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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Kohlenstoffmaterial, das eine
spezielle Form besitzt zur Verwendung als Rohstoff für eine Vielzahl
von Kohlenstoffmaterialprodukten, und ein Verfahren zur Herstellung
von diesem.
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Kohlenstoffmaterialprodukte
werden in bemerkenswert weiten Bereichen eingesetzt, das heißt, sie
werden in der Elektrochemie, etwa als Brennstoffzelle oder Elektrode
zum Elektroerodieren, in der Elektrizität, etwa als Stromabnehmer,
in der Metallurgie, etwa als Tiegel- oder Schiffchen-Material, und
in Maschinen, etwa als Abdichtung, eingesetzt und außerdem in
einem Kernreaktor, als Aktivkohle und ähnliches eingesetzt. Daher
werden sie ständig
weiter entwickelt.
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Herkömmlicherweise
werden Kohlenstoffmaterialprodukte für gewöhnlich durch Mischen von aggregiertem
Koks mit einem Bindemittel und Formen, Calcinieren oder Graphitieren
der Mischung hergestellt. In diesem Fall verkompliziert das Mischen
des aggregierten Koks und des Bindemittels die Arbeitsschritte und
verschlechtert das Arbeitsumfeld. Da zudem das aggregierte Koks
selbst porös
ist und da Kohlenteer-Pech oder synthetische Harze, die als Bindemittel
verwendet werden, während
des Calcinierens viele Poren verursachen, ist es schwierig, ein
Kohlenstoffmaterialprodukt hoher Dichte herzustellen.
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Unter
den obigen Umständen
wird die Herstellung eines Kohlenstoffmaterials hoher Dichte ohne
Verwendung eines Bindemittels untersucht. Als Herstellungsverfahren
eines Kohlenstoffmaterials hoher Dichte ohne Bindemittel offenbart
JP-B-60-25364 ein Verfahren, das eine
Wärmebehandlung
von Kohlenteer-Pech, ein Abtrennen optisch anisotroper kleiner Kügelchen
mit einem Lösungsmittel
in dem obigen Schritt der Wärmebehandlung
und anschließend
ein Calcinieren der optisch anisotropen kleinen Kügelchen
unter einer Inertgasatmosphäre
umfasst.
JP-B-1-27968 offenbart
ein Verfahren, das ein Abtrennen eines Feststoffs aus einem Reaktionsprodukt,
welches durch Wärmebehandlung von
Kohlenteer mit einer Trennzentrifuge erhalten wurde, und ein Waschen
des Feststoffs, um feine Kohlenstoffpartikel herzustellen, umfasst.
JP-B-3-61604 offenbart
ein Verfahren, das eine Wärmebehandlung
von Kohlenteer-Pech, die Durchführung
einer Extraktion mit einem Lösungsmittel,
die Durchführung
einer Filtration und ein Calcinieren der unlöslichen Bestandteile unter
einer Inertgasatmosphäre
umfasst.
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Des
Weiteren offenbart
JP-A-7-286181 die Verwendung
eines geneigten Reaktors zur kontinuierlichen Herstellung eines
granularen oder pulvrigen wärmebehandelten
Produkts, wie etwa Pech oder Schweröl.
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JP-A-2271908 betrifft
die Zubereitung eines Kohlenstoffmaterials hoher Dichte und hoher
Festigkeit. Zum Zeitpunkt des Mischens von selbst-sinternden kohlenstoffhaltigen
Mesophasen-Mikrokügelchen,
Kohlenstoffpulver und einem Sintermittel wird das Sintermittel in
einem organischen Lösungsmittel aufgelöst und die
Lösung
mit den Materialien vermischt.
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JP-A-3187908 betrifft
eine Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit und der Dispersionsstabilität durch
Beschichten der Oberfläche
von kugelförmigen
Partikeln, die Phenolharz oder Naphthalinharz umfassen, mit Mesophasen-Pech-Schüttgut mittels eines
mechano-chemischen Verfahrens, Wärmebehandung
und Brennen unter vorgegebenen Bedingungen.
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US-A-5779880 betrifft
ein elektrorheologisches Fluid, das aus einer dispergierten Phase
eines kohlenstoffhaltigen Pulvers besteht, welches einen Sauerstoffgehalt
von mehr als 10 Gew.-%, aber nicht mehr als 20 Gew.-% aufweist,
und das einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 0,01 bis
100 μm aufweist.
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EP-A-575748 betrifft
selbst-adhäsive
kohlenstoffhaltige Körner,
die ein Verhältnis
von Wasserstoff-zu-Kohlenstoff-Atomen von 0,48 bis 0,59 und ein
Verhältnis
von Sauerstoff-zu-Kohlenstoff-Atomen von 0,01 bis 0,10 aufweisen.
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Herkömmliche
Herstellungsverfahren eines Kohlenstoffmaterials hoher Dichte können optisch anisotrope
kleine Kügelchen
(Mesophasen-Kohlenstoff-Mikrokügelchen)
oder feine Kohlenstoffpartikel ergeben. Bei diesen Verfahren ist
jedoch ein hohes Maß an
thermischer Energie erforderlich, und die Trenn- und Waschschritte
sind kompliziert. Somit besitzen diese Verfahren Nachteile bei der
gewerblichen Anwendung. Da außerdem
kugelförmige
Materialien eine geringe spezifische Oberfläche aufweisen, ist es schwierig,
die kugelförmigen
Materialien zu formen, so dass es schwierig ist, ein Kohlenstoffmaterial
hoher Dichte zu erhalten. Außerdem
gehen feine Kohlenstoffpartikel mit einer Staubbildung in hohem
Ausmaß einher,
was die Handhabungseigenschaften verschlechtert, und daher ist es
schwierig, effizient ein Kohlenstoffmaterial hoher Dichte zu erhalten.
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Die
Erfinder des Vorliegenden haben sorgsame Untersuchungen hinsichtlich
eines Kohlenstoffmaterials, das die obigen Probleme aufweist, durchgeführt. Als
Ergebnis wurde herausgefunden, dass ein Kohlenstoffmaterial, das
Partikel umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen,
einfach durch Rühren
zuvor erhitzter kohlenstoffhaltiger Partikel und tröpfchenweise
Zugabe von Mesophasen-Pech unter leicht oxidierender Atmosphäre erhalten
wird. Das Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasst, die eine grobe
granulare Oberfläche
aufweisen, zeigt fast keine Staubbildung und besitzt ausgezeichnete
Handhabungseigenschaften, so dass ein Kohlenstoffmaterialprodukt
effizient hergestellt werden kann.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Kohlenstoffmaterial
bereitzustellen, das eine Form aufweist, die dazu geeignet ist,
effizient eine Vielzahl von Kohlenstoffmaterialprodukten zu erhalten,
und ein Verfahren zur Herstellung dieser.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Kohlenstoffmaterial bereitgestellt, das aus Mesophasen-Pech
als Hauptrohstoff stammt, wobei dieses Kohlenstoffmaterial Partikel
umfasst, die aus einem Kernpartikel und mindestens zwei granularen,
kohlenstoffhaltigen, daraus hervortretenden Vorsprüngen bestehen,
wobei die Vor sprünge
einen Durchmesser haben, der nicht größer als der Mindestdurchmesser
der Partikel ist, wobei das Kohlenstoffmaterial einen Sauerstoffgehalt
von 0,1 Gew.-% oder mehr aufweist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Kohlenstoffmaterials
bereitgestellt, wobei dieses Verfahren umfasst:
- (a)
Erhitzen kohlenstoffhaltiger Partikel auf 200 bis 600°C in einer
Inertgas-Atmosphäre unter Rühren;
- (b) Änderung
der Inertgas-Atmosphäre
in eine oxidierende Atmosphäre,
die mindestens 0,1 Mol-% Sauerstoff und/oder NO2 enthält;
- (c) Zugabe von Mesophasen-Pech in festem Zustand oder in geschmolzenem
Zustand zu den kohlenstoffhaltigen Partikeln während gerührt wird, und
- (d) Rühren
des so erhaltenen Gemisches bei einer Temperatur zwischen 200 und
600°C.
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Üblicherweise
wird das Kohlenstoffmaterial bei dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung durch kontinuierliche Zugabe des Mesophasen-Pechs kontinuierlich
hergestellt.
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Des
Weiteren kann das Kohlenstoffmaterial bei dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung durch kontinuierliche Zugabe der kohlenstoffhaltigen Partikel
zusammen mit der kontinuierlichen Zugabe des Mesophasen-Pechs kontinuierlich
hergestellt werden.
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Beim
Verfahren der vorliegenden Erfindung werden die kohlenstoffhaltigen
Partikel üblicherweise aus
dem Mesophasen-Pech hergestellt.
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Des
Weiteren werden bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung die
kohlenstoffhaltigen Partikel üblicherweise
aus einem kohlenstoffhaltigen Stoff gebildet, der bei einer Temperatur,
die sich von einer Temperatur, bei der das Mesophasen-Pech hergestellt
wird, unterscheidet, nicht geschmolzen ist.
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1 zeigt
ein Beispiel eines Batch-Reaktors, der verwendet wird zur Herstellung
des Kohlenstoffmaterials, das Partikel umfasst, die eine grobe granulare
Oberfläche
aufweisen, wie es durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt
wird.
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2 zeigt
ein Beispiel eines kontinuierlichen Reaktors, der verwendet wird
zur Herstellung des Kohlenstoffmaterials, das Partikel umfasst,
die eine grobe granulare Oberfläche
besitzen, wie es durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt
wird.
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3 zeigt
eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme des Kohlenstoffmaterials,
das Partikel umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen,
die in Beispiel 1 erhalten wurden.
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Das
Mesophasen-Pech, das als Rohstoff bei der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, kann ausgewählt
sein aus Erdölpech,
Kohlepech oder synthetischem Pech. Von diesen wird vorzugsweise
synthetisches Pech verwendet, das durch Polymerisation eines kondensierten
polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffs, wie etwa Naphthalin,
Methylnaphthalin, Anthracen, Phenanthren, Acenaphthen, Acenaphthylen
oder Pyren, oder einem Material, das einen kondensierten polycyclischen
aromatischen Kohlenwasserstoff enthält, in Gegenwart von Fluorwasserstoff
und Bortrifluorid erhalten wird. Das obige Mesophasen-Pech weist
vorzugsweise einen Erweichungspunkt von mindestens 150°C gemäß einem Fließtestverfahren
und einen optisch anisotropen Gehalt von mindestens 50% gemäß Betrachtung
unter einem polarisierenden Mikroskop auf.
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Das
Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasst, die eine grobe granulare
Oberfläche
aufweisen, wie es durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt
wird, wird durch Rühren
zuvor erhitzter kohlenstoffhaltiger Partikel und tröpfchenweise
Zugabe des obigen Mesophasen-Pechs zu diesen unter einer leicht
oxidierenden Atmosphäre
hergestellt. Die kohlenstoffhaltigen Partikel, die eingesetzt werden,
umfassen nicht nur kohlenstoffhaltige Partikel, die aus dem Mesophasen-Pech
stammen, sondern auch natürliche
Produkte, wie etwa Kokosnussschalen-Kohle oder Holzkohle, oder kohlenstoffhaltige
Partikel, die nicht bei der Herstellungstemperatur schmelzen, wie etwa
Harzkohle oder Koks.
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Die
kohlenstoffhaltigen Partikel, die zur Herstellung des Kohlenstoffmaterials
verwendet werden, welches Partikel umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen,
wie es durch der vorliegenden Erfindung bereitgestellt wird, haben
für gewöhnlich einen
Teilchendurchmesser von 30 bis 1000 μm, vorzugsweise 100 bis 600 μm. Die Heiztemperatur,
die angelegt wird, wenn die kohlenstoffhaltigen Partikel gerührt werden,
variiert in Abhängigkeit
von der Art der kohlenstoffhaltigen Partikel, die verwendet werden,
wobei sie im Allgemeinen bei 200 bis 600°C, vorzugsweise bei 300 bis
500°C, unter
Normaldruck liegt.
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Die
Konzentration von Sauerstoff in einer leicht oxidierenden Atmosphäre, wenn
das Mesophasen-Pech zugegeben wird, beträgt mindestens 0,1 Mol-%, vorzugsweise
1 bis 25 Mol-%.
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Als
Gas für
die leicht oxidierende Atmosphäre
wird vorzugsweise ein Stickstoffgas oder Argongas verwendet, das
mindestens 0,1 Mol-% Sauerstoff oder NO2 enthält. Des
Weiteren kann ein Gas verwendet werden, das durch Verdünnung von
Luft, Sauerstoff oder NO2 mit einem Gas,
wie etwa Stickstoff, Argon oder Kohlendioxid, hergestellt wird.
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Wenn
das Mesophasen-Pech zu den erhitzten und gerührten kohlenstoffhaltigen Partikeln
unter solch einer leicht oxidierenden Atmosphäre zugegeben wird, wird ein
erhaltenes Kohlenstoffmaterial in ein nicht schmelzbares Kohlenstoffmaterial
umgewandelt, wobei ein Kohlenstoffmaterial erhalten wird, das Partikel
umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen, wobei dieses
Material nahezu keine Staubbildung zeigt und ausgezeichnete Handhabungseigenschaften
besitzt.
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Der
Sauerstoffgehalt im Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasst, die
eine grobe granulare Oberfläche
aufweisen, wie es durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt
wird, beträgt
mindestens 0,1 Gew.-%, vorzugsweise 0,3 bis 15 Gew.-%.
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Beim
Herstellungsprozess des Kohlenstoffmaterials, das Partikel umfasst,
die eine grobe granulare Oberfläche
aufweisen, wie es durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt
wird, kann das Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasst, die eine
grobe granulare Oberfläche
aufweisen, durch neuerliche Zugabe kohlenstoffhaltiger Partikel
zusammen mit dem Mesophasen-Pech während dessen Produktion hergestellt
werden. Die kohlenstoffhaltigen Partikel, die zugegeben werden,
sind nicht auf jene kohlenstoffhaltigen Partikel beschränkt, die
aus Mesophasen-Pech stammen, und kohlenstoffhaltige Partikel, die
nicht bei einer Herstellungstemperatur geschmolzen sind, können in
Abhängigkeit
von der Verwendung nach Bedarf ausgewählt werden. In diesem Fall,
wenn kohlenstoffhaltige Partikel, die nicht aus Mesophasen-Pech
stammen, zugegeben werden, wird ein Kohlenstoffmaterial erhalten,
das Partikel umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche besitzen,
wobei dieses Material sich aus den obigen kohlenstoffhaltigen Partikeln
und dem Mesophasen-Pech zusammensetzt. Somit stellt die vorliegende
Erfindung ein erfindungsgemäßes Kohlenstoffmaterial
bereit, das zusammengesetzt ist aus dem Mesophasen-Pech und kohlenstoffhaltigen
Partikeln, die nicht bei einer Temperatur geschmolzen sind, die unterhalb
der liegt, bei der das Mesophasen-Pech hergestellt wird. Ebenso
wird ein erfindungsgemäßes Kohlenstoffmaterial
bereitgestellt, das zusammengesetzt ist aus dem Mesophasen-Pech und kohlenstoffhaltigen
Partikeln, die aus dem Mesophasen-Pech erhalten wurden.
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Wenn
nur die Zugabe des Mesophasen-Pechs fortgesetzt wird und keine kohlenstoffhaltigen
Partikel neuerlich zugegeben werden, wird schließlich ein Kohlenstoffmaterial
erhalten, das Partikel umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen,
wobei dieses Material vollständig
aus dem Mesophasen-Pech stammt. Somit stellt die vorliegende Erfindung
auch ein erfindungsgemäßes Kohlenstoffmaterial
bereit, das aus dem Mesophasen-Pech zusammengesetzt ist. In diesem
Fall, wenn Mesophasen- Pech,
das geringe Verunreinigungen enthält, als Mesophasen-Pech-Rohstoff
verwendet wird, kann ein Kohlenstoffmaterial von bemerkenswert hoher
Reinheit erhalten werden, das Partikel umfasst, die eine grobe granulare
Oberfläche
aufweisen, so dass auf weitere Schritte, wie etwa eine Decarbonisierung,
verzichtet werden kann.
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Als
Reaktor, der zur Herstellung des Kohlenstoffmaterials, das Partikel
umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen, verwendet wird, wird
ein Reaktor verwendet, der kohlenstoffhaltige Partikel komplett
rühren
kann. In einem Batch-Verfahren
wird ein kesselartiger Reaktor (z. B. ein schräger kesselartiger Reaktor,
wie er in
JP-A-7-286181 offenbart
ist) als Reaktor wie oben verwendet. Und in einem kontinuierlichen
Verfahren wird ein zylinderartiger Reaktor, der Schaufeln umfasst,
oder ein Drehrohrofen verwendet.
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1 zeigt
einen Batch-Reaktor, der zur Herstellung des Kohlenstoffmaterials,
das Partikel umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen,
wie es durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt wird, verwendet
wird. Das Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasst, die eine grobe
granulare Oberfläche
aufweisen, wird hergestellt, indem kohlenstoffhaltige Partikel zuvor
erhitzt werden, eine leicht oxidierende Atmosphäre hierzu eingeleitet wird,
und Mesophasen-Pech und wahlweise kohlenstoffhaltige Partikel aus
dem oberen Teil zugeführt
werden, während
mit Rührschaufeln
gerührt
wird.
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2 zeigt
einen kontinuierlichen Reaktor, der einen zylinderartigen Reaktor
umfasst. Der zylinderartige Reaktor hat einen geneigten Aufbau,
in dem die stromaufwärts
gelegene Seite die untere Seite ist, und eine Öffnung zum Einleiten von Atmosphärengas und
eine Öffnung
zur Zufuhr von Mesophasen-Pech und kohlenstoffhaltigen Partikeln
an der stromaufwärts
gelegenen Seite angebracht sind. Während das Mesophasen-Pech und
die kohlenstoffhaltigen Partikel oder das Mesophasen-Pech allein durch
den zylinderartigen Reaktor unter Rühren mit Rührschaufeln geführt wird/werden,
wird das kohlenstoffhaltige Material hergestellt, das Partikel umfasst, die
eine grobe granulare Oberfläche
aufweisen.
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Die
Zeichen in den Abbildungen haben folgende Bedeutung: 1: ein kesselartiger
Reaktor, 2: ein Auslass für
Abgase, 3: eine Öffnung
zur Zufuhr von kohlenstoffhaltigen Partikeln und Mesophasen-Pech, 4:
eine Öffnung
zum Einleiten eines Atmosphärengases,
5: rotierende Achsen, 6: Rührschaufeln,
7: eine elektrische Heizvorrichtung, 8: ein Auslass für die Produkte,
und 9: ein zylinderartiger Reaktor.
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Gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung wird Mesophasen-Pech als Rohstoff auf
einer Oberfläche
der kohlenstoffhaltigen Partikel geschmolzen, die Viskosität erhöht und das
Produkt unschmelzbar gemacht, wodurch ein Kohlenstoffmaterial, das
Partikel umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen,
gebildet wird. Das obige Schmelzen, die Zunahme der Viskosität und die
Verleihung der Unschmelzbarkeit erfolgen gleichzeitig oder nacheinander,
in Abhängigkeit
von dem verwendeten Pech. In beiden Fällen wird ein homogenes Kohlenstoffmaterial
erhalten. Des Weiteren kann der Teilchendurchmesser eines herzustellenden
Kohlenstoffmaterials durch geeignete Auswahl des Teilchendurchmessers
der kohlenstoffhaltigen Partikel, die Zugabegeschwindigkeit des
Mesophasen-Pechs und die Rührgeschwindigkeit
frei reguliert werden. Daher sind die Merkmale des vorliegenden
Herstellungsverfahrens wie folgt: Ein Kohlenstoffmaterial, das Partikel
umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen, kann direkt
durch ein kontinuierliches Verfahren oder ein Batch-Verfahren hergestellt
werden, ohne ein spezielles Formgebungsverfahren einzusetzen. Des
Weiteren kann der Teilchendurchmesser bei der Herstellung frei reguliert
werden, und ein Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasst, die eine
grobe granulare Oberfläche
aufweisen, kann hergestellt werden, wobei dieses Material eine einheitliche
Teilchengrößenverteilung
aufweist.
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Das
Kohlenstoffmaterial, das Teilchen umfasst, die eine grobe granulare
Oberfläche
aufweisen, wie es durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt
wird, ist bereits im Wesentlichen in einem Lösungsmittel unlöslich, wenn
es hergestellt wird, und das Kohlenstoffmaterial der vorliegenden
Erfindung schmilzt nicht, wenn es erhitzt wird. Das Kohlenstoffmaterial
der vorliegenden Erfindung kann eingesetzt werden, wie es ist, in
Abhängigkeit
von seiner Verwendung. Anderenfalls kann es nach Calcinieren und Graphitieren
eingesetzt werden. Behandlungen des Kohlenstoffmaterials der vorliegenden
Erfindung nach dessen Herstellung können in Abhängigkeit von der Bestimmung
frei ausgewählt
werden.
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Das
Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasst, die eine grobe granulare
Oberfläche
aufweisen, wie es durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt
wird, zeigt keine Pulver- und Staubbildung und besitzt ausgezeichnete
Handhabungseigenschaften. Zudem besitzt das Kohlenstoffmaterial,
das Partikel umfasst, die eine grobe granulare Oberfläche aufweisen,
wie es durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt wird, aufgrund
seiner großen
spezifischen Oberfläche
eine zweckmäßige Form
und zweckmäßige physikalische
Eigenschaften als Rohstoff für eine
Vielzahl von Kohlenstoffmaterialprodukten. Daher kann eine Vielzahl
von Kohlenstoffmaterialprodukten effektiv hergestellt werden.
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Des
Weiteren ist es gemäß dem Herstellungsverfahren
der vorliegenden Erfindung möglich, ein
Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasst, die eine grobe granulare
Oberfläche
aufweisen, einfach herzustellen, wobei die Form und der Teilchendurchmesser
von diesen reguliert wird.
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Daher
ist die vorliegende Erfindung gewerblich von bemerkenswerter Qualität und die
vorliegende Erfindung besitzt einen erheblichen gewerblichen Wert.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend detailliert unter Bezugnahme
auf Beispiele genauer erklärt,
wobei die vorliegende Erfindung nicht auf diese begrenzt werden
darf.
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Beispiel 1
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Mesophasen-Pech
(Erweichungspunkt: 230°C,
optisch anisotroper Gehalt 100 Gew.-%), das durch Polymerisieren von Naphthalin
in Gegenwart von Fluorwasserstoff und Bortrifluorid erhalten wurde,
wurde bei 530°C
unter einer Stickstoffatmosphäre
wärmebehandelt,
um kohlenstoffhaltige Partikel (durchschnittlicher Teilchendurchmesser
100 μm)
zu erhalten. 200 g der kohlenstoffhaltigen Partikel wurden in einen
kesselartigen Reaktor gegeben, der einen Durchmesser von 200 mm
und eine Höhe
von 200 mm aufweist, wie in 1 dargestellt,
und auf 450°C
unter einer Stickstoffatmosphäre
unter Rühren erhitzt.
Anschließend
wurde die Stickstoffatmosphäre
in eine Luftatmosphäre
geändert.
Mesophasen-Pech, das vorher in Form von Presslingen hergestellt
wurde, so dass es einen Durchmesser von 1,5 mm und eine Länge von
5 mm aufwies, wurde mit einer Geschwindigkeit von 10 g pro Minute
zugegeben, bis 300 g des Mesophasen-Pechs zugegeben waren. Nach
der vollständigen
Zugabe wurde die Atmosphäre
in eine Stickstoffatmosphäre
geändert,
und die Heizvorrichtung wurde abgeschaltet, um den Inhalt zu kühlen. Der
Inhalt wurden entnommen, um 500 g eines Kohlenstoffmaterials, das
Partikel umfasste, die eine grobe granulare Oberfläche aufwiesen
und einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 2,5 mm aufwiesen,
zu erhalten.
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Das
so erhaltene Kohlenstoffmaterial besaß einen Sauerstoffgehalt von
13 Gew.-%. Wenn das Kohlenstoffmaterial in einem Probenröhrchen geschüttelt wurde,
zeigte das Kohlenstoffmaterial keine Pulverbildung und keine Staubbildung.
Das Kohlenstoffmaterial besaß ausgezeichnete
Fließeigenschaften. 3 zeigt
eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme des Kohlenstoffmaterials.
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Beispiel 2
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Beispiel
1 wurde wiederholt, abgesehen davon, dass die Luftatmosphäre durch
eine Stickstoffatmosphäre
ersetzt wurde, die 0,5 Mol-% Sauerstoff enthielt. Als Ergebnis wurden
450 g Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasste, die eine grobe
granulare Oberfläche
aufwiesen und die einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von
3 mm aufwiesen, erhalten. Das Kohlenstoffmaterial besaß einen
Sauerstoffgehalt von 0,5 Gew.-%. Wenn das Kohlenstoffmaterial in
einem Probenröhrchen
geschüttelt
wurde, zeigte das Kohlenstoffmaterial keine Pulverbildung und keine
Staubbildung. Das Kohlenstoffmaterial besaß ausgezeichnete Fließeigenschaften.
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Beispiel 3
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Beispiel
2 wurde wiederholt, abgesehen davon, dass die Geschwindigkeit der
Zugabe des Mesophasen-Pechs in Form von Presslingen auf 5 g pro Minute
geändert
wurde. Als Ergebnis wurden 440 g eines Kohlenstoffmaterials, das
Partikel umfasste, die eine grobe granulare Oberfläche aufwiesen
und die einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 1,5 mm
aufwiesen, erhalten. Das Kohlenstoffmaterial besaß einen
Sauerstoffgehalt von 5 Gew.-%. Wenn das Kohlenstoffmaterial in einem
Probenröhrchen
geschüttelt
wurde, zeigte das Kohlenstoffmaterial keine Pulverbildung und keine
Staubbildung. Das Kohlenstoffmaterial besaß ausgezeichnete Fließeigenschaften.
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Beispiel 4
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Beispiel
1 wurde wiederholt, abgesehen davon, dass die Luftatmosphäre durch
Stickstoff, der 5% NO2 enthielt, ersetzt
wurde. Als Ergebnis wurden 440 g eines Kohlenstoffmaterials, das
Partikel umfasste, die eine grobe granulare Oberfläche aufwiesen,
erhalten. Das Kohlenstoffmaterial besaß einen Sauerstoffgehalt von
8 Gew.-%. Wenn das Kohlenstoffmaterial in einem Probenröhrchen geschüttelt wurde,
zeigte das Kohlenstoffmaterial keine Pulverbildung und keine Staubbildung.
Das Kohlenstoffmaterial besaß ausgezeichnete
Fließeigenschaften.
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Beispiel 5
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Beispiel
1 wurde wiederholt, abgesehen davon, dass die Behandlungstemperatur
von 450°C
auf 550°C
geändert
wurde. Als Ergebnis wurden 470 g eines Kohlenstoffmaterials, das
Partikel umfasste, die eine grobe granulare Oberfläche aufwiesen
und die einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 2,5 mm
aufwiesen, erhalten. Das Kohlenstoffmaterial besaß einen
Sauerstoffgehalt von 10 Gew.-%. Wenn das Kohlenstoffmaterial in
einem Probenröhrchen
geschüttelt
wurde, zeigte das Kohlenstoffmaterial keine Pulverbildung und keine
Staubbildung. Das Kohlenstoffmaterial besaß ausgezeichnete Fließeigenschaften.
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Beispiel 6
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Mesophasen-Pech
(Erweichungspunkt: 230°C,
optisch anisotroper Gehalt 100 Gew.-%), das durch Polymerisieren von Naphthalin
in Gegenwart von Fluorwasserstoff und Bortrifluorid erhalten wurde,
wurde bei 530°C
unter einer Stickstoffatmosphäre
wärmebehandelt,
um kohlenstoffhaltige Partikel zu erhalten, die einen durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 100 μm
aufwiesen.
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200
g der kohlenstoffhaltigen Partikel wurden in einen zylinderförmigen Reaktor
gegeben, der aus zwei Zylindern bestand, die jeder einen Durchmesser von
150 mm und eine Länge
von 600 mm aufwiesen, dargestellt in 2, und die
kohlenstoffhaltigen Partikel wurden unter einer Stickstoffatmosphäre unter Rühren bis
auf 550°C
erhitzt. Anschließend
wurde die Atmosphäre
in eine Luftatmosphäre
geändert, und
Mesophasen-Pech, das vorher in Form von Presslingen hergestellt
wurde, so dass diese einen Durchmesser von 1,5 mm und eine Länge von
5 mm aufwiesen, wurde mit einer Geschwindigkeit von 10 g pro Minute
zugegeben.
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Während das
Mesophasen-Pech kontinuierlich zugegeben wurde, wurde das Reaktionssystem
8 Stunden lang kontinuierlich bei einer Behandlungstemperatur von
550°C gehalten.
Als Ergebnis wurde ein Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasste, die eine
grobe granulare Oberfläche
aufwiesen und die einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von
2 mm aufwiesen, mit einer Geschwindigkeit von 9 g pro Minute ausgeworfen.
Das so erhaltene Kohlenstoffmaterial besaß einen Sauerstoffgehalt von
12 Gew.-%. Wenn das Kohlenstoffmaterial in einem Probenröhrchen geschüttelt wurde,
wurde keine Pulverbildung und keine Staubbildung beobachtet. Das Kohlenstoffmaterial
besaß ausgezeichnete
Fließeigenschaften.
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Beispiel 7
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Ein
Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasste, die eine grobe granulare
Oberfläche
aufwiesen, wurde auf die gleiche Art und Weise hergestellt wie jenes
in Beispiel 6, abgesehen davon, dass die Behandlungstemperatur von
550°C auf
350°C geändert wurde
und dass die Reaktionsdauer von 8 Stunden auf 6 Stunden geändert wurde.
Als Ergebnis wurde ein Kohlenstoffmaterial, das Partikel umfasste,
die eine grobe granulare Oberfläche
aufwiesen und die einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von
3 mm aufwiesen, mit einer Geschwindigkeit von 9,5 g pro Minute ausgeworfen.
Das Kohlenstoffmaterial besaß einen
Sauerstoffgehalt von 13 Gew.-%. Wenn das Kohlenstoffmaterial in
einem Probenröhrchen geschüttelt wurde,
zeigte das Kohlenstoffmaterial keine Pulverbildung und keine Staubbildung.
Das Kohlenstoffmaterial besaß ausgezeichnete
Fließeigenschaften.
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Vergleichsbeispiel 1
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Beispiel
1 wurde wiederholt, abgesehen davon, dass die Luftatmosphäre durch
eine Stickstoffatmosphäre
ersetzt wurde. Als Ergebnis schmolz das Pech, das zugegeben wurde,
und verschmolz mit den kohlenstoffhaltigen Partikeln, die vorher
zugegeben wurden, so dass die Behandlung nicht durchgeführt werden
konnte.
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Vergleichsbeispiel 2
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Beispiel
6 wurde wiederholt, abgesehen davon, dass die Luftatmosphäre durch
eine Stickstoffatmosphäre
ersetzt wurde. Als Ergebnis enthielten die erhaltenen kohlenstoffhaltigen
Partikel kugelförmige Partikel
und eingedrückte
Partikel, und die kohlenstoffhaltigen Partikel zeigten eine breite
Teilchengrößenverteilung.