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Die
Erfindung bezieht sich auf die Verwendung eines natürlichen
pflanzlichen Öls,
welches hinsichtlich seines unverseifbaren Anteils angereichert
ist, als Nahrungsmittelbestandteil für die Herstellung einer Nahrungsmittelzusammensetzung
oder eines Nahrungsergänzungsmittels.
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Die
pflanzlichen Öle
und die Nahrungsmittelzusammensetzungen oder -ergänzungsmittel,
die diese aufkonzentrierten pflanzlichen Öle umfassen, werden im Sinne
der Erfindung in gleicher Weise zu dietätischen Zwecken, Ernährungszwecken
wie zu kosmetischen Zwecken eingesetzt.
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Das
Problem, dessen sich die Erfindung annimmt, besteht darin, ein neues
Nahrungsmittel oder einen neuen Nahrungsmittelbestandteil, welches
bzw. welcher hinsichtlich unverseifbarer Bestandteile und insbesondere
hinsichtlich Vitamin E und hinsichtlich Phytosterolen angereichert
ist, vorzuschlagen, wobei zugleich eine Zufuhr von einfach ungesättigten
Fettsäuren
und mehrfach ungesättigten
essentiellen Fettsäuren,
welche mit der Zufuhr von diesen Verbindungen aus Produkten dieser
Art (klassischen Ölen)
vergleichbar ist, beibehalten wird, wobei dieses angereicherte Nahrungsmittel
so erlaubt, die gesamte Kalorienzufuhr zu verringern.
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Auf
dem Markt findet man Öle,
die allgemein mit Vitamin E ergänzt
sind, wie auch Nahrungsmittelzusammensetzungen, die allgemein als „funktionelle
Nahrungsmittel" bezeichnet
werden, die mit Phytosterolen oder ferner mit Betakarotin ergänzt sind.
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Indessen
werden die Moleküle,
die als Ergänzung
zugeführt
werden: Vitamin E, Phytosterole, Betakarotin... durch chemische
Reinigung ausgehend von einer externen Quelle, wie im Rahmen einer
Desodorisierung abgezogenem Rauch (Nebenprodukte der Ölraffinationsindustrie)
und Tallöl
(Nebenprodukt der Papierzeugindustrie), gewonnen.
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FR-A-2653974 beschreibt
die Verwendung eines Konzentrats von Sojaöl (7–11% unverseifbare Anteile)
in Kombination mit einem Konzentrat von Avocadoöl (25–45% unverseifbare Anteile)
als Nahrungsmittelzusatz.
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FR-A-2692783 offenbart
Zusammensetzungen, welche ein Konzentrat von Sesamöl (10–20% unverseifbare
Anteile) und ein Konzentrat von Weizenkeimöl oder Sojaöl (14–30% unverseifbare Anteil)
umfassen.
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FR-A-2762512 beschreibt
ein Konzentrat von Lupinenöl
(45–60%
unverseifbare Anteile) oder einer 30/70-Mischung von Konzentrat
von Weizenkeimöl
(15–30%
unverseifbare Anteile) und Lupinenöl wie auch deren kosmetische,
pharmazeutische oder Nahrungsmittelverwendung.
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FR-A-2102888 beschreibt
ein Verfahren zur Aufkonzentrierung des unverseifbaren Anteils von
verschiedenen Ölen,
unter anderem Maisöl
und Palmöl.
Das Öl
wird bis zu 25–36%
an unverseifbaren Anteilen aufkonzentriert, gefolgt von einer Abtrennung
der unverseifbaren Anteile, um eine reine Fraktion von unverseifbaren
Anteilen zu erhalten.
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WO 98/18888 betrifft ein
Verfahren zur Desodorisierung von Ölen, wobei das Verfahren den
Vorteil hat, dass der Gehalt des Öls an Karotinen und Tocopherolen
nicht verändert
wird.
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DE 196 52 522 betrifft
ein Verfahren zur Fraktionierung und Molekulardestillation, welches
entwickelt worden ist, um die in den aus dem Desodorisierungsverfahren
von Ölen
hervorgehenden Destillaten vorhandenen Tocopherole und Sterole aufzukonzentrieren.
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Die
Erfinder der vorliegenden Anmeldung schlagen ein natürliches
pflanzliches Öl,
welches unter Palmöl,
Maiskeimöl
und Rapsöl
ausgewählt
ist, welches hinsichtlich seines unverseifbaren Anteils angereichert
ist, als Nahrungsmittelbestandteil vor. Dieses Öl kann gemäß einem bezogen auf den Stand
der Technik neuen Verfahren erhalten werden, denn es besteht in
der Aufkonzentrierung der Nährstoffe
durch ein physikalisches Verfahren und nicht in der Zufuhr von auf
chemischem Wege erhaltenen Nährstoffen
aus einer externen Quelle.
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Im
Rahmen der Erfindung versteht man unter „Palmöl" das Palmöl, das insbesondere nicht durch
Entstearinierung von Palmolein erhalten worden ist, welches insbesondere
durch Entstearinierung von Palmöl
erhalten wird.
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Es
ist jetzt durch die Anmelderin herausgefunden worden, dass die Verwendung
des aufkonzentrierten natürlichen
pflanzlichen Öls
gemäß der Erfindung
erlaubt, dieses Problem zu lösen.
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Das
aufkonzentrierte natürliche
pflanzliche Öl
gemäß der Erfindung
weist außerdem
die folgenden Vorteile auf: es erlaubt, das Atherogeneserisiko zu
verringern, es weist hypocholesterinämische Eigenschaften auf, es
entfaltet Wirksamkeit bei der Verhütung von bestimmten Krebsarten
und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei der Stimulation der Immunantwort
bei älteren
Menschen, bei der Verringerung des Kataraktrisikos und bei der Verzögerung des
Fortschreitens von neurovegetativen Erkrankungen.
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Ein
anderer Vorteil des aufkonzentrierten natürlichen pflanzlichen Öls gemäß der Erfindung
ist, dass es in der Kosmetik eingesetzt werden kann („food cosmetic"), insbesondere in
Hinblick darauf, das Aussehen der Haut zu verbessern, die Haut zu
hydratisieren, die Hautbarriere und den intercorneozytären Zement
durch eine Zufuhr von essentiellen Fettsäuren und von Sterolen instand
zu halten, in Hinblick darauf, die Hautalterung durch Einfang von
freien Radikalen zu verhüten,
und als entzündungshemmendes
Mittel.
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Der
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung eines natürlichen
pflanzlichen Öls,
ausgewählt
unter Palmöl,
Maiskeimöl
und Rapsöl,
welches hinsichtlich unverseifbarem Material angereichert ist, als
Nahrungsmittelbestandteil derart, dass der Gehalt dieses Öls an unverseifbarem
Anteil 3 bis 15% (Masse/Masse) beträgt. Unter „natürlichem" pflanzlichem Öl versteht man ein Öl, dessen
pflanzliche Quelle nicht genetisch modifiziert worden ist.
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Unter „Nahrungsmittelbestandteil” versteht
man im Sinne der vorliegenden Anmeldung, dass das an unverseifbarem
Material angereicherte natürliche
pflanzliche Öl
entweder in eine Nahrungsmittelzusammensetzung oder in ein Nahrungsergänzungsmittel
Eingang findet. Unter Nahrungsmittelbestandteil wird insbesondere
nicht das „Speise-
oder Tafelöl" als in großem Umfang
verzehrtes Nahrungsmittel ins Auge gefasst.
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Im
Rahmen der Erfindung kann die Nahrungsmittelzusammensetzung eine
jegliche Form von Nahrungsmittel, welches üblicherweise Öl enthält, wie
beispielsweise die Form von Keksen, Salatsauce u. s. w...., annehmen.
Die Nahrungsmittelzusammensetzung kann dann zwischen 5 und 50 Gew.-%
aufkonzentriertes pflanzliches Öl
gemäß der Erfindung
enthalten.
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Das
Nahrungsergänzungsmittel
kann im Rahmen der Erfindung in Form von Öl, wie es direkt durch das
Verfahren zur Anreicherung hinsichtlich des unverseifbaren Materials,
wie nachfolgend beschrieben, erhalten wird, oder ebenso gut in Form
von Hartkapseln oder weichen Kapseln aus Gelatine oder pflanzlichen Materialien
vorliegen. Das Nahrungsergänzungsmittel
kann dann 10 bis 100 Gew.-% aufkonzentriertes pflanzliches Öl gemäß der Erfindung
enthalten.
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Insbesondere
setzt sich der Bruchteil an unverseifbarem Anteil des aufkonzentrierten
natürlichen pflanzlichen Öls gemäß der Erfindung
aus 0,3 bis 2,5 Gew.-% Tocopherol und 1,3 bis 8 Gew.-% Phytosterol zusammen.
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Noch
spezieller enthält
der unverseifbare Anteil von diesem aufkonzentrierten pflanzlichen Öl:
- – 0,2
bis 10 Massenprozent Sterole, triterpenische Alkohole und Methylsterole,
- – 0,1
bis 2 Massenprozent Tocopherole und gesamte Tocotrienole,
- – 0,1
bis 7 Massenprozent Squalen,
- – 0,1
bis 1 Massenprozent Karotine.
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Die
Erfindung bezieht sich insbesondere auf die Verwendung von hinsichtlich
unverseifbarem Material aufkonzentriertem Palmolein als Nahrungsmittelbestandteil,
dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an unverseifbarem Material
von 4,5 bis 5,5% variiert, davon 1 bis 2% Tocotrienole, 0,4 bis
0,6% Tocopherole, 0,1 bis 0,3% Karotine und 1 bis 4% Phytosterole.
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Typischerweise
setzt sich das hinsichtlich unverseifbarem Material aufkonzentrierte
Palmolein im Mittel aus 95% Fettsäuren in Form von Triglyceriden,
5% unverseifbarem Material, davon 1,5% Tocotrienole, 0,5% Tocopherole,
0,2 Karotine und 1,5% Phytosterole, zusammen.
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Dieses
hinsichtlich unverseifbarem Material aufkonzentrierte Palmolein
ist im Wesentlichen äquivalent zu
Palmolein (Quelle), was die Zufuhr von Palmitinsäure (C16:0) und von Ölsäure (C18:1
n-9) angeht.
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Es
weist den Vorteil aus Sicht der Ernährung auf, dass es eine privilegierte
Quelle für
Tocotrienole, deren antioxidierende Rolle heutzutage bekannt ist,
ist. Es ist auch eine Nahrungsmittelquelle, welche eine bedeutende
Konzentration an Vitamin E aufweist, welche die empfohlene Tagesmenge
(ETM) abdeckt.
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Beispielsweise
führt eine
tägliche
Dosis von dem hinsichtlich unverseifbarem Material aufkonzentrierten
Palmolein, die zwischen 1 und 3 g festgelegt wird, 6 bis 25 mg Vitamin
E, 200 bis 900 Retinol-Äquivalent (Vitamin
A in Form von Provitamin A) und 15 bis 45 mg gesamte Phytosterole
zu.
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Das
so hinsichtlich unverseifbarem Material aufkonzentrierte Palmolein
ist eine ergänzende
Quelle für die
Zufuhr von Vitamin E und Provitamin A; es ersetzt in keinem Falle
ein bestehendes Nahrungsmittel. Dieses aufkonzentrierte Palmolein
kann als Nahrungsmittelbestandteil in Dosen zwischen 1 und 3 g pro
Tag und pro Person eingesetzt werden, was auf der Ernährungsebene
eine ausgleichende Ergänzung
hinsichtlich der Zufuhr von Vitamin E, Provitamin A und von Phytosterolen
in verschiedenen Nahrungsmittelerzeugnissen oder in funktionellen
Nahrungsmitteln erlaubt.
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Außerdem bezieht
sich die Erfindung auf die Verwendung von an unverseifbarem Material
angereichertem Maiskeimöl
als Nahrungsmittelbestandteil, die dadurch gekennzeichnet ist, dass
der Gehalt an unverseifbarem Material von 9 bis 11%, davon 6 bis
8% an Phytosterolen und 1 bis 3% an Tocopherolen, variiert.
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Typischerweise
setzt sich das an unverseifbarem Material angereicherte Maiskeimöl im Mittel
aus 90% Fettsäuren
in Form von Triglyceriden und aus 10% unverseifbarem Material, davon
7% Phytosterole und 2% Tocopherole, zusammen.
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Auf
der Ernährungsebene
ist das an unverseifbarem Material angereicherte Maiskeimöl im Wesentlichen äquivalent
zu Maiskeimöl
(Quelle), was die Zufuhr an essentieller Linolsäure (C18:2 n-6) und Ölsäure (C18:1
n-9) angeht.
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Es
ist eine hinsichtlich Vitamin E konzentrierte Nahrungsmittelquelle,
welche die empfohlene Tagesmenge (ETM) abdeckt. Es weist auch den
Vorteil aus Sicht der Ernährung
auf, dass es eine privilegierte Quelle für Phytosterole, deren hypocholesterinämische Rolle
heutzutage bekannt ist, ist.
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Beispielsweise
führt eine
tägliche
Dosis von diesem aufkonzentrierten Maiskeimöl, welche zwischen 2 und 8
g festgelegt wird, 11 bis 45 mg Vitamin E und 140 bis 560 mg gesamte
Phytosterole zu.
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Das
so hinsichtlich unverseifbarem Material aufkonzentrierte Maiskeimöl ist eine
ergänzende
Quelle für
die Zufuhr von Vitamin E und von Phytosterolen; es ersetzt in keinem
Falle ein bestehendes Lebensmittel.
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Dieses
aufkonzentrierte Maiskeimöl
kann als Nahrungsmittelbestandteil in Dosen zwischen 2 und 8 g pro
Tag und pro Person eingesetzt werden, was auf der Ernährungsebene
eine ausgleichende Ergänzung
hinsichtlich der Zufuhr von Vitamin E und von Phytosterolen in verschiedenen
Nahrungsmittelerzeugnissen oder in funktionellen Nahrungsmitteln
erlaubt.
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Schließlich bezieht
sich die Erfindung auf die Verwendung von an unverseifbarem Material
angereichertem Rapsöl
als Nahrungsmittelbestandteil, denn der Gehalt an unverseifbarem
Material variiert von 8 bis 10% an unverseifbarem Material, davon
6 bis 8% an Phytosterolen und 0,5 bis 1,5% an Tocopherolen.
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Typischerweise
setzt sich das an unverseifbarem Material angereicherte Rapsöl im Mittel
aus 91% Fettsäuren
in Form von Triglyceriden und aus 9% unverseifbarem Material, davon
7% Phytosterole und 1% Tocopherole, zusammen.
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Auf
der Ernährungsebene
ist das an unverseifbarem Material angereicherte Rapsöl im Wesentlichen äquivalent
zu Rapsöl
(Quelle), was die Zufuhr an essentieller Linolsäure (C18:2 n-6) und Linolensäure (C18:3 n-9)
angeht.
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Es
ist eine hinsichtlich Vitamin E konzentrierte Nahrungsmittelquelle,
welche die empfohlene Tagesmenge (ETM) abdeckt. Es weist auch den
Vorteil aus Sicht der Ernährung
auf, dass es eine privilegierte Quelle für Phytosterole, deren hypocholesterinämische Rolle
heutzutage bekannt ist, ist.
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Beispielsweise
führt eine
tägliche
Dosis von diesem aufkonzentrierten Rapsöl, welche zwischen 1,5 und
5 g festgelegt wird, 3 bis 20 mg Vitamin E (3 bis 20 mg α-T.E.) und
105 bis 350 mg gesamte Phytosterole zu.
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Das
so hinsichtlich unverseifbarem Material aufkonzentrierte Rapsöl ist eine
ergänzende
Quelle für
die Zufuhr von Vitamin E und von Phytosterolen; es ersetzt in keinem
Falle ein bestehendes Lebensmittel.
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Dieses
hinsichtlich unverseifbarem Material aufkonzentrierte Rapsöl kann als
Nahrungsmittelbestandteil in Gehalten zwischen 1,5 und 5 g pro Tag
und pro Person eingesetzt werden, was auf der Ernährungsebene eine
ausgleichende Ergänzung
hinsichtlich der Zufuhr von Vitamin E und von Phytosterolen in verschiedenen Nahrungsmittelerzeugnissen
oder in funktionellen Nahrungsmitteln erlaubt.
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Das
Verfahren zur Herstellung des natürlichen pflanzlichen Öls, ausgewählt unter
Palmöl,
Maiskeimöl und
Rapsöl,
welches hinsichtlich unverseifbarem Material angereichert ist, gemäß der Erfindung
umfasst wenigstens einen Schritt einer Molekulardestillation des
pflanzlichen Öls
vor der Aufkonzentrierung unter den folgenden Bedingungen:
- – Temperatur
von 200°C
bis 280°C,
- – Druck
von 10–3 bis
10–2 mmHg.
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Außerdem sieht
die Erfindung die Verwendung eines hinsichtlich unverseifbarem Material
aufkonzentrierten natürlichen
pflanzlichen Öls
gemäß der Erfindung
für die
Herstellung eines Nahrungsmittelbestandteils vor in Hinblick auf
eine Zufuhr von einfach ungesättigten
und mehrfach ungesättigten
essentiellen Fettsäuren und
eine Verringerung der gesamten Kalorienzufuhr wie auch in Hinblick
auf eine Verbesserung des Aussehens der Haut, um die Hautalterung
durch Einfang der freien Radikale zu verhüten, und/oder als entzündungshemmendes
Mittel und auch als hypocholesterinämisches Mittel, als Mittel,
welches Wirksamkeit bei der Verhütung
der Atherogenese, von Krebserkrankungen, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
entfaltet, als Mittel, welches die Immunantwort bei älteren Menschen
stimuliert, als Mittel, welches das Kataraktrisiko verringert, oder als
Mittel, welches das Fortschreiten von neurovegetativen Erkrankungen
verzögert.
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Die
kosmetische Verwendung auf oralem Wege, um das Aussehen der Haut
zu verbessern, die Hautalterung und die Photoalterung zu verhüten, welche
dadurch gekennzeichnet ist, dass sie die Einnahme eines aufkonzentrierten
natürlichen
pflanzlichen Öls
gemäß der Erfindung
umfasst, bildet gleichfalls einen Teil der Erfindung.
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Die
Erfindung betrifft gleichfalls die Verwendung eines natürlichen
pflanzlichen Öls,
ausgewählt
unter Palmöl,
Maiskeimöl
und Rapsöl,
welches hinsichtlich unverseifbarem Material angereichert derart
ist, dass der Gehalt dieses Öls
an unverseifbarem Anteil 5 bis 12% (Masse/Masse) beträgt, bei
der Herstellung eines Nahrungsmittelbestandteils.
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Insbesondere
setzt sich der unverseifbare Anteil des aufkonzentrierten natürlichen
pflanzlichen Öls, der
in dem Nahrungsmittelbestandteil gemäß der Erfindung enthalten ist,
aus 0,3 bis 2,5 Gew.-% Tocopherol und 1,3 bis 8 Gew.-% Phytosterolen
zusammen.
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Noch
spezieller ist dieser Nahrungsmittelbestandteil derart, dass der
unverseifbare Anteil von diesem aufkonzentrierten pflanzlichen Öl enthält:
- – 0,2
bis 10 Massenprozent Sterole, triterpenische Alkohole und Methylsterole,
- – 0,1
bis 2 Massenprozent Tocopherole und gesamte Tocotrienole,
- – 0,1
bis 7 Massenprozent Squalen,
- – 0,1
bis 1 Massenprozent Karotine.
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Vorzugsweise
enthält
die Nahrungsmittelzusammensetzung als Form, in welcher der Nahrungsmittelbestandteil
vorliegen kann, 0,5 bis 20 Massenprozent eines natürlichen
pflanzlichen Öls,
ausgewählt
unter Palmöl,
Maiskeimöl
und Rapsöl,
welches hinsichtlich unverseifbarem Material angereichert ist, bezogen
auf die gesamte Masse der Nahrungsmittelzusammensetzung.
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In
vorteilhafter Weise wird dieser Nahrungsmittelbestandteil eingesetzt,
um das Aussehen der Haut zu verbessern und/oder die Hautalterung,
die Photoalterung und die Photoimmundepression durch Einfang der freien
Radikale zu verhüten,
als entzündungshemmendes
Mittel, als hypocholesterinämisches
Mittel, als Mittel für
die Verhütung
von Atherogenese, von Krebserkrankungen und von Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
als Mittel, welches die Immunantwort bei älteren Menschen stimuliert,
als Mittel, welches das Kataraktrisiko verringert, oder als Mittel,
welches das Fortschreiten von neurovegetativen Erkrankungen verzögert.
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Die
erfindungsgemäße Verwendung
kann auch von kosmetischer Natur sein derart, dass sie die Einnahme
von natürlichem
pflanzlichem Öl,
ausgewählt
unter Palmöl,
Maiskeimöl
und Rapsöl,
welches hinsichtlich unverseifbarem Material als Inhaltsstoff angereichert
ist, oder die Verabreichung eines Nahrungsmittelbestandteils, welcher
ein natürliches
pflanzliches Öl,
ausgewählt
unter Palmöl,
Maiskeimöl
und Rapsöl,
welches hinsichtlich unverseifbarem Material angereichert ist, auf
oralem Wege umfasst.
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Der
unverseifbare Anteil eines pflanzlichen Speiseöls ist definiert als die Gesamtheit
der Bestandteile, die nach Verseifung (basische Hydrolyse) in Wasser
sehr wenig löslich
sind und in den Lösemitteln,
die als „Lösemittel
der Fette" bezeichnet
werden, wie beispielsweise den Alkanen, den chlorierten Alkanen
und den Ethern, löslich
sind.
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Der
unverseifbare Anteil, der in einem Fett enthalten ist, hängt selbstverständlich von
der biologischen Herkunft von diesem Fett, Behandlungen, die dieses
durchlaufen haben kann (Raffination), wie auch von der Natur des
Extraktionslösungsmittels
(Diethylether, Hexan) ab.
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Allgemein
kann der unverseifbare Anteil eines pflanzlichen Öls die folgenden
Bestandteile umfassen: Sterole und Methylsterole, Tocopherole (Vitamin
E) und Tocotrienole, Karotine (Provitamin A), andere terpenische
Verbindungen (triterpenische Alkohole), Wachse und Fettalkohole,
gesättigte
und ungesättigte
aliphatische Kohlenwasserstoffe und Squalen.
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Im
Mittel weisen die natürlichen
pflanzlichen Öle,
ausgewählt
unter Palmöl,
Maiskeimöl
und Rapsöl, welche
hinsichtlich unverseifbarem Material aufkonzentriert sind, Gehalte
an unverseifbarem Material zwischen 0,5 und 1,5% auf. Die verschiedenen
Bestandteile des unverseifbaren Anteils der pflanzlichen Öle haben
allesamt Molekülmassen
unter jenen der Triglyceride. Es ist folglich möglich, diese Verbindungen von
den Glyceriden zumindest teilweise abzutrennen, um ein an unverseifbarem
Material aufkonzentriertes pflanzliches Öl zu erhalten.
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Das
natürliche
pflanzliche Öl,
ausgewählt
unter Palmöl,
Maiskeimöl
und Rapsöl,
welches hinsichtlich unverseifbarem Material aufkonzentriert ist,
gemäß der Erfindung
kann in vorteilhafter Weise durch Molekulardestillation erhalten
werden.
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Die
Molekulardestillation (oder Kurzwegdestillation) ist ein physikalisches
Verfahren einer unter Hochvakuum (10–2 bis
10–3 mm
Hg) und bei hoher Temperatur (200–300°C) ausgeführten fraktionierten Verdampfung.
Diese Technik ist besonders angepasst für die Destillation von wärmeempfindlichen
Verbindungen, mit hohem Molekulargewicht und von geringer Flüchtigkeit
(Phytosterole, natürliche
Vitamine, Öle
und Fette, Aromastoffe...).
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Aus
praktischer Sicht wird die Molekulardestillation in Destillationsanlagen
vom Zentrifugentyp mit Drehscheiben oder von der Art, welche mit
einem abgeschabten Film arbeitet, ausgeführt.
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Dieses
Verfahren erlaubt insbesondere, Verfahrensschritte einer Trennung,
Reinigung, Entfärbung und
einer Desodorisierung auszuführen.
Diese Technik ist anerkannt als Mittel zur physischen Reinigung,
das in der Industrie der Aromastoffe und der Inhaltsstoffe (z. B.
Reinigung von natürlichem
Vitamin E) einsetzbar ist.
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Angewandt
auf die pflanzlichen Öle
erlaubt die Molekulardestillation, bevorzugt die leichtesten Verbindungen,
die diese bilden (unverseifbarer Anteil), zu extrahieren. Tatsächlich wird
der unverseifbare Anteil unter einem Hochvakuum und bei einer adäquaten Temperatur
verdampft, dann wieder kondensiert, was so das Destillat bildet.
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In
dem Falle der Destillation eines natürlichen pflanzlichen Öls wird
das Destillat als „hinsichtlich
unverseifbarem Material aufkonzentriertes pflanzliches Öl" bezeichnet; dieses
Destillat ist an unverseifbarem Material des Ausgangsöls aufkonzentriert
worden. Der Gehalt des aufkonzentrierten pflanzlichen Öls an unverseifbarem
Material kann das 10-fache des Gehalts des entsprechenden Ausgangsöls an unverseifbarem
Material erreichen.
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Diese
Anreicherung an unverseifbarem Material entspricht einer teilweisen
Eliminierung der Triglyceride.
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Es
ist außerdem
verifiziert worden, dass dieses Verfahren keinerlei chemische Modifizierung
oder Veränderung
der Verbindungen des unverseifbaren Anteils oder Materials mit sich
bringt und dass die stark ungesättigten
Fraktionen bewahrt bleiben. Folglich ist die Fettsäure-Verteilung des aufkonzentrierten
pflanzlichen Öls
identisch mit jener des pflanzlichen Öls vor der Aufkonzentrierung.
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Das
aufkonzentrierte natürliche
pflanzliche Öl
gemäß der Erfindung
wird vorzugsweise durch Molekulardestillation des entsprechenden
pflanzlichen Öls
unter den folgenden Bedingungen erhalten: Temperatur von 200 bis
280°C, Druck
von 10–3 bis
10–2 mmHg.
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Wie
zuvor angegeben, definieren sich die Ernährungseigenschaften des erfindungsgemäßen Nahrungsmittelbestandteils
auf der Ebene:
der Fettsäure-Bestandteile,
insbesondere Linolsäure
C18:2 (n-6) und Linolensäure
C18:3 (n-3), aber auch Ölsäure C18:1
(n-9), seines Gehalts an Vitamin E, seines Gehalts an Phytosterolen,
an Squalen und Karotinen.
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Ölsäure
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Neuere
Ernährungsuntersuchungen,
die insbesondere an Olivenöl
ausgeführt
worden sind (Mittelmeer-Diät),
haben die Rolle der Ölsäure beim
Stoffwechsel des zirkulierenden Cholesterols über die Lipoproteine LDL und
HDL gezeigt. Die Ölsäure führt zu einer
Verringerung des LDL-Cholesterols und gleichzeitig zu einer Erhöhung des
HDL-Cholesterols und dadurch zu einem Effekt einer Verringerung
des Atherogeneserisikos. Die Ölsäure ist
folglich an dem Schutz gegen die Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt.
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So
trägt der
erfindungsgemäße Nahrungsmittelbestandteil
zu einer Zufuhr von einfach ungesättigten Fettsäuren über die Ölsäure bei.
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Linolsäure
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Es
wurden sehr zahlreiche Ernährungsuntersuchungen
ausgeführt,
um die essentielle Rolle dieser Fettsäure zu zeigen.
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Die
Linolsäure
C18:2 (n-6) wird als unverzichtbare essentielle Fettsäure bezeichnet,
d. h. dass unser Organismus nicht in der Lage ist, diese ausgehend
von anderen Fettsäuren
zu synthetisieren. Sie ist die Vorstufe (oder Leitverbindung) der
Stoffwechselreihe der mehrfach unge sättigten, sogenannten n-6- oder ω6-Fettsäuren, die
aufgrund ihrer lebenswichtigen Funktionen für den Organismus ebenfalls „essentielle" Fettsäuren sind.
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Diese
Reihe von Fettsäuren
umfasst unter anderem die Arachidonsäure C20:4, die die Grundlage
für die
Synthese der Eicosanoide (Prostaglandine, Thromboxane und Leukotriene)
ist. Die Eicosanoide sind Moleküle
mit hoher biologischer Aktivität,
sogenannte oxygenierte chemische Vermittlersubstanzen, die an dem Mechanismus
der Plättchenaggregation
beteiligt sind. Die Eicosanoide sind auch an der Kontrolle der Plättchenaggregation
(Prostaglandin vom Typ I – oder
PG I – und
Thromboxan A – oder
TX.A –),
der Kontrolle der Nierenfunktion (PG.E, PG.F), den Entzündungs-
und Immunphänomenen
(Leukotriene vom Typ B – oder
LT.B) ... beteiligt.
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Die
Linolsäure
spielt eine hypocholesterinämische
Rolle.
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Außer ihrer
Stoffwechselrolle spielen die Linolsäure und die ungesättigten
Fettsäuren
der Reihe (n-6) eine strukturelle Rolle innerhalb der Zellmembranen
und sind an der Kontrolle des „Ordnungsgrads" der Membranen (üblicherweise
als „Fluidität" bezeichnet), welcher
die Aktivität
von bestimmten membranständigen
Enzymen, von Membranrezeptoren (beispielsweise die Hormone) u. s.
w. kontrolliert, beteiligt.
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Die
Linolsäure
ist ein besonders interessanter Fall, denn sie findet Eingang in
die Zusammensetzung der Acylceramide (Ceramid, dessen Fettsäure eine ω-hydroxylierte
Fettsäure
ist, wobei diese ω-OH-Gruppe stets
durch das COOH einer Linolsäure
verestert ist). Indem sie sich mit dem Proteinanteil der Korneozyten assoziieren,
spielen diese Acylceramide eine bestimmende Rolle bei der Barrierefunktion
der Epidermis (Kontrolle des Wasserverlusts), bei der Beschränkung des
Eindringens von die Haut angreifenden Mitteln. Als Beispiel besteht
bei der Akne, der atopischen Dermatitis und der Alterung ein Mangel
an den Ceramiden vom Typ 1.
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So
trägt der
erfindungsgemäße Nahrungsmittelbestandteil
zu der empfohlenen Zufuhr von Linolsäure über die Ernährung, die für den Organismus
unverzichtbar ist, bei, wenn das natürliche pflanzliche Öl aufkonzentriertes
Maiskeimöl
und aufkonzentriertes Rapsöl
ist.
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Vitamin E
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Die
Tocopherole weisen eine je nach ihrer Form variable Vitamin-Aktivität auf: die
Form α (alpha),
welche als Vitamin E bezeichnet wird, ist die aktivste, um insbesondere
die Alterung, die Photoalterung und die Photoimmundepression zu
bekämpfen,
denn sie ist auf Membranebene die am besten biologisch verfügbare, wobei
die Formen β (beta)
und γ (gamma)
eine Vitamin-Aktivität,
die praktisch null ist, aufweisen.
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Vitamin
E ist ein biologisches Antioxidationsmittel der mehrfach ungesättigten
Fettsäuren,
das hauptsächlich
auf der Ebene der Membranen und der Lipoproteine durch Einfang von
freien Radikalen wirkt. Es trägt dazu
bei, die Hautalterung zu verhüten.
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Es
werden andere Wirkungen für
Vitamin E aufgeführt:
- • Beteiligung
an der Verhütung
von bestimmten Krebserkrankungen,
- • Stimulation
der Immunantwort bei älteren
Menschen,
- • Verringerung
des Kataraktrisikos und Verzögerung
des Fortschreitens von neurovegetativen Erkrankungen.
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Ernährungsuntersuchungen
haben gezeigt, dass es keinen schweren Mangel oder Karenz an Vitamin E
in unseren Nahrungsmitteldiäten
gibt, dass aber in bestimmten Fällen
die Zufuhr unter der empfohlenen Tagesmenge (ETM), welche 10 mg α-T.E pro
Tag beträgt,
liegen kann.
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Die
hauptsächlichen
Nahrungsmittelquellen von Vitamin E sind die pflanzlichen Öle. Die
Tabelle I erlaubt, die Vitamin E-Zufuhr aus verschiedenen pflanzlichen
Speiseölen
zu vergleichen. Die meisten der pflanzlichen Öle sind von Natur aus reich
an Vitamin E, wobei Sonnenblumenöl
und Weizenkeimöl
privilegierte Quellen sind.
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Um
die empfohlene Tagesmenge zu erreichen, reicht es aus, etwa 1 g
bis 1,5 g des Nahrungsmittels gemäß der Erfindung oder 5 g Weizenkeimöl oder 15
g Sonnenblumenöl
pro Tag zu verzehren.
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TABELLE I
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Vergleich der Vitamin E-Zufuhr aus verschiedenen
pflanzlichen Ölen,
ausgedrückt
als mg α-Tocopherol-Äquivalent
(oder mg Vitamin E) pro 100 kcal
| | mg
Vit. E (mg α-T.E.)/100
g | mg
Vit. E (mg α-T.E.)/100
kcal |
| Weizenkeime | 135–225 | 15–25 |
| Sonnenblume | 45–90 | 5–10 |
| Mais | 27–45 | 3–5 |
| Raps | 13,5–27 | 1,5–3 |
| Soja | 9–30 | 1–3 |
- QUELLE: MANUEL DES CORPS GRAS (1992), ED.
TEC & DOC-LAVOISIER.
-
Die
pflanzlichen Öle,
die die an Vitamin E reichsten Quellen sind, und der erfindungsgemäße Nahrungsmittelbestandteil,
welcher an Vitamin E 10- bis 100-fach stärker aufkonzentriert ist als
die in großem
Umfang verzehrten pflanzlichen Öle:
Sonnenblume, Raps, Soja, Mais: der erfindungsgemäße Nahrungsmittelbestandteil
bildet eine an Vitamin E besonders reiche Quelle.
-
Die Phytosterole
-
Die
Phytosterole sind natürliche
pflanzliche Bestandteile unserer Ernährung, die in einer Konzentration von
0,1 bis 0,5% in den pflanzlichen Ölen vorhanden sind. Die tägliche Zufuhr
an gesamten Phytosterolen wird auf weniger als 500 mg, was im Mittel
200 bis 300 mg entspricht, geschätzt.
-
Die
Phytosterole, welche hauptsächliche
terpenische Bestandteile der unverseifbaren Materialien von Pflanzen
darstellen, haben eine Molekülstruktur,
welche Cholesterol mit verschiedenen Konfigurationen der Seitenkette
nahe kommt. Die Phytosterole werden durch die Darmschleimhaut praktisch
nicht absorbiert; beispielsweise macht die Absorption von β Sitosterol
aus der Nahrung lediglich 5% der Zufuhr aus.
-
Seit
den fünfziger
Jahren ist die hypocholesterinämische
Wirkung der Phytosterole bekannt.
-
Die
Hypothese des Wirkungsmechanismus ist die folgende: die Phytosterole
rufen eine Verringerung der Absorption des Cholesterols durch Kompetition
mit diesem Letzteren hinsichtlich dessen Solubilisierung innerhalb
der Mizellen von Gallensalzen im Darm (Jejunum) hervor. Eine andere
vorgeschlagene Hypothese ist die Wirkung der Phytosterole auf bestimmte
Enzyme des Fettstoffwechsels.
-
Am
Tier und am Menschen ausgeführte
Untersuchungen unterstützen
in ihrer großen
Mehrzahl den Nutzen der Phytosterole bei der Verhütung der
Hypercholesterinämie
oder als ein Mittel zum Kontrollieren einer leichten Hypercholesterinämie.
-
Außerdem wirken
die Phytosterole auf die Exkretion der Gallensalze, was ihre Wirkung
bei der Verhütung
von kolorektalen Krebserkrankungen erklären könnte, wobei diese Hypothese
ergänzende
Untersuchungen erfordert.
-
Es
ist gleichfalls erwähnt
worden, dass die Phytosterole eine Verringerung des Blut-Cholesterols (LDL) und
eine leichte Erhöhung
der Synthese und der Exkretion des endogenen Cholesterols zur Folge
haben.
-
Die
Phytosterole könnten
an anderen biologischen Prozessen beteiligt sein: es werden gegenwärtig untersucht:
- • Inhibition
der Zellproliferation,
- • östrogene
Aktivität,
- • antivirale
Aktivität.
-
Alle
an den Phytosterolen ausgeführte
Ernährungsuntersuchungen
zeigen, dass eine ergänzende
Versorgung mit 0,8 bis 3 g/Tag (je nach der Population und den Zielen,
auf welche abgezielt wird) Phytosterolen das Gesamt-Cholesterol
und das LDL-Cholesterol verringert. Es wird keine signifikante schädliche Wirkung
erwähnt
und es wird keine maximale Sicherheitsdosis für die Phytosterole angegeben.
-
Schließlich kann
der erfindungsgemäße Nahrungsmittelbestandteit
den auf die Ernährung
bezogenen Nutzen einer Zufuhr von Linolsäure C18:2 (n-6) und von Linolensäure C18:3
(n-3), essentiellen Fettsäuren,
die für
unseren Organismus unverzichtbar sind, aufweisen; er ist gleichfalls
eine Nahrungsmittelquelle für Ölsäure C18:1
(n-9). Unter diesem Gesichtspunkt ist das im Rahmen der Erfindung
eingesetzte, an unverseifbarem Material aufkonzentrierte Öl im Wesentlichen
zu dem pflanzlichen Ausgangsöl äquivalent.
-
Der
erfindungsgemäße Nahrungsmittelbestandteil
weist auch den auf die Ernährung
bezogenen Nutzen auf, dass er eine privilegierte Quelle von Phytosterolen,
deren hypocholesterinämische
Wirkung heutzutage bekannt ist, ist.
-
Schließlich ist
der erfindungsgemäße Nahrungsmittelbestandteil
eine an Vitamin E aufkonzentrierte Nahrungsmittelquelle, welche
erlaubt, die ETM für
dieses fettlösliche
Vitamin abzudecken.
-
So
ist der erfindungsgemäße Nahrungsmittelbestandteil
kein in großen
Mengen verzehrtes Nahrungsmittel, sondern vielmehr ein Nahrungsmittelbestandteil,
dessen Einfluss auf die Ernährung
eine Ergänzung
von unserem Ernährungsplan
mit Vitamin E und mit Phytosterolen darstellt.
-
VERFAHREN
-
Das
natürliche
pflanzliche Öl,
ausgewählt
unter Palmolein, Maiskeimöl
und Rapsöl,
welches an unverseifbarem Material angereichert ist, wird vorzugsweise
gemäß der folgenden
Vorgehensweise hergestellt.
-
Das
unter Palmolein, Maiskeimöl
und Rapsöl
ausgewählte
natürliche
pflanzliche Speiseöl,
welches aus einem Aufbewahrungsbehälter aus rostfreiem Stahl oder
aus einem inerten Material (z. B. Email) stammt und unter Stickstoff
gelagert wurde, wird in Richtung eines kontinuierlichen Entgasers
gepumpt. Dieses Gerät ist
ein Dünnschichtverdampfer
der Art, welche mit einem abwärts
fallenden Film arbeitet. Dieser Verfahrensschritt hat zum Ziel,
vor der Destillation die etwaigen Spuren von Wasser und von gelösten Gasen
(Stickstoff, Sauerstoff und Kohlendioxid...) in dem zu behandelnden
Material zu entfernen.
-
Das
entgaste Öl
wird dann in Richtung des Molekulardestillationsgeräts gepumpt.
Dieses Gerät
bedient sich einer Technologie vom Zentrifugentyp und weist eine
maximale Destillationskapazität
von 180 kg pro Stunde auf. Der Destillationsraum besteht aus den
folgenden hauptsächlichen
Elementen:
- – einem kreisrunden konischen
Rotor von 90 cm Durchmesser,
- – einer
Schlange für
die Zirkulation von entmineralisiertem Wasser (Kondensator),
- – zwei
Ausflüssen
für die
Gewinnung des Rückstands
und des Destillats,
- – einem
Induktionserwärmungssystem,
- – einer
Vakuumglocke.
-
Die
Vakuumeinheit besteht ihrerseits aus einer Drehschieberpumpe (primäres Vakuum)
und einer Öldiffusionspumpe
(molekulares Vakuum).
-
Im
Zentrum des unter Vakuum stehenden Raums wird das vorab entgaste Öl kontinuierlich
mit Hilfe einer Versorgungsleitung im Zentrum des Rotors verteilt.
Dank der durch den Rotor (Drehteller) ausgeübten Zentrifugalkraft wird
das entgaste Öl
gleichförmig
in Form eines Films auf der Oberfläche des Rotors verteilt.
-
Die
Oberfläche
des Drehtellers wird durch Induktion erwärmt, wodurch die unverzügliche Verdampfung
des unverseifbaren Anteils (leichte Bestandteile) des entgasten Öls ermöglicht wird.
Die Dämpfe
von unverseifbarem Material werden unverzüglich mit Hilfe einer Schlange
für die
Zirkulation von Wasser an den Wänden
der Glocke kondensiert, wohingegen der Rückstand durch einen Ausfluss
zu der Peripherie des Rotors geführt
wird.
-
Schließlich wird
das Verfahren so geführt,
dass die ernährungsbezogenen
Qualitäten
des erfindungsgemäßen Nahrungsmittels,
insbesondere die ungesättigten
Fettsäuren,
Vitamin E und die Sterole, erhalten bleiben.
-
BEISPIELE
-
Beispiel 1: Herstellung von aufkonzentrierten
pflanzlichen Ölen
und ihre Zusammensetzung
-
Die Öle 1.1 bis
1.4 wurden durch Molekulardestillation hergestellt, das unverseifbare
Material wird bei einer Temperatur von 230°C und unter Hochvakuum von 10–3 mm
Hg verdampft. Die Erwärmungsdauer
während
der Molekulardestillation ist extrem kurz in der Größenordnung
von 1/10 Sekunde, wodurch der thermische Abbau des unverseifbaren
Anteils vermieden wird.
-
Das
an unverseifbarem Material angereicherte Destillat wird beim Austritt
aus dem Destillationsgerät abgekühlt, dann
vor Licht geschützt
unter Stickstoff aufbewahrt.
-
Das
an unverseifbarem Material angereicherte Destillat kann einen Desodorisierungsschritt
unter Vakuum (3 mm Hg) mit Injektion von 5% Dampf bei 130°C während 2
h durchlaufen. Dieser Desodorisierungsschritt ist von der gleichen
Art wie jener, der während
der Raffination von pflanzlichen Speiseölen ausgeführt wird. Das desodorisierte
Destillat wird dann unter Stickstoff bei 100°C während einer Stunde getrocknet.
-
1.1. SONNENBLUMENÖL. (nicht beansprucht)
-
1) QUALITÄT
-
Es
handelt sich um ein durch Molekulardestillation hinsichtlich unverseifbarem
Material aufkonzentriertes Sonnenblumenöl, dessen Erscheinungsbild
bei Umgebungstemperatur flüssig
ist (leichte Trübung
möglich).
Seine Farbe ist blassgelb und sein Geruch ist relativ schwach. Die
Säurezahl
von diesem Öl
ist max. 6,0 mg KOH/g und seine Peroxidzahl beträgt max. 10 mÄqu. aktives
O2/kg.
-
2) ZUSAMMENSETZUNG
-
A. Fettsäuren
| Palmitinsäure | C16 | 5
bis 12% |
| Stearinsäure | C18 | 1
bis 10% |
| Ölsäure | C18' | 14
bis 35% |
| Linolsäure | C18'' | 55
bis 75% |
| Linolensäure | C18''' | < 0,5% |
| Ungesättigte Fettsäuren
GESAMT | | > 70% |
| B.
Gehalt an unverseifbarem Material | :
5 bis 10 g/100 g |
| C.
Gehalt an Sterolen | : > 3,5 g/100 g |
| Zusammensetzung
an Sterolen | :
40% bis 65% β-Sitosterol |
| | : < 1% Brassicasterol |
| D.
Gehalt an Tocopherolen | : > 800 mg/100 g |
| Zusammensetzung
an Tocopherolen | : > 90% α-Tocopherol |
-
1.2. RAPSÖL.
-
1) QUALITÄT
-
Es
handelt sich hier um ein durch Molekulardestillation hinsichtlich
unverseifbarem Material aufkonzentriertes Rapsöl, dessen Erscheinungsbild
bei Umgebungstemperatur jenes eines halbflüssigen Fetts, dessen Farbe
hellgelb ist und dessen Geruch relativ schwach ist, ist. Die Säurezahl
von diesem Rapsöl
ist max. 6 mg KOH/g und seine Peroxidzahl beträgt max. 10 mÄqu. aktives
O2/kg.
-
2) ZUSAMMENSETZUNG
-
A. Fettsäuren
| Palmitinsäure | C16 | 3
bis 8% |
| Stearinsäure | C18 | 0,8
bis 2,5% |
| Ölsäure | C18' | 50–70% |
| Linolsäure | C18'' | 15
bis 28% |
| Linolensäure | C18''' | 6
bis 14% |
| Erucasäure | C22' | < 5% |
| Ungesättigte Fettsäuren
GESAMT | | > 75% |
| B.
Gehalt an unverseifbarem Material | :
7 bis 11 g/100 g |
| C.
Gehalt an Sterolen | : > 5 g/100 g |
| Zusammensetzung
an Sterolen | :
40 bis 61% β-Sitosterol |
| | : > 5% Brassicasterol |
| D.
Gehalt an Tocopherolen | : > 800 mg/100 g |
| Zusammensetzung
an Tocopherolen | : > 30 bis 50% α-Tocopherol |
-
1.3. MAISKEIMÖL.
-
1) QUALITÄT
-
Es
handelt sich hier um ein durch Molekulardestillation hinsichtlich
unverseifbarem Material aufkonzentriertes Maiskeimöl, dessen
Erscheinungsbild bei Umgebungstemperatur flüssig ist, wobei es suspendierte Kristalle
aufweisen kann. Seine Farbe ist goldgelb und sein Geruch ist relativ
schwach. Die Säurezahl
von diesem Maiskeimöl
Maiskeimöl
ist max. 6,0 mg KOH/g und seine Peroxidzahl beträgt max. 10,0 mÄqu. aktives O2/kg.
-
2) ZUSAMMENSETZUNG
-
A. Fettsäuren
| Palmitinsäure | C16 | 10
bis 20% |
| Stearinsäure | C18 | < 3,3% |
| Ölsäure | C18:1 | 20,0
bis 42,2% |
| Linolsäure | C18:2 | 34,0
bis 65,6% |
| α-Linolensäure | C18:3 | < 2,0% |
| Ungesättigte Fettsäuren
GESAMT | | > 70,0% |
| B.
Gehalt an unverseifbarem Material | :
9 bis 15 g/100 g |
| C.
Gehalt an Sterolen | : > 7 g/100 g |
| Zusammensetzung
an Sterolen | :
55,0 bis 66,0% β-Sitosterol |
| | : < 1 % Brassicasterol |
| D.
Gehalt an Tocopherolen | : ≥ 1300 mg/100
g |
| Zusammensetzung
an Tocopherolen | :
68,0 bis 89% γ-Tocopherol |
-
1.4. PALMOLEIN
-
1) QUALITÄT
-
Es
handelt sich hier um ein durch Molekulardestillation hinsichtlich
unverseifbarem Material aufkonzentriertes Palmolein, dessen Erscheinungsbild
bei Umgebungstemperatur jenes eines Fettes mit cremefarbener Farbe
und schwachem Geruch ist. Die Säurezahl
von diesem Palmolein ist max. 6,0 mg KOH/g und seine Peroxidzahl
beträgt
max. 10,0 mÄqu.
aktives O2/ kg.
-
2) ZUSAMMENSETZUNG
-
A. Fettsäuren
| Palmitinsäure | C16 | 39,0
bis 47,5% |
| Stearinsäure | C18 | 3,5
bis 6,0% |
| Ölsäure | C18:1 | 36,0
bis 44,0% |
| Linolsäure | C18:2 | 9,0
bis 12,0% |
| α-Linolensäure | C18:3 | < 0,5% |
| Ungesättigte Fettsäuren
GESAMT | | > 50,0% |
| B.
Gehalt an unverseifbarem Material | :
5 bis 10 g/100 g |
| C.
Gehalt an Sterolen, triterpenischen Alkoholen und Methylsterolen | : > 2 g/100 g |
| Zusammensetzung
an Sterolen | :
50,0 bis 62,0% β-Sitosterol |
| | : < 1% Brassicasterol |
| D.
Gehalt an Tocopherolen und Tocotrienolen | : > 1000 mg/100 g |
| Gehalt
an Tocopherolen | : > 300 mg/100 g |
| Zusammensetzung
an Tocopherolen | : > 80% α-Tocopherol |
| Gehalt
an Tocotrienolen | : > 700 mg/100 g |
| Zusammensetzung
an Tocotrienolen | : > 45,0% γ-Tocotrienol |
-
Beispiel 2: Beispiele für Nahrungsmittelanwendungen
der aufkonzentrierten pflanzlichen Öle der Erfindung
-
2.1. HERSTELLUNG VON TROCKENEN KEKSEN
(NICHT BEANSPRUCHT) mit 2 und 10,6% an unverseifbarem Material
aufkonzentriertem Sonnenblumenöl
Sandteigherstellungsverfahren
-
A. REZEPTUR
| | Zubereitung
mit 2% | Zubereitung
mit 10,6% |
| Mehl | 1500 | 62,5 | 1500 | 62,5 |
| Margarine | 207 | 8,6 | 0 | 0 |
| Sonnenblumenöl* | 48 | 2,0 | 255 | 10,6 |
| Zucker | 297 | 12,4 | 297 | 12,4 |
| Milchpulver | 30 | 1,3 | 30 | 1,3 |
| Salz | 9 | 0,4 | 9 | 0,4 |
| Wasser | 255 | 10,6 | 255 | 10,6 |
| Backpulver | 9 | 0,4 | 9 | 0,4 |
| Vollei | 45 | 1,9 | 45 | 1,9 |
| GESAMT | 2400 | 100 | 2400 | 100 |
- (*): aufkonzentriertes Sonnenblumenöl des Beispiels
1.1
-
B. VORGEHENSWEISE
-
Das
aufkonzentrierte Sonnenblumenöl
und die Margarine werden in einer Knetschale aus rostfreiem Stahl
auf 20°C
gebracht und werden eine Minute bei einer Geschwindigkeit von 75
Umdrehungen/min gemischt. Das Salz, der Zucker, das Ei, das Backpulver
und das Mehl werden zugesetzt; das Ganze wird 5 min bei einer Geschwindigkeit
von 75 Umdrehungen/min gemischt. Man setzt das Wasser bei 20°C zu und
das Ganze wird 3 min bei einer Geschwindigkeit von 75 Umdrehungen/min
gemischt.
-
Der
so erhaltene Teig wird in Kekse aufgeteilt, die dann auf eine Metallplatte
gelegt werden. Die Kekse werden in einem belüfteten Ofen bei 160°C 11 min
gebacken.
-
Der
Keks mit 2% aufkonzentriertem Sonnenblumenöl ist zu 20 mg/100 g an nativem
Vitamin E und zu 100 mg/100 g an nativen Phytosterolen des Sonnenblumenöls, das
als Ausgangsmaterial eingesetzt worden ist, angereichert.
-
Der
Keks mit 10,6% aufkonzentriertem Sonnenblumenöl ist zu 100 mg/100 g an nativem
Vitamin E und zu 530 mg/100 g an nativen Phytosterolen des Sonnenblumenöls, das
als Ausgangsmaterial eingesetzt worden ist, angereichert.
-
2.2. HERSTELLUNG VON TROCKENEN KEKSEN mit
2 und 10,6% an unverseifbarem Material aufkonzentriertem Rapsöl Emulgierverfahren
-
A. REZEPTUR
| | Zubereitung
mit 2% | Zubereitung
mit 10,6% |
| Mehl | 1500 | 62,5 | 1500 | 62,5 |
| Margarine | 207 | 8,6 | 0 | 0 |
| Rapsöl* | 48 | 2,0 | 255 | 10,6 |
| Zucker | 297 | 12,4 | 297 | 12,4 |
| Milchpulver | 30 | 1,3 | 30 | 1,3 |
| Salz | 9 | 0,4 | 9 | 0,4 |
| Wasser | 255 | 10,6 | 255 | 10,6 |
| Backpulver | 9 | 0,4 | 9 | 0,4 |
| Vollei | 45 | 1,9 | 45 | 1,9 |
| GESAMT | 2400 | 100 | 2400 | 100 |
- (*): aufkonzentriertes Rapsöl des Beispiels
1.2
-
B. VORGEHENSWEISE
-
Das
aufkonzentrierte Rapsöl
und die Margarine werden in einer Knetschale aus rostfreiem Stahl
auf 20°C
gebracht und werden eine Minute bei einer Geschwindigkeit von 75
Umdrehungen/min gemischt. Das Salz, der Zucker, das Ei werden zugesetzt;
das Ganze wird eine Minute bei einer Geschwindigkeit von 102 Umdrehungen/min
gemischt.
-
Man
setzt das Wasser bei 40°C
auf zweimal zu; das Ganze wird bis zur Erzielung einer homogenen pommadenartigen
Emulsion mit einer Geschwindigkeit von 102 Umdrehungen/min gemischt.
Das Mehl und das Backpulver werden zugesetzt; das Ganze wird 1 min
bei einer Geschwindigkeit von 75 Umdrehungen/min gemischt.
-
Der
so erhaltene Teig wird in Kekse aufgeteilt, die dann auf eine Metallplatte
gelegt werden. Die Kekse werden in einem belüfteten Ofen bei 160°C 11 min
gebacken.
-
Der
Keks mit 2% aufkonzentriertem Rapsöl ist zu 10 mg/100 g an nativem
Vitamin E, zu 140 mg/100 g an nativen Phytosterolen des Rapsöls, das
als Ausgangsmaterial eingesetzt worden ist, und zu 160 mg/100 g
an Linolenfettsäure
(C18:3 n-3 oder ω3)
angereichert.
-
Der
Keks mit 10,6% aufkonzentriertem Rapsöl ist zu 50 mg/100 g an nativem
Vitamin E, zu 740 mg/100 g an nativen Phytosterolen des Rapsöls, das
als Ausgangsmaterial eingesetzt worden ist, und zu 850 mg/100 g
an Linolenfettsäure
(C18:3 n-3 oder ω3)
angereichert.
-
2.3. HERSTELLUNG EINER SALATSAUCE (NICHT
BEANSPRUCHT) mit 2 und 10% an unverseifbarem Material aufkonzentriertem
Sonnenblumenöl
Verfahren unter Vakuum mit Pasteurisierung
-
A. REZEPTUR
| | Zubereitung
mit 2% | Zubereitung
mit 10% |
| Pflanzenöl | 480 | 48 | 400 | 40 |
| Sonnenblumenöl* | 20 | 2 | 100 | 10 |
| Serumprotein | 10 | 1 | 10 | 1 |
| Alkoholessig | 55 | 5,5 | 55 | 5,5 |
| Senf | 40 | 4 | 40 | 4 |
| Pfeffer | 1 | 0,1 | 1 | 0,1 |
| Salz | 10 | 1 | 10 | 1 |
| Sorbat | 1 | 0,1 | 1 | 0,1 |
| Stärke | 20 | 2 | 20 | 2 |
| Xanthan-Guar | 2,5 | 0,25 | 2,5 | 0,25 |
| Wasser | 360,5 | 36,05 | 360,5 | 36,05 |
| GESAMT | 1000 | 100 | 1000 | 100 |
- (*): aufkonzentriertes Sonnenblumenöl des Beispiels
1.1
-
B. VORGEHENSWEISE
-
Die
Pulver (Serumprotein, Pfeffer, Salz, Sorbat, Stärke, Xanthan-Guar) werden in
einen Stephan aus rostfreiem Stahl eingefüllt; das Ganze wird mit Wasser
eine Minute bei 1500 Umdrehungen/min unter Vakuum gemischt.
-
Das
Konzentrat von Sonnenblumenöl
und das Sonnenblumenöl
werden zu der Zubereitung auf 4 Mal in einer Menge von einer Dosis
jede Minute zugegeben. Der Essig und der Senf werden zugegeben;
das Ganze wird 20 s gemischt.
-
Die
Salatsauce wird luftdicht verpackt und in einem Wasserbad 2 h bei
80°C pasteurisiert.
-
Die
Salatsauce mit 2% aufkonzentriertem Sonnenblumenöl ist zu 20 mg/100 g an nativem
Vitamin E und zu 100 mg/100 g an nativen Phytosterolen des Sonnenblumenöls, das
als Ausgangsmaterial eingesetzt worden ist, angereichert.
-
Die
Salatsauce mit 10% aufkonzentriertem Sonnenblumenöl ist zu
100 mg/100 g an nativem Vitamin E und zu 500 mg/100 g an nativen
Phytosterolen des Sonnenblumenöls,
das als Ausgangsmaterial eingesetzt worden ist, angereichert.
-
2.4. HERSTELLUNG EINER SALATSAUCE mit
2 und 10% Rapsöl-Konzentrat
Verfahren an der Luft mit Pasteurisierung oder Sterilisation oder
Einfrieren
-
A. REZEPTUR
| | Zubereitung
mit 2% | Zubereitung
mit 10% |
| Pflanzenöl | 480 | 48 | 400 | 40 |
| Rapsöl* | 20 | 2 | 100 | 10 |
| Serumprotein | 10 | 1 | 10 | 1 |
| Alkoholessig | 55 | 5,5 | 55 | 5,5 |
| Senf | 40 | 4 | 40 | 4 |
| Pfeffer | 1 | 0,1 | 1 | 0,1 |
| Salz | 10 | 1 | 10 | 1 |
| Sorbat | 1 | 0,1 | 1 | 0,1 |
| Vorgelierte
Stärke
126 16 | 20 | 2 | 20 | 2 |
| Xanthan-Guar
CX 391 | 2,5 | 0,25 | 2,5 | 0,25 |
| Wasser | 360,5 | 36,05 | 360,5 | 36,05 |
| GESAMT | 1000 | 100 | 1000 | 100 |
- (*): aufkonzentriertes Sonnenblumenöl des Beispiels
1.1
-
B. VORGEHENSWEISE
-
Die
Pulver (Serumprotein, Pfeffer, Salz, Sorbat, vorgelierte Stärke, Xanthan-Guar)
werden in einen Stephan aus rostfreiem Stahl eingefüllt; das
Ganze wird mit dem Wasser eine Minute bei 1500 Umdrehungen/min an
der Luft gemischt.
-
Das
aufkonzentrierte Rapsöl
und das Pflanzenöl
werden zu der Zubereitung auf 4 Mal in einer Menge von einer Dosis
jede Minute zugegeben. Der Essig und der Senf werden zugegeben;
das Ganze wird 20 s gemischt.
-
Die
Salatsauce wird verpackt, dann in einem Wasserbad 2 h bei 80°C pasteurisiert
oder in einem rotierenden Autoklaven 40 min bei 112°C sterilisiert
oder in einem Gefrierschrank bei –18°C eingefroren.
-
Die
Salatsauce mit 2% aufkonzentriertem Rapsöl ist zu 10 mg/100 g an nativem
Vitamin E und zu 140 mg/100 g an nativen Phytosterolen des Rapsöls, das
als Ausgangsmaterial eingesetzt worden ist, und zu 160 mg/100 g
an Linolenfettsäure
(C18:3 n-3 oder ω3)
angereichert.
-
Die
Salatsauce mit 10% aufkonzentriertem Rapsöl ist zu 50 mg/100 g an nativem
Vitamin E und zu 700 mg/100 g an nativen Phytosterolen des Rapsöls, das
als Ausgangsmaterial eingesetzt worden ist, und zu 800 mg/100 g
an Linolenfettsäure
(C18:3 n-3 oder ω3)
angereichert.
-
Die
aufkonzentrierten pflanzlichen Öle
gemäß der Erfindung,
die als Nahrungsmittelbestandteil eingesetzt werden, wie auch die
Nahrungsmittelzusammensetzungen und Nahrungsergänzungsmittel, die dieses aufkonzentrierte
pflanzliche Öl
gemäß der Erfindung
enthalten, weisen hypocholesterinämische Eigenschaften auf, entfalten
Wirksamkeit bei der Verhütung
von bestimmten Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
bei der Stimulation der Immunantwort bei älteren Menschen, bei der Verringerung
des Kataraktrisikos und bei der Verzögerung des Fortschreitens von
neurovegetativen Erkrankungen wie auch bei der Verhütung der
Hautalterung, der Photoalterung und der Photoimmundepression.