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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Halterung für eine Schleifvorrichtung
und insbesondere, aber nicht ausschließlich, auf eine Halterung für einen
Bandschleifer mit einem Endlosschleifband.
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Es
sind Bandschleifer bekannt, bei denen ein Endlosschleifband um eine
angetriebene Rolle und eine Antriebsrolle herumläuft und ein Motor dafür sorgt,
dass die Antriebsrolle rotiert, damit das Schleifband über eine
zu schleifende Fläche
läuft.
Solche Schleifvorrichtungen sind in erster Linie für großflächige Schleifarbeiten
mit hohem Materialabtrag wie beim Schleifen von Holzfußböden bestimmt.
Oft ist es jedoch wünschenswert,
die Schleifvorrichtung in einer umgekehrten Position festzuklemmen,
so dass ein Benutzer ein Werkstück
in Kontakt mit dem sich bewegenden Schleifband bringen kann, üblicherweise
für hochpräzise Schleifarbeiten,
wie das Schleifen von kompliziert geformten oder zerbrechlichen
Werkstücken.
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Bekannterweise
kann ein Bandschleifer für diesen
Zweck in einer umgekehrten Position festgeklemmt werden. Ein Beispiel
geht aus der
GB 2 321 611 hervor.
Der Nachteil bei solchen Anordnungen besteht jedoch darin, dass
alle Schalter zur Steuerung der Bewegungsgeschwindigkeit des Schleifbands
der Schleifvorrichtung für
den Benutzer unzugänglich
sind, wenn die Schleifvorrichtung in einer umgekehrten Position
festgeklemmt ist, wodurch es unmöglich
ist, die Geschwindigkeit des Materialabtrags während des Schleifvorgangs zu
steuern. Das ist bei Präzisionsschleifvorgängen, bei
denen die Gefahr einer Beschädigung
des Werkstücks
besteht, ein bedeutender Nachteil.
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Mit
der vorliegenden Erfindung sollen die obigen Nachteile des Standes
der Technik vermieden werden.
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Nach
der vorliegenden Erfindung ist eine Halterung für eine Schleifvorrichtung vorgesehen, wobei
die Schleifvorrichtung ein Gehäuse,
einen Motor und mehrere Rollen umfasst, über die ein Schleifband eines
Schleifmaterials mittels des Motors angetrieben werden kann, wobei
die Halterung aufweist:
einen Körperabschnitt mit wenigstens
einer Ausnehmung und/oder einem Vorsprung für einen Eingriff mit einem
entsprechenden Vorsprungs- und/oder Ausnehmungsteil der Schleifvorrichtung,
um die Schleifvorrichtung zu befestigen und das Schleifband davon freizugeben,
ein
von Hand betätigbares
Einstellelement, das an dem Körperabschnitt
angebracht und ausgestaltet ist für den Zugriff eines Benutzers,
wenn die Schleifvorrichtung an der Halterung befestigt wird, und
ein
Eingriffselement zum Eingriff mit einem Motorgeschwindigkeitseinstellelement
der Schleifvorrichtung, um ein Einstellen der Geschwindigkeit des
Motors und damit der Geschwindigkeit des Schleifbands der Schleifvorrichtung
in Reaktion auf eine Betätigung des
von Hand betätigbaren
Einstellelements zu ermöglichen.
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Indem
ein von Hand betätigbares
Einstellelement so am Körperabschnitt
vorgesehen wird, dass das Einstellelement von Hand für den Benutzer
zugänglich
ist, wenn die Schleifvorrichtung an der Halterung befestigt ist,
und durch Bereitstellung eines Eingriffselements zum Eingriff mit
einem Motorgeschwindigkeitseinstellelement der Schleifvorrichtung, um
ein Einstellen der Geschwindigkeit des Schleifbands der Schleifvorrichtung
in Reaktion auf eine Betätigung
des Einstellelements zu ermöglichen,
ergibt sich der Vorteil, dass die Bewegungsgeschwindigkeit des Schleifbands
der Schleifvorrichtung im Gebrauch eingestellt werden kann. Dadurch
wird das Ausmaß an
Steuerung der Menge des von der Schleifvorrichtung in einer umgekehrten
Ausrichtung abgetragenen Materials bedeutend erhöht, wodurch wiederum der Präzisionsgrad,
mit dem die Schleifvorrichtung verwendet werden kann, erhöht wird.
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Der
Körperabschnitt
kann wenigstens eine Ausnehmung zur Aufnahme eines entsprechenden Teils
der Schleifvorrichtung aufweisen.
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Das
Eingriffselement kann so ausgestaltet sein, um reibschlüssig mit
einem Bandgeschwindigkeitseinstellelement der Schleifvorrichtung
einzugreifen.
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Das
Eingriffselement kann an einer Welle angebracht und ausgestaltet
sein, bezüglich
des Körperabschnitts
zu rotieren.
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Das
von Hand betätigbare
Einstellelement kann ein drehbarer Knopf sein.
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Das
Eingriffselement kann koaxial zu dem von Hand betätigbaren
Einstellelement angebracht sein.
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Die
Halterung kann weiterhin eine Befestigungseinrichtung zum Befestigen
der Schleifvorrichtung an dem Körperabschnitt
aufweisen.
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Die
Befestigungseinrichtung kann wenigstens eine Schraube zum Eingriff
in eine entsprechende Gewindeöffnung
an der Schleifvorrichtung aufweisen.
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Die
Halterung kann weiterhin eine Halteeinrichtung zum Verhindern des
Entfernens der Schraube oder der Schrauben aus der Halterung aufweisen.
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Die
Halteeinrichtung kann wenigstens einen O-Ring aufweisen, der bei
der Verwendung an einer entsprechenden Schraube angebracht ist.
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Der
Körperabschnitt
kann im Wesentlichen hohl sein.
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Im
Weiteren wird nun eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung lediglich
beispielhaft und nicht einschränkend
unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben:
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1 ist
eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Bandschleiferhalterung,
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2 ist
eine Ansicht der Halterung aus 1 von oben,
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3 ist
eine Seitenansicht der Halterung aus 1,
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4 ist
eine Ansicht der Halterung aus 1 von unten,
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5 ist
eine perspektivische Ansicht eines Bandschleifers für den Einsatz
mit der Halterung aus den 1 bis 4 und
ohne das Schleifband der Schleifvorrichtung,
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6 ist
eine perspektivische Ansicht des Bandschleifers aus 5,
der in einer umgekehrten Ausrichtung an der Halterung aus den 1 bis 4 montiert
ist, mit dem Schleifband der Schleifvorrichtung in Position,
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7 ist
ein Seitenaufriss des Bandschleifers und der Halterung aus 6,
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8 ist
eine perspektivische Ansicht der Halterung und der Schleifvorrichtung
aus den 6 und 7 ohne das
Schleifband der Schleifvorrichtung,
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9 ist
eine Seitenansicht der Halterung und des Bandschleifers aus 8,
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10 ist
eine Stirnansicht der Halterung und des Bandschleifers aus 8,
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11 ist
eine Ansicht der Halterung und des Bandschleifers aus 8 von
hinten, und
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12 ist
eine Ansicht der Halterung und des Bandschleifers aus 8 von
unten.
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In
den 1 bis 4 hat eine Halterung 2 für einen
Bandschleifer 4 (5) für Schleifarbeiten mit
hohem Materialabtrag einen allgemein hohlen Körperabschnitt 6, der
aus haltbarem Kunststoffmaterial wie ABS gebildet ist und innere
Verstärkungsrippen 8 (4)
und eine obere Fläche
aufweist, die so ausgebildet ist, dass sie den Bandschleifer 4 in
einer umgekehrten Ausrichtung aufnimmt. Unter "umgekehrter Ausrichtung" ist zu verstehen,
dass die Teile des Bandschleifers 4 gegenüber seiner
Grundschleiffläche 8 (8)
auf der oberen Fläche
des Körperabschnitts 6 aufgenommen
werden, so dass die Schleiffläche 8 nach
oben weist, wenn die Schleifvorrichtung 4 auf der Halterung 2 ruht,
so dass ein Benutzer ein Werkstück
zum Präzisionsschleifen
in Kontakt mit einem Endlosschleifband 9 (6)
bringen kann, das über
die Schleiffläche 8 und
um die Antriebsrolle 3 sowie die angetriebene Rolle 5 läuft.
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Mit
besonderem Bezug auf die 1 und 8 ist der
Körperabschnitt 6 der
Halterung 2 mit einer bogenförmigen Ausnehmung 10 zur
Aufnahme eines vorderen Griffs 12 der Schleifvorrichtung 4,
einer zylindrischen Querausnehmung 14 zur Aufnahme einer
zylindrischen Schwenkwelle 16, um die der Griff 12 bezüglich des
Körpers
der Schleifvorrichtung 4 schwenken kann, einer zylindrischen
Querausnehmung 18 zur Aufnahme eines oberen Teils eines
Motorgehäuses 20 der
Schleifvorrichtung 4 und einer Längsausnehmung 22 zur
Aufnahme eines oberen Teils eines hinteren Griffs 24 der
Schleifvorrichtung 4 versehen. Der vordere Griff 12 der
Schleifvorrichtung 4 ist mit Messingeinsätzen 201, 203 (5)
versehen, die mit einem Innengewinde versehen sind, um mit den Klemmschrauben 101 bzw. 103 (1)
an der Halterung 2 in Eingriff zu kommen. Die Schrauben 101, 103 sind
jeweils mit einem nicht gezeigten O-Ring aus geeignetem Material
versehen, um zu verhindern, dass die Schrauben 101, 103 von
der Halterung 2 getrennt werden. Durch den Eingriff der Schrauben 101, 103 in
die Einsätze 201 bzw. 203 kann
die umgekehrte Schleifvorrichtung 4 an der Halterung 2 starr
in Position befestigt werden, um zu verhindern, dass sich die Schleifvorrichtung 4 im
Gebrauch bewegt.
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In
einer Ausnehmung 28 an einem Seitenteil des Körperabschnitts 6 ist
ein Steuerknopf 26 vorgesehen, so dass die Hand eines Benutzers
von der Seite der Halterung 2 her auf den Steuerknopf 26 zugreifen
kann, wenn die Schleifvorrichtung 4 in ihrer umgekehrten
Ausrichtung an der Halterung 2 an Ort und Stelle ist. Der
Steuerknopf 26 ist am Ende einer drehbaren Welle 30 montiert,
die über
Klammern 34 an Stützen 32 montiert
ist, die einstückig
mit dem Körperabschnitt 6 sind.
Ein das Reibband 38 tragendes Rad 36 ist nicht-drehbar
an der Welle 30 montiert, und das Rad 36 hat einen
solchen Durchmesser, dass das Reibband 38 leicht aus einer Öffnung 40 in
dem Körperabschnitt 6 vorragt,
um leicht in die Ausnehmung 22 vorzuragen. Dadurch kann
das Reibband 38 mit einem Geschwindigkeitssteuerknopf 39 (5)
an der oberen Fläche
des oberen Griffs 24 der Schleifvorrichtung 4 in
Kontakt kommen und reibschlüssig
mit diesem eingreifen, so dass der Geschwindigkeitssteuerknopf 39 der
Schleifvorrichtung 4 durch die Drehung des Rads 36 bezüglich des Körperabschnitts 6 bezüglich des
Gehäuses
der Schleifvorrichtung 4 rotiert, um die Geschwindigkeit des
(nicht gezeigten) Motors und somit die Bewegungsgeschwindigkeit
des Schleifbands 9 der Schleifvorrichtung 4 einzustellen.
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Der
Betrieb der Halterung 2 aus den 1 bis 4 wird
nun mit Bezug auf die 6 bis 12 beschrieben.
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Zur
Ausführung
detaillierter Schleifarbeiten an einem Werkstück (im Gegensatz zu großem Materialabtrag
wie beim Schleifen eines Holzfußbodens)
dreht ein Benutzer die Schleifvorrichtung 4 aus ihrer normalen
Ausrichtung in die in den 6 bis 12 gezeigte
Ausrichtung um, d. h. so, dass der vordere Griff 12, die
Schwenkwelle 16, die obere Fläche des Motorgehäuses 20 und
der hintere Griff 24 in den jeweiligen Ausnehmungen 10, 14, 18 bzw. 22 der Halterung 2 aufgenommen
werden. Dadurch wird der Geschwindigkeitssteuerknopf 39 der
Schleifvorrichtung 4 in Reibkontakt mit dem Reibband 38 an
dem Rad 36 gebracht, das durch die Öffnung 40 des Körperabschnitts 6 der
Halterung 2 vorragt.
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Die
Schleifvorrichtung 4 wird dann an der Halterung 2 in
Position verklemmt, indem die Schrauben 101, 103 an
der Halterung 2 mit den Gewindeöffnungen 201 bzw. 203 an
dem vorderen Griff 12 der Schleifvorrichtung 4 in
Eingriff kommen, um zu verhindern, dass sich die Schleifvorrichtung 4 im
Gebrauch bewegt. Die Schleifvorrichtung 4 wird betätigt, indem
ein Schalter 42 am hinteren Griff 24 hinuntergedrückt wird,
damit sich das Schleifband 9 mit einer Geschwindigkeit über die
Schleiffläche 8 bewegt,
die durch die Einstellung des Geschwindigkeitssteuerknopfs 39 bestimmt
wird. Der genaue Betrieb der Schleifvorrichtung 4 ist für das Verständnis der
vorliegenden Erfindung nicht relevant und wird daher nicht ausführlicher
beschrieben, aber die Schleifvorrichtung 4 ist mit einem
Verriegelungsschalter versehen, mittels dessen die Schleifvorrichtung 4 nach
dem Niederdrücken
des Schalters 42 in ihren "EIN"-Zustand
verriegelt werden kann, so dass sich das Schleifband 9 kontinuierlich
bewegt, ohne dass ein weiteres Hinunterdrücken des Schalters 42 nötig ist.
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Zur
Durchführung
detaillierter Schleifarbeiten an einem (nicht gezeigten) Werkstück bringt
der Benutzer das Werkstück
dann mit dem sich bewegenden Schleifband 9 in Kontakt,
das über
die Schleiffläche 8 läuft. Wenn
der Benutzer dann die Bewegungsgeschwindigkeit des Schleifbands 9 einstellen
will, um die Rate zu steuern, mit der Material vom Werkstück abgeschliffen
wird, kann er dies erreichen, indem er einfach den Steuerknopf 26 dreht,
und es besteht keine Notwendigkeit, die Schleifvorrichtung 4 von
der Halterung 2 abzumontieren. Dieses Merkmal ist daher
höchst
vorteilhaft, da der Bandschleifer 4 üblicherweise sehr viel Material
abtragen kann, weshalb sorgfältig
darauf geachtet werden muss, dass bei der Durchführung von detaillierten Schleifarbeiten an
einem Werkstück
nicht zu viel Material abgetragen wird, und die Rate des Materialabtrags
kann sorgfältig
und praktisch gesteuert werden, selbst wenn die Schleifvorrichtung 4 im
Gebrauch ist und an der Halterung 2 montiert ist.
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Aus
dem obigen Beispiel geht hervor, wie durch die Rotation des Steuerknopfs 26 das
gleichzeitige Drehen des Reibbands 38 und somit des Motorgeschwindigkeitssteuerknopfs 39 der
Schleifvorrichtung 4 bewirkt wird, um die Geschwindigkeit
des Schleifbands 9 zu steuern. Für Fachleute ist es jedoch offensichtlich,
dass die Verbindung zwischen dem Steuerknopf 26 und dem Schleifvorrichtungsmotorgeschwindigkeitssteuerknopf 39 nicht
rein mechanisch sein muss. Es versteht sich, dass die mechanische
Verbindung zwischen diesen beiden Einheiten beispielsweise durch eine
elektromechanische ersetzt werden könnte. Die einzige betriebliche
Notwendigkeit hier besteht darin, dass die Betätigung des Steuerknopfs 26 durch
einen Benutzer die gleichzeitige Änderung in der Motorgeschwindigkeit
für die
Schleifvorrichtung 4 bewirkt, damit die Bewegungsgeschwindigkeit
des Schleifbands 9 entsprechend geändert wird.
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Für Fachleute
ist offensichtlich, dass die obige Ausführungsform lediglich beispielhaft
und keinesfalls einschränkend
beschrieben werden sollte und dass verschiedene Änderungen und Modifikationen
möglich
sind, ohne den Schutzumfang der Erfindung, wie er in den beiliegenden
Ansprüchen
beschrieben wird, zu verlassen.