-
Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf magnetoresistive Schreib-/Lesespeicher
(MRAMs) und im Besonderen auf Architekturen für MRAMs.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Es
gibt einen ständigen
Wunsch, in jeder beliebigen Speicherart, MRAMs umfassend, die Speichergröße zu verringern
und die Leistung zu erhöhen.
Ein wichtiger Aspekt von Leistung ist die Geschwindigkeit, mit der
der Speicher gelesen und programmiert (beschrieben) wird. Geschwindigkeitsbeschränkungen
umfassen solche Dinge, wie die Leistung der Bitzelle und die Kapazität der Leitungen,
die durch das Array laufen. Eine Vielfalt von Techniken ist entwickelt
worden, um diese Charakteristiken zu verbessern. Zum Beispiel sind
Speicherarrays üblicherweise
in Subarrays unter teilt worden, sodass eine einzelne Leitung nicht übermäßig kapazitiv
ist. Dies kann außerdem
den Stromverbrauch verringern. In MRAMs sind solche Techniken entwickelt worden,
um die Kapazität
von Bitleitungen durch ein Zusammenbringen von Zellen in eine Gruppe
von Zellen zu verringern. Eine globale Bitleitung ist selektiv nur
an die Gruppe gekoppelt, die ausgewählt wird. Dieses Koppeln hat
den vorteilhaften Effekt, die Zahl von Speicherzellen zu verringern,
die an die globale Bitleitung gekoppelt waren.
-
MRAM-Speicher
benötigen
Ströme
in Metallleitungen über
und unter der magnetischen Tunnelverbindung, um magnetische Felder
zu erzeugen, die Daten in die Bitzelle schreiben. Die magnetischen Felder ändern die
Polarisation der magnetischen Materialien in der magnetischen Tunnelverbindung,
wodurch der Zustand der Bitzelle verändert und somit der widerstand
der Tunnelverbindung verändert
wird. Die Anordnung der Metallleitungen, die Ströme leiten, die verwendet werden,
um magnetische Felder für
eine MRAM-Zelle relativ zu der magnetischen Tunnelverbindung zu
erzeugen, beeinflusst die Charakteristiken des erwünschten
magnetischen Feldes. Allerdings umfasst eine Technik zur Gruppierung
von Zellen, um die Lesereffizienz zu verbessern, die Hinzufügung einer
Metallleitung zwischen der Tunnelverbindung und einer weiteren Metallleitung,
die zum Beschreiben der Zelle verwendet wird. Die zusätzliche
Metallleitung versetzt die Metallleitung, die zum Beschreiben der
Zelle verwendet wird, von der Tunnelverbindung weg, wodurch die
Effizienz des Beschreibens verringert wird. Mit dieser Technik wird somit
eine Verbesserung der Lesegeschwindigkeit durch eine Verringerung
der Schreibeffizienz aufgewogen. Die Verheißung von MRAMs ist jedoch die
eines universellen Speichers, der sowohl ein Hochgeschwindigkeitsspeicher
als auch ein nichtflüchtiger Speicher
sein kann. Die WO 00/08650, auf die der Oberbegriff der Ansprüche 1 und
10 basiert, beschreibt eine MRAM-Vorrichtung, die eine gemeinsame
Schreibbitleitung und Lesebitleitung, eine Referenzleitung und Ziffernleitungen
umfasst. Auf Schnittpunkten von Bitleitungen und Ziffernleitungen
sind eine Mehrzahl magnetischer Speicherzellen gruppiert. Die Erfindung
wird durch die Ansprüche
1 und 10 definiert.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
Die
vorangehenden und weitere und spezifischere Ziele und Vorteile der
vorliegenden Erfindung offenbaren sich dem Fachmann auf dem Gebiet leicht
aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung der Erfindung in Verbindung mit den folgenden Zeichnungen:
-
1 ist
eine vereinfachte Schnittansicht einer magnetoresistiven Schreib-/Lesespeichervorrichtung;
-
2 ist
eine vereinfachte Draufsicht einer magnetoresistiven Schreib-/Lesespeichervorrichtung mit
Wort- und Bitleitungen;
-
3 ist
eine graphische Darstellung einer Simulation der Magnetfeldamplitudenkombinationen, die
die Direkt- oder
Flip-Flop-Schreibbetriebsart in der magnetoresistiven Schreib-/Lesespeichervorrichtung
erzeugt;
-
4 ist
eine graphische Darstellung des Timingdiagramms des Wortstroms und
des Bitstroms, wenn beide eingeschaltet werden;
-
5 ist
ein Diagramm, das die Drehung der Magnetmomentvektoren für eine magnetoresistive Schreib-/Lesespei chervorrichtung
für die Flip-Flop-Schreibbetriebsart,
wenn eine '1' zu einer '0' geschrieben wird, darstellt;
-
6 ist
ein Diagramm, das die Drehung der Magnetmomentvektoren für eine magnetoresistive Schreib-/Lesespeichervorrichtung
für die Flip-Flop-Schreibbetriebsart,
wenn eine '0' zu einer '1' geschrieben wird, darstellt;
-
7 ist
eine graphische Darstellung der Drehung der Magnetmomentvektoren
für eine
magnetoresistive Schreib/Lesespeichervorrichtung für die Direktschreibbetriebsart,
wenn eine '1' zu einer '0' geschrieben wird;
-
8 ist
eine graphische Darstellung der Drehung der Magnetmomentvektoren
für eine
magnetoresistive Schreib/Lesespeichervorrichtung für die Direktschreibbetriebsart,
wenn eine '0' zu einem Zustand
geschrieben wird, der schon eine '0' ist;
-
9 ist
eine graphische Darstellung des Timingdiagramms des Wortstroms und
des Bitstroms, wenn nur der Bitstrom eingeschaltet wird;
-
10 ist
eine graphische Darstellung der Drehung der Magnetmomentvektoren
für eine
magnetoresistive Schreib/Lesespeichervorrichtung, wenn nur der Bitstrom
eingeschaltet wird;
-
11 ist
ein Blockdiagramm eines Flip-Flop-Speichers gemäß einer Ausführungsform der
Erfindung;
-
12 ist
ein ausführlicheres
Diagramm eines Teils des Speichers von 11;
-
13 ist
ein Timingdiagramm, das für
ein Verständnis
des Betriebs des Speichers von 11 nützlich ist;
-
14 ist
ein Schaltplan eines Teils des Speichers von 11, der
eine Ausführungsform
der erfinderischen Architektur zeigt;
-
15 ist
ein erster Querschnitt einer Speicherzelle, die in einer Implementierung
der Architektur von 14 verwendet wird; und
-
16 ist
ein zweiter Querschnitt der Speicherzelle von 15.
-
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
-
Eine
Speicherarchitektur verwendet für
den Lese- und Schreibbetrieb getrennte Wortleitungen, sowie getrennte
Bitleitungen. Diese Charakteristiken stellen die Vorteile eines
kleineren Schreibtreiberbereiches und somit einer kleineren durchschnittlichen Bitgröße für den Speicherkern
zur Verfügung.
-
Es
wird nun auf 1 Bezug genommen, darin wird
eine vereinfachte Schnittansicht eines MRAM-Arrays 3 gemäß der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. In dieser Darstellung wird
nur eine einzelne magnetoresistive Speichervorrichtung 10 gezeigt,
aber es ist klar, dass das MRAM-Array 3 aus einer Zahl
von MRAM-Vorrichtungen 10 besteht
und wir aus Gründen
der Einfachheit einer Beschreibung des Schreibverfahrens nur eine
solche Vorrichtung zeigen.
-
Die
MRAM-Vorrichtung 10 umfasst eine Schreibwortleitung 20 und
eine Schreibbitleitung 30. Die Schreibwortleitung 20 und
die Schreibbitleitung 30 umfassen ein leitendes Material,
sodass ein Strom geleitet werden kann. In dieser Darstellung ist
die Schreibwortleitung 20 oben auf der MRAM-Vorrichtung 10 und
die Schreibbitleitung 30 auf dem Boden der MRAM-Vorrichtung 10 in
einem Winkel von 90° zu
der Wortleitung 20 angeordnet (siehe 2).
Alternativ kann die Schreibwortleitung 20 auf dem Boden
der MRAM-Vorrichtung 10 und
die Schreibbitleitung 30 oben auf der MRAM-Vorrichtung 10 angeordnet
sein.
-
Die
MRAM-Vorrichtung 10 umfasst eine Tunnelverbindung, die
einen ersten magnetischen Bereich 15, eine Tunnelungssperre 16 und
einen zweiten magnetischen Bereich 17 umfasst, wobei die Tunnelungssperre 16 zwischen
dem ersten magnetischen Bereich 15 und dem zweiten magnetischen Bereich 17 eingelegt
ist. In der bevorzugten Ausführungsform
umfasst der magnetische Bereich 15 eine Dreischichtstruktur 18,
die über
eine antiferromagnetische Kopplungsabstandsschicht 65 zwischen
den zwei ferromagnetischen Schichten 45 und 55 verfügt. Die
antiferromagnetische Kopplungsabstandsschicht 65 hat eine
Dicke 86 und die ferromagnetischen Schichten 45 und 55 haben
die Dicken 41 beziehungsweise 51. Weiterhin verfügt der magnetische Bereich 17 über eine
Dreischichtstruktur 19, die über eine antiferromagnetische
Kopplungsabstandsschicht 66 zwischen den zwei ferromagnetischen Schichten 46 und 56 verfügt. Die
antiferromagnetische Kopplungsabstandsschicht 66 hat eine
Dicke 87 und die ferromagnetischen Schichten 46 und 56 haben
die Dicken 42 beziehungsweise 52.
-
Im
Allgemeinen umfassen die antiferromagnetischen Kopplungsabstandsschichten 65 und 66 mindestens
eines der Elemente Ru, Os, Re, Cr, Rh, Cu oder Kombinationen dieser
Elemente. Weiterhin umfassen die ferromagnetischen Schichten 45, 55, 46 und 56 mindestens
eines der Elemente Ni, Fe, Mn, Co oder Kombinationen dieser Elemente.
Es ist außerdem
klar, dass die magnetischen Bereiche 15 und 17 andere
synthetische antiferromagnetische (SAF) Schichtmaterialstrukturen
umfassen können als
Dreischichtstrukturen und die Verwendung von Dreischichtstrukturen
in dieser Ausführungsform
nur darstellerischen Zwecken dient. Zum Beispiel könnte eine
solche synthetische antiferromagnetische Schichtmaterialstruktur
einen Fünfschichtstapel
einer ferromagnetische Schicht/antiferromagnetische Kopplungsabstandsschicht/ferromagnetische Schicht/antiferromagnetische
Kopplungsabstandsschicht/ferromagnetische Schicht-Struktur umfassen.
-
Die
ferromagnetischen Schichten 45 und 55 verfügen über einen
Magnetmomentvektor 57 beziehungsweise 53, die üblicherweise
durch ein Koppeln der antiferromagnetischen Kopplungsabstandsschicht 65 antiparallel
gehalten werden. Außerdem verfügen der
magnetische Bereich 15 und der magnetische Bereich 17 über einen
resultierenden Magnetmomentvektor 40 beziehungsweise 50.
Die resultierenden Magnetmomentvektoren 40 und 50 sind entlang
einer Anisotropie-Easy-Achse,
in einem Winkel von vorzugsweise 45° zu der Schreibwortleitung 20 und
der Schreibbitleitung 30, in einer Richtung ausgerichtet
(siehe 2). Weiterhin ist der magnetische Bereich 15 ein
freier ferromagnetischer Bereich, was bedeutet, dass sich der resultierende
Magnetmomentvektor 40 in der Gegenwart eines zugeführten magnetischen
Feldes drehen darf. Der magnetische Bereich 17 ist ein
ferromagnetischer Bereich mit fester Magnetisierung, was bedeutet,
dass sich der resultierende Magnetmomentvektor 50 in der
Gegenwart eines zugeführten
moderaten magnetischen Feldes nicht drehen darf und als die Referenzschicht
verwendet wird.
-
Obwohl
antiferromagnetische Kopplungsschichten zwischen den zwei ferromagnetischen Schichten
in jeder Dreischichtstruktur 18 dargestellt werden, ist
klar, dass die ferromagnetischen Schichten durch andere Mittel,
wie zum Beispiel magnetostatische Felder oder andere Merkmale, antiferromagnetisch
gekoppelt werden können.
Zum Beispiel werden die ferromagnetischen Schichten durch ein Einschalten
eines magnetostatischen Flusses antiparallel gekoppelt, wenn das
Aspektverhältnis
einer Zelle auf fünf
oder weniger verringert wird.
-
In
der bevorzugten Ausführungsform
verfügt die
MRAM-Vorrichtung 10 über die
Dreischichtstrukturen 18, die ein Länge/Breite-Verhältnis in
einem Bereich von 1 bis 5 für
einen nicht kreisförmigen
Grundriss haben. Wir stellen jedoch einen Grundriss dar, der kreisförmig ist
(siehe 2). Die MRAM-Vorrichtung 10 ist in der
vorliegenden Ausführungsform kreisförmig, um
den Beitrag zu dem Schaltfeld von einer Formanisotropie zu minimieren
und außerdem, weil
es einfacher ist, eine photolithographische Verarbeitung zu verwenden,
um die Vorrichtung lateral auf kleinere Dimensionen zu skalieren.
Es ist jedoch klar, dass die MRAM-Vorrichtung 10 andere Formen haben
kann, wie zum Beispiel quadratische, elliptische, rechteckige oder
rautenförmige,
jedoch der Einfachheit halber kreisförmig dargestellt wird.
-
Weiterhin
wird während
der Herstellung des MRAM-Arrays 3 jede nachfolgende Schicht
(das heißt, 30, 55, 65 und
so weiter) nacheinander aufgebracht oder anderweitig nacheinander
gebildet und jede MRAM-Vorrichtung 10 kann durch ein selektives Aufbringen,
photolithographisches Verarbeiten, Ätzen und so weiter mit Hilfe
einer beliebigen der in der Halbleiterindustrie bekannten Techniken
definiert werden. Während
einer Aufbringung mindestens der ferromagnetischen Schichten 45 und 55 wird
ein magnetisches Feld zur Verfügung
gestellt, um eine bevorzugte magnetische Easy-Achse für dieses
Paar einzurichten (induzierte Anisotropie). Das bereitgestellte
magnetische Feld erzeugt eine bevorzugte Anisotropieachse für die Magnetmomentvektoren 53 und 57.
Die bevorzugte Achse wird so gewählt,
dass sie bei einem Winkel von 45° zwischen
der Schreibwortleitung 20 und der Schreibbitleitung 30 liegt,
wie sogleich diskutiert werden wird.
-
Es
wird nun auf 2 Bezug genommen, darin wird
eine vereinfachte Draufsicht eines MRAM-Arrays 3 gemäß der vorliegenden
Erfindung dargestellt. Um die Beschreibung der MRAM-Vorrichtung 10 zu
vereinfachen, werden alle Ausrichtungen auf ein x- und y-Koordinatensystem 100,
wie gezeigt, und auf eine Drehrichtung im Uhrzeigersinn 94 und eine
Drehrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn 96 bezogen. Um
die Beschreibung weiter zu vereinfachen, wird wieder angenommen,
dass N gleich zwei ist, sodass die MRAM-Vorrichtung 10 eine
Dreischichtstruktur in dem Bereich 15 mit den Magnetmomentvektoren 53 und 57,
sowie dem resultierenden Magnetmomentvektor 40, umfasst.
Außerdem
werden nur die Magnetmomentvektoren des Bereiches 15 dargestellt,
da sie umgeschaltet werden.
-
Um
darzustellen, wie die Schreibverfahren arbeiten, wird angenommen,
dass eine bevorzugte Anisotropieachse für die Magnetmomentvektoren 53 und 57 bei
einem Winkel von 45° relativ
zu der negativen x- und der negativen y-Ausrichtung und bei einem
Winkel von 45° relativ
zu der positiven x- und
der positiven y-Ausrichtung ausgerichtet ist. Als ein Beispiel zeigt 2,
dass der Magnetmomentvektor 53 bei einem Winkel von 45° relativ
zu der negativen x- und der negativen y-Ausrichtung ausgerichtet
ist. Da der Magnetmomentvektor 57 im Allgemeinen antiparallel
zu dem Magnetmomentvektor 53 ausgerichtet ist, ist er bei
einem Winkel von 45° relativ
zu der positiven x- und der positiven y-Ausrichtung ausgerichtet.
Diese anfängliche
Orientierung wird verwendet, um Beispiele der Schreibverfahren zu
zeigen, wie sogleich diskutiert werden wird.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform
wird ein Schreibwortstrom 60 so definiert, dass er positiv ist,
wenn er in einer positiven x-Ausrichtung fließt, und ein Schreibbitstrom 70 so
definiert, dass er positiv ist, wenn er in einer positiven y-Ausrichtung
fließt. Der
Zweck der Schreibwortleitung 20 und der Schreibbitleitung 30 besteht
darin, ein magnetisches Feld in der MRAM-Vorrichtung 10 zu
erzeugen. Ein positiver Schreibwortstrom 60 induziert ein
umlaufendes Schreibwortmagnetfeld, Hw80,
und ein positiver Schreibbitstrom 70 erzeugt ein umlaufendes
Schreibbitmagnetfeld, HB90. Da in diesem
Beispiel die Schreibwortleitung 20 in dem Grundriss des
Elementes über
der MRAM-Vorrichtung 10 liegt, wird das Hw80
der MRAM-Vorrichtung 10 in einer positiven y-Ausrichtung
für einen
positiven Schreibwortstrom 60 zugeführt. Genauso wird, da die Schreibbitleitung 30 in
dem Grundriss des Elementes unter der MRAM-Vorrichtung 10 liegt,
das HB90 der MRAM-Vorrichtung 10 in
der positiven x-Ausrichtung für
einen positiven Schreibbitstrom 70 zugeführt. Es ist
klar, dass die Definitionen für
einen positiven und einen negativen Stromfluss willkürlich sind
und hier zu darstellerischen Zwecken definiert werden. Die Auswirkung
eines Umkehrens der Stromflüsse
besteht darin, die Ausrichtung des magnetischen Feldes, das in der
MRAM-Vorrichtung 10 induziert
wird, zu ändern.
Das Verhalten eines strominduzierten magnetischen Feldes ist einem
Fachmann auf dem Gebiet gut bekannt und wird hier nicht weiter behandelt.
-
Es
wird nun auf 3 Bezug genommen, darin wird
das simulierte Umschaltverhalten einer SAF-Dreischichtstruktur dargestellt.
Die Simulation besteht aus zwei Einzeldomänenmagnetschichten, die über nahezu
das selbe Moment (eine nahezu ausgeglichene SAF) mit einer intrinsischen
Anisotropie verfügen,
antiferromagnetisch gekoppelt sind und deren Magnetisierungsdynamiken
durch die Landau-Lifshitz-Gleichung beschrieben werden. Die x-Achse
ist die Schreibwortleitungsmagnetfeldamplitude in Oersted und die
y-Achse ist die Schreibbitleitungsmagnetfeldamplitude in Oersted.
Die magnetischen Felder werden in einer Impulssequenz 100, wie
in 4 gezeigt, zugeführt, wobei die Impulssequenz 100 den
Schreibwortstrom 60 und den Schreibbitstrom 70 als
Funktionen der Zeit enthält.
-
In 3 werden
drei Arbeitsbereiche dargestellt. In dem Bereich 92 gibt
es kein Umschalten. Für einen
MRAM-Betrieb in
einem Bereich 95 ist das Direktschreibverfahren in Kraft.
Wenn das Direktschreibverfahren verwendet wird, gibt es keinen Bedarf,
den ursprünglichen
Zustand der MRAM-Vorrichtung
zu bestimmen, weil der Zustand nur umgeschaltet wird, wenn der geschriebene
Zustand von dem gespeicherten Zustand verschieden ist. Die Auswahl des
geschriebenen Zustandes wird durch die Richtung des Stroms, sowohl
in der Schreibwortleitung 20, als auch der Schreibbitleitung 30,
bestimmt. Wenn zum Beispiel gewünscht
wird, dass eine '1' geschrieben wird,
ist die Richtung des Stroms in beiden Leitungen positiv. Wenn eine '1' schon in dem Element gespeichert ist
und eine '1' geschrieben wird, dann
wird der Endzustand der MRAM-Vorrichtung weiterhin eine '1' sein. Weiterhin wird, wenn eine '0' gespeichert ist und eine '1' mit positiven Strömen geschrieben wird, der Endzustand
der MRAM-Vorrichtung eine '1' sein. Ähnliche
Ergebnisse werden erhalten, wenn unter Verwendung von negativen
Strömen, sowohl
in der Schreibwortleitung, als auch in der Schreibbitleitung, eine '0' geschrieben wird. Somit können beide
Zustände,
mit der geeigneten Polarität von
Stromimpulsen, unabhängig
von ihren ursprünglichen
Zuständen
zu der gewünschten '1' oder '0' programmiert
werden. In dieser Offenbarung wird ein Betrieb in dem Bereich 95 durchgängig als "Direktschreibbetriebsart" definiert.
-
Für einen
MRAM-Betrieb in einem Bereich 97 ist das Flip-Flop-Schreibverfahren
in Kraft. Wenn das Flip-Flop-Schreibverfahren
verwendet wird, gibt es einen Bedarf, den ursprünglichen Zustand der MRAM-Vorrichtung
vor einem Schreiben zu bestimmen, weil der Zustand jedes Mal umgeschaltet
wird, wenn in die MRAM-Vorrichtung geschrieben wird, unabhängig von
der Richtung der Ströme,
solange wie die selben Polaritätsstromimpulse,
sowohl für
die Schreibwortleitung 20, als auch die Schreibbitleitung 30,
gewählt
werden. Zum Beispiel wird, wenn ursprünglich eine '1' gespeichert ist, der Zustand der Vorrichtung
auf eine '0' umgeschaltet, nachdem
eine positive Stromimpulssequenz durch die Schreibwort- und Schreibbitleitungen
geflossen ist. Ein Wiederholen der positiven Stromimpulssequenz
auf den gespeicherten '0'-Zustand führt ihn
zu einer '1' zurück. Somit
muss, um in der Lage zu sein, das Speicherelement in den gewünschten
Zustand zu schreiben, zuerst der anfängliche Zustand der MRAM-Vorrichtung 10 gelesen
und mit dem zu schreibenden Zustand verglichen werden. Das Lesen
und Vergleichen kann zusätzliche
logische Schaltkreise erfordern, die einen Puffer zur Speicherung
von Informationen und einen Komparator zum Vergleichen von Speicherzuständen umfas sen.
In die MRAM-Vorrichtung 10 wird dann nur geschrieben, wenn
der gespeicherte Zustand und der zu schreibende Zustand verschieden sind.
Einer der Vorteile dieses Verfahrens liegt darin, dass der Stromverbrauch
gesenkt wird, weil nur die unterschiedlichen Bits umgeschaltet werden.
Ein zusätzlicher
Vorteil der Verwendung des Flip-Flop-Schreibverfahrens besteht darin, dass
nur unipolare Spannungen erforderlich sind und folglich kleinere
N-Kanaltransistoren
verwenden werden können,
um die MRAM-Vorrichtung
zu treiben. In dieser Offenbarung wird der Betrieb in dem Bereich 97 durchgängig als "Flip-Flop-Schreibbetriebsart" definiert.
-
Beide
Schreibverfahren umfassen Versorgungsströme in der Schreibwortleitung 20 und
der Schreibbitleitung 30, sodass die Magnetmomentvektoren 53 und 57 in
eine von zwei bevorzugten Ausrichtungen ausgerichtet werden, wie
zuvor diskutiert. Um die zwei Umschaltbetriebsarten vollkommen zu erklären, werden
nun spezifische Beispiele gegeben, die die Zeitevolution der Magnetmomentvektoren 53, 57 und 40 beschreiben.
-
Es
wird nun auf 5 Bezug genommen, darin wird
die Flip-Flop-Schreibbetriebsart zum Schreiben einer '1' zu einer '0' unter
Verwendung der Impulssequenz 100 beschrieben. In dieser
Darstellung werden bei der Zeit t0 die Magnetmomentvektoren 53 und 57 in
die bevorzugten Richtungen ausgerichtet, wie in 2 gezeigt.
Diese Ausrichtung wird als eine '1' definiert.
-
Bei
einer Zeit t1 wird ein positiver Schreibwortstrom 60 eingeschaltet,
der induziert, dass das Hw80 in die positive
y-Ausrichtung ausgerichtet wird. Die Auswirkung eines positiven
Hw80 besteht darin, zu verursachen, dass
die na hezu ausgeglichene gegenausgerichtete MRAM-Dreischicht "umschaltet" (to "FLOP") und ungefähr 90° zu der Ausrichtung
des zugeführten
Feldes ausgerichtet wird. Die endliche antiferromagnetische Austauschwechselwirkung zwischen
den ferromagnetischen Schichten 45 und 55 erlaubt
es den Magnetmomentvektoren 53 und 57, nun um
einen kleinen Winkel in Richtung der Magnetfeldausrichtung auszulenken,
und der resultierende Magnetmomentvektor 40 schneidet den
Winkel zwischen den Magnetmomentvektoren 53 und 57 und
richtet sich nach dem Hw80 aus. Somit wird
der Magnetmomentvektor 53 im Uhrzeigersinn 94 gedreht.
Da der resultierende Magnetmomentvektor 40 die Vektoraddition
der Magnetmomentvektoren 53 und 57 ist, wird der
Magnetmomentvektor 57 ebenfalls im Uhrzeigersinn 94 gedreht.
-
Bei
einer Zeit t2 wird der positive Schreibbitstrom 70 eingeschaltet,
der das positive HB90 induziert. Folglich
wird der resultierende Magnetmomentvektor 40 gleichzeitig
in die positive y-Ausrichtung, durch das Hw80,
und die positive x-Ausrichtung, durch das HB90,
ausgerichtet, was die Auswirkung hat, zu verursachen, dass sich
der wirksame Magnetmomentvektor 40 weiter im Uhrzeigersinn 94 dreht, bis
er im Allgemeinen bei einem Winkel von 45° zwischen der positiven x- und
der positiven y-Ausrichtung ausgerichtet ist. Folglich drehen sich
die Magnetmomentvektoren 53 und 57 ebenfalls weiter
in Uhrzeigersinn 94.
-
Bei
einer Zeit t3 wird der Schreibwortstrom 60 ausgeschaltet,
sodass nun nur das HB90 den resultierenden
Magnetmomentvektor 40 ausrichtet, der nun in der positiven
x-Ausrichtung ausgerichtet
wird. Sowohl der Magnetmomentvektor 53, als auch 57, werden
nun im Allgemeinen bei Winkeln ausgerichtet sein, die ihre Anisotropie-Hartachsen-Instabilitätspunkte
passiert haben.
-
Bei
einer Zeit t4 wird der Schreibbitstrom 70 ausgeschaltet,
sodass keine magnetische Feldkraft auf den resultierenden Magnetmomentvektor 40 einwirkt.
Folglich werden die Magnetmomentvektoren 53 und 57 in
ihre nächsten
bevorzugten Ausrichtungen ausgerichtet, um die Anisotropieenergie
zu minimieren. In diesem Falle liegt die bevorzugte Ausrichtung
für den
Magnetmomentvektor 53 bei einem Winkel von 45° relativ
zu der positiven y- und der positiven x-Ausrichtung. Diese bevorzugte Ausrichtung liegt
außerdem
180° von
der ursprünglichen
Ausrichtung des Magnetmomentvektors 53 bei der Zeit t0 und wird als '0' definiert.
Somit ist die MRAM-Vorrichtung 10 zu einer '0' umgeschaltet worden. Es ist klar, dass die
MRAM-Vorrichtung 10 außerdem
durch Drehen der Magnetmomentvektoren 53, 57 und 40 unter
Verwendung von negativen Strömen,
sowohl in der Schreibwortleitung 20, als auch der Schreibbitleitung 30,
entgegen dem Uhrzeigersinn 96 umgeschaltet werden könnte, aber
zu darstellerischen Zwecken anders gezeigt wird.
-
Es
wird nun auf 6 Bezug genommen, darin wird
die Flip-Flop-Schreibbetriebsart zum Schreiben einer '0' zu einer '1' unter
Verwendung der Impulssequenz 100 dargestellt. Es werden
die Magnetmomentvektoren 53 und 57, sowie der
resultierende Magnetmomentvektor 40, bei jeder der Zeiten t0, t1, t2,
t3 und t4 dargestellt,
wie zuvor beschrieben, wobei die Fähigkeit gezeigt wird, den Zustand
der MRAM-Vorrichtung 10 von '0' zu '1' mit den selben Strom- und Magnetfeldausrichtungen
umzuschalten. Somit wird in den Zustand der MRAM-Vorrichtung 10 mit
einer Flip-Flop-Schreibbe triebsart geschrieben, die dem Bereich 97 in 3 entspricht.
-
Für die Direktschreibbetriebsart
wird angenommen, dass der Magnetmomentvektor 53 über eine
größere Größenordnung
verfügt
als der Magnetmomentvektor 57, sodass der Magnetmomentvektor 40 in
die selbe Richtung zeigt wie der Magnetmomentvektor 53,
aber über
eine kleinere Größenordnung
in dem Nullfeld verfügt.
Dieses unausgeglichene Moment erlaubt es der Dipolenergie, die dazu neigt,
das Gesamtmoment an dem zugeführten
Feld auszurichten, die Symmetrie des nahezu ausgeglichenen SAF aufzubrechen.
Somit kann ein Umschalten für
eine gegebene Polarität
eines Stroms nur in eine Richtung auftreten.
-
Es
wird nun auf 7 Bezug genommen, darin wird
ein Beispiel eines Schreibens einer '1' zu einer '0' Verwendung der Direktschreibbetriebsart
unter Verwendung der Impulssequenz 100 dargestellt. Wieder
ist hier der Speicherzustand anfänglich
eine '1', wobei der Magnetmomentvektor 53 in
einem Winkel von 45° bezüglich der
negativen x- und der negativen y-Ausrichtung ausgerichtet ist und
der Magnetmomentvektor 57 in einem Winkel von 45° bezüglich der
positiven x- und der positiven y-Ausrichtung ausgerichtet ist. Nach
der Impulssequenz, wie oben beschrieben, mit dem positiven Schreibwortstrom 60 und
dem positiven Schreibbitstrom 70, geschieht das Schreiben
in einer ähnlichen
Art und Weise wie in der Flip-Flop-Schreibbetriebsart, wie zuvor
beschrieben. Es ist zu beachten, dass die Momente wieder bei einer
Zeit t1 umschalten, der resultierende Winkel
jedoch, aufgrund des unausgeglichenen Momentes und der unausgeglichenen
Anisotropie, aus 90° gekippt
wird. Nach der Zeit t4 ist die MRAM-Vorrichtung 10 in
den '0'-Zustand umgeschaltet worden,
wobei das resultierende magnetische Moment 40 in einem Winkel
von 45° in
der positiven x- und der positiven y-Ausrichtung ausgerichtet ist,
wie gewünscht. Ähnliche
Ergebnisse werden erhalten, wenn eine '0' zu
einer '1' geschrieben wird,
nur jetzt mit dem negativen Schreibwortstrom 60 und dem
negativen Schreibbitstrom 70.
-
Es
wird nun auf 8 Bezug genommen, darin wird
ein Beispiel eines Schreibens unter Verwendung der Direktschreibbetriebsart
dargestellt, wenn der neue Zustand derselbe Zustand ist, wie der schon
gespeicherte. In diesem Beispiel ist eine '0' schon
in der MRAM-Vorrichtung 10 gespeichert und die Stromimpulssequenz 100 wird
nun wiederholt, um eine '0' zu speichern. Die
Magnetmomentvektoren 53 und 57 versuchen bei einer
Zeit t1 "umzuschalten", aber weil das unausgeglichene
magnetische Moment gegen das zugeführte magnetische Feld arbeiten
muss, wird die Drehung abgeschwächt.
Somit gibt es eine zusätzliche
Energiegrenze, um aus dem Rückwärtszustand
herauszudrehen. Bei der Zeit t2 ist das
dominante Moment 53 nahezu an der positiven x-Achse und
weniger als 45° von
seiner anfänglichen Anisotropieausrichtung
ausgerichtet. Bei einer Zeit t3 ist das
magnetische Feld entlang der positiven x-Achse ausgerichtet. Anstatt
weiter im Uhrzeigersinn zu drehen, verringert das System nun seine
Energie durch Ändern
der SAF-Momentsymmetrie bezüglich des
zugeführten
Feldes. Das passive Moment 57 überquert die x-Achse und das
System stabilisiert sich, wobei das dominante Moment 53 nahezu
in seine ursprüngliche
Ausrichtung zurückkehrt.
Daher bleibt bei einer Zeit t4, wenn das
magnetische Feld entfernt worden ist, der in der MRAM-Vorrichtung 10 gespeicherte
Zustand eine '0'. Diese Sequenz stellt den
Mechanismus der als Bereich 95 in
-
3 gezeigten
Direktschreibbetriebsart dar. Somit ist in dieser Konvention ein
positiver Strom, sowohl in der Schreibwortleitung 60, als
auch der Schreibbitleitung 70, erforderlich, um eine '0' zu schreiben, und umgekehrt ein negativer
Strom, sowohl in der Schreibwortleitung 60, als auch der Schreibbitleitung 70,
erforderlich, um eine '1' zu schreiben.
-
Wenn
größere Felder
zugeführt
werden, übersteigt
schließlich
die mit einem "flop
and scissor" verknüpfte Energieabnahme
die zusätzliche
Energiegrenze, die durch die Dipolenergie des unausgeglichenen Momentes
erzeugt wird, was ein Flip-Flop-Ereignis verhindert. An diesem Punkt
tritt ein Flip-Flop-Ereignis ein und das Umschalten wird durch den
Bereich 97 beschrieben.
-
Der
Bereich 95, für
den die Direktschreibbetriebsart gilt, kann erweitert werden, das
heißt,
der Flip-Flop-Betriebsartbereich 97 kann
in höhere
magnetische Felder bewegt werden, wenn die Zeiten t3 und
t4 gleich sind, oder so nahe wie möglich angeglichen
werden. In diesem Falle beginnt die Magnetfeldausrichtung bei einem
Winkel von 45° bezüglich der
Bitanisotropieachse, wenn der Schreibwortstrom 60 eingeschaltet
wird, und bewegt sich dann in eine parallele Ausrichtung mit der
Bitanisotropieachse, wenn der Schreibbitstrom 70 eingeschaltet
wird. Dieses Beispiel ähnelt
der typischen Magnetfeldanwendungssequenz. Nun werden jedoch der
Schreibwortstrom 60 und der Schreibbitstrom 70 im
Wesentlichen gleichzeitig ausgeschaltet, sodass sich die Magnetfeldausrichtung
nicht weiter dreht. Daher muss das zugeführte Feld groß genug
sein, sodass sich der resultierende Magnetmomentvektor 40 schon über seinen
Hart-Achsen-Instabilitätspunkt
bewegt hat, wobei sowohl der Schreib wortstrom 60, als auch der
Schreibbitstrom 70, eingeschaltet sind. Ein Flip-Flop-Schreibbetriebsartereignis
tritt nun mit geringerer Wahrscheinlichkeit ein, da die Magnetfeldausrichtung
nun nur um 45°,
anstatt um 90°,
wie vorher, gedreht wird. Ein Vorteil, über im Wesentlichen übereinstimmende
Abfallzeiten, t3 und t4,
zu verfügen,
besteht darin, dass es nun keine zusätzlichen Beschränkungen
bezüglich
der Reihenfolge der Feldanstiegszeiten t1 und
t2 gibt. Somit können die magnetischen Felder
in jeder beliebigen Reihenfolge eingeschaltet werden, oder können auch
im Wesentlichen übereinstimmen.
-
Die
zuvor beschriebenen Schreibverfahren sind hoch selektiv, weil nur
die MRAM-Vorrichtung, die sowohl den Schreibwortstrom 60,
als auch den Schreibbitstrom 70, zwischen der Zeit t2 und der Zeit t3 eingeschaltet
hat, Zustände
umschaltet. Dieses Merkmal wird in 9 und 10 dargestellt. 9 stellt
die Impulssequenz 100 dar, wenn der Schreibwortstrom 60 nicht
eingeschaltet ist und der Schreibbitstrom 70 eingeschaltet
ist. 10 stellt das entsprechende Verhalten des Zustandes
der MRAM-Vorrichtung 10 dar. Bei einer Zeit t0 sind
die Magnetmomentvektoren 53 und 57, sowie ein
resultierender Magnetmomentvektor 40, wie in 2 beschrieben,
ausgerichtet. In der Impulssequenz 100 ist der Schreibbitstrom 70 bei
einer Zeit t1 eingeschaltet. Während dieser
Zeit bewirkt das HB90, dass der resultierende
Magnetmomentvektor 40 in der positiven x-Ausrichtung ausgerichtet
wird.
-
Da
der Schreibwortstrom 60 nie eingeschaltet wird, werden
die resultierenden Magnetmomentvektoren 53 und 57 nie
durch ihre Anisotropie-Hartachsen-Instabilitätspunkte gedreht. Als ein Ergebnis richten
sich die Magnetmomentvek toren 53 und 57 in der
nächsten
bevorzugten Ausrichtung neu aus, wenn der Schreibbitstrom 70 bei
einer Zeit t3 ausgeschaltet wird, was in
diesem Falle die ursprüngliche Ausrichtung
bei der Zeit t0 ist. Somit wird der Zustand der
MRAM-Vorrichtung 10 nicht umgeschaltet. Es ist klar, dass
das selbe Ergebnis eintritt, wenn der Schreibwortstrom 60 bei ähnlichen
Zeiten eingeschaltet wird, wie oben beschrieben, und der Schreibbitstrom 70 nicht
eingeschaltet wird. Dieses Merkmal stellt sicher, dass nur eine
MRAM-Vorrichtung in einem Array umgeschaltet wird, während die anderen
Vorrichtungen in ihren ursprünglichen
Zuständen
bleiben. Als ein Ergebnis wird ein ungewolltes Umschalten vermieden
und die Bitfehlerrate minimiert.
-
In 11 wird
ein Speicher 110 gezeigt, der umfasst: ein Speicherarray 112,
einen Schreibwortdecodierer 114, einen Schreibwortleitungstreiber 116,
einen Lesewortdecodierer 118, einen Lesewortleitungstreiber 120,
einen oder mehrere Leseverstärker 122,
einen Lesebitdecodierer 124, einen Schreibbitdecodierer 126,
einen Schreibbittreiber 128, einen Komparator 130 und
einen Ausgangstreiber 132. Diese Elemente sind durch mehrere
Leitungen zusammengekoppelt. Zum Beispiel empfängt der Lesebitdecodierer 124 eine
Spaltenadresse, die aus mehreren Adressensignalen besteht. Das Speicherarray 112 ist
ein Array von Speicherzellen, die mit einer Flip-Flop-Operation
umgeschaltet werden können. Ein
Abschnitt von Speicherzellen für
das Speicherarray 112 ist das in 14 gezeigte
Speicherarray 200, das ein MRAM-Zellarray ist, das in dem Verfahren beschrieben
wird, das für
das Speicherarray 3 von 1 beschrieben
wurde, in dem das Schreiben in vier Schritten von 45°-Winkeln
stattfindet, bis 180° erreicht
sind. In diesem besonderen bevor zugten Zellarray gibt es getrennte
Wortleitungen und Bitleitungen für
einen Schreibbetrieb und einen Lesebetrieb.
-
Der
Lesewortdecodierer 118 empfängt eine Zeilenadresse und
ist an den Lesewortleitungstreiber 120 gekoppelt, der seinerseits
an das Speicherarray 112 gekoppelt ist. Für ein Lesen
wählt der
Lesewortdecodierer 118 eine Lesewortleitung in dem Speicherarray 112 basierend
auf der Zeilenadresse aus. Die ausgewählte Wortleitung wird durch
den Leseleitungstreiber 120 getrieben. Der Lesebitdecodierer 124,
der die Spaltenadresse empfängt
und zwischen den Leseverstärker 122 und
das Speicherarray 112 gekoppelt ist, wählt eine Lesebitleitung von
dem Lesebitdecodierer 124, basierend auf der Spaltenadresse,
von dem Speicherarray 112 aus und koppelt sie an den Leseverstärker 122.
Der Leseverstärker 122 erfasst
den logischen Zustand und koppelt ihn an den Ausgangstreiber 132 und
den Komparator 130. Für
ein Lesen stellt der Ausgangstreiber 132 ein Datenausgangssignal
DO zur Verfügung.
Für einen Schreibbetrieb
vergleicht der Komparator 130 den logischen Zustand der
ausgewählten
Zelle, der durch den Leseverstärker 122 zur
Verfügung
gestellt wird, mit dem gewünschten
zu schreibenden logischen Zustand, wie durch die Eingangsdaten zur
Verfügung gestellt.
-
Der
Schreibwortdecodierer 114 empfängt die Zeilenadresse und ist
an den Schreibwortleitungstreiber 116 gekoppelt, der seinerseits
an das Speicherarray 112 gekoppelt ist. Für ein Schreiben
wählt der Schreibwortdecodierer 114 eine
Schreibwortleitung basierend auf der Zeilenadresse in dem Speicherarray 112 aus
und der Schreibwortleitungstreiber treibt seinerseits diese ausgewählte Schreibwortleitung. Der
Schreibbitdecodierer 126 empfängt die Spaltenadresse und
ist gekoppelt, um den Schreibbittreiber 128 zu beschreiben,
der an das Speicherarray 112 gekoppelt ist. Der Schreibbitdecodierer 126 wählt basierend
auf der Zeilenadresse eine Schreibbitleitung aus und der Schreibbittreiber 128 treibt
seinerseits die ausgewählte
Schreibbitleitung, um den Zustand der ausgewählten Zelle hin- und herzuschalten.
-
Da
das Speicherarray 112 ein Flip-Flop-Speicher ist, wird
eine Schreib-Flip-Flop-Operation nun abgeschlossen, wenn der logische
Zustand der Zelle umgeschaltet werden muss, um den gewünschten
resultierenden logischen Zustand der ausgewählten Zelle zu erreichen. Somit
empfängt
der Komparator 130 den Ausgang einer Leseoperation in der
ausgewählten
Zelle von dem Leseverstärker 122 und
bestimmt, ob die ausgewählte
Zelle schon über
den gewünschten
logischen Zustand verfügt.
Wenn die ausgewählte
Zelle, wie durch die Zeilen- und Spaltenadresse bestimmt, über den
gewünschten
logischen Zustand verfügt, wird
die Schreiboperation bestimmt. Wenn der logische Zustand der ausgewählten Zelle
von dem gewünschten
Zustand verschieden ist, zeigt der Komparator dem Schreibbittreiber 128 an,
dass das Schreiben fortzusetzen ist, und der Schreibbittreiber für die ausgewählte Schreibbitleitung
treibt die ausgewählte
Schreibbitleitung.
-
In 12 wird
ein Teil des Speichers 110 von 11 gezeigt,
der umfasst: den an die Schreibwortleitungen WL gekoppelten Schreibwortleitungstreiber 116,
den an die Schreibbitleitungen BL gekoppelten Schreibbittreiber 128 und
die Zellen 134, 136, 138 und 140,
die an die Schnittpunkte der Schreibbitleitungen BL und der Schreibwortleitungen
WL gekoppelt sind. Damit ein Schreiben stattfindet, wird für eine hinreichende
Zeit einer ausgewählten
Wortlei tung WL ein Strom zur Verfügung gestellt, während in der
ausgewählten
Schreibbitleitung kein Strom fließt, um die erste Winkeländerung
in den Speicherzellen entlang der ausgewählten Schreibwortleitung zu
verursachen. Während
in der ausgewählten
Schreibwortleitung noch ein Strom fließt, ist durch die ausgewählte Schreibbitleitung
ein Strom geflossen, um die zweite Winkeländerung der ausgewählten Speicherzelle
zu verursachen. Diese zweite Winkeländerung findet nur bei dem
Schnittpunkt der stromführenden Schreibbitleitung
und Schreibwortleitung statt. Während
noch Strom durch die Schreibbitleitung fließt, wird der Stromfluss durch
die ausgewählte
Schreibwortleitung beendet, um eine dritte Winkeländerung in
der ausgewählten
Speicherzelle zu verursachen. Diese dritte Änderung findet nur bei dem
Schnittpunkt der ausgewählten
Schreibbitleitung und der ausgewählten
Schreibwortleitung statt. Eine vierte Winkeländerung der ausgewählten Speicherzelle
findet statt, wenn der Strom durch die ausgewählte Schreibbitleitung beendet
wird.
-
Der
Schreibbetrieb des Speichers 110 wird unter Bezugnahme
auf das Timingdiagramm von 13 weiter
erklärt.
Sowohl eine Leseoperation, als auch eine Schreib-Flip-Flop-Operation, werden durch
eine Änderung
in der Zeilen- oder Spaltenadresse initiiert, wie durch eine Freigabe
einer Lesewortleitung WLA gezeigt, wie in 13 gezeigt.
Obwohl das Schreiben nicht ausgeführt werden kann, bis bestimmt
worden ist, dass der logische Zustand umgeschaltet werden muss,
kann der Schreibzyklus trotzdem, wie angemerkt, dadurch beginnen,
dass die Schreibwortleitung freigegeben wird, bevor der Leseverstärker seine
Ausgabe zur Verfügung
stellt und der Komparator bestimmt, ob der logische Zustand umgeschaltet
werden muss. Ein Freigeben der Schreibwortleitung (Veranlassen,
dass Strom durchfließt)
verursacht die erste Winkeländerung
in der ausgewählten
Zelle sowie allen der Zellen entlang der ausgewählten Schreibwortleitung, aber
diese Änderung
wird umgekehrt, wenn der Strom beendet wird, ohne die Schreibbitleitung
freizugeben.
-
Somit
kann die ausgewählte
Schreibwortleitung freigegeben werden, bevor der Komparator seine
Bestimmung vornimmt, weil die erste Winkeländerung einfach durch Entfernen
des Stromes umgekehrt wird. Dies muss der Fall sein, weil alle Zellen auf
einer ausgewählten
Schreibwortleitung die erste Winkeländerung erfahren und alle,
außer
eine, nicht ausgewählt
werden. Nur die ausgewählte
Zelle erfährt
jedoch die zweite Winkeländerung
und diese findet statt, wenn die Schreibbitleitung freigegeben wird.
Es wird gezeigt, dass dies stattfindet, nachdem der Komparator seine
Bestimmung vorgenommen hat, dass eine Änderung des logischen Zustandes gewünscht wird.
Es wird gezeigt, dass die erste Winkeländerung von 0° zu 45° und die
zweite Änderung von
45° zu 90° vorgenommen
wird. Es wird gezeigt, dass die dritte Winkeländerung stattfindet, wenn die Schreibwortleitung
gesperrt wird (Strom wird beendet). Es wird gezeigt, dass diese
von 90° zu
135° vorgenommen
wird. Die letzte gezeigte Winkeländerung ist
die vierte Winkeländerung
und findet statt, wenn die Schreibbitleitung gesperrt wird. Es wird
gezeigt, dass diese Winkeländerung
von 135° zu
180° vorgenommen
wird.
-
Dies
zeigt außerdem,
dass die letzten Stufen des Schreibens nach den nächsten Adressenänderungen
andauern können,
was einen weiteren Zyklus initiiert. Der Anfang eines Zyklus beginnt
immer mit einem Lesen, auch wenn der Zyklus ein Schreibzyklus ist.
Die Adresse A wird zu der Adresse B geändert und verursacht, dass
die Lesewortleitung B ausgewählt
wird. Dies stört
das Schreiben der vorher ausgewählten
Zelle nicht. Dies stellt eine Lesewortleitungsänderung dar, aber auch wenn
die Adressenänderung
nur eine Spalte betrifft, sodass sich die ausgewählte Lesewortleitung nicht ändert, beeinflusst der
fortgesetzte Stromfluss den Abschluss des Schreibens nicht negativ.
Es ist außerdem
zu beachten, dass es nicht notwendig ist, dass die Schreibfreigabe
zu der Zeit aktiv ist, zu der der Zyklus beginnt, weil alle Zyklen
ohnehin mit einer Leseoperation beginnen. Das Schreibfreigabesignal
muss jedoch hinreichend früh
aktiv sein, damit die Schreibbitleitung aktiv wird.
-
Die
Erklärung
hat sich darauf bezogen, dass eine einzelne Zelle ausgewählt wird,
aber dies diente nur dem einfacheren Verständnis. In der Praxis wird typischerweise
eine Zahl von Zellen ausgewählt
und dies wird in 11 dadurch angezeigt, dass die
Signalverbindungen zwischen den Elementen mehrere Signalleitungen
sind. Somit würde
zum Beispiel, wenn der Speicher 110 ein x16-Speicher wäre, der Komparator 130 tatsächlich 16
verschiedene Vergleiche durchführen,
einen für
jede ausgewählte
Zelle. Von den sechzehn Vergleichen würden nur solche, die eine Nichtübereinstimmung
anzeigten, eine Schreiboperation dieser ausgewählten Zellen mit der Nichtübereinstimmung
verursachen. Die ausgewählten
Zellen, die eine Übereinstimmung
ergäben,
würden
nicht umgeschaltet.
-
In 14 wird
eine MRAM-Architektur 200 mit geerdeten Schreibbitleitungen
und elektrisch isolierten Lesebitleitungen dargestellt. Die MRAM-Architektur
verfügt
im Allgemeinen über
eine Mehrzahl von sich überschneidenden Schreibleitungen
in der Form von Bitleitungen und Wortleitungen, wobei eine Speicherzelle
bei jedem Schnittpunkt der Bitleitungen und Wortleitungen angeordnet
ist. Für
jede Speicherzelle gibt es eine Schreibbitleitung und eine Lesebitleitung. Genauso
gibt es für
jede Speicherzelle eine Schreibwortleitung und eine Lesewortleitung.
Zu darstellerischen Zwecken umfasst 14 eine
erste Schreibbitleitung 220, mit WBL0 bezeichnet, eine
Lesebitleitung 222, mit RBL0 bezeichnet, eine zweite Schreibbitleitung 224,
mit WBL1 bezeichnet, und eine zweite Lesebitleitung 226,
mit RBL1 bezeichnet. Zusätzlich umfasst 14 eine
erste Lesewortleitung 230, mit RWL0 bezeichnet, eine erste
Schreibwortleitung 232, mit WWL0 bezeichnet, eine zweite
Lesewortleitung 234, mit RWL1 bezeichnet, und eine zweite
Schreibwortleitung 236, mit WWL1 bezeichnet. Zur einfacheren
Darstellung werden vier Speicherzellen dargestellt, obwohl klar
ist, dass viele Speicherzellen implementiert sind. Eine Speicherzelle 210 verfügt über eine
magnetoresistive MTJ-Zelle 260 (MTJ = Tunnelverbindung)
und einen Auswähltransistor 261.
Eine Speicherzelle 212 verfügt über eine magnetoresistive Tunnelverbindungszelle 262 und
einen Auswähltransistor 263.
Eine Speicherzelle 214 verfügt über eine magnetoresistive Tunnelverbindungszelle 266 und einen
Auswähltransistor 267.
Eine Speicherzelle 216 verfügt über eine magnetoresistive Tunnelverbindungszelle 268 und
einen Auswähltransistor 269. Jede
der MTJ-Zellen 260, 262, 266 und 268 verfügt über drei
Leitungspfade, einen ersten oder horizontalen Leitungspfad, einen
zweiten oder vertikalen Leitungspfad und einen dritten oder diagonalen
Leitungspfad. Der erste und zweite Leitungspfad sind Schreibstromleitungspfade
und der dritte Leitungspfad ist ein Lese stromleitungspfad. Ein erster
Anschluss eines ersten Leitungspfades der MTJ-Zelle 260 ist über die
Schreibwortleitung 232 an einen VDD-Stromversorgungsspannungsanschluss
angeschlossen. Der VDD-Stromversorgungsspannungsanschluss
ist eine positive Spannung relativ zur Erde. Ein zweiter Anschluss
des ersten Leitungspfades der MTJ-Zelle 260 ist an einen
ersten Anschluss des ersten Leistungspfades der MTJ-Zelle 262 angeschlossen.
Ein erster Anschluss eines zweiten Leitungspfades der MTJ-Zelle 260 ist
an einen Erdanschluss über
die Schreibbitleitung 220 durch Anschließen eines
ersten Endes der Schreibbitleitung 220 an die Erde angeschlossen.
Ein zweiter Anschluss des zweiten Leitungspfades der MTJ-Zelle 260 ist
an einen ersten Anschluss eines zweiten Leitungspfades der MTJ-Zelle 266 angeschlossen.
Ein erster Anschluss eines dritten Leitungspfades der MTJ-Zelle 260 ist
an eine erste Stromelektrode oder eine Source des Auswähltransistors 261 angeschlossen.
Ein zweiter Anschluss des dritten Leitungspfades der MTJ-Zelle 260 ist
an den zweiten Anschluss ihres zweiten Leitungspfades angeschlossen.
Eine zweite Stromelektrode oder ein Drain des Auswähltransistors 261 ist
an die Lesebitleitung 222 angeschlossen. Eine Steuerelektrode
oder ein Gate des Auswähltransistors 261 ist
an die Lese-Schreib-Leitung 230 angeschlossen. Ein zweiter
Anschluss des ersten Leistungspfades der MTJ-Zelle 262 ist über die Schreibwortleitung 232 an
einen Schreibzeilen-Decodierer/Treiber 252 gekoppelt, der
als ein Wortzeilendecodierer und ein Wortschreibtreiber arbeitet. Ein
erster Anschluss eines zweiten Leitungspfades der MTJ-Zelle 262 ist über die
Wortbitleitung 224 an die Erde angeschlossen. Ein zweiter
Anschluss des zweiten Leitungspfades der MTJ-Zelle 262 ist über die
Schreibbitlei tung 224 an einen ersten Anschluss eines zweiten
Leitungspfades der MTJ-Zelle 268 angeschlossen. Ein erster
Anschluss eines dritten Leitungspfades der MTJ-Zelle 262 ist
an eine erste Stromelektrode oder eine Source des Auswähltransistors 263 angeschlossen.
Ein zweiter Anschluss des dritten Leitungspfades der MTJ-Zelle 262 ist
an den zweiten Anschluss ihres zweiten Leitungspfades angeschlossen.
Eine zweite Stromelektrode oder ein Drain des Auswähltransistors 263 ist
an die Lesebitleitung 226 angeschlossen. Eine Steuerelektrode oder
ein Gate des Auswähltransistors 263 ist
an die Lesewortleitung 230 angeschlossen. Ein erster Anschluss
eines ersten Leitungspfades der MTJ-Zelle 266 ist über die
Schreibwortleitung 236 an einen VDD-Stromversorgungsspannungsanschluss
angeschlossen. Ein zweiter Anschluss des ersten Leitungspfades der
MTJ-Zelle 266 ist an einen ersten Anschluss des ersten
Leitungspfades der MTJ-Zelle 268 angeschlossen. Ein zweiter
Anschluss des zweiten Leitungspfades der MTJ-Zelle 266 ist über die Schreibbitleitung 220 an
einen Schreibspalten-Decodierer/Treiber 240 gekoppelt,
der als ein Bitspaltendecodierer und ein Bitschreibtreiber arbeitet.
Ein erster Anschluss eines dritten Leitungspfades der MTJ-Zelle 266 ist
an eine erste Stromelektrode oder Source des Auswähltransistors 267 angeschlossen. Ein
zweiter Anschluss des dritten Leitungspfades der MTJ-Zelle 266 ist
an den zweiten Anschluss ihres zweiten Leitungspfades angeschlossen.
Eine Steuerelektrode oder ein Gate des Auswähltransistors 267 ist
an die Lesewortleitung 234 angeschlossen und eine zweite
Stromelektrode oder Drain des Transistors 267 ist an die
Lesebitleitung 222 angeschlossen. Ein zweiter Anschluss
des ersten Leitungspfades der MTJ-Zelle 268 ist über die
Schreibwortlei tung 236 an einen Schreibzeilen-Decodierer/Treiber 256 gekoppelt,
der als ein Wortzeilendecodierer oder Wortschreibtreiber arbeitet.
Ein zweiter Anschluss eines zweiten Leitungspfades der MTJ-Zelle 268 ist über die
Schreibbitleitung 224 an einen Schreibspalten-Decodierer/Treiber 244 gekoppelt,
der als ein Bitspaltendecodierer und ein Bitschreibtreiber arbeitet.
Ein erster Anschluss des dritten Leitungspfades der MTJ-Zelle 268 ist
an eine erste Stromelektrode oder Source des Auswähltransistors 269 angeschlossen.
Ein zweiter Anschluss des dritten Leitungspfades der MTJ-Zelle 268 ist
an einen zweiten Anschluss ihres zweiten Leitungspfades angeschlossen.
Eine Steuerelektrode oder ein Gate des Auswähltransistors 269 ist
an die Lesewortleitung 234 angeschlossen. Eine zweite Stromelektrode
oder ein Drain des Auswähltransistors 269 ist
an die Lesebitleitung 226 angeschlossen. Ein Lesezeilen-Decodierer/Treiber 250 ist
an die Lesewortleitung 230 angeschlossen. Der Lesezeilen-Decodierer/Treiber 250 arbeitet
als ein Lesezeilendecodierer und ein Leseworttreiber. Ein Lesezeilen-Decodierer/Treiber 254 ist
an die Lesewortleitung 234 angeschlossen. Ein Eingang eines
Lesespaltendecodierers 242 ist an die Lesebitleitung 222 angeschlossen.
Ein Ausgang des Lesespaltendecodierers ist an einen ersten Eingang eines
Leseverstärkers 270 angeschlossen.
Ein Eingang eines Lesespaltendecodierers 246 ist an die
Lesebitleitung 226 angeschlossen. Ein Ausgang des Lesespaltendecodierers 246 ist
an einen zweiten Eingang des Leseverstärkers 270 angeschlossen. Ein
Ausgang des Leseverstärkers 270 ist
an einen Datenausgang zur Bereitstellung einer Datenausgabe angeschlossen.
-
Es
wird angenommen, dass unter Betriebsbedingungen eine Flip-Flop-Schreiboperation
in der Speicherzelle 210 in der MRAM-Architektur 200 erforderlich
ist, um den Zustand der Speicherzelle hin- und herzuschalten. Zuerst
treibt der Schreibzeilen-Decodierer/Treiber 252 in Reaktion
auf ein Decodieren einer Speicherzeilenadresse einen ersten Strom über den
Schreibschwellenwert durch die Schreibwortleitung 232 über die
Speicherzellen 210 und 212 und andere (nicht gezeigt)
von dem VDD-Anschluss zu einem Erdanschluss
(nicht gezeigt) in dem Schreibzeilen-Decodierer/Treiber 252.
Dann treibt der Schreibspalten-Decodierer/Treiber 240, während der
Schreibzeilen-Decodierer/Treiber 252 seinen Strom aufrechterhält, in Reaktion
auf ein Decodieren einer Speicherspaltenadresse einen zweiten Strom über den
Schreibschwellenwert durch die Schreibbitleitung 220 über die
Speicherzellen 210 und 214 und andere (nicht gezeigt)
zu dem Erdanschluss. Dann stoppt der Schreibzeilen-Decodierer/Treiber 252,
während
der Schreibzeilen-Decodierer/Treiber 240 seinen Strom aufrechterhält, das
Treiben des ersten Stroms. Der Schreibspalten-Decodierer/Treiber 240 stoppt
dann das Treiben des zweiten Stroms. Diese Sequenz von Strömen verursacht, dass
sich der Zustand der MTJ-Zelle 260 durch ein Manipulieren
des magnetischen Feldes ändert,
wie oben beschrieben.
-
Es
wird nun angenommen, dass eine Leseoperation in der Speicherzelle 210 in
der MRAM-Architektur 200 erforderlich ist, um den Zustand
der Speicherzelle zu lesen. Zuerst behauptet der Lesezeilendecodierer/-treiber 250 in
Reaktion auf das Decodieren einer Speicherzeilenadresse die Zeilenwortleitung 230 durch
Erhöhen
des Spannungspotentials der Zeilenwortleitung 230 auf eine
erhöhte
Spannung. Der Aus wähltransistor 261 schließt dann
einen Anschluss des dritten Strompfades, des Lesestrompfades durch
die magnetische Tunnelverbindung, der MTJ-Zelle 260 an
die Lesebitleitung 222 an. Der Auswähltransistor 263 schließt außerdem einen
Anschluss des dritten Strompfades, des Lesestrompfades, der MTJ-Zelle 262 an
die Lesebitleitung 226 an. In Reaktion auf das Decodieren
einer Speicherspaltenadresse wird der Lesespaltendecodierer 242 behauptet,
wobei die Lesebitleitung 222 an den Leseverstärker 270 angeschlossen
wird, der den Zustand der MTJ in der Speicherzelle 210 erfasst.
Der Lesespaltendecodierer 246 wird nicht behauptet. In
Reaktion auf die Leseoperation stellt der Leseverstärker 270 ein
Ausgangssignal, Daten Aus, zur Verfügung, das den Bitzustand der
Speicherzelle 210 anzeigt.
-
In 15 wird
eine Darstellung eines Querschnitts einer Speicherzelle gezeigt,
die die MTJ-Zelle 260 und den Auswähltransistor 261 umfasst.
Diese zeigt die bekannten Elemente einer MRAM-Vorrichtung, die angeordnet
sind, um Nutzen aus der Architektur von 14 zu
ziehen. In einer typischen Anwendung der MRAM-Technologie sind die MRAM-Vorrichtungen auf
einer Schaltung mit einer extensiven Logik, wie zum Beispiel einem
Mikroprozessor, vorhanden. In einem solchen Fall gibt es mehrere
Ebenen von Metall, um die Logikkonstruktion aufzunehmen, und das
Speicherelement der MRAM-Vorrichtung wird hergestellt, nachdem solche Metallschichten
gebildet worden sind. Dies liegt daran, dass die typische Tunnelverbindung
nicht in der Lage ist, Temperaturen über ungefähr 400°C ohne eine Schädigung auszuhalten.
-
Die
Speicherzelle 210 umfasst eine Tunnelverbindung 300,
die in enger Nachbarschaft zu der Schreibbitleitung 220 angeordnet
und an diese angeschlossen ist, und eine Verbindung 306 in
enger Nachbarschaft zu dem Schreibstrompfad 232. Der Transistor 261 umfasst
eine Source 322, einen Drain 324 und ein Gate 323.
Die Source 322 des Transistors 261 ist an die
MRAM-Vorrichtung 260 über
eine Verbindung 318, eine Verbindung 308, eine
Verbindung 310 und eine Verbindung 312 angeschlossen, die
als Metallschichten zur Verwendung durch eine Logik gebildet werden.
Diese Metallverbindungsschichten werden durch Bohrungen zusammengeschaltet,
wie gut bekannt ist. Der Schreibstrompfad 232 wird in der
selben Metallschicht wie die Verbindung 318 gebildet. Das
Gate 323 ist ein Teil der Lesewortleitung RWL0 230 und
wird periodisch an die Verbindung 320 angeschlossen. Die
Verwendung der Verbindung 320 besteht darin, den Widerstand
der RWL0 230 zu verringern. Dies ist eine bekannte "Strapping"-Technik, um den
relativ hohen Widerstand von Polysilizium zu vermeiden. Die Lesebitleitung 222 ist
an den Drain 324 des Transistors 261 über eine
Verbindung angeschlossen.
-
In 16 wird
ein Querschnitt durch die Speicherzelle 210 und die Source 322 des
Transistors 261, wie in 15 angezeigt,
gezeigt. Dieser Querschnitt ist erweitert, um die Speicherzelle 212 und
den Transistor 263 zu umfassen. Dieser zeigt die Lesebitleitung
RBL0 222 bei der selben Verbindungsstufe wie die Verbindung 310 und
die Lesebitleitung RBL1 226 bei der selben Verbindungsstufe
wie die Verbindung 312. Es ist zu beachten, dass die Tunnelverbindung 300 und
die WWL0 232 von der Querschnittslinie verschoben sind
und somit in 16 nicht vorkommen. Der in 16 vorhandene
Teil der Speicherzelle 212 ist die Schreibbitleitung WBL1 224. Ähnlich der
Speicherzelle 210, ist der dritte Strompfad der Speicherzelle 212 an
den Transistor 263 durch die Verbindung 340, die
Verbindung 338, die Verbindung 336, die Verbindung 334 und
die Verbindung 330 angeschlossen. Die Verbindungen 306 und 330 stellen
die direkte Verbindung zu den Tunnelverbindungen der Speicherzellen 210,
beziehungsweise 202, zur Verfügung. Diese Querschnitte zeigen,
dass diese Architektur hergestellt werden kann, ohne das ungewöhnliche
Strukturen benötigt werden,
die eine spezielle Verarbeitung erfordern würden.
-
Jetzt
ist klar, dass eine verbesserte MRAM-Architektur zur Verfügung gestellt
worden ist. Die offenbarte MRAM-Architektur
verbessert sowohl die Speichergeschwindigkeit, als auch die Speicherbereichseffizienz.
Im Besonderen wird die Lesegeschwindigkeit verbessert, ohne an Schreibeffizienz einzubüßen. In
dieser Architektur koppelt der Bitauswähltransistor ein Ende oder
einen Anschluss der magnetischen Tunnelverbindung (MTJ) direkt an
die Bitleitung, anstatt einen Anschluss der Tunnelverbindung an
die Erde anzuschließen,
wie dies in anderen Architekturen der Fall ist. Der zweite Anschluss
der Tunnelverbindung wird an die Schreibbitleitung angeschlossen,
wobei die Schreibbitleitung an die Erde oder eine andere Referenzanschlussspannung
angeschlossen ist. Die direkte Verbindung über den Auswähltransistor
der MTJ zu der Bitleitung gestattet eine elektrische Isolation der
Lesebitleitung von der Schreibbitleitung, wodurch die Kapazität auf der
Lesebitleitung signifikant verringert und die Geschwindigkeit der
Leseoperation verbessert wird. Im Gegensatz dazu sind, wenn die
Lesebitleitung die die Schreibbitleitung der selbe Leiter sind,
Schalter an jedem Ende erforderlich, um die Bitleitung während der Leseoperation
zu isolieren. Diese Schalter koppeln eine signifikante parasitäre Kapazität an die
Bitleitung, wodurch die Leseoperation wesentlich verlangsamt wird.
Zusätzlich
sind diese Schalter notwendigerweise von großer Ordnung, um dem signifikanten Schreibstrom
einen kleinen Widerstand zur Verfügung zu stellen. Somit resultiert
die Eliminierung eines Schalters an einem Ende einer jeden Schreibbitleitung
in einer signifikanten Größeneinsparung
in der Speicherarchitektur 200.
-
Dem
Fachmann auf dem Gebiet kommen leicht verschiedene Änderungen
und Modifizierungen der hierin zu darstellerischen Zwecken gewählten Ausführungsformen
in den Sinn. Zum Beispiel kann der dargestellte Transistor mit jeder
beliebigen Art von Transistor implementiert werden und verschiedene
Leitfähigkeiten
können
implementiert werden. Verschiedene Arten von magnetoresistiven Speicherzellen
können
unter Verwendung der hierin beschriebenen Speicherarchitektur implementiert werden.
Obwohl hierin eine bestimmte Art von MRAM-Zelle beschrieben und
diskutiert wird, können MRAM-Zellen verwendet
werden, die nach unterschiedlichen Prinzipien arbeiten. Die vorliegende
Erfindung kann bezüglich
verschiedener Halbleiterherstellungsverfahren skaliert werden. Die
Zahl der in 15 und 16 dargestellten
Verbindungen ist beispielhaft und kann für eine spezifische Anwendung
sowohl erhöht
als auch verringert werden. Jede beliebige Art von Leseverstärkerarchitektur
kann in Zusammenhang mit einem Implementieren des in den Abbildungen
dargestellten Leseverstärkers
verwendet werden. Zusätzlich
können
verschiedene Implementierungen von Spalten- und Zeilendecodierern
und Speichertreibern verwendet werden. Es ist klar, dass die dargestellten
Wort- und Bitleitungen von den gezeigten ausgetauscht werden können, oder
dass sich Wort- und
Bitleitungen abwechseln, anstatt in einem Zeilen- und Spaltenlayout
getrennt zu werden. Jede beliebige Bitgröße eines Speichers kann implementiert
werden und jede beliebige Gruppierung durch Abschnitte von Speicherzellen
kann implementiert werden.
-
In
dem Maße
in dem solche Modifizierungen und Variationen nicht von dem Geist
der Erfindung abweichen, sollen sie in ihrem Umfang enthalten sein,
der nur durch eine angemessene Interpretation der folgenden Ansprüche festgesetzt
wird.
-
Oben
sind Nutzen, andere Vorteile und Lösungen von Problemen mit Bezug
auf spezifische Ausführungsformen
beschrieben worden. Jedoch sollen die Nutzen, Vorteile, Lösungen von
Problemen und jedes beliebige Element, das irgend einen Nutzen oder
Vorteil verursacht, oder verursacht, dass keine Lösung eintritt,
oder ausgeprägter
ausfällt, nicht
als ein kritisches, erforderliches, oder wesentliches Merkmal, oder
Element irgend eines Anspruchs oder aller Ansprüche gedeutet werden. Wie hierin verwendet,
sollen die Ausdrücke "umfasst", "umfassend", oder eine beliebige
andere ihrer Variationen, eine nicht exklusive Einbeziehung umfassen,
sodass ein Prozess, ein Verfahren, ein Artikel oder eine Vorrichtung,
die eine Liste von Elementen umfasst, nicht nur diese Elemente enthält, sondern
weitere Elemente umfassen kann, die nicht ausdrücklich aufgelistet oder einem
solchen Prozess, Verfahren, Artikel oder einer solchen Vorrichtung
inhärent
sind. Der hierin verwendete Ausdruck "ein" wird
als Eins oder mehr als Eins definiert. Der hierin verwendete Ausdruck "Mehrzahl" wird als Zwei oder
mehr als Zwei definiert. Der hierin verwendete Ausdruck "ein anderer" wird als mindestens
ein zweiter oder mehr definiert.
-
Die
hierin verwendeten Ausdrücke "und/oder haben" werden als umfassen
definiert (das heißt,
offene Sprache). Der hierin verwendete Ausdruck "gekoppelt" wird als angeschlossen definiert, obwohl nicht
notwendigerweise direkt und nicht notwendigerweise mechanisch.