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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Verstärkerschaltung mit einem Gesamtverstärkungsfaktor, der
sich als Funktion des Wertes eines Steuersignals kontinuierlich ändert.
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Eine
solche Verstärkerschaltung
ist in der Patentanmeldung
WO
98/43348 beschrieben. In der bekannten Verstärkerschaltung
verursachen Veränderungen
des Steuersignals Veränderungen
eines Stroms, der von einer durch das Steuersignal gesteuerten Stromquelle
stammt. Wenn dieser Strom zum Vorspannen einer PIN-Typ-Diode verwendet
wird, weist diese Diode eine Impedanz auf, die sich als Funktion
des Steuersignals ändert,
was eine Steuerung des Gesamtverstärkungsfaktors der Verstärkerschaltung
ermöglicht,
der repräsentativ
für ein
Verhältnis
zwischen den Amplituden von Ausgangssignalen und Eingangssignalen
der Verstärkerschaltung ist.
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Die
Schaltung gemäß dem Stand
der Technik weist einige Nachteile auf. Erstens, die PIN-Typ-Diode
kann nicht einfach in integrierter Form hergestellt werden, was
bedeutet, dass die Verstärkerschaltung
nicht leicht in Form einer einzelnen integrierten Schaltung hergestellt
werden kann. Wenn ferner das Steuersignal einen großen Veränderungsbereich
aufweist, ist die Veränderung
der Impedanz der Diode und somit die Veränderung des Gesamtverstärkerfaktors
der Verstärkerschaltung
nicht für den
gesamten Veränderungsbereich
linear. In diesem Fall führt
die Nichtlinearität
des Verstärkungsfaktors
der Verstärkerschaltung
zu einer unkontrollierten Verzerrung im Ausgangssignal der Verstärkerschaltung.
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Wenn
außerdem
die Verstärkerschaltung verwendet
wird, um die Amplitude des Signals zu regeln, d. h. wenn ihr Gesamtverstärkungsfaktor
mittels eines Servo-Steuersystems
in geeigneter Weise nachgestellt wird, verursacht das nichtlineare
Verhalten der PIN-Typ-Diode eine Verzerrung, die in das Ausgangssignal
der Verstärkerschaltung
eingeschleppt wird, wobei sich diese Verzerrung als Funktion der
Amplitude des Eingangssignals ändert.
Um die Auswirkungen einer solchen Verzerrung zu lindern, enthält eine
Verstärkungskette,
die die bekannte Verstärkerschaltung
umfasst, im Allgemeinen der Schaltung vorgelagert ein Voreinstellfilter,
das zum Entfernen parasitärer
Oberwellen aus dem Eingangssignal der Verstärkerschaltung dient, und einen Verstärker zum
Kompensieren der Leis tungsverluste, die durch das Voreinstellfilter
hervorgerufen werden, wobei als Ergebnis hiervon die Operation der
Verstärkerschaltung
sowohl komplex als auch teuer wird.
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US-A-6 094 099 beschreibt
eine Verstärkungsfaktorsteuerschaltung
für einen
so genannten verteilten Verstärker
mit verschiedenen Differentialverstärkerstufen. Der verteilte Verstärker weist
Transistor-Stromquellenschalter für jede Differentialverstärkerstufe
auf, um die Offset-Spannungen für
jede Differentialverstärkerstufe
zu steuern.
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US-A 5 872 481 beschreibt
eine Verstärkerschaltung,
die mehrere Verstärkerstufen
umfasst. Eine Steuerschaltung aktiviert selektiv ein oder mehrere
Verstärkerstufen,
die notwendig sind, um einen gewünschten
Pegel an Ausgangsleistung zu bewirken.
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US-A 5 930 696 offenbart
eine Kombination aus einem Spannung/Strom-Wandler und einem Differentialverstärker mit
automatischer Verstärkungsfaktorsteuerung,
die in einem Empfängersystem
eingesetzt werden kann.
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EP-A EP 0 876 004 beschreibt
eine Verstärkungsfaktorsteuervorrichtung,
die einen Verteiler zum Anlegen eines Eingangssignals an zwei Pfaden umfasst,
von denen jeder einen Verstärkungsfaktorsteuerverstärker enthält. Ein
Mischer mischt die jeweiligen Ausgangssignale der zwei Pfade miteinander.
Eine Steuerschaltung steuert separat die jeweiligen Verstärkungsfaktoren
der Verstärkungsfaktorsteuerverstärker in
den zwei Pfaden.
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Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, die Nachteile, die in Bezug auf
WO 98/43348 erwähnt worden sind,
im Wesentlichen zu beseitigen, indem eine integrierbare Verstärkerschaltung
geschaffen wird, deren Gesamtverstärkungsfaktor sich in einer
quasi-linearen Weise als Funktion des Steuersignals ändert, wobei
diese Schaltung nur eine kleine, im Wesentlichen konstante Verzerrung
entsprechend der Amplitude des Eingangssignals der Verstärkerschaltung
hervorruft.
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Anspruch
1 definiert eine Verstärkerschaltung
gemäß der Erfindung.
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Gemäß der Erfindung
ist ein Veränderungsbereich
des Gesamtverstärkungsfak tors
der Verstärkerschaltung
in so viele Zonen unterteilt, wie Verstärkungszweige in der Schaltung
vorhanden sind, wobei jeder Verstärkungszweig so gestaltet werden
kann, dass die Veränderung
seines eigentlichen Verstärkungsfaktors
in dem Teil des Veränderungsbereiches,
für den
der Zweig den größten Beitrag
zum Gesamtverstärkungsfaktor
liefert, quasi-linear ist.
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Da
außerdem
jeder Zweig so optimiert werden kann, dass er die kleinstmögliche Verzerrung
in das Ausgangssignal der Verstärkerschaltung
in der Zone einschleppt, in der der Zweig den größten Beitrag zum Gesamtverstärkungsfaktor
liefert, ist die durch die Verstärkerschaltung
eingeschleppte Verzerrung bekannt und unabhängig vom Wert des Gesamtverstärkungsfaktors
in geeigneter Weise kontrolliert.
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Die
Erfindung kann in jeder Anwendung genutzt werden, in der eine Verstärkung oder
Dämpfung eines
Signals erforderlich ist. In einer Vorrichtung zum Empfangen von
Funksignalen, z. B. einem Fernsehempfänger, einer Decodierereinheit
oder einem Funktelephon, kann die Leistung des empfangenen Signals
als Funktion verschiedener Parameter erheblich variieren, wie z.
B. aufgrund des Abstands zwischen dem Empfänger und der Sendequelle, oder auch
der Position eines Antennensystems bezüglich der Sendequelle. Die
Vorrichtung enthält
Ketten zum Verarbeiten des empfangenen Signals, die so dimensioniert
sind, dass sie für
eine gegebene Leistung des Signals geeignet sind, so dass die Vorrichtung vorteilhaft
mit einem System zum Regeln der Leistung des empfangenen Signals
versehen ist, wobei das System fähig
ist, das Signal so zu verstärken oder
zu dämpfen,
dass das Signal vor seiner Verarbeitung an die Ketten angepasst
wird.
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Anspruch
4 definiert eine Vorrichtung zum Empfangen von Funksignalen gemäß der Erfindung.
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Die
quasi-lineare Entwicklung des Verstärkungsfaktors der Verstärkerschaltung
als Funktion des Steuersignals, die mittels der Erfindung erzielt wird,
ermöglicht,
Vorselektionsfilter und zugehörige Verstärker wegzulassen,
die gewöhnlich
der Verstärkerschaltung
vorgelagert angeordnet sind. Dies führt zu einer wesentlichen Vereinfachung
der Struktur des Empfängers
und zu einer Reduktion seiner Herstellungskosten, was auf die Tatsache
zurückgeführt werden
kann, dass die Verstärkerschaltung
gemäß der Erfindung
somit als integrierte Schaltung hergestellt werden kann. Diese und
andere Aspekte der Erfindung werden mit Bezug auf die nicht einschränkende beispielhafte
Ausführungsform
und die beigefügten
Zeichnungen offensichtlich und erläutert, in welchem:
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1 ein
Blockdiagramm einer Verstärkerschaltung
gemäß einer
bestimmten Ausführungsform der
Erfindung ist;
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2 ein
elektrisches Schaltbild von Spannungsteilern ist, die in einer solchen
Verstärkerschaltung
enthalten sind;
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3 ein
elektrisches Schaltbild von Verstärkerzweigen gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist;
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4 eine
Gruppe von Kurven zeigt, die insbesondere die Entwicklung des Gesamtverstärkungsfaktors
einer Verstärkerschaltung
gemäß der Erfindung
zeigen;
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5 eine
Gruppe von Kurven zeigt, die insbesondere die Entwicklung der Linearität einer
Verstärkerschaltung
gemäß der Erfindung
zeigen; und
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6 ein
Blockdiagramm eines Empfängers gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist.
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1 zeigt
eine bestimmte Ausführungsform
einer Verstärkerschaltung
AC, die ein Eingangssignal Vin empfangen und ein Ausgangssignal
Vout ausgeben soll. Diese Verstärkerschaltung
umfasst mehrere Verstärkungszweige
(Di, Hi, ai, mit i = 1 bis N), wobei jeder Verstärkungszweig einen eigentlichen
Verstärkungsfaktor
aufweist, der einen Beitrag zum Gesamtverstärkungsfaktor der Verstärkerschaltung
AC leistet, und wobei die Größe des Beitrags durch
ein Steuersignal CNT bestimmt wird.
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Die
Verstärkungszweige
sind dafür
vorgesehen, ein identisches Eingangssignal Vin zu empfangen, und
umfassen eine so genannte Übertragungsschaltung
Hi und einen Verstärker
Ai, die in einer Kaskade angeordnet sind, wobei das Steuersignal CNT
fähig ist,
den Verstärkungsfaktor
des Verstärkers
Ai zu steuern. Die Verstärkerschaltung
AC umfasst zusätzlich
einen Addierer ADD, der dafür
vorge sehen ist, die Ausgangssignale von den Verstärkungszweigen
zu empfangen. Vout kann dann wie folgt ausgedrückt werden: Vout = Σai.hi(Vin)),
wobei hi(Vin) die Übertragungsfunktion
einer Übertragungsschaltung
Hi repräsentiert,
mit i = 1 bis N, und ai der Verstärkungsfaktor des Verstärkers Ai
ist. Jede Übertragungsfunktion
kann durch die Gleichung hi(Vin) = bi.Vin + ci.(Vin)3 ausgedrückt werden.
Die Erfinder haben festgestellt, dass die Linearität LIN der
Verstärkerschaltung
AC, die so definiert ist, dass sie gleich dem Verhältnis zwischen
den Veränderungen der
Amplitude der Ausgangs- und Eingangssignale Vout und Vin ist, wie
folgt ausgedrückt
werden kann: LIN = ΔVout/ΔVin = [Σ(ai.bi)]/Σ(ai.(bi)4], unter der Berücksichtigung, dass der Beitrag
durch die Ausdrücke (Vin)3 vernachlässigbar klein ist im Vergleich
zu den Ausdrücken
Vin, wobei die Amplitude des Signals Vin viel kleiner als 1 ist.
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Durch
vernünftiges
Auswählen
der Parameter ai und bi wird es somit möglich, die Linearität der Verstärkerschaltung
AC zu optimieren. In der in 1 gezeigten
Verstärkerschaltung
umfassen die Verstärkungszweige
zusätzlich
Spannungsteiler Di, mit i = 1 bis N. Diese Spannungsteiler dienen
zwei Zwecken: Sie ermöglichen
einerseits eine konstante Eingangsimpedanz der Verstärkerschaltung
AC zu erreichen, da sie vorteilhaft so ausgeführt werden können, dass
sie Widerstandsbrücken
sind. Andererseits schaffen sie zusätzliche Freiheit hinsichtlich
der Dimensionierungen der Verstärkungszweige,
was ermöglicht,
die Linearität
der Verstärkerschaltung
AC zu optimieren. Die Linearität
LIN der Verstärkerschaltung
AC, die mit den Spannungsteilern Di (mit i = 1 bis N) versehen ist,
kann durch die folgende Gleichung ausgedrückt werden: LIN = [Σ(ai.bi/di)]/Σ(ai.(bi)4/(di)3], wobei di
das Verhältnis
der Division ist, die vom Teiler Di ausgeführt wird. In einer Ausführungsform,
in der die Verstärkerschaltung
AC eine lineare Dämpfung
als Funktion ihres Eingangssignals ausführen soll, ist es möglich, dann,
wenn die Verstärkerschaltung
AC diese Verstärkungszweige umfasst,
d. h. N = 3 gilt, die folgenden Dimensionierungen zu wählen:
- – d1
= 1; d2 = 3; d3 = 2,
- – b1
= 0,75; b2 = 0,75; b3 = 0,25, und
- – a1
und a2 variieren zwischen 0 und 1 als Funktion des Wertes des Steuersignals
CNT, während a3
auf 1 gesetzt ist.
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Die
Tatsache, dass aN = 1 gilt, ermöglicht, den
Veränderungsbereich
des Ge samtverstärkungsfaktors
der Verstärkerschaltung
zu steuern. Dieser Gesamtverstärkungsfaktor,
ausgedrückt
in dB, ist gleich 20.log(Vout/Vin) und liegt im Bereich zwischen 20.log(b3/d3),
wenn a1 = a2 = 0, und 20.log[(b3/d3) + (b2/d2) + (b1/d1)], wenn
a1 = a2 = 1, d. h. in diesem Beispiel zwischen –18 und 1 dB.
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Es
ist offensichtlich, dass vier unterschiedliche Ausführungsformen
möglich
sind, und dass die Dimensionierungen jedes Mal als Funktion der
beabsichtigten Anwendung Verstärkerschaltung
gewählt werden.
Für ein
besseres Verständnis
des Vorangehenden folgt eine Beschreibung einer einzelnen Ausführungsform,
die ermöglicht,
die obenerwähnten
numerischen Werte zu erzielen.
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2 zeigt
Spannungsteiler, die in einer Verstärkungsschaltung enthalten sind,
deren Dimensionierungen mit den obenbeschriebenen übereinstimmen.
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In
dieser Ausführungsform
ist das Eingangssignal Vin natürlich
differential. Der Spannungsteiler D1 mit dem Verhältnis d1
= 1 existiert nicht wirklich. Sein Eingangssignal (I1, I1n) bildet
auch sein Ausgangssignal.
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Der
Spannungsteiler D2 mit dem Verhältnis d2
= 3 umfasst zwei Teilerbrücken,
die jeweils aus drei Widerständen
Ri2 bestehen, die in Serie zwischen einem Eingangsanschluss (I1,
I1n) und einem Referenzspannungsanschluss angeordnet sind. Die Ausgangsanschlüsse (I2,
I2n) des Spannungsteilers D2 liefern ein Differenzsignal, dessen
Amplitude gleich einem Drittel der Amplitude des Eingangssignals
Vin ist.
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Der
Spannungsteiler D3 mit dem Verhältnis d3
= 2 umfasst zwei Teilerbrücken,
die jeweils aus zwei Widerständen
Ri3 bestehen, die in Serie zwischen einem Eingangsanschluss (I1,
I1n) und einem Referenzspannungsanschluss angeordnet sind. Die Ausgangsanschlüsse (I3,
I3n) des Spannungsteilers D3 liefern ein Differenzsignal, dessen
Amplitude gleich der Hälfte
der Amplitude des Eingangssignals Vin ist.
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3 zeigt Übertragungsschaltungen
und Verstärker,
die in einer Verstärkerschaltung
mit den obenbeschriebenen Dimensionierungen enthalten sind. In dieser
Ausführungsform
der Erfindung enthält
jede Übertragungsschaltung
Hi einen Spannung/Strom-Wandler in Form eines Differenzverstärkers, der
mittels eines Widerstands Ri degeneriert ist, wobei die Leitfähigkeit
des Differenzverstärkers
mittels des Signals gesteuert wird, das von den Ausgangsanschlüssen (Ii,
Iin) des Spannungsteilers Di genommen wird, der der Übertragungsschaltung
Hi vorgelagert ist.
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In
diesem Fall nimmt der Addierer die Form von Lastwiderständen RL
an, die mit der Übertragungsschaltung
H1 verbunden sind und dafür
vorgesehen sind, von Strömen
durchflossen zu werden, die von den unterschiedlichen Verstärkungszweigen stammen,
um somit ein Signal und eine Spannung Vout zu erzeugen, die die
Summe der von den jeweiligen Verstärkungszweigen geleisteten Beiträgen repräsentieren.
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Der
erste und der zweite Verstärkungszweig sind
jeweils mit einem Verstärker
versehen, der von zwei Differenzverstärkern Pi1 und Pi2 gebildet
wird, mit i = 1 oder 2, wobei deren Leitfähigkeit durch eine Differenzspannung
gesteuert wird, die aus dem Steuersignal hergeleitet und an die
Eingangsanschlüsse Ci
und Cin des Differenzverstärkers
angelegt wird.
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Diese
Differenzverstärker
werden verwendet, um von den Übertragungsschaltungen
H1 und H2 erzeugte Ströme
in Richtung zu den Lastwiderständen
RL zu leiten. In dieser bevorzugten Ausführungsform gemäß der Erfindung
bilden die Übertragungsschaltungen
H1, H2 und die Verstärker
(P11, P12) und (P21, P22) somit Gilbert-Zellen.
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Im
dritten Verstärkungszweig
ist die Übertragungsschaltung
H3 direkt mit dem Addierer in Form eines Lastwiderstands RL verbunden,
wodurch a3 = 1 gilt und die Veränderungsamplitude
des Gesamtverstärkungsfaktors
der Verstärkerschaltung
durch den Verstärkungsfaktor
der Übertragungsschaltung H3
bestimmt wird.
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In
Bezug auf die obenerwähnten
Dimensionierungen wird vorteilhaft folgende Wahl getroffen:
R1
= 8.RL/3, um b1 = 0,75 zu erhalten,
R2 = 8.RL/3, um b2 = 0,75
zu erhalten, und
R3 = 8.RL, um b3 = 0,25 zu erhalten.
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4 zeigt
die Entwicklung des Gesamtverstärkungsfaktors
Gt einer Verstärkerschaltung
gemäß der Erfindung.
Diese Entwicklung wird durch eine Kurve dargestellt, die mittels
einer kontinuierlichen Linie CAC gezeigt ist.
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Eine
gerade gestrichelte Linie CI zeigt die ideale Entwicklung des Gesamtverstärkungsfaktors Gt
als Funktion des Steuersignals CNT in einer perfekt linearen Verstärkerschaltung.
Eine weitere Kurve CPIN zeigt mittels einer strichpunktierten Linie
die Entwicklung des Gesamtverstärkungsfaktors
einer bekannten Verstärkerschaltung
als Funktion ihres Steuersignals.
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Es
ist deutlich sichtbar, dass die Kurve CPIN der bekannten Verstärkerschaltung
wesentlich von der geraden Linie CI abweicht, was auf die nichtlineare
Entwicklung der Impedanz der PIN-Typ-Diode als Funktion ihres Polarisierungsstroms
zurückgeführt werden
kann. Ferner zeigt die Figur, dass kleine Veränderungen der niedrigen Werte
des Steuersignals CNT große
Veränderungen
des Gesamtverstärkungsfaktors
der bekannten Verstärkerschaltung
hervorrufen können,
während
folglich der Gesamtverstärkungsfaktor
bei niedrigen Werten des Steuersignals CNT unzureichend gesteuert
wird.
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Die
Entwicklung des Gesamtverstärkungsfaktors
der Verstärkerschaltung
gemäß der Erfindung kann
in drei Zonen Z1, Z2, Z3 zerlegt werden, wobei die Beitragseigenschaft
jedes Verstärkungszweiges H1,
H2, H3 zum Gesamtverstärkungsfaktor
Gt in jeweils einer der Zonen vorherrschend ist.
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Da
jeder Verstärkungszweig
so dimensioniert ist, dass er einen eigentlichen Verstärkungsfaktor
mit einer quasi-linearen Entwicklung in der Zone (Zi) bietet, wo
sein Beitrag am größten ist,
zeigt die Zeichnung, dass die Kurve CAC sehr nahe an der geraden
Linie CI liegt.
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In
das Signal, das von der Verstärkerschaltung
gemäß der Erfindung
verstärkt
worden ist, wird somit im Wesentlichen keine Verzerrung durch das Verstärkungssignal
eingeschleppt, die durch nichtlineare Veränderungen des Gesamtverstärkungsfaktors
Gt als Funktion des Steuersignals CNT erzeugt wird. Ferner zeigt
die Zeichnung, dass die Veränderung
des Gesamtverstärkungsfaktors
Gt klein ist, so dass der Verstärkungsfaktor
sowohl bei kleinen als auch großen
Werten des Steuersignals CNT genau gesteuert wird.
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5 zeigt
mittels einer durchgezogenen Linie die Entwicklung der in Dezibel
ausgedrückten
Linearität
LIN einer Verstärkerschaltung,
wie oben beschrieben worden ist, als Funktion der in Dezibel ausgedrückten Veränderungen
des Gesamtverstärkungsfaktors
Gt. Diese Kurve zeigt zwei Wölbungen, wobei
jede Wölbung
durch einen der Verstärkungszweige
hervorgerufen wird, der nicht direkt mit dem Addierer verbunden
ist.
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Eine
gerade Linie LI, die mittels einer gepunkteten Linie gezeigt ist,
zeigt die Linearität
einer idealen Verstärkerschaltung.
Diese gerade Linie weist eine Steigung von –1 dB/dB auf, wobei die Verstärkerschaltung
in diesem Beispiel als veränderliches
Dämpfungsglied
arbeitet. Bei einer konstanten Amplitude des Ausgangssignals Vout
muss dann, wenn die Amplitude des Eingangssignals Vin groß ist, die
vom Verstärkungssignal
in dessen Ausgangssignal Vout eingeschleppte Verzerrung klein sein. Aus
diesem Grund muss die Linearität
LIN, die das in Dezibel ausgedrückte
Verhältnis ΔVout/ΔVin repräsentiert,
bei niedrigen Werten des Gesamtverstärkungsfaktors Gt hoch sein
und mit zunehmendem Gesamtverstärkungsfaktor
Gt abnehmen, wobei die Verzerrung konstant bleibt, wenn die Amplitude
des Eingangssignals zunimmt.
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Eine
gerade Linie LPIN, die mittels einer strichpunktierten Linie gezeigt
ist, zeigt, wie sich die Linearität der bekannten Verstärkerschaltung
entwickelt, wenn eine PIN-Typ-Diode verwendet wird. Die Zeichnung
zeigt, dass die Steigung dieser geraden Linie und die Steigung der
geraden Linie LI entgegengesetzte Vorzeichen aufweisen, was bedeutet, dass
die bekannte Verstärkerschaltung
nicht in geeigneter Weise für
die obenbeschriebene Anwendung verwendet werden kann, da sie eine
hohe Verzerrung für
kleine Wert des Gesamtverstärkungsfaktors
Gt einschleppt, wobei der Wert der von der bekannten Verstärkerschaltung
eingeschleppten Verzerrung außerdem
mit der zunehmenden Amplitude ihres Eingangssignals ansteigt.
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Die
Zeichnung zeigt andererseits, dass die Kurve LAC zur geraden Linie
LI benachbart ist, was bedeutet, dass die von der Verstärkerschaltung
gemäß der Erfindung
eingeschleppte Verzerrung sehr klein ist und genau als Funktion
der Veränderungen des
Eingangssignals gesteuert wird, da sie im Wesentlichen konstant
ist.
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6 zeigt
eine Vorrichtung zum Empfangen von Funksignalen gemäß einer
Ausführungsform der
Erfindung. Diese Vorrichtung, die z. B. ein Fernsehempfänger, ein
Decodierer oder auch ein Funktelephon sein kann, umfasst:
- – ein
Antennensystem AF zum Empfangen eines Signals und Transformieren
desselben in ein elektronisches Signal Vin, gewöhnlich als Funksignal bezeichnet,
- – eine
Verstärkerschaltung
AC, wie hier oben beschrieben worden ist, die dafür vorgesehen
ist, ein verstärktes
Funksignal Vout zu liefern,
- – einen
Leistungsdetektor DET, der dafür
vorgesehen ist, ein Steuersignal CNT an die Verstärkerschaltung
AC zu liefern, wobei das Steuersignal einen Vergleich zwischen dem
Wert der Leistung des verstärkten
Funksignals Vout und einem Referenzwert repräsentiert, und
- – eine
Signalverarbeitungskette PC, die dafür vorgesehen ist, das verstärkte Funksignal
Vout zu nutzen.
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Der
Leistungsdetektor kann z. B. verwendet werden, um die Amplitude
des verstärkten
Signals Vout mit der Amplitude eines Referenzsignals zu vergleichen,
wobei die Leistung eines Signals proportional zum Mittelwert des
Quadrats seiner Amplitude ist.
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Die
Erfindung ermöglicht,
die Leistung des Signals Vout zu regeln, wobei das Signal dafür vorgesehen
ist, durch die Verarbeitungskette des Signals PU genutzt zu werden,
jedoch ohne dieses Signal in einer unvorhersagbaren Weise wesentlich
zu stören. Somit
ist es nicht notwendig, der Verstärkerschaltung vorgelagert Vorsorgesysteme,
wie z. B. Vorauswahlfilter, vorzusehen, was zu einer wesentlichen
Vereinfachung der internen Struktur der Vorrichtung und zu einer
Reduktion der Herstellungskosten führt. Da außerdem die Verstärkerschaltung
AC keine PIN-Typ-Diode verwendet, kann die Schaltung innerhalb einer
integrierten Schaltung hergestellt werden, die auch den Detektor
DET und die Verarbeitungskette des Signals PC umfassen kann.