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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Mobilfunkgeräte wie sie in Objektlokalisierungssystemen
verwendet werden. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der Oszillatorfrequenz
in einem Mobilfunkgerät.
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2. Beschreibung des Standes der Technik
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Die
Federal Communications Commission der Vereinigten Staaten verkündete das
Gesetz „FCC
Commercial Mobile Radio Services" (47
C. F. R. § 20.18(e)(2001))
wonach Mobiltelefone ortbar sein müssen. So haben Mobiltelefonhersteller
Lösungen
entwickelt, um Mobiltelefone orten zu können.
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Eine
Lösung
kombiniert einen globalen Positionsbestimmungssystem- (GPS) Empfänger mit
einem Mobiltelefontransceiver in eine integrierte Mobilfunkvorrichtung.
Der GPS-Empfänger
kann ein wie im
US-Patent mit
der Seriennummer 4,968,981 (angemeldet am 6. November 1990)
beschriebener Standardempfänger
oder ein GPS (A-GPS)-gestützter
Empfänger
wie im
US-Patent mit der Seriennummer 6,453,237 (angemeldet
am 17. September 2002) sein.
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Solch
eine integrierte Vorrichtung sollte eine einzige Komponente für redundante
Komponenten in dem GPS-Empfänger
und dem Mobiltelefontransceiver benutzen, um das Mobilfunkgerät zu vereinfachen
und die Herstellungskosten zu senken. Eine dieser redundanten Komponenten
ist der Referenzoszillator, der im Allgemeinen sowohl in dem Transceiver
als auch dem GPS-Empfänger vorhanden
ist. Eine derartige integrierte mobile Vorrichtung, die einen Mobiltelefontransceiver
und einen GPS-Empfänger
aufweist, wurde zum Beispiel in dem
US-Patent Nr. 6,122,506 (angemeldet
am 19. September 2000) veröffentlicht.
Der GSM-Empfänger
des
US-Patents 6,122,506 empfängt ein
GSM-Signal, das Kommunikationsinformationen und ein frequency correction beacon-
(FCB)signal enthält,
welches wiederum eine Frequenz enthält, die eine Frequenzstandardgenauigkeit
hat. Der GSM-Empfänger...
liefert dem Mikroprozessorsystem Informationen über Frequenzdifferenzen zwischen
der GSM-Referenzsignalfrequenz und
der Frequenz, die das GSM-Referenzsignal sein würde, wenn es aus dem gleichen
Frequenzstandard wie das FCB-Signal abgeleitet wäre. Die GSM-basierte Frequenzdifferenz
wird von dem GSM-Empfänger
zu dem Mikroprozessorsystem geleitet.
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Um
das GPS-Signal zu empfangen, ermittelt das Mikroprozessorsystem
eine erwartete Frequenzverschiebung, um eine Frequenzdifferenz zwischen der
Frequenz des Referenzsignals, das ausgewählt wurde, und der Frequenz,
die es sein würde,
wenn es aus dem Frequenzstandard des GPS-Signals abgeleitet wäre, zu korrigieren.
Der GPS DSP IC verwendet die erwartete Frequenzverschiebung, um
die Referenzfrequenz zu verschieben, und nutzt dann die Referenzfrequenzverschiebung
als Basis zur Erzeugung eines nachgebildeten Signals. Das nachgebildete
Signal wird mit dem OPS-Signal korreliert, um Korrelationssignale
zu erzeugen, die anzeigen, wenn das GPS-Signal empfangen wurde.
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Das
US-Patent 2006/172306 veröffentlicht einen
GPS-Empfänger,
der einen numerisch gesteuerten Oszillator zum Antrieb eines Abstimmers
in einem GPS-Empfänger
aufweist.
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In
vielen Zellsystemen muss der Oszillator angepasst werden, um die
RF-Sendefrequenz innerhalb einer zugelassenen Bandbreite zu halten.
Deshalb gibt es den Bedarf an einer integrierten mobilen Vorrichtung,
die einen einzelnen Oszillator aufweist, der sowohl vom Mobiltelefonempfänger als
auch dem GPS-Empfänger
verwendet wird und einen Ausgleichs-/Kompensationsschaltkreis hat, der es
dem GPS-Empfänger
ermöglicht,
weiterhin Signale zu verarbeiten, wenn der Oszillator eingestellt
wird, um die Zellübertragungsfrequenz
einzuhalten.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Aspekte
der Erfindung sind in den beigefügten
Patentansprüchen
definiert.
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Ausführungsformen
dieser Erfindung können ein
Verfahren und eine Vorrichtung zur Nutzung eines konventionellen
Oszillators in einem Mobiltelefontransceiver als Quelle eines Referenzsignals
für einen
GPS-Empfänger
bereitstellen. In einer Ausführungsform
kann das Verfahren den Gebrauch eines spannungsgesteuerten Oszillators
(„VCXO") innerhalb eines
Mobiltelefontransceivers zur Erzeugung eines Referenzfrequenzsignals
für den
GPS-Empfänger
aufweisen. Der Schaltkreis innerhalb des Telefonempfängers kann
ein Frequenzfehlersignal erzeugen. Diese beiden Signale können mit
dem GPS-Schaltkreis verbunden und verwendet werden, um einen numerisch
gesteuerten Trägeroszillator („NCO") und einen numerisch
gesteuerten Code-Oszillator zu steuern. Die numerisch gesteuerten
Träger-
und Codeoszillatoren können
jeweils ein Einstell- und ein Taktsignal erzeugen. Der GPS-Schaltkreis
kann die von den NCOs erzeugten Signale nutzen, um GPS-Signale zu
verarbeiten.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
Lehren der vorliegenden Erfindung können in Anbetracht der folgenden
detaillierten Beschreibung zusammen mit den beiliegenden Zeichnungen
leicht verstanden werden.
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1 zeigt
ein Blockdiagramm einer integrierten mobilen Vorrichtung;
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2 zeigt
ein Blockdiagramm einer Ausführungsform
einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Referenzoszillatorsignals
für GPS-Empfänger gemäß der Erfindung,
welche des weiteren eine optionale Verbindung 256 zwischen
der CPU 216 und der Steuereinrichtung 232 enthält;
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3 zeigt
ein Datenflussdiagramm einer Ausführungsform eines Verfahrens,
das entsprechend der Erfindung verwendet wird;
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4 zeigt
ein Beispiel eines Fehlersignals, das durch den Oszillatorsteuerschaltkreis
eines Mobiltelefonempfängers
erzeugt wird; und
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5 zeigt
eine Ausführungsform
der Arbeitsweise der optionalen Verbindung wie in 2 beschrieben.
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Um
das Verständnis
zu erleichtern, wurden wo möglich
identische Referenzzahlen benutzt, um identische Elemente, die in
den Figuren gleich sind, zu bezeichnen.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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1 zeigt
ein Blockdiagramm einer integrierten mobilen Vorrichtung
100,
die einen Global Positioning System (GPS)-Schaltkreis
106 gekoppelt an
einen Mobiltelefonschaltkreis
104 aufweist. Der GPS-Schaltkreis
106 verfügt über eine
Antenne
114 zum Empfang von GPS-Signalen von GPS-Satelliten. Der Mobiltelefonschaltkreis
104 verfügt über eine
Antenne
112 zum Übermitteln
von Mobiltelefonsignalen und ist an einen Empfangs- und einen Übertragungsschaltkreis
gekoppelt. Außerdem
liefert der Mobiltelefonschaltkreis
104 ein Referenzfrequenzsignal
(„f") auf Pfad
108 und
ein Frequenzfehlersignal („f
e")
auf Pfad
110 zum GPS-Schaltkreis
106. Da sich die
Temperatur des Mobiltelefonschaltkreises
104 ändert, wird
auch die Frequenz des VCXO variieren. Wie unten beschrieben, werden
die Frequenzabweichungen von dem Mobiltelefonschaltkreis
104 nicht fortlaufend
korrigiert. Daher variiert die Frequenz beachtlich. Dieser Frequenzfehler
ist nicht stark genug, um den Mobiltelefonsignalempfang zu beeinflussen; der
Fehler ist jedoch zu groß,
um von dem A-GPS-Schaltkreis
benutzt zu werden, der wie im
US-Patent
mit der Seriennummer 6,453,237 beschrieben (angemeldet
am 17. September 2002) lange mittelnde Intervalle enthält. Folglich kann
der VCXO-Ouput/die VCXO-Leistung von dem GPS-Schaltkreis
106 nicht
direkt benutzt werden.
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Der
Mobiltelefonschaltkreis 104 wird zum Empfang und zur Übertragung
von Signalen, die die mobile Telekommunikation erleichtern, auf
herkömmliche
Weise betrieben. Der GPS-Schaltkreis 106 empfängt und
leitet GPS-Satellitensignale auf herkömmliche Weise weiter, um den
Standort der integrierten mobilen Vorrichtung 100 festzustellen.
Gemäß der vorliegenden
Erfindung verfügt
der GPS-Schaltkreis 106 nicht über einen spannungsgesteuerten
Referenzoszillator. Stattdessen verwendet der GPS-Schaltkreis 106 zur
Erleichterung der GPS-Signalweiterleitung die Signale f und fe aus dem Mobiltelefonschaltkreis 104.
So werden die Herstellungskosten der mobilen Vorrichtung gesenkt.
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Die
vorangehende Diskussion beschreibt die GPS-Schaltkreise als herkömmlich,
d.h. die Schaltkreise erhalten und leiten GPS-Signale weiter, die von
GPS-Satelliten übertragen
werden, um die Standortinformation direkt aus den GPS-Signalen abzuleiten.
In einigen Vorgängen
reicht die herkömmliche
GPS-Signalweiterleitung nicht aus, um die GPS-Signale in einer Kleinsignalumgebung schnell
zu entschlüsseln.
Folglich kann der GPS-(„A-GPS")-gestützte Schaltkreis
wie in den
US-Patenten mit der
Seriennummer 6,453,237 (angemeldet am 17. September 2002)
und der Seriennummer
6,411,892 (angemeldet
am 25. Juni 2002), die hierin beide durch Bezugnahme aufgenommen werden,
verwendet werden. In solch einem A-GPS-Schaltkreis werden bestimmte „Hilfsinformationen" wie die Satellitenephemeride
und die geschätzte
Position der mobilen Vorrichtung über ein Mobiltelefonnetzwerk
und den Mobiltelefonschaltkreis
104 an den A-GPS-Schaltkreis
weitergeleitet. Desweiteren werden in solch einem A-GPS-Schaltkreis
kohärente
Signale, die den Mittelwert aus vielen C/A-Codeepochen bilden, verwendet, um die
schwache Signaldetektion zu verbessern. In dieser Beschreibung beabsichtigt
der Begriff GPS-Schaltkreis oder GPS-Empfänger einen A-GPS-Schaltkreis oder A-GPS-Empfänger zu
enthalten, d.h. A-GPS und GPS sind hierin austauschbar, wenn nicht
anders vermerkt.
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2 zeigt
ein Blockdiagramm einer Ausführungsform
einer Vorrichtung zur Weiterleitung eines Referenzoszillatorsignals
zu einem GPS-Empfänger
gemäß der Erfindung.
Der Mobiltelefonschaltkreis 104 ist speziell für den Betrieb
als Funktransceiver in im wesentlichen jeder der verschiedenen Arten von
verfügbaren
Kommunikationsnetzwerken vorgesehen. Der Mobiltelefonschaltkreis 104 kann
beispielsweise allgemein als ein Funkkommunikations-Untersystem angesehen
werden, das für
den Betrieb in einem terrestrischen oder satellitengestützten Funknetzwerk
vorgesehen sein kann, welches netzförmige (digital oder analog)
oder persönliche
Kommunikationssysteme (PCS) enthält.
Dies beinhaltet digitale Systeme, die für den Betrieb als Nahbereichs-
oder Weitbereichsnetz vorgesehen sind. Deshalb veranschaulicht der
Mobiltelefonschaltkreis 104 nur die Arten kabelloser Vorrichtungen,
die für den
Betrieb gemäß der vorliegenden
Erfindung vorgesehen sind, wie es für den Fachmann nach Lesen der
vorliegenden Beschreibung offensichtlich ist.
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Der
Mobiltelefonschaltkreis 104 weist teilweise eine Hochfrequenz-(RF)-Frontseite 208,
einen digitalen Signalprozessor 212 („DSP"), einen Prozessor 216 („CPU"), einen Digital-Analog-Wandler 226 („DAC") und einen spannungsgesteuerten
Quarzoszillator 228 („VCXO") auf. Der Schaltkreis 104 ist
an eine Antenne 112 gekoppelt. In einer Ausführungsform
enthält
Schaltkreis 104 zum Speichern von frequenzgesteuerter Software 224 einen
Speicher 222. In einer weiteren Ausführungsform sind der Prozessor
(CPU) 216 und dessen zugehöriger Speicher 222 ein
anwendungsspezifischer integrierter Schaltkreis („ASIC") zur Steuerung des
VCXO 208.
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Signale,
die von Antenne 112 empfangen werden, sind an eine RF-Frontseite 208 gekoppelt, die
die nötige
Verstärkungs-,
Filterungs- und Mischfunktionen liefert. Um diese Funktionen durchzuführen, enthält die Frontseite 208 Komponenten
wie einen Phasenregelkreis („PLL"). Der Fachmann kennt den
allgemeinen Zweck eines PLL-Schaltkreises. Im vorliegenden Fall
kann zur Vergrößerung der
Frequenz des VCXO-Signals auf eine Frequenz, die für die Abwärtsumwandlung
des empfangenen Signals nützlich
ist, ein PLL-Schaltkreis verwendet werden. Die RF-Frontseite 208 verschiebt
(wandelt) im Allgemeinen das Frequenzspektrum auf eine Zwischenfrequenz
und verstärkt
das RF-Kleinsignal zu einem Signal das zur Weiterverarbeitung durch
den DSP 212 geeignet ist.
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Der
DSP 212 enthält
typischerweise verschiedene Schaltkreise zum Abfragen von Daten- und
Sprachsignalen von dem empfangenen Mobiltelefonsignal. Außerdem vergleicht
der DSP 212 den Ausgang des lokalen VCXO 228 mit
einem Träger- oder
Pilotton des empfangenen Mobiltelefonsignals, um ein Frequenzfehlersignal
auf Pfad 214 zu erzeugen. Das Frequenzfehlersignal wird
von der CPU 216 weitergeleitet, um einen Wert (digitales
Wort oder Nachricht) zu erzeugen, der die Größe des Frequenzfehlersignals
darstellt. Der Wert des Frequenzfehlersignals wird von der CPU 216 an
den DAC 226 und einen Microcontroller 232 weitergeleitet.
Das Frequenzfehlersignal ist die Differenz in Hertz zwischen dem
empfangenen Signal und dem aus dem VCXO-Signal abgeleiteten Signal,
das verwendet wird, um die Abwärtswandlung
innerhalb der Frontseite 208 durchzuführen (d.h., das Fehlersignal
ist die Differenz zwischen der Mittenfrequenz des eigentlichen IF-Signals
und der Mittenfrequenz des idealen IF-Signals).
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In
einer Ausführungsform
führt die
CPU 216 die Frequenzsteuersoftware 224, die innerhalb
des Speichers 218 gespeichert ist, aus. So produziert die CPU 216 eine
Steuerspannung für
den DAC 226, die auf das Frequenzfehlersignal fe reagiert. Der DAC 226 produziert
wiederum ein Analogsignal zur Steuerung der VCXO-Signalfrequenz
auf Pfad 108. Das Signal f auf Pfad 108 ist an
den GPS-Schaltkreis 106, die Frontseite 208, den
DSP 212 und den Mobiltelefonübertragungsschaltkreis gekoppelt.
Die Frontseite 208 verwendet das Referenzfrequenzsignal 230 zur Weiterleitung
des empfangenen Signals von Antenne 112 wie oben beschrieben.
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In
noch einer anderen Ausführungsform
enthält
die Vorrichtung 100, wie unten mit Referenz zu 5 beschrieben,
eine optionale Verbindung 256 zwischen dem CPU 216 und
dem Microcontroller 232.
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4 zeigt
einen Graph 400 eines Beispiels des Frequenzfehlersignals
fe (Achse 412) auf Pfad 110 über der
Zeit (Achse 414). Die Nominalfrequenz des vom VCXO 228 erzeugten
Signals liegt auf einer Frequenz fo. Die
Frequenzsteuersoftware 224 bildet einen Grenzwert bei ± ft um die Frequenz fo.
Das IF-Signal auf Pfad 210 ist typischerweise eine sich verändernde
Frequenz aufgrund der Dopplerverschiebung, die durch die Bewegung
der mobilen Vorrichtung relativ zur Funknetzantenne verursacht wird aufgrund
des asynchronen Betriebs des Basisstationsoszillatoren des Mobiltelefonsystems
und des VCXO 228 aufgrund der Instabilität des VCXO
(z.B. Temperaturschwankungen) und aufgrund anderer Gründe. Diese
Ungenauigkeiten lassen das Frequenzfehlersignal fe von
der Frequenz fo abweichen. Zur Erzeugung
des Frequenzfehlersignals fe verarbeitet
der DSP 212 das IF-Signal um die Differenz zwischen der
eigentlichen IF-Signalzentrumsfrequenz und der idealen Zentrumsfrequenz
des IF-Signals zu
bestimmen. Da die Mittenfrequenz des IF-Signals von der idealen
Mittenfrequenz wegläuft,
erhöht
sich der Frequenzfehler (Wert 404). Aufgrund der Steuerungssoftware
stellt die CPU bei der Grenzfrequenz ft die
Ausgangsfrequenz f des VCXO 228 auf gegenüberliegende
Grenzfrequenz fo – ft oder
fo + ft ein. So
bleibt die Frequenz f des VCXO 228 im Rahmen der Mobiltelefongrenzfrequenzen.
Da der VCXO-Ausgang auch von dem Übertragungsgerät innerhalb
des Mobiltelefonschaltkreises genutzt wird, kann das übertragene
Signal andere Mobiltelefonsignale und Transceiver beeinflussen,
wenn das VCXO-Signal aus dem Bereich der Grenzfrequenz läuft. So
muss das VCXO-Signal innerhalb des Bereichs bleiben. Die Mobiltelefonbetriebsgrenzen
sind jedoch größer als
bei der GPS-Signalverarbeitung von sehr schwachen Signalen gewünscht.
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In
einer Ausführungsform
steuert die CPU 216 nicht ständig den VCXO-Output. Die Steuerung erfolgt
nur periodisch, wenn das VCXO-Signal größer als die Schwellenfrequenz
ist, d.h. zur Zeit 410 wenn die Fehlerkurve 402 Punkt 408 erreicht.
Zeitgleich bringen die CPU 216 und DAC 226 die
VCXO-Signalfrequenz auf einen Wert nahe der entgegengesetzten Frequenzschwelle.
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In
einer anderen Ausführungsform
weist die Frequenzsteuersoftware 224 die CPU 216 an,
den VCXO 228-Ausgang fortwährend anzupassen, um den Träger- oder
Pilotton genauer verfolgen zu können,
d.h. die Größe der nötigen Korrekturen,
die durch Frequenzfehler verursacht werden, zu verringern.
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In 2 werden
Signale (wie z.B. GPS-Signale) von einer Antenne 114 empfangen.
Ein Hochfrequenz in Mittelfrequenzwandler (RF/IF-Wandler) 242 filtert,
verstärkt
und verschiebt die Frequenz des Signals zur Digitalisierung durch
einen Analog-Digital-Wandler (A/D) 244. Die Elemente 114, 242 und 244 sind
im Wesentlichen den Elementen ähnlich,
die in einem herkömmlichen
GPS-Empfänger
verwendet werden.
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Der
Ausgang des A/D 244 ist an eine Reihe von Verarbeitungskanälen 2401 , 2402 ,
... 240n gekoppelt (wobei n eine
ganze Zahl ist), die in digitaler Logik implementiert sind. Jeder
Verarbeitungskanal 240 kann verwendet werden, um das Signal
von einem bestimmten GPS-Satelliten
zu verarbeiten. Das Signal in einem bestimmten Kanal wird von einem
Tuner 246, der von einem numerisch gesteuerten Trägeroszillator
(NCO) 250 betrieben wird, welcher ein Trägereinstellsignal
erzeugt, digital abgeglichen. Der Tuner 246 dient zwei
Zwecken. Erstens wird die IF-Frequenz, die nach der RF/IF-Umwandlung
bleibt, entfernt, um ein Basisband- oder ein Signal nahe dem Basisband
zu erzeugen. Zweitens werden die Frequenzvariationen, die aufgrund
der Satellitendopplerfrequenzverschiebung auftreten, welche wiederum aus
der Satellitenbewegung und der Nutzerbewegung resultieren, und die
Referenzfrequenzfehler fe beseitigt. Der
Ausgang des Tuners ist ein Basisbandsignal oder ein Signal nahe
des Basisbands, das aus einer gleichphasigen Komponente (I) und
einer phasenverschobenen Komponente (Q) besteht. Der Tuner 246 und
der Dezimierungsschaltkreis 248 sind im Wesentlichen denen ähnlich,
die in einem herkömmlichen
GPS-Empfänger
verwendet werden. Der numerisch gesteuerte Trägeroszillator NCO 250 liefert ein
Referenzsignal für
den Tuner 246. Das Referenzsignal wird durch die Registrierung
des NCO 250 unter Verwendung der VCXO-Frequenz auf Anlage 108 und
durch die NCO-Steuerung mit einem Steuerungswort, das von dem Microcontroller 232 geliefert wird,
erzeugt, welcher das Frequenzfehlersignal fe enthält.
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Ein
Dezimierungsschaltkreis 248 verarbeitet die Ausgabe des
Tuners 246. Die Ausgabe des Dezimierungsschaltkreises 248 ist
eine Reihe von komplexen Signalabfragen mit I- und Q-Komponenten, die
zeitlich präzise
ausgegeben werden, damit sie zur Taktung des Eingangssignals passen.
In einer Ausführungsform
der Erfindung ist der Dezimierungsbetrieb ein einfacher Vorsummierer,
der alle eingehenden Signalabfragen während des Zeitraums einer Ausgangsabfrage
aufaddiert. Zur zeitlichen Aufeinanderabstimmung des Abtastverfahrens
wird ein numerisch gesteuerter Code-Oszillator (NCO) 252 verwendet.
Der numerisch gesteuerte Code-Oszillator NCO 252 wurde
eingestellt, um eine Frequenz von (2 × fs)
zu erzeugen, wo fs = fo (C/A-Codechippingfrequenz
des GPS-Signals), die an die Dopplerverschiebung angepasst ist.
Der NCO 252 gleicht sowohl die Dopplerverschiebung als
auch den Frequenzfehler fe basierend auf äußeren Eingaben
von Firmwarebefehlen über
den Pfad 249 ab. Da die Dopplerverschiebung bei jedem Satelliten
anders ist, wird für
jeden Kanal 240n ein separater
Code-NCO 252 und ein Dezimierungsschaltkreis 248 benötigt. Es
sollte zur Kenntnis genommen werden, dass es nicht nötig ist,
dass die Eingangsabtastrate ein ganzzahliges Vielfaches der Frequenz
fs ist, da der Code-Oszillator NCO 252 fähig ist,
eine beliebige Frequenz zu erzeugen. Wenn der Dezimierungsschaltkreis 248 ein
Vorsummierer ist, wird die Zahl der summierten Abfragen typischerweise
zwischen zwei Werten hin und her schalten, sodass die richtige Abfragetaktung
langfristig erhalten bleibt. Wenn z.B. die Eingangsabtastrate 10
MHz beträgt
und die gewünschte
Abtastrate 2.046 MHz beträgt,
wird der Vorsummierer entweder 4 oder 5 Abfragen hinzufügen, sodass
die gewünschte
Abtastrate im Durchschnitt erhalten bleibt. Der Dezimierungsschaltkreis 248 kann
auch einen Quantisierer (nicht gezeigt) an seinem Ausgang enthalten,
um die Bitanzahl in den Signalkomponenten vor der Weiterverarbeitung
zu reduzieren. In einer Ausführungsform
der Erfindung wird eine 2-bit-Quantisierung verwendet.
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Die
Signalabfragen von dem Dezimierungsschaltkreis
248 sind
an einen Korrelator
254 gekoppelt. In einer Ausführungsform
der Erfindung wird der Korrelator
254 im Wesentlichen wie
im gemeinsam übertragenen
US-Patent 2002/0172306 betrieben.
In anderen Ausführungsformen
kann der Korrelator
254 ein konventionellerer (herkömmlicherer)
digitaler Signalkorrelator sein.
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3 zeigt
ein Flussdiagramm einer Ausführungsform
des Verfahrens das gemäß der Erfindung verwendet
wird. Des Weiteren ist das Verfahren 300 aus der Sicht
von dem GPS-Schaltkreis 106 verarbeiteten Signalen beschrieben.
Das Verfahren 300 beginnt bei Schritt 302 und
geht zu Schritt 304 weiter. Bei Schritt 304 wird
vom Microcontroller ein Steuerwort erzeugt, das das Frequenzfehlersignal
fe enthält und
sowohl an den numerisch gesteuerten Träger- als auch Code-Oszillator 250 und 252 innerhalb
des GPS-Schaltkreises 106 gekoppelt ist. Der GPS-Schaltkreis 106 erhält bei Schritt 306 auch
das VCXO-Signal f. Das Signal f wird vom RF/IF-Kreis 242 und
auch von den NCOs 250 und 252 verwendet. Bei Schritt 308 werden
die numerisch gesteuerten Oszillatoren durch die Frequenz f getaktet
und ihre Outputsignale werden durch das Steuerwort (Frequenzsteuerwert)
auf Pfad 249, der Informationen bezüglich des Frequenzfehlersignals
fe enthält, eingestellt.
Die numerisch gesteuerten Oszillatoren 250 und 252 erzeugen
bei Schritt 310 Signale und das Verfahren 300 endet
bei Schritt 312. Der Betrieb der numerisch gesteuerten
Oszillatoren 250 und 252 ist der Subtraktion von
fe von f ähnlich,
d.h., die Frequenz des Referenzoszillatorsignals ist gleichbedeutend
f – fe multipliziert mit einem Skalierungsfaktor.
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Die
von den NCOs erzeugten Signale haben eine im wesentlichen stabile
Frequenz, die von dem GPS-Empfänger
verwendet werden kann, um GPS-Signale weiterzuleiten. Die Mobiltelefonübertragungsspezifikation
beträgt
im japanischen „Personal Digital
Cellular (PDC)"-System zum Beispiel
+/–0,3 ppm.
Obwohl ein 0,3 ppm-Frequenzfehler für das PDC-System akzeptabel
ist, ist er für
die GPS-Signalverarbeitung mit kohärenter Mittelung inakzeptabel.
Ein akzeptableres ppm-Niveau, das für einen GPS-Empfänger genau
genug ist, liegt bei ungefähr 0,02
ppm (ungefähr
31,5 Hz) und ist für
eine kohärente
Mittelung über
10–20
Epochen ausreichend. Der ppm bezieht sich auf die Abweichung bei
der Mobiltelefonreferenztaktfrequenz von 19,2 MHz. Dies führt zu der
gleichen anteiligen Abweichung bei der GPS-Trägerfrequenz von 1575 MHz.
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Es
kann Fälle
geben, wo sich die mobile Vorrichtung 100 außerhalb
des Funknetzwerkbereichs bewegt, sodass der Mobiltelefonschaltkreis 104 kein Signal
empfängt,
um den VCXO 228 zu steuern. Obwohl die mobile Vorrichtung 100 außerhalb
des Netzwerkbereichs sein kann, kann der Standort der Vorrichtung 100 wie
unten beschrieben weiterhin erreicht erhalten werden. 5 stellt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens 500 zum Empfang von GPS-Signalen
in einer mobilen Vorrichtung 100 außerhalb der Netzabdeckung dar. 5 sollte
zusammen mit 2 betrachtet werden. 2 enthält eine optionale
Verbindung 256, die die CPU 216 mit dem Microcontroller 232 verbindet.
Das Verfahren 500 beginnt bei Schritt 502, wo
die mobile Vorrichtung 100 außerhalb der Netzwerkreichweite
ist und kein Trägersignal
(oder Pilotton) mehr von einer Basisstation empfängt. Bei Schritt 504 sucht
die mobile Vorrichtung 100 ein Funkträgersignal von einer Zelle.
In einer Ausführungsform
führt die
mobile Vorrichtung 100 diese Suche während einer ersten vorherbestimmten
Zeit durch. Solch eine erste vorherbestimmte Zeitspanne kann in
einem Zeitintervall von 10–60
Sekunden liegen und in einer speziellen Ausführungsform in einem Intervall
von 30 Sekunden.
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Bei
Schritt 506 bestimmt der GPS-Schaltkreis, ob die vorbestimmte
Zeitspanne zur Suche des Funkträgers
abgelaufen ist. Wenn bei Schritt 506 die erste vorbestimmte
Zeitspanne noch nicht verstrichen ist und bei Schritt 508 das
Funkträgersignal
erfasst wurde, fährt
das Verfahren 500 fort mit Schritt 599, wo die
mobile Vorrichtung 100 funktionsfähig ist, und das Verfahren 500 endet
und das Verfahren 300 von 3 kann implementiert
werden. Ferner fährt das
Verfahren 500 mit Schritt 504 zur Suche des Funkträgersignals
fort, wenn bei Schritt 506 die erste vorbestimmte Zeitspanne
noch nicht abgelaufen ist und bei Schritt 508 das Funkträgersignal
noch nicht erfasst wurde. Das Verfahren 500 fährt auf
diese Weise fort bis die vorbestimmte Zeitspanne bei Schritt 506 abgelaufen
ist oder bei Schritt 508 die Signale empfangen wurden.
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Wenn
bei Schritt 506 die erste vorbestimmte Zeitspanne abgelaufen
ist, fährt
das Verfahren 500 mit Schritt 510 fort, wo die
Frequenzsteuersoftware 224 in dem Funksignalverarbeitungsschaltkreis
ein Signal initiiert, das den ersten oszillatorischen Signalgeber
(z.B. VCO) 228 des Funktransceivers 104 auf eine
Nominalfrequenz bringt, indem er die Spannung des DAC 226 auf
eine vorbestimmte Spannung einstellt. Das VCO-Nominalisierungssignal wird auf Pfad 256 von 2 gesendet.
Bei dieser Betriebsart wird die Frequenzreferenz nicht so genau
sein wie wenn sich die mobile Vorrichtung innerhalb des Netzwerkbereichs
befindet. Das fe Signal ist jedoch keine Einflussgröße, da die
Referenzfrequenz nicht von einem Pilotton oder einem Trägersignal
abhängig
ist. Insbesondere bei einem typischen Oszillator wird die Ungenauigkeit
des VCXO 228-Ausgangs ungefähr 2 ppm betragen, wenn die
DAC-Spannung auf die vorbestimmte Spannung eingestellt wird. Der
GPS-Algorithmus
für diese
Ausführungsform
enthält
die Frequenzsuche über
diesen größeren Bereich
von Frequenzungenauigkeit.
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Bei
Schritt 512 wird der VCO 228 während einer zweiten vorbestimmten
Zeitspanne nicht mehr über
den großen
Frequenzbereich abgestimmt. Folglich ist die mobile Vorrichtung 100 nicht
mehr in der Lage, gleichzeitig nach GPS-Satellitensignalen und dem
Funkträgersignal
von einem Funkträger
zu suchen. Verfahren 500 fährt dann mit Schritt 514 fort.
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Bei
Schritt 514 sucht der GPS-Empfänger 106 weiterhin
nach Satellitensignalen. Der GPS-Empfänger führt die
Suche insbesondere dann durch, wenn der VCO 228 inaktiv
ist. Bei Schritt 516 stellt der GPS-Signalprozessor 232 fest,
ob die GPS-Satellitensignale empfangen wurden. Wenn die GPS-Satellitensignale
bei Schritt 516 empfangen wurden, informiert der GPS-Signalprozessor 232 den Funksignalverarbeitungsschaltkreis 104 darüber und das
Verfahren 500 fährt
wie unten beschrieben mit Schritt 520 fort. Wenn die GPS-Satellitensignale
bei Schritt 516 empfangen wurden, fährt das Verfahren 500 mit
Schritt 518 fort, wo der GPS-Signalprozessor 232 bestimmt,
ob die zweite vorbestimmte Zeitspanne abgelaufen ist. In einer Ausführungsform
reicht die zweite vorbestimmte Zeitspanne von ca. 20 bis 30 Sekunden
jedoch sind auch kürzere
oder längere Zeitdauern
möglich.
Wenn die zweite vorbestimmte Zeitspanne zum Empfang des GPS-Satellitensignals bei
Schritt 518 nicht abgelaufen ist, fährt Verfahren 500 mit
Schritt 514 fort und wiederholt die Schritte 514 bis 518 wie
oben beschrieben.
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Bei
Schritt 520 sendet der GPS-Signalprozessor 232 ein
VCO-Abstimmungsinitialisierungssignal über Pfad 256 an den
Funksignalverarbeitungsschaltkreis 104. Das VCO-Abstimmungsinitialisierungssignal
veranlasst den Funkverarbeitungsschaltkreis einen Abstimmungsbefehl
an den Funktransceiver 104 zu senden, um die Suche nach
einem Funkträger
zu initiieren und das Verfahren 500 fährt wie oben beschrieben mit
Schritt 504 fort bis entweder die GPS-Satellitensignale
oder ein Funkträgersignal erfasst
wird.
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Wenn
sich die mobile Vorrichtung 100 außerhalb des Netzwerkbereichs
befindet, wechselt das Verfahren 500 zwischen der Suche
nach GPS-Satelliten und der Suche nach dem Funkträgersignal.
Ferner ermöglicht
das Verfahren 500 den GPS-Empfang ohne dass der VCXO 228 des
Mobiltelefonschaltkreises von einem empfangenen Zellensignal eingestellt wird.
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Dabei
beschreibt die oben genannte Ausführungsform die Suche der mobilen
Vorrichtung nach einem Funkträgersignal
für eine
bestimmte Zeitspanne. Diese Beschreibung dient nur Beispielszwecken. Der
Fachmann wird feststellen, dass die mobile Vorrichtung 100 einen
Funkträger
suchen kann bis ein erstes gewünschtes
Ereignis eintritt. Außerdem
wird der Fachmann ebenso feststellen, dass die Suche nach GPS-Satellitensignalen
nicht auf das Ablaufen einer vorbestimmten Zeitspanne beschränkt ist
und dass die Suche nach GPS-Satellitensignalen
auch bis zum Eintritt eines zweiten gewünschten Ereignisses geschehen
kann.