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Die
vorliegende Erfindung betrifft Kommunikationsgeräte und im Besonderen ein Gerät, das dazu
in der Lage ist, in Verbindung mit einem freilaufenden Oszillator
zu arbeiten.
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Ein
bekanntes Kommunikationssystem umfasst einen Basisstation-Sender-/Empfänger (auch
als Sende-/Empfangsgerät
oder Transceiver bezeichnet) und einen oder mehrere von der Basisstation
entfernte Teilnehmer-Sender-/Empfänger. Der Basisstation-Sender-/Empfänger sendet
ein Downstream-Kommunikationssignal, das Nutzinformationen (wie
etwa Audio-, Video-Daten, etc.) umfasst, an die Teilnehmer-Sender-/Empfänger. Jeder
Teilnehmer-Sender-/Empfänger
umfasst einen Empfänger,
um die Nutzinformationen aus dem Downstream-Signal zurückzugewinnen.
Der Empfänger
gewinnt/extrahiert typischerweise zunächst inhärente Zeitsteuer- und/oder
Frequenzinformationen aus dem Downstream-Signal, beispielsweise
durch Frequenzsynchronisieren eines Oszillators im Empfänger mit
dem Downstream-Signal. Dann verwendet der Empfänger die zurückgewonnenen
Zeitsteuer- und/oder
Frequenzinformationen dazu, die durch das Downstream-Signal übertragenen
Nutzinformationen zurückzugewinnen.
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Ebenso
kann auch die Basisstation inhärente
Zeitsteuer- und/oder Frequenzinformationen aus dem vom Teilnehmer-Sender-/Empfänger gesendeten
Upstream-Signal zurückgewinnen
müssen.
Manche Basisstationen können
jedoch nicht dazu in der Lage sein, derartige Upstream-Zeitsteuer-
und/oder -Frequenzinformationen zurückzugewinnen, sofern sie nicht
genau an die Downstream-Frequenz- und/oder Zeitsteuerinformationen
angepasst sind.
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Es
ist erwünscht,
die Komplexität
des Teilnehmer-Sender-/Empfängers
und somit die Gesamtkosten so niedrig wie möglich zu halten. Ein Kostentreiber
beim Teilnehmer-Sender-/Empfänger ist
häufig
ein Hochfrequenzoszillator zum Generieren von Hochfrequenzsignalen,
die in oder in Verbindung mit dem Sender-/Empfänger verwendet werden. Beispielsweise
sind Oszillatoren, die zum Generieren von Signalen im Gigahertz-(GHz-)Frequenzbereich
verwendet werden, häufig
teuer und treiben somit die Gesamtkosten des Sender-/Empfängers in
die Höhe.
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Das
Dokument
EP-A-0 969
636 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff der
unabhängigen
Ansprüche
1 und 11.
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Es
besteht daher Bedarf an einem Sender-/Empfänger, der dazu in der Lage
ist, Zeitsteuer- und/oder Frequenzinformationen aus einem Downstream-Signal
zu extrahieren.
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Es
besteht ferner Bedarf an einem Sender-/Empfänger, der dazu in er Lage ist,
ein Upstream-Signal zu generieren, das inhärente Frequenz- und/oder Zeitsteuerinformationen
umfasst, die genau an die Frequenz- und/oder Zeitsteuereigenschaften
eines vom Sender-/Empfänger
empfangenen Downstream-Signals angepasst sind.
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Es
besteht des Weiteren Bedarf an einem kostengünstigen Sender-/Empfänger. Es
besteht ein damit zusammenhängender
Bedarf, die Kosten eines in oder in Verbindung mit dem Sender-/Empfänger verwendeten
Hochfrequenzoszillators im Vergleich zu bekannten Systemen zu verringern.
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Diese
Bedarfe werden durch ein Verfahren gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 und ein Back-End-Kommunikationsgerät gemäß dem unabhängigen Anspruch
11 erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen
sind in den abhängigen
Ansprüchen
definiert.
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Ein
erfindungsgemäßer Sender-/Empfänger umfasst
das Merkmal des Extrahierens von Zeitsteuer- und/oder Frequenzinformationen
aus einem Downstream-Signal durch Frequenzsynchronisieren eines
Oszillators im Sender-/Empfänger
mit dem Downstream-Signal.
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Der
erfindungsgemäße Sender-/Empfänger weist
das Merkmal des Generierens eines Upstream-Signals auf, das inhärente Frequenz-
und/oder Zeitsteuerinformationen umfasst, die nahe an die Frequenz- und/oder
Zeitsteuereigenschaften des vom Sender-/Empfänger empfangenen Downstream-Signals
angepasst sind. Die Sender-/Empfänger-Frequenz
synchronisiert das Upstream-Signal mit dem Downstream-Signal.
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Der
erfindungsgemäße Sender-/Empfänger kann
mit einem freilaufenden Hochfrequenzoszillator verwendet werden,
um die Gesamtkosten des Sender-/Empfängers zu senken. Der freilaufende
Oszillator ist nicht mit anderen stabilen Referenzoszillatoren synchronisiert
(z. B. phasensynchronisiert oder frequenzsynchronisiert).
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Einige
Beispiele für
erfindungsgemäße Verfahren
und Vorrichtungen werden nun unter Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
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1 eine
beispielhafte Betriebsumgebung der vorliegenden Erfindung,
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2 ein
Blockdiagramm eines beispielhaften Sender-/Empfänger-Systems aus der Umgebung
gemäß 1,
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3 ein
Zeitsteuerdiagramm eines beispielhaften Abschnitts eines mit einem
Master-Zeitsteuersignal codierten Downstream-Signals,
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4 ein
Blockdiagramm eines beispielhaften Referenzsignalgenerators zum
Ableiten eines Referenzsignals von einem codierten Master-Zeitsteuersignal,
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5 ein
Flussdiagramm eines beispielhaften Verfahrens zum Kompensieren eines
Frequenzversatzes von einem freilaufenden Oszillator in Upstream-
und Downstream-Richtung, und
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6 ein
Flussdiagramm eines beispielhaften Verfahrens zum Ableiten einer
Frequenzversatzschätzung,
welches das Verfahren gemäß 5 erweitert.
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BEISPIELHAFTE UMGEBUNG
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1 zeigt
eine beispielhafte Betriebsumgebung 100 der vorliegenden
Erfindung. Die Umgebung 100 umfasst ein Sende-/Empfangsgerät (Transceiver) 102 und
ein Sende-/Empfangsgerät 104.
In Downstream-(DS-)Richtung sendet das Sende-/Empfangsgerät 102 ein Downstream-Kommunikationssignal 108 (Frequenz
fRFd) an das Sende-/Empfangsgerät 104.
Das Downstream-Signal 108 kann, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein,
ein komplexes Breitbandsignal sein, das mehrere Trägersignale
umfasst, wie etwa ein orthogonales Frequenzmultiplexsignal (OFDM-Signal/Orthogonal
Frequency Division Multiplexed signal). Außerdem kann das Downstream-Signal 108,
bei manchen Umgebungen, mit einem Master-Zeitsteuersignal codiert
werden, wie etwa einer Reihe von Zeitstempeln. Das Sende-/Empfangsgerät 104 empfängt das Downstream-Kommunikationssignal 108 und
leitet erfindungsgemäß ein korrigiertes
Downstream-Signal 110 von dem empfangenen Downstream-Signal ab. In Upstream-(US-)Richtung
empfängt
das Sende-/Empfangsgerät 104 ein
anfängliches
Upstream-Signal 112 von einer externen Quelle, die nicht
gezeigt ist. Das Sende-/Empfangsgerät 104 leitet erfindungsgemäß ein Upstream-Signal 114 (Frequenz
fRFu) von dem anfänglichen Upstream-Signal 112 ab
und sendet das Upstream-Signal 114 an das Sende-/Empfangsgerät 102.
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2 ist
ein Blockdiagramm eines beispielhaften Sende-/Empfangsgeräts 200,
das dem vorstehend beschriebenen Sende-/Empfangsgerät 104 entspricht.
Das Sende-/Empfangsgerät 200 umfasst
ein Front-End-Sende-/Empfangsgerät 202,
das mit einem Back-End-Sende-/Empfangsgerät 204 gekoppelt ist. Das
Front-End-Gerät 202 und
das Back-End-Gerät 204 müssen nicht
ortsgleich angeordnet sein. Das heißt, das Front-End-Gerät 202 kann
unter einem gewissen Abstand vom Back-End-Gerät 204 angeordnet sein.
Des Weiteren können
Signale zwischen dem Front-End- und dem Back-End-Gerät 202 und 204 über bekannte
Signalübertragungsmedien,
wie etwa Koaxialkabel, übertragen
werden. Die vorliegende Erfindung betrifft das Back-End-Gerät 204,
wie nachfolgend näher
beschrieben.
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FRONT-END-GERÄT
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Das
Front-End-Gerät 202 umfasst
einen Downstream-Frequenzwandler 204, einen Upstream-Frequenzwandler 206 und
einen freilaufenden Oszillator 208. Der Downstream-Frequenzwandler 204 umfasst
einen Mischer 210, auf den ein Bandpassfilter 212 folgt,
und der Upstream-Frequenzwandler 206 umfasst ein Bandpassfilter 214,
auf das ein Mischer 216 folgt. Der freilaufende lokale
Oszillator (LO) 208 führt
dem Mischer 210 ein freilaufendes Downstream-LO-Signal 218 und
dem Mischer 216 ein freilaufendes Upstream-LO-Signal 220 zu.
Die LO-Signale 218 und 220 können dasselbe Signal sein und
daher dieselbe Frequenz haben.
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Der
freilaufende LO 208 ist nicht mit einem stabilen, genauen,
externen Referenzoszillator synchronisiert (z. B. phasensynchronisiert
oder frequenzsynchronisiert). Der freilaufende LO 208 kann
beispielsweise ein relativ kostengünstiger, freilaufender dielektrischer
Resonanzoszillator (DRO – Dielectric
Resonator Oscillator) zum Generieren der LO-Signale 218 und 220 im
GHz-Frequenzbereich sein. Ein DRO generiert eine Frequenz, die dazu
neigt, mit der Zeit, der Temperatur, dem Verfahren und so weiter
erheblich abzuweichen, wenn er nicht mit einem stabilen Referenzoszillator
synchronisiert ist. Daher haben die freilaufenden LO-Signale 218 und 220 jeweils
Frequenzen, die dazu neigen, einen unerwünschten Frequenzversatz Δfd (in 2 auch durch das
Bezugszeichen 222 dargestellt) von einer vorgegebenen,
gewünschten
Frequenz fLO der LO-Signale zu enthalten.
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In
Downstream-Richtung empfängt
das Front-End-Gerät 202 das
Downstream-Signal 108.
Der Downstream-Frequenzwandler 204 führt basierend auf dem dem Mischer 210 zugeführten freilaufenden LO-Signal 218 an
dem Downstream-Signal 108 (Frequenz fRFd)
eine Frequenzumwandlung in ein anfängliches Downstream-Signal 224 (Frequenz
fIFd + Δfd) durch, wobei das freilaufende LO-Signal
den unerwünschten
Frequenzversatz Δfd auf das anfängliche Downstream-Signal 224 überträgt. Das
Front-End-Gerät 202 führt das anfängliche
Downstream-Signal 224 dem Back-End-Gerät 204 zu.
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In
Upstream-Richtung führt
das Back-End-Gerät 204 ein
vorab korrigiertes Upstream-Signal (Frequenz FIFu + Δfd) dem Upstream-Frequenzwandler 206 des
Front-End-Geräts 202 zu.
Der Upstream-Frequenzwandler 206 führt basierend auf dem dem Mischer 216 zugeführten freilaufenden
LO-Signal 220 an dem vorab korrigierten Upstream-Signal 226 eine
Frequenzumwandlung in das Upstream-Signal 114 durch.
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BACK-END-GERÄT
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ÜBERBLICK
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Das
Back-End-Gerät 204 umfasst
einen Downstream-Signalprozessor (DSP) 230, einen Upstream-Signalprozessor
(USP) 232, einen lokalen Oszillator (LO) 234,
einen Differenzierer 236, einen Referenzsignalgenerator 238 und
eine Schätzeinrichtung 240.
Der DSP 230 empfängt
das anfängliche
Downstream-Signal 224 vom Front-End-Gerät 202, ein Downstream-LO-Signal 242 (Frequenz
fdLO) vom LO 234 und eine Frequenzversatzschätzung Δed (in 2 als Schätzsignal 243 ausgewiesen)
von der Schätzeinrichtung 240,
die den freilaufenden Frequenzversatz Δfd angibt,
der im anfänglichen
Downstream-Signal 224 enthalten ist. Der DSP 230 verwendet
das LO-Signal 242 und die Schätzung Δed,
um an dem anfänglichen
Downstream-Signal 224 eine
Frequenz-Abwärtswandlung
durchzuführen
und außerdem
den unerwünschten
Frequenzversatz Δfd aus dem anfänglichen Downstream-Signal 224 zu
beseitigen, wodurch ein korrigiertes Downstream-Signal 110 mit
einer Basisbandfrequenz erzeugt wird.
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Ebenso
empfängt
der USP 232 das anfängliche
Upstream-Signal 112, ein Upstream-LO-Signal 244 vom LO 234 und
die Frequenzversatzschätzung Δed von der Schätzeinrichtung 240.
Der USP 232 verwendet das LO-Signal 244 und die
Schätzung Δed dazu, an dem anfänglichen Upstream-Signal 112 eine
Frequenz-Aufwärtswandlung
durchzuführen
und auch dazu, an dem anfänglichen
Upstream-Signal eine Vorab-Frequenzkorrektur
vorzunehmen, und zwar um einen Betrag, der gleich der Schätzung Δed ist, wodurch das vorab korrigierte Upstream-Signal 226 mit
der vorab korrigierten Zwischenfrequenz (ZF) (fIFu + Δfd) erzeugt wird. Der USP 232 führt das
vorab korrigierte Upstream-Signal 226 dem Upstream-Frequenzwandler 206 des Front-End-Geräts 202 zu.
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Der
DSP 230 führt
dem LO 234 das korrigierte Downstream-Signal 110 oder
alternativ ein vom Downstream-Signal abgeleitetes Signal 274 als
Steuersignal zu. Der LO 234 generiert das Downstream-LO-Signal 242 und
das Upstream-LO-Signal 244 in Antwort auf das Steuersignal.
Das Steuersignal synchronisiert (z. B. frequenzsynchronisiert) das
Downstream- und das Upstream-LO-Signal 242 und 244 in
dem Maße
mit dem anfänglichen
Downstream-Signal 224 und somit mit dem Downstream-Signal 108,
in dem das korrigierte Downstream-Signal 110 frei von dem
unerwünschten
Frequenzversatz Δfd ist (d. h. in dem Maße, in dem die Schätzung Δed den Frequenzversatz Δfd repräsentiert).
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Der
Differenzierer 236 leitet basierend auf einer Frequenzdifferenz
zwischen dem Upstream- und dem Downstream-LO-Signal 242 und 244 ein
Differenzsignal 246 ab, das den Teil des unerwünschten
Frequenzversatzes Δfd angibt, der das korrigierte Downstream-Signal 110 korrumpiert.
Die Schätzeinrichtung 240 empfängt das
Differenzsignal 246 und ein oder mehrere Referenzsignale
(nachfolgend beschrieben) und leitet die Schätzung Δed von
dem Differenzsignal und den Referenzsignalen ab.
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GENAUER BETRIEB
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DOWNSTREAM-SIGNALPROZESSOR
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Der
DSP 230 umfasst einen ersten Mischer 252, auf
den ein ZF-Bandpassfilter 254 folgt. Der Mischer 252 führt basierend
auf dem LO-Signal 242 an dem anfänglichen Downstream-Signal 224 (auch
als erstes ZF-Signal 224 bezeichnet) eine Frequenzumwandlung
in ein zweites ZF-Signal 256 durch. Dabei verlagert der Mischer 252 den
im ersten ZF-Signal 224 enthaltenen Frequenzversatz Δfd auf das zweite ZF-Signal 256. Das Filter 254 filtert
das zweite ZF-Signal 256, um ein gefiltertes zweites ZF-Signal 258 zu
erzeugen. Das Filter 254 führt das zweite ZF-Signal 258 (einschließlich des
Frequenzversatzes Δfd) einem zweiten Mischer 260 zu.
Bei einer alternativen Anordnung der vorliegenden Erfindung digitalisiert
ein zwischen dem Filter 254 und dem zweiten Mischer 260 angeschlossener
Analog-/Digital-(ND-)Umsetzer das vom Filter 254 ausgegebene
Signal. Bei dieser alternativen Anordnung ist das dem zweiten Mischer 260 zugeführte zweite
ZF-Signal 258 digitalisiert.
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Der
DSP 230 umfasst einen Korrektursignalgenerator 262,
bei dem ein Kombinierer 263 mit einem numerisch gesteuerten
Oszillator (NCO – Numerically
Controlled Oscillator) 264 verbunden ist. Der Kombinierer 263 leitet
basierend auf der Frequenzversatzschätzung Δed und
einem Frequenz-Referenzsignal 266 ein Frequenzsteuersignal 265 ab.
Das Frequenz-Referenzsignal 266 repräsentiert einen vorgegebenen
Frequenzversatz, der notwendig ist, um, in Abwesenheit des Frequenzversatzes Δfd, an dem ZF-Signal 258 eine Frequenzverlagerung
in das Basisband vorzunehmen. Wenn das ZF-Signal 258 beispielsweise
eine nominale, vorgegebene ZF-Frequenz von 6 Megahertz (MHz) hat,
repräsentiert
das Frequenz-Referenzsignal 266 einen
Frequenzversatz von gleich 6 MHz.
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In
Antwort auf die Frequenzversatzschätzung Δed und
das Frequenz-Referenzsignal 266 generiert der NCO 264 ein
Downstream-Korrektursignal 267 mit einer Frequenz, die
repräsentativ
für die
Frequenzversatzschätzung Δed ist. Bei der in 2 dargestellten
Anordnung beispielsweise hat das Korrektursignal 267 eine Frequenz
fc, die angegeben wird durch: Frequenz fc = Frequenzversatzschätzung Δed +
die Frequenz, die durch das Frequenz-Referenzsignal 266 angegeben
wird (das heißt,
die Frequenz, die notwendig ist, um das ZF-Signal 258 in
das Basisband zu verlagern).
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Bei
der in 2 dargestellten Anordnung sind die Frequenzversatzschätzung Δed, das Frequenzsteuersignal 265 und
das Frequenz-Referenzsignal 266 numerische Eingänge, die
repräsentativ
für ihre
jeweiligen Frequenzen sind. Eine alternative Anordnung des Korrektursignalgenerators 262 umfasst
einen spannungsgesteuerten Oszillator (VCO – Voltage Controlled Oscillator)
anstelle des NCO 264. Bei einer solchen alternativen Anordnung
können
die Signale Δed, 265 und 266 auf Spannung
oder Strom basierende Signale (anstatt numerische Signale) sein,
die repräsentativ
für ihre
jeweiligen Frequenzen sind.
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Der
Mischer 260 führt
basierend auf dem Downstream-Frequenzkorrektursignal 267 an
dem zweiten ZF-Signal 258 eine Frequenzumwandlung in ein
Basisbandsignal 268 durch. Der Mischer 260 beseitigt
den Teil des durch die Schätzung Δed repräsentierten
Frequenzversatzes Δfd aus dem ZF-Signal 258. Das heißt, der
Mischer 260 beseitigt den Frequenzversatz Δfd in dem Maße aus dem zweiten ZF-Signal 258,
in dem die Frequenz des Downstream-Korrektursignals 267 den
Frequenzversatz Δfd repräsentiert.
Daher umfasst, wenn die Schätzung Δed den Frequenzversatz Δfd nicht
genau repräsentiert,
das Basisbandsignal 268 einen unerwünschten Restanteil des Frequenzversatzes Δfd. Der Mischer 260 führt das
Basisbandsignal 268 einem Filter 270 zu. Das Filter 270 filtert
das Signal 268, um das korrigierte Downstream-Signal 110 zu
erzeugen, das aus den oben genannten Gründen den Restanteil des Frequenzversatzes Δfd umfassen kann.
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Das
Filter 270 führt
das korrigierte Downstream-Signal 110 einem fakultativen
Prozessor 272 zu, um das korrigierte Downstream-Signal 110 zu
verarbeiten. Der Prozessor 272 wird dazu verwendet, komplexe
Basisbandwellenformen, wie etwa ein Basisband-OFDM-Signal, zu verarbeiten,
wenn das Downstream-Signal 110 solche Wellenformen umfasst.
Der Prozessor 272 leitet ein LO-Frequenzsteuersignal 274 von
dem korrigierten Downstream-Signal 110 ab. Daher gibt das
Frequenzsteuersignal 274 (z. B. proportional dazu) den
Restanteil des Frequenzversatzes Δfd an, der in dem korrigierten Downstream-Signal 110 verbleibt.
Der Prozessor 272 führt
das Steuersignal dem LO 234 zu.
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Alternative
Anordnungen des DSP 230 liegen innerhalb des Schutzumfangs
der vorliegenden Erfindung. Der erste Mischer 252 kann
bei einer alternativen Anordnung beispielsweise als Frequenz-Aufwärtswandler
(anstatt als Frequenz-Abwärtswandler)
arbeiten. Bei einer weiteren alternativen Anordnung kann der DSP 230 nur
einen einzelnen Mischer umfasst, um an dem anfänglichen Downstream-Signal 224 eine
Frequenz-Abwärtswandlung
in eine Basisbandfrequenz durchführen.
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LOKALER OSZILLATOR
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Der
LO 234 umfasst einen frequenzabstimmbaren Referenzoszillator 276.
Der Referenzoszillator 276 generiert ein Referenzsignal 278 (Frequenz
fr), das auf das Steuersignal 274 anspricht.
Wenn das korrigierte Downstream-Signal 110 frei von dem
Frequenzversatz Δfd ist, bewirkt das Steuersignal 274,
dass der Oszillator 276 das Referenzsignal 278 mit
einer nominalen vorgegebenen Frequenz generiert. Wenn andererseits
das korrigierte Downstream-Signal 110 einen Restanteil
des Frequenzversatzes Δfd umfasst, bewirkt das Steuersignal 274,
dass die Frequenz fr von der nominalen vorgegebenen
Frequenz des Referenzsignal 278 um einen Betrag ΨΔfd frequenzverschoben wird, der repräsentativ
für den
Restanteil des Frequenzversatzes Δfd ist, wobei Ψ eine Proportionalitätskonstante
repräsentiert.
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Der
Referenzoszillator 276 führt das Referenzsignal 278 einem
Downstream-Multiplizierer 280 und
einem Upstream-Multiplizierer 282 zu. Der Downstream-Multiplizierer 280 multipliziert
die Frequenz des Referenzsignals 278 mit einer vorgegebenen
Zahl (n), um das Downstream-LO-Signal 242 zu erzeugen,
das eine Frequenz fdLO = nfr hat.
Der Multiplizierer 280 führt das Downstream-LO-Signal 242 dem
Mischer 252 zu. Ebenso multipliziert der Upstream-Multiplizierer 282 das
Referenzsignal 278 mit einer anderen vorgegebenen Zahl (k),
um das Upstream-LO-Signal 244 zu
erzeugen, das eine Frequenz fuLO = kfr hat. Der Multiplizierer 282 führt das
Upstream-LO-Signal 244 dem USP 232 zu. Die Frequenzen
fuLO und fdLO stellen
beispielsweise linear skalierte Versionen der Frequenz fr dar.
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Der
DSP 230, der LO 234 und der Prozessor 272 arbeiten
als Frequenzregelkreis (FLL – Frequency Locked
Loop) zusammen, der umfasst: den Mischer 252, das Filter 254,
den Mischer 260 und das Filter 270 des DSP 230,
den Prozessor 272 sowie den Oszillator 276 und
den Multiplizierer 280 des LO 234. Der FLL frequenzsynchronisiert
den Referenzoszillator 276 (das heißt, die Frequenz fr des
Referenzsignals 278) mit der Frequenz fIfd des
ZF-Signals 224 und somit mit der Frequenz fRFd des
Downstream-Signals 108, zumindest in dem Maße, in dem
der Mischer 260 den Frequenzversatz Δfd aus
dem ZF-Signal 258 beseitigt. Der Grund, warum der FLL die
Frequenz fr mit der Frequenz fIFd und
nicht mit der Frequenz fIFd + Δfd frequenzsynchronisiert, besteht darin,
dass sich das Frequenzsteuersignal 274 von einem Signal
(nämlich
dem korrigierten Downstream-Signal 110) ableitet, das im
Wesentlichen frei von dem Frequenzversatz Δfd ist.
Der Vorgang der Frequenzsynchronisation des Referenzoszillators 276 mit
der Downstream-Frequenz fRFd des Downstream-Signals 108 (auf
die vorstehend beschriebene Weise) kann als Extraktion inhärenter Zeitsteuer-
und/oder Frequenzinformationen aus dem Downstream-Signal 108 betrachtet
werden.
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In
der Praxis generiert der Referenzoszillator 276 das Referenzsignal 278 mit
der Frequenz fr, so dass die Frequenz fr häufig
einen inhärenten
Frequenzfehlerterm Δfr enthält,
der infolge von Mängeln
des Referenzoszillators entsteht. Bei der Frequenzsynchronisierung
der Frequenz fr mit der Frequenz fIFd, reduziert der FLL den Frequenzfehlerterm Δfr auf einen ausreichend kleinen Wert, so
dass er spätere
Downstream-Verfahren (nicht gezeigt), die das korrigierte Downstream-Signal 110 verwenden,
nicht nachteilig beeinflusst.
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DIFFERENZIERER
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Der
Differenzierer 236 umfasst einen Mischer 284,
auf den ein Bandpassfilter 286 folgt. Der Mischer 284 subtrahiert
(das heißt,
differenziert) die Frequenzen des Upstream- und des Downstream-Signals 244 und 242,
um ein Differenzsignal 288 zu erzeugen. Das Bandpassfilter 286 filtert
das Differenzsignal 288, um eine gefilterte Version desselben
zu erzeugen, nämlich
das vorstehend genannte Differenzsignal 246. Das Differenzsignal 246 hat
eine Frequenz ΔfLO = |fuLO – fdLO| = |(n – k)fr|.
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Wenn
das korrigierte Downstream-Signal 110 frei von dem Frequenzversatz Δfd ist, erzeugt der Differenzierer 236 basierend
auf der nominalen vorgegeben Frequenz der Frequenz fr das
Differenzsignal 246 mit einer nominalen vorgegebenen Differenzfrequenz α. Wenn andererseits
das korrigierte Downstream-Signal 110 einen Restanteil
des Frequenzversatzes Δfd enthält,
ist die Differenzfrequenz ΔfLO von der nominalen vorgegebenen Differenzfrequenz α um einen
Betrag |(n – k)| ΨΔfd frequenzverschoben, der repräsentativ
für den Restanteil
des Frequenzversatzes Δfd ist, der die Frequenz fr korrumpiert.
Daher gibt das Differenzsignal 246 die nominale vorgegeben
Frequenz α und
einen Frequenzfehlerterm an, der repräsentativ (z. B. proportional dazu)
für den
Restanteil des Frequenzversatzes Δfd ist, der das korrigierte Downstream-Signal 110 korrumpiert.
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Der
Differenzierer 236 kann alleine oder in Kombination mit
dem LO 234 im Allgemeinen als Schaltung betrachtet werden,
die ein Signal generiert, das im Allgemeinen als Schätzsignal
bezeichnet wird, welches den Restanteil des Frequenzversatzes Δfd angibt, der das korrigierte Downstream-Signal 110 korrumpiert.
Das Schätzsignal
(z. B. das Differenzsignal 246 bei der Ausführungsform
gemäß 2)
wird von dem korrigierten Downstream-Signal 110 abgeleitet
und kann sich daher mit der Zeit verändern, um jedwede entsprechende Änderung
in dem Teil des Frequenzversatzes Δfd genau
widerzuspiegeln, der das korrigierte Downstream-Signal 110 korrumpiert.
Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die Verwendung
des Differenzierers 236 (und des LO 234) begrenzt
ist, um das Schätzsignal
abzuleiten, und dass andere Schaltungen verwendet werden können, um
das Schätzsignal
abzuleiten/zu generieren, was für
einen Durchschnittsfachmann auf dem relevanten Gebiet nach einem
Studium der vorliegenden Erfindung offenkundig sein sollte.
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SCHÄTZEINRICHTUNG
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Der
Differenzierer 236 führt
das Differenzsignal 246 der Schätzeinrichtung 240 zu.
Die Schätzeinrichtung 240 umfasst
einen Frequenzdetektor 290, einen Kombinierer 292 und
ein Schleifenfilter bzw. einen Integrator 294, die in Reihe
geschaltet sind. Der Frequenzdetektor 290 empfängt das
Differenzsignal 246 und ein Referenzsignal 296 vom
Referenzsignalgenerator 238. Das Referenzsignal 296 repräsentiert
eine Referenzfrequenz fTRC oder einen Standard,
anhand dessen der Frequenzdetektor 290 Frequenzmessungen
ableiten kann. Der Frequenzdetektor 290 ermittelt/misst
die Frequenz des Differenzsignals 246 und führt eine
ermittelte Frequenz 298 dem Kombinierer 292 zu.
Die ermittelte Frequenz 298 repräsentiert die vorgegebene nominale Differenzfrequenz α zusammen
mit dem Frequenzfehlerterm (das heißt, |(n – k)| ΨΔfd),
die im Differenzsignal 246 enthalten und beide vorstehend
erwähnt
sind.
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Der
Kombinierer 292 empfängt
die ermittelte Frequenz 298 und ein Referenzsignal 320 (von
einer nicht gezeigten Quelle), das den Frequenzwert α angibt.
Der Kombinierer 292 subtrahiert den Frequenzwert α von der
ermittelten Frequenz 298, um ein Restsignal 322 zu
erzeugen, das den Frequenzfehlerterm angibt, der im Differenzsignal 246 enthalten
ist und somit den Teil des Frequenzversatzes Δfd angibt,
der im korrigierten Downstream-Signal 110 enthalten ist.
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Der
Kombinierer 292 führt
das Restsignal 322 dem Schleifenfilter 294 zu.
Das Schleifenfilter 294 integriert das Restsignal 322 in
die Frequenzversatzschätzung Δed, wodurch die Frequenzversatzschätzung im Laufe
der Zeit kontinuierlich adaptiv aktualisiert wird. Die Schätzeinrichtung 240,
der DSP 230, der Prozessor 272, der LO 234 und
der Differenzierer 236 arbeiten in der vorstehend beschriebenen
Weise als adaptive Frequenzversatzschätzschleife zusammen. Wenn die
Frequenzversatzschätzung Δed bezogen auf den Frequenzversatz Δfd zu hoch oder zu niedrig ist, reduziert
bzw. erhöht
die Frequenzversatzschätzschleife
die Frequenzversatzschätzung.
Wenn die Frequenzversatzschätzung Δed den Frequenzversatz Δfd genau
widerspiegelt, hält
die Frequenzversatzschätzschleife
den gegenwärtigen
Wert der Frequenzversatzschätzung Δed aufrecht.
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Bei
dem Gerät 200 repräsentieren
der freilaufende Frequenzversatz Δfd vom freilaufenden Oszillator 208 und
der Frequenzfehler Δfr vom Oszillator 276 zwei unbekannte
(und unerwünschte)
Variablen oder Größen. Der
FLL und die Frequenzversatzschätzschleife
der vorliegenden Erfindung arbeiten im Wesentlichen zusammen, um
die zwei unbekannten Größen aufzulösen, so
dass aus den Unbekannten resultierende Frequenzfehler erheblich
reduziert werden können.
Das bedeutet, dass der FLL und die Frequenzversatzschätzschleife,
angesichts der willkürlichen
anfänglichen
Zustände
der vorstehend genannten Größen, zusammenarbeiten,
um zu bewirken, dass aus den Unbekannten entstehende Frequenzfehler
zu einem korrekten (oder vielmehr akzeptablen) und stabilen Betriebszustand
konvergieren.
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UPSTREAM-SIGNALPROZESSOR
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Der
USP 232 umfasst ein Basisbandfilter 324, einen
ersten Mischer 326, der auf das Filter folgt, und einen
Upstream-Korrektursignalgenerator 328. Der Upstream-Korrektursignalgenerator 328 ähnelt dem Downstream-Korrektursignalgenerator 262.
Der Upstream-Korrektursignalgenerator 328 empfängt die
Frequenzversatzschätzung Δed und ein Referenzsignal 330. In
Antwort auf diese Eingangssignale erzeugt der Korrektursignalgenerator 328 ein
Upstream-Korrektursignal 331 mit einer Frequenz, die repräsentativ
für die Frequenzversatzschätzung Δed ist (z. B. auf dieselbe Art und Weise,
in der das Downstream-Korrektursignal 267 repräsentativ
für die
Frequenzversatzschätzung Δed ist). Bei einer alternativen Anordnung
der vorliegenden Erfindung sind der Downstream- und der Upstream-Signalgenerator 262 und 328 derselbe
Signalgenerator und die Korrektursignale 267 und 331 dasselbe
Signal.
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Das
Upstream-Basisbandfilter 324 führt dem Mischer 326 ein
gefiltertes anfängliches
Upstream-Signal 332 zu. Der Mischer 326 führt basierend
auf dem Upstream-Korrektursignal 331 an
dem Signal 332 eine Frequenzumwandlung in ein erstes ZF-Signal 333 durch.
Der Mischer 326 addiert den Teil des Frequenzversatzes Δfd, der durch die Schätzung Δed repräsentiert
wird, zu dem Upstream-Signal 332. Das heißt, der
Mischer 326 addiert den Frequenzversatz Δfd in dem Maße zu dem Upstream-Signal 332,
in dem die Frequenz des Upstream-Korrektursignals 331 den
Frequenzversatz Δfd repräsentiert.
Der Mischer 326 führt
das erste ZF-Signal 333 einem ZF-Bandpassfilter 334 zu. Bei
einer Anordnung der vorliegenden Erfindung sind die Signale 112, 332 und 331 digitale
Signale, wobei ein Digital-/Analog-(D/A-)Umsetzer zwischen dem Mischer 326 und dem
Filter 334 angeschlossen ist, um ein vom Mischer 326 ausgegebenes
digitales ZF-Signal in ein analoges ZF-Signal umzuwandeln. Bei dieser
Anordnung ist das dem Filter 334 zugeführte ZF-Signal 333 ein
analoges Signal.
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Das
ZF-Bandpassfilter (ZF-BPF) 334 führt einem zweiten Upstream-Mischer 338 des
USP 232 ein gefiltertes erstes ZF-Signal 336 zu.
Der Mischer 338 führt
basierend auf dem Upstream-LO-Signal 244 an dem ersten
ZF-Signal 336 eine Frequenzumwandlung in das vorab korrigierte
Upstream-Signal 226 durch. Das vorab korrigierte Upstream-Signal 226 umfasst
außerdem
den Teil des Frequenzversatzes Δfd , der durch die Schätzung Δed repräsentiert
wird. Der Mischer 338 führt
das vorab korrigierte Signal 226 dem Upstream-Frequenzwandler 206 des
Front-End-Geräts 202 zu.
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Der
Mischer 216 hebt den Frequenzversatz Δfd im
LO-Signal 220 mit dem im vorab korrigierten Upstream-Signal 226 enthaltenen
Frequenzversatz in dem Maße
auf, in dem die zwei Frequenzversatze einander gleichen. Daher erzeugt
der Mischer 216 das Upstream-Signal 114 mit einer
Frequenz (Frequenz fRFu), die im Wesentlichen
frei von dem Frequenzversatz Δfd ist. Da die vorliegende Erfindung (1)
unter Verwendung eines Upstream-LO-Signals (z. B. des LO-Signals 244),
welches mit dem Downstream-Signal 108 frequenzsynchronisiert
ist, eine Frequenzumwandlung an dem anfänglichen Upstream-Signal 112 durchführt und
(2) den freilaufenden Frequenzversatz Δfd im
Wesentlichen daran hindert, das Upstream-Signal 114 zu
kontaminieren, kann die vorliegende Erfindung so angesehen werden,
dass sie ein Upstream-Signal (d. h. das Signal 114) generiert,
das inhärente
Frequenz- und/oder Zeitsteuerinformationen umfasst, die genau an
die Frequenz- und/oder Zeitsteuereigenschaften des Downstream-Signals 108 angepasst
sind.
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Alternative
Anordnungen des USP 232 liegen innerhalb des Schutzumfangs
der vorliegenden Erfindung. Der USP 232 kann beispielsweise
nur einen einzelnen Mischer zur Frequenz-Aufwärtswandlung des anfänglichen
Upstream-Signals 112 umfassen. Bei einer alternativen Ausführungsform
des Back-End-Geräts wird
der USP 232 weggelassen. Bei einer solchen Ausführungsform
verarbeitet das Back-End-Gerät nur Downstream-Signale.
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REFERENZSIGNALGENERATOR
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Wie
vorstehend in Verbindung mit 1 besprochen,
kann der Sender-/Empfänger 102 das Downstream-Signal 108 mit
einem Master-Zeitsteuersignal codieren, das z. B. eine Reihe von
zeitlich voneinander beabstandeten Zeitstempeln umfasst. 3 ist
ein Zeitsteuerdiagramm eines beispielhaften Abschnitts 350 eines
Downstream-Signals,
das mit periodischen Zeitstempeln t1, t2, t3 und so weiter
codiert ist. Die vorliegende Erfindung kann das im Downstream-Signal 108 enthaltene
codierte Master-Zeitsteuersignal nutzen, um einen genauen Frequenzstandard
(Referenzsignal 296) abzuleiten, anhand dessen der Frequenzdetektor 290 Frequenzmessungen
ableiten kann, was nun beschrieben wird.
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4 ist
ein Blockdiagramm eines Referenzsignalgenerators 400 zum
Ableiten des Referenzsignals 296 von dem vorstehend genannten
codierten Master-Zeitsteuersignal. Der Referenzsignalgenerator 400 stellt eine
alternative Ausführungsform
des Referenzsignalgenerators 238 dar, der im Back-End-Gerät 204 verwendet
wird. Der Referenzsignalgenerator 400 empfängt das
anfängliche
Downstream-Signal 224.
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Wenn
das Downstream-Signal 108 das codierte Master-Zeitsteuersignal
umfasst, enthält
auch das Downstream-Signal 224 das codierte Master-Zeitsteuersignal,
da das Downstream-Signal 224 eine frequenzverlagerte Version
des empfangenen Downstream-Signals 108 ist. Bei einer alternativen
Anordnung kann der Referenzsignalgenerator das Downstream-Signal 108,
oder alternativ das ZF-Signal 256 usw., direkt empfangen.
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Der
Referenzsignalgenerator 400 umfasst einen Decoder 402,
der mit einem Signalgenerator 404 verbunden ist. Der Decoder 402 decodiert
das im Signal 224 enthaltene codierte Master-Zeitsteuersignal,
um die Zeitstempel des Master-Zeitsteuersignals zurückzugewinnen.
Der Decoder 402 leitet von den Zeitstempeln ein Frequenzsteuersignal 406 ab.
In Antwort auf das Frequenzsteuersignal 406 (d. h. die
zurückgewonnenen
Zeitstempel) generiert der Generator 404 das Referenzsignal 296,
so dass das Referenzsignal 296 eine Referenzfrequenz des
Sender-/Empfängers 102 (d.
h. eines dort festgelegten Frequenzstandards) genau repräsentiert.
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BEISPIELHAFTE FREQUENZEN
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Die
nachstehende Tabelle 1 umfasst eine Liste von Signalfrequenzen,
die bei beispielhaften Anordnungen der Umgebung
100 und
des Sender-/Empfängers
200 verwendet
werden.
| Frequenzbezeichnung
oder Signalbezeichnung aus Fig. 2 | Nominale,
vorgegebene Frequenz (MHz) (d. h. ohne Frequenzversatz/-fehler) |
| fRFu | 2500 |
| fRFd | 2596 |
| fLO | 2170 |
| fIFu (fRFu – fLO) | 2500 – 2170 =
330 |
| fIFd (fRFd – fLO) | 2596 – 2170 =
426 |
| fr | 24 |
| fuLO (= kfr) | 336
(k = 14) |
| fdLo (= nfr) | 432
(n = 18) |
| ΔfLO | 96
(= α) |
| Downstream-ZF-Signale 256, 258 | 6
(fr/4) |
| Upstream-ZF-Signale 333, 336 | 6
(fr/4) |
| Referenzsignale 266, 330 | 6
(fr/4) |
Tabelle
1
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VERFAHRENSFLUSSDIAGRAMME
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Bei
der nachstehenden Beschreibung der verschiedenen Verfahren wird
aus rein beispielhaften Gründen
Bezug auf in den 1–4 dargestellte
Signale und/oder Elemente genommen. Solche Bezugnahmen sollen die
Verfahren nicht auf spezifische Ausführungsformen der vorstehend
beschriebenen vorliegenden Erfindung beschränken.
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5 ist
ein Flussdiagramm eines beispielhaften Verfahrens 500 zum
Kompensieren eines Frequenzversatzes von einem freilaufenden Oszillator
in Upstream- und Downstream-Richtung. Das Verfahren 500 wird beispielsweise
im Back-End-Gerät 204 ausgeführt, wobei
davon ausgegangen wird, dass das Back-End-Gerät 204 mit dem Front-End-Gerät 202 zusammenarbeitet.
Das Verfahren 500 entspricht dem Betrieb der vorliegenden
Erfindung in einem stationären
Zustand, nachdem der Mischer 260 basierend auf einem willkürlichen anfänglichen
Wert der Frequenzversatzschätzung Δed erstmals einen Frequenzversatz aus den
ZF-Signalen 256/258 beseitigt hat, um das korrigierte
Signal 110 zu erzeugen. Das Front-End-Gerät 202 empfängt das Downstream-Signal 108 und
sendet das Upstream-Signal 114. Das Front-End-Gerät 202 mischt
das Downstream-Signal 108 mit dem freilaufenden LO-Signal 218,
das den unerwünschten
Frequenzversatz Δfd enthält,
und erzeugt dadurch das anfängliche
Downstream-Signal 224, das ebenfalls den Frequenzversatz Δfd enthält.
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In
einem ersten Schritt 502 des Verfahrens 500 empfängt das
Back-End-Gerät 204 das
anfängliche Downstream-Signal 224,
das den unerwünschten
Frequenzversatz Δfd (nachfolgend auch als unerwünschter Frequenzversatz
(FO) bezeichnet) enthält.
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In
einem nächsten
Schritt 504 arbeiten der DSP 230, der Prozessor 272,
der LO 234, der Differenzierer 236 und die Schätzeinrichtung 240 zusammen,
um von dem korrigierten Downstream-Signal 110 (das im stationären Zustand
verfügbar
ist) die Frequenzversatzschätzung Δed abzuleiten, die den Frequenzversatz Δfd angibt, der im anfänglichen Downstream-Signal 224 enthalten
ist.
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In
einem nächsten
Schritt 506 beseitigt der DSP 230 den geschätzten Frequenzversatz Δed aus dem anfänglichen Downstream-Signal 224,
wodurch das korrigierte Downstream-Signal 110 erzeugt wird.
Dabei führt
der DSP 230 an dem anfänglichen Downstream-Signal 224 außerdem eine
Frequenzumwandlung in eine Basisbandfrequenz durch. Die Schritte 504 und 506 umfassen
zusammen das adaptive Schätzen
des Frequenzversatzes Δfd.
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In
einem nächsten
Schritt 508 führt
der USP 232 unter Verwendung des geschätzten Frequenzversatzes Δed an dem anfänglichen Upstream-Signal 112 eine
Vorab-Frequenzkorrektur
durch, wodurch das vorab korrigierte Upstream-Signal 226 generiert
wird. Dabei führt
der USP 232 an dem anfänglichen
Upstream-Signal 112 außerdem
eine Frequenzumwandlung von einer Basisbandfrequenz in eine ZF-Frequenz (des Upstream-Signals 226)
durch.
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In
einem nächsten
Schritt 510 führt
das Back-End-Gerät 204 das
vorab korrigierte Upstream-Signal 226 dem Front-End-Gerät 202 zu,
wobei das Front-End-Gerät
das vorab frequenzkorrigierte Upstream-Signal 226 mit dem
freilaufenden LO-Signal 220 mischt, um das Upstream-Signal 114 zu
erzeugen, so dass das Upstream-Signal in dem Maße frei von dem unerwünschten
FO (d. h. dem Frequenzversatz Δfd) ist, in dem der geschätzte FO den unerwünschten
FO repräsentiert.
Das Verfahren 500 wiederholt sich im Laufe der Zeit.
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Das
Verfahren 500 kann zu einem Verfahren zum Kompensieren
eines Frequenzversatzes von einem freilaufenden Oszillator nur in
Downstream-Richtung abgewandelt werden, indem die Verfahrensschritte 508 und 510 weggelassen
werden.
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6 ist
ein Flussdiagramm eines beispielhaften Verfahrens 600 zum
Ableiten der Frequenzversatzschätzung Δed (auch als geschätzter Frequenzversatz Δed bezeichnet). Das Verfahren 600 erweitert
den vorstehend beschriebenen Verfahrensschritt 504. Das
Verfahren 600 umfasst die Schritte höherer Ebene 602 und 604 (in 6 durch
die gestrichelten Linien gekennzeichnet). In Schritt 602 arbeiten
der LO 234 und der Differenzierer 236 zusammen,
um das Schätzsignal 246 zu
generieren, das den Teil des unerwünschten Δfd angibt,
der im korrigierten Downstream-Signal 110 enthalten ist.
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In
einem ersten Unterschritt 606 des Schritts 602 generiert
der LO 234 das Upstream-LO-Signal 244 und das
Downstream-LO-Signal 242, die jeweils eine Frequenz haben,
die auf das korrigierte Downstream-Signal 110 anspricht.
Dadurch werden das Upstream- und das Downstream-LO-Signal 244, 242 in
dem Maße mit
dem vom Front-End-Gerät 202 empfangenen
Downstream-Signal 108 frequenzsynchronisiert, in dem das korrigierte
Downstream-Signal 110 frei von dem unerwünsch ten
Frequenzversatz Δfd ist. In einem nächsten Unterschritt 608 des
Schritts 602 differenziert der Differenzierer 236 das
Upstream- und das Downstream-LO-Signal 242, 244,
um das Schätzsignal 246 zu
erzeugen.
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In
einem nächsten
Schritt höher
Ebene 604 schätzt
die Schätzeinrichtung 240 den
Frequenzversatz Δfd, um die Frequenzversatzschätzung Δed zu erzeugen. In einem ersten Unterschritt 610 des
Schritts 604 ermittelt der Detektor 290 die Frequenz
des Schätzsignals 246.
In einem nächsten
Unterschritt 612 subtrahiert der Kombinierer 292 die
vorgegebenen Differenzfrequenz α von
der ermittelten Frequenz 298, um dadurch ein Restsignal 322 zu
erzeugen, das den Teil des unerwünschten Δfd angibt, der das korrigierte Downstream-Signal 110 kontaminiert.
In einem nächsten
Unterschritt 614 integriert der Integrator 294 das
Restsignal 322 in die Frequenzversatzschätzung Δed.
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Die
vorliegende Erfindung wurde vorstehend mit Hilfe von Funktionsbausteinen
und Verfahrensschritten beschrieben, die die Ausführung spezifizierter
Funktionen und deren Beziehungen veranschaulichen. Die Bereiche
dieser Funktionsbausteine und Verfahrensschritte wurden hierin aus
Gründen
einer einfacheren Beschreibung willkürlich festgelegt. Alternative
Bereiche können
festgelegt werden, solange die spezifizierten Funktionen und deren
Beziehungen angemessen ausgeführt
werden. Ein Fachmann auf dem Gebiet wird erkennen, dass diese Funktionsbausteine
auch durch diskrete Bauteile, anwendungsspezifische integrierte Schaltungen,
Prozessoren, die geeignete Software ausführen, und dergleichen oder
eine beliebige Kombination aus diesen implementiert werden können. Daher
soll der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung nicht durch eine
der vorstehend beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen begrenzt, sondern
vielmehr nur gemäß den folgenden
Ansprüchen
und deren Entsprechungen definiert werden.