (120) elektrisch betätigt ist.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, wobei: das extern betätigte Ventil (120) mechanisch betätigt ist.
  14. Verfahren nach Anspruch 11, wobei: das druckbetätigte Ventil (150) eine reißfähige Membran (160) umfasst, welche in der Lage ist zu reißen, um eine Gasauslassöffnung zu definieren.
  15. Verfahen nach Anspruch 11, wobei: das Gas (134) der zweiten Stufe durch eine pyrotechnische Verzögerungssäule initiiert wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 11, wobei: die Gasquelle (112) der zweiten Stufe durch einen elektronischen Verzögerungsschaltkreis initiiert wird, der eine bestimmte Zeitverzögerung hat.
  17. Verfahren nach Anspruch 11, weiter umfassend: Regulieren einer Gasströmung, welche das druckbetätigte Ventil (150) verlässt, bis zu einem vorbestimmten Druck mittels eines Druckregulators, welcher in einem Strömungsweg zwischen dem druckbetätigten Ventil (150) und der aufblasbaren Vorrichtung angeordnet ist.
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