-
GEBIET DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft generell ein Verfahren zum Detektieren,
Spezifizieren und/oder Identifizieren von Mikroorganismen in einer
Probe. Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalts in einer Probe durch Detektieren
der Anwesenheit von Nukleotidsequenzen bereit, welche mit der gesamten
oder einem Teil der 16S-rDNA oder ihrer korrespondierenden 16S-rRNA oder ihrem Homolog,
funktionellem Äquivalent
oder Derivat assoziiert sind. Die erfindungsgemäßen Nukleotidsequenzen können als
Indikator von einem beliebigen Mikroorganismus verwendet werden
und stellen daher eine universelle Zielsequenz dar, welche für den Gesamt-Mikrobengehalt
in einer Probe indikativ ist. Die universelle Zielsequenz kann ebenso
variiert sein, um sie gattungs- oder speziespezifisch zu machen
oder um das universelle Ziel zum Fangen von mikrobieller DNA oder
RNA zu verwenden, welche danach durch Sequenzanalyse oder genetische
Sondentechnologie analysiert werden kann. Die universelle Zielsequenz
ist unter anderem geeignet zum Entwerfen von universellen Primern
und Sonden zum Amplifizieren einer beliebigen Mikroben-abgeleiteten
genomischen Sequenz, als Mittel zum Detektieren und Spezifizieren
der Gesamt-Mikroorganismen und um Mikroorganismen in einer Probe
auf der Gattungs- oder Speziesebene zu identifizieren. Derartige
Verwendungen ermöglichen
verbesserte Verfahren des Umweltschutzs, der Biovermittlung, medizinischen
Diagnose und industriellen Mikrobiologie. Die vorliegende Erfindung
betrifft weiter die universelle Zielsequenz in isolierter Form und/oder
Primer oder Sonden fähig
zum Hybridisieren damit und Kits für die Detektion des Gesamt-Mikrobengehalts in
einer Probe.
-
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
-
Bibliographische
Details der Veröffentlichungen,
auf die durch den Autor in dieser Beschreibung Bezug genommen wird,
sind am Ende der Beschreibung zusammengestellt.
-
Bezugnahme
auf einen beliebigen Stand der Technik in dieser Beschreibung wird
nicht und sollte nicht genommen werden als Anerkennung oder beliebige
Form der Annahme, dass dieser Stand der Technik Teil der gebräuchlichen
allgemeinen Kenntnis in Australien oder einem beliebigen anderen
Land bildet.
-
Die
sich schnell verbessernde DNA-Technologie erleichtert außerordentlich
Forschung und Entwicklung in einem Bereich von Disziplinen, welche
die medizinische Industrie und die Verbund-Gesundheitsindustrie,
den landwirtschaftlichen Sektor und den Gartenbausektor und das
Screenen von verwandten genomischen Sequenzen in Umweltproben einschließt. Von
besonderer Wichtigkeit ist die Anwendung von molekularen Ansätzen zur
Charakterisierung von bakteriellen Gemeinschaften. Derartige Ansätze überwinden
die Beschränkungen,
welche durch kulturvermittelte Techniken zum Detektieren von Mikroorganismen
bewirkt werden. Es ist bekannt, dass die unkultivierbare Fraktion
einer mikrobiellen Population einen Hauptbestandteil von allen mikrobiellen
Gemeinschaften (1, 2, 3) darstellt.
-
Es
ist bekannt, dass kulturabhängige
Verfahren zum Spezifizieren von bakteriellen Anzahlen beeinflusst
werden, da Bakterien nur kultiviert werden können, wenn ihre metabolischen
und physiologischen Erfordernisse in vitro reproduziert werden können. Diese
Techniken können
mehrere Tage in Anspruch nehmen, um ein Ergebnis zu ergeben, und
sind deshalb in Situationen ungeeignet, wenn schnelle diagnostische
Entscheidungen benötigt
werden. Wenn komplexe anspruchsvolle mikrobielle Gemeinschaften
untersucht werden wie zum Beispiel die Vielzahl von mikrobiellen
Habitaten in der Mundhöhle,
kann Spezifizieren von Bakterien durch traditionelle mikrobielle
Kulturtechniken ebenso fehlerhafte Ergebnisse liefern.
-
Fluoreszenzbasierte
Verfahren zum Detektieren von Bakterien können ebenso zum Spezifizieren
von Bakterien verwendet werden. Zum Beispiel kann Flusszytometrie
zum schnellen und automatisierten Zählen von reinen Kulturen angewendet
werden, welche in industriellen Anwendungen wie zum Beispiel der
Nahrungs- und Biotechnologieindustrie verwendet werden. Jedoch sind
die meisten Bakterien optisch zu ähnlich, um sie einander gegenüber aufzulösen oder
gegenüber
von Trümmern, wenn
Flusszytometrie verwendet wird, ohne die Zielbakterien durch fluoreszierende
Markierungstechniken wie zum Beispiel fluoreszierende Antikörper oder
fluoreszierende Farbstoffe künstlich
zu modifizieren (4). Die fluoreszierende DNA-Färbung Diamidinophenylindol
(5) kann zum Beispiel zum Spezifizieren von komplexen bakteriellen
Populationen verwendet werden. Unterschiede jedoch in der bakteriellen
Zellgröße, Koaggregation
von Bakterien und die Anwesenheit von verschiedenen kontaminierenden
Matrizen (z. B. Schlamm, Nahrung, Dentalplaque, Dentin) können bewirken, dass
eine wichtige Zählung
schwierig, wenn nicht problematisch wird, wie auch mit einer Direkt-
oder Fluoreszenzmikroskopie (4).
-
Eine
schnelle Spezifizierung von Bakterien kann ebenso erzielt werden,
wenn eine Anzahl von molekularen Ansätzen (1, 2, 3, 6) verwendet
wird. Generell werden jedoch viele Primer zum Detektieren der interessierenden
Bakterien benötigt.
Techniken wie zum Beispiel eine kompetitive PCR (7, 8) sind arbeitsintensiv und
benötigen
die Analyse von Ergebnissen von vielen Reaktionen für eine jede
Testprobe. Es gibt deshalb einen Bedarf, verbesserte molekulare
Ansätze
zur Mikrobendetektion und -spezifizierung zu entwickeln. Lu et al.
(Journal of Clinical Microbiology, 38. 2076–2080, 2000) konstruierten
früher
universelle Primer zur Detektion von gemeinen bakteriellen Pathogenen
in der cerebrospinalen Flüssigkeit.
Boivin-Jahns et al. (Applied and Environmental Microbiology 62,
3405–3412,
1996) verwendeten ebenso universelle Primer, um die bakterielle
Diversität
in einer tiefen Lehmschicht zu untersuchen. Greisen et al. (Journal
of Clinical Microbiology, 32, 335–351, 1994) verwendeten PCR-primer und -Sonden,
um pathogene Bakterien zu detektieren, welche diejenigen der cerebrospinalen
Flüssigkeit
einschließen,
und Cilia et al. (Mol. Biol. Evol. 13, 451–461, 1996) beschreibt das
phylogenetische Signal, welches aus 16S-rRNA-Sequenzen erhalten
wurde. Gutiérrez
et al (Journal of Applied Microbiology, 83, 518–523, 1997) verwendeten einen
quantitativen PCR-ELISA zur Spezifizierung von Bakterien in Milch.
-
Echtzeit-PCR
wie zum Beispiel das TaqMan-System (Eingetragene Marke) entwickelt
von Applied Biosystems basiert auf der Freisetzung und Detektion
einer fluorogenen Sonde während
einer jeden Runde der DNA-Amplifikation. Es ermöglicht die schnelle Detektion
und DNA-Quantifizierung ohne post-PCR-Verarbeitung wie zum Beispiel
Gelelektrophorese und radioaktive Hybridisierung (9). Des Weiteren
erhöht
das eingebaute 96-Lochformat die Probenanzahl außerordentlich, welche simultan
analysiert werden können.
Corless et al. (Journal of Clinical Microbiology, 38, 1747–1752, 2000)
verwendeten dieses System zusammen mit einem Satz von universellen
Primern, um die Kontamination und Empfindlichkeit der Echtzeit-PCR
zu untersuchen. Das Verfahren verwendet die 5'-Exonukleaseaktivität einer Taq-Polymerase (AmpliTaq
Gold, PE Biosystems (Foster City, CA, USA) während der Primerverlängerung
zum Spalten einer doppelmarkierten fluorogenen Sonde, welche mit
der Ziel-DNA zwischen den PCR-Primern hybridisiert wird. Vor der
Spaltung wird ein Reporterfarbstoff wie zum Beispiel 6-Carboxyfluorescein
(6-FAM) am 5'-Ende
der Sonde durch 6-Carboxytetramethylrhodamin
(TAMRA) durch einen Fluoreszenz-Resonanzenergietransfer
gequencht. Nach dem Verdau wird FAM freigesetzt. Die resultierende
Fluoreszenz wird kontinuierlich in Echtzeit bei 518 nm während der log-Phase der Produktakkumulation
gemessen und ist proportional zur Kopienzahl der Zielsequenz.
-
Bei
der Arbeit, welche zu der vorliegenden Erfindung führte, haben
die Erfinder einen Satz von Oligonukleotiden in Form von Primern
und Sonden entwickelt, welche eine Detektion und Quantifizierung
der gesamtbakteriellen Last innerhalb einer Probe universell erlauben.
Die Primer und Sonden werden auf 16S-rDNA oder ihre 16S-rRNA gerichtet
und werden praktischerweise mit Echtzeit-PCR oder einer ähnlichen
oder verwandten Technologie zum Detektieren und Spezifizieren eines
beliebigen Mikroorganismus' verwendet,
welcher kein Eucarya oder Archea ist. Die Entwicklung eines universellen
Primer-Sondensatzes erlaubt die schnelle und genaue Bestimmung von
einer mikrobiellen Last ohne Erfordernis der Entwicklung von spezifischen
Primern für
bestimmte Mikroorganismen. Jedoch können derartige spezifische
Primer zusätzlich
zum Identifizieren von Mikroorganismen auf der Gattungs- oder Speziesebene
verwendet werden. Die vorliegende Erfindung stellt weiter Nuklein
und Extraktionsverfahren bereit, welche unter anderem beim Screenen
der Gesamt-Biota auf die Anwesenheit von Mikroorganismen geeignet
sind.
-
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
-
Überall in
dieser Beschreibung, wenn es der Zusammenhang nicht anders erfordert,
wird unter dem Wort "umfassen" oder Variationen
wie zum Beispiel "umfasst" oder "umfassend" verstanden, dass
es den Einschluss eines festgestellten Elements oder einer Ganzzahl
oder Gruppe von Elementen oder Ganzzahlen impliziert, aber nicht
den Ausschluss von einem beliebigen anderen Element oder einer Ganzzahl
oder Gruppe von Elementen oder Ganzzahlen.
-
Nukleotid-
und Aminosäuresequenzen
beziehen sich auf eine Sequenz-Identifikationsnummer
(SEQ ID NO:). Die SEQ ID NOs: entsprechen numerisch den Sequenzidentifikatoren <400>1, <400>2
etc. Eine Sequenzliste wird nach den Ansprüchen bereitgestellt.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt den Entwurf und Auswertung eines Satzes
von universellen Primern und Sonden für die Amplifikation von 16S-rDNA
oder 16S-rRNA von Mikroorganismen wie in den Ansprüchen definiert
bereit, um die gesamtbakterielle Last unter anderem durch eine Echtzeit-PCR
oder ähnliche
oder verwandte Technologie zu schätzen. Die universellen Primer
und Sonden ermöglichen
eine breite Spezifität
in Bezug auf den Bereich von Mikroorganismen, welche detektiert
werden können,
während
Eucarya oder Archea nicht detektiert werden. Ein DNA-Standard, welcher
diejenigen Bakterien repräsentiert,
welche am wahrscheinlichsten in einem gegebenen Habitat überwiegen,
ist geeignet zu einer genaueren Bestimmung der gesamtbakteriellen
Last. Die universellen Primer und Sonden für ein gesamtes mikrobenabgeleitetes
genomisches Material können
modifiziert sein, um die Identifizierung und Spezifizierung von
mikrobiellen Gattungen oder Spezies zu ermöglichen. Alternativ oder zusätzlich können die
universellen Primer/Sonden als eine Falle für eine mikrobielle 16S-rDNA
oder 16S-rRNA verwendet werden, welche dann sequenziert werden können oder
durch gattungs- oder speziespezifische Sonden oder Primer abgefragt
werden können.
Ein Nukleinsäure-Extraktionsverfahren
wird ebenso in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung bereitgestellt. Die universellen
Primer und Sonden haben eine Reihe von Verwendungen in der medizinischen,
landwirtschaftlichen und anderen kommerziellen Industrie.
-
Folglich
beabsichtigt ein erfindungsgemäßer Aspekt
ein Verfahren zum Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalt in einer Probe,
wobei das Verfahren Amplifizieren einer Ziel-Nukleotidsequenz umfasst, welche im
Wesentlichen bei zwei oder mehr Mikroorganismenspezies konserviert
ist, wobei die Amplifikation für
eine Zeitdauer und unter Bedingungen hinreichend ist, um einen Gehalt
eines Amplifikationsprodukts zu erzeugen, welcher zum Mikroorganismengehalt
in der Probe proportional ist.
-
Ein
anderer erfindungsgemäßer Aspekt
stellt ein Verfahren zum Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalt in
einer Probe bereit, wobei das Verfahren Amplifizieren einer Ziel-Nukleotidsequenz
umfassend oder assoziiert mit 16S-rDNA oder 16S-rRNA oder einem
Homolog oder Derivat oder funktionellem Äquivalent davon umfasst, wobei
die Amplifikation für
eine Zeitdauer und unter Bedingungen hinreichend ist, um einen Gehalt eines
Amplifikationsprodukts zu erzeugen, welcher zum Mikroorganismengehalt
in der Probe proportional ist.
-
Noch
ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt
ist auf ein Verfahren zum Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalt in
einer Probe gerichtet, wobei das Verfahren, welches Unterziehen
einer Nukleotidsequenz, welche 16S-rDNA oder 16S-rRNA definiert
oder damit assoziiert ist, einer Echtzeit-PCR oder äquivalenten
Technologie für
eine Zeitdauer und unter Bedingungen umfasst, um einen Gehalt eines
Amplifikationsprodukts zu erzeugen, welcher zum Mikroorganismengehalt
in der Probe proportional ist.
-
Noch
ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt
stellt einen Komplex bereit umfassend Vorwärts- und Rückwärtsprimer, welche mit komplementären Strängen einer
Zielsequenz hybridisiert sind, umfassend die gesamte oder einen
Teil einer 16S-rDNA oder 16S-rRNA oder ein Homolog oder Derivat
oder funktionelles Äquivalent
davon und eine Oligonukleotidsonde, welche an ihrem 5'-Ende durch ein fluorogenes
Reportermolekül und
an ihrem 3'-Ende
durch ein Molekül
markiert ist, welches zum Quenchen des fluorogenen Moleküls fähig ist,
wobei die Oligonukleotidsonde mit einem Anteil der 16S-rDNA oder
16S-rRNA hybridisiert, welcher zwischen den Vorwärts- und Rückwärtsprimern verschachtelt ist.
-
Noch
ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt
beabsichtigt ein Verfahren zum Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalts
in einer Probe, wobei das Verfahren Unterziehen einer DNA in der
Probe einer Echtzeit-PCR umfasst, welche einen Primer-Sondensatz verwendet,
welcher Primer umfasst, welche ausgewählt sind, um DNA zu amplifizieren
umfassend oder assoziiert mit 16S-rDNA oder 16S-rRNA oder einem
Homolog oder Derivat oder funktionellem Äquivalent davon, und eine Sonde,
welche mit einer Nukleotidsequenz verschachtelt zwischen den Primern
hybridisiert, wobei die Sonde an ihrem 5'-Ende durch ein fluorogenes Reportermolekül und an
ihrem 3'-Ende durch
ein Molekül
fähig zum
Quenchen des fluorogenen Moleküls
markiert ist, wobei die Amplifikation für eine Zeitdauer und unter
Bedingungen stattfindet, um einen Gehalt eines Amplifikationsprodukts
zu erzeugen, welcher zum Mikroorganismengehalt in der Probe proportional
ist.
-
Noch
ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt
stellt ein Verfahren zum Identifizieren eines bestimmten Mikroorganismus' oder der Prävalenz einer
bestimmten Mikroorganismengattung oder -spezies in einer Probe bereit,
wobei das Verfahren Gewinnen einer DNA oder RNA in der Probe durch
einen Primer (durch Primer) mit einer Nukleotidsequenz umfasst,
welche komplementär
zu einer Nukleotidsequenz innerhalb einer 16S-rDNA oder 16S-rRNA
ist, und dann Unterziehen der gewonnenen DNA oder RNA einer Nukleotidsequenzierung und/oder
Abfrage durch eine gattungs- oder
speziespezifische Sonde und dann Bestimmen des Mikroorganismus' durch die bestimmte
Sequenz oder Muster von Sondenabfragen.
-
Noch
ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt
ist auf ein Kit in einer kompartimentierten Form gerichtet, wobei
das Kit ein Kompartiment umfasst, welches eingerichtet ist, dass
es ein oder mehrere Primer enthält, welche
fähig zur
Teilnahme an einer Amplifikationsreaktion von DNA umfassend oder
assoziiert mit 16S-rDNA oder 16S-rRNA
sind, ein anderes Kompartiment, welches eine Sonde umfasst, welche
an ihrem 5'-Ende
durch ein fluorogenes Reportermolekül und an ihrem 3'-Ende durch ein Molekül fähig zum
Quenchen des fluorogenen Moleküls
markiert ist, und gegebenenfalls ein anderes Kompartiment, welches
eingerichtet ist, Reagenzien zum Durchführen einer Amplifikationsreaktion
zu enthalten, und gegebenenfalls ein Kompartiment, welches für eine Nukleinsäureextraktion
von Zellen eingerichtet ist.
-
Ein
weiterer erfindungsgemäßer Aspekt
beabsichtigt ein Verfahren zum Extrahieren von Nukleinsäurematerial
aus einer Probe, welche mikrobielle Zellen umfasst, wobei das Verfahren
Unterziehen einer konzentrierten Probe der Zellen einem enzymatischen
Abbau und Lysieren der Zellen in Anwesenheit von SDS und dann Reinigen
des Nukleinsäurematerials
umfasst.
-
Ein
anderer erfindungsgemäßer Aspekt
stellt weiterhin ein Verfahren zum Extrahieren von Nukleinsäurematerial
aus einer Probe bereit, welche mikrobielle Zellen umfasst, wobei
das Verfahren Unterziehen einer konzentrierten Probe der Zellen
einer druckvermittelten Zerreißung,
einem enzymatischen Abbau und dann Lysieren der Zellen in Anwesenheit
von SDS und dann Reinigen des Nukleinsäurematerials umfasst.
-
Noch
ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt
beabsichtigt ein Verfahren zum Bestimmen der Mikroorganismen in
einer Probe, wobei das Verfahren umfasst:
gegebenenfalls Unterziehen
einer konzentrierten Probe der Zellen einer druckvermittelten Zerreißung gefolgt von
einem enzymatischen Abbau und dann Lysieren der Zellen in Anwesenheit
von SDS und dann Reinigen des Nukleinsäurematerials,
Amplifizieren
des Nukleinsäurematerials
in Anwesenheit von Vorwärts-
und Rückwärtsprimern
fähig zum
Hybridisieren mit einer konservierten Nukleotidsequenz innerhalb
einer 16S-rDNA oder 16S-rRNA,
gegebenenfalls Detektieren der
Anwesenheit von amplifiziertem Produkt in Anwesenheit einer Sonde
markiert mit einem Reportermolekül
und Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalts, und
gegebenenfalls
Isolieren des amplifizierten Produkts und entweder Sequenzieren
des isolierten Produkts oder Unterziehen des amplifizierten Produkts
einer genetischen Abfrage zum Identifizieren der vorliegenden Mikroorganismengattung
oder -spezies.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
-
1 ist eine Darstellung, welche Konservierung
von Sequenzen zeigt, welche im universellen Primer-Sondensatz von
den 16S rDNAs von Bakterien verwendet werden, wobei die meisten
Gruppen von Procarya repräsentiert
sind, welche in Bergey's
Manual of Determinative Bakteriology [Bergeys Handbuch der bestimmenden
Bakteriologie] (12) definiert sind. (A) Abgleich von rDNAs, welche
Konservierung von einem 19-bp-Vorwärtsprimer
(dargestellt in fett) zeigen. (B) Abgleich von rDNAs, welche Konservierung
von einer 23-bp-Sondensequenz (dargestellt in fett) zeigen. (C)
Abgleich von rDNAs, welche Konservierung von einem 26-bp-Rückwärtsprimer
(dargestellt in fett) zeigen.
-
2 ist
eine graphische Darstellung, welche die Standardkurve zeigt, wobei
E.-coli-DNA verwendet wurde.
-
3 ist
eine graphische Darstellung, welche die Empfindlichkeit der universellen
Sonde und Primern beim Detektieren von E.-coli-DNA zeigt, wobei
Echtzeit-PCR verwendet wurde. Gereinigte E.-coli-DNA wurde als das
Template in Mengen von 2380 pg, 238 pg, 23,8 pg, 2,38 pg, 238 fg,
23,8 fg verwendet, was CT-Werte (threshold
cylce = Schwellenzykluswerte) im Bereich von 16,9 bis 36,3 repräsentiert,
wobei der Abschnitt der Größe des fluoreszierenden
Signals (ΔRn) mit der horizontalen Schwellenlinie in
fett den CT-Wert für eine gegebene Probe repräsentiert.
Das fluoreszierende Signal bei CT 37,7 entspricht
der Kontrolle ohne Template und repräsentiert eine bakterielle DNA-Kontamination
in den kommerziell bereitgestellten Reagenzien.
-
4 ist
eine graphische Darstellung, welche die Wirkung von Beschallung
von bakteriellen Zellen auf die Isolierung von DNA zeigt.
-
5A ist
eine photographische Darstellung, welche die Anwesenheit von Nukleasen
in P. gingivalis zeigt. (1) Gefrorene/getaute Probe, (2) Gefrorene/getaute-gekochte
Probe, (3) Gefrorene/getaute Probe, welche mit Mutanolysin behandelt
wurde, (4) Gefrorene/getaute-gekochte Probe, welche mit Mutanolysin
behandelt wurde, (5) Probe, welche für 3 min beschallt wurde, (6)
Probe, welche für
6 min beschallt wurde, (7) Probe, welche für 3 min beschallt und mit Mutanolysin
behandelt wurde, und (8) Probe, welche für 6 min beschallt und mit Mutanolysin
behandelt wurde.
-
5B ist
eine photographische Darstellung, welche Abbau von DNA durch eine
gefrorene/getaute Probe von P. gingivalis zeigt. (1) Fusobacterium-nucleatum-DNA,
(2) Lactobacillus-acidophilus-DNA, (3) Porphyromonas-gingivalis-DNA,
(4) Prevotellamelaninogenica-DNA, (5) Streptococcus-mutans-DNA,
(6) Peptostreptococcus-micros-DNA,
(7) Porphyromonas-endodontalis-DNA und (8) Escherichia-coli-DNA.
-
6A ist
eine graphische Darstellung, welche die kritische Rolle von Nukleasen
und die Wirkung von ZnCl2 auf die Quantifizierung
von P. gingivalis und P. gingivalis + S. mutans zeigt.
-
6B ist
eine graphische Darstellung, welche die kritische Rolle von Nukleasen
und die Wirkung von ZnCl2 auf die Quantifizierung
von P gingivalis und P. gingivalis + E. coli zeigt.
-
7 ist
eine graphische Darstellung, welche die Wirkung des Entfernens von
ZnCl2 und Natriumdodecylsulfat (SDS) auf
der DNA-Quantifizierung zeigt, wobei unverdünnte Proben verwendet wurden.
-
8 ist
eine graphische Darstellung, welche die interne positive Kontrolle
zeigt, wobei ein B.-tryoni-dsX-Geninsert im pGEM-T-Easy-Vektorsystem
verwendet wurde (pGEM ist eine eingetragene Marke).
-
9A ist
eine photographische Darstellung, welche Isolierung von DNA zeigt,
wobei ATL-Puffer und ein Zweischritt-DEPC-Verfahren verwendet wurde:
Bakterien, welche als Streptokokkenen identifiziert wurden. (1)
S. mitis, wobei ATL-Puffer verwendet wurde, (2) S. intermedius,
wobei ATL-Puffer verwendet wurde, (3) S. intermedius, wobei ATL-Puffer
verwendet wurde, (4) S. costellatus, wobei ATL-Puffer verwendet
wurde, (5) S. mitis, wobei ein Zweischritt–DEPC-Verfahren verwendet wurde,
(6) S. intermedius, wobei ein Zweischritt–DEPC-Verfahren verwendet wurde,
(7) S. intermedius, wobei ein Zweischritt–DEPC-Verfahren verwendet wurde,
und (8) S. costellatus, wobei ein Zweischritt–DEPC-Verfahren verwendet wurde.
-
9B ist
eine photographische Darstellung, welche Isolierung von DNA zeigt,
wobei ATL-Puffer und Zweischritt-DEPC Verfahren verwendet wurden:
Bakterien, welche als Actinomyces identifiziert wurden. (1) A. viscosus
durch ATL-Verfahren, (2) A. viscosus durch Zweischritt-DEPC-Verfahren,
(3) A. georgiae durch ATL-Verfahren, und (4) A. georgiae durch Zweischritt-DEPC-Verfahren.
-
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Die
vorliegende Erfindung basiert teilweise auf der Identifizierung
einer Nukleotidsequenz assoziiert mit oder umfassend die 16S-rDNA
oder 16S-rRNA oder sein Homolog, funktionelles Äquivalent oder Derivat, welches
unter allen prokaryotischen Mikroorganismen konserviert ist. Die
Identifizierung dieser konservierten Nukleotidsequenzen ermöglicht die
Detektion und Quantifizierung des Gesamt-Mikrobengehalts in einer
Probe. Der Begriff "funktionelles Äquivalent" in diesem Zusammenhang
schließt
andere konservierte Sequenzen ein, welche ebenso zum Bestimmen des
Gesamt-Mikrobengehalt verwendet werden können. Die vorliegende Erfindung
stellt Primer und Sonden bereit, welche auf diesen konservierten
Sequenzen basieren, welche "universell" in dem Sinn sind,
dass sie zum Hybridisieren und/oder Amplifizieren von mikrobiellen
Nukleinsäuremolekülen ohne
eine wesentliche Kreuzreaktion mit DNA von Eucarya oder Archea fähig sind.
Die universellen Primer oder Sonden können ebenso modifziert sein,
um sie gattungs- oder speziespezifisch zu machen oder in Verbindung
mit anderen gattungs- oder speziespezifischen Primern oder Sonden
zu verwenden, wie zum Beispiel zum Abfragen von amplifiziertem Nukleinsäurematerial.
Die universellen Primer und Sonden können ebenso als eine "Falle" für ein prokaryotisches
Nukleinsäurematerial
verwendet werden, welches unter anderem sequenziert werden kann,
um beim Identifizieren eines bestimmten Mikroorganismus' oder der Bestimmung
der Prävalenz
eines bestimmten Mikroorganismus' auf
der Gattungs- oder Speziesebene zu helfen.
-
Folglich
beabsichtigt ein erfindungsgemäßer Aspekt
ein Verfahren zum Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalt in einer Probe,
wobei das Verfahren Amplifizieren einer Ziel-Nukleotidsequenz umfasst, welche im
Wesentlichen bei zwei oder mehr Mikroorganismenspezies konserviert
ist, wobei die Amplifikation für
eine Zeitdauer und unter Bedingungen hinreichend ist, um einen Gehalt
eines Amplifikationsprodukts zu erzeugen, welcher zum Mikroorganismengehalt
in der Probe proportional ist.
-
Bezug
auf "Bestimmen" des Mikrobengehalts
schließt
Schätzen,
Quantifizieren, Rechnen oder anderweitige Ableitung eines Mikrobengehalts
ein. Auf den Mikrobengehalt wird generell als der Gesamt-Mikrobengehalt
bezuggenommen und schließt
Mikroorganismen ein, welche kultiviert werden können, als auch Mikroorganismen,
welche nicht kultiviert werden können.
Der Gesamt-Mikrobengehalt wird praktischerweise ausgedrückt als
Anzahl von mikrobiellen Zellen bezogen auf ein bestimmtes Volumen,
Nass- oder Trockengewicht von mikrobiellen Zellen bezogen auf ein
bestimmtes Volumen oder als anderer geeigneter Indikator der Gesamtzellzahl
in einer Probe. Praktischerweise wird die Zellzahl ausgedrückt pro
Milliliter, pro Mikroliter oder pro 25 oder 50 Mikroliter. Die Mikroorganismenzahl
kann ebenso indirekt bestimmt werden wie zum Beispiel durch Korrespondenz
zu einer bestimmten DNA-Menge. Zum Beispiel entsprechen 0,496 Picogramm
von E.-coli-DNA annähernd
100 E.-coli-Zellen in der Probe. Der Begriff "Bestimmen" kann ebenso die Identifizierung eines
bestimmten Mikroorganismus' oder
Ermitteln der Prävalenz
eines bestimmten Mikroorganismus' auf
der Gattungs- oder Speziesebene sein. Dies kann zum Beispiel durch
eine Nukleotidsequenz und/oder Nukleinsäureabfrage durch Spezies- oder
gattungsspezifische Sonden durchgeführt werden.
-
Der
Begriff "Mikroorganismus" wird in seinem weitesten
Sinn verwendet und schließt
gramnegative aerobe Bakterien, grampositive aerobe Bakterien, gramnegative
mikroaerophile Bakterien, grampositive mikroaerophile Bakterien,
gramnegative fakultative anaerobe Bakterien, grampositive fakultative
anaerobe Bakterien, gramnegative anaerobe Bakterien, grampositive
anaerobe Bakterien, grampositive asporogene Bakterien und Actinomycetes
ein. Praktischerweise schließt
der Bezug hierin auf einen Mikroorganismus ein Mitglied der Gruppe
von Procarya wie gelistet in Bergey's Manual of Determinative Bacteriology
[Bergeys Handbuch der bestimmenden Bakteriologie] (12) ein. Der
Begriff "Mikroorganismus" oder "mikrobiell" betrifft generell
ein Bakterium oder bakteriell und welches nicht ein Mitglied von
Eucarya oder Archea ist.
-
Obwohl
die vorliegende Erfindung insbesondere auf diejenigen Mikroorganismen
gerichtet ist, welche in Tabelle 3 gelistet sind, erstreckt sich
die vorliegende Erfindung auf eine beliebige mikrobiellen Zelle,
welche die konservierte Ziel-Nukleotidsequenz trägt.
-
Der
Begriff "Probe" wird in seinem weitesten
Sinn verwendet, so dass er biologische, medizinische, landwirtschaftliche,
industrielle und Umweltproben einschließt. Zum Beispiel können Proben
aus Kulturflüssigkeit,
Biopsie-Flüssigkeit
oder Gewebe von menschlichen, tierischen oder Insektenquellen, Proben
aus natürlichen
Umwelten wie zum Beispiel Boden, einem Fluss, heissen Mineralquellen,
einer Pflanze, antarktischen Proben, Luftproben oder extraterrestrischen
Proben als auch Proben von industriellen Stätten wie zum Beispiel Abfallplätzen und
Bereichen mit Kontamination mit vergossenem Öl oder aromatischen oder komplexen
Molekülen
und Pestizidkontamination stammen. Die Probe kann ebenso Nahrung,
Nahrungsbestandteile, Nahrungsderivate und/oder Nahrungsinhaltsstoffe
umfassen einschließend
Nahrungsprodukte, welche in der Molkereiindustrie hergestellt werden,
wie zum Beispiel Milch. Die Probe kann flüssig, fest, eine Aufschlämmung, Luft,
Dampf, Tröpfchen
oder Aerosol oder eine Kombination von beliebigen der obigen sein.
-
Die
Ziel-Nukleotidsequenz ist generell eine Ziel-DNA- oder -RNA-Sequenz.
Wenn das Ziel eine RNA-Sequenz ist, dann kann diese Sequenz Gegenstand
einer reversen Transkription sein, um eine komplementäre DNA-Sequenz
(cDNA) zu erzeugen. Praktischerweise ist die Ziel-Nukleotidsequenz
DNA und ist unter zwei oder mehr Mikroorganismenspezies konserviert.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Zielsequenz
ribosomale DNA (rDNA) wie zum Beispiel eine 16S-rDNA, ist aber nicht
darauf beschränkt,
oder ist ribosomale RNA (rRNA) wie zum Beispiel 16S-rRNA, ist aber
nicht darauf beschränkt.
In bezug auf die letzteren sind geeignete mikrobielle Zellen beliebige
Zellen, welche eine konservierte Sequenz umfassen umfassend oder
assoziiert mit 16S-rDNA oder 16S-rRNA. Ein Bezug hierein auf "16S-rDNA" oder "16S-rRNA" schließt einen
Bezug auf beliebige Homologe oder Derivate davon als auch funktionelle Äquivalente
davon ein. Ein "Homolog" von 16S-rDNA schließt RNA-Formen
ein wie zum Beispiel 16S-rRNA oder umgekehrt.
-
Folglich
stellt ein bevorzugter erfindungsgemäßer Aspekt ein Verfahren zum
Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalt in einer Probe bereit, wobei
das Verfahren Amplifizieren einer Ziel-Nukleotidsequenz umfassend
oder assoziiert mit 16S-rDNA oder 16S-rRNA oder einem Homolog oder
Derivat oder funktionellem Äquivalent
davon umfasst, wobei die Amplifikation für eine Zeitdauer und unter
Bedingungen hinreichend ist, um einen Gehalt eines Amplifikationsprodukts
zu erzeugen, welcher zum Mikroorganismengehalt in der Probe proportional
ist.
-
Obwohl
die vorliegende Erfindung direkt auf einem einzelsträngigen Template
von einem nichtamplifizierten Nukleinsäuremolekül ausgeführt werden kann, stammt in
einer bevorzugten Ausführungsform
das Template-Nukleinsäuremolekül von einem
Nukleinsäuremolekül, welches
einer Amplifikation unterzogen wurde. Eine beliebige Amplifikationsreaktion
einschließend
PCR, "rolling-circle"-Amplifikation und
Qβ-Replikase-basierte
Amplifikation kann neben anderen Verfahren verwendet werden.
-
Die
bevorzugten Amplifikationsbedingungen sind diejenigen, welche zu
einer Echtzeit-PCR
in Echtzeit führen.
Das Amplifikationsprodukt wird dann auf eine bestimmte Menge eingestellt,
worauf hierin als die Schwellenkonzentration (CT)
bezuggenommen wird. Die CT ist zur Gesamt-Zielsequenz
(z. B. 16S-rDNA) proportional und daher zu einem gesamtbakteriellen
Gehalt proportional. Generell wird eine Standardkurve basiert auf
dem CT und bekannten DNA-Mengen in pg durch
Bestimmen des Gehalts von Amplifikationsprodukt unter Bedingungen
hergestellt, welche ein CT ergeben, dies
bestimmt dann die Menge einer mikrobiellen Zielsequenz und folglich
mikrobielle Gehalte. Die Verwendung von Echtzeit-PCR wird bevorzugt,
aber die vorliegende Erfindung erlaubt die Verwendung von einer
verwandten Technologie.
-
Folglich
ist ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt
auf ein Verfahren zum Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalt in einer
Probe gerichtet, wobei das Verfahren, welches Unterziehen einer
Nukleotidsequenz, welche 16S-rDNA oder 16S-rRNA oder ein Homolog
oder Derivat oder funktionelles Äquivalent
davon definiert oder damit assoziiert ist, einer Echtzeit-PCR für eine Zeitdauer
und unter Bedingungen umfasst, um einen Gehalt eines Amplifikationsprodukts
zu erzeugen, welcher zum Mikroorganismengehalt in der Probe proportional ist.
-
Vorzugsweise
wird der Gehalt an Amplifikationsprodukt durch CT definiert.
-
Die
Zeit und Bedingungen für
die Amplifikation wie zum Beispiel Echtzeit-PCR ist derartig, dass
in einer bevorzugten Ausführungsform
CT aufgezeichnet wird. Diese Bedingungen
sind dieselben wie für
die Herstellung einer Standardkurve.
-
In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
wird die Amplifikation mit einem Primersatz (vorwärts und
rückwärts) und
einem Sondenoligonukleotid markiert mit einem fluorogenen Reportermolekül an seinem
5'-Ende und einem
Quenchmolekül
an seinem 3'-Ende
durchgeführt.
Das Quenchmolekül
verhindert eine Emission von einem Signal vom fluorogenen Reportermolekül. Das Sondenoligonukleotid
hybridisiert mit einer Region der Zielsequenz zwischen den Regionen,
an welche die Vorwärts-
und Rückwärtsprimer
hybridisieren. Da die Polymerase sich entlang des Strangs bewegt,
an welchem das Sondenoligonukleotid hybridisiert hat, wird das 5'-Ende der Sonde durch
die Exonukleaseaktivität
der Polymerase abgespalten, was daher eine Emission des fluorogenen
Signals aufgrund der Trennung der Quenchergruppe erlaubt.
-
In
einer anderen Ausführungsform
stellt deshalb die vorliegende Erfindung einen Komplex bereit umfassend
Vorwärts-
und Rückwärtsprimer,
welche mit komplementären
Strängen
einer Zielsequenz hybridisiert sind, umfassend die gesamte oder
einen Teil einer 16S-rDNA oder 16S-rRNA oder ein Homolog oder Derivat oder
funktionelles Äquivalent
davon und eine Oligonukleotidsonde, welche an ihrem 5'-Ende durch ein fluorogenes
Reportermolekül
und an ihrem 3'-Ende
durch ein Molekül
markiert ist, welches zum Quenchen des fluorogenen Moleküls fähig ist,
wobei die Oligonukleotidsonde mit einem Anteil der 16S-rDNA oder
16S-rRNA hybridisiert, welcher zwischen den Vorwärts- und Rückwärtsprimern verschachtelt ist.
-
Die
bevorzugten erfindungsgemäßen Primer
und Sonden zeigen wenigstens eine der folgenden Eigenschaften:
- (i) umfassen eine Schmelztemperatur (Tm) von DNA zwischen etwa 58°C und etwa
60°C für Primer
und etwa 68°C
und 70°C
für die
Sonde,
- (ii) umfassen einen GC-Gehalt von zwischen etwa 30 und 80%,
- (iii) umfassen nicht mehr als drei aufeinanderfolgende Gs im
Primer oder der Sonde,
- (iv) umfassen nicht mehr als 2 GCs in den letzten 5 Nukleotiden
am 3'-Ende des Primers,
- (v) umfassen kein G am 5'-Ende
der Sonde,
- (vi) die Selektion der Sonde sollte vom Strang mit mehr Cs als
Gs erfolgen, und
- (vii) die Amplikonlänge
sollte zwischen etwa 50 und etwa 150 bp liegen.
-
In
einer am stärksten
bevorzugten Ausführungsform
ist der Primer-Sondensatz wie folgt:
Universeller Vorwärtsprimer:
TCCTACGGGAGGCAGCAGT (SEQ ID NO: 1)
Universeller Rückwärtsprimer:
GGACTACCAGGGTATCTAATCCTGTT (SEQ ID NO: 2)
Universelle Sonde:
CGTATTACCGCGGCTGCTGGCAC (SEQ ID NO: 3).
-
Folglich
beabsichtigt ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt ein Verfahren zum
Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalts in einer Probe, wobei das Verfahren
Unterziehen einer DNA in der Probe einer Echtzeit-PCR umfasst, welche
einen Primer-Sondensatz
verwendet, welcher Primer umfasst, welche ausgewählt sind, um DNA zu amplifizieren
umfassend oder assoziiert mit 16S-rDNA oder 16S-rRNA oder einem
Homolog oder Derivat oder funktionellem Äquivalent davon, und eine Sonde,
welche mit einer Nukleotidsequenz verschachtelt zwischen den Primers
hybridisiert, wobei die Sonde an ihrem 5'-Ende durch ein fluorogenes Reportermolekül und an
ihrem 3'-Ende durch
ein Molekül
fähig zu
Quenchen des fluorogenen Moleküls
markiert ist, wobei die Amplifikation für eine Zeitdauer und unter
Bedingungen stattfindet, um einen Gehalt eines Amplifikationsprodukts
zu erzeugen, welcher zum Mikroorganismengehalt in der Probe proportional
ist.
-
Vorzugsweise
werden die Vorwärts-
und Rückwärtsprimer
und die Sonde durch diejenigen von SEQ ID NO: SEQ ID NO: 1, SEQ
ID NO: 2 bzw. SEQ ID NO: 3 definiert, oder die Vorwärts- und
Rückwärtsprimer und
die Sonde, welche mit einer komplementären Form von SEQ ID NO: 1,
SEQ ID NO: 2 bzw. SEQ ID NO: 3 unter niedrigen Stringenzbedingungen
hybridisieren, und/oder welche wenigstens etwa 70% Ähnlichkeit
mit SEQ ID NO: 1, SEQ ID NO: 2 oder SEQ ID NO: 3 oder ihren komplementären Formen
zeigen. Die Sonde ist praktischerweise an ihrem 5'-Ende mit einem Reportermolekül wie zum
Beispiel einem fluoreszierenden Farbstoff, zum Beispiel 6-Carboxyfluorescein
(6-FAM) markiert, ist aber nicht darauf beschränkt. Das 3'-Ende ist praktischerweise mit einem
Quenchmolekül
markiert wie zum Beispiel 6-Carboxytetramethylrhodamin
(TAMRA), ist aber nicht darauf beschränkt.
-
Der
Begriff "Ähnlichkeit" wie hierin verwendet
schließt
eine exakte Identität
zwischen verglichenen Sequenzen auf der Nukleotidebene ein. In einer
besonders bevorzugten Ausführungsform
werden Nukleotidsequenz-Vergleiche auf der Ebene der Identität gemacht,
statt auf der Ebene der Ähnlichkeit.
-
Begriffe,
welche zum Beschreiben von Sequenzbeziehungen zwischen zwei oder
mehr Polynukleotiden verwendet werden, schließen "Referenzsequenz", "Vergleichsfenster", "Sequenzähnlichkeit", "Sequenzidentität", "Prozentwert der Sequenzähnlichkeit", "Prozentwert der Sequenzidentität", "im Wesentlichen ähnlich" und "wesentliche Identität" ein. Eine "Referenzsequenz" ist wenigstens 12,
aber häufig
15 bis 18 Monomereinheiten lang. Weil zwei Polynukleotide jeweils
umfassen können
(1) eine Sequenz (d. h. nur einen Anteil der vollständigen Polynukleotidsequenz),
welche zwischen den zwei Polynukleotiden ähnlich ist, und (2) eine Sequenz,
welche zwischen den zwei Polynukleotiden divergent ist, werden Sequenzvergleiche
zwischen zwei (oder mehr) Polynukleotiden typischerweise durch Vergleichen
von Sequenzen der zwei Polynukleotide über einem "Vergleichsfenster" durchgeführt, um lokale Regionen einer
Sequenzähnlichkeit
zu identifizieren und zu vergleichen. Ein "Vergleichsfenster" bezieht sich auf ein konzeptuelles
Segment von typischerweise 12 benachbarten Nukleotiden, welche mit
einer Referenzsequenz verglichen werden. Das Vergleichsfenster kann Hinzufügungen oder
Deletionen (d. h. Lücken)
von etwa 20% oder weniger verglichen mit der Referenzsequenz (welche
keine Hinzufügungen
oder Deletionen umfasst) für
einen optimalen Abgleich der zwei Sequenzen umfassen. Ein optimaler
Abgleich von Sequenzen zum Abgleichen eines Vergleichsfensters kann
durch computerisierte Implementierungen von Algorithmen durchgeführt werden
(GAP, BESTFIT, FASTA und TFASTA im Wisconsin Genetics Softwarepack
Ausgabe 7.0, Genetische Computergruppe, 575 Science Drive Madison,
WI, USA) oder durch Inspektion und den besten Abgleich (d. h. was
zur höchsten
prozentualen Homologie über
dem Vergleichsfenster führt),
welcher durch ein beliebiges der verschiedenen ausgewählten Verfahren
erzeugt wird. Bezug kann ebenso auf die BLAST-Familie von Programmen
wie zum Beispiel offenbart von Altschul et al. (18) genommen werden.
Eine detaillierte Diskussion der Sequenzanalyse kann in Kapitel
19.3 von Ausubel et al. (19) gefunden werden.
-
Die
Begriffe "Sequenzähnlichkeit" und "Sequenzidentität" wie hierin verwendet
beziehen sich darauf, dass Sequenzen identisch sind oder auf einer
Nukleotid-zu-Nukleotid-Basis über einem
Vergleichsfenster funktionell oder strukturell ähnlich sind. Daher wird ein "Prozentwert von Sequenzidentität" zum Beispiel durch Vergleichen
von zwei optimal abgeglichenen Sequenzen über dem Vergleichsfenster berechnet,
wobei die Anzahl von Positionen bestimmt wird, bei welchen die identische
Nukleinsäurebase
(z. B. A, T, C, G, I) in beiden Sequenzen auftritt, um die Anzahl
von passenden Positionen zu ergeben, die Anzahl von passenden Positionen
durch die Gesamtzahl von Positionen im Vergleichsfenster (d. h.
der Fenstergröße) geteilt
wird und das Ergebnis mit 100 multipliziert wird, um den Prozentwert
der Sequenzidentität
zu ergeben. Für
die erfindungsgemäßen Zwecke
wird unter "Sequenzidentität" der "Trefferprozentwert" verstanden, welcher
zum Beispiel durch GAP im Wisconsin Genetics Softwarepack oder anderen
Programmen wie zum Beispiel dem DNASIS-Computerprogramm (Version 2.5 für Windows,
verfügbar
von Hitachi Software Engineering Co. Ltd., South San Francisco,
Kalifornien, USA) berechnet wird, wobei Standardvoreinstellungen
wie im Referenzhandbuch verwendet werden, welches der Software beigefügt war. Ähnliche
Kommentare passen in Bezug auf die Sequenzähnlichkeit.
-
Ein
Bezug hierin auf eine niedrigen Stringenz schließt ein und umfasst von wenigstens
etwa 0 bis wenigstens etwa 15% v/v Formamid und von wenigstens etwa
1 M bis wenigstens etwa 2 M Salz zur Hybridisierung und wenigstens
etwa 1 M bis wenigstens etwa 2 M Salz für die Waschbedingungen. Generell
ist niedrige Stringenz wenigstens von etwa 25–30°C bis etwa 42°C. Die Temperatur
kann verändert
werden, und höhere Temperaturen
können
verwendet werden, um Formamid zu ersetzen und/oder alternative Stringenzbedingungen
zu ergeben. Alternative Stringenzbedingungen können wenn notwendig angewendet
werden, wie zum Beispiel eine mittlere Stringenz, welche von wenigstens
etwa 16% v/v bis wenigstens etwa 30% v/v Formamid und von wenigstens
etwa 0,5 M bis wenigstens etwa 0,9 M Salz zur Hybridisierung und
wenigstens etwa 0,5 M bis wenigstens etwa 0,9 M Salz für die Waschbedingungen
einschließt
und umfasst, oder hohe Stringenz, welche von wenigstens etwa 31%
v/v bis wenigstens etwa 50% v/v Formamid und von wenigstens etwa
0,01 M bis wenigstens etwa 0,15 M Salz zur Hybridisierung und wenigstens
etwa 0,01 M bis wenigstens etwa 0,15 M Salz für die Waschbedingungen einschließt und umfasst.
Im Allgemeinen wird Waschen ausgeführt bei Tm =
69,3 + 0,41(G + C)% (20). Jedoch wird die Tm einer
Duplex-DNA mit jeder
Erhöhung
der Anzahl von nicht zusammenpassenden Basenpaaren von 1% um 1°C vermindert
(21). Formamid ist in diesen Hybridisierungsbedingungen optional.
Folglich werden besonders bevorzugte Stringenzgrade wie folgt definiert:
niedrige Stringenz ist 6 × (SSC)
Puffer, 0,1% w/v Natriumdodecylsulfat (SDS) bei 25–42°C, eine moderate
Stringenz ist 2 × SSC-Puffer,
0,1% w/v SDS bei einer Temperatur im Bereich 20°C bis 65°C, hohe Stringenz ist 0,1 × SSC-Puffer,
0,1% w/v SDS bei einer Temperatur mit einer wenigstens 65°C.
-
Die
Primer und Sonden können
modifiziert sein, damit diese gattungs- oder speziespezifisch sind.
Alternativ oder zusätzlich
können
weitere Primer oder Sonden verwendet werden, um eine Mikroorganismengattung
oder -spezies zum Beispiel durch Primer/Sondenabfrage spezifisch
zu definieren. In bezug auf das Vorstehende kann der universelle
Primer/Sondensatz als eine Falle für 16S-rDNA/rRNA oder ihre Homologe, Äquivalente
oder Derivate verwendet werden, welche dann einer Identifizierung
der Gattung oder Spezies des Mikroorganismus' oder des vorwiegenden Mikroorganismus' unterzogen werden.
Eine gewisse teilweise Vorselektion kann ebenso durchgeführt werden,
um die Probe zum Beispiel zu bestimmten Typen von Mikroorganismen
wie zum Beispiel Aerobier, Anaerobier oder Mikroben mit bestimmten
Nährstoff-Erfordernissen oder Merkmalen
oder Antibiotikum-resistenten Mikroben zu verschieben.
-
Folglich
beabsichtigt ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt ein Verfahren zum
Identifizieren eines bestimmten Mikroorganismus' oder der Prävalenz einer bestimmten Mikroorganismengattung
oder -spezies in einer Probe, wobei das Verfahren Gewinnen einer
DNA oder RNA in der Probe durch einen Primer mit einer Nukleotidsequenz
umfasst, welche komplementär
zu einer Nukleotidsequenz innerhalb einer 16S-rDNA oder 16S-rRNA
ist, und dann Unterziehen der gewonnenen DNA oder RNA einer Nukleotidsequenzierung
und/oder Abfrage durch eine gattungs- oder speziespezifische Sonde
und dann Bestimmen des Mikroorganismus' durch die bestimmte Sequenz oder Muster
von Sondenabfragen.
-
In
einer verwandten Ausführungsform
wird ein Verfahren zum Identifizieren eines Mikroorganismus' durch seine Gattung
in einer Probe bereitgestellt, wobei das Verfahren Unterziehen einer
DNA in der Probe einer Echtzeit-PCR umfasst, welche einen Primer-Sondensatz
verwendet, welcher Primer umfasst, welche ausgewählt sind, um DNA umfassend
oder assoziiert mit 16S-rDNA oder 16S-rRNA zu amplifizieren, und
eine Sonde, welche mit einer Nukleotidsequenz verschachtelt zwischen
den Primern hybridisiert, wobei die Sonde entweder spezifisch für den Mikroorganismus
ist, welcher identifiziert werden soll oder welcher danach durch eine
gattungsspezifische Sonde identifiziert wird.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Primer ebenso eine gattungsspezifische Sonde.
-
In
einer besonders geeigneten Ausführungsform
wird der Primer/Sondensatz als Falle für Nukleinsäurematerial verwendet, welches
dann kloniert und sequenziert wird, um die Gattung oder Spezies
der vorwiegenden Mikrobe zu bestimmen. Eine Entscheidung kann dann
gemacht werden, um die vorwiegende Mikrobe zu studieren oder zu
kultivieren. Dies ist besonders geeignet beim Studium von anaeroben
Bakterien, welche anspruchsvolle Kulturerfordernisse haben, welche
dann schwierig zu kultivieren sind. Dies ist sogar besonders geeignet
zum Isolieren und Identifizieren von anaeroben Bakterien von Dentalplaques,
welche schwierig zu kultivieren sind, wenn konventionelle Verfahren
verwendet werden. DNA oder RNA kann extrahiert werden, einer PCR
durch die universellen Primer unterzogen werden, und dann kann das
amplifizierte Fragment isoliert und sequenziert werden, und der
Organismus kann durch BLAST/GAP oder andere Computeranalyse identifiziert
werden.
-
Ein
Bezug hierin auf einen "Primer" oder eine "Sonde" soll nicht als eine
beliebige Beschränkung
auf die Struktur, Größe oder
Funktion genommen werden. Der Primer kann als ein Amplifikationsmolekül verwendet
werden oder kann als eine Sonde für Hybridisierungszwecke verwendet
werden. Die bevorzugte Form des Moleküls ist ein Primer für die Amplifikation.
-
Ein
Bezug hierin auf einen "Nukleinsäureprimer" schließt einen
Bezug zu einer Sequenz von Desoxyribonukleotiden oder Ribonukleotiden
ein, welche wenigstens 3 Nukleotide umfasst. Generell umfasst der
Nukleinsäureprimer
von etwa 3 bis etwa 100 Nukleotide, vorzugsweise von etwa 5 bis
etwa 50 Nukleotide und noch stärker
bevorzugt von etwa 5 bis etwa 25 Nukleotide. Auf einen Primer mit
weniger als 50 Nukleotiden kann hierin ebenso als ein "Oligonukleotidprimer" bezuggenommen werden.
Die erfindungsgemäßen Primer können synthetisch
hergestellt werden zum Beispiel durch das schrittweise Hinzugeben
von Nukleotiden oder können
Fragmente, Teile, Anteile oder Verlängerungsprodukte von anderen
Nukleinsäuremolekülen sein.
Der Begriff "Primer" wird in seinem allgemeinsten
Sinn verwendet, um eine beliebige Länge von Nukleotiden einzuschließen, welche,
wenn sie für
Amplifikationszwecke verwendet werden, eine freie 3'-Hydroxylgruppe für die Initiation
von einer DNA-Synthese durch eine DNA-Polymerase bereitstellen können. Eine
DNA-Synthese führt
zur Verlängerung
des Primers, um ein Primerverlängerungsprodukt
komplementär
zum Nukleinsäurestrang
herzustellen, an welchen der Primer hybridisiert hat. Der Primer
oder die Sonde kann ebenso als eine Fänger- oder Verankerungsgruppe
von Ziel-DNA oder -RNA berücksichtigt
werden.
-
Die
Verlängerung
des hybridisierten Primers, um ein Verlängerungsprodukt herzustellen,
wird hierin durch den Begriff "Amplifikation" eingeschlossen.
Eine Amplifikation tritt generell in Zyklen von Denaturierung gefolgt
von einer Primerhybridisierung und -verlängerung auf. Die vorliegende
Erfindung umfasst von etwa 1 Zyklus bis etwa 120 Zyklen, vorzugsweise
von etwa 2 bis etwa 70 Zyklen und noch stärker bevorzugt von etwa 5 bis
etwa 40 Zyklen einschließend
etwa 10, 15, 20, 25 und 30 Zyklen.
-
In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
wird die Herstellung der Probe in Anwesenheit eines Nukleaseinhibitors
durchgeführt.
-
Der
Test kann auf eine beliebige Anzahl von Weisen durchgeführt werden.
Zum Beispiel wird eine immobilisierte Form des Tests beabsichtigt.
In einer Ausführungsform
wird ein generischer Primer auf einem festen Träger immobilisiert, um Ziel-DNA/-RNA
zu fangen. Vorwärts-
und Rückwärtsprimer
und die Sonde in der löslichen
Phase werden dann zum Durchführen
der Echtzeit-PCR oder einer verwandten oder äquivalenten Technologie verwendet.
In einer alternativen Ausführungsform
wird einer der Vorwärts-
oder Rückwärtsprimer als
das Fängermolekül verwendet.
-
In Übereinstimmung
mit diesem erfindungsgemäßen Aspekt
wird eine Nukleinsäureprobe,
welche auf die Anwesenheit von Bakterien getestet werden soll, in
eine Kammer, in ein Loch oder anderes Gefäß gebracht, welches ein immobilisiertes
Nukleinsäure-Fängermolekül umfasst.
Die Fängermoleküle umfassen
eine Nukleotidsequenz im Wesentlichen komplementär zu einem Anteil von entweder
der Ziel-Nukleotidsequenz oder einer Nukleotidsequenz innerhalb
eines Nukleinsäuremoleküls, welches
die Zielsequenz umfasst. Die Begriffe "Fängermolekül" und "Primer" können austauschbar
verwendet werden.
-
Das
Fängermolekül kann auf
der Festphase durch ein beliebiges passendes Mittel immobilisiert
werden. Die Festphase kann eine beliebige Struktur mit einer Oberfläche sein,
welche zum Ankern eines Nukleinsäureprimers
oder eines anderen Fängermoleküls derivatisiert
werden kann. Vorzugsweise ist die Festphase ein planares Material
wie zum Beispiel die Seite eines Mikrotiterlochs oder die Seite
eines Messstabs.
-
Das
verankerte Nukleinsäuremolekül muss generell
ein Ziel-Nukleinsäuremolekül durch
Hybridisierung fangen und gegebenenfalls an einer Amplifikationsreaktion
teilnehmen können.
Alternativ fängt
das verankerte Nukleinsäuremolekül amplifizierte
Nukleinsäuremoleküle.
-
Verfahren
zum Binden von Nukleinsäuremolekülen an feste
Träger
sind im Stand der Technik gut bekannt. Verfahren zum Binden des
Primers an die Festphase schließen
Amidbindung, Amidatbindung, Thioetherbindung und die Einführung von
Aminogruppen auf die Festphase ein. Beispiele von Bindung an eine
Festphase können
in der Internationalen Patentanmeldung Nr.
PCT/AU92/00587 [
WO 93/09250 ] gefunden werden.
-
Der
verankerte Primer kann ebenso mit einem der Primer in der Lösungsphase
an der Amplifikation teilnehmen. Alternativ wird ein "generischer" Primer am festen
Träger
verankert, um das Nukleinsäuremolekül zu amplifizieren,
welches eine Zielsequenz umfasst. Eine spezifische Amplifikation
der Zielsequenz kann dann durch Primer in der Lösungsphase erzielt werden.
In Beziehung zur letzteren Ausführungsform
würde die
Lösung
zwei Primer in der Lösungsphase
und eine markierte Sonde enthalten.
-
Verankerte
Primer können
ebenso als Falle für
Ziel-DNA oder -RNA für
nachfolgendes Klonieren und/oder Sequenzieren (generell nach Amplifikation)
und/oder Abfrage durch Sonden oder Primer zum Identifizieren einer
Mikroorganismengattung oder -spezies oder den vorwiegenden Mikroorganismus
verwendet werden.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
stellt ein wirksames, kostenwirksames und genaues Mittel zum Detektieren
bestimmter Nukleinsäuremoleküle und dadurch
Quantifizieren einer bakteriellen Last bereit.
-
Wie
oben festgestellt sind die universellen erfindungsgemäßen Primer
und Sonden ebenso als eine Falle für ein gesamtes mikrobenabgeleitetes
Zielmaterial geeignet. Derartiges gefangenes Material kann dann sequenziert
oder kloniert und sequenziert und/oder einer Primer/Sondenabfrage
unterzogen werden. Folglich stellt die vorliegende Erfindung die
Fähigkeit
bereit, um Bakterien in Proben zu detektieren, welche schwierig zu
kultivieren sind und welche bei aller Praxis undetektiert bleiben
würden
oder in Lebendkultur-Zählverfahren unterschätzt würden, oder
alternativ Bakterien, welche sich in einem aggregierten oder koaggregierten
Stadium befinden oder mit Matrixmaterial kontaminiert sind, wie
zum Beispiel in kariösen
Dentinproben, wo fluoreszierende Detektion und/oder mikroskopische
Spezifizierung ebenso unpraktisch sind. Des Weiteren ermöglicht die
Anwendung der universellen erfindungsgemäßen Primer und Sonden eine
schnelle Differenzierung von Bakterien von Virusinfektionen innerhalb
der beschränkten
Zeitvorgaben, welche manchmal in lebensbedrohlichen klinischen Situationen
droht. Dies ist besonders nützlich,
zum Beispiel bei der Diagnose einer Enzephalitis und Unterscheidung
zwischen einer mikrobiellen und viralen Enzephalitis. Auf dem Gebiet
der klinischen Mikrobiologie ermöglicht
die vorliegende Erfindung das Fangen und Identifizieren des überwiegenden
Bakteriums bei einer Infektion, was zu effizienteren Behandlungsprotokollen
führt.
Alle Anwendungen des gegenständlichen
Verfahrens werden von der vorliegenden Erfindung umfasst.
-
Die
vorliegende Erfindung ist anwendbar in einem Industriebereich einschließend die
medizinische, landwirtschaftliche und industrielle Industrie mit
spezifischen Verwendungen einschließend Umweltschutz, Biovermittlung,
medizinische Diagnose, Wasserqualitätskontrolle oder Nahrungsqualitätskontrolle.
-
Noch
ein anderer erfindungsgemäßer Aspekt
ist auf ein Kit in einer kompartimentierten Form gerichtet, wobei
das Kit ein Kompartiment umfasst, welches eingerichtet ist, dass
es ein oder mehrere Primer enthält, welche
fähig zur
Teilnahme an einer Amplifikationsreaktion von DNA umfassend oder
assoziiert mit 16S-rDNA oder 16S-rRNA
sind, ein anderes Kompartiment, welches eine Sonde umfasst, welche
an ihrem 5'-Ende
durch ein fluorogenes Reportermolekül und an ihrem 3'-Ende durch ein Molekül fähig zum
Quenchen des fluorogenen Moleküls
markiert ist, und gegebenenfalls ein anderes Kompartiment, welches
eingerichtet ist, Reagenzien zum Durchführen einer Amplifikationsreaktion
zu enthalten, und gegebenenfalls ein Kompartiment, welches für eine Nukleinsäureextraktion
von Zellen eingerichtet ist.
-
In
einer alternativen Ausführungsform
umfasst das Kit eine Mikrotiterplatte mit zwei oder mehr Löchern und
mit den Reagenzien, welche die Primer in den Löchern einschließen.
-
Ein
oder mehrere der Primer können
ebenso in den Kompartimenten immobilisiert sein.
-
Das
Kit kann praktischerweise für
eine automatisierte oder halb-automatisierte Verwendung eingerichtet
sein.
-
Das
Kit kann ebenso ein Kompartiment für eine Nukleinsäureextraktion
umfassen.
-
Das
Kit kann ebenso ein Array von Primern oder Sonden umfassen, um eine
Detektion nicht nur von Procarya zu erlauben, sondern ebenso andere
Mikroorganismen oder spezifische Bakterien.
-
Die
vorliegende Erfindung weiter stellt ein Extraktionsverfahren zum
Extrahieren von Nukleinsäurematerial
für eine
Amplifikation durch den universellen Primer/Sondensatz bereit.
-
Folglich
beabsichtigt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Extrahieren
von Nukleinsäurematerial
aus einer Probe, welche mikrobielle Zellen umfasst, wobei das Verfahren
Unterziehen einer konzentrierten Probe der Zellen einem enzymatischen
Abbau und Lysieren der Zellen in Anwesenheit von SDS und dann Reinigen
des Nukleinsäurematerials
umfasst.
-
Vorzugsweise
umfasst die enzymatische Behandlung Behandlung mit einer Proteinase
K und Lysozym und/oder Mutanolysin oder ihren Äquivalenten. Vorzugsweise werden
die lysierten Zellen ebenso mit einer RNase behandelt. Praktischerweise
wird DNA oder RNA dann spezifisch isoliert.
-
Auf
dieses Verfahren wird als Einzelschritt-DEPC-Verfahren bezuggenommen.
-
Weiter
wird ein Zweischritt-DEPC-Verfahren durch die vorliegende Erfindung
beabsichtigt, und dieses könnte
einen druckvermittelten Zelllyseschritt (wie zum Beispiel durch
Beschallung) einschließen
oder Inkubation auf Eis in Anwesenheit von DEPC vor einer enzymatischen
Behandlung.
-
Folglich
stellt die vorliegende Erfindung weiter ein Verfahren zum Extrahieren
von Nukleinsäurematerial
aus einer Probe bereit, welche mikrobielle Zellen umfasst, wobei
das Verfahren Unterziehen einer konzentrierten Probe der Zellen
einer druckvermittelten Zerreißung
oder Inkubation auf Eis in Anwesenheit von DEPC vor einem enzymatischen
Abbau und dann Lysieren der Zellen in Anwesenheit von SDS und dann
Reinigen des Nukleinsäurematerials
umfasst.
-
Vorzugsweise
ist die druckvermittelte Zerreißung
Beschallung. Die bevorzugten anderen Aspekte von diesem Zweischrittverfahren
sind dieselben wie im Einschrittverfahren.
-
In
einer bevorzugten bestimmten Ausführungsform wird das Ein- oder
Zweischrittextraktionsverfahren in Kombination mit dem universellen
Primer/Sondensatz zum Spezifizieren und gegebenenfalls identifizieren bestimmter
Bakterien in einer Probe verwendet.
-
Folglich
beabsichtigt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Bestimmen
der Mikroorganismen in einer Probe, wobei das Verfahren umfasst:
gegebenenfalls
Unterziehen einer konzentrierten Probe der Zellen einer druckvermittelten
Zerreißung
oder Inkubation auf Eis in Anwesenheit von DEPC gefolgt von einem
enzymatischen Abbau und dann Lysieren der Zellen in Anwesenheit
von SDS und dann Reinigen des Nukleinsäurematerials,
Amplifizieren
des Nukleinsäurematerials
in Anwesenheit von Vorwärts-
und Rückwärtsprimern
fähig zum
Hybridisieren mit einer konservierten Nukleotidsequenz innerhalb
einer 16S-rDNA oder 16S-rRNA,
gegebenenfalls Detektieren der
Anwesenheit von amplifiziertem Produkt in Anwesenheit einer Sonde
markiert mit einem Reportermolekül
und Bestimmen des Gesamt-Mikrobengehalts, und
gegebenenfalls
Isolieren des amplifizierten Produkts und entweder Sequenzieren
des isolierten Produkts oder Unterziehen des amplifizierten Produkts
einer genetischen Abfrage zum Identifizieren der vorliegenden Mikroorganismengattung
oder -spezies.
-
Die
vorliegende Erfindung wird weiter von den folgenden nichtbeschränkten Beispielen
beschrieben.
-
BEISPIEL 1
-
Bakterienstämme und Kulturbedingungen
-
Escherichia-coli-Stämme JM109,
NM522 und XL 1 blue (Stratagene, La Jolla, CA, USA) waren aus früheren Studien
verfügbar.
Staphylococcus-aureus-Stämme
ATCC 12600, ATCC 9144, ATCC 12598, ATCC BM 10458 und ATCC BM 1014,
Staphylococcusepidermidis-Stämme
ATCC 35983 und ATCC 14990, Staphylococcus hemolyticus ATCC 29970
und S.-hemolyticus-Infiltratonskeratitis-Isolat, Staphylococcus
schleferi ATCC 43808, Pseudomonas-aeruginosa-Stämme ATCC 19660, ATCC 15442,
ATCC 6294 und ATCC 6206, Pseudomonas-fluorescens-Infiltratonskeratitisisolat,
Pseudomonas-putida-Linsen-Salinenisolat, Pseudomonas-stutzeri-Infiltrationsisolat,
Pseudomonas-alcaligens-Laborisolat, Pseudomonas-Spezies und Serratia
marcescens ATCC 274 wurden durch das Co-operative Research Centre
for Eye Research and Technology [Kooperatives Forschungszentrum
für Augenforschung
und Technologie] bereitgestellt, Universität von Neu-Südwales, Australien. Alle Escherichia-,
Staphylococcus-, Pseudomonas- und Serratia-Spezies wuchsen in Luria-Bertani-Brühe bei 37°C. Streptococcus
mutans LT 11 und Streptococcus sanguis ATCC 10556 wuchsen bei 37°C auf Gehirn-Herz-Infusionsbrühe (Oxoid,
Basingstoke, UK) unter 95% N2 gewachsen/5%
v/v CO2, Fusobacterium nucleatum ATCC 25586,
Fusobacterium necrophorum ATCC 25286, Actinomyces israelii ATCC 12102
und Actinomyces naeslundii ATCC 12104 wurden von der American Type
Culture Collection [Amerikanische Muster-Kultursammlung] (Rockville,
MD, USA) erhalten und wuchsen bei 37°C in einer Gehirn-Herz-Infusionsbrühe in einer
anaeroben Kammer (85% v/v N2, 5% v/v CO2, 10% v/v H2). Porphyromonas
gingivalis ATCC 33277, Prevotella melaninogenica ATCC 25845, Prevotella
loescheii ATCC 15930, Peptostreptococcus micros ATCC 33270 und Peptostreptococcus
anaerobius ATCC 27337 wurden von der American Type Culture Collection
[Amerikanische Muster-Kultursammlung] (Rockville, MD, USA) erhalten
und wuchsen bei 37°C
in CDC-Brühe
(1% v/v Trypticase-Peptone, DIFCO Becton Dickinson, MD, USA, 1%
v/v Trypticase-Sojabrühe, DIFCO
Becton Dickinson, MD, USA, 0,5% w/v Natriumchlorid, 1% w/v Hefeextrakt,
Oxoid, Basingstoke, UK, 0,04% w/v L-Cystein, Sigma Chemical Co.,
St Louis, MO, USA) enthaltend 1% w/v Hemin, 0,4% w/v Menadion und
2% v/v Pferdeserum in einer anaeroben Kammer (85% v/v N2,
5% v/v CO2, 10% v/v H2).
Porphyromonas endodontalis ATCC 35406 American Type Culture Collection
[Amerikanische Muster- Kultursammlung]
Rockville, MD, USA) wuchs ebenso in einer anaeroben Kammer. Lactobacillus
acidophilus ATCC 4356 und Lactobacillus rhamnosus ATCC 7469 von
der IDR-Kultursammlung wuchsen bei 37°C in MRS-Brühe (Oxoid, Basingstoke, UK)
unter mikroaerophilen Bedingungen (95% v/v N2,
5% v/v CO2).
-
BEISPIEL 2
-
Quelle von kariösem Dentin
-
Zwanzig
kariöse
Zähne wurden
nach einer Information von zufällig
ausgewählten
Patienten mit ihrer Zustimmung erhalten, welche sich mit Schmerzen
vorstellten und eine Extraktion wünschten, um ihre Symptome zu
lindern. Patienten wurden von der Studie ausgeschlossen, wenn sie
eine Vorgeschichte einer signifikanten medizinischen Erkrankung
oder einer antimikrobiellen Therapie innerhalb der letzten vier
Monate angegeben hatten. Nichtwiederhergestellte Zähne mit
einer Kronen-Zahnschmelz- und Dentinkaries wurden für den Einschluß in die
Studie auf Basis von klinischen diagnostischen Tests ausgewählt, welche
zeigten, dass sie vital mit klinischen Symptomen von einer reveriblen
Pulpitis waren (Schmerz und erhöhte
Empfindlichkeit gegenüber
heissen und kalten Stimuli).
-
Sofort
nach Extraktion wurde jeder Zahn in einen Behälter mit reduzierter Transportflüssigkeit
(RTF) (24) gebracht und auf eine anaerobe Kammer bei 37°C übertragen,
welches 85% N2, 5% CO2 und
10% H2 v/v/v enthielt. Oberflächlicher
Plaque und Trümmer,
welche die kariöse
Läsion überdecken,
wurden entfernt, und die Oberfläche
wurde mehrere Male mit RTF gespült.
Unter Verwendung von scharfen sterilen Zahnbohrern wurde das ganze
erweichte und kariöse
Dentin in Form von kleinen Fragmenten von einem jeden Zahn gesammelt. Die
Probennahme war innerhalb von 20 min nach der Zahnextraktion beendet.
-
BEISPIEL 3
-
Bestimmung von koloniebildenden Einheiten
in kariösem
Dentin
-
Das
kariöse
Dentin, welches aus einem jeden Zahn einzeln extrahiert wurde, wurde
gewogen, und eine Standardsuspension von 10 mg Nassgewicht Dentin
(ml RTF)–1 wurde
bei 37°C
in einer anaeroben Kammer hergestellt (siehe Beispiel 2). Die Dentinfragmente
wurden homogen in RTF erst durch Vortexten für 20 s und dann durch Homogenisieren
per Hand in einem 2-ml-Glasmomogenisator für 30 s dispergiert. Proben
(100 μl)
von seriellen 10–3- bis 10–6-Verdünnungen
dieser Suspensionen wurden in RTF hergestellt und doppelt auf Trypticase-Sojaagar
(Oxoid) platiert, welcher 1 μg
Menadion ml–1,
5 μg Haemin
ml–1,
400, μg
L-Cystein ml–1 (Sigma)
und 5% v/v Pferdeblut (Amyl Medien) enthielt (10). Die Platten wurden
bei 37°C
in einer anaeroben Kammer für
14 Tage inkubiert, welche 85% N2, 5% CO2 und 10% H2 v/v/v
enthielt, und die Anzahl von koloniebildenden Einheiten wurde gezählt, um
die gesamtmikrobielle Last (mg Nassgewicht von Dentin)–1 zu
bestimmen. Die unbenutzten dispergierten kariösen Dentinproben wurden bei –80°C gefroren.
-
BEISPIEL 4
-
Bestimmung von lebensfähigen Bakterien aus in-vitro-Kulturen
-
Zähler für lebende
Zellen von Kulturen von E. coli, P. aeruginosa und S. aureus wurden
durch Platieren von 100 μl
einer 10–6-Verdünnung der
geeigneten Kultur, welche in LB-Brühe auf LB-Agarplatten
gewachsen war, und Zählen
der Kolonien nach einer aeroben Inkubation für 24 h bei 37°C bestimmt.
-
BEISPIEL 5
-
DNA-Extraktion aus bakteriellen Kulturen
-
DNA
wurde aus einzelnen Bakterienspezies isoliert, wobei entweder das
QIAamp-DNA-Mini-Kit
(QIAGEN, Clifton-hill, VIC) gemäß den Instruktionen
der Herstellers oder das Gefrier-Kochverfahren verwendet wurde.
Im letzteren Fall wurden bakterielle Zellen aus einer 250-μl-Kultur
durch Zentrifugation (14.000 × g
für 2 min
bei Raumtemperatur) erhalten und in 45 μl 10 mM Phosphatpuffer pH 6,7
vor dem Gefrieren bei –20°C resuspendiert.
Die gefrorenen Zellen wurden dann in einem kochenden Wasserbad für 10 min
erwärmt.
-
BEISPIEL 6
-
Extraktion von einer anaeroben bakteriellen
DNA aus kariösem
Dentin
-
Gefrorene
Suspensionen von homogenisiertem kariösen Dentin wurden auf Eis getaut,
und 80 μl-Proben
wurden gezogen und mit 100 μl
ATL-Puffer (Qiagen) und 400 μg
Proteinase K (Qiagen) versetzt. Die Proben wurden für 10 s gevortext
und dann bei 56°C
für 40
min inkubiert, wobei periodisch alle 10 min für 10 s gevortext wurde, um
eine vollständige
Lyse der Zellen zu ermöglichen.
Es wurde gefunden, dass man mit diesem Verfahren DNA sowohl aus
gramnegativen als auch grampositiven anaeroben Bakterien DNA extrahieren kann,
was in Übereinstimmung
mit dem Befund steht, dass die Zellwandintegrität von grampositiven Anaerobiern
beinträchtigt
wird, wenn die Bakterien gegenüber
Sauerstoff exponiert werden (11). Andere mikroaerophile oder fakultative
grampositive Bakterien, welche Streptokokkenen, Lactobacillen und
Actinomyces einschließen,
wurden nicht durch dieses Verfahren lysiert. Nach dem Hinzugeben
von 200 μg
RNase (Sigma) wurden die Proben für weitere 10 min bei 37°C inkubiert.
Die DNA, welche frei von kontaminierender RNA war, wurde dann gereinigt,
wobei das QIAmp-DNA-Mini-Kit (Qiagen) gemäß den Instruktionen des Herstellers
verwendet wurde.
-
BEISPIEL 7
-
Quellen von anderer bakteriellen DNA
-
DNA
von Legionella pneumophila Serogruppe 4 ATCC 33156, Serogruppe 5
ATCC 33216, Serogruppe 6 ATCC 33215, Serogruppe 1 Knoxville 1 ATCC
33153, Philadelphia-1 als auch Legionella anisa, Legionella bozemanii
Serogruppe 2, Legionella Iondineensis, Legionella maceachemii und
Legionella waltersii wurden von The Infectious Diseases Laborstories
[Labor für
Infektionskrankheiten], Institute of Medical and Veterinary Science
[Institut für
medizinische und Veterinär-Wissenschaft],
Südaustralien,
bereitgestellt, und diejenige von Mycobacterium tuberculosis H37RV
durch The Microbiology Laborstory [Mikrobiologisches Labor], Westmead-Krankenhaus,
Neusüdwales,
Australien.
-
BEISPIEL 8
-
DNA-Sequenzanalyse
-
Die
16S-rDNA Sequenzen, welche die meisten der Gruppen von Bakterien
repräsentiert,
welche in Bergey's
Manual (eingetragene Marke) of Determinative Bacteriology [Bergeys
Handbuch der bestimmenden Bakteriologie] (12) dargestellt sind,
welche zur Konstruktion eines universellen Primer-Sondensatzes analysiert
wurden schlossen ein (GenBank-Zugriffsnummer in Klammern): Bacteroides
forsythus (AB035460), P. gin givalis (POYRR16SC), P. melaninogenica
(PVORR16SF), Cytophaga baltica (CBA5972), Campylobacter jejuni (CAJRRDAD),
Helicobacter pylon (HPU00679), Treponema denticola (AF139203), T.
pallidum (TRPRG16S), Leptothrix mobilis (LM16SRR), Thiomicrospira
denitrificans (TDE243144), Neisseria meningitidis (AF059671), Actinobacillus
actinomycetemcomitans (ACNRRNAJ), Haemophilus influenzae (HIDNA5483), E.
coli (ECAT1177T), Salmonella typhi (STRNA16), Vibrio cholerae (VC16SRRNA),
Coxiella burnetii (D89791), L. pneumophilia (LP16SRNA), P. aeruginosa
(PARN16S), Caulobacter vibrioides (CVI009957), Rhodospirillum rubrum
(RR16S107R), Nitrobacter winogradskyi (NIT16SRA), Wolbachia-Spezies
(WSP010275), Myxococcus xanthus (MXA233930), Corynebacterium diphtheriae
(CD16SRDNA), M. tuberculosis (MTRRNOP), Streptomyces coelicolor
(SC16SRNA), A. odontolyticus (AO16SRD), Bacillus subtilis (AB016721),
S. aureus (SA16SRRN), Listeria monocytogenes (S55472), Enterococcus
faecalis (AB012212), L. acidophilus (LBARR16SAZ), S. mutans (SM16SRNA),
Chlostridium botulinum (CBA16S), P. micros (PEP16SRR8), Veillonella
dispar (VDRRNA16S), F. nucleatum (X55401), Chlamydia trachomatis
(D89067) und Mykoplasma pneumoniae (AF132741). Die 16S-rDNA-Sequenzen wurden
abgeglichen, wobei das GCG-Programm Pileup (22) verwendet wurde,
auf welches über
den Australian National Genomic Information Service [Australischer
nationaler genomischer Informationsdienst] zugegriffen wurde (ANGIS,
http://www.angis.org.au). Identitätsregionen wurden manuell für den Entwurf
der universellen Sonde und Primer (1A, 1B, 1C)
beurteilt und dann auf eine mögliche
Kreuzhybridisierung mit anderen bakteriellen Genen überprüft, wobei
das Datenbankähnlichkeitssuchprogramm
BLAST (23) verwendet wurde, auf welches ebenso über ANGIS zugegriffen wurde.
Die Primer-Express-Software, welche von Applied Biosystems zum Bestimmen
der geeigneten Primer/Sondenkombinationen bereitgestellt wurde,
war nur von beschränktem
Wert bei dieser Aufgabe und wurde nur verwendet, um auf Primer-Dimere
oder interne Haarnadel-Konfigurationen zu prüfen. Nach dem Entwurf wurden
die Sonden- und Primersequenzen (Tabelle 1) durch Applied Biosystems
synthetisiert.
-
BEISPIEL 9
-
PCR-Bedingungen
-
Amplifikation
und Detektion von DNA durch Echtzeit-PCR wurde mit dem ABI-PRISM-7700-Sequenzdetektionssystem
(PE Biosystems, Foster City, CA, USA) durchgeführt, wobei 96-Loch-Platten
mit optischer Qualität
verwendet wurden. Zur Bestimmung der vorwiegend anaeroben gramnegativen
bakteriellen Last in kariösen
Dentin wurde die PCR-Reaktion dreifach in einem Gesamtvolumen von
25 μl ausgeführt, wobei
entweder der TaqMan (eingetragene Marke) PCR-Core-Reagenzkit, PE
Biosystems (Foster City, CA, USA), zu welchem 200 μM von jedem
dNTP, 3,5 mM MgCl2, 0,625 U AmpliTaq Gold
in 1 × PCR-Puffer
hinzugegeben wurde, welches von PE Biosystems (Foster City, CA,
USA) geliefert wurde, wobei 300 nM Vorwärts- und Rückwärtsprimer und 175 nM fluorogene
Sonde verwendet wurde. Alternativ wurde der TaqMan (eingetragene
Marke) Universal PCR Master Mix (PE Biosystems, Foster City, CA,
USA) verwendet, welcher 100 nM von jedem der universellen Vorwärts- und
Rückwärtsprimer
und die fluorogene Sonde enthielt. Die Reaktionsbedingungen für eine DNA-Amplifikation
waren 50°C
für 2 min,
95°C für 10 min
und 40 Zyklen von 95°C
für 15
s und 60 C für
1 min. Die Daten wurden analysiert, wobei die Sequenzdetektionssystemsoftware
von PE Biosystems (Foster City, CA, USA) verwendet wurde, und werden
als Mittelwert von doppelten Proben präsentiert.
-
BEISPIEL 10
-
DNA-Isolierungsverfahren
-
- (i) Beschallung: Bakterielle Zellen, welche
bei 14.000 × g
für 2 min
bei Raumtemperatur pelletiert wurden, wurden in 10 mM Phosphatpuffer
pH 6,7 resuspendiert, welcher Glas-Beads enthielt, und sie wurden
für 5 min,
10 min und 15 min mit 75 Watt Leistung beschallt, wobei ein Branson-Ultraschallgerät Modell
250 verwendet wurde. Aliquots wurden nach jedem Zeitintervall gesammelt.
- (ii) Gefrier-Tauverfahren: Das Zellpellet wurde in 10 mM Phosphatpuffer
pH 6,7 resuspendiert, bei –20°C gefroren,
und nach dem Tauen wurde ein Aliquot für die PCR-Reaktion verwendet.
- (iii) Gefrier-Kochverfahren: Bakterielle Zellen, welche bei
14.000 × g
für 2 min
bei Raumtemperatur pelletiert wurden, wurden in 10 mM Phosphatpuffer
pH 6,7 resuspendiert, bei –20°C gefroren
und für
10 min in kochendes Wasser gebracht, bevor sie für die PCR-Reaktion verwendet
wurden.
- (iv) Enzymatisches Verfahren: Bakterielle Zellen, welche bei
14.000 × g
für 2 min
bei Raumtemperatur pelletiert wurden, wurden in 10 mM Phosphatpuffer
pH 6,7 resuspendiert, welcher Lysozym und Mutanolysin (jeweils mit
1 mg/ml Endkonzentration) enthielt, und bei 60°C für 30 min inkubiert und mit
SDS (1% w/v Endkonzentration) lysiert.
- (v) QIAmp-DNA-Mini-Kit-Verfahren: Gesamtzell-DNA wurde aus bakteriellen
Kulturen mit dem QIAmp-DNA-Mini-Kit (QIAGEN) gemäß den Instruktionen des Herstellers
extrahiert.
- (vi) ZnCl2/EDTA/DEPC-Verfahren: Bakterielle
Zellen, welche bei 14.000 × g
für 2 min
bei Raumtemperatur pelletiert wurden, wurden in 10 mM Phosphatpuffer
pH 6,7 resuspendiert, welcher Lysozym und Mutanolysin (jeweils mit
1 mg/ml-Endkonzentration)
und 5 mM ZnCl2 oder 100 mM EDTA oder 20
mM DEPC enthielt. Nach Inkubation für 30 min bei 60°C wurden
die Zellen mit 1% w/v SDS (Endkonzentration) lysiert. DNA wurde
aus bakteriellen Kulturen mit dem QIAmp-DNA-Mini-Kit gemäß den Instruktionen des Herstellers
gereinigt.
-
BEISPIEL 11
-
Schutz vor Nukleasen
-
Eine
gereinigte Präparation
von DNA und P.-gingivalis-Zellextrakt wurden bei 60°C für 30 min
in Anwesenheit oder Abwesenheit von ZnCl2 (5
mM) oder EDTA (100 mM) oder DEPC (20 mM) oder Kaninchenmuskelaktin
(1 μg/ml)
oder Dipyridyl (2 mM/5 mM) inkubiert, um ihre Wirkung als Nukleaseinhibitoren
zu beurteilen. Ein Aliquot wurde auf 1% w/v Agarosegel-Elektrophorese überprüft.
-
BEISPIEL 12
-
Entwurf von universellen Primern und Sonde
-
Applied
Biosystems hat eine Anzahl von Richtlinien für den Entwurf von Primern und
Sonden herausgegeben. Dies schließen die Tatsache ein, dass
die Schmelztemperatur (Tm) der DNA zwischen
58–60°C für die Primer
und 68–70°C für die Sonde
sein sollte, der G + C-Gehalt zwischen 30–80% sein sollte, es sollte keine
Sequenz von mehr als drei aufeinanderfolgend Gs entweder in den
Primern oder der Sonde sein, es sollten nicht mehr als zwei GCs
innerhalb der letzten fünf
Nukleotiden am 3'-Ende
der Primer sein, es sollte kein G am 5'-Ende der Sonde sein, die Selektion
der Sonde sollte von dem Strang mit mehr Cs als Gs durchgeführt werden,
und die Amplikonlänge
sollte zwischen 50–150
bp liegen.
-
Die
Erfinder haben dann einen Satz von universellen Primern und eine
Sonde entworfen, welche auf der Sequenz von 16S-rDNA basiert, welche
im Wesentlichen wenigstens mit den meisten der Richtlinien des Satzes
von Applied Biosystems entsprechen würde und ebenso einen breiten
Bereich von Bakterienspezies detektieren würde. Die Erfinder konnten nicht
alle dieser Kriterien erfüllen.
Die endgültige
Wahl der Erfinder für einen
universellen Primer-Sondensatz wich jedoch nur auf zwei Arten vom
Ideal ab. Dies waren die Länge
des Amplikons und die Anzahl von GCs in den letzten fünf Nukleotiden
des Vorwärtsprimers.
Der Primer-Sondensatz, welcher entworfen wurde, um als ein universelles
Detektionssystem für
die Procarya durch Echtzeit-PCR zu wirken, erzeugte ein 466-bp-Amplikon,
welches die Reste 331 bis 797 auf dem E.-coli-16S-rRNA-Gen überspannt (Tabelle 1). Die
ausgewählte
Sonden- und Primersequenzen sind in allen Gruppen von Procarya hoch konserviert
(12), für
welche repräsentative
bakterielle 16S-rRNA Gene abgeglichen wurden (1).
-
Obwohl
der Mehrfachabgleich der ausgewählten
bakteriellen 16S-rRNA-Sequenzen zwei Fehlpassungen im Vorwärtsprimer
von F. nucleatum (wobei die Nukleotide unbekannt sind) als auch
eine Deletion im 5'-Ende
des Vorwärtsprimers
von P. micros zeigt, wurden diese Diskrepanzen während einer Echtzeit-PCR toleriert,
da beide Gattungen quantifiziert werden konnten, wenn der universelle
Primer-Sondensatz verwendet wurde (Tabelle 2).
-
Zur
Bestätigung
der Spezifität
für Procarya
durchsuchten die Erfinder eine Anzahl von verfügbaren Eucarya- und Archea-Datenbanken,
welche über
ANGIS verfügbar
waren. Der BLAST-Suchergebnisse zeigten nur einen signifikanten
Treffer – eine
spezifische Brustkrebs-Zelllinie (BT029), welche nur durch den Rückwärtsprimer
detektiert wurde. Jedoch wurde die menschliche DNA-Probe, welche
von Applied Biosystems in ihrem beta-Aktindetektionskit geliefert
wurde, nicht durch den Primer-Sondensatz amplifiziert und ergab
ein vollkommen negatives Ergebnis.
-
BEISPIEL 13
-
Empfindlichkeit des universellen Primer-Sondensatzes
bei der Detektion von E.-coli-rDNA
-
Die
Technologie von TaqMan (eingetragene Marke) bestimmt den PCR-Zyklus,
bei welchem die Erhöhung
der Fluoreszenz des Reporterfarbstoffs eine Schwelle erreicht. Dies
ist als den Schwellenzyklus (threshold cylce CT)
bekannt und ist proportional zur Menge von Ziel-DNA und daher der
Bakterienzahl in der Probe. Die Erfinder erstellten einen Standardgraphen,
welcher auf der Detektion von E.-coli-rDNA basiert, wobei eine E.-coli-Zelle
theoretisch der Detektion von 4,96 fg DNA entspricht (2).
Wenn E. coli als Standard verwendet wurde, wurden zwischen 238 fg
von E.-coli-DNA (korrespondierend 48 E.-coli-Zellen) und 2,38 ng
von E.-coli-DNA (korrespondierend 4,8 × 105 E.-coli-Zellen)
konsistent detektiert. Jedoch zieht dies nicht die Anzahl von rDNA-Kopien auf dem E.-coli-Genom
in Betracht. Die Beschränkung
auf die niedrigere Detektionsgrenze (d. h. zwischen 4,8 Zellen und
48 Zellen) variiert mit der Verwendung vom TaqMan (eingetragene
Marke) PCR-Core-Reagentienkit oder des TaqMan (eingetragene Marke)
Universal PCR Master Mix, welcher von PE Biosystems (Foster City,
CA, USA) geliefert wurde. Dies liegt vermutlich an einer bakteriellen
DNA-Kontamination
entweder in der Enzympräparation
oder in den chemischen Reagenzien, welche für die PCR (13–16) verwendet
wurden, eine Beobachtung, welche in dieser Studie durch Detektion
verifiziert wurde, wobei der universelle Primer-Sondensatz von rDNA
in Reagenzmischungen und negativen Kontrollen verwendet wurde, welche
keine hinzugegebene E.-coli-DNA enthielten (3). Obwohl
40 PCR-Zyklen mit dem universellen Primer-Sondensatz möglich waren,
wurde in der Nicht-Templatekontrolle das fluoreszierende Signal
konsistent um ein CT von 33 und 38 detektiert.
-
BEISPIEL 14
-
Detektion über einen breiten Bereich und
relative Bestimmung einer Bakterienzahl
-
Um
die relative gesamtbakterielle Last für eine gegebene Spezies zu
bestimmen, haben die Erfinder den CT-Wert
für die
Testprobe mit einem Standardgraphen verglichen, welcher von bekannten
Mengen von E.-coli-DNA abgeleitet wurde (2). Der
Standardgraph wurde vorzugsweise aus Daten hergestellt, welche gleichzeitig
wie die Testproben gesammelt wurden, um als eine interne Kontrolle
zu wirken. Durch Verwenden der Standardkurve konnte sowohl die relative
Konzentration von DNA in der Probe als auch die relative Anzahl von
Bakterien für
alle ausgewählten
Spezies bestimmt werden, welche die bedeutenden Gruppen von Bakterien
repräsentieren,
welche in Bergey's
Manual of Determinative Bacteriology [Bergeys Handbuch der bestimmenden
Bakteriologie] (12) [Tabelle 2] gelistet werden. Für alle diese
Spezies war die Varianz klein bei einem Wert von 2,00 × 102 (Bereich 1,98–2,06 × 102)
Bakterien pro pg DNA, wenn E.-coli-DNA als ein Standard verwendet
wurde. Dies zeigte, dass die DNA-Quelle nicht den Detektionsgrad
beeinflusste und dass der Primer-Sondensatz ebenso beim Detektieren
der DNA ungeachtet der Spezies wirksam war, von welcher sie extrahiert
wurde. Ähnliche
Schlussfolgerungen konnten gezogen werden, wenn verschiedene Stämme von
einer derselben Spezies durch Echtzeit-PCR detektiert wurden (Tabelle
3).
-
BEISPIEL 15
-
Wirkung der Quelle von Standard-DNA auf
der Messung von einer relativen DNA-Konzentration
-
Vergleich
mit einem DNA-Standard, welcher von demjenigen von E. coli verschieden
ist, sollte zu Unterschieden in der relativen Menge von DNA führen, welche
aufgrund von Variationen in der rDNA-Kopienzahl detektiert wird,
als auch die Multiplizikationswirkung, welche die Generationszeit
(td) auf diese Anzahl haben kann. Um dies
zu bestätigen,
wurde ein Vergleich zwischen den drei schnell wachsenden aerobe
Bakterien S. aureus, E. coli und P. aeruginosa mit td in
vitro in der Größenordnung
von 20–50
min und zwei langsam wachsenden obligate oralen Anaerobiern P. melaninogenica
und P. endodontalis mit td in vitro in der
Größenordnung von
5–15 h
gemacht. Die relative Menge von DNA, welche durch Echtzeit-PCR geschätzt wurde,
wobei jede der 5 DNAs als Standard verwendet wurde, war auf die
DNA-Menge bezogen, welche bei A260 nm (auf
100% gesetzt) bestimmt wurde. Jedenfalls würde erwartet, dass ein Vergleich
von entsprechender DNA durch Echtzeit-PCR mit der bekannten Menge von hinzugegebener
DNA annähernd
100% sein würde.
In zwei Fällen
war dies nicht der Fall. Sowohl für P. aeruginosa als auch P.
melaninogenica wurde annähernd
die doppelte DNA-Menge detektiert. Dies war teilweise durch die
Tatsache verursacht, dass die relativen DNA-Mengen durch die Sequenzdetektionssystem-Software
Version 1.6.3 berechnet wurden, welche von Applied Biosystems geliefert
wurde, basiert auf dem willkürlichen
Setzen der horizontalen Schwellenlinie, welche zum Bestimmen des
CT (wie in 3 zu sehen)
verwendet wurde. Die horizontale Schwellenlinie wurde deshalb so
eingestellt, dass diese zwei Werte so nahe wie möglich an 100% gebracht wurden,
und die relative Menge von DNA wurde neu berechnet (Tabelle 4).
-
Wie
erwartet wurde eine Variation in der relativen Menge von DNA beobachtet,
wenn sich die Standard-DNA von derjenigen der ausgewerteten Spezies
unterschied (Tabelle 4). Jedoch wurde ein signifikanter Fehler (> 3-fach) nur beobachtet,
wenn die schnell wachsenden aeroben Bakterien mit den DNA-Standards der
langsam wachsenden obligaten Anaerobier verglichen wurden (Überschätzung),
oder wenn umgekehrt die obligaten Anaerobier mit der DNA der schnellen
wachsenden Aerobier verglichen wurden (Unterschätzung) (Tabelle 4).
-
Einer
der Werte, derjenige der Menge der detektierten S.-aureus-DNA, welche
die P.-melaninogenica-DNA
verwendete, war annähernd
zweifach größer als
erwartet. Jedoch wurde dieser Wert von einem niedrigen CT-Wert gerechnet, wobei signifikante Fehler
aufgrund der logarithmischen Skala der Abszisse im Graphen von CT gegen (DNA) auftreten können. Bei extremen hohen und
niedrigen CT-Werten kann ein Fehler von
2 in der Schätzung
der relativen Menge von DNA auftreten. Indem dieser inhärente Fehler
von 2 in Betracht gezogen wurde und indem danach einer der 25 Werte
für die
relative Menge von DNA um einen Faktor von zwei verändert wurde
(Tabelle 4 – siehe
Fußnote ⧧),
erlauben die Daten in Tabelle 4 eine Schätzung des Verhältnises
der Kopienzahl der 16S-rRNA-Operons in den verschiedenen Spezies.
Ein mittleres Verhältnis von
23:13:10:2:1 (zur nächsten
Ganzzahl) für
die Kopienanzahlen in S. aureus, E. coli, P. aeruginosa, P. endodontalis
bzw. P. melaninogenica war eine Passung der modifizierten Daten.
Dies impliziert, dass die schnell wachsenden Aerobier S. aureus,
E. coli und P. aeruginosa annähernd
das doppelte bekannte chromosomale Komplement von 16S-rRNA-Operons
besaßen.
Die Daten sagten ebenso vorher, dass die obligaten Anaerobier nur
eine oder zwei 16S-rRNA-Operons pro Chromosom besitzen. Die exakten
Kopienanzahlen sind gegenwärtig
unbekannt.
-
BEISPIEL 16
-
Vergleich von Lebendzellzahlen und der
relativen Schätzung
von Bakterien in einer künstlichen
in-vitro-Mischung, wobei Echtzeit-PCR verwendet wurde
-
Um
die Gültigkeit
der Verwendung des universellen Primer-Sondensatzes zum Schätzen der
Bakterien-Gesamtzahl in einer gemischten Kultur zu bestimmen, ließ man die
drei Bakterien E. coli, P. aeruginosa und S. aureus getrennt in
vitro zur stationären
Phase wachsen, und gleiche Volumina der drei Kulturen (2 ml) wurden
zusammengemischt. Die Anzahl von koloniebildenden E.-coli-, P.-aeruginosa-
und S.-aureus-Einheiten
in der stationären
Phase wurden durch eine serielle Verdünnung auf Agarplatten bestimmt
und mit der relativen bakteriellen Last verglichen, welche durch
Echtzeit-PCR bestimmt wurde, wobei der universelle Primer-Sondensatz
und E.-coli- DNA
als Standard verwendet wurde. Eine Überinstimmung in der Schätzung von
bakteriellen Zählern
wurde ungeachtet des verwendeten Verfahrens registriert (Tabelle
5), trotz der Tatsache, dass die Kopienzahl der 16S-rRNA-Operons
in einem einzelnen Chromosom von E. coli 7 ist, während sie
in P. aeruginosa 4 ist und in S. aureus 9 ist, und der Erwartung,
dass P. aeruginosa gegen die E.-coli-Standard-DNA unterschätzt und
S. aureus überschätzt würde.
-
BEISPIEL 17
-
Vergleich der Anzahl von anaeroben Bakterien
in kariösem
Dentin durch eine Echtzeit-PCR mit dem Zähler für die gesamten anaeroben Kolonien
-
Der
Wert der Verwendung des universellen Sonden- und Primersatzes beim
Schätzen
der anaeroben bakteriellen Last in einem kariösen Dentin wurde in zwanzig
klinischen Proben bestimmt, welche DNA von P. melaninogenica ATCC
25845 von anaerob gewachsenen Zellen als Standard verwenden. Ein
Vergleich wurde mit dem Zähler
für die
gesamten anaeroben Kolonien für
jede der Proben gemacht. Der Mittelwert von anaeroben Bakterien,
welcher durch Echtzeit-PCR bestimmt wurde, war 3,6 × 108 (mg Dentin)–1 (Bereich
1,1 × 108–1,1 × 109 [mg Dentin]–1),
während
derjenige für
den Gesamt-Lebenzellzähler
1,1 × 10
(mg Dentin)–1 (Bereich
2,0 × 106–3,7 × 107 [mg Dentin]–1)
war. Die Ergebnisse zeigten, dass die kulturbasierte Technik die
gesamtbakterielle Last in einem kariösen Dentin unterschätzt hat,
da die Anzahl von anaeroben Bakterien, welche in den Proben durch
Echtzeit-PCR detektiert wurden, im Mittel 40-fach größer waren,
als diejenigen, welche durch Kolonienzähler detektiert wurden, trotz
der Tatsache, dass die letzteren ebenso die fakultativen grampositiven
Bakterien enthielten (Tabelle 6).
-
BEISPIEL 18
-
Beschallung von bakteriellen Zellen zur
Isolierung von bakterieller DNA
-
Um
einen DNA-Verlust auszuschließen,
wenn ein Mehrschritt-Probenpräparationsprotokoll
verwendet wurde, wurden bakterielle Zellsuspensionen beschallt,
um DNA aus Zellen zur Quantifizierung frei zu setzen, wobei Echtzeit-PCR
verwendet wurde. DNA wurde wirksamer freigesetzt, wenn die Zellen
unter Verwendung von Glas-Beads beschallt wurden. Beschallte S.
mutans und P. gingivalis wurden auf geeignete Konzentration verdünnt und
im ABI-PRISM-7700-Sequenzdetektionssystem
auf DNA-Quantifizierung überprüft, wobei
der universelle Primer-Sondensatz verwendet wurde. Die Wirkung der
Beschallung wurde mit einer DNA-Isolierung verglichen, welche Gefrieren-Tauen
oder Gefrieren-Kochen verwendet. Wie in 4 zu sehen,
setzte das Gefrier-Kochtechnik-Verfahren die meiste DNA frei. Erhöhte Beschallungszeiten
hatten wenig Wirkung auf die DNA-Ausbeute von S. mutans, hatten
aber eine negative Wirkung auf die P.-gingivalis Ausbeute.
-
BEISPIEL 19
-
Anwesenheit von Nukleasen in P. gingivalis
beobachtet mit Agarosegel-Elektrophorese
-
Die
Anwesenheit von Nukleasen in P. gingivalis wurde überprüft, wobei
1% w/v Agarosegel-Elektrophorese verwendet wurde. Exogene gereinigte
P.-gingivalis-DNA wurde für
30 min bei 50°C
mit jeder der DNA-Isolierungsfraktionen inkubiert, welche in 5A gezeigt
werden, und nach dem Laden auf einem 1%igen w/v Agarosegel konnte
intakte DNA nur nach Kochen der gefrorenen Kultur detektiert werden,
wie in 5A zu sehen.
-
BEISPIEL 20
-
Die kritische Rolle von Nukleasen und
die Wirkung von ZnCl2 auf die Quantifizierung
in einzelnen und gemischten bakteriellen Populationen
-
DNA,
welche aus P. gingivalis in der Abwesenheit oder Anwesenheit von
E. coli oder S. mutans isoliert wurde, wurde im ABI-PRISM-7700-Sequenzdetektionssystem
auf DNA-Quantifizierung überprüft, wobei
der universelle Primer-Sondensatz und eine geeignete Verdünnung der
Probe verwendet wurde. Eine signifikante Verbesserung der DNA-Quantifizierung war
in einzelnen und gemischten bakteriellen Populationen in Anwesenheit
von 5 mM ZnCl2 offensichtlich (6a, 6b).
-
BEISPIEL 21
-
Wirkung des Entfernen von ZnCl2 und SDS auf die Quantifizierung bei Verwendung
unverdünnter
Proben
-
Zum
Eliminieren der Interferenz von ZnCl2 und
SDS in unverdünnten
oder niedrig verdünnten
Proben war es notwendig, den Nukleaseinhibitor bzw. das Zelllysemittel
zu entfernen, bevor die DNA-Proben im ABI-PRISM-7700-Sequenzdetektionssystem
analysiert wurden. Ein P.-gingivalis-Zellpellet resuspendiert in
10 mM Phosphatpuffer pH 6,7 enthaltend Lysozym und Mutanolysin (jeweils
mit 1 mg/ml-Endkonzentration) und 5 mM ZnCl2 wurde
für 30
min bei 60°C
inkubiert und dann mit 1% w/v SDS lysiert, bevor die DNA mit dem QIAamp-DNA-Mini-Kit
gereinigt wurde. DNA-Quantifizierung konnte nicht in unverdünnten Proben
durchgeführt
werden. Dies wurde möglicherweise
durch hohe Konzentrationen von ZnCl2 in
den unverdünnten
Proben verursacht, welches mit der PCR-Reaktion interferieren könnte. Eine
DNA-Reinigung, welche das QIAamp-Mini-Kit verwendete, erbrachte
die in 7 gezeigte quantifizierte DNA-Menge.
-
BEISPIEL 22
-
Interne positive Kontrolle, welche das
B.-tryoni-dsX-Geninsert im pGEM (eingetragene Marke) T-Easy-Vektorsystem
verwendet
-
Eine
exogene interne positive Kontrolle für TaqMan (eingetragene Marke)
wurde entworfen, welche mit dem ABI-PRISM-7700-Sequenzdetektionssystem
zur Bestimmung der Effizienz der DNA-Ausbeute nach der Probenpräparation
verwendet werden soll und zur Untersuchung der Wirkung von beliebigen
PCR-Inhibitoren in der Reaktion. Der Vorwärtsprimer 5'GGAAGGTAAGTTGCATTTCAGCA3' [SEQ ID NO: 4],
Rückwärtsprimer 5'GCGTACTTATCATGGTAAATTAAGTCAATT3' [SEQ ID NO: 5] und
die fluorogene Sonde VIC-TCCCGTTACAAAATCGTGTTTACATCGTATACTCG [SEQ
ID NO: 6] wurden auf Basis der veröffentlichten Sequenz des dsX-Gens
von Bactrocerra tryoni (GenBank-Zugriffsnr. AF040077) entworfen,
wobei die Primer-Express-Software
(Applied Biosystems, Foster City, CA, USA) verwendet wurde. Die
Sondensequenz für
diese interne positive Kontrolle (IPC-BT-PG) war mit dem fluoreszierenden
Farbstoff VIC am 5'-Ende
markiert, um die IPC (interne positive Kontrolle) von den speziespezifischen
und universellen Sonden zu unterscheiden, welche mit dem fluoreszierenden
Farbstoff FAM am 5'-Ende
markiert waren.
-
Das
B.-tryoni-dsX-Geninsert in pGEM (eingetragene Marke) T-Easy wurde
durch PCR bestätigt
und erzeugte ein 89-bp-Amplikon wie es auf 2% w/v Agarosegel-Elektrophorese gesehen
wurde. Das chimäre Plasmid
gab ebenso ein fluoreszierendes Signal im ABI-PRISM-7700-Sequenzdetektionssystem,
was eine interne Position der Sonde im Amplikon bestätigte (8).
-
BEISPIEL 23
-
Isolierung von P.-gingivalis-DNA in Anwesenheit
von der internen positiven Kontrolle
-
Das
P.-gingivalis-Zellpellet (aus 250 μl Kultur zentrifugiert bei 14.000 × g für 2 min
bei Raumtemperatur) wurde in 10 mM Phosphatpuffer pH 6,7 resuspendiert,
welcher Lysozym und Mutanolysin (jeweils mit 1 mg/ml Endkonzentration),
5 mM ZnCl2 und die interne positive Kontrolle
(B.-tryoni-dsX Geninsert in pGEM (eingetragene Marke) T-Easy-Vektorsystem)
enthielt, und wurde für
30 min bei 60°C
inkubiert und dann mit 1% w/v SDS lysiert. Dieselbe Menge von Kulturpellet
wurde ebenso in 10 mM Phosphatpuffer pH 6,7 resuspendiert, welcher
die interne positive Kontrolle enthielt, und bei –20°C gefroren
gehalten. Die gefrorene Probe wurde für 10 min gekocht. Nach Verdünnen der
Probe wurde ein Aliquot in dem ABI-PRISM-7700-Sequenzdetektionssystem überprüft. Eine
größere DNA-Menge
(niedrigerer CT-Wert) wurde für P. gingivalis
und die interne positive Kontrolle geschätzt, wenn die Proben entweder
gekocht oder in Phosphatpuffer isoliert wurden, welcher 5 mM ZnCl2 enthält
(wie in Tabelle 7 zu sehen), während
P.-gingivalis-DNA und die interne positive Kontrolle abgebaut wurden
(höherer
CT-Wert), wenn die Nukleasen in der Gefrier-getauten Probe aktiv
waren, oder in 10 mM Phosphatpuffer. Die interne positive Kontrolle
könnte
deshalb zum Bestimmen der Effizienz der DNA-Ausbeute verwendet werden,
welche der Probenpräparation
folgt.
-
BEISPIEL 24
-
Validierung der Echtzeit-PCR-Schatzung
von Porphyromonas gingivalis in einer paradontalen Plaqueprobe durch
sequenzbasierte Identifizierung
-
Durch
Verwendung von Echtzeit-PCR wurde der Beitrag von Porphyromonas
gingivalis im Vergleich zur gesamtbakteriellen Last einer paradontale
Plaqueprobe aus einer erkrankten Stelle mit einem P.-gingivalis-spezifischen
und einem universellen Primer-Sondensatz
geschätzt.
-
Die
Erfinder verwendeten ein einzelnes universelles Primerpaar, um ein
466-bp-DNA-Fragment
aus der DNA zu amplifizieren, welche aus einer erkrankten Stelle
einer menschlichen paradontalen Plaqueprobe isoliert wurde. Die
verwendeten Primer und Sonden sind in Tabelle 1 gegeben. Von den
57 analysierten Klonen wurden Porphyromonas gingivalis, Bacteroides
forsythus, Prevotella tannerae, Rothia dentocariosa auf Speziesebene
identifiziert, wobei Prevotella, Fusobakterien, Catonella, Clostridien,
Desulfobulbus, Campylobacter, Capnocytophaga und Treponema auf Gattungsebene
identifiziert wurden. Ein Überwiegen
von P. gingivalis (29,8%) zusammen mit Fusobakterien (31,6%) gefolgt
von B. forsythus (10,5%), Prevotella (7%) und Treponema (3,5%) ist
bei der sequenzbasierten Identifizierung offensichtlich (Tabelle
14A). Alle anderen Spezies wurden durch einen Klon aus 57 analysierten
Klonen repräsentiert.
DNA, welche aus derselben Plaqueprobe isoliert wurde, wurde analysiert,
wobei Echtzeit-PCR-Technologie verwendet wurde, um die Anzahl von
P. gingivalis (wobei ein P.-gingivalis-Primer-Sondensatz, SEQ ID
NOS: 7, 8 und 9 verwendet wurde) in Vergleich zur Gesamtlast (wobei
ein universeller Primer-Sondensatz
verwendet wurde) zu schätzen.
P.-gingivalis-Zellen (1,4 × 1011) gegen Gesamtlast (4,8 × 1011) in dieser Plaqueprobe aus einer erkrankten
Stelle zeigte, dass P. gingivalis 29% der Gesamtlast dargestellte
(Tabelle 14B). Dieses Beispiel zeigt den Wert der universellen Primer, um
mikrobielle 16S-rDNA für
eine nachfolgende Analyse durch Sequenzieren zu fangen. Diese Daten
liegen sehr nahe an den Daten der sequenzbasierten Identifizierung
und validieren die beiden Ergebnisse. Deshalb hilft die Verwendung
von Echtzeit-PCR-Technologie beim Schätzen der Last von P. gingivalis
in einer paradontalen Plaqueprobe bei einer klinischen Behandlung
außerordentlich.
-
BEISPIEL 25
-
Inhibition von Nukleaseaktivität und Entfernen
von PCR-Inhibitoren verbessert die Effizienz der Bakterienquantifizierung
durch Echtzeit-PCR
-
Verfahren
zum Extrahieren und Stabilisieren von DNA aus Vertretern einer gemischten
oralen Flora und umfassend die mikroaerophilen grampositiven Organismen
Streptococcus mutans, Lactobacillus acidophilus und Actinomyces
israelii, das grampositive anaerobe Peptostreptococcus micros und
die gramnegativen Anaerobier Fusobacterium nucleatum, Porphyromonas
endodontalis, Porphyromonas gingivalis und Prevotella melaninogenica
wurden zur Quantifizierung durch Verwendung von Echtzeit-PCR ausgewertet.
-
Während DNA
leicht aus den gramnegativen Organismen und dem anaeroben P. micros
extrahiert wurde, benötigten
mikroaerophile grampositive Spezies einen Verdau bei 56°C mit einer
Kombination von Lysozym, Mutanolysin und Proteinase K. Es wurde
angemerkt, dass P. gingivalis ein wirksames breites Spektrum von
DNAase-Aktivität
freisetzte, welche einen extensiven Abbau von DNA aus allen Testspezies
als auch von einer internen positiven Kontrolle bewirkte, welche
von der Taufliege B. tyroni abgeleitet wurde. Inhibitoren von DNAsen
waren differenziell wirksam und gegenüber den Hydrolasen, welche
für eine
DNA-Freisetzung aus grampositiven Organismen notwendig waren, unterschiedlich
inhibitorisch wirksam. Ein Konsensusverfahren für diese disparate Gruppe von
Organismen war es, mit dem Nukleaseinhibitor Diethylpyrocarbonat
(DEPC) vorzubehandeln, mit Hydrolasen zu verdauen und Natriumdodecylsulfat
(SDS) hinzuzugeben, um DNA von den gramnegativen und grampositiven
Organismen frei zu setzen. Eine nachfolgende Reinigung der DNA zum Entfernen
des hinzugegebenen DEPC und SDS und anderen möglichen PCR-Inhibitoren war ebenso notwendig, um
die DNA und folglich die Bakterienzahl in einer Probe genau zu quantifizieren.
Die Effizienz der DNA-Ausbeute, welche der Probenpräparation
folgte, wurde durch Einschließen
einer bekannten Menge von einer exogenen DNA (von B. tyroni) beurteilt,
welche in der Probe als eine interne positive Kontrolle wirkte. Dieser
Standard stellt ebenso eine Kontrolle für andere Kombinationen von
Mikroorganismen bereit, wobei unerkannte Nukleaseaktivitäten gegenüber DEPC
resistent sein können.
-
Die
folgenden Verfahren und Materialien wurden verwendet.
-
(I) Konstruktion einer internen positiven
Kontrolle für
eine Echtzeit-PCR
-
Ein
chimäres
Plasmid wurde konstruiert, um als eine interne positive Kontrolle
zu wirken. Der Teil der DNA im chimären Plasmid, welcher durch
Echtzeit-PCR detektiert wurde, stammte von der Queensland-Taufliege
Bactrocerra tryoni, welche aus gefrorenen (–80°C) Vorräten beim Fruit Fly Research
Center [Taufliegenforschungszentrum], Universität Sydney, NSW, Australien erhalten
wurde. Genomische DNA wurde aus 30 Fliegen extrahiert (17), und
die Region zwischen den Nukleotiden 37 und 126 des dsX-Gens (GenBank-Zugriffsnr.
AF040077) wurde durch PCR amplifiziert (FTS-320 Thermal Sequencer,
Corbett Research, NSW, Australien), wobei 4 μg B.-tryoni-DNA, 100 nM von
jedem der Vorwärts-
und Rückwärtsprimer,
welche für
eine Echtzeit-PCR-Detektion von diesem DNA-Segment entworfen wurden
(Tabelle 1), 200 μM
von jedem Desoxyribonukleotidtriphosphat, 3,5 mM MgCl2 und
2,5 U AmpliTaq Gold in 1 × PCR-Puffer
(Applied Biosystems) verwendet wurde. Die PCR-Reaktion wurde in einem Volumen von
50 μl bei
95°C für 10 min
ausgeführt,
gefolgt von 40 Zyklen bei 95°C
für 15
s und 60°C
für 1 min.
Das PCR-Amplikon (89 bp) wurde aus dem gesamten 50-μl-Reaktionsvolumen
gereinigt, wobei das Wizard (eingetragene Marke) PCR-Preps-DNA-Reinigungssystem
(Promega Corporation, Madison, Wi) verwendet wurde. Das gereinigte
PCR-Produkt wurde in den pGEM (eingetragene Marke) T-Easy-Vektor
(Promega Corporation) gemäß den Instruktionen
des Herstellers kloniert. Kompetente E. coli XL blue 1 wurden durch
Elektroporation (2,45 V) mit dem chimären Plasmid transformiert, wobei
ein Bio-Rad Gen-Pulser verwendet wurde. Rekombinanten wurden auf
LB-Agarplatten selektiert, welche 100 μg Ampicillin pro ml, 1 mM Isopropyl-β-D-I-thiogalactosid
und 100 μg
5-Brom-4-chloro-3-indolyl-β-D-galactosid (X-Gal)
pro ml enthielten. Die chimären
Plasmide, welche das 89-bp-PCR-Amplikon
für das dsX-Gen
trugen, wurden isoliert, wobei das Wizard (eingetragene Marke) Plus-SV-Minipreps-DNA-Reinigungsystem
(Promega Corporation) verwendet wurde, und wurden IPC-BT genannt.
-
(ii) Entwerfen von Primer-Sondensätzen
-
Für die speziespezifische
Quantifizierung von Porphyromonas gingivalis wurde ein Primer-Sondensatz
anhand der 16S-rDNA Datenbank entworfen, auf welche über die
Australian National Genomic Information Service [Australischer nationaler
genomischer Informationsdienst] (ANGIS, http://www.angis.org.au)
zugegriffen wurde. Der P.-gingivalis-speziespezifische
Primer-Sondensatz (SEQ ID NOS: 7 und 8) (Tabelle 1) erzeugte ein
150-bp-Amplikon, welches die Nukleotide 589 bis 739 in der P.-gingivalis-16S-rDNA-Sequenz
(GenBank-Zugriffsnr. 116492) mit einer internen Stelle für die doppelmarkierte
fluorogene Sonde (SEQ ID NO: 9) überspannt.
Der Primer-Sondensatz erfüllt
die von Applied Biosystems (Foster City, Ca.) empfohlenen Richtlinien.
-
Der
Entwurf universeller Primer-Sonde war wie oben angegeben. Der universelle
Primer-Sondensatz (Tabelle 1) erzeugte ein 466-bp-Amplikon, welches
die Reste 331 bis 797 auf dem E.-coli-16Sr-RNA-Gen (GenBank-Zugriffsnr.
ECAT1177T) mit einer internen Stelle für die doppelmarkierte fluorogene
Sonde überspannt.
-
Ein
Primer-Sondensatz wurde ebenso entworfen, um die Detektion der exogen
hinzugegebenen internen positive Kontrolle IPC-BT zu ermöglichen.
Der Primer-Sondensatz
(Tabelle 1) wurde aufgrund der Sequenz vom dsX-Gen von B. tryoni
entworfen, wobei die Primer-Expression-Software (Applied Biosystems)
verwendet wurde. Der Primer-Sondensatz amplifizierte eine 89-bp-Region,
welche die Nukleotide 37 bis 126 auf der dsX-Gen überspannt.
Die Sondensequenz für
die IPC-BT war mit dem fluoreszierenden Reporterfarbstoff VIC am
5'-Ende markiert,
um es von den speziespezifischen und universellen Sonden zu unterscheiden,
welche am 5'-Ende
mit dem fluoreszierenden Reporterfarbstoff FAM (Tabelle 1) markiert
waren.
-
(iii) DNA-Isolierungsverfahren
-
Verschiedene
Verfahren zum Freisetzen von DNA aus lysierenden Bakterien wurden
beurteilt. Diese schlossen ein:
-
(a) Beschallung:
-
P.
gingivalis oder S. mutans (~ 109 Zellen)
wurden durch Zentrifugation geerntet (14.000 g, 2 min, 18–20°C) und in
200 μl 10
mM Phosphatpuffer pH 6,7 resuspendiert, welcher 50 mg Glas-Beads
(0,10–0,11 mm
Durchmesser) vor der Beschallung für 5, 10 oder 15 min bei 75
W enthielt, wobei ein Branson-Ultraschallgerät (Modell
250, Branson Ultrasonics Corporation, Danbury, Ct) verwendet wurde.
Aliquots (50 μl),
welche nach jeden Zeitintervall gesammelt und 1000-fach verdünnt wurden,
wurden für
eine Echtzeit-PCR verwendet. Die DNA-Quantifizierung machte Gebrauch
vom universellen Primer-Sondensatz (Tabelle 1) und basierte auf einem
Standardgraphen, welcher durch bekannte Mengen von E.-coli-DNA wie
früher
beschrieben erzeugt wurde.
-
(b) Gefrier-Tauverfahren:
-
P.
gingivalis oder S. mutans (~109 Zellen)
wurden durch Zentrifugation geerntet (14.000 g, 2 min, 18–20°C) und in
200 μl 10
mM Phosphatpuffer pH 6,7 resuspendiert und bei –20°C gefroren. Nach Tauen wurde
die Probe 100-fach verdünnt,
und ein 5-μl-Aliquot
wurde für
eine Echtzeit-PCR verwendet. Die DNA-Quantifizierung machte Gebrauch vom
universellen Primer-Sondensatz wie in (a) oben beschrieben.
-
(c) Gefrier-Kochverfahren:
-
P.-gingivalis-
oder S.-mutans-Zellen (~109 Zellen) wurden
geerntet, resuspendiert und bei –20°C (2–16 h) gefroren, wie oben beschrieben,
bevor sie für
10 min gekocht wurden. Nach Abkühlen
auf Raumtemperatur (18–20°C) wurden
die Proben 100-fach verdünnt,
und 5-μl-Aliquots
wurden für
eine Echtzeit-PCR verwendet, wobei der universelle Primer-Sondensatz
wie in (a) beschrieben verwendet wurde.
-
(d) Enzymatisches Verfahren:
-
P.
gingivalis allein oder gemischt entweder mit S. mutans oder E. coli
(–2,5 × 108 von jeder Bakterienspezies) wurden durch
Zentrifugation geerntet (14.000 g, 2 min, 18–20°C) und resuspendiert entweder
in 45 μl
(für P.-gingivalis-Zellen
allein) oder 90 μl
(für P.
gingivalis in Kombination mit S.-mutans- oder E.-coli- Zellen) 10 mM Phosphatpuffer
pH 6,7, welcher 1 mg Lysozym mM und 1 mg Mutanolysin ml–1 enthielt.
Nach Inkubation für
30 min bei 60°C
wurden die Bakterien in Anwesenheit von 1% w/v SDS lysiert, bevor
sie 100-fach verdünnt wurden,
und 5-μl-Aliquots
wurden für
eine Echtzeit-PCR verwendet. Die DNA-Quantifizierung machte Gebrauch vom
universellen Primer-Sondensatz wie in (a) beschrieben.
-
(e) ZnCl2-Verfahren
-
P.
gingivalis allein oder gemischt entweder mit S. mutans oder E. coli
(~2,5 × 108 von jeder Bakterienspezies) wurden geerntet
und wie in (d) beschrieben in Anwesenheit von 5 mM ZnCl2 resuspendiert
Nach Inkubation für
30 min bei 60°C
wurden die Zellen in Anwesenheit von 1% w/v SDS lysiert, bevor sie
100-fach verdünnt wurden,
und 5-μl-Aliquots
wurden für
eine Echtzeit-PCR verwendet. Die DNA-Quantifizierung machte Gebrauch
vom universellen Primer-Sondensatz
wie in (a) beschrieben.
-
(f) Isolierung von DNA, welche ATL-Puffer
vom QIAamp-DNA-MiniKit verwendet:
-
Bakterielle
Kulturen (~5 × 108 von jeder Bakterienspezies) wurden bei
13000 × rpm
für 5 min
in einer Eifuge Pico (Heraeus) pelletiert. Zellpellets wurden in
180 μl ATL-Puffer
(Qiagen) und 400 μg
Proteinase K (Qiagen) resuspendiert. Die Zellsuspensionen wurden
bei 56°C
für 40
min inkubiert, wobei periodisch alle 10 min für 10 s gevortextend wurde.
RNase (200 μg)
wurde hinzugegeben, gefolgt von einer weiteren Inkubation für 10 min
bei 37°C.
Die DNA wurde gereinigt, wobei das QIAamp-DNA-Mini-Kit (Qiagen)
gemäß den Instruktionen
des Herstellers verwendet wurde.
-
(g) Isolierung von DNA durch ein Einschritt-DEPC-Verfahren:
-
Bakterielle
Kulturen (~5 × 108 von jeder Bakterienspezies) wurden bei
13000 × rpm
für 5 min
in einer Eifuge Pico (Heraeus) pelletiert. Das Zellpellet wurde
in 200 μl
Puffer resuspendiert, welcher 10 mM Natriumphosphat pH 6,7, 20 mM
DEPC, Lysozym (5 mg pro ml [Endkonz.]), Mutanolysin (1000 U pro
0,48 mg pro ml [Endkonz.]) und 400 μg Proteinase K (Qiagen) enthielt.
Die Zellsuspensionen wurden bei 56°C für 40 min inkubiert, wobei periodisch
alle 10 min für
10 s. gevortextend wurde. Die Zellen wurden mit SDS lysiert (1%
w/v [Endkonz.]). RNase (200 μg)
wurde hinzugegeben, gefolgt von einer weiteren Inkubation für 10 min
bei 37°C. Die
DNA wurde gereinigt, wobei das QIAamp-DNA-Mini-Kit (Qiagen) gemäß den Instruktionen
des Herstellers verwendet wurde.
-
(h) Isolierung von DNA in gemischten bakteriellen
Kulturen durch ein Einschritt-DEPC-Verfahren:
-
Bakterielle
Kulturen (~5 × 108 von jeder Bakterienspezies) wurden bei
13000 × rpm
für 5 min
in einer Eifuge Pico (Heraeus) pelletiert. Die Zellpellets wurde
in 200 μl
Puffer resuspendiert, welcher 10 mM Natriumphosphat pH 6,7, 20 mM
DEPC, Lysozym (5 mg Protein pro ml [Endkonz.]), Mutanolysin (1000
U pro 0,48 mg pro ml [Endkonz.]), 400 μg Proteinase K (Qiagen) enthielt.
Die Zellsuspensionen wurden bei 56°C für 40 min inkubiert, wobei periodisch
alle 10 min für
10 s gevortextend wurde. Die Zellen wurden mit SDS lysiert (1% w/v [Endkonz.]).
RNase (200 μg)
wurde hinzugegeben, gefolgt von einer weiteren Inkubation für 10 min
bei 37°C. Die
DNA wurde gereinigt, wobei das QIAamp-DNA-Mini-Kit (Qiagen) gemäß den Instruktionen
des Herstellers verwendet wurde.
-
(i) Isolierung von DNA durch ein Zweischritt-DEPC-Verfahren:
-
Bakterielle
Kulturen (~ 5 × 108 von jeder Bakterienspezies) wurden bei
13000 × rpm
für 5 min
in einer Eifuge Pico (Heraeus) pelletiert. Die Zellpellets wurde
in 144 μl
Puffer (10 mM Natriumphosphat pH 6,7) enthaltend 27,8 mM DEPC resuspendiert.
Die Zellsuspensionen wurden für
10 min auf Eis inkubiert oder im Pulsmodus oder kontinuierlichem
Modus für
6 min bei 75 W beschallt, wobei ein Branson-Ultraschallgerät (Modell 250,
Branson Ultrasonics Corporation, Danbury, Ct) verwendet wurde, gefolgt
von Hinzugeben von 56 μl
Enzymmischung: [Lysozym (5 mg Protein pro ml [Endkonz.]), Mutanolysin
(1000 U pro 0,48 mg Protein pro ml [Endkonz.]) und enthaltend 400 μg Proteinase
K (Qiagen)]. Die Zellsuspensionen wurden bei 56°C für 40 min inkubiert, wobei periodisch
alle 10 min für
10 s gevortextend wurde. Die Zellen wurden mit SDS lysiert (1% w/v [Endkonz.]).
RNase (200 μg)
wurde hinzugegeben, gefolgt von einer weiteren Inkubation für 10 min
bei 37°C. Die
DNA wurde gereinigt, wobei das QIAamp-DNA-Mini-Kit (Qiagen) gemäß den Instruktionen
des Herstellers verwendet wurde.
-
(iv) Detektion von Nukleaseaktivität
-
Exogene
P.-gingivalis-DNA (300–400
ng) gereinigt unter Verwendung von QIAmp-DNA-Mini-Kits (siehe (f) oben) wurde vor
Inkubation bei 50°C
für 30
min zu Proben hinzugegeben, welche 300–400 ng DNA enthielten, welche
durch Lysieren von Bakterien gemäß allen
Verfahren, welche in (a)–(c)
oben beschrieben wurden, hergestellt wurde. Exogene DNA von Fusobacterium
nucleatum, Porphyromonas endodontalis, Porphyromonas gingivalis,
Prevotella melaninogenica und Peptostreptococcus micros und Escherichia
coli (hergestellt unter Verwendung von ATL-Puffer und QIAmp-DNA-Mini-Kit)
und Streptococcus mutans (hergestellt unter Verwendung eines Einschritt-DEPC-Verfahren)
wurden für
30 min bei 50°C
mit P.-gingivalis-Gefrier-Tau-Extrakt
(Verfahren beschrieben in (b)) inkubiert. Der Grad des DNA-Abbaus
wurde nach einer Elektrophorese von Proben auf 1% w/v Agarosegelen
visuell bestimmt.
-
(v) ZnCl2 als ein PCR-Inhibitor
-
Um
zu bestimmen, ob ZnCl2 als ein Inhibitor
von Echtzeit-PCR wirkte, wurde DNA aus zwei Sätzen von doppelten Proben von
P. gingivalis extrahiert (~5 × 108 und ~5 × 107 Zellen),
wobei das Protokoll beschrieben in (e) oben verwendet wurde. Eine
Probe von jedem Satz von doppelten DNA-Proben wurde gereinigt, wobei
ein QIAmp-DNA-Mini-Kit (QIAGEN) verwendet wurde. Alle Proben wurden
danach verdünnt,
so dass sie theoretisch dieselbe DNA-Menge enthalten, bevor sie
einer Analyse durch Echtzeit-PCR
unterzogen wurden, wobei der universelle Primer-Sondensatz verwendet
wurde.
-
(vi) Isolierung von P.-gingivalis-DNA
in Anwesenheit der internen positiven Kontrolle
-
DNA
wurde aus P. gingivalis (~2,5 × 108 Zellen) in Anwesenheit von 1 μl IPC-BT
extrahiert, wobei das Protokoll beschrieben in (e) oben verwendet
wurde. Nach einer geeignete Verdünnung
wurde die Menge von P.-gingivalis-DNA und IPC-BT-DNA bestimmt, wobei
das spezifische P.-gingivalis- bzw. IPC-BT-Primer-Sondensatz verwendet
wurde.
-
(vii) Bedingungen für Echtzeit-PCR
-
Amplifikation
und Detektion von DNA durch Echtzeit-PCR machte von dem ABI-PRISM-7700-Sequenzdetektionssystem
(Applied Biosystems, Foster City, Ca.) Gebrauch, wobei ein 96-Lochplatten-Format verwendet
wurde. Die PCR wurde doppelt in einem 25-μl-Reaktionsvolumen ausgeführt, welches
300 nM von jedem der universellen Primer und 100 nM der universellen
Sonde oder 100 nM von jedem der Primer und der Sonde für die interne
positive Kontrolle (Tabelle 1) enthielt, wobei das TaqMan (eingetragene
Marke) PCR-Kernreagenzien-Kit (Applied Biosystems) verwendet wurde.
Die Reaktionsbedingungen für
DNA-Amplifikation waren 95°C
für 10
min und 40 Zyklen von 95°C
für 15
s und 60°C
für 1 min.
Die Daten wurde analysiert, wobei die Sequenzdetektionssoftware
Version 1.6.3 geliefert von Applied Biosystems verwendet wurde.
-
(viii) Lebendzähler
-
P.
gingivalis wurde in einer CDC-Brühe
unter anaeroben Bedingungen bei 37°C für vier Tage wachsen gelassen,
und S. mutans wurde 16–18
h in BHI-Brühe
bei 37°C
unter 5% CO2 wachsen gelassen. Eine P.-gingivalis-Kultur
(100 μl)
verdünnt
in CDC-Brühe
bis auf eine Verdünnung
von 10–6 wurde
auf CDC-Agar platiert und unter anaeroben Bedingungen bei 37°C für vier Tage
inkubiert, und Kolonien wurden gezählt. Eine S.-mutans-Kultur (100 μl) verdünnt in BHI-Brühe bis auf
eine Verdünnung
von 10–6 wurde
auf BHI-Agar platiert und unter 5% CO2 bei
37°C für 16–18 h inkubiert,
und Kolonien wurden gezählt.
-
Die
folgenden Ergebnisse wurden erhalten.
-
(1) Herstellung von bakteriellen Zellen
für die
Isolierung von DNA
-
Um
die gesamte bakterielle DNA zu erhalten, wurden die bakteriellen
Zellsuspensionen beschallt, um die DNA für die Quantifizierung freizusetzen,
wobei eine Echtzeit-PCR verwendet wurde. DNA wurde wirksamer freigesetzt,
wenn die Zellen unter Verwendung von Glas-Beads beschallt wurden.
Die Wirkung der Beschallung wurde mit DNA-Isolierungen, welche Gefrier-Tau-
und Gefrier-Kochverfahren verwenden, verglichen. Das Gefrier-Tauverfahren
setzte die wenigste DNA aus P.-gingivalis-Zellen als auch aus S.-mutans-Zellen
frei, während
das Gefrier-Kochverfahren die meiste DNA aus P.-gingivalis-Zellen
freisetzte, im Gegensatz zu S.-mutans-Zellen. Dies zeigte, dass
Kochen der Proben ein wirksames Verfahren zum Freisetzen von DNA aus
gramnegativen Bakterien sein könnte,
nicht aber aus grampositive Bakterien. Auf der anderen Seite hatte die
Erhöhung
der Beschallungszeit von 5 auf 15 Minuten eine schädliche Wirkung
auf der Quantifizierung von P.-gingivalis-DNA mit keiner signifikanten
Veränderung
bei der Quantifizierung von S.-mutans-DNA.
-
(II) Anwesenheit von Nukleasen in P. gingivalis
-
Agarosegel-Elektrophorese
(1% w/v) bestätigte
die Anwesenheit von Nukleasen in P. gin givalis. Exogene P.-gingivalis-DNA
wurde vollständig
abgebaut und konnte nicht gefunden werden, wenn sie für 30 min bei
50°C in
Anwesenheit von einer gefrier-getauten
P.-gingivalis-Kultur inkubiert wurde. Jedoch wurde unter denselben
Bedingungen intakte DNA nach Kochen der gefrorenen P.-gingivalis-Kultur
detektiert. Ein Abbau von einer exogenen P.-gingivalis-DNA in Anwesenheit
einer gefrier-getauten P.-gingivalis-Kultur konnte durch Hinzugeben
von 5 mM ZnCl2 vor Inkubieren der Proben
für 30
min bei 50°C
verhindert werden. Exogene DNA von Fusobacterium nucleatum, Porphyromonas
endodontalis, Porphyromonas gingivalis, Prevotella melaninogenica
und Peptostreptococcus micros und Streptococcus mutans wurde in
Anwesenheit von einer gefrier-getauten P.-gingivalis-Kultur vollständig abgebaut
( 5B).
-
(III) Schutz gegen Nukleaseabbau durch
5 mM ZnCl2 unter Verwendung des ABI-PRISM-Sequenzdetektionssystems
(ABI-SDS).
-
DNA,
welche aus P.-gingivalis-Zellen in Anwesenheit von E.-coli-Zellen
oder S.-mutans-Zellen
isoliert wurde. wurde auf dem ABI-SDS quantifiziert, wobei der universelle
Primer-Sondensatz verwendet wurde. Eine signifikante Erhöhung der
quantifizierten DNA-Menge war für
einzelne und gemischte bakterielle Populationen offensichtlich,
wenn die Proben in Anwesenheit von 5 mM ZnCl2 hergestellt
wurden.
-
(IV) Wirkung von ZnCl2 als ein PCR-Inhibitor
-
Wenn
DNA in Anwesenheit von 5 mM ZnCl2 isoliert
wurde und 100-fach verdünnt
wurde, bevor 5 μl auf
ABI-SDS verwendet wurde, inhibierte ZnCl2 die
PCR-Reaktion nicht. Wie in den Ergebnissen für die unvermischte Kultur zu
sehen war, verursachte eine Endkonzentration von ZnCl2 bis
0,005 mM in der PCR-Reaktion eine minimale Interferenz mit der Amplifikationsreaktion,
und es gab keine signifikante Veränderung in der quantifizierten
DNA-Menge vor und nach der Verwendung des QIAmp-DNA-Mini-Kits. Jedoch führte eine 10-fache
Verdünnung
der DNA (wie im Falle von einer 10-fach verdünnten Kultur) vor der Verwendung
von 5 μl
auf ABI-SDS zu einer Endkonzentration von 0,05 mM ZnCl2 in
der PCR-Reaktion, was die Amplifikation von P.-gingivalis-DNA verhinderte.
-
(V) Die interne positive Kontrolle (IPC-BT)
-
Das
Hinzugeben eines chimären
Plasmids, welches einzigartige nichtbakterielle DNA enthielt, zu
gemischten Bakterienproben erlaubte sowohl die Bestimmung der Effizienz
der DNA-Ausbeute nach der Probenpräparation als auch die Detektion
von möglichen
PCR-Inhibitoren in der Reaktionsmischung während einer Echtzeit-PCR. Ein
B.-tryoni-dsX-Geninsert
in pGEM (eingetragene Marke) T-Easy wurde durch PCR bestätigt, welches
ein 89-bp-Amplikon erzeugte, welches auf 2% w/v Agarosegel-Elektrophorese
visualisiert wurde.
-
(VI) Isolierung von P.-gingivalis-DNA
in Anwesenheit von IPC-BT
-
Aufgrund
einer Beschränkung
der Software konnte der Standardgraph, welcher durch FAM-markierte Sonden
(P. gingivalis oder universell) erzeugt wurde, nicht zum Quantifizieren
von IPC-BT verwendet werden, da der Reporterfarbstoff auf der Sonde
zur Detektion von IPC-BT VIC-markiert ist. Dies erforderte, dass
die Ergebnisse als CT-Werte ausgedrückt wurden. Eine Isolierung
von P.-gingivalis-DNA in Anwesenheit der internen positiven Kontrolle
und die Wirkung von Nukleasen auf die Quantifizierung (ausgedrückt als
CT-Werte) wird in Tabelle 8 gezeigt. P.-gingivalis-DNA
und IPC-BT wurden gleichzeitig durch die Wirkung der bakteriellen Nukleasen
abgebaut, welche in der Probe vorhanden war, wenn DNA durch ein
Gefrier-Tauverfahren isoliert wurde, oder in Abwesenheit von ZnCl2 (höherer
CT-Wert). Auf der anderen Seite schützte Isolierung von DNA durch
das Gefrier-Kochverfahren oder das ZnCl2-Verfahren
gegen Abbau von DNA durch die Nukleasen (niedrigerer CT-Wert). Multiplexen
derselben Proben zeigte keine signifikanten Variation in den Gehalten
von P.-gingivalis-DNA und IPC-BT ausgedrückt als CT-Werte
(Tabelle 8).
-
(VII) Isolierung von DNA unter Verwendung
von ATL-Puffer aus dem QIAamp-DNA-Mini-Kit
-
ATL-Puffer
aus dem QIAamp-DNA-Mini-Kit konnte DNA von den gramnegativen Bakterien
Fusobacterium nucleatum, Porphyromonas endodontalis, Porphyromonas
gingivalis, Prevotella melaninogenica und dem anaeroben grampositiven
Bakterium Peptostreptococcus micros gewinnen. Jedoch war die DNA-Ausbeute
von Streptococcus mutans, Actinomyces israelii und Lactobacillus
acidophilus fast vernachlässigbar
(Tabelle 9).
-
(VIII) Isolierung von DNA durch ein Einschritt-DEPC-Verfahren
-
Wie
gesehen werden kann (Tabelle 10), wird Porphyromonas-gingivalis-DNA
in Abwesenheit von DEPC signifikant abgebaut. Die Ausbeute von DNA
von Streptococcus mutans verbesserte sich um mehr als 10-fach aufgrund
der Zellwandbehandlung. Jedoch sank die DNA-Menge, welche von Peptostreptococcus micros
gewonnen wurde, etwa 5-fach in Anwesenheit von DEPC. Die DNA-Ausbeute
von den verbleibenen Bakterien in dieser Gruppe verblieb vergleichsweise
unbeeinflusst.
-
(IX) Vergleich von einem Lebendzähler von
P.-gingivalis- und S.-mutans-Zellen basierend auf Isolierung durch ein
Einschritt-DEPC-Verfahren
-
Die
Wirksamkeit der DNA-Gewinnung durch das ATL-Verfahren und dem Einschritt-DEPC-Verfahren und
der Zahl der P.-gingivalis-Zellen berechnet auf Basis dieser Werte
war vergleichbar. Jedoch war der Lebendzähler 10-fach kleiner als die
relative Anzahl der Zellen geschätzt
auf Basis einer Echtzeit-PCR. Für
S. mutans war die Zahl der lebenden Zellen pro ml mit der Zahl der
Zellen pro ml vergleichbar, welche auf Basis von Echtzeit-PCR geschätzt wurde
(Tabelle 11).
-
(X) Isolation von DNA aus gemischten bakteriellen
Kulturen durch ein Einschritt-DEPC-Verfahren
-
Bei
Abwesenheit von DEPC wurde in gemischten Kulturen eine niedrigere
Ausbeute von DNA verglichen mit der Anwesenheit von DEPC während der
DNA-Isolation (Tabelle 12) beobachtet.
-
(XI) Isolation von DNA durch ein Zweischritt-DEPC-Verfahren
-
Eine
Inkubation von bakteriellen Suspension in Anwesenheit von DEPC vor
einer Zellwandbehandlung mit Enzymen verbessert die Ausbeute von
DNA von Peptostreptococcus micros (vergleiche die Daten in Tabelle
10 mit denen in Tabelle 13). Eine Beschallung mit einem Puls von
6 min (im Gegensatz zu einer kontinuierlichen Beschallung) verbesserte
die Ausbeute von A.-israelii-DNA dreifach, und die DNA-Menge, welche von
allen anderen Bakterien gewonnen wurde, war vergleichbar (vergleiche
die Daten in Tabelle 10 mit denen in Tabelle 13).
-
BEISPIEL 26
-
Sequenzbasierte Identifizierung von Bakterien
aus der dentalen Plaqueflora
-
Die
vorliegende Erfindung involviert die Kultur von Bakterien aus dentalen
Plaques und Bestimmen, dass diese leicht durch Standard-Kulturtechniken
identifiziert werden könnten.
DNA wurde durch das Zweischritt-DEPC-Verfahren isoliert und einer
PCR unterzogen, wobei die universellen Primer verwendet wurden. Das
amplifizierte Produkt wurde isoliert und sequenziert und einer BLAST/GAP-Analyse
unterzogen.
-
Insbesondere
wurde DNA aus bakteriellen Kulturen isoliert, wobei das Zweischritt-DEPC-Verfahren verwendet
wurde. Man ließ eine
PCR-Reaktion laufen, wobei der universelle Primersatz verwendet
wurde. Das amplifizierte 466-bp-Produkt wurde gereinigt und sequenziert,
wobei der universelle Primersatz verwendet wurde. Die DNA-Sequenz (431 bp für 4-2, 400
bp für
2-2-1 and 1-2-1, 386 bp für
6-5 und 10-34 und 382 bp für 4-2-1)
wurde mit BLAST untersucht, wobei die NR-Nukleindatenbank über WebANGIS
verwendet wurde. Bakterielle Sequenzen mit hohem Score wurden dem
GAP-Programm unterzogen, um die % Ähnlichkeit und % Identität zu bestätigen. Die
Identifizierung der Kultur basierte auf mehr als 98,5–99% identischen
Sequenzen (wie durch die Identifikationsnummer spezifiziert), wobei
die Amplikonlänge
für jede
Kultur wie angegeben verwendet wurde. Die Ergebnisse werden in Tabelle
15 gezeigt. Weiterhin wird die Isolierung von Streptococcus- und
Actinomyces-DNA in den 9A und 9B gezeigt.
-
Der
Fachmann wird anerkennen, dass die hierin beschriebene Erfindung
anders als hierin spezifisch beschrieben variiert und modifiziert
werden kann. Es versteht sich, dass die Erfindung alle derartigen
Variationen und Modifikationen einschließt. Die Erfindung schließt ebenso
alle Schritte, Merkmale, Zusammensetzungen und Verbindungen ein,
auf welche in dieser Beschreibung Bezug genommen oder hingewiesen
wurde, einzeln oder gemeinschaftlich, und alle Kombinationen von
zwei oder mehr der genannten Schritte oder Merkmale. TABELLE
1 Primer und Sonden
- 6-FAM:6-Carboxyfluorescin
- TAMRA: 6-Carboxytetramethylrhodamin
- VIC: Farbstoff im Eigentum von Applied Biosystems
TABELLE 5 Spezifizierung von bakteriellen
Zellzahlen durch einen Lebendzellzähler und Echtzeit-PCR. | Bakterienkultur | Zähler für lebende
Zellen [Zellen (ml Kultur)–1] | Relative
Schätzung
der Zellzahlen durch Echtzeit-PCR ϯ [Zellen (ml Kultur)–1] |
| E.
coli | 6,5 × 108 | 6,7 × 108 |
| P.
aeruginosa | 3,3 × 109 | 4,2 × 109 |
| S.
aureus | 1,3 × 108 | 2,5 × 109 |
| Gemischte
Kultur⧧ | 1,5 × 109§ | 1,3 × 109 |
- * Die Daten sind das Mittel von Doppelbestimmungen.
Variation zwischen Doppelwerten war ≤ 55,2%.
- ϯ Basierend auf dem Standardgraphen, welcher anhand
von E.-coli-DNA erzeugt innerhalb des Bereichs von 238 fg-2,38 ng
wurde. Der Mittelwert von Doppelbestimmungen für jeweils zwei DNA-Verdünnungen
wird gezeigt.
- Variation zwischen Doppelwerten überstieg 3,0% nicht, außer für eine unterstrichene
Verdünnung,
wobei die Variation 8,8% betrug.
- ⧧ Die gemischte Kultur bestand aus gleichen Volumina
von E.-coli-, P.-aeruginosa- und
S.-aureus-Kulturen.
- § Geschätzt von
den Lebendzellzahlen gemessen in jeder der drei Kulturen.
TABELLE 6 Echtzeit-PCR-Schätzung von
anaeroben Bakterien in einem kariösen Dentin verglichen mit der Gesamtlast
lebensfähiger
Anaerobier* | Probe | Schätzung der
gramnegativen Bakterien durch Echtzeit-PCR [Zellen(mg dentin)–1] | Lebende
koloniebildende Einheiten [CFU(mg dentin)–1] | Verhältnis § [Zellen/CFU] |
| 1 | 3,4 × 108 | 9,0 × 106 | 38 |
| 2 | 4,5 × 108 | 5,5 × 108 | 82 |
| 3 | 4,8 × 108 | 9,8 × 106 | 49 |
| 4 | 1,3 × 108 | 4,8 × 106 | 27 |
| 5 | 3,8 × 108 | 1,2 × 107 | 32 |
| 6 | 5,5 × 108 | 1,2 × 107 | 46 |
| 7 | 1,4 × 108 | 6,9 × 106 | 21 |
| 8 | 1,1 × 108 | 2,0 × 106 | 55 |
| 9 | 1,9 × 108 | 1,5 × 107 | 13 |
| 10 | 3,7 × 108 | 2,2 × 107 | 17 |
| 11 | 1,4 × 108 | 3,1 × 106 | 45 |
| 12 | 3,6 × 108 | 5,9 × 106 | 61 |
| 13 | 1,5 × 108 | 2,2 × 106 | 68 |
| 14 | 1,1 × 109 | 1,2 × 107 | 92 |
| 15 | 2,6 × 108 | 1,4 × 107 | 19 |
| 16 | 25 × 108 | 1,5 × 107 | 17 |
| 17 | 28 × 108 | 8,2 × 106 | |
| 18 | 65 × 108 | 1,6 × 107 | |
| 19 | 2,5 × 108 | 5,6 × 106 | |
| 20 | 67 × 108 | 3,7 × 107 | |
- * Das Verfahrens zur DNA-Extraktion lysiert
anaerobe gramnegative und grampositive Bakterien, aber keine fakultativen
grampositiven Bakterien.
- ϯ Basierend auf einem Standardgraphen, welcher anhand
von P.-melaninogenica-DNA
erzeugt innerhalb des Bereichs von 82,9 fg-8,29 ng wurde, wobei
2,36 fg P.-melaninogenica-DNA eine Zelle repräsentieren. Die Daten sind das
Mittel von Dreifachbestimmungen. Der Standardabweichung von den
Mittelwerten variiert um < 1,0%,
außer
für die
unterstrichen, worin die Variation im Bereich von 1,7–4,4% liegt.
- ⧧ Die Daten sind das Mittel von Doppelbestimmungen.
Variation zwischen Doppelwerten betrug < 10,0%.
- § Das
Verhältnis
repräsentiert
den n-fachen Anstieg bei den anaeroben Bakterien, welche durch Echtzeit-PCR über dem
Gesamt-Kolonienzähler
detektiert werden, welcher fakultative grampositive Bakterien einschließt.
TABELLE 7 | Probenbedingungen | CT-Wert P.-gingivalis-DNA | CT-Wert Interne positive Kontrolle |
| Gefrieren/Tauen | 24 | 26,2 |
| Gefrieren/Kochen | 16 | 16,6 |
| Enzymatisch | 21,5 | 20,4 |
| Enzymatisch
+ 5 mM ZnCl2 10 mM Phosphat + 5 mM ZnCl2 | 16,5 | 17,2 |
TABELLE 8 Isolierung von P.-gingivalis-DNA
in Anwesenheit von einer internen positiven Kontrolle (IPC-BT)a | | CT b-Wert (FAM)c | | CT b-Wert (VIC)d | |
| DNA-Isolations-verfahren | P.-gingivalis-DNA | Multiplexe | IPC-BT-DNA | Multiplexe |
| Gefrieren/Tauen | 23,52 | 22,6 | 27,6 | 27,6 |
| Gefieren/Kochen | 16,3 | 16,6 | 16,3 | 15,9 |
| Enzymatisch | 20,9 | 19,8 | 21,6 | 21,9 |
| Enzymatisch
+ ZnCl2 | 16,05 | 15,5 | 16,8 | 16 |
- a Eingabewert der
internen positiven Kontrolle (IPC-BT) lag bei CT:
16
- b Schwellenzyklus: Höhere CT-Werte
zeigen eine niedrige DNA-Menge an und niedrigere CT zeigen
eine hohe DNA-Menge an
- c Nur Reporterfarbstoff FAM wurde gelesen
- d Nur Reporterfarbstoff VIC wurde gelesen
- e Dasselbe PCR-Reaktionsloch enthielt
die Primer- und Sondensätze
für P.
gingivalis als auch IPC-BT
TABELLE 9 Schätzung von DNA nach einer Extraktion
in ATL-Puffer aus dem QIAmp-DNA-Mini-Kit
(Echtzeit-PCR-Quantifizierung) | Bakterien | DNA-Menge
(pg) |
| Fusobacterium
nucleatum | 507 |
| Porphyromonas
endodontalis | 251 |
| Porphyromonas
gin givalis | 921 |
| Prevotella
melaninogenica | 270 |
| Peptostreptococcus
micros | 83,8 |
| Streptococcus
mutans | 41,2 |
| Lactobacillus
acidophilus | 25,0 |
| Actinomyces
israelii | 0,269 |
TABELLE 10 Schätzung von DNA nach einem Einschritt-DEPC-Verfahren
(Echtzeit-PCR-Quantifizierung) | Bakterien | DNA-Menge
(pg) |
| | ohne
DEPC | mit
DEPC |
| Fusobacterium
nucleatum | 457 | 295 |
| Porphyromonas
endodontalis | 255 | 193 |
| Porphyromonas
gingivalis | 8,59 | 371 |
| Prevotella
melaninogenica | 114 | 124 |
| Peptostreptococcus
micros | 63,9 | 18,2 |
| Streptococcus
mutans | 708 | 550 |
| Lactobacillus
acidophilus | 115 | 76,7 |
| Actinomyces
israelii | 1,83 | 1,53 |
TABELLE 11 Vergleich von einem Lebendzähler von
P.-gingivalis- und S.-mutans-Zellen
mit einer relativen Menge von Zellen, welche durch Echtzeit-PCR
geschätzt
wurden, und einer gerechneten Zellzahl, welche auf DNA-Messung bei
A260 als eine Maßnahme
zur Gewinnung von DNA basiert | Kultur | Lebendzählera pro ml | Relative
Zellzahlb pro ml basierend auf Echtzeit-PCR | Zellzahl
pro ml basierend auf A260 |
| | | ATL-Verfahren | Einschritt-DEPC-Verfahren | ATL-Verfahren | Einschritt-DEPC-Verfahren |
| P.
gingivalis | 1,75 × 108 | 4,1 × 109 | 3,4 × 109 | 4,8 × 109 | 5,6 × 109 |
| | | Einschritt-DEPC-Verfahren | Einschritt-DEPC-Verfahren |
| S.
mutans | 5,4 × 109 | 6,0 × 109 | 9,3 × 109 |
- a P.-gingivalis-Kultur,
welche auf einer CDC-Agar-Platte unter anaeroben Bedingungen gewachsen
war, und S.-mutans-Kultur gewachsen auf einer BHI-Agarplatte unter
5% CO2.
- b Verwendung von P.-gingivalis-DNA als
einen Standardgraphen (Bereich von 3600 pg bis 0,36 pg), wobei 100 P.-gingivalis-Zellen
= 0,250 pg DNA und 100 S.-mutans-Zellen
= 0,237 pg DNA berücksichtigt
wurden.
TABELLE 12 Schätzung von DNA in gemischten
bakteriellen Kultur nach Extraktion durch ein Einschritt-DEPC-Verfahren
(Echtzeit-PCR Quantifizierung) | Bakterien | DNA-Menge
(pg) Reaktion unter Verwendung von Universalprimer-Sonde | DNA-Menge
(pg) Reaktion unter Verwendung von P. gingivalis Primer-Sonde |
| | ohne
DEPC | mit
DEPC | ohne
DEPC | mit
DEPC |
| Fusobacterium
nucleatum + Porphyromonas gingivalis | 107 | 392 | 35,9 | 188 |
| Prevotella
melaninogenica + Porphyromonas gingivales | 90 | 323 | 44,2 | 232 |
| Streptococcus
mutans + Porphyromonas gingivalis | 474 | 493 | 59,4 | 249 |
TABELLE 13 Schätzung von DNA nach Extraktion
durch ein Zweischritt-DEPC-Verfahren
(Echtzeit-PCR Quantifizierung) | Bakterien | DNA-Menge
(pg) nach Extraktion |
| | auf
Eis | mit
Pulsbeschallung | kontinuierliche
Beschallung |
| Fusobacterium
nucleatum | 319 | 276 | 123 |
| Porphyromonas
endodontalis | 198 | 153 | 122 |
| Porphyromonas
gingivalis | 327 | 312 | 410 |
| Prevotella
melaninogenica | 58,3 | 82,2 | 67,8 |
| Peptostreptococcus
micros | 66,7 | 59,4 | 64,7 |
| Streptococcus
mutans | 471 | 437 | 361 |
| Lactobacillus
acidophilus | 85,5 | 80,5 | 44,4 |
| Actinomyces
israelii | 2,47 | 4,74 | 3,01 |
TABELLE 14A Relative Schätzung von
P.-gingivalis-Zellen und Gesamt-Bakterien in einer Plaqueprobe aus
einer erkrankten Stelle | Bedingung | Plaque
Nr. | Geschätzte relative
Zellzahl pro ml Plaqueprobe | %
P. gingivalis |
| | | P.
gingivalis | Gesamtlast | |
| Plaqueprobe
von einer erkrankten Stelle | 45 | 1,4 × 1011 | 4,8 × 1011 | 29 |
-
P.-gingivalis-DNA
(3600 pg-0,36 pg) wurde als Standardgraph für eine relative Schätzung von
DNA in Plaqueproben verwendet.
-
100
P.-gingivalis-Zellen = 0,250 pg DNA. TABELLE 14B Diversität von Spezies in 57 Klonen,
welche aufgrund von sequenzbasierter Identifizierung analysiert
wurden, wobei ein 466-bp-DN-Segment
verwendet wurden, welches unter Verwendung von universellen Primern
amplifiziert wurde.
| Bakterien | Speziesnummer | % |
| P.
gingivalis | 17 | 29.8 |
| Fusobacterien | 18 | 31,6 |
| B.
forsythus | 6 | 10,5 |
| Prevotella | 4 | 7 |
| Treponema | 2 | 3,5 |
| Campylobacter | 1 | 1,8 |
| Capnocytophaga | 1 | 1,8 |
| Desufobulbus | 1 | 1,8 |
| Catonella
(clostridium) ähnlich | 1 | 1,8 |
| Streptococcus | 1 | 1,8 |
| Clostridium | 1 | 1,8 |
| Porphyromonas ähnlich | 1 | 1,8 |
| Rothia
dentocariosa | 1 | 1,8 |
| Flexistipes ähnlich | 1 | 1,8 |
| Unkultiviertes
Bakterium | 1 | 1,8 |
TABELLE 15 Sequenzbasierte Identifizierung
von Bakterien aus der Dentalplaqueflora
| Kultur | Bakterienspezies
mit hohem Score | % Ähnlichkeit | %
Identität |
| | | | |
| 4-2 | S.
mitis SM16SRR1 | 99,3 | 99,3 |
| | S.
costellatus AF104677 | 94 | 94 |
| | S.
anginosus AF306833 | 94 | 94 |
| | S.
intermedius AF104673 | 94,4 | 94,4 |
| | | | |
| 2-2-1 | S.
mitis SM16SRR1 | 94,5 | 93,7 |
| | S.
costellatus AF104677 | 98,24 | 97,49 |
| | S.
anginosus AF306833 | 98,74 | 97,99 |
| | S.
intermedius AF104673 | 99,50 | 98,74 |
| | | | |
| 6-5 | S.
mitis SM16SRR1 | 94,8 | 94,5 |
| | S.
costellatus AF104677 | 98,7 | 98,4 |
| | S.
anginosus AF306833 | 99,2 | 98,96 |
| | S.
intermedius AF104673 | 100 | 99,74 |
| | | | |
| 10-34 | S.
mitis SM16SRR1 | 94,56 | 94,3 |
| | S.
costellatus AF104677 | 100 | 99,74 |
| | S.
anginosus AF306833 | 98,45 | 98,19 |
| | S.
interredius AF104673 | 98,7 | 98,45 |
| | | | |
| 1-2-1 | Acinomyces-Spezies oraler
Klon AF385553 | 99,24 | 98,49 |
| | A.
viscosus AVRRNA16S | 98,99 | 98,24 |
| | A.
naeslundii ANE234051 | 98,995 | 97,99 |
| | A.
meyeri AMRNAR16S | 92,68 | 91,92 |
| | A.
georgiae AG16SRRNA | 92,93 | 92,17 |
| | A.
odontolyticus AOD234041 | 91,41 | 90,68 |
| | | | |
| 4-2-1 | Acinomyces-Spezies oraler
Klon | 93,42 | 93,16 |
| | A.
viscosus AVRRNA16S | 93,16 | 92,90 |
| | A.
naeslundii ANE234051 | 93,95 | 93,42 |
| | A.
meyeri AMRNAR16S | 98,42 | 98,16 |
| | A.
georgiae AG16SRRNA | 99,74 | 99,47 |
| | A.
odontolyticus AOD234041 | 97,63 | 97,37 |
-
BIBLIOGRAPHIE
-
- 1. Amann et al., 1995, Microbiol. Rev. 59: 143–169.
- 2. Ward et al., 1990, Nature 345: 63–65.
- 3. Hugenholtz et al., 1998, J. Bacteriol. 180: 4765–4774.
- 4., Veal et al., 2000, J. Immunol. Methods 243: 191–210.
- 5. Attfield et al., 1999, Australas Biotechnol. 9: 159–166.
- 6. Wintzingerode et al., 1997, FEMS Microbiol. Reviews 21: 213–229
- 7. Bloket al., 1997, Biotechniques 22: 700–704.
- 8. Rupf et al., 1999, J. Dent. Res. 78: 850–856.
- 9. Heid et al., 1996, Genome Res. 6: 986–994.
- 10. U. S. Department of Health and Human Services – Centres
for Disease Control [US-Ministerium
für Gesundheit
und soziale Dienste – Zentrum
für Krankheitsbekämpfung],
1982, Media for the isolation, characterization and identification
of obligate anaerobic bacteria [Medien für die Isolierung, Charakterisierung
und Identifizierung von obligat anaeroben Bakterien]. Washington
DC, USGPO.
- 11. Johnson et al., 1995, J. Clin. Microbiol. 33: 755–758.
- 12. Holt et al., 1994, Bergey's Manual (registrierte Marke) of Determinative
Bakteriology [Bergeys Handbuch der bestimmenden Bakteriologie],
9. Aufl., The Williams & Wilkins
Co., Baltimore, MD, USA.
- 13. Bottger, 1990, Clin. Chem. 36: 1258–1259.
- 14. Corless et al., 2000, J. Clin. Microbiol. 38: 1747–1752.
- 15. Lyons et al., 2000, J. Clin. Microbiol. 38: 2362–2365.
- 16. Schmidt et al., 1991, BioTech. 11: 176–177.
- 17. Bennet, C. L. und Frommer, M., 1997, Insect. Mol. Biol.
6: 343–356.
- 18. Altschul et al., 1997, Nucl. Acids Res. 25:3389.
- 19. Ausubel et al., "Current
Protocols in Molecular Biology [Aktuelle Protokolle der Molekularbiologie]" John Wiley & Sons Inc, 1994–1998, Kapitel
15.
- 20. Bonner und Laskey, 1974, Eur. J. Biochem. 46: 83.
- 21. Marmur und Doty, 1962, J. Mol. Biol. 5: 109.
- 22. Devereux et al., 1984, Nucleic Acids Res. 12: 387–395.
- 23. Altschul et al., 1990, J. Mol. Biol. 215, 403–410.
- 24. Syed und Loesche, 1972, Appl. Microbiol. 26: 459–465.
-
-
-