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DE60130160T2 - Verfahren zur Aberrationsmessung in einem optischen Abbildungssystem - Google Patents

Verfahren zur Aberrationsmessung in einem optischen Abbildungssystem Download PDF

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DE60130160T2
DE60130160T2 DE60130160T DE60130160T DE60130160T2 DE 60130160 T2 DE60130160 T2 DE 60130160T2 DE 60130160 T DE60130160 T DE 60130160T DE 60130160 T DE60130160 T DE 60130160T DE 60130160 T2 DE60130160 T2 DE 60130160T2
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Hans Van Der Laan
Marco Hugo Petrus Moers
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ASML Netherlands BV
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    • G01MEASURING; TESTING
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    • G01M11/02Testing optical properties
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/70Microphotolithographic exposure; Apparatus therefor
    • G03F7/70483Information management; Active and passive control; Testing; Wafer monitoring, e.g. pattern monitoring
    • G03F7/70591Testing optical components
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen der Aberration eines optischen Abbildungssystems, beispielsweise einer lithographischen Projektionsvorrichtung. Beobachtungen werden als Funktion von Parametern der Projektionsvorrichtung angestellt, und anhand dieser kann das Vorhandensein verschiedener Arten von Aberrationen quantifiziert werden. Die lithographische Projektionsvorrichtung kann umfassen:
    • – ein Strahlungssystem zum Bereitstellen eines Projektionsstrahls aus Strahlung;
    • – einen Halteraufbau zum Halten von Musteraufbringungseinrichtungen, wobei die Musteraufbringungseinrichtungen dazu dienen, den Projektionsstrahl entsprechend einem gewünschten Muster zu mustern;
    • – einen Substrattisch zum Halten eines Substrats; und
    • – ein Projektionssystem zum Projizieren des gemusterten Strahls auf einen Zielabschnitt des Substrats.
  • Die Musteraufbringungseinrichtung, auf die hier Bezug genommen wird, sollte dahingehend breit ausgelegt werden, als das sie sich auf eine Einrichtung bezieht, die dazu verwendet werden kann, den Querschnitt eines eingehenden Strahls aus Strahlung mit einem Muster zu versehen, wobei das Muster einem Muster entspricht, das auf einem Zielabschnitt des Substrats zu erzeugen ist; der Begriff „Lichtventil" kann in diesem Zusammenhang ebenso verwendet werden. Im Allgemeinen entspricht dieses Muster einer bestimmten Funktionsschicht in einem Bauteil, das in dem Zielabschnitt erzeugt wird, beispielsweise einem integrierten Schaltkreis oder einem anderen Bauteil (siehe unten). Beispiele solcher Musteraufbringungseinrichtungen umfassen:
    • – eine Maske. Das Maskenkonzept ist in der Lithographie geläufig, und es umfasst verschiedene Arten von Masken, beispielsweise binäre Masken, alternierende Phasenverschiebungs-, dämpfende Phasenverschiebungs- sowie verschiedenartige Hybridmasken. Wird eine derartige Maske in den Strahl aus Strahlung gestellt, wird dadurch eine selektive Transmission (im Falle einer transmissiven Maske) oder Reflektion (im Falle einer reflektierenden Maske) der auf die Maske auftreffenden Strahlung gemäß dem Muster auf der Maske bewirkt. Im Falle einer Maske wird der Halteraufbau allgemein ein Maskentisch sein, welcher sicherstellt, dass die Maske an einer erwünschten Position in dem eingehenden Strahl aus Strahlung gehalten werden kann, und dass die Maske, falls erwünscht, relativ zu dem Strahl bewegt werden kann.
    • – eine programmierbare Spiegelanordnung. Ein Beispiel einer solchen Vorrichtung ist eine matrix-adressierbare Oberfläche mit einer viskoelastischen Steuerschicht und einer reflektierenden Oberfläche. Das einem solchen Gerät zugrundeliegende Prinzip besteht darin, dass (zum Beispiel) adressierte Bereiche der reflektierenden Oberfläche das einfallende Licht als gebeugtes Licht reflektieren, während nicht-adressierte Bereiche das einfallende Licht als nicht-gebeugtes Licht reflektieren. Unter Verwendung eines geeigneten Filters kann das nicht-gebeugte Licht aus dem reflektierten Strahl herausgefiltert werden, wodurch lediglich das gebeugte Licht zurückbleibt; auf diese Weise wird der Strahl gemäß dem Adressmuster der matrix-adressierbaren Oberfläche gemustert. Die erforderliche Matrix-Adressierung kann unter Verwendung geeigneter elektronischer Einrichtungen durchgeführt werden. Mehr Informationen über solche Spiegelanordnungen können, zum Beispiel, den US-Patenten US 5,296,891 und US 5,523,193 entnommen werden. Im Falle einer programmierbaren Spiegelanordnung kann der Halteraufbau beispielsweise aus einem Rahmen oder einem Tisch bestehen, der je nach Bedarf fixiert oder beweglich sein kann.
    • – eine programmierbare LCD-Anordnung. Ein Beispiel eines solchen Aufbaus ist in dem US-Patent 5,229,872 beschrieben. Wie bereits zuvor kann der Halteraufbau in diesem Fall beispielsweise aus einem Rahmen oder einem Tisch bestehen, der je nach Bedarf fixiert oder beweglich sein kann.
  • Der Einfachheit halber kann der verbleibende Teil dieser Beschreibung an manchen Stellen spezielle Beispiele betreffen, die eine Maske oder einen Maskentisch beinhalten; jedoch sollten die im Zusammenhang mit solchen Fällen beschriebenen allgemeinen Prinzipien im weitestgehenden Sinne von Musteraufbringungseinrichtungen, wie sie voranstehend erwähnt worden sind, verstanden werden.
  • Eine lithographische Projektionsvorrichtung kann beispielsweise bei der Herstellung integrierter Schaltkreise (ICs) verwendet werden. In einem solchen Fall kann die Musteraufbringungseinrichtung ein Schaltkreismuster erzeugen, das einer einzelnen Schicht des ICs entspricht, und dieses Muster kann auf einen Zielabschnitt (der beispielsweise ein oder mehrer "dies" aufweist) eines Substrats (eines Siliziumwafers) abgebildet werden, welcher mit einer Schicht aus einem strahlungsempfindlichen Material (Photolack) überzogen worden ist. Im Allgemeinen enthält ein einzelner Wafer ein gesamtes Netzwerk benachbarter Zielabschnitte, die nacheinander von dem Projektionssystem belichtet werden. Bei gegenwärtigen Vorrichtungen, bei denen die Musteraufbringung durch eine Maske auf einem Maskentisch geschieht, kann zwischen zwei unterschiedlichen Gerätearten unterschieden werden. Bei einer Art von lithographischer Projektionsvorrichtung wird jeder Zielabschnitt dadurch bestrahlt, dass das gesamte Maskenmuster auf den Zielabschnitt belichtet wird; eine solche Vorrichtung wird herkömmlich als ein Waferstepper bezeichnet. Bei einer alternativen Vorrichtung – die herkömmlich als "Step-and-Scan"-Vorrichtung bezeichnet wird – wird jeder Zielabschnitt durch progressives Scannen des Maskenmusters unter dem Projektionsstrahl längs einer vorgegebenen Referenzrichtung (der "Scan"-Richtung) bestrahlt, während synchron dazu der Substrattisch parallel oder antiparallel zu dieser Richtung gescannt wird; da das Projektionssystem allgemein einen Vergrößerungsfaktor M (im Allgemeinen < 1) besitzt, beträgt die Geschwindigkeit V, mit der der Substrattisch gescannt wird, das M-fache der Geschwindigkeit, mit der der Maskentisch gescannt wird. Mehr Informationen im Hinblick auf lithographische Vorrichtungen, wie sie hier beschrieben sind, können beispielsweise der US 6,046,792 entnommen werden.
  • Bei einem Herstellungsprozess unter Verwendung einer lithographischen Projektionsvorrichtung wird ein Muster (beispielsweise in einer Maske) auf ein Substrat abgebildet, das zumindest teilweise mit einer Schicht aus einem strahlungsempfindlichen Material (Photolack) überzogen ist. Vor diesem Abbildungsschritt kann das Substrat verschiedenen Prozeduren unterzogen werden, beispielsweise einer Primärbehandlung, einer Photolackbeschichtung sowie einer weichen Erwärmung ("soft bake"). Nach der Belichtung kann das Substrat anderen Prozeduren unterzogen werden, beispielsweise einer Nachbelichtungserwärmung (PEB), einer Entwicklung, einer harten Erwärmung ("hard bake") sowie einer Messung/Inspektion der abgebildeten Merkmale. Diese Abfolge von Prozeduren wird als Grundlage dafür verwendet, eine einzelne Schicht eines Bauteils, beispielsweise eines ICs, mit einem Muster zu versehen. Eine solche gemusterte Schicht kann anschließend verschiedenen Prozessen unterzogen werden, beispielsweise dem Ätzen, der Ionen-Implantation (Dotierung), der Metallisierung, der Oxidation, dem chemisch-mechanischen Polieren, etc., die allesamt zur Fertigstellung einer einzelnen Schicht dienen. Falls mehrere Schichten benötigt werden, wird die gesamte Prozedur, oder eine Abwandlung derselben, für jede neue Schicht wiederholt. Schließlich ist dann eine Anordnung von Bauteilen auf dem Substrat (Wafer) vorhanden. Diese Bauteile werden anschließend voneinander getrennt, beispielsweise durch Dicen oder Sägen, und danach können die einzelnen Bauteile auf einen Träger montiert, mit Stiften verbunden, etc. werden. Weitere Informationen im Hinblick auf solche Prozesse können beispielsweise dem Buch „Microchip Fabrication: A Practical Guide to Semiconductor Processing", 3. Auflage, von Peter van Zant, McGraw Hill Publishing Co., 1997, ISBN 0-07-067250-4 entnommen werden.
  • Der Einfachheit halber kann das Projektionssystem im Anschluss als „Linse" bezeichnet werden; dieser Begriff sollte jedoch weitestgehend breit dahingehend ausgelegt werden, als das er verschiedene Arten von Projektionssystemen umfasst, einschließlich beispielsweise einer refraktiven Optik, einer reflektierenden Optik sowie katadioptrischer Systeme. Das Strahlungssystem kann ebenso Komponenten umfassen, die gemäß einem dieser Designarten betrieben werden können, um den Projektionsstrahl aus Strahlung zu richten, zu formen oder zu steuern, und solche Komponenten können im Anschluss, zusammen oder einzeln, als "Linse" bezeichnet werden. Des Weiteren kann das lithographische Gerät von der Sorte sein, dass es zwei oder mehr Substrattische (und/oder zwei oder mehr Maskentische) aufweist. Bei solchen „mehrstufigen" Vorrichtungen können die zusätzlichen Tische parallel zueinander benutzt werden, oder vorbereitende Schritte können auf einem oder mehreren Tischen ausgeführt werden, während ein anderer oder mehrere andere Tische für die Belichtung verwendet werden. Zweistufige lithographische Geräte werden beispielsweise in der US 5,969,441 sowie der WO 98/40791 beschrieben.
  • Es besteht der Wunsch, eine stetig wachsende Anzahl elektronischer Bauteile in einem IC zu integrieren. Um dies zu realisieren ist es notwendig, den Oberflächenbereich eines ICs zu vergrößern und/oder die Größe der Bauteile zu verringern. Für das Projektionssystem bedeutet dies, dass sowohl das Abbildungsfeld und/oder die Auflösung erhöht werden muss, so dass zunehmend kleinere Details, oder Linienbreiten, auf gut definierte Weise auf einen Zielabschnitt abgebildet werden können. Dies erfordert ein Projektionssystem, welches sehr strenge Qualitätsanforderungen erfüllen muss. Obwohl solche Projektionssysteme mit großer Sorgfalt entworfen und mit sehr hoher Genauigkeit hergestellt werden, kann ein solches System weiterhin Aberrationen zeigen, wie z. B. eine sphärische Aberration, ein Koma oder einen Astigmatismus. In der Praxis ist das Projektionssystem ("Linse") auf diese Weise kein ideales diffraktionsbegrenztes System, sondern ein aberrationsbegrenztes System. Die Aberrationen sind von der Position in dem Abbildungsfeld abhängig, und es entstehen daraus Abweichungen in den abgebildeten Linienbreiten, die quer über das Abbildungsfeld auftreten, und sie beeinflussen die Bildschärfe, die Belichtungsgrenzen und so weiter. Sie bewirken ebenso feldabhängige Überlappungsfehler zwischen unterschiedlichen Maskenstrukturen und/oder unterschiedlichen Beleuchtungseinstellungen. Der Einfluss der Aberrationen wird zunehmend signifikanter bei der Anwendung neuerer Techniken, beispielsweise bei Phasenverschiebungsmasken oder einer "offaxis" Beleuchtung, um das Auflösungsvermögen einer lithographischen Projektionsvorrichtung zu verbessern.
  • Ein weiteres Problem besteht darin, dass Aberrationen in modernen lithographischen Projektionssystemen nicht konstant sind. Um Aberrationen niedriger Ordnung, beispielsweise Verzerrungen, Feldkrümmungen, Astigmatismus, Koma sowie sphärische Aberrationen zu minimieren, weisen diese Projektionssysteme im Allgemeinen ein oder mehrere bewegliche Elemente auf. Die Wellenlängen des Projektionsstrahls oder die Position des Maskentisches können für den gleichen Zweck einstellbar sein. Wenn diese Einstelleinrichtungen verwendet werden, können andere kleinere Aberrationen in Erscheinung treten. Da überdies die Intensität des Projektionsstrahls so groß wie möglich sein sollte, altern die Komponenten des Projektionssystems mit der Folge, dass die Aberrationen sich während der Lebensdauer der Vorrichtung ändern. Überdies können reversible Veränderungen, die beispielsweise durch eine Erwärmung der Linsen verursacht werden, vorübergehend die Aberrationen verändern.
  • Folglich besteht ein weiteres Problem darin, wie die Aberration auf zuverlässige und genaue Weise gemessen werden kann.
  • Die Veröffentlichung von Saito et al. „Evaluation of coma aberration in projection lens by various measurements", PROCEEDINGS OF THE SPIE – THE INTERNATIONAL SOCIETY FOR OPTICAL ENGINEERING SPIE-INT. SOC. OPT. ENG USA, Vol. 3334, 1998, Seiten 297–308, XP002302391 ISSN: 0277-786X offenbart die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruches 1 zum Messen des Einflusses der Koma-Aberration.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Bestimmen der Aberration eines Abbildungssystems bereitzustellen.
  • Entsprechend stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Bestimmen der Aberration eines optischen Abbildungssystems bereit, mit:
    • – einem Strahlungssystem zum Bereitstellen eines Projektionsstrahls aus Strahlung;
    • – einem Halteraufbau zum Halten von Musteraufbringungseinrichtungen, wobei die Mustereinbringungseinrichtungen dazu dienen, den Projektionsstrahl entsprechend einem gewünschten Muster zu mustern;
    • – einem Substrattisch zum Halten eines Substrats; und
    • – einem Projektionssystem zum Projizieren des gemusterten Strahls auf einen Zielabschnitt des Substrats, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
    • – Mustern des Projektionsstrahls durch die Musteraufbringungseinrichtungen, und
    • – Messen von mindestens einem Parameter einer durch das Projektionssystem gebildeten Abbildung bei einer Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen des Strahlungssystems und/oder des Projektionssystems;
    wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch den Schritt:
    • – Extrahieren eines Koeffizienten einer Ausdehnung der Wellenfrontaberration des Abbildungssystems aus den Messungen des mindestens einen Parameters bei der Vielzahl von Einstellungen.
  • Vorzugsweise weisen die Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen verschiedene Einstellungen der numerischen Apparatur und/oder der Sigma-Einstellungen, Beleuchtungsmodi oder telezentrische Modi auf; ferner können verschiedene Arten und Größen von Teststrukturen verwendet werden, zum Beispiel eine oder mehrere Masken, um unterschiedliche Beugungseffekte in dem Projektionssystem zu erzeugen. Sämtliche derartigen Variationen sollten dahingehend ausgelegt werden, als dass sie von dem Begriff "unterschiedliche Beleuchtungseinstellungen", wie er in dieser Beschreibung verwendet wird, umfasst sind. Der Ausdruck „Sigma(σ)-Einstellung" bezieht sich auf die radiale Ausdehnung der Intensitätsverteilung in dem Strahl an der Pupille des Abbildungssystems, durch die die Strahlung verläuft, und zwar normalisiert in Bezug auf den maximalen Radius der Pupille. Auf diese Weise stellt ein Sigmawert von 1 eine Intensitätsverteilung der Beleuchtung mit einem Radius an der Pupille dar, der gleich dem maximalen Radius der Pupille ist. Der Begriff „Beleuchtungsmodus" weist auf die räumliche Verteilung der Strahlung an der Pupille hin, die zum Beispiel scheibenförmig, ringförmig (die durch eine innere Sigma- sowie eine äußere Sigma-Einstellung gekennzeichnet sein würde), quadrupolar, dipolar, weich-multipolar (einschließlich eines Strahlungsflusses zwischen den Polen) etc. sein kann. Der Ausdruck „telezentrische Modi" umfasst eine Ausbildung des Abbildungssystems mit Telezentrizität und/oder mit variierendem Grad der Nicht-Telezentrizität, zum Beispiel durch Verwendung von Prismen auf einer Maske, um das Beleuchtungsprofil zu neigen. Diese unterschiedlichen Einstellungen können auf bequeme Weise in einer lithographischen Projektionsvorrichtung ausgewählt werden.
  • Der gemessene Parameter kann einen der folgenden oder mehrere der folgenden Parameter umfassen: die beste Brennweitenposition der Abbildung; die laterale Position der Abbildung; die Deformation der Abbildung und andere Eigenschaften der lithographischen Belichtung der Abbildung, beispielsweise die Linienbreite und die Form sowie der Abstand zwischen benachbarten Strukturen.
  • Vorzugsweise sind die Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen derart ausgewählt, dass die Änderung in dem oder in jedem der mindestens einen gemessenen Parameter im Wesentlichen maximal ist. Auf diese Weise kann die Genauigkeit des (der) bestimmten Koeffizienten verbessert werden.
  • Vorzugsweise sind die Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen derart ausgewählt, dass die aus der Aberration resultierende Änderung des mindestens einen gemessenen Parameters, der durch einen oder mehrere Koeffizienten dargestellt wird, im Wesentlichen gleich Null ist, während die Änderung in dem mindestens einen Parameter als Funktion eines gewünschten zu bestimmenden Koeffizienten ungleich Null ist. Diese Technik ermöglicht, dass unterschiedliche Aberrationskoeffizienten, beispielsweise Zernike-Koeffizienten, unabhängig voneinander erhalten werden können.
  • Die Erfindung stellt ebenso eine lithographische Projektionsvorrichtung bereit zum Projizieren eines gemusterten Strahls aus Strahlung auf ein Substrat, das mit einer strahlungsempfindlichen Schicht versehen ist, wobei die Vorrichtung umfasst:
    • – ein Strahlungssystem zum Bereitstellen eines Projektionsstrahls aus Strahlung;
    • – einen Halteraufbau zum Halten von Musteraufbringungseinrichtungen, wobei die Musteraufbringungseinrichtungen dazu dienen, den Projektionsstrahl gemäß einem gewünschten Muster zu mustern;
    • – einen Substrattisch zum Halten eines Substrats;
    • – ein Projektionssystem zum Projizieren des gemusterten Strahls auf einen Zielabschnitt des Substrats;
    • – Beleuchtungseinstelleinrichtungen zum Bereitstellen einer Vielzahl von verschiedenen Beleuchtungseinstellungen des Strahlungssystems und/oder des Projektionssystems;
    • – Messeinrichtungen zum Messen von mindestens einem Parameter einer von dem Projektionssystem gebildeten projizierten Abbildung;
    • – Steuereinrichtungen zum Auswählen einer Vielzahl verschiedener Beleuch tungseinstellungen, bei denen die Messungen durch die Messeinrichtungen vorgenommen werden;
    wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie ferner umfasst:
    • – Berechnungseinrichtungen, die angeordnet sind, um einen Koeffizienten einer Ausdehnung der Wellenfrontaberration des Projektionssystems und/oder des Strahlungssystems aus den Messungen des mindestens einen von den Messeinrichtungen gemessenen Parameters bei der Vielzahl verschiedener Beleuchtungseinstellungen zu extrahieren.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen eines Bauelements bereitgestellt mit den Schritten:
    • (a) Bereitstellen eines Substrats, das zumindest teilweise von einer Schicht aus strahlungsempfindlichen Material bedeckt ist;
    • (b) Bereitstellen eines Projektionsstrahls aus Strahlung unter Verwendung eines Strahlungssystems;
    • (c) Verwenden von Musteraufbringungseinrichtungen, um den Querschnitt des Projektionsstrahls mit einem Muster zu versehen;
    • (d) Verwenden eines Projektionssystems, um den gemusterten Strahl aus Strahlung auf einen Zielabschnitt der Schicht aus strahlungsempfindlichem Material zu projizieren,
    wobei das Verfahren ferner die Schritte umfasst:
    Messen, vor Schritt (d), von mindestens einem Parameter einer durch das Projektionssystem gebildeten Abbildung bei einer Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen des Strahlungssystems und/oder des Projektionssystems;
    wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch:
    Extrahieren eines Koeffizienten einer Ausdehnung der Wellenfrontaberration des Projektions- und/oder Strahlungssystems aus den Messungen des mindestens einen Parameters bei der Vielzahl von Einstellungen; und
    Korrigieren der Aberration auf der Basis des extrahierten Koeffizienten, um die Aberration einer durch das Projektionssystem projizierten Abbildung zu reduzieren.
  • Obgleich in diesem Text speziell Bezug genommen wird auf die Verwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung zur Herstellung von ICs, so sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine solche Vorrichtung viele andere Anwendungsmöglichkeiten besitzt. Zum Beispiel kann sie bei der Herstellung integrierter optischer Systeme, bei Führung- und Erfassungsmustern für magnetische Domainspeicher, für Flüssigkristallanzeigefelder, Dünnfilmmagnetköpfe, etc. verwendet werden. Der Fachmann auf dem Gebiet erkennt, dass im Zusammenhang mit solchen anderen Anwendungen jegliche Verwendung der Begriffe "Retikel", "Wafer" oder "die" in diesem Text ersetzt werden kann durch die eher allgemeineren Begriffe "Maske", "Substrat" bzw. "Zielabschnitt".
  • In der vorliegenden Beschreibung werden die Begriffe „Strahlung" sowie „Strahl" verwendet, um sämtliche Arten elektromagnetischer Strahlung zu umfassen, einschließlich ultravioletter Strahlung (z. B. mit einer Wellenlänge von 365, 248, 193, 157 oder 126 nm) sowie EUV (extreme UV-Strahlung, beispielsweise mit einer Wellenlänge im Bereich von 5–20 nm).
  • Ausführungsformen der Erfindung werden nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten schematischen Zeichnungen beschrieben, von denen:
  • 1 eine lithographische Projektionsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung darstellt;
  • 2 eine Tabelle ist, welche die Beziehung zwischen unterschiedlichen Aberrationen niedriger Ordnung und ihren jeweiligen Zernike-Koeffizienten zusammenfasst;
  • 3(a) und 3(b) Tabellen sind, die berechnete beste Brennweitenpositionen (in Bezug auf einen Fall ohne Aberration) bei unterschiedlichen Beleuchtungseinstellungen als Funktion der Aberration aufgrund der Zernike-Koeffizienten Z9 und Z16 zeigen;
  • 4 ein Diagramm ist, das die Korrelation zwischen einer gemessenen besten Brennweitenposition und einer besten Brennweite zeigt, die anhand der Zernike-Aberrationskoeffizienten Z9 und Z16 bestimmt wurde, welche gemäß der vorliegenden Erfindung gemessen wurden, wobei jeder Punkt in dem Diagramm einer der Beleuchtungseinstellungen der 3 entspricht. Die gemessene beste Brennweitenposition ist entlang der vertikalen Achse in nm angegeben; die berechnete beste Brennweitenposition ist entlang der horizontalen Achse in nm angegeben;
  • 5(a) und 5(b) Diagramme sind, welche die Korrelation zwischen einem Zernike-Koeffizienten, der unter Verwendung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung gemessen wurde (in nm entlang der vertikalen Achse aufgetragen), und einem Zernike-Koeffizienten, der unter Verwendung eines weiteren Verfahrens bestimmt wurde (in nm entlang der horizontalen Achse aufgetragen), zeigen;
  • 6(a) und 6(b) Diagramme sind, welche die Zernike-Koeffizienten Z9 bzw. Z16 als Funktion der X-Position entlang des Schlitzes des Projektionssystems in einer "Step-and-Scan"-Vorrichtung (bei der der Schlitz in Y-Richtung gescannt wird) zeigen, die sowohl durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung als auch durch ein weiteres Verfahren bestimmt worden sind. Die vertikalen Achsen beider 6(a) und 6(b) stellen Werte des Aberrationskoeffizienten in nm dar. Die horizontalen Achsen stellen die X-Position entlang des Schlitzes in mm dar;
  • 7 ein Diagramm von Z12 (entlang der vertikalen Achse in nm gezeigt) als Funktion der X-Position entlang des Schlitzes des Projektionssystems (entlang der horizontalen Achse in mm gezeigt) ist, der sowohl gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung als auch unter Verwendung eines weiteren Verfahrens gemessen wurde;
  • 8(a) und 8(b) Konturdiagramme der besten Brennweitenposition sind als Funktion der äußeren Sigma-Einstellung (entlang der horizontalen Achsen gezeigt) und der numerischen Apertur (entlang der vertikalen Achsen gezeigt) des Projektionssystems resultierend aus der Aberration aufgrund der Zernike-Koeffizienten Z9 bzw. Z16, die ungleich Null sind;
  • 9 ein Konturdiagramm des Abbildungskontrastes ist als Funktion der äußeren Sigma-Einstellung (entlang der horizontalen Achse gezeigt) und der numerischen Apertur (entlang der vertikalen Achse gezeigt) des Projektionssystems;
  • 10 eine Tabelle berechneter lateraler Verschiebungen der Abbildungsposition, die aus einer komatischen (Koma) Aberration (Z7 ist ungleich Null) resultieren, als Funktion der Beleuchtungseinstellung ist;
  • 11 ein Diagramm ist, das die Korrelation zwischen gemessenen X-Verschiebungen (entlang der vertikalen Achsen in nm gezeigt) und berechneter X-Verschiebungen (entlang der horizontalen Achsen in nm gezeigt) aufgrund der komatischen Aberration zeigt, wobei jeder Punkt in dem Diagramm einer der Beleuchtungseinstellungen der 10 entspricht;
  • 12(a) und 12(b) Konturdiagramme der aus den Zernike-Koeffizienten Z7 bzw. Z14, die ungleich Null sind, resultierenden X-Verschiebungen als Funktion der äußeren Sigma-Einstellung (entlang der horizontalen Achse gezeigt) und der numerischen Apertur (entlang der vertikalen Achse gezeigt) des Abbildungssystems sind;
  • 13(a) und 13(b) Diagramme der Zernike-Komakoeffizienten Z7 bzw. Z8 (entlang der vertikalen Achsen in nm gezeigt) als Funktion der X-Position entlang des Schlitzes des Abbildungssystems (entlang der horizontalen Achsen in mm gezeigt) sind, die sowohl gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung als auch unter Verwendung eines weiteren Verfahrens gemessen wurden; und
  • 14 ein Diagramm ist, das dem der 13(a) entspricht, bei dem allerdings die Daten der vorliegenden Erfindung wellenlängenkorrigiert sind.
  • In den Figuren deuten entsprechende Bezugssymbole auf entsprechende Teile hin.
  • Erste Ausführungsform
  • 1 stellt schematisch eine lithographische Projektionsvorrichtung gemäß einer spezifischen Ausführungsform der Erfindung dar. Die Vorrichtung umfasst:
    • – ein Strahlungssystem Ex, IL zum Bereitstellen eines Projektionsstrahls PB aus Strahlung (beispielsweise UV- oder EUV-Strahlung). In diesem spezifischen Fall umfasst das Strahlungssystem ebenso eine Strahlungsquelle LA;
    • – einen ersten Objekttisch (Maskentisch) MT, der mit einem Maskenhalter zum Halten einer Maske MA (beispielsweise eines Retikels) versehen und mit einer ersten Positioniereinrichtung zum genauen Positionieren der Maske in Bezug auf den Gegenstand PL verbunden ist;
    • – einen zweiten Objekttisch (Substrattisch) WT, der mit einem Substrathalter zum Halten eines Substrats W (beispielsweise eines mit Photolack beschichteten Silizium-Wafers) versehen und mit einer zweiten Positioniereinrichtung zum genauen Positionieren des Substrats in Bezug auf den Gegenstand PL verbunden ist;
    • – ein Projektionssystem ("Linse") PL (beispielsweise ein refraktives oder katadioptrisches System oder eine Spiegelgruppe) zum Abbilden eines bestrahlten Abschnittes der Maske MA auf einen Zielabschnitt C (der beispielsweise ein oder mehrere dies aufweist) des Substrats W.
  • Wie hier dargestellt, ist die Vorrichtung vom Transmissionstyp (d. h. sie besitzt eine durchlässige Maske). Allgemein kann sie jedoch zum Beispiel auch vom Reflektionstyp sein (mit einer reflektierenden Maske). Alternativ kann die Vorrichtung eine andere Art von Musteraufbringungseinrichtung verwenden, wie z. B. eine programmierbare Spiegelanordnung vom voranstehend beschriebenen Typ.
  • Die Quelle LA (beispielsweise eine Hg-Lampe oder ein Excimer-Laser) erzeugt einen Strahl aus Strahlung. Dieser Strahl wird in ein Beleuchtungssystem (Illuminator) IL geführt, entweder direkt oder nachdem er eine Aufbereitungseinrichtung durchlaufen hat, beispielsweise einen Strahlaufweiter Ex. Der Illuminator IL kann eine Einstelleinrichtung AM zum Einstellen des äußeren σ- sowie des inneren σ-Werts der Intensitätsverteilung in dem Strahl aufweisen. Zusätzlich weist er im Allgemeinen verschiedene andere Komponenten auf, beispielsweise einen Integrator IN sowie einen Kondensor CO. Auf diese Weise besitzt der Querschnitt des auf die Maske MA auftreffenden Strahls PB eine erwünschte Gleichmäßigkeit sowie Intensitätsverteilung.
  • Es wird in Bezug auf die 1 darauf hingewiesen, dass die Quelle LA innerhalb des Gehäuses der lithographischen Projektionsvorrichtung angeordnet sein kann (wie es oftmals dann der Fall ist, wenn die Quelle LA zum Beispiel eine Quecksilberlampe ist), oder dass sie auch von der lithographischen Projektionsvorrichtung abgelegen sein kann, wobei der von ihr erzeugte Strahl in die Vorrichtung geführt wird (beispielsweise mit Hilfe geeigneter Richtspiegel); letzteres ist oft der Fall, wenn die Quelle LA ein Excimerlaser ist. Die vorliegende Erfindung und die Ansprüche umfassen beides.
  • Der Strahl PB fällt anschließend auf die Maske MA, die auf einem Maskentisch MT gehalten wird. Nach Durchlaufen der Maske MA verläuft der Strahl PB durch die Linse PL, die den Strahl PB auf einen Zielabschnitt C des Substrats W fokussiert. Mit Hilfe der zweiten Positioniereinrichtung (und der interferometrischen Messeinrichtung IF) kann der Substrattisch WT genauestens bewegt werden, beispielsweise um so unterschiedliche Zielabschnitte C in den Pfad des Strahls PB zu positionieren. Auf ähnliche Weise kann die erste Positioniereinrichtung dazu verwendet werden, die Maske MA in Bezug auf den Pfad des Strahls PB genauestens zu positionieren, beispielsweise nach dem mechanischen Herausholen der Maske MA aus einem Maskenarchiv oder während eines Scans. Allgemein wird die Bewegung der Objekttische MT, WT mit Hilfe eines Moduls mit langem Hub (grobe Positionierung) und eines Moduls mit kurzem Hub (feine Positionierung) realisiert, die allerdings in 1 nicht explizit dargestellt sind. Im Falle eines Wafer-Steppers (im Gegensatz zu einer "Step-and-Scan"-Vorrichtung) kann der Maskentisch MT jedoch mit einem Aktuator mit kurzem Hub verbunden oder fixiert sein.
  • Die dargestellte Vorrichtung kann in zwei unterschiedlichen Modi verwendet werden:
    • 1. In einem Schritt-Modus wird der Maskentisch MT im Wesentlichen stationär gehalten, und die gesamte Maskenabbildung wird auf einmal (d. h. bei einer einzelnen "Belichtung") auf einen Zielabschnitt C projiziert. Der Substrattisch WT wird anschließend in X- und/oder Y-Richtung bewegt, so dass ein anderer Zielabschnitt C mit dem Strahl PB belichtet werden kann;
    • 2. Im Scan-Modus geschieht im Wesentlichen das Gleiche, außer dass ein gegebener Zielabschnitt C nicht während einer einzelnen "Belichtung" belichtet wird. Stattdessen wird der Maskentisch MT in einer vorgegebenen Richtung (der sog. "Scan-Richtung", beispielsweise in Y-Richtung) mit einer Geschwindigkeit v bewegt, so dass der Projektionsstrahl PB über die gesamte Maskenabbildung gescannt wird; gleichzeitig wird der Substrattisch WT simultan in die gleiche oder entgegengesetzte Richtung mit einer Geschwindigkeit V = Mv bewegt, wobei M gleich der Vergrößerung der Linse PL ist (typischerweise ist M = 1/4 oder 1/5). Auf diese Weise kann ein relativ großer Zielabschnitt C ohne Einschränkung des Auflösungsvermögens belichtet werden.
  • Aberrationen der Projektionslinse werden insbesondere bei den Ausführungsformen dieser Erfindung in Betracht gezogen. Die Wellenfrontaberrationen der Projektionslinse können als eine Reihe entsprechend ihrer Winkelform geschrieben werden:
    Figure 00130001
    wobei r und θ radiale bzw. Winkelkoordinaten sind (r ist normalisiert), und wobei m ein Index ist, der den Anteil der m-ten Aberration anzeigt. R und R' sind Funktionen von r.
  • Die Aberration kann ebenso im Sinne der Zernike-Ausdehnung ausgedrückt werden: W = Zifi(r, θ) + Zjfj(r, θ) + Zkfk(r, θ) + ...,wobei jedes Z dem Zernike-Koeffizienten und jedes f dem entsprechenden Zernike-Polynom entspricht. Die Funktionen f besitzen die Form eines Polynomprodukts aus r und sin oder cos von mθ. Zum Beispiel kann die komatische Aberrration (m = 1) durch eine Zernike-Reihe aus Z7, Z8, Z14, Z15, Z23, Z24, Z34, Z35, etc. dargestellt werden und die Funktion, die zum Beispiel dem Z7 Koeffizienten zugeordnet ist [f7(r, θ) in der voranstehenden Notation], ist: (3r3-2r)cos(θ).
  • Die Zernike-Ausdehnung für die Aberrationen niedrigerer Ordnung ist in der in 2 gezeigten Tabelle zusammengefasst.
  • Ein Effekt der sphärischen Aberration besteht darin, dass sich die Position der besten Brennweite ("position of best focus") in Z-Richtung verschiebt, und dies wird bei der vorliegenden Ausführungsform zur Bestimmung von Z9 und Z16 verwendet. Zu nächst wird die theoretische Verschiebung der besten Brennweitenposition unter Verwendung bekannter Rechenverfahren berechnet, wie zum Beispiel das als "Solid C" bekannte Programm, das kommerziell als Software-Paket von der Firma Sigma-C GmbH in Deutschland erhältlich ist, um optische Lithographie zu simulieren und zu modellieren. Andere geeignete Software-Pakete, wie zum Beispiel das als "Prolith" bekannte Programm, kann alternativ verwendet werden. Die 3(a) und 3(b) sind Tabellen, welche die Ergebnisse dieser Berechnungen für zwei unterschiedliche lithographische Projektionsvorrichtungen angeben. Die ersten beiden Spalten geben die Einstellungen des Beleuchtungsmodus bezüglich der numerischen Apparatur (NA) auf der Abbildungsseite sowie die Sigma (σ)-Einstellung an. Die in den Tabellen der 3(a) und 3(b) verwendeten Beleuchtungsmodi sind ringförmige Beleuchtungsmodi, wobei die beiden Werte in der Sigma-Spalte den inneren und äußeren Radius eines jeden Rings angeben; und wobei die Differenz zwischen den beiden Werten die Breite des Rings als Bruchteil des maximalen Radius der Pupille angeben. Gelegentlich wird der äußere Sigma-Wert nach dem inneren Sigma-Wert angegeben, und manchmal auch umgekehrt; die Reihenfolge der Sigma-Werte ist jedoch ohne Bedeutung. Der Bereich der radialen Positionen des Strahls an der Pupille bezieht sich auf den Bereich des schrägen Einfalls des Projektionsstrahls auf das Substrat.
  • Die dritte und die vierte Spalte in den 3(a) und 3(b) geben die berechneten besten Brennweitenpositionen in nm relativ zu einem bestimmten Datum an. Die dritte Spalte wurde unter der Annahme berechnet, dass die Linse eine Aberration entsprechend einem Zernike-Koeffizienten Z9 von 1 nm hat, wobei die anderen Zernike-Koeffizienten gleich Null sind. Die vierte Spalte gilt für die gleiche Situation, allerdings ist die Aberration durch den Zernike-Koeffizienten Z16 von 1 nm bedingt, wobei alle anderen Zernike-Koeffizienten gleich Null sind. Die Werte in der dritten und der vierten Spalte (BFZ9=1nm und BFZ16=1nm) stellen gewissermaßen die Gradienten oder partiellen Differentiale der besten Brennweitenpositionen als Funktion des jeweiligen Zernike-Koeffizienten dar, d. h.:
    Figure 00140001
    wobei die Näherung gilt, dass 1 nm eine geringe Änderung von Z9 darstellt und dass eine entsprechende Beziehung für Z16 gilt.
  • Die beste Brennweitenposition wird im Anschluss unter Verwendung der tatsächlichen lithographischen Projektionsvorrichtung bei den gleichen sechs unterschiedli chen Beleuchtungseinstellungen wie bei jeder Tabelle der 3 gemessen. Die beste Brennweitenposition ist diejenige Z-Position mit maximalem Kontrast, beispielsweise definiert durch das Maximum einer Polynom-Regression sechster Ordnung der Kontrast-Position-Kurve, wenn die Position von unscharf über scharf und wieder zu unscharf bewegt wird. Die beste Brennweite kann experimentell unter Verwendung bekannter Verfahren bestimmt werden, beispielsweise durch das als „FOCAL" (wird im Anschluss beschrieben) bekannte Verfahren; alternativ kann man das im Raum erzeugte Bild messen, beispielsweise unter Verwendung eines Transmissions-Bildsensors (TIS) (wird im Anschluss beschrieben) oder eines Überlapp-Mikroskops oder kommerziellen Fokus-Monitors.
  • FOCAL ist ein Akronym für „FOcus Calibration by using ALignment". Es ist ein Messverfahren der besten Brennweite, um Informationen über die Brennebene unter Verwendung des Einstellsystems der lithographischen Vorrichtung vollständig zu bestimmen. Eine spezielle, asymmetrisch segmentierte Richtmarkierung wird über den Fokus auf einen photolackbeschichteten Wafer abgebildet. Die Position dieser abgebildeten Markierung (latent oder entwickelt) kann durch das Einstellsystem gemessen werden. Aufgrund der asymmetrischen Segmentierung hängt die von dem Einstellsystem gemessene Position von der während der Belichtung verwendeten Defokussierung ab, wodurch eine Bestimmung der besten Brennweitenposition ermöglicht wird. Indem diese Markierungen über das gesamte Bildfeld verteilt und unterschiedliche Ausrichtungen der Segmentierung verwendet werden, kann die komplette Brennebene für mehrere Strukturorientierungen gemessen werden. Dieses Verfahren wird im Detail in der US 5,674,650 beschrieben, das hierin unter Bezugnahme enthalten ist.
  • Ein oder mehrere Transmissionsbildsensoren (TIS) können verwendet werden, um die laterale Position sowie die beste Brennweitenposition (d. h. vertikale und horizontale Position) des projizierten Bildes unterhalb der Projektionslinse zu bestimmen. Ein Transmissionsbildsensor (TIS) wird in eine physikalische Referenzoberfläche eingelassen, die dem Substrattisch (WT) zugeordnet ist. Bei einer besonderen Ausführungsform werden zwei Sensoren auf einer Fiduzialplatte, die auf der oberen Oberfläche des Substrattisches (WT) befestigt ist, an diagonal gegenüberliegenden Positionen außerhalb des von dem Wafer W bedeckten Bereichs angebracht. Die Fiduzialplatte ist aus einem hochstabilen Material mit einem sehr geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten hergestellt, zum Beispiel Invar, und besitzt eine flache reflektierende obere Oberfläche, auf der Markierungen aufgebracht sind, welche mit einem weiteren Fiduzial bei Ausrichtungsprozessen verwendet werden. Die TIS wird benutzt, um direkt die vertikale (und horizontale) Position des im Raum erzeugten Bildes, wie es von der Projektionslinse projiziert wird, eines TIS-Musters auf der Maske zu bestimmen. Sie weist Öffnungen in der reflektierenden Oberfläche auf, hinter denen unmittelbar ein in Bezug auf die bei dem Belichtungsprozess verwendete Strahlung empfindlicher Photodetektor angeordnet ist. Um die Position der Brennebene zu bestimmen, projiziert die Projektionslinse in den Raum ein Bild eines auf der Maske MA vorgesehenen Musters, das kontrastreiche helle und dunkle Bereiche aufweist. Die Substratplattform wird anschließend in horizontaler Richtung (in einer oder vorzugsweise zwei Richtungen) sowie vertikaler Richtung gescannt, so dass die Öffnung der TIS durch den Raum verläuft, in dem das im Raum erzeugte Bild zu vermuten ist. Während die TIS-Öffnung durch die hellen und dunklen Abschnitte des Bildes des TIS-Musters verläuft, fluktuiert der Ausgang des Photodetektors (ein Moiré-Effekt). Das vertikale Niveau, bei dem sich die Amplitude des Photodetektorausgangs am stärksten ändert, zeigt dasjenige Niveau an, bei dem das Bild eines TIS-Musters den größten Kontrast besitzt, und deutet daher auf die Ebene mit optimaler Fokussierung hin. Das horizontale Niveau, bei dem die Veränderung am größten ist, deutet auf die laterale Position des im Raum erzeugten Bildes hin. Ein Beispiel eines TIS von dieser Sorte ist noch mehr im Detail in der US 4,540,277 beschrieben. Vorteile eines TIS sind u.a. Robustheit und Geschwindigkeit, da es ein direktes Messverfahren ist, was keine Belichtung eines Photolackes erfordert.
  • In Fällen, in denen die vorliegende Ausführungsform einen Parameter des Bildes (die beste Brennweitenposition in diesem Fall) unter Verwendung des FOCAL-Verfahrens bei einer Vielzahl unterschiedlicher Beleuchtungseinstellungen mist, wird das Akronym FAMIS benutzt, was für „FOCAL At Multiple Illumination Settings" steht.
  • Die tatsächlichen Zernike-Koeffizienten des Projektionslinsensystems können anschließend aus der folgenden Beziehung abgeleitet werden, die die Korrektur erster Ordnung der besten Brennweitenposition angibt, welche aus der Aberration aufgrund eines spezifischen Zernike-Koeffizienten resultiert: BFmeas(NA, σ) = a + b·BFZ9=1nm(NA, σ) + c·BFZ16=1nm(NA, σ),wobei BFmeas die empirische beste Brennweitenposition ist, die als Funktion von NA und σ gemessen wird.
  • Die Koeffizienten b und c werden als die Zernike-Koeffizienten Z9 bzw. Z16 bezeichnet; der Koeffizient a steht in Beziehung zu Z4 und kann als im Wesentlichen kon stant in diesem Zusammenhang angesehen werden. Folglich kann die Beziehung in Form der folgenden Gleichung geschrieben werden: BFmeas(NA, σ) = const + Z9·BFZ9=1nm(NA, σ) + Z16·BFZ16=1nm(NA, σ).
  • Diese Gleichung ist eine Näherung, welche Korrekturen höherer Ordnung, Kreuzprodukte, die sowohl Z9 und Z16 beinhalten, usw. vernachlässigt, obwohl diese bei Bedarf berücksichtigt werden könnten.
  • Eine Gleichung wie die voranstehende wird für jede Beleuchtungseinstellung (NA- und σ-Werte) erhalten, und dies ergibt eine Gesamtzahl von sechs Gleichungen für die Daten der 3(a) oder 3(b). Anhand dieser sechs simultanen Gleichungen müssen drei Unbekannte (const, Z9, Z16) extrahiert werden. Da es mehr Gleichungen als Unbekannte gibt, ist die Gruppe der Gleichungen überbestimmt. Eine Mehrfachregression oder eine Anpassung kleinster Quadrate kann verwendet werden, um die besten Werte für die Zernike-Koeffizienten zu bestimmen. In Matrix-Notation können die simultanen Gleichungen geschrieben werden als:
    Figure 00170001
  • Die ersten beiden Spalten der Matrix entsprechen der dritten und der vierten Spalte der Tabellen in den 3(a) oder 3(b) und stellen Eigenvektoren des Problems dar.
  • In kompakter Schreibweise kann dies wie folgt ausgedrückt werden:
    Figure 00170002
    wobei die Zernike-Koeffizienten extrahiert werden gemäß:
    Figure 00170003
  • Die Zernike-Koeffizienten Z9 und Z16 können auf diese Weise extrahiert werden. Nicht nur ihre (absoluten) Werte sind für den Mikrolithographen von Interesse, sondern ebenso ihr Einfluss auf die beste Brennweitenposition (und ebenso auf den lateralen Versetzungs- oder Überlappfehler, insbesondere im Falle anderer Zernike-Koeffizienten, die unter Bezugnahme auf die zweite Ausführungsform beschrieben werden), so dass geeignete Korrekturen an dem Abbildungssystem bei unterschiedlichen Beleuchtungseinstellungen vorgenommen werden können. 4 ist ein Korrelationsdiagramm zwischen der tatsächlich gemessenen besten Brennweitenposition und der berechneten besten Brennweitenposition basierend auf Z9 und Z16, die gemäß der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung bestimmt wurden. Jedes Quadrat stellt eine unterschiedliche Beleuchtungseinstellung der Vorrichtung dar.
  • Wie zu sehen ist, ergibt sich eine ausgezeichnete Korrelation zwischen der maximalen Abweichung der Brennweite und der angepassten Linie von immer weniger als 10 nm. Der Korrelationskoeffizient beträgt R2 = 0,972 (R2 = 0 stellt keine Relation und R2 = 1 stellt eine perfekte Korrelation dar).
  • Eine weitere Bestätigung der Nützlichkeit des Verfahrens der vorliegenden Erfindung ist in den 5(a) und 5(b) dargestellt. In diesen Figuren sind die Werte von Z9 bzw. Z16, wie sie gemäß der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung gemessen wurden (FAMIS), gegenüber Werten von Z9 aufgetragen, die unabhängig von dem Linsenhersteller unter Verwendung eines Verfahrens gemessen wurden, das im Anschluss als SIF („Shearing InterFerometry”) bezeichnet wird. SIF ist ein interferometrisches "durch-die-Linse" (TTL)-Verfahren, das von dem Linsenhersteller entwickelt wurde. Jedes Quadrat stellt Messungen an einer spezifischen X-Position entlang des Schlitzes des Abbildungssystems in einer „Steg-and-Scan"-Vorrichtung dar, und jedes Diagramm zeigt eine lineare Kurvenanpassung. Die Korrelation ist wiederum ausgezeichnet, wobei die Korrelationskoeffizienten R2 0,86 und 0,83 betragen. Die maximale Abweichung von der Anpassung, die in Beziehung zur Genauigkeit des Messverfahrens steht, beträgt ungefähr 1 nm Zernike. Dies liegt deutlich unterhalb der Toleranz, mit der das Linsensystem hergestellt wird. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung besitzt den Vorteil, dass es mit dem Abbildungssystem in einer lithographischen Projektionsvorrichtung in situ durchgeführt werden kann.
  • Die 6(a) und 6(b) zeigen Diagramme von Zernike-Koeffizienten Z9 und Z16, die als Funktion der Position in X-Richtung gemessen wurden, d.h. senkrecht zur Scanrichtung in einer Vorrichtung, die im voranstehend beschriebenen Scanmodus verwendet wird. Die Aberrationsdaten wurden an einem „Steg-and-Scan"-System gemessen, welches allerdings im Schrittmodus benutzt wurde. Die Aberrationsdaten werden für jede X-Position (entlang des Schlitzes) aufgetragen, allerdings entlang der Scanrichtung (Y-Richtung) gemittelt, so dass die Koeffizienten integrierte Werte von Z9 und Z16 darstellen. Jedes Diagramm zeigt einen Verlauf des Zernike-Koeffizienten, der gemäß dem vorliegenden FAMIS-Verfahren gemessen und unabhängig durch das SIF-Verfahren gemessen wurde. Das Diagramm in 6(a) zeigt den Verlauf des Z9-Koeffizienten, und das Diagramm in 6(b) zeigt den Verlauf des Z16-Koeffizienten. Diese Diagramme zeigen wiederum die gute Korrelation zwischen den beiden Messverfahren. Die Korrelationsverläufe der 5(a) und 5(b) entsprechen den Daten in den Diagrammen der 6(a) bzw. 6(b) in Bezug auf die X-Position.
  • 7 zeigt Messergebnisse des Z12 Zernike-Koeffizienten unter Verwendung des FAMIS-Verfahrens der vorliegenden Erfindung und unter Verwendung von SIF. Z12 (deutet auf das Vorhandensein eines Astigmatismus hin: siehe 2) kann unter Verwendung der vorliegenden Erfindung auf die gleiche Weise wie Z9 oder Z16 berechnet werden, indem die Abweichung der Astigmatismuswerte (Unterschied der besten Brennweitenposition zwischen in X- und Y-Richtung ausgerichteten Linien) bei feststehender Aberration aufgrund von zum Beispiel eines Z12-Koeffizienten von 1 nm berechnet wird. Die tatsächlichen Astigmatismuswerte werden bei den gleichen Beleuchtungseinstellungen gemessen, und eine Reihe simultaner Gleichungen wird für Z12 gebildet und gelöst.
  • Das FAMIS-Verfahren der ersten Ausführungsform dieser Erfindung kann zum Extrahieren von Zernike-Koeffizienten entsprechend gerader Aberrationen (d. h. Aberrationen mit m = 0 oder einem ganzzahligen Wert – siehe 2), wie zum Beispiel einer sphärischen Aberration wie in den 3 bis 6 und einem Astigmatismus wie in 7, verwendet werden, da diese Aberrationen Einfluss auf die Position der besten Brennweite haben. Ungerade Aberrationen werden im Anschluss im Hinblick auf die zweite Ausführungsform erläutert.
  • Weitere Verbesserungen können vorgenommen werden, um die Genauigkeit der Messung zu erhöhen. Die 8(a) und 8(b) stellen Konturdiagramme dar, welche die berechnete beste Brennweitenposition BF (aus Simulationen) als Funktion der NA und des äußeren Sigmawerts der Beleuchtungseinstellung als Folge der durch die Zernike-Koeffizienten Z19 und Z16 bedingten Aberration (jeweils in den 8(a) und 8(b)) darstellen. In beiden Fällen wurde der Wert des jeweiligen Zernike-Koeffizienten auf 10 nm eingestellt. Dadurch, dass ein Bereich unterschiedlicher Beleuchtungseinstellungen ausgewählt wird, der zu einer größtmöglichen Änderung der besten Brennweitenposition führt, kann der entsprechende Zernike-Koeffizient genauer abgeleitet werden.
  • Falls zum Beispiel in 8(a) eine Reihe von Messungen mit NA = 0,5, aber unterschiedlichen Sigma-Einstellungen, durchgeführt werden würde, so würde eine sehr geringe Variation der besten Brennweitenposition gemessen werden, und folglich könnte Z9 lediglich mit nur relativ geringer Genauigkeit bestimmt werden. Im Gegensatz dazu würde eine Reihe von Messungen bei konstanter äußerer Sigma-Einstellung von 0,7 und einer NA im Bereich von 0,5 bis 0,7 einen größeren Bereich der besten Brennweitenposition und eine genauere Bestimmung von Z9 ergeben. Ein Verfahren könnte darin bestehen, eine Reihe von Messungen in einem Bereich von Beleuchtungseinstellungen durchzuführen, die eine Linie im Wesentlichen senkrecht zu den Konturlinien in dem Diagramm der 8(a) bilden. Die gleichen Überlegungen werden auf die Bestimmung von Z19 angewendet, und anhand des Konturdiagramms in 8(b) würde ein Bereich unterschiedlicher Beleuchtungseinstellungen die Bestimmung von Z16 optimieren. Um die Bestimmung von Z9 und Z16 simultan zu optimieren, sollte der Bereich von Beleuchtungseinstellungen Variationen der besten Brennweitenposition als Funktion von Z9 und Z16 umspannen.
  • Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung kann ebenso verbessert werden, falls es erwünscht ist, bestimmte Zernike-Koeffizienten unabhängig voneinander zu bestimmen. Indem Messungen bei einer Reihe von Beleuchtungseinstellungen durchgeführt werden, die zum Beispiel einer Konturlinie in dem Diagramm der 8(a) folgen, so würde eine Z9-Aberration im Wesentlichen keine Variation der besten Brennweitenposition bewirken, und deshalb wäre die Variation der besten Brennweitenposition im Wesentlichen bedingt durch den Z16 (oder einen anderen) Zernike-Koeffizienten. Auf diese Weise kann Z16 unabhängig von Z9 bestimmt werden. Der umgekehrte Fall trifft ebenso zu, so dass Z9 unabhängig von Z16 bestimmt werden kann, indem Messungen bei Beleuchtungseinstellungen vorgenommen werden, die den Konturlinien in 8(b) entsprechen.
  • Eine weitere Überlegung bezüglich der vorliegenden Ausführungsform besteht darin, dass wenn beim FOCAL-Verfahren die beste Brennweitenposition mit der höchsten Genauigkeit gemessen werden soll, der Kontrast vorzugsweise so hoch wie möglich sein sollte. Der Kontrast ist in 9 als Funktion der NA und der äußeren Sigma-Werte der Beleuchtungseinstellungen aufgetragen. Wie in 9 zu sehen ist, ist der Kontrast bei hohen NA-Einstellungen und niedrigen äußeren Sigma-Einstellungen maximal.
  • Der gemessene Parameter kann ebenso durch Optimierung der abzubildenden Struktur maximiert werden, zum Beispiel durch die Art und Größe der Struktur, beispielsweise isolierte Linien und dichte Linien, isolierte Räume, Kontaktlöcher usw., und durch Auswahl des Maskentyps, zum Beispiel binäre Masken, gedämpfte Masken und alternierende Phasenverschiebungsmasken.
  • Zweite Ausführungsform
  • Die vorliegende Erfindung kann ebenso dazu verwendet werden, Zernike-Koeffizienten für ungerade Aberrationen zu extrahieren. Die vorliegende Ausführungsform wird insbesondere in Bezug auf den Zernike-Koeffizienten Z7 beschrieben, könnte allerdings gleichermaßen auf andere Zernike-Koeffizienten angewendet werden, die einer Aberration mit einem ungeraden Wert von m (siehe 2) entsprechen. Ungerade Aberrationen führen zu einer lateralen Verschiebung der Abbildung.
  • 10 ist eine Tabelle berechneter lateraler Verschiebungen in X-Richtung (ebenso als X-Verschiebung, dX oder ΔX bezeichnet) bei acht unterschiedlichen ringförmigen Beleuchtungseinstellungen; die Einstellungen von NA und Sigma sind die gleichen wie in 3. Die dX-Werte werden anhand der Aberration aufgrund eines Zernike-Koeffizienten Z7 von 1 nm berechnet.
  • Weitere Berechnungen können entsprechende Verschiebungen aufgrund eines Zernike-Koeffizienten der nächsthöheren Ordnung ergeben, der zu einer X-Verschiebung führt, nämlich Z14 (siehe 2).
  • Die laterale Verschiebung der Abbildungsposition kann in einer tatsächlichen lithographischen Projektionsvorrichtung unter Verwendung eines Verfahrens, das die Verzerrung mist und das im Anschluss als "DISTO" (im Anschluss beschrieben) bezeichnet wird, gemessen werden; alternativ kann man die Position eines im Raum erzeugten Bildes direkt messen, z. B. unter Verwendung eines Transmissionsbildsensors (TIS) (voranstehend beschrieben) oder eines anderen im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform beschriebenen Verfahrens.
  • DISTO ist ein Verfahren zum Auffinden der lateralen Positionsfehler der Bildebene (XY-Ebene). Eine standardmäßige Richtmarkierung, die aus gleichen horizontalen und vertikalen Linien/Räumen besteht (z. B. mit einer Linienbreite von 8 μm für die abgebildete Markierung), wird auf einen photolackbeschichteten Wafer abgebildet. Die Position dieser abgebildeten Markierung (latent oder entwickelt) kann durch das Einstellsystem der lithographischen Vorrichtung gemessen werden. Die Abweichung in Bezug auf die erwartete Position entspricht der Verzerrung. Indem diese Markierungen über das gesamte Bildfeld verteilt werden, kann die gesamte Bildfeldverzerrung gemessen werden.
  • Wenn die zweite Ausführungsform dieser Erfindung das DISTO-Verfahren bei mehreren Beleuchtungseinstellungen benutzt, wird dies als "DAMIS" bezeichnet, ein Akronym, das für "DISTO At Multiple Illumination Settings" steht.
  • Die Werte von Z7 und Z14 können im Anschluss anhand der folgenden Beziehung bestimmt werden, welche die Korrektur erster Ordnung der gemessenen Verschiebung der X-Position angibt, die aus einem X-Koma aufgrund der Zernike-Koeffizienten Z7 und Z14 resultiert, die ungleich Null sind: dXmeas(NA, σ) = a + b·dXZ7=1nm(NA, σ) + C·dXZ14=1nm(NA, σ)
  • Die Konstanten b und c in diesem Fall entsprechen nun den Zernike-Koeffizienten Z7 bzw. Z14 und können unter Verwendung der gleichen Matrixgleichung und einer Mehrfachregression oder Anpassung kleinster Quadrate erhalten werden, wie voranstehend bei der ersten Ausführungsform in Bezug auf Z9 und Z16 beschrieben wurde. In diesem Fall bezieht sich a auf Z2 und ist im Wesentlichen konstant.
  • 11 zeigt einen Verlauf der Korrelation zwischen einer experimentell gemessenen X-Verschiebung (entlang der vertikalen Achse in nm aufgetragen) und der berechneten Verschiebung, die durch einen Zernike-Koeffizienten Z7 von 1 nm hervorgerufen wird (entlang der horizontalen Achse in nm aufgetragen). Die aufgetragenen Punkte und berechneten Verschiebungen entsprechen den Beleuchtungseinstellungen, die in der Tabelle der 10 angegeben sind. Der Gradient der Anpassungslinie ergibt den extrahierten Wert für Z7 für diese Vorrichtung, der in diesem speziellen Beispiel ungefähr gleich 7 nm beträgt.
  • Die 12(a) und 12(b) zeigen Konturdiagramme, die die Verschiebung dX der X-Position in der Beleuchtungsebene analog zu den 8(a) und 8(b) angeben. Hier war die Beleuchtungseinstellung ringförmig, und zwar mit einer Ringbreite (äußeres Sigma) – (inneres Sigma) = 0,3. Durch geeignete Auswahl der Beleuchtungseinstellungen, bei denen die Messung durchgeführt wurde, kann wiederum die Genauigkeit der Bestimmung von Z7 bzw. Z14 verbessert werden, oder eine Variation aufgrund eines oder eines anderen von Z7 und Z14 kann verringert oder beseitigt werden, um seinen Beitrag zur Aberration von dem des anderen Koeffizienten zu trennen, wie voranstehend für Z9 und Z16 in Bezug auf die 8 erklärt worden ist.
  • Die 13(a) und 13(b) stellen einen weiteren Nachweis für das Verfahren der zweiten Ausführungsform der Erfindung dar. Diese Figuren zeigen die Verläufe von Z7 (X-Koma) und Z8 (Y-Koma) als Funktion der X-Position entlang des Beleuchtungsschlitzes. Werte der jeweiligen Zernike-Koeffizienten werden wie durch die vorliegende Erfindung erhalten und unter Verwendung von SIF unabhängig gemessen aufgetragen. Die Korrelation ist wiederum gut.
  • Die Diskrepanz zwischen den Werten in 13(a) kann größtenteils durch eine Neigungskorrektur ausgeglichen werden, die eine Variation von Z7 mit der X-Position entlang des Schlitzes angibt. 14 stellt die gleichen Daten dar wie 13(a), allerdings wurden die DAMIS-Messergebnisse von Z7 durch 0,39 nm pro mm X-Position entlang des Schlitzes korrigiert. Diese Korrektur wird dadurch erzielt, dass eine geeignete Wellenlängenverschiebung ausgewählt wird. Durch Darstellung der Nützlichkeit der vorliegenden Erfindung konnte die gesamte komatische Aberration in dem Projektionssystem, die durch den Wert von Z7 in 13(a) angedeutet und gemäß der Erfindung gemessen wird, durch eine (geringfügig längere) Wellenlängenverschiebung korrigiert werden.
  • Obwohl bei den voranstehend beschriebenen Ausführungsformen die Schrittabfolge bestand aus dem Berechnen der erwarteten Verschiebung der besten Brennweitenposition oder der X- oder Y-Position unter Verwendung einer Simulation unterschiedlicher Beleuchtungseinstellungen, und dem anschliessenden Messen der tatsächlichen Verschiebungen bei diesen Beleuchtungseinstellungen, so kann es natürlich praktischer sein, die Messungen zunächst bei einer speziellen Beleuchtungseinstellung vorzunehmen und anschließend die geeigneten Größen unter Verwendung der Simulation der tatsächlichen Beleuchtungseinstellungen, bei denen Messungen durchgeführt wurden, zu berechnen. Vorzugsweise wird eine Sequenz von Testbelichtungen sequentiell durchgeführt, jede mit einer unterschiedlichen NA- und Sigma-Einstellung, wobei allerdings sämtliche andere Parameter der Belichtung unverändert bleiben.
  • Um die Auswirkungen einer Verschiebung der Maschine zu korrigieren, kann die Messung bei der ersten Beleuchtungseinstellung am Ende wiederholt werden, und möglicherweise einmal oder öfters zwischen den dazwischen liegenden unterschiedlichen Beleuchtungseinstellungen einer gegebenen Messsequenz.
  • Wenn Testbelichtungen auf Wafern durchgeführt werden, so ist es von Vorteil, ein als „micro-stepping" oder „die-in-die" bezeichnetes Belichtungsverfahren einzusetzen, da der gleiche Teil des Wafers für sämtliche Beleuchtungseinstellungen verwendet wird, so dass sämtliche Belichtungen im Wesentlichen auf identischen Photolackbearbeitungen durchgeführt werden und den gleichen Messfehlern ausgesetzt sind, wodurch die Reproduzierbarkeit der Tests verbessert wird.
  • Die obigen Ausführungsformen haben Linsenaberrationen im Sinne von Zernike-Polynomen beschrieben, allerdings stellt dies nur eine von vielen möglichen Funktionsgruppen dar, die dazu verwendet werden können, um Wellenfrontaberrationen zu beschreiben, und die vorliegende Erfindung kann verwendet werden, um Aberrationen im Sinne von Parameter mit Ausnahme der Zernike-Koeffizienten zu messen.
  • Während spezifische Ausführungsformen der Erfindung voranstehend beschrieben worden sind, so ist zu erkennen, dass die Erfindung auf andere Art und Weise als beschrieben in die Praxis umgesetzt werden kann. Die Beschreibung dient daher nicht dazu, die Erfindung einzuschränken, die durch die Ansprüche definiert ist. Insbesondere ist zu erkennen, dass die Erfindung für das Projektionssystem einer lithographischen Vorrichtung und in einer beliebigen anderen Art von Abbildungssystem verwendet werden kann, bei dem Aberrationen unabhängig voneinander auf zuverlässige und genaue Weise zu messen sind.

Claims (17)

  1. Verfahren zur Bestimmung der Aberration eines optischen Abbildungssystems, mit: – einem Strahlungssystem (LA, Ex, IL) zum Bereitstellen eines Projektionsstrahls (PB) aus Strahlung; – einer Haltekonstruktion (MT) zum Halten von Musteraufbringungseinrichtungen (MA), wobei die Musteraufbringungseinrichtungen (MA) dazu dienen, den Projektionsstrahl (PB) gemäß einem gewünschten Muster zu mustern; – einem Substrattisch (WT) zum Halten eines Substrats (W); und – einem Projektionssystem (PL) zum Projizieren des gemusterten Strahls auf einen Zielabschnitt des Substrats (W); wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: – Mustern des Projektionsstrahls (PB) durch die Musteraufbringungseinrichtungen (MA) und – Messen von wenigstens einem Parameter eines durch das Projektionssystem (PL) gebildeten Bildes für eine Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen des Strahlungssystems (LA, Ex, IL) und/oder des Projektionssystems (PL); und gekennzeichnet durch den Schritt: Extrahieren eines Koeffizienten einer Ausdehnung der Wellenfrontaberration des Abbildungssystems aus den Messungen des wenigstens einen Parameters bei der Vielzahl von Einstellungen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Vielzahl verschiedener Einstellungen verschiedene Einstellungen der numerischen Apertur umfasst.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Vielzahl verschiedener Einstellungen verschiedene Einstellungen der Pupillenfüllung in einer Pupillenebene im Abbildungssystem umfasst.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Vielzahl verschiedener Einstellungen verschiedene Beleuchtungsmodi enthält, die aus der Gruppe der scheibenförmigen, kreisförmigen, vierpoligen, zweipoligen und weich-vielpoligen ausgewählt sind.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vielzahl unterschiedlicher Einstellungen telezentrische und nicht-telezentrische Beleuchtungseinstellungen oder eine Vielzahl nicht-telezentrischer Beleuchtungseinstellungen umfasst.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Parameter die beste Brennweitenposition des Bildes ist.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Parameter die Seitenposition des Bildes ist.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vielzahl verschiedener Einstellungen so ausgewählt ist, dass die Änderung in dem oder in jedem der wenigstens einen gemessenen Parameter im wesentlichen maximiert ist.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vielzahl verschiedener Einstellungen so ausgewählt ist, dass die Änderung in dem wenigstens einen gemessenen Parameter, die aus der Aberration resultiert, die durch einen oder mehrere Koeffizienten repräsentiert ist, im wesentlichen Null ist, während die Änderung in dem wenigstens einen Parameter als Funktion eines gewünschten Koeffizienten ungleich Null ist.
  10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend den Schritt des Berechnens einer theoretischen Änderung für jede der Vielzahl ver schiedener Beleuchtungseinstellungen des oder jedes der gemessenen Parameter als Funktion einer kleinen Änderung in dem wenigstens einen Koeffizienten.
  11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Koeffizient durch Mehrfachregression oder eine Anpassung mit Hilfe der Fehlerquadratmethode eines Satzes simultaner Gleichungen berechnet wird.
  12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Koeffizient ein Zernike-Koeffizient ist.
  13. Lithographische Projektionsvorrichtung zum Projizieren eines gemusterten Strahls aus Strahlung auf ein Substrat, das mit einer strahlungsempfindlichen Schicht versehen ist, wobei die Vorrichtung umfasst: – ein Strahlungssystem (LA, Ex, IL) zum Bereitstellen eines Projektionsstrahls (PB) aus Strahlung; – eine Haltekonstruktion (MT) zum Halten von Musteraufbringungseinrichtungen (MA), wobei die Musteraufbringungseinrichtungen (MA) dazu dienen, den Projektionsstrahl (PB) gemäß einem gewünschten Muster zu mustern; – einen Substrattisch (WT) zum Halten eines Substrats (W); – ein Projektionssystem (PL) zum Projizieren des gemusterten Strahls (PB) auf einen Zielabschnitt des Substrats (W); – Beleuchtungseinstellungseinrichtungen zum Bereitstellen einer Vielzahl von verschiedenen Beleuchtungseinstellungen des Strahlungssystems (LA, Ex, IL) und/oder des Projektionssystems (PL); – Messeinrichtungen zum Messen wenigstens eines Parameters eines projizierten Bildes, das durch das Projektionssystem gebildet worden ist; – Steuereinrichtungen zum Auswählen einer Vielzahl verschiedener Beleuchtungseinstellungen, bei denen die Messeinrichtungen Messungen vornimmt; und dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner umfasst: – Berechnungseinrichtungen, die angeordnet sind, um einen Koeffizienten einer Ausdehnung der Wellenfrontaberration des Projektionssystems und/oder des Strahlungssystems von den Messungen des wenigstens einen von den Messeinrichtungen gemessenen Parameters bei der Vielzahl verschiedener Beleuchtungseinstellungen zu extrahieren.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Haltekonstruktion (MT) einen Maskentisch zum Halten einer Maske umfasst.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei das Strahlungssystem (LA, Ex, IL) eine Strahlungsquelle (LA) umfasst.
  16. Verfahren zum Herstellen eines Bauelements unter Verwendung einer lithographischen Projektionsvorrichtung; wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: (a) Bereitstellen eines Substrats (W), das zumindest teilweise von einer Schicht aus strahlungsempfindlichem Material bedeckt ist; (b) Bereitstellen eines Projektionsstrahls (PB) aus Strahlung unter Verwendung eines Strahlungssystems (LA, Ex, IL); (c) Verwenden von Musteraufbringungseinrichtungen (MA), um den Projektionsstrahl (PB) in seinem Querschnitt mit einem Muster zu versehen; (d) Verwenden eines Projektionssystems (PL), um den gemusterten Strahl aus Strahlung auf einen Zielabschnitt der Schicht aus strahlungsempfindlichem Material zu projizieren, und ferner die Schritte umfassend: Messen, vor Schritt (d), von wenigstens einem Parameter eines durch das Projektionssystem (PL) gebildeten Bildes für eine Vielzahl verschiedener Einstellungen des Strahlungssystems (LA, Ex, IL) und/oder des Projektionssystems (PL); gekennzeichnet durch: Extrahieren eines Koeffizienten einer Ausdehnung der Wellenfrontaberration des Projektions- und/oder Strahlungssystems von den Messungen des wenigstens einen Parameters bei der Vielzahl von Einstellungen; und Korrigieren der Aberration auf der Basis des extrahierten Koeffizienten, um die Aberration eines durch das Projektionssystem projizierten Bildes zu reduzieren.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei der Korrekturschritt das Korrigieren von Änderungen der seitlichen und/oder besten Brennweitenposition des Bildes umfasst, wenn zwischen verschiedenen Beleuchtungseinstellungen gewechselt wird.
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