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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine photohärtbare druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung, die
druckempfindliche Klebstoffeigenschaften in ihrem gewöhnlichen
Zustand aufweist und durch Bestrahlung gehärtet werden kann, und ebenfalls
ein Blatt, das die selbe ausnutzt.
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STAND DER TECHNIK
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Im
Allgemeinen werden Klebstoffe in einer flüssigen Form zur Verfügung gestellt,
auf Fügeteilen
aufgetragen, die anschließend
miteinander verbunden werden, und ihnen wird erlaubt, durch Verdampfung
eines Lösungsmittels
oder durch eine Reaktion zu höhermolekularen
Gewichten zu verfestigen, sodass die Fügeteile fest aneinander geklebt
sind. Solche Klebstoffe stellen eine hohe Bindekraft zur Verfügung. Einschränkungen existieren
jedoch in der Handhabung von ihnen; eine Tätigkeit zum Auftragen von ihnen
auf Fügeteile
ist mühsam,
die Verdampfung eines Lösungsmittels
oder die Reaktion ist relativ zeitaufwendig, und Fügeteile
müssen irgendwie
in Position gehalten werden, bis die Klebstoffe verfestigen.
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Andererseits
sind druckempfindliche Klebstoffe grundsätzlich halbfeste viskoelastische
Substanzen, die aufgrund der so genannten „Klebrigkeit" adsorptiv erscheinen
und oft in der Form zum Aufgetragenwerden auf ein filmartiges Grundmaterial
zur Verfügung
gestellt werden. Druckempfindliche Klebstoffe sind aufgrund ihrer
Fähigkeit,
durch Anwendung eines leichten Drucks an Fügeteilen zu kleben, leicht
zu handhaben. Druckempfindliche Klebstoffe stellen jedoch eine geringere
Bindekraft als Klebstoffe zur Verfügung.
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Als
ein so genannter hartbarer druckempfindlicher Klebstoff, der sowohl
Merkmale eines druckempfindlichen Klebstoffs als auch eines Klebstoffs
zeigt, wie ein druckempfindlicher Klebstoff gehandhabt werden kann,
wenn Fügeteile
kombiniert werden, und ein Härten
bei Anwendung von Wärme
oder Strahlung initiiert, um eine hohe Bindekraft zu entwickeln,
schlägt
das Japanische Patent Kohyo Nr.
Hei
10-508636 eine photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung vor, die eine Kombination
aus einem frei-radikalisch polymerisierbaren Polymer, einer kationisch
photopolymerisierbaren Verbindung und einem kationischen Photoinitiator
umfasst.
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Wenn
jedoch ein Acrylharz, ein Vertreter von frei-radikalisch polymerisierbaren
Polymeren, verwendet wird, zeigt die resultierende Zusammensetzung,
wenn gehärtet,
eine unausreichende Bindekraft zu Fügeteilen, die aus Polyethylenterephthalat
(PET), Polyvinylchlorid (PVC), einem Metall oder dergleichen zusammengesetzt
sind. Dies erniedrigt die Zuverlässigkeit
von solch einer Zusammensetzung, wenn verwendet, um diese Fügeteile
zu kombinieren.
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Es
kann bedacht werden, dass ein Polyester eine effektive Alternative
zur Verbesserung der Adhäsion an
PTE, PVC, einem Metall oder dergleichen darstellt. Es gibt jedoch
eine Möglichkeit,
dass Polyesterharze, wenn unter Bedingungen bei hoher Temperatur
und hoher Feuchtigkeit platziert, eine Bindekraft durch Hydrolyse
von Estern reduzieren können.
Dies betrifft die Klebezuverlässigkeit.
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EP-A-1 219 694 betrifft
eine härtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung, die ein Polyesterharz
mit einer Glasübergangstemperatur
in dem Bereich von –60°C bis 25°C, eine kationisch
photopolymerisierbare Verbindung und einen kationischen Photoinitiator
umfasst.
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WO 98/38262 A betrifft
ein druckempfindliches Klebeband mit verbesserter Handhabbarkeit
bei Raumtemperatur, das eine Klebstoffschicht mit mindestens einer
freiliegenden Oberfläche
und optional einer Unterschicht umfasst, wobei die druckempfindliche
Klebstoffschicht einen druckempfindlichen Klebstoff auf der Basis
von Epoxy/Polyester umfasst, der bei Aussetzung zu einer aktinischen
oder E-Strahl-Bestrahlung vernetzbar ist, der eine spezifische Zusammensetzung
aufweist.
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EP-A-0 273 415 betrifft
einen Klebstoff für
Oberflächemontagekomponenten,
der durch Compoundieren eines polymerisierbaren Präpolymers,
eines reaktiven Verdünnungsmittels
und eines Polymerisationsinitiators zusammen mit einem Chelatbildner
und einem Polymerisationsinhibitor erhältlich ist.
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WO 96/14349 A betrifft
einen hartbaren druckempfindlichen Klebstoff, der mindestens ein
freiradikalisch polymerisiertes Polymer, mindestens ein kationisch
polymerisierbares Monomer, ein photo-aktivierbares Katalysatorsystem
für das
kationisch polymerisierbare Monomer und optional einen monohydrischen
und polyhydrischen Alkohol umfasst.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine photohärtbare druckempfindliche
Klebstoffzusammensetzung zur Verfügung zu stellen, die druckempfindliche
Klebstoffeigenschaften in ihrem gewöhnlichen Zustand zeigt, eine
Härtung
bei Aussetzung zu einer aktiven Energiebestrahlung initiiert, eine
gute Adhäsion
zu hochpolaren Fügeteilen
wie beispielsweise PET, PVC und Metallen zeigt und eine überlegene
wärmebeständige und
feuchtigkeitsbeständige
Bindekraft zeigt, und ebenfalls einen druckempfindlichen Klebstoff und
ein druckempfindliches Klebeblatt zur Verfügung zu stellen, die beide
von der Zusammensetzung abgeleitet sind.
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Gemäß einem
breiten Aspekt der Erfindung dieser Anmeldung wird eine photohärtbare druckempfindliche
Klebstoffzusammensetzung zur Verfügung gestellt, die ein Polyesterharz
mit einer Glasübergangstemperatur
von 25°C
oder mehr, eine kationisch photopolymerisierbare Verbindung und
einen kationischen Photoinitiator enthält, worin ein Polyesterharz
mit einer Glasübergangstemperatur
von unterhalb 25°C
weiterhin enthalten ist. In einem eingeschränkteren Aspekt macht das Polyesterharz
mit einer Glasübergangstemperatur von
25°C oder
mehr 50 oder mehr % des Gesamtgewichts des Polyesterharzes aus.
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In
einem anderen besonderen Aspekt der Erfindung ist die kationisch
photopolymerisierbare Verbindung in der Menge von 10 bis 100 Gewichtsteilen
auf der Basis von 100 Gewichtsteilen des Polyesterharzes enthalten.
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Gemäß der Erfindung
enthält
die photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung, wie sie in irgendeinem
der Ansprüche
1 bis 3 angeführt
ist, weiterhin ein Terpentinharz, das größtenteils Abietinsäure umfasst.
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In
einem besonderen Aspekt der Erfindung ist das Terpentinharz entweder
hydriert oder disproportioniert.
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Gemäß der Erfindung
wird ein photohärtbares
druckempfindliches Klebeblatt zur Verfügung gestellt, das die druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzungen umfasst, wie sie in irgendeinem der Ansprüche 1 bis
5 angeführt
sind.
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Die
vorliegende Erfindung wird nachstehend detailliert beschrieben.
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Die
photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung gemäß der Erfindung ist wie in
Anspruch 1 definiert und enthält
ein Polyesterharz mit einer Glasübergangstemperatur
von 25°C
oder mehr, eine kationisch photopolymerisierbare Verbindung und
einen kationischen Photoinitiator und ein Polyesterharz mit einer
Glasübergangstemperatur
von unterhalb 25°C
als wesentliche Komponenten. Die photohärtbare druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung
der ersten Erfindung erlaubt eine leichte Anwendung, weil sie ein
Polyesterharz, eine kationisch photopolymerisierbare Verbindung
und einen kationischen Photoinitiator als wesentliche Komponenten
enthält
und druckempfindliche Eigenschaften bei gewöhnlicher Temperatur zeigt. Wenn
bestrahlt, initiiert die kationisch photopolymerisierbare Verbindung
ebenfalls eine Härtung,
sodass eine vernetzte Struktur gebildet wird. Der Einbau von molekularen
Ketten des Polyesterharzes in der Struktur ist effektiv, um eine
hohe Bindekraft zu entwickeln.
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Die
photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung der Erfindung zeigt ebenfalls
aufgrund des Einbaus des Polyesterharzes eine gute Adhäsion an
Substraten wie beispielsweise PET, PVC und Metallen und zeigt aufgrund
einer verbesserten Hydrolysebeständigkeit
aufgrund seiner hohen Glasübergangstemperatur überlegene
feuchtwärmebeständige Klebstoffeigenschaften.
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Weiterhin
ist ihr, weil die Härtreaktion
in der Form einer kationischen Photopolymerisation auftritt, die durch
Bestrahlung initiiert wird, erlaubt, sogar nachdem die Bestrahlung
gestoppt ist, fortzuschreiten, und es wird folglich eine beständige Adhäsion zwischen
den Fügeteilen
zur Verfügung
gestellt.
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Das
Polyesterharz mit einer Glasübergangstemperatur
von 25°C
oder mehr ist nicht besonders spezifiziert. Beispiele solcher Polyesterharze
schließen
jene ein, die im Handel unter den Bezeichnungen VYLON 103, 200,
240, 280, 290, 296 und 600 (hergestellt von Toyobo Co., Ltd.) und
ELEETHER UE-3200, 3201, 3203, 3210, 3215, 3216, 3240, 3250, 3500,
3600, 3620, 3660 und 3690 (hergestellt von Unitika Ltd.) erhältlich sind. Die
Glasübergangstemperatur
des Polyesterharzes muss 25°C
oder mehr betragen. Wenn unterhalb von 25°C, gibt es eine ansteigende
Tendenz, dass eine Hydrolyse veranlasst wird, unter Bedingungen
bei hoher Temperatur und hoher Feuchtigkeit fortzuschreiten. Wenn
die Glasübergangstemperatur
zu hoch ist, kann die Klebstoffzusammensetzung, wenn zu einem Blatt
oder Band gebildet, die erhöhte
Härte zeigen,
um zu der reduzierten Bindekraft zu führen. Die bevorzugte Glasübergangstemperatur
beträgt
30 bis 100°C.
Die vorstehend aufgelisteten Polyesterharze können alleine oder in irgendeiner
Kombination davon verwendet werden.
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Ein
Polyesterharz mit einer Glasübergangstemperatur
von unterhalb 25°C
ist weiterhin in dem Polyesterharz in der Erfindung enthalten, um
Eigenschaften und/oder Leistungen der resultierenden druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzung in Abhängigkeit
von der beabsichtigten Endverwendung zu modifizieren oder einzustellen.
Insbesondere verbessert die zusätzliche
Verwendung des Polyesterharzes mit einer Glasübergangstemperatur von unterhalb
25°C die
druckempfindlichen Klebstoffeigenschaften der druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzung, während
sie in einem gewöhnlichen
Zustand ist, was zu der erhöhten
Anwendbarkeit und Bindekraft nach der Härtung führt. Das Polyesterharz mit
einer Glasübergangstemperatur
von unterhalb 25°C
wird bevorzugt gehalten, nicht 50% des Gesamtgewichtes der Polyesterharze
zu überschreiten.
Wenn andernfalls dargelegt, macht das Polyesterharz mit einer Glasübergangstemperatur
von 25°C
oder mehr bevorzugt 50 oder mehr % des Gesamtgewichts von all den
Polyesterharzen aus. Wenn das Polyesterharz mit einer Glasübergangstemperatur
von unterhalb 25°C
in der Menge zugegeben ist, die 50% des Gesamtgewichts der Polyesterharze überschreitet,
entsteht eine Möglichkeit,
dass die Feuchtwarmebeständigkeit
des photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffs und Blatts abnehmen wird.
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Der
Typ des Polyesterharzes mit einer Glasübergangstemperatur von unterhalb
25°C ist
nicht besonders spezifiziert. Beispiele solcher Polyesterharze schließen jene
ein, die im Handel unter den Bezeichnungen VYLON 220, 300, 550,
630, 650 und 820 (hergestellt von Toyobo Co., Ltd.), LP-011, 033,
035 und 044 (hergestellt von Nippon Synthetic Chem. Ind. Co., Ltd.)
und ELEETHER UE- 2300,
2330, 3220, 3221 und 3400 (hergestellt von Unitika Co., Ltd.) und
ER-6510, 6520, 6550, 6570, 6610, 6620, 6640, 6650, 6680, 6700, 6800, 6810,
6820, 8100, 8101, 8105, 8106, 8107, 8120, 8200, 8600 und andere
(hergestellt von Unitika Ltd.) erhältlich sind. Die vorstehend
aufgelisteten Polyesterharze mit Glasübergangstemperaturen von unterhalb
25°C können alleine
oder in irgendeiner Kombination davon verwendet werden.
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Die
photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung enthält eine kationisch photopolymerisierbare
Verbindung als eine wesentliche Komponente. Irgendeine kationisch
photopolymerisierbare Verbindung kann verwendet werden, wenn sie
mindestens eine kationisch photopolymerisierbare funktionelle Gruppe
in einem Molekül
aufweist. Beispiele schließen
Verbindungen ein, die mindestens eine kationisch photopolymerisierbare
funktionelle Gruppe wie beispielsweise eine Epoxy-, Oxetan-, Hydroxyl-,
Vinylether-, Episulfid- oder Ethylenimingruppe in einem Molekül aufweisen.
Das Molekulargewicht der kationisch photopolymerisierbaren Verbindung
ist nicht besonders spezifiziert, und sie kann in der Form eines
Monomers, Oligomers oder Polymers vorliegen. Die vorstehend aufgelisteten
kationisch photopolymerisierbaren Verbindungen können alleine oder in irgendeiner
Kombination verwendet werden.
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Bevorzugt
unter diesen kationisch photopolymerisierbaren Verbindungen ist
eine Epoxy-haltige Verbindung mit mindestens einer Epoxygruppe in
einem Molekül.
Beispiele von Epoxy-haltigen Verbindungen schließen Epoxyharze auf Bisphenolbasis
wie beispielsweise Epoxyharze auf Bisphenol A-Basis, z. B., EPICOAT
1001 und 1002 (hergestellt von Yuka-Shell Epoxy Co., Ltd.) und Epoxyharze
auf Bisphenol F-Basis; Epoxyharze auf Phenol-Novolakbasis; Epoxyharze
auf Cresol-Novolakbasis;
multifunktionelle Epoxyharze wie beispielsweise Epoxyharze auf Glycidyletherbasis
und Epoxyharze auf Glycidylaminbasis; Additionspolymere aus Epoxymonomer
und Oligomeren wie beispielsweise glycidylierten Polyester, glycidyliertes
Urethan und glycidyliertes Acryl; flexible Epoxyharze mit einer
flexiblen Struktur, eingeführt
in ein Molekül,
wie beispielsweise RIKA RESIN BPO-20E, 60E, 80E, 100E und 180E (hergestellt
von Shin-Nippon Rika Co., Ltd.); und dergleichen ein, sind aber
nicht darauf beschränkt.
Diese Epoxyharze können
alleine oder in Kombination verwendet werden.
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Bevorzugt
ist die kationisch photopolymerisierbare Verbindung in der Menge
von 10 bis 100 Gewichtsteilen auf der Basis von 100 Gewichtsteilen
des vorstehend erwähnten
Polyesterharzes enthalten. Wenn die Menge der kationisch photopolymerisierbaren
Verbindung 100 Gewichtsteile überschreitet,
neigt die resultierende Zusammensetzung dazu, die reduzierte Adhäsion an
hochpolaren Substraten wie beispielsweise PET, PVC und Metallen
zu zeigen. Wenn sie unter 10 Gewichtsteile fällt, kann die Involvierung
der kationischen Polymerisation in der Vernetzung im Verhältnis abnehmen,
um die Wärmebeständigkeit
und andere Eigenschaften der Zusammensetzung nach der Härtung zu
reduzieren.
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Die
photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung gemäß der Erfindung enthält einen kationischen
Photoinitiator als eine wesentliche Komponente. Der kationische
Photoinitiator kann von einem ionischen oder nichtionischen photochemischen
Säure-Erzeugungstyp
sein. Beispiele von kationischen Photoinitiatoren von dem ionischen
photochemischen Säure-Erzeugungstyp
schließen
Oniumsalze wie beispielsweise aromatische Diazoniumsalze, aromatische
Haloniumsalze und aromatische Sulfoniumsalze; organometallische
Komplexe wie beispielsweise einen Eisen-Allen-Komplex, Titanocen-Komplex,
Arylsilanol-Aluminium-Komplex; und dergleichen ein, sind aber nicht
darauf beschränkt.
Spezifische Beispiele schließen
ADEKA OPTOMER SP-150 und 170 (hergestellt von Asahi Denka Industry
Co., Ltd.), UVE-1014 (Hergestellt von General Electric Company),
CD-1012 (hergestellt von Sartomer Co.) und dergleichen ein. Die
vorstehend aufgelisteten kationischen Photoinitiatoren können alleine
oder in Kombination verwendet werden.
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Beispiele
der kationischen Photoinitiatoren von dem nichtionischen photochemischen
Säure-Erzeugungstyp schließen Nitrobenzylester,
Sulfonsäure-Derivate,
Phosphatester, Phenolsulfonatester, Diazonaphthochinon, N-Hydroxyimidosulfonat
und dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt. Diese
können
alleine oder in Kombination verwendet werden.
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Die
Menge des enthaltenen kationischen Photoinitiators ist nicht besonders
spezifiziert, aber kann bevorzugt in dem Bereich von 0,1 bis 10
Gewichtsteilen auf der Basis von 100 Gewichtsteilen der vorstehend erwähnten kationisch
photopolymerisierbaren Verbindung liegen. Wenn der kationische Photoinitiator
in der Menge von unterhalb 0,1 Gewichtsteilen enthalten ist, ist
es möglich,
dass eine kationische Photopolymerisation durchgeführt werden
wird, um unausreichend oder übermäßig verzögert von
statten zu gehen.
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In
der vorliegenden Erfindung wird eine aktive Energiestrahlung verwendet,
um den kationischen Photoinitiator zu aktivieren. Die aktive Energiestrahlung
ist nicht besonders spezifiziert und kann in der Form von einer
Mikrowelle, einem Infrarotstrahl, sichtbarem Licht, einer Ultraviolettstrahlung,
einem Röntgenstrahl,
einen γ-Strahl
und dergleichen vorliegen. Die Verwendung von Ultraviolettstrahlung
ist bevorzugt, weil sie einfach zu handhaben ist und eine relativ
hohe Energie zur Verfügung
stellt. Die Verwendung von Ultraviolettstrahlung in dem Wellenlängenbereich
von 200 bis 400 nm ist besonders bevorzugt. Solche Ultraviolettstrahlung
kann von einer Lichtquelle wie beispielsweise einer Hochdruck- oder
Ultrahochdruck-Quecksilberlampe, chemischen Lampe, Xenonlampe und
dergleichen emittiert werden.
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Neben
dem vorstehend erwähnten
Polyesterharz, der kationisch photopolymerisierbaren Verbindung und
dem kationischem Photoinitiator kann die photohärtbare druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung der
ersten Erfindung weiterhin ein klebrigmachendes Harz oder Streckmittel,
wenn geeignet, innerhalb des Bereichs enthalten, der nicht den Zweck
der vorliegenden Erfindung behindert.
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Ein
klebrigmachendes Harz wie beispielsweise ein Terpentinharz, modifiziertes
Terpentinharz, Terpenharz, Terpen-Phenol-Harz, aromatisches modifiziertes
Terpenharz, C5- oder C9-Mineralölharz,
Coumaronharz oder dergleichen kann zum Beispiel zu dem Zweck der
Verbesserung der druckempfindlichen Klebstoffeigenschaften des hartbaren
druckempfindlichen Klebstoffs der vorliegenden Erfindung enthalten
sein.
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Die
photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung gemäß der Erfindung kann weiterhin
ein Terpentinharz enthalten, das größtenteils Abietinsäure umfasst.
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Die
photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung der Erfindung, die weiterhin
ein Terpentinharz enthält,
zeigt gute druckempfindliche Eigenschaften bei gewöhnlicher
Temperatur, was eine leichte Anwendung davon erlaubt, und zeigt
insbesondere eine verbesserte Adhäsion aufgrund des Einschlusses
eines Terpentinharzes. Wenn die Klebstoffzusammensetzung einer Strahlung
ausgesetzt wird, initiiert eine Härtreaktion der kationisch photopolymerisierbaren
Verbindung, um eine vernetzte Struktur zu bilden. Der Einbau von
molekularen Ketten des Polyesterharzes darin führt zu der Entwicklung einer
hohen Bindekraft.
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Die
Beständigkeit
der Zusammensetzung gegenüber
Warme und Feuchtwärme
kann ebenfalls ansteigend stabilisiert werden, wenn ihre Struktur
durch Hydrierung, Disproportionierung, Veresterung oder dergleichen
des Terpentinharzes stabilisiert wird. Weiterhin kann in dieser
Erfindung der Einschluss der kationischen photopolymerisierbaren
Verbindung wie beispielsweise einer Epoxyverbindung einen Grund
verursachen, worin eine Lagerstabilität der photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung durch eine Reaktion
zwischen einer kanonischen photoreaktiven Gruppe und einer Carboxylgruppe
in dem Terpentinharz reduziert wird. Die Veresterung der Carboxylgruppe
in dem Terpentinharz führt
jedoch zu der verbesserten Lagerstabilität der photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung.
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Das
Terpentinharz, das größtenteils
Abietinsäure
umfasst, umfasst Terpentinharze, die größtenteils eine Mischung aus
Abietinsäure
mit tricyclischen konjugierten Doppelbindungen und einer Carboxylgruppe und
ihren Isomeren umfassen, und ebenfalls Terpentinharze, die durch
Hydrierung, Disproportionierung oder Veresterung der vorstehenden
Terpentinharze abgeleitet sind.
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Im
Hinblick auf die Glasübergangstemperatur
des Polyesterharzes, die 25°C
oder mehr beträgt,
weist das Terpentinharz zur Verwendung in der Erfindung bevorzugt
einen Erweichungspunkt von bis zu 100°C oder eine Glasübergangstemperatur
von bis zu 40°C
auf. Bevorzugt weist es einen Erweichungspunkt von bis zu 60°C oder eine
Glasübergangstemperatur
von bis zu 30°C
auf. Wenn der Erweichungspunkt des Terpentinharzes 100°C überschreitet
oder wenn die Glasübergangstemperatur
des Terpentinharzes 40°C überschreitet, kann die Zusammensetzung eine reduzierte
Haftung zeigen, wenn Fügeteile
kombiniert werden, um zu dem Versagen einer Entwicklung einer ausreichenden
Bindekraft zu führen.
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Das
Terpentinharz zur Verwendung in der Erfindung ist im Typ nicht besonders
spezifiziert, solange es größtenteils
Abietinsäure
umfasst. Terpentinharze, die durch Hydrierung oder Disproportionierung
des vorstehend spezifizierten Terpentinharzes erhalten sind, sind
bevorzugt. Dies liegt daran, dass eine Hydrierung oder Disproportionierung
die thermische Stabilität
und Feuchtwärmebeständigkeit
des Terpentinharzes verbessert, um zu der verbesserten Adhäsion, Wärmebeständigkeit
und Feuchtwärmebeständigkeit
der das Terpentinharz enthaltenden photohärtbaren druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzung zu führen.
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Ebenfalls
zur Verwendung in der Erfindung bevorzugt ist ein Terpentinharzester,
der durch eine Reaktion einer Carboxylgruppe in dem Terpentinharz
mit einer Epoxy-haltigen Verbindung erhalten wird. Der Terpentinharzester
resultiert aus der Veresterung des Terpentinharzes und zeigt eine
sehr geringe Reaktivität
gegenüber
einer Epoxygruppe als ein Resultat einer merklichen Reduktion von
Carboxylgruppen. Dementsprechend verbessert die Verwendung des Terpentinharzesters
die Adhäsion
und Lagerstabilität
der photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung.
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Es
ist gewünscht,
dass solch ein Terpentinharzester einen Säurewert aufweist, der 10 mgKOH/g
nicht überschreitet.
Wenn sein Säurewert
10 mgKOH/g überschreitet,
kann die Lagerstabilität
der photohärtbaren druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzung durch eine Reaktion zwischen der kationisch
photopolymerisierbaren Verbindung in der Zusammensetzung und Carbonsäure erniedrigt
werden, die in dem Terpentinharzester verbleibt.
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Beispiele
der vorstehend erwähnten
Terpentinharze und Terpentinharzester schließen KR-610, KE-311, KE-100, KE-656,
KE-359, KE-828, KE-601, KE-615-3, KE-624 (hergestellt von Arakawa
Chem. Ind., Ltd.) und dergleichen ein.
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Neben
dem vorstehend erwähnten
Polyesterharz, der kationisch photopolymerisierbaren Verbindung, dem
kationischen Photoinitiator und dem Terpentinharz kann die photohärtbare druckempfindliche
Klebstoffzusammensetzung der Erfindung weiterhin ein herkömmliches
klebrigmachendes Harz oder Streckmittel, wenn angemessen, innerhalb
des Bereichs enthalten, der nicht den Zweck der vorliegenden Erfindung
behindert.
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Techniken,
die verwendet werden, um die photohärtbaren druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzungen dieser Erfindung herzustellen, sind nicht
besonders. Sie sind durch Mischen von spezifizierten Mengen des
Polyesterharzes, der photopolymerisierbaren Verbindung, des kationischen
Photoinitiators und, wenn notwendig, anderen optionalen Additiven
unter gewöhnlicher
oder erhöhter
Temperaturbedingung mittels einer Mischmaschine wie beispielsweise
einem Homodispergierer, Homomischer, Universalmischer, Planetenmischer,
Kneter, Drei-Walzen-Mühle
oder dergleichen erhältlich.
Bevorzugt wird die Mischtätigkeit
unter Bedingungen durchgeführt,
die nicht einer Strahlung ausgesetzt sind.
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Die
vorstehend erhaltene photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung kann in der Form wie
sie ist, beschichtet auf einer oder beiden Seiten eines miteinander
zu verbindenden Elements (Fügeteils)
vorliegen, und ihr kann erlaubt sein, sich einer kationischen Polymerisation
und Härtung
zu unterziehen. Bevorzugt wird die Zusammensetzung zu einem druckempfindlichen
Klebeblatt zur Verwendung in der Form eines photohärtbaren
druckempfindlichen Klebeblatts zur leichten Handhabung und zur Vereinfachung von
Tätigkeiten
vorgebildet. Es ist im Allgemeinen bevorzugt, dass solch ein druckempfindliches
Klebeblatt in der Form eines doppelt beschichteten druckempfindlichen
Klebeblatts vorliegt. Wenn es der Grund erfordert, kann es die Form
eines einfach beschichteten druckempfindlichen Klebeblatts annehmen.
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Eine
blattförmige
photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung kann durch Verdünnen der
photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung zu einem Blatt unter
Verwendung von verschiedenen Techniken erhalten werden. Bevorzugt
wird ein Blattbilden durch Beschichten in der Form eines Blatts
der druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung auf ein beschichtetes
blattförmiges
Trenn-Basismaterial durch einen Stangen-, Walz-, Gravur-, Extrusions- oder anderen Beschichtungsprozess
erreicht. Wo die Zusammensetzung entweder in einer festen Form oder
einer hochviskosen flüssigen
Form vorhanden ist, die ihre Anwendung in der Form einer Beschichtung
schwierig macht, kann die Zusammensetzung eine reduzierte Viskosität aufweisen,
bevor sie durch Verdünnung
von ihr mit einem geeigneten Lösungsmittel
oder thermischer Schmelzung von ihr beschichtet wird.
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Die
zum Blatt ausgebildete photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung ist bei gewöhnlicher
Temperatur druckempfindlich. Bevorzugt wird ein Trennblatt zur Verfügung gestellt,
um ihre druckempfindliche Oberfläche
zur Sicherstellung einer leichten Handhabung zu schützen.
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Beispiele
der Basismaterialien, auf denen die photohärtbare druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung
in der Form eines Blatt beschichtet ist, d. h. Trennblattmaterialien,
schließen,
Polyethylenterephthalat, Polyethylenaphthalat, Polyethylen, Polypropylen,
Polycarbonat, Nylon, Polyallylat, Polysulfon, Polyethersulfon, Polyetheretherketon,
Polyphenylensulfid, Polystyrol, Polyacryl, Polyvinylchlorid, Triacetylcellulose,
Diacetylcellulose, Cellophan und dergleichen ein. Diese Basismaterialien
werden in der Form eines Blatts verwendet, das eine Dicke aufweist,
die bevorzugt nicht weniger als 1 μm, bevorzugter nicht weniger
als 10 μm,
misst, während
sie nicht eingeschränkt
ist. Wenn die Dicke außerordentlich
klein ist, kann sie in der Stärke
reduziert werden, um zu einem Bruch während der Verwendung zu führen.
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Die
Dicke des druckempfindlichen Klebeblatts in dieser Erfindung ist
nicht besonders spezifiziert, aber liegt bevorzugt in dem Bereich
von 1 bis 2.000 μm,
bevorzugter in dem Bereich von 10 bis 1.000 μm. Wenn die Dicke des druckempfindlichen
Klebstoffs unterhalb 1 μm
beträgt,
kann die Adhäsion
in einigen Fällen
durch Oberflächenunregelmäßigkeiten
eines Fügeteils
beeinflusst werden. Wenn sie 2.000 μm überschreitet, kann eine Härtungszeit
manchmal übermäßig verlängert werden.
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In
der vorliegenden Erfindung kann die photohärtbare druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung einer
Strahlung ausgesetzt werden, entweder bevor oder nachdem ein Element,
das die Zusammensetzung trägt,
die darauf beschichtet ist oder daran geklebt ist, mit einem anderen
Element verbunden wird.
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In
einem beispielhaften Fall, wo mindestens ein Element optisch transparent
ist, wird die photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung oder -blatt auf mindestens
ein Element beschichtet oder geklebt, das anschließend mit
einem anderen Element verbunden und dann einer Strahlung ausgesetzt
wird, die durch das optisch transparente Element hindurchtritt,
sodass die photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung oder -blatt veranlasst
wird, eine kationische Photopolymerisation und Härtung durchzuführen. Wenn
diese Prozedur verwendet wird, ist es gewünscht, dass die aktive Energiestrahlung
unmittelbar emittiert wird, nachdem die beiden Elemente miteinander
verbunden werden. Dies verkürzt
eine Zeit, die für den
ganzen Verbindungsprozess erforderlich ist. Weiterhin kann, wenn
beide Elemente miteinander verbunden werden, die photohärtbare druckempfindliche
Klebstoffzusammensetzung oder -blatt ebenfalls Wärme ausgesetzt werden, um eine
Adhäsion
zwischen ihnen zu verbessern. Insbesondere, wo die photohärtbare druckempfindliche
Klebstoffzusammensetzung eine kleine Menge eines Polyesterharzes
mit einer Glasübergangstemperatur
von unterhalb 25 Grad enthält,
wird die Klebstoffzusammensetzung bevorzugt Wärme ausgesetzt, wenn beide
Elemente miteinander verbunden werden.
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In
dem Fall, wo keines der Elemente optisch transparent ist, kann die
photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung oder -blatt ebenfalls
auf mindestens ein Element beschichtet oder geklebt und dann einer
Strahlung ausgesetzt werden, sodass sie bzw. es veranlasst wird,
sich einer kationischen Photopolymerisation oder Härtung zu
unterziehen. Das eine Element wird danach mit dem anderen Element
verbunden. Damit eine gleichmäßige Verbindung
des einen mit dem anderen Element durch solch eine Prozedur erreicht
wird, ist es gewünscht,
dass beide Elemente unmittelbar, bevorzugt innerhalb von 10 Minuten,
nach Bestrahlung miteinander verbunden werden.
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Welche
Prozedur auch immer ausgewählt
wird, eine Härtung
durch eine kationische Photopolymerisationsreaktion bei gewöhnlicher
Temperatur der photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung oder -blatt wird innerhalb
einer kurzen Zeitdauer fertig gestellt. Die Klebstoffzusammensetzung,
wenn gehärtet,
entwickelt eine hohe Bindekraft und überlegene Beständigkeit
gegenüber
einem Lösungsmittel,
Wärme und
Wasser.
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Ein
Härtungsmittel
wie beispielsweise Anwendung von Wärme oder Feuchtigkeit kann
ebenfalls in Kombination mit der Bestrahlung verwendet werden, um
eine Härtungsreaktion
der photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung oder -blatt zu unterstützen und
dadurch weiterhin eine Härtungszeit
zu verkürzen.
Insbesondere, wo die photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung eine kleine Menge eines
Polyesterharzes mit einer Glasübergangstemperatur
von unterhalb 25 Grad enthält,
kann das Härtungsmittel
wie beispielsweise Anwendung von Wärme bevorzugt in Kombination
mit der Bestrahlung verwendet werden.
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BESTE WEISEN ZUR DURCHFÜHRUNG DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wird nun detailliert mittels nicht-einschränkender
Beispiele beschrieben, die folgen.
-
I. Bezugsbeispiel 1 und Beispiele 2 bis
4 und Vergleichsbeispiele 1 bis 3
-
Die
folgende Arbeitsprozedur wurde verwendet, um die photohärtbare druckempfindliche
Klebstoffzusammensetzung und -blatt von Bezugsbeispiel 1 gemäß der in
Tabelle 1 spezifizierten Formulierung herzustellen.
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Herstellung einer druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung
-
Unter
Verwendung eines Schüttelmischers
vom Homodispergierertyp (Produktname; Homo Disper Type-L, hergestellt
von Tokushu Kika Kogyo Co., Ltd.) wurden ein Polyesterharz, ein
Epoxyharz, ein kationischer Photoinitiator und ein Lösungsmittel
(MEK) unter Schütteln
bei einer Rate von 3.000 Upm gleichmäßig gemischt, um eine photohärtbare druckempfindliche
Klebstoffzusammensetzung zu erhalten.
-
Herstellung eines druckempfindlichen
Klebeblatts
-
Die
vorstehend erhaltene druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung
wurde durch einen Stangenbeschichter auf einer beschichteten 50 μm dicken
PET-Trennfolie als ein Basiselement, aufgetragen und getrocknet.
Dann wurde eine beschichtete PET-Silikontrennfolie als eine Schutzfolie,
auf eine Oberfläche
der druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung laminiert, um ein
druckempfindliches Klebeblatt zu erhalten. Das resultierende photohärtbare druckempfindliche
Klebeblatt war 100 μm
dick.
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Herstellung eines Verbundstreifens
-
Die
Schutzfolie wurde von dem photohärtbaren
druckempfindlichen Klebeblatt entfernt. Die freiliegende Oberfläche der
photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung wurde wiederum auf eine Korona-behandelten
Oberfläche
einer PET-Folie bei Raumtemperatur laminiert. Als Nächstes wurde
die beschichtete PET-Trennfolie entfernt und die freiliegende Klebstoffoberfläche der
photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung mit einer Ultraviolettstrahlung
bei einer Wellenlänge
von 365 nm von einer Ultrahochdruck-Quecksilberlampe bestrahlt,
die mit einer Energieexposition von 2.400 mJ/cm2 zur
Verfügung gestellt
war. Unmittelbar danach wurde die bestrahlte Oberfläche der
photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung auf eine Korona-behandelte
Oberfläche
einer anderen PET-Folie laminiert. Der Kombination wurde dann erlaubt,
in einem Ofen bei 110°C
30 Minuten lang auszuhärten,
um einen Verbundstreifen zu erhalten.
-
Bewertung
-
(Anfängliche
Bindekraft)
-
Der
Verbundstreifen wurde auf eine Breite von 10 mm geschnitten, um
eine Testprobe herzustellen. Unter Verwendung eines Zugfestigkeitsprofgeräts wurde
die Testprobe einem T-Abziehtest bei einer Abziehrate von 50 mm/Min.
unterzogen. Das Testresultat zusammen mit den Formulierungen der
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung waren in Tabelle 1 gezeigt.
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(Feuchtwärmebeständige Bindekraft)
-
Eine
Testprobe, die auf die gleiche Weise hergestellt wurde, wie sie
vorstehend beschrieben ist, wurde in einen thermo-hygrostatischen
Ofen bei 85°C
und 65% LF 3 Tage lang platziert und danach einen T-Abziehtest bei
einer Abziehrate von 50 mm/Min. unter Verwendung eines Zugfestigkeitsprüfgeräts unterzogen.
Das Testresultat ist in Tabelle 1 angegeben.
-
(Beispiele 2 bis 4 und Vergleichsbeispiele
1 bis 3)
-
Die
Prozedur von Bezugsbeispiel 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme,
dass die in Tabelle 1 spezifizierten Formulierungen verwendet wurden,
Wärme in
der Herstellung von Verbundstreifen nicht angewendet wurde und die
hergestellten Testproben in der Atmosphäre von 23°C und 65% LF drei Tage lang
stehen gelassen wurden. Die Resultate sind in Tabelle 1 angegeben. [Tabelle 1]
| | Bsp. | Vgl.-Bsp. |
| 1
(Bezug) | 2 | 3 | 4 | 1 | 2 | 3 |
| Zusammensetzung | UE3500 | (Gewichtsteile) | 60 | 50 | 40 | | | 20 | |
| B200 | | | | 50 | | | 20 |
| UE3400 | | 10 | 20 | | 60 | 40 | |
| B550 | | | | 30 | | | 10 |
| EP-828 | | | | 10 | | | 35 |
| BEO-60E | 40 | 40 | 40 | 10 | 40 | 40 | 35 |
| SP-170 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Methylethylketon | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 |
| Resultat | Anfängliche
Bindekraft | (g/cm) | 3000 | 2800 | 3200 | 3100 | 3000 | 3000 | 800 |
| Feuchtwärme beständige Bindekraft | 3000 | 2800 | 3100 | 3000 | 500 | 800 | - |
-
Die
in Tabelle 1 aufgelisteten Verbindungen sind wie folgt.
- UE3500:
Polyesterharz (Produkt von Unitika, Tg = 35°C)
- B200: Polyesterharz (Produkt von Toyobo, Tg = 67°C)
- UE3400: Polyesterharz (Produkt von Unitika, Tg = –20°C)
- B550: Polyesterharz (Produkt von Toyobo, Tg = –15°C)
- EP-828: Epoxyharz (Produkt von Yuka-Shell Epoxy)
- BEO-60E: Epoxyharz (Produkt von Shin Nippon Rika)
- SP-170: kationischer Photoinitiator (Produkt von Asahi Denka
Kogyo).
-
II. Bezugsbeispiel 5 und Vergleichsbeispiel
4
-
Die
Arbeitsprozedur von Bezugsbeispiel 1 wurde unter Verwendung der
in der folgenden Tabelle 2 spezifizierten Komponenten wiederholt,
um photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzungen und -blätter herzustellen.
Jedes so erhaltene photohärtbare
druckempfindliche Klebeblatt wurde verwendet, um einen Verbundstreifen
auf die gleiche Weise wie in Bezugsbeispiel 1 herzustellen.
-
Die
erhaltenen Verbundstreifen wurden für die trockene (anfängliche)
Bindekraft und feuchtwärmebeständige Bindekraft
auf die gleiche Weise wie in Bezugsbeispiel 1 bewertet. Die Resultate
sind in Tabelle 2 angegeben. Sie wurden ebenfalls auf Lagerstabilität auf die
folgende Weise bewertet.
-
Lagerstabilität: Das erhaltene
Blatt wurde bei 40°C
1 Monat lang gelagert und danach für die trockene Bindekraft und
feuchtwärmebeständige Bindekraft
gemessen. Die Resultate sind in Tabelle 2 gezeigt. [Tabelle 2]
| | Bez.-Bsp.
5 | Vgl.-Bsp.
4 |
| Druck-empfindliche Klebstoffzusammensetzung | UE3500 | (Gewichtsteile) | 120 | 60 |
| BEO-60E | 40 | 40 |
| SP-170 | 1 | 1 |
| KE-615-3 | 20 | 0 |
| Methylethylketon | 90 | 100 |
| Anfänglich | Trockene
Bindekraft | (g/cm) | 5000 | 3000 |
| Feuchtwärmebeständige Bindekraft
(nach 3 Tagen Lagerung) | 5000 | 3000 |
| Nach Lagerung | Trockene
Bindekraft | (g/m) | 5000 | 3000 |
| Feuchtwärmebeständige Bindekraft
(nach 3 Tagen Lagerung) | 5000 | 3000 |
-
Alle
Teile in der Tabelle sind pro Gewicht. Die in Tabelle 2 aufgelisteten
Verbindungen sind wie folgt.
- UE3500: Polyesterharz (Produkt
von Unitika, Tg = 35°C)
- BEO-60E: Epoxyharz (Produkt von Shin Nippon Rika)
- SP-170: kationischer Photoinitiator (Produkt von Asahi Denka
Kogyo)
- KE-615-3: Terpentinharzester (Produkt von Arakawa Chem. Ind.,
Säurewert
= 1 mgKOH/g).
-
III. Bezugsbeispiel 6 und Vergleichsbeispiel
5
-
(Bezugsbeispiel 6)
-
Herstellung einer druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzung
-
65
Gewichtsteile eines Polyesterharzes (erhalten durch Polykondensation
von 25 Mol-% Terephthalsäure,
25 Mol-% Isophthalsäure,
25 Mol-% Ethylenglykol und 25 Mol-% Neopentylglykol gemäß einem
herkömmlichen
Verfahren), 35 Gewichtsteile eines Epoxyharzes (RIKA RESIN BEO-60E,
Produkt von Shin Nippon Rika Co., Ltd.), 1 Gewichtsteil eines kationischen
Photoinitiators (ADEKA OPTOMER SP170, Produkt von Asahi Denka Co.,
Ltd.) und 150 Gewichtsteile Methylethylketon wurden gleichmäßig unter
Schütteln
bei einer Rate von 3.000 Upm unter Verwendung eines Schüttelmischers
vom Homodispergierertyp (HOMO DISPER TYPE-L, hergestellt von Tokushu
Kika Co., Ltd.) gemischt, um eine photohärtbare druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung
von Bezugsbeispiel 6 herzustellen.
-
Durch
Verwendung der so erhaltenen photohärtbaren druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzung wurden ein photohärtbares druckempfindliches
Klebeblatt und ein Verbundstreifen auf die gleiche Weise wie in
Bezugsbeispiel 1 hergestellt.
-
(Vergleichsbeispiel 5)
-
65
Gewichtsteile eines eine aliphatische Polycarbonsäure enthaltenden
Polyesterharzes (UE3400, Produkt von Unitika Ltd.), 35 Gewichtsteile
eines Epoxyharzes (RIKA RESIN BEO-60E, Produkt von Shin Nippon Rika
Co., Ltd.), 1 Gewichtsteil eines kationischen Photoinitiators (ADEKA
OPTOMER SP270, Produkt von Asahi Denka Co., Ltd.) und 150 Gewichtsteile
Methylethylketon wurden verwendet. Andererseits wurde der Prozedur
von Beispiel 1 gefolgt, um ein photohärtbares druckempfindliches
Klebeblatt herzustellen. Unter Verwendung dieses photohärtbaren
druckempfindlichen Klebeblatts wurde ein Verbundstreifen auf die
gleiche Weise wie in Bezugsbeispiel 1 hergestellt.
-
Bewertung
-
Jedes
der in Bezugsbeispiel 6 und Vergleichsbeispiel 5 erhaltenen Verbundstreifen
wurde in einen Ofen bei 110°C
30 Minuten lang platziert, um die Zusammensetzung zu härten, und
danach für
die Bindekraft gemessen. Der gemessene Wert wurde als anfängliche
Bindekraft aufgenommen. Der Verbundstreifen nach der Härtung wurde
in einen thermo-hygrostatischen Ofen bei 85°C und 95% LF platziert. Nach
dem Verlauf von 3 Tagen wurde die Bindekraft gemessen. Der gemessene
Wert wurde als feuchwärmebeständige Bindekraft
aufgenommen. Die Bindekraft wurde durch Schneiden des Verbundstreifens
auf eine Breite von 10 mm und Unterziehen von ihm zu einem T-Abziehtest
bei einer Abziehrate von 50 mm/Min. unter Verwendung eines Zugfestigkeitprüfgeräts gemessen.
Die Resultate sind in Tabelle 3 angegeben. [Tabelle 3]
| | Anfängliche
Bindekraft | Feuchtwärmebeständige Bindekraft |
| Bez.-Bsp.
6 | 27,4
N/cm | 27,4
N/cm |
| Vgl.-Bsp.
5 | 27,4
N/cm | 9,8
N/cm |
-
Die
Resultate von Bezugsbeispiel 6 haben demonstriert, dass die Verwendung
eines Polyesterharzes, das von einer einen aromatischen Ring enthaltenden
Polycarbonsäure
abgeleitet ist, feuchtwärmebeständige Eigenschaften
verbessert.
-
IV. Bezugsbeispiel 7 und Vergleichsbeispiel
6
-
(Bezugsbeispiel 7)
-
Herstellung von einer druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzung
-
80
Gewichtsteile eines Polyesterharzes, das eine Etherbindung in einem
Molekül
enthält,
(erhalten durch Polykondensation von 25 Mol-% Terephthalsäure, 25
Mol-% Isophthalsäure,
17,5 Mol-% Ethylenglykol, 17,5 Mol-% Ethylenglykoladdukt von Bisphenol
A und 15 Mol-% Polytetraethylenetherglykol gemäß einem herkömmlichen
Verfahren), 20 Gewichtsteile eines Epoxyharzes (RIKA RESIN BEO-60E,
Produkt von Shin Nippon Rika Co., Ltd.), 1 Gewichtsteil eines kationischen
Photoinitiators (ADEKA OPTOMER SP170, Produkt von Asahi Denka Co.,
Ltd.) und 150 Gewichtsteile Methylethylketon wurden gleichmäßig unter
Schütteln
bei einer Rate von 3.000 Upm unter Verwendung eines Schüttelmischers
vom Homodispergierertyp (HOMO DISPER TYPE-L, hergestellt von Tokushu
Kika Co., Ltd.) gemischt, um eine photohärtbare druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung
herzustellen.
-
Durch
Verwendung der so erhaltenen photohärtbaren druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzung wurden ein photohärtbares druckempfindliches
Klebeblatt und ein Verbundstreifen auf die gleiche Weise wie in
Bezugsbeispiel 1 hergestellt.
-
(Vergleichsbeispiel 6)
-
80
Gewichtsteile eines Polyesterharzes (UE3400, Produkt von Unitika
Ltd., Polyetherreste ausgeschlossen), 20 Gewichtsteile eines Epoxyharzes
(RIKA RESIN BEO-60E, Produkt von Shin Nippon Rika Co., Ltd.), 1
Gewichtsteil eines kationischen Photoinitiators (ADEKA OPTOMER SP170,
Produkt von Asahi Denka Co., Ltd.) Lind 150 Gewichtsteile Methylethylketon
wurden verwendet. Andererseits wurde der Prozedur von Beispiel 1
gefolgt, um ein photohärtbares
druckempfindliches Kle beblatt herzustellen. Unter Verwendung dieses
photohärtbaren
druckempfindlichen Klebeblatts wurde ein Verbundstreifen auf die
gleiche Weise wie in Bezugsbeispiel 1 hergestellt.
-
Bewertung
-
Jedes
der in Bezugsbeispiel 7 und Vergleichsbeispiel 6 erhaltenen Verbundstreifen
wurde für
die anfängliche
Bindekraft und die feuchtwärmebeständige Bindekraft
auf die gleiche Weise wie in Bezugsbeispiel 6 bewertet. Die Resultate
sind in Tabelle 4 angegeben. [Tabelle 4]
| | Anfängliche
Bindekraft | Feuchtwärmebeständige Bindekraft |
| Bez.-Bsp.
7 | 17,6
N/cm | 17,6
N/cm |
| Vgl.-Bsp.
6 | 17,6
N/cm | 2,0
N/cm |
-
Die
Resultate von Bezugsbeispiel 7 haben demonstriert, dass die Verwendung
eines Polyesterharzes, das eine Etherbindung aufweist, die darin
eingebaut ist, feuchtwärmebeständige Eigenschaften
verbessert.
-
EFFEKTE DER ERFINDUNG
-
Weil
die photohärtbare
druckempfindliche Klebstoffzusammensetzung der Erfindung wie in
Anspruch 1 definiert ist, zeigt sie gute druckempfindliche Eigenschaften
bei gewöhnlicher
Temperatur und kann durch Bestrahlung gehärtet werden, um eine zufrieden
stellende Bindekraft zu hochpolaren Fügeteilen zu entwickeln.
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Die
photohärtbaren
druckempfindlichen Klebstoffzusammensetzungen der Erfindung können ebenfalls
aufgrund ihrer verbesserten feuchtwärmebeständigen Eigenschaften ebenfalls
in den Gebieten wie beispielsweise Elektrogeräte und Autos verwendet werden,
wo hohe feuchtwärmebeständige Eigenschaften
erforderlich sind.
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Weiterhin
kann das photohärtbare
druckempfindliche Klebeblatt der Erfindung durch Blattbildung von irgendeiner
der vorstehend beschriebenen photohärtbaren druckempfindlichen
Klebstoffzusammensetzungen hergestellt werden. Dementsprechend zeigt
es eine überlegene
Handhabbarkeit und Anwendbarkeit und kann die vorstehend erwähnten Effekte
auf eine einfache Weise zur Verfügung
stellen.