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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine von Kakao abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser,
ein Verfahren für
ihre Herstellung, Nahrungsmittel und Getränke, die sie enthalten, und
Verfahren für
ihre Zubereitung.
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Stand der Technik
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Die
Kakaobohne war lange als Rohrmaterial für Schokolade in üblichem
Gebrauch, aber die äußere Abdeckung
der Kakaobohne (die Kakaoschote) wird, obwohl sie manchmal als Viehfutter
verwendet wird, größtenteils
in der modernen Produktion weggeworfen. Die Verwendung von Kakaoschoten
wurde in den letzten Jahren untersucht, wie durch Patentveröffentlichungen
in Bezug auf beispielsweise eine orale Zusammensetzung (
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 1-130164 ), ein antivirales Mittel für AIDS (
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 3-197432 , ein Material mit Aktivität, das den Cholesterinspiegelanstieg
und den HDL-Cholesterinspiegelabfall
unterdrückt,
Gesundheitsnahrungsmittel und -getränke, die sie enthalten (
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 6-98718 ) und Substanzen mit physiologischer Aktivität wie z.
B. Milchsäurebakterienwachstums-Beschleunigungssubstanzen
(
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 8-196268 ) aufgezeigt.
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Alle
der vorstehend erwähnten
Substanzen sind Nahrungsfasersubstanzen, Flavonoid-Verbindungen oder
alkalilösliche
Nahrungsfasersubstanzen, die entweder durch langsame Extraktion
aus Kakaoschoten bei niedrigen Temperaturen von Raumtemperatur bis
unter 100°C
unter neutralen oder alkalischen Bedingungen unter Verwendung von
Wasser oder eines organischen Lösungsmittels
oder durch Kurzzeitbehandlung für 10–20 Minuten
bei bis zu 120°C,
um den Verlust ihrer physiologischen Aktivität zu verhindern, erhalten werden, und
derzeit ist es noch nicht möglich,
eine wasserlösliche
Nahrungsfaser mit hoher Ausbeute zu erhalten.
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Whistler
R. L. et al., "Cacao
Polysaccharides",
Journal of the American Chemical Society, Band 78, 1956, S. 2851–2853, offenbart
Polysaccharide, die aus einer Kakaofruchtschote (der Schote der
ganzen Kakaofrucht) und Kakaosamen (den ganzen Samen) extrahiert
werden, aber es erwähnt
nicht die Extraktion von Polysacchariden aus der äußeren Abdeckung
von Kakaosamen, wie in der vorliegenden Erfindung beansprucht ist.
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Arrigoni
E. et al., "Gravimetric
method for the determination of insoluble and soluble dietary fibres", Zeitschrift für Lebensmitteluntersuchung
und -forschung, Band 178, S. 195–198, offenbart ein Verfahren
zum Extrahieren einer löslichen
Nahrungsfaser durch Erhitzen von Kakaoschoten bei pH 6 und 100°C für 15 Minuten,
gefolgt von Enzymbehandlung, wohingegen die vorliegende Erfindung
spezifiziert, dass eine Heißwasserextraktion
bei einer Temperatur oberhalb 100°C
und nicht höher
als 130°C
ausgeführt
werden soll.
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Blakemore
W. R. et al., "Polysaccharides
of the cocoa pod husk",
Journal of the Science of Food and Agriculture", Band 17, S. 558–560, offenbart Polysaccharide,
die aus einer Kakaohülsenschote
(der Schote der ganzen Frucht) extrahiert werden, erwähnt jedoch
nicht die Extraktion von Polysacchariden aus der äußeren Abdeckung
von Kakaosamen, wie in der vorliegenden Erfindung beansprucht ist.
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Adomako
D. "Cocoa pod husk
pectin", Phytochemistry,
Band 11, S. 1145–1148,
offenbart die Extraktion von Pectin (Polysacchariden) aus einer
Kakaohülsenschote
(der Schote der ganzen Frucht) mit einer schwachen Säure, aber
es erwähnt
nicht die Extraktion von Polysacchariden aus der äußeren Abdeckung
von Kakaosamen, wie in der vorliegenden Erfindung beansprucht ist.
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Kamikawi
T., et al., "Effects
of extract and fiber derived from cacao bean's husk an human intestinal microflora", Journal of the
Japanese Society for Food Science and Technology", Band 46, S. 771–778, offenbart die Extraktion
einer löslichen
Faser aus Kakaosamenschoten mit 95% Ethanol bei 55°C und Wasser
bei 40°C.
Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich von dieser Offenbarung
darin, dass sie spezifiziert, dass eine Heißwasserextraktion bei einer
Temperatur oberhalb 100°C
und nicht höher
als 130°C
ausgeführt
werden soll.
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Patent
Abstracts of Japan, Band 014, Nr. 431, 17. September 1990, und
JP 02 167036 A (Morinaga & Co., Ltd.), 27.
Juni 1990, offenbaren die Extraktion von Polysacchariden aus äußeren Kakaohülsenschoten, erwähnen jedoch
nicht die Extraktion von Polysacchariden aus der äußeren Abdeckung
von Kakaosamen, wie in der vorliegenden Erfindung beansprucht ist.
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Im Übrigen hat
die Herstellung von Säureproteinnahrungsmitteln
herkömmlich
die Verwendung von von Äpfeln
oder Zitrusfrüchten
abgeleiteten Pectinen, Sojabohnenhemicellulose, Carboxymethylcellulosenatrium,
Alginsäurepropylenglycolester
und dergleichen beinhaltet, um die Aggregation und Ausfällung der
Proteinteilchen zu verhindern. Die meisten Stabilisatoren können jedoch
nur eine Dispersion von Proteinen in einem pH-Bereich unter dem isoelektrischen Punkt
der Proteine zufrieden stellend stabilisieren, während wenige Stabilisatoren Säureproteinnahrungsmittel
im sauren pH-Bereich oberhalb des isoelektrischen Punkts zufrieden
stellend stabilisieren können.
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Andererseits
wurde berichtet, dass die Stabilisierung einer Proteinkomponente
durch Zugabe eines organischen Säuresalzes
im geringfügig
sauren Bereich von neutral bis pH 5,2 möglich ist (japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr.
5-52170 ), aber dieser Vorschlag
hat auch Probleme zur Folge, wie z. B. den Verlust der Lyophilizität der stabilisierten
Proteinlösung
oder die Unfähigkeit,
aufgrund des Effekts des zugegebenen organischen Säuresalzes
einen zufrieden stellenden sauren Geschmack zu erhalten.
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Es
wurde auch berichtet, dass Proteinkomponenten durch bestimmte Pectine,
die aus Wurzelgemüse und
insbesondere Knollen erhalten werden, im schwach sauren pH-Bereich
stabilisiert werden können
(
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 2000-273101 ), aber, obwohl die Pectine eine zufrieden
stellende Stabilität
in einem pH-Bereich über den
isoelektrischen Punkten von Proteinen aufweisen, weisen die zubereiteten
Getränke
eine sehr geringe Viskosität
auf und weisen einen schlechten Körper auf.
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Außerdem sind
Milchproteine in sauren Molkereigetränken wie z. B. Joghurtgetränken, Milchsäuregetränken, Fruchtmilch
und dergleichen sehr instabil und aggregieren gewöhnlich,
und nach einem langen Zeitraum fällt
das Milchprotein aus, was zur Trennung der Molke führt. Eine
solche Aggregation ist während
der Sterilisationserhitzung besonders beachtlich und kann zu einem
gesamten Verlust der Produktqualität führen.
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Schokoladengetränke und
Kakaogetränke
sind allgemein bekannte Arten von Schokoladengetränken, die
Kakaokomponenten enthalten. Sie werden im Allgemeinen durch Mischen
von Kakaopulver und/oder Kakaomasse mit Sacchariden wie z. B. Saccharose,
Glucose, Fructose, isomerisiertem Zucker oder dergleichen, Molkereiprodukten
wie z. B. Milch, Milchpulver, Sahne oder Butter und Wasser und dann
Zugeben von Emulgatoren wie z. B. Saccharosefettsäureestern,
um den öligen
Teil zu emulgieren oder das Kakaopulver, die Kakaomasse und die
Molkereiprodukte zu dispergieren, zubereitet. Die Komponenten werden
mit einem Homogenisator homogenisiert und dann in einer Dose oder
einem anderen Behälter
verpackt und einer Sterilisation unterzogen.
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Die
Ergebnisse sind jedoch häufig
nach der Wärmbehandlung
unbefriedigend, selbst wenn solche Additive verwendet werden, oder
die Zugabe einer Menge, die ausreicht, um den Effekt aufzuzeigen,
kann zu einem verminderten Geschmack oder Klumpigkeit aufgrund von
erhöhter
Viskosität
führen,
wodurch der Produktwert beachtlich beeinträchtigt wird.
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In
einigen Fällen
wird das Rohmaterial als Pulver vermischt oder ein schlammiges Gemisch
eines festen Rohmaterials und von flüssigem Rohmaterial wird getrocknet,
um ein Schokoladengetränkpulver
zuzubereiten, das später
in Wasser oder Milch für
den Verzehr dispergiert und gelöst
wird.
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Aufgrund
der Ausfällung
von Feststoffen, die hauptsächlich
aus einer Faser bestehen, in dem Kakaopulver oder der Kakaomasse
und der Instabilität
des Zustandes der Dispersion der Fett- und Milchkomponenten in solchen Schokoladengetränken ist
es üblich,
Additive, beispielsweise Emulgatoren wie z. B. Polyglycerinfettsäureester
oder Polysaccharid-Verdickungsmittel
wie z. B. Sojabohnenhemicellulose, Carrageenan, Xanthangummi und
dergleichen und manchmal kristalline Cellulose zu verwenden, um
die Ausfällung
zu verhindern und/oder die Dispersionsstabilität zu verbessern.
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Überdies
wurden Nahrungsmittelprodukte wie z. B. umfangreich verzehrte Gesundheitsnahrungsmittel
und funktionale Nahrungsmittel in den letzten Jahren in Form von
Tabletten, Granulaten, Kapseln und dergleichen zubereitet. Solche
Arten von Nahrungsmitteln enthalten nützliche Komponenten in einer
konzentrierten Form und die nützlichen
Komponenten müssen
daher häufig
beschichtet werden, um eine Erwärmung
und Trocknung zu verhindern, um ihren stabilen Zustand aufrechtzuerhalten
oder um ihre Handhabung für
den Verzehr zu erleichtern.
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Obwohl
süßer Reiswein
oder Saccharide traditionell zu üblichen
verarbeiteten Meeresprodukten, Backprodukten und anderen Nahrungsmittelprodukten
wegen dem Glanz zugegeben wurden, sind diese Substanzen nur glänzend und
weisen schlechte Gasbarriereneigenschaften auf. Pullulan ist als
Beschichtungsmittel mit zufrieden stellenden Gasbarriereneigenschaften
bekannt, aber aufgrund seiner komplexen Herstellungsschritte und
sehr hohen Kosten wird es nicht allgemein verwendet.
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Gefrorener
Fisch wird einer Glanzbehandlung unterzogen, um Gefrierbrand zu
verhindern, und Additive wie z. B. Carboxymethylcellulose, Gelatine
und Gummi Arabicum werden für
den Zweck der Verzögerung der
Verdampfung der Glanzbeschichtung verwendet. Solche Substanzen werden
jedoch nicht umfangreich verwendet, da sie synthetische oder sehr
teure Produkte sind und ihr Zusammenhalt gewöhnlich zur Haftung der beschichteten
Substanzen aneinander und zur Bildung von Klumpen führt.
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Verschiedene
Polysaccharide, wie z. B. Guargummi, Tragantgummi, Xanthangummi,
Carrageenan, Tamarindengummi, Johannisbrotgummi und Agar, können als
Beschichtungsmittel verwendet werden, aber ihre hohe Viskosität macht
die Zubereitung von Lösungen mit
hoher Konzentration kompliziert, was es schwierig macht, Beschichtungslösungen nur
in den Mengen zu verwenden, die erforderlich sind, um die gewünschten
Wirkungen zu erhalten. Selbst wenn eine Beschichtungslösung mit
einer sprühfähigen Konzentration
zubereitet wird, ist aufgrund der niedrigen Konzentration eine solche
lange Zeit für
die Beschichtung mit der gewünschten
Beschichtungsdicke erforderlich, dass dies nicht praktisch war.
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Nicht-wasserlösliche Beschichtungsmittel
wie z. B. Schellack, Zein und Chitosan sind auch bekannt und werden
als Beschichtungsmittel für
Nahrungsmittelprodukte verwendet. Schellack und Zein erfordern die Verwendung
eines Alkohols oder wasserhaltigen Alkohols während der Beschichtung und
lösen sich
manchmal im Magen oder in den Gedärmen unangemessen auf. Chitosan
ist in sauren Umgebungen löslich
und wird als Beschichtungsmittel unter sauren Bedingungen verwendet,
aber dies ist nicht praktisch, da, wenn eine Säure in einem Beschichtungsmittel
verwendet wird, der Säurerest
in dem aufgetragenen Film bleibt und häufig die Eigenschaften der
beschichteten Substanz beeinflusst.
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Saccharosezuckerbeschichtungen
werden auch üblicherweise
als Beschichtungsmittel für
Arzneimittel und Nahrungsmittel verwendet. Sie weisen jedoch insofern
Nachteile auf, als ihre Stärke
unzureichend ist, wenn nicht die Beschichtungsschicht dick ist,
und folglich eine große
Menge solcher Beschichtungen im Fall von Nahrungsmitteln, die gewöhnlich in
größeren Mengen
als beispielsweise Arzneimittel aufgenommen werden, aufgenommen
werden, während
eine lange Zeit für
ihre Beschichtung erforderlich ist.
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Gummi
Arabicum, das ausgezeichnete Beschichtungsbildungseigenschaften
aufweist, wird als Beschichtungsmittel zum Bilden von Zuckerbeschichtungen verwendet,
aber es ist nicht nur kostspielig, sondern schwankt auch im Preis
in Abhängigkeit
vom Herstellungsland, und daher ist seine Lieferung instabil. Dies
hat in letzter Zeit die Bedeutung von Ersatzmitteln auf Stärkebasis,
die verarbeitete Stärke
oder Dextrin umfassen, erhöht.
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Solche
Ersatzmittel auf Stärkebasis
weisen jedoch den Nachteil einer schwachen Beschichtungsstärke und
Haftung auf. Insbesondere kann die Zuckerbeschichtungsbehandlung
nicht leicht unter Verwendung von Ersatzmitteln auf Stärkebasis
durchgeführt
werden, da gewöhnlich
Risse in der Zuckerbeschichtungsoberfläche während des Verfahrens auftreten,
was zum Abblättern
der Zuckerbesichtung und folglich zur verringerten Produktivität und zu
verringertem Produktwert führt.
Gummi Arabicum wird häufig
als Strategie, um dies zu verhindern, aufgenommen, aber die Kosten
werden als Ergebnis erhöht.
Ein Beschichtungsmittel mit hoher Stärke der aufgetragenen Schicht,
einer stabilen Lieferungsbereitstellung und niedrigen Kosten war
daher erwünscht.
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Stärke enthaltende
Nahrungsmittel wie z. B. Kekse, Biskuitkuchen, Brot, Reiskuchen,
gedünstete
Brötchen,
chinesische Brötchen
und dergleichen wurden gewöhnlich
einer Texturänderung
unterzogen, wenn die Stärkekomponenten
altern (härten),
und daher wurden üblicherweise
Fette und Öle,
Margarine oder Emulgatoren in großen Mengen zu den Rohmaterialien
zugegeben, um die Textur aufrechtzuerhalten oder zu verbessern.
Moderne Verbraucher wünschen
jedoch zunehmend Nahrungsmittel mit niedrigerem Fett- und Ölgehalt für den Zweck
der Verringerung der Kalorienaufnahme. Eine übermäßige Verwendung von Emulgatoren
kann als Nachteil den Geschmack der resultierenden Produkte beeinträchtigen.
Verschiedene Arten von Gummisubstanzen werden daher anstelle von
Fetten, Ölen
oder Emulgatoren während
der Herstellung von Stärke enthaltenden
Nahrungsmitteln zugegeben; Gummisubstanzen sind jedoch nicht nur
teuer, sondern erzeugen auch eine klebrigere Nahrungsmitteltextur
und folglich ist es häufig
unmöglich,
die gewünschte
Textur zu erreichen, und eine Verschlechterung der Qualität kann nicht
angemessen verhindert werden.
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Es
existiert heute auch eine Tendenz, weichere Nahrungsmittel zu bevorzugen,
was auch für
Stärke enthaltende
Nahrungsmittel gilt, deren Hauptrohrmaterialien aus Stärke bestehen,
wie z. B. Kekse, Biskuitkuchen, Brot, Reiskuchen, gedünstete Brötchen, chinesische
Brötchen
und dergleichen, und es war ein Ziel, ein Gefühl unmittelbar nach der Zubereitung
zu erreichen, das weicher ist als jenes von herkömmlichen Produkten. Andererseits
mussten mit dem Trend in Richtung der Verbesserung und Verlängerung
der Lagerfähigkeit
von Nahrungsmittelprodukte durch die Konservierungstechnologie Nahrungsmittel
ihre zufrieden stellende Textur für noch längere Zeiträume beibehalten. Dennoch war
es schwierig, eine annehmbare Textur für verlängerte Zeiträume unter
Verwendung der vorstehend erwähnten
Fette und Öle
oder Gummisubstanzen aufrechtzuerhalten.
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In
den letzten Jahren wurden Kühlen
und Gefrieren als Verfahren zum Lagern von Stärke enthaltenden Nahrungsmitteln,
die durch Kochen, Dünsten
oder Sieden zubereitet werden, übernommen,
während
eine zufrieden stellende Textur aufrechterhalten wird. Solche Stärke enthaltenden
Nahrungsmittel wie z. B. Brot, gedünstete Brötchen, chinesische Brötchen und
dergleichen werden manchmal vor dem Verzehr in Mikrowellenöfen erhitzt
und das Erhitzen in einem Mikrowellenofen kann zu einer schlechten
Bisstextur führen,
während auch
beim Kühlen
schnell eine Schrumpfung auftritt, wenn das Produkt altert (härtet), was
Falten auf der Oberfläche
erzeugt und verursacht, dass es das meiste seines Produktwerts verliert.
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Um
diesen Nachteil zu beseitigen, wurden im Mikrowellenofen erhitzbare
chinesische Brötchen
vorgeschlagen, die Agargelee in der Fleischfüllung der Brötchen enthalten
(
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 4-287669 ). Gefrorene chinesische Brötchen, die für das Mikrowellenerhitzen
geeignet sind, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie Pflanzenfaserpulver
enthalten, wurden auch vorgeschlagen (japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 3-22941).
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Da
diese Verfahren die Änderung
der Zusammensetzung der Brötchen
oder die Zugabe von Gelee oder dergleichen beinhalten, ändern sich
jedoch immer noch der ursprüngliche
Geschmack und die ursprüngliche
Textur, selbst wenn das Problem der Verschlechterung von chinesischen
Brötchen
durch Mikrowellenerhitzen in einem gewissen Grad vermieden wird.
Zusätzlich
zur Komplexität
der Prozedur wird überdies
der Vorteil eines relativ zufrieden stellenden Zustandes unmittelbar
nach dem Mikrowellenofenerhitzen durch die Tatsache verringert,
dass derzeit die beeinträchtigte
Textur oder das beeinträchtigte äußere Aussehen
mit der Zeit, wenn das Produkt abkühlt und härtet, nicht in Betracht gezogen
wird.
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Organische
Säuren,
anorganische Säuren,
Ethanol und Glycin wurden auch verwendet, um die Verschlechterung
von Nahrungsmitteln und Getränken
mit der Zeit zu verhindern und ihre Lagerfähigkeit zu verbessern (
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 56-109580 ,
japanische
ungeprüfte
Patentveröffentlichung
Nr. 57-43668 ,
japanische
ungeprüfte
Patentveröffentlichung
Nr. 58-138367 ).
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In
den letzten Jahren wurden durch Pectin aufgeschlossene Produkte,
Polylysin, Protamin und Lysozym als halbnatürliche Nahrungsmittel-Konservierungsmittel
und Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
entdeckt, die gegenüber
chemischen synthetischen Produkten bevorzugt sind.
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Ethanol,
organische Säuren,
anorganische Säuren
und dergleichen, die üblicherweise
verwendet werden, um die Lagerfähigkeit
von verschiedenen Nahrungsmitteln und Getränken zu verlängern, verlieren
jedoch ihre Effekte bei der Verdampfung, während sie auch charakteristische
Aromen und Gerüche
aufweisen und daher nicht zu Nahrungsmitteln und Getränken in
ausreichenden Mengen zum Erhalten von zufrieden stellenden Konservierungseffekten
zugegeben werden können.
Außerdem
weisen die natürlichen
Substanzen Glycin, Polylysin, Protamin und Lysozym sehr schmale
mikrobiostatische Spektren auf, das heißt, sie können eine leistungsstarke mikrobiostatische
Wirkung gegen spezielle Stämme
aufweisen, aber sind gegen die meisten Stämme, die eine Bräunung oder
Verschlechterung von Nahrungsmittelprodukten verursachen, unwirksam, und
aus diesem Grund waren ihre Konservierungseffekte weniger als zufrieden
stellend. Da sie daher in großen
Mengen zu Nahrungsmittelprodukten zugegeben werden müssen, um
eine angemessene Haltbarkeit zu erreichen, und sich dadurch auf
das Aroma auswirken und die Kosten der Nahrungsmittelprodukte erhöhen, sind
diese Substanzen für
die gewöhnliche
Verwendung unerwünscht.
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Zusätzlich zu
den vorstehend erwähnten
Substanzen wurde berichtet, dass bestimmte Substanzen, die antimikrobielle
oder mikrobiostatische Eigenschaften aufweisen, in Gewürzen enthalten
sind, die traditionell in Nahrungsmittelprodukten verwendet werden,
aber sie sind für
die regelmäßige Verwendung
vom Aromastandpunkt nicht geeignet und es misslingt ihnen daher,
die Bedingungen für
Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
für Nahrungsmittelprodukte
zu erfüllen.
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Andererseits
weisen Kakaobohnen, das Rohmaterial für Schokolade enthaltende Nahrungsmittelprodukte,
eine breite Vielfalt von Eigenschaften auf. Die gewöhnliche
Druckfraktion, die aus Kakaobohnen und -schoten bei 100°C oder darunter
mit Wasser oder einem in wässeriger
Phase löslichen
organischen Lösungsmittel
extrahiert wird, wird beispielsweise als Immunaktivator verwendet
(
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 2000-86562 ), die Verwendung von ähnlich extrahierten Polyphenolen
für ihre
antibakterielle Aktivität
wurde vorgeschlagen (japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 2000-128801), und die Verwendung von Komponenten, die aus Kakaoschoten
durch ein Lösungsmittel
extrahiert werden, als Konzentrationsverbesserer wurde vorgeschlagen
(
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung
Nr. 6-125710 ).
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Außerdem wurde
berichtet, dass ein Druckextrakt aus Kakaomasse antibakterielle
Aktivität
gegen pathogenes E. coli O-157 aufweist (Infect. Dis. J., Band 73,
Nr. 7, 694, 1999).
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Eine
solche Extraktion von ganzen Kakaobohnen führt jedoch zum Wegwerfen der
teuren Kakaobohnen, wohingegen die Extraktion von weggeworfenen
Schoten eine niedrige Ausbeute ergibt und daher nicht praktisch
war.
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Es
ist eine Aufgabe eines Aspekts der Erfindung, eine wasserlösliche Nahrungsfaser,
die von Kakaoschoten stammt, und ein effizientes Herstellungsverfahren
dafür sowie
Säureproteinnahrungsmittel,
die sie enthalten, und Zubereitungsverfahren dafür bereitzustellen, und auch
hitzesterilisierte Milchkomponenten enthaltende Getränke, deren
Milchkomponenten für
verlängerte
Zeiträume
stabil sind und die bei einer gewöhnlichen Temperatur transportiert
werden können,
bereitzustellen. Der Begriff "Kakaoschoten" gemäß der vorliegenden
Erfindung bezieht sich auf die äußere Abdeckung von
Kakaosamen und der Begriff "Azidität" wird verwendet,
um den pH-Bereich von pH 7,0 und darunter zu bedeuten.
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Es
ist eine Aufgabe eines weiteren Aspekts der Erfindung, Schokoladengetränke mit
niedriger Feststoffausfällung
und einem zufrieden stellenden Dispersionszustand der Fett- und
Milchkomponenten bereitzustellen.
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Es
ist eine Aufgabe noch eines weiteren Aspekts der Erfindung, ein
Beschichtungsmittel bereitzustellen, das Glanzeffekte, Schutz vor
Oxidation, Lagerfähigkeitsverlängerung,
verbesserte Handhabbarkeit, bessere Beschichtungseigenschaften und
eine stärkere
Zuckerbeschichtung für
Nahrungsmittelprodukte aufweist und das leicht und kostengünstig hergestellt
werden kann.
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Es
ist eine Aufgabe noch eines weiteren Aspekts der Erfindung, eine
allmähliche
Texturänderung
(Alterung) zu verhindern, die in Stärke enthaltenden Nahrungsmitteln
auftritt, deren Hauptrohmaterial Stärke ist, wie z. B. Kekse, Biskuitkuchen,
Brot, Reiskuchen, gedünstete
Brötchen,
chinesische Brötchen
und dergleichen, um ihre Lagerfähigkeit
zu verbessern und um die allmähliche
Texturänderung
(Alterung), die nach dem Mikrowellenofenerhitzen auftritt, zu minimieren.
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Es
ist ein bevorzugter Aspekt der Erfindung, dass Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel,
die in Nahrungsmitteln und Getränken
verwendet werden, ihre mikrobiostatischen Eigenschaften weiterhin
beibehalten, selbst wenn sie in kleinen Mengen zugegeben werden
und für
lange Zeiträume
gelagert werden, während
es wesentlich ist, dass die Textur nicht beeinträchtigt wird, wenn sie in Nahrungsmittelprodukten
verwendet werden.
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Offenbarung der Erfindung
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Als
Ergebnis einer sehr sorgfältigen
Forschung, die sich auf die Lösung
der vorstehend angeführten zahlreichen
Probleme richtet, haben die vorliegenden Erfinder charakteristische
Funktionen in einer wasserlöslichen
Nahrungsfaser entdeckt, die durch Heißwasserextraktion aus Kakaoschoten
unter Bedingungen von pH 6,5 und darunter erhalten wird. Insbesondere
wurde festgestellt, dass die Faser Säureproteinnahrungsmittel mit
niedrigerer Viskosität
als mit von Früchten
abgeleiteten Pectinen und mit höherer
Viskosität
als mit von Kartoffeln abgeleiteten Pectinen in einem pH-Bereich über dem
isoelektrischen Punkt der Proteine zufrieden stellend stabilisieren
kann.
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Ferner
wurde festgestellt, dass unter Verwendung einer wasserlöslichen
Nahrungsfaser, die durch Heißwasserextraktion
von Kakaoschoten erhalten wird, die sowohl die Funktion eines Emulgators
als auch die Funktion eines Dispersionsstabilisators für Schokoladengetränke aufweist,
es möglich
ist, Schokoladengetränke
zuzubereiten, die gegen Ausfällung
von Feststoffen selbst nach Wärmesterilisation
und verlängerter
Lagerung beständig
sind und die eine ausgezeichnete Dispersionsstabilität ihrer
Fettsäurekomponenten
und Milchkomponenten ohne verringertes Aroma oder erhöhte Viskosität aufweisen.
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Ferner
wurde entdeckt, dass die durch Heißwasserextraktion aus Kakaoschoten
erhaltene wasserlösliche
Nahrungsfaser gegenüber
herkömmlichen
Beschichtungsmitteln hinsichtlich ihrer Stabilität, Bioabbaubarkeit, Beschichtungsfähigkeit,
Gasbarriereneigenschaften und geeigneten Viskosität in wässeriger
Lösung als
Beschichtungsmittel überlegen
ist und dass sie Zuckerbeschichtungen, wenn sie damit kombiniert
wird, Stärke
verleiht und ermöglicht,
dass die Zubereitung in einer relativ kostengünstigen Weise ausgeführt wird.
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Noch
ferner wurde entdeckt, das die Zugabe einer durch Heißwasserextraktion
aus Kakaoschoten erhaltenen wasserlöslichen Nahrungsfaser zu Stärke enthaltenden
Nahrungsmittelprodukten die Änderung
der Textur der Nahrungsmittelprodukte mit der Zeit verhindert, wodurch
die Lagerfähigkeit
verbessert wird und die Änderung
der Textur nach Mikrowellenofenerhitzen verhindert wird.
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Es
wurde auch festgestellt, dass die Heißwasserextraktion von weggeworfenen
Kakaoschoten und insbesondere die Druckextraktion unter sauren Bedingungen
eine Fraktion mit hoher antimikrobieller (oder mikrobiostatischer)
Aktivität
sehr effizient ergeben kann, die als praktisches Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel für Nahrungsmittel
und Getränke
dienen kann.
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Folglich
ist der erste Aspekt der Erfindung ein Verfahren für die Herstellung
einer wasserlöslichen
Nahrungsfaser, umfassend die Heißwasserextraktion aus der äußeren Abdeckung
von Kakaosamen, sowie einer wasserlöslichen Nahrungsfaser, die
von der äußeren Abdeckung
von Kakaosamen stammt, eines Dispersionsstabilisators mit der wasserlöslichen
Nahrungsfaser und Verfahren zur Zubereitung von Säureproteinnahrungsmitteln,
gekennzeichnet durch die Verwendung des Dispersionsstabilisators,
und Säureproteinnahrungsmittel,
die durch das Verfahren hergestellt werden.
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Der
zweite Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren für die Zubereitung von Schokoladengetränken, umfassend
die Verwendung des vorstehend erwähnten Dispersionsstabilisators,
sowie Schokoladengetränke,
die durch das Verfahren hergestellt werden.
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Der
dritte Aspekt der Erfindung ist ein Beschichtungsmittel mit der
vorstehend erwähnten
wasserlöslichen
Nahrungsfaser sowie ein Beschichtungsverfahren unter Verwendung
des Beschichtungsmittels.
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Der
vierte Aspekt der Erfindung ist ein Alterungsschutzmittel für Stärke enthaltende
Nahrungsmittelprodukte, das die vorstehend erwähnte wasserlösliche Nahrungsfaser
umfasst, sowie ein Alterungsverhinderungsverfahren für Stärke enthaltende
Nahrungsmittelprodukte, umfassend die Zugabe der wasserlöslichen Nahrungsfaser
zum Alterungsschutzmittel in einem Anteil von 0,1–15 Gewichtsteilen
pro 100 Gewichtsteilen der Stärke,
und Stärke
enthaltende Nahrungsmittelprodukte, die durch das Alterungsverhinderungsverfahren zubereitet
werden.
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Der
fünfte
Aspekt der Erfindung ist ein Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
für Nahrungsmittel
und Getränke
mit der vorstehend erwähnten
wasserlöslichen
Nahrungsfaser sowie ein Verfahren zum Konservieren von Nahrungsmitteln
und Getränken,
umfassend die Zugabe der wasserlöslichen
Nahrungsfaser, die im Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
enthalten ist, in einer Menge von 0,01–50 Gew.-% in Bezug auf die
Nahrungsmittel und Getränke.
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Die
als Rohmaterial für
die Heißwasserextraktion
gemäß der Erfindung
verwendeten Kakaobohnen werden gewöhnlich einer Röstbehandlung
unterzogen und die Schoten des Rohmaterials können entweder vor oder nach
dem Rösten
entfernt werden. Die Kakaoschoten können ohne Zerstoßen für die Extraktion
verwendet werden, aber zerstoßene
Schoten sind bevorzugt. Ausreichende mikrobiostatische Eigenschaften
werden von dem Extrakt, der von ganzen Kakaobohnen oder der Kakaomasse
erhalten wird, nicht aufgezeigt.
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Als
Bedingungen für
die Heißwasserextraktion
aus dem Kakaoschoten-Rohmaterial kann der pH-Wert des Extrakts von
pH 2,0 bis pH 6,5 und vorzugsweise von pH 2,5 bis pH 6,5 liegen.
Heißwasserextrakte,
die außerhalb
dieses pH-Bereichs erhalten werden, weisen nicht angemessen die
Funktion auf, die als Aufgabe der vorliegenden Erfindung erwartet
wird.
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Da
die im alkalischen Bereich von pH 7,0 und darüber extrahierte Nahrungsfaser
einen hohen Hemicellulosegehalt und einen niedrigen Gehalt an Pectinpolysacchariden,
die Galacturonsäure
enthalten, aufweist, kann sie nicht die angemessene Dispersionsstabilität von Proteinen
im schwach sauren pH-Bereich über
dem isoelektrischen Punkt bereitstellen. Außerdem wird Galacturonsäuremethylester
teilweise zersetzt, während
die Polysaccharide selbst durch Beseitigung zersetzt werden, so
dass keine angemessene Funktion aufgezeigt wird. Das Aroma wird
aufgrund der Reaktion von Zuckern mit dem Protein auch beeinträchtigt.
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Wenn
die Extraktion im stark sauren pH-Bereich von weniger als 2,0 durchgeführt wird,
zersetzt sich die Nahrungsfaser zu einem niedrigeren Molekulargewicht
und keine Funktion wird aufgezeigt.
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Die
Extraktionstemperatur für
die wasserlösliche
Nahrungsfaser im vorstehend erwähnten
pH-Bereich ist vorzugsweise höher
als 100°C
unter Druck. Wenn die Extraktion bei einer Temperatur von 100°C und darunter
durchgeführt
wird, ist Zeit für
die Elution der wasserlöslichen
Nahrungsfaser erforderlich, was folglich einen wirtschaftlichen
Nachteil erzeugt. Während
die Extraktion in einer kürzeren
Zeit bei einer höheren
Temperatur vollständig
ist, wirkt sich andererseits eine übermäßig hohe Temperatur nachteilig
auf das Aroma und die Farbe aus, während dies auch zu einer verringerten
Funktion aufgrund des niedrigeren Molekulargewichts der wasserlöslichen Nahrungsfaser
führt;
die Temperatur ist daher vorzugsweise nicht höher als 150°C und bevorzugter nicht höher als
130°C.
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Obwohl
der pH-Wert während
der Extraktion eingestellt werden kann, kann die Extraktion durch
Behandlung mit Enzymen wie z. B. Proteasen, Cellulasen, Hemicellulasen,
Pectinasen, Amylasen und dergleichen erleichtert werden. Obwohl
die fraktionierte wasserlösliche
Fraktion nach der Extraktion für
die direkte Verwendung getrocknet werden kann, ist es auch bevorzugt,
die Mineralkomponenten durch Elektrodialyse, Ionenaustauschharz-Behandlung
oder dergleichen zu entfernen (zu entsalzen), und eine wasserlösliche Nahrungsfaser
mit besser zufrieden stellender Qualität kann durch Ausführen einer
Aktivkohlebehandlung oder Harzbehandlung oder Ausfällungsbehandlung
mit einem Lösungsmittel
wie z. B. Ethanol oder Isopropanol erhalten werden, um die hydrophoben
Substanzen oder niedermolekularen Substanzen (zur Reinigung) zu
entfernen, wonach sie getrocknet werden kann. Die wasserlösliche Nahrungsfaser
mit einer besser zufrieden stellenden Qualität kann auch durch Entfernen
der niedermolekularen Farbkomponenten oder übel schmeckenden Komponenten
(Reinigung) durch UF-Membran- oder Keramikfiltertrennung erhalten
werden.
-
Eine
wasserlösliche
Fraktion mit zufrieden stellender Qualität kann auch unter Verwendung
von verschiedenen Mineralien, organischen Säuren wie z. B. Zitronensäure oder
Milchsäure,
anorganischen Säuren wie
z. B. Phosphorsäure,
Polyphosphorsäure
und Hexametaphosphorsäure
oder ihrer Salze oder Emulgatoren wie z. B. Saccharosefettsäureester,
Monoglycerinfettsäureester
oder Polyglycerinfettsäureester
während der
Extraktion extrahiert werden. In solchen Fällen wird die vorstehend beschriebene
Entsalzungsbehandlung oder Reinigungsbehandlung vorzugsweise nach
der Trennung der wasserlöslichen
Fraktion ausgeführt.
-
Die
von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser, die gemäß der Erfindung
verwendet wird, kann einen beliebigen Wert für ihr Molekulargewicht aufweisen,
aber sie besitzt vorzugsweise ein mittleres Molekulargewicht von
einigen zehntausend bis einigen Millionen, bevorzugter von einigen
zehntausend bis einigen hunderttausend und insbesondere von 20000
bis 300000. Das in der ganzen vorliegenden Patentbeschreibung angeführte mittlere
Molekulargewicht ist der Wert, der durch Gelfiltrations-HPLC unter
Verwendung von TSK-GEL G-5000PWXL mit Standard-Pullulan (Showa Denko
Co., Ltd.) als Standardsubstanz gemessen wird.
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser umfasst Galacturonsäure, Galactose, Rhamnose, Arabinose,
Xylose, Fucose, Mannose und Glucose. Uronsäure wurde gemäß dem Blumenkrantz-Verfahren
gemessen und neutrale Zucker wurden durch GLC als Alditolacetate
gemessen.
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Es
bestehen keine speziellen Einschränkungen für die Viskosität der wasserlöslichen
Nahrungsfaser, aber sie ist vorzugsweise 10–500 cPs, bevorzugter 30–300 cPs
und noch bevorzugter 40–200
cPs bei 20°C
in einer wässerigen
Lösung
bei 10% Konzentration.
-
Beste Art zur Ausführung der Erfindung
-
[Erste Art]
-
Gemäß einer
ersten Art besitzt eine wasserlösliche
Nahrungsfaser, die aus Kakaoschoten extrahiert wird, eine charakteristische
Funktion ähnlich
zu jener von Pectinen, die von Wurzelgemüse und insbesondere Kartoffeln
stammen, im Gegensatz zu herkömmlichen
Pectinen, die von Früchten
wie z. B. Äpfeln
oder Zitrusfrüchten
stammen. Das heißt
von Früchten stammende
Pectine werden als Stabilisatoren für saure Molkereigetränke unter
Verwendung ihrer Funktion der Stabilisierung der Dispersion von
Proteinen im pH-Bereich unter dem isoelektrischen Punkt verwendet,
aber die wasserlösliche
Nahrungsfaser der Erfindung hat die Funktion der Stabilisierung
der Dispersion von Proteinen in einem pH-Bereich über dem isoelektrischen Punkt
in einem Zustand mit höherer
Viskosität
als mit von Kartoffeln stammenden Pectinen möglich, wodurch es möglich gemacht
wird, Säureproteinnahrungsmittelprodukte
zuzubereiten, die in einem pH-Bereich über dem isoelektrischen Punkt
stabil sind; dies war im Stand der Technik nicht möglich.
-
"Säureproteinnahrungsmittelprodukte" gemäß der Erfindung
sind Säurenahrungsmittelprodukte,
die tierische oder pflanzliche Proteine enthalten, und sie umfassen
eine Vielfalt von Säureproteinnahrungsmittelprodukten,
beispielsweise Säureproteingetränke, die
durch Zugeben von Zitrusfruchtsäften
oder anderen Fruchtsäften
oder organischen Säuren
wie z. B. Zitronensäure
oder Milchsäure
oder anorganischen Säuren wie
z. B. Phosphorsäure
zu Getränken,
die tierische oder pflanzliche Proteine enthalten, wie z. B. Milch,
Sojabohnenmilch oder dergleichen, erhalten werden, saure Molkereigetränke, die
durch Ansäuern
von Molkereiprodukten erhalten werden, saure gefrorene Desserts
wie z. B. saure Eiscreme, gefrorener Joghurt und dergleichen, die
durch Zugeben von Fruchtsaft oder dergleichen zu Milchkomponenten
enthaltenden gefrorenen Desserts, wie z. B. Eiscreme, erhalten werden,
saure Desserts, die durch Zugeben von Fruchtsäften oder dergleichen zu gelierten
Nahrungsmitteln, wie z. B. Puddings oder Bavarois, erhalten werden,
sowie Kaffeegetränke,
Milchsäurebakteriengetränke (die
lebende Bakterien oder sterilisierte Arten enthalten), fermentierte Milch
(fest oder flüssig)
und dergleichen. Tierische oder pflanzliche Proteine umfassen Kuhmilch,
Schafmilch, Magermilch, Sojabohnenmilch, ganze Milchpulverformen
von solcher Milch, Magermilchpulver, Sojabohnenmilchpulver, Milch
mit zugegebenem Zucker, Milchkonzentrate, verarbeitete Milch, die
mit Mineralien wie z. B. Kalzium oder Vitaminen angereichert ist,
fermentierte Milch und davon abgeleitete Proteine. Fermentierte Milch
ist Milch, die durch Sterilisieren der vorstehend erwähnten tierischen
oder pflanzlichen Proteine und dann Zugeben eines Milchsäurebakterienstarters
für die
Fermentation erhalten wird, und falls erwünscht, kann sie pulverisiert
werden, Zucker oder dergleichen kann zu dieser zugegeben werden
oder sie kann durch Hitze sterilisiert werden.
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser kann in einer Menge von etwa 0,05–10 Gew.-% und vorzugsweise 0,1–2 Gew.-%
in Bezug auf das Proteinnahrungsmittelendprodukt verwendet werden,
aber diese Bereiche begrenzen den Schutzbereich der Erfindung nicht,
da sie in Abhängigkeit
von Differenzen der Proteinkonzentration variieren.
-
Die
Säurenahrungsmittelproteinprodukte
können
auch zusammen mit herkömmlichen
Stabilisatoren zubereitet werden, beispielsweise Polysacchariden
wie z. B. Pectinen, wasserlöslichen
Sojabohnenpolysacchariden, Carboxymethylcellulosenatrium, Alginsäurepropylenglycolester,
Carrageenan, Furcellan, Tamarindensamenpolysacchariden, Taragummi,
Karayagummi, Guargummi, Johannisbrotgummi, Tragantgummi, Pullulan,
Gelangummi, nativem Gelangummi, Gummi Arabicum, Dextrin, Cyclodextrin,
Agar, mikrokristalliner Cellulose, Xanthan, verarbeiteter Stärke und
dergleichen oder Hydrolysaten davon, Gelatine, organischen Säuresalzen,
Polymerisationsphosphorssäuresalzen,
Emulgatoren, durch Wärme
entarteten Proteinen und dergleichen, die den stabilen pH-Bereich vergrößern können.
-
Beispiele
-
Beispiele
und Vergleichsbeispiele für
die erste Art der Erfindung werden nun erläutert. Wenn nicht anders angegeben,
basieren die "Teile" und "%"-Werte in den ganzen Beispielen auf
dem Gewicht.
-
Beispiel 1
-
Kakaobohnen
waren ganze Bohnen, die durch ein gewöhnliches Verfahren geröstet wurden,
die Bohnen wurden auf eine geeignete Größe mit einer Brechwalze gespalten
und die gespalteten Bohnen wurden durch Luftklassifikation getrennt,
um die Kakaoschoten zu erhalten, von denen 500 g in 4000 g Wasser
dispergiert wurden, und dann wurde die Dispersion in Teile von 500
g unterteilt, auf pH 2,0, 3,0, 4,0, 5,0, 6,0, 7,0, 8,0 und 9,0 eingestellt
und für
90 Minuten auf 110°C
zur Extraktion der wasserlöslichen
Nahrungsfaser erhitzt. Nach dem Kühlen wurde jeder Extrakt zentrifugiert
(10000 g × 30
min.), um die wasserlösliche
Fraktion und die Ausfällungsfraktion
zu trennen. Der abgetrennte Ausfällungsteil
wurde mit einem äquivalenten
Gewicht von Wasser kombiniert, das Gemisch wurde wieder zentrifugiert
und die resultierende überstehende
Flüssigkeit wurde
mit der vorherigen wasserlöslichen
Fraktion vermischt und lyophilisiert, um eine rohe wasserlösliche Nahrungsfaser
zu erhalten. Die zurückgewonnene
rohe wasserlösliche
Nahrungsfaser wurde zu der in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzung
zugegeben und die Dispersionsstabilisationsfunktion an Protein bei
pH 5,0 wurde bewertet. Tabelle 1
| Wasserlösliche Nahrungsfaser | (1%
Lösung) | 20
Teile |
| Zuckerlösung | (35%
Lösung) | 10
Teile |
| Milch | | 20
Teile |
| Zitronensäuresäurelösung | 50% Lösung für die Einstellung
auf pH 5,0 |
-
Nach
dem Mischen von 20 Teilen einer 1%-igen wasserlöslichen Nahrungsfaserlösung, 10
Teilen einer 35%-igen Zuckerlösung
und 20 Teilen von Milch unter Kühlen
wurde eine 50%-ige Zitronensaurelösung tropfenweise zugegeben,
um den pH-Wert auf 5,0 einzustellen, und der Zustand wurde beobachtet.
Die Bewertungsergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle 2
| Eingestellter
pHWert vor der Wärmeextraktion | pH-Wert
des Extrakts nach dem Erhitzen | Zustand
der sauren Milch |
| pH
2,0 | pH
2,0 | geringfügige Aggregation |
| pH
2,5 | pH
2,5 | stabil |
| pH
4,0 | pH
3,9 | stabil |
| pH
5,0 | pH
4,9 | stabil |
| pH
6,0 | pH
5,5 | stabil |
| pH
7,0 | pH
5,8 | stabil |
| pH
8,0 | pH
6,5 | stabil |
| pH
9,0 | pH
7,2 | Aggregation |
-
Wie
in Tabelle 2 gezeigt, wurde gezeigt, dass die von Kakaoschoten stammende
wasserlösliche
Nahrungsfaser eine Dispersionsstabilisierungsfunktion an Protein
bei pH 5,0 aufwies, wenn der pH-Wert des Extrakts im Bereich von
2,0 bis 6,5 lag.
-
Vergleichsbeispiel 1
-
Die
Proteindispersionsstabilisierungsfunktion bei pH 5,0 wurde in derselben
Weise wie in Beispiel 1 bewertet, außer dass der rohe Extrakt der
wasserlöslichen
Nahrungsfaser gegen gepressten Apfelsaftbrei (Handelsname: Apple
Fiber, Produkt von Nichiro Kogyo, 5% Feuchtigkeitsgehalt) ausgetauscht
wurde, und die Ergebnisse der Bewertung waren, wie in nachstehender
Tabelle 3 gezeigt. Tabelle 3
| Eingestellter
pH-Wert vor der Wärmeextraktion | pH-Wert
des Extrakts nach dem Erhitzen | Zustand
der sauren Milch |
| pH
2,0 | pH
2,0 | Hohe
Aggregation |
| pH
3,0 | pH
2,9 | Hohe
Aggregation |
| pH
4,0 | pH
3,7 | Hohe
Aggregation |
| pH
5,0 | pH
4,3 | Hohe
Aggregation |
| pH
6,0 | pH
4,7 | Hohe
Aggregation |
| pH
7,0 | pH
5,3 | Hohe
Aggregation |
| pH
8,0 | pH
6,2 | Hohe
Aggregation |
| pH
9,0 | pH
7,0 | Hohe
Aggregation |
| | Hohe
Aggregation |
-
Wie
in Tabelle 3 gezeigt, wies keine der von Früchten stammenden wasserlöslichen
Nahrungsfasern ungeachtet des Extraktions-pH-Werts eine Proteindispersionsstabilisierung
bei pH 5,0 auf.
-
Beispiel 2
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (A)
-
Kakaobohnen
waren ganze Bohnen, die durch ein gewöhnliches Verfahren geröstet wurden,
die Bohnen wurden mit einer Bruchwalze auf eine geeignete Größe gespalten
und die gespaltenen Bohnen wurden durch Luftklassifizierung getrennt,
um die Kakaoschoten zu erhalten. Fünfzig Teile der erhaltenen
Kakaoschoten wurden in 400 Teilen Wasser dispergiert und dann wurde
die Dispersion auf pH 5,0 eingestellt und für 90 Minuten für die Extraktion
der wasserlöslichen
Nahrungsfaser auf 110°C
erhitzt. Der pH-Wert war nach Vollendung der Extraktion 4,9. Nach
Kühlen
wurde jeder Extrakt zentrifugiert (10000 g × 30 min.), um die wasserlösliche Fraktion
und die Ausfällungsfraktion
zu trennen. Der getrennte Ausfällungsteil
wurde mit einem äquivalenten
Gewicht von Wasser kombiniert, das Gemisch wurde wieder zentrifugiert,
die resultierende überstehende
Flüssigkeit
wurde mit der vorherigen wasserlöslichen
Fraktion vermischt und der Extrakt wurde direkt lyophilisiert, um
die wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) zu erhalten.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B)
-
Ein
Extrakt, der in derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser (A) erhalten
wurde, wurde durch eine Aktivkohlesäule für die Reinigung geleitet und
dann getrocknet, um die wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) zu erhalten.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (C)
-
Nach
Zugeben von 99% Ethanol zu einem in derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser (A)
erhaltenen Extrakt zu einer Konzentration von 50% zum Ausfällen der
wasserlöslichen
Nahrungsfaser wurde der Niederschlag nacheinander mit 80%, 90% und
99% Ethanol gewaschen und luftgetrocknet, um die wasserlösliche Nahrungsfaser
(C) zu erhalten.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (D)
-
Ein
in derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser (A) erhaltener
Extrakt wurde auf 2 mS/cm2 in Bezug auf
den Feststoffteil unter Verwendung einer Elektrodialysevorrichtung
(Modell CS-O, Produkt von Asahi Glass Co., Ltd.) entsalzt und dann
getrocknet, um die wasserlösliche
Nahrungsfaser (D) zu erhalten.
-
Die
Ergebnisse der Analyse der in der vorstehend beschriebenen Weise
erhaltenen wasserlöslichen Nahrungsfasern
sind in nachstehender Tabelle 4 zusammengefasst. Der gesamte Zucker
wurde durch das Phenolsulfatverfahren gemessen, der Uronsäuregehalt
wurde durch das Blumenkrantz-Verfahren gemessen und das mittlere
Molekulargewicht wurde durch Gelfiltrations-HPLC unter Verwendung
einer TSK-GEL G-5000PWXL-Säule mit
Standard-Pullulan (Showa Denko Co., Ltd.) als Standardsubstanz gemessen. Tabelle 4 Zusammensetzung (%)
| Komponente | (A) | (B) | (C) | (D) |
| Feuchtigkeit | 4,1 | 5,3 | 5,5 | 5,0 |
| Rohes
Protein | 8,9 | 6,8 | 7,1 | 5,9 |
| Rohe
Asche | 16,5 | 12,7 | 9,5 | 7,0 |
| Gesamte
Zucker | 53,6 | 65,6 | 64,2 | 68,3 |
| Uronsäure | 34,8 | 44,0 | 45,3 | 47,8 |
| Mittleres
Molekulargewicht | 191000 | 215000 | 240000 | 248000 |
-
Wenn
die erhaltenen wasserlöslichen
Nahrungsfasern (A) bis (D) verwendet wurden, um die Proteindispersionsstabilisierung
bei pH 5,0 in derselben Weise wie in Beispiel 1 zu bestätigen, wiesen
alle eine zufrieden stellende Dispersionsstabilisierung auf.
-
Beispiel 3
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (E)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (E) wurde in derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser
(A) von Beispiel 2 erhalten, außer
dass die Temperatur für
die Wärmeextraktion
80°C war.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (F)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (F) wurde in derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser
(A) von Beispiel 2 erhalten, außer
dass die Temperatur für
die Wärmeextraktion
unter Druck 100°C
war.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (G)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (G) wurde in derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser
(A) von Beispiel 2 erhalten, außer
dass die Temperatur für
die Wärmeextraktion
unter Druck 105°C
war.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (H)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (H) wurde in derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser
(A) von Beispiel 2 erhalten, außer
dass die Temperatur für
die Wärmeextraktion
unter Druck 120°C
war.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (I)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (I) wurde in derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser (A)
von Beispiel 2 erhalten, außer
dass die Temperatur für
die Wärmeextraktion
unter Druck 130°C
war.
-
Die
erhaltenen wasserlöslichen
Nahrungsfasern (A) und (E) bis (I) wurden verwendet, um die Proteindispersionsstabilisierung
bei pH 5,0 in derselben Weise wie in Beispiel 1 zu bestätigen. Die
wasserlöslichen Nahrungsfasern
(E) und (F), die bei 80°C
und 100°C
extrahiert wurden, hatten niedrige Ausbeuten von 11,8% bzw. 25,9%
in Bezug auf das Rohmaterial und wiesen folglich keine sehr zufrieden
stellende Dispersionsstabilität
auf. Dagegen war die Ausbeute der wasserlöslichen Nahrungsfaser (A) 48,5%,
die Ausbeute der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (G) war 42,5%, die Ausbeute der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (H) war 45,9% und die Ausbeute der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (I) war 51,2% und folglich wurde eine zufrieden stellende Dispersionsstabilität für Proteine
aufgezeigt.
-
Beispiel 4
-
Nach
dem Dispergieren von 1 kg Kakaoschoten in 8 kg Wasser wurde der
pH-Wert auf 5,0 eingestellt und die Lösung wurde für 90 Minuten
unter Druck für
die Extraktion der wasserlöslichen
Nahrungsfaser auf 110°C
erhitzt. Nach dem Kühlen
wurde der Extrakt zentrifugiert (10000 g × 30 min.), um die wasserlösliche Fraktion
und die Ausfällungsfraktion
zu trennen. Der abgetrennte Ausfällungsteil
wurde mit einem äquivalenten Gewicht
von Wasser kombiniert, das Gemisch wurde wieder zentrifugiert, die
resultierende überstehende
Flüssigkeit
wurde mit der vorherigen wasserlöslichen
Fraktion vermischt und dann wurde der Extrakt direkt sprühgetrocknet,
um die rohe wasserlösliche
Nahrungsfaser zu erhalten, die als Stabilisator verwendet wurde.
Die Proteindispersionsstabilisierungsfunktion wurde bei verschiedenen
pH-Werten mit der in nachstehender Tabelle 5 gezeigten Zusammensetzung
bewertet.
-
Vergleichsbeispiel 2
-
Die
Stabilität
eines sauren Milchgetränks
bei verschiedenen pH-Werten wurde in derselben Weise wie in Beispiel
4 bewertet, außer
dass der Stabilisator gegen kommerziell erhältliches Apfelpectin (Classic
AM201, Handelsname von Dainippon Pharmaceutical Co., Ltd.) ausgetauscht
wurde.
-
Vergleichsbeispiel 3
-
Nach
dem Suspendieren von 500 g von getrocknetem gereinigten Kartoffelstärkebrei
(POTEX, Handelsname von Lyckeby Stärkelsen, 5% Feuchtigkeitsgehalt
7% Stärkegehalt
(im Feststoffanteil)) in 9500 g Wasser und Einstellen des pH-Werts
auf 4,5 wurde die Suspension für
30 Minuten für
die Extraktion des Pectins auf 120°C erhitzt. Nach dem Kühlen wurde
der Extrakt zentrifugiert (10000 g × 30 min.), um den Pectinextrakt
und den Ausfällungsteil
zu trennen. Die resultierende überstehende
Flüssigkeit
wurde direkt sprühgetrocknet,
um das Pectin zu erhalten. Die Stabilität des sauren Milchgetränks bei
verschiedenen pH-Werten wurde in derselben Weise wie in Beispiel
4 bewertet, außer
dass der Stabilisator gegen dieses von Kartoffeln stammende Pectin
ausgetauscht wurde. Tabelle 5
| Stabilisierungslösung | (1%
Lösung) | 20
Teile |
| Zuckerlösung | (35%
Lösung) | 10
Teile |
| Pulvermagermilchlösung | (8%
Lösung) | 20
Teile |
| Zitronensäuresäurelösung | 50% Lösung für dieEinstellung
auf pH 4,0–6,4 |
-
Nach
dem Mischen von 20 Teilen einer 1%-igen Stabilisierungslösung, 10
Teilen einer 35%-igen Zuckerlösung und
20 Teilen einer 8%-igen Pulvermagermilchlösung unter Kühlen wurde
eine 50%-ige Zitronensäurelösung tropfenweise
zugegeben, um den pH-Wert auf 4,0, 4,3 4,5, 4,8, 5,0, 5,3, 5,5,
5,8, 6,0 oder 6,4 einzustellen, ein Homogenisator wurde für die Homogenisierung
bei 150 kgf/cm
2 verwendet, um ein saures Milchgetränk zuzubereiten.
Die Ergebnisse der Bewertung des sauren Milchgetränks sind
in nachstehender Tabelle 6 gezeigt. Tabelle 6
| | Beispiel
4 | Vergleichsbeispiel
2 | Vergleichsbeispiel
3, |
| pH-Wert
des sauren Molkereigetränks | Viskosität | Zustand | Viskosität | Zustand | Viskosität | Zustand |
| pH
4,0 | 6,8 | hohe
Aggregation | 8,0 | stabil | 6,0 | hohe
Aggregation |
| pH
4,3 | 5,7 | Aggregation | 8,6 | stabil | 5,4 | Aggregation |
| pH
4,5 | 5,1 | stabil | 9,4 | geringfügige Aggregation | 4,2 | stabil |
| pH
4,8 | 5,0 | stabil | 9,8 | Aggregation | 3,1 | stabil |
| pH
5,0 | 4,8 | stabil | 10,5 | hohe
Aggregation | 2,7 | stabil |
| pH
5,3 | 4,8 | stabil | 9,8 | hohe
Aggregation | 2,5 | stabil |
| pH
5,5 | 4,8 | stabil | 9,5 | hohe
Aggregation | 2,9 | stabil |
| pH
5,8 | 4,6 | stabil | 9,4 | hohe
Aggregation | 2,5 | stabil |
| pH
6,0 | 4,4 | stabil | 9,8 | hohe
Aggregation | 2,4 | stabil |
| pH
6,4 | 4,2 | stabil | 9,2 | hohe
Aggregation | 2,5 | stabil |
-
Wie
in Tabelle 6 gezeigt, wurde bestätigt,
dass die sauren Milchgetränke,
die die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser als Stabilisator
enthielten, eine Proteindispersionsstabilisierung im vollen sauren
pH-Bereich oberhalb pH 4,5 aufwiesen, der der isoelektrische Punkt
von Milchprotein ist. Außerdem
waren die Viskositäten
der sauren Milchgetränke
höher als
jene, die unter Verwendung des von Kartoffeln abgeleiteten Pectins
erhalten wurden, und die Getränke
hatten eine vollständige
Körpertextur.
-
Die
sauren Milchgetränke,
die von Äpfeln
abgeleitetes kommerziell erhältliches
Pectin als Stabilisator enthielten, wiesen absolut keine Proteindispersionsstabilisierung
im sauren pH-Bereich oberhalb pH 4,5 auf, was der isoelektrische
Punkt von Milchprotein ist. Selbst wenn die Milchproteindispersion
bei pH 4,5 und darunter stabil war, war die Viskosität hoch und
die Textur war klumpig und gelatinös, was sich beträchtlich
von den unter Verwendung der von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen
Nahrungsfaser der Erfindung zubereiteten Produkten unterschied.
-
Zubereitung eines Milchkaffeegetränks (Beispiel
5, Vergleichsbeispiel 4)
-
Beispiel 5
-
Nach
der Extraktion von 500 g von mittel gerösteten gemahlenen kolumbianischen
Kaffeebohnen mit 5 Litern von heißem Wasser wurde der Extrakt
auf unter 25°C
gekühlt,
um 4,5 Liter Kaffeeextrakt zu erhalten. Ein Zuckergemisch wurde
dann durch Auflösen
von 700 g granulärem
Zucker und 3 g Saccharosefettsäureester
in 1,3 Litern von gereinigtem Wasser erhalten. Der Kaffeeextrakt,
das Zuckergemisch, eine Stabilisierungslösung mit 3% wasserlöslicher
Nahrungsfaser (A) und Wasser wurden in der in nachstehender Tabelle
7 gezeigten Zusammensetzung kombiniert und die Gesamtheit wurde
auf 1,8 Liter eingestellt, wonach Milch langsam zu einem Gesamtvolumen
von 2 Litern zugegeben wurde. Nach dem Mischen der Gesamtmenge wurde Natriumhydrogencarbonat
oder L-Ascorbinsäure für die Einstellung
auf pH 7,0 (Beispiel 5-1), 6,0 (Beispiel 5-2) und 5,0 (Beispiel
5-3) verwendet und das Gemisch wurde bei 150 kg/cm2 homogenisiert,
um Milchkaffeegetränke
zuzubereiten. Die zubereiteten Milchkaffeegetränke wurden einer Retortensterilisation
bei 121°C
für 30 Minuten
unterzogen und die Milchprotein-Dispersionsstabilisierungsfunktion
der wasserlöslichen
Nahrungsfaser der Erfindung wurde auf der Basis der Wärmestabilität bewertet.
-
Vergleichsbeispiel 4
-
Beispiel
5 wurde wiederholt, jedoch unter Verwendung von gereinigtem Wasser
anstelle der Stabilisierungslösung
mit der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (A) Tabelle 7
| | Beispiel
5-1 | Beispiel
5-2 | Beispiel
5-3 | Vergleichsbeispiel
4 |
| Stabilisierungslösung | 400
Teile | ← | ← | 0 |
| Kaffeeextrakt | 800
Teile | ← | ← | ← |
| Zuckergemisch | 400
Teile | ← | ← | ← |
| Gereinigtes
Wasser | 200
Teile | ← | ← | 600
Teile |
| Milch | 200
Teile | ← | ← | ← |
| Hergestellter
pH | 7,0 | 6,0 | 5,0 | 6,0 |
-
Jedes
der zubereiteten Milchkaffeegetränke
wurde mit einer Heizplatte auf 95°C
erhitzt, in eine leere Dose gefüllt
und abgedichtet. Die resultierenden Milchkaffeegetränke in Dosen
wurden für
eine Retortensterilisation bei 121°C für 30 Minuten in einen Retortensiedekessel
gestellt, um die Milchkaffeegetränkeprodukte zu
erhalten. Tabelle 8 zeigt die Ergebnisse der Bewertung der Milchkaffeegetränke in Dosen,
die in diesen Beispielen und dem Vergleichsbeispiel erhalten wurden.
Die Zeile mit dem Titel "Bewertung
nach Heißautomatenlagerung" gibt den Zustand
an, der nach dem Lagern der in diesen Beispielen und in diesem Vergleichsbeispiel erhaltenen
Milchkaffeegetränke
für 4 Wochen
in einer Zone mit einer konstanten Temperatur von 60°C, während sie
stationär
waren, und dann Überführen der
Inhalte von der Dose zu einem Becherglas visuell beobachtet wurde.
Die Bewertung der "Aggregation" in den Spalten mit
dem Titel "Bewertung
nach Retortensterilisation" und "Bewertung nach Heißautomatenlagerung" gibt an, dass eine
Milchproteinausfällung
oder Fetttrennung festgestellt wurde.
-
Die
Azidität
und das Aroma der Milchkaffeegetränke wurden auch durch eine
organoleptische Bewertung bewertet. Die organoleptische Bewertung
wurde auf der Basis der Geschmacksprobennahme von 15 Teilnehmern
(männlich:weiblich
= 10:5, Alter 20:30:40 = 6:7:2) im Vergleich zum Aroma und zur Azidität von regulärem Kaffee
durchgeführt,
wobei +2 für
sehr ausgezeichnet, 0 für
gewöhnlich
und –2
für sehr
schlecht zugewiesen wurde, und die Mittelwerte wurden aufgezeichnet. Tabelle 8
| | Beispiel
5-1 | Beispiel
5-2 | Beispiel
5-3 | Vergleichsbeispiel 4 |
| Bewertung
nach Retortensterilisation pH-Wert
Stabilität
Organoleptische Bewertung
(Aroma, Azidität)
Organoleptische Bewertung
(Punktwert) |
6,5
stabil
gering
schwaches
Aroma
0,6 |
5,6
stabil
zufrieden
stellend
2,0 |
5,2
stabil
zufrieden
stellend
1,8 |
5,5
Aggregation
unerwünschtes
Aroma
- |
| Bewertung
nach Heißautomatenlagerung
Stabilität | stabil | stabil | stabil | - |
-
Wie
in Tabelle 8 gezeigt, war, wenn die wasserlösliche Nahrungsfaser der Erfindung
verwendet wurde, eine aggregierte Trennung von Milchprotein in einem
breiten pH-Wert-Bereich selbst nach Retortensterilisation bei 121°C für 30 Minuten
abwesend, was folglich einen ausgezeichneten Effekt für die Wärmestabilität bestätigte. Andererseits
wies das Produkt ohne Zugabe (Vergleichsbeispiel 4) eine Trennung
und Ausfällung
der Milchkomponenten nach der Retortensterilisation auf, was folglich
den Produktwert beachtlich beeinträchtigte.
-
[Zweite Art]
-
Die
Zubereitung von Schokoladengetränken
gemäß einer
zweiten Art der Erfindung kann durch ein beliebiges gewöhnliches
Zubereitungsverfahren unter Verwendung von Schokoladenkomponenten,
Süßungsmitteln
und Milchkomponenten als Rohmaterialien zusätzlich zur Verwendung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser als Dispersionsstabilisator durchgeführt werden.
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Die
verwendeten Schokoladenkomponenten können eine beliebige oder mehrere
sein, die aus Kakaopulver, Kakaomasse, Kakaobutter und Kakaobutterersatz
ausgewählt
sind.
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Ein
beliebiges öffentlich
bekanntes Süßungsmittel
kann verwendet werden, beispielsweise irgendeines oder mehrere,
die aus Zuckern wie z. B. Saccharose, Glucose, Fructose, Isomerisiertem
Zucker, Reisgelee, Trehalose, Maltit oder Sorbit oder anderen Süßungsmitteln
wie z. B. Aspartam, Stevia, Glycyrrhizin, Thaumatin oder dergleichen
ausgewählt
sind.
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Die
verwendeten Molkereiprodukte können
beliebige gewöhnliche
Produkte sein, und als spezielle Beispiele können sie die erwähnte Milch,
ganzes Milchpulver, Magermilchpulver, Sahne, Butter, ganze Kondensmilch,
kondensierte Magermilch, verarbeitetes Milchpulver und dergleichen
sein.
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Die
Menge der zu einem Schokoladengetränk zugegebenen wasserlöslichen
Nahrungsfaser ist vorzugsweise 0,05–20,0 Gew.-%, bevorzugter 0,1–10,0 Gew.-% und am meisten
bevorzugt 0,2–3,0
Gew.-% in Bezug auf das gesamte Getränk. Die Wirkung kann unangemessen
sein, wenn die Menge zu klein ist, während der Einfluss auf die
Viskosität
des Getränks
zunimmt, wenn die Menge zu groß ist.
Der pH-Wert des Schokoladengetränks
ist vorzugsweise pH 5,0–9,0,
bevorzugter pH 5,5–8,0
und noch bevorzugter pH 6,0–7,5.
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Gemäß der Erfindung
können
andere Emulgatoren und Dispersionsstabilisatoren in den vorstehend erwähnten Schokoladengetränken verwendet
werden, ungeachtet dessen, ob sie in flüssiger Form oder in einer pulverförmigen oder
Pastenform vorliegen. Beliebige öffentlich
bekannte Emulgatoren oder Dispersionsstabilisatoren können verwendet
werden und insbesondere können
Saccharosefettsäureester,
Glycerinfettsäureester,
Sorbitanfettsäureester,
Propylenglycolfettsäureester,
Polyglycerinfettsäureester,
Lecithin, Agar, Carrageenan, Furcellan, Tamarindensamenpolysaccharide,
Taragummi, Karayagummi, Sojabohnenhemicellulose, Pectin, Xanthangummi,
Natriumalginat, Tragantgummi, Guargummi, Johannisbrotgummi, Pullulan,
Gelangummi, Gummi Arabicum, Gelatine, Caseinnatrium, verschiedene
Stärken,
verschiedene Cellulosen und dergleichen erwähnt werden.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird nun durch die folgenden Beispiele und
Vergleichsbeispiele der zweiten Art genauer erläutert.
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Einfache Bewertung von Schokoladengetränken (Beispiel
6, Vergleichsbeispiel 5)
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Beispiel 6
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Die
4 verschiedenen wasserlöslichen
Nahrungsfasern (A–D),
die gemäß der ersten
Art zubereitet wurden, wurden für
die Zubereitung von Schokoladengetränken mit jeweils der in nachstehender
Tabelle 9 gezeigten Zusammensetzung verwendet. Insbesondere wurden
110 Teile Wasser zu 5 Teilen Kakaopulver, 13 Teilen Zucker, 5 Teilen
Magermilchpulver und 5 Teilen 5-%iger
von Kakaoschoten abgeleiteter wasserlöslicher Nahrungsfaser zugegeben
und damit vermischt und das Gemisch wurde unter Rühren mit
einem Homomischer für die
Voremulgierung auf 80°C
erhitzt, wonach es unter einem Druck von 150 kgf/cm2 unter
Verwendung eines Homogenisators homogenisiert wurde. Es wurde dann
in eine Flasche gefüllt
und bei 121°C
für 30
Minuten sterilisiert, um ein Schokoladengetränk zu erhalten. Die in dieser
Weise erhaltenen Schokoladengetränke
wurden für
1 Woche bei gewöhnlicher
Temperatur stehen lassen und beobachtet, was die in nachstehender
Tabelle 10 gezeigten Ergebnisse ergab. Als Gesamtbewertung wurde
0 für gute
Stabilität, Δ für etwas
schlechte Stabilität
und X für
schlechte Stabilität
zugewiesen.
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Vergleichsbeispiel 5
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Ein
Schokoladengetränk
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 6 zubereitet, außer dass
Wasser anstelle der wasserlöslichen
Nahrungsfaser als Stabilisator zugegeben wurde. Tabelle 9
| Kakaopulver | 5 | Teile |
| Zuckerlösung | 13 | Teile |
| Magermilchpulver | 5 | Teile |
| Wasserlösliche Nahrungsfaser (5%
Lösung) | 5 | Teile |
| Wasser | 110 | Teile |
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Wie
in nachstehender Tabelle 10 gezeigt, ergaben die unter Verwendung
der wasserlöslichen
Nahrungsfasern (B) bis (D), die nach Extraktion gereinigt wurden,
zubereiteten Getränke
sehr zufrieden stellende Ergebnisse, während das unter Verwendung
der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (A), die nicht nach der Extraktion gereinigt wurde,
zubereitete Getränk
geringfügig
unterlegen war. Tabelle 10 Schokoladengetränkstabilität
| Komponente | Vergleichsbeispiel
5 | Beispiel
6 (A) | ←
(B) | ←
(C) | ←
(D) |
| Ausfällung | vorhanden | geringfügig vorhanden | fehlt | fehlt | fehlt |
| Obere
Trennung | vorhanden | geringfügig vorhanden | fehlt | fehlt | fehlt |
| Aggregation | geringfügige Aggregation | geringfügige Aggregation | fehlt | fehlt | fehlt |
| Gesamtbewertung | x | Δ | o | o | o |
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Schokoladengetränk-Stabilitätstest (Beispiele 7–9, Vergleichsbeispiele
6–8)
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Beispiel 7
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Nach
der Zugabe von Wasser zu 40 Teilen von Kakaopulver, 100 Teilen Zucker,
40 Teilen Magermilchpulver und 20 Teilen von Kakaoschoten abgeleiteter
wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) zu insgesamt 1000 Teilen wurde das Gemisch unter
Rühren
mit einem Homomischer für
die Voremulgierung auf 80°C
erhitzt, wonach es unter einem Druck von 300 kgf/cm2 unter
Verwendung eines Homogenisators homogenisiert wurde. Dann wurde
es in eine Dose gefüllt
und bei 121°C
für 30
Minuten sterilisiert, um ein Schokoladengetränk zu erhalten. Wenn das in
dieser Weise erhaltene Schokoladengetränk für 2 Wochen bei gewöhnlicher
Temperatur stehen lassen wurde und die Dose geöffnet wurde und der Suspensionszustand
beobachtet wurde, wurde keine Trennung oder Ausfällung des Ölteils festgestellt. Beim Geschmackstesten
wurde festgestellt, dass das Getränk eine niedrige Viskosität und ein
zufrieden stellendes leichtes und erfrischendes Gefühl aufwies.
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Beispiel 8
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Ein
Schokoladengetränk
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 7 erhalten, außer dass
die 20 Teile von wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) gegen 10 Teile von wasserlöslicher Nahrungsfaser (B) und
0,2 Teile von Xanthangummi ausgetauscht wurden, und wenn es nach
2 Wochen beobachtet wurde, wurde festgestellt, dass es einen zufrieden
stellenden Zustand ohne Trennung von Ölen oder Ausfällung wie
in Beispiel 7 aufwies.
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Beispiel 9
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Ein
Schokoladengetränk
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 7 abgesehen von der Änderung
der 20 Teile von wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) in 10 Teile von wasserlöslicher Nahrungsfaser (B) und
5,0 Teile von kristalliner Cellulose erhalten, und wenn es nach
2 Wochen beobachtet wurde, wurde festgestellt, dass es einen zufrieden
stellenden Zustand ohne Trennung von Ölen oder Ausfällung wie
in Beispiel 7 aufwies.
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Vergleichsbeispiel 6
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Ein
Schokoladengetränk
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 7 erhalten, außer dass
die 20 Teile von wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) nicht zugegeben wurden, und Beobachtung nach 2
Wochen zeigte eine Trennung von Ölen
und eine Niederschlagschicht am Boden der Dose.
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Vergleichsbeispiel 7
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Ein
Schokoladengetränk
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 7 abgesehen von der Änderung
der 20 Teile von wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) in 0,2 Teile Xanthangummi erhalten, und Beobachtung
nach 2 Wochen zeigte eine Trennung von Ölen und eine Niederschlagschicht
am Boden der Dose.
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Vergleichsbeispiel 8
-
Ein
Schokoladengetränk
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 7 abgesehen von der Änderung
der 20 Teile von wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) in 5,0 Teile von kristalliner Cellulose erhalten,
und Beobachtung nach 2 Wochen zeigte eine Trennung von Ölen und
eine Niederschlagschicht am Boden der Dose.
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Schokoladengetränk-Stabilitätstest (Beispiele 10 und 11,
Vergleichsbeispiele 9 und 10)
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Beispiel 10
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Nach
der Zugabe von 765 Teilen Wasser zu 100 g Zucker, 40 g Magermilchpulver
und 20 Teilen wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) wurde das Gemisch unter Rühren mit einem Homomischer
erhitzt, und wenn die Temperatur 50°C oder darüber erreichte, wurde ein vorgeschmolzenes
Gemisch von 75 Teilen Kakaomasse und 0,5 Teilen Lecithin zugegeben
und das Gemisch wurde zur Voremulgierung auf 80°C erhitzt, wonach es unter einem
Druck von 150 kgf/cm2 unter Verwendung eines
Homogenisators homogenisiert wurde. Dann wurde es in eine Dose gefüllt und
bei 121°C
für 30
Minuten sterilisiert, um ein Schokoladengetränk zu erhalten. Wenn das in
dieser Weise erhaltene Schokoladengetränk für 2 Wochen bei gewöhnlicher
Temperatur stehen lassen wurde und die Dose geöffnet wurde und der Suspensionszustand
beobachtet wurde, wurde keine Trennung oder Ausfällung des Ölteils festgestellt. Beim Geschmackstesten
wurde festgestellt, dass das Getränk eine geringe Viskosität und ein
zufrieden stellendes leichtes und erfrischendes Gefühl ohne
raues Mundgefühl aufwies.
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Beispiel 11
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Ein
Schokoladengetränk
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 10 abgesehen von der Änderung der
20 Teile von wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) in 10 Teile von wasserlöslicher Nahrungsfaser (B) und
3 Teile von Saccharosefettsäureester
erhalten. Wenn das Getränk
für 2 Wochen
bei gewöhnlicher
Temperatur stehen lassen und beobachtet wurde, wurde festgestellt,
dass es einen zufrieden stellenden Zustand ohne Trennung von Ölen oder
Ausfällung
wie in Beispiel 10 aufwies.
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Vergleichsbeispiel 9
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Ein
Schokoladengetränk
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 10 erhalten, außer dass
keine wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) zugegeben wurde. Die Beobachtung des Getränks nach
2 Wochen Stehen bei gewöhnlicher
Temperatur zeigte eine Öltrennung
und Ausfällung
an der Oberseite auf.
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Vergleichsbeispiel 10
-
Ein
Schokoladengetränk
wurde in derselben Weise wie in Beispiel 7 abgesehen von der Änderung
der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) in 3 Teile Saccharosefettsäureester erhalten. Die Beobachtung
nach 2 Wochen zeigte eine Öltrennung
und Ausfällung
an der Oberseite auf.
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[Dritte Art]
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Gemäß einer
dritten Art stellt die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser
eine Viskosität
von 10–500
cPs, vorzugsweise 30–300
cPs und bevorzugter 40–200
cPs bei 20°C
in wässeriger
Lösung
bei 10% Konzentration bereit.
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Wenn
die wasserlösliche
Nahrungsfaser als Beschichtungsmittel verwendet wird, wird sie vorzugsweise
mit 0,1–50
Gew.-% und bevorzugter 0,5–30
Gew.-% in Bezug auf die gesamte Beschichtungsmittellösung zugegeben.
Sie kann auch außerhalb
dieser Bereiche verwendet werden, wenn sie in einer Zuckerbeschichtung
verwendet wird, aber in Abhängigkeit
von der Menge an Zucker kann eine kleine Menge an Faser zu einer geringen
Beschichtungsfestigkeit oder Reißen und Abblättern der
Zuckerbeschichtung führen,
während
eine übermäßige Menge
an Faser gewöhnlich
die Trocknungszeit verlängert,
und daher wird die Faser vorzugsweise innerhalb der vorstehend angegebenen
Bereiche verwendet.
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Die
von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser kann allein
als Beschichtungsmittel verwendet werden, aber, falls erforderlich,
können
auch Weichmacher, Pigmente, Dispersionsmittel, Lösungsmittel, Geschmackssubstanzen,
Färbemittel,
Konservierungsmittel, Entschäumungsmittel
und dergleichen zugegeben werden oder sie kann geeigneterweise zusammen
mit anderen Beschichtungsmitteln verwendet werden, beispielsweise
Polysacchariden, wie z. B. Guargummi, Tragantgummi, Xanthangummi,
Carrageenan, Tamarindengummi, Johannisbrotgummi, Agar, Gummi Arabicum,
verarbeiteter Stärke,
Hydroxypropylmethylcellulose und Pullulan oder Proteinen wie z.
B. Gelatine.
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Das
Verfahren der Verwendung der wasserlöslichen Nahrungsfaser der Erfindung
als Beschichtungsmittel kann das Sprühen oder Eintauchen nach dem
Zubereiten einer Lösung
der Nahrungsfaser beinhalten. Als für die Sprühbeschichtung zu verwendende
Vorrichtungen können
insbesondere Hochbeschichter, Wasserbeschichter, Flussbeschichter,
Spira-Strömungen,
mit Rotorbehälter
ausgestattete Wirbelschichtvorrichtungen (Produkte von Freund Industries)
und dergleichen erwähnt
werden. Zum Eintauchen kann eine beliebige Vorrichtung mit einer
Eintauchschicht und einem Trockner verwendet werden.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird nun durch die folgenden Beispiele und
Vergleichsbeispiele der dritten Art genauer erläutert.
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Bewertung der Schichtbeschichtungsfestigkeit
(Beispiel 12, Vergleichsbeispiel 11)
-
Beispiel 12
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Um
die Beschichtungsfestigkeit zu messen, wurde eine Schicht unter
Verwendung der vorstehend erwähnten
vier verschiedenen wasserlöslichen
Nahrungsfasern (A–D),
die gemäß der ersten
Art erhalten wurden, gebildet und deren Festigkeit wurde gemessen.
Nach dem Zubereiten einer 20%-igen wässerigen Lösung von jeder wasserlöslichen
Nahrungsfaser und Streichen derselben auf eine OHP-Platte mit einer
Schichtdicke von 250 um, wurde sie für 24 Stunden bei 60% Feuchtigkeit,
20°C, getrocknet,
um eine Schicht zu erhalten. Die Zugfestigkeit (kgf/cm2)
und der Young-Modul
(kgf/cm2) jeder erhaltenen Schicht wurden
mit einem Rheoner gemessen. Die Ergebnisse sind nachstehend in Tabelle
11 gezeigt.
-
Vergleichsbeispiel 11
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Eine
Schicht wurde in derselben Weise wie in Beispiel 12 zubereitet,
außer
dass Pullulan als Stabilisator anstelle der wasserlöslichen
Nahrungsfaser zugegeben wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 11
gezeigt. Tabelle 11 Schichtfestigkeit
| Komponente | Vergleichsbeispiel
11 | Beispiel
12 (A) | ←
(B) | ←
(C) | ←
(D) |
| Zugfestigkeit (kgf/cm2) | 485,2 | 514,5 | 521,0 | 535,8 | 526,6 |
| Young-Modul (kgf/cm2) | 11700 | 10100 | 10500 | 10800 | 10200 |
-
Gemäß diesen
Ergebnissen wiesen die unter Verwendung der von Kakaoschoten abgeleiteten
wasserlöslichen
Nahrungsfaser erhaltenen Schichten eine höhere Festigkeit als die Pullulan-Schicht auf, die
eine übliche
Schicht mit hoher Festigkeit ist. Unter den Schichten der wasserlöslichen
Nahrungsfaser wies das gereinigte Produkt die höchste Schichtfestigkeit auf.
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Bestätigung
des Glanzeffekts (Beispiel 13, Vergleichsbeispiele 12 und 13)
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Beispiel 13
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Nach
dem Gefrieren einer ganzen Sardine bei –30°C wurde sie unter Verwendung
einer 2%-igen wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) glanzbehandelt. Sie wurde dann für 4 Monate
bei –20°C gelagert
und Gefrierbrand (Oxidation) auf der Oberfläche des gefrorenen Fischs wurde
periodisch beobachtet. Die Beobachtungsergebnisse sind in nachstehender
Tabelle 12 gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 12
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Eine
Glanzbehandlung (Wasserglanzbehandlung) wurde in exakt derselben
Weise wie in Beispiel 13 ausgeführt,
außer
dass Wasser anstelle der 2%-igen wasserlöslichen Nahrungsfaser (B) verwendet
wurde, und die periodischen Änderungen
wurden beobachtet.
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Vergleichsbeispiel 13
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Beispiel
13 wurde wiederholt, wobei der Fisch bei –20°C gefroren wurde, jedoch ohne
Glanzbehandlung, und die periodischen Änderungen wurden beobachtet. Tabelle 12 Gefrierbrand (Oxidation) auf
der Oberfläche
von gefrorenem Fisch
| Lager-Periode | Beispiel
13 Komponente (B) | Vergleichs-beispiel 12 | Vergleichsbeispiel
13 |
| 1
Monat | Kein
Gefrierbrand | Kein
Gefrierbrand | Gefrierbrand,
Oberflächentrocknung |
| 2
Monate | Kein
Gefrierbrand | Kein
Gefrierbrand | Gefrierbrand,
Oberflächentrocknung |
| 3
Monate | Kein
Gefrierbrand | Gefrierbrand,
geringfügige
Oberflächentrocknung | Gefrierbrand,
Oberflächentrocknung |
| 4
Monate | Geringfügiger Gefrierbrand,
Oberflächentrocknung | Gefrierbrand,
Oberflächentrocknung | Gefrierbrand,
Oberflächentrocknung |
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Gemäß den Ergebnissen
zeigte der Fisch, der mit von Kakaoschoten abgeleiteter wasserlöslicher Nahrungsfaser
glanzbehandelt war, eine größere Wirkung
der Verhinderung von fortschreitendem Gefrierbrand des Fischs bei
der gefrorenen Lagerung und das Trocknen der Oberfläche wurde
für einen
verlängerten Zeitraum
verhindert.
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Getrocknete
mit süßem Reiswein
gewürzte
Sardine (Beispiele 14 und 15 und Vergleichsbeispiel 14) Gewürze mit
süßem Reiswein
wurden mit den in Tabelle 13 gezeigten Zusammensetzungen zubereitet. Tabelle 13 Würzzusammensetzung (Einheiten:
Teile)
| | Beispiel
14 | Beispiel
15 | Vergleichsbeispiel
14 |
| Sojasauce | 6 | 6 | 6 |
| Süßer Reiswein | 0 | 3 | 3 |
| Zucker | 0 | 0 | 1 |
| Wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) | 4 | 1 | 0 |
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Beispiel 14
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Ein
Gewürz
wurde mit 6 Teilen Sojasauce und 4 Teilen wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) zubereitet. Eine Sardine wurde in das Gewürz getaucht,
um eine mit süßem Reiswein
gewürzte
Sardine zuzubereiten (25°C,
50% Feuchtigkeit, 12 h), die dann bei 40°C gelagert wurde. Bei der Beobachtung
des Glanzes der Probe nach 10 Tagen wurden die Lipide mit Hexan
extrahiert und der Peroxidwert (POV) wurde gemessen. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 14 gezeigt.
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Beispiel 15
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Eine
mit süßem Reiswein
gewürzte
Sardine wurde in exakt derselben Weise wie in Beispiel 14 zubereitet,
außer
dass das Gewürz
mit 6 Teilen Sojasauce, 3 Teilen süßem Reiswein und 1 Teil wasserlöslicher Nahrungsfaser
(B) zubereitet wurde, wonach der Glanz beobachtet wurde und der
POV gemessen wurde.
-
Die
Ergebnisse sind in Tabelle 14 gezeigt.
-
Vergleichsbeispiel 14
-
Eine
mit süßem Reiswein
gewürzte
Sardine wurde in exakt derselben Weise wie in Beispiel 14 zubereitet,
außer
dass das Würzen
mit 6 Teilen Sojasauce, 3 Teilen süßem Reiswein und 1 Teil Zucker
zubereitet wurde, wonach der Glanz beobachtet und der POV gemessen
wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 14 gezeigt. Tabelle 14
| | Glanz nach 10 Tagen | Gemessener
POV-Wert |
| Lagerung
für 0 Tage | Lagerung
für 10
Tage |
| Beispiel
14 | gut | 6,5 | 45,2 |
| Beispiel
15 | gut | 4,6 | 76,8 |
| Vergleichsbeispiel
14 | gut | 7,1 | 156,9 |
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Gemäß diesen
Ergebnissen verhinderte die Zugabe der von Kakaoschoten abgeleiteten
wasserlöslichen
Nahrungsfaser zum Gewürz
mit süßem Reiswein
für Sardinen
die Permeation von Sauerstoff und verhinderte die Erhöhung des
POV. Außerdem
wurde ausreichend Glanz in der mit süßem Reiswein gewürzten Sardine
selbst dann aufrechterhalten, wenn die wasserlösliche Nahrungsfaser anstelle
von süßem Reiswein verwendet
wurde, und der Glanz war äquivalent
zu der in Vergleichsbeispiel 14 zubereiteten Sardine, die keine wasserlösliche Nahrungsfaser
in dem Gewürz
enthielt.
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Schokoladendessert (Beispiel 16, Vergleichsbeispiele
15 und 16)
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Zuckerbeschichtungszusammensetzungen
für mit
Zucker beschichtete Schokoladendesserts wurden mit den in nachstehender
Tabelle 15 gezeigten Zusammensetzungen zubereitet. Tabelle 15 Zuckerbeschichtungszusammensetzungen
(Einheiten: Teile)
| Komponente | Zusammensetzung
(A) | Zusammensetzung
(B) | Zusammensetzung
(C) |
| Wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) | 10 | 0 | 0 |
| Gummi
Arabicum | 0 | 10 | 0 |
| Foodtex | 0 | 0 | 10 |
| Zucker | 65 | 65 | 65 |
| Wasser | 25 | 25 | 25 |
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Beispiel 16
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Die
Zuckerbeschichtungszusammensetzung (A) (10 Teile wasserlösliche Nahrungsfaser
(B), 65 Teile Zucker, 25 Teile Wasser) wurde verwendet, um ein Schokoladendessert
zuzubereiten. Die Zuckerbeschichtungszusammensetzung (A) wurde durch
ein gewöhnliches
Verfahren über
Schokoladenkügelchen
(7 mm Durchmesser) gestreut, in einen Drehsiedekessel geladen und
dann wurde Puderzucker darüber
gestreut und haftete an der Oberfläche und wurde blasgetrocknet,
wonach die Zuckerbeschichtungszusammensetzung (A) wieder darüber gestreut
wurde und der Puderzucker wurde darüber gestreut und haftete daran
und wurde blasgetrocknet. Dieses Verfahren wurde 4 mal wiederholt
und schließlich
wurde Schellack aufgebracht, um ein mit Zucker beschichtetes Schokoladendessert
zu erhalten. Die Ergebnisse der Bewertung der Beschichtungsfähigkeit,
des Abblätterns
der Zuckerbeschichtung, des Reißens
und der Trocknungseigenschaften sind in nachstehender Tabelle 16
gezeigt.
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Vergleichsbeispiel 15
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Ein
Schokoladendessert wurde in exakt derselben Weise wie in Beispiel
16 zubereitet, außer
dass die Zuckerbeschichtungszusammensetzung (B) (10 Teile Gummi
Arabicum (Kishida Chemical Co., Ltd.), 65 Teile Zucker, 25 Teile
Wasser) verwendet wurde.
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Vergleichsbeispiel 16
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Ein
Schokoladendessert wurde in exakt derselben Weise wie in Beispiel
16 zubereitet, außer
dass die Zuckerbeschichtungszusammensetzung (C) (10 Teile Foodtex
(verarbeitete Stärke,
Produkt von Matsutani Chemical Industry Co., Ltd.), 65 Teile Zucker,
25 Teile Wasser) verwendet wurde. Tabelle 16
| Bewertung | Beispiel
16 | Vergleichs-beispiel 15 | Vergleichsbeispiel
16 |
| Beschichtungsfähigkeit | gut | gut | ziemlich |
| Abblättern der
Zuckerbeschichtung | kein | kein | kein |
| Reißen der
Zuckerbeschichtung | kein | geringfügig | signifikant |
| Trocknungseigenschaft | hoch | hoch | hoch |
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Gemäß diesen
Ergebnissen ergab die Zugabe der von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen Nahrungsfaser
zu Zuckerbeschichtungszusammensetzungen als Beschichtungsmittel
für mit
Zucker beschichtete Schokoladendesserts zufrieden stellende mit
Zucker beschichtete Schokoladendesserts mit weniger Reißen, als
wenn Gummi Arabicum verwendet wurde.
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Beschichtete weiche Kapseln (Beispiele
17–20,
Vergleichsbeispiele 17–19)
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Beschichtete
weiche Kapseln wurden durch das nachstehend beschriebene Verfahren
zubereitet und bei 20°C
für 4 Wochen
gelagert und dann wurden die Wirkungen auf den Kapseloberflächenglanz,
das Abschälen
und das Aushöhlen
untersucht. Die Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle 17 gezeigt.
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Sesamöl einkapselnde
weiche Kapseln wurden durch das Drehformverfahren hergestellt. Insbesondere
wurden Gelatine, Glycerin, Titanoxid und gereinigtes Wasser in einem
Verhältnis
von 100:20:2:80 (Gewichtsverhältnis)
vermischt und erhitzt, um eine Gelatinelösung für Kapseln zuzubereiten. Die
erhaltene Gelatinelösung
wurde durch eine Weichkapselmaschine geführt, um eine Folie herzustellen.
Eine runde Form # 2.5 wurde dann für das eingekapselte Formen
von Sesamöl
als Füllflüssigkeit
verwendet und die resultierenden geformten Körper wurden durch Belüftung für etwa 24
Stunden getrocknet, um weiche Kapseln zu erhalten. Das Gewicht für die Inhalte
der weichen Kapseln war 100 mg und das Kapselgewicht war 60 mg.
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Beispiel 17
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Eine
Beschichtungslösung
wurde durch Dispergieren von wasserlöslicher Nahrungsfaser (B) in
einem Ethanol/Wasser-Gemisch
mit 5% in Bezug auf die Kapseln zubereitet. Nachdem 2000 weiche
Kapseln in einen Belüftungstrockenbeschichter
gegeben wurden, wurde die Beschichtungsdispersion gesprüht und getrocknet, um
beschichtete weiche Kapseln zu erhalten.
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Beispiel 18
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Beschichtete
weiche Kapseln wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 17
erhalten, außer
dass die Beschichtungslösung
durch Dispergieren von HPMC (Hydroxypropylmethylcellulose) in dem
Ethanol/Wasser-Gemisch mit 1,0% in Bezug auf die Kapseln zusätzlich zur
wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) zubereitet wurde.
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Beispiel 19
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Beschichtete
weiche Kapseln wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 17
erhalten, außer
dass die Beschichtungslösung
durch Dispergieren von Kaolin in dem Ethanol/Wasser-Gemisch mit
0,1% in Bezug auf die Kapseln zusätzlich zur wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) zubereitet wurde.
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Beispiel 20
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Beschichtete
weiche Kapseln wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 17
erhalten, außer
dass die Beschichtungslösung
durch Dispergieren von Siliziumdioxid in dem Ethanol/Wasser-Gemisch
mit 0,1% in Bezug auf die Kapseln zusätzlich zu der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) zubereitet wurde.
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Vergleichsbeispiel 17
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Beschichtete
weiche Kapseln wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 17
erhalten, außer
dass die Beschichtungslösung
durch Dispergieren von HPMC in dem Ethanol/Wasser-Gemisch mit 1,0%
in Bezug auf die Kapseln anstelle der wasserlöslichen Nahrungsfaser (B) zubereitet
wurde.
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Vergleichsbeispiel 18
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Beschichtete
weiche Kapseln wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 17
erhalten, außer
dass die Beschichtungslösung
durch Dispergieren von Kaolin in dem Ethanol/Wasser-Gemisch mit
0,1% in Bezug auf die Kapseln anstelle der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) zubereitet wurde.
-
Vergleichsbeispiel 19
-
Beschichtete
weiche Kapseln wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 17
erhalten, außer
dass die Beschichtungslösung
durch Dispergieren von Siliziumdioxid in dem Ethanol/Wasser-Gemisch
mit 0,1% in Bezug auf die Kapseln anstelle der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) zubereitet wurde. Tabelle 17
| | | Glanz | Abschälen | Aushöhlen |
| Beispiel
17 | Wasserlösliche Nahrungsfaser (5%) | ja | nein | nein |
| Beispiel
18 | Wasserlösliche Nahrungsfaser
( 5 %) + HPMC (1,0%) | nein | nein | nein |
| Beispiel
19 | Wasserlösliche Nahrungsfaser (5%)
+ Kaolin (0,1%) | nein | nein | nein |
| Beispiel
20 | Wasserlösliche Nahrungsfaser (5%)
+ Siliziumdioxid (0,1%) | nein | nein | nein |
| Vergleichsbeispiel 17 | HPMC
(1,0%) | nein | nein | ja |
| Vergleichsbeispiel 18 | Kaolin
(0,1%) | nein | nein | ja |
| Vergleichsbeispiel 19 | Siliziumdioxid
(0,1 %) | nein | nein | ja |
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(Die
Werte sind Gewichtsprozentsätze
in Bezug auf die Kapseln) Wie diese Ergebnisse deutlich zeigen,
verhinderte die Zugabe der von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen
Nahrungsfaser mit 5% in den beschichteten weichen Kapseln das Abschälen und
Aushöhlen
der Kapseln. Der Effekt war zufrieden stellender, als wenn HPMC,
Kaolin oder Siliziumdioxid allein verwendet wurde. Das Aushöhlen der
Kapseloberflächen
wurde somit unter Verwendung dieser mit der wasserlöslichen
Nahrungsfaser verhindert.
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Beschichtung von Tabletten (Beispiel 21,
Vergleichsbeispiele 20–22)
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Beispiel 21
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Eine
Tablettenbeschichtungsvorrichtung Hicoater NC-48N (Produkt von Freund
Industrial Co., Ltd.) wurde für
die Tablettenbeschichtung verwendet. Die von Kakaoschoten abgeleitete
wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) wurde mit 10,0% verwendet, um 3,5 kg von Lactosetabletten
mit 8 mm zu beschichten. Die Zufuhrlufttemperatur war 65°C, der Sprühdruck war
3,0 kg/cm2, der Behälterdurchmesser war 48 cm,
die Sprühgeschwindigkeit
aus der Sprühpistole
war 20 ml/min, das Blasvolumen war 2,8 m3/min
und die Behälterdrehzahl war
15 U/min. Die Beschichtungsabdeckung war 6,5% (pro Tablette). Die
Beschichtungsarbeitsfähigkeit
war zufrieden stellend und hohlraumfreie glatte Beschichtungen wurden
erhalten. Außerdem
wurde keine Klebrigkeit oder Sehnigkeit beobachtet. Als Ergebnis
eines ersten Lösungszersetzungstests
gemäß dem japanischen amtlichen
Arzneibuch zersetzten sich die unbeschichteten Tabletten in 2 Minuten
und 30 Sekunden, während sich
die beschichteten Tabletten in 5 Minuten und 45 Sekunden zersetzten.
-
Vergleichsbeispiel 20
-
Beschichtete
Tabletten wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 21 erhalten,
außer
dass Gummi Arabicum anstelle der von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) verwendet wurde. Die beschichteten Tabletten hatten
einen starken Zusammenhalt und die Beschichtungsfähigkeit
war äußerst schlecht.
-
Vergleichsbeispiel 21
-
Beschichtete
Tabletten wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 21 erhalten,
außer
dass Pullulan anstelle der von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) verwendet wurde. Das Pullulan erzeugte einen beachtlichen
Zusammenhalt während
der Beschichtung, so dass die Tabletten sich zusammengebunden haben
und die Beschichtungsfähigkeit äußerst schlecht
war.
-
Vergleichsbeispiel 22
-
Beschichtete
Tabletten wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 21 erhalten,
außer
dass eine Dispersion von 8% Zein in 80% wässerigem Ethanol anstelle der
von Kakaoschoten abgeleiteten Nahrungsfaser (B) verwendet wurde.
Die Beschichtungsfähigkeit
war zufrieden stellend, was die Bildung von glatten beschichteten
Tabletten ohne Reißen
oder Aushöhlung
ermöglichte,
aber die Tabletten zersetzten sich selbst nach 60 Minuten eines
ersten Lösungszersetzungstests
nicht und sie waren daher als magensaftresistente beschichtete Tabletten
ungeeignet.
-
[Vierte Art]
-
"Stärke enthaltende
Nahrungsmittelprodukte" gemäß einer
vierten Art der Erfindung sind Nahrungsmittelprodukte, die durch
Kochen, Dünsten
oder Sieden von Teig zubereitet werden, der unter Verwendung von Weizenmehl
als Rohmaterial zubereitet wird, wie z. B. Kekse, Biskuits, Kräcker, Biskuitkuchen,
chinesische Brötchen
und verschiedene Arten von Brot, oder Teig, der hauptsächlich aus
Stärke
besteht, wie z. B. Reiskuchen.
-
Wenn
die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser der Erfindung
als Alterungsschutzmittel verwendet wird, wird die wasserlösliche Nahrungsfaser
mit 0,1–15
Gewichtsteilen, vorzugsweise 0,2–10 Gewichtsteilen und bevorzugter
0,5–7
Gewichtsteilen in Bezug auf 100 Gewichtsteile der Stärke als Hauptrohmaterial
zugegeben.
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser kann im Voraus zum Stärkerohmaterial zugegeben werden
oder sie kann zusammen mit anderen Rohmaterialien wie z. B. Wasser
zugegeben werden und damit vermischt werden, und dann gemäß den üblichen
Verfahren für
verschiedene Nahrungsmittelprodukte gekocht, gedünstet oder gesiedet werden,
um verschiedene Nahrungsmittelprodukte zu erhalten.
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser der Erfindung kann allein als Alterungsschutzmittel
verwendet werden, sie kann jedoch auch in Kombination mit Fetten
und Ölen,
Margarine oder Emulgatoren wie z. B. Zuckerestern verwendet werden.
Sie kann auch zusammen mit verschiedenen Gummisubstanzen und Proteinen oder
ihren Hydrolysaten, die als Viskositätsverbesserungsmittel verwendet
werden, verwendet werden. Beispiele von Viskositätsverbesserungsmitteln umfassen
Polysaccharide wie z. B. Agar, Carrageenan, Furcellan, Guargummi,
Johannisbrotgummi, Tamarindensamenpolysaccharide, Taragummi, Gummi
Arabicum, Tragantgummi, Karayagummi, Pectin, Xanthangummi, Pullulan,
Gelangummi und dergleichen oder wasserlösliche Proteine wie z. B. Gelatine,
Albumin und Caseinnatrium.
-
Stärke enthaltende
Nahrungsmittelprodukte gemäß der Erfindung
umfassen auch Nahrungsmittelprodukte, die durch Zugabe der von Kakaoschoten
abgeleiteten wasserlöslichen
Nahrungsfaser, zu Teigmaterialien für Stärke enthaltende Nahrungsmittelprodukte,
gefolgt von Kochen, Dünsten
oder Sieden und dann Kühlen
oder Gefrieren erhalten werden, sowie gekochte Stärke enthaltende
Nahrungsmittelprodukte, die durch Erhitzen solcher Nahrungsmittelprodukte
in einem Mikrowellenofen vor dem Verzehr erhalten werden. Dies stellt eine
beachtliche Wirkung der Hemmung des Nachteils von herkömmlichen
Produkten bereit, die, wenn sie in einem Mikrowellenofen erhitzt
werden, nicht nur eine schlechte Bisstextur aufweisen, sondern auch
bei der Kühlung
schnell eine Schrumpfung erleiden, wenn das Produkt altert (härtet), was
Falten auf der Oberfläche erzeugt
und wodurch sie ihren Produktwert verlieren.
-
Beispiele
-
Die
vorliegende Erfindung wird nun durch die folgenden Beispiele und
Vergleichsbeispiele der vierten Art genauer erläutert.
-
Zubereitung von wasserlöslichen
Nahrungsfasern (A) bis (D)
-
Die
Zubereitung wurde vorstehend beschrieben (erste Art).
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (J)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (J) wurde in exakt derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) erhalten, außer
dass die Extraktion bei einer Temperatur von 80°C und in einer Periode von 180 Minuten
ausgeführt
wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (K)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (K) wurde in exakt derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) erhalten, außer
dass die Extraktion bei einer Temperatur von 120°C und in einer Periode von 60
Minuten ausgeführt
wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (L)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (L) wurde in exakt derselben Weise wie die wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) erhalten, außer
dass die Extraktion bei einer Temperatur von 130°C und in einer Periode von 60
Minuten ausgeführt
wurde.
-
Die
nachstehende Tabelle 18 zeigt die Ergebnisse der Analyse von jeder
der vorstehend erhaltenen wasserlöslichen Nahrungsfasern. Der
Gesamtzucker wurde durch das Phenolsulfatverfahren gemessen, der Uronsäuregehalt
wurde durch das Blumenkrantz-Verfahren gemessen und das mittlere Molekulargewicht
wurde durch Gelfiltrations-HPLC unter Verwendung einer TSK-GEL G-5000PWXL-Säule mit
Standard-Pullulan (Showa
Denko Co., Ltd.) als Standardsubstanz gemessen. Tabelle 18 Zusammensetzung (%)
| Komponente | (J) | (K) | (L) |
| Feuchtigkeit | 6,5 | 4,4 | 5,7 |
| Rohes
Protein | 9,6 | 6,0 | 4,2 |
| Rohe
Asche | 18,9 | 11,9 | 15,0 |
| Gesamtzucker | 42,7 | 69,2 | 71,3 |
| Uronsäure | 35,0 | 48,0 | 49,6 |
| Mittleres
Molekulargewicht | 155000 | 210000 | 152000 |
-
Farnstärkegebäck (Beispiel
22, Vergleichsbeispiel 23) Beispiel 22
-
Nach
dem Mischen von 75,0 g Farnmehl (Zuckerrohrstärke, Produkt von Harima Food
Industries Co., Ltd.), 1,5 g wasserlöslichen Nahrungsfasern (A)
bis (D) und (J) bis (L) (0,5 Teile in Bezug auf 100 Teile Stärke) und
340,0 g Wasser in einem Mischer wurde das Gemisch bis zur Transparenz
geknetet, während
es auf einer niedrigen Flamme erhitzt wurde und unter Kühlen auf
Eis geformt wurde, um Farnstärkegebäck zu erhalten. Das
Stärkegebäck wurde
bei 4°C
für 48
Stunden gelagert, die Härte,
die sich aus der Alterung der Stärke
ergab, wurde auf der Basis der Gelstärke unter Verwendung eines
Rheometers gemessen und die Erhöhung
der Weiße
(Weißung)
wurde visuell beobachtet. Die Gelstärke von Farnstärkegebäck, das
zu einer Lange von 30 mm, einer Breite von 35 mm und einer Höhe von 25
mm geformt war, wurde unter Verwendung eines Rheometers (NRM-2002J,
Produkt von Fudo Kogyo Co., Ltd.) unter Bedingungen mit einem druckempfindlichen
kugelförmigen
Tauchkolben mit ⌀ 8
mm und einer Tischgeschwindigkeit von 30 cm/min gemessen. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 19 gezeigt. In der Tabelle gibt ein höherer Gelstärkewert
eine größere Härte an.
Die Weiße ist
als "–" für transparent, "±" für
etwas trübe
und "+" für trübe (geweißt) dargestellt.
-
Vergleichsbeispiel 23
-
Farnstärkegebäck wurde
in exakt derselben Weise wie in Beispiel 22 erhalten, außer dass
keine wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) zugegeben wurde, und die Gelstärke und die Weiße nach
gekühlter
Lagerung wurden beobachtet.
-
Tabelle
19 Lagerungsergebnisse für
Farnstärkegebäck (mit
verschiedenen Lagerzeiten (h))
| | 0 (h) | 24 (h) | 48 (h) |
| | Gelstärke (g) | Weiße | Gelstärke (g) | Weiße | Gelstärke (g) | Weiße |
| (A) | 48 | – | 85 | – | 105 | ± |
| (B) | 52 | – | 91 | – | 98 | ± |
| (C) | 51 | – | 92 | – | 100 | + |
| (D) | 45 | – | 84 | – | 112 | ± |
| (J) | 56 | – | 98 | – | 122 | ± |
| (K) | 48 | – | 90 | – | 105 | ± |
| (L) | 50 | – | 88 | – | 114 | ± |
| Vergl.
Bsp. 23 | 50 | | 141 | + | 364 | ± |
-
Eine
höhere
Gelstärke
gibt eine größere Härte an.
-
Die
Weiße
ist als "–" für transparent, "±" für
etwas trübe
und "+" für trübe (geweißt) dargestellt.
-
Die
Zugabe der von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen Nahrungsfasern (A)
bis (D), (K) und (L) hemmte die fortschreitende Hartung und Weißung des
Farnstärkegebäcks mit
gekühlter
Lagerung und keine Differenz der Funktion wurde zwischen den wasserlöslichen
Nahrungsfasern festgestellt.
-
Biskuitkuchen
(Beispiel 23, Vergleichsbeispiel 24) Biskuitkuchen wurden mit den
in nachstehender Tabelle 20 gezeigten Zusammensetzungen zubereitet
und die Textur und die Änderung
bei Lagerung wurden untersucht. Das verwendete emulgierte Öl war Perming
H von Fuji Oil Co., Ltd. Tabelle 20 Biskuitkuchenzusammensetzung
(Gewichtsteile)
| | Beispiel
23 | Vergleichsbeispiel
24-1 | Vergleichsbeispiel
24-2 |
| Ganzes
Ei | 100 | 100 | 100 |
| Zucker | 100 | 100 | 100 |
| Kuchenmehl | 100 | 100 | 100 |
| Wasser | 35 | 35 | 35 |
| Emulgiertes Öl | 15 | 15 | 15 |
| Backpulver | 2 | 2 | 2 |
| Wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) | 1 | 0,05 | 0 |
-
Emulgiertes Öl: Perming H (Produkt von Fuji
Oil Co., Ltd.) Beispiel 23
-
Ganzes
Ei und Zucker wurden kombiniert und dann wurden emulgiertes Öl, Wasser,
Kuchenmehl und Backpulver in dieser Reihenfolge zugegeben, wonach
die wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) in einer Menge von 1,3 Teilen zu 100 Teilen Stärke (1,0 Teil
in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) (Beispiel 23) oder 0,07 Teilen in
Bezug auf 100 Teile Stärke
(0,05 Teilen in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl (Vergleichsbeispiel
24-1) zugegeben wurde, und schließlich wurde das spezifische
Gewicht auf 0,4 eingestellt und der Teig wurde bei 170°C für 20 Minuten
gebacken. Die Ergebnisse unmittelbar nach dem Backen und Kühlen sind
in Tabelle 21 gezeigt und die Ergebnisse nach Lagerung bei 20°C für 7 Tage
sind in Tabelle 22 gezeigt.
-
Diese
Ergebnisse stellen die Bewertung durch 20 Teilnehmer auf einer Skala
mit 5 Niveaus dar, wobei ein höherer
Wert eine bessere Bewertung angibt. Für die in Tabelle 22 gezeigten
Ergebnisse wurden die Proben für
7 Tage in einem abgedichteten Behälter bei 20°C gelagert. Um die Härte (g/cm2) zu bestimmen, wurde die Spannung bei 2/3
Kompression der Probe unter Verwendung eines Rheometers (Produkt
von Fudo Kogyo Co., Ltd.) mit einem Tauchkolben mit 40 mm Durchmesser
und einer Tischanstiegsrate von 50 mm/min gemessen.
-
Vergleichsbeispiel 24-2
-
Biskuitkuchen
wurde in exakt derselben Weise wie in Beispiel 23 zubereitet, außer dass
keine wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) zugegeben wurde. Tabelle 21 Ergebnisse der Bewertung unmittelbar
nach dem Backen und Kühlen
von Biskuitkuchen
| Probe | Aroma | Struktur | Textur | Anstieg |
| Beispiel
23 | 4,8 | 4,6 | 4,2 | 4,1 |
| Vergleichsbeispiel 24-1 | 4,5 | 4,1 | 3,8 | 4,0 |
| Vergleichsbeispiel 24-2 | 4,4 | 3,8 | 3,4 | 4,1 |
-
Bewertet
von 20 Teilnehmern auf einer Skala mit 5 Niveaus, wobei 5 das höchste ist. Tabelle 22 Änderung des Biskuitkuchens
nach Lagerung für
7 Tage bei 20°C
| Tage
gelagert | | Härte (g/cm2) | Feuchtigkeit
(%) |
| Beispiel
23 | 0 | 45,8 | 34,4 |
| | 7 | 72,4 | 30,3 |
| Vergleichs | 0 | 55,0 | 36,2 |
| beispiel
24-1 | 7 | 108,3 | 30,5 |
| Vergleichs | 0 | 59,5 | 35,4 |
| beispiel
24-2 | 7 | 114,6 | 31,8 |
-
Wenn
die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser mit 1,3
Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke
zugegeben wurde (1 Teil in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl), war
das Aroma gut, die Struktur war verbessert und die Hartung wurde
verhindert, so dass wenig Änderung
nach Lagerung auftrat (Beispiel 23). Wenn jedoch keine wasserlösliche Nahrungsfaser
zugegeben wurde oder wenn die Menge der Zugabe niedriger war, wurde
die Hartung nicht verhindert und die Ergebnisse waren nicht zufrieden
stellend (Vergleichsbeispiele 24-1, 24-2) Kekse (Beispiel 24, Vergleichsbeispiel
25) Kekse wurden mit den in nachstehender Tabelle 23 gezeigten Zusammensetzungen
zubereitet und die Textur wurde untersucht. Tabelle 23 Kekszusammensetzungen (Gewichtsteile)
| | Beispiel 24-1 | Beispiel 24-2 | Vergleichsbeispiel
25 |
| Kuchenmehl
Verfeinerter | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| Zucker | 40,0 | 40,0 | 40,0 |
| Salzfreie
Butter | 50,0 | 50,0 | 50,0 |
| Eigelb | 10,0 | 10,0 | 10,0 |
| Backpulver | 1,0 | 1,0 | 1,0 |
| Vanilleessenz | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
| Wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) | 1,0 | 5,0 | 0,0 |
-
Beispiel 24
-
Die
salzfreie Butter und der verfeinerte Zucker wurden kombiniert und
für 3 Minuten
gerührt,
das Eigelb und das Aroma wurden zugegeben und dann wurde ein gesiebtes
Gemisch des Kuchenmehls, des Backpulvers und der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) mit 1,3 Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke (1,0
Teil in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) (Beispiel 24-1) oder 6,7
Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke
(5,0 Teilen in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) (Beispiel 24-2) zugegeben.
-
Nach
weiterem Rühren
des Gemisches wurde es in einem Kühlschrank für 1 Stunde stehen lassen und
dann ausgestanzt und bei 180°C
gebacken. Der Zustand unmittelbar nach dem Backen und Kühlen ist
in Tabelle 24 gezeigt. Die Ergebnisse stellen die Bewertung durch
20 Teilnehmer auf einer Skala mit 5 Niveaus dar, wobei ein höherer Wert
eine bessere Bewertung angibt.
-
Vergleichsbeispiel 25
-
Kekse
wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 24 zubereitet, außer dass
keine wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) zugegeben wurde. Tabelle 24 Ergebnisse für Kekse
unmittelbar nach dem Backen und Kühlen
| | Aroma | Struktur | Textur | Härte |
| Beispiel
24-1 | 4,6 | 4,6 | 3,8 | 3,5 |
| Beispiel
24-2 | 4,3 | 4,1 | 3,7 | 3,8 |
| Vergleichs-beispiel 25 | 4,2 | 3,4 | 2,7 | 4,1 |
-
Bewertet
durch 20 Teilnehmer auf einer Skala mit 5 Niveaus, wobei 5 das höchste ist.
-
Wie
die obigen Ergebnisse deutlich zeigen, bewahrte die Zugabe der wasserlöslichen
Nahrungsfaser zu Keksen die Glattheit und verbesserte die Textur.
-
Madeleine-Kucken
(Beispiel 25, Vergleichsbeispiel 26) Madeleine-Kuchen wurden mit
den in nachstehender Tabelle 25 gezeigten Zusammensetzungen zubereitet
und die Textur und Änderung
nach der Lagerung wurden untersucht. Tabelle 25 Madeleine-Kuchenzusammensetzung
(Gewichtsteile)
| | Beispiel
25-1 | Beispiel
25-2 | Vergleichs-beispiel 26-1 | Vergleichs-beispiel 26-2 |
| Kuchenmehl | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| Verfeinerter
Zucker | 80,0 | 80,0 | 80,0 | 80,0 |
| Backpulver | 2,0 | 2,0 | 2,0 | 2,0 |
| Salzfreie
Butter | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| Ganzes
Ei | 120,0 | 120,0 | 120,0 | 120,0 |
| Salz | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
| Zitronensaft | 20,0 | 20,0 | 20,0 | 20,0 |
| Zitronenessenz | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
| Wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) | 1,0 | 5,0 | 20,0 | 0,0 |
-
Beispiel 25
-
Nach
dem Rühren
des ganzen Eis und des verfeinerten Zuckers für 5 Minuten wurden das Kuchenmehl,
das Backpulver und das Salz zugegeben und dann wurde ein gesiebtes
Gemisch der wasserlöslichen Nahrungsfaser
(B) mit 1,3 Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke (1,0 Teil in Bezug auf
100 Teile Kuchenmehl) (Beispiel 25-1) oder 6,5 Teilen in Bezug auf
100 Teile Stärke
(5,0 Teilen in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) (Beispiel 25-2) zugegeben
und das Gemisch wurde gerührt.
Als nächstes
wurden das Aroma, der Zitronensaft und die Butter zugegeben und
damit vermischt und das Gemisch wurde in einen Becher gegossen und
in einem Ofen bei 200°C
gebacken. Die Tabelle 26 zeigt die Ergebnisse der Bewertung der
Textur unmittelbar nach dem Kühlen
nach dem Backen und nach der Lagerung bei 20°C für 3 Tage. Die Ergebnisse stellen
die Bewertung durch 20 Teilnehmer auf einer Skala mit 5 Niveaus
dar, wobei ein höherer
Wert eine bessere Bewertung angibt.
-
Vergleichsbeispiel 26-1
-
Madeleine-Kuchen
wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 25 zubereitet, außer dass
die wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) mit 26,7 Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke (20,0
Teilen in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) zugegeben wurde.
-
Vergleichsbeispiel 26-2
-
Madeleine-Kuchen
wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 25 zubereitet, außer dass
keine wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) zugegeben wurde. Tabelle 26 Bewertungsergebnisse für gebackene
Madeleine-Kuchen
| Probe | Aroma | Struktur | Textur | Anstieg | Glattheit |
| Tage | 0 | 3 | 0 | 3 | 0 | 3 | 0 | 3 | 0 | 3 |
| gelagert | | | | | | | | | | |
| Beispiel
25-1 | 4,4 | 4,0 | 3,8 | 3,5 | 3,7 | 3,4 | 3,7 | 3,5 | 3,8 | 3,5 |
| Beispiel
25-2 | 4,2 | 3,8 | 3,2 | 2,8 | 3,1 | 2,7 | 3,1 | 2,9 | 3,1 | 2,7 |
| Vergleich | 3,1 | 2,8 | 1,5 | 1,2 | 2,1 | 1,6 | 1,2 | 1,1 | 2,2 | 1,8 |
| beispiel
26-1 | | | | | | | | | | |
| Vergleichsbeispiel
26-2 | 4,0 | 3,5 | 2,9 | 1,8 | 2,4 | 1,8 | 3,5 | 3,3 | 2,8 | 1,4 |
-
Bewertet
von 20 Teilnehmern auf einer Skala mit 5 Niveaus, wobei 5 das höchste ist.
-
Gemäß diesen
Ergebnissen führte
die Zugabe der wasserlöslichen
Nahrungsfaser zu Madeleine-Kuchen mit 1,3–6,7 Teilen in Bezug auf 100
Teile Stärke
zu einer sehr weichen Textur und war daher zum Verbessern der Desserttextur
wirksam und selbst nach Lagerung für 3 Tage bestand keine Änderung
der Textur und ein zufrieden stellender Zustand wurde aufrechterhalten
(Beispiel 25). Wenn die wasserlösliche
Nahrungsfaser mit 26,7 Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke (20,0
Teile in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl: Vergleichsbeispiel 26-1)
zugegeben wurde, stieg der Kuchen nicht an und die Textur war unerwünscht.
-
Pfannkuchen (Beispiel 26, Vergleichsbeispiel
27).
-
Pfannkuchen
wurden mit den in nachstehender Tabelle 27 gezeigten Zusammensetzungen
zubereitet. Tabelle 27 Pfannkuchenzusammensetzung
(Gewichtsteile)
| | Beispiel
26-1 | Beispiel
26-2 | Vergleichsbeispiel 27-1 | Vergleichsbeispiel 27-2 |
| Kuchenmehl | 100 | 100 | 100 | 100 |
| Backpulver | 2,9 | 2,9 | 2,9 | 2,9 |
| Salz | 1,0 | 1,0 | 1,0 | 1,0 |
| Ei | 40 | 40 | 40 | 40 |
| Zucker | 15 | 15 | 15 | 15 |
| Milch | 80 | 80 | 80 | 80 |
| Butter | 8 | 8 | 8 | 8 |
| Wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) | 1,0 | 0,5 | 0,05 | 0,0 |
-
Beispiel 26
-
Das
Ei wurde in eine Schale gegeben und gut geschlagen und dann wurden
der Zucker und die Milch zugegeben und gründlich damit vermischt. Das
Mehl, das Backpulver und das Salz wurden nach Vorsieben zugegeben
und dann wurde die wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) damit mit 1,3 Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke (1,0
Teil in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) (Beispiel 26-1) oder 0,67
Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke
(0,5 Teilen in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) (Beispiel 26-2) vermischt
und das Gemisch wurde gerührt.
Geschmolzene Butter (geringfügig
gekühlt)
wurde zugegeben und der geschlagene Eierteig wurde geformt und gebraten
(unter Verwendung einer NF-HMG21 Hotplate von National, Temperatur:
160°C, Teiggewicht:
84 g).
-
Vergleichsbeispiel 27-1
-
Pfannkuchen
wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 26 zubereitet, außer dass
die wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) mit 0,07 Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke (0,05
Teile in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) zugegeben wurde.
-
Vergleichsbeispiel 27-2
-
Pfannkuchen
wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 26 zubereitet, außer dass
keine wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) zugegeben wurde.
-
Die
Pfannkuchen wurden mit den vorstehend beschriebenen Zusammensetzungen
und Schritten zubereitet und nach gefrorener Lagerung für 10 Tage
wurden sie in einem Mikrowellenofen erhitzt. Das Mikrowellenofenerhitzen
wurde bei 500 W für
1 Minute und 30 Sekunden pro Pfannkuchen ausgeführt und der Zustand und die
Textur wurden 10 Minuten nach dem Erhitzen bewertet. Die Bewertungsergebnisse
sind nachstehend in Tabelle 28 gezeigt. Die Bewertung basierte auf
einer Skala mit 5 Niveaus (5: sehr gut, 4: gut, 3: gewöhnlich, 2:
etwas schlecht, 1: definitiv schlecht). Tabelle 28: Bewertungsergebnisse für durch
Mikrowellen erhitzte gefrorene Pfannkuchen
| | Beispiel 26-1 | Beispiel 26-2 | Vergleichsbeispiel 27-1 | Vergleichsbeispiel 27-2 |
| Zustand
von Teig vor dem Gefrieren Zustand nach Mikrowellenerwärmung | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Äußeres Aussehen | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Textur
(Bisstextur) Aroma | 5 | 4 | 1 | 2 |
| Änderung
mit der Zeit | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Härte nach
10 Minuten | 5 | 4 | 2 | 2 |
-
Die
Bewertung basierte auf einer Skala mit 5 Niveaus (5: sehr gut, 4:
gut, 3: gewöhnlich,
2: etwas schlecht, 1: definitiv schlecht).
-
Gemäß diesen
Ergebnissen verbesserte die Zugabe der wasserlöslichen Nahrungsfaser zu Pfannkuchen
mit 0,67–1,3
Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke
(0,5–1,0
Teilen in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) die Textur beim Mikrowellenauftauen
nach dem Gefrieren und verhinderte die Beeinträchtigung der Textur mit der Zeit.
Der Effekt war geringer, wenn die wasserlösliche Nahrungsfaser mit 0,07
Teilen in Bezug auf 100 Teile Stärke
(0,05 Teilen in Bezug auf 100 Teile Kuchenmehl) zugegeben wurde.
-
Brot (Beispiel 27, Vergleichsbeispiel
28)
-
Hotdog-Brötchen wurden
mit den in nachstehender Tabelle 29 gezeigten Zusammensetzungen
zubereitet. Tabelle 29 Zusammensetzung von Hotdog-Brötchen (Gewichtsteile)
| | Beispiel
27 | Vergleichsbeispiel
28 |
| Biskuitteig | Knetteig | Biskuitteig | Knetteig |
| Starkes
Weizenmehl | 65 | 35 | 65 | 35 |
| Hefenahrung | 0,1 | - | 0,1 | - |
| Hefe | 3 | 0,5 | 3 | 0,5 |
| Verfeinerter
Zucker | - | 10 | - | 10 |
| Salz | - | 1,5 | - | 1,5 |
| Magermilchpulver | - | 2 | - | 2 |
| Ganzes
Ei | - | 15 | - | 15 |
| Backfett | - | 10 | - | 10 |
| Wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) | - | 1,0 | - | - |
| Wasser | 40 | 15 | 40 | 15 |
-
Beispiel 27
-
Die
Biskuitteig-Rohmaterialien wurden in einer Schale kombiniert und
vermischt (niedrige Geschwindigkeit für 4 Minuten, mittlere Geschwindigkeit
für 1 Minute
(Knettemperatur: 25°C)).
Das Gemisch wurde dann in einem Thermostaten (27°C, 75% Feuchtigkeit, 2,5 h)
fermentiert und alle Zutaten für
den Knetteig außer dem
Backfett (einschließlich
1,4 Teilen wasserlöslicher
Nahrungsfaser in Bezug auf 100 Teile Stärke (1,0 Teil in Bezug auf
das starke Weizenmehl)) wurden in einen Mischer gegeben und bei
niedriger Geschwindigkeit für 2
Minuten und bei mittlerer Geschwindigkeit für 2 Minuten vermischt, wonach
das Backfett zugegeben wurde und der Knetteig mit niedriger Geschwindigkeit
für 2 Minuten
und mit mittlerer Geschwindigkeit für 2 Minuten (Knettemperatur:
28°C) vermischt
wurde. Die Fließzeit
war 30 Minuten und die Standzeit war 15 Minuten nach der Trennung
in Teile von 80 g. Das Formen wurde mit einer Hotdog-Brötchenform ausgeführt und
nach Wärmetrocknen
(38°C, 80%
Feuchtigkeit, 70 min.) wurde er bei 215°C für 11 Minuten gebacken, um Brot
zu erhalten.
-
Vergleichsbeispiel 28
-
Hotdog-Brötchen wurden
in exakt derselben Weise wie in Beispiel 27 zubereitet, außer dass
keine wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) zugegeben wurde.
-
Das
mit den vorstehend beschriebenen Zusammensetzungen und Schritten
zubereitete Brot wurde über
Nacht stehen lassen und dann in einem Mikrowellenofen (600 W, 50
Sekunden) erhitzt.
-
Tabelle
30 zeigt die Ergebnisse der Bewertung des Zustandes und der Textur
15 Minuten nach dem Erhitzen. Die Bewertung basierte auf einer Skala
mit 5 Niveaus (5: sehr gut, 4: gut, 3: gewöhnlich, 2: etwas schlecht,
1: definitiv schlecht). Tabelle 30: Bewertung von im Mikrowellenofen
erhitzten Hotdog-Brötchen
| | Beispiel
26-1 | Beispiel
26-2 |
| Teigzustand
vor dem | 4 | 4 |
| Backen | | |
| Zustand
nach Mikrowellenofenerhitzen | | |
| Äußeres Aussehen
(Schrumpfung (Falten)) | 5 | 4 |
| Textur
(Bisstextur) | 5 | 4 |
| Aroma | 4 | 4 |
| Härte nach
15 Minuten Änderung
mit der Zeit | 5 | 3 |
| Gesamtbewertung | 5 | 4 |
- Die Bewertung basierte auf einer Skala
mit 5 Niveaus (5: sehr gut, 4: gut, 3: gewöhnlich, 2: etwas schlecht,
1: definitiv schlecht).
-
Gemäß diesen
Ergebnissen verbesserte die Zugabe der wasserlöslichen Nahrungsfaser zu Hotdog-Brötchen mit
1,4 Teilen zu 100 Teilen Stärke
das äußere Aussehen
und die Textur nach dem Mikrowellenerhitzen und verhinderte die
Beeinträchtigung
der Textur mit der Zeit (Beispiel 27).
-
Chinesische
Brötchen
(Beispiel 28, Vergleichsbeispiel 29) Chinesische Brötchen wurden
mit den in nachstehender Tabelle 31 gezeigten Zusammensetzungen
zubereitet. Tabelle 31
| | Beispiel
28-1 | Beispiel
28-2 | Vergleichsbeispiel 29-1 | Vergleichsbeispiel 29-2 |
| Starkes
Weizenmehl | 40 | 40 | 40 | 40 |
| Kuchenweizenmehl | 60 | 60 | 60 | 60 |
| Zucker | 10 | 10 | 10 | 10 |
| Salz | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| Backpulver | 1,0 | 1,0 | 1,0 | 1,0 |
| Hefe | 2,5 | 2,5 | 2,5 | 2,5 |
| Margarine | 8 | 8 | 8 | 8 |
| Wasser | 55 | 55 | 55 | 55 |
| Wasserlösliche Nahrungsfaser
(B) | 1,0 | 0,5 | 0,05 | - |
-
Beispiel 28
-
Die
Rohmaterialien wurden kombiniert und durch das Mischverfahren mit
allem in einem (niedrige Geschwindigkeit für 5 Minuten, mittlere Geschwindigkeit
für 1 Minute
(Knettemperatur: 26°C)
vermischt. Die wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) wurde mit 1,4 Teilen in Bezug auf 100 Teile der
gesamten Stärke
(1,0 Teil in Bezug auf 100 Teile der Gesamtmenge des starken Weizenmehls
und Kuchenweizenmehls) (Beispiel 28-1) oder 0,7 Teilen in Bezug
auf 100 Teile Stärke
(0,5 Teilen in Bezug auf 100 Teile des gesamten Weizenmehls) (Beispiel
28-2) zugegeben. Der gemischte Teig wurde bei 28°C, 65% Feuchtigkeit, für 20 Minuten
fermentiert und nach Aufteilen desselben in Teile von 60 g wurde
er für
eine Stehzeit von 10 Minuten stehen lassen und dann mit 30 g chinesischer
Füllung
gefüllt
und chinesische Brötchen
wurden geformt. Nach Trocknungsbehandlung bei einer Temperatur von
35°C, 60%
Feuchtigkeit, wurde er in einem Dampfkochtopf bei 103°C für 12 Minuten gedünstet, um
chinesische Brötchen
zu erhalten.
-
Vergleichsbeispiel 29-1
-
Chinesische
Brötchen
wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 28 zubereitet, außer dass
die wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) mit 0,07 Teilen in Bezug auf 100 Teile der gesamten
Stärke
(0,05 Teilen in Bezug auf 100 Teile der Gesamtmenge des starken
Weizenmehls und Kuchenweizenmehls) zugegeben wurde.
-
Vergleichsbeispiel 29-2
-
Chinesische
Brötchen
wurden in exakt derselben Weise wie in Beispiel 28 zubereitet, außer dass
keine wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) zugegeben wurde.
-
Die
in der vorstehend beschriebenen Weise zubereiteten chinesischen
Brötchen
wurden gefroren für 10
Tage gelagert und dann in einem Mikrowellenofen (500 W, 4 Minuten,
30 Sekunden) erhitzt und der Zustand und die Textur wurden 10 Minuten
nach dem Erhitzen bewertet. Die Ergebnisse sind in nachstehender
Tabelle 32 gezeigt. Die Bewertung basierte auf einer Skala mit 5
Niveaus (5: sehr gut, 4: gut, 3: gewöhnlich, 2: etwas schlecht,
1: definitiv schlecht). Tabelle 32 Bewertungsergebnisse für gefrorene
chinesische Brötchen
nach Mikrowellenerhitzen
| | Beispiel
28-1 | Beispiel
28-2 | Vergleichsbeispiel
29-1 | Vergleichsbeispiel
29-2 |
| Teigzustand
vor dem Backen | 5 | 4 | 4 | 4 |
| Zustand
nach Mikrowellenofenerhitzen |
| Äußeres Aussehen
(Schrumpfung (Falten)) | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Textur
(Bisstextur) | 5 | 4 | 3 | 3 |
| Aroma | 4 | 4 | 4 | 4 |
| Änderung
mit der Zeit |
| Härte nach
10 Minuten | 5 | 4 | 2 | 2 |
- Die Bewertung basierte auf einer Skala
mit 5 Niveaus (5: sehr gut, 4: gut, 3: gewöhnlich, 2: etwas schlecht,
1: definitiv schlecht).
-
Gemäß diesen
Ergebnissen verbesserte die Zugabe der wasserlöslichen Nahrungsfaser zu den
chinesischen Brötchen
mit 0,7–1,4
Teilen in Bezug auf 100 Gewichtsteile von Stärke (0,5–1,0 Teilen in Bezug auf 100
Teile der Gesamtmenge des starken Weizenmehls und Kuchenweizenmehls)
das äußere Aussehen
und die Textur (Bisstextur) nach dem Mikrowellenofenerhitzen, verhinderte
Härte der
Stärke
mit der Zeit und verhinderte die Beeinträchtigung der Textur. Die Wirkung
war bei der Zugabe von 0,07 Teilen von wasserlöslicher Nahrungsfaser in Bezug
auf 100 Teile Stärke
(0,05 Teilen in Bezug auf 100 Teile der Gesamtmenge des starken
Weizenmehls und Kuchenweizenmehls) weniger beachtlich.
-
[Fünfte
Art]
-
Gemäß einer
fünften
Art wird die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser
als Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
verwendet. Die Menge des Lagerfähigkeitsverlängerungsmittels
hängt von der
Kombination der Bestandteilskomponenten in der wasserlöslichen
Nahrungsfaser ab und ist nicht besonders eingeschränkt, aber
für einen
Drink oder ein Getränk
wird die wasserlösliche
Nahrungsfaser im Allgemeinen mit 0,01–50 Gew.-% vorzugsweise 0,1–20 Gew.-%
und bevorzugter 0,5–5
Gew.-% zugegeben.
-
Das
Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
kann aus der von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen
Nahrungsfaser allein bestehen, aber es ist bevorzugt, eine angemessene
Lagerfähigkeitsverlängerungswirkung
mit der Zugabe einer kleineren Menge zu erhalten, und daher kann
eine verbesserte Lagerfähigkeitsverlängerung
für Nahrungsmittel
und Getränke
unter Verwendung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser in Kombinationen mit einer oder mehreren bekannten
Verbindungen erreicht werden, die beispielsweise aus Ethanol, Glycin,
Sorbinsäure
und Benzoesäure
und ihren Salzen, organischen Sauren wie z. B. Essigsäure, Fumarsäure und
Adipinsäure
und ihren Salzen sowie niederen Fettsäureestern, Zuckerestern, Polylysin,
Protamin, Lysozym, Senfextrakt, Meerrettichextrakt, Chitosan und
Phytinsäure
ausgewählt
sind. Daher kann das Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
ein Gemisch eines von Kakaoschoten abgeleiteten Heißwasserextrakts
und der vorstehend erwähnten
bekannten Verbindungen umfassen. Obwohl die Funktionsausdruckmechanismen
dieser bekannten Verbindungen durch die vorliegenden Erfinder nicht
aufgeklärt
wurden, ist der Lagerfähigkeitsverlängerungseffekt,
der durch ihre Verwendung in Kombination erhalten wird, aus den
Ergebnissen der nachstehend bereitgestellten Beispiele klar. Gruppen
von diesen bekannten Verbindungen werden nun erläutert.
-
Ethanol
und Glycin können
eine beliebige Quelle mit Nahrungsmitteladditivqualität sein.
Salze von Sorbinsäure
und Benzoesäure
können
Natrium- oder Kaliumsalze sein, aber Kaliumsalze sind bevorzugt.
Organische Säuren
wie z. B. Essigsäure,
Fumarsäure
und Adipinsäure
und ihre Salze können
beliebige von Nahrungsmitteladditivqualität sein. Als niedere Fettsäureester
können
Ester von Glycerin mit Capronsäure,
Caprylsäure,
Caprinsäure,
Laurinsäure
und dergleichen verwendet werden. Als Zuckerester können beliebige
verwendet werden, die sich als Nahrungsmitteladditive bewährt haben.
Protamin kann in Form von Protaminsulfat, Protaminchlorid oder dergleichen
vorliegen. Senfextrakt und Meerrettichextrakt können in Form von fettlöslichem
Senföl
verwendet werden. Chitosan ist als übliches Nahrungsmitteladditive
kommerziell erhältlich und
es kann entweder frei oder als Essigsäuresalze oder Glutaminsäuresalz
verwendet werden. Phytinsäure ist
auch als übliches
Nahrungsmitteladditiv kommerziell erhältlich.
-
Es
bestehen keine speziellen Einschränkungen für die Mengen der Zugabe solcher
bekannter Verbindungen, die wirksam sind, wenn sie in kleinen Mengen
zugegeben werden, und noch wirksamer sind, wenn sie in größeren Mengen
zugegeben werden, aber gewöhnlich
werden sie mit nicht mehr als 5 Gew.-% im Nahrungsmittel oder Getränk zugegeben
und der effektive Gehalt kann durch geeignete Experimentierung bis
zu 5 Gew.-% und vorzugsweise bis zu 2–3 Gew.-% bestimmt werden.
-
Es
bestehen auch keine speziellen Einschränkungen für das Verfahren der Zugabe
des Lagerfähigkeitsverlängerungsmittels
und die Faser kann mit oder ohne die vorstehend erwähnten bekannten
Verbindungen verwendet werden. Wenn sie mit solchen Verbindungen
verwendet wird, können
sie zum Nahrungsmittelprodukt zusammen mit der von Kakaoschoten
abgeleiteten wasserlöslichen
Nahrungsfaser oder separat zugegeben werden. Wenn die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser allein als Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
verwendet wird, kann sie in Wasser oder dergleichen aufgelöst und auf
das Nahrungsmittelprodukt gesprüht
werden oder das Nahrungsmittelprodukt kann in die wässerige
Lösung
eingetaucht werden.
-
Es
bestehen keine speziellen Begrenzungen für den Zeitpunkt für die Zugabe
des Lagerfähigkeitsverlängerungsmittels
und es kann zum Nahrungsmittel oder Getränke durch ein beliebiges gewünschtes
Verfahren zugegeben werden. Die Zugabe kann folglich in einem beliebigen
Schritt der Zubereitung des Nahrungsmittelprodukts ausgeführt werden
und in einem Verarbeitungsschritt kann die Zugabe beispielsweise
durch Eintauchen in die wässerige
Lösung
oder Sprühen
der wässerigen
Lösung
nach dem Heißformen
und vor dem Verpacken ausgeführt
werden.
-
Nahrungsmittel
und Getränke,
für die
das Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
effektiv verwendet werden kann, sind nicht besonders eingeschränkt, aber
es ist besonders wirksam für
Nahrungsmittelprodukte mit einem hohen Wassergehalt, die schwierig
zu lagern sind (Nahrungsmittelprodukte mit einer Wasseraktivität (AW) von
0,80 oder mehr), wie z. B. geknetete Meeresprodukte (AW = ≥ 0,80), rohe
Nudeln (AW = 0,85), Gemüsesalate
(AW = ≥ 0,90)
und dergleichen. Beispiele davon umfassen Körner, Früchte, Gemüse, Algen und Haushaltsgerichte
oder Gepökeltes,
das hauptsächlich
aus solchen Materialien besteht. Speziellere Beispiele umfassen
geknetete Meeresprodukte wie z. B. Kamaboko-Fischpaste, Chikuwa-Fischpaste, Hangen
(zerstampfter Fischkuchen), Fischschinken und Fischwürstchen,
Viehprodukte wie z. B. Würstchen,
Speck, Hamburger und Fleischbällchen
und Getränke
wie z. B. Sojamilch oder Säfte,
Kaffee, Kakao und dergleichen in Dosen.
-
Insbesondere
stellt die vorliegende Erfindung ein Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
für Nahrungsmittel
und Getränke
mit einer von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen Nahrungsfaser als wirksame
Zutat sowie ein Verfahren zum Konservieren eines Nahrungsmittels
oder Getränks
bereit, gekennzeichnet durch die Zugabe der wasserlöslichen
Nahrungsfaser des Lagerfähigkeitsverlängerungsmittels
in einer Menge von 0,01–50
Gew.-% in Bezug auf das Nahrungsmittel oder Getränk.
-
Die
Extraktionstemperatur in einem pH-Bereich von 2,5–6,0 ist
vorzugsweise höher
als 100°C
unter Druck. Obwohl die Extraktion in einer kürzeren Zeit mit höherer Temperatur
vollendet wird, wirkt sich eine übermäßige hohe
Temperatur nachteilig auf das Aroma und die Farbe aus und sie ist
daher vorzugsweise nicht höher
als 130°C.
-
Beispiele
-
Die
vorliegende Erfindung wird nun durch die folgenden Beispiele und
Vergleichsbeispiele der fünften Art
genauer erläutert.
-
Zubereitung von ganzem Kakaobohnenextrakt
-
Kakaobohnen
waren ganze Bohnen, die geröstet
und mit einer Bruchwalze in eine geeignete Größe zerteilt wurden, und wurden
dann mit einem Mischer gemahlen, um ganze gemahlene Kakaobohnen
zu erhalten. Ganzer Kakaobohnenextrakt wurde in exakt derselben
Weise wie bei der von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen
Nahrungsfaser (A) abgesehen von der Verwendung der ganzen gemahlenen
Kakaobohnen erhalten.
-
Zubereitung von Kakaomasseextrakt
-
Kakaobohnen
waren ganze geröstete
Bohnen, die Bohnen wurden mit einer Bruchwalze zu einer geeigneten
Größe zerteilt
und die zerteilten Bohnen wurden durch Luftklassifizierung getrennt,
um die Kakaoschoten abzutrennen, und wurden dann mit einem Mischer
gemahlen, um eine gemahlene Kakaomasse zu erhalten. Ganzer Kakaobohnenextrakt
wurde in exakt derselben Weise wie bei der von Kakaoschoten abgeleiteten
wasserlöslichen
Nahrungsfaser (A) abgesehen von der Verwendung der ganzen gemahlenen
Kakaomasse erhalten.
-
Beispiel 29
-
Die
von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser (A) und
die vorstehend erwähnten zwei
Arten von Extrakten wurden verwendet, um die mikrobiostatischen
Effekte auf Escherichia coli (E. coli) und Saccharomyces cerevisiae
(S. cerevisiae) zu untersuchen. Die Nahrungsfaser und die Extrakte
wurden auf 0%, 0,005%, 0,01%, 0,1%, 1,0% und 2,0% wässerige
Lösungen
zubereitet und auf vorsterilisiertem Filterpapier mit einem Durchmesser
von 10 mm absorbiert und 1000 Zellen von jedem der vorstehend erwähnten Stämme wurden
auf die Oberfläche
gesät und
bei 30°C
für 48
Stunden in Standard-Agarmedium (pH 7,2) kultiviert, wonach die Höfe beobachtet
wurden. Die minimale Konzentration in jedem Medium, das einen Hof
aufwies, wurde als minimale Wachstumshemmungskonzentration (%) für jeden
Stamm aufgezeichnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 33 gezeigt. Tabelle 33
| Minimale
Wachstumshemmungskonzentration (%) |
| Mikrobieller
Stamm | Wasserlösliche Nahrungsfaser
(A) | Ganzer
Bohnenextrakt | Kakaomasseextrakt |
| Escherichia
coli | 0,1% | 2,0% | 1,0% |
| Saccharomyces
cerevisiae | 0,1% | 2,0% | 2,0% |
-
Wie
durch die in Tabelle 33 gezeigten Ergebnisse deutlich zu sehen ist,
wies die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser mikrobiostatische
Eigenschaften auf, die dem ganzen Kakaobohnenextrakt und Kakaomasseextrakt überlegen
waren.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (M)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (M) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 1,0 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (N)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (N) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 2,0 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (O)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (O) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 2,5 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (P)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (P) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 4,5 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (Q)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (Q) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 5,5 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (R)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (R) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 6,5 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (S)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (S) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 7,0 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (T)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (T) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 8,0 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (U)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (U) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 9,0 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (V)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (V) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 10,0 eingestellt wurde.
-
Zubereitung der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (W)
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (W) wurde in exakt derselben Weise wie die von Kakaoschoten
abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfaser (A) erhalten, außer
dass der pH-Wert vor der Extraktion auf 12,0 eingestellt wurde.
-
Beispiel 30
-
Die
vorstehend erwähnten
von Kakaoschoten abgeleiteten wasserlöslichen Nahrungsfasern ((M)
bis (W)) wurden verwendet, um die mikrobiostatischen Wirkungen gegen
E. coli und S. cerevisiae in derselben Weise wie in Beispiel 29
zu untersuchen. Die Ergebnisse sind in nachstehender Tabelle 34
gezeigt. Tabelle 34
| Minimale
Wachstumshemmungskonzentration (%) |
| Komponente | (M) | (N) | (O) | (P) | (Q) | (R) |
| Extraktions-pH | 1,0 | 2,0 | 2 ,5 | 4,5 | 5,5 | 6,5 |
| pH
nach der | 1,9 | 2,0 | 2,5 | 4,4 | 4,9 | 5,2 |
| Extraktion E.
coli | 1,0 | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,1 |
| S.
cerevisiae | 2,0 | 1,0 | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 1,0 |
| Minimale
Wachstumshemmungskonzentration (%) |
| Komponente | (S) | (T) | | (U) | (V) | (R) |
| Extraktions-pH | 7,0 | 8,0 | | 9,0 | 10,0 | 12,0 |
| pH
nach der Extraktion | 5,8 | 6,5 | | 7,2 | 7,6 | 10,2 |
| E.
coli | 0,1 | 0,1 | | > 2,0 | > 2,0 | > 2,0 |
| S.
cerevisiae | 0,1 | 0,1 | | 1,0 | > 2,0 | > 2,0 |
-
Wie
aus den in Tabelle 34 gezeigten Ergebnissen deutlich zu sehen ist,
führt ein
pH-Wert nach der Extraktion zwischen 2,0 und 6,5 zu Kakaoschotenextrakten
mit angemessenen mikrobiostatischen Effekten.
-
Beispiel 31
-
Von
Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche
Nahrungsfasern (A) bis (D) (Beispiele 2-5) wurden verwendet, um
die mikrobiostatischen Effekte gegen E. coli und S. cerevisiae in
derselben Weise wie in Beispiel 29 zu untersuchen. Die Ergebnisse
sind in nachstehender Tabelle 35 gezeigt. Tabelle 35
| Minimale
Wachstumshemmungskonzentration (%) |
| Stamm | (A) | (B) | (C) | (D) |
| E.
coli | 0,1 | 0,01 | 0,01 | 0,01 |
| S.
cerevisiae | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,1 |
-
Alle
der wasserlöslichen
Nahrungsfasern (A) bis (D) hemmten das Wachstum beider Stämme bei
Konzentrationen von 0,1 und höher.
-
Beispiel 32
-
Die
wasserlösliche
Nahrungsfaser (B) besitzt eine Lagerfähigkeitsverlängerungswirkung
allein, aber ihre Fähigkeit,
die Lagerstabilität
zu verlängern,
wenn sie in Kombination mit anderen die Lagerstabilität verlängernden
Substanzen verwendet wird, wurde auch untersucht. Für die Bewertung
der Lagerfähigkeitsverlängerungseigenschaft
(mikrobiostatischen Eigenschaft) wurde ein flüssiges Standardmedium (pH 7,2),
das die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser der Erfindung
mit 0%, 0,5% oder 1,0% enthielt, mit geeigneten Mengen an die Lagerstabilität verlängernden
Substanzen und unter Verwendung von Escherichia coli, Aspergillus
oryzae und Saccharomyces cerevisiae als Zielstämme verwendet. Die Lagerfähigkeitsverlängerungseigenschaft
(mikrobiostatische Eigenschaft) wurde durch Inokulieren der Zellen,
Kultivieren derselben bei 35°C
für 4 Tage
und Messen der Trübheit
mit der Zeit beurteilt. Wenn die Trübheit des Mediums mit dem Wachstum
der Zellen zunimmt, hemmt eine Testsubstanz mit einer mikrobiostatischen
Eigenschaft das Zellenwachstum und führt und weniger Trübheit. Die
Trübheit
wurde durch Messen des Absorptionsvermögens bei einer Wellenlänge von
610 nm bestimmt (das verwendete Spektrophotometer war PTL-3965 von
JASCO Co., Ltd.) und die Einheiten für die Trübheit basierten auf JIS1010.
Insbesondere wurde die Trübheit
von Wasser, das 1 ppm Kaolin enthielt, als 1 Einheit definiert.
Die Ergebnisse sind in den Tabellen 36 bis 38 gezeigt. Tabelle 36-1 Mikrobiostatische Eigenschaft
an Escherichia coli (1)
| | Tage gelagert |
| Testgruppe | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Nicht
zugegeben | | 163 | 641 | | |
| Von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser | 0,5% | 11 | 69 | 308 | 511 |
| Von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser | 1,0% | 13 | 51 | 148 | 298 |
| Ethanol allein | 0,05% | 104 | 441 | | |
| 0,1% | 112 | 382 | 455 | |
| Ethanol
+ | 0,05% | 35 | 186 | 417 | |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 1,0% | 7 | 114 | 297 | 462 |
| Glycin allein | 0,5% | 101 | 443 | | |
| 1,0% | 85 | 325 | 501 | |
| Glycin + von Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 0,5% | 17 | 56 | 247 | 469 |
| 1,0% | 8 | 17 | 115 | 266 |
| Na-Ascorbat allein | 0,1% | 115 | 402 | | |
| 0,5% | 18 | 211 | 315 | 452 |
| Na-Ascorbat + von Kakaoschoten abgeleitete
Nahrungsfaser (0,5%) | 0,1% | 31 | 227 | 466 | |
| 0,5% | 8 | 25 | 47 | 128 |
Tabelle 36-2 Mikrobiostatische Eigenschaft
an Escherichia coli (2)
| | Tage gelagert |
| Testgruppe | | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Glycerinfettsäureester allein | 0,01% | 113 | 415 | | |
| 0,05% | 47 | 196 | 305 | 481 |
| Glycerinfettsäureester
+ | 0,01% | 0 | 55 | 242 | 486 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete | 0,05% | 0 | 18 | 76 | 214 |
| Nahrungsfaser (0,5%) Salz allein | 1,0% | 141 | 524 | | |
| 2,0% | 31 | 353 | | |
| Salz
+ | 1,0% | 25 | 77 | 348 | 519 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 2,0% | 10 | 42 | 307 | 484 |
| Meerrettichextrakt allein | 0,1% | 9 | 93 | 196 | 421 |
| 0,5% | 8 | 22 | 117 | 245 |
| Meerrettichextrakt
+ | 0,1% | 5 | 27 | 156 | 223 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 0,5% | 0 | 5 | 36 | 97 |
Tabelle 37-1 Mikrobiostatische Eigenschaft
an Aspergillus oryzae (1)
| | Tage gelagert |
| Testgruppe | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Nicht
zugegeben | | 215 | 497 | | |
| Von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser | 0,5% | 100 | 285 | 416 | |
| Von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser | 1,0% | 53 | 127 | 318 | |
| Ethanol allein | 0,05% | 17 | 128 | 328 | |
| 0,1% | 10 | 112 | 251 | 475 |
| Ethanol
+ | 0,05% | 10 | 101 | 274 | |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 1,0% | 8 | 100 | 235 | 411 |
| Glycin allein | 0,5% | 126 | 253 | 381 | |
| 1,0% | 88 | 156 | 374 | |
| Glycin
+ | 0,5% | 82 | 141 | 274 | 453 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 1,0% | 40 | 119 | 172 | 358 |
| Na-Ascorbat allein | 0,1% | 107 | 370 | | |
| 0,5% | 58 | 178 | 422 | |
| Na-Ascorbat
+ | 0,1% | 35 | 211 | 403 | |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 0,5% | 27 | 63 | 226 | 422 |
Tabelle 37-2 Mikrobiostatische Eigenschaft
an Aspergillus oryzae (2)
| | Tage gelagert |
| Testgruppe | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Glycerinfettsäureester allein | 0,01% | 86 | 417 | | |
| 0,05% | 53 | 199 | 418 | |
| Glycerinfettsäureester
+ | 0,01% | 75 | 223 | 422 | |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 0,05% | 35 | 191 | 387 | |
| Salz allein | 1,0% | 99 | 487 | | |
| 2,0% | 68 | 272 | 429 | |
| Salz
+ | 1,0% | 75 | 227 | 396 | |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 2,0% | 41 | 195 | 247 | 451 |
| Meerrettichextrakt allein | 0,1% | 27 | 81 | 242 | 394 |
| 0,5% | 5 | 18 | 205 | 293 |
| Meerrettichextrakt
+ | 0,1% | 20 | 71 | 98 | 213 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 0,5% | 3 | 22 | 70 | 142 |
Tabelle 38-1 Mikrobiostatische Eigenschaft
an Saccharomyces cerevisiae (1)
| | Tage gelagert |
| Testgruppe | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Nicht
zugegeben | | 201 | 536 | | |
| Von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser | 0,5% | 27 | 58 | 113 | 241 |
| Von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser | 1,0% | 18 | 20 | 81 | 125 |
| Ethanol
allein | 0,05% | 59 | 251 | 487 | |
| | 0,1% | 36 | 182 | 411 | |
| Ethanol
+ | 0,05% | 20 | 48 | 105 | 193 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 1,0% | 0 | 18 | 75 | 175 |
| Glycin
allein | 0,5% | 99 | 282 | 427 | |
| | 1,0% | 75 | 198 | 352 | 503 |
| Glycin
+ | 0,5% | 11 | 48 | 88 | 175 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 1,0% | 3 | 10 | 48 | 128 |
| Na-Ascorbat
allein | 0,1% | 122 | 391 | | |
| | 0,5% | 76 | 251 | 433 | |
| Na-Ascorbat
+ | 0,1% | 19 | 128 | 274 | |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 0,5% | 0 | 0 | 42 | 172 |
Tabelle 38-2 Mikrobiostatische Eigenschaft
an Saccharomyces cerevisiae (2)
| | Tage gelagert |
| Testgruppe | | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Glycerinfettsäureester allein | 0,01% | 79 | 281 | 485 | |
| 0,05% | 38 | 107 | 375 | |
| Glycerinfettsäureester
+ | 0,01% | 8 | 18 | 139 | 287 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 0,05% | 0 | 15 | 56 | 182 |
| Salz allein | 1,0% | 112 | 425 | | |
| 2,0% | 24 | 377 | | |
| Salz
+ | 1,0% | 28 | 51 | 105 | 176 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 2,0% | 8 | 22 | 71 | 110 |
| Meerrettichextrakt allein | 0,1% | 18 | 77 | 116 | 144 |
| 0,5% | 9 | 17 | 71 | 128 |
| Meerrettichextrakt
+ | 0,1% | 0 | 213 | 29 | 74 |
| von
Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (0,5%) | 0,5% | 0 | 8 | 20 | 36 |
-
Wie
diese Ergebnisse deutlich zeigen, wurde das Wachstum aller Stämme durch
die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser gehemmt.
Außerdem
wurde der Effekt durch die kombinierte Verwendung der Nahrungsfaser
mit Substanzen wie z. B. Ethanol, die auch allein Lagerfähigkeitsverlängerungseffekte
aufweisen, verstärkt.
-
Beispiel 33
-
Zu
einer Basiszusammensetzung mit 70 g Salz, 200 g Stärke, 20
g Natriumglutamat, 30 g Zucker und 2 kg Eiswasser, die zu 4 kg gefrorenem
zerhacktem Fisch zugegeben wurde, wurde jedes der in Tabelle 39 gezeigten
Konservierungsmittel zugegeben (die in Bezug auf die Basiszusammensetzung
zugegebenen Verhältnisse
sind in der Tabelle gezeigt, wobei das Verhältnis jeder Komponente hinsichtlich
des Gewichtsprozentsatzes dargestellt ist) und 100 g von jedem Gemisch
wurden in einen Vinylidenchloridfilm gefüllt und für 30 Minuten in heißem Wasser
bei 90°C
erhitzt, wonach es für
40 Minuten in laufendem Wasser abgekühlt wurde, um Kamaboko-Fischpaste
(Wasseraktivität
= 0,85) zur Verwendung als Lagertestprobe zu erhalten. Der Lagertest
wurde durch Lagern von zehn Proben jeweils pro Testgruppe in einem
Thermotaten bei 30°C
und visuelles Beobachten der Lagerstabilität und Bewerten der fäulnisverhindernden
Eigenschaft durchgeführt.
Die Bewertung wurde durch Beobachten des Wachstums von Schimmel
und Bakterien durchgeführt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 40 gezeigt. Tabelle 39
| Konservierungsmittel1) | A | B | C | D | E | F | G | H |
| Nicht zugegeben | | | | | | | | |
| 1 | (Kontrolle) | | 0,5 | | | | | | |
| 2 | (") | | | 0,5 | | | | | |
| 3 | (") | | | | 0,5 | | | | |
| 4 | (") | | | | | 0,05 | | | |
| 5 | (") | | | | | | 0,05 | | |
| 6 | (") | | | | | | | 0,05 | |
| 7 | (") | | | | | | | | 0,5 |
| 8 | (Beispiel) | 0,5 | | | | | | | |
| 9 | (") | 0,5 | 0,5 | | | | | | |
| 10 | (") | 0,5 | | 0,5 | | | | | |
| 11 | (") | 0,5 | | | 0,5 | | | | |
| 12 | (") | 0,5 | | | | 0,05 | | | |
| 13 | (") | 0,5 | | | | | 0,05 | | |
| 14 | (") | 0,5 | | | | | | 0,05 | |
| 15 | (") | 0,5 | | | | | | | 0,5 |
- Anmerkung 1)
- A: Von Kakaoschoten abgeleitete Nahrungsfaser (B)
- B: Ethanol
- C: Glycin
- D: Na-Ascorbat
- E: Glycerinfettsäureester
- F: Polylysin
- G: Lysozym
- H: Meerrettichextrakt
Tabelle 40 | Konservierungsmittel1) | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
| Nicht zugegeben | 3/10 | 10/10 | | | | | |
| 1 | (Kontrolle) | 0/10 | 5/10 | 10/10 | | | | |
| 2 | (") | 0/10 | 4/10 | 9/10 | 10/10 | | | |
| 3 | (") | 2/10 | 3/10 | 6/10 | 10/10 | | | |
| 4 | (") | 0/10 | 2/10 | 8/10 | 10/10 | | | |
| 5 | (") | 0/10 | 1/10 | 6/10 | 9/10 | 10/10 | | |
| 6 | (") | 1/10 | 3/10 | 8/10 | 10/10 | | | |
| 7 | (") | 0/10 | 1/10 | 3/10 | 6/10 | 8/10 | 10/10 | |
| 8 | (Beispiel) | 0/10 | 0/10 | 1/10 | 3/10 | 5/10 | 8/10 | 10/10 |
| 9 | (") | 0/10 | 0/10 | 1/10 | 2/10 | 4/10 | 10/10 | |
| 10 | (") | 0/10 | 0/10 | 0/10 | 2/10 | 5/10 | 9/10 | 10/10 |
| 11 | (") | 0/10 | 0/10 | 0/10 | 1/10 | 4/10 | 9/10 | 10/10 |
| 12 | (") | 0/10 | 0/10 | 0/10 | 2/10 | 6/10 | 9/10 | 10/10 |
| 13 | (") | 0/10 | 0/10 | 0/10 | 1/10 | 4/10 | 9/10 | 10/10 |
| 14 | (") | 0/10 | 0/10 | 0/10 | 3/10 | 6/10 | 9/10 | 10/10 |
| 15 | (") | 0/10 | 0/10 | 0/10 | 0/10 | 2/10 | 6/10 | 9/10 |
-
Die
Werte geben die Anzahl unter den 10 Proben an, bei denen Schimmel-
oder Bakterienwachstum beobachtet wurde.
-
Wie
aus Tabelle 40 deutlich zu sehen ist, wiesen die Testgruppen, die
die Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
der Erfindung enthielten, zufrieden stellende Konservierungseigenschaften
auf. Keine nachteilige Auswirkung auf die Qualität wurde durch Zugabe der Produkte
der Erfindung festgestellt.
-
Beispiel 34
-
Nach
dem Mischen von 500 g Weizenmehl, 12 g Salz und 200 ml Wasser wurde
das Gemisch unter Verwendung einer Walze ausgerollt und rohe Nudeln
wurden gemäß einem üblichen
Verfahren zubereitet. Die Wasseraktivität der rohen Nudeln war 0,85.
Sie wurden dann einer der nachstehend beschriebenen Behandlungen
unterzogen und in einer sterilisierten Schale angeordnet und für einen
Lagertest bei 35°C,
80% RH, bedeckt.
- (1) Kontrollgruppe
- (2) Zugabe von wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) mit 1,0% während
des Knetens des Teigs.
- (3) Zugabe von wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) mit 0,5% während
des Knetens des Teigs, gefolgt von Formen und Sieden, und dann Eintauchen
für 10
Sekunden in 1,0%-ige wässerige
Lösung
von wasserlöslicher
Nahrungsfaser (B) und Ablaufen.
- (4) Zubereitung von gesiedeten Nudeln, gefolgt von Eintauchen
für 10
Sekunden in 1,0%-ige wässerige
Lösung
der wasserlöslichen
Nahrungsfaser (B) und Ablaufen.
-
Die
Ergebnisse des Lagertests sind in der nachstehenden Tabelle 41 gezeigt. Tabelle 41
| Testgruppe | 12 | 24 | 36 | 48 | 60 | 72 | 84 |
| 1 | (Kontrolle) | – | + | ++ | | | | |
| 2 | (Beispielgruppe) | – | – | – | + | ++ | | |
| 3 | (Beispielgruppe) | – | – | – | – | + | ++ | |
| 4 | (Beispielgruppe) | – | – | – | – | – | + | ++ |
- –: Keine Änderung
- +: Mikrobielles Wachstum, teilweise Erweichung
- ++: Mikrobielles Wachstum, teilweise Zersetzung
-
Wie
aus diesen Ergebnissen klar ist, wiesen die Beispielgruppen (2),
(3) und (4) ausgezeichnete Konservierungseigenschaften auf.
-
Industrielle Anwendbarkeit
-
Es
wurde festgestellt, dass die wasserlösliche Nahrungsfaser gemäß der vorliegenden
Erfindung, die durch Extraktion von Kakaoschoten unter Druckbeaufschlagung
bei einer Temperatur oberhalb 100°C
zu einem pH-Wert nach der Extraktion zwischen pH 2,0 und 6,5 erhalten
wurde, eine charakteristische Funktion aufweist, die von herkömmlichen
Stabilisatoren verschieden ist, wodurch sie eine Dispersion von
Proteinen im sauren pH-Bereich über ihrem
isoelektrischen Punkt stabilisiert und zubereiteten Nahrungsmittelprodukten eine
geeignete Viskosität
verleiht. Diese Funktion kann verwendet werden, um Säureproteinnahrungsmittelprodukte,
die gemäß dem Stand
der Technik nicht möglich
sind, zuzubereiten. Sie stellen auch eine Funktion bereit, wodurch
die zubereiteten Säureproteinnahrungsmittelprodukte
in einem stabilen Zustand konserviert werden können, selbst wenn sie durch
Retortensterilisation oder dergleichen auf eine hohe Temperatur
erhitzt werden.
-
Wenn
die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser der Erfindung
als Lagerfähigkeitsverlängerungsmittel
zu einem Nahrungsmittelprodukt zugegeben wird, weist sie eine angemessene
Lagerfähigkeitsverlängerungswirkung
und zufrieden stellende Konservierungseigenschaften auf, selbst
wenn sie in einer kleinen Menge zugegeben wird. Die Zugabe des Lagerfähigkeitsverlängerungsmittels
zu Rohmaterialien oder während
der Verarbeitungsschritte kann eine ausreichende Wirkung bereitstellen
und kann daher Vorteile hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit
bieten. Außerdem
kann die von Kakaoschoten abgeleitete wasserlösliche Nahrungsfaser auch in
Kombination mit Substanzen wie z. B. Ethanol, Glycin, Lysin oder
Glycerinfettsäureestern
zur Verstärkung
ihrer Konservierungseigenschaften verwendet werden.