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Beschreibung des Standes der Technik
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Die
Aufnahme eines akusto-optischen Deflektors bei der Durchführung der
Zeilenabtastung eines Laserflecks in einem konfokalen Lasermikroskop erzeugt
eine Einheit, die mit hoher Geschwindigkeit und hoher Flexibilität arbeiten
kann, d.h. mit einer variablen Abtastamplitude, und die für verschiedene
Arten konfokaler Mikroskopie geeignet ist. Infolge einer raschen
Zeilen- und Bildabtastung ist es damit möglich, in einer sehr kurzen
Zeitspanne eine Anzahl dünner
Bildabschnitte elektronisch zu kombinieren, um ein Bild mit verbesserter
Tiefenschärfe
zu erzeugen. Solche Sammlungen von Bildabschnitten werden einfach
in eine dreidimensionale Rekonstruktion des ursprünglichen
Objektvolumens umgewandelt, wodurch räumliche Beziehungen zwischen
den Objektkomponenten rasch visuell dargestellt und gemessen werden
können.
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1 stellt
ein Beispiel eines konfokalen Laserabtastmikroskops dar, bei dem
ein akusto-optischer Deflektor verwendet wird, um die Zeilenabtastung
eines Laserflecks durchzuführen.
Ein solches konfokales Laserabtastmikroskop ist in
EP-A-0 284 136 offenbart.
Ein Laserlichtstrahl
1 durchläuft ein optisches Strahlerweiterungssystem
2 und
3,
gefolgt von einem Strahlteiler
4, einem akusto-optischen
Deflektor
5 mit einer plano-zylindrischen Linse
5.1 und einer
plano-konvexen Linse
5.2, beide an der Eingangs- und Ausgangsseite,
einer Linse
6, einem Deflektor
7, der ein Spiegelgalvanometer
sein kann, einer Linse
8, einer Viertelwellenplatte
16 sowie
einem Objektiv
9 zum Fokussieren des Laserstrahls
18 auf ein
Objekt. In einer Objektebene
10 ist ferner ein nicht dargestelltes
Objekt auf einer stationären
Objektbühne
angeordnet. Das reflektierte Licht
19 durchquert einen
Rückführweg, der
bis zu dem Strahlteiler
4 mit dem Ausgangsweg identisch
ist, wonach er in ein Polarisierungsfilter
11, ein weiteres
Objektiv
13, ein räumliches
Filter
14, eine Linse
17, ein Passband- oder Sperrfilter
12,
und schließlich
einen Detektor
15 aufgeteilt ist.
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2 gibt
ein weiteres Beispiel an. Ein dichromatischer Spiegel 20 ist
in den Strahlengang zwischen der plano-zylindrischen Linse 5.1 und
der Linse 6 eingegliedert worden. Der Spiegel überträgt das (kurzwellige)
Laserlicht und lenkt das langwellige Rückführlicht, das beispielsweise
aus Fluereszenz stammt, ab. Man beachte, dass eine einfache Änderung
der Geometrie die Anwendung eines dichromatischen Spiegels ermöglicht,
der das (kurzwellige) Laserlicht reflektiert und das langwellige
Rückführlicht überträgt. Dieses
Licht passiert eine Korrekturlinse 21 und wird mit einem
Objektiv 22 auf ein räumliches
Filter 23 fokussiert, das ein Schlitzfilter ist, weshalb
dieses System konfokale Eigenschaften aufweist. Auf diese Weise
wird ein Zeilendetektor mit einer darauf folgenden Linse 24 und
einem Detektor 26 gebildet. Zwischen der Linse 24 und
dem Detektor 26 sind ein oder mehrere Passband- oder Sperrfilter 25 eingebaut,
welche die gleiche Funktion wie die des Passband- oder Sperrfilters 12 aufweist/aufweisen.
Bei dieser Ausführungsform
kann das Rückführlicht,
das eine andere Wellenlänge
aufweist als die des Ausgangslichts, vorteilhafterweise darauf überprüft werden,
ob der akustooptische Deflektor einen zu geringen Wirkungsgrad für dieses
Licht hat, d.h. eine zu große
Dämpfung
bzw. Abschwächung
ergibt.
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Hintergrund der Erfindung
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Bei
biologischen Objekten, die auto-fluoreszierend sind oder die mit
fluoreszierenden Sonden versehen worden sind, besteht eine häufige Anforderung
darin, multispektrale Komponentenbilder von dem Objekt zu extrahieren,
welche eine Untersuchung der räumlichen
Beziehungen zwischen den verschiedenartig markierten Komponenten
ermöglicht.
Lebende biologische Objekte beinhalten dynamische Prozesse, die
durch Fluoreszenz markiert werden können, so dass durch Wiederholen
der gleichen multispektralen Abtastung des Objekts die zeitliche
Dynamik dieser Prozesse ebenfalls untersucht werden kann. Bei all
diesen Arten von Experimenten ist es wichtig, über die Fähigkeit zu verfügen, während des
Abtastvorgangs rasch Erregungs-Wellenlängen zu schalten, und die Erfindung
zielt darauf ab, ein Verfahren zur Bewerkstelligung einer schnellen Mehrfach-Wellenlängenabtastung
in einem konfokalen Laserabtastmikroskop auf der Basis eines akusto-optischen
Deflektors bereitzustellen, der eine schnelle Mehrfach-Wellenlängenabtastung
liefert.
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US-B-6449039 bezieht
sich auf ein konfokales Zwei-Photon-
oder Mehr-Photon-Laserabtastmikroskop, das auf einer AOD-Abtasttechnologie
beruht, die kurz gepulste Laserquellen einsetzt. Bei dieser Art
von Mikroskop ist die Drehung des AOD (und Spiegels/Prismas) erforderlich,
um eine wirksame Übertragung
der Beleuchtung durch das AOD bei IR-nahen Wellenlängen, die
für diese
Art konfokaler Mikroskopie erforderlich sind, zu erzielen. Mit den kurzen
Impulsen, die bei dieser Art von Mikroskop eingesetzt werden, ist
kein schnelles Umschalten oder Ändern
der Eingangswellenlängen
möglich,
und der Linseneffekt wird demgemäß bei dieser
Bezugsschrift nicht behandelt.
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Abriss der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein konfokales Laserabtastmikroskop,
wie es in Anspruch 1 oder in Anspruch 2 definiert ist, und auf ein Verfahren
zum Erzielen einer schnellen Mehrfach-Wellenlängenabtastung in einem konfokalen Laserabtastmikroskop
auf der Basis eines akustooptischen Deflektors, wie es in Anspruch
18 oder 19 definiert ist. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Es
zeigen:
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1 ein
Beispiel eines konfokalen Laserabtastmikroskops nach dem Stand der
Technik, bei dem ein akustooptischer Deflektor verwendet wird, um
die Zeilenabtastung eines Laserflecks durchzuführen,
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2 ein
weiteres Beispiel eines konfokalen Laserabtastmikroskops nach dem
Stand der Technik,
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3 ein
Diagramm zur Erläuterung
des Bereichs anwendbarer Ablenkwinkel, die bei einem in einem konfokalen
Laserabtastmikroskop gemäß der vorliegenden
Erfindung eingesetzten akusto-optischen Deflektor (AOD) erhältlich sind,
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4 ein
Diagramm zur Erläuterung
der Verbesserung des Winkelabtastbereichs, wenn ein akusto-optischer
Deflektor mechanisch um seine Mittelachse gedreht wird, gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen
Wenn ein akusto-optischer Deflektor als Ablenkelement in einem Abtastsystem
verwendet wird, bestehen eine Anzahl von Nachteilen, die in Betracht
zu ziehen sind.
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Infolge
der dispersiven Natur des akusto-optischen Deflektors durchläuft das
Rückführlicht
einer anderen Wellenlänge
(beispielsweise Fluoreszenz) als der des Laserlichts nicht mehr
das räumliche
Filter. Das räumliche
Filter kann durch drei piezoelektrische Kristalle bewegt werden,
einer für
jede der drei Achsen des XYZ-Koordinatensystems, und kann auf eine
Art und Weise gesteuert werden, die diesen Effekt eliminiert.
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Aufgrund
der Übergangszeit über einer Apertur
eines akusto-optischen Deflektors bei einer Änderung der akustischen Wellenfrequenz
erzeugt ein akusto-optischer Deflektor einen zylindrischen "Linsen"effekt, der durch
den Unterschied der Ablenkwinkel der auftreffenden Wellenlänge an den zwei
Enden der Apertur des akusto-optischen Deflektors bewirkt wird.
Die Differenz des Ablenkwinkels zwischen den Enden der Apertur des
akusto-optischen Deflektors nimmt mit zunehmenden Ablenk-Abtastraten
zu, da die Übergangszeit über der Apertur
des akusto-optischen Deflektors konstant ist.
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Die
Bragg-Gleichung (Wellenlänge
= 2 × akustische
Frequenz × sin(Ablenkwinkel))
bechreibt, wie der Ablenkwinkel von der Wellenlänge eines durch einen akusto-optischen
Deflektor passierenden Lichtstrahls abhängt. Der absolute Ablenkwinkel und
die Differenz der Ablenkwinkel des Lichtstrahls an den Enden der
Apertur des akusto-optischen Deflektors nimmt mit zunehmender Wellenlänge des Lichtstrahls
zu, wenn ein den akusto-optischen Deflektor antreibender Oszillator
einem konstant wiederholten Muster von Frequenz-Zeit-Ablenkungen (frequency sweeps)
folgt.
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Ohne
Versuche, den oben beschriebenen Linseneffekt zu korrigieren, beeinflussen Änderungen
der Wellenlänge
des beleuchtenden Lichtstrahls und Änderungen in der Abtastrate
die Position und Größe des abgetasteten
Bereichs am Abtastobjekt und verschlechtern auch die Bildqualität aufgrund
der Einführung
eines Astigmatismus in den Strahlengang. Die Erfindung bietet verschiedene
Verfahren zum Ausgleichen des Linseneffekts.
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Gemäß einer
ersten Ausführungsform
umfaßt
ein Verfahren zum Bewerkstelligen einer schnellen Mehrfach-Wellenlängenabtastung
in einem konfokalen Laserabtastmikroskop auf der Basis eines akusto-optischen
Deflektors gemäß der Erfindung: dynamisches
Einstellen eines Strahlengangs des akustooptischen Deflektors basierend
auf einem konfokalen Mikroskop durch mechanische Mittel gemäß einer
ausgewählten
Wellenlänge
des Laserlichtstrahls durch Einstellen der Position einer Astigmatismus-Ausgleichslinse,
die dem akusto-optischen Deflektor zugeordnet ist, und der Position
einer Kollimierlinse derart, dass eine Bewegung der Astigmatismus-Ausgleichslinse,
die dem akusto-optischen Deflektor zugeordnet ist, und der Position
einer Kollimierlinse derart, dass eine Bewegung der Astigmatismus-Ausgleichslinse
dem Astigmatismus entgegenwirkt, der durch Änderungen in der Eingangsstrahl-Wellenlänge oder
in der Ablenk-Abtastrate induziert wird, und so, dass eine Bewegung
der Kollimierlinse einer etwaigen Brennweitenänderung infolge der Neupositionierung
der Astigmatismus-Ausgleichslinse entgegenwirkt, womit Astigmatismus- und
Kollimieränderungen
infolge der Änderung
der Eingangsstrahl-Wellenlänge
ausgeglichen werden und erfasste Bilder eines Objekts durch elektronische Mittel
so modifiziert werden, dass eine Ausrichtung der Abtastzeilen des
Bildes bei allen Wellenlängen eingehalten
wird.
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Ein
konfokales Laserabtastmikroskop gemäß dieser Ausführungsform
der Erfindung umfasst: Mittel, die eine Laserlichtquelle umfassen,
zum Emittieren von Laserlichtstrahlen mit unterschiedlichen Wellenlängen, einen
Strahlengang zum Richten der Laserlichtstrahlen von dem Laserlichtstrahl-Emittiermittel
zu einer Objektstufe zum Haltern eines Objekts, wobei der Strahlengang
umfasst: einen ersten Deflektor mit einem akusto-optischen Deflektor
zum Ausführen
einer Zeilenabtastung, mindestens ein Objektiv zum Fokussieren des
Laserlichtstrahls auf das Objekt an der Objektstufe, einen zweiten
Deflektor, der zwischen dem akusto-optischen Deflektor und dem mindestens
einen Objektiv positioniert ist, um eine Frame- bzw. Bildabtastung
durchzuführen, wobei
der zweite Deflektor und das mindestens eine Objektiv so positioniert
sind, dass die von dem Objekt zurückgeführten Lichtstrahlen dem gleichen
Strahlengang folgen wie die auf das Objekt fokussierten Laserlichtstrahlen
bis zu dem zweiten Deflektor und einschließlich diesem, mindestens einen
Detektor, der in dem Rückführlicht-Strahlengang stromab
des zweiten Deflektors positioniert ist, um die zurückgeführten Lichtstrahlen
von dem Objekt zu erfassen, wobei das Objekt durch die Laserlichtstrahlen
von dem Laserlichtstrahl-Emittiermittel abgetastet werden kann,
und Messungen mit dem mindestens einen Detektor vorgenommen werden
können,
um Bilder des Objekts zu erhalten, sowie ein elektronisches Steuer-
und Bilderzeugungssystem, welches das Laserlichtstrahl-Emittiermittel
so steuern kann, dass es individuelle Laserlichtstrahlen sequentiell
mit ausgewählten Wellenlängen emittiert
und Antriebsparameter des akustooptischen Deflektors durch dynamisches
Steuern der Startfrequenz und der Endfrequenz des akusto-optischen
Deflektors dynamisch so regeln kann, dass eine konstante Zeilenabtastposition
bei allen Eingangsstrahl-Wellenlängen
eingehalten wird, wobei dynamisch die Frequenzänderungsrate des Antriebssignals
zu dem akusto-optischen Deflektor derart gesteuert wird, dass ein
konstanter Objektiveffekt bei allen Eingangsstrahl-Wellenlängen erhalten
wird, um eine Ausrichtung der Abtastzeilen des Bildes bei allen
Wellenlängen
einzuhalten.
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Eine
erste Ausführungsform
beschreibt somit einen Ausgleich für die vorher beschriebenen Astigmatismus-
und Fokussiereffekte unter Anwendung mechanischer Mittel zur Änderung
der Position der optischen Korrekturkomponenten in dem Strahlengang.
Eine Astigmatismuslinse wird in eine Position bewegt, um Astigmatismusänderungen
zu korrigieren, und eine Kollimierlinse wird so bewegt, dass sie
sicherstellt, dass der in ein Endobjektiv eintretende Strahl durch
dieses Objektiv auf die gleiche Brennebene in dem abgetasteten Objekt
fokussiert wird. Weitere Änderungen
der Position des Bildes, die durch die Änderungen in der Abtastzeilenposition
am Objekt infolge von Ablenkwinkeländerungen mit Wellenlängenänderungen
verursacht werden, werden unter Anwendung von Software durch Schwenken Zoomen
und Ausschneiden der aufgezeichneten Bilddaten ausgeglichen, um
eine identische Bildgröße und -position
für alle
Wellenlängen
beizubehalten.
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Eine
Korrektur des Astigmatismus und eine Kollimierung durch mechanische
Mittel ist oft zu langsam, um ein rasches Umschalten der Eingangsstrahl-Wellenlängen zu
ermöglichen,
die bei der biologischen Forschung erwünscht ist. Für die Untersuchung
der Dynamik bei biologischen Objekten ist vorzuziehen, über eine
Wellenlängenumschaltung
auf einer Basisabtastzeile zu verfügen, wobei die Abtastzeilenfrequenzen
typischerweise im Bereich von -zig Kilohertz liegen.
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Gemäß einer
zweiten Ausführungsform
umfasst ein Verfahren zum Bewerkstelligen einer schnellen Mehrfach-Wellenlängenabtastung
in einem auf einem akusto-optischen Deflektor basierenden konfokalen
Laserabtastmikroskop das dynamische Steuern der Startfrequenz und
Endfrequenz des akusto-optischen Deflektors derart, dass eine konstante
Zeilenabtastposition bei allen Eingangsstrahl-Wellenlängen eingehalten
wird, und das dynamische Steuern der Frequenzänderungsrate des Antriebssignals
zu dem akustooptischen Deflektor derart, dass ein konstanter Linseneffekt
bei allen Eingangsstrahl-Wellenlängen
erhalten wird, um eine Ausrichtung von Abtastzeilen eines Bildes
eines Objekts bei allen Wellenlängen
einzuhalten.
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Ein
konfokales Laserabtastmikroskop gemäß dieser Ausführungsform
der Erfindung umfasst: Mittel, die eine Laserlichtquelle umfassen,
zum Emittieren von Laserlichtstrahlen mit unterschiedlichen Wellenlägen, einen
Strahlengang zum Richten der Laserlichtstrahlen von dem Laserlichtstrahl-Emittiermittel
zu einer Objektstufe zum Haltern eines Objekts, wobei der Strahlengang
umfasst: einen ersten Deflektor mit einem akusto-optischen Deflektor
zum Ausführen
einer Zeilenabtastung, mindestens ein Objektiv zum Fokussieren des
Laserlichtstrahls auf das Objekt an der Objektstufe, einen zweiten
Deflektor, der zwischen dem akusto-optischen Deflektor und dem mindestens
einen Objektiv positioniert ist, um eine Frame- bzw. Bildabtastung
durchzuführen, wobei
der zweite Deflektor und das mindestens eine Objektiv so positioniert
sind, dass die von dem Objekt zurückgeführten Lichtstrahlen dem gleichen
Strahlengang folgen wie die auf das Objekt fokussierten Laserlichtstrahlen
bis zu dem zweiten Deflektor und einschließlich diesem, eine Kollimierlinse,
die zwischen dem ersten Deflektor und dem zweiten Deflektor positioniert
ist, mindestens einen Detektor, der in dem Rückführlicht-Strahlengang stromab
des zweiten Deflektors positioniert ist, um die zurückgeführten Lichtstrahlen
von dem Objekt zu erfassen, wobei das Objekt durch die Laserlichtstrahlen
von dem Laserlichtstrahl- Emittiermittel
abgetastet werden kann und Messungen mit dem mindestens einen Detektor
vorgenommen werden können,
um Bilder des Objekts zu erhalten, und ein elektronisches Steuer-
und Bilderzeugungssystem, welches das Laserlichtstrahl-Emittiermittels
so steuern kann, dass es Laserlichtstrahlen unterschiedlicher ausgewählter Wellenlängen emittiert,
und den Strahlengang durch mechanische Mittel gemäß der ausgewählten Wellenlänge der
Laserlichtstrahlen durch Einstellen der Position der Asugmatismus-Ausgleichslinse
und der Position der Kollimierlinse dynamisch so einstellen kann,
dass eine Bewegung der Astigmatismus-Ausgleichslinse dem Astigmatismus
entgegenwirkt, der durch Änderungen
in der Eingangsstrahl-Wellenlänge induziert wird,
oder so, dass eine Ablenk-Abtastrate
und eine Bewegung der Kollimierlinse einer etwaigen Brennweitenänderung
infolge der Neupositionierung der Astigmatismus-Ausgleichslinse
entgegenwirken, womit der Astigmatismus und Änderungen der Kollimierung
infolge von Änderungen
in der Eingangsstrahl-Wellenlänge
und/oder der Ablenk-Abtastrate ausgeglichen werden, und die erhaltenen
Bilder des Objekts durch elektronische Mittel modifiziert werden können, um
eine Ausrichtung der Abtastzeilen des Bildes bei allen Wellenlängen einzuhalten.
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Die
zweite Ausführungsform
beschreibt so ein Verfahren zum Bewerkstelligen schneller Korrekturen
des Linseneffekts in einem akusto-optischen Deflektor, was ein rasches
Umschalten von Eingangsstrahl-Wellenlängen ermöglicht, so dass sukzessive
Abtastungen entlang einer Zeile in dem Objekt mit verschiedenen
Wellenlängen
vorgenommen werden können,
ohne die Abtastfrequenz zu verringern.
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Der
Ablenkbereich für
einen bestimmten Eingangsstrahl ist von der Wellenlänge abhängig, wobei längere Wellenlängen über einen
breiteren Bereich von Ablenkwinkeln gemäß der Bragg'schen Gleichungen abgetastet werden.
Falls ein Experiment die Anwendung eines breiten Bereichs von Beleuchtungswellenlängen erfordert,
kann das nutzbare Gesichtsfeld durch diesen Effekt eingeschränkt werden.
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Gemäß einer
dritten Ausführungsform,
die auf der ersten und zweiten Ausführungsform basiert, umfasst
ein Verfahren zum Bewerkstelligen einer schnellen Mehrfach-Wellenlängenabtastung
in einem auf einem akusto-optischen Deflektor basierenden konfokalen
Laserabtastmikroskop gemäß der vorliegenden
Erfindung ein elektronisches Steuer- und Bilderzeugungssystem, welches
Antriebsparameter des akustooptischen Deflektors gemäß einer ausgewählten Wellenlänge eines
Laserlichtstrahls dynamisch anpassen kann, um eine Ausrichtung der Abtastzeilen
des Bildes bei allen Wellenlängen
einzuhalten, und ein mechanisches Schwenken des akusto-optischen
Deflektors um seine Mittelachse, um die unterschiedlichen Ablenkwinkel
und -bereiche der verwendeten Lichtstrahlwellenlängen auszugleichen.
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Ein
konfokales Laserabtastmikroskop gemäß dieser Ausführungsform
der Erfindung umfasst zusätzlich
zu den Merkmalen der ersten und zweiten Ausführungsform einen Spiegel 27,
der so positioniert ist, dass er das auftreffende Licht auf die
Eingangsapertur des akusto-optischen Deflektors 5 richtet.
Der Spiegel 27 und der akusto-optische Deflektor 5 sind
auf einer gemeinsamen Basis 28 angebracht und derart angeordnet,
dass sie sich zusammen um die Mittelachse dieses akusto-optischen
Deflektors 5 drehen können,
wie in 4 gezeigt ist. Die zentrale Dreh-/Schwenkachse
des akustooptischen Deflektors 5 ist orthogonal zu der
Ebene, in der der auftreffende Strahl durch den akusto-optischen
Deflektor abgelenkt wird.
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Das
elektronische Steuer- und Bilderzeugungssystem dieser Ausführungsform
ist außerdem geeignet,
ein mechanisches Mittel zu steuern, um das Schwenken des akustooptischen
Deflektors um die zentrale Dreh-/Schwenkachse auszuführen, um die
Abtastungen mit unterschiedlichen Wellenlängen aufeinander auszurichten.
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Die
dritte Ausführungsform
beschreibt so ein Verfahren zum Bewerkstelligen schneller Korrekturen
des Linseneffekts in einem akusto-optischen Deflektor, was ein rasches
Umschalten von Eingangsstrahl-Wellenlängen ermöglicht, so dass aufeinanderfolgende
Abtastungen entlang einer Zeile in dem Objekt mit verschiedenen
Wellenlängen
vorgenommen werden können,
ohne die Abtastfrequenz zu verringern, und auch ein Verfahren zum
Erweitern des nutzbaren Ablenkbereichs des akusto-optischen Deflektors über einen
Bereich von Lichtstrahl-Wellenlängen
durch Schwenken des akusto-optischen Deflektors zusammen mit dem
Spiegel 27.
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In
der ersten Ausführungsform
werden mechanische Mittel eingesetzt-, um eine Astigmatismus- und
Kollimierlinse zu vorbestimmten Positionen für jede Eingangsstrahl-Wellenlänge durch
ein elektronisches Steuersystem zu bewegen. Solche mechanische Mittel
können
durch Elektromotoren verschiedener Typen, wie z.B. Wechselstrom-,
Gleichstrom- und Schrittschalt-Typen oder durch elektro-mechanische
Aktuatoren wie z.B. piezoelektrische Kristalle bereitgestellt werden.
Die Position der Astigmatismuslinse hat eine annähernd lineare Beziehung mit der
Wellenlänge
des Eingangsstrahls, da sie die Änderung
der Ablenkwinkel aufgrund von Änderungen der
Wellenlänge
des Eingangsstrahls korrigiert. Die Position der Kollimierlinse
wird experimentell für
jede Wellenlänge
bestimmt, da diese Linse etwaige Brennpunktänderungen über Positionsänderungen der
kompensierenden optischen Elemente kompensiert.
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Das
elektronische Steuersystem kann auch Steuersignale berechnen, die
zum Synchronisieren der Auswahl einer Eingangsstrahlwellenlänge geeignet
sind, und auch zum Synchronisieren einer Intensitätsmodulation
und/oder zum Ausblenden des Eingangsstrahls während einem gewählten Teil
des Abtastmusters. Positionsänderungen
im Bild werden durch Schwenken, Zoomen und Beschneiden der aufgezeichneten
Bilddaten durch Software in einem zugeordneten Bilderzeugungssystem
korrigiert.
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In
der zweiten Ausführungsform
stellt ein elektronisches Steuersystem eine dynamische Steuerung
der Startfrequenz, der Endfrequenz und der Frequenzänderungsrate
des Antriebssignals für
den akusto-optischen Deflektor bereit, so dass eine konstante Zeilenabtastposition
und ein konstanter Linseneffekt bei allen Eingangsstrahl-Wellenlängen eingehalten
werden kann.
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Aus
der Bragg'schen
Gleichung ist bekannt, dass zur Einhaltung des gleichen Ablenkwinkels
für irgendeine
gewählte
Eingangsstrahl-Wellenlänge
die akustische Gitterbeabstandung sich proportional ändern muß, wobei
diese durch Änderung
der Frequenz eines Oszillators, der den akusto-optischen Deflektor antreibt,
bewerkstelligt wird. Die Antriebsoszillatorfrequenz wird über einem
Wertebereich abgetastet, um die Abtastung des Laserstrahls entlang
einer Zeile zu bewirken. Das Anpassen bzw. Einstellen des Bereichs
der Abtastfrequenzen gemäß der Bragg'schen Gleichung für jede Eingangsstrahl-Wellenlänge ermöglicht es,
eine identische Zeile von Fleckpositionen mit jeder dieser Wellenlängen abzutasten.
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Die
Antriebsoszillator-Start- und -Endfrequenzen werden aus den bekannten
Ablenkcharakteristika des akusto-optischen Deflektors für die Eingangsstrahl-Wellenlängen berechnet
und werden dynamisch ausgewählt,
um eine identische optische Abtastung bei jeder Wellenlänge des
Eingangsstrahls einzuhalten und folglich einen konstanten Linseneffekt
bei jeder Eingangstrahl-Wellenlänge
beizubehalten. Somit kann das optische System für eine Linseneinstellbedingung
optimiert werden, wobei diese Bedingung dynamisch für alle Abtastraten
und Eingangsstrahl-Wellenlängen
durch eine Software-Computersteuerung
der Antriebsparameter des akusto-optischen Deflektors beibehalten
werden kann.
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Um
eine identische Abtastrate über
identisch positionierte Pixel in dem abgetasteten Objekt für irgendeine
Eingangsstrahl-Wellenlänge
einzuhalten, erfordert dies, dass die Ablenkwinkel eines akusto-optischen
Deflektors zu Beginn und zum Ende jedes Abtastvorgangs die gleichen
bei allen Eingangsstrahl-Wellenlängen
sein sollten.
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Aus
der Bragg'schen
Gleichung ergibt sich, dass der Ablenkwinkel des durch einen akusto-optischen
Deflektor passierenden Lichts direkt proportional zu der Wellenlänge des
Lichtstrahls zunimmt, wenn die akustische Antriebsfrequenz und folglich die
akustische Wellenlänge
konstant gehalten werden.
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Wenn
wir die maximal verfügbare
akustische Frequenz zum Antrieb des akusto-optischen Deflektors
(AOD) als die maximale Ablenkung (entsprechend einem Rand, z.B.
dem rechten, des abgetasteten Bereichs) für die kürzeste Wellenlänge, die
abgelenkt werden muß,
definieren, und ebenso die minimal verfügbare akustische Frequenz zum
Antrieb des AOD, welche die minimale Ablenkung bereitstellt (entsprechend
dem anderen Rand, z.B. dem linken, des abgetasteten Bereichs) für die längste Lichtwellenlänge, die
abgelenkt werden muß,
definieren, dann kann jeder Bereich von abgetasteten Zeilenlängen zwischen
den linken und rechten Rändern
des abgetasteten Bereichs mit diesen oder irgendwelchen Zwischenwellenlängen dupliziert
werden. Die notwendigen akustischen Frequenzen zur Bereitstellung
einer erforderlichen Abtastzeilenlänge und -position innerhalb
des Bereichs bei irgendeiner anderen erforderlichen Wellenlänge können in
Proportion zu der Wellenlänge
des abzulenkenden Lichts berechnet werden.
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Gemäß 3 ist
lambda1 die längste
abzulenkende Lichtwellenlänge
und lambda2 ist die kürzeste
abzulenkende Lichtwellenlänge.
f1 ist die maximal verfügbare
akustische Frequenz von einem AOD-Antriebsoszillator, und f2 ist
die minimal verfügbare
akustische Frequenz von dem AOD-Antriebsoszillator.
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Bei
irgendeiner abzulenkenden Zwischen-Lichtwellenlänge (lambdaN) ist der Ablenkwinkel
für den
rechten Rand (bei einer akustischen Frequenz f1) proportional zu
lambdaN/lambda2, und der Ablenkwinkel für den linken Rand (bei einer
akustischen Frequenz f2) ist proportional zu lambdaN/lambda1.
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Der
Bereich nutzbarer Ablenkwinkel, der mit dem Bereich von Lichtwellenlängen übereinstimmt, liegt
zwischen den Ablenkwinkeln Φ1
und Φ2.
Daher ist die akustische Frequenz zum Antreiben einer gewählten Lichtwellenlänge lambdaN
zu dem linken Rand proportional zu dem Verhältnis von (maximale Wellenlänge lambda1/gewählte Wellenlänge lambdaN).
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Desgleichen
ist die akustische Frequenz zum Antrieb einer gewählten Lichtwellenlänge zum rechten
Rand proportional zu dem Verhältnis
von (minimale Wellenlänge
lambda2/gewählte
Wellenlänge lambdaN).
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Die
Kenntnis der Eingangssteuerspannung zu den akustischen Antriebsfrequenz-Übertragungseigenschaften
des Antriebsoszillators für
den AOD gestattet es dem elektronischen Prozessor, die Abtaststeuerspannungen
zu berechnen und auszugeben, die zur Erzeugung der erforderlichen
Frequenzabtastungen nötig
sind, welche die Lichtstrahlablenkung in dem AOD steuern. Der elektronische
Prozessor kann auch Steuersignale berechnen, die zum Synchronisieren
der Auswahl der Eingangsstrahl-Wellenlänge geeignet sind, und auch
zum Synchronisieren der Modulation oder der Unterdrückung des
Eingangsstrahls während
irgendeinem gewählten
Abschnitt der Abtastwellenform.
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Die
Erfindung bietet die Möglichkeit,
die Position der optischen Zeilenabtastung sehr rasch zu steuern,
was aufeinanderfolgende Bildabtastungen ermöglicht, und sogar aufeinanderfolgende
Zeilenabtastungen, die bei unterschiedlichen Eingangsstrahl-Wellenlängen vorgenommen
werden können. Dies
ermöglicht
die Durchführung
schneller mehrfarbiger Abtastungen, wobei Eingangsstrahl-Wellenlängen sequentiell
bei wiederholten Abtastvorgängen der
gleichen Abtastzeile umgeschaltet werden, und dann die gleiche oder
eine andere Sequenz von Eingangsstrahl-Wellenlängen bei der nächsten und
den darauffolgenden Abtastzeilen wiederholt wird. Für noch schnellere
Ansichten der Probe unter einer Mehrfarben-Eingangsstrahlabtastung
können
die Eingangsstrahl-Wellenlängen sequentiell
für benachbarte
Abtastzeilen geschaltet werden, diese zusätzliche Steigerung der Bilderfassungsgeschwindigkeit wird
aber auf Kosten der räumlichen
Auflösung
und Ausrichtung der Bilder bei jeder Eingangsstrahlwellenlänge gewonnen.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
treibt ein programmierbarer Spannungsrampengenerator eine Steuereingabe
eines spannungsgesteuerten Frequenzoszillators an, welcher den akusto-optischen
Deflektor antreibt. Somit liefert der programmierbare Spannungsrampengenerator,
in dem die Startspannung, die Endspannung und die Rate der Spannungsänderung
einer (typischen) klassischen Sägezahn-Wellenform definiert
wird, das geeignete Oszillatorsignal an den akusto-optischen Deflektor, um
den Laserstrahl über
dem Objekt abzutasten. Diese Spannungsparameter können dynamisch
zu jeder Zeit abgeändert
werden, so dass Ablenkungsänderungen
aufgrund von Änderungen
in der Eingangsstrahl-Wellenlänge
in der kürzesten
praktizierbaren Zeit ausgeglichen werden können, wobei dies nur durch
die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Akustikwelle in dem akusto-optischen
Deflektor und die Dimensionen der Apertur des akusto-optischen Deflektors
begrenzt ist. Diese Änderungen
können
externe Ereignisse wie z.B. das Schalten der Eingangsstrahlwellenlänge synchronisieren
oder durch diese synchronisiert werden. Beispielsweise kann ein
fein abstimmbares akusto-optisches Filter (AOTF) am Ausgang eines
Mehrzeilenlasers mit der Rücklaufperiode
der Sägezahn-Wellenform
synchronisiert werden. Die Verwendung eines AOTF bietet auch ein einfaches
und wirksames Mittel zum Modulieren oder Unterdrücken der Laserintensität für die Zeitspanne, während der
das Antriebssignal des akusto-optischen Deflektors in einen neuen
Abtastzustand wird, typischerweise, aber nicht exklusiv während der Rücklaufzeit
zu Beginn einer neuen Abtastzeile oder eines neuen Abtast-Frames
bzw. Abtast-Bildes. Da akustooptische Deflektoren (AOD's) auch die Fähigkeit
aufweisen, die Intensität
des Eingangslichtstrahls bei seinem Durchgang durch den AOD zu modulieren,
kann der AOD auch als Mittel zum Modulieren und zum Unterdrücken bzw.
Abschalten der Eingangsstrahlintensität verwendet werden.
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In
der dritten Ausführungsform
stellt das elektronische Steuersystem eine dynamische Steuerung
der Startfrequenz, der Endfrequenz und der Rate einer Frequenzänderung
des Antriebssignals am akusto-optischen Deflektor der Art bereit,
dass ein konstanter Linseneffekt bei allen Eingangsstrahl-Wellenlängen beibehalten
wird. Der akusto-optische Deflektor und der auf seine Fläche auftreffende
Strahl werden um die Mittelachse des akusto-optischen Deflektors
gedreht, womit die Überlappung
bei Abtastvorgängen
zwischen unterschiedlichen Lichtstrahl-Wellenlängen erhöht wird.
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Aus
der Bezugnahme auf 3 ist zu erkennen, dass die
resultierende Abtastung für
eine Wellenlänge
lambda1 einen breiteren Bereich von Winkeln abtastet und eine Winkelversetzung
im Vergleich zu der resultierenden Abtastung für die Wellenlänge lambda1 über dem
gleichen akustischen Frequenzbereich aufweist. Wenn ein Experiment
die Anwendung eines breiten Bereichs von Lichtstrahlwellenlängen erfordert,
muß der
gemeinsame Abtastbereich für
alle Lichtstrahl-Wellenlängen verwendet
werden, was einen reduzierten Gesamt-Abtastbereich ergibt.
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Um
den sich überlappenden
Abtastbereich zu vergrößern, kann
der Strahlengang durch den akusto-optischen Deflektor um dessen
Mittelachse gedreht werden. Um diese Drehung zu bewerkstelligen,
wird das auf den akusto-optischen Deflektor 5 auftreffende
Licht durch einen unter 45 Grad zu der Eingangsapertur des akusto-optischen
Deflektors ausgerichteten Spiegel 27 geleitet. Dieser Spiegel
ist an der gleichen Halterung 28 wie der akusto-optische Deflektor 5 angebracht
oder direkt oder auf andere Art mit dem Deflektor verbunden, und
beide können um
die Mittelachse des akusto-optischen Deflektors gedreht/geschwenkt
werden.
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In 4 veranschaulicht
Teil (a) das ursprüngliche
Problem, bei dem Licht von zwei unterschiedlichen Wellenlängen durch
den gleichen Bereich akustischer Frequenzen abgelenkt wird, was
in zwei Ablenkungsbereiche ergibt, die versetzt sind und sich im
Winkelbereich voneinander unterscheiden. Teil (b) veranschaulicht
ein System, durch das das auf den akusto-optischen Deflektor auftreffende Licht
von einem Spiegel gelenkt wird. Eine Drehung des Montagegestells
bzw. der Halterung, welche sowohl den Spiegel als auch den akusto-optischen
Deflektor aufnimmt, ergibt eine Winkelversetzung des aus dem akusto-optischen
Deflektor austretenden Lichts. Solche mechanischen Mittel können durch Elektromotoren
verschiedener Arten wie z.B. Wechselstrom-, Gleichstrom- und Schrittschaltmotoren, oder
durch elektromechanische Aktuatoren wie z.B. piezoelektrische Kristalle
bereitgestellt werden. Teil (c) veranschaulicht, wie diese Drehung
genutzt werden kann, um den Überlappungsbereich
der beiden unterschiedlichen, in Teil (a) dargestellten Wellenlängen zu
vergrößern.
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In 4 ist
in Teil (c) zu erkennen, dass die mechanische Drehung des Spiegels
und des akusto-optischen Deflektors eine Vergrößerung des Überlappungsbereichs der beiden
unterschiedlichen Lichtstrahlwellenlängen ergibt, der Gesamt-Abtastbereich
jeder Wellenlänge
ist jedoch nicht der gleiche, da eine Kombination aus mechanischer
Drehung und einer Einstellung bzw. Anpassung von Frequenzabtastungen
für jede
Wellenlänge,
wie sie in der zweiten Ausführungsform
eingesetzt werden, erforderlich sind, um den gleichen Abtastvorgang
bei jeder Lichtstrahlwellenlänge
auszuführen.
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Jede
der drei beschriebenen Ausführungsformen
kann ferner stromab des Trennungspunkts des Rückführ-Strahlengangs von dem Eingangs-Strahlengang
durch den Strahlteiler 4 oder den dichromatischen Spiegel 20 angepaßt werden, um
den Rückführ-Lichtstrahlengang
mittels zusätzlicher
Strahlteiler, dichromatischer Spiegel oder Kombinationen von beiden
aufzuteilen. Jeder resultierende Strahl kann auf einen von mehreren
Detektoren gerichtet werden, wobei jeder Detektor ein räumliches
Filter, ein Objektiv und eine den Strahlengang des einzelnen Detektors
duplizierende Linse aufweist, wie in 1 und 2 gezeigt
ist, außer
dass ein Passband- oder Sperrfilter für jeden Strahlengang des Detektors
unterschiedlich sein kann, und daher kann diese Mehrzahl von Detektoren
dazu verwendet werden, spektrale Information aus dem Rückführ-Lichtstrahl
zu extrahieren.
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Zusätzliche
Vorteile dieser Erfindung können auch
die folgenden umfassen:
Der Abtastbereich des Objekts ist identisch
für alle Wellenlängen, so
dass keine Abtastung des Objekts außerhalb des interessierenden
Bereichs stattfindet, und keine Ausbleichungseffekte in benachbarten
Bereichen des Objekts verursacht werden.
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Pixel,
die mit verschiedenen Eingangswellenlängen von dem gleichen Objekt
entnommen werden, haben identische Positionen und Verweilzeiten, was
die Anwendung des konfokalen Mikroskops auf Techniken wie FREI (Fluorescence
Resonance Energy Transfer), FLIM (Fluorescence Lifetime Imaging), FRAP
(Fluorescence Recovery After Photobleaching), eine Bildzuteilung
(image ratioing) etc. vereinfacht.