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Diese
Erfindung betrifft im Allgemeinen festverdrahtete und drahtlose
Ultra Wideband(UWB)- bzw.
Ultrabreitband-Datenkommunikationsvorrichtungen und -verfahren und
insbesondere UWB-Empfängersysteme
und -architekturen und folglich Korrelatoren.
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Aus
Radar- und sonstigen Militäranwendungen
entwickelte Techniken zur UWB-Kommunikation und von Dr. G. F. Ross
realisierte Pionierarbeiten sind in der US-Patentschrift 3.728.632
beschrieben. Ultrabreitband-Kommunikationssysteme setzen sehr kurze
Pulse elektromagnetischer Strahlung (Impulse) mit kurzen Anstiegs-
und Abstiegszeiten ein, die zu einem Spektrum mit einer sehr großen Bandbreite führen. Einige
Systeme verwenden bei Direkteinspeisung einer Antenne solch einen
Puls, der dann mit seinem charakteristischen Impuls oder seiner
Sprungantwort (in Abhängigkeit
von der Einspeisung) abstrahlt. Solche Systeme werden als trägerlos oder "trägerfrei" bezeichnet, da die
entstehende Hochfrequenzemission keine eindeutig festgelegte Trägerfrequenz
hat. Andere UWB-Systeme dagegen strahlen eine oder mehr Schwingungen
eines Hochfrequenzträgers
ab, und daher ist es möglich,
ein aussagekräftige
Mittenfrequenz und/oder Phase trotz der hohen Signalbandbreite zu
festzulegen. Die US-amerikanische
Federal Communications Commission (FCC) legt ein UWB als eine –10 dB-Bandbreite
von mindestens 25% einer mittleren Frequenz oder einer Bandbreite
von mindestens 1,5 GHz fest; die Festlegung der US-amerikanische
DARPA ist ähnlich,
betrifft aber eine –20
dB-Bandbreite. Solche formalen Festlegungen sind hilfreich und unterscheiden UWB-Systeme
deutlich von herkömmlichen
Schmal- und Breitbandsystemen, aber die in diesen Spezifikationen
beschriebenen Techniken sind nicht auf Systeme beschränkt, die
innerhalb dieser exakten Festlegung liegen und mit ähnlichen
Systemen, die sehr kurze Pulse elektromagnetische Strahlen verwenden,
eingesetzt werden können.
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UWB-Kommunikationssysteme
bieten im Gegensatz zu herkömmlichen
Systemen mehrere Vorteile. Allgemein gesprochen erleichtert die
sehr hohe Bandbreite Kommunikationen mit sehr hohen Datenraten,
und da Strahlungspulse eingesetzt werden, kann die mittlere Sendeleistung
(sowie der Leistungsverbrauch) niedrig gehalten werden, selbst wenn
die Leistung in jedem Puls relativ hoch ist. Ferner, da die Leistung
in jedem Puls über
eine hohe Bandbreite verteilt ist, kann die Leistung je Einheitsfrequenz
in der Tat sehr niedrig sein, so dass UWB-Systeme mit anderen Frequenzspektrumnutzern
nebeneinander bestehen und in Militäranwendungen eine niedrige
Abfangwahrscheinlichkeit zur Verfügung stellen können. Die
kurzen Pulse sorgen außerdem
dafür,
dass UWB-Kommunikationen relativ unempfindlich gegen Mehrpfad-Effekte
sind, da im Allgemeinen Mehrfachreflexionen unterbunden werden können. Schließlich eignen
sich UWB-Systeme für
eine im Wesentlichen volldigitale Implementierung mit konsequenten
Kosteneinsparungen und sonstigen Vorteilen.
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1a zeigt
ein Beispiel eines analogen UWB-Senders 100. Er umfasst
eine Sende/Empfangsantenne 102 mit einer charakteristischen
Impulsantwort, die vom Bandpassfilter BPF (Bandpass Filter) 104 gegeben
wird (obgleich in einigen Beispielen ein Bandpassfilter deutlich
einbezogen werden kann), die an einen Sende/Empfangsswitch 106 gekoppelt
ist.
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Die
Sendekette umfasst einen Impulsgenerator 108, dessen Modulation über einen
Basisband-Sendedateneingang 110 und
einen Antennentreiber 112 möglich ist. Auf den Treiber
kann verzichtet werden, da im Allgemeinen nur ein kleine Ausgangsspannungsschwingung
erforderlich ist. Es kann eine aus einer Anzahl von Modulationstechniken
eingesetzt werden, typischerweise entweder OOK (On-Off-Keying, das heißt Senden
oder Nichtsenden eines Pulses), M-ary-Apmplitudenumtastung (Pulseamplitudenmodulation)
oder PPM (Pulse Position Modulation, das heißt Dithering der Pulsposition).
Typischerweise hat der gesendete Puls eine Zeitdauer von <Ins und kann eine
Bandbreite von Gigahertzgröße aufweisen.
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Die
Empfangskette umfasst typischerweise einen rauscharmen Verstärker LNA
(Low Noise Amplifier) und die automatische Verstärkungsregelungsstufe AGC (Automatic
Gain Control) 114, gefolgt von einem Korrelator oder abgestimmten
Filter MF (Matched Filter) 116, der an die empfangene Pulsform derart
angepasst ist, dass er einen Impuls ausgibt, wenn er mit RF-Energie
zugeführt
wird, welche die korrekte (abgestimmte) Pulsform aufweist. Der Ausgang
des MF 116 wird im Allgemeinen durch einen Analog-Digital-Wandler
ADC (Analog-to-Digital Converter) digitalisiert und dann einer (digitalen
oder softwarebasierten) variablen Verstärkungsschwellwertschaltung 120 zugeführt, deren
Ausgang die empfangenen Daten umfasst. Der Fachmann wird verstehen,
dass die Vorwärts-Fehlerkorrektur
FEC (Forward Error Correction) wie Blockfehlercodierung oder andere
Basisbandverfahren ebenfalls zur Anwendung kommen können, aber
da es sich hier um bekannte und herkömmliche Techniken handelt,
wird aus Gründen
der Übersichtlichkeit
auf ihre Darstellung verzichtet.
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1b zeigt
ein Beispiel eines trägerbasierten
UWB-Senders 122. Ein ähnlicher
Sender ist näher
in der US-Patentschrift 6.026.125 beschrieben. Die Form des Senders
ermöglicht
die Steuerung der UWB-Sendemittenfrequenz
und der Bandbreite, und da er trägerbasiert
ist, kann sowohl die Frequenz- und Phasen- als auch die Amplituden-
und Positionsmodulation eingesetzt werden. Somit ist beispielsweise
der Einsatz der Quadraturamplitudenmodulation QAM oder der M-ary
PSK (Phasenumtastung) möglich.
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Gemäß 1b erzeugt
ein Oszillator 124 einen Hochfrequenzträger, der durch einen Mischer 126,
der eigentlich als Hochgeschwindigkeits-Switch wirkt, durchgelassen
wird. Ein zweiter Eingang zum Mischer wird durch einen Impulsgenerator 128 bereitgestellt,
der über
ein (optionales) Bandpassfilter 130 gefiltert wird. Die
Amplitude des gefilterten Impulses bestimmt die Zeit, während welcher
die Mischerdioden in Vorwärtsrichtung
vorgespannt sind, und folglich die effektive Pulsweite und Bandbreite
des UWB-Signals am Ausgang des Mischers. Die Bandbreite des UWB-Signals
wird auf ähnliche
Weise durch die Bandbreite des Filters 130 bestimmt. Die Mittenfrequenz
und Augenblicksphase des UWB-Signals
wird durch den Oszillator 124 bestimmt und kann durch einen
Dateneingang 132 moduliert werden. Ein Beispiel eines Senders
mit einer Mittenfrequenz von 1,5 GHz und einer Bandbreite von 400 MHz
ist in der US-Patentschrift 6.026.125 dargestellt. Die Kohärenz von
Puls zu Puls lässt
sich durch Nachlaufsynchronisation des Impulsgenerators zum Oszillator
bewerkstelligen.
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Der
Ausgang des Mischers 126 wird durch ein Bandpassfilter 134 verarbeitet,
um Frequenzen außerhalb
des Bandes und ungewünschte
Mischerprodukte abzuweisen, die optional durch ein digital gesteuertes
RF-Dämpfungsglied 136 gedämpft werden
können,
um zusätzliche
Amplitudenmodulation zu ermöglichen,
und dann einem Breitband-Leistungsverstärker 138 wie MMIC
(Monolithic Microwave Integrated Circuit) und der Sendeantenne 140 übergeben
werden. Der Leistungsverstärker
kann, so wie in der US-Patenschrift 125 beschrieben, durch ein Gatter
ein- und abschaltbar in Synchronisation mit den Impulsen des Generators 128 verknüpft werden,
um den Leistungsverbrauch zu reduzieren.
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1c zeigt
einen ähnlichen
Sender wie in 1b, wobei gleiche Elemente mit
den gleichen Bezugsnummern bezeichnet sind. Allgemein gesprochen
ist der Sender von 1c ein Sonderfall des Senders
von 1b, bei welchem die Oszillatorfrequenz auf null
gesetzt wurde. Der Ausgang des Oszillators 124 von 1b ist
gewissermaßen
ein Gleichstrompegel, der dazu dient, dass der Mischer 126 ständig eingeschaltet
bleibt, so dass auf die Darstellung dieser Elemente verzichtet wird
(und der Impulsgenerator oder sein Ausgang werden moduliert).
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1d zeigt
einen alternativen trägerbasierten
UWB-Sender 142, der ebenfalls in der US-Patenschrift 6.026.125 beschrieben ist.
Auch hier werden gleiche Elemente wie in 1b mit
den gleichen Bezugsnummern bezeichnet.
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In
der Anordnung von 1d verknüpft eine Zeitgatterschaltung 114 den
Ausgang des Oszillators 124 unter Kontrolle eines Taktsignals 146 durch
ein Gatter. Die Pulsbreite dieses Taktsignals bestimmt die momentane
Bandbreite des UWB-Signals. Somit lässt sich die übertragene
UWB-Bandbreite durch Anpassung der Pulsbreite anpassen.
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Ultrabreitband-Empfänger, die
sich für
den Einsatz mit UWB-Sendern von 1b bis 1d eignen,
sind in der US-Patentschrift 5.901.172 beschrieben. Diese Empfänger verwenden
tunneldiodenbasierte Detektoren, um Einzelpulsdetektion bei hohen
Geschwindigkeiten (mehrere Megabits pro Sekunde) mit reduzierter
Störempfindlichkeit
innerhalb des Bandes zu ermöglichen.
Allgemein gesprochen ist eine Tunneldiode zwischen aktivierten und deaktivierten
Moden geschaltet, wobei die in der Diode gespeicherte Last während ihres
inaktivierten Modes entlastet wird. Die Tunneldiode wirkt in der
Tat als zeitlich getaktetes angepasstes Filter, und der Korrelationsvorgang
ist auf die kommenden Pulse synchronisiert.
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1e zeigt
ein anderes Beispiel eines bekannten UWB-Senders 148, der
in der US-Patenschrift 6.304.623 beschrieben ist. In 1e erzeugt ein
Impulsgenerator einen RF-Puls zur Übertragung über die Antenne 152 unter
Kontrolle eines Taktsignals 154, das ein genauer Taktgenerator 156,
der selber durch eine stabile Zeitbasis 158 kontrolliert
wird, bereitstellt. Ein Codegenerator 160 empfängt einen Referenztakt
vom Taktgenerator und stellt dem Taktgenerator pseudozufällige Zeitversatzbefehle
für das Dithering
der Senderpulspositionen zur Verfügung. Dies führt zum
Spreizen und Abflachen des kammähnlichen
Spektrums, das sonst durch regelmäßige schmale Pulse erzeugt
würde (in
einigen Systemen kann die Amplitudenmodulation für einen ähnlichen Effekt verwendet werden).
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1f zeigt
einen entsprechenden Empfänger 162,
der auch in der US-Patentschrift 623 beschrieben ist. Dieser Empfänger setzt
einen ähnlichen
Taktgenerator 164, eine ähnliche Zeitbasis 166 und
einen ähnlichen
Codegenerator 168 (der dieselbe Pseudozufallssequenz generiert)
ein, aber die Zeitbasis 166 ist auf das empfangene Signal über ein Tracking-Schleifenfilter 170 gekoppelt.
Der Taktsignalausgang des Taktgenerators 164 treibt einen
Template-Generator 172, der ein Template-Signal ausgibt,
und die mit dem Template empfangenen Signale werden von einem Korrelator/Abtaster 176 und
Akkumulator 178 abgetastet und korreliert, indem über eine
Abtastzeit des Korrelators integriert wird, um einen Ausgang zu
erzeugen, der am Ende eines Integrationszyklus durch einen Detektor
zur Ermittlung, ob eine Eins oder eine Null empfangen wurde, abgetastet
wird.
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1g zeigt
einen UWB-Sender-Empfänger 192,
der Spreizspektum-Codiertechniken verwendet. Ein Sender-Empfänger allgemeiner
Art ist näher
in der US-Patentschrift 6.400.754 beschrieben, auf welche Bezug
genommen werden kann.
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In 1g stellt
eine Empfangsantenne 184 und rauscharmer Verstärker 186 dem
zeitintegrierenden Verstärker 188 einen
Eingang bereit. Ein zweiter Eingang zum Korrelator wird durch einen
Codesequenzgenerator 190 bereitgestellt, der einen Spreizsprektum-Code
wie einen Kasami-Code generiert, das heißt einen Code mit einem hohen
Autokorrelationskoeffizienten aus der Familie der Codes mit niedrigen
Kreuzkorrelationskoeffizienten. Der Korrelator 188 multipliziert
das analoge Eingangssignal durch den Referenzcode und integriert über eine
Codesequenzperiode und kann ein abgestimmtes Filter mit mehreren
Phasen umfassen, die verschiedene Zeitausrichtungen des Eingangssignals
und Referenzcodes darstellen. Der Korrelatorausgang wird durch den
Analog/Digital-Wandler 192 digitalisiert, der einen Ausgang
zu einem Bus 194, welcher von einem Prozessor 196 mit
Speicher 198 gesteuert wird, bereitstellt, der Codesequenzgenerator 190 wird
durch einen quarzoszillatorgetriebenen Takt 200 getrieben, ein
Sendeantennentreiber 202 empfängt Daten vom Bus 194,
die mit einer Codesequenz vom Generator 190 multipliziert
und von der Sendeantenne 204 übertragen werden. Während des
Betriebs werden codierte Sequenzen von Impuls-Doublets empfangen
und übertragen,
in einer Anordnung umfasst jedes Bit eine 1023-Chip-Sequenz von
10 ns Chips, so dass es eine Dauer von 10 μs aufweist und 20 dB Verarbeitungsverstärkung bereitstellt.
Kürzere Spreizsequenzen
und/oder schnelle Takte lassen sich für höhere Bitraten verwenden.
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Der
in der US-Patenschrift 6.400.754 beschriebene Sender-Empfänger nutzt
eine Abwandlung einer frequenzunabhängigen geschirmten Rahmenantenne
(die in der US-Patentschrift 4.506.267 beschrieben wird), welche
im Strommode betrieben wird und eine flache rechteckige Stromplatte
aufweist. Diese Antenne wird als LCR (Large Current Radiator)-Antenne
bezeichnet und strahlt nach außen
auf die Plattenoberfläche,
wenn sie von einem Strom gespeist wird.
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1 zeigt eine Treiberschaltung 206 für solch
eine LCR-Sendeantenne 208. Die Antenne wird durch eine
H-Brücke
gespeist, die vier MOSFETs 210 umfasst, welche über linke
(L) und rechte (R) Steuerleitungen 212, 214 gesteuert
werden. Durch Hoch-, dann Niedrigschalten der Leitung 214 wird
während
des Niedrigschaltens der Leitung 214 ein Impuls-Doublet
(das heißt,
ein Paar von Impulsen entgegengesetzter Polarität) einer ersten Polarität überfragen,
und durch Hoch-, dann Niedrigschalten der Leitung 212 wird
während
des Niedrigschaltens der Leitung 214 ein Impuls-Doublet
entgegengesetzter Polarität
abgestrahlt. Die Antenne strahlt nur ab, solange sich der Strom,
der durch sie fließt, ändert und überträgt einen
Gaußschen
Impuls bei jedem Übergang.
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2a bis 2h zeigen
einige Beispiele von UWB-Wellenformen. 2a zeigt
eine typische Ausgangswellenform eines UWB-Impulssenders, und 1b zeigt
das Leistungsspektrum der Wellenform von 2a. Figur
c zeigt einen Wavelet-Puls (der gekürzt zum Monocycle-Puls wird),
so wie er von einem der Sender von 1b bis 1d abgestrahlt werden
könnte. 2d zeigt
das Leistungsspektrum von 2c. 2e zeigt
ein Impuls-Doublet und 2f das
Leistungsspektrum des Doublets von 2e. Man
kann sehen, dass das Spektrum von 2f einen
Kamm mit einem Abstand (in Frequenz) umfasst, der durch den Abstand
(im Zeitverlauf) der Impulse des Doublets bestimmt wird, und eine
Gesamtbandbreite, die durch die Breite jedes Impulses bestimmt wird.
Man wird außerdem
anhand 2e und 2f zu
schätzen
wissen, dass das Dithering der Pulspositionen zur Reduzierung der
Nullen des Kammspektrums tendieren wird. 2g zeigt
Wellenformbeispiele von Basisimpuls-Doublets für eine logische 0 und eine
logische 1. 2h zeigt ein Beispiel einer
TDMA-UWM-Übertragung,
wie sie vom Sender-Empfänger
von 1g abgestrahlt werden könnte, bei welchem Bursts von
Code Division Multiple Access (CDMA)-codierten Daten durch Nichtübertragungsperioden
getrennt werden, um den Zugriff durch andere Vorrichtungen zu ermöglichen.
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Ultrabreitband-Kommunikationen
bieten potentiell signifikante Vorteile für drahtloses Home-Networking – insbesondere
Breitband-Networking für Audio-
und Videounterhaltungsvorrichtungen – wegen der sehr hohen Datenraten,
die mit UWB-Systemen möglich
sind. UWB-Kommunikationen weisen jedoch auch eine Anzahl von Sonderproblemen
auf, insbesondere die sehr niedrige Übertragungsleistungsausgabe,
die durch die relevanten regulatorischen Behörden, in den USA die FCC, vorgeschrieben
wird. Folglich liegt die höchstzulässige Leistungsabgabe
zurzeit unter der akzeptablen Rauschuntergrenze für unbeabsichtigte
Sender, so dass ein UWB-Signal effektiv lediglich einem herkömmlichen Empfänger als
Rauschen erscheint. Diese niedrige Leistungsausgabe begrenzt den
effektiven Bereich von UWB-Kommunikationen, weshalb ein Bedarf zur Behandlung
dieser Problematik besteht.
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Eine
Möglichkeit
zur Verbesserung des Bereichs einer UWB-Kommunikationsverbindung
besteht in der Einführung
eines Ansatzes der Art Rake-Empfänger,
um die Energie in einer Anzahl von Multipfad-Komponenten des empfangenen Signals zu
kombinieren. Multipfad-Effekte treten auf, wenn ein Signal von einem
Sender zu einem Empfänger zwei
oder mehr verschiedene Pfade nimmt, wie beispielsweise einen direkten
Pfad zwischen einer Sende- und Empfangsantenne und einen indirekten
Pfad wie die Reflexion von einer Oberfläche. In einer Multipfad-Umgebung
kommen ein oder mehr Typen eines übertragenen Signals am Empfänger zu
verschiedenen Zeiten an. Die meisten drahtlosen Umgebungen und insbesondere
Umgebungen in einem Gebäude
haben signifikante Multipfad-Pegel, die in einem herkömmlichen
RF-Kommunikationssystem typischerweise
einen kammähnlichen
Frequenzgang erzeugen, wobei eine Anzahl von Verzögerungen
der Multipfad-Komponenten des empfangenen Signals so wie die Zinken
eines Rechens erscheinen. Die Anzahl und Position von Mehrwegekanälen ändert sich im
Allgemeinen im Laufe der Zeit, insbesondere wenn einer oder beide
der Sender und Empfänger sich
fortbewegen.
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Es
ist hilfreich, kurz noch mal den Betrieb eines herkömmlichen
Rake-Empfängers
zu durchdenken, bevor ein bekannter UWB-Rake-Empfänger betrachtet
wird.
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In
einem Spreizspektum-Kommunikationssystem ist ein Basisbandsignal
gespreizt, indem es mit einer pseudozufälligen Spreizsequenz einer
viel höheren
Datenrate (die als Chip-Rate bezeichnet wird) gemischt wird. Am
Empfänger
wird das Basisbandsignal wiederhergestellt, indem das empfangene
Signal und die pseudozufällige
Spreizsequenz einem Korrelator zugeführt und ermöglicht wird, dass sie nacheinander
gleiten, bis eine Nachlaufsynchronisation erreicht wird. Sobald
die Code-Nachlaufsynchronisation
bewerkstelligt ist, wird sie anhand einer Code-Trackingschleife,
wie eine Früh-Spät-Trackingschleife
verwaltet, welche erfasst, wann das Eingangssignal in Bezug auf
die Spreizsequenz früh oder
spät erscheint,
und kompensiert die Änderung. Alternativ
kann ein abgestimmtes Filter zur Entspreizung und Synchronisation
verwendet werden.
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Solch
ein System wird als Code Division Multiplexing bezeichnet, da das
Basisbandsignal nur wiederhergestellt werden kann, wenn die anfängliche pseudozufällige Spreizsequenz
bekannt ist. Ein Spreizspektrum-Kommunikationssystem erlaubt viele
Sender mit verschiednen Spreizsequenzen, die alle denselben Teil
des RF-Spektrums nutzen, wobei ein Empfänger für das "Abstimmen" auf das gewünschte Signal durch Auswahl
der geeigneten Spreizsequenz CDMA (Code Division Multiple Access)
sorgt.
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Ein
Vorteil des herkömmlichen
Spreizspektrum-Systems ist seine relative Unempfindlichkeit gegen
Multipfad-Schwund. Ein Korrelator in einem Spreizspektrum-Empfänger wird
zur Nachlaufsynchronisation auf einer der Multipfad-Komponenten, normalerweise
dem stärksten
direkten Signal, tendieren. Es können
jedoch mehrere Korrelatoren vorgesehen werden, damit der Spreizspektrum-Empfänger zu
einer entsprechenden Anzahl getrennter Multipfad-Komponenten des
empfangenen Signals nachlaufsynchronisiert sein kann. Solch ein
Spreizspektrum-Empfänger
ist unter dem Namen Rake-Empfänger bekannt,
und die Elemente des Empfängers,
die den Korrelator umfassen, werden oft als "Finger" des Rake-Empfängers bezeichnet. Die getrennten
Ausgänge
jedes Fingers des Rake-Empfängers
sind kombiniert, um ein verbessertes Signal-Rausch-Verhältnis (oder
eine Bitfehlerrate) in der Regel entweder durch gleichmäßige Gewichtung
jedes Ausgangs oder durch Schätzung
von Gewichten, die das Signal-Rausch-Verhältnis des kombinierten Ausgangs
MRC (Maximal Ratio Combining) maximieren, zur Verfügung zu
stellen.
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3a zeigt
die Hauptkomponenten eines typischen Rake-Empfängers 300. Eine Korrelatorbank 302 umfasst
in diesem Beispiel drei Korrelatoren 302, 302 und 302,
von welchen jeder ein CDMA-Spreizspektrum-Signal
vom Eingang 304 empfängt.
Die Korrelatoren sind als Finger des Rake (Rechens) bekannt; im
veranschaulichten Beispiel hat der Rechen drei Finger. Das CDMA-Signal
kann ein Basisband oder eine Zwischenfrequenz IF (Intermediate Frequency)
sein. Jeder Korrelator übernimmt die
Nachlaufsynchronisation einer getrennten Multipfad-Komponente, die
durch mindestens einen Chip in Bezug auf die anderen Multipfad-Komponenten verzögert wird.
Je nach Qualitäts-Kosten-
und Komplexitätskompromiss
können
mehr oder weniger Korrelatoren vorgesehen werden. Der Entspreizungsausgang
von einem Korrelator ist ein Signal mit einer Größenordnung und Phase, das durch
die Dämpfung und
Phasenverschiebung des Mehrwegekanals, durch welchen die darauf
durch den Finger des Rake-Emfängers
nachlaufsynchronisierte Multipfad-Komponente übertragen wurde, geändert wird. Eine
Kanalschätzung,
die eine komplexe Zahl umfasst, welche die Phase und Dämpfung des
Kommunikationskanals insbesondere für die Multipfad-Komponente
des Kanals, die der Rake-Finger entspreizt hat, kennzeichnet, kann
beispielsweise mittels einer Training-Sequenz erhalten werden. Die
Kanalschätzung
lässt sich
dann konjugieren, um die Phase zu invertieren (und optional zu normalisieren)
und dazu benutzt werden, um das empfangene Signal zu multiplizieren,
damit der Kanal kompensiert wird.
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Die
Ausgänge
aller Korrelatoren gehen zu einem Kombinator 306 wie ein
MRC-Kombinator, der die Ausgänge
einer gewichteten Summe hinzuaddiert, die im Allgemeinen den stärksten Signalen
ein größeres Gewicht
verleiht. Die Gewichtung kann abhängig von der Signalstärke vor
und nach der Korrelation nach üblichen
Algorithmen bestimmt werden. Das kombinierte Signal wird dann einem
Diskriminator 308 zugeführt,
der die Entscheidung trifft, ob ein Bit eine 1 oder eine 0 ist und
einen Basisbandausgang bereitstellt. Der Diskriminator kann zusätzliche Filterung,
Integration oder sonstige Abläufe
aufweisen. Der Rake-Empfänger
kann entweder in Hardware oder Software oder einer Kombination beider Möglichkeiten
implementiert sein.
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Die
Effekte der Multipfad-Ausbreitung auf UWB-Übertragungen sind nicht dieselben
wie bei herkömmlichen
RF-Übertragungen.
Da wo das UWB-Signal insbesondere eine Folge von Wavelets oder Pulsen
(die Begriffe werden im Wesentlichen als Synonyme in der Beschreibung
benutzt) umfasst, ist es aufgrund der kurzen Dauer und relativ langen Trennung
(im Zeitverlauf) dieser Pulse häufig
möglich,
die Pulse, welche Multipfad-Komponenten des UWB-Signals angehören, zeitlich
aufzulösen.
Einfach formuliert, sind die Verzögerungen zwischen der Ankunft
von Pulsen in verschiedenen Multipfad- Komponenten, die von einem einzeln übertragenen UWB-Puls
stammen, oft lang genug, dass die gleichzeitige Ankunft von zwei
Pulsen unmöglich
ist. Dies wird nachstehend beschrieben und kann in einem UWB-Empfängerentwurf
vorteilhaft verwertet werden.
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Die
Anwendung herkömmlicher
Rake-Empfängertechniken
für UWB-Kommunikationssysteme ist
bekannt, so wie beispielsweise in WO01/93441, WO01/03442 und WO01/93482
erläutert. 3b von
WO01/93482 zeigt einen Sender-Empfänger, der ähnliche Anordnungen, wie in
den zwei anderen Beschreibungen dargestellt, aufweist.
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Ein
UWB-Sender 70 , 21, 17, 23, 35, 27, 1 und ein
UWB-Empfänger 1, 27, 3, 311–N , 71–N , 9 gehen
aus 3b hervor. Der Empfänger umfasst mehre Tracking-Korrelatoren 311 –31N nebst mehreren Taktgeneratoren 71 –7N und, wie in WO'482 (Seite 15) beschrieben, können sich
die mehrfachen Arme während
einer Empfangsbetriebsart zu verschiedenen Multipfad-Komponenten
eines Signals auflösen
und nachlaufsynchronisieren. Durch kohärente Addition der Energie
aus diesen verschiedenen Multipfad-Signalkomponenten lässt sich das empfangene Signal-Rausch-Verhältnis verbessern.
Allerdings ist die Gestaltung von WO'482 bei der Implementierung physikalisch
relativ umfangreich, teuer und energiehungrig und verfehlt die Nutzung
einiger Aspekte der UWB-Multipfad-Übertragung.
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So
wie zuvor erläutert,
stellt das digitalisierende UWB-Frontend digitale UWB-Signaldaten
mit größenordnungsmäßig höheren Raten
als wie sie in herkömmlichen
Empfängern
angetroffen werden, bereit. Es besteht folglich ein Bedarf für verbesserte Korrelationstechniken,
um diese großen
Datenmengen im Wesentlichen in Echtzeit verwalten zu können. Es
ist ferner wünschenswert,
dass eine Korrelation auf so vielen Multipfad-Komponenten eines
empfangenen Signals wie möglich
durchführbar
ist, um das empfangene Signal-Rausch-Verhältnis zu verbessern, indem
die Energie von diesen Komponenten eingefangen wird. Dies nötigt der
Korrelation möglicherweise
eine weitere Bürde
auf, da die für herkömmliche
Spreizspektrum-Empfänger
bekannten Techniken einen getrennten Korrelator für jede Multipfad-Komponente
des empfangenen Signals, das verarbeitet wird, einsetzen. UWB-Empfänger, die die
digitale Korrelation mit einem Puls einer bekannten Form einsetzen
und alternativ die Autokorrelation verwenden, sind in der US 2003/0086511
beschrieben; ein anderer Empfänger,
der die Autokorrelation zur Erkennung modulierter Puls-Doublets
einsetzt, ist in der US 2003/0053175 beschrieben; ein Beispiel eines ähnlichen
UWB-Empfängers
ist in der
GB 2.376.858A beschrieben.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung wird folglich ein UWB-Empfängersystem bereitgestellt, umfassend
ein Empfänger-Frontend
(504) für
den Empfang eines UWB-Signals (1500, 1502), das
eine Anzahl von Multipfad-Komponenten aufweist, wobei das UWB-Signal
eine Anzahl von Pulsen umfasst, wobei jeder Puls eine Anzahl von
Multipfad-Komponenten aufweist und einen digitalen Korrelator (514), der
an das Empfänger-Frontend
gekoppelt ist, um jede der Anzahl von UWB-Signalpulsen mit einer
gemeinsamen Wellenform eines digitalen Referenzsignals (1100)
digital zu korrelieren, und wobei die Wellenform des Referenzsignals
eine Anzahl von Multipfad-Komponenten (1102) eines Pulses
umfasst, und wobei der digitale Korrelator mindestens ein digitales
Korrelatormodul (1400, 1402) umfasst, wobei ein
Korrelatormodul zur Korrelierung einer Anzahl von Multipfad-Komponenten
des Pulses mit der Wellenform des Referenzsignals konfiguriert ist.
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Vorzugsweise
weist mindestens ein Korrelatormodul einen Akkumulator auf zum Akkumulieren eines
Korrelationswertes für
die Anzahl von Multipfad-Komponenten eines übertragenen Pulses. Vorzugsweise
umfasst das Empfängersystem
einen Referenzsignalspeicher, um ein Referenzsignal zu speichern,
der ein Template von einer oder mehr Multipfad-Komponenten eines
empfangen Pulses umfasst.
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Vorzugsweise
umfasst das Template eine Anzahl von Multipfad-Komponenten eines
Pulses. Um die Korrelation zu erleichtern, sind diese vorzugsweise
als im Wesentlichen zeitaufgelöste
Multipfad-Komponenten
gespeichert, das heißt,
als Daten die durch Verzögerungen
getrennte Pulsformen definieren. Der Korrelator umfasst vorzugsweise
eine Anzahl von Korrelatormodulen, wobei jedes Modul zur Korrelation
einer Anzahl von Multipfad-Komponenten eines Pulses mit dem Referenzsignal
bestimmt ist. Somit kann ein einziges Korrelatormodul zu verschiedenen
Zeiten verwendet werden, um verschiedene Multipfad-Komponenten eines
empfangenen Pulses zu korrelieren, und durch Verwendung von mehr
als einem Korrelatormodul kann die Lokalisierung im Zeitverlauf
einer Multipfad-Komponente eines Pulses, und folglich eines übertragenen
Pulses, mit der Korrelation der Pulsform (gleichzeitig) ermittelt
werden, um den Empfänger
in die Lage zu versetzen, die pulspositionsmodulierten Signale zu
demodulieren, wobei ein UWB-Signal eher durch variable Daten, die
Information transportieren, pulspositionsmoduliert wird als beispielsweise
durch eine feste Dithering-Datenfolge. Die Verwendung einer Anzahl
von Korrelatormodulen auf diese Art und Weise erleichtert die Demodulation
gepulster UWB-Signale, die mit variablen (das heißt nicht
von vornherein bekannten) Daten sowohl in Pulsposition als auch
in der Pulsphase moduliert werden.
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Da
wo eine Anzahl von Korrelationsmodulen verwendet wird, empfängt jedes
Modul vorzugsweise einen verschieden verzögerten Anteil des Referenzsignals
zum Korrelieren einer Menge aufeinanderfolgender Zeitscheiben des
Referenzsignals mit dem empfangenen Signal (oder, weniger praktisch,
vice versa), um eine Multipfad-Komponente eines Pulses im Zeitverlauf
zu lokalisieren. Da wo die Zweiphasenmodulation zum Einsatz kommt,
wird eine Korrelation mit dem Referenzsignal eher negativ als positiv
sein, und dies kann dazu benutzt werden, um die Phase (normal oder
invertiert) eines empfangen UWB-Signalpulses zu identifizieren.
Somit wird beispielsweise der Ausgang eines Korrelationsmoduls,
für welches die
Umkehr eines empfangenen Pulses mit dem gespeicherten Referenzsignal übereinstimmt,
unterhalb eines Korrelationsdurchschnittswerts liegen, was Module,
wo eine geringe oder keine Korrelation zwischen entweder einem normalen
oder umgekehrten Anteil des empfangenen Signals und der Referenz stattfindet,
betrifft. Folglich ist in bevorzugten Ausführungsformen ein Diskriminator
oder Wähler
an die Ausgänge
der Anzahl von Korrelatormodulen gekoppelt, um einen Ausgang auszuwählen oder
ein Modul zu identifizieren, für
welches die Korrelation mit dem Referenzsignal oberhalb oder unterhalb
der Korrelationsausgänge
oder durchschnittlichen Korrelationsausgänge von anderen Modulen erfolgt,
was jeweils einem positiven (oder normalen) und negativen (oder umgekehrten)
empfangenen Signalpuls entspricht. In der Praxis kann solch ein
Ausgangswähler
oder -diskriminator eines Korrelationsmoduls eher einer nächsten Verarbeitungsstufe
einen Soft-Korrelationsausgangswert bereitstellen, beispielsweise
für einen Viterbi-
oder Trellis-Decoder, als dass er eine harte Entscheidung trifft.
Optional lassen sich zwei oder mehr Ausgänge bereitstellen, die beispielsweise
den besten (positiven oder negativen) oder nächstbesten Korrelationsausgängen für verbessertes
wahrscheinlichkeitstheoretisches Decodieren durch einen Viterbi-
oder Trellis-Decoder entsprechen. Der (positive oder negative) Ausgang
des Korrelatormoduls decodiert in der Tat die Zweiphasenmodulation,
während die
Position (effektiv im Zeitverlauf) des Korrelatormoduls mit den
größten Absolutwertdifferenzen
von den anderen Modulen zur Identifizierung der Pulsposition benutzt
werden kann, da wo jedes Modul einen verschieden (aufeinanderfolgend)
verzögerten
Typ des Referenzsignals in Bezug auf das empfangene Signal empfängt. Mit
diesem Ansatz wird die Zeitauflösung
der Pulsposition durch die Anzahl der verwendeten Korrelatormodule
(logisch oder physikalisch) ermittelt, da in der Tat jeder Korrelator
nach einem Puls mit einer verschiedenen relativen Verzögerung sucht
(auf einem Empfänger-Taktgeber,
der vorzugsweise auf einen Takt im Fernsender, von welchen Pulse
empfangen werden, synchronisiert wurde). Die Zeitspanne für die PPM-Modulation
kann durch Anpassen der Anzahl von Korrelatormodulen und/oder der
effektiven Verzögerung
zwischen jedem Modul angepasst werden. Die Modulation größerer Schwankungen
der Pulsposition (im Zeitverlauf) aufgrund der Pseudorauschpulsposition
ist relativ einfach zu berücksichtigen,
da diese deterministisch ist (das heißt, die Sequenz und die Startposition
sind bekannt), und kann beispielsweise durch Steuerung des Auslesetaktes
von Referenzsignalanteilen aus dem Referenzsignalspeicher anhand
eines Muster-Generators durchgeführt
werden. Derartige deterministischen Techniken wurden bereits beschrieben (beispielsweise
in WO01/93442).
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist ein oder vorzugsweise jedes Korrelatormodul konfiguriert, um
ein teilweises Korrelationsergebnis zu speichern, so dass ein einzelnes
Modul im Zeitmultiplexbetrieb arbeiten oder verschachtelt sein kann,
um Multipfad-Komponenten von getrennt übertragenen Pulsen zu korrelieren,
wenn diese Multipfad-Komponenten verschachtelt am Empfänger ankommen.
Somit kann eine direkte Sichtlinien-Multipfad-Komponente eines zweiten übertragenen
Pulses an einem Empfänger
ankommen, bevor eine indirekte reflektierte Multipfad-Komponente
eines ersten übertragenen
Pulses ankommt, und in komplexen Multipfad-Umgebungen, beispielsweise
wo ein Signal häufig
reflektiert, können
sich Komponenten einer Zahl aufeinanderfolgend übertragener Pulse im Zeitverlauf
untereinander überlappen.
Um die Multipfad-Komponenten dieser getrennt übertragenen Pulse zu korrelieren,
ist eines oder sind beide von zwei Schemata benutzbar. Der Referenzsignalspeicher,
der seine Anzahl von (Mengen von) Ausgängen effektiv aufweist, kann
mit Dual- oder Mehrfach-Ports versehen sein, um getrennte Signaltypen,
die sich summieren lassen, bereitzustellen, damit ein Signal für die Korrelation
mit dem empfangenen Signal, das eine Kombination von zwei (oder
mehr) übertragenen Signalen
ist, bereitgestellt wird. Alternativ kann der Referenzsignalspeicher
gesteuert werden, um Anteile von zwei (oder mehr) aufeinanderfolgend übertragenen
Pulsen zu verschiednen Zeiten zu übertragen, um tatsächlich ein
Referenzsignal, das verschachtelte Multipfad-Komponenten umfasst,
zur Verfügung zu
stellen. Ein derartiges Referenzsignal kann dann mit einem oder
mehr Korrelatormodulen, die im Zeitscheibenbetrieb arbeiten, gespeichert
werden, da die Referenzsignale (und empfangenen Signale) verschachtelt
sind.
-
Folglich
kann ein Korrelatormodul, oder vorzugsweise eine Menge paralleler
Korrelatormodule, so wie zuvor erläutert, eine oder mehr Multipfad-Komponenten
eines ersten übertragenen
Pulses korrelieren und dann ein teilweises Korrelationsergebnis
speichern, dann eine oder mehr Multipfad-Komponenten eines zweiten übertragenen Pulses
korrelieren und erneut das teilweise Ergebnis speichern, dann das
teilweise Ergebnis für
die Korrelation von Multipfad-Komponenten des ersten Pulses abrufen
und mit weiteren Korrelationen von Multipfad-Komponenten des ersten
Pulses, optional weiter mit dem zweiten (oder anderen) Pulsen verschachtelt,
fortsetzen, bis eine Korrelation der Multipfadkomponenten des ersten
Pulses vollständig
ist. Somit kann beispielsweise jedes Korrelatormodul eine oder mehr
Multipliziereinheiten umfassen, die an einen gemeinsamen Akkumulator
gekoppelt sind, wobei der Akkumulator so konfiguriert ist, dass
der Ausgang einem teilweisen Korrelationsergebnisspeicher bereitgestellt
wird, und einen Eingang ab dem teilweisen Korrelationsergebnisspeicher
zur Fortsetzung einer teilweisen Korrelation hat. Auf diese Weise
kann ein Korrelatormodul im Zeitscheibenbetrieb oder Multiplexbetrieb
arbeiten, um verschachtelte Multipfad-Komponenten aufeinanderfolgender
Pulse zu korrelieren. Der Korrelator kann ferner eine Steuerung
umfassen, um die Bereitstellung des Referenzsignals zum Korrelator
zu steuern und die Korrelation von Multipfad-Komponenten aufeinanderfolgend übertragener
Pulse in einem gemeinsamen Korrelatormodul zu verschachteln. Diese
Steuerung kann auch zur Steuerung der Speicherung eines teilweisen
Korrelationsergebnisses in einen Speicher und den Abruf des teilweisen
Ergebnisses im Bedarfsfall benutzt werden. Es versteht sich, dass
es in der Regel keine 1:1-Verschachtelung von Multipfad-Komponenten
aufeinanderfolgend übertragener
Pulse gibt, und die Steuerung kann konfiguriert sein, um das Verschachteln
von den Verzögerungen
zwischen Multipfad-Pulsanteilen, die im Referenzsignalspeicher gespeichert
sind, zu ermitteln. Beispielsweise betragen bei einer Nennpulsfrequenz
von 100 MHz die Pulse nominell 10 Nanosekunden, und folglich deutet
eine Verzögerung
von, nehmen wir mal an, 20 Nanosekunden zwischen Multipfad-Pulskomponenten
im Referenzsignalspeicher auf eine Verschachtelung von Mulipfad-Komponenten
aufeinanderfolgender Pulse hin.
-
In
einem anderen Aspekt stellt die Erfindung ein UWB-Empfängersystem
bereit, umfassend: ein Empfänger-Frontend
(504) für
den Empfang eines UWB-Signals (1500; 1502), wobei
das UWB-Signal eine Anzahl von Pulsen umfasst, und einen digitalen Korrelator
(514), der an das Empfänger-Frontend
gekoppelt ist, um jede Anzahl von UWB-Signalpulsen mit einer gemeinsamen
Wellenform eines digitalen Referenzsignals (1100) digital
zu korrelieren, und wobei der Korrelator eine Anzahl von Korrelationsmodulen
(1400, 1402) umfasst, um eine Anzahl von Korrelationen
im Wesentlichen im Parallelbetrieb zwischen dem UWB-Signal und aufeinanderfolgend
verzögerten
Typen der Wellenform des digitalen Referenzsignals durchzuführen, um
einen Puls zu lokalisieren.
-
Die
Erfindung stellt ferner einen UWB-Referenzsignalspeicher zur Verwendung
bei der Korrelation eines empfangenen UWB-Signals mit einem UWB-Referenzsignal
bereit, wobei das UWB-Signal einen
Puls umfasst, der eine Anzahl von Multipfad-Komponenten aufweist,
wobei der Signalspeicher einen Speicher zur Speicherung des UWB-Referenzsignals
umfasst, wobei der Speicher eine Anzahl von Ausgängen aufweist, wobei jeder
Ausgang eine Menge aufeinanderfolgender Abtastwerte eines UWB-Pulses
bereitstellt, wobei aufeinanderfolge Ausgänge konfiguriert sind, um aufeinanderfolgend verzögerte Typen
eines Pulses bereitzustellen.
-
In
einem ähnlichen
Aspekt stellt die Erfindung eine Verfahren zur Demodulation eines UWB-Signals (1500; 1502)
bereit mit einer Anzahl von Multipfad-Komponenten, wobei das Verfahren umfasst:
Empfangen einer Anzahl von UWB-Signalen, digitales Korrelieren der
Anzahl von UWB-Signalen, die die Multipfad-Komponenten mit einer
gemeinsamen Wellenform eines digitalen Referenzsignals (1100)
aufweisen, die eine Anzahl von Multipfad-Komponenten aufweisen,
um einen digitalen Korrelationswert bereitzustellen, der Korrelationszufügungen für die Multipfad-Komponenten
aufweist, und Demodulieren der auf den digitalen Korrelationswert
ansprechenden UWB-Signale.
-
Es
versteht sich, dass in diesem Kontext eine Referenz zu einer Multipfad-Komponente
eine direkte Sichtlinien-Multipfad-Komponente eines empfangenen
Signals aufweist. Multipfad-Komponenten können, wie zuvor angesprochen,
da korreliert werden, wo Komponenten von zwei aufeinanderfolgenden
Pulsen überlappen,
beispielsweise durch Kombinieren oder Hinzufügen von Referenzsignalen für zwei aufeinanderfolgende
Pulse mit einer geeigneten Zeitverzögerung und Korrelieren mit
einer Kombination oder durch Zeitscheibenbetrieb der Korrelation von
Multipfad-Komponenten aufeinanderfolgend übertragener Pulse, da wo diese
am Empfänger
verschachtelt sind.
-
In
einem weiteren ähnlichen
Aspekt stellt die Erfindung einen UWB-Empfänger zur Demodulation eines
UWB-Signals (1500; 1502) mit einer Anzahl von
Multipfad-Komponenten bereit, wobei der Empfänger umfasst: Mittel (504)
für den
Empfang einer Anzahl von UWB-Signalen, Mittel (514) zum
digitalen Korrelieren der Anzahl von UWB-Signalen, die die Multipfad-Komponenten
mit einer gemeinsamen Wellenform des digitalen Bezugssignals (1100)
aufweisen, die eine Anzahl von Multipfad-Komponenten aufweisen, um einen digitalen
Korrelationswert bereitzustellen, die Korrelationszufügungen für die Multipfad-Komponenten
aufweisen, und Mittel zum (516; 612) Demodulieren
des auf den digitalen Korrelationswert ansprechenden UWB-Signals.
-
Für einen
Fachmann wird deutlich, dass die zuvor angesprochenen Merkmale und
Aspekte der Erfindung auf vorteilhafte Weise kombiniert und vertauscht
werden können.
-
Diese
and andere Aspekte der vorliegenden Erfindung werden nun nachstehend
ausschließlich als
Beispiel unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen näher erläutert:
-
1a bis 1h zeigen
jeweils einen typischen UWB-Sender-Empfänger, ein erstes Beispiel eines
trägerbasierten
UWB-Senders, eine Variante dieses ersten beispielhaften Senders,
ein zweites Beispiel eines trägerbasierten
UWB-Senders und ein drittes Beispiel eines UWB-Senders, einen Empfänger für den dritten
beispielhaften Sender, einen UWB-Sender-Empfänger, der Spreizspektrumstechniken
verwendet, und eine Treiberschaltung für eine Starkstrom-Strahlerantenne;
-
2a bis 2h zeigt
Beispiele von UWB-Wellenformen;
-
3a und 3b zeigen
jeweils die Hauptelemente eines herkömmlichen Rake-Empfängers für Spreizspektrumssignale
und ein Blockdiagramm eines bekannten UWB-Sender-Empfängers, der
herkömmliche
Rake-Empfängertechniken
einsetzt.
-
4a bis 4d zeigen
jeweils ein übertragenes
UWB-Signal, das einen Einzelpuls umfasst, ein Beispiel eines empfangenen
Typs des übertragenen
Pulses von 4a mit Multipfad-Reflexionen und
sonstigen Ausbreitungseffekten, eine Reihe übertragener UWB-Pulse der in 4a gezeigten
Art und ein empfangenes Signal, welches dem übertragenen Signal von 4c,
das die überlappenden Multipfad-Reflexionen zeigt,
entspricht;
-
5 zeigt
ein Übersichtsblockdiagramm
eines UWB-Empfängers,
das Aspekte der vorliegenden Erfindung enthält;
-
6 zeigt
ein vereinfachtes Blockdiagramm einer Demodulatorarchitektur für den Einsatz mit
dem Empfänger
von 5;
-
7 zeigt
ein Zeitdiagramm, das Taktschwankungen von Multipfad-Komponenten
eines Pulses in Bezug auf die Pulsfolgefrequenz veranschaulicht;
-
8 zeigt
diagrammatisch ein Modulationsschema für den Einsatz mit dem D-Modulator
von 6;
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9a und 9b zeigen
jeweils ein Datenrahmenformat und Pilottonpulse für den Empfänger von 5;
-
10a und 10b zeigen
jeweils einen UWB-Sender und einen Impulsgenerator für den UWB-Sender;
-
11a und 11b zeigen
jeweils ein System zur Signalerfassung und zum -tracking für den Empfänger von 5 und
ein Wellenformspeicher-Datenformat;
-
12a und 12b zeigen
jeweils ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Signalerfassung und
eine diagrammatische Veranschaulichung eines Signalsuchprozesses;
-
13a und 13b zeigen
jeweils ein System zur Erzeugung von Referenzwellenformen und eine
Variante des Systems von 13a;
-
14 zeigt
ein Blockdiagramm eines Korrelators für den Demodulator von 6;
-
15a und 15b zeigen
jeweils empfangene Signale mit verschachtelten Multipfad-Komponenten und eine
diagrammatische Veranschaulichung des Betriebs des Korrelators von 14.
-
So
wie zuvor angesprochen, hat ein Übertragungsmedium,
das einen UWB-Sender und einen UMB-Empfänger ankoppelt, typischerweise
eine Anzahl physikalischer Effekte zur Folge, welche die Funktion
eines Empfängers
erschweren. Das Übertragungsmedium
kann einen drahtlosen oder verdrahteten Übertragungskanal umfassen.
Die physikalischen Effekte weisen mehrfache Multipfad-Reflexionen
auf, die mehrfache Pulse am Empfänger
ergeben oder jeden übertragenen
Puls betreffen, wobei diese Pulse in einigen Fällen invertiert sind. Dispersion,
frequenzabhängige
Weiterführung
und andere Eigenschaften des Übertragungsmediums
verzerren die Pulsform. Störanfälligkeit
und Rauschquellen werden neben den gewünschten Pulsdaten in Empfang
genommen. Rauschquellen weisen thermisches Rauschen (vom Empfänger selber),
Schmalbandstöranfälligkeit
(durch Schaltvorgänge
und dergleichen) auf. Störanfälligkeit
kann auch auf sogenannten co-located UWB-Systemen, die gemeinsam
denselben physikalischen Raum für
die elektrische Verkabelung nutzen, beruhen. Ein UWB-Empfänger sollte
vorzugsweise in der Lage sein, alle diese Effekte zu behandeln.
-
Ein
Beispiel eines übertragenen
UWB-Pulses geht aus 4a von 4 hervor,
auf die nun Bezug genommen wird, wobei in diesem Beispiel eine Zeitdauer
von ungefähr
100 ps dargestellt ist. 4b zeigt
denselben Puls, wie er von einem UWB-Empfänger gesehen werden könnte. Man sieht,
dass der empfangene Puls eine Anzahl von Multipfad-Komponenten und
auch Verzerrung und weitere Ausbreitungseffekte aufweist. Multipfad-Komponenten
werden über
eine vom Übertragungskanal
abhängige
Zeitskale empfangen, können jedoch
beispielsweise zwischen 10 ns und 100 ns liegen (die in diesem Diagramm
gezeigten Pulse brauchen nicht skaliert zu werden), wobei die Mehrwegetechnik
am längeren
Ende dieses Bereichs in verdrahteten Systemen wie UWB über Hauptnetze (Wechselstromkabel), Übertragungen
gemäß der Beschreibung
in der gemeinsam abhängigen
UK-Patenanmeldung Nr. 0222828.6 vom 2. Oktober 2002 beobachtet wurden.
Die erste empfangene Multipfad-Komponente braucht nicht (wie in 4b gezeigt)
die breiteste zu sein und kann signifikant verzerrt oder sogar invertiert
werden.
-
4c veranschaulicht
eine Reihe übertragener
Pulse und 4d ein Beispiel eines entsprechenden
empfangenen Signals. Man sieht, dass Multipfad-Reflexionen von einem
Puls mit den ersten Signalen des nächsten Pulses überlappen
können. Dieses
Problem wird erschwert, wenn die Taktmodulation auf einem übertragenen
Puls eingesetzt wird.
-
5 zeigt
ein Blockdiagramm eines UWB-Empfängers 500,
der einen Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält.
-
Ein
kommendes UWB-Signal wird durch eine Antenne 502 empfangen,
die eine kapazitive und/oder induktive Kopplung zu einem Kabelsystem wie
ein Netzstromkabel oder ein Telefonkabel umfassen kann. Das empfangene
UWB-Signal wird einem analogen Frontendblock 504 bereitgestellt,
der einen rauscharmen Verstärker
LNA (Low Noise Amplifier) und ein Filter 506 zu einem Analog/Digital-Wandler 508 umfasst.
Ferner wird eine Menge von Zählern oder
Registern 510 bereitgestellt, um Statistiken zu dem empfangenen
UWB-Eingangssignal zu erfassen und aufzuzeichnen. Das analoge Frontend 504 ist
in erster Line für
die Wandlung des empfangenen UWB-Signals in eine digitale Form zuständig.
-
Der
digitalisierte UWB-Signalausgang vom Frontend 504 wird
als Demodulationsblock 512 bereitgestellt, der eine Korrelatorbank 514 und
einen Detektor 516 umfasst. Das digitalisierte Eingangssignal
wird mit einem Referenzsignal von einem Referenzsignalspeicher 518,
der gegen Rauschen diskriminiert, korreliert, und der Ausgang des
Korrelators wird dann dem Detektor zugeführt, der die n (wobei n eine
positive Ganzzahl ist) höchstwahrscheinlichen Lokalisierungen
and Phasenwerte für
empfange Pulse bestimmt.
-
Der
Ausgang des Demodulationsblocks 512 wird einem herkömmlichen
Vorwärts-Fehlerkorrekturblock
FEC (Forward Error Correction) 520 bereitgestellt. In einer
Implementierung des Empfänger umfasst
der FEC-Block 520 einen Trellis- oder Viterbi-Zustandsdecoder 522,
der von einem (De)interleaver 524, einem Reed-Solomon-Decoder 524 und (De)scrambler 528 gefolgt
wird. In anderen Implementierungen können andere Codier/Decodierschemata
wie eine Turbo-Codierung verwendet werden.
-
Der
Ausgang des FEC-Blocks wird dann einer Datensynchronisationseinheit 530 übergeben, die
einen zyklischen Redundanzprüfungsblock
CRC (Cyclic Redundancy Check) 532 und De-Framer 534 umfasst.
Die Datensynchronisationseinheit 530 ist auf das Framing
nachlaufsynchronsiert und trackt das Framing innerhalb der empfangenen
Daten, indem MAC-Kontrollinformation (MAC: Media Access Control)
vom (von) den Datenstrom (strömen)
der Anwendung getrennt und ein Datenausgang zu einem nachfolgenden
MAC-Block (nicht dargestellt) bereitstellt wird.
-
Ein
Steuerprozessor 536, der eine Zentraleinheit CPU (Central
Processing Unit) mit Programmcode und Datenspeicher umfasst, dient
zur Steuerung des Empfängers.
Die Hauptaufgabe des Steuerprozessors 536 besteht in der
Verwaltung des Referenzsignals, das dem Korrelator für das Tracking
von Änderungen
im empfangenen Signal aufgrund von Umgebungsänderungen (wie die anfängliche
Bestimmung der Referenzwellenform, Verstärkungsregelung im LNA-Block 506 und
laufende Anpassungen in der Referenzwellenform, um die externen Änderungen
in der Umgebung zu kompensieren) zugeführt wird.
-
Nun
wird näher
auf das analoge Frontend 504 in einer bevorzugten Anordnung
Bezug genommen, wo der LNA-Block das von der Antenne oder Kabelkopplung
empfangene Signal verstärkt.
Der Verstärkerentwurf
weist ein passives Filter mit fester Frequenz auf, die Signale außerhalb
des FCC/ETSC-zugelassenen
Spektralbands (3,1–10,6 GHz)
zurückweist
sowie Signale vom 5-GHz-UNII-Frequanzband. Durch Zurückweisen solcher
Signalbereiche wird verhindert, dass starke Schmalbandübertragungen
den nachfolgenden Analog/Digital-Wandler sättigen. Insbesondere müssen Signale,
die wahrscheinlich gemeinsam mit einer UWB-Vorrichtung lokalisiert
sind, wie 602.11, Bluetooth und Mobiltelefonfrequenzen, zurückgewiesen werden.
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Der
LNA-Block enthält
auch ein schaltbares Dämpfungsglied,
das zur Einstellung des der Analog/Digital-Einheit zugeführten Signalspegels
benutzt werden kann. Das Dämpfungsglied
kann direkt sowohl durch den Steuerprozessor 536 als auch
das Referenzsignal gesteuert werden. Anhand des Dämpfungsglieds
soll Eingangssättigung
an der Analog/Digital-Einheit vermieden werden, indem ausreichende
Empfindlichkeit zur Detektion der empfangen Pulswellenform aufrechterhalten
wird.
-
Die
Bezugswellenform von der Detektoreinheit kann ebenfalls die Echtzeitdämpfung steuern,
indem verschiedene Verstärkungseinstellungen
möglich
sind, die auf verschiedenen Anteilen des Multipfad-Signals, das
von einem Einzelpuls empfangen wird, anwendbar sind. Der Analog/Digital-Wandler 508 kann
vielfältige
Gestaltungen annehmen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Analog/Digital-Wandler 508 logisch
als kontinuierlicher Abtaster konfiguriert, der einen kontinuierlichen
Strom von Abtastwerten mit geeigneter Geschwindigkeit effektiv bereitstellt,
so wie durch die obere Frequenz des relevanten UWB-Bands und des
Nyqst-Kriteriums, beispielsweise 20 G Abtastwerte pro Sekunden (20
H Hz) für
eine obere Frequenz von 10 GHz, bestimmt. Physikalisch kann das
Analog/Digital-Modul
jedoch eine Bank von Abtastern umfassen, beispielsweise 16, um 16
Abtastwerte für
jeden empfangenen Puls, die aufeinanderfolgend durch einen phasen-angezapften
Takt ausgelöst
werden, um einen Schnappschuss von einem Anteil eines empfangenen UWB-Signals
an verschiednen Phasen zu machen, welcher dann dazu benutzt werden
kann, um den Korrelatorbänken 514 des
Demodulationsblocks 512 einen Eingang zur Verfügung zu
stellen. Auf diese Weise lassen sich parallele Blöcke von
Signalabtastwerten mit einer Geschwindigkeit von ein paar hundert
Megahertz bereitstellen, beispielsweise im Wesentlichen in Höhe der Pulsfolgefrequenz-Rate (PRF),
so dass der Takt der Primärdigitalisierung
effektiv auf diese Rate herabgesetzt wird; vorzugsweise erstreckt
sich jeder Block im Wesentlichen über die Zeitdauer eines empfangenen
UWB-Pulses. Die Implementierung des Abtasters als eine Anzahl von Abtastungen
im Parallelbetrieb, die nach einem phasen-angezapften Referenztakt
arbeiten, erleichtert die Herstellung geeigneter Abtast-(und Hold)vorrichtungen
auf herkömmlichen
Siliziumprozessoren.
-
Einige
Beispiele schneller Analog/Digital-Wandler sind in den folgenden
Dokumenten, die durch Nennung als hierin aufgenommen betrachtet sind,
beschrieben: "A
20GSamples/s 8-Bit A/D Converter with a IMB memory in 0,18μCMOS" das von Brian Setterberg
von Agilent Technologies, Inc. auf der 2003 IEEE International Solid-State
Circuit Concernence (ISSCCY) präsentiert
wurde. "A Serial-Link Transceiver
Based on 8-Gsamples/s A/D and D/A Converters in 0,25 μm CMOS" von Chih-Kong Ken Yang,
Vladimir Stojanocic, Siamak Modjtahedi, Mark A, Horowith und William
F. Ellersick im Journal of Solid-State Circuits, Vol. 36, Nr. 11,
November 2001 des IEEE, veröffentlichte
US-Patentanmeldungen 0167373 von 2002 und 0145484 von 2002.
-
Je
nach Anwendung kann der Analog/Digital-Wandler entweder ein Einzelbit-Wandler
oder ein Mehrbit-Wandler sein und entweder den empfangenen Spannungspegel
oder den Leistungspegel im empfangenen Signal überwachen. Der Analog/Digital-Wandler 508 kann
einen nicht kontinuierlich arbeitenden Abtaster umfassen, wobei
der Abtaster nur in der Nähe
der erwartete Ankunftszeit eines empfangen Pulses in Betrieb ist
(oder in der Nähe
der gewünschten
Zeitscheibe, wenn nach einem empfangenen Puls gesucht wird) und
ist zu anderen Zeitpunkten im Wesentlichen unwirksam. Auf diese Weise
lässt sich
auf effektive Weise eine hohe Abtastrate erreichen, aber mit Vorteilen
wie reduzierter Leistungsverbrauch.
-
Im
Allgemeinen ist es wünschenswert,
dass so viel Information wie möglich
zum Eingangssignal gewonnen wird, weshalb ein spannungsempfindliches
Multibit-Abtastschema zu befürworten
ist. Aber die Implementierungseinschränkungen (physikalischer Siliziumbereich
und Leistungsverbrauch) besagen, dass solch ein Schema vorzugsweise
nur für Vorrichtungen
mit hoher Störfestigkeit
(einschließlich unerwartete
Schmalbandstörungen)
eingesetzt werden sollen, beispielsweise, wo der Betrieb in naher Nachbarschaft
eines 802.11-Systems vorgesehen ist. Bei einigen Anordnungen erlaubt
eine Sichere Bitumsetzung akzeptable Kompromisse.
-
Das
nicht kontinuierliche Abtasten kann einige der Nachteile eines solchen
Abtasters aufwiegen, aber den Bereich möglicher Verzögerungsmodulationswerte,
die erfasst werden können,
einschränken, wodurch
die potentielle Information, die von jedem Puls getragen werden
kann, reduziert wird. Solch ein Kompromiss ist in Systemen mit zahlreichen
gemeinsam untergebrachte unabhängigen
Pulsübertragungen
akzeptierbar, da es weniger zu 'Kollisionen' zwischen Pulsen
von verschiedenen Übertragungen kommen
kann.
-
Das
Einzelbit-Abtasten ist sättigungsanfällig, erlaubt
jedoch signifikante Einsparungen in Bezug auf die Siliziumkosten
und den Leistungsverbrauch und ist aus diesem Grunde vorzugsweise
pegelbasiert, wobei die Analog/Digital-Wandler von einer genauen
Steuerung des Eingangssignalverstärkung profitieren. AFE 504 weist
demzufolge vorzugsweise Zähler
auf, die Statistiken der Eingangssignalumsetzung überwachen,
indem die Anzahl der in jedem der Abtastpegel über irgendeine Zeitperiode
aufgezeichnet wird. Die auf dem Steuerprozessor betriebene Software
liest diese Werte periodisch und setzt die Zähler zurück. Die Software kann diese
Werte dann zur Bestimmung einer optimalen Festlegung für die Verstärkungs-
und Dämpfungsregelung,
die auf das empfangene Signal durch den rauscharmen Verstärker LNA 506 angelegt
werden soll, verwenden. Zu diesem Zweck kann die Software annehmen,
dass das empfangene Signal durchschnittlich ein Gaußsches Rauschsignal
ist.
-
Der
Demodulatorblock 512, auf den nun Bezug genommen wird,
ist für
das Extrahieren eines Datensignals, das den Pulsen, von einem Sender aufgezwungen
wird, zuständig.
-
Das
hier beschriebene Schema ist speziell zur Modulationsdecodierung
mittels der Pulsankunftszeit oder durch die Pulsphase bestimmt.
Es kann ferner zur Modulationserfassung mittels der Pulsform (Spektralmodulation)
angepasst werden.
-
Der
Eingang zum Demodulator ist ein Strom von Abtastdaten vom AFE 504;
der Ausgang ist ein Strom dekodierter Datenbits. Die Ausgangsdatenrate ist
im durch die Pulsfolgefrequenz PFR (Pulse Repetition Frequency)
und die Anzahl der durch jeden Puls codierten Bits im Wesentlichen
konstant festgesetzt. Die Betriebsparameter des Demodulators (PRF
und Bitkodierung) sind typischerweise für einen gegebenen Sender festgesetzt.
Der Demodulator kann jedoch über
den MAC-Prozessor im Zeitmultiplexbetrieb ablaufen, um Simultanempfang
im Nahbereich von mehreren Sendern zu unterstützen.
-
Der
Demodulator enthält
Einheiten zur Korrelation des empfangenen Signals in Abhängigkeit von
einem Referenzsignal (das zur Verfolgung von Änderungen in der externen Signalausbreitungsumgebung
programmiert und verwaltet wird) durch den Steuerprozessor 536.
Die nähere
Gestaltung des Demodulators ist in 6 dargestellt.
-
Gemäß 6 ist
ein vereinfachtes Blockdiagramm des Demodulators 512 von 5 dargestellt; auch
hier sind wie in 5 gleiche Elemente mit gleichen
Bezugsnummern bezeichnet. Der Eingang von der drahtlosen Antenne
oder der festverdrahteten Schnittstelle und die Verstärker/Filtereinheit 506 ist
in diskreten Analogschaltungen implementiert, und der Analog/Digital-Wandler
(Abtaster) 508 und Demodulator 512 sind im Abtasttaktbereich
implementiert, der in einer Ausführungsform
ein effektiver Bereich von 25 GHz ist, was einer aktuellen Taktrate
von 250 MHz entspricht. Das Steuerlogiksystem und der Ausgang zur
Vorwärts-Fehlerkorrekturvorrichtung
arbeiten auch bei 250 MHz.
-
Der
Korrelator 514 umfasst eine Bank von Multiplizier-Akkumuliereinheiten 600,
von welchen jede einen Eingangssignalabtastwert (umfassend eine
Menge von Abtastwerten des Eingangssignals bei aufeinanderfolgenden
Abtastintervallen) empfängt
und diesen mit einem Referenzabtastwert (umfassend eine Menge von
Abtastwerten einer Bezugswellenform in aufeinanderfolgenden Abtastintervallen)
multipliziert, der von einem Referenzwellenformgenerator 518 zur
Verfügung
gestellt wird. Im Fall eines Einzelbit-Analog/Digital-Abtastens
kann der Multiplizierbetrieb anhand eines einfachen XOR-Gatters implementiert
werden. Die Akkumulatoren mitteln die (Korrelations)daten über eine
Anzahl von Pulsen, indem der Durchschnitt von (aufeinanderfolgend) übertragenen
Pulsen, welche dieselben codierten Daten tragen, und/oder von Multipfad-Komponenten
berechnet wird.
-
Der
Referenzsignalgenerator 518 führt den Multiplizier-Akkumuliereinheiten 600 das
Referenzsignal unter Kontrolle einer Muster-Sequenzsteuerung 602 zu.
Die Muster-Sequenzsteuerung wird über ein Modul zur Erfassung
der Nachlaufsynchronisation mit PSR (Pseudo Random)-Pseudozufallssequenz 604 gesteuert,
das vorzugsweise, so wie nachstehend erläutert, in Software implementiert
ist. Konzeptionell stellt die Muster-Sequenzsteuerung 602 eine Referenzwellenform 606 einer
Vielzahl von von Verzögerungseinheiten 608 bereit,
um eine Anzahl aufeinanderfolgend verzögerter Typen der Referenzwellenform
der Multiplizier-Akkumuliereinheiten 600 zur Verfügung zu
stellen. Obwohl sie jedoch als Pipeline-System mit multiplizier-akkumulierten
Verzögerungs-Anzapfungen,
die einer Abtastperiode entsprechen, um die effektive Taktgeschwindigkeit
der Referenzwellenform zu reduzieren, veranschaulicht ist, sollte
sie vorzugsweise im Parallelbetrieb zu den nachstehend beschriebenen
Multiplizier-Akkumuliereinheiten 600 zur Anwendung kommen.
Eine solche parallele Implementierung ist möglich, da die Referenzwellenform
im Speicher gespeichert ist und folglich eine parallele Menge verschieden
verzögerter Bezugswellenformen
im Wesentlichen simultan aus dem Speicher gelesen werden können; die
Implementierung des Demodulators könnte signifikant komplexer
sein, da wo sich Verzögerungs-Anzapfungen
konzeptuell auf die kommenden empfangenen UWB-Signalabtastdaten
anwenden lassen, denn ohne zusätzliche
Komplexität
könnte
dies nicht leicht in Form aufeinanderfolgend verzögerter Zeitfenster von
Abtastwerten paralleler In-Samples verfügbar sein.
-
Das
Referenzsignal für
den Korrelator ist im Referenzsignalgenerator 518 durch
Software programmiert, die auf dem Steuerprozessor 536 betrieben
wird, der vorzugsweise einen Training-Algorithmus zur Bestimmung der Empfängerantwort
benutzt (das heißt,
Amplituden- und Phasenverzerrung auf einem übertragenen Puls). Der Steuerprozessor 536 verwaltet
auch einen Taktgeber, der nachlaufsynchronisiert zur Pulsfolgefrequenz
PFR (Pulse Repetition Frequency) des Senders ist, von welchem die
Signale anhand der Ankunftszeiten erfasster Pulse in Bezug auf eine
interne Taktreferenz (Lokaler Quarzoszillator) empfangen werden.
Ein Leistungssteuerungsausgang 610 vom Bezugswellenformgenerator kann
ebenfalls verwendet werden, um Leistung zur Analog/Digital- und
Abtastschaltung 508 durchzulassen, damit diese Schaltung
in Perioden ohne erwartetes empfangenes Signal in einen reduzierten
Leistungsbetrieb gebracht wird. Dies ist insbesondere in Systemen
mit einem Multibit-Analog/Digital-Wandler vorteilhaft,
da diese oft einen relativ hohen Leistungsverbrauch haben.
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Eine
Multiplizier-Akkumuliereinheit 600 stellt Ausgänge zu einem
Diskriminator 612 zur Verfügung, der den Zeichen- und
Spitzenwert bestimmt (oder Werte, wenn wahrscheinlichkeitstheoretische Ausgänge der
folgenden Stufe des (absoluten) Wertmaximumakkumulator-Ausgangs).
Die Diskriminatorausgänge
stellen ein Ausgangsdatensignal zur Verfügung, das die Position eines
empfangenen Pulses und die Pulsphase (das heißt, normal oder invertiert) identifiziert.
Ein Konstellationsdecoder nimmt diese Positions- und Phasendaten
vom Diskriminator auf einem n-Bit-Symbol auf, das dann dem Vorwärts-Fehlerkorrekturblock 520 übergeben
wird.
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Der
Demodulator 512 weist eine Anzahl von Schnittstellen zu
anderen Teilen des Empfängersystems
auf, wobei jede vorzugsweise über
einen Datensynchronisator 616a, b, c, wie beispielsweise
ein Register oder ein Puffer, implementiert ist. Somit stellen die
Multiplizier-Akkumuliereinheiten 600 dem Steuerprozessor 536 einen
Ausgang zur Kalibrierung des Empfängerfrontends (und vorzugsweise
auch des Sendekanals) bereit sowie zur Positionsverarbeitung, um
die physikalische Position eines UWB-Empfängers nach bekannten Techniken
zu unterstützen. Die
Schnittstelle zwischen dem Konstellationsdecoder 614 und
FEC-Blöcken 520 ist
ebenfalls vorzugsweise über
einen Puffer implementiert. Das Modul zur Erfassung der Nachlaufsynchronisation
mit PSR 502 hat vorzugsweise eine bidirektionale Schnittstelle
zu einer Software-Steuerfunktion, die auf einem Steuerprozessor 536 implementiert
ist, um Funktionen wie die physikalische Position des Empfängers, Verzögerungs-Tracking
und Daten-(De)whitening zur Verfügung
zu stellen.
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Gemäß 7 werden
Takte übertragener Datenpulse
und Multipfad-Komponenten von solchen Pulsen gezeigt, wie sie vom
Empfänger
gesehen werden. 7 zeigt, dass eine typische
Verzögerungsspanne
für eine
Multipfad-Reflexion zwischen 1 und 100 ns liegt, während ein
typisches Intervall zwischen aufeinanderfolgend übertragenen Datenpulsen zwischen
2 und 10 ns liegt. Man wird deshalb zu schätzen wissen, dass eine Multipfad-Reflexion
eines Pulses in einer direkten Sichtlinien-Übertragung des
nächsten
Pulses ankommen kann oder sogar der nächsten wenigen Pulse. Multipfad-Reflexionen können auch
phaseninvertiert verschiedenen Wegverzerrungen aus dem direkten
Weg ausgesetzt sein.
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In
einer einfachen aber weniger bevorzugten Anordnung integrieren die
Multiplizier-Akkumulatorstufen 600 des
Korrelators nur Mehrpfad-Energie über die Zwischensendepulsperiode
so dass, wie beispielsweise in 7, Multipfad-Komponenten,
die außerhalb
des 2-10-ns-Verzögerungsbereichs
ankommen, ignoriert werden könnten.
Jedoch sind typische Mehrpfad-Verzögerungen im Allgemeinen größer als
die durchschnittliche Zwischensendepulsperiode, weshalb dieser Ansatz
zu einem signifikanten Energieverlust führen kann. Das Problem ist
verschlimmert wenn ein Pseudozufallstaktjitter am Takt der übertragenden
Pulsen angewandt ist um Spektrum-Whitening zu erreichen.
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Aus
diesen Gründen
sollen vorzugsweise zwei oder mehr Korrelatorbänke implementiert werden, das
heißt
Bänke von
Multiplizier-Akkumulatoreinheiten 600 wie in 6 dargestellt,
parallel, um Pipeline-Verarbeitung der Pulsintegrationen zu unterstützen. Solch
eine Parallelität
wird durch Wiederholung der Korrelatorlogik implementiert, aber
in einer bevorzugen Anordnung durch Multiplexen des Einsatzes einer
einzigen Menge von Multiplizier-Akkumulatorketten 600 erzielt,
beispielsweise durch Aufzeichnung einer eindeutigen Menge von Akkumulatorwerten
in einem statischem RAM (Random Access Memory)-Pufferspeicher.
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8 zeigt
ein schematisches Diagramm eines UWB-Signals, das ein bevorzugtes
Modulationsschema für
den zuvor beschriebenen Empfänger
einsetzt und durch einen Sender, der später unter Bezugnahme auf 10 beschrieben wird, erzeugt werden kann.
Das Signal von 8 kann in einem drahtlosen oder
festverdrahteten UWB-Übertragungssystem
zum Einsatz kommen.
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Das
Signal 800 umfasst eine Anzahl von Wavelets oder Pulsen 802,
wobei jede kleine Welle bzw. jeder Puls eine normale oder invertierte
Form aufweist, um ein Einzelbit von zu übertragenden Informationsdaten
zu codieren; 8 zeigt eher zwei normale (als
invertierte) Beispiele solcher Pulse. Wie gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
veranschaulicht, umfasst solch ein Wavelet oder solch ein Puls einen
positiven Anteil 802a und negativen Anteil 802b;
die Reihenfolge dieser beiden Anteile kann umgesteuert werden, um
den Puls zu invertieren, so dass die Generierung normaler und invertierter
Pulse in der Hardware unterstützt
wird. Die Pulse 802 haben eine nominale Pulsfolgefrequenz,
beispielsweise in der Größenordnung
100 MHz. Jedoch können
ein zusätzliches
oder mehr Informationsdatenbits auf das Signal 800 moduliert
werden, indem die genaue Position (Zeitablauf) eines Pulses abhängig von
den zu übertragenen
Daten variiert wird. Aus verschiedenen Gründen wurde eine Zweiphasenmodulation
eines UWB-Signals als bevorzugte Modulation zahlreicher Anwendungen
eingesetzt. Wenn allerdings auch die Pulsposition variiert wird,
können
mehr Daten auf dem UWB-Signal codiert werden, wodurch sich die verfügbare Datenrate
für die
Optionen der Vorwärtsfehlerkorrektur
bei einer gegebenen Datenrate und infolgedessen der Bereich eines
Signals erhöht.
In praxisnahen Schemata ist es ferner vorzuziehen, die Pulsposition
(im Zeitverlauf) in einer deterministischen Weise zu dithern, um
mehr weißes
Rauschen des UWB-Signalspektrums zu erreichen und folglich das Gesamtsignalprofil
zu reduzieren und/oder das Verweilen innerhalb regulatorischer Grenzen
zu erleichtern. Somit ist ein Puls zusätzlich zu einem genauen Zeitablauf
von einem Pseudozufall oder Pseudorauschsignal PN (Pseudo Noise)
abhängig.
Solch eine Pseudozufallssequenz ist vorzugsweise deterministisch,
so dass sie, obgleich sie offensichtlich zufällig ist, sobald die Sequenz
und der Startpunkt bekannt sind, in einer deterministischen Weise
am Empfänger
wieder hergestellt werden kann, damit diese PN-Modulation effektiv
vom empfangenen Signal subtrahiert oder auf andere Art und Weise
kompensiert werden kann.
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Vorzugsweise
ist die PN-Modulation größer als
die Informationsdatenmodululation, denn da sie einen relativen kleinen
Pulspositionsbereich um eine erwartete Pulsposition aufweist (sobald
die Effekte der PN-Modulation kompensiert wurden), ist die Demodulation
positionscodierter Daten vereinfacht. In einer nachstehend beschriebenen
bevorzugten Anordnung sind die Positionen, die ein Puls als Ansprechmodulation
durch Informationsdaten annehmen kann, durch ein (oder mehr, generell
eine ganze Zahl) Referenz-(und Eingangs-)-UWB-Signalabtastintervall(e)
getrennt. Somit kann in einer bevorzugten Ausführungsform ein Puls 802 eine
von acht oder sechzehn verschiedenen Positionen im Zeitverlauf annehmen
(obgleich andere Anzahlen von Positionen benutzt werden können), und
der Korrelator 514 korreliert das Eingangssignal mit Referenzsignalen parallel,
um – in
einem Parallelbetrieb – die
aktuelle oder höchstwahrscheinliche
Position eines empfangenen Pulses zu orten. So wie in 8 gemäß einem typischen
Schema gezeigt, liegt der Zeitdauer eines Einzel-Doublets typischerweise
zwischen 50 ps und 100 ps, und die Korrelatorbank 514 führt parallele Korrelationsbetriebe über ein
Zeitfenster 804 von etwa 1 ns durch, wodurch der Puls als
in einer von ringsherum 16 Überlappungspositionen
identifiziert wird. Der Fachmann wird verstehen, dass die obigen Takte
und die Anzahl paralleler Multiplizier-Akkumuliereinheiten 600 des
Korrelators 514 gemäß den Anforderungen
einer besonderen Implementierung der Anwendung variiert werden können.
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9a zeigt
einen beispielhaften MAC-Frame 900 für den Einsatz mit dem Empfänger 500, wenn
ein Signal der in 8 dargestellten Art empfangen
wird. Dieser MAC-Frame ist jedoch lediglich zum Zwecke der Veranschaulichung
vorgesehen, und viele andere Frameformate können zum Einsatz kommen. Der
beispielhafte MAC-Frame 900 beginnt mit einer Präambelsequenz 902,
umfassend 32 Bit von Präambeldaten,
beispielsweise Pseudozufallsdaten zum Training. Diesem schließt sich
ein 4-Byte-Zellkopf an, der eine Pseudozufallssequenz-Kennung und
einen Pseudozufallssequenz-Startwert (zur Identifizierung eines
Startpunks in einer Sequenz), beispielsweise als Paar von 2-Byte-Werten,
umfasst. Verschiedene Pseudozufallssequenzen können von verschiedenen Sendern eingesetzt
werden, um an der Vermeidung von Kollisionen zwischen übertragenen
UWB-Datensignalen mitzuwirken. Der Zellkopf ist vorzugsweise aufgebaut,
um die Erscheinung von Rauschen zu verleihen und kann deshalb eine
weißen
Rauschfunktion aufweisen – beispielsweise
können
jeweils die Pseudozufallssequenz-Kennung und der Startwert ausgewählt werden,
so dass der Zellkopf im Wesentlichen zufällig erscheint. Der Zellkopf
ist von den Nutzlastdaten 906 gefolgt, die auch weißes Rauschen
von einer festen oder variablen Länge, beispielsweise 128 Byte,
aufweisen können.
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9b veranschaulicht
schematisch die Positionen von Pilottonpulsen innerhalb eines UWB-Signals 910,
das auch informationstragende Pulse (nicht dargestellt) umfasst.
In einer Anordnung umfasst einer in allen 100 Pulsen einen Pilottonpuls
und, wie aus 9b ersichtlich, erscheinen diese
Pilottonpulse in regelmäßigen Abständen, um
einen Pilotton mit niedrigem Pegel innerhalb der regulatorischen
Spektrumsmaske des UWB-Signals bereitzustellen. Optional können die
Positionen (im Zeitverlauf) der Pilottonpulse moduliert werden um
Taktjitter bereitzustellen, damit häufigere oder stärkere Pilottonpulse
innerhalb der Spektrumsmaske möglich sind,
obgleich dies nicht erforderlich ist.
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10a und 10b veranschaulichen
ein Beispiel eines UWB-Senders 1000, der zur Erzeugung
der vom UWB-Signal 800 von 8 modulierten
Informationsdaten verwendet werden kann. Die Senderstruktur von 10 ist nur als Beispiel vorgesehen, und
andere Senderstrukturen lassen sich ebenfalls zur Erzeugung des
UWB-Signals von 8 verwenden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind
die Anordnungen der Vorwärts-Fehlercodierung nicht
explizit in der Figur dargestellt.
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Gemäß 10a stellt ein bei beispielsweise 250 MHz betriebener
Taktgeber 1002 ein Taktsignal einer Kette von Verzögerungselementen 1004a–e bereit,
wobei jedes eine Verzögerung
von, in diesem Beispiel 40 ps, zur Verfügung stellt. Die aufeinanderfolgend
verzögerten
Typen des Taktsignals werden jedem von einer Anzahl monostabiler
Pulsgeneratoren 1006 bereitgestellt, wobei jeder ferner
einen Einschalt- und Steuereingang von einer Steuerung 1008 empfängt. Nach
der Einschaltung durch die Steuerung 1008 stellt ein monostabiler
Pulsgenerator ein Ausgangspuls-Doublet bereit; auch die Phase (normal
oder invertiert) des Puls-Doublets ist über die Steuerung 1008 steuerbar.
Die Ausgänge
von allen monostabilen Pulsgeneneratoren 1006 sind in diesem
Beispiel in Summierern 1009 kombiniert, und der kombinierte
Ausgang wird einer Sendeantenne 1010 bereitgestellt. Die
Steuerung 1008 empfängt
einen Pseudozufallssequenz-Eingang von einem Pseudorauschgenerator 1012 und
empfängt
ferner einen Daten- und
Steuereingang 1014, beispielsweise von einem vorausgehenden
Vorwärts-Fehlerkorrektorblock
und von einem Sender-Steuerprozessor. Der Daten- und Steuereingang
empfängt
Informationsdaten, die vom Sender übertragen werden sollen, und
ein Steuersignal, wie beispielsweise ein Taktsteuersignal, zur Steuerung,
wann der Sender übertragen
soll und/oder Pseudorauschsequenz-Auswahl und Startpunkt-Steuersignale. Die
Steuerung 1008 kann eine Zustandsmaschine umfassen, die
entweder in Software oder dedizierter Handware oder einer Kombination
der beiden implementiert werden kann.
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Während des
Betriebs steuert die Steuerung 1008 den Takt des übertragenen
UWB-Pulses und die Phase (normal oder invertiert) dieses Pulses,
indem sie den monostabilen Pulsgeneratoren 1006 geeignete
Einschalt- und Phasensteuersignale bereitstellt, die ausgelöst werden,
um Ausgangssignale zur entsprechenden Zeit durch den phasenangezapften Taktgeber
des Taktsignalgenerators 1002 bereitzustellen.
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Gemäß 10b, auf die nun Bezug genommen wird, ist ein
Beispiel einer Implementierung eines monostabilen Pulsgenerators 1006 für den Sender
von 10a gezeigt. Der monostabile
Pulsgenerator umfasst zwei Pulsgeneratoren 1020a, b, von denen
einer einen positiven Puls und der andere einen negativen Puls bereitstellt,
wobei die Ausgänge von
diesen zwei Pulsgeneratoren in einem Summierer 1022 kombiniert
sind, um ein Puls-Doublet-Ausgangssignal 1024 bereitzustellen.
Beide Pulsgeneratoren 1020a und 1020b werden über eine
gemeinsame Einschaltleitung 1026 gesteuert, welche, wenn bejaht,
die Pulsgeneratoren einschaltet, um ein Ausgangssignal als Antwort
auf ein Eingangstakt-Referenzsignal auf Leitung 1028 bereitzustellen,
oder, wenn verneint, die Pulsgeneratoren von der Bereitstellung
ihrer Ausgänge
abschaltet. Darüber
hinaus hat der Pulsgenerator 1020b einen Verzögerungssignal-Eingang 1030,
der die Erzeugung seines Ausgangspulses um zwei Zyklen verzögert, um
das Puls-Doublet effektiv zu invertieren. Somit wird, je nachdem
ob der Verzögerungseingang 1030 bejaht wird
oder nicht, ein Puls-Doublet
bereitgestellt, das entweder einen positiven oder negativen Puls
oder einen negativen und dann positiven Puls umfasst. Ein UWB-Sender
wie ein Sender 1000 von 10 kann mit
dem UWB-Empfänger von 5 kombiniert
werden, um einen UWB-Sender-Empfänger
bereitzustellen. In diesem Fall sollen die UWB-Sender- und -empfängeranteile
des Sender-Empfängers
auf einen gemeinsamen PRF-Takt
synchronisiert sein, um Eigenkollision zu verhindern, das heißt, um zu
verhindern, dass der Empfang von Übertragungen von einem Fernsender
durch lokale Übertragungen
blockiert wird.
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11, auf die nun Bezug genommen wird, zeigt
Details des Empfängers 500 von 5 und
insbesondere Details des Systems zur Erfassung der Signale und Nachlaufsynchronisation,
welche Details des Referenzsignal-Capturesignals beinhalten. Wie in 5 und 6 werden
gleiche Elemente mit gleichen Bezugsnummern bezeichnet. Allgemein
gesprochen werden die Funktionen des Moduls zur Erfassung der Nachlaufsynchronisation
mit PSR 604 durch einen Phasensteuerprozessor und die Funktion
der Muster-Sequenzsteuerung 602 von 6 durch
eine Kombination einer Referenzwellenform-Datentabelle eines PSR-Sequenzgenerators bereitgestellt.
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So
wie zuvor angesprochen, stellt der analoge Frontend- und Analog/Digital-Wandler 504 eine Anzahl
von Beispielen eines im Parallelbetrieb empfangenen UWB-Eingangssignals
zum Korrelator 514 bereit, und jede Menge der Eingangssignalabtastwerte
wird durch einen Korrelator, der eine der Multiplizier-Akkumuliereinheiten 600 des
Korrelators 514 umfasst, verarbeitet, um die Menge im Parallelbetrieb
empfangener Abtastwerte mit Mengen von Referenzsignalen, die verschieden
verzögerte
Pulse darstellen, zu verarbeiten. Die Mengen von Abtastwerten, die
verschieden verzögerte
Typen eines Referenzsignalpulses festlegen, sind von einer Wellenform
eines Pulses, der in einer Bezugswellenform-Datentabelle 1100 gespeichert
ist, abgeleitet. Ein empfangener Referenzpuls ist vorzugsweise in dieser
Tabelle als Puls, der für
jede Menge mehrteiliger Komponenten des Pulses geformt ist, gemeinsam
mit Daten, welche Verzögerungsintervalle
zwischen diesen Multipfad-Komponenten darstellen, gespeichert, so
wie in 11b gezeigt. Es können jedoch
verschieden verzögerte
Typen eines Pulses bereitgestellt werden, indem auf einen bekannten
Wellenformdatenspeicher für
den Puls zugegriffen wird. Wie in 11b gezeigt,
umfasst eine Bezugs- oder Template-Wellenform für einen einzeln empfangenen Puls
mit einer Anzahl von Multipfad-Komponenten Abtastdaten 102 für eine Anzahl
aufeinanderfolgender Abtastpunkte einer Multipfad-Komponente eines Pulses,
der von Verzögerungsdaten 1104 gefolgt wird,
die ein Intervall zwischen dieser Multipfad-Komponente des Pulses
und der nächsten
Multipfad-Komponente darstellen. Anhand eines Eingangs 1106 können die
Referenzwellenformdaten in die Referenzwellenform-Datentabelle 110 geschrieben
werden. Referenzwellenform-Daten werden dem Korrelator 514 von
der Datentabelle 1110 unter Kontrolle eines PSR-Sequenzgenerators 1108,
der im Synchronisierbetrieb mit einem PRF-Takteingang 1110 ist, bereitgestellt
werden.
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Ein
Phasensteuerprozessor 1112 stellt dem Sequenzgenerator 1108 und
der Referenzwellenform-Datentabelle 1100 einen
PRF-Taktgeber bereit. Der Phasensteuerprozessor weist einen Prozessor und
nichtflüchtigen
Programmspeicher zur Speicherung des Programmcodes für die Pilottonidentifikation
auf, um eine durch Software implementierte Nachlaufsynchronisationsschleife
PLL (Phase Locked Loop) für
die Identifikation der Multipfad-Komponenten und für den Abruf
und die Speicherung der Template-Wellenform
bereitzustellen. Ein Taktgeber 1114 stellt dem Phasensteuerprozessor
ein Taktsignal bereit und empfängt
Tracking-Daten vom Prozessor 1112, die ein zeitvoreilendes-
und verzögertes
Signal zur Steuerung der Phase des Taktgebers und eine Frequenzzunahme
und -abnahme zur Steuerung der Frequenz des Taktgebers, wenn die
Phase konsistent voreilend und verzögert sein muss, umfassen. Der
Taktgeber 1114 ist somit anpassbar, um die Bewegung des
Empfängers
in Bezug auf den Sender mittels systematischer Anpassungen im Taktgeberablauf
(die im Vergleich mit der Modulation im Allgemeinen geringfügig sind)
bereitzustellen. Wie nachstehend beschrieben, wirkt der Taktgeber 1114 als Slave
in Bezug auf einen ähnlichen
Taktgeber in einem Fernsender und wirkt somit wie ein Verbindungs-Taktgeber;
typischerweise ist seine Frequenz im 50-250-MHz-Bereich.
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Ein
Phasensteuerprozessor 1112 stellt einen Steuerausgang zu
einem UWB-Sender 1116, wie beispielsweise dem Sender 1000 in 10, bereit, um den Sender zwecks Bereitstellung
eines UWB-Signals
von einer Sendeantenne 1118 für den Einsatz im Training-Empfänger zur
Verfügung
zu stellen. Der Steuerprozessor 1112 empfängt ferner
ein Starterframe-Eingangssignal 1120 von einer MAC-Zustandsmaschine,
die entweder in Hardware oder Software implementiert ist. Der Phasensteuerprozessor 1112 empfängt außerdem eine
Menge von Eingängen 1122,
einem von jedem Akkumulator des Korrelators 514, und einen
weiteren Eingang 1124 vom Ausgang des Diskriminators 612.
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Allgemein
gesprochen programmiert der Phasensteuerprozessor 1112 während des
Betriebs die Bezugswellenform-Datentabelle 1100 mit einer anfänglichen
vorgegebenen Wellenform und identifiziert dann den Pilotton des
UWB-Signals und lässt eine
Software-Phasenregelschleife nach diesem Pilotton ablaufen, um einer
Zeitreferenz bereitzustellen. Der Prozessor nutzt dies dann zur
Identifizierung der Wellenform eines empfangenen Pulses, der seine
Multipfad-Komponenten beinhaltet. Optional kann der Prozessor 1112 ein
FFT-Filter zur schnellen Fouriertransformation anwenden, um Schmalbandstörung zu
entfernen. Allgemein gesprochen lokalisieren die Multipfad-Komponenten
eines übertragenen
Pulses den Phasensteuerprozessor 1112, indem sie ein Sample-Fenster
durch Verschieben der Phase der PRF-Regelung in Bezug auf den internen
Taktgeber des Taktgenerator 1114 abtastet, welcher integriert ist,
um eine mittlere Abtastwellenform zu erhalten. Anfangs wird die
Multipfad-Komponente mit dem stärksten
Signal identifiziert und die Form dieser Multipfad-Komponente des
Pulses aus den Eingangsdaten bestimmt, und dann sucht der Prozessor
nach anderen Multipfad-Komponenten sowohl vorwärts als auch rückwärts vom
stärksten
Signal (da der direkte Sichtverbindungspuls vielleicht nicht der
stärkste Puls
ist). So wie zuvor erläutert,
arbeitet der Korrelator mit Blöcken
von acht oder 16 Abtastwerten, und diese Blöcke sind effektiv positional
im Zeitverlauf in Bezug auf die Verknüpfungstaktreferenz des Taktgenerators 1114.
Vorzugsweise wird die Verfolgungsprozedur des Pulses von Multipfad-Komponenten
bei einer Frequenz in der Kilohertz-Größenordnung wiederholt, um Schwankungen
im Mehrwegekanal zu verfolgen und um in Ausführungsformen, wo sie implementiert
ist, die Information zur physikalischen Lokalisierung in Bezug auf
die Position des Empfängers zu
erhalten. In festverdrahteten UWB-Übertragungssystemen kann die
Multipfad-Umgebung quasi statisch sein, in welchem Fall eine Prozedur
zur Kanalcharakterisierung wie diejenige, die zuvor beschrieben
wurde, nur bei Switch-on oder, beispielsweise wenn die Fehlerrate
oberhalb eines Grenzwerts zunimmt, anwendbar ist.
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In
der in 11a gezeigten Anordnung empfängt der
Phasensteuerprozessor Eingangssignal-Abtastdaten über den Korrelator 514.
Dadurch vereinfacht sich die Architektur des Empfängers, obwohl
in anderen Anordnungen der Prozessor 1112 Eingangssignal-Abtastdaten
direkt vom analogen Frontend 504 empfangen kann. Um Eingangssignal-Abtastdaten
vom Korrelator 514 zu erhalten, können die Eingangsdaten mit
einer Dreieckfunktion, wie beispielsweise eine Spitze oder ein Impuls,
die in die Wellenform-Datentabelle geschrieben werden, korreliert
werden.
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12a zeigt ein Flussdiagramm, das den Betrieb des
Phasensteuerprozessors 1112 von 11a weiter
erläutert.
Um das Empfängerfrontend anfänglich zu
kalibrieren, weist der Prozessor den Sender 1116 bei Schritt
S1200 an, den UWB-Puls unter Kontrolle des lokalen Taktgenerators 1114 zu
lokalisieren. Die Pulse werden bei einem sehr hohen Signalpegel
empfangen und der Prozessor 1112 weiß darüber hinaus, wann diese Pulse übertragen werden
und weiß folglich,
an welcher Position im Zeitverlauf von den empfangenen Daten erwartet wird,
dass sie einen übertragenen
Puls (der die durch die Trennung zwischen Sendeantenne 1118 und Empfangsantenne 502 (typischerweise
ein oder mehrere Zentimeter) eingeführte Verzögerung berücksichtigt) umfassen.
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Bei
Schritt S1202 programmiert der Prozessor 1112 die Wellenform-Datentabelle 1100 mit
einem vorgegebenen Template, insbesondere einem Impuls, und sucht
nach übertragenen
Pulsen, indem er den Zeitablauf des PSR-Sequenzgenerators 1108 steuert.
Dies geschieht in geeigneter Weise, indem die Erzeugung einer Pseudozufallssequenz
unterdrückt
wird, so dass die Phase des Ausgangs von Generator 1108 anhand
des PSR-Startwertes als eine Phasenversatzanpassung variiert werden
kann. Sobald die lokal übertragenen
Pulse identifiziert sind, wird die Wellenform eines Pulses in dem
Maße wie
er vom analogen Frontend 504 empfangen und digitalisiert
wird, aus dem Korrelator 514 gelesen und in die Referenzwellenform-Datentabelle
geschrieben, um als eine anfängliche
Bezugswellenform zu dienen. Dies kalibriert in Wirklichkeit Außer-Phase-
und Gewinn-Nichtlinearitäten
im Empfängerfrontend.
Obwohl das lokal empfangene Signal stark ist, können die Wellenformdaten, die
in die Datentabelle 1100 geschrieben werden, optional einen
Durchschnittswert eine Anzahl empfangener Pulse umfassen.
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Sobald
die anfängliche
Kalibrierung durchgeführt
ist, hat der Phasensteuerprozessor 1112 die schwierigere
Aufgabe der Frequenz- und Phasenregelung nach einem Signal von einem
Fernsender und die Verfolgung dieses Signals. Somit steuert bei Schritt
S1206 der Prozessor 1112 den Empfänger in einer Weise, dass er
nach einem Signal bei Pulsfolgefrequenz PRF des Fernsenders, das
heißt
auf dem Pilotton des Fernsenders, sucht. Die Pilottonfrequenz mag
nicht exakt bekannt sein, ist aber in bevorzugten Ausführungsformen
auf eine kleine Menge möglicher
Frequenzen wie 50 MHz, 100 MHz und 250 MHz beschränkt, und
somit kann der Empfänger jede
dieser Frequenzen abwechselnd mit dem Suchen nach kommenden UWB-Signalen
sammeln. Der Signalsuchprozess bei PRF ist in 12b veranschaulicht. Das Empfängersystem lässt erst
eine Korrelation in einer Menge von Fenstern 1210 ablaufen,
die durch Intervalle bei PRF unterteilt sind, indem er die Korrelationsergebnisse über eine
Anzahl solcher Fenster mittelt und, wenn keine signifikante Korrelation
gefunden wird, das Fenster bei der gleichen Frequenz zu einer leicht
verzögerten
Position 1212, so wie in der Zeitachse (ii) gezeigt, gleitet,
um die Korrelation und Mittelwertbildungsprozedur zu wiederholen,
bis Pulse bei der PRF gefunden sind. Sobald die Pulsfolgefrequenz
PRF gefunden ist, nachdem der Korrelator 514 eine Anzahl
von Ausgängen, die
einem kleinen Verzögerungsbereich
auf einer von beiden Seiten einer gewünschten Zeitposition entsprechen,
bereitstellt hat, werden Schwankungen in der PRF direkt verfolgt.
Der Taktgenerator 1114 (und das Äquivalent im Sender) ist vorzugsweise
quarzgesteuert und somit relativ stabil und schwankt nur leicht
im Vergleich mit der Tracking-Frequenz in Kilohertz der Nachlaufsynchronisationsschleife
(PLL). Die schwierigste Aufgabe besteht in erste Linie in der Lokalisierung
des Fernsenders PRF, insbesondere da ein Pilottonpuls in der Größenordnung
von nur einem in 100 Pulsen übertragen
wird und weil das UWB-Signal einen relativ niedrigen Pegel hat,
insbesondere bei längeren
Bereichen. Diese Schwierigkeiten werden durch Durchschnittsberechnung über eine
relative lange Periode adressiert, um die systematischen Pilottonimpulse,
die zu festen Zeiten erscheinen und sich beispielsweise von anderen UWB-Impulsen,
welche gewissermaßen
zu Zufallszeiten erscheinen, unterscheiden. Je nach Stärke des
UWB-Signals und je nach Bereich und Sendekanal kann die Nachlaufsynchronisation
auf den relevanten Pilotton eine oder ein paar Sekunden dauern, da
die Korrelatorfenster gleitend angeordnet sind, wodurch eine Durchschnittsberechnung über eine äußerst große Anzahl
von Pulsen möglich
ist.
-
Sobald
der Phasensteuerprozessor nach der PRF auf dem Fernsender geregelt
ist, kann sich der Prozessor auf die relative Stabilität des Taktgenerators 1114 verlassen
und folglich in die Referenzwellenform-Datentabelle 1100 mit
einem Impuls und einem Durchschnittswert aus einer Anzahl von Pulsen – typischerweise
von 100 bis 1000 Pulse – erneut schreiben,
um die Referenzwellenform für
den Sendekanal zu bestimmen und diese dann in die Wellenform-Datentabelle
zu schreiben. Die Anzahl der Pulse, für welche das Signal gemittelt
werden muss, hängt
vom Bereich ab – ein
Puls kann bei einem Meter ausreichen, und in einem Bereich von 30
Metern kann ein Durchschnittswert von 104 Pulsen
erforderlich sein. Sobald die Referenzwellenform für einen erste
Multipfad-Komponente eines übertragenen
Pulses identifiziert wurde, kann der Phasensteuerprozessor 1112 von
dieser vorwärts
und rückwärts suchen,
um die nächste
Multipfad-Komponente des Pilottons zu identifizieren, und dieser
Vorgang kann wiederholt werden, um Daten für eine Anzahl von Multipfad-Komponenten
eines übertragenen
Pulses zu bestimmen. Die Anzahl der Multipfad-Komponenten, für welche
Daten erfasst werden, hängt
von einem Kompromiss zwischen der Erfassungszeit und der Systemempfindlichkeit
ab (das Einfangen von Energie aus einer Anzahl von Multipfad-Komponenten
ermöglicht
eine höhere
Empfindlichkeit, aber erfordert mehr Zeit zur Erfassung). Man wird
zu schätzen
wissen, dass, sobald die Pulsformen und Verzögerungen für Multipfad-Komponenten eines Pulses im Zeitverlauf
lokalisiert und die Abtastwerte gespeichert sind, das Tracking ihrer
Schwankungen im Zeitverlauf direkt erfolgen und durch periodische
Durchschnittsberechnung aus, nehmen wir mal an 100 bis 1000 Pulsen
erreicht werden kann, beispielsweise durch Zeitmultiplexen des Korrelators
auf ähnliche Weise
wie nachstehend beschrieben.
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13 zeigt Details des Systems zur Erzeugung
der Bezugswellenform. Der PSR-Sequenzgenerator 1108 empfängt Steuersignale
vom Steuerprozessor 1112, die einen Pilotton zur Steuerung
des Taktes der Erzeugung der Bezugswellenform umfassen und ein Starterframe-Signal
und einen Frequenzstartwert zur Steuerung der Modulation der Pseudozufallssequenz
für das
Dithering der Pulsposition und stellt einen Lesetaktsteuerungsausgang 1302,
eine Muster-Steuerung 1300, einen Steuerausgang 1302 zum
Lesen des Zeitverlaufs zur Verfügung.
Gemäß der zuvor
angesprochenen 15a werden die empfangenen Multipfad-Komponenten
von zwei aufeinanderfolgend übertragenen
Pulsen 1500 und 1502, jeder mit einer Anzahl von
Multipfad-Komponenten 1500a–c, 1502a–c, gezeigt.
Man sieht, dass die Multipfad-Komponenten 1500a, b des
Pulses 1500 vor dem Start des Pulses 1502 ankommen,
aber dass die Multipfad-Komponente 1500c des Pulses 1500 zwischen
den Multipfad-Komponenten 1502a und 1502 des Pulses 1502 ankommt.
Um das empfangene Signal mit einer Referenzwellenform zu korrelieren,
die dem Puls 1500 (oder 1502) entspricht, sollte
die Referenzwellenform-Datentabelle 1100 vorzugsweise in der
Lage sein, die geeignete Multipfad-Komponente des Pulses zu den
geeigneten Zeitpunkten bereitzustellen, selbst wenn diese, wie dargestellt,
verschachtelt sind. Obzwar nicht wesentlich, ist dieser Ansatz vorzuziehen,
um in der Lage zu sein, Energie von mehr Multipfad-Komponenten eines
empfangenen Signals abzurufen.
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Gemäß 13a, auf die nun wieder Bezug genommen wird, stellt
ein Muster-Generator 1300 eine Anzahl von Ausgängen 1304 bereit,
um Referenzwellenformen zur Verfügung
zu stellen zustellen, die einer Anzahl übertragener Pulse mit überlappenden
Multipfad-Komponenten entsprechen. Wenn es also beispielsweise wünschenswert
ist, überlappende
oder verschachtelte Multipfad-Komponenten von zwei aufeinanderfolgend übertragenen
Pulsen zu verarbeiten, sieht die Muster-Steuerung 1300 zwei Adressenausgänge 1304 vor,
um die Wellenform-Datentabelle zu geeigneten Zeitpunkten zu adressieren, damit
Anteile der Referenzwellenform, die den überlappenden oder verschachtelten
Anteilen der Multipfad-Komponenten
entsprechen, zur Verfügung
gestellt werden. Unter erneuter Bezugnahme auf das Beispiel von 15a stellt somit eine Muster-Steuerung 1300 einen
Ausgang der ersten Adresse zur Steuerung der Datentabelle 1100 bereit,
um Multipfad-Komponenten 1500a, b, c und einen Ausgang der
zweiten Adresse zum Adressieren der Tabelle zur Verfügung zu
stellen, damit die Referenzwellenformen für Multipfad-Komponenten 1502a, b, c zu
geeigneten Zeitpunkten bereitgestellt werden. Man wird zu schätzen wissen,
dass die Anzahl der Adressenausgänge
der Muster-Steuerung 1300 von der Verzögerungsspanne der Anzahl signifikanter
Multipfad-Komponenten eines Pulses im Vergleich zum Zwischensendepulsabstand abhängt. Die
Bezugswellenform-Datentabelle 1100 stellt einen Ausgang 1306 bereit,
der eine zeitbezogene Kombination der Multipfad-Komponenten von
aufeinanderfolgend übertragenen
Komponenten in dem Beispiel von 15a,
d. h. Multipfad-Komponenten 15000a, 15000b, 1502a, 1502c, 1502b und
so weiter umfasst. In einer bevorzugten Ausführungsform stellt eine Einzelmenge
von Ausgängen
diese Multipfad-Komponenten
im Zeitmultiplexbetrieb für
den Einsatz mit dem Korrelator 514, die auch in einer Zeitscheiben- oder
Multiplexkonfiguration arbeiten. Eine alternative Ausführungsform
wird jedoch in 13b veranschaulicht, in welcher
die Datentabelle 1100 eine Anzahl von Mengen von Ausgängen aufweist,
einen für jeden übertragenen
Puls, die der Empfänger
zutreffend verarbeiten kann, welche in einem Summierer 1310 kombiniert
sind und als ein kombinierter Ausgang für anschließende Korrelation bereitgestellt werden.
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Der
sich näher
auf die parallelen Datenausgänge
von der Referenzwellenform-Datentabelle beziehende Datentabellenspeicher
ist konfiguriert, um eine Anzahl von Blöcken von Referenzsignaldaten
im Parallelbetrieb bereitzustellen, wobei jeder Block von Daten
in Bezug auf den vorherigen Block von Daten verzögert ist. Ein Block von Daten
kann beispielsweise acht von 16 Abtastwerten der gespeicherten Referenzwellenform
umfassen, wobei vorzugsweise eine Multipfad-Komponente eines Pulses
wie eine Eins der Komponenten 1500a, b, c, von 15a festgelegt ist. Die Blöcke überlappen sich vorzugsweise
im Zeitverlauf, und in einer Anordnung ist jeder Block vom vorherigen
Block durch einen Abtastwert verzögert, wobei 16 Blöcke 16 aufeinanderfolgend
verzögerte
Multipfad-Komponenten eines Pulses festlegen, die im Paralleletrieb
ausgegeben werden. Dieses Beispiel, das einen BUS erfordert, umfasst
256 parallele Ausgänge
von der Referenzausgangs-Datentabelle 100, aber die meisten
dieser Ausgänge können einfach
durch eine geeignete Festverdrahtung bereitgestellt werden, da ja
16 Blöcke
von jeweils 16 Abtastwerten, von denen jeder durch einen Abtastwert
verzögert
ist, nur 32 parallele Abtastwertausgänge erfordern. Man wird schätzen, dass
jeder dieser Abtastwertausgänge
einen Einzel- oder Multibitwert umfassen kann, was davon abhängt, ob
eine Einfach- oder Multibit-Analog/Digital-Wandlung zum Einsatz
kommt. In Abhängigkeit
von der Zeitdauer mit der eine Multipfad-Komponente eines Pulses
wie eine Multipfad-Komponente 1500a von 15a innerhalb der Referenzwellenform-Datentabelle
gespeichert ist, kann ein Block von Referenzdaten mit Nullen an
einem von beiden oder beiden Enden hinzugefügt werden. Der Einsatz einer
Referenzwellenform-Datentabelle bietet dem Empfängersystem bedeutende Vorteile,
insbesondere die Möglichkeit,
ein analoges Frontend mit einem Empfänger niedrigerer Qualität als wie
es sonst zulässig
wäre, einzusetzen, da
der zuvor beschriebene Eigenkalibrierprozess, der die Referenzwellenform-Datentabellen 1100 speichert,
Verzerrung innerhalb des Empfänger,
so wie zuvor beschrieben, kompensieren kann.
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Während des
Betriebs spricht der PSR-Sequenzgenerator 1108 auf die
Pseudozufallssequenz an, die für
die Übertragung
der Daten benutzt wird, um den aus der Referenzwellenform-Datentabelle gelesenen
Zeitverlauf für
die pseudozufällige
(aber deterministische) Zeitmodulation, die der variablen, informationsabhängigen Phasen-
und Positionsmodulation aufgezwungen wird, zu kompensieren. Die Muster-Steuerung 1300 stellt
ferner ein Ausgangssignal Ende des Musters 1308 für den Einsatz
beim Rücksetzen
des Korrelators, so wie nachstehend beschrieben, zu Verfügung.
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14 zeigt
Details von der Konfiguration der Multiplizier-Akkumuliereinheiten
des Korrelators 514. Der Korrelator umfasst in einer Konfiguration 16 eine
Anzahl von Multipliziereinheiten 1400, wobei jede an einen
jeweiligen Akkumulator 1402 gekoppelt ist. Jede Multipliziereinheit 1400 empfängt, so
wie veranschaulicht, den gleichen Block 1404 abgetasteter
Eingangsdaten, die 16 aufeinanderfolgend verzögerte Abtastwerte (entweder
Ein- oder Multibitwerte) umfassen. Jede Multipliziereinheit 1400 empfängt ferner
einen Block von Referenzsignal-Abtastwerten 1406 in einer
Konfiguration, die 16 aufeinanderfolgende Abtastwerte der Referenzsignal-Wellenform von
der Datentabelle 1100 aufweist, aber jeder der Blöcke 1406 wird
aufeinanderfolgend verzögert,
so dass die abgetasteten Eingangsdaten im Parallelbetrieb durch
die Multipliziereinheiten 1400 mit Anteilen der Referenzsignal-Wellenform
korreliert werden, die einen Bereich (wie veranschaulicht, 16) aufeinanderfolgender
Zeitscheiben der Referenzwellenform umspannen. Der Effekt dabei
ist, den abgetasteten Eingangsdatenblock oder die Zeitscheibe entlang
der Referenzwellenform zu gleiten, bis eine Korrelation gefunden
ist, aber in der Praxis ist es leichter, erstens eher die Verzögerung der
Referenzwellenform als die abgetastete empfangene Datenverzögerung zu ändern und
zweitens eine Anzahl von Korrelationen eher im Parallelbetrieb durchzuführen als
ein einzelnes Gleitfenster zu verwenden.
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Jede
der Multipliziereinheiten 1400 umfasst einen Multiplizierer,
um jeden Eingangsdatenabtastwert mit dem entsprechenden Referenzdatenabtastwert
zu multiplizieren und einen Ausgang zum entsprechenden Akkumulator 1402 bereitzustellen,
so dass der Akkumulator einen Korrelationswert von allen (in diesem
Fall 16) Korrelationsabläufen im Parallelbetrieb akkumuliert.
Jeder Akkumulator hat einen Ausgang 1408, der an einen
Speicher teilweiser Korrelationen 1410 gekoppelt ist, um
einen akkumulierten Korrelationswert in den Speicher zu schreiben. Jeder
Akkumulator hat einen Eingang 1412 von einem Leseausgang
des Speichers 1410, um einen teilweise Korrelationswert,
der in den Speicher geschrieben ist, wieder aus dem Speicher abrufen
zu können
und einem weiteren Korrelationswert in jedem betreffenden Akkumulator
hinzuaddiert werden können.
Das Schreiben von Daten in den Speicher und Auslesen von Daten aus
dem Speicher wird durch den Phasensteuerprozessor 1112 gesteuert. Der
Speicher teilweiser Korrelationen 1410 umfasst eine Anzahl
von Mengen von Speicherstellen, wobei jede Menge von Speicherstellen
eine Menge teilweiser Korrelationswerte, einen von jedem Multiplizier-Akkumulatormodul
(T1...T16), speichert. Das Speichern wird für so viele Mengen teilweise
Korrelationswerte bereitgestellt, wie sie zur Verarbeitung einer
gewünschten
Anzahl übertragener
Pulse als überlappende
oder verschachtelte Multipfad-Komponenten erforderlich sind. Somit
werden beispielsweise zwei Mengen von Speicherstellen für teilweise Korrelationsmengen
bereitgestellt, um teilweise Korrelationswerte zu speichern, wenn
Multipfad-Komponenten von zwei aufeinanderfolgend übertragenen Pulsen
sich überlappen
oder verschachteln.
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Die
Daten von jeder der Anzahlen der Speicherstellen einer Menge von
teilweisen Korrelationsergebnissen werden einem Ausgang 1414 zu
einem Diskriminatormodul 612 bereitgestellt. Der Diskriminator 512 stellt
ferner einen Ausgang 1416 für das Löschen oder Rücksetzen
auf Null einer Menge teilweiser Korrelationswerte bereit und empfängt ein
Signal Ende des Musters 1308 von der Muster-Steuerung 1300.
Der Diskriminator 612 stellt einen Ausgang 1418 für anschließende Vorwärts-Fehlerkorrekturmodule
wie einen Viterbi-Decoder bereit. Obwohl auf einen Speicher 1410 zum
Speichern teilweiser Korrelationen Bezug genommen wurde, werden
die akkumulierten Korrelationswerte von den Ausgängen 1418 nach der
Korrelation einer vollständigen
Menge von Multipfad-Komponenten eines empfangenen Signals in den
Speicher 1410 geschrieben und auf diese Weise eine menge
vollständiger Korrelationswerte bereitstellen,
die alle Multipfad-Komponenten, deren Verarbeitung entschieden wird,
berücksichtigen,
und diese vollständigen
Korrelationswerte stehen dem Diskriminator 612 über den
BUS 1414 zur Verfügung.
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Um
den Betrieb des Korrelators 514 von 14 zu
veranschaulichen, ist eine Bezugnahme auf 15a hilfreich.
Allgemein gesprochen besteht die Prozedur darin, die erste empfangene
Multipfad-Komponente 15000a zu
korrelieren (akkumulieren) und diese im Speicher 1410 zwischenzuspeichern
und dann die nächste
Multipfad-Komponente 1500b zu korrelieren, wobei auch die
zuvor gespeicherte teilweise Korrelation für die Multipfad-Komponente 1500a akkumuliert
wird, indem diese aus dem Speicher 1410 gelesen, diese
dem teilweisen Korrelationswert der Multipfad-Komponente 1500b hinzuaddiert
und die gesamte akkumulierte Menge von Korrelationswerten dann in
den Speicher 1410 zurückgeschrieben
wird. Der Prozess wird fortgesetzt, bis eine Multipfad-Komponente
eines anschließenden
Pulses angetroffen wird, in diesem Fall die Multipfad-Komponente 1502a von
Puls 1500. Die Muster-Steuerung 1300 von 13 steuert dann die Referenzwellenform-Datentabelle 1100,
um eine geeignete Pulsform für
die Korrelation mit der Multipfad-Komponente 1502a bereitzustellen,
und nach dem Korrelationsbetrieb wird das Ergebnis dieser Korrelation
in einer getrennten Menge von Speicherstellen innerhalb des Speichers 1410 zwischengespeichert,
wobei diese Menge von Speicherstellen dem zweiten Puls zugewiesen
wird. Der Korrelationsbetrieb für
Multipfad-Komponenten des empfangenen Signals wird mit den teilweisen
Korrelationsergebnissen, die in der Menge von Speicherstellen für entweder
den ersten oder zweiten Puls als geeignet eingetragenen sind, fortgesetzt,
wobei der Muster-Generator die Wellenform-Datentabelle steuert, um
einen Referenzwellenform für
die geeignete Multipfad-Komponente zu erzeugen. Auf diese Weise wird
dann weiter im Beispiel von 15 eine
Multipfad-Komponente 1500c des ersten Pulses mit dem teilweisen
Korrelationswert, der aus dem Speicher 1410 für den ersten
Puls gelesen und wieder im Speicher 1410 zwischengespeichert
wurde, akkumuliert. In diesem Fall handelt es sich um den letzten
verarbeiteten Multipfad-Komponentenpuls von 1500, obschon
die akkumulierten Korrelationswerte im Speicher 1410 für den ersten
Puls dann als vollständige Korrelationswerte
berücksichtigt
und vom Diskriminator 612 verarbeitet werden können. Das
Signal, das angibt, dass die vollständige Menge von Multipfad-Komponenten
korreliert wurde, wird von der Muster-Steuerung 1300 bereitgestellt,
da diese Steuerung ermitteln kann, dass die letzte gespeicherte Multipfad-Komponente
verarbeitet wurde. Die Korrelation von Puls 1502 wird jedoch
mit der Multipfad-Komponente 1502b fortgesetzt, und wenn
die erste Multipfad-Komponente eines dritten Pulses (nicht in Figur 1500a dargestellt)
empfangen ist, steht die Menge von teilweisen Korrelationswerten,
die vorherig für
den Puls 1500 verwendet wurde (und welche nach Verarbeitung
der vollständigen
Korrelationswerte für
den Puls 1500 durch den Diskriminator 612 gelöscht wurde)
für das
Akkumulieren von Korrelationswerten für diesen dritten Puls bereit.
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15b zeigt diagrammatisch die Korrelation einer
Multipfad-Komponente 1510a eines empfangenen UWB-Signalpulses 1510 mit
einer Menge von Referenzpulsen 1512a, b, von welchen aus Gründen der Übersichtlichkeit
nur zwei dargestellt sind. Die Referenzsignalpulse sind zu beiden
Seiten der empfangenen Multipfad-Komponente 1510a zeitverschoben,
und die Korrelation mit jedem dieser Referenzsignalpulse stellt,
so wie schematisch im Schaubild 1514 gezeigt, einen Korrelationswert
dar. Die Form dieser Kurve und die Höhe und Breite ihrer Spitze
können
sich abhängig
vom empfangenen Signal und der Referenzsignalform ändern. In 15b ist eine Menge von (vollen) Korrelationswert-Ausgängen vom
Speicher 1410 zum Diskriminator 612 auf Bus 1414 diagrammatisch
durch ein Balkendiagramm 1516 veranschaulicht, bei welchem
jeder Balken 1518 einen akkumulierten Korrelationswert
für eine
der verzögerten
Typen des Referenzsignals der Multipfad-Komponente 1512 darstellt.
Man kann sehen, dass die meisten der akkumulierten Korrelationswerte
nahe an einem Pegel-Durchschnittswert 1520 liegen, aber
einer der durch den Balken 1522 akkumulierten Werte ist
signifikant anders als die anderen. Er stellt die wahrscheinlichste
Pulsposition dar; die Balken 1524, 1526 zu seinen
beiden Seiten stellen nächste
höchstmögliche Pulspositionen
dar. Der Balken 1522a ist signifikant größer als
der Durchschnittswert 1520, der eine positive Korrelation
(normaler Puls) anwendet, während
der Balken 1522b einen Korrelationswert aufweist, der signifikant
kleiner (mehr negativ) als der Durchschnittswert ist, was eine negative
Korrelation bedingt, das heißt
einen invertiert empfangenen Signalpuls im Vergleich mit der Referenz.
Somit ist der Korrelator von 14b in
der Lage, sowohl die wahrscheinliche Position (im Zeitverlauf) eines
empfangenen Signalpulses als auch die Phase (normal oder invertiert)
des Pulses mitzubestimmen und infolgedessen die Informationsdaten, die
sowohl auf der Pulsposition und der Pulsphase gleichzeitig moduliert
sind, mitzubestimmen. Der gleichzeitige Einsatz sowohl der Position
als auch der Phase, um Informationsdaten zu codieren, verstärkt die
informationsdatentragende Kapazität des Systems.
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Im
zuvor beschriebenen System wird der Korrelator zur Korrelation aufeinanderfolgender
Multipfad-Komponenten von empfangenen Signalpulsen verwendet. Eine
im Wesentlichen identische Anordnung lässt sich jedoch auch zum Akkumulieren
von Verhältniswerten
für die
aufeinanderfolgende Übertragung
von Impulsen, die dieselben Daten tragen, einsetzen. Anders gesagt
können
ein Sender und/oder ein Empfänger
Redundanzmethoden nutzen, indem zwei oder mehr Sendepulse, die im
Wesentlichen dieselben Daten tragen, am Empfänger verarbeitet werden, als
ob sie lediglich Multipfad-Komponenten
eines Einzelpulses wären.
Dadurch wird die effektive Datenrate reduziert (Halbieren der Datenrate,
wobei zwei Pulse anstatt eines Pulses zur Übertragung eines gegebenen
Symbols empfangen werden, aber erhöht potentiell den Bereich eines
Sendesystems, indem mehr Energie pro übertragenem Symbol bereitgestellt
wird. Solch eine Anordnung kann auf adaptive Weise zur Anwendung kommen,
indem da, wo die Übertragungsbedingungen
schwierig oder an der Bereichsgrenze eines Systems sind, die Datenrate
reduziert, aber die Zuverlässigkeit
erhöht
werden kann. Die Reduzierung der effektiven Datenrate lässt sich
teilweise durch Erhöhung
der Pulsfolgefrequenz kompensieren, vorausgesetzt, dass der Betrieb
innerhalb der gewünschten regulatorischen
Spektralhüllkurve
bleibt; dies kann auch durch eine adaptive Steuerung die Sendeleistung
unterstützt
werden
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Zweifellos
werden dem Fachkundigen Alternativen einfallen. Es versteht sich,
dass die Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt
ist und Abwandlungen umspannt, die dem Fachmann als im Rahmen der
begleitenden Ansprüche
ersichtlich sind.