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Die
vorliegende Erfindung betrifft den Bereich des Zusammenbaus von
Rohraufbauten, insbesondere Rohrkonstruktionen für städtische Einrichtungen, Sport-
und Freizeitausstattungen sowie Gerüste und Ausstellungsmaterialien
und hat als Aufgabe eine Montageschelle für solche Konstruktionen (
FR 2 779 782 ).
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Gegenwärtig erfolgt
der Zusammenbau von Rohrelementen dieses Typs mit Knoten generell
mittels zweiteiliger Schellen, die die Rohre am Knotenpunkt umschließen, durch
Klemmung mittels Schraubenbolzen, die besagte Schellen durchsetzen.
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Es
kann auch eine direkte Montage zweier Rohre am Knotenpunkt vorgesehen
sein mittels Schraubenbolzen oder auch durch Montageelemente zum
Verhaken mit einer Verriegelung der Anordnung durch Druckschrauben. Übrigens
kennt man im Bereich von Ausstellungsmaterialien, im Besonderen bei
Regalen, Montagevorrichtungen in Form von Kugeln, die eine bestimmte
Anzahl von verzahnten Löchern
aufweisen, wobei jedes mit einem Rohr oder Ähnlichem zusammenwirken kann
und die besagten Kugeln einfach auf das Rohrendstück gesteckt
werden.
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Diese
bekannten verschiedenen Knotenmontagevorrichtungen bringen allerdings
eine Reihe von Nachteilen mit sich, nämlich, wenn Schellen verwendet
werden, ist die Erstellung von Knoten auf eine reduzierte Menge
von Rohren be schränkt,
und wenn Kugeln oder Ähnliches
zum Einsatz kommen, ist eine Arretierung der Rohrenden in den besagten Kugeln
nicht möglich.
Außerdem
kann bei Verwendung von Schellen kein Erscheinungsbild erzielt werden,
das z. B. mit der Erstellung bestimmter Konstruktionen kompatibel
ist, besonders im Freizeitbereich oder bei Ladenausstattungen.
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Durch
die FR-A-2 694 583 ist auch ein Montageknoten für Rohrkonstruktionen bekannt,
der zwei Halbschellen aufweist, die miteinander durch Bolzenverschraubung
verbunden sind und über
entsprechende Ausbohrungen und/oder Durchbohrungen für die Aufnahme
und Arretierung der Rohrelementenden verfügen. Dieser Montageknoten ermöglicht einerseits
einen Zusammenbau von Endstücken
mehrerer Rohrelemente mittels Halbschellen, wobei die Anziehvorrichtungen
für eine
Fixierung der Kugelhülsen
aneinander und gleichzeitig zur Arretierung der besagten Rohrenden
in entsprechenden Ausbohrungen dienen, und andererseits ermöglicht er
die Montage der Endstücke
weiterer Rohrelemente senkrecht zur Ebene der ersten unter Beibehaltung
der Position durch spezielle Sicherungsvorrichtungen. Die EP-A-0
965 766 beschreibt außerdem
eine Lösung,
um die in solchen Knoten montierte Rohrelemente ohne Spiel zu halten.
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Allerdings
sind diese bekannten Montageknoten oft ungeeignet für eine Montage
von einer kleineren Anzahl von Rohrelementen, und zwar von nur zwei
oder drei Elementen.
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Dieses
Problem trifft gegenwärtig
auf keine wirtschaftliche Lösung,
da jedes Montageproblem durch eine spezielle Lösung behoben werden muss, wobei
jedes Mal spezifische Montageteile und daher auch für jede Baugestaltung
spezifische Schellen erforderlich sind, so dass die Zahl der für verschiedene Montagereihen
notwendigen Zubehörteile
relativ hoch und der individuelle Selbstkostenpreis dieser Schellen
dadurch belastet ist.
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Die
vorliegende Erfindung hat als Aufgabe, diese Nachteile zu reduzieren,
indem sie eine Montageschelle für
Rohrzusammenbauten, insbesondere für Rohrkonstruktionen in städtischen
Einrichtungen, Sport- und Freizeiteinrichtungen und auch für Gerüste und
Ausstellungsmaterial vorschlägt,
die eine Anpassung an eine große
Zahl von Montagevarianten unter Verwendung eines Minimums an individuellen Basisteilen
ermöglicht.
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Zu
diesem Zweck umfasst die Montageschelle die Merkmale gemäß Anspruch
1.
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Die
Erfindung wird auf Grund der nachfolgenden Beschreibung, die sich
auf bevorzugte Ausführungsformen
bezieht, die als beispielhaft und nicht beschränkend anzusehen sind und mit
Bezug auf beigefügte
Figuren erläutert
werden, verstanden werden, in denen:
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1 eine
perspektivisch auf gesplittete Ansicht einer Schelle entsprechend
der Erfindung ist;
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2 eine
perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des Basisteils der
Schelle ist, und
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3 eine
perspektivische Darstellung der Montage verschiedener Konstruktionsformen
auf einem Pfosten durch Verwendung der Schelle entsprechend der
Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen
ist.
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Die 1 der
beigefügten
Zeichnungen zeigt eine Montageschelle, die im Wesentlichen aus einem
Basisteil 1, das eine Halbschelle zur Fixierung an dem
Haltepfosten 2 oder ähnlichem
bildet und zumindest mit einer offenen Aufnahme 3 zur Aufnahme eines
Rohrelements 4 versehen ist, die sich in einer Ebene senkrecht
zur Achse des Haltepfostens 2 erstreckt, und aus einem
Komplementärteil 5 des
Basisteils 1, das ebenfalls eine Halbschelle zur Fixierung
an dem Haltepfosten 2 oder ähnlichem bildet und mit besagtem
Basisteil 1 zusammenwirkt, um sie an dem Haltepfosten 2 mittels
entsprechender Schraubbolzen 6 und durch zumindest ein
Schließelement 7 der
offenen Aufnahme 3 für
die Aufnahme des Rohrelements 4 und zum Klemmen des besagten
Endstücks
in der Aufnahme 3 zu fixieren.
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Nach
einem Merkmal der Erfindung weisen das Basisteil 1 und
das Komplementärteil 5 zusammenwirkende,
symmetrische Stoßflächen in
einander entsprechender Form auf, die aus äußeren Randleisten 1', 5' und aus Vorsprüngen 1'' und 5'' gebildet sind,
wobei die parallelen Ränder,
die die offe ne Aufnahme 3 des Basisteils 1 begrenzen,
die Form von Rippen haben, die mit entsprechenden parallelen Rillen
am Rand des Schließteils 7 der
besagten offenen Aufnahme 3 zusammenwirken. So kann die
Anbringung der Montageschelle gemäß der Erfindung sehr rasch
vorgenommen werden, wobei sich die Teile 1 und 4 dieser
Schelle einander gegenüber
in Position setzen, indem ihre äußeren Randleisten
und die Vorsprünge
der Verbindungsebene in Eingriff gebracht werden. Das gleiche geschieht
hinsichtlich der Platzierung des Schließelements 7 in Bezug
zur offenen Aufnahme 3.
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Gemäß einem
anderen Merkmal der Erfindung werden das Basisteil 1 und
das Komplementärteil 5 mittels
Schraubbolzen 6 miteinander verbunden, die sie auf der
Höhe ihrer
Verbindungsebenen durchsetzen, wobei sich der Kopf 6' und die Mutter 6'' von jedem Schraubbolzen vorzugsweise
in Ausnehmungen entsprechender Form der besagten Teile 1 und 5 befinden.
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Übrigens
ist das Schließelement 7 der
offenen Aufnahme 3 zur Aufnahme des Endes eines Rohrelements 4 und
zum Festklemmen besagten Endstücks
in besagter Aufnahme 3 vorzugsweise an dem Basisteil 1 mittels
eines Schraubbolzens 8 montiert, der das besagte Element 7 und
das Basisteil 1 auf der Höhe der Aufnahme 3 ebenso
wie eine entsprechende Bohrung 4' des Rohrelements 4 durchstößt, wobei
der Schraubenkopf und die Mutter dieses Schraubbolzens 8 mit
den Vertiefungen entsprechender Form zusammenwirken, die jeweils
im Körper
der Aufnahme 3 des Basisteils 1 und im Schließelement 7 vorgesehen
sind. Diese Ausführungsform ermöglicht es,
gleichzeitig die Klemmung und die Positionierung der Rohrelements 4 in
dem Einsatz 3 sicherzustellen. Eine derartige Montage eines
Rohrelements 4 allein an dem Haltepfosten 2 mittels
eines Basisteils 1, eines Komplementärteils 5 und eines Schließelements 7 entspricht
der Darstellung I der 3.
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In
bekannter Weise bestehen die Schraubbolzen 6 und 8 vorzugsweise
aus einer zylindrischen Kopfschraube, die mit einer hohlen Betätigungsvorrichtung
versehen ist, und aus einer mehreckigen Mutter. So können der
Schraubenkopf und die Mutter jedes Schraubbolzens 6 und 8 ganz
in die Halbschwellen auf der Höhe
der Verbindungsebene versenkt werden.
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Entsprechend
einer Ausführungsform
der Erfindung und wie es in 2 der beigefügten Zeichnungen
dargestellt ist, kann das Basisteil 1 mit zwei offenen
Aufnahme 3 zur Aufnahme des Endstücks eines Rohrelements 4 ausgestattet
sein, das sich in einer zur Achse des Haltepfostens senkrechten
Ebene erstreckt, wobei zumindest eine dieser offenen Aufnahmen 3 sich
unter einem Winkel in Bezug auf die Stoßflächen des Basisteils erstreckt,
wobei jede offene Aufnahme 3 mit einem Schließelement 7 (3) versehen
ist. Wie aus 2 und der Montagevariante III
hervorgeht, ist es also möglich,
mit einem einzigen Basisteil 1 und einem Komplementärteil 5 eine gleichzeitige Montage
von zwei Rohrelementen 6 an einem Pfosten 2 durchzuführen, wobei
besagte Rohrelemente 6 sich in unterschiedlichen vertikalen Ebenen
erstrecken.
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Nach
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung und wie ganz speziell in der Darstellung II der 3 der
beigefügten
Zeichnungen gezeigt, ist es auch möglich, ein Komplementärteil 5' vorzusehen,
das mit dem Basisteil 1 identisch ist. In einem solchen
Fall ermöglicht
es die so an dem Haltepfosten 2 durchgeführte Schellenmontage,
zwei Rohrelemente 6 in Reihe zu montieren, indem die offene
Aufnahme 3, die in jedem Teil 1 und 5' vorgesehen
ist, und die entsprechenden Schließelemente 7 verwendet.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform
der Erfindung und wie ebenfalls in der 3 der beigefügten Zeichnungen
in den Darstellungen IV und V gezeigt ist, ist es auch möglich, ein
Komplementärteil 5''' zu
verwirklichen, das mit zwei offenen Aufnahmen 3 für die Aufnahme
der Endstücke
von Rohrelementen versehen ist, die sich in einer zur Achse des
Haltepfostens 2 senkrechten Ebene erstrecken, wobei zumindest
eine dieser offenen Aufnahmen 3 sich unter einem Winkel
in Bezug auf die Stoßflächen des besagten
Basisteils 1 erstreckt und jede offene Aufnahme 3 mit
einem Schließelement 7 versehen
ist. Ein solches Komplementärteil 5''' kann
also mit dem Basisteil 1 identisch sein, das mit zwei offenen
Aufnahmen 3 versehen ist, wie weiter oben beschrieben ist,
und es ermöglicht,
in Zusammenwirkung mit einem solchen Basisteil 1 mit zwei
offenen Aufnahmen 3, eine Montageschelle für den Zusammenbau
von vier Rohrelementen 4 (Darstellung V) zu realisieren, während seine
Zusammenwirkung mit einem Basisteil 1, das über eine
einzige offene Aufnahme 3 verfügt, einen Knoten für drei Rohrelemente 4 (Darstellung
IV) ermöglicht.
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Dank
der Erfindung ist es möglich,
eine Montageschelle speziell für
städtische
Einrichtungen, für Sport-
und Freizeiteinrichtungen etc. zu verwirklichen, wobei durch Verwendung
einer eingeschränkten
Anzahl von Montageteilen ein ästhetischer
Zusammenbau einer großen
Zahl von Rohrkonstruktionsvarianten auf den Haltepfosten ermöglicht wird. Da
viele Montagevarianten mit einer sehr kleinen Anzahl von Teilen
möglich
sind, kann der Preis für
diese letzteren gesenkt werden und die Lager- und Lieferkosten können ebenfalls
reduziert werden.
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Selbstverständlich ist
die Erfindung nicht auf die beschriebenen und in den beigefügten Zeichnungen
dargestellten Ausführungsformen
beschränkt. Abänderungen
bleiben möglich,
besonders hinsichtlich des Aufbaus diverser Elemente oder durch
Austausch äquivalenter
Techniken, ohne deswegen den geschützten Bereich der Erfindung
zu verlassen.