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Die
vorliegende Erfindung betrifft bicyclische Derivate, Verfahren für ihre Herstellung,
Arzneimittel, die sie enthalten, und ihre Verwendung bei einer Therapie.
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Der
erste corticotropin-releasing factor (CRF) wurde aus Schafshypothalami
isoliert und als ein Peptid mit 41 Aminosäuren identifiziert (Vale et
al., Science 213: 1394–1397,
1981).
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Es
ist festgestellt worden, dass CRF tief greifende Veränderungen
der Funktion des endokrinen, Nerven- und Immunsystems erzeugt. Man
glaubt, dass CRF der physiologische Hauptregulator für die basale
Freisetzung und Stressfreisetzung von adrenocorticotropem Hormon
(„ACTH"), Bendorphin und
anderen von Proopiomelanocortin („POMC") abgeleiteten Peptiden aus dem Hypophysenvorderlappen
ist (Vale et al., Science 213: 1394–1397, 1981).
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Zusätzlich zu
seiner Rolle bei der Stimulierung der Herstellung von ACTH und POMC
scheint CRF einer der entscheidenden Neurotransmitter des Zentralnervensystems
zu sein und eine äußerst wichtige
Rolle beim Integrieren der Gesamtantwort des Körpers auf Stress zu spielen.
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Verabreichung
von CRF direkt an das Gehirn löst
Verhaltens-, physiologische und endokrine Antworten aus, die identisch
sind mit jenen, die bei einem einer stressigen Umgebung ausgesetzten
Tier beobachtet werden. Demgemäß legen
klinische Daten nahe, dass CRF-Rezeptor-Antagonisten
neue Antidepressiva und/oder Angst lösende Arzneistoffe darstellen
können,
die bei der Behandlung der neuropsychiatrischen Störungen,
bei denen sich eine Hypersekretion von CRF manifestiert, nützlich sein
können.
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Die
ersten CRF-Rezeptor-Antagonisten waren Peptide (siehe z. B. Rivier
et al.,
U. S. Patent Nr. 4,605,642 ;
Rivier et al., Science 224: 889, 1984). Obwohl diese Peptide etablierten,
dass CRF-Rezeptor-Antagonisten die pharmakologischen Antworten auf
CRF abschwächen können, leiden
CRF-Rezeptor-Peptidantagonisten unter den üblichen Nachteilen therapeutischer
Peptide, einschließlich
des Fehlens von Stabilität und
begrenzter oraler Aktivität.
Vor kurzem ist von kleinen CRF-Rezeptor-Antagonistmolekülen berichtet
worden.
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WO 95/10506 beschreibt unter
anderem Verbindungen der allgemeinen Formel (A) mit allgemeiner CRF-Antagonistenaktivität
wobei Y CR
29 sein
kann; V Stickstoff sein kann, Z Kohlenstoff sein kann, R
3 einem Aminderivat entsprechen kann und
R
4 mit R
29 zusammengenommen
sein kann, um einen 5-gliedrigen
Ring zu bilden, und -CH(R
28) ist, wenn R
29 -CH(R
30) ist.
Es gibt keine besonderen Offenbarungen von Verbindungen, die dieser
Definition entsprechen.
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WO 95/33750 (und auf eine
sinngemäße Weise
WO 01/53263 und
EP773023 ) beschreibt Verbindungen
mit antagonistischer Aktivität
gegen CRF der allgemeinen Formel (B):
in welchen A und Y Stickstoff
und Kohlenstoff sein können
und B einem Aminderivat entsprechen kann. Es gibt keine besonderen
Offenbarungen von Verbindungen, die dieser Definition entsprechen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine neue Auswahl des Gegenstands der
Erfindung einer von demselben Anmelder eingereichten Internationalen
Patenanmeldung
WO 03/008412 dar,
wobei Verbindungen der folgenden allgemeinen Formel C beschrieben
werden:
und wobei in der Beschreibung
die Herstellung der folgenden Verbindungen eingeschlossen ist:
1-(2,4-Bis-trifluormethyl-phenyl)-6-methyl-4-(3-thiazol-2-yl-pyrazo-1-yl)-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin;
3-Methyl-4-[6-methyl-4-(3-thiazol-2-yl-pyrazol-1-yl)-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin-1-yl]benzonitril;
4-[6-Methyl-4-(3-thiazol-2-yl-pyrazol-1-yl)-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin-1-yl]-3-trifluormethyl-benzonitril;
6-Methyl-1-(2-methyl-4-trifluormethoxy-phenyl)-4-(3-thiazol-2-yl-pyrazol-1-yl)-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin;
1-(4-Methoxy-2-methyl-phenyl)-6-methyl-4-(3-thiazol-2-yl-pyrazol-1-yl)-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin;
1-(2,4-Bis-trifluormethyl-phenyl)-6-methyl-4-(3-pyridin-2-yl-pyrazol-1-yl)-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin;
4-[1,3']Bipyrazolyl-1'-yl-1-(2,4-bis-trifluormethyl-phenyl)-6-methyl-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin.
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Auf
Grund der physiologischen Bedeutung von CRF bleibt die Entwicklung
von kleinen biologisch aktiven Molekülen, die wesentliche Bindungsaktivität für den CRF-Rezeptor
aufweisen und die in der Lage sind, den CRF-Rezeptor zu antagonisieren,
ein erstrebenswertes Ziel. Derartige CRF-Rezeptor-Antagonisten wären bei
der Behandlung von endokrinen, psychiatrischen und neurologischen
Zuständen
oder Erkrankungen, einschließlich
stressbedingten Störungen
im Allgemeinen, nützlich.
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Während wesentliche
Schritte in Richtung Erreichen von CRF-Regulation durch Verabreichung
von CRF-Rezeptor-Antagonisten gemacht worden sind, bleibt auf dem
Fachgebiet ein Bedarf für
wirksame kleine CRF-Rezeptor-Antagonistenmoleküle. Es gibt auch einen Bedarf
für Arzneimittel,
die derartige CRF-Rezeptor-Antagonisten enthalten, sowie für Verfahren,
welche die Verwendung davon betreffen, um zum Beispiel stressbedingte
Störungen
zu behandeln. Die vorliegende Erfindung erfüllt diese Bedürfnisse
und stellt andere in Beziehung stehende Vorteile bereit.
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Insbesondere
betrifft die Erfindung neue Verbindungen, die starke und spezifische
Antagonisten von corticotropin-releasing factor (CRF)-Rezeptoren
sind.
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Die
vorliegende Erfindung stellt Verbindungen der Formel (I) bereit,
einschließlich
Stereoisomere, Prodrugs und pharmazeutisch verträgliche Salze oder Solvate davon
in welchen
R Pyridin,
welches mit 1 bis 4 Resten Z substituiert sein kann, ist;
R
1 Wasserstoff, C1-C6-Alkyl, C2-C6-Alkenyl,
C2-C6-Alkinyl, Halogen-C1-C6-alkyl, Halogen-C1-C6-alkoxy, Halogen,
NR
6R
7 oder Cyano
ist;
R
2 und R
3 zusammen
mit N
bilden;
R
4 Wasserstoff
ist;
R
5 ein C1-C4-Alkyl, -OR
6 oder -NR
6R
7 ist;
R
6 Wasserstoff
oder C1-C6-Alkyl ist;
R
7 Wasserstoff
oder C1-C6-Alkyl ist;
R
8 Thiazolyl,
substituiert mit 1 bis 3 Resten R
9, ist;
R
9 Wasserstoff, C3-C7-Cycloalkyl, C3-C7-Cycloalkenyl,
C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkoxy, Halogen-C1-C6-alkyl, Halogen-C1-C6-alkoxy,
Hydroxy, Halogen, Nitro, Cyano, -C(O)R
5;
C(O)NR
6R
7, Phenyl,
welches mit 1 bis 4 Resten R
10 substituiert
sein kann, ist;
R
10 C1-C6-Alkyl, Halogen-C1-C2-alkyl,
Halogen, Nitro, Hydroxy, Halogen-C1-C6-alkoxy, C1-C6-Alkoxy oder Cyano
ist;
Z ausgewählt
ist aus Halogen, C1-C6-Alkyl, C1-C6-Alkoxy, Halogen-C1-C6-alkyl,
C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl,
Halogen-C1-C6-alkoxy, -C(O)R
5, NR
6R
7, Cyano und einem
Rest R
8;
n eine ganze Zahl von 1 bis
2 ist.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
in Form eines pharmazeutisch verträglichen Salzes sein und/oder
als pharmazeutisch verträgliches
Salz verabreicht werden. Für
eine Übersicht
geeigneter Salze siehe Berge et al., J. Pharm. Sci., 1977, 66, 1–19.
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Typischerweise
kann ein pharmazeutisch verträgliches
Salz unter Verwendung einer gewünschten Säure oder
Base, soweit erforderlich, leicht hergestellt werden. Das Salz kann
aus einer Lösung
ausfällen
und durch Filtration gesammelt werden oder kann durch Eindampfen
des Lösungsmittels
gewonnen werden.
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Geeignete
Additionssalze werden aus Säuren,
die nichttoxische Salze bilden, gebildet, und Beispiele sind Hydrochlorid,
Hydrobromid, Hydroiodid, Sulfat, Bisulfat, Nitrat, Phosphat, Hydrogenphosphat,
Acetat, Malest, Malst, Fumarat, Lactat, Tartrat, Citrat, Formiat,
Gluconat, Succinat, Pyruvat, Oxalat, Oxalacetat, Trifluoracetat,
Saccharat, Benzoat, Methansulfonat, Ethansulfonat, Benzolsulfonat,
p-Toluolsulfonat, Methansulfon, Ethansulfon, p-Toluolsulfon und
Isethionat.
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Pharmazeutisch
verträgliche
Basensalze schließen
Ammoniumsalze, Alkalimetallsalze, wie jene von Natrium und Kalium,
Erdalkalimetallssalze, wie jene von Calcium und Magnesium, und Salze
mit organischen Basen, einschließlich Salze von primären, sekundären und
tertiären
Aminen, wie Isopropylamin, Diethylamin, Ethanolamin, Trimethylamin,
Dicyclohexylamin und N-Methyl-D-glucamin.
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Für Fachleute
der organischen Chemie ist es selbstverständlich, dass viele organische
Verbindungen mit Lösungsmitteln
in denen sie umgesetzt werden oder aus denen sie ausgefällt oder
kristallisiert werden, Komplexe bilden können. Diese Komplexe sind als „Solvate" bekannt. Zum Beispiel
ist ein Komplex mit Wasser als „Hydrat" bekannt. Solvate der erfindungsgemäßen Verbindung
liegen im Geltungsbereich der Erfindung.
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Zusätzlich sind
im Rahmen dieser Erfindung auch Prodrugs eingeschlossen. Wie hierin
verwendet, bedeutet der Begriff „Prodrug" eine Verbindung, die im Körper in
ihre aktive Form, die medizinische Wirkungen hat, umgewandelt wird,
z. B. durch Hydrolyse im Blut. Pharmazeutisch verträgliche Prodrugs
werden in T. Higuchi und V. Stella, Prodrugs as Novel Delivery Systems,
Bd. 14 der A.C.S. Symposium Reihe, Edward B. Roche, Hrsg., Bioreversible
Carriers in Drug Design, American Pharmaceutical Association und
Pergamon Press, 1987, und in D. Fleisher, S. Ramon und H. Barbra "Improved oral drug
delivery: solubility limitations overcome by the use of prodrugs", Advanced Drug Delivery
Reviews (1996), 19 (2), 115–130,
beschrieben, wobei alle durch Bezugnahme hier aufgenommen sind.
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Prodrugs
sind jedwede kovalent gebundene Träger, die, wenn ein derartiges
Prodrug an einen Patienten verabreicht wird, eine Verbindung der
Struktur (I) in vivo freisetzen. Prodrugs werden im Allgemeinen
durch Modifizieren funktioneller Gruppen auf eine Weise, so dass
die Modifikation entweder durch Routinemanipulation oder in vivo
gespalten wird, wobei sich die Stammverbindung ergibt, hergestellt.
Prodrugs schließen
zum Beispiel erfindungsgemäße Verbindungen
ein, wobei Hydroxy-, Amin- oder Sulfhydrylgruppen an jedweden Rest
gebunden sind, der, wenn an einen Patienten verabreicht, abgespalten
wird, um Hydroxy-, Amin- oder Sulfhydrylgruppen zu bilden. Somit
schließen
repräsentative
Beispiele für
Prodrugs Acetat-, Formiat- und Benzoatderivate funktioneller Alkohol-,
Sulfhydryl- und Amingruppen der Verbindungen der Struktur (I) ein
(sind aber nicht darauf beschränkt).
Ferner können
im Fall einer Carbonsäure
(-COOH) Ester, wie Methylester, Ethylester und dergleichen, angewendet
werden. Ester können
selber aktiv sein und/oder unter in vivo Bedingungen im menschlichen
Körper
hydrolysierbar sein. Geeignete pharmazeutisch verträgliche in
vivo hydrolysierbare Estergruppen schließen jene ein, die im menschlichen
Körper
leicht zerfallen, um die Stammsäure oder
ihr Salz zu hinterlassen.
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Im
Hinblick auf Stereoisomere können
die Verbindungen der Struktur (I) ein oder mehrere asymmetrische
Kohlenstoffatome aufweisen und können
als Racemate, racemische Gemische und als einzelne Enantiomere oder
Diastereomere vorkommen. Alle derartigen isomeren Formen, einschließlich Gemischen
davon, sind in der vorliegenden Erfindung eingeschlossen.
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Wo
eine erfindungsgemäße Verbindung
einen Alkenyl- oder Alkenylenrest enthält, kann auch Cis(E)- und Trans(Z)-Isomerie
vorkommen. Die vorliegende Erfindung schließt die einzelnen Stereoisomere
der erfindungsgemäßen Verbindung
und gegebenenfalls die einzelnen tautomeren Formen davon zusammen
mit den Gemischen davon ein.
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Die
Trennung von Diastereoisomeren oder Cis- und Transisomeren kann
durch herkömmliche
Techniken, z. B. durch fraktionierte Kristallisation, Chromatographie
oder H. P. L. C. eines stereoisomeren Gemisches erreicht werden,
oder das Mittel kann auch aus einem entsprechenden optisch reinen
Zwischenprodukt oder durch Aufspaltung, wie H. P. L. C. des entsprechenden
Racemates unter Verwendung eines geeigneten chiralen Trägers oder
durch fraktionierte Kristallisation der diastereoisomeren Salze,
gebildet durch Reaktion des entsprechenden Racemates mit einer geeigneten
optisch aktiven Säure
oder Base, soweit erforderlich, hergestellt werden.
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Darüber hinaus
können
einige der kristallinen Formen der Verbindungen der Struktur (I)
als Polymorphe existieren, die in der vorliegenden Erfindung eingeschlossen
sind.
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Der
Begriff C1-C6-Alkyl, wie hierin als ein Rest oder ein Teil des Restes
verwendet, bezeichnet einen linearen oder verzweigten Alkylrest,
der 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthält; Beispiele für derartige
Reste schließen
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, tert-Butyl,
Pentyl oder Hexyl ein.
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Der
Begriff C3-C7-Cycloalkylrest bedeutet einen gesättigten Kohlenwasserstoffring
von 3 bis 7 Kohlenstoffatomen, wie zum Beispiel Cyclopropyl, Cyclobutyl,
Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Cycloheptyl; während ungesättigte Cycloalkyle Cyclopentenyl
und Cyclohexenyl und dergleichen einschließen.
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Der
Begriff C3-C7-Cycloalkylenrest bedeutet einen nicht aromatischen
monocyclischen Kohlenwasserstoffring von 3 bis 7 Kohlenstoffatomen,
der ein bis zwei Ungesättigtheiten
enthält,
wie Cyclopentenyl und Cyclohexenyl und dergleichen.
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Der
Begriff Halogen bezeichnet ein Fluor-, Chlor-, Brom- oder Iodatom.
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Der
Begriff Halogen-C1-C6-alkyl oder Halogen-C1-C2-alkyl bedeutet einen
Alkylrest der einen oder mehrere Kohlenstoffatome aufweist, und
wobei mindestens ein Wasserstoffatom durch Halogen ersetzt ist,
wie zum Beispiel eine Trifluormethylgruppe und dergleichen.
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Der
Begriff C2-C6-Alkenyl definiert Kohlenwasserstoffreste mit gerader
oder verzweigter Kette, die eine oder mehrere Doppelbindungen enthalten
und die 2 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisen, wie zum Beispiel Ethenyl,
2-Propenyl, 3-Butenyl, 2-Butenyl, 2-Pentenyl, 3-Pentenyl, 3-Methyl-2-butenyl oder 3-Hexenyl
und dergleichen.
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Bei
dem Begriff C1-C6-Alkoxyrest kann es sich um einen Alkoxyrest mit
linearer oder verzweigter Kette handeln, zum Beispiel Methoxy, Ethoxy,
Propoxy, Prop-2-oxy, Butoxy, But-2-oxy oder Methylprop-2-oxy und dergleichen.
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Bei
dem Begriff C1-C6-Thioalkyl kann es sich um einen Thioalkylrest
mit linearer oder verzweigter Kette handeln, zum Beispiel Thiomethyl,
Thioethyl, Thiopropyl, Thioisopropyl, Thiobutyl, Thio-sec-butyl, Thio-tert-butyl
und dergleichen.
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Bei
dem Begriff Halogen-C1-C6-alkoxyrest kann es sich um einen wie zuvor
definierten C1-C6-Alkoxyest
handeln, der mit mindestens einem Halogen, vorzugsweise Fluor substituiert
ist, wie OCHF2 oder OCF3.
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Der
Begriff C2-C6-Alkinyl definiert Kohlenwasserstoffreste mit gerader
oder verzweigter Kette, die eine oder mehrere Dreifachbindungen
enthalten und die 2 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisen, einschließlich Acetylenyl,
Propinyl, 1-Butinyl, 1-Pentinyl, 3-Methyl-1-butinyl und dergleichen.
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Der
Begriff Aryl bedeutet eine aromatische carbocyclische Einheit, wie
Phenyl, Biphenyl oder Naphthyl.
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Der
Begriff Heteroaryl bedeutet einen aromatischen heterocyclischen
Ring aus 5 bis 10 Gliedern – mit mindestens
einem aus Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel ausgewählten Heteroatom
und mindestens 1 Kohlenstoffatom, einschließlich sowohl mono- als auch
bicyclischer Ringsysteme.
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Repräsentative
Heteroaryle schließen
Furyl, Benzofuranyl, Thiophenyl, Benzothiophenyl, Pyrrolyl, Indolyl,
Isoindolyl, Azaindolyl, Pyridyl, Chinolinyl, Isochinolinyl, Oxazolyl,
Isooxazolyl, Benzoxazolyl, Pyrazolyl, Imidazolyl, Benzimidazolyl,
Thiazolyl, Benzothiazolyl, Isothiazolyl, Pyridazinyl, Pyrimidinyl,
Pyrazinyl, Triazinyl, Cinnolinyl, Phthalazinyl, Triazolyl, Tetrazolyl,
Benzopyrazolyl und Chinazolinyl ein (sind aber nicht darauf beschränkt).
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Der
Begriff 5–6
gliedriger aromatischer Heterocyclus bedeutet einen monocyclischen
heterocyclischen 5–6
Ring, der aromatisch ist und der 1 bis 4 unabhängig voneinander aus Stickstoff,
Sauerstoff und Schwefel ausgewählte
Heteroatome enthält,
und wobei die Stickstoff- und Schwefelheteroatome gegebenenfalls
oxidiert sein können
und das Stickstoffheteroatom gegebenenfalls quaternisiert sein kann.
Heterocyclen schließen
einige der wie vorstehend definierten Heteroaryle ein. Der Heterocyclus
kann über
jedwedes Heteroatom oder Kohlenstoffatom gebunden sein. Daher schließt der Begriff
Furyl, Thiophenyl, Pyrrolyl, Tetrazolyl, Pyrimidinyl, Pyridinyl,
Pyrazinyl, Pyrazolyl, Thiazolyl, Triazolyl, Imidazolyl, Oxadiazolyl,
Oxazolyl und dergleichen ein (ist aber nicht darauf beschränkt). Da
derartige 5–6-gliedrige
aromatische Hetercyclen mit Hydroxygruppen substituiert sein können, sind
die möglichen
tautomeren Formen auch Teil der vorliegenden Erfindung.
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Besonders
bevorzugt sind die Verbindungen der Formel (IVa),
in welcher W wie vorstehend
definiert ist.
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Besondere
Beispiele für
Verbindungen der allgemeinen Formel (IVa) sind im Experimentellen
Teil eingeschlossen.
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Bevorzugte
erfindungsgemäße Verbindungen
sind:
6-Methyl-1-[6-(methyloxy)-2-(trifluormethyl)-3-pyridinyl]-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin;
6-Methyl-1-{2-methyl-6-(methyloxy)-3-pyridinyl]-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin;
1-[2,6-Bis(methyloxy)-3-pyridinyl]-6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin;
N,N,4-Trimethyl-5-{6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin-1-yl}-2-pyridinamin.
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Im
Allgemeinen können
die Verbindungen der Struktur (I) gemäß der den Fachleuten bekannten
organischen Synthesetechniken sowie durch die in den Beispielen
dargelegten repräsentativen
Verfahren hergestellt werden.
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Verbindungen
der Formel (I) und Salze und Solvate davon können durch die hier nachfolgend
kurz dargestellten allgemeinen Verfahren hergestellt werden. In
der folgenden Beschreibung weisen die Reste R, R1, R2, R3, R4,
R5, R6, R7, R8, R9,
R10, Z, W, W1, W2, m und n, sofern nicht anders angegeben,
die wie vorher für Verbindungen
der Formel (I) definierte Bedeutungen auf.
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Verbindungen
der Formel (I) können
zweckmäßigerweise
hergestellt werden, indem von Verbindungen der Formel (IIIB) gemäß dem folgenden
Schema 1 ausgegangen wird: Schema
1
in welchem
Schritt a für die Umwandlung der Abgangsgruppe
L, ausgewählt
aus Halogen oder einem reaktiven Rest der Sulfonsäure (z.
B. Mesylat, Tosylat), vorzugsweise Chlorid, in die Aminogruppe der
Verbindungen (IVB) durch Reaktion mit dem geeigneten Amin NR
2R
3 unter basischen
Bedingungen steht;
Schritt b für die Reduktion des Esterrests
mit einem geeigneten Reduktionsmittel (wie DIBAI-H) in eine Hydroxygruppe
der Verbindungen (VB) steht;
Schritt c für die Oxidation der Hydroxygruppe
mit einem geeigneten Oxidationsmittel (wie Dess-Martin-Periodinan)
in eine Aldehydgruppe der Verbindung (VIB) steht;
Schritt d
für die
Bildung der Aldehydgruppe der Verbindungen (VIIIB) durch eine Wittig-Reaktion unter den üblichen
Bedingungen durch Bildung eines Enolethers, gefolgt von Säurehydrolyse
(Schritt e), steht;
Schritt f für die Reduktion der Aldehydgruppe
mit einem geeigneten Reduktionsmittel (wie NaBH
4)
in eine Hydroxygruppe der Verbindungen (IXB) steht;
Schritt
g für die
Umwandlung der Hydroxygruppe in die geeignet geschützte Hydroxygruppe
der Verbindungen (XB) (wie TBS: tert-Butyldimethylsilyl) steht;
Schritt
h für die
Buchwaldreaktion durch Kuppeln mit dem geeigneten Amin RNH
2 steht;
Schritt i für eine Reaktion zur Entfernung
der Schutzgruppe steht; um die Hydroxygruppe der Verbindungen (XIIB)
zu ergeben;
Schritt l für
intramolekulare Cyclisierung nach Umwandlung der Hydroxygruppe der
Verbindungen (XIIB) in eine geeignete Abgangsgruppe (wie Bromid,
durch Reaktion mit CBr
4 und PPh
3)
steht, um die Endverbindungen (I) zu ergeben.
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In
einer anderen Ausführungsform
können
die Verbindungen der Formel (I) zweckmäßigerweise gemäß folgendem
Schema 2 hergestellt werden: Schema
2
in welchem
Schritt a' für
die Umwandlung der Hydroxygruppe in eine geeignete Abgangsgruppe
L' der Verbindungen
(XIIIB) steht, welche unabhängig
von L die gleiche Definition hat (z.B. Mesylat durch Reaktion mit
MsCl und Et
3N);
Schritt b' für die Umwandlung
von L' in das Cyanoderivat
der Verbindungen (XIVB) durch Reaktion mit z. B. KCN in einem aprotischen
dipolaren Lösungsmittel,
wie DMF, steht;
Schritt c' für die Reduktion
der Cyanogruppe mit einem geeigneten Reduktionsmittel (wie BH
3-THF) in die Aminogruppe der Verbindung
(XVB) steht;
Schritt d' für eine intramolekulare
Cyclisierung der Verbindungen (XVB) durch Erwärmung in einem geeigneten Lösungsmittel
(wie NMP) bei hoher Temperatur oder intramolekularer Kupfer katalysierter
Cyclisierung steht;
Schritt e' siehe vorstehenden Schritt h. Die Reaktion
wird mit einem geeigneten Arylhalogenid durchgeführt, um die Endverbindungen
(I) zu ergeben.
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In
einer anderen Ausführungsform
können
die Verbindungen der Formel (I) zweckmäßigerweise nach dem folgenden
Schema 3 hergestellt werden: Schema
3
in welchem
Schritt a'' für die Bildung
der Pyrrolidinoneinheit der Verbindungen (XVIIIB), welche den in
den Endverbindungen (I) vorliegenden Cyclus B bildet, durch Umsetzen
der Verbindungen (XVIIB) mit einem reaktiven Derivat der Buttersäure, wie
4-Chlorbutyrylchlorid,
gefolgt von der Cyclisierungsreaktion unter basischen Bedingungen (z.
B. KOtBu), steht;
Schritt b'' für die Amidinbildung
durch Reagieren der Verbindungen (XIXB) mit 3-Aminocrotonat und POCl
3 steht;
Schritt
c'' für die Cyclisierung
der Verbindungen (XIXB) unter basischen Bedingungen (z. B. NaH)
steht, um den Pyridinonvorläufer
des Cyclus A in den Endverbindungen (I) zu ergeben;
Schritt
d'' für die Bildung
eines reaktiven Derivats (d. h. eine Abgangsgruppe Lg) des Pyridinons
(zum Beispiel ausgewählt
aus Triflat, Halogen, Mesylat) der Verbindungen (XXIB) durch Reaktion
mit zum Beispiel Trifluormethansulfonsäureanhydrid steht;
Schritt
e'' für die nukleophile
Verdrängung
der Abgangsgruppe der Verbindungen (XXIB), steht, um die iodierten
Verbindungen (XXIIB) zu ergeben;
Schritt f'' für die Arylierungsreaktion
mit dem geeigneten Pyrazolderivat durch eine Metall katalysierte
Kupplungsreaktion (zum Beispiel eine Buchwaldreaktion) steht, um
die Endverbindungen (I) zu ergeben.
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Verbindungen
der Formel (IIIB), (VB), (XVIIB) und (XXIIIB) sind bekannte Verbindungen
oder können gemäß in der
Literatur bekannten Verfahren hergestellt werden.
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Verbindungen
der Formel (I) können
gemäß den vorangegangenen
Schemen 1, 2 und 3 hergestellt werden, sobald der reaktive heterocyclische
Rest gemäß auf dem
Fachgebiet bekannten Verfahren hergestellt wurde.
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Für Fachleute
ist es selbstverständlich,
dass es bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindung oder eines Solvats
davon notwendig und/oder wünschenswert
sein kann, eine oder mehrere empfindliche Reste in dem Molekül zu schützen, um
unerwünschte
Nebenreaktionen zu vermeiden. Geeignete Schutzgruppen zur erfindungsgemäßen Verwendung
sind Fachleuten wohlbekannt und können auf eine herkömmliche
Weise verwendet werden. Siehe zum Beispiel „Protective groups in organic
synthesis" von T.
W. Greene und P. G. M. Wuts (John Wiley & sons, 1991) oder „Protecting
Groups" von P. J.
Kocienski (Georg Thieme Verlag, 1994). Beispiele für geeignete
Aminoschutzgruppen schließen
acylartige Schutzgruppen (z. B. Formyl, Trifluoracetyl, Acetyl),
aromatische urethanartige Schutzgruppen (z. B. Benzyloxycarbonyl
(Cbz) und substituiertes Cbz), aliphatische Urethan-Schutzgruppen
(z. B. 9-Fluorenylmethoxycarbonyl (Fmoc), t-Butyloxycarbonyl (Boc), Isopropyloxycarbonyl,
Cyclohexyloxycarbonyl) und alkylartige Schutzgruppen (z. B. Benzyl,
Trityl, Chlortrityl) ein. Beispiele für geeignete Sauerstoff-Schutzgruppen können zum
Beispiel Alkylsilylreste, wie Trimethylsilyl oder tert-Butyldimethylsilyl;
Alkylether, wie Tetrahydropyranyl oder tert-Butyl; oder Ester, wie Acetat, einschließen.
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Pharmazeutisch
verträgliche
Salze können
ebenfalls unter Verwendung herkömmlicher
Verfahren aus anderen Salzen, einschließlich anderen pharmazeutisch
verträglichen
Salzen, der Verbindung der Formel (I) hergestellt werden.
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Die
Verbindungen der Formel (I) können
in Verbindung mit Lösungsmittelmolekülen durch
Kristallisation oder Eindampfen eines geeigneten Lösungsmittels
leicht isoliert werden, um die entsprechenden Sovate zu ergeben.
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Wenn
ein spezielles Enantiomer einer Verbindung der allgemeinen Formel
(I) erforderlich ist, kann dieses zum Beispiel durch Aufspaltung
eines entsprechenden enantiomeren Gemisches einer Verbindung der Formel
(I) unter Verwendung herkömmlicher
Verfahren erhalten werden. Das erforderliche Enantiomer kann somit
aus der racemischen Verbindung der Formel (I) durch Verwendung des
chiralen HPLC-Verfahrens erhalten werden.
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Der
Gegenstand der Erfindung schließt
auch isotopenmarkierte Verbindungen ein, die mit jenen in Formel
(I) vorgetragenen und den Folgenden identisch sind, bis auf die
Tatsache, dass ein oder mehrere Atome durch ein Atom mit einer Atommasse
oder Massenzahl ersetzt ist/sind, die sich von der üblicherweise
in der Natur festgestellte Atommasse oder Massenzahl unterscheidet.
Beispiele für
Isotope, die in erfindungsgemäße Verbindungen
und pharmazeutisch verträgliche
Salze davon eingebracht werden können,
schließen
Isotope von Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor,
Schwefel, Fluor, Iod und Chlor, wie 2H, 3H, 11C, 13C, 14C, 15N, 17O, 18O, 31P, 32P, 35S, 18F, 36Cl, 123I und 125I, ein.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
und pharmazeutisch verträgliche
Salze der Verbindungen, welche die vorstehend erwähnten Isotope
und/oder andere Isotope von anderen Atomen enthalten, sind innerhalb
des Bereichs der vorliegenden Erfindung. Isotopenmarkierte erfindungsgemäße Verbindungen,
zum Beispiel jene in die radioaktive Isotope wie 3H, 14C eingebracht sind, sind bei Assays zur
Arzneistoff- und/oder Substratverteilung im Gewebe nützlich.
Tritiummarkierte, d. h. 3H, und Kohlenstoff-14-,
d. h 14C, Isotope sind besonders wegen ihrer
leichten Herstellung und Nachweisbarkeit bevorzugt. 11C
und 13F Isotope sind besonders bei PET (positron
emission tomography) nützlich
und 125-Isotope sind besonders bei SPECT
(single photon emission computerized tomography) nützlich,
wobei alle für
die Bildgebung des Gehirns nützlich
sind. Substitution mit schwereren Isotopen, wie Deuterium, d. h. 2H, kann ferner bestimmte therapeutische
Vorteile bieten, die sich aus größerer metabolischer
Stabilität,
zum Beispiel gesteigerte in vivo Halbwertszeit oder verringerte
Dosierungsanforderungen, ergeben, und kann infolgedessen unter manchen
Umständen
bevorzugt sein. Isotopenmarkierte Verbindungen der Formel (I) und
den Folgenden dieser Erfindung können
im Allgemeinen durch Ausführen
der in den Schemen und/oder in den nachstehenden Beispielen offenbarten
Verfahren durch Substituieren eines nicht isotopenmarkierten Reagenz
durch ein leicht erhältliches
isotopenmarkiertes Reagenz hergestellt werden.
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Die
erfindungsgemäßen CRF-Rezeptor-Antagonisten
zeigen Aktivität
an der CRF-Rezeptorstelle,
einschließlich
CRF 1- und CRF 2-Rezeptoren, und können bei der Behandlung von
durch CRF oder CRF-Rezeptoren vermittelten Zuständen verwendet werden.
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Die
Wirksamkeit einer Verbindung als ein CRF-Rezeptor-Antagonist kann
durch verschiedene Assayverfahren bestimmt werden. Geeignete erfindungsgemäße CRF-Antagonisten sind
in der Lage, die spezifische Bindung von CRF an seinen Rezeptor
zu hemmen und mit CRF assoziierten Aktivitäten entgegen zu wirken. Eine
Verbindung der Struktur (I) kann auf Aktivität als ein CRF-Antagonist durch
einen oder mehrere allgemein akzeptierte Assays für diesen
Zweck bewertet werden, einschließlich (aber nicht darauf beschränkt) der
durch DeSouza et al. (J. Neuroscience 7: 88, 1987) und Battaglia
et al. (Synapse 1: 572, 1987) offenbarten Assays.
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Der
CRF-Rezeptoren-Bindungsassay wurde unter Verwendung der homogenen
Scintillation-Proximity-Technik
(SPA) durchgeführt.
Der Ligand bindet an ein rekombinantes Membranpräparat, welche die CRF-Rezeptoren
exprimiert, die wiederum an mit Weizenkeim-Agglutinin beschichtete SPA-Kügelchen
binden. Im Experimentellen Teil werden die Details der Experimente
offenbart.
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Mit
Bezugnahme auf CRF-Rezeptor-Bindungaffinitäten haben erfindungsgemäße CRF-Rezeptor-Antagonisten
einen Ki von weniger als 10 μM.
In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform hat ein CRF-Rezeptor-Antagonist
einen Ki, der in einem Bereich von 0,1 μM und 10 μM liegt.
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In
einer stärker
bevorzugten Ausführungsform
ist der Ki-Wert weniger als 0,1 μM.
Wie nachstehend detaillierter dargelegt, wurden die Ki-Werte von
repräsentativen
erfindungsgemäßen Verbindungen
durch die in Beispiel 3 dargelegte Verfahren analysiert.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind bei der Behandlung von Störungen
des Zentralnervensystems, wo CRF-Rezeptoren beteiligt sind, nützlich.
Insbesondere bei der Behandlung oder Prävention schwerer depressiver
Störungen,
einschließlich
bipolarer Depression, unipolarer Depression, schwerer einzelner
oder rezividierender depressiver Episoden mit oder ohne psychotische
Merkmale, katatone Merkmale, melancholische Merkmale, atypische
Merkmale oder postpartalem Beginn, der Behandlung von Angst und
der Behandlung von Panikstörungen.
Der Begriff Angst schließt
Angststörungen,
wie Panikstörungen
mit oder ohne Agoraphobie, Agoraphobie, Phobien, zum Beispiel soziale
Phobien oder Agoraphobie, obsessiv-kompulsive Störung, Stressstörungen,
einschließlich
post-traumatischer Stressstörungen,
generalisierter Angststörungen,
akuter Stressstörungen
und vermischter Angst-Depressionsstörungen ein. Andere Stimmungsstörungen,
die vom Begriff schwere depressive Störungen umfasst werden, schließen dysthyme
Störungen
mit frühem
oder spätem
Beginn und mit oder ohne atypische Merkmale, neurotische Depression,
post-traumatischen Stressstörungen
und soziale Phobie; Demenz vom Alzheimer-Typ mit frühem oder
spätem
Beginn, mit deprimierter Stimmung; vaskuläre Demenz mit deprimierter
Stimmung; durch Alkohol, Amphetamine, Kokain, Halluzinogene, Inhalationsmittel,
Opioide, Phencyclidin, Sedativa, Schlafmittel, Anxiolytika und andere
Substanzen induzierte Stimmungsstörungen; schizoaffektive Störungen der
deprimierten Art; und Anpassungsstöungen mit deprimierter Stimmung
ein. Schwere depressive Störungen
können
sich auch aus einem allgemeinen medizinischen Zustand, einschließlich, aber
nicht beschränkt
auf Myokardinfarkt, Diabetes, Fehlgeburt oder Abtreibung usw. ergeben.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind auch bei der Behandlung oder Prävention schizophrener Störungen nützlich,
einschließlich
paranoider Schizophrenie, hebephrener Schizophrenie, katatoner Schizophrenie,
undifferenzierter Schizophrenie, Residualschizophrenie.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind als Analgetika nützlich.
Insbesondere sind sie bei der Behandlung von traumatischem Schmerz,
wie postoperativem Schmerz; traumatischem Abrissschmerz, wie Plexus-Brachialis;
chronischem Schmerz, wie artbritischem Schmerz, wie bei Osteo-,
rheumatoider und psoriatischer Arthritis vorkommend, neuropathischem
Schmerz, wie Neuralgie nach Herpes, Trigeminusneuralgie, segmentäre oder
Interkostalneuralgie, Fibromyalgie, Kausalgie, periphere Neuropathie,
diabetische Neuropathie, durch Chemotherapie induzierte Neuropathie,
AIDS bedingte Neuropathie, Okzipitalneuralgie, Geniculatumneuralgie,
Glossopharyngeusneuralgie, Sudeck-Dystrophie, Phantomschmerz; verschiedenen
Kopfschmerzformen, wie Migräne,
akutem oder chronischem Spannungskopfschmerz, temporomandibularem Schmerz,
Kieferhöhlenschmerz,
Cluster-Kopfschmerz;
Zahnschmerz; Schmerz durch Krebs; Schmerz mit viszeralem Ursprung;
gastrointestinalem Schmerz; Schmerz durch Einklemmung eines Nervs;
Sportverletzungsschmerz; Dysmenorrhoe; Menstruationsschmerz; Meningitis;
Arachnoiditis; Schmerz der Skelettmuskulatur, Schmerz der unteren
Rückenregion,
z. B. spinaler Stenose; Bandscheibenvorfall; Ischialgie; Angina;
Morbus-Bechterew; Gicht; Verbrennungen; Narbenschmerz; Juckreiz;
und thalamischem Schmerz, wie thalamischer Schmerz nach einem Schlaganfall,
nützlich.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind auch für
die Behandlung der Dysfunktion von Appetit und Nahrungsaufnahme
und bei Umständen,
wie Anorexie, Anorexia nervosa und Bulimie, nützlich.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind auch bei der Behandlung von Schlafstörungen, einschließlich Dysomnia,
Insomnia, Schlafapnoe, Narkolepsie und zirkadianen Rhythmusstörungen nützlich.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind auch bei der Behandlung oder Prävention von kognitiven Störungen nützlich.
Kognitive Störungen
schließen
Demenz, amnestische Störungen
und nicht anderweitig spezifizierte kognitive Störungen ein.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind auch als Gedächtnis-
und/oder Kognitionsverstärker
bei gesunden Menschen ohne kognitives und/oder Gedächtnisdefizit
nützlich.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind auch bei der Behandlung von Toleranz für und Abhängigkeit von einer Anzahl von
Substanzen nützlich.
Zum Beispiel sind sie bei der Behandlung von Nikotin-, Alkohol-, Koffein-,
Phencyclidin- (Phencyclidin-ähnlichen
Verbindungen) Abhängigkeit
oder bei der Behandlung von Toleranz für und Abhängigkeit von Opiaten (z. B.
Cannabis, Heroin, Morphium) oder Benzodiazepinen; bei der Behandlung
von Sucht nach Kokain, sedativem Schlafmittel, Amphetamin oder mit
Amphetamin verwandten Drogen (z. B. Dextroamphetamin, Methylamphetamin)
oder einer Kombination davon nützlich.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind ebenfalls als entzündungshemmende
Mittel nützlich.
Insbesondere sind sie bei der Behandlung von Entzündung bei
Asthma, Influenza, chronischer Bronchitis und rheumatoider Arthritis;
bei der Behandlung von Entzündungserkrankungen
des gastrointestinalen Traktes, wie Crohn-Krankheit, Colitis ulcerosa,
postoperativem gastritischem Ileus (POI), entzündlicher Darmerkrankung (IBD)
und durch entzündungshemmenden
nicht steroiden Arzneistoff induzierter Schädigung; Entzündungserkrankungen
der Haut, wie Herpes und Ekzem; Entzündungserkrankungen der Blase,
wie Zystitis und Dranginkontinenz; und Augen- und Zahnentzündung nützlich.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind ebenfalls bei der Behandlung von allergischen Störungen,
insbesondere allergischen Störungen
der Haut, wie Urticaria, und allergischen Störungen der Atemwege, wie Rhinitis,
nützlich.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind auch bei der Behandlung von Emesis nützlich, d. h. Übelkeit, Würgen und
Erbrechen. Emesis schließt
akute Emesis, verzögerte
Emesis und antizipatorische Emesis ein. Erfindungsgemäße Verbindungen
sind bei der Behandlung von wie auch immer induzierter Emesis nützlich. Zum
Beispiel kann Emesis durch Arzneistoffe, wie chemotherapeutische
Mittel zur Krebstherapie, wie alkylierende Mittel, z. B. Cyclophosphamid,
Carmustin, Lomustin und Chlorambucil; cytotoxische Antibiotika,
Z. B. Dactinomycin, Doxorubicin, Mitomycin-C und Bleomycin; Antimetabolite,
z. B. Cytarabin, Methotrexat und 5-Fluoruracil; Vincaalkaloide,
z. B. Etoposid, Vinblastin und Vincristin; und andere, wie Cisplatin,
Dacarbazin, Procarbazin und Hydroxyharnstoff; und Kombinationen
davon; Strahlenkrankheit; Strahlentherapie, z. B. Bestrahlung des
Thorax oder Abdomens, wie bei der Krebsbehandlung; Gifte; Toxine,
wie bei Stoffwechselstörungen
oder Infektionen, Z. B. Gastritis, verursachte oder während einer
bakteriellen oder viralen gastrointestinalen Infektion freigesetzte
Toxine; Schwangerschaft; Vestibularisstörungen, wie Reisekrankheit,
Vertigo, Schwindel und Meniere-Krankheit; postoperative Krankheit;
gastrointestinale Obstruktion; verringerte gastrointestinale Beweglichkeit;
vizeralen Schmerz, z. B. Myokardinfarkt oder Peritonitis; Migräne; erhöhten Interkranialdruck;
verringerten Interkranialdruck (z. B. Höhenkrankheit); Optiatanalgetika,
wie Morphium; und gastroösophageale
Refluxkrankheit, Hyperazidität, übermäßigen Genuss
von Essen oder Trinken, Magensäure,
sauren Magen, Sodbrennen/Regurgitation, Sodbrennen, wie episodisches
Sodbrennen, nächtliches
Sodbrennen und durch eine Mahlzeit induziertes Sodbrennen und Dyspepsie
induziert werden.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind von besonderem Nutzen bei der Behandlung von gastrointestinalen
Störungen,
wie irritable bowel syndrome (IBS); Hautstörungen, wie Psoriasis, Pruritus
und Sonnenbrand; vasospastischen Erkrankungen, wie Angina, vaskulärem Kopfschmerz
und Reynaud-Krankheit; Hirnischämie,
wie cerebralem Vasospasmus im Anschluß an subarachnoidale Blutung;
fibrosierenden und Kollagen-Erkrankungen, wie Skleroderm und eosinophile
Fasziloliasis; durch Immunverstärkung
oder -suppression bedingte Störungen,
wie systemischer Lupus erythematodes, und rheumatischen Erkrankungen,
wie Fibrositis-Syndrom; und Husten.
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Erfindungsgemäße Verbindungen
sind für
die Behandlung neurotoxischer Verletzung, die einem Hirnschlag,
thromboembolischen Schlaganfall, hämorraghischen Schlaganfall,
einer Hirnischämie,
einem cerebralen Vasospasmus, einer Hypoglykämie, Hypoxie, Anoxie, einem
perinatalen Asphyxie-Herzstillstand folgt, nützlich.
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Deshalb
stellt die Erfindung eine Verbindung der Formel (I) oder ein pharmazeutisch
verträgliches
Salz oder Solvat davon zur Verwendung in der Therapie, insbesondere
in der Humanmedizin, bereit.
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Als
eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform
wird auch die Verwendung einer Verbindung der Formel (I) oder eines
pharmazeutisch verträglichen
Salzes oder Solvats davon bei der Herstellung eines Medikaments
zur Verwendung bei der Behandlung von durch CRF vermittelten Zuständen bereitgestellt.
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In
einer alternativen oder weiteren Ausführungsform wird ein Verfahren
zur Behandlung eines. Säugetiers,
einschließlich
des Menschen, insbesondere bei der Behandlung eines durch CRF vermittelten
Zustands bereitgestellt, was die Verabreichung einer wirksamen Menge
der Verbindung der Formel (I) oder eines pharmazeutisch verträglichen
Salzes oder Solvates davon umfasst.
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Obwohl
es möglich
ist, dass eine erfindungsgemäße Verbindung
zur Verwendung bei der Therapie als Rohchemikalie verabreicht werden
kann, ist es vorzuziehen, den Wirkstoff als eine pharmazeutische
Formulierung vorzulegen, z. B. wenn das Mittel in Beimischung mit
einem im Hinblick auf den vorgesehenen Verabreichungsweg und die
normale pharmazeutische Durchführung
ausgewählten
geeigneten pharmazeutischen Exzipienten, Verdünnungsmittel oder Träger ist.
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In
einer weiteren Ausführungsform
stellt die Erfindung ein Arzneimittel bereit, umfassend mindestens eine
erfindungsgemäße Verbindung
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Derivat davon in Verbindung mit einem pharmazeutisch verträglichen
Träger
und/oder Exzipienten. Der Träger
und/oder Exzipient muss „verträglich" sein im Sinne von
mit den anderen Inhaltsstoffen der Formulierung kompatibel und für den Empfänger davon
nicht schädlich.
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Demgemäß stellt
die vorliegende Erfindung eine pharmazeutische Formulierung bereit,
umfassend mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung oder ein pharmazeutisch
verträgliches
Derivat davon in Verbindung mit einem pharmazeutisch verträglichen
Träger
und/oder Exzipienten. Der Träger
und/oder Exzipient muss „verträglich" sein im Sinne von
mit den anderen Inhaltsstoffen der Formulierung kompatibel und für den Empfänger davon
nicht schädlich.
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Durch
die vorliegende Erfindung wird ferner ein Verfahren zum Herstellen
eines Arzneimittels bereitgestellt, wobei das Verfahren das Mischen
mindestens einer erfindungsgemäßen Verbindung
oder eines pharmazeutisch verträglichen
Derivates davon zusammen mit einem pharmazeutisch verträglichen
Träger und/oder
Exzipienten umfasst.
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Die
Arzneimittel können
für die
Menschen- oder Tierbehandlung in der Human- und Veterinärmedizin sein
und werden typischerweise ein oder mehrere eines pharmazeutisch
verträglichen
Verdünnungsmittels, Trägers oder
Exzipienten umfassen. Verträgliche
Träger
oder Verdünnungsmittel
zur therapeutischen Verwendung sind auf dem pharmazeutischen Fachgebiet
wohlbekannt und werden zum Beispiel in: Remington's Pharmaceutical
Sciences, Mack Publishing Co. (A. R. Gennaro, herausgegeben 1985)
beschrieben. Die Auswahl des pharmazeutischen Trägers, Exzipienten oder Verdünnungsmittels
kann im Hinblick auf den vorgesehenen Verabreichungsweg und die
normale pharmazeutische Durchführung
ausgewählt
werden. Die Arzneimittel können
als – oder
zusätzlich
zu – den/dem
Träger, Exzipienten
oder Verdünnungsmittel
jedwede(s) geeignete(n) Bindemittel, Gleitmittel, Suspensionsmittel,
Beschichtungsmittel, Lösungsvermittler
umfassen.
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Konservierungsmittel,
Stabilisatoren, Farbstoffe und sogar Aromastoffe können in
dem Arzneimittel bereitgestellt werden. Beispiele für Konservierungsmittel
schließen
Natriumbenzoat, Sorbinsäure
und Ester der p-Hydroxybenzoesäure
ein. Antioxidanzien und Suspensionsmittel können ebenfalls verwendet werden.
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Abhängig von
den unterschiedlichen Verabreichungssystemen kann es unterschiedliche
Zusammensetzungs/Formulierungsanforderungen geben. Als Beispiel
kann das erfindungsgemäße Arzneimittel
formuliert werden, um unter Verwendung einer Minipumpe oder über einen
mukosalen Weg verabreicht zu werden, zum Beispiel als ein Nasenspray
oder Aerosol zur Inhalation oder als einnehmbare Lösung oder
parenteral, wobei die Zusammensetzung als eine injizierbare Form
formuliert wird, zum Beispiel zur Verabreichung über einen intravenösen, intramuskulären oder
subkutanen Weg. In einer anderen Ausführungsform kann die Formulierung
gestaltet werden, um über
beide Wege verabreicht zu werden.
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Wo
das Mittel mukosal durch die gastrointestinale Schleimhaut abgegeben
werden soll, sollte es in der Lage sein, während des Durchgangs durch
den gastrointestinalen Trakt stabil zu bleiben; zum Beispiel sollte es
gegen proteolytischen Abbau resistent, bei saurem pH-Wert stabil
und gegen Detergenzwirkungen der Galle resistent sein.
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Gegebenenfalls
können
die Arzneimittel durch Inhalation, in Form eines Zäpfchens
oder Pessars, topisch in Form einer Lotion, Lösung, Creme, Salbe oder eines
Pulverstaubs, durch Verwendung eines Hautpflasters, oral in Form
von Tabletten, die Exzipienten wie Stärke oder Lactose enthalten,
oder in Kapseln oder Ovula, entweder allein oder in Beimischung
mit Exzipienten oder in der Form von Elixieren, Lösungen oder Suspensionen,
die Aroma- oder Farbstoffe enthalten, verabreicht werden oder sie
können
parenteral injiziert werden, zum Beispiel intravenös, intramuskulär oder subkutan.
Zur parenteralen Verabreichung können
die Zusammensetzungen am Besten in Form einer sterilen wässrigen
Lösung
verwendet werden, die andere Substanzen, zum Beispiel Salze oder
Monosaccharide, die ausreichen, die Lösung mit Blut isotonisch zu
machen, enthalten kann. Zur buccalen oder sublingualen Verabreichung
können
die Zusammensetzungen in Form von Tabletten oder Lutschtabletten verabreicht
werden, die auf eine herkömmliche
Weise formuliert werden können.
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Für einige
Ausführungsformen
können
die erfindungsgemäßen Mittel
auch in Kombination mit einem Cyclodextrin verwendet werden. Von
Cyclodextrinen ist bekannt, dass sie Einschluss- und Nicht-Einschlusskomplexe
mit Arzneistoffmolekülen
bilden. Die Bildung eines Arzneistoff-Cyclodextrin-Komplexes kann
die Löslichkeit,
Auflösungsgeschwindigkeit,
Bioverfügbarkeit
und/oder Stabilitätseigenschaft
eines Arzneistoffmoleküls
modifizieren. Arzneistoff-Cyclodextrin-Komplexe sind im Allgemeinen
für die
meisten Dosierungsformen und Verabreichungswege nützlich.
Als eine Alternative zur direkten Komplexbildung mit dem Arzneistoff
kann das Cyclodextrin als ein unterstützendes Ergänzungsmittel, z. B. als ein
Träger,
Verdünnungsmittel
oder Lösungsvermittler,
verwendet werden. Alpha-, Beta- und Gamma-Cyclodextrine sind die
am häufigsten
verwendeten, und geeignete Beispiele werden in
WO-A-91/11172 ,
WO-A-94/02518 und
WO-A-98/55148 beschrieben.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden die erfindungsgemäßen Mittel
systemisch (wie oral, buccal, sublingual), stärker bevorzugt oral, verabreicht.
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Infolgedessen
ist das Mittel vorzugsweise in einer Form, die für die orale Verabreichung geeignet
ist.
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Es
soll selbstverständlich
sein, dass nicht alle Verbindungen über denselben Weg verabreicht
werden müssen.
Desgleichen können,
falls die Zusammensetzung mehr als eine aktive Komponente umfasst,
dann jene Komponenten auf unterschiedlichen Wegen verabreicht werden.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
unter Verwendung bekannter Mahlverfahren, wie Nassmahlen, gemahlen
werden, um eine für
die Tablettenbildung oder für
andere Formulierungsarten geeignete Teilchengröße zu erhalten. Fein verteilte
(Nanoteilchen) Präparate
der erfindungsgemäßen Verbindungen können durch
auf dem Fachgebiet bekannte Verfahren hergestellt werden, siehe
zum Beispiel Internationale Patentanmeldung Nr.
WO 02/00196 (SmithKline Beecham).
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Zur
oralen Verabreichung kann das Arzneimittel die Form von zum Beispiel
Tabletten oder Kapseln annehmen, die auf herkömmlichem Weg mit pharmazeutisch
verträglichen Exzipienten,
wie Bindemitteln (z. B. vorgelatinierte Maisstärke, Polyvinylpyrrolidon oder
Hydroxypropylmethylcellulose); Füllstoffen
(z. B. Lactose, mikrokristalline Cellulose oder Calciumhydrogenphosphat);
Gleitmitteln (z. B. Magnesiumstearat, Talk oder Silica); Sprengmitteln
(z. B. Kartoffelstärke
oder Natriumstärkeglycolat);
oder Netzmitteln (z. B. Natriumlaurylsulfat) hergestellt wurden.
Die Tabletten können
durch auf dem Fachgebiet wohlbekannte Verfahren überzogen werden. Flüssige Präparate zur
oralen Verabreichung können
die Form von zum Beispiel Lösungen,
Sirupen oder Suspensionen annehmen oder sie können als ein Trockenprodukt
zur Konstitution mit Wasser oder einem anderen geeigneten Vehikel
vor der Verwendung vorgelegt werden. Derartige flüssige Präparate können auf herkömmlichem
Weg mit pharmazeutisch verträglichen
Additiven, wie Suspensionsmitteln (z. B. Sorbitolsirup, Cellulosederivate
oder gehärtete
Speisefette); Emulgatoren (z. B. Lecithin oder Gummi arabicum);
nicht wässrigen
Vehikeln (z. B. Mandelöl, Ölester,
Ethylalkohol oder fraktionierte Pflanzenöle); und Konservierungsmitteln (z.
B. Methyl- oder Propyl-p-hydroxybenzoate
oder Sorbinsäure)
hergestellt werden. Die Herstellungen können auch Puffersalze, Aroma-,
Farb- und Süßungsmittel,
falls erforderlich, enthalten.
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Präparate zur
oralen Verabreichung können
geeigneterweise formuliert werden, um eine kontrollierte Freisetzung
des Wirkstoffs zu ergeben.
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Zur
buccalen Verabreichung kann die Zusammensetzung die Form von Tabletten
annehmen oder auf herkömmliche
Weise formuliert werden.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
für eine
parenterale Verabreichung durch eine Bolusinjektion oder kontinuierliche
Infusion formuliert werden. Formulierungen für eine Injektion können in
Einheitsdosierungsform, z. B. in Ampullen oder in Multidosisbehältern mit
einem zugegebenen Konservierungsmittel, vorgelegt werden. Die Zusammensetzungen
können
derartige Formen wie Suspensionen, Lösungen oder Emulsionen in öligen oder
wässrigen
Vehikeln annehmen und können
Formulierungsmittel, wie Suspensionsmittel, Stabilisatoren und/oder
Dispersionsmittel, enthalten. In einer anderen Ausführungsform
kann der Wirkstoff in Pulverform zur Konstitution mit einem geeigneten
Vehikel, z. B. sterilem pyrogenfreiem Wasser, vor der Verwendung
sein.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
zur topischen Verabreichung in Form von Salben, Cremes, Gelen, Lotionen,
Pessaren, Aerosolen oder Tropfen (z. B. Augen-, Ohren- oder Nasentropfen)
formuliert werden. Salben oder Cremes können zum Beispiel mit einer
wässrigen
oder öligen
Grundlage mit der Zugabe geeigneter Verdickungs- und/oder Geliermittel
formuliert werden. Salben für
die Verabreichung in das Auge können
auf eine sterile Weise unter Verwendung sterilisierter Komponenten
angefertigt werden.
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Lotionen
können
mit einer wässrigen
oder öligen
Grundlage formuliert werden und werden im Allgemeinen auch ein oder
mehrere Emulgatoren, Stabilisatoren, Dispersionsmittel, Suspensionsmittel,
Verdickungsmittel oder Farbstoffe enthalten. Tropfen können mit
einer wässrigen
oder nicht wässrigen
Grundlage formuliert werden, die auch ein oder mehrere Dispersionsmittel,
Stabilisatoren, Lösungsvermittler
oder Suspensionsmittel enthält.
Sie können
ebenfalls ein Konservierungsmittel enthalten.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
auch in Rektalzusammensetzungen formuliert werden, wie Zäpfchen oder
Retentionseinläufe,
die z. B. herkömmliche
Zäpfchengrundlagen,
wie Kakaobutter und andere Glyceride, enthalten.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
auch als Depotpräparate
formuliert werden. Derartige lang wirkende Formulierungen können durch
Implantieren (zum Beispiel subkutan oder intramuskulär) oder durch
intramuskuläre
Injektion verabreicht werden. Daher können die erfindungsgemäßen Verbindungen
zum Beispiel mit geeigneten polymeren oder hydrophoben Materialien
(zum Beispiel als eine Emulsion in einem verträglichen Öl) oder Ionenaustauscherharzen
oder als schwer lösliche
Derivate, zum Beispiel als ein schwer lösliches Salz, formuliert werden.
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Zur
intranasalen Verabreichung können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
als Lösungen
zur Verabreichung über
eine geeignete Vorrichtung mit dosierter Dosis oder Einheitsdosisvorrichtung
oder, in einer anderen Ausführungsform,
als eine Pulvermischung mit einem geeigneten Träger zur Verabreichung unter
Verwendung einer geeigneten Verabreichungsvorrichtung, formuliert
werden.
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Eine
vorgeschlagene Dosis der erfindungsgemäßen Verbindungen ist 1 bis
etwa 1000 mg pro Tag. Es ist selbstverständlich, dass es notwendig sein
kann, Routineabweichungen der Dosierung abhängig vom Alter und dem Zustand
des Patienten zu machen, und die präzise Dosierung wird schließlich im
Ermessen des anwesenden Arztes oder Veterinärs sein. Die Dosierung wird
auch vom Verabreichungsweg und der ausgewählten besonderen Verbindung
abhängen.
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Somit
wird eine tägliche
Dosis zur parenteralen Verabreichung typischerweise im Bereich von
1 bis etwa 100 mg, vorzugsweise 1 bis 80 mg pro Tag sein. Eine tägliche Dosis
zur oralen Verabreichung wird typischerweise innerhalb des Bereichs
1 bis 300 mg, z. B. 1 bis 100 mg, sein.
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BEISPIELE
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Bei
den Zwischenprodukten und Beispielen, außer es ist anderweitig angegeben:
Schmelzpunkte (Schmpkt.) wurden auf einem Gallenkamp Schmpkt.-Gerät bestimmt
und sind nicht korrigiert. Alle Temperaturen bezeichnen °C. Infrarotspektren
wurden auf einem FT-IR Instrument gemessen. Protonen-Magnetresonanz-(1H-NMR)-spektren wurden bei 400 MHz aufgezeichnet,
chemische Verschiebungen werden in ppm downfield (d) von Me4Si, welches als interner Standard verwendet
wird, angegeben und werden als Singuletts (s), Dubletts (d), Dubletts
der Dubletts (dd), Tripletts (t), Quartetts (q) oder Multipletts
(m) zugewiesen. Säulenchromatographie
wurde über
Silicagel (Merck AG Darmstadt, Deutschland) ausgeführt. Die
folgenden Abkürzungen
werden im Text verwendet: EtOAc = Ethylacetat, cHex = Cyclohexan,
CH2Cl2 = Dichlormethan,
Et2O = Diethylether, DMF = N,N'-Dimethylformamid, NMP = N-Methylpyrrolidinon,
DIPEA = N,N-Diisopropylethylamin, DME = Ethylenglycoldimethylether,
MeOH Methanol, Et3N = Triethylamin, TFA
= Trifluoressigsäure,
THF = Tetrahydrofuran, DIBAL-H = Diisobutylaluminiumhydrid, DMAP
= Dimethylaminopyridin, LHMDS = Lithiumhexamethyldisilazan, DMA
= Dimethylacetamid, NMM = N-Methylmorpholin, DAST = (Diethylamino)schwefeltrifluorid,
DC bezeichnet Dünnschichtchromatographie
auf Silicaplatten, und getrocknet bezeichnet eine über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknete Lösung;
r. t. (RT) bezeichnet Raumtemperatur.
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Zwischenprodukt 1
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Ethyl-2,4-dichlor-6-methyl-3 pyridincarboxylat
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Die
Titelverbindung wurde gemäß einem
schon veröffentlichten
Verfahren hergestellt: Mittelbach, Martin; Synthesis, 1988, 6, S.
479–80.
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Zwischenprodukt 2
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Ethyl-2-chlor-6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-3
pyridincarboxylat
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Zu
einer Lösung
aus 2-(1H-Pyrazol-3-yl)-1,3-thiazol (7,71 g, 1,05 Äquiv.) in
wasserfreiem DMF (61 ml) bei 0 °C
unter N2 wurde NaH, 60 % in Mineralöl, (2,03
g, 1,05 Äquiv.)
gegeben, und das Reaktionsgemisch wurde 10 min. lang bei 0 °C und dann
1 Std. lang bei Raumtemperatur gerührt. Zwischenprodukt 1 (11,34
g, 48,0 mmol) wurde dann als Lösung
in wasserfreiem DMF (35 ml) bei 0 °C zugegeben, und die so erhaltene Lösung wurde
3 Std. lang bei 110 °C
erwärmt.
Die Reaktion wurde mit Wasser gequencht, mit EtOAc extrahiert, mit
Salzlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Na2SO4 getrocknet,
filtriert und im Vakuum konzentriert. Das Rohprodukt wurde durch
Flash-Chromatographie (Silicagel, cHex/EtOAc, 7 :3) gereinigt, um
7,02 g der Titelverbindung als einen weißen Feststoff zu ergeben.
NMR
(1H, CDCl3): δ 7,91 (d,
1H), 7,91 (d, 1H), 7,41 (d, 1H), 7,31 (s, 1H), 7,18 (d, 1H), 4,50
(q, 2H), 2,78 (s, 3H), 1,25 (t, 3H).
MS (m/z): 349 [MH]+.
-
Zwischenprodukt 3
-
{2-Chlor-6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-3-pyridinyl}methanol
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 2 (1,5 g, 4,3 mmol) in wasserfreiem CH2Cl2 (30 ml) bei –78 °C unter N2 wurde DIBAI-H, 1,0 M in Cyclohexan (12,9
ml, 3,0 Äquiv.)
gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Std. lang bei –78 °C und dann
1 Std. lang bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktion wurde dann
mit einer gesättigten
Lösung
Rochelle-Salz gequencht, mit EtOAc extrahiert, mit Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem
Na2SO4 getrocknet,
filtriert und im Vakuum konzentriert. Das Rohprodukt wurde durch
Flash-Chromatographie (Silicagel, cHex/EtOAc, 1:1) gereinigt, um
1,02 g der Titelverbindung als einen weißen Feststoff zu ergeben.
NMR
(1H, CDCl3): δ 8,05 (d,
1H), 7,90 (d, 1H), 7,40 (d, 1H), 7,25 (s, 1H), 7,10 (d, 1H), 4,65
(S, 2H), 4,0 (bs, 1H), 2,60 (s, 3H).
MS (m/z): 307 [M]+.
-
Zwischenprodukt 4
-
2-Chlor-6-methyl-4-{3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-3-pyridincarbaldehyd
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 3 (150 mg, 0,5 mmol) in wasserfreiem CH2Cl2 (5 ml) bei Raumtemperatur
unter N2 wurde das Dess-Martin-Periodinan
(237 mg, 1,12 Äquiv.)
gegeben, und das Reaktionsgemisch wurde 1 Std. lang bei Raumtemperatur
gerührt.
Die Reaktion wurde dann mit einer Lösung aus 0,5 g Natriumthiosulfat,
gelöst
in einer gesättigten
Lösung
aus Natriumbicarbonat, gequencht, mit EtOAc extrahiert, mit Salzlösung gewaschen, über Na2SO4 getrocknet,
filtriert und im Vakuum konzentriert. Das Rohprodukt wurde durch
Flash-Chromatographie (Silicagel, cHex/EtOAc, 1:1) gereinigt, um
124 mg der Titelverbindung als einen weißen Feststoff zu ergeben.
NMR
(1H, CDCl3): δ 10, 4 (s,
1H), 8,0–7,9
(2d, 2H), 7,40 (2d, 2H), 7,10 (s, 1H), 2,70 (s, 3H).
MS (m/z):
305 [MH]+.
-
Zwischenprodukt 5
-
2-Chlor-6-methyl-3-[(E)-2-(methyloxy)ethenyl]-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]pyridin
-
Zu
einer Lösung
aus (Methoxymethyl)-triphenylphosphoniumchlorid (4,24 g, 3 Äquiv.) in
wasserfreiem THF (20 ml) bei 0 °C
unter N2 wurde n-BuLi, 1,6 M in Cyclohexan
(7,73 ml, 12,37 mmol) gegeben, und das Reaktionsgemisch wurde auf
Raumtemperatur gebracht und dann 15 min. lang gerührt. Eine
Lösung
aus Zwischenprodukt 4 (1,25 g, 4,1 mmol) in wasserfreiem THF (15
ml) wurde dann zugegeben, und die Reaktion wurde 1,5 Std. lang bei
Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktion wurde dann mit Wasser gequencht, mit EtOAc extrahiert,
mit Salzlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Na2SO4 getrocknet,
filtriert und im Vakuum konzentriert. Das Rohprodukt wurde durch
Flash-Chromatographie (Silicagel, cHex/EtOAc, 4:1) gereinigt, um
961 mg der Titelverbindung als einen weißen Feststoff zu ergeben (E:
Z = 3:2 Gemisch, das als solches im nächsten Schritt verwendet wurde).
NMR
(1H, CDCl3) Haupt-E-Produkt: δ 7,90 (m,
1H), 7,83 (m, 1H), 7,38 (m, 1H), 7,05 (m, 1H), 7,00 (m, 1H), 6,51 (d,
1H), 5,63 (d, 1H), 3,64 (s, 3H), 2,60 (s, 3H).
MS (m/z): 333
[MH]+.
-
Zwischenprodukt 6
-
{2-Chlor-6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-3-pyridinyl}acetaldehyd
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 5 (936 mg, 2,8 mmol) in wasserfreiem THF (15
ml) wurde 6 N HCl (21 ml, 45 Äquiv.)
gegeben, und das Reaktionsgemisch wurde 15 Std. lang bei Raumtemperatur
gerührt. Die
Reaktion wurde durch ges. wässriges
NaHCO3 bis pH = 7 gequencht, mit EtOAc extrahiert,
mit Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem
Na2SO4 getrocknet,
filtriert und im Vakuum konzentriert, um 893 mg der Titelverbindung
als einen weißen
Feststoff zu ergeben, der im nächsten
Schritt ohne weitere Reinigung verwendet wurde.
NMR (1H, CDCl3): δ 9,80 (s,
1H), 7,90–7,80
(2d, 2H), 7,70 (d, 1H), 7,20 (d, 1H), 7,0 (s, 1H), 4,25 (s, 2H),
2,70 (s, 3H).
MS (m/z): 319 [MH]+.
-
Zwischenprodukt 7
-
2-{2-Chlor-6-methyl-4-{3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-3-pyridinyl}ethanol
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 6 (903 mg, 2,84 mmol) in wasserfreiem MeOH (10
ml) wurden CeCl3 (700 mg, 1 Äquiv.) und
NaBH4 (107 mg, 1 Äquiv.) gegeben, und das Reaktionsgemisch
wurde 5 min. lang bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktion wurde dann
mit Wasser gequencht, mit Ethylacetat extrahiert, mit Salzlösung gewaschen, über wasserfreiem
Na2SO4 getrocknet,
filtriert und im Vakuum konzentriert, um 848 mg der Titelverbindung
als einen weißen
Feststoff zu ergeben, der im nächsten
Schritt ohne weitere Reinigung verwendet wurde.
NMR (1H, CDCl3): δ 8,00 (m,
2H), 7,50 (d, 1H), 7,20 (m, 2H), 4,25 (t, 2H), 3,20 (t, 2H), 2,70
(s, 3H).
MS (m/z): 321 [MH]+.
-
Zwischenprodukt 8
-
2-Chlor-3-(2-{[(1,1-dimethylethyl)(dimethyl)silylloxy}ethyl)-6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]pyridin
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 7 (840 mg, 2,6 mmol) in wasserfreiem CH2Cl2 (10 ml) wurden 2,6-Lutidin
(0,67 ml, 2,2 Äquiv.)
und tert-Butyldimethylsilyltriflat (0,89 ml, 1,5 Äquiv.) gegeben,
und das Reaktionsgemisch wurde 15 Std. lang bei Raumtemperatur gerührt. Die
Reaktion wurde dann mit einer wässrigen Lösung aus
gesättigtem
NH4Cl gequencht, mit EtOAc extrahiert, mit
Salzlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Na2SO4 getrocknet,
filtriert und im Vakuum konzentriert. Das Produkt wurde durch Flash-Chromatographie (Silicagel,
cHex/EtOAc, 3:2) gereinigt, um 950 mg der Titelverbindung als ein
farbloses Öl
zu ergeben.
NMR (1H, CDCl3): δ 8,20 (d,
1H), 7,75 (d, 1H), 7,35 (d, 1H), 7,00 (m, 2H), 4,00 (t, 2H), 3,05
(t, 2H), 2,55 (s, 3H), 0,80 (s, 9H), –0,10 (s, 6H).
MS (m/z):
435 [MH]+.
-
Zwischenprodukt 9
-
3-(2-{[(1,1-Dimethylethyl)(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)-6-methyl-N-[6-(methyloxy)-2-(trifluormethyl)-3-pyridinyl]-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2-pyridinamin
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 8 (68 mg, 0,16 mmol) in wasserfreiem DME (2
ml) wurden Pd2(dba)3 (15
mg, 0,1 Äquiv.),
2-(Dicyclohexylphosphino)-2'-methylbiphenyl
(17 mg, 0,3 Äquiv.),
K3PO4 (90 mg, 3 Äquiv.) und
Zwischenprodukt 14 (37 mg, 1,2 Äquiv.)
gegeben und das Reaktionsgemisch wurde einer Mikrowellenbestrahlung
(150 W, 100 °C,
60 psi) für
zwei 20 Minuten-Cyclen unterzogen. Die Reaktion wurde dann mit einer
wässrigen
Lösung
aus gesättigtem
NH4Cl gequencht, mit EtOAc extrahiert, mit
Salzlösung
gewaschen, über
wasserfreiem Na2SO4 getrocknet,
filtriert und im Vakuum konzentriert. Das Produkt wurde durch Flash-Chromatographie
(Silicagel, CH2Cl2/MeOH,
99:1) gereinigt, um 22 mg der Titelverbindung als einen gelben Schaum
zu ergeben.
NMR (1H, CDCl3): δ 8,40 (d,
1H), 7,85 (bs, 1H), 7,75 (bs, 1H), 7,31 (s, 1H), 7,03 (s, 1H), 6,90
(d, 1H), 6,63 (s, 1H), 4,16 (t, 2H), 3,94 (s, 3H), 2,76 (t, 2H),
2,36 (s, 3H), 0,77 (s, 9H), 0,04 (s, 6H).
-
Zwischenprodukt 10
-
3-(2-{[(1,1-Dimethylethyl)dimethyl)silyl]oxy}ethyl)-6-methyl-N-[2-methyl-6-(methyloxy)-3-pyridinyl]-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2-pyridinamin
-
Wie
bei Zwischenprodukt 9, mit Ausnahme dass Zwischenprodukt 19 (2-Methyl-6-(methyloxy)-3-pyridinamin)
anstelle von Zwischenprodukt 14 (6-(Methyloxy)-2-(trifluormethyl)-3-pyridinamin) verwendet
wurde.
MS (m/z): 537 [MH]+.
-
Zwischenprodukt 11
-
N-[2,6-Bis(methyloxy)-3-pyridinyl]-3-(2-{[(1,1-dimethylethyl)(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)-6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2-pyridinamin
-
Wie
bei Zwischenprodukt 9, mit Ausnahme dass 2,6-Bis(methyloxy)-3-pyridinamin
anstelle von Zwischenprodukt 14 (6-(Methyloxy)-2-(trifluormethyl)-3-pyridinamin)
verwendet wurde.
NMR (1H, CDCl3): δ 8,70
(d, 1H); 7,86 (d, 1H); 7,75 (d, 1H); 7,32 (d, 1H); 7,03 (d, 1H);
6,60 (s, 1H); 6,32 (d, 1H); 4,15 (t, 2H); 3,99 (s, 3H); 3,88 (s,
3H); 2,47 (bs, 1H); 2,77 (t, 2H); 2,46 (s, 3H); 0,82 (s, 12H).
MS
(m/z): 553 [MH]+.
-
Zwischenprodukt 12
-
N5-{3-(2-{[(1,1-Dimethylethyl)(dimethyl)silyl]oxy}ethyl)-6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2-pyridinyl}-N2,N2,4-trimethyl-2,5-pyridindiamin
-
Wie
bei Zwischenprodukt 9, mit Ausnahme dass Zwischenprodukt 16 (N2,N2,4-Trimethyl-2,
5-pyridindiamin) anstelle von Zwischenprodukt 14 (6-(Methyloxy)-2-(trifluormethyl)-3-pyridinamin) verwendet
wurde.
NMR (1H, DMSO-d6): δ 8,35 (d,
1H), 8,00 (s, 1H), 7,99 (d, 1H), 7,87 (s, 1H), 7,83 (d, 1H), 7,07
(d, 1H), 6,69 (s, 1H), 6,63 (s, 1H), 3,95 (t, 2H), 3,10 (s, 6H),
2,98 (t, 2H), 2,28 (s, 3H), 2,18 (s, 3H), 0,85 (s, 9H), 0,00 (s,
6H).
MS (m/z): 550 [MH]+.
-
Zwischenprodukt 13
-
6-(Methyloxy)-3-nitro-2-(trifluormethyl)pyridin
-
Zu
einer Lösung
aus 2-Chlor-3-nitro-5-methoxypyridin (500 mg, 2,6 mmol) in DMA (5
ml) bei r. t. unter N
2 wurden Cu (1 g, 6 Äquiv.) und
CF
2Br
2 (500 μl, großer Überschuss)
gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 8 Std. lang bei 100 °C gerührt. Die
erhaltene braune Aufschlämmung
wurde mit Et
2O (3 × 50 ml) extrahiert. Die vereinigten
organischen Extrakte wurden unter Vakuum getrocknet, und das Rohprodukt
wurde durch Flash-Chromatographie (Silicagel,
CH2C12, 100 %) gereinigt, um die Titelverbindung
(312 mg, 53 %) als ein braunes Öl
zu ergeben.
NMR (
1H, CDCl
3): δ 8,35 (d,
1H), 7,2 (d, 1H), 4,3 (s, 3H).
-
Zwischenprodukt 14
-
6-(Methyloxy)-2-(trifluormethyl)-3-pyridinamin
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 13 (98 mg, 0,44 mmol) in MeOH (10 ml) bei r.
t. wurde Pd/C 10 % (30 mg, 30 % Gew./Gew.) gegeben, und die so erhaltene
Suspension 2 Std. lang einer Hydrierung (1 atm) unterzogen. Das
Palladium wurde abfiltriert und das Lösungsmittel wurde unter verringertem
Druck eingedampft. Das Rohprodukt wurde durch Flash-Chromatographie
(Silicagel, CH2Cl2/MeOH,
95:5) gereinigt, um die Titelverbindung (37 mg, 44 %) als ein rotes Öl zu ergeben.
NMR
(1H, CDCl3): δ 7,10 (d,
1H), 6,56 (d, 1H), 3,85 (s, 3H), 3,82 – 3,55 (bs, 2H).
-
Zwischenprodukt 15
-
N,N,4-Trimethyl-5-nitro-2-pyridinamin
-
Zu
2-Chlor-4-methyl-5-nitropyridin (2,78 g, 16,1 mmol) bei r. t. unter
N2 wurde Me2NH 2N/THF
(55,4 ml) gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 2 Std. lang bei 80 °C erhitzt.
Es wurde auf r. t. abgekühlt,
und zwischen CH2Cl2 und
Wasser aufgeteilt. Die Phasen wurden getrennt und die wässrige Schicht
wurde mit CH2Cl2 (3 × 30 ml)
weiter extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden über wasserfreiem
Na2SO4 getrocknet,
die Feststoffe wurden abfiltriert und das Lösungsmittel eingedampft. Die
rohe Titelverbindung wurde im nächsten
Schritt ohne weitere Reinigung verwendet (2,97 g, quantitative Ausbeute).
NMR
(1H, CDCl3): δ 8,99 (s,
1H), 6,24 (s, 1H), 3,2 (s, 6H), 2,62 (s, 3H).
MS (m/z): 182
[MH]+.
-
Zwischenprodukt 16
-
N2,N2,4-Trimethyl-2,5-pyridindiamin
-
Zu
einer Suspension aus Zwischenprodukt 15 (2,97 g, 16,31 mmol) in
einem 1:1 Gemisch aus MeOH/H2O (100 ml)
bei r. t. unter N2 wurden Fe (3,19, 3,5 Äquiv.) und
NH4Cl (3,04 g, 3,5 Äquiv.) gegeben. Das Reaktionsgemisch
wurde 1,5 Std. lang bei 80 °C
erwärmt.
Das Gemisch wurde filtriert, und der Feststoff wurde mit MeOH gewaschen.
Das Rohprodukt wurde zur Trockene eingedampft und zwischen CH2Cl2 und Wasser aufgeteilt.
Die Phasen wurden getrennt und die wässrige Schicht wurde weiter
mit CH2Cl2 (3 × 30 ml)
extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden über wasserfreiem
Na2SO4 getrocknet,
die Feststoffe wurden abfiltriert und das Lösungsmittel eingedampft. Das
Rohprodukt wurde durch Flash-Chromatographie (Silicagel, EtOAc/MeOH,
9:1–7:3)
gereinigt, um die Titelverbindung (37 g, 44 %) als einen gelben
Feststoff (340 mg, 14 %) zu ergeben.
NMR (1H,
DMSO-db): δ 7,52 (s, 1H), 6,36 (s, 1H),
4,17 (bs, 2 H), 2,83 (s, 6H), 2,03 (s, 3H),
MS (m/z): 152 [MH]+.
-
Zwischenprodukt 17
-
2-Methyl-6-(methyloxy)pyridin
-
Zu
einer Lösung
aus 6-Methylpyridin-2-ol (2,5 g, 0,023 mol) in CH2Cl2 (10 ml) bei r. t. unter N2 wurden Ag2CO3 (6 g, 1,5 Äquiv.) und
Mel (5,6 ml, 4 Äquiv.)
gegeben. Die Lösung
wurde 4 Tage lang bei r. t. gerührt, dann
wurde Ag2CO3 abfiltriert
und mit CH2Cl2 gewaschen,
und die organische Schicht wurde zur Trockene eingedampft. Das Rohprodukt
wurde durch Flash-Chromatographie
(Silicagel, EtOAc/cHex, 2:8) gereinigt, um die Titelverbindung (1,9
mg, 67 %) als einen weißen
Feststoff zu ergeben.
NMR (1H, CDCl3): δ 7,4
(t, 1H), 6,6 (d, 1H), 6,5 (d, 1H), 3,8 (s, 3H), 2,4 (s, 3H).
-
Zwischenprodukt 18
-
2-Methyl-6-(methyloxy)-3-nitropyridin
-
Zu
Zwischenprodukt 17 (1,95 g, 0,015 mol) wurde bei r. t. HNO3 60 % (7 ml) gegeben. Das Gemisch wurde
unter Wärmeentwicklung
rotbraun und dann wurde NO2·konz.
H2SO4 (7 ml) zugegeben.
Die Lösung wurde über Nacht
bei 80 °C
gerührt.
In das gekühlte
Reaktionsgemisch wurde Eiswasser (70 ml) gegossen, und die Lösung wurde
mit CaCO3 neutralisiert. Die wässrige Lösung wurde
mit EtOAc (3 × 50
ml) extrahiert, und die vereinigten organischen Extrakte wurden über wasserfreiem
Na2SO4 getrocknet.
Die Feststoffe wurden filtriert, und das Lösungsmittel wurde zur Trockene
eingedampft, um die Titelverbindung (2,25 g, 86 %) als einen gelben
Feststoff zu ergeben.
NMR (1H, DMSO): δ 8,3 (s,
1H), 6,8 (d, 1H), 4 (s, 3H), 2,7 (s, 3H).
-
Zwischenprodukt 19
-
2-Methyl-6-(methyloxy)-3-pyridinamin
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 18 (2 g, 0,012 mol) in H2O/MeOH,
1:1 (40 ml), wurden NH4Cl (2,2 g, 3,5 Äquiv.) und
Fe-Pulver (2,3 g, 3,5 Äquiv.)
gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 16 Std. lang bei 80 °C gerührt. Fe
wurde dann abfiltriert und mit MeOH gewaschen. Das MeOH wurde eingedampft,
H2O zugegeben, und die wässrige Lösung wurde mit EtOAc (3 × 50 ml)
extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden über wasserfreiem
Na2SO4 getrocknet,
die Feststoffe wurden abfiltriert und das Lösungsmittel zur Trockene eingedampft,
um die Titelverbindung (1,35 g, 81 %) als ein braunes Öl zu ergeben.
NMR
(1H, CDCl3): δ 6,9 (d,
1H), 6,4 (d, 1H), 3,8 (s, 3H), 2,33 (s, 3H).
-
BEISPIEL 1
-
Synthese von repräsentativen Verbindungen der
Struktur (I)
-
Beispiel 1-1
-
6-Methyl-1-[6-(methyloxy)-2-(trifluormethyl)-3-pyridinyl]-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 21 (10 mg, 0,021 mmol) in wasserfreiem DMF (1,5
ml) bei r. t. wurden Et3N (12 μl, 4 Äquiv.) und
MsCl (4 μl,
2 Äquiv.)
gegeben. Die Lösung wurde
4 Std. lang bei 56 °C
gerührt.
CH2Cl2 (5 ml) wurde
zugegeben und die Reaktion mit H2O (3 ml)
gequencht. Die wässrige
Phase wurde mit CH2Cl2 (3 × 2 ml)
extrahiert, und die vereinigten organischen Extrakte über wasserfreiem
Na2SO4 getrocknet.
Die Feststoffe wurden abfiltriert und das Lösungsmittel zur Trockene eingedampft.
Das Rohprodukt wurde durch Flash-Chromatographie (Silicagel, CH2Cl2/MeOH, 99:1)
gereinigt, um die Titelverbindung (2 mg, 21 %) als einen weißen Schaum
zu ergeben.
-
Beispiel 1-2
-
6-Methyl-1-[2-methyl-6-(methyloxy)-3-pyridinyl]-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 22 (126 mg, 0,030 mmol) in wasserfreiem CH2Cl2 (10 ml) wurden
bei r. t. unter N2 Et3N
(0,0167 ml, 4 Äquiv.),
PPh3 (310 mg, 4 Äquiv.) und I2 (305
mg, 4 Äquiv.)
gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 2 Std. lang bei r. t. gerührt. Wasser
(10 ml) wurde dann zugegeben und die Lösung mit EtOAc (15 ml) extrahiert.
Die organische Schicht wurde über
wasserfreiem Na2SO4 getrocknet,
die Feststoffe wurden abfiltriert und das Lösungsmittel im Vakuum eingedampft.
Die so erhaltene Rohverbindung wurde durch Flash-Chromatographie (Silicagel, cHex/EtOAc,
6:4) gereinigt, um 5,9 mg der Titelverbindung als einen weißen Feststoff
zu ergeben.
-
Beispiel 1-3
-
1-[2,6-Bis(methyloxy)-3-pyridinyl]-6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 23 (46 mg, 0,105 mmol) in wasserfreiem CH2Cl2 (2 ml) bei r.
t. unter N2 wurden Et3N
(73 μl,
5 Äquiv.),
Polymer-gebundenes PPh3 (174 mg, 5 Äquiv.) und
CBr4 (174 mg, 5 Äquiv.) gegeben. Das Reaktionsgemisch
wurde 2 Std. lang bei r. t. gerührt.
Wasser (10 ml) wurde dann zugegeben und die Lösung mit EtOAc (15 ml) extrahiert.
Die organische Schicht wurde über
wasserfreiem Na2SO4 getrocknet,
die Feststoffe wurden abfiltriert und das Lösungsmittel im Vakuum eingedampft.
Die so erhaltene Rohverbindung wurde durch Flash-Chromatographie
(Silicagel, cHex/EtOAc 7:3) gereinigt, um 14 mg der Titelverbindung
als einen weißen
Feststoff zu ergeben.
-
Beispiel 1-4
-
N,N,4-Trimethyl-5-{6-methyl-4-[3-(1,3-thiazol-2-yl)-1H-pyrazol-1-yl]-2,3-dihydro-1H-pyrrolo[2,3-b]pyridin-1-yl}-2-pyridinamin
-
Zu
einer Lösung
aus Zwischenprodukt 24 (45 mg, 0,1 mmol) in wasserfreiem CH2Cl2 (2 ml), bei
r. t. unter N2 wurden I2 (50,8
mg, 2 Äquiv.),
PPh3 (52,4 mg, 2 Äquiv.) und Et3N
(27 μl,
2 Äquiv.)
gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 2,5 Std. lang bei r. t. gerührt und
zur Trockene eingedampft. Das Rohprodukt wurde durch Flash-Chromatographie
(Silicagel, EtOAc/MeOH, 95:5 → 7:3
EtOAc/NH3 (0,5 M in MeOH)) gereinigt, um die
Titelverbindung als einen gelben Feststoff (3 mg, 10 %) zu ergeben.
-
Alle
analytischen Messwerte werden in der folgenden Tabelle 1-1 dargelegt.

| Verb.Nr. | W | R1 | Analytische
Messwerte |
| 1-1 | 2-Trifluormethyl-4-methoxypyridin-3-yl | CH3 | NMR
(1H, CDCl3): δ 7,9 (d,
1H); 7,8 (d, 1H); 7,6 (d, 1H): 7,3 (d, 1H); 7,0 (d, 1H); 6,9 (d,
1H); 6,7 (s, 1H); 3,9 (s, 3H); 3,8 (t, 2H); 3,5 (t, 2H); 2,33 (s,
3H).
MS (m/z): 459 [MH]+. |
| 1-2 | 2
Methyl-4-methoxypyridin-3-yl | CH3 | NMR
(1H, CDCl3): δ 7,98 (d,
1H), 7,88 (d, 1H), 6,98 (d, 1H), 6,83 (d, 1H), 7,03 (d, 1H), 682
(d, 1H), 6,60 (s, 1H), 3,92 (s, 3H), 3,90 (d, 2H), 3,56 (d, 2H),
2,39 (s, 3H), 2,35 (S, 3H).
MS (m/z): 405 [MH]+. |
| 1-3 | 2,4-Dimethoxypyndin-3-yl | CH3 | NMR
(1H, CDCl3): δ 7,98 (d,
1H); 7,87 (d, 1H); 7,72 (d, 1H); 7,34 (d, 1H); 7,08 (d, 1H); 9,67 (s,
1H); 6,36 (d, 1H); 3,96 (t, 2H); 3,95 (s, 3H); 3,94 (s, 3H); 3,51
(t, 2H); 2,37 (s, 3H)δ.
MS
(m/z): 421 [MH]+. |
| 1-4 | 6-Methyl-4
dimethylamino-pyridin-3-yl | CH3 | NMR
(1H, DMSO-d6): δ 8,57 (d,
1H), 7,95 (s, 1H), 7,92 (d, 1H), 778 (d, 1H), 7,04 (d, 1H), 6,86 (s,
1H), 6,55 (s, 1H), 3,88 (t, 2H), 3,49 (t, 2H), 3,16 (s, 3H). 3,14
(s, 3H), 3,01 (s, 6H).
IR (cm–1):
MS
(m/z): 418 [MH)+. |
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BEISPIEL 2
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CRF-Bindungsaktivität
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Die
Bindungsaffinität
für CRF
ist in vitro durch die Fähigkeit
der Verbindung bestimmt worden, 125I-oCRF
und 125I-Sauvagin für CRF 1- bzw. CRF 2-SPA von
rekombinanten in Chinesischen Hamsterovarialzell-(CHO)-Membranen
exprimierten menschlichen CRF-Rezeptoren
zu verdrängen.
Zur Membranherstellung wurden CHO-Zellen aus konfluenten T-Kolben in SPA-Puffer
(HEPES/KOH 50 mM, EDTA 2 mM; MgCl2 10 mM,
pH 7,4) in 50 ml Zentrifugenröhrchen
gesammelt, mit einem Polytron homogenisiert und zentrifugiert (50.000
g, 5 min. lang bei 4 °C;
Beckman Zentrifuge mit einem JA 20-Rotor). Das Pellet wurde resuspendiert, homogenisiert
und wie zuvor zentrifugiert.
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Das
SPA-Experiment ist in einer Optiplatte durch Zugabe von 100 μl des Reagenzgemisches
zu 1 μl der
Verbindungsverdünnung
(100 % DMSO-Lösung)
pro Vertiefung ausgeführt worden.
Das Assaygemisch wurde durch Mischen von SPA-Puffer, WGA-SPA-Kügelchen
(2,5 mg/ml), BSA (1 mg/ml) und Membranen (50 und 5 μg Protein/ml
für CRF
1 bzw. CRF 2) und 50 pM Radioligand ausgeführt.
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Die
Platte wurde über
Nacht (> 18 Std.)
bei Raumtemperatur inkubiert und mit dem Packard Topcount mit einem
WGA-SPA 125I-Zählprotokoll gelesen.
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BEISPIEL 3
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Funktioneller CRF-Assay
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Erfindungsgemäße Verbindungen
wurden in einem funktionellen Assay zur Bestimmung ihrer hemmenden
Wirkung gekennzeichnet. Human-CFR-CHO-Zellen wurden mit CRF stimuliert
und die Rezeptoraktivierung wurde durch Messen der cAMP-Akkumulation
beurteilt.
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CHO-Zellen
aus einer konfluenten T-Flasche wurden mit Kulturmedium ohne G418
suspendiert und in einer Platte mit 96 Vertiefungen, 25.000 Z/Vertiefung,
100 μl/Vertiefung,
verteilt und über
Nacht inkubiert. Nach der Inkubation wurde das Medium durch 100 μl bei 37 °C gewärmten cAMP
IBMX Puffer (5 mM KCl, 5 mM NaHCO3, 154
mM NaCl, 5 mM HEPES, 2,3 mM CaCl2, 1 mM
MgCl2; 1 g/l Glucose, pH 7,4 versetzt mit
1 mg/ml BSA und 1 mM IBMX) und 1 μl
der Antagonistenverdünnung
in purem DMSO, ersetzt. Nach weiterer 10 Minuten langer Inkubation
bei 37 °C
in einem Platteninkubator ohne CO2, wurde
1 μl der
Agonistverdünnung
in purem DMSO zugegeben. Wie zuvor wurde die Platte 10 Minuten lang
inkubiert und dann der zelluläre
cAMP-Gehalt unter Verwendung des Amersham RPA 538 Kits gemessen.
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Alle
in dieser Beschreibung zitierten Veröffentlichungen, einschließlich der
Patente und Patentanmeldungen, aber nicht beschränkt darauf, sind durch Bezugnahme
hierin aufgenommen, so als ob für
jede einzelne Veröffentlichung
angegeben wäre,
dass sie hierin besonders und einzeln durch Bezugnahme aufgenommen
wäre, so
als ob vollständig
dargelegt.
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Es
ist selbstverständlich,
dass die vorliegende Erfindung alle Kombinationen von hier vorstehend
beschriebenen besonderen und bevorzugten Gruppen umfasst.
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Die
Anmeldung, von der diese Beschreibung und Patentansprüche einen
Teil bilden, kann als eine Prioritäts-Grundlage in Bezug auf jede
spätere
Anmeldung verwendet werden. Die Patentansprüche einer derartigen späteren Anmeldung
können
auf jedes hier beschriebene Merkmal oder Kombination von Merkmalen
gerichtet sein. Sie können
die Form von Produkt-, Zusammensetzungs-, Verfahrens- oder Verwendungsansprüchen haben
und können
als Beispiel und ohne Beschränkung
die folgenden Patentansprüche
einschließen: