DE2852567C2 - Verstärker mit einem ersten und einem zweiten Verstärkerelement - Google Patents
Verstärker mit einem ersten und einem zweiten VerstärkerelementInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verstärker mit einem ersten und einem zweiten Verstärkewlement,
deren Ausgänge an eine Belastung angeschlossen sind und mit einem Abschwächer mit einer Differenzschaltung,
in der das Ausgangssignal des ersten Verstärkerelementes mit dem Eingangssignal verglichen wird,
wonach ein sich daraus ergebendes Korrektursignal dem zweiten Verstärkerelement zugeführt wird.
Ein derartiger Verstärker wird in dem Buch »Precision Electronics« ven Klein und Zaalberg von Zelst, Cen- ι
trex, Eindhoven, 1967, Seiten 164-165 beschrieben.
In diesem Verstärker haben die beiden Verstärkerelemente einen nahezu gleichen Verstärkungsfaktor und ist
das zweite Verstärkerelement als korrigierender Verstärker für das erste Verstärkerelement wirksam Dazu werden
in der Hilfsschaltung das Ausgangssigaal über einen Abschwächer - dessen Abschwächungsfaktor dem
Reziprokwert des Verstärkungsfaktors jedes Verstärkerelementes entspricht - in einer Vergleichsschaltung miteinander
verglichen. Die Vergleichsschaltung liefert das Korrektursignal, und unter Anwendung des bekannten
Prinzips »das Fehlende hinzufügen« wird dieses Korrektursignal über den zweiten Verstärker dem Ausgangssignal
des ersten Verstärkerelementes hinzugefügt. Die Ausgangssignale der beiden Verstärkerelemente werden
addiert, wobei der relative Fehler des ganzen Verstärkers dem Produkt aus den relativen Fehlern der beiden Verstärkerelemente
entspricht.
Der Vorteil eines derartigen Verstärkers ist, daß dadurch die Gesamtverzerrung bei einem stabilen System
sehr klein wird.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, das eine Verstärkerelement nicht nur als Korrekturelement für
das andere wirken zu lassen, sondern auch jedes der beiden Verstärkerelemente als Ausgleichselement für das
andere. Obschon dann in der gesamten Verstärkerkombination eine Anzahl Rückkopplungsschleifen vorhanden
sind, ist es dennoch möglich, auf diese Weise zu einem stabilen Verstärker zu gelangen.
Die Erfindung weist das Kennzeichen auf, daß die beiden Verstärkerelemente gegebenenfalls mit vorgeschalteten
Vorverstärkern als Leistungsverstärker ausgebildet sind und das zweite Verstärkerelement ebenfalls mit
einer nahezu identischen Differenzschaltung mit einem Abschwächer versehen ist, die dem ersten Verstärkerelement
ein Korrektursignal liefert und wobei den beiden Verstärkerelementen ein zu verstärkendes Signal
zugeführt wird.
Gegenüber dem bekannten Verstärkersystem werden mit dem erfindungsgemäßen Verstärker die nachfolgenden
Vorteile erzielt:
- Der Gesamtverzerrungsprozentsatz wird kleiner und kann sogar bei Verwendung von Differenzverstärkern
guter Qualität zu einem praktisch nicht oder kaum meßbaren Wert verringert werden (dabei gilt die Bedingung,
daß jedes der Verstärkerelemente immer ein Signal überträgt),
- als Verstärkerelement sind Leistungsendverstärker mit einem hohen Leistungsprozentsatz zu verwenden,
- die insgesamt zu liefernde Leistung wird auf zwei Verstärker verteilt; dadurch eignet sich der Verstärker
auch durch den symmetrischen Aufbau der Verstärkerelemente, der Abschwächer und der etwaigen Verglc
ichsschaltungen durchaus für eine Ausbildung als integrierte Schaltung,
- obschon einige Mit- und Gegenkopplungsschleifen in den Verstärker eingeführt werden, ist der Verstärker
stabil.
Es ist besonders günstig, jedes Verstärkerelement mit einem Vorverstärker mit einem invertierenden und
einem nichtinvertierenden Eingang zu versehen.
Im erfindungsgemäßen Verstärker können die Verstärkerelemente einen Spannungsausgang oder einen
Stromausgang haben.
In der Ausführungsform mit einem Spannungsausgang (niedriger Verstärkerausgangswiderstand) sind auf
I?; bekannte Weise die Ausgänge der beiden Verstärkerelemente in Gegentakt an eine Belastung angeschlossen
[| und das zu verstärkende Eingangssignal wird den Eingängen der Vorverstärker mit entgegengesetzter Polarität
|i zugeführt.
iS Das gegenphasige Zuführen des Eingangssignal dient dazu, daß an der Belastung die Summe der Leistungen
ti:? der beiden Verstärkerelemente vorhanden ist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
st dabei jede Differenzschaltung mit einer Vergleichsschaltung versehen, in der das Eingangssignal mit dem Aus-
fi gangssignal der hinter dem Vorverstärker liegenden Leistungsendstufe verglichen wird und die das Korrektur-P
signal für das andere Verstärkerelement liefert.
p: Besonders geeignet ist die Verwendung eines Differenzverstärkers mit einem invertierenden und einem nicht-
invertierenden Eingang als Vergleichsschaltung. Bei dieser Verwendung gibt es zwei Anschlußrnöglichkeiten
H der Vergleichsschaltung, was zu zwei Ausführungsbeispielen führt.
S* In dem einen Ausfühnungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Ausgänge der Leistungsendstufen entweder mit
'■''■ den invertierenden oder den nichtinvertierenden Eingängen der Vergleichsschaltungen verbunden sind und daß
die Korrektursignale den entsprechenden Eingängen der Vorverstärker zugeführt werden.
' In dem anderen Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß der Ausgang der einen Leistungsendstufe mit dem
ί invertierenden Eingang der einen Vergleichsstufe und der Ausgang der anderen Leistungsendstufe mit dem
nichtinvertierenden Eingang der anderen Vergleichsstufe verbunden ist, und daß das von jeder der beiden Vergleichsstufen
gelieferte Korrektursignal dem entsprechenden Vorverstärker an dem gleichen Eingang zugeführt
wird, an dem der damit verbundenen Vergleichsschaltung das Ausgangssignal der Leistungsendstufe zugeführt
wird.
Ein anderer günstiger Gegentaktverstärker nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Ver-Stärkerelement
die hinler dem Vorverstärker liegende Leistungsendstufe eine Verstärkung von nahezu 1 hat und
mit einem invertierenden E:ngang versehen ist, wobei in jeder Differenzschaltung der invertierende Eingang
und der Ausgang der Leistungsendstufe über geeignete nahezu gleiche Widerstände miteinander verbunden
sind, wobei das an diesem Knotenpunkt entstandene Korrektursignal über einen Abschwächer dem invertierenden
Eingang des nicht zugehörenden Vorverstärkers zugeführt wird.
In der Ausfuhrungsform mit dem Stromeingang (hochohmiger Verstärkerausgangswiderstand) sind auf
bekannte Weise die Eingänge der beiden Verstärkerelemente, die einander parallelgcschaltet sind, über die
Belastung mit Erde verbunden und das zu verstärkende Eingangssignal wird gleichartigen Eingängen der Verstärkerelemente
zugeführt.
Diese Ausführungsform weist das Kennzeichen auf, daß in jeder Differenzschaltung zwischen dem Ausgang
des zugeordneten Verstärkerelementes und der Belastung ein Meßwiderstand liegt, wobei die Spannungen vor
und hinter dem Meßwiderstand in einem Differenzverstärker miteinander verglichen werden, das sich daraus
ergebende verstärkte Signal wieder mit dem Eingangssignal der zugeordneten Leistungsendstufe verglichen
wird, wonach das Korrektursignal entsteht, das gegenüber dem zu verstärkenden Eingangssignal in Gegenphase
dem nicht zugeordneten Vorverstärker zugeführt wird.
Jeder Abschwächer kann aus einem einfachen Spannungsteiler bestehen. Dieser wird dann in dem letzten
Ausführungsbeispiel zwischen der spannungsführenden Ausgangsklemme jedes Verstärkerelementes und Erde
is angeordnet. Wie bereits erwähnt, ist der Widerstand dieses Spannungsteilers viel größer als der der Belastung.
Die im Verstärker verwendeten Differenzverstärker bestehen vorzugsweise aus linearen Operationsverstärkern,
woraus auch die Vorverstärker bestehen können. Diese Verstärker können fast als ideal betrachtet werden,
da ihr Verzerrungsprozentsatz nahezu vernachlässigbar ist.
Für ein einwandfreies Funktionieren des Verstärkers nach der Erfindung, ist es von großer Bedeutung, daß der
Verzerrungsprozentsatz der Operationsverstärker viel kleiner ist als der der Leistungsendstufen.
Es wurde bereits bemerkt, daß der Verstärker nach der Erfindung durch den symmetrischen Aufbau der Verstärkerelemente
usw. sich durchaus dazu eignet, als integrierte Schaltung ausgebildet zu werden.
Dies wird noch besser durch den Gebrauch linearer Operationsverstärker.
Wenn die Abschwächer in den Hilfsschaltungen einen nahezu identischen Abschwächungsfaktor ergeben, ist
die Gesamtverzerrung nahezu vernachlässigbar, was von dem Wert der Verzerrungsprozentsätze jeder Leistungsendstufe
unabhängig ist.
Es ist weiterhin erwünscht, daß die Verstärkerelemente nahezu gleiche Verstärkungsfaktoren aufweisen. Dies
wegen der Ausbildung in integrierter Form.
Aus Stabilitätsgründen ist es weiterhin erwünscht, daß der Abschwächungsfaktor in den beiden Abschwä-M
ehern δ kleiner ist als 21a, wobei α der Verstärkungsfaktor jedes einzelnen Verstärkerelementes, gegebenenfalls
einschließlich des Vorverstärkers, ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher
beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 und 2 einen Schaltplan eines erfindungsgemäßen Verstärkers, wobei in Fig. 1 die Verstärkerelemente
mit einem Spannungsausgang und in Fig. 2 mit einem Stromausgang versehen sind, Fig. 3 und 4 ausgearbeitete Abwandlungen des Verstärkers nach Fig. 1,
Fig. 5 eine Abwandlung des Verstärkers nach Fig. 2,
Fig. 6 eine einfache Abwandlung des Verstärkers nach Fig. 1.
Fig. 6 eine einfache Abwandlung des Verstärkers nach Fig. 1.
In F i g. 1 wird im Grunde der Verstärker nach der Erfindung dargestellt. Dieser Verstärker enthält zwei Ver-Stärkerelemente
1 und 2, denen Vorverstärker 3 und 4 vorgeschaltet worden sind.
Die Verstärkerclernente 1 und 2 lassen sich als Leistungsendstufen betrachten, die in der Klasse A oder der
Klasse B und gegebenenfalls sogar in der Klasse D zusammen mit einem Tiefpaßfilter wirksam sein können.
Zwischen den Ausgängen 5 und 6 der beiden Verstärkerelemente 1 und 2 ist unmittelbar eine Belastung 7
geschaltet, die beispielsweise ein Lautsprecher sein kann.
Die Vorverstärker 3 und 4 sind als Differenzverstärker ausgebildet und weisen einen nichtinvertierenden Eingang
(durch ein +-Vorzeichen bezeichnet) und einen invertierenden Eingang (durch ein —Vorzeichen bezeichnet)
auf.
Der Vorverstärker 3 erhält das Eingangssignal s am invertierenden Eingang; der Vorverstärker 4 erhält das
Signal am nichtinvertierenden Eingang.
Jedes Verstärkerelement ist mit einer Differenzschaltung versehen, die im wesentlichen aus einem Abschwächer
und einer Vergleichsschaltung aufgebaut ist.
Zu dem Verstärkerelement 1 gehört die Differenzschaltung A.
Zu dem Verstärkerelement 1 gehört die Differenzschaltung A.
In dieser Differenzschaltung wird der Ausgangsklemme 5 des ersten Verstärkerelementes 1 ein Teil der Ausgangsspannung
über den ersten Abschwächer, und zwar das Potentiometers, entnommen und dem invertierenden
Eingang der ersten Vergleichsschaltung 9 zugeführt, die als Differenzverstärker ausgebildet ist. Der Ausgang
der Vergleichsschaltung 9 ist mit dem invertierenden Eingang des Vorverstärkers 4 verbunden. Auf gleiche
Weise ist in der Differenzschaltung B, die zu dem Verstärkerelement 2 gehört, die Ausgangsklemme 6 des zweiten
Verstärkerelementes 2 über einen zweiten Abschwächer, das Potentiometer 10, mit dem nichtinvertierenden
Eingang der zweiten Vergleichsschaltung 11 verbunden, wobei das Ausgangssignal dieser Vergleichsschaltung
als Korrektursignal dem nichtinvertierenden Eingang des Vorverstärkers3 zugeführt wird. Die Potentiometer 8
und 10 sind beide mit Erde verbunden. Die Eingangsklemme 12 des ersten Verstärkerelementes 1 ist weiterhin
mit dem nichtinvertierenden Eingang der ersten Vergleichsschaltung 9 verbunden, während die Eingangsklemme 13 des zweiten Verstärkerelementes 2 mit dem invertierenden Eingang der zweiten Vergleichsschaltung
11 verbunden ist.
Die Differenzverstärker3,4,9 und 11 sind lineare Operationsverstärker, deren Spannungsverstärkungsfaktor 1
betragen kann.
Die Wirkungsweise des Gegentaktendverstärkers ist wie folgt. Das zu verstärkende Eingangssignal s wird zusammen
mit einem angebotenen Korrektursignal, wobei in dem Vorverstärker 3 das erste Signal von dem ande-
ren Signal subtrahiert wird, dem Eingang 12 des ersten Verstärkerelementes 1 zugeführt.
In diesem Verstärkerelement wird dieses Signal um einen Verstärkungsfaktor averstärkt. Für dieses Verstärkerelement
1 wird diesem verstärkten Signal ein Störsignal E hinzugefugt, das die lineare sowie die nichtlineare
Verzerrung des Verstärkerelementes 1 darstellt.
Ein Teil des gesamten Endsignals am Punkt 5 wird mit einem Abschwächungsfaktor ö über den ersten s
Abschwächer 8 in der Vergleichsschaltung 9 mit dem angebotener. Signa! verglichen, das der Eingangsklemme
12 entnommen wird.
Unter Abschwächungsfaktor wird dabei die Spannung am Abgriff des Potentiometers 8 geteilt durch die Gesamtspannung
an diesem Potentiometer verstanden.
Das Korrektursignal der Vergleichsschaltung 9 wird dem Eingangssignal s des Verstärkerelementes 2 in
Gegenphase zugefügt. Nach dem Subtrahiervorgang im Vorverstärker 4 wird das Eingangssignal am Punkt 13
mit einem Verstärkungsfaktor β im Verstärkerelement 2 verstärkt. Dieser Verstärker hat einen bestimmten Verzerrungsprozentsatz,
der hier als Störsignal F zu dem verstärkten Endsignal addiert wird.
Von diesem Endsignal wird an der Ausgangsklemme 6 ein Teil über den Abschwächer 10 mit einem Abschwächungsfaktor
γ entnommen. Dieses geschwächte Signal wird in der zweiten Vergleichsschaltung 11 mit dem
angebotenen Signal des Versiärkerelerrienies 2 verglichen, wonach das Korrektursignai über den Vorverstärker 3
zum Verstärkerelement 1 zurückgeführt wird.
An der Belastung 7, also zwischen den Ausgangsklemmen 5 und 6, wird letzten Endes nachfolgende Spannung
stehen:
2 a + Iß - gßy - αβδ g _ E ß(y - δ) - F α(δ - y) αδ+ßy- aßyö
αδ+ßy- αβγδ
worin das erste Glied das unverzerrte Signal und das zweite Glied die Verzerrung darstellt.
Es dürfte einleuchten, daß der letzte Term verschwindet, wenn
Diese Bedingung wird erfüllt, wenn
30 Y= δ,
d. h. wenn der Abschwächungsfaktor des ersten Abschwächers der des zweiten Abschwächers entspricht; dann
wird die Gesämtverstärkung 2Iy.
Das obenstehende Resultat kann jedoch nur erhalten werden, wenn:
Das obenstehende Resultat kann jedoch nur erhalten werden, wenn:
Der Verzerrungsprozentsatz des linearen Operationsverstärkers wesentlich, beispielsweise einige zehn dB,
kleiner ist als der jedes Verstärkerslementes, also jeder Leistungsendstufe, der Widerstand der Belastung um viele Male kleiner ist als der der Abschwächer, in diesem Fall kleiner als
der Gesamtwiderstand der Potentiometer (8 und 10),
- die Leistungsendstufen immer ein Signal übertragen können,
- die sogenannte »slew rate«, d. h. die Impulsansprechzeit, aller Verstärkerelemente und der linearen Operationsverstärker
kleiner sind als die maximale »slew rate« des Eingangssignals oder diesem Wert entsprechen,
- die Dämpfung δ kleiner ist als 21a. Dies ist die Grenzbedingung zum Erreichen einer guten Stabilität.
Es sei bemerkt, daß von den in Fig. 1 vorhandenen Vergleichsschaltungen eine, beispielssweise 9, umgekehrt
angeschlossen werden kann. Wenn das der Klemme 5 entnommene Ausgangssignal über den Abschwächer 8 an
den +-Eingang, also an den nichtinvertierenden Eingang, angeschlossen wird und das der Klemme 12 entnommene
Eingangssignal an den —Eingang, also den invertierenden Eingang, muß auch das Korrektursignal der
Vergleichsschaltung 9 dem +-Eingang des Vorverstärkers 4 zugeführt werden.
An Sieiic von Vcrsiärkcnl mit einem Span'unügsausgäiig können die VerSiäfkefcicinenic 1 und 2 auch mii
einem Stromausgang funktionieren (siehe Fig. 2). Dazu sind die Ausgangsklemmen 5 und 6 über Widerstände
20 und 21 mit der gemeinsamen Ausgangsklemme 22 verbunden, wobei die Belastung 7 zwischen der Klemme
22 und Erde liegt. ss
Die Differenzschaltung aus Vergleichsschaltungen 9 bzw. 11, den Abschwächern 8 bzw. 10 und den Verbindungen
derselben mit den Verstärkerelementen 1 und 2 sowie die Vorverstärker 3 und 4 entsprechen dabei
denen aus Fig. 1, wobei auf die richtigen Eingänge dieser Elemente geachtet werden muß.
In dieser Verstärkerschaltung sind die Widerstände 20 und 21 als Mißwiderstände wirksam. Die Spannungen
an diesen Meßwiderständen werden im Abschwächer 8 bzw. 10 auf den genauen Wert geschwächt und gegenüber
den Eingangssignalen der Verstärkerelemente 1 bzw. 2, die den Eingangsklemmen 12 bzw. 13 entnommen
werden, in Gegenphase den Vergleichssschaltungen 9 bzw. 11 zugeführt. V
Die Meßwiderstähde 20 und 21 weisen einen Wert auf, der um viele Male kleiner ist als der der Belastung 7. \
Fi g. 3 zeigt Versuchsanordnung, die im wesentlichen eine Abwandlung des Gegentaktverstärkers nach F i g. 1
ist.
Die Abschwächer 8 und 10 bestehen aus Spannungsteilern, die auf einen Abschwächungsfaktor eingestellt
sind, der dem Reziprokwert der Verstärkungsfaktoren α und β nahezu entspricht, also
γ = δ = Ma = Ι/β.
Der Spannungsteiler 8 ist aus einem festen Widerstand 30 und einem veränderlichen Widerstand 31 aufgebaut,
während der Spannungsteiler 10 aus den festen Widerständen 32 und 33 aufgebaut ist.
s Die Widerstände 30 und 32 bzw. 31 und 33 entsprechen einander nahezu.
Mit dem Regelwiderstand 31 können die Schwächungsfaktoren γ und δ einander gleich gemacht werden.
Das Eingangssignal j wird einem linearen Operationsverstärker 34 zugeführt, der als Impedanztransfotv.iatar
wirksam ist.
Die Vorverstärker 3 und 4, die Vergleichsschaltungen 9 und 11 und der Verstärker 34 sind lineare Operationsverstärker,
deren Verstärkungsfaktor 1 beträgt.
Die Widerstände sind durch R bezeichnet, deren Wert 2200 Ω beträgt. Der Wert der Widerstände 30 und 32
beträgt 7500 Ω, der der Widerstände 31 und 33 100 Ω bzw. 90 Ω.
In diesem Verstärker sind als Verstärkerelemente Leistungsendverstärker verwendet worden, die 100 Watt bei
einer Belastung von 2 Ω liefern können bei einer Eingangsspannung von 200 mV also ΐϊ».ι einem Verstärkungsfaktor
von etwa 70. Diese Leistungsverstärker, die in der Klasse B arbeiten, sind vom TVp SQ4 (Philips).
Die verwendeten linearen Operationsverstärker sind vom Typ TDA1034 (Philips), die für Frequenzen bis
20 kHz als ideal betrachtet werden können.
Als Belastung 7 ist ein Lautsprecher verwendet worden, dessen Impedanz 4 Ohm beträgt. Dadurch, daß die
Verstärkerelemente in einer Brückenschaltung geschaltet sind, ist eine Leistung von 200 Watt verfügbar.
Mit diesem Gegentaktendverstärker sind die nachfolgenden Meßresultate von zwei Verzerrungsarten - harmonische
und Intermodulationsverzerrung - erhalten worden. Die Werte wurden mit Hilfe eines Spektrumanalysators
HP 3580 A gemessen. Bei der Intermodulationsmessung werden zwei Signale mit derselben Amplitude,
jedoch mit verschiedenen Frequenzen, dem zu messenden Verstärker zugeführt. Die Meßresultate sind bei Vollaussteuerung
der Leistungsendstufen erhalten worden:
Harmonische Verzerrung:
/ ioi
to
ohne Ausgleich mit Ausgleich
1 kHz 0,33% Ό'
1OkHz 0,43% 0,03%
Intermodulationsverzerrung:
Erste Frequenz/i = 14 kHz; zweite Frequenz
fi = 15 kHz.
dlal
d,ol
ohne Ausgleich mit Ausgleich
0,5% 0,02%
Dabei gibt dm die Verzerrungen an; »ohne Ausgleich« bezeichnet die Verzerrungen, die sich ergeben würden,
wenn die Rückkopplungsleitungen von 9 und 11 unterbrochen wären und »mit Ausgleich« bezeichnet die Verzerrungen
der Schaltung (mit Rückkopplung). Aus diesen Zahlen läßt sich folgern, daß diese Verzerrungen
wesentlich kleiner werden durch Ausgleich, d. h. durch Verwendung der Differenzschaltung mit zugehörenden
Abschwächern und Ausgleichern.
In Fig. 4 wird eine andere Abwandlung des Verstärkers nach Fig. 3 dargestellt.
Die Verstärkerelemerite 1 und 2 bestehen hier aus zwei Klasse-B-Endstufer, mit npn- und pnp-Darüngton-Leistungstransistoren
vom Silizium-Typ, deren Spannungsverstärkungsfaktoren 0,9 betragen. Als Vorverstärker 3
und 4 und als Vergleichsschaltungen 9 und 11 sind integrierte lineare Operationsverstärker vom Typ TDA 1034
verwendet worden.
Die Vorverstärker sind hier als Spannungsverstärker mit einem Verstärkungsfaktor 19,2 und gleichzeitig als
Treiberschaltung (driver) für die Darlington-Endstufen wirksam. Die Korrektursignale der Vergleichsschaltungen
9 und 11 werden bis auf 0,05 ihres Wertes gedämpft durch die Spannungsteilerwiderstände 40 und 41 bzw. 42
und 43.
Der Strom durch die Dioden in der Endstufe (etwa 10 mA) ist immer groß genug, um die Steuerung der Endstufen
zu gewährleisten; der Ruhestrom /,durch die Endtransistoren beträgt etwa 3,3 mA. Dies bedeutet, daß
auch bei den Nulldurchgängen die Endtransistoren immer wirksam sind, also die Endstufen nach wie vor ein
Signal führen, was auch aus den unten stehenden Meßresultaten hervorgeht:
| dioi | 28 | 52 | raA | d,o, | 567 | Ό | 15 | dioi | Ausgleich | |
| Verzerrung in °/ | 15 | 0,25 | mit | 3,3 mA | ||||||
| Harmonische | 1,6 | mit Ausgleich | 0,15 | Ir = | 15 | |||||
| /kHz | ohne Ausgleich | 1,8 | Ir-O | 0,3 | Ό' | |||||
| Ir - 3,3 | 0,3 | 0,5 | 0,05 | |||||||
| 0,3 | 12 | 1,0 | ||||||||
| 24 | 6 | |||||||||
| 1 | 25 | |||||||||
| 10 |
Die Klirrfaktoren sind jeweils bei einer kleinen und einer großen Effektivspannung V11 in Volt an einer Belastung
R = 6 Ohm dargestellt.
Bei der niedrigen Spannung Vu = 0,3 Volt sind die Darlington-Endtransistoren noch fast gesperrt; die angegebenen
Klirrfaktoren sind dabei daher sehr hoch, obschon der Einfluß des Ausgleiches durchaus spürbar ist. Bei
einem bestimmten Ruhestrom sinken die Verzerrungsnoten jedoch stark.
Intermodulationsverzerrung in % bei Ir = 3,3 mA
fi = 14 kHz \ Vn = 7,5 K0- Vu = 1 Veff
/2 = 15 kHz J 0,28 0,18
fr - 6a ti!Z 1 praktisch Null 0,45
Ji - ο KHz J
Die in diesen Verstärker aufgenommenen Widerstände sind, soweit erforderlich, in Bruchteilen von R angegeben.
Der Wert von R beträgt 2200 α Der Wert des Dämpfungswiderstandes 41 beträgt 135 il.
In F i g. 5 wird ein Verstärker nach der Erfindung dargestellt, der im wesentlichen eine Abwandlung des Verstärkers
nach Fig. 2 ist, in dem jedoch die Verstärkerelemente dieselben Darlington-Transistoren enthalten wie
die im Verstärker nach F i g. 4.
Die Meßwiderstände 20 und 21 haben einen Wert von 0,1 il Die wichtigsten Widerstände in dem Verstärker
sind in Faktoren von R angegeben, wobei R = 2200 Ω ist. In den Vergleichsschaltungen 9 und 11 beträgt die Verstärkung
10.
Die Gesamtdämpfung wird einerseits durch die Größe der Meßwiderstände 20 bzw. 21 und andererseits durch
die Verstärkung der zugehörenden Vergleichsschaltung 9 bzw. 11 bestimmt.
Fig. 6 zeigt eine einfache Abwandlung eines Verstärkers nach der Erfindung.
Die Verstärkerelemente 1 und 2 sind mit einem invertierenden Eingang versehen.
Das Eingangssignal der Leistungsendstufe 1 wird am Eingang 12 zu dem Ausgangssignal 5 übergleiche Widerstände
20 R in Gegenphase am Knotenpunkt 50 addiert, wonach das Differenzsignal mit einem Abschwächungsfaktor
von 20:1 dem invertierenden Eingang des Vorverstärkers 4 zugeführt wird. Diese Widerstände 20 R bilden
also die oben stehend angegebene Differenzschaltung.
Auf ähnliche Weise wird in der zweiten Hilfsschaltung das Differenzsignal am Knotenpunkt 51 erhalten und
mit demselben Abschwächungsfaktor dem invertierenden Eingang des Vorverstärkers 3 zugeführt.
In einer Versuchsausbildung dieses Verstärkers sind dieselben Operationsverstärker und Leistungsendstufen
verwendet worden wie im Verstärker nach Fig. 4.
Es hat sich herausgestellt, daß bei allen Leistungsmessungen und bei jeder gelieferten Leistung die Verzerrungsanteile
im Ausgangssignal kleiner als - 70B.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
50
Claims (14)
1. Verstärker mit einem ersten und einem zweiten Verstärkerelement (1,2), deren Ausgänge (5,6) an eine
Belastung (7; Rc) angeschlossen sind und mit einem Abschwächer mit einer Differenzschaltung, in der das
geschwächte Ausgangssignal des ersten Verstärkerelementes mit dem Eingangssignal verglichen wird,
wonach ein sich daraus ergebendes Korrektursignal dem zweiten Verstärkerelement zugeführt wird,
dadurchgekennzeichnet, daß die beiden Verstärkerelemente (1,2)- gegebenenfalls mit vorgeschalteten
Vorverstärkern (3,4) - als Leistungsverstärker ausgebildet sind, und daß dem zweiten Verstärkerlement
ebenfalls ein Abschwächer mit einer Differenzschaltung zugeordnet ist, die dem ersten Verstärkereiement
ίο ein Kcrrektursignal liefert und daß den beiden Verstärkerelementen das zu verstärkende Signal zugeführt
wird.
2. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Differenzschaltung durch zwei Widerstände
gebildet wird, denen das Eingangs- und das Ausgangssignal des Verstärkerelementes in Gegenphase
zugeführt werden und deren Verbindungspunkt das Korrektursignal liefert.
3. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Verstärkerelement (1,2) mit einem Vorverstärker
(3,4) mit einem invertierenden und einem nichtinvertierenden Eingang versehen ist und die Ausgänge
der beiden Verstärkerelemente im Gegsntakt an eine Belastung (7) angeschlossen sind, daß das zu verstärkende
Eingangssignal dem invertierenden Eingang des einen Vorverstärkers und dem nichtinvertierenden
Eingang des anderen Vorverstärkers zugeführt wird, und daß jede Differenzschaltung mit einer Ver-
gleichsschaltung (9,11) versehen ist, der das Eingangssignal mit dem Ausgangssignal der hinter dem Vorverstärker
liegenden Leistungsendstufe (1,2) verglichen wird und die das Korrektursignal für das andere Verstärkerelement
liefert.
4. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der beiden Verstärkerelcmente
(1,2), die einander parallelgeschaltet sind, über die Belastung (7; Rc) mit Erde verbunden sind, daß das zu
verstärkende Eingangssignal entweder den invertierenden oder den nichtinvertierenden Eingängen der Verstärkerelemente
zugeführt wird, daß in jeder Differenzschaltung zwischen dem Ausgang des zugehörigen
Verstärkerelementes (1,2) und der Belastung (7; Rc) als Abschwächer ein Meßwiderstand (20,21) liegt, daß
die Spannungen vor und hinter dem Meßwiderstand (20,21) in einer Vergleichsschaltung (8,10) miteinander
verglichen werden, daß das sich daraus ergebende Verstärkersignal wieder mit dem Eingangssignal der zuge-
hörigen Leistungsendstufe (1,2) in einer weiteren Vergleichsschaltung (9,11) verglichen wird, die das Korrektursignal
liefert, das gegenüber dem zu verstärkenden Eingangssignal gegenphasig dem nicht zugehörigen
Vorverstärker (4 bzw. 3) zugeführt wird (Fig. 2).
5. Verstärker nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Vergleichsschaltung aus einem
Differenzverstärker mit einem invertierenden und einem nichtinvertierenden Eingang besteht.
6. Verstärker nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der Leistungsendstufen
(1,2) entweder mit den invertierenden oder den nichtinvertierenden Eingängen der Vergleichsschaltungen
(9,11) verbunden sind und daß die Korrektursignale den entsprechenden Eingängen der Vorverstärker zugeführt
werden.
7. Verstärker nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der einen Leistungsend-
7. Verstärker nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der einen Leistungsend-
stufe (1) mit dem invertierenden (-) Eingang der einen Vergleichsstufe (9) und der Ausgang der anderen Leistungsendstufe
(2) mit dem nicht invertierenden (+) Eingang der anderen Vergleichsstufe verbunden ist, und
daß das von jeder der beiden Vergleichsstufen (9 bzw. 11) gelieferte Korrektursignal dem entsprechenden
Vorverstärker (4 bzw. 3) an dem gleichen Eingang (- bzw. +) zugeführt wird, an dem der damit verbundenen
Vergleichsschaltung (9 bzw. 11) das Ausgangssignal der Leistungsendstufe (1 bzw. 2) zugeführt wird.
8. Verstärker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der beiden Verstärkerelemente
in Gegentakt an eine Belastung (7) angeschlossen sind und das zu verstärkende Eingangssignal dem invertierenden
Eingang des einen und dem nichtinvertierenden Eingang des anderen Vorverstärkers zugeführt wird,
daß in jedem Verstärkerelement die hinter dem Vorverstärker liegende Leistungsendstufe (1 bzw. 2) eine
Verstärkung von nahezu 1 hat und mit einem invertierenden Eingang versehen ist, daß in jeder Differenzschaltung
der invertierende Eingang und der Ausgang der Leistungsendstufe über geeignete nahezu gleiche
Widerstände miteinander verbunden sind, und daß das an diesem Knotenpunkt (50,51) entstandene Korrektursignal
über einen Abschwächer dem invertierenden Eingang des nicht zugehörigen Vorverstärkers (4 bzw.
3) zugeführt wird (Fig. 6).
9. Verstärker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abschwächer
aus einem Spannungsteiler besteht.
10. Verstärker nach einem der vorstehenden Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzverstärker
aus linearen Operationsverstärkern bestehen.
11. Verstärker nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Verzerrungsprozentsatz der Operationsverstärker
viel kleiner ist als der der Leistungsendstufen.
12. Verstärker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschwächer in
IS den beiden Hilfschaltungen einen nahezu identischen Abschwächungsfaktor aufweisen.
Il
13. Verstärker nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkerele-
|;f mente nahezu gleiche Verstärkungsfaktoren aufweisen.
i|
14. Verstärkernach Anspruch 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwächungsfaktor (δ) der bei-
!;»! 65 den Abschwächer kleiner ist als 2/a, wobei ader Verstärkungsfaktor jedes Verstärkerelementes ist.
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