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Vergnügungsfahrbahn mit mehreren rotierenden Fahrböden Die Erfindung
betrifft die Verbesserung einer Vergnügungsfahrbahn mit terrassenförmig übereinanderliegenden
Fahrflächen, bei der die gleitende und drehende Bewegung der Fahrzeuge durch Anstoß
an Hindernisse und Mitnehmer jeweils in eine schleudernde Bewegung geändert wird.
Derartige Bahnen sind bereits bekannt, doch sind bei ihnen die Schleuderbewegungen
der Fahrzeuge nicht groß.
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Durch die Erfindung wird eine Steigerung der Bewegungsvorgänge beim
Schleudern, eine schiffsähnliche Schaukelbewegung und eine erhöhte Sicherung der
Fahrzeuge gegen Umkippen erreicht.
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Das Fahrzeug hat z. B. eine einem Paddelboot ähnliche längliche Bootsform
und ist an der oberen Umfassungskante mit einem horizontal weit ausladenden Führungsrand
versehen, der horizontal gelagerte Rollen trägt. Letzterer, läßt ein Kippen des
Bootes nur bis zu einem bestimmten Winkel zu. Bewegt und getragen wird dieses Fahrzeug
von rotierenden Fahrböden, welche ringförmig oder als volle Scheibe ausgebildet
sind und terrassenförmig übereinander lagern. Die Fahrböden sind von mit Ausfalltor
versehenen Schutzwänden umgeben. Zur Erzielung einer Schleuderbewegung sind diese
Schutzwände an beliebigen Stellen mit Hindernisnasen versehen, und auf den Fahrböden
sind eine Art Mitnehmer fest oder federnd angebracht. In der Schutzwand ist ferner
eine Art Gleitschiene vorgesehen. Diesel Vorrichtungen ergeben die folgende Wirkung:
-Die Fahrzeugbewegung wird durch die Rotation des Fahrbodens erzielt, wobei die
auftretende Zentrifugalkraft das Fahrzeug gleitend nach außen drückt, bis es die
Schutzwand erreicht hat, wozu eine- bestimmte Mindestgeschwindigkeit erforderlich
ist. Der Führungsrand des Fahrzeugs greift an der Schutzwand unter die Gleitschiene,
und das Fahrzeug rollt, hier und da durch Anstoß an die in der Fahrbahn liegenden
Hindernisse behindert, den Bahnumfang ab. Je nach der Lage, die das Fahrzeug an
den Hindernissen einnimmt, und durchs die Einwirkung der Mitnehmer werden! die verschiedenartigsten
Kurven und Schleifen durch Abschleudern gefahren, wobei durch die Bodengestaltung
des Fahrzeugs schiffsähnliche Schaukelbewegungen auftreten. Schließlich geben die
in der Zeichnung dargestellten Ausfalltore dem Fahrzeug den Gleitweg nach der jeweils
tiefer liegenden Fahrbahn frei. Hierbei tritt eine Vergnügungswirkung durch Überwinden
eines gewissen Höhenunterschiedes auf, und es wiederholt sich', anschließend eine
Bahnumfahrung so oft, als die Fahrböden übereinanderliegen.
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Durch eine weitere Ausbildung der Hindernisnasen und besondere Anordnung
der Mitnehmer wird eine starke Steigerung der Schleuderbewegung erzielt. Einige
Hindernisse besitzen hakenförmige, gegen die Fahrtrichtung gestellte Nasen, gegen
die sich das eine dem Innenraum zugekehrte Ende des Fahrzeugs legt. Die Mitnehmer
sind nun derart angeordnet, daß ihr kadialabstand
kleiner als der
Abstand der Innenkante der Hindernisnase, aber größer als der Abstand des nach innen
zugekehrten Fahrzeugs von der Drehscheibenmitte ist. Beim Anliegen eines Fahrzeugs
an einer Hindernisnase stößt der Mitnehmer gegen das über die Innenkante der Hindernisnase
herausragende Fahrzeugende und erzeugt durch hebelartige Kraftwirkung ein Drehmoment,
welches das Fahrzeug mehrfach drehend in die Fahrbähn schleudert.
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Fahrten, im Boot auf einer ruhigen Wasserbahn bieten zu wenig Abwechslung.
Durch die Erfindung wird ein zeitgemäßer Wassersport bei Vergnügungsbahnen nachgeahmt.
Die 'Illusion des Bootfahrens, insbesondere des Paddelbootfahrens, in bewegtem Wasser
wird hervorgebracht durch ein Fahrzeug mit bootsformartigem Umfang und Schaukelbewegungen
zulassendem Boden, durch den Zwang für die Mitfahrenden, den Bootssitz einzunehmen
und durch das Wirbeltaumeln der Fahrzeuge auf dem Parkettgleitboden, der den Wasserspiegel
ersetzt.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsart
dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i- eine Draufsicht auf die Bahn, Abb. 2 einen
Schnitt durch die Bahnmitte, Abb. 3 eine Teilansicht des Fahrzeugs beim Anstoß an
der Umgrenzungswand, Abb.4 und 5 eine Draufsicht und einen Querschnitt des Fahrzeugs,
Abb.6 einen beispielsweisen Abschleuderungsweg des Fahrzeugs.
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Auf den Fahrbahnen i sind die Mitnehmer 7 befestigt. An der Umgrenzungswand
2 sind die verschiedenen Hindernisse 6 angeordnet. Die äußere, tiefer liegende Fahrbahn
ist in entgegengesetzter Richtung drehbar. Die Hohlschienen q. dienen zum Gleiten
der Führungsränder der Fahrzeuge. Die Fahrzeuge 5 werden auf die oberste Fahrbahn
gebracht. Die Führungsränder der Fahrzeuge tragen Gleitrollen 3. Der Fahrzeugboden
ist außen mit einem Gleitstoff überzogen. Zum Übergleiten von einer Bahn auf die
andere dienen die Ausfalltore B. Die Schleuderungsumdrehungen der Fahrzeuge werden
durch die Formgebung der Hindernisnasen geändert, z. B. wird die Nase 6a etwa eine
halbe Wendung, 6b aber mindestens eine ganze Wendung hervorrufen, und durch die
Einwirkung der Mitnehmer 7 wird das Boot vielfach gedreht und in wechselnder Richtung
abgeschleudert.
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Natürlich liegt es auch im Bereich der Erfindung, an Stelle der bootsartigen
Fahrzeuge andere Fahrzeuge, z. B. Autos, zu verwenden und sie auch mit eigenem Antrieb
auszustatten; damit würde lediglich die Illusion des Bootsfahrens verlassen, die
Wirkungen jedoch in der hier geschilderten Weise bleiben.