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DE602004008568T2 - Tabletten mit verbessertem Bruchswiderstand - Google Patents

Tabletten mit verbessertem Bruchswiderstand Download PDF

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DE602004008568T2
DE602004008568T2 DE602004008568T DE602004008568T DE602004008568T2 DE 602004008568 T2 DE602004008568 T2 DE 602004008568T2 DE 602004008568 T DE602004008568 T DE 602004008568T DE 602004008568 T DE602004008568 T DE 602004008568T DE 602004008568 T2 DE602004008568 T2 DE 602004008568T2
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binder
binder system
detergent
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melting point
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Francesc Corominas
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Procter and Gamble Co
Original Assignee
Procter and Gamble Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D17/00Detergent materials or soaps characterised by their shape or physical properties
    • C11D17/0047Detergents in the form of bars or tablets
    • C11D17/0065Solid detergents containing builders
    • C11D17/0073Tablets
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
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    • C11D17/0065Solid detergents containing builders
    • C11D17/0073Tablets
    • C11D17/0082Coated tablets

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft Zusammensetzungen in Form von Tabletten, besonders Tabletten für einen Wäschewasch- oder einen automatischen Geschirrspülvorgang, mit verbesserter Beständigkeit gegen Zerbrechen. Solche Tabletten sind mit einem Verfahren herstellbar, wobei vor dem Tablettieren ein Bindemittelsystem oder ein Bindemittel mit einem definierten Schermodul (G-Wert), einem definierten Phasenwinkel (δ-Wert) und einem definierten Schmelzpunkt in geschmolzener Form auf ein Grundpulver aufgetragen wird.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Zusammensetzungen in Form von Tabletten, z. B. besonders für einen Wäschewasch- oder einen automatischen Geschirrspülvorgang, werden bei Verbrauchern zunehmend beliebt, da sie einfache Dosierung, leichte Lagerung und Handhabung bieten. Auch für Reinigungsmittelhersteller haben Tablettenzusammensetzungen viele Vorteile, wie reduzierte Transportkosten, Handhabungskosten und Lagerungskosten.
  • Jedoch ist ein Problem, das bei der Verwendung von Tablettenzusammensetzungen ständig entsteht, ihre geringe Formbeständigkeit und Bruchfestigkeit und ihre oft ungenügende Stabilität gegenüber Abrieb. Tablettenzusammensetzungen sind oft ungenügend an die Anforderungen von Verpackung, Transport und Handhabung, d. h. wenn sie fallen gelassen oder erodiert werden, angepasst. So beeinträchtigen abgebrochene Tablettenränder und sichtbarer Abrieb das Aussehen der Tabletten oder führen sogar dazu, dass die Tablettenstruktur ganz zerstört wird.
  • Eine Möglichkeit zur Überwindung dieses Problems ist die Verwendung relativ hoher Drücke bei der Kompression der teilchenförmigen Materialien, die die Tablette bilden. Dies führt jedoch zu einer massiven Verdichtung der Tablettenbestandteile und oft zu einer spärlichen und/oder verzögerten Zersetzung der Tablette in der Waschflotte mit allen damit verbundenen Nachteilen, wie reduzierter Reinigungsleistung und anderem. Tabletten mit schlechtem Zersetzungsprofil können in haushaltsüblichen Waschmaschinen nicht über das Abgabefach verwendet werden, da sich die Tabletten nicht schnell genug zu sekundären Teilchen zersetzen, die in der Größe klein genug sind, um aus dem Waschmittelfach in die Wäschetrommeln gespült zu werden.
  • Ein anderer Ansatz zum Erhöhen der Stabilität von Tablettenzusammensetzungen ist die Verwendung eines Bindemittels. Reinigungsmitteltabletten können durch Inkontaktbringen eines kompakten Reinigungsmittelpulvers mit einem Bindemittel und anschließendes Tablettieren des Pulvers zur Bildung einer Reinigungsmitteltablette hergestellt werden. Das Bindemittel hat eine kohäsive Wirkung auf das Reinigungsmittelpulver und ermöglicht die Anwendung weniger hoher Drücke bei der Bildung der Reinigungsmitteltablette. EP 971 028 (P&G, veröffentlicht am 12. Januar 2000) offenbart eine Tablette, die durch Kompression herkömmlicher Reinigungsmittelbestandteile mit einem Bindemittel, wie Alkalimetall-C3-C8-Alkyl- und -Dialkylarylsulfonaten, gebildet wird. Das gebräuchlichste Bindemittel ist Polyethylenglycol (PEG). PEG bindet adäquat das kompakte Reinigungsmittelpulver. EP 1 352 951 (P&G, veröffentlicht am 15. Oktober 2003) offenbart eine Tabletten-Reinigungsmittelzusammensetzung mit einem Bindemittelsystem zum Aufsprühen, das PEG umfasst. Auch Zucker sind bereits als Bindemittel verwendet worden. EP 1 138 756 (Henkel, veröffentlicht 4. Oktober 2001) offenbart Zuckerbindemittel, die als Trockenzusatz zu einem Grundpulver gegeben werden. Die resultierende Mischung wird granuliert und anschließend komprimiert, um die Reinigungsmitteltablette zu bilden. DE 101 25 441 (Henkel, veröffentlicht am 5. Dezember 2002) veranschaulicht beispielhaft zuckerhaltige Vormischungen, die komprimiert und anschließend erwärmt werden. US 4,642,197 (Henkel, veröffentlicht am 10. Februar 1987) beschreibt eine 70%-ige wässrige Lösung von Sorbit, die auf ein Grundpulver gesprüht wird, bevor die Tablette durch Kompression gebildet wird. WO03/060053 (Unilever, veröffentlicht am 24. Juli 2003) beschreibt eine Reinigungsmitteltablette, umfassend ein Bindemittel, das zu 10-90% nichtionisches Tensid mit einem Schmelzpunkt von 30-70°C und zu 10-90% ein wasserlösliches organisches Material mit einem Schmelzpunkt von 30-70°C umfasst.
  • Angesichts derzeit hoher Anforderungen bezüglich schneller Handhabung und schnellen Transports werden Tabletten mit höherer physikalischer Widerstandsfähigkeit benötigt. Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tablettenzusammensetzung mit verbesserter physischer Integrität, z. B. mit erhöhter Beständigkeit gegen Zerbrechen, bereitzustellen, während hervorragende Auflösungs- und Abgabeprofile bewahrt werden.
  • Die Erfinder haben herausgefunden, dass eine Tablette, die durch ein Verfahren herstellbar ist, bei dem ein Bindemittelsystem oder ein Bindemittel mit einem Schermodul (G-Wert), einem definierten Phasenwinkel (δ-Wert) und einem definierten Schmelzpunkt in geschmolzener Form auf ein Grundpulver aufgetragen wird, eine solche verbesserte Beständigkeit gegen Zerbrechen aufzeigt, während hervorragende Auflösungs- und Abgabeprofile bewahrt werden.
  • Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass Tabletten mit hervorragender Beständigkeit gegen Zerbrechen in einem breiteren Dichtebereich hergestellt werden können als er mit regulären Bindemitteln erreicht werden kann. Dies liefert Tabletten mit verbessertem Auflösungsprofil.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • In einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen einer Reinigungsmitteltablette bereitgestellt, das die folgenden Schritte umfasst:
    • (a) Bereitstellen eines Bindemittelsystems zu 1,25 Gew.-% bis 5 Gew.-% der Reinigungsmitteltablette, wobei es Folgendes umfasst (i) ein Bindemittel und (ii) wahlweise ein Viskositätsmodifizierungsmittel, so dass das Bindemittelsystem einen Schermodulwert G von 10 bis 100 GPa, einen Phasenwinkelwert δ von mindestens 7° und einen Schmelzpunkt von mindestens 45°C bei 100 kPa hat;
    • (b) Erwärmen des Bindemittelsystems über seinen Schmelzpunkt, um ein geschmolzenes Bindemittelsystem zu bilden;
    • (c) Auftragen des geschmolzenen Bindemittelsystems auf ein Grundpulver, das eine Vormischung von Reinigungsmittelbestandteilen umfasst, um eine Reinigungsmittelzusammensetzung zu bilden; und
    • (d) Formen der Reinigungsmittelzusammensetzung zu Tabletten durch Komprimierung der Zusammensetzung mit einer Kraft von weniger als 2500 N.
  • In einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird eine Tablette bereitgestellt, die mit dem vorstehenden Verfahren herstellbar ist.
  • In einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Verwendung eines Bindemittelsystems oder eines Bindemittels mit einem Schermodulwert G von 10 bis 100 GPa, einem Phasenwinkelwert δ von mindestens 7° und einem Schmelzpunkt von mindestens 45°C bei 100 kPa zu 1,25 Gew.-% bis 0 Gew.-% der Reinigungsmitteltablette bereitgestellt, wobei das Bindemittelsystem in seiner geschmolzenen Form auf das Grundpulver, das eine Vormischung aus Reinigungsmittelbestandteilen umfasst, aufgetragen wird, um eine Reinigungsmittelzusammensetzung zu bilden, und wobei die Reinigungsmittelzusammensetzung durch Komprimierung der Zusammensetzung mit einer Kraft von weniger als 2500 N zu Tabletten geformt wird, um die Beständigkeit der Reinigungsmitteltabletten gegen Zerbrechen zu verbessern.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Außer wenn es ausdrücklich anders angegeben ist, sollen alle Mengenangaben, einschließlich Mengen, Prozentsätzen, Anteilen und Verhältnissen, mit dem Wort „ungefähr" modifiziert werden, und es wird nicht beabsichtigt, dass Mengenangaben signifikante Dezimalstellen angeben.
  • Es versteht sich, dass bei Bezugnahme auf einen Druck von 100 kPa innerhalb der vorliegenden Erfindung Atmosphärendruck gemeint ist.
  • Bei Verwendung des Begriffs „Alkoxylierung" innerhalb der vorliegenden Erfindung ist jede lineare, verzweigte, substituierte oder unsubstituierte Alkoxygruppe eingeschlossen, in der Regel werden C1- bis C10-Alkoxygruppen und Mischungen davon verwendet. Bevorzugte Alkoxygruppen sind aus Ethoxy, Propoxy, Butoxy und Mischungen davon ausgewählt, die am meisten bevorzugte Alkoxygruppe ist Ethoxy.
  • Bei Verwendung des Begriffs „unsubstituiert" innerhalb der vorliegenden Erfindung ist gemeint, dass die Kohlenwasserstoffkette nur Kohlenstoff- und Wasserstoffatome und keine anderen Heteroatome enthält, außer gegebenenfalls bei der Hydroxygruppe, die die Alkoholfunktionalität ausmacht.
  • Bei Verwendung des Begriffs „substituiert" innerhalb der vorliegenden Erfindung ist gemeint, dass die Kohlenwasserstoffkette auch andere Atome als Kohlenstoff- und Wasserstoffatome enthält. Substituierte Kohlenwasserstoffketten können auch Heteroatome enthalten, wie ein oder mehrere Stickstoffatome, Phosphoratome, Schwefelatome, Fluoratome, Chloratome, Bromatome, Iodatome und jedes andere Atom des Periodensystems der Elemente.
  • Das verfahren
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung, hierin als „Verfahren" bezeichnet, wird zur Herstellung einer Zusammensetzung in der Form einer Tablette verwendet. Es umfasst die folgenden Schritte: (a) Bereitstellen eines Bindemittelsystems zu 1,25 Gew.-% bis 5 Gew.-% der Reinigungsmitteltablette, umfassend (i) ein Bindemittel und (ii) wahlweise ein Viskositätsmodifizierungsmittel, so dass das Bindemittelsystem einen Schermodulwert G von 10 bis 100 GPa, einen Phasenwinkelwert δ von mindestens 7° und einen Schmelzpunkt von mindestens 45°C bei 100 kPa aufweist; (b) Erwärmen des Bindemittelsystems über seinen Schmelzpunkt, um ein geschmolzenes Bindemittelsystem zu bilden; (c) Auftragen des geschmolzenen Bindemittelsystems auf ein Grundpulver, das eine Vormischung von Reinigungsmittelbestandteilen umfasst, um eine Reinigungsmittelzusammensetzung zu bilden; und (d) Formen der Waschmittelzusammensetzung zu Tabletten durch Komprimierung der Zusammensetzung mit einer Kraft von weniger als 2500 N.
  • Es ist ein wesentliches Element der vorliegenden Erfindung, dass das Bindemittelsystem mit einem beliebigen Heizsystem auf eine Temperatur über seinem Schmelzpunkt erwärmt wird, um ein geschmolzenes Bindemittelsystem zu bilden, bevor das geschmolzene Bindemittelsystem auf das Grundpulver aufgetragen wird.
  • Dasgeschmolzene Bindemittelsystem wird auf jede geeignete Weise mit dem Grundpulver in Kontakt gebracht, um eine Zusammensetzung zu bilden. In der Regel wird das geschmolzene Bindemittelsystem bei einer Temperatur von mindestens 45°C, vorzugsweise von 55°C bis 150°C und mehr bevorzugt von 70°C bis 120°C mit dem Grundpulver in Kontakt gebracht. Das geschmolzene Bindemittelsystem wird in der Regel durch Sprühen des geschmolzenen Bindemittelsystems auf das Grundpulver mit einem Grundpulver in Kontakt gebracht. In der Regel wird dieser Verfahrensschritt mit einem Sprüharm, vorzugsweise mit einem Sprüharm in einer rotierenden Sprühtrommel, durchgeführt. Bevorzugte Sprüharme umfassen mindestens eine Düse, vorzugsweise mehr als eine Düse, zum Beispiel 10 bis 18 Düsen, die mit einer Niederdruck-Heißluftleitung verbunden sind. Mitniedrigem Druck ist ein Druck unter 700 kNm-2, vorzugsweise ein Druck zwischen 100 kNm-2 bis 600 kNm-2, mehr bevorzugt von 150 kNm-2 bis 550 kNm-2 und am meisten bevorzugt von 200 kNm-2 bis 450 kNm-2 gemeint. Die heiße Luft hat in der Regel eine Temperatur von mindestens 45°C, vorzugsweise von 55°C bis 160°C und mehr bevorzugt von 70°C bis 120°C.
  • Diese Zusammensetzung wird dann tablettiert, in der Regel durch Kompression oder Kompaktierung, um eine Reinigungsmitteltablette zu bilden. Dieser Kompression-/Kompaktierungsschritt wird in der Regel in einer herkömmlichen Tablettenpresse durchgeführt, zum Beispiel unter Verwendung einer standardgemäßen Einzelhubpresse oder einer Rotationspresse, wie Courtoy, Korch, Manesty oder Bonals.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung umfasst einen Schritt der Kompression oder Kompaktierung der Zusammensetzung mit einer Kraft von weniger als 2.500 N. Andere Verfahrensschritte zur Kompaktierung können verwendet werden, einschließlich zum Beispiel Brikettieren und/oder Extrudieren.
  • Die Reinigungsmitteltablette hat in der Regel einen Durchmesser zwischen 20 mm und 60 mm und in der Regel ein Gewicht von 10 g bis 100 g. Das Verhältnis von Höhe der Tablette zu Breite der Tablette ist in der Regel größer als 1:3. Die Tablette hat in der Regel eine Dichte von mindestens 900 g/l, vorzugsweise mindestens 950 g/l, und vorzugsweise weniger als 2.000 g/l, mehr bevorzugt weniger als 1.500 g/l, am meisten bevorzugt weniger als 1.200 g/l.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Reinigungsmitteltablette in der Regel mit einem Beschichtungsmaterial beschichtet. Das Beschichtungsmaterial wird in der Regel bei einer Temperatur von mindestens 40°C, vorzugsweise von mindestens 100°C, mehr bevorzugt mindestens 140°C und am meisten bevorzugt bei einer Temperatur von 150°C to 170°C mit dem Rest der Reinigungsmitteltablette in Kontakt gebracht. Bevorzugte Beschichtungsmaterialien umfassen eine Kombination von (i) einer Dicarbonsäure und (ii) einem Ionenaustauscherharz oder einer Tonerde. Ein bevorzugtes Ionenaustauscherharz ist PG2000Ca, erhältlich von Purolite. Bevorzugte Dicarbonsäuren sind aus Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Suberinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Undecandisäure, Dodecandisäure, Tridecandisäure, Derivaten davon oder Kombinationen davon ausgewählt, am meisten bevorzugt ist Adipinsäure. Vorzugsweise liegt das Gewichtsverhältnis der Bestandteile (i) zu (ii) oben im Bereich von 40:1 bis 10:1 und mehr bevorzugt von 30:1 bis 20:1. Das Beschichtungsmaterial, falls vorhanden, macht in der Regel 1 Gew.-% bis 10 Gew.-% und mehr bevorzugt 4 Gew.-% bis 8 Gew.-% der Reinigungsmitteltablette aus.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Reinigungsmitteltablette eine mehrschichtige Reinigungsmitteltablette, wobei die unterschiedlichen Schichten entweder die gleiche Farbe oder unterschiedliche Farben haben können. Mehrschichtige Tabletten mit 2 oder 3 Schichten sind besonders bevorzugt. Ein- und mehrschichtige Tabletten mit Erhebungen und/oder Hohlräumen und/oder Löchern in allen möglichen geometrischen Formen sind ebenfalls in der vorliegenden Erfindung eingeschlossen. Besonders bevorzugt sind Tabletten, bei denen eingebettete geometrische Formen, wie Halbkugeln, aus der Oberfläche der Tablette hervorstehen.
  • Das Bindemittelsystem ist in einer Konzentration von 1,25 Gew.-% bis 5 Gew.-% der Reinigungsmitteltablette vorhanden. Das Grundpulver ist in der Regel in einer Konzentration von 20 Gew.-% bis 99,9 Gew.-%, vorzugsweise von 35 Gew.-% bis 99 Gew.-%, mehr bevorzugt von 50 Gew.-% bis 98,5 Gew.-% und am meisten bevorzugt von 55 bis 95 Gew.-% der Reinigungsmitteltablette vorhanden.
  • Bindemittelsystem
  • Das Bindemittelsystem der vorliegenden Erfindung hat einen Schmelzpunkt von mindestens 45°C, vorzugsweise von 55°C bis 125°C und mehr bevorzugt von 60°C bis 110°C. Mit „geschmolzenem" Bindemittel ist ein Material gemeint, das bis zu einer Temperatur von unter 45°C, vorzugsweise unter 55°C, mehr bevorzugt unter 60°C fest ist und das bei den hierin beschriebenen Verarbeitungsbedingungen, wie einer Temperatur von mindestens 45°C, vorzugsweise von mindestens 55°C und mehr bevorzugt von mindestens 60°C eine Flüssigkeit ist (alle Temperaturen werden bei einem Druck von 100 kPa gemessen).
  • Außerdem hat das Bindemittelsystem einen Schermodulwert G von 10 bis 100 GPa und einen Phasenwinkelwert δ von mindestens 7°.
  • Vorzugsweise hat das Bindemittelsystem einen Schermodulwert G von 20 bis 90 GPa und mehr bevorzugt von 25 bis 65 GPa. Der Phasenwinkelwert δ des Bindemittelsystems ist vorzugsweise mindestens 8,5° und mehr bevorzugt mindestens 10°.
  • Es ist wichtig, dass das Bindemittelsystem, das einen Schermodulwert G von 10 bis 100 GPa, einen Phasenwinkelwert δ von mindestens 7° und einen Schmelzpunkt von mindestens 45°C aufweist, in geschmolzener Form auf das Grundpulver aufgetragen wird, so dass die resultierende Reinigungsmitteltablette verbesserte Beständigkeit gegen Zerbrechen aufweist.
  • Das Bindemittelsystem in seiner geschmolzenen Form kann etwas ungelöstes Material umfassen, aber der Großteil des Bindemittelsystems ist in geschmolzener Form bei den vorstehend beschriebenen Verarbeitungsbedingungen flüssig, zum Beispiel sind mindestens 80 Gew.-% oder mindestens 85 Gew.-% oder mindestens 90 Gew.-% oder mindestens 95 Gew.-% des Bindemittelsystems bei den vorstehend beschriebenen Verarbeitungsbedingungen flüssig. Vorzugsweise ist das gesamte Bindemittelsystem bei den vorstehend beschriebenen Verarbeitungsbedingungen flüssig.
  • Definition des schermoduls (g), des phasenwinkels (δ) und des schmelzpunkts:
  • Der Schermodul (G) und der Phasenwinkel (δ) fester Materialien können leicht mittels herkömmlicher Rheometer und/oder dynamisch-mechanischer Analysegeräte (DMA) gemessen werden.
  • Beide Verfahren analysieren die Reaktion oder Verformung von Materialien, wenn eine Spannung daran angelegt wird. Die Reaktion hängt erheblich von der Temperatur der Probe, die analysiert wird, und von der Frequenz der an die Probe angelegten Spannung ab. Die grundlegende Gestaltung und Funktionsweise dieses Verfahrens besteht aus dem Vorhandensein von zwei parallelen Platten, zwischen denen sich die feste Probe befindet. Die untere Platte ist fixiert, während die obere Platte nach einer Sinuskurve rotiert oder oszilliert. Das Gerät überwacht kontinuierlich: (1) das an die Welle der oberen Platte angelegte Drehmoment (Scherspannung, τ); (2) ihre rotierende oder oszillierende Verschiebung (Scherdehnung, γ); und (3) die Verzögerung oder den Phasenstillstand dazwischen.
  • Der komplexe Schermodul (G*) ist folgendermaßen definiert: τ = G*·γ (Scherspannung = G*·Scherdehnung)was eine komplexe Zahl ist, die aus einem tatsächlichen und einem imaginären Teil besteht. Dieser komplexe Schermodul kann auch als G* = G' + i·G''dargestellt werden, wobei G' der elastische Schermodul ist und G'' der viskose Schermodul ist. Der Schermodul |G*| ist dann der absolute Wert des komplexen Schermoduls und wird berechnet als: |G*| = (G'2 + G''2)½.
  • In der vorliegenden Erfindung, und nur der Einfachheit halber, wird das Symbol G anstelle des Symbols |G*| verwendet, um den Schermodul zu bezeichnen.
  • Der Phasenwinkel δ ist folgendermaßen definiert: δ = arc tan G''/G'.
  • Mit Schmelzpunkt ist die Temperatur gemeint, bei der das Bindemittel bei langsamer Erwärmung, zum Beispiel in einem Kapillarröhrchen, eine Flüssigkeit wird (bei einem Druck von 100 kPa).
  • Messbedingungen und Probenherstellung
  • Der Schermodul (G) und der Phasenwinkel (δ werden bei 21°C und 100 kPa gemessen. Das geschmolzene Bindemittelsystem wird bei einer Temperatur über seinem Schmelzpunkt in eine leere zylinderförmige Mulde gegossen, wo es bei 21°C fest werden kann. Sobald es fest ist, wird es aus der Mulde genommen, was eine zylinderförmige Form mit einem Durchmesser von 10 mm und einer Länge von 21 mm ergibt. Dieses zylinderförmige Probenstück wird aufrecht zwischen den zwei vorstehend genannten parallelen Platte platziert und mit irgendeinem geeigneten Mittel gehalten und gegriffen. Die Messung besteht aus dem Anlegen einer Sinuskurvenoszillation an die obere Platte mit einer Frequenz von 60 Hz, während die Probe bei 21°C gehalten wird. Geeignete Geräte für diese Art der Messung können ein Bohlin-Rheometer, ein Physica-Rheometer, ein Mettler-Toledo-Rheometer und jede bekannte ähnliche Geräteart sein. Was die Kalibrierung des verwendeten Geräts betrifft, sei darauf hingewiesen, dass das Gerät so kalibriert wird, dass der G-Wert und der δ-Phasenwinkelwert von Polyethylenglycolethoxylat mit einem Molekulargewicht von 4000 g/mol (PEG 4000) 340 GPa und 5° betragen (bei 21°C und 100 kPa).
  • Bindemittel, die zum Gebrauch in dem Bindemittelsystem der vorliegenden Erfindung geeignet sind, können aus einem breiten Bereich von Substanzen ausgewählt sein. Bindemittel können aus anionischen Tensiden, nichtionischen Tensiden, kationischen Tensiden, Polymermaterialien, Zuckern, Zuckersäuren, Zuckeralkoholen, Zuckerestern, Fettsäuren, Fettsäureestern, Fettsäureamiden und Mischungen davon ausgewählt sein.
  • Zu anionischen Tensiden gehören Verbindungen wie C6-C20-Alkyl- oder -Alkylarylsulfonate oder -sulfate, vorzugsweise C8-C20-Alkylbenzolsulfonat (siehe zum Beispiel anionische Tenside, wie in WO 02/90 481 , P&G, veröffentlicht am 14. November 2002, offenbart).
  • Zu nichtionischen Tensiden gehören Verbindungen wie C7-C18-Phenolalkoxylate mit 10 bis 80 Äquivalenten Alkoxylierung; C5-C24 Alkoholalkoxylate mit 25 bis 250 Äquivalenten Alkoxylierung; Rizinusölalkoxylate mit 10 bis 100 Äquivalenten Alkoxylierung (siehe zum Beispiel nichtionische Tenside, wie in WO 02/31 100 , P&G, veröffentlicht am 18. April 2002, offenbart).
  • Zu kationischen Tensiden gehören Verbindungen wie die quartären Ammoniumtenside, die bis zu 26 Kohlenstoffatom haben können, alkoxylierte quartäre Ammoniumtenside (AQA), wie in US-Patent Nr. 6,136,769 erläutert; quartäres Dimethylhydroxyethylammonium, wie in 6,004,922 erläutert; kationische Polyamintenside, wie in WO 98/35002 , WO 98/35003 , WO 98/35004 , WO 98/35005 und WO 98/35006 erläutert; kationische Estertenside, wie in US-Patenten Nr. 4,228,042 , 4,239,660 4,260,529 und US 6,022,844 erläutert; und Aminotenside, wie in US 6,221,825 und WO 00/47708 erläutert, speziell Amidopropyldimethylamin.
  • Polymermaterialien schließen Polyvinylpyrrolidone mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 12.000 bis 700.000 und Polyethylenglycole mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 600 bis 10.000 ein. Copolymere von Maleinsäureanhydrid mit Ethylen, Methylvinylether, Methacrylsäure oder Acrylsäure sind andere Beispiele für polymere Bindemittel.
  • Zucker, Zuckersäuren, Zuckeralkohole, Zuckerester schließen jeglichen Zucker ein, wie Sorbit; Dextrose; Lactose; Saccharose; Saccharin; Fructose; Ribose; Arabinose; Rhamnose; Maltose; Maltodextrin; Erythrit; Mannit; Maltit; Xylit; Idit; Galactit; Cyclodextrin; Trehalose; Lactit und Mischungen davon.
  • Zu anderen Bindemitteln gehören ferner C10-C20-Mono- und Diglycerolether, C5- bis C25-Fettsäuren, Mono-, Di- und/oder Triester von Glycerin mit C5-C25-Fettsäuren; C5- bis C25Fettalkohole, Cellulosederivate, wie Carboxymethylcellulose und homo- oder copolymere Polycarbonsäure oder deren Salze und Mischungen davon.
  • Besser geeignete Bindemittel aus der vorstehenden Liste sind Sorbit; Dextrose; Lactose; Saccharose; Saccharin; Fructose; Ribose; Arabinose; Rhamnose; Maltose; Maltodextrin; Erythrit; Mannit; Maltit; Xylit; Idit; Galactit; Cyclodextrin; Trehalose; Lactit; C7-C18-Phenolalkoxylate mit 10 bis 80 Äquivalenten Alkoxylierung; C5-C24-Alkoholalkoxylate mit 25 bis 250 Äquivalenten Alkoxylierung; Rizinusölalkoxylate mit 10 bis 100 Äquivalenten Alkoxylierung; Mono-, Di- und/oder Triester von Glycerin mit C5-C25-Fettsäuren; C5- bis C25-Fettsäuren; und Mischungen davon.
  • Das Bindemittelsystem der vorliegenden Erfindung kann wahlweise mit einer oder mehreren zusätzlichen Verbindungen gemischt werden. Solche zusätzlichen Verbindungen können aus einer großen Vielfalt an unterschiedlichen Bestandteilen ausgewählt sein. Geeignete Bestandteile können aus Viskositätsmodifizierungsmitteln, Buildern, Auflösungshilfsmitteln, Tensiden, Stoffweichmachern, Alkalinitätsquellen, Farbstoffen, Duftstoffen, Kalkseifendispergiermitteln, organischen Polymerverbindungen, einschließlich polymerer Farbübertragungshemmer, Kristallisationsverzögerern, Schwermetallionen-Sequestriermitteln, Metallionensalzen, Korrosionsschutzmitteln, Weichmachern, optischen Aufhellern und Kombinationen davon ausgewählt sein. Bevorzugte Bestandteile sind Viskositätsmodifizierungsmittel, Auflösungshilfsmittel, Tenside, Alkalinitätsquellen, Farbstoffe, Duftstoffe, Kristallisationsverzögerer und Kombinationen davon.
  • Ein mehr bevorzugter zusätzlicher Bestandteil ist ein Viskositätsmodifizierungsmittel. Falls vorhanden, kann das Viskositätsmodifizierungsmittel zu 1,0 Gew.-% bis 95 Gew.-%, vorzugsweise zu 2,5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, mehr bevorzugt zu 5,0 Gew.-% bis 15 Gew.-% und am meisten bevorzugt zu 7,5 Gew.-% bis 12,5 Gew.-% des Bindemittelsystems vorhanden sein. Geeignete Viskositätsmodifizierungsmittel können wässrig oder nichtwässrig sein und können Wasser allein oder organische Lösungsmittel allein und/oder Kombinationen davon einschließen. Zu bevorzugten organischen Lösungsmitteln gehören lineare, verzweigte, cyclische, substituierte oder unsubstituierte einwertige Alkohole, zweiwertige Alkohole, mehrwertige Alkohole, Ether, alkoxylierte Ether, gering viskose silikonhaltige Lösungsmittel, nichtionische, wahlweise alkoxylierte Tenside mit niedrigem Schmelzpunkt, die einen Schmelzpunkt unter 45°C aufweisen, und Kombinationen davon. Bevorzugt sind Glycerin, Glycole, lineare, verzweigte, cyclische, substituierte oder unsubstituierte Polyalkylenglycole, wie Polyalkylenglycole, Dialkylenglycolmono-C1-C8-Ether, nichtionische C5-C15-Tenside mit 1 bis 10 Äquivalenten Ethoxylierung, einwertige Alkohole, zweiwertige Alkohole und Kombinationen davon. Noch mehr bevorzugt sind Diethylenglycolmonoethylether, Diethylenglycolmonopropylether, Diethylenglycolmonobutylether und Kombinationen davon. Stark bevorzugt sind niedere lineare, verzweigte, cyclische, substituierte oder unsubstituierte aliphatische Alkohole, wie Ethanol, Propanol, Butanol, Isopropanol, und/oder Diole, wie 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol, 1,6-Hexandiol, 1,2-Hexandiol, 2-Ethyl-1,3-hexandiol, 2-Methyl-2,4-pentandiol, 2,3,4-Trimethyl-1,3-pentandiol, 1,4-Bis(hydroxy-methyl)cyclohexan, und Kombinationen davon, wahlweise mit Dialkylenglycolmono-C1-C8-ethern und/oder Glycolen und/oder Wasser. Ein sehr stark bevorzugtes Viskositätsmodifizierungsmittel ist entweder Wasser allein oder eine 50:50-Mischung von Wasser mit entweder Glycerin und/oder nichtionischem C12-C15-Tensid mit 3 bis 7 Äquivalenten Ethoxylierung und/oder 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol, 1,6-Hexandiol, 1,2-Hexandiol, 2-Ethyl-1,3-hexandiol, 2-Methyl-2,4-pentandiol, 2,3,4-Trimethyl-1,3-pentandiol, 1,4-Bis(hydroxy)cyclohexan und Kombinationen davon. Wenn Wasser als Viskositätsmodifizierungsmittel, entweder allein oder in Kombination mit anderen Viskositätsmodifizierungsmitteln, verwendet wird, überschreitet der Gesamtwassergehalt vorzugsweise nicht 20 Gew.-%, überschreitet mehr bevorzugt nicht 10 Gew.-% und beträgt am meisten bevorzugt zwischen 3 Gew.-% bis 7 Gew.-% des Bindemittels. Wenn Wasser als Viskositätsmodifizierungsmittel verwendet wird, wird keinesfalls beabsichtigt, eine wässrige Lösung von einem oder mehreren Bindemitteln zu verwenden.
  • Ein typisches Beispiel ist Polyethylenglycolethoxylat, Molekulargewicht 4000 g/mol (PEG 4000). PEG 4000 hat einen G von 340 GPa, einen δ-Phasenwinkelwert von 5° und einen Schmelzpunkt von 55°C. Beim Vermischen von PEG 4000 mit Glycerin in einem Gewichtsverhältnis von 75:25 ist der G 20, der δ-Phasenwinkelwert 7° und der Schmelzpunkt 49°C. Eine Mischung von 75% PEG 4000 und 25% Glycerin bildet ein geeignetes Bindemittelsystem der vorliegenden Erfindung.
    Bindemittel Komplexer Modul G (GPa) Phasenwinkel δ (°) Schmelzpunkt (°C)
    Polyethylenglycolethoxylat, Molekulargewicht 4000 (PEG 4000) 340 5 55
    Polyethylenglycolethoxylat, Molekulargewicht 4000 (PEG 4000) mit Glycerin in einem Gewichtsverhältnis von 75:25 20 7 49
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hat das Bindemittel selbst bereits einen Schermodul G von 10 bis 100 GPa, einen Phasenwinkelwert δ von mindestens 7° und einen Schmelzpunkt von mindestens 45°C bei 100 kPa. Diese Bindemittel sind ausgewählt aus der Gruppe von Sorbit, Xylit, Erythrit, C10-C18-Phenolalkoxylaten mit 20 bis 80 Äquivalenten Alkoxylierung; C12-C24-Alkoholalkoxylaten mit 50 bis 250 Äquivalenten Alkoxylierung; Rizinusölalkoxylaten mit 50 bis 100 Äquivalenten Alkoxylierung; Mono-, Di- und/oder Triestern von Glycerin mit C12-C25-Fettsäuren; C10- bis C25-Fettsäuren; und Mischungen davon. Vorzugsweise ist das Bindemittel Sorbit. Mehr bevor zugt umfasst das Bindemittelsystem Sorbit und zu 3 Gew.-% bis 7 Gew.-% des Bindemittelsystems das Viskositätsmodifizierungsmittel Wasser.
  • Beispiele solcher bevorzugter Bindemittel sind (G- und δ-Daten bei 21°C bei 100 kPa gemessen):
    Bindemittel Komplexmodul G (GPa) Phasenwinkel δ (°) Schmelzpunkt (°C)
    Sorbit 30 40 98
    Xylit 50 35 96
    Erythrit 80 30 119
    Nonylphenol, 50-Ethoxylat (1) 83 9 51
    C16-C22-Alkohol, 80-Ethoxylat (2) 88 9 55
    Rizinusöl, 160-Ethoxylat (3) 34 13 45
    Glyceryltripalmitinester (4) 73 14 60
    Stearinsäure (5) 75 21 68
    C16-C18-Alkohol, 80-Ethoxylat (6) 20 28 60
    • (1) ist im Handel erhältlich als Berol 291, (2) ist im Handel erhältlich als Berol 08, (3) ist im Handel erhältlich als Berol 198, alle von Akzo Nobel; (4) und (5) sind im Handel erhältlich von Sigma-Aldrich, (6) ist im Handel erhältlich von Clariant; und (7) ist im Handel erhältlich als Lutensol AO30 von BASF.
  • Die Bindemittelsysteme, oder Bindemittel, der vorliegenden Erfindung können auch für Bindungszwecke in Teilchenherstellungsverfahren, z. B. Agglomeration, Verdichtung, Prillenherstellung, Sprühtrocknung, Extrusion, verwendet werden.
  • Grundpulver
  • Das Grundpulver umfasst in der Regel eine große Vielfalt an unterschiedlichen Bestandteilen, wie Buildern, Sprudelsystemen, Enzymen, Auflösungshilfsmitteln, Sprengmitteln, Bleichmitteln, Schaumunterdrückern, Tensiden (nichtionisch, anionisch, kationisch, amphoter und/oder zwitterionisch), Stoffweichmachern, Alkalinitätsquellen, Farbstoffen, Duftstoffen, Kalkseifendispergiermitteln, organischen Polymerverbindungen, einschließlich polymeren Farbübertragungshemmern, Kristallisationsverzögerern, Antiwiederablagerungsmitteln, Schmutzabweisepolymeren, Hydrotropika, fluoreszierenden Mitteln, Schwermetallionen-Sequestriermitteln, Metallionensalzen, Enzymstabilisatoren, Korrosionsschutzmitteln, Weichmachern, optischen Aufhellern und Kombinationen davon.
  • Das Grundpulver ist in der Regel ein vorab gebildetes Reinigungsmittelgranulat. Das vorab gebildete Reinigungsmittelgranulat kann ein agglomeriertes Teilchen oder in jeder anderen Form sein. Mit agglomeriertem Teilchen ist in der Regel ein Teilchen gemeint, das vor dem Inkontaktbringen mit dem geschmolzenen Bindemittel, wie vorstehend beschrieben, bereits agglomeriert wurde und deshalb bereits in einer Agglomeratform vorliegt.
  • Die durchschnittliche Teilchengröße des Grundpulvers beträgt in der Regel von 100 μm bis 2.000 μm, vorzugsweise von 200 μm oder von 300 μm oder von 400 μm oder von 500 μm und vorzugsweise bis 1.800 μm oder bis 1.500 μm oder bis 1.200 μm oder bis 1.000 μm oder bis 800 μm oder bis 700 μm. Am meisten bevorzugt beträgt die durchschnittliche Teilchengröße des Grundpulvers von 400 μm bis 700 μm.
  • Die Schüttdichte des Grundpulvers ist in der Regel von 400 g/l bis 1.200 g/l, vorzugsweise von 500 g/l bis 950 g/l, mehr bevorzugt von 600 g/l bis 900 g/l und am meisten bevorzugt von 650 g/l bis 850 g/l.
  • Bevorzugte fakultative Bestandteile sind nachstehend ausführlicher beschrieben. Alle angegebenen Prozentsätze beziehen sich auf das Gewicht der ganzen Reinigungsmitteltablette, sofern es nicht spezifiziert ist.
  • Bevorzugte fakultative Bestandteile
  • Builderverbindung
  • Das Grundpulver hierin umfasst vorzugsweise eine Builderverbindung, die in der Regel in einer Konzentration von 1 Gew.-% bis 80 Gew.-%, vorzugsweise von 10 Gew.-% bis 70 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 20 Gew.-% bis 60 Gew.-% des Grundpulvers vorhanden ist.
  • Besonders bevorzugte Builder-Verbindungen zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung sind wasserlösliche Phosphat-Builder. Spezifische Beispiele für wasserlösliche Phosphat-Builder sind die Alkalimetalltripolyphosphate, Natrium-, Kalium- und Ammoniumpyrophosphat, Natrium- und Kalium- und Ammoniumpyrophosphat, Natrium- und Kaliumorthophosphat, Natriumpolymeta/phosphat, in dem der Polymerisationsgrad im Bereich von 6 bis 21 liegt, und Salze von Phytinsäure.
  • Beispiele für teilweise wasserlösliche Builder schließen die kristallinen Schichtsilikate ein, wie zum Beispiel in EP A 0164514 , DE A 3417649 und DE A 3742043 offenbart.
  • Beispiele für weitgehend wasserunlösliche Builder schließen die Natriumalumosilikate ein. Geeignete Alumosilicate schließen die Alumosilicatzeolithe mit der Elementarzellenformel Naz[(AlO2)z(SiO2)y]·H2O ein, wobei z und y mindestens 6 betragen; das Molverhältnis von z bis y von 1,0 bis 0,5 beträgt und x mindestens 5, vorzugsweise von 7,5 bis 276, mehr bevorzugt von 10 bis 264 beträgt. Das Alumosilikatmaterial liegt in hydrierter Form vor und ist vorzugsweise kristallin, wobei es von 10% bis 28%, mehr bevorzugt von 18% bis 22% Wasser in gebundener Form enthält.
  • Sprudelsystem
  • Das Grundpulver hierin umfasst vorzugsweise ein Sprudelsystem, das in der Regel in einer Konzentration von 1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise von 5 Gew.-% bis 25 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 10 Gew.-% bis 20 Gew.-% des Grundpulvers vorhanden ist.
  • Zu hierin geeigneten Sprudelsystemen gehören jene, die durch Kombinieren einer Säurequelle und eines Hydrogencarbonats oder Carbonats oder durch Kombinieren von Wasserstoffperoxid und Catalase oder jede andere Kombination von Materialien, die kleine Gasblasen, z. B. Kohlendioxidgas, freisetzen, erzeugt werden. Die Bestandteile des Sprudelsystems können kombiniert abgegeben werden, um das Sprudeln zu erzeugen, wenn sie vermischt werden, oder können zusammen formuliert werden, vorausgesetzt, dass herkömmliche Beschichtungen oder Schutzsysteme verwendet werden. Wasserstoffperoxid und Catalase sind sehr masseneffizient und können in viel geringeren Konzentrationen mit hervorragenden Ergebnissen vorliegen.
  • Tensid
  • Das Grundpulver hierin umfasst vorzugsweise mindestens ein Tensid, vorzugsweise zwei oder mehr Tenside. Die gesamte Tensidkonzentration beträgt in der Regel von 1 Gew.-% bis 80 Gew.-%, vorzugsweise von 10 Gew.-% bis 70 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 20 Gew.-% bis 60 Gew.-% des Grundpulvers. Geeignete Tenside sind ausgewählt aus anionischen, kationischen, nichtionischen, ampholytischen und zwitterionischen Tensiden und Mischungen davon.
  • Eine typische Auflistung anionischer, nichtionischer, ampholytischer und zwitterionischer Klassen und Arten dieser Tenside ist im US-Patent 3,929,678 , erteilt an Laughlin und Heuring am 30. Dezember 1975, angegeben. Eine Liste geeigneter kationischer Tenside ist im US-Patent 4,259,217 , erteilt an Murphy am 31. März 1981, angegeben. Eine Auflistung von Tensiden, die üblicherweise in Wäschewaschmittelzusammensetzungen enthalten ist, ist zum Beispiel in EP-A-0414549 und in den PCT-Anmeldungen Nr. WO 93/08876 und WO 93/08874 angegeben. Ferner sind geeignete reinigungsaktive Verbindungen in WO 02/31100 , veröffentlicht am 18. April 2002 und übertragen an P&G, und in der Literatur, z. B. in „Surface-active agents and detergents", Bd. I und II, von Schwartz, Perry und Berch, angegeben und vollständig beschrieben.
  • Auflösungshilfsmittel
  • Das Grundpulver hierin umfasst vorzugsweise ein Auflösungshilfsmittel, das in der Regel in einer Konzentration von 0,01 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 0,15 Gew.-% bis 2,5 Gew.-% des Grundpulvers vorhanden ist.
  • Das Auflösungshilfsmittel kann vorzugsweise eine organische sulfonierte Verbindung, wie C1-C4-Alk(en)ylsulfonsäuren und C1-C4-Alkylarylsulfonsäuren oder Derivate davon oder Salze davon oder Kombinationen davon umfassen.
  • Vorzugsweise kann das Auflösungshilfsmittel Salze von Arylsulfonsäuren, einschließlich Alkalimetallsalzen von Benzoesäure, Salicylsäure, Benzolsulfonsäure, Naphthoesäure, Derivate davon und Kombinationen davon umfassen. Bevorzugte Beispiele für Salze von Arylsulfonsäure sind Natrium-, Kalium-, Ammoniumbenzolsulfonatsalze, die von Toluolsulfonsäure, Xylolsulfonsäure, Cumolsulfonsäure, Tetralinsulfonsäure, Naphthalinsulfonsäure, Methylnaphthalinsulfonsäure, Dimethylnaphthalinsulfonsäure, Trimethylnaphthalinsulfonsäure. Bevorzugt sind Natriumtoluolsulfonat, Natriumcumolsulfonat, Natriumxylolsulfonat, Derivate davon und Kombinationen davon.
  • Das Auflösungshilfsmittel kann Salze von Dialkylbenzolsulfonsäure umfassen, wie Salze von Diisopropylbenzolsulfonsäure, Ethylmethylbenzolsulfonsäure, Alkylbenzolsulfonsäure mit einer linearen oder verzweigten C3-C10-, vorzugsweise C4-C9-Alkylkette.
  • Das Auflösungshilfsmittel kann einen C1-C4-Alkohol, wie Methanol, Ethanol, Propanol, wie Isopropanol, und Derivate davon und Kombinationen davon umfassen, vorzugsweise Ethanol und/oder Isopropanol.
  • Das Auflösungshilfsmittel kann ein C4-C10-Diol, wie Hexandiol und/oder Cyclohexandiol, vorzugsweise 1,6-Hexandiol und/oder 1,4-Cyclohexandimethanol, umfassen.
  • Das Auflösungshilfsmittel kann eine Verbindung umfassen, die eine chemische Gruppe der folgenden allgemeinen Formel umfasst
    Figure 00210001
    worin E eine hydrophile funktionelle Gruppe ist, R H oder eine C1-C10-Alkylgruppe oder eine hydrophile funktionelle Gruppe ist, R1 H oder eine C1-C10-Alkylgruppe oder eine aromatische Gruppe ist, R2 H oder eine cyclische Alkyl- oder eine aromatische Gruppe ist. Die Verbindung hat vorzugsweise ein Molekulargewicht-Gewichtsmittel von 1.000 bis 1.000.000.
  • Das Auflösungshilfsmittel kann 5-Carboxy-4-hexyl-2-cyclohexen-1-yloctansäure umfassen.
  • Das Auflösungshilfsmittel kann eine kationische Verbindung umfassen. Vorzugsweise umfasst das Auflösungshilfsmittel ein kationisches Polymer, mehr bevorzugt ein ethoxyliertes kationisches Diamin. Bevorzugte ethoxylierte kationische Diamine haben die allgemeine Formel:
    Figure 00210002
    Figure 00220001
    worin M1 eine N+- oder N-Gruppe, vorzugsweise eine N+-Gruppe ist; jedes M2 eine N+- oder N-Gruppe, vorzugsweise eine N+-Gruppe ist und mindestens ein M2 eine N+-Gruppe ist; R H oder C1-C4-Alkyl oder Hydroxyalkyl ist; R1 C2-C12-Alkylen, -Hydroxyalkylen, -Alkenylen, -Arylen oder -Alkarylen oder eine C2-C3-Oxyalkyleneinheit mit 2 bis 20 Oxyalkyleneinheiten ist, vorausgesetzt, dass keine O-H-Bindungen gebildet werden; jedes R2 C1-C4-Alkyl oder -Hydroxyalkyl ist, die Einheit L-X oder zwei R2 zusammen die Einheit (CH2)r-A2-(CH2)s bilden, worin A2 O oder CH2 ist, r 1 oder 2 ist, s 1 oder 2 ist und r + s 3 oder 4 ist; jedes R3 C1-C8-Alkyl oder -Hydroxyalkyl, Benzyl ist, die Einheit L-X oder zwei R3 oder ein R3 und ein R2 zusammen die Einheit (CH2)r-A2-(CH2)s bilden, worin A2 O oder CH2 ist, r 1 oder 2 ist, s 1 oder 2 ist und r + s 3 oder 4 ist; X eine nichtionische Gruppe ist, ausgewählt aus H, C1-C4-Alkyl- oder -Hydroxyalkylester- oder -ethergruppen und Mischungen davon, wobei bevorzugte Ester und Ether der Acetatester bzw. Methylether sind; L eine hydrophile Ketteist, die die Polyoxyalkyleneinheit {(R6O)m(CH2CH2O)n} enthält, worin R6 C3-C4-Alkylen oder Hydroxyalkylen ist, m und n solche Zahlen sind, dass die Einheit (CH2CH2O)n mindestens 50 Gew.-% der Polyoxyalkyleneinheit ausmacht; d 1 ist, wenn M2 N+ ist, und 0, wenn M2 N ist; n mindestens 6 ist.
  • Die positive Ladung der N+-Gruppen wird durch die entsprechende Anzahl an Gegenanionen ausgeglichen. Zu geeigneten Gegenanionen gehören Cl-, Br-, SO3 2-, SO4 2-, PO4 2-, MeOSO3 - und dergleichen. Besonders bevorzugt sind Cl- und Br-.
  • Ein zum diesbezüglichen Gebrauch geeignetes bevorzugtes ethoxyliertes kationisches Diamin ist unter dem Handelsnamen Lutensit K-HD 96, erhältlich von BASF, bekannt.
  • Weichmacherinhaltsstoffe
  • Das Grundpulver hierin kann wahlweise einen Weichmacherinhaltsstoff umfassen, der in der Regel in einer Konzentration von 0,5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 5 Gew.-% bis 20 Gew.-% des Grundpulvers vorhanden ist.
  • Die zum diesbezüglichen Gebrauch geeigneten Weichmacherinhaltsstoffe können aus jeglichen bekannten Inhaltsstoffen ausgewählt sein, die einen Stoffweichmachervorteil bereitstellen, zum Beispiel Smectitton.
  • Die hier verwendeten Smectittone sind in der Regel im Handel erhältlich. Solche Tone schließen beispielsweise Montmorillonit, Volchonskoit, Nontronit, Hectorit, Saponit, Sauconit und Vermiculit ein. Die Tonerden hierin sind unter verschiedenen Handelsbezeichnungen erhältlich, beispielsweise Thixogel #1® und Gelwhite GP® von Georgia Kaolin Co., Elizabeth, New Jersey, USA; Volclay BC® und Volclay #325®, von American Colloid Co., Skokie, Illinois, USA; Black Hills Bentonit BH450®, von International Minerals and Chemicals; und Veegum Pro und Veegum F, von R. T. Vanderbilt. Es ist zu beachten, dass solche unter den vorstehenden Handelsbezeichnungen bezogenen smectitartigen Mineralien Mischungen der verschiedenen einzelnen Mineralgebilde umfassen können. Solche Mischungen der Smectitmineralien sind zum diesbezüglichen Gebrauch geeignet.
  • Smectittone sind in den US-Patenten Nr. 3,862,058 , 3,948,790 , 3,954,632 und 4,062,647 offenbart. In den Europäischen Patenten Nr. EP A 299,575 und EP A 313,146 werden im Namen der Procter and Gamble Company geeignete organische polymere Tonflockungsmittel beschrieben.
  • Enzyme
  • Wenn vorhanden, sind die Enzyme aus Cellulasen, Hemicellulasen, Peroxidasen, Proteasen, Glucoamylasen, Amylasen, Xylanasen, Lipasen, Phospholipasen, Esterasen, Cutinasen, Pectinasen, Keratanasen, Reduktasen, Oxidasen, Phenoloxidasen, Lipoxygenasen, Ligninasen, Pullulanasen, Tannasen, Pentosanasen, Malanasen, β-Glucanasen, Arabinosidasen, Hyaluronidase, Chondroitinasen, Laccase oder Mischungen davon ausgewählt.
  • Bevorzugte Enzyme umfassen Protease, Amylase, Lipase, Peroxidasen, Cutinase und/oder Cellulase in Verbindung mit einem oder mehreren Pflanzenzellwand abbauenden Enzym(en).
  • Die Enzyme sind in den Reinigungsmitteltabletten normalerweise in Konzentrationen an aktivem Enzym von 0,0001 Gew.-% bis 2 Gew.-% des Grundpulvers enthalten. Die Enzyme können als gesonderte Einzelinhaltsstoffe (Prillen, Granulate, stabilisierte Schmelzen usw., die ein Enzym enthalten) oder als Mischungen von zwei oder mehr Enzymen (z. B. Cogranulate) zugegeben werden.
  • Bleichmittel
  • Das Grundpulver hierin kann wahlweise Materialien umfassen, die aus katalytischen Metallkomplexen, aktivierten Peroxidquellen, Bleichaktivatoren, Bleichverstärkern, Photobleichmitteln, Initiatoren für freie Radikale und Hypohalogenitbleichmitteln ausgewählt sind. Zu Beispielen für geeignete katalytische Metallkomplexe gehören, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, manganbasierte Katalysatoren, wie MnIV 2(u-O)3(1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)2(PF6)2, offenbart in US-Patent Nr. 5,576,282 , cobaltbasierte Katalysatoren, offenbart in US-Patent Nr. 5,597,936 , wie Cobaltpentaaminacetatsalze mit der Formel [Co(NH3)5OAc]Ty, worin „OAc" für eine Acetateinheit steht und „Ty" ein Anion ist; Übergangsmetallkomplexe eines makropolycyclischen starren Liganden – als „MRL" abgekürzt. Zu geeigneten Metallen in den MRL gehören Mn, Fe, Co, Ni, Cu, Cr, V, Mo, W, Pd und Ru in ihren verschiedenen Oxidationszuständen. Zu Beispielen geeigneter MRL gehören: Dichlor-5,12-diethyl-1,5,8,12-tetraazabicyclo[6.6.2]hexadecan-Mangan(II), Dichlor-5,12-diethyl-1,5,8,12-tetraaza-bicyclo[6.6.2]hexadecan-Mangan(III), Hexafluorphosphat und Mangan(II)-dichlor-5-n-butyl-12-methyl-1,5,8,12-tetraazabicyclo[6.6.2]hexadecan. Geeignete Übergangsmetall-MRL lassen sich ohne weiteres mit bekannten Verfahren herstellen, wie zum Beispiel in WO 00/332601 und US 6,225,464 gelehrt.
  • Zu geeigneten aktivierten Peroxidquellen gehören, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, vorab gebildete Persäuren, eine Wasserstoffperoxidquelle in Kombination mit einem Bleichaktivator oder eine Mischung davon. Zu geeigneten vorab gebildeten Persäure gehören, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, Verbindungen, ausgewählt aus Percarbonsäuren und deren Salzen, Perkohlensäuren und deren Salzen, Perimidsäuren und deren Salzen, Peroxomonoschwefelsäuren und deren Salzen und Mischungen davon. Zu geeigneten Wasserstoffperoxidquellen gehören, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, Verbindungen, ausgewählt aus Perboratverbindungen, Percarbonatverbindungen, Perphosphatverbindungen und Mischungen davon. Geeignete Arten und Konzentrationen von aktivierten Peroxidquellen sind in den US-Patenten Nr. 5,576,282 , 6,306,812 B1 und 6,326,348 B1 , die durch Bezugnahme eingeschlossen sind, zu finden.
  • Zu geeigneten Bleichaktivatoren gehören, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, perhydrolysierbare Ester und perhydrolysierbare Imide, wie Tetraacetylethylendiamin, Octanoylcaprolactam, Benzoyloxybenzolsulfonat, Nonanoyloxybenzolsulfonat, Benzoylvalerolactam, Dodecanoyloxybenzolsulfonat.
  • Zu geeigneten Bleichverstärkern gehören, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein, die in US-Patent Nr. 5,817,614 beschriebenen.
  • Aus praktischen Gründen und nicht einschränkend kann das Grundpulver hierin so eingeregelt werden, dass katalytischer Metallkomplex in der Größenordnung von mindestens einem Teil pro hundert Millionen in der wässrigen Waschflotte bereitgestellt wird. Wenn vorhanden, sind Wasserstoffperoxidquellen in der Regel in Konzentrationen von ungefähr 1 Gew.-%, bis ungefähr 30 Gew.-% des Grundpulvers. Falls vorhanden, machen Persäuren oder Bleichaktivatoren in der Regel von ungefähr 0,1 Gew.-% bis ungefähr 60 Gew.-% der Bleichmittelzusammensetzung aus. Aus praktischen Gründen und nicht einschränkend können die Grundpulver hierin so eingeregelt werden, dass Bleichverstärker in der Größenordnung von mindestens einem Teil pro hundert Millionen in der wässrigen Waschflotte bereitgestellt wird.
  • Schwermetallionen-Maskierungsmittel
  • Das Grundpulver hierin kann vorzugsweise ein Schwermetallionen-Sequestriermittel als fakultativen Bestandteil enthalten. Mit Schwermetallionen-Maskierungsmitteln sind hier Bestandteile gemeint, die so wirken, dass Schwermetallionen maskiert (chelatisiert) werden. Diese Bestandteile können auch die Fähigkeit zur Bildung von Calcium- und Magnesiumchelaten besitzen, zeigen jedoch vorzugsweise Selektivität gegenüber der Bindung von Schwermetallionen wie Eisen, Mangan und Kupfer.
  • Schwermetallionen-Sequestriermittel sind im Allgemeinen in einer Konzentration von 0,005 Gew.-% bis 20 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, mehr bevorzugt von 0,25 Gew.-% bis 7,5 Gew.-% und am meisten bevorzugt von 0,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% des Grundpulvers vorhanden.
  • Wasserlösliches Sulfatsalz
  • Das Grundpulver hierin enthält wahlweise ein wasserlösliches Sulfatsalz. Wenn vorhanden, ist das wasserlösliche Sulfatsalz in einer Konzentration von 0,1 Gew.-% bis 40 Gew.-%, mehr bevorzugt von 1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 5 Gew.-% bis 25 Gew.-% des Grundpulvers enthalten.
  • Das wasserlösliche Sulfatsalz kann im Wesentlichen ein beliebiges Salz von Sulfat mit einem beliebigen Gegenkation sein. Bevorzugte Salze sind ausgewählt aus den Sulfaten der Alkali- und Erdalkalimetalle, insbesondere Natriumsulfat.
  • Alkalimetallsilikat
  • Ein Alkalimetallsilicat ist ein bevorzugter Bestandteil des Grundpulvers hierin. Ein bevorzugtes Alkalimetallsilikat ist Natriumsilikat mit einem SiO2:Na2O-Verhältnis von 1,8 bis 3,0, vorzugsweise von 1,8 bis 2,4, am meisten bevorzugt 2,0. Natriumsilikat ist vorzugsweise in einem Anteil von weniger als 20 Gew.-%, vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 3 Gew.-% bis 12 Gew.-% SiO2 vorhanden. Das Alkalimetallsilikat kann in Form des wasserfreien Salzes oder eines hydratisierten Salzes vorliegen.
  • Schaumunterdrückungssystem
  • Das Grundpulver hierin, wenn es zum Gebrauch in Maschinenwaschmittelzusammensetzungen formuliert ist, umfasst vorzugsweise ein Schaumunterdrückersystem, das in einer Konzentration von 0,01 Gew.-% bis 15 Gew.-%, vorzugsweise von 0,05 Gew.-% bis 10 Gew.-%, am meisten bevorzugt von 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% des Grundpulvers vorhanden ist.
  • Geeignete Schaumunterdrückungssysteme zum diesbezüglichen Gebrauch können im Wesentlichen beliebige bekannte Antischaummittel-Verbindungen umfassen, einschließlich beispielsweise Silikon-Antischaummittel-Verbindungen, 2-Alkyl- und Alkanol-Antischaummittel-Verbindungen. Bevorzugte Schaumunterdrückungssysteme und Antischaummittel-Verbindungen sind in der PCT-Anmeldung Nr. WO93/08876 und in EP A 705 324 offenbart.
  • Andere fakultative Inhaltsstoffe
  • Andere fakultativer Inhaltsstoffe, die zur Einbeziehung in das Grundpulver der Erfindung geeignet sind, schließen Duftstoffe, optische Aufheller, Farbübertra gungshemmer und Füllsalze ein, wobei Natriumsulfat ein bevorzugtes Füllsalz ist.
  • Beispiele
  • Alle Prozentsätze sind auf Gewichtsbasis, wenn nicht anders angegeben. Tabelle 1
    Bindemittelsystem1 A B C D E
    Sorbit 2,4 2,8 1,88 2,7 0
    Wasser 0 0 0,12 0,25 0
    Glycerin 0 0,4 0 0,25 0,8
    PEG 4000 0 0 0 0 2,4
    • 1. Die in Tabelle 1 angegebenen Werte sind Gewichtsprozent der gesamten Reinigungsmitteltablette.
    Tabelle 2
    Grundpulver-Inhaltsstoffe2 F G
    Anionische/kationische Agglomerate3 35 35
    Anionische Agglomerate4 1,5 -
    Nichtionische Agglomerate5 12 4,50
    Tonextrudat6 - 8
    Schichtsilicat7 1 2
    Natriumpercarbonat 10 15
    Bleichaktivatoragglomerate 18 4 -
    Bleichaktivatoragglomerate 29 - 3
    Natriumcarbonat 12 12
    EDDS/Sulfat-Teilchen10 0,6 0,2
    Tetranatriumsalz von Hydroxyethandiphosphonsäure 0,5 0,3
    Schmutzabweisepolymer 6 2,5
    Fluoreszenzmittel 0,1 0,1
    Verkapseltes Zinkphthalocyanidsulfonat11 0,05 0,01
    Schaumunterdrücker12 2 1,5
    Seife - 0,8
    Citronensäure 3 4
    Natriumcitrat 3 2
    Natriumacetat 4 3
    Protease 0,5 0,3
    Amylase 0,2 0,05
    Cellulase - 0,1
    Duftstoff 0,6 1
    Sonstige bis auf 100% bis auf 100%
    • 2. Die in Tabelle 2 angegebenen Werte sind Gewichtsprozent der gesamten Reinigungsmitteltablette.
    • 3. Anionische/kationische Agglomerate umfassen zu 20% bis 45% anionisches Tensid, zu 0,5% bis 5% kationisches Tensid, zu 0% bis 5% TAE80, zu 15% bis 30% SKS6, zu 10% bis 25% Zeolith, zu 5% bis 15% Carbonat, zu 0% bis 5% Carbonat, zu 0% bis 5% Sulfat, zu 0% bis 5% Silicat und zu 0% bis 5% Wasser.
    • 4. Anionische Agglomerate umfassen zu 40% bis 80% anionisches Tensid und zu 20% bis 60% DIBS.
    • 5. Nichtionische Agglomerate umfassen zu 20% bis 40% nichtionisches Tensid, zu 0% bis 10% Polymer, zu 30% bis 50% wasserfreies Natriumacetat, zu 15% bis 25% Carbonat und zu 5% bis 10% Zeolith.
    • 6. Tonagglomerate umfassen zu 90% bis 100% Ton CSM Quest 5A, zu 0% bis 5% Alkohol oder Diol und zu 0% bis 5% Wasser.
    • 7. Schichtsilicat umfasst zu 90% bis 100% SKS6 und zu 0% bis 10% Silicat.
    • 8. Bleichaktivatoragglomerate 1 umfassen zu 65% bis 75% Bleichaktivator, zu 10% bis 15% anionisches Tensid und zu 5% bis 15% Natriumcitrat.
    • 9. Bleichaktivatoragglomerate 2 umfassen zu 75% bis 85% TAED, zu 15% bis 20% Acryl/Malein-Copolymer (Säureform) und zu 0% bis 5% Wasser.
    • 10. Ethylendiamin-N,N-dibernsteinsäure-Natriumsalz/Sulfat-Teilchen umfasst zu 50% bis 60% Ethylendiamin-N,N-dibernsteinsäure-Natriumsalz, zu 20% bis 25% Sulfat und zu 15% bis 25% Wasser.
    • 11. Verkapseltes Zinkphthalocyaninsulfonat ist zu 5% bis 15% Wirkstoff.
    • 12. Schaumunterdrücker umfasst zu 10% bis 15% Silikonöl (von Dow Corning), zu 50% bis 70% Zeolith und zu 20% bis 35% Wasser.
  • Beispiel 1
    • i) Bindemittel A wurde durch Erwärmen von Sorbit auf 105°C in einem 250 ml-Becher (Duran® von Schott Glass/Deutschland) mit einer Laborheizplatte, erhältlich von IKA Labortechnik, hergestellt.
    • ii) Grundpulver F wurde durch Mischen der Inhaltsstoffe von Grundpulver F, die in Tabelle 2 dargestellt sind, in einer Betonmischtrommel (erhältlich von LESCHA) bei Atmosphärendruck und Umgebungstemperaturen hergestellt.
    • iii) 2,4 g geschmolzenes Bindemittel A von Schritt i) wurden auf 97,6 g Grundpulver F von Schritt ii) bei einer Temperatur von 105°C bei einem Druck von 200 kPa gesprüht, um eine Zusammensetzung zu bilden.
    • iv) Die Zusammensetzung ließ man auf eine Temperatur von 25°C abkühlen und tablettierte sie dann mit einer GEPA-Presse. 40 g Zusammensetzung werden in eine quadratische Form von 41·41 mm gegeben, und die Zusammensetzung wird gepresst, um eine Reinigungsmitteltablette mit einer Härte von 63,74 N, wie von einem VK200Tablettenhärteprüfer (erhältlich von Van Kell Industries, Inc.) angezeigt, zu erhalten.
  • Beispiel 2
    • i) Bindemittel B wurde durch Mischen von 28 g festem Sorbit mit 4 g Glycerin vor dem Erwärmen der Mischungen auf 105°C in einem 250 ml-Becher (Duran® von Schott Glass/Deutschland) mit einer Laborheizplatte, erhältlich von IKA Labortechnik, hergestellt. Die resultierende flüssige Mischung wurde für 10 Minuten gerührt.
    • ii) Grundpulver G wurde durch Mischen der Inhaltsstoffe von Grundpulver G, die in Tabelle 2 dargestellt sind, in einer Betonmischtrommel (erhältlich von LESCHA) bei Atmosphärendruck und Umgebungstemperaturen hergestellt.
    • iii) 3,2 g geschmolzenes Bindemittel B von Schritt i) wurden auf 96,8 g Grundpulver G von Schritt ii) bei einer Temperatur von 105°C bei einem Druck von 200 kPa gesprüht, um eine Zusammensetzung zu bilden.
    • iv) Die Zusammensetzung wurde auf eine Temperatur von 25°C abkühlen gelassen und dann wie unter Beispiel 1, iv) tablettiert.
  • Beispiel 3
    • i) Bindemittel B wurde durch Mischen von 18,8 g festem Sorbit mit 1,2 g Wasser vor dem Erwärmen der Mischung auf 105°C in einem 250 ml-Becher (Duran® von Schott Glass/Deutschland) mit einer Laborheizplatte, erhältlich von IKA Labortechnik, hergestellt. Die resultierende flüssige Mischung wurde für 10 Minuten gerührt.
    • ii) Grundpulver F wurde wie unter Beispiel 1, ii) hergestellt.
    • iii) 2,0 g geschmolzenes Bindemittel C von Schritt i) wurden auf 98,0 g Grundpulver F von Schritt ii) bei einer Temperatur von 105°C bei einem Druck von 200 kPa gesprüht, um eine Zusammensetzung zu bilden.
    • iv) Die Zusammensetzung wurde auf eine Temperatur von 25°C abkühlen gelassen und dann wie unter Beispiel 1, iv) tablettiert.
  • Beispiel 4
    • i) Bindemittel D wurde durch Mischen von 27 g festem Sorbit mit 2,5 g Wasser und 2,5 g Glycerin vor dem Erwärmen der Mischung auf 105°C in einem 250 ml-Becher (Duran® von Schott Glass/Deutschland) mit einer Laborheizplatte, erhältlich von IKA Labortechnik, hergestellt. Die resultierende flüssige Mischung wurde für 10 Minuten gerührt.
    • ii) Grundpulver G wurde wie unter Beispiel 2, ii) hergestellt.
    • iii) 3,2 g geschmolzenes Bindemittel B von Schritt i) wurden auf 96,8 g Grundpulver G von Schritt ii) bei einer Temperatur von 105°C bei einem Druck von 200 kPa gesprüht, um eine Zusammensetzung zu bilden.
    • iv) Die Zusammensetzung wurde auf eine Temperatur von 25°C abkühlen gelassen und dann wie unter Beispiel 1, iv) tablettiert.
  • Beispiel 5
    • i) Bindemittel E wurde durch Mischen von 24 g PEG 4000 mit 8 g Glycerin vor dem Erwärmen der Mischungen auf 70°C in einem 250 ml-Becher (Duran® von Schott Glass/Deutschland) mit einer Laborheizplatte, erhältlich von IKA Labortechnik, hergestellt. Die resultierende flüssige Mischung wurde für 10 Minuten gerührt.
    • ii) Grundpulver G wurde durch Mischen der Inhaltsstoffe von Grundpulver G, die in Tabelle 2 dargestellt sind, in einer Betonmischtrommel (erhältlich von LESCHA) bei Atmosphärendruck und Umgebungstemperaturen hergestellt.
    • iii) 3,2 g geschmolzenes Bindemittel E von Schritt i) wurden auf 96,8 g Grundpulver G von Schritt ii) bei einer Temperatur von 70°C bei einem Druck von 200 kPa gesprüht, um eine Zusammensetzung zu bilden.
    • iv) Die Zusammensetzung wurde auf eine Temperatur von 25°C abkühlen gelassen und dann wie unter Beispiel 1, iv) tablettiert.
  • Beispiel 6
  • Reinigungsmitteltabletten mit einem Gewicht von jeweils 40 g werden gemäß Beispielen 1 und 3 hergestellt. Die Reinigungsmitteltabletten werden mit einem Beschichtungsmaterial, das Adipinsäure und PG-2000Ca umfasst, beschichtet. 2,5 g Beschichtungsmaterial werden auf jede Reinigungsmitteltablette aufgetragen.
  • Das Beschichtungsmaterial wird durch Mischen von 95 g Adipinsäure mit 5 g Ionenaustauscherharz, wie PG-2000Ca, erhältlich von Purolite, bei einer Temperatur von 160°C hergestellt.

Claims (17)

  1. Verfahren zum Herstellen einer Reinigungsmitteltablette, das die folgenden Schritte umfasst: (a) Bereitstellen eines Bindemittelsystems zu 1,25 Gew.-% bis 5 Gew.-% der Reinigungsmitteltablette, wobei es Folgendes umfasst (i) ein Bindemittel und (ii) wahlweise einen Viskositätsregler, so dass das Bindemittelsystem einen Schermodulwert G von 10 bis 100 GPa, einen Phasenwinkelwert δ von mindestens 7° und einen Schmelzpunkt von mindestens 45°C bei 100 kPa hat; (b) Erwärmen des Bindemittelsystems über seinen Schmelzpunkt, um ein geschmolzenes Bindemittelsystem zu bilden; (c) Auftragen des geschmolzenen Bindemittelsystems auf ein Grundpulver, das eine Vormischung von Reinigungsmittelbestandteilen umfasst, um eine Reinigungsmittelzusammensetzung zu bilden; und (d) Formen der Reinigungsmittelzusammensetzung zu Tabletten durch Komprimierung der Zusammensetzung mit einer Kraft von weniger als 2500 N.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Viskositätsregler in einer Konzentration von 1,0 Gew.-% bis 95 Gew.-%, mehr bevorzugt von 2,5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, noch mehr bevorzugt von 5,0 Gew.-% bis 15 Gew.-% und am meisten bevorzugt von 7,5 bis 12,5 Gew.-% des Bindemittelsystems vorhanden ist.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Viskositätsregler ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus: Wasser, einwertigen Alkoholen, zweiwertigen Alkoholen, mehrwertigen Alkoholen, Ethern, alkoxylierten Ethern, gering viskosen silikonhaltigen Lösungsmitteln, nichtionischen, wahlweise alkoxylierten Tensiden mit niedrigem Schmelzpunkt, die einen Schmelzpunkt unter 45°C bei 100 kPa aufweisen, und Kombinationen davon.
  4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Bindemittel einen Schermodulwert G von 10 bis 100 GPa, einen Phasenwinkelwert δ von mindestens 7° und einen Schmelzpunkt von mindestens 45°C bei 100 kPa hat.
  5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei entweder das Bindemittelsystem oder das Bindemittel einen Schermodulwert G von 20 bis 90 GPa hat.
  6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei entweder das Bindemittelsystem oder das Bindemittel einen Phasenwinkelwert δ von mindestens 8,5° hat.
  7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei entweder das Bindemittelsystem oder das Bindemittel einen Schmelzpunkt von 55°C bis 125°C bei 100 kPa hat.
  8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Bindemittel ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus: anionischen Tensiden, nichtionischen Tensiden, Polymermaterialien, Zuckern, Zuckersäuren, Zuckeralkoholen, Zuckerestern, Fettsäuren, Fettsäureestern, Fettsäureamiden und Mischungen davon.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Bindemittel ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus: Sorbit; Dextrose; Lactose; Saccharose; Saccharin; Fructose; Ribose; Arabinose; Rhamnose; Maltose; Maltodextrin; Erythrit; Mannit; Maltit; Xylit; Idit; Galactit; Cyclodextrin; Trehalose; Lactit; C7-C18-Phenolalkoxylaten mit 10 bis 80 Äquivalenten Alkoxylierung; C5-C24-Alkoholalkoxylaten mit 25 bis 250 Äquivalenten Alkoxylierung; Rizinusölalkoxylaten mit 10 bis 100 Äquivalenten Alkoxylierung; Mono-, Di- und/oder Triester von Glycerin mit C5-C25-Fettsäuren; C5- bis C25-Fettsäuren; und Mischungen davon.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Bindemittel ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus: Sorbit, Xylit, Erythrit, C10-C18-Phenolalkoxylaten mit 20 bis 80 Äquivalenten Alkoxylierung; C12-C24-Alkoholalkoxylaten mit 50 bis 250 Äquivalenten Alkoxylierung; Rizinusölalkoxylaten mit 50 bis 100 Äquivalenten Alkoxylierung; Mono-, Di- und/oder Triestern von Glycerin mit C12-C25-Fettsäuren; C10- bis C25-Fettsäuren; und Mischungen davon.
  11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Bindemittel Sorbit ist.
  12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Bindemittel Sorbit ist und wobei der Viskositätsregler Wasser ist, das in einer Konzentration von 3 Gew.-% bis 7 Gew.-% des Bindemittelsystems vorhanden ist.
  13. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Bindemittel auf das Grundpulver gesprüht wird.
  14. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, das ferner Schritt (e) umfasst: (e) Beschichten der Reinigungsmitteltablette mit einem Beschichtungsmaterial.
  15. Tablette, die durch ein Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche herstellbar ist.
  16. Beschichtete Tablettenzusammensetzung, die durch ein Verfahren nach Anspruch 14 herstellbar ist.
  17. Verwendung eines Bindemittelsystems zu 1,25 Gew.-% bis 5 Gew.-% der Reinigungsmitteltablette, wobei es Folgendes umfasst (i) ein Bindemittel und (ii) wahlweise einen Viskositätsregler, so dass das Bindemittelsystem einen Schermodulwert G von 10 bis 100 GPa, einen Phasenwinkelwert δ von mindestens 7° und einen Schmelzpunkt von mindestens 45°C bei 100 kPa hat; wobei das Bindemittelsystem in seiner geschmolzenen Form auf ein Grundpulver aufgetragen wird, das eine Vormischung von Reinigungsmittelbestandteilen umfasst, um eine Reinigungsmittelzusammensetzung durch Komprimierung der Zusammensetzung mit einer Kraft von weniger als 2500 N zu Tabletten zu formen, um die Bruchbeständigkeitseigenschaften von Reinigungsmitteltabletten zu verbessern.
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