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Die
japanische Prioritätsanmeldung
mit der Nummer 2003-406919, auf welcher die vorliegende Anmeldung
basiert, wird hiermit in ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme eingeschlossen.
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Hintergrund der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeugbremssystem, umfassend:
Fahrzeugbremssystem, umfassend: einen Hauptzylinder in welchem ein Hauptkolben
verschiebbar in einem Gehäuse
derart aufgenommen ist, das seine Rückseite einer Kammer für verstärkten Hydraulikdruck
zugewandt ist; einen Back-up-Kolben, welcher in dem Gehäuse verschiebbar
aufgenommen ist, wobei seine vordere Fläche der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck zugewandt
ist und wobei seine rückwärtige Grenze festgelegt
ist, um den Hauptkolben direkt von hinten im Ansprechen auf eine
Betätigung
eines Bremsbetätigungselements
zu schieben, wenn der Hydraulikdruck der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck
abnimmt; und ein Druckreguliermittel, welches nach einem Einstellen
des Ausgabe-Hydraulikdrucks nach Maßgabe einer Bremsbetätigungseingabe
von dem Bremsbetätigungselement
einen Ausgabe-Hydraulikdruck
einer hydraulischen Kraftquelle auf die Kammer für verstärkten Hydraulikdruck ausübt; wobei
der Hauptzylinder mit den Radbremsen verbunden ist.
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Beschreibung des Standes der
Technik
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Ein
derartiges Bremssystem ist z.B. in der Offenlegungsschrift der japanischen Patentanmeldung
mit der Nummer 4-283157 offenbart.
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Das
Dokument
DE 3906411 offenbart
einen weiteren hydraulischen Verstärker. Bei dem herkömmlichen
Fahrzeugbremssystem ist jedoch der Dichtungsdurchmesser eines Back-up-Kolbens
an einem Gehäuse
größer eingestellt
als der Dichtungsdurchmesser eines Hauptkolbens an dem Gehäuse. Wenn
der Hydraulikdruck der Kammer für
verstärkten Hydraulikdruck
wegen eines Fehlers einer Hydraulikkraftquelle abnimmt, falls der
Back-up-Kolben sich im Ansprechen auf eine Betätigung eines Bremsbetätigungselements
nach vorne bewegt, wird folglich der Betrag einer Volumenabnahme
in der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck,
welche durch die Vorwärtsbewegung
des Back-up-Kolbens
verursacht wird, den Betrag einer Volumenzunahme in der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck,
welche durch die Vorwärtsbewegung
des Hauptkolbens verursacht wird, übersteigen, was in eine Zunahme
des Hydraulikdrucks der Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck resultiert, um die Bewegung des Back-up-Kolbens zu beschleunigen,
wenn keine Maßnahme
ergriffen wird. Um eine derartige Situation zu vermeiden, ist ein
Notsteuer/regelventil zwischen der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck und einem
Vorrat angeordnet, um die Kammer für verstärkten Hydraulikdruck mit dem
Vorrat zu verbinden, wenn der Hydraulikdruck der Hydraulikkraftquelle
abnimmt. Dies verkompliziert nicht nur die Konfiguration, sondern
erhöht
ebenso die Anzahl von Teilen.
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Abriss der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die obigen Umstände gemacht
und hat als Ziel, ein Fahrzeugbremssystem bereitzustellen, welches eine
Zunahme des Hydraulikdrucks einer Kammer für verstärkten Hydraulikdruck während der
Vorwärtsbewegung
eines Back-up-Kolbens vermeiden kann, und zwar unter Verwendung
einer einfachen Konfiguration mit einer verringerten Anzahl von
Teilen.
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Um
die obige Aufgabe zu erfüllen,
ist gemäß einem
ersten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ein Fahrzeugbremssystem
bereitgestellt, welches umfasst: einen Hauptzylinder, in welchem
ein Hauptkolben verschiebbar in einem Gehäuse (derart aufgenommen ist,
das seine Rückseite
einer Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck zugewandt ist; einen Back-up-Kolben, welcher in dem
Gehäuse
verschiebbar aufgenommen ist, wobei seine vordere Fläche der
Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck zugewandt ist und wobei seine rückwärtige Grenze festgelegt ist,
um den Hauptkolben direkt von hinten im Ansprechen auf eine Betätigung eines
Bremsbetätigungselements
zu schieben, wenn der Hydraulikdruck der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck
abnimmt; und ein Druckreguliermittel, welches nach einem Einstellen
des Ausgabe-Hydraulikdrucks
nach Maßgabe
einer Bremsbetätigungseingabe
von dem Bremsbetätigungselement
einen Ausgabe-Hydraulikdruck einer hydraulischen Kraftquelle auf
die Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck ausübt;
wobei der Hauptzylinder mit Radbremsen verbunden ist, wobei der
Back-up-Kolben einen Kolbenkörper
umfasst, welcher verschiebbar in das Gehäuse eingepasst ist, und zwar
mit im Wesentlichen dem gleichen Dichtungsdurchmesser wie ein Dichtungsdurchmesser des
Hauptkolbens, und einen Drücker
umfasst, welcher in das Gehäuse
eingepasst ist, und zwar mit einem Dichtungsdurchmesser welcher
kleiner ist als die Dichtungsdurchmesser des Hauptkolbens und des
Kolbenkörpers
und welcher koaxial mit dem vorderen Ende des Kolbenkörpers verläuft, so
dass er an dem hinteren Ende des Hauptkolbens anliegt und gegen
dieses drückt,
wobei eine ringförmige
Eingangskammer zwischen dem Back-up-Kolben
und dem Gehäuse
ausgebildet ist, so dass sie mit der Hydraulikkraftquelle in Verbindung
steht, wobei axial entgegengesetzten Enden der ringförmigen Eingangskammer
durch Dichtungselemente abgedichtet sind, welche zwischen dem Kolbenkörper und
dem Gehäuse
beziehungsweise zwischen dem Drücker und
dem Gehäuse
angeordnet sind, wobei der Back-up-Kolben zwischen einer Ausgangskammer und
der Eingangskammer angeordnete Druckreguliermittel umfasst, welche
mit der Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck verbunden sind, um die Eingangskammer mit der Ausgangskammer
zu verbinden und um die Ausgangskammer mit einem Vorrat zu verbinden,
wenn der Ausgabe-Hydraulikdruck der Hydraulikkraftquelle abnimmt,
und wobei dann, wenn der Drücker
den Hauptkolben vorwärts schiebt,
die Volumenbetragszunahme in der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck derart
eingestellt ist, dass sie im Wesentlichen gleich der Volumenbetragsabnahme
in der Eingangskammer ist.
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Da
eine Verringerung des Hydraulikdrucks der Eingangskammer, d.h. eine
Verringerung des Hydraulikdrucks der Hydraulikkraftquelle, eine
Verringerung der Hydraulikkraft bewirkt, welche den Back-up-Kolben
an die rückwärtige Grenze
drückt,
ist es bei der Konfiguration des ersten Merkmal möglich, den
Back-up-Kolben gemäß einer
Betätigung
des Bremspedals vorzuverstellen, an den Drücker in dem vorderen Teil des
Back-up-Kolbens an den Hauptkolben mit in Anlage zu bringen, wobei
ein Spiel zwischen dem Gehäuse
und der inneren Kontaktfläche des
Hauptkolbens bereitgestellt ist, um den Hauptkolben in diesem Zustand
vorzuverstellen, wodurch ein Bremshydraulikdruck auf die Radbremsen
von dem Hauptzylinder aus aufgebracht wird. Wenn der Back-up-Kolben und der Hauptkolben
sich auf diese Weise vorwärts
bewegen, gibt es keine Zunahme des Hydraulikdrucks der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck,
da der Kolbenkörper
des Back-up-Kolbens einen im Wesentlichen gleichen Dichtungsdurchmesser
wie der Hauptkolben aufweist, da die Volumenbetragszunahme in der
Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck im Wesentlichen gleich der Volumenbetragsabnahme
in der Eingangskammer ist, wenn der Drücker des Back-up-Kolbens den
Hauptkolben in die Vorwärtsrichtung
schiebt, und da die Kammer für verstärkten Hydraulikdruck über das
Druckreguliermittel mit der Eingangskammer verbunden ist. Somit ist
es möglich,
eine Zunahme des Hydraulikdrucks der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck während der
Vorwärtsbewegung
des Back-up-Kolbens zu vermeiden, indem eine einfache Konfiguration
mit einer verringerten Anzahl von Teilen verwendet wird, und zwar
ohne die Notwendigkeit irgendeines Notsteuer/regelventils, welches
herkömmlicherweise
erforderlich ist.
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Gemäß einem
zweiten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung, zusätzlich zu
der Konfiguration des ersten Merkmals, ist ein Federspannmittel, das
den Back-up-Kolben und den Hauptkolben in eine Richtung spannt,
um die Kolben voneinander zu trennen, zwischen den Kolben eingebaut,
deren vollständig zurückgezogene
Stellungen in dem Gehäuse begrenzt
sind. Diese Konfiguration stellt einen Leerhub gemäß einer
Verringerung des Hydraulikdrucks der Hydraulikkraftquelle dann sicher,
wenn der Back-up-Kolben mit dem Bremspedal vorverstellt wird, da
der rückwärtige Kolben
durch das Federspannmittel nach hinten gespannt wird.
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Gemäß einem
dritten Merkmal der vorliegenden Erfindung, zusätzlich zu der Konfiguration
des zweiten Merkmals, ist die kombinierte Kraft aus einem nach rückwärts gerichteten
Hydraulikdruck, der auf den Back-up-Kolben wirkt, wenn der Ausgabe-Hydraulikdruck
der Hydraulikkraftquelle auf die Eingangskammer wirkt, und einer
Federkraft des Federspannmittels, das den Back-up-Kolben in die Rückwärtsrichtung
spannt, auf ca. 300 bis 1000 N eingestellt.
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Bei
dieser Konfiguration ist es möglich,
indem der Back-up-Kolben in der Rückwärtsrichtung mit einer Kraft
von 300 N oder mehr gespannt wird, den Back-up-Kolben in der Rückwärtsrichtung
zuverlässig
zu spannen, indem der Ausgabe-Hydraulikdruck der Hydraulikkraftquelle
und der Gleitwiderstand des Back-up-Kolbens berücksichtigt werden. Indem der
Back-up-Kolben in der Rückwärtsrichtung mit
einer Kraft von 1000 N oder weniger gespannt wird, ist es ebenso
möglich,
zu verhindern, dass der Hauptkolben in den Hauptzylinder geschoben
wird.
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Gemäß einem
vierten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung, zusätzlich zu
der Konfiguration jedes aus dem ersten bis dritten Merkmal, ist
ein normalerweise geschlossenes lineares Solenoidventil zur automatischen
Druckbelastung einer Bremse zwischen der Hydraulikkraftquelle und
der Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck angeordnet, während ein
normalerweise offenes lineares Solenoidventil zur automatischen
Druckentlastung einer Bremse und ein erstes Einwegeventil zwischen
der Ausgangskammer und der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck angeordnet
sind, wobei das erste Einwegeventil parallel zu dem linearen Solenoidventil
zur automatischen Druckentlastung einer Bremse angeschlossen ist,
um zu ermöglichen,
das das Bremsfluid von der Ausgangskammer zu der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck
strömt.
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Sogar
dann, wenn das Bremspedal nicht betätigt ist und somit das Druckreguliermittel
nicht betätigt
ist, ist es bei der Konfiguration des vierten Merkmals möglich, eine
automatische Bremssteuerung/regelung auszuführen, bei welcher verursacht wird,
dass der Bremshydraulikdruck auf die Radbremsen in einer Situation
eines Nicht-Bremsens wirkt, indem das lineare Solenoidventil zur
automatischen Druckbelastung einer Bremse und das lineare Solenoidventi
zur automatischen Druckentlastung einer Bremse geöffnet und
geschlossen werden, um den Hydraulikdruck der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck
zu regulieren. Wenn das lineare Solenoidventi zur automatischen
Druckentlastung einer Bremse in dem automatischen Bremsmodus geschlossen
wird, ist es darüber
hinaus möglich,
das Druckreguliermittel zu aktivieren, indem das Bremspedal betätigt wird.
Wenn in der Ausgabekammer ein Hydraulikdruck auftritt, welcher höher ist
als derjenige der Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck, kann somit bewirkt werden, dass der Hydraulikdruck der
Ausgabekammer über
das erste Einwegeventil auf die Kammer für verstärkten Hydraulikdruck wirkt, um
dadurch den Hauptzylinder zu betätigen,
wie während
der normalen Bremsbetätigungen.
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Gemäß einem
fünften
Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung, zusätzlich zu der Konfiguration
des ersten Merkmals, ist ein normalerweise geschlossenes Druck minderndes
lineares Solenoidventil zur Regeneration und Koordination zwischen der
Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck und dem Vorrat angeordnet, während ein normalerweise offenes
druckbelastendes lineares Solenoidventil zur Regeneration und Koordination
sowie ein zweites Einwegeventil zwischen der Ausgangskammer und
der Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck angeordnet sind, wobei das zweite Einwegeventil parallel
zu dem druckbetastenden linearen Solenoidventil zur Regeneration
und Koordination angeschlossen ist, um zu gestatten, dass das Bremsfluid
von der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck
zu der Ausgangskammer strömt.
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Während einer
Regeneration bei einer Bremsbetätigung,
indem das Druck belastende lineare Solenoidventil zur Regeneration
und Koordination und das Druck-mindernde lineare Solenoidventil
zur Regeneration und Koordination geöffnet und geschlossen werden,
um den Hydraulikdruck der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck zu regulieren,
ist es bei der Konfiguration des fünften Gesichtspunkts möglich, Bremshydraulikdruck
von dem Hauptzylinder in einem Zustand auszugeben, welcher von demjenigen
einer normalen Bremsbetätigung
versetzt ist. Indem das Bremspedal zurückgeführt wird, wenn das Druck-belastende
lineare Solenoidventil zur Regeneration und Koordination geschlossen
ist, ist es möglich,
den Hydraulikdruck der Kammer für
verstärkten Hydraulikdruck über das
zweite Einwegventil zu dem Vorrat hin zu entlasten.
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Die
obige und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden schließlich
anhand der folgenden ausführlichen
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen derselben offensichtlich
werden; wenn man sie in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen
sieht.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
ein Bremshydrauliksystemdiagramm, welches eine Gesamtkonfiguration
eines Fahrzeugbremssystems gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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2 ist
eine Längsschnittansicht
eines Hauptzylinders, eines Hydraulikverstärkers und eines Bremshubsimulators.
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3 ist
eine vergrößerte Längsschnittansicht
des Hauptzylinders.
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4 ist
eine vergrößerte Längsschnittansicht
des Hydraulikverstärkers.
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5 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Hauptteils von 4.
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6 ist
eine vergrößerte Längsschnittansicht
des Bremshubsimulators.
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7 ist
ein Diagramm, welches Eigenschaften einer Reaktionskraft zeigt.
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8 ist
ein Diagramm, welches Betätigungseigenschaften
des Bremshubsimulators zeigt.
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9 ist
eine vergrößerte Längsschnittansicht
eines Bremshubsimulators gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
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Eine
erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird mit Bezugnahme auf die 1 bis 8 beschrieben
werden. Zuerst wird auf 1 Bezug genommen. Ein Bremssystem
für ein
Fahrzeug mit vier Rädern
umfasst: einen Tandem-Hauptzylinder M; einen Hydraulikverstärker 13,
welcher den Hydraulikdruck einer Hydraulikkraftquelle 12 gemäß einer
Bremsbetätigungskraft
reguliert, die von einem Bremspedal 11 eingegeben wird,
welches als Bremsbetätigungselement
dient, und welcher den Hydraulikdruck auf den Hauptzylinder M aufbringt; und
einen Bremshubsimulator 14, welcher zwischen dem Bremspedal 11 und
dem Hydraulikverstärker 13 angeordnet
ist.
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Es
wird ebenso auf 2 Bezug genommen. Ein Gehäuse 15,
welches dem Hauptzylinder M und dem Hydraulikverstärker 13 gemeinsam
ist, nimmt auf einen ersten Zylinderkörper 16 aus einer
zylindrischen Gestalt mit Boden, deren vorderes Ende geschlossen
ist; einen zweiten Zylinderkörper 17,
welcher eine zylindrische Gestalt aufweist, einen nach innen gerichteten
Flansch 17a an seinem hinteren Ende auf weist und mit dem
hinteren Teil des ersten Zylinderkörpers 16 koaxial gekoppelt
ist; eine ringförmige
Trenneinrichtung 18, welche zwischen dem ersten und zweiten
Zylinderkörper 16 und 17 angeordnet ist;
und eine zylindrische Hülse 19,
welche mit einem nach außen
gerichteten Flansch 19a ausgestattet ist, die an ihrem
hinteren Ende zwischen der Trenneinrichtung 18 und dem
hinteren Ende des ersten Zylinderkörpers 16 sandwichartig
angeordnet ist, und in den hinteren Teil des ersten Zylinderkörpers 16 eingeführt und
in diesem befestigt ist.
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Das
Gehäuse 15 ist
mit einer Reihe von Zylinderlöchern
versehen, welche in der Reihenfolge konzentrisch von seinem vorderen
Ende aus umfassen: ein erstes Zylinderloch 20, welches
durch den vorderen inneren Umfang des ersten Zylinderkörpers 16 gebildet
ist, in zweites Zylinderloch 21, welches durch den inneren
Umfang der Hülse 19 gebildet
ist und im Durchmesser kleiner als das erste Zylinderloch 20 ist,
ein drittes Zylinderloch 22, welches durch den inneren
Umfang der Trenneinrichtung 18 gebildet ist und im Durchmesser
etwas kleiner als das zweite Zylinderloch 21 ist, ein viertes
Zylinderloch 23, welches durch den inneren Umfang des zweiten
Zylinderkörpers 17 gebildet
ist, ausschließlich
des Einwärtsflansches 17a und
im Wesentlichen den gleichen Durchmesser hat wie das zweite Zylinderloch 21,
und ein fünftes
Zylinderloch 24, welches von dem inneren Umfang des Einwärtsflansches 17a des zweiten
Zylinderkörpers 17 gebildet
ist und im Durchmesser kleiner als das vierte Zylinderloch 23 ist.
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Es
wird ebenso auf 3 Bezug genommen. In dem Hauptzylinder
M ist ein hinterer Hauptkolben 26, welcher nach hinten
federgespannt ist, verschiebbar in dem zweiten Zylinderloch 21 in
dem Gehäuse 15 aufgenommen,
wobei seine Rückseite
einer Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck zugewandt ist, ist ein vorderer Hauptkolben 27,
welcher nach hinten federgespannt ist und vor dem hinteren Hauptkolben 26 angeordnet
ist, verschiebbar in das erste Zylinderloch 20 in dem Gehäuse 15 eingeführt, ist
eine hintere Ausgangshydraulikkammer 28 zwischen dem hinteren
Hauptkolben 26 und dem vorderen Hauptkolben 27 ausgebildet,
und ist eine vordere Ausgangshydraulikkammer 29 zwischen
einem scheibenförmigen
Sitzlagerelement 30 ausgebildet, welches flüssigkeitsdicht
in das vordere Ende des Gehäuses 15 eingepasst
ist – d.h.
in das vordere Ende des ersten Zylinderkörpers 16 – und dem
vorderen Hauptkolben 27.
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Ein
ringförmiges
kolbenseitiges Dichtungselement 31 und ein hülsenseitiges
Dichtungselement 33, welche axial mit Abstand voneinander
angeordnet sind, sind zwischen dem hinteren Hauptkolben 26 und
der Hülse 19 angeordnet,
wo der hintere Hauptkolben 26 eine mit Boden versehene
zylindrische Gestalt aufweist, deren vorderes Ende geöffnet ist.
Das kolbenseitige Dichtungselement 31 ist an dem hinteren äußeren Umfang
des hinteren Hauptkolbens 26 angebracht, und zwar in Gleitkontakt
mit dem inneren Umfang des zweiten Zylinderlochs 21. Das ärmelseitige
Dichtungselement 32 ist an dem inneren Umfang des Ärmels 19 angebracht,
und zwar in Kontakt mit dem vorderen äußeren Umfang des hinteren Hauptkolbens 26,
wenn der hintere Hauptkolben 26 sich in seiner vollständig zurückgezogenen
Position befindet.
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Eine
ringförmige
Entlastungskammer 33 ist zwischen dem äußeren Umfang der Hülse 19 und dem
ersten Zylinderkörper 16 ausgebildet.
Die in der axialen Richtung entgegengesetzten Enden der ringförmigen Entlastungskammer 33 sind
mit einem ringförmigen
Dichtungselement 34 und einem ringförmigen Dichtungselement 35 abgedichtet,
wobei das ringförmige
Dichtungselement 34 an dem vorderen äußeren Umfang der Hülse 19 angebracht
ist und in Kontakt mit dem inneren Umfang des ersten Zylinderkörpers 16 elastisch
platziert ist, während
das ringförmige
Dichtungselement 35 an dem hinteren äußeren Umfang der Hülse 19 angebracht
ist und in Kontakt mit dem inneren Umfang des ersten Zylinderkörpers 16 elastisch
platziert ist. Zudem weist die Hülse 19 eine
Mehrzahl von Verbindungslöchern 36 auf,
welche zwischen den Dichtungselementen 31 und 32 vorgesehen
sind, die wiederum zwischen der Hülse 19 und dem hinteren
Hauptkolben 26 angeordnert sind. Die Verbindungslöcher 36 sind
derart vorgesehen, dass der Teil zwischen den axial entgegengesetzten
Enden, welche mit den Dichtungselementen 31 und 32 abgedichtet
sind, aus dem Teil zwischen dem inneren Umfang der Hülse 19 und
dem äußeren Umfang
des hinteren Hauptkolbens 26, mit der ringförmigen Entlastungskammer 33 verbunden
ist.
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Eine
ringförmige
Ausnehmung 38, welche eine hintere ringförmige Kammer 37 zusammen
mit dem inneren Umfang des ersten Zylinderkörpers 16 bildet, ist
an dem äußeren Umfang
des vorderen Hauptkolbens 27 ausgebildet. Ein hinterer
Entlastungsanschluss 39, welcher mit der hinteren ringförmigen Kammer 37 und
der ringförmigen
Entlastungskammer 33 verbunden ist, ist an dem ersten Zylinderkörper 16 vorgesehen.
Der hintere Entlastungsanschluss 39 ist mit dem zweiten Ölsumpf 42 unter
dem ersten, zweiten und dritten Ölsumpf 41, 42 und 43 verbunden,
welche unabhängig
voneinander in einem Vorrat 40 ausgebildet sind, wie in 1 gezeigt ist.
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An
dem äußeren Umfang
des vorderen Hauptkolbens 27 ist eine hintere Lippendichtung 44 zwischen
der hinteren Ausgangshydraulikkammer 28 und der hinteren
ringförmigen
Kammer 37 derart angeordnet, dass gestattet wird, dass
ein Bremsfluid von der hinteren ringförmigen Kammer 37 zu
der hinteren Ausgangshydraulikkammer 28 strömt, sodass die
hintere Ausgangshydraulikkammer 28 mit dem Bremsfluid nachbefüllt werden
kann, während
eine vordere Lippendichtung 45 zwischen der vorderen Ausgangshydraulikkammer 29 und
der hinteren ringförmigen
Kammer 37 angeordnet ist. Folglich hat das zweite Zylinderloch 21,
welches durch den inneren Umfang der Hülse 19 ausgebildet
ist, einen kleineren Umfangs als das erste Zylinderloch 20,
und somit ist ein Dichtungsdurchmesser des hinteren Hauptkolbens 26,
welcher durch das kolbenseitige Dichtungselement 31 und
das hülsenseitige
Dichtungselement 32 gebildet ist, kleiner als ein Dichtungsdurchmesser des
vorderen Hauptkolbens 27, welcher von den Lippendichtungen 44 und 45 ausgebildet
ist.
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Ein
Ventilloch-Bildungselement 49 ist in der Mitte des hinteren
Endes des vorderen Hauptkolbens 27 presseingepasst, und
ein aus Gummi hergestelltes ringförmiges Sitzelement 48 ist
auf den äußeren Umfang
des Ventillochbildungselements 49 aufvulkanisiert, und
eine Mehrzahl von Verbindungskanälen 51 sind
hinter dem vorderen Hauptkolben 27 derart vorgesehen, dass
sie ein Ventilloch 50, welches in der Mitte des Ventilloch-Bildungselements 49 vorgesehen
ist, mit der hinteren ringförmigen
Kammer 37 verbindet.
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Eine
scheibenförmige
Ventilscheibe 52, welche das Ventilloch 50 dann
schließen
kann, wenn es auf dem Sitzelement 48 sitzt, ist in der
Nähe des
vorderen Endes einer Stange 54 eingebaut und integral mit
dieser ausgebildet, welche einen Teil eines Maximalabstand-Begrenzungsmittels 53,
das zwischen dem hinteren und dem vorderen Hauptkolben 26 und 27 eingebaut
ist, bildet, um die maximale Entfernung zwischen dem hinteren und
dem vorderen Hauptkolben 26 und 27 zu begrenzen.
Das vordere Ende der Stange 54 ist in das Ventilloch 50 derart
eingeführt, dass
ein Durchgang des Bremsfluids durch das Ventilloch 50 dann
gestattet wird, wenn die Ventilscheibe 52 von dem Sitzelement 48 abgehoben
ist.
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Das
Maximalabstand-Begrenzungsmittel 53 umfasst einen hinteren
Halter 55, welcher als eine zylindrische Gestalt mit Boden
ausgebildet ist, wobei sein vorderes Ende geschlossen ist, und an
welchem der hintere Hauptkolben 26 anliegt, umfasst einen vorderen
Halter 56, welcher als zylindrische Gestalt mit Boden ausgebildet
ist, wobei sein hinteres Ende geschlossen ist, und an welchem das
hintere Ende des vorderen Hauptkolbens 27 anliegt, umfasst
eine hintere Rückstellfeder 57,
welche unter Druck zwischen dem hinteren und dem vorderen Halter 55 und 56 montiert
ist und den hinteren Hauptkolben 26 nach hinten spannt,
und umfasst die Stange 54, welche bewegbar das geschlossene
vordere Ende des hinteren Halters 55 und das geschlossene
hintere Ende des vorderen Halters 56 durchdringt.
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Die
Stange 54 ist mit einem Eingriffsflansch 54a an
ihrem hinteren Ende und mit einem Eingriffsabsatz 54b hinter
der Ventilscheibe 52 ausgestattet, wo der Eingriffsflansch 54a mit
dem geschlossenen vorderen Ende des hinteren Halters 55 von hinten
aus in Eingriff sein kann, und wobei der Eingriffsabsatz 54b mit
dem geschlossenen Ende des vorderen Halters 56 von vorne
aus in Eingriff sein kann. Ein Führungsschlauch 58 ist
in dem hinteren Halter 55 eingepasst und befestigt, um
eine axiale Bewegung des Eingriffsflansches 54a zu führen.
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Wenn
der hintere Halter 55 durch Federkraft der hinteren Rückstellfeder 57 an
dem hinteren Hauptkolben 26 im Wesentlichen befestigt ist,
wenn der vordere Halter 56 durch Federkraft der hinteren Rückstellfeder 57 an
dem vorderen Hauptkolben 27 im Wesentlichen befestigt ist
und wenn sich der hintere Hauptkolben 26 bei seiner vollständig zurückgezogenen
Position befindet, wie in 3 gezeigt
ist, begrenzt das Maximalabstand-Begrenzungsmittel 53 die
maximale Distanz zwischen dem hinteren und dem vorderen Hauptkolben 26 und 27,
da der Eingriffsflansch 54a mit dem geschlossenen vorderen Ende
des hinteren Halters 55 von hinten aus in Eingriff ist
und der Eingriffsabsatz 54b mit dem geschlossenen hinteren
Ende des vorderen Halters 56 von vorne aus in Eingriff
ist. Zu dieser Zeit wird die Ventilscheibe 52 von dem Sitzelement 48 abgehoben,
um das Ventilloch 50 zu öffnen.
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Darüber hinaus
ist eine Ventilfeder 59, deren Federlast kleiner ist als
die der hinteren Rückstellfeder 57,
unter Druck zwischen dem vorderen Halter 56 und der Ventilscheibe 52 montiert,
und wenn der hintere Hauptkolben 26 von seiner vollständig zurückgezogenen
Stellung aus sich nach vorne bewegt, wird die Ventilscheibe 52 durch
Federkraft der Ventilfeder 59 auf das Sitzelement 48 gesetzt,
um das Ventilloch 50 zu schließen.
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Eine
vordere ringförmige
Kammer 60 ist zwischen einer Innenfläche des vorderen Endes des
vorderen Zylinderlochs 20 und dem Sitzlagerelement 30 ausgebildet,
und eine vordere Entlastungsöffnung 61,
welche mit der vorderen ringförmigen
Kammer 60 in Verbindung steht, ist an der Vorderseite des
ersten Zylinderkörpers 16 vorgesehen.
Die vordere Entlastungsöffnung 61 ist
in Verbindung mit dem dritten Ölsumpf 43,
welcher in dem Vorrat 40 ausgebildet ist, wie in 1 gezeigt
ist. Darüber
hinaus ist eine Lippendichtung 62 an dem Außenumfang
des Sitzlagerelements 30 montiert und nachgiebig in Kontakt
mit dem Innenumfang des ersten Zylinderkörpers 16 platziert,
um zu gestatten, dass das Bremsfluid von der vorderen ringförmigen Kammer 60 zu
der vorderen Ausgangshydraulikkammer 29 strömt.
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Ein
Ventilloch-bildendes Element 64 ist in die Mitte des Sitzlagerelements 30 presseingepasst,
ein aus Gummi hergestelltes ringförmiges Sitzelement 63 ist
auf den Außenumfang
des Ventilloch-bildenden Elements 64 aufvulkanisiert und
eine Mehrzahl von Verbindungsnuten 66 ist vor dem Sitzlagerelement 30 vorgesehen,
um ein Ventilloch 65, welches in der Mitte des Ventilloch bildenden
Elements 64 vorgesehen ist, mit der vorderen ringförmigen Kammer 60 zu
verbinden.
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Eine
scheibenförmige
Ventilscheibe 67, welche das Ventilloch 65 dann
schließen
kann, wenn es auf das Sitzelement 63 gesetzt ist, ist nahe
dem vorderen Ende einer Stange 69 vorgesehen, welche einen
Teil eines Maximalabstand-Begrenzungsmittels 68 bildet,
welches zwischen dem Sitzlagerelement 30 und einem vorderen
Hauptkolben 27 eingebaut ist, um die maximale Distanz zwischen
dem Sitzlagerelement 30 und dem vorderen Hauptkolben 27 zu begrenzen.
Das vordere Ende der Stange 69 ist in das Ventilloch 65 eingeführt, um
einen Durchgang des Bremsfluids durch das Ventilloch 65 dann
zu gestatten, wenn die Ventilscheibe 67 von dem Sitzelement 63 abgehoben
ist.
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Das
Maximalabstand-Begrenzungsmittel umfasst einen hinteren Halter 70,
welcher als eine zylindrische Gestalt mit Boden ausgebildet ist,
wobei sein vorderes Ende geschlossen ist, und an welchem der vordere
Hauptkolben 27 anliegt, umfasst einen vorderen Halter 71,
welcher als eine zylindrische Gestalt mit Boden ausgebildet ist,
wobei sein hinteres Ende geschlossen ist, und an welchem das hintere Ende
des Sitzlagerelements 30 anliegt, umfasst eine vordere
Rückstellfeder 72,
welche unter Druck zwischen dem hinteren und dem vorderen Halter 70 und 71 montiert
ist und welche den vorderen Hauptkolben 27 nach hinten
spannt, und umfasst die Stange 69, welche beweglich das
geschlossene vordere Ende des hinteren Halters 70 und das
geschlossene hintere Ende des vorderen Halters 71 durchdringt,
wo die vordere Rückstellfeder 72 eine
kleinere Federlast aufweist als die hintere Rückstellfeder 57.
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Die
Stange 69 ist mit einem Eingriffsflansch 69a an
ihrem hinteren Ende und mit einem Eingriffsabsatz 69b hinter
der Ventilscheibe 67 versehen, wobei der Eingriffsflansch 69a mit
dem geschlossenen vorderen Ende des hinteren Halters 70 von
hinten aus in Eingriff sein kann und wobei der Eingriffsabsatz 69b mit
dem geschlossenen hinteren Ende des vorderen Halters 71 von
vorne aus in Eingriff sein kann. Ein Führungsschlauch 73 ist
in dem hinteren Halter 70 eingepasst und befestigt, um
eine axiale Bewegung des Eingriffsflansches 69a zu führen.
-
Wenn
der hintere Halter 70 durch Federkraft der vorderen Rückstellfeder 72 an
dem vorderen Hauptkolben 27 im Wesentlichen befestigt ist,
wenn der vordere Halter 71 durch Federkraft der vorderen Rückstellfeder 72 an
dem Sitzlagerelement 30 im Wesentlichen befestigt ist und
wenn der vordere Hauptkolben 27 sich bei seiner vollständig zurückgezogenen
Position befindet, wie in 3 gezeigt
ist, begrenzt das Maximalabstand-Begrenzungsmittel 68 die
maximale Distanz zwischen dem Sitzlagerelement 30 und dem
vorderen Hauptkolben 27, da der Eingriffsflansch 69a mit
dem geschlossenen vorderen Ende des hinteren Halters 70 von
hinten aus in Eingriff ist und da der Eingriffsabsatz 69b mit
dem geschlossenen hinteren Ende des vorderen Halters 71 von
vorne aus in Eingriff ist. Zu dieser Zeit wird die Ventilscheibe 67 von
dem Sitzelement 63 abgehoben, um das Ventilloch 65 zu öffnen.
-
Darüber hinaus
ist eine Ventilfeder 74, welche eine kleinere Federlast
aufweist als die vordere Rückstellfeder 72,
unter Druck zwischen dem vorderen Halter 71 und der Ventilscheibe 67 montiert,
und wenn der vordere Hauptkolben 27 sich von seiner vollständig zurückgezogenen
Position aus vorwärts bewegt,
wird die Ventilscheibe 67 durch Federkraft der Ventilfeder 74 auf
das Sitzelement 63 gesetzt, um das Ventilloch 65 zu
schließen.
-
Der
erste Zylinderkörper 16 ist
mit einer hinteren Ausgangsöffnung 77 versehen,
welche Hydraulikdruck der hinteren Ausgangshydraulikkammer 28 ausgibt,
deren Druck gemeinsam mit einer Vorwärtsbewegung des hinteren Hauptkolbens 26 erhöht wird,
und ist mit einer vorderen Ausgangsöffnung 78 versehen,
welche Hydraulikdruck der vorderen Ausgangshydraulikkammer 29 ausgibt,
deren Druck gemeinsam mit einer Vorwärtsbewegung des vorderen Hauptkolbens 27 erhöht wird.
Darüber
hinaus ist, wie in 1 gezeigt ist, die hintere Ausgangsöffnung 77 mit
einer rechten vorderen BA und einer linken hinteren Radbremse BA
und BB über eine
Hydraulik-Steuer/Regeleinrichtung 79A verbunden, während die
vordere Ausgangsöffnung 78 mit einer
linken vorderen und einer rechten hinteren Radbremse BC und BD über eine
zweite Hydraulik-Steuer/Regeleinrichtung 79B verbunden
ist.
-
Die
erste Hydraulik-Steuer/Regeleinrichtung 79A umfasst ein
normalerweise offenes Solenoidventil 80A, welches zwischen
der hinteren Ausgangsöffnung 77 und
der rechten vorderen Radbremse BA eingebaut ist, ein normalerweise
offenes Solenoidventil 80B, welches zwischen der hinteren
Ausgangsöffnung 77 und
der linken hinteren Radbremse BB eingebaut ist, Einwegeventile 81A und 81B,
welche einen Durchgang des Bremsfluids zu der hinteren Ausgangsöffnung 77 gestatten
und welche parallel zu den normalerweise offenen Solenoidventilen 80A bzw. 80B angeschlossen
sind, ein normalerweise geschlossenes Solenoidventil 83A,
welches zwischen der rechten vorderen Radbremse BA und einem ersten
Vorrat 62A einbaut ist, ein normalerweise geschlossenes
Solenoidventil 83B, welches zwischen der linken hinteren
Radbremse BB und einem ersten Vorrat 82A eingebaut ist,
eine erste Rückförderpumpe 84A,
welche das aus dem ersten Vorrat 82B zu der hinteren Ausgangsöffnung 77 gepumpte Bremsfluid
zurückleitet,
sowie eine Öffnung 85A,
welche zwischen der ersten Rückförderpumpe 84A und der
hinteren Ausgangsöffnung 77 vorgesehen
ist.
-
Die
zweite Hydraulik-Steuer/Regeleinrichtung 79B umfasst ein
normalerweise offenes Solenoidventil 80C, welches zwischen
der vorderen Ausgangsöffnung 78 und
der linken vorderen Radbremse BC eingebaut ist, ein normalerweise
offenes Solenoidventil 80D, welches zwischen der vorderen
Ausgangsöffnung 78 und
der rechten hinteren Radbremse BD eingebaut ist, Einwegeventile 81C und 81D, welche
einen Durchgang des Bremsfluids zu der vorderen Ausgangsöffnung 78 gestatten
und welche parallel zu den normalerweise offenen Solenoidventilen 80C bzw. 80D angeschlossen
sind, ein normalerweise geschlossenes Solenoidventil 83C,
welches zwischen der linken vorderen Radbremse BC und einem zweiten
Vorrat 82B eingebaut ist, ein normalerweise geschlossenes
Solenoidventil 83D, welches zwischen der rechten hinteren
Radbremse BD und dem zweiten Vorrat 82B eingebaut ist,
eine zweite Rückförderpumpe 84B,
welche das aus dem zweiten Vorrat 82B zu der ersten Ausgangsöffnung 78 gepumpte Bremsfluid
zurückfördert, und
eine Mündung 85B, welche
zwischen der zweiten Rückförderpumpe 84B und
der vorderen Ausgangsöffnung 78 vorgesehen ist.
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Die
erste und die zweite Rückförderpumpe 84A und 84B sind
gemeinsam mit einem einzigen Elektromotor 86 verbunden,
durch welchen sie gemeinsam angetrieben sind.
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Die
erste und die zweite Hydraulik-Steuer/Regeleinrichtung 79A und 79B können das
von der hinteren und der vorderen Ausgangsöffnung 77 und 78 ausgegebene
Bremsfluid frei steuern/regeln. Durch Hydrauliksteuerung/regelung
können
die erste und die zweite Hydraulik-Steuer/Regeleinrichtung 79A und 79B ebenso
eine Antiblockierbremssteuerung/regelung während eines Bremsvorgangs,
Traktionssteuerung/regelung in einer Nicht-Bremssituation usw. ausführen.
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Es
wird Bezug auf 4 genommen. Der Hydraulikverstärker 13 umfasst
einen Back-up-Kolben 88, welcher eine gestufte zylindrische
Gestalt aufweist und verschiebbar in dem Gehäuse 15 aufgenommen
ist, wobei seine Vorderfläche
zu der Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck zugewandt ist, ein Druckreguliermittel 98,
welches in dem Back-up-Kolben 88 enthalten ist, einen Steuer/Regelkolben 90,
welcher das Druckreguliermittel 89 den Druck derart regeln
lässt,
dass ein Gleichgewicht zwischen der vom Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
erzeugten Reaktionskraft und der vom Bremspedal 11 über den
Bremshubsimulator 14 eingegebenen Bremsbetätigungskraft
erreicht, und einen Reaktionskolben 92, welcher zwischen
dem Druckreguliermittel 89 und dem Steuer/Regelkolben 90 platziert
ist.
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Der
Back-up-Kolben 88 umfasst integral einen Kolbenkörper 88a,
welcher verschiebbar in das vierte Zylinderloch 23 passt,
einen zylindrischen Drücker 88b,
welcher koaxial und integral mit dem vorderen Ende des Kolbenkörpers 88a verbunden
ist, indem das dritte Zylinderloch 22 verschiebbar durchdrungen wird,
und ein zylindrisches Verlängerungsrohr 88c,
welches koaxial und integral mit dem hinteren Ende des Kolbenkörpers 88a verbunden
ist und über
das Gehäuse 15 verläuft, indem
das fünfte
Zylinderloch 24 verschiebbar durchdrungen wird, wobei der
Drücker 88b den
hinteren Hauptkolben 26 vorwärts drücken kann, indem er direkt
an dem hinteren Ende des hinteren Hauptkolbens 26 anliegt.
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Am
Außenumfang
des Back-up-Kolbens 88 ist ein Begrenzungsabsatz 88d nahe
dem hinteren Ende zwischen dem Kolbenkörper 88a und dem Verlängerungsrohr 88c ausgebildet.
Der Begrenzungsabsatz 88d definiert die vollständig zurückgezogene Position
des Back-up-Kolbens 88 innerhalb des Gehäuses 15,
da der an dem Einwärtsflansch 17a am hinteren
Ende des zweiten Zylinderkörpers 17 in
dem Gehäuse 15 von
vorne aus anliegt.
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Ringförmige Dichtungselemente 93 und 94, welche
in axialer Richtung mit Abstand voneinander vorgesehen sind, sind
am Außenumfang
des Kolbenkörpers 88a des
Back-up-Kolbens 88 montiert und nachgiebig in Gleitkontakt
mit dem Innenumfang des vierten Zylinderlochs 23 platziert.
Ein ringförmiges Dichtungselement 95 ist
am Innenumfang der Trenneinrichtung 18 montiert und nachgiebig
in Gleitkontakt mit dem Außenumfang
des Drückers 88b des Back-up-Kolbens 88 platziert.
Somit weist das dritte Zylinderloch 22 einen geringfügig kleineren
Durchmesser auf als das zweite und das vierte Zylinderloch 21 und 23,
welche einen im Wesentlichen gleichen Durchmesser aufweisen, und
der Drücker 88b,
welcher einen Dichtungsdurchmesser aufweist, der kleiner ist als
die Dichtungsdurchmesser des hinteren Hauptkolbens 26 und
des Kolbenkörpers 88a,
passt verschiebbar in das dritte Zylinderloch 22 des Gehäuses 15.
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Eine
ringförmige
Eingangskammer 96 ist zwischen dem zweiten Zylinderkörper 17 und
dem Back-up-Kolben 88 in dem Gehäuse 15 ausgebildet und
die axial entgegengesetzten Enden der Eingangskammer 96 sind
durch das ringförmige
Dichtungselement 93 abgedichtet, welches von den zwei ringförmigen Dichtungselementen 93 und 94,
welche am Außenumfang
des Kolbenkörpers 88a montiert sind,
näher an
der Vorderseite sich befindet, sowie durch das ringförmige Dichtungselement 95,
welches an den Innenumfang der Trenneinrichtung 18 montiert
ist. Die Eingangskammer 96 steht in Verbindung mit einer
Eingangsöffnung 97,
welche in dem zweiten Zylinderkörper 17 vorgesehen
ist.
-
Wenn
der Drücker 88b des
Back-up-Kolbens 88 den hinteren Hauptkolben 26 des
Hauptzylinders M vorwärts
drückt,
nimmt das Volumen der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck zu und
nimmt das Volumen der Eingangskammer 96 ab, wobei die Volumenzunahme
der Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck im Wesentlichen gleich der Volumenabnahme der Eingangskammer 96 ist.
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Die
Eingangsöffnung 97 steht
in Verbindung mit einer Hydraulikkraftquelle 12, wie in 1 gezeigt
ist. Die Hydraulikkraftquelle 12 umfasst eine Hydraulikpumpe 98,
welche das Bremsfluid aus dem ersten Ölsumpf 41 des Vorrats 40 pumpt,
umfasst einen mit einer Auslassöffnung
der Hydraulikpumpe 98 verbundenen Akkumulator 99,
umfasst ein zwischen der Auslassöffnung
der Hydraulikpumpe 98 und dem ersten Ölsumpf 41 eingebautes
Entlastungsventil 100, und umfasst einen Hydraulikdrucksensor 101, welcher
den Hydraulikdruck des Akkumulators 99 erfasst, um einen
Betrieb der Hydraulikpumpe 98 zu steuern/regeln. Von der
Hydraulikkraftquelle 12 wird Hochdruck-Bremsfluid, welches
normalerweise bei einem konstanten Druck gehalten ist, der Eingangsöffnung 97 und
somit der Eingangskammer 96 zugeführt.
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Eine
Feder 102, welche in der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
aufgenommen ist, ist als Federspannmittel unter Druck zwischen den Back-up-Kolben 88 und
den hinteren Hauptkolben 26 montiert, dessen vollständig zurückgezogene
Positionen in dem Gehäuse 15 festgelegt
sind. Die Federkraft der Feder 102 spannt den Back-up-Kolben 88 und
den hinteren Hauptkolben 26 derart in eine Richtung, dass
sie voneinander getrennt werden.
-
Somit
halten die Maximalabstand-Begrenzungsmittel 53 und 68 in
einem Nichtbremszustand die Distanz zwischen dem geschlossenen vorderen Ende
des Gehäuses 15 und
dem hinteren Hauptkolben 26 in einem vorbestimmten Maximalabstand.
In diesem Zustand ist ein Spiel 91 zwischen dem hinteren
Hauptkolben 26 und dem vorderen Ende des Back-up-Kolbens 88 bei
seiner vollständig
zurückgezogenen
Stellung gebildet, um den hinteren Hauptkolben von vorne aus dem
Back-up-Kolben 88 annähern
zu lassen und ihm gegenüber
zu stehen. Somit ist die Feder 102 in ihrer Federlast kleiner
als die hintere Rückstellfeder 57 und
die vordere Rückstellfeder 72.
Die Feder 102 hält
das Spiel 91 zwischen dem hinteren Hauptkolben 26 und
dem Back-up-Kolben 88 in einem Nichtbremszustand.
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Da
der Ausgangshydraulikdruck der der Hydraulikkraftquelle 12 auf
die Eingangskammer 96 wirkt, wirkt ein Hydraulikdruck in
der Rückzugsrichtung
auf den Back-up-Kolben 88, während die Federkraft der Feder 102 ebenfalls
in der Rückzugsrichtung
auf den Back-up-Kolben 88 wirkt. Vorzugsweise beträgt die kombinierte
Kraft aus dem Hydraulikdruck in der Rückzugsrichtung und der Federkraft
der Feder 102 in der Rückzugsrichtung
300 bis 1000 N.
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In
dem Gehäuse 15 sind
der zweite Zylinderkörper 17,
der erste Zylinderkörper 16 und
die Hülse 19 mit
einer Eingangsöffnung 103 für verstärkten Hydraulikdruck
versehen, welche mit der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck in Verbindung
steht. Wie in 1 gezeigt ist, ist die Eingangsöffnung 103 für verstärkten Hydraulikdruck
mit der Hydraulikkraftquelle 12 über ein normalerweise geschlossenes
lineares Solenoidventil 104 zur automatischen Brems-Druckbeaufschlagung
verbunden und mit dem ersten Ölsumpf 41 des
Vorrats 40 über
ein normalerweise geschlossenes druckminderndes lineares Solenoidventil 105 zur
Regeneration und Koordination verbunden. Dies bedeutet, dass das
normalerweise geschlossene lineare Solenoidventil 104 zur automatischen
Brems-Druckbeaufschlagung
zwischen der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck und der
Hydraulikkraftquelle angeordnet ist, während das normalerweise geschlossene
druckmindernde lineare Solenoidventil 105 zur Regeneration
und Koordination zwischen die Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
und dem Vorrat 40 angeordnet ist.
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Eine
ringförmige
Ausgangskammer 106 ist zwischen dem Kolbenkörper 88a des
Back-up-Kolbens 88 und dem zweiten Zylinderkörper 17 in
dem Gehäuse 15 derart
ausgebildet, dass seine axial entgegengesetzten Enden durch das
Paar von ringförmigen
Dichtungselementen 93 und 94 abgedichtet sind,
welche an einem Außenumfang
des Kolbenkörpers 88a montiert
sind. Ebenso ist eine Ausgangsöffnung 107 für verstärkten Hydraulikdruck,
welche mit der Ausgangskammer 106 in Verbindung steht,
in dem zweiten Zylinderkörper 17 vorgesehen.
-
Die
Ausgangsöffnung 107 für verstärkten Hydraulikdruck
ist mit der Eingangsöffnung 103 für verstärkten Hydraulikdruck über ein
normalerweise offenes lineares Solenoidventil 108 zum automatischen Druckabbau
der Bremse und ein normalerweise offenes druckaufbauendes lineares
Solenoidventil 109 zur Regeneration und Koordination verbunden,
welche in Reihe verbunden sind. Ein erstes Einwegeventil 110 ist
parallel zu dem normalerweise offenen linearen Solenoidventil 108 zum
automatischen Druckabbau der Bremse angeschlossen, um dem Bremsfluid
zu gestatten, aus der Servohydraulik-Ausgangsöffnung 107 zu der
Eingangsöffnung 103 für verstärkten Hydraulikdruck
zu strömen. Ebenso
ist ein zweites Einwegeventil 111 parallel zu dem druckabbauenden
linearen Solenoidventil 109 zur Regeneration und Koordination
angeschlossen, um dem Bremsfluid zu gestatten, von der Eingangsöffnung 103 für verstärkten Hydraulikdruck
zu der Ausgangsöffnung 107 verstärkten Hydraulikdruck
zu strömen.
Dies bedeutet, dass das parallel zum ersten Einwegeventil 110 angeschlossene
lineare Solenoidventil 108 zum automatischen Druckabbau
der Bremse ebenso wie das parallel zum zweiten Einwegeventil 111 angeschlossene
druckaufbauende lineare Solenoidventil 109 zur Regeneration
und Koordination zwischen der Ausgangskammer 106 und der
Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck angeordnet sind.
-
Darüber hinaus
ist ein Hydraulikdrucksensor 112 zur Erfassung des Bremsbetätigungsbetrags zwischen
der Ausgangsöffnung 107 für verstärkten Hydraulikdruck
und dem linearen Solenoidventil 108 zum automatischen Druckabbau
der Bremse angeschlossen, während
ein Hydraulikdrucksensor 113 zur automatischen Bremsregelung
zwischen dem druckaufbauenden linearen Solenoidventil 109 zur Regeneration
und Koordination und der Eingangsöffnung 103 für verstärkten Hydraulikdruck
angeschlossen ist.
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Es
wird weiterhin Bezug auf 5 genommen. Das Druckreguliermittel 89 besteht
aus einem Verstärkerventil 118 und
einem Druckminderungsventil 117. Das Druckreguliermittel 89 ist
in dem Kolbenkörper 88a des
Back-up-Kolbens 88 enthalten und kann eine Verbindung zwischen
der Eingangskammer 96 und der Ausgangskammer 106 bereitstellen,
sowie zwischen dem ersten Ölsumpf 41 des
Vorrats 40 und der Ausgangskammer 106, wenn der Ausgangshydraulikdruck
der Hydraulikkraftquelle 12 abnimmt.
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Ein
Ventilgehäuse 118,
welches aus einem Gehäusekörper 119 mit
einer gestuften zylindrischen Gestalt und einem Endwandelement 120 besteht, welches
flüssigkeitsdicht
in das vordere Ende des Gehäusekörpers 119 eingepasst
und darin befestigt ist, ist koaxial in dem Kolbenkörper 88a des Back-up-Kolbens 18 eingepasst
und darin befestigt. Ein ringförmiger
Absatz 121, welcher zu dem Hauptzylinder M hinweist, ist
an einer Innenfläche
des Kolbenkörpers 88a vorgesehen.
Das Ventilgehäuse 118 ist
in den Kolbenkörper 88a von
vorne aus eingepasst, bis er an dem Absatz 121 anliegt.
Ein scheibenförmiges
Drückerelement 122,
welches das Ventilgehäuse 118 zwischen
sich selbst und dem Absatz 121 sandwichartig anordnet,
ist in den Kolbenkörper 88a des
Back-up-Kolbens 88 eingeschraubt. Die Feder 102,
welche in der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck aufgenommen
ist, ist unter Druck zwischen dem hinteren Hauptkolben 26 des
Hauptzylinders M und dem Drückerelement 122 montiert.
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Über dem
Ventilgehäuse 118 sind
ein Eingriffsabsatz 123 (siehe 4), welcher
zu dem Ventilgehäuse 118 hinweist,
ebenso wie ein ringförmiger Eingriffsabsatz 124,
welcher zwischen dem Eingriffsabsatz 123 und dem Ventilgehäuse 118 platziert ist
und zu dem Ventilgehäuse 118 hinweist,
an einer inneren Fläche
des Kolbenkörpers 88a des Back-up-Kolbens 88 vorgesehen.
An dem Eingriffsabsatz 123 liegt der Außenumfang des hinteren Endes
einer zylindrischen Hülse 125 an
und ist mit diesem in Eingriff, welche flüssigkeitsdicht in den Kolbenkörper 88a eingepasst
ist. Das vordere Ende der Hülse 125 ist
bündig
mit dem ringförmigen
Eingriffsabsatz 124 angeordnet.
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Mit
den vorderen Enden des Eingriffsabsatzes 124 und der Hülse 125 ist
der äußere Teil
der hinteren Fläche
eines ringförmigen
elastischen Elements 127 in Anlage, dessen vordere Fläche in Kontakt
mit einem Plattenhalter 126 ist. Weiterhin ist eine Drückerstangenfeder 128 unter
Druck zwischen dem Ventilgehäuse 118 und
der vorderen Fläche
des Halters 126 montiert. Folglich sind die Flächen des
elastischen Elements 127 zwischen den vorderen Enden des
Eingriffsabsatzes 124 und der Hülse 125 und der hinteren
Fläche
des Halters 126 gehalten.
-
In
dem Kolbenkörper 88a des
Back-up-Kolbens 88 ist eine Kammer 130 zur Steuerung/Regelung
eines verstärkten
Hydraulikdrucks zwischen dem Ventilgehäuse 118 und dem Halter 126 in
Kontakt mit dem elastischen Element 127 ausgebildet, um
einen Hydraulikdruck auf eine Fläche
des elastischen Elements 127 auszuüben. Die Kammer 130 zur
Steuerung/Regelung des verstärkten
Hydraulikdrucks ist mit der Ausgangskammer 106 über eine Mehrzahl
von Verbindungslöchern 129 in
Verbindung, welche in dem Kolbenkörper 88a vorgesehen sind.
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Es
wird weiter Bezug genommen auf 6. Der Steuer/Regelkolben 90 ist
als gestuftes Rohr mit geschlossenem Ende ausgebildet, wobei sein
vorderes Ende geschlossen ist, und ist relativ verschiebbar in die
hinteren Teile des Verlängerungsrohrs 80c und Kolbenkörpers 88a des
Back-up-Kolbens 88 eingepasst. Ein Schnappring 133 ist
in dem hinteren Ende des Verlängerungsrohrs 88c des
Back-up-Kolbens 88 derart eingepasst, dass er an dem hinteren
Ende des Steuer/Regelkolbens anliegt, wodurch verhindert wird, dass
sich der Steuer/Regelkolben 90 von dem Back-up-Kolben 88 löst.
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Ein
ringförmiges
Dichtungselement 134, welches in nachgiebigem Kontakt mit
dem hinteren Innenumfang des Kolbenkörpers 88a des Back-up-Kolbens 88 gelangt,
ist an dem vorderen Außenumfang des
Steuer/Regelkolbens 90 montiert. In dem hinteren Teil des
Kolbenkörpers 88a ist
eine Entlastungskammer 135, welche durch das Dichtungselement 134 von
der Außenseite
abgedichtet ist, derart ausgebildet, dass sie zu dem vorderen Ende
des Steuer/Regelkolbens 90 hinweist. Andererseits sind
in dem zweiten Zylinderkörper 17 in
dem Gehäuse 15 eine
Entlastungsöffnung 136,
welche mit dem ersten Ölsumpf 41 des
Vorrats 40 in Verbindung steht, sowie ein Entlastungskanal 137 vorgesehen,
welcher mit der Entlastungsöffnung 136 in
Verbindung steht, ebenso wie eine ringförmige Ausnehmung 138,
welche zu einer Innenfläche
des vierten Zylinderlochs 23 öffnet, sodass sie mit dem Entlastungskanal 137 in Verbindung
steht. Darüber
hinaus ist der Back-up-Kolben 88 mit
einer Mehrzahl von Verbindungslöchern 139 ausgestattet,
um gewöhnlich
die Entlastungskammer 135 mit der ringförmigen Ausnehmung 138 in
Verbindung zu halten. Die ringförmige
Ausnehmung 138 ist sowohl von vorne als auch von hinten
durch das ringförmige
Dichtungselement 94, welches an dem Außenumfang des Back-up-Kolbens 88 montiert
ist, und ein ringförmiges
Dichtungselement 141 abgedichtet, welches an einer Innenfläche des
fünften
Zylinderlochs 24 vor der ringförmigen Ausnehmung 138 montiert
und in Gleitkontakt mit dem Außenumfang
des Verlängerungsrohrs 88c des Back-up-Kolbens 88 platziert
ist. Folglich ist die Entlastungskammer 135 gewöhnlich in
Verbindung mit dem ersten Ölsumpf 41 des
Vorrats 40 gehalten.
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Der
Reaktionskolben 92 umfasst integral einen Kolbenabschnitt 92a kleinen
Durchmessers, dessen vorderes Ende zu der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
weist, und umfasst einen Kolbenabschnitt 92b großen Durchmessers,
welcher koaxial mit dem hinteren Ende des Kolbenabschnitts 92a kleinen
Durchmessers verläuft,
indem ein ringförmiger
Absatz 92c, welcher zu der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
weist, zwischen sich selbst und dem Kolbenabschnitt 92a kleinen
Durchmessers gebildet wird. Der Kolbenabschnitt 92a kleinen
Durchmessers durchdringt das elastische Element 127 flüssigkeitsdicht und verschiebbar
und durchdringt den Halter 126 in axialer Richtung verschiebbar,
während
der Kolbenabschnitt 92b großen Durchmessers verschiebbar
in die Hülse 125 eingepasst
ist.
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Wenn
der Hydraulikdruck der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck,
welcher auf die vordere Fläche
des elastischen Elements 127 wirkt, einen vorbestimmten
Wert erreicht, wird der innere Rand der hinteren Fläche des
elastischen Elements 127, welches normalerweise derart
platziert ist, dass es zu dem ringförmigen Absatz 92c hinweist,
verformt und gegen den ringförmigen
Absatz 92c des Reaktionskolbens 92 gedrückt.
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Das
hintere Ende des Reaktionskolbens 92 liegt koaxial am vorderen
Ende des Steuer/Regelkolbens 90 an. Eine Feder 142,
deren Federkraft bewirkt, dass der Reaktionskolben 92 an
dem vorderen Ende des Steuer/Regelkolbens 90 anliegt, ist
unter Druck zwischen einen Flansch 92d, welcher am hinteren
Ende des Reaktionskolbens 92 vorgesehen ist, und den Back-up-Kolben 88 montiert.
Die Feder 142 stellt eine kleine Federlast bereit, welche
gerade ausreicht, um zu bewirken, dass der Steuer/Regelkolben 90 dem
Reaktionskolben 92 folgt.
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Der
Reaktionskolben 92 ist mit einem Einfügungsloch 143 versehen,
welches ein vorderes Ende aufweist, das mit der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
in Verbindung steht und koaxial mit der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
verläuft,
und ist mit einem Durchgangsloch 144 versehen, welches
ein Schaftloch 144a aufweist, das mit dem Einfügungsloch 143 koaxial
ist und mit der Entlastungskammer 135 in Verbindung steht.
Ein flanschförmiger
Druckminderungsventilsitz 146 ragt zwischen dem Einfügungsloch 143 und
dem Schaftloch 144a radial nach innen vor, um ein Druckminderungsventilloch 145 zu
bilden, welches koaxial mit dem Einfügungsloch 143 und
dem Durchgangsloch 144 ist.
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Das
Druckminderungsventil 117 ist gebildet aus dem Druckminderungsventilsitz 146 und
einer tellerartigen Druckminderungsventilscheibe 147, welche
vor dem Reaktionskolben 92 platziert ist, um zu gestatten,
dass ihr hinteres Ende auf den Ventilsitz 146 gesetzt wird,
und welche zu der hinteren Grenze nach hinten federvorgespannt ist.
Der hintere Teil der Scheibe 147 des Druckminderungsventils
ist koaxial in das Einfügungsloch 143 eingefügt, um eine
ringförmige Öffnung 148 vor
dem Sitz 146 des Druckminderungsventils in Verbindung mit
dem Reaktionskolben 92 zu bilden.
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Auf
der Hinterseite des Gehäusekörpers 119 des
Ventilgehäuses 118 ist
ein zylindrisches Führungsrohr 119a integral
mit dem Gehäusekörper 119 montiert,
sodass es nach hinten in die Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
verläuft. Die
Scheibe 147 des Druckminderungsventils, welche in der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
aufgenommen ist, ist axial verschiebbar durch das Führungsrohr 119a in
der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck gehalten.
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Ein
Schnappring 149 ist am hinteren Ende des Führungsrohrs 119a montiert,
um die hintere Grenze der Scheibe 147 des Druckminderungsventils
einzustellen, indem er von hinten an der Scheibe 147 des
Druckminderungsventils anliegt. Ebenso ist ein Ablenkelement 150,
welches axial beweglich den vorderen Teil der Scheibe 147 des
Druckminderungsventils durchsetzt, in dem Führungsrohr 119a aufgenommen,
wobei es eine vordere Endwand des Führungsrohrs 119a bildet
und an einem nach innen gerichteten Flansch 119b anliegt,
welcher an dem Gehäusekörper 119 des
Ventilgehäuses 118 vorgesehen
ist. Außerdem
ist eine Feder 151 des Druckminderungsventils, welche die
Scheibe 147 des Druckminderungsventils nach hinten spannt,
unter Druck zwischen das Ablenkelement 150 und die Scheibe 147 des
Druckminderungsventils montiert.
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Ein
variabler Drosselmechanismus 154 ist zwischen dem Reaktionskolben 92 und
der Hülse 125 vorgesehen,
dessen hinteres Ende zu der Entlastungskammer 135 weist.
Der variable Drosselmechanismus 154 bewirkt, dass das Bremsfluid
durch das Durchgangsloch 144 zu der Entlastungskammer 135 strömt, und
zwar bei voller Drossel, wenn das Bremspedal 11 und somit
der Reaktionskolben 92 außer Betrieb in einem Außerbetriebzustand
sind, beschränkt
jedoch den Durchgang des Bremsfluids durch das Durchgangsloch 144 zu
der Entlastungskammer 135, wenn der Reaktionskolben 92 über das Bremspedal 11 betätigt wird.
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Das
Durchgangsloch 144 ist gebildet aus dem Schaftloch 144a und
einer Mehrzahl von Aushöhlungen 144b,
wobei das Schaftloch 144a in dem Reaktionskolben 92 vorgesehen
ist, wobei sein vorderes Ende mit dem Loch 145 des Druckminderungsventils
in Verbindung steht und sein hinteres Ende am vorderen Ende des
Steuer/Regelkolbens 90 geschlossen ist, während die
Aushöhlungen 144b zu dem
Mitteilteil des Schaftlochs 144a verlaufen und zu einer
Außenfläche des
Reaktionskolbens 92 hin öffnen. Der variable Drosselmechanismus 145 ist
gebildet aus dem hinteren Ende der Hülse 125 und den Aushöhlungen 144b.
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Ein
Abschnitt 125a mit verjüngtem,
erweitertem Durchmesser, welcher sich zum offenen Ende hin aufweitet,
ist in dem Innenumfang des hinteren Endes der Hülse 125 ausgebildet.
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In
dem Ventilgehäuse 118 ist
eine Ventilkammer 155 zwischen dem nach innen gerichteten Flansch 119b und
dem Endwandelement 120 gebildet. Ebenso ist eine ringförmige Ausnehmung 156 in dem
Innenumfang des Gehäusekörpers 119 des Ventilgehäuses 118 bereitgestellt.
Der Gehäusekörper 119 ist
mit einer Mehrzahl von Verbindungslöchern 157 versehen,
um die Ventilkammer 155 mit der ringförmigen Ausnehmung 156 zu
verbinden. Weiterhin ist der Kolbenkörper 88a des Back-up-Kolbens 88 mit
einer Mehrzahl von Verbindungskanälen 158 versehen,
welche in der radialen Richtung des zweiten Zylinderkörpers 17 verlaufen,
wobei ihre inneren Enden mit der ringförmigen Ausnehmung 156 in
Verbindung sind und wobei ihre äußeren Enden
mit der Eingangskammer 96 in Verbindung sind, was die Ventilkammer 155 in
Verbindung mit der Hydraulikkraftquelle 12 setzt. Darüber hinaus
ist ein Paar aus ringförmigen
Dichtelementen 159 und 160, welche die ringförmige Ausnehmung 156 sandwichartig
zwischen sich aufnehmen, an dem Außenumfang des Gehäusekörpers 119 des
Ventilgehäuses 118 montiert
und elastisch in Kontakt mit dem Innenumfang des Kolbenkörpers 88a platziert.
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Das
Verstärkerventil 116 umfasst
einen Verstärkerventilsitz 161,
welcher durch den Außenumfang
des nach innen gerichteten Flansches 119b des Ventilgehäuses 118 gebildet
ist und zur Ventilkammer 155 weist, und umfasst eine tellerartige
Scheibe 162 des Verstärkerventils,
welche in der Ventilkammer 155 aufgenommen ist und auf
den Verstärkerventilsitz 161 gesetzt
werden kann. Der Verstärkerventilsitz 161 bildet
ein Verstärkerventilloch 163,
welches gestattet, dass das vordere Ende der Scheibe 147 des
Druckminderungsventils hindurchgeht. Die Scheibe 162 des
Verstärkerventils
ist in der Ventilkammer 155 aufgenommen, wobei sie durch
eine Ventilfeder 177 nach hinten gespannt ist, welche unter
Druck zwischen die Scheibe 162 des Verstärkerventils
und ein Ventilgehäuse 118 montiert
ist, jedoch kann sie durch das vordere Ende der Scheibe 147 des
Druckminderungsventils, welche durch das Verstärkerventilloch 163 hindurchgeht,
nach vorne gedrückt
werden.
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Die
Scheibe 162 des Verstärkerventils
umfasst integral eine Stange 162a, welche flüssigkeitsdicht
und axial beweglich den mittleren Teil des Endwandelements 120 des
Ventilgehäuses 118 durchsetzt.
Das vordere Ende der Stange 162a weist zu einer Hydraulikkammer 164,
welche zwischen dem Endwandelement 120 und einem Drückerelement 122 ausgebildet
ist. Das Drückerelement 122 ist
mit einem Verbindungsloch 165 versehen, welches die Hydraulikkammer 164 mit
der Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck verbindet, was bewirkt, dass der Hydraulikdruck der
Kammer 25 für
verstärkten Hydraulikdruck
nach hinten auf das vordere Ende der Scheibe 162 des Verstärkerventils
wirkt. Der Druckaufnahmebereich des vorderen Endes der Scheibe 162 des
Verstärkerventils,
welches dem Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck ausgesetzt
ist, ist im Wesentlichen gleich dem Dichtbereich eingestellt, welcher
erhalten wird, wenn die Scheibe 162 des Verstärkerventils
auf den Verstärkerventilsitz 161 gesetzt
wird. Dies bedeutet, dass der Druchmesser der Stange 162a im
Wesentlichen gleich dem Durchmesser jenes Teils des Verstärkerventilsitzes 161 eingestellt
ist, auf welchen die Scheibe 162 des Verstärkerventils
gesetzt wird.
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Wenn
das Verstärkerventil 116 offen
ist, strömt
das Bremsfluid in der Ventilkammer 155, welche mit der
Hydraulikkraftquelle 12 in Verbindung ist, in die Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
durch das Verstärkerventilloch 163.
Das Ablenkelement 150 ist nahe dem Verstärkerventilloch 163 in
der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck platziert.
Das Ablenkelement 150 ist axial beweglich durch die Scheibe 147 des
Druckminderungsventils durchsetzt und von der Feder 151 des Druckminderungsventils
derart gespannt, dass es in Kontakt mit dem nach innen gerichteten
Flansch 119b angeordnet ist.
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Das
Ablenkelement 150 umfasst eine Scheibe 150a, welche
derart angeordnet ist, dass sie zu dem nach innen gerichteten Flansch 119b weist,
wobei sein Zentrum axial beweglich durch die Scheibe 147 des
Druckminderungsventils durchsetzt ist, und umfasst eine Mehrzahl
von Ausstülpungen 150b, welche
von der Scheibe 150a derart hervorstehen, dass sie an dem
nach innen gerichteten Flansch 119b anliegen. Das durch
das Verstärkerventilloch 163 in
die Steuer/-Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
einströmende
Bremsfluid ändert
beim Auftreffen auf die Scheibe 150a die Strömungsrichtung,
wird derart abgelenkt, dass es radial zwischen der Scheibe 150a und
dem nach innen gerichteten Flansch 119b strömt, und
strömt
in die Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck.
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In
dem Hydraulikverstärker 13 wirkt,
wenn eine Bremsbetätigungseingabe
vom Bremspedal 11 auf den Steuer/Regelkolben 90 über den
Bremshubsimulator 14 eingegeben wird, eine Druckkraft des Steuer/Regelkolbens 90 nach
vorne auf den Reaktionskolben 92. Folglich bewegt sich
der Reaktionskolben 92 nach vorne, was bewirkt, dass die
Scheibe 147 des Druckminderungsventils auf den Sitz 146 des
Druckminderungsventils gesetzt wird. Als Folge schließt das Druckminderungsventil 117,
um die Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck vom Vorrat 40 abzuriegeln.
Dann, wenn der Steuer/Regelkolben 90, der Reaktionskolben 92 und die
Scheibe 147 des Druckminderungsventils sich weiter bewegen,
wird die Scheibe 162 des Verstärkerventils vom Verstär kerventilsitz 161 abgehoben, wobei
das Verstärkerventil 116 geöffnet wird
und somit bewirkt wird, dass ein ausgegebener Hydraulikdruck der
Hydraulikkraftquelle 12 auf die Steuer/Regelkammer 130 des
verstärkten
Hydraulikdrucks wirkt. Wenn das Druckminderungsventil 117 geschlossen
bleibt, wirkt der Hydraulikdruck der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck, d.h.
der Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck, auf den vorderen Teil des Reaktionskolbens 92,
der Reaktionskolben 92 und der Steuer/Regelkolben 90 bewegen
sich zurück,
um ein Gleichgewicht zwischen der Bremsbetätigungseingabe vom Bremspedal 11 und
der durch den Hydraulikdruck der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck erzeugten
Hydraulikkraft zu erreichen. Folglich öffnet sich das Druckminderungsventil 117 und
das Verstärkerventil 116 schließt. Wenn
das Verstärkerventil 116 und
das Druckminderungsventil 117 das Öffnen und Schließen wiederholen,
wird der ausgegebene Hydraulikdruck der Hydraulikkraftquelle 12 derart
reguliert, dass er ein der Bremsbetätigungseingabe vom Bremspedal 11 entsprechender
verstärkter
Hydraulikdruck ist, und wird auf die Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
und somit auf die Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck ausgeübt.
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Der
Bremshubsimulator 14 umfasst einen Eingabekolben 166,
welcher ein axial verschiebbar in dem Steuer/Regelkolben 90 aufgenommenes
Eingabeelement ist, ebenso wie einen elastischen Körper 167 und
eine Schraubenfeder 168, welche in Reihe zwischen dem Eingabekolben 166 und
dem Steuer/Regelkolben angeordnet sind. Der Bremshubsimulator 14 ist
in dem Steuer/Regelkolben 90 aufgenommen und öffnet den
Steuer/Regelkolben 90 zur Umgebung hin.
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Der
Eingabekolben 166 ist verschiebbar in den hinteren Teil
des Steuer/Regelkolbens 90 eingepasst, wobei seine vollständig zurückgezogene
Position durch einen Schnappring 169 definiert ist, welcher
an dem hinteren Ende des Steuer/-Regelkolbens 90 montiert
ist, und ist schwenkbar mit dem vorderen Ende einer an das Bremspedal 11 angelenkten Eingabestange 170 verbunden.
Somit wird eine der Betätigung
des Bremspedals 11 entsprechende Bremsbetätigungskraft in
den Eingabekolben 166 über
die Eingabestange 170 eingegeben und der Eingabekolben 166 bewegt
sich gemäß der Bremsbetätigungskraft
nach vorne.
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Der
elastische Körper 167 ist
aus elastischem Material, wie etwa Gummi, hergestellt und weist
eine zylindrische Gestalt auf. Der elastische Körper 167 und die metallische
Schraubenfeder 168, welche eine geringere Federlast aufweist
als der elastische Körper 167,
sind in Reihe zwischen dem Eingabekolben 166 und dem Steuer/Regelkolben 90 über ein
Zwischenübertragungselement 171 angeordnet,
welches eine Scheibe 171a umfasst, die verschiebbar in
den Steuer/Regelkolben 90 eingepasst ist, und einen mit
einem Boden versehenen zylindrischen Abschnitt 171 umfasst,
welcher in die Schraubenfeder 168 hinein verläuft und
integral mit der Scheibe 171a verbunden ist.
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Der
hintere Teil eines Führungsschafts 172 ist
koaxial in die Mitte des Eingabekolbens 166 presseingepasst
und darin befestigt. Der vordere Teil des Führungsschafts 172 durchsetzt
axial beweglich die Mitte der Scheibe 171a des Zwischenübertragungselements 171 und
verschiebbar in den mit Boden versehenen zylindrischen Abschnitt 171b des
Zwischenübertragungselements 171 eingepasst.
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Der
elastische Körper 167 ist
zwischen der Scheibe 171a des Zwischenübertragungselements 171 und
dem Eingabekolben 166 angeordnet, wobei er dadurch, dass
er mit dem Führungsschaft 172 ausgestattet
ist, daran gehindert ist, sich nach innen zu biegen. Der elastische
Körper 167 kann
in nachgiebigen Kontakt mit dem Innenumfang des Steuer/Regelkolbens 90 gelangen,
indem sein Durchmesser unter einer axialen Druckkraft erweitert
wird, welche durch eine Vorwärtsbewegung
des Eingabekolbens 166 erzeugt wird.
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Die
Schraubenfeder 168 ist zwischen der Scheibe 171a des
Zwischenübertragungselements 171 und
dem geschlossenen vorderen Ende des Steuer/-Regelkolbens 90 eingebaut.
Wenn der Eingabekolben 166 sich an seiner rückwärtigen Grenze befindet,
ist die Schraubenfeder 168 verglichen mit ihrem natürlichen
Zustand, in welchem keine äußere Kraft
auf sie ausgeübt
wird, geringfügig
zusammengedrückt.
Das bedeutet, dass der elastische Körper 167 mit der Schraubenfeder 168 vorbelastet
ist.
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Ein
Loch 173 ist in dem geschlossenen vorderen Ende des mit
Boden versehenen zylindrischen Abschnitts 171b des Zwischenübertragungselements 171 vorgesehen,
um zu verhindern, dass der Druck im Inneren des mit Boden versehenen
zylindrischen Abschnitts 171b bei Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen des Führungsschafts 172 steigt
oder sinkt. Um den Steuer/-Regelkolben
zur Umgebung hin zu öffnen,
ist weiterhin eine Entlastungsnut 174 im Außenumfang
der Scheibe 171a des Zwischenübertragungselements 171 vorgesehen
und eine Entlastungsnut 175 ist im Außenumfang des Eingabekolbens 166 vorgesehen.
Darüber
hinaus ist hinter dem Dichtungselement 134, welches an
den Außenumfang
des Steuer/Regelkolbens 90 montiert und in Gleitkontakt
mit dem Innenumfang des Verlängerungsrohrs 88c des
Back-up-Kolben 88 platziert
ist, ein Schlitz 176 in dem Steuer/Regelkolben 90 vorgesehen,
um einen abgedichteten Raum zwischen dem Steuer/Regelkolben 90 und
dem Back-up-Kolben 88 zu beseitigen.
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Als
Nächstes
wird ein Betrieb der ersten Ausführungsform
beschrieben werden. Der Tandem-Hauptzylinder M umfasst einen hinteren
Hauptzylinder 26 und einen vorderen Hauptzylinder 27, welche
verschiebbar in dem Gehäuse 15 aufgenommen
sind, wobei die Rückseite
des hinteren Hauptzylinders 26 der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
zugekehrt ist, während
der vordere Hauptzylinder 27 die hintere Ausgangshydraulikkammer 28 zusammen
mit dem hinteren Hauptzylinder 26 bildet und seine vordere
Fläche
zu der vorderen Ausgangshydraulikkammer 29 weist. Weiterhin
nimmt das Gehäuse 15 verschiebbar
den Back-up-Kolben 88 auf, dessen vorderes Ende zu der
Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck weist, dessen rückwärtige Grenze
festgelegt ist, und welcher dazu bereit ist, den hinteren Hauptkolben 26 direkt
von hinten in Antwort auf eine Betätigung des Bremspedals zu drücken, wenn
der Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck sinkt.
Der Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck resultiert
aus dem Ausgangshydraulikdruck der Hydraulikkraftquelle 12,
welche durch den Hydraulik verstärker 13 nach
Maßgabe
der Bremsbetätigung über das Bremspedal 11 reguliert
wird. Der Dichtungsdurchmesser des hinteren Hauptkolbens 26 an
dem Gehäuse 15 ist
kleiner eingestellt als der Dichtungsdurchmesser des vorderen Hauptzylinders 27 an dem
Gehäuse 15.
Somit kann der Betrag einer Volumenänderung in der hinteren Ausgangshydraulikkammer 26 pro
Hub des hinteren Hauptzylinders 26 auf einen relativ großen Wert
eingestellt sein. Folglich ist es dann möglich, wenn der hintere Hauptkolben 26 direkt
durch den Back-up-Kolben 88 in Antwort auf eine Abnahme
des Hydraulikdrucks in der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck gedrückt wird,
den Betrag einer Betätigung
des Bremspedals 11, d.h. den Betrag einer Änderung
des Hydraulikdrucks in der hinteren Ausgangshydraulikkammer 28 pro
Hub des Back-up-Kolbens 88 und
des hinteren Hauptkolbens 26 relativ zu erhöhen, was
somit den Bremswirkungsgrad erhöht.
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Der
Back-up-Kolben 88 umfasst den Kolbenkörper 88a und den Drücker 88b,
wobei der Kolbenkörper 88a verschiebbar
in das Gehäuse 15 mit
im Wesentlichen dem gleichen Dichtungsdurchmesser wie der Dichtungsdurchmesser
des hinteren Hauptkolbens 26 eingepasst ist, während der
Drücker 88b in
das Gehäuse 15 mit
einem kleineren Dichtungsdurchmesser als die Dichtungsdurchmesser
des hinteren Hauptkolbens 26 und des Kolbenkörpers 88a eingepasst
ist und koaxial zu dem vorderen Ende des Kolbenkörpers 88a verläuft, wobei
er dazu bereit ist, an dem hinteren Ende des hinteren Hauptkolbens 26 anzuliegen
und diesen zu drücken.
Der Back-up-Kolben 88 umfasst weiterhin das Druckreguliermittel 89, welches
zwischen dem Back-up-Kolben 88 und dem Gehäuse 15 ausgebildet
ist, um mit der Hydraulikkraftquelle 12 in Verbindung zu
sein, wobei die axial entgegengesetzten Enden der ringförmigen Eingangskammer 96 durch
die Dichtungselemente 93 und 95 abgedichtet sind,
welche zwischen dem Hauptkolben 88a und dem Gehäuse 15 und
zwischen dem Drücker 88b bzw.
dem Gehäuse 15 angeordnet
sind. Weiterhin bildet das Druckreguliermittel 89 einen
Teil des Hydraulikverstärkers 13,
welcher zwischen der Eingangskammer 96 und der Ausgangskammer 106 angeordnet
ist, um die Eingangskammer 96 mit der mit der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
verbundenen Ausgangskammer 106 zu verbinden und um die Ausgangskammer 106 mit dem
Vorrat 40 zu verbinden, wenn der Ausgangshydraulikdruck
der Hydraulikkraftquelle 12 sinkt. Folglich ist dann, wenn
der Drücker 88b den
hinteren Hauptkolben 26 vorwärts drückt, der Betrag einer Volumenzunahme
in der Kammer 25 fürverstärkten Hydraulikdruck
derart eingestellt, dass er im Wesentlichen gleich dem Betrag einer
Volumenabnahme in der Eingangskammer 96 ist.
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Da
eine Verringerung des Hydraulikdrucks in der Eingangskammer 96,
d.h. eine Verringerung des Hydraulikdrucks der Hydraulikkraftquelle 12 eine
Verringerung der Hydraulikkraft bewirkt, welche den Back-up-Kolben 88 zu
seiner rückwärtigen Grenze hin
drückt,
ist es möglich,
den Back-up-Kolben 88 gemäß einem Betrieb des Bremspedals 11 vorzuverstellen,
gegen den Drücker 88b im
vorderen Teil des Back-up-Kolbens 88 gegen den hinteren
Hauptkolben 26 in Anlage zu bringen, wobei ein zwischen
dem Gehäuse 15 und
einer inneren Kontaktfläche
des hinteren Hauptkolbens 26 ein Spiel vorgesehen ist,
den hinteren Hauptkolben 26 in diesem Zustand vorzuverstellen,
wodurch das verstärkte
Hydraulikfluid vom Hauptzylinder M ausgegeben wird. Wenn der Back-up-Kolben 88 und
der hinteren Hauptkolben 26 sich auf diese Art und Weise
nach vorne bewegen, gibt es keine Erhöhung des Hydraulikdrucks der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck,
da der Kolbenkörper 88a des
Back-up-Kolbens 88 im
Wesentlichen den gleichen Durchmesser aufweist wie der hintere Hauptkolben 26,
da der Betrag an Volumenzunahme in der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
im Wesentlichen gleich dem Betrag einer Volumenabnahme in der Eingangskammer 96 ist, wenn
der Drücker 88b des
Back-up-Kolbens 88 den hinteren Hauptkolben 26 in
der Vorwärtsrichtung drückt, und
weil die Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck über
die Druckreguliermittel 89 in Verbindung ist mit der Eingangskammer 96.
Dies ermöglicht
es, eine Erhöhung
des Hydraulikdrucks der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck während einer
Vorwärtsbewegung
des Back-up-Kolbens 88 unter Verwendung einer einfachen
Konfiguration mit einer verringerten Teileanzahl zu vermeiden.
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Da
weiterhin die Feder 102, welche den Back-up-Kolben 88 und
den hinteren Hauptkolben 26 in eine Richtung spannt, um
diese voneinander zu trennen, zwischen die zwei Kolben 88 und 26 eingebaut
ist, deren vollständig
zurückgezogene
Positionen in dem Gehäuse 15 begrenzt
sind, ist es möglich, einen
Leerhub gemäß einer
Verringerung des Hydraulikdrucks der Hydraulikkraftquelle 12 zu
erzeugen, wenn der Back-up-Kolben 88 mit dem Bremspedal 11 vorverstellt
wird.
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Da
die kombinierte Kraft des rückwärtigen Hydraulikdrucks,
welche auf den Back-up-Kolben 88 als der Ausgangshydraulikdruck
der Hydraulikkraftquelle 12 wirkt, auf die Eingangskammer 96 wirkt
und die Spannkraft der Feder 102, welche den Back-up-Kolben 88 in
die Rückwärtsrichtung
spannt, auf 300 bis 1000 Newton eingestellt ist, kann der Back-up-Kolben 88 stabil
bei seiner vollständig
zurückgezogenen
Position gehalten werden, wenn die Hydraulikkraftquelle 12 korrekt
arbeitet. Dies bedeutet, dass durch Spannen des Back-up-Kolbens in die Rückwärtsrichtung
mit einer Kraft von 300 Newton oder mehr es möglich ist, den Back-up-Kolben 88 zuverlässig in
die Rückwärtsrichtung
zu spannen, und zwar unter Berücksichtigung
der Ausgangshydraulikkraft der Hydraulikkraftquelle 12 und
eines Gleitwiderstands des Back-up-Kolbens 88. Weiterhin
ist es durch Spannen des Back-up-Kolbens 88 in die Rückwärtsrichtung
mit einer Kraft von nicht mehr als 1000 Newton möglich, zu verhindern, dass
der hintere Hauptkolben 26 vollständig in den Hauptzylinder M eingeschoben
wird.
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Übrigens
ist das normalerweise geschlossene Solenoidventil 104 zur
automatischen Bremsdruckbeaufschlagung zwischen der Hydraulikkraftquelle 12 und
der Kammer 25 für
den verstärkten
Hydraulikdruck angeordnet, während
das normalerweise offene Linearsolenoidventil 108 zur automatischen
Druckentlastung der Bremse und das erste Einwegventil 110 zwischen
der Ausgangskammer 106 und der Kammer 25 für den verstärkten Hydraulikdruck
angeordnet sind, wobei das erste Einwegeventil 110 parallel
zu dem linearen Solenoidventil 108 zur automatischen Druckentlastung
der Bremse angeschlossen ist, um zu ermöglichen, dass das Bremsfluid
von der Ausgangskammer 106 zu der Kammer 25 für den verstärkten Hydraulikdruck strömt.
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Selbst
dann, wenn das Bremspedal 11 nicht betätigt wird und somit das Bremsreguliermittel 89 nicht
arbeitet, ist es möglich,
eine automatische Bremssteuerung/regelung auszuführen, bei welcher man das Bremsfluid
auf die Radbremsen BA bis BD in einer Nichtbremssituation wirken
lässt,
indem das lineare Solenoidventil 104 zur automatischen
Bremsdruckbeaufschlagung und das lineare Solenoidventil 108 zur
automatischen Druckentlastung der Bremse geöffnet und geschlossen werden,
wodurch der Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
reguliert wird. Darüber
hinaus ist es dann, wenn das lineare Solenoidventil 108 zur
automatischen Druckentlastung der Bremse in einem Automatikbremsmodus
geschlossen wird, möglich,
das Bremsreguliermittel 89 durch Betätigen des Bremspedals 11 zu
aktivieren. Somit kann dann, wenn ein Hydraulikdruck in der Ausgangskammer 106 erzeugt wird,
welcher höher
als jener der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck ist, bewirkt
werden, dass der Hydraulikdruck der Ausgangskammer 106 über das erste
Einwegeventil 110 auf die Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
wirkt, um dadurch den Hauptzylinder M wie während normaler Bremsvorgänge zu betätigen.
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Das
normalerweise geschlossene druckmindernde lineare Solenoidventil 105 zur
Regeneration und Koordination ist zwischen der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck
und dem Vorrat 40 angeordnet, während das normalerweise offene
druckerhöhende
lineare Solenoidventil 109 zur Regeneration und Koordination
und ein zweites Einwegeventil 111 zwischen der Ausgangskammer 106 und
der Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck angeordnet sind, wobei das zweite Einwegeventil 111 parallel
zu dem druckerhöhenden
linearen Solenoidventil 109 zur Regeneration und Koordination
angeschlossen ist, um zu gestatten, dass das Bremsfluid von der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
zur Ausgangskammer 106 strömt. Somit ist es während einer Regeneration
bei einem Bremsvorgang durch Öffnen und
Schließen
des druckerhöhenden
linearen Solenoidventils 109 zur Regeneration und Koordination sowie
des druckmindernden linearen Solenoidventils 105 zur Regeneration
und Koordination und dadurch Regulieren des Hydraulikdrucks der
Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
möglich,
Bremshydraulikdruck von dem Hauptzylinder M in einem Zustand auszugeben,
welcher von jenem während
eines normalen Bremsvorgangs versetzt ist. Durch Zurückstellen
des Bremspedals, wobei das druckerhöhende lineare Solenoidventil 109 zur
Regeneration und Koordination geschlossen ist, ist es möglich, den
Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck über das
zweite Einwegeventil 111 zum Vorrat 40 hin zu
entlasten.
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Das
Gehäuse 15 umfasst
den ersten Zylinderkörper 16,
in welchen der vordere Hauptkolben 27 verschiebbar passt,
und die zylindrische Hülse 19, welche
in den ersten Zylinderkörper 16 eingepasst und
darin befestigt ist, wobei der hintere Hauptkolben 26 in
diese verschiebbar eingepasst ist. Ferner bildet die Hülse 19 die
ringförmige
Entlastungskammer 33 zwischen sich selbst und dem ersten
Zylinderkörper 16,
wobei die ringförmige
Entlastungskammer 33 mit dem Vorrat 40 in Verbindung
steht. Das ringförmige kolbenseitige
Dichtungselement 31 und das hülsenseitige Dichtungselement 32,
welche axial mit Abstand voneinander vorgesehen sind, sind zwischen der
Hülse 19 und
dem hinteren Hauptkolben 26 angeordnet, welche verschiebbar
in die Hülse 19 eingepasst
ist. Die Verbindungslöcher 36 sind
in der Hülse 19 derart
vorgesehen, dass der Teil aus dem Teil zwischen dem Innenumfang
der Hülse 19 und
dem Außenumfang
des hinteren Hauptkolbens 26, zwischen den axial entgegengesetzten
Enden, welcher mit den Dichtungselementen 31 und 32 abgedichtet
ist, mit der ringförmigen
Entlastungskammer 33 in Verbindung steht.
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Wenn
das kolbenseitige Dichtungselement 31 bei der Ausführung seiner
Dichtungsfunktion versagt, wobei das kolbenseitige Dichtungselement 31 dasjenige
aus dem Paar von Dichtungselementen 31 und 32,
welche zwischen der einen Teil des Gehäuses 15 bildenden
Hülse 19 und
dem hinteren Hauptkolben 26 angeordnet sind, das näher bei
der Kammer 25 bei verstärktem
Hydraulikdruck gelegene ist, wird das Bremsfluid in der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
zum Vorrat 40 zurückgeleitet,
wobei es ebenso zwischen dem hinteren Hauptkolben 26 und
der Hülse 19 hindurchströmt, wie
zwischen den Verbindungslöchern 36 und
der ringförmigen
Entlastungskammer 33. In diesem Prozess wird der verstärkte Hydraulikdruck
nicht verfügbar,
da der Back-up- Kolben 88 direkt
den hinteren Hauptkolben 26 in Antwort auf eine Abnahme
des Hydraulikdrucks der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck drückt, sondern
zwei mit dem Tandem-Hauptzylinder M verbundene Bremshydrauliksysteme
betätigen
die Radbremsen BA bis BD.
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Wenn
das hülsenseitige
Dichtungselement 32, welches aus dem Paar von Dichtungselementen 31 und 32 das
näher bei
der hinteren Ausgangshydraulikkammer 28 gelegene ist, bei
der Ausführung seiner
Dichtungsfunktion versagt, wird das Bremsfluid in der hinteren Ausgangshydraulikkammer 28 zum Vorrat 40 zurückgeleitet,
wobei es ebenso zwischen dem hinteren Hauptkolben 26 und
der Hülse 19 hindurchströmt, wie
durch die Verbindungslöcher 36 und die
ringförmige
Entlastungskammer 33. In diesem Falle ist ein Bremshydraulikdruck
an den Radbremsen BA und BB des mit der hinteren Ausgangshydraulikkammer 28 verbundenen
Bremshydrauliksystems nicht verfügbar,
sondern kann während
der Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck auf den
hinteren Hauptkolben 26 wirkt, der vordere Hauptkolben 27 mit
verstärktem
Druck betätigt
werden und der durch das mit der vorderen Ausgangshydraulikkammer 29 verbundene
Bremshydrauliksystem verstärkte
Bremshydraulikdruck kann auf die Radbremsen BC und BD ausgeübt werden.
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Wenn
eines aus dem Paar von Dichtungselementen 31 und 32,
welche zwischen der Hülse 19 und
dem hinteren Hauptkolben 26 angeordnet sind, in seiner
Funktion versagt, ändern
die Radbremsen BA bis BD ihren Betriebszustand, um dadurch deutlich
zu erfassen, welches der Dichtungselemente 31 und 32 beschädigt ist.
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Da
weiterhin das kolbenseitige Dichtungselement 31, also eines
der Dichtungselemente 31 und 32, an dem hinteren äußeren Umfang
des hinteren Hauptkolbens 26 montiert ist, während das
andere Dichtungselement, d.h. das hülsenseitige Dichtungselement 32,
an dem Innenumfang der Hülse 19 angebracht
ist, um in Kontakt mit dem vorderen Außenumfang des bei seiner vollständig zurückgezogenen
Position gelegenen hinteren Hauptkolbens 26 zu gelangen,
kann das Paar von Dichtungselementen 31 und 32 zwischen
dem hinteren Hauptkolben 26 und der Hülse 19 angeordnet
sein, während
eine Zunahme der axialen Länge
der Hülse 19 und
somit eine Zunahme der axialen Länge
des Gehäuses 15 ungeachtet
des Hubs des hinteren Hauptkolbens 26 vermieden wird.
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Darüber hinaus
wird bei einer Nichtbremssituation der hintere Hauptkolben 26 durch
die hintere Rückstellfeder 57 nach
hinten gespannt, wobei sein Abstand von dem geschlossenen vorderen
Ende des Gehäuses 15 durch
die Maximalabstand-Begrenzungsmittel 53 und 68 auf
einem vorbestimmten Maximalabstand gehalten werden. In diesem Zustand
ist das Spiel 91 zwischen dem hinteren Ende des hinteren
Hauptkolbens 26 und dem vorderen Ende des Back-up-Kolbens 88 bei
seiner vollständig
zurückgezogenen
Position gebildet, um den hinteren Hauptkolben 26 sich
dem Back-up-Kolben 88 von vorne annähern zu lassen und ihm gegenüberzuliegen.
Dieses Spiel 91 kann axiale Abweichungen des Hauptzylinders
M und des Back-up-Kolbens 88 absorbieren, um dadurch ein
Zusammendrücken
der vorderen Rückstellfeder 74 zu
vermeiden, welche den vorderen Hauptkolben 27 nach hinten
spannt, und der hinteren Rückstellfeder 57 zu
vermeiden, welche den hinteren Hauptkolben 26 nach hinten
spannt, und zwar bei Überschreiten
ihrer gesetzten Lasten, und somit eine Zunahme eines Leerhubs des
Bremspedals 11 zu vermeiden.
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Da
die Feder 102, welche eine kleinere Federlast aufweist,
als die hintere Rückstellfeder 57, darüber hinaus
unter Druck zwischen den Back-up-Kolben 88 und den hinteren
Hauptkolben 26 derart montiert ist, dass sie den hinteren
Hauptkolben 26 nach vorne spannt, ist es möglich, das
Spiel 91 zwischen dem hinteren Hauptkolben 26 und
dem Back-up-Kolben 88 beizubehalten, während der hintere und der vordere
Hauptkolben 26 und 27 davon abgehalten werden,
sich in einer Richtung zu bewegen, um in Anlage an den Back-up-Kolben 88 zu
gelangen, wenn das Bremspedal 11 nicht betätigt wird.
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Der
Hydraulikverstärker 13 umfasst
den Back-up-Kolben 88, das Druckreguliermittel 89,
welches in dem Back-up-Kolben 88 enthalten ist, den Steuer/Regelkolben 90,
welcher das Druckreguliermittel 89 den Druck regulieren
lässt,
um ein Gleichgewicht zwischen der durch den Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
erzeugten Reaktionskraft und der Bremsbetätigungskraft zu erreichen,
welche vom Bremspedal 11 über den Bremshubsimulator 14 eingegeben
wird, und den Reaktionskolben 92, welcher zwischen dem
Druckreguliermittel 89 und dem Steuer/Regelkolben 90 platziert
ist. Das Druckreguliermittel 89 umfasst das Verstärkerventil 116 und
das Druckminderungsventil 117, wobei das Verstärkerventil 116 zwischen
der Steuer/-Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck,
welche mit der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck verbunden
ist, und der Hydraulikkraftquelle 12 angeordnet ist, um
zu öffnen,
wenn der Steuer/Regelkolben 90 sich vorwärts bewegt,
und um zu schließen,
wenn der Steuer/Regelkolben 90 sich zurückzieht, während das Druckminderungsventil 117 zwischen
der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck und dem
Vorrat 40 angeordnet ist, um zu schließen, wenn sich der Steuer/Regelkolben 90 vorwärts bewegt,
und um zu öffnen, wenn
sich der Steuer/Regelkolben 90 zurückzieht. Der Steuer/-Regelkolben 90 ist
relativ verschiebbar in den Back-up-Kolben 88 eingepasst
und ist koaxial mit dem hinteren Ende des Reaktionskolbens 92 verbunden,
dessen vorderes Ende zu der in dem Back-up-Kolben 88 ausgebildeten
Steuer/Regelkammer für
verstärkten
Hydraulikdruck weist. Das Ventilgehäuse 118 ist in den
Back-up-Kolben 88 vor dem Reaktionskolben 92 eingepasst
und befestigt. Das Druckminderungsventil 117 umfasst den
Druckminderungsventilsitz 146 und eine tellerartige Druckminderungsventilscheibe 147,
wobei der Druckminderungsventilsitz 146 an dem Reaktionskolben 92 installiert
ist, wobei er das Druckminderungsventilloch 145 bildet,
welches mit dem Vorrat 40 in Verbindung steht, wenn sich
das Druckminderungsventil 117 zurückzieht, während die tellerartige Druckminderungsventilscheibe 147 in
dem Ventilgehäuse 118 aufgenommen
ist, wobei sie rückwärts zu der
rückwärtigen Grenze
federvorgespannt ist. Das Verstärkerventil 116 umfasst
den Verstärkerventilsitz 161 und
die tellerartige Verstärkerventilscheibe 162,
wobei der Verstärkerventilsitz 161 in
dem Ventilgehäuse 118 eingebaut
ist, wobei das Verstärkerventilloch 163 gebildet wird,
welches mit der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
in Verbindung steht und bereit ist, das vordere Ende der Druckminderungsventilscheibe 147 anzunehmen,
während
die tellerartige Verstärkerventilscheibe 162 in
dem Ventilgehäuse 118 eingebaut
ist, wobei sie nach rückwärts federvorbelastet
ist und bereit ist, durch das vordere Ende der Druckminderungsventilscheibe 147 vorwärts gedrückt zu werden.
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Somit
kann das Druckreguliermittel 89, welches aus dem Steuer/Regelkolben 90,
dem Reaktionskolben 92, dem Verstärkerventil 116 und
dem Druckminderungsventil 119 besteht, in dem verschiebbar
in dem Gehäuse 15 aufgenommenen Back-up-Kolben 18 vorinstalliert
werden, was es einfacher macht, den Steuer/Regelkolben 90,
den Reaktionskolben 92 und das Druckreguliermittel 89 an
das Gehäuse 15 anzubauen.
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Da
die Dichtfläche,
welche erhalten wird, wenn die Verstärkerventilscheibe 162 auf
den Verstärkerventilsitz 161 gesetzt
wird, im Wesentlichen gleich der Druckaufnahmefläche am vorderen Ende der Verstärkerventilscheibe 162 eingestellt
ist, welches dem Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
ausgesetzt ist, sind die auf die entgegengesetzten Enden der tellerartigen
Verstärkerventilscheibe 162 des
Verstärkerventils 116 wirkenden
hydraulischen Kräfte
im Wesentlichen gleich und somit arbeitet die tellerartige Verstärkerventilscheibe 162 derart,
dass sie die auf die Verstärkerventilscheibe
162 vom vorderen Ende der Druckminderungsventilscheibe 147 des
Druckminderungsventils 117 wirkende Ventilöffnungskraft
mit der die tellerartige Verstärkerventilscheibe 162 nach
hinten spannende Federkraft ausgleicht, wodurch das Betriebsverhalten
des Verstärkerventils 116 verbessert wird.
Die Federkraft, welche die tellerartige Verstärkerventilscheibe 162 nach
hinten spannt, ist ausreichend, um eine schwache Kraft zu sein,
sodass die tellerartige Verstärkerventilscheibe 162 der
Druckminderungsventilscheibe 147 folgt, und die Federkraft,
welche die Druckminderungsventilscheibe 147 nach hinten
spannt, ist ebenso ausreichend, um eine schwache Kraft zu sein,
sodass die Druckminderungsventilscheibe 147 dem Reaktionskolben 92 folgt,
was zu einer sehr schwachen auf den Reaktionskolben 92 wirkenden
Federkraft führt.
Somit ist die auf den Reaktionskolben 92 wirkende Reaktionskraft
nahezu vollständig
dem Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck zuschreibbar,
um das Reaktionsgefühl
zu verbessern.
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Das
Ventilgehäuse 118 ist
in den Back-up-Kolben 88 eingepasst und befestigt, indem es
zwischen dem Absatz 121, welcher an dem Back-up-Kolben 88 derart
vorgesehen ist, dass er zur Vorderseite hin weist, und dem in den
Back-up-Kolben 88 eingeschraubten
Drückerelement
angeordnet wird. Außerdem
ist das Verbindungsloch 165 in dem Drückerelement 122 vorgesehen,
um die Hydraulikkammer 164 mit der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
in Verbindung zu setzen, wobei die Hydraulikkammer 164 zwischen
dem Drückerelement 122 und
dem Ventilgehäuse 118 derart
ausgebildet ist, dass sie zum vorderen Ende der Verstärkerventilscheibe 162 weist.
Dies vereinfacht die Konfiguration eines Hydraulikkanals, welcher
verwendet wird, um den Hydraulikdruck der Kammer 25 für verstärkten Hydraulikdruck
auf das vordere Ende der tellerartigen Verstärkerventilscheibe 162 auszuüben.
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Der
Reaktionskolben 92 umfasst den Kolbenabschnitt 92a kleinen
Durchmessers, dessen vorderes Ende zur Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
weist, und umfasst den Kolbenabschnitt 92b großen Durchmessers,
welcher koaxial und untrennbar zum hinteren Ende des Kolbenabschnitts 92a kleinen
Durchmessers verläuft,
und zwar über
den ringförmigen
Absatz 92c, welcher zur Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
weist. Der Druckminderungsventilsitz 146 ist koaxial an
dem Reaktionskolben 92 installiert, wobei seine Mitte zu
dem mit dem Vorrat 40 verbundenen Druckminderungsventilloch 145 weist.
Die Druckminderungsventilscheibe 147 ist in der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
aufgenommen, wobei sie in Richtung des Druckminderungsventilsitzes 146 zu
der hinteren Grenze federgespannt ist. Der Hydraulikdruck der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
wirkt auf eine Fläche
des elastischen Elements 127, welches von dem Kolbenabschnitt 92a kleinen
Durchmessers des Reaktionskolbens 92 flüssigkeitsdicht und verschiebbar
durchsetzt ist. Der innere Teil der anderen Fläche des elastischen Elements 127 ist
derart angeordnet, dass er derart zum ringförmigen Absatz 92c weist,
dass er während
einer Vorwärtsbewegung
des Reaktionskolbens 92, wenn der Hydraulikdruck der Steuer/Regelkammer 130 einen
vorbestimmten Wert erreicht, verformt und gegen den ringförmigen Absatz 92c gedrückt wird.
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Die
Struktur des Druckminderungsventils 117 kann vereinfacht
werden, indem das Druckminderungsventil 117 aufgebaut,
wird aus dem Druckminderungsventilsitz 146, welcher in
dem mit dem Steuer/Regelkolben 90 verbundenen Reaktionskolben 92 eingebaut
ist, und der Druckminderungsventilscheibe 147, welche in
der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck aufgenommen
ist, die zum vorderen Ende des Reaktionskolbens 92 weist.
Die auf den Reaktionskolben 92 wirkende Reaktionskraft
schwankt zwischen zwei Stufen: eine Stufe niedriger Belastung, in
welcher der Hydraulikdruck der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
auf die kleine Druckaufnahmefläche des
Kolbenabschnitts 92a kleinen Durchmessers des Reaktionskolbens 92 wirkt;
und einer Stufe hoher Last, bei welcher der Hydraulikdruck der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Druck
nicht nur auf die kleine Druckaufnahmefläche des Kolbenabschnitts 92a kleinen
Durchmessers wirkt, sondern auch über das verformte elastische
Element 127 auf den ringförmigen Absatz 92c wirkt.
Somit kann eine ideale Bremscharakteristik dann erhalten werden, wenn
der in der Kammer 25 für
verstärkten
Hydraulikdruck erzeugte verstärkte
Hydraulikdruck nach Maßgabe
der Betätigungseingabe
vom Bremspedal 11, wie in 7 gezeigt
ist, variiert wird.
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Das
Verstärkerventil 116 umfasst
den Verstärkerventilsitz 161 und
die tellerartige Verstärkerventilscheibe 162,
wobei der Verstärkerventilsitz 161 das
Verstärkerventilloch 163 bildet,
welches in Verbindung steht mit der Steuer/-Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck,
während
die tellerartige Verstärkerventilscheibe 162 nach
hinten federgespannt ist, sodass sie auf den Verstärkerventilsitz 161 gesetzt
ist, wobei sie bereit ist, während
einer Vorwärtsbewegung
des Steuer/Regelkolbens nach vorne gedrückt zu werden. Das Ablenkelement 150 ist
nahe des Verstärkerventillochs 163 in
der Steuer/-Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck installiert,
um das in die Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck durch
das Verstärkerventilloch 163 strömende Bremsfluid
abzulenken. Wenn das unter Hochdruck stehende Bremsfluid von der Hydraulikkraftquelle 12 auf
ein Öffnen
des Verstärkerventils 116 hin
durch das Verstärkerventilloch 163 in
die Steuer/-Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
strömt,
wird somit das Bremsfluid durch das Ablenkelement 150 abgelenkt,
was Betriebsgeräusch
und pulsierendes Geräuasch,
welches aus dem Betrieb des Verstärkerventils 116 resultiert,
verringert.
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Der
Reaktionskolben 62 ist versehen mit einem Einführungsloch 143,
dessen vorderes Ende in Verbindung steht mit der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
und welcher koaxial mit der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
verläuft,
sowie mit einem Durchgangsloch 144, welches ein Schaftloch 144a aufweist,
das zu dem Einführungsloch 143 koaxial
ist und welches mit der Entlastungskammer 135 in Verbindung
steht. Ein flanschförmiger
Druckminderungsventilsitz 146 steht nach radial innen zwischen
dem Einführungsloch 143 und
dem Schaftloch 144a hervor. Das hintere Ende der Druckminderungsventilscheibe 147,
welche in Zusammenwirken mit dem Druckminderungsventilsitz 146 das
Druckminderungsventil 117 bildet, ist in das Einführungsloch 143 eingeführt, um
die ringförmige
Mündung 148 zwischen
sich selbst und dem Reaktionskolben 92 vor dem Druckminderungsventilsitz 146 zu
bilden. Wenn hoher Druck in der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
zu der Entlastungskammer 135 auf ein Öffnen des Druckminderungsventils 117 abgelassen
wird, tritt somit der der hohe Druck durch einen engen Kanal zwischen
der Druckminderungsventilscheibe 147 und dem Druckminderungsventilsitz 146,
nachdem er vorab durch die zwischen der Druckminderungsventilscheibe 147 des
Druckminderungsventils 117 und dem Reaktionskolben 92 gebildete
ringförmige Mündung gedrosselt
wurde. Dies führt
zu relativ moderaten Änderungen
der Strömungsrate
des Bremsfluids, was das Betriebsgeräusch des Druckminderungsventils 117 vermindert,
welcher aus abrupten Änderungen
der Strömungsrate
resultiert.
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Darüber hinaus
ist der Reaktionskolben 92 versehen mit dem Durchgangsloch 144,
welches die Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck dann mit
der Entlastungskammer 135 verbindet, wenn das Druckminderungsventil 117 geöffnet ist.
Der variable Drosselmechanismus 154 ist zwischen der Hülse 125 und
dem Reaktionskolben 92 vorgesehen, wobei die Hülse 125 an
dem Back-up-Kolben 88 befestigt ist, um den Reaktionskolben 92 verschiebbar
anzunehmen. Der variable Drosselmechanismus 154 leitet
das Bremsfluid durch das Durchgangsloch 144 zur Entlastungskammer 135 bei
voller Drossel, wenn das Bremspedal 11 unbetätigt ist
und der Reaktionskolben 92 unbetätigt ist, begrenzt jedoch den
Durchgang des Bremsfluids durch das Durchgangsloch 144 zur
Entlastungskammer 135, wenn der Reaktionskolben 92 über das Bremspedal 11 betätigt ist.
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Wenn
hoher Druck in der Steuer/Regelkammer 130 für verstärkten Hydraulikdruck
auf ein Öffnen
des Druckminderungsventils 117 hin zur Entlastungskammer 135 abgelassen
wird, wird somit die Strömung
des Bremsfluids zur Entlastungskammer 135 durch das Durchgangsloch 144 in
dem Reaktionskolben 92 gedrosselt, wobei der hohe Hydraulikdruck
langsam zur Entlastungskammer 135 abgelassen wird, wodurch
Betriebsgeräusche
reduziert werden.
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Dem
variablen Drosselmechanismus 154 kann eine sehr einfache
Konfiguration gegeben sein: Die Hülse 125 ist derart
platziert, dass ihr hinteres Ende zur Entlastungskammer 135 weist;
das Durchgangsloch 144 ist gebildet aus dem in dem Reaktionskolben 92 vorgesehenen
Schaftloch 144a, wobei sein vorderes Ende mit dem Druckminderungsventilloch 145 in
Verbindung ist, sowie aus den Aushöhlungen 144b, welche
zu dem Schaftloch 144a verlaufen und zu einer Außenfläche des
Reaktionskolbens 92 öffnen;
und der variable Drosselmechanismus 154 ist gebildet aus
dem hinteren Ende der Hülse 125 und den
Aushöhlungen 144b.
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Da
der verjüngte
Abschnitt 125a mit erweitertem Durchmesser, welcher sich
zu dem offenen Ende hin aufweitet, in dem Innenumfang des hinteren
Endes der Hülse 125 gebildet
ist, ist es darüber
hinaus möglich,
einen geeigneten Drosselbetrag zu erhalten, indem der Drosselbetrag
nach Maßgabe
der Betätigung
des Reaktionskolbens 92 variiert wird.
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Der
Steuer/Regelkolben 90 ist als eine mit einem Boden versehene
zylindrische Gestalt ausgebildet, wobei ihr vorderes Ende geschlossen
ist. Der Steuer/-Regelkolben 90 ist
durch den Bremshubsimulator 14, den es beherbergt, zur
Umgebung hin geöffnet.
Der Bremshubsimulator 14 umfasst den Eingabekolben 166 ebenso
wie den elastischen Körper 167 und
die Schraubenfeder 168, wobei der Eingabekolben 166 über die
Eingabestange 117 an dem Bremspedal 11 angelenkt
ist, axial verschieblich in dem Steuer/Regelkolben 90 aufgenommen
ist und eine durch den abnehmbar am hinteren Teil des Steuer/Regelkolbens 90 angebrachten
Schnappring 169 festgelegte hintere Grenze aufweist, während der
elastische Körper 167 und
die Schraubenfeder 168 in Reihe verbunden sind und zwischen
dem Eingabekolben 166 und dem Steuer/Regelkolben 90 angeordnet
sind.
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Somit
ist der Bremshubsimulator 14 in dem Steuer/Regelkolben 90 des
Hydraulikverstärkers 13 aufgenommen.
Dies reduziert die gesamte axiale Länge des Hydraulikverstärkers 13 und
des Bremshubsimulators 14. Selbst wenn der Bremshubsimulator 14 fehlerhaft
funktioniert, kann eine Betätigungskraft
dem Steuer/Regelkolben 90 vom Bremspedal 11 über den
Bremshubsimulator 14 eingegeben werden. Außerdem ist
der Bremshubsimulator 14 derart konfiguriert, dass er ein
Hubgefühl
des Bremspedals 11 unter Verwendung der Federkräfte des
elastischen Körpers 167 und
der Schraubenfeder 168 bereitstellt, ohne Hydraulikfluid
zu verwenden. Dies erleichtert die Montage des Bremshubsimulators 14 an den
Steuer/Regelkolben 90.
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Die
auf den Eingabekolben 166 durch das Bremspedal 11 ausgeübte Bremsbetätigungskraft wird über das
Zwischenübertragungselement 171 und
dann über
den elastischen Körper 167 und
die Schraubenfeder 168, welche in Reihe verbunden sind,
zum Steuer/Regelkolben 90 übertragen. Die Schraubenfeder 161 weist
eine kleinere Federkonstante als der elastische Körper 167 auf.
Somit ändert sich,
wie in 8 gezeigt ist, in einem Bereich, in welchem eine
Bremsbetätigungsbelastung
klein ist, die Bremsbetätigungsbelastung
moderat in Bezug auf den Änderungsbetrag
des Betätigungshubs
des Bremspedals 11, da das Bremspedal 11 gegen
die Federkraft der Schraubenfeder 168 nieder gedrückt wird.
In einem Bereich jedoch, in welchem die Bremsbetätigungsbelastung groß ist, ändert sich
die Betätigungsbelastung
relativ stark bezogen auf den Änderungsbetrag
des Betätigungshubs
des Bremspedals 11, da das Bremspedal 11 gegen
die Federkraft des elastischen Körpers 167 niedergedrückt wird.
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Da
der elastische Körper 167 als
eine zylindrische Gestalt ausgebildet ist, sodass es in nachgiebigen
Kontakt mit dem Innenumfang des Steuer/Regelkolbens 90 gelangen
wird, indem sich sein Durchmesser unter einer axialen Druckkraft
erweitert, welche durch eine Vorwärtsbewegung des Eingabekolbens 166 erzeugt
wird, wenn das Bremspedal 11 niedergedrückt wird, muss das Bremspedal 11 außerdem mit
einer derartigen Betätigungskraft
betätigt werden,
welche die Summe aus der nachgiebigen Kraft des elastischen Körpers 167 und
der Reibkraft zwischen dem elastischen Körper 167 und dem Steuer/Regelkolben 90 überwindet.
Wenn jedoch die Bremsbetätigungskraft
nachlässt,
wirkt die Reibkraft auf das Bremspedal 11 in der zur Rückstellrichtung des
Bremspedals 11 entgegengesetzten Richtung, während der
elastische Körper 167 in
Gleitkontakt mit dem Innenumfang des Steuer/-Regelkolbens 90 verbleibt.
Somit kann der Bremshubsimulator 14 eine Hysteresebreite
in Beziehung zwischen Bremsbetätigungshub
und Betätigungsbelastung
erhöhen,
wie in 8 gezeigt ist, wodurch die Belastung des Fahrers reduziert
wird.
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Da
der elastische Körper 167 mit
der Schraubenfeder 168 selbst dann vorbelastet ist, wenn
der elastische Körper 167 an
Elastizität
verliert, wird der Verlust an Elastizität durch die Schraubenfeder 168 absorbiert
und es ist möglich,
ein Gefühl
eines Leerhubs während
eines normalen Bremsvorgangs zu beseitigen und zweistufige Betätigungssimulationscharakteristika
unter Verwendung des elastischen Körpers 167 und der
Schraubenfeder 168 ungeachtet des Verlusts an Elastizität des elastischen
Körpers 167 zu
eliminieren.
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9 zeigt
eine zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wobei ein Bremshubsimulator 14' einen Eingabekolben 166 umfasst,
welcher axial verschieblich in einem Steuer/Regelkolben 90 aufgenommen
ist, ebenso wie einen elastischen Körper 167' und die Schraubenfeder 168,
welche in Reihe zwischen dem Eingabekolben 166 und dem
Steuer/Regelkolben 90 angeordnet sind. Der Bremshubsimulator 14' ist in dem
Steuer/Regelkolben 90 aufgenommen und öffnet den Steuer/Regelkolben 90 zur
Umgebung.
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Der
elastische Körper 167' ist aus elastischem
Material, wie etwa Gummi, hergestellt und weist eine zylindrische
Gestalt auf. Der elastische Körper 167' und die metallische
Schraubenfeder 168, welche eine kleinere Federbelastung
als der elastische Körper 167' aufweist, sind
in Reihe zwischen dem Eingabekolben 166 und dem Steuer/Regelkolben 90 über ein
Zwischenübertragungselement 171 angeordnet.
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Der
elastische Körper 167' ist als eine
zylindrische Gestalt ausgebildet, wobei sein Außenumfang in der axialen Richtung
derart verjüngt
ist, dass ein Ende einen größeren Durchmesser
aufweist als das andere. Der elastische Körper 167' kommt in nachgiebigen
Kontakt mit dem Innenumfang des Steuer/Regelkolbens 90,
indem sein Durchmesser unter einer Wirkung einer Druckkraft expandiert,
welche durch eine Vorwärtsbewegung
des Eingangkolbens 166 erzeugt wird.
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Nach
Maßgabe
der zweiten Ausführungsform,
zusätzlich
zu der gleichen Wirkung wie bei der ersten Ausführungsform, ist es möglich, den
Betrag an Änderungen
der Fläche
an Gleitkontakt zwischen dem elastischen Körper 167' und dem Steuer/Regelkolben 90 in
Antwort auf den Betätigungshub
eines Bremspedals 11 zu regulieren, womit somit die Hysteresebreite
reguliert wird.
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Während die
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung oben beschrieben wurden, ist die vorliegende
Erfindung nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen beschränkt und
es können zahlreiche
Konstruktionsänderungen
ausgeführt
werden, ohne von dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung abzuweichen,
wie in den angehängten
Ansprüchen
dargelegt ist.
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Obwohl
ein Fahrzeugbremssystem, welches mit einem Tandem-Hauptzylinder
M ausgestattet ist, in den obigen Ausführungsformen erläutert wurde,
ist die vorliegende Erfindung beispielsweise ebenso anwendbar auf
ein Fahrzeugbremssystem, welches mit einem Hauptzylinder versehen
ist, in welchem ein einzelner Hauptkolben verschiebbar in einem
Gehäuse
aufgenommen ist.
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In
einem Fahrzeugbremssystem drückt
ein Back-up-Kolben einen Hauptkolben unmittelbar von hinten dann,
wenn ein Hydraulikdruck einer Kammer für verstärkten Hydraulikdruck sinkt.
Der Back-up-Kolben weist einen Kolbenkörper auf, welcher verschiebbar
in ein Gehäuse
eingepasst ist, sowie einen Drücker,
welcher verschiebbar in das Gehäuse
eingepasst ist und zwar mit einem Dichtungsdurchmesser, welcher
kleiner ist als der Dichtungsdurchmesser des Hauptkolbens und des
Kolbenkörpers
und welcher zu dem vorderen Ende eines Kolbenkörpers verläuft, um den Hauptkolben von
hinten aus zu drücken.
Eine ringförmige
Eingangskammer, welche mit einer Hydraulikkraftquelle in Verbindung steht,
ist zwischen dem Back-up-Kolben und dem Gehäuse ausgebildet. Wenn der Drücker den
Hauptkolben vorwärts
drückt,
ist der Betrag an Volumenzunahme in der Kammer für verstärkten Hydraulikdruck derart
eingestellt, dass er im Wesentlichen gleich dem Betrag an Volumenabnahme
in der Eingangskammer ist. Somit ist es möglich, eine Zunahme des Hydraulikdrucks
der Kammer für
verstärkten
Hydraulikdruck während
einer Vorwärtsbewegung
des Back-up-Kolbens zu vermeiden, und zwar unter Verwendung einer
einfachen Konfiguration mit einer verringerten Teileanzahl.